Reisetagebuch viActive Ecuador Galapagos - 17.12.2009
Reisebericht | Tour vom 17.12.2009 - 09.01.2010
"23 Tage Ecuador in all seinen Facetten kann man kaum in Worte fassen. Die vier Landschaftsformen Andenhochland, Dschungel, Küste und Galapagos lassen die Gruppe mit wundervollen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck nach Hause zurückkehren.
Dazu das Wetter, es gewährte uns herrliche Ausblicke, z.B. auf den Cotopaxi und die Andenketten. Es verschonte uns oft vor brennenden Sonnenstrahlen und schickte uns den Regen stilgerecht nur dreimal einige Stunden in Cuenca und zum Glück abends auf der Insel Isabela.
Die Gruppe hat besonders die Schönheit der Natur in Ecuador genossen durch welche diese Reise für alle unvergesslich bleiben wird."
Alle sind wohlauf und gespannt, was sie in den nächsten Wochen alles erwarten wird...
Nach den vielen exotischen Eindrücken machten wir uns allmählich auf, um in den Regenwald in der Nähe von Nanegal zu fahren. Je näher wir dem Ziel kamen, desto dichter wurde die Bewaldung. Leider streikte auf der Hälfte der Strecke unser Bus. Dank der professionellen Organisation von Eddy und seiner Frau Chari ging die Reise nach einer Stunde mit einem Ersatzbus problemlos voran.
Nach einer schier endlosen Schotterpiste, die Chari mit Bravour durch ihre super Fahrtechnik meisterte, kamen wir an unserer wunderschönen und urigen Logde an. Um den Tag abzuschließen traten wir noch einen Spaziergang an, um die Artenvielfalt des Waldes zu entdecken. Nach Rückkehr bei Sonnenuntergang ließen wir den ereignisreichen Tag gemütlich enden.
Nach einer verregneten Fahrt kommen wir zur Hacienda Porvenir. Den Weg dorthin hätte keiner von uns, und auch kein Navi gefunden. Kurz eingecheckt geht es auch schon zum 2 1/2 stündigen Ausritt. Da nur wenige erfahrene Reiter dabei sind, dauerte die Vorbereitung etwas länger. Das größte Vergnügen macht das Anprobieren der netten Überhosen (siehe Fotos). Der Regenponcho ist sehr nützlich und die Tiere sehr trittsicher. Beim Ritt über die Hügel ist nur zu vermuten, wo sich der Cotopaxi befindet, auf keinen Fall ist er zu sehen.
Nach einem hervorragenden Abendessen mit Steaks verziehen sich alle in die kleinen "Körbchen" (Zimmer mit Rattan-Wänden). Spruch des Tages:
Uwe auf seinem Pferd - Nadine zu ihm: "Hast du aber einen Kleinen." Später beim Abendessen sitzt Nadine bei Uwe und hat eine Katze auf dem Schoss: "Ich fass nicht deine Muschi an."
Der Bus hält sich wacker bis fast zum Ziel, dann steigen wir aus, um ihn ein wenig zu schonen. Per pedes apostolorum - bis zum Parkplatz und dann gleich weiter den Berg hinauf. Wir besteigen den edlen Vulkan ersteinmal bis zur Schutzhütte. Dort formieren sich die, die noch nicht genug haben und steigen weiter bis zur Gletscherzunge. Wir haben Glück mit dem Wetter und erfreuen uns an unserer Leistung.
Nach vielen Beweisfotos geht es bergab bis zur Hütte. Eine heiße Suppe belebt die luftarmen Recken und so wird auch baldigst der Abstieg angegangen. Der Bus füllt sich schnell und so kann die Rückfahrt durch die Felstrümmer-Landschaft, natürlich wieder mit den kreislauffördernden Vibrationen, beginnen. Eine Runde Canelazo, natürlich mit "Konservierungsmittel", lässt die Anstrengung schnell vergessen.
Über ein paar kleinere Pässe (nur etwa 4.000m) ging es dann durch die schöne Landschaft nach Quilotoa, wo wir gleich unser einfaches Quartier bezogen haben. Nach wenigen Minuten ging die Wanderung zur Lagune los. Am Kraterrand war es noch nebelig, was keine schöne Aussicht erhoffen ließ. Doch nach ein paar Höhenmeter waren wir durch die Wolken und hatten einen schönen Ausblick auf den Kratersee.
Nach einem halbstündigen Abstieg gab es die ersten Ideen eines Bades im See. Ohne lang zu überlegen sprang Thorsten gleich hinein und es folgten noch zwei weitere ins kalte Nass. Für den Aufstieg gab es die Möglichkeit, sich von einem Maultier tragen zu lassen, was zwei in Anspruch nahmen.
Oben angekommen, ging es dann gleich ins "Restaurant", wo die lokale Spezialität Meerschwein kredenzt wurde. Satt wird man davon nicht. Bei musikalischer Begleitung unserer Gastgeber wurden einige Runden Canelazo spendiert und das Tanzbein bis spät in die Nacht geschwungen. Spruch des Tages:
Kind zu seinen Eltern: "Wo ist mein Meerschweinchen?" - "Gestern waren die Touris da."
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Baños. Unterwegs machten wir Halt neben einigen Feldern, um Frühlingszwiebeln und den Cotopaxi zu bestaunen. Die recht einfachen Lehmhütten ließen nur erahnen, unter welch bescheidenen Verhältnissen die Einwohner leben.
In Baños angekommen, hatte am Nachmittag jeder die Möglichkeit, das beschauliche Städtchen im Tal mehrerer Berge auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend haben wir gemeinsam das Abendessen genossen.
Durch die Randbezirke Baños ging es hauptsächlich bergab und alle lernten die Eigenheiten ihrer Räder kennen. Durch kräftigen Gegenwind und Bergauf-Passagen wurde der Weg für einige doch länger als erwartet. Eine erste längere Rast gab es bei der Möglichkeit den Fluss im Hängewagon am Drahtseil zu überqueren. Kurz danach gab es vor dem Mittagessen noch eine Wanderung zum Wasserfall "Pailon del Diablo" - beeindruckend. Die Hängebrücke für einen besseren Blick überstand auch Gerhards Hörtetest. Nach dem Essen wurde es dann richtig anstrengend und ein paar wurden vom Besenwagen eingesammelt. Die Mühen haben sich aber für die schönen und rasanten Abfahrten gelohnt.
Angekommen im Hotel "El Jardin" (irgendwo am Rand von Puyo) erwartet die Gruppe ein Weihnachtsmenue erster Güte - 400g Steak für jeden. Spruch des Tages:
Aufstieg von den Wasserfällen, Gerhard zu Uwe: "Immer wenn's bergauf geht, bist du so still."
Alex zu den Tagbuchschreibern: Irgendwelche Lästereien schreibt ihr ja eh nicht." - "Achso?"
In Tena angekommen, wurden wir mit Gummistiefeln ausgestattet und begaben uns mit unserem Tagesgepäck für 2 Nächte auf den Pick-ups Richtung Dschungel. Die rund einstündige Fahrt wurde nur durch auf der Straße sitzende Hunde unterbrochen. Am Ziel angekommen, marschieren wir noch 10 Minuten mit unserem Gepäck zu unserer Dschungellogde, welche von der Familie von Viejito (Eduardo) geführt wird.
Kurz nach dem Mittagessen scheucht uns Eddy mit Badeklamotten, Schwimmwesten und LKW-Schläuchen eine Stunde durch den heißen Dschungel bis zur Lagune. Dort nehmen wir ein erfrischendes Bad und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Anschließend steigen wir hinab zum Fluss, wo unser Guide uns aus den LKW-Schläuchen eine "Arche" baut, auf der wir uns wagemutig den Rio Alto Napo hinunterstürzen. Für die im Wasser hängenden Körperteile ist die Wassertemperatur eine Herausforderung. Dicht zusammengekuschelt geht es von Stromschnelle zu Stromschnelle.
Danach können wir in den Hängematten vor unseren Holzhüttchen die Seele baumeln lassen und dem Dschungelkonzert lauschen. Beim gemeinsamen Abendessen bei Kerzenschein macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre. Hoffentlich gehen auch die Moskitos dabei baden.
Die Rafting Tour begann mit einer sehr ausführlichen Erklärung des Equipments und den Sicherheitsvorschriften. Es wurden 4 Bootsmannschaften gebildet, die 5 von viventura und ein Guide bekamen das kleinste Boot. Dies hatte den Vorteil, dass wir uns zwischen Chicken und Fun-Tour entscheiden konnten. Wir entschieden uns für Fun und den hatten wir. Bei der ersten kleinen Pause erzählte uns der Oberguide, dass bei ihm der Präsident von Ecuador im Boot sitzt. Alle dachten an einen Scherz. Spätestens beim Mittagessen wurden wir überzeugt, dass es wirklich der Präsident war, da er noch ein Dorf besuchte und wir aufs Essen warten mussten. Der Rio Napo, der befahren wurde, hat die Schwierigkeitsstufe 3 und bot etliche Stromschnellen, die wirklich den Namen Fun-Tour verdient hatten. Trotz mehrerer Versuche des Guides ging keiner von uns bei den Schwierigkeiten über Bord und es blieb auch noch Zeit, den Präsidenten nass zu machen. Nach 6 Stunden bei strahlendem Sonnenschein freuten wir uns über die paar Regentropfen, die die Wanderer an ihrem Ausflug hinderten.
Nachdem wir in Shangrila angekommen waren, genossen wir ein kühles Bier und die wundervolle Aussicht 70 Meter über dem Fluss in den Urwald. Kurz danach kamen die Wanderer retour und alle hatten jede Menge zu erzählen. Abends bekamen wir noch Besuch von einer Rotfußvogelspinne, aber sie wurde von einem Guide uns vorgestellt und jeder durfte sie in die Hand nehmen bzw. auf sich klettern lassen. Spruch des Tages:
Uwe zum Präsidenten: “Geh mal auf die Seite, ich will durch”
Nachmittags gab es wieder eine Flossfahrt mit Autoreifen zur einem Indigena-Dorf. Dort bekamen wir einen kurzen Einblick ins Dorfleben. Der Abenteuergrad der Bootstour hielt sich zumindest für die Rafter in Grenzen. Einzig der Anstieg über steile Stufen, Wendeltreppen und ähnlichem vom Fluss zurück zur Lodge stellte eine Herausforderung dar. Dies war heute ein Relaxtag, der wieder einmal bei Pollo (Hühnchen) endete.
Spruch des Tages:Spruch des Tages: Der Gerhard liegt faul auf dem Schlauch, der Thomas aber auch.
Bei der Auf- und „Ab“fahrt von Puyo nach Baños konnten wir sehen, welche Leistung die Radler vor ein paar Tagen vollbracht hatten. In Baños stärkten wir uns und luden Hans wieder auf. Kurz nach Baños zweigte Chari zur Verwunderung aller von der Hauptstraße ab in einen kleinen Feldweg. Abkürzung! Am Fuße des Hausvulkans von Baños überquerten wir diverse Lavastrüme und Spalten, die von den letzten Ausbrüchen vor 10 bzw. 3 Jahren zurückblieben. Teilweise kamen wir uns vor wie auf dem Mond. Auch diesmal funktionierte das Navi Chari perfekt und wir kamen wie geplant in Riobamba an. Vom Chimborazo sahen wir leider nur kleine Teile versteckt hinter dichten Wolken. Eddy führte uns abends in eine wirklich hervorragende Pizzaria und jeder genoss seine Pizza bzw. Spaghettis. Spruch des Tages:
"Die Fliege ist gleich tot … totgequatscht."
Nächste Station der langen Reise war Ingapirca. Kurz vor den Inka Ruinen wurden wir noch von „Wegelagerern“ aufgehalten. Kinder verkleiden sich als alte Leute und Teufel und fordern von den vorbeifahrenden Autos Süßigkeiten. Dies ist in dieser Gegend ein traditioneller Silvester Brauch. In Incapirca schauten wir uns die alten Ruinen an, die teilweise aus der Vor-Inka-Zeit stammen.
Nach weiteren 2 Stunden Busfahrt erreichten wir Cuenca und starteten gleich mit der Altstadtbesichtigung, die wir sehr kurz hielten, da es wie aus Eimern goss.
Wir fahren aus Cuenca (2600 m) los und erreichen gegen 10 Uhr eine Höhe von 3960 m mit unseren Reisebus. Der lokale Guide des Nationalparks gibt uns schöne Wanderkarten und eine Mappe der Vögel, die man sehen könnte, wenn man schon zur Morgendämmerung hier gewesen wäre. Für alle ist die Luft sehr dünn und die Wanderung geht gemächlich. Na gut, selbst wenn wir fit sind, bis alle Teilnehmer die Seen, Farne, Enziane fotografiert haben, vergeht auch Zeit. Die neuartigen Digitalkameras mit den tausend Einstellmöglichkeiten haben so manchen zur Verzweiflung gebracht.
Im "Hänsel und Gretel-Wald" gab es keine Hexe und keine Lebkuchen und da wir langsam hungrig waren kehrten wir nach drei Stunden zurück. Weiter ging es zum Tageshöhepunkt der Reise (Passhöhe 4150 m). Wir tauchen mit dem Reisebus nun in ein Nebelmeer, stehen in manchem Straßenstau, da die Straßen mal für eine Stunde in die eine Richtung, mal in die andere Richtung gesperrt werden. Aber alles wird gut und bald hat Ecuador schöne Passstraßen und nicht mehr diese Schlaglochwege. Ab 1500 m Meereshöhe entlässt uns der Nebel, etliche Silvester-Wegelagerer (Kinder mit Halloweenmasken oder auch als Transis verkleidete Männer) haben Straßensperren errichtet, um Wegezoll zu kassieren. Ein lustiger Brauch. Wir sind gut vorbereitet: Kleingeld und Honigbonbons ermöglichen uns die Weiterfahrt. Am Busfenster huschen nun endlose Bananenplantagen und Zuckerrohrplantagen vorbei. Es geht Richtung Guayaquil.
Gegen 17 Uhr hat Chary uns bis zum Grand Hotel vorgefahren. Ein schülwarmes Wetter (31 Grad) empfängt uns. Schnell noch vor dem Silvestermenü Getränke, Chips und Socken einkaufen und im Park die schlafenden Landleguane auf dem Baum bewundern. Gegen 20 Uhr Aufmarsch zur letzten Mahlzeit im Jahrzehnt. Und zum Abschluss des Essens bringt Ferdinando dann Cylia die Geburtstagstorte. Happy Birthday, Cylia! Nun essen wir Kuchen bis wir platzen- aber der Kuchen ist doch zu groß.
Heute haben wir Reiseteilnehmer auch längeren Ausgang und bevölkern nicht so gegen 21 Uhr bis 23 Uhr die Betten. Gegen 22:30 Uhr verlangt das Reiseprotokoll eine Aufstellung zum Gesamt-Gruppenbild auf der Hoteltreppe (Reiseleiters Eddys Familie und wir dreizehn Teilnehmer). Ja und dann geht es los zur Silvesterparty! Auf zur Uferpromenade! Da soll was los sein! Denkste! Tote Hose! Also zurück zum Swimmingpool des Hotels. Die Einkäufe von vorhin geholt. Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf,vier, drei, zwei, eins, Prost Neujahr! Ein Knallen und welch ein südamerikanisches Feuerwerk. Auf der Querstraße zum Hotel sieht man alle 50 m brennende Silvesterpuppen (Brauchtum) und es knallt an jeder Ecke. Eine Rauchwolke verdunkelt den Vollmond. Gegen 1:30 Uhr gehen wir in die Betten, denn wer kann schon ins neue Jahrzehnt mit einen Flug zu den sagenhaften Galapagos-Inseln nach dem Schlafen starten.
Ab dem Santa-Cruz-Fähranleger geht sofort unser Besichtigungsprogramm los: Unsere lokale Guide Venus, ein Bus und Fahrer erwarten uns. Zunächst fahren wir ca. 1/2 Std. südwärts zu den Los Gemelos, 2 riesigen Lavakratern, wo wir über die Bedeutung der Sonnenblumenbäume um uns herum informiert werden und dazu eine Galapagosstaube bewundern. Unser zweite Halt ist ein riesiger Lavatunnel, den wir durchlaufen. Anfangs bewegen wir uns in einer großen Höhle, die sich aber zunehmen verengt. Der dritte Stopp ist bei der Primicias Hacienda, wo viele Riesenschildkröten leben. Wir entdecken welche beim Fressen. Sehr beeindruckend!
Nach nochmal 1/2 Stunden Busfahrt kommen wir nach Puerto Ayora. Gegen 15 Uhr sind wir in unser Hotel. Nun haben wir 10 Minuten, um die ersten Seelöwen und roten Klippenkrabben zu beobachten. Kurz danach besichtigten wir die Charles Darwin Station. Dort erhielten wir einen Einblick in das Zuchtprogramm für Landschildkröten und konnten verschiedene Arten beobachten.
Endlich sahen wir Landleguane, die zwar kleiner als erwartet waren, aber trotzdem in allen Positionen begehrte Fotomotive waren. Den Abend ließen wir mit frischem Lobster, Cerdo al Grill, Chuleta de Res und Bier im einfachem Restaurant ausklingen.
Während ein Teil der Gruppe nach Floreana fährt, hat sich Torsten für eine ausgiebige Tauchexkursion entschieden.
Unterwegs gab es natürlich wieder sehr viele unterschiedliche Tiere zu bestaunen, wir sahen unter anderem auch einen tollen Fregattvogel ,dazu Krabben und Iguanas Marinas.
Am frühen Nachmittag bestiegen wir das Schnellboot Richtung Isla Isabella. Die See war zwar ruhig, aber durch das Tempo wurden wir schön durchgerüttelt. Nach 2 Stunden erreichten wir die Insel. Unser Gepäck wurde mit einem Pickup abgeholt und wir liefen ein paar Minuten zum Hotel und sahen dabei fast schon die gesamte „Stadt“ Villamil. Dort gab es die Verteilung der Zimmer, die diesmal auf 2 Hostals aufgeteilt waren.
Nach kurzer Erholung gingen wir zum Strand. Eddy zeigte uns die erste Meerechsenkolonie. Alle waren begeistert, man mußte aufpassen, wo man hintritt. Vor allem die dunklen Weibchen sind auf den Lavasteinen gut getarnt. Danach war noch baden im Meer angesagt, bis ein Surfer Hai Alarm gab.
Im Hostal kochte die Chefin mit ihrer Familie für uns. Da das Essen sehr gut war, verlangten wir Nachschlag, der prompt mit einem breiten Grinsen erfüllt wurde. Wir beschlossen auch die nächsten Tage die hervorragende Küche auszunutzen.
Von hier ging es dann zu Fuss Richtung Hostal. Links und rechts des Hauptweges zweigten wir immer wieder ab um uns von Estaban noch ein paar schöne Aussichtspunkte und Lagunen zeigen zu lassen. Dabei gab es jede Menge wertvolle Erklärungen von ihm zur Natur. Die letzten 2 ½ km liefen wir dann den Strand entlang. Dort sahen wir schwimmende Meerechsen und Strandläufer.
Nach der Wanderung stärkten sich einige von uns am Dorfplatz in einer kleiner Wirtschaft beim Menu del Dia. Der Nachmittag stand wieder zur freien Verfügung. Und wenn schon einmal am Pazifik, wurde wieder gebadet. Bei diesen Temperaturen eine willkommene Abkühlung. Die Wellen machten jede Menge Spass. Abends gab es wieder leckeres Essen im Hostal und danach einen Verdauungsspaziergang, leider ohne Sternenhimmel.
Trotz angekündigter Regenzeit, gab es nur abends und wahrscheinlich auch in der Nacht einen bewölkten Himmel. Am Tage konnten wir immer die Sonne geniessen und die Vorräte an Sonnencreme aufbrauchen.
Spruch: Dafür dass Regenzeit ist, haben wir aber viel Sonne.
Spruch des Tages: Wie kann man aus einem so großen Fisch so kleine Portionen machen?
Auf 800m Höhe angekommen gab es einen kühlen Empfang und fast alle packten ihre Regenjacken aus. Ein Teil vertraute darauf, dass die Regenzeit noch ein paar Tage aussetzt und hatte erst gar keine Regenjacke mitgenommen. Bei Sicht um 20m ging es auf schlammigen Wegen hinauf zum Kraterrand. Bereits nach wenigen Minuten wurde es durchs Wandern allen warm und die Jacken verschwanden wieder in den Rucksaecken. Oben angekommen tauften wir den Kraten mangels Sicht und Nebel in Sierra Blanca um. Wir liefen etwa eine Stunde am Kraterrand entlang, ohne den 150m unter uns liegenden Kraterboden zu sehen.
Danach bogen wir rechts Richtung Vulkan Chico ab und plötzlich riss die Wolkendecke auf. Aber nicht nur das Wetter änderte sich, auch die Landschaft war komplett anders.
Auf den ersten Blick glaubten wir, wir seien am Mond gelandet. Beim Wandern über die Lavafelder und Lavaströme gab es immer wieder neue Formationen zu sehen. Schlussendlich am Vulkan Chico angekommen gab es die nächste Überraschung in der Landschaft. Die Steine wurden bunter und meistens rötlich, so dass wir nur ein paar Minuten vom Mond zum Mars brauchten.
Auf dem selben Weg ging es zurück Richtung Kraterrand. Ober angekommen hatten wir plötzlich den kompletten Überblick über den 9 x 11 km großen Krater. Ein gigantischer Ausblick bot sich uns, der kaum zu beschreiben ist. Beim Abstieg wurde dann noch eifrig Minze für den abendlichen Mojito gesammelt. Damit haben wir einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz gemacht, da die Minze die endemischen Pflanzen verdrängt. Mit dem Bus ging es wieder retour durch urwaldähnliche Landschaft, was einen krassen Kontrast zur Mond- und Marslandschaft darstellte.
Nachmittagsaktivitäten siehe Vortage. Abends verwähnte uns unsere Hostal-Chefin nach vielen Tagen Pollo (Huhn) am Festland wie die letzten Tage mit jeder Menge Fisch, Languste und Shrimps.
Spruch: Jetzt wissen wir, wo die Amerikaner ihre Mondlandung gedreht haben.
Nach einem letzten Einkaufsbummel beschließen wir unseren letzten gemeinsamen Abend bei einem leckeren Abschiedsessen.
Gegen 11:30 Uhr starteten wir mit dem Flieger nach Guayaquil. Der Sprinter-Bus wartete schon auf uns. Als erstes ging es zum Hotel und danach zum Puerto Santa Ana.
Im Anschluss bestiegen wir den Berg mit den 444 Stufen. Im Viertel Las Peñas haben wir die nun fast vollständig restaurierten Holzhäuser bestaunt: So schön war Guayaquil einmal! Durch das neue Viertel Puerto Santa Ana und die Uferpromenade ging es zum Hotel.
Etwas müde ging es weiter zu unserem letzten Abendessen und gleich danach wieder zum Sprinter-Bus. Pünktlich standen alle um 21 Uhr zur Abfahrt bereit. Wir fuhren zum Olmedo Flughafen, wo der Abschied von den "los Bandidos" anstand. Feliz viaje - glückliche Reise! Spruch des Tages:
Hasta pronto Bandidos
20.01.12Dorothea
Ich bin immer noch überwältig von der spannenden und erlebnisreichen XXL-Tour. Es war eine super Reise und eine ebenso tolle Gruppe. Jeder Teil der Reise...
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Stefanie