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Unser Experte sagt… „Diese beeindruckenden Raubtiere haben tatsächlich recht grausame Jagdgewohnheiten. Sie neigen dazu, mit ihrer Beute zu „spielen“, lassen sie verletzt entkommen und fangen sie erneut, fügen weiteren Schaden zu, lassen aber wieder los. Es ist fast so, als ob sie die Jagd mehr genießen als die Mahlzeit selbst. Wenn sie schließlich entscheiden, dass es Zeit zum Fressen ist, können sie ihre Beute beinahe umstülpen – so groß ist die Wildheit ihrer Kiefer. Ein faszinierendes und zugleich schreckliches Schauspiel!“
Der Seeleopard hat zu Recht einen furchteinflößenden Ruf! Er ist die zweitgrößte antarktische Robbe und der bekannteste Unterwasserjäger der Polarregion.
Mit einem muskulösen, 3,3 Meter (11 Fuß) langen Körper, der bis zu 590 kg (1.300 Pfund) wiegt, und massiven, übergroßen Kiefern mit zentimeterlangen Eckzähnen ist der Seeleopard ein Spitzenprädator. Er scheint furchtlos zu sein und greift eine Vielzahl von Beutetieren an, darunter Tintenfische, Fische und als Jungtier Krill. Später jagt er Pinguine und andere Robben, einschließlich Pelzrobbenjunge rund um die Insel Südgeorgien.
Seeleoparden sind Spezialisten für kaltes Wasser und jagen rund um das antarktische Packeis, wobei sie dessen Ausdehnung und Rückzug im Wechsel der Jahreszeiten folgen. Sie können ihre speziell angepassten Zähne nutzen, um Krill aus dem Wasser zu filtern. Diese Fähigkeit gilt als Erklärung für ihren Erfolg, da sie so auf der Suche nach größerer Beute in neue Gebiete vordringen können, während sie sich mit den kleinen Krebstieren ernähren. Ihr einziger Feind ist der Orca oder Schwertwal.
Die Art und Weise, wie Seeleoparden Pinguine jagen, ist sowohl faszinierend als auch grausam. Die Robben bleiben unter Wasser knapp hinter dem Rand der Eisscholle, wo die Pinguine ins Wasser springen oder es verlassen müssen. Der Seeleopard nutzt seine ungewöhnlich großen Vorderflossen, um sich schnell und äußerst wendig zu bewegen und die Pinguine an den Füßen zu packen. Einmal gefangen, schlagen die Robben die Vögel wiederholt gegen die Wasseroberfläche, bis sie tot sind. Anschließend reißen sie den Kadaver auseinander und verschlingen ihn.
Über den vollständigen Fortpflanzungszyklus des Seeleoparden ist wenig bekannt, da sie an sehr abgelegenen Orten brüten, was die Beobachtung erschwert. Es ist bekannt, dass die Paarung im Wasser stattfindet und die Weibchen auf das Packeis kommen, wenn sie gebären wollen, wobei sie eine flache, kreisförmige Mulde ins Eis graben.
Der Seeleopard ist ein Spitzenprädator, der hervorragend für das Überleben in den sich ständig verändernden und herausfordernden antarktischen Gewässern ausgestattet ist.

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