Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

24 Sep. 2009 • Frankfurt - La Paz

Flug
Richtung Bolivien

Guayas Schulschiff

Die Reise ging heute sehr schnell! Wir mussten schon um 7h00 frühstücken, dann mit dem Pick-up bis zum Kanal fahren, dann mit der Fähre, und dann wieder Bus. Dannach schnell check-in bei der Fluggesellschaft, zum Glück durch die Gruppenschlange, und dann fliegen.
Nach unserer Ankunft in Guayaquil sind wir zuerst zum Kaufhaus gefahren. Im Supermarkt gabs Aji, Marmelade, Schnaps, und Schoki zu kaufen. Danach suchten wir überall für "Life is Good" T-shirts, und schätz mal… es gab leider keine! Manche von uns haben auch Bildbände von Ecuador gekauft.
Und erst dann wollten wir zum Stadtzentrum, aber es hat für eine Weile geregnet. So sind wir in einen Imbiss gegangen, um dort eine leckere echte Deutsche Wurst zu schmausen. Und dann in ein Cafe um die Ecke. Einige Zeit danach konnten wir endlich zur Stadtpromenade gehen, und dort ein bisschen von der schönen Affenstadt sehen. Das Guayas Schulschiff lag dort vor Anker, und es gab auch in dem Moment eine Zeremonie, bei der Captain gewechselt hat.
Viel mehr gibts wirklich nicht zu erzählen. Wir fanden danach unseren Weg zum Flughafen wieder. Dort verabschiedeten wir uns von einander, und so ist eine interessante Reise zu Ende gegangen.

25 Sep. 2009 • Frankfurt - Cochabamba

Gruppe im Hotel
Cochabamba

Ein langer Flug

Wir hatten eine sehr lange Reise, insgesamt fast 48 Stunden (mit ein paar Wartestunden), aber dann sind wir doch endlich in Cochabamba und im Hotel Antenus angekommen.

26 Sep. 2009 • Cochabamba

Blick auf die Stadt
Altes Haus in Tarata

Stadt und Land

Heute hatten wir einen sehr angenehmen Tag. Unser lokaler Guide Edwin hat uns die Stadt gezeigt, wir haben das Zentrum besucht und sind mit der Seilbahn auf den Berg San Pedro gefahren, wo wir einen herrlichen Blick auf die Stadt hatten. Wir konnten die unteren, mittleren und oberen Täler sehen und am Nachmittag sind wir nach Tarata gefahren - ein Dorf das bekannt ist für seine alten Balkone - wo wir später einen Spaziergang zu der schönen Plaza unternahmen. Wir konnten eine herrliche Ruhe genießen und hörten die Mariachis-Musik die von einem Hochzeitsfest erklang.

27 Sep. 2009 • Torotoro - Cochabamba

Gruppe am Eingang der Höle Umajalanta
Birgita mit Stalaktiten und Stalakmiten

Toro Toro und die Höhle Umajalanta

Ganz früh brachen wir heute früh auf und verließen das schöne Cochabamba in Richtung Toro Toro. Die 5 stündige Fahrt über teilweise herausfordernde Schotterpisten fand ihren Höhepunkt, als wir eine Umleitung nehmen mussten, denn der normale Weg war wegen Bauarbeiten durch ein derzeit trockenes Flussbett gesperrt. Aber auch dort waren teilweise tiefe Schlaglöcher zu meistern.

Das Panorama der Cordillera Oriental mit ihren verschiedenen Gesteinsschichten war phänomenal, das Wetter heiss und sonnig. Nach hunderten von Serpentinen und toller Fahrt durch die wunderschöne Landschaft, erreichten wir den ursprünglichen Ort Toro Toro, der überwiegend aus indigener Bevölkerung besteht. Wir hörten gleich festliche Musik. Eine Fiesta zu Ehren eines Kindes (Rutuchi), die bis tief in die Nacht hinein ging. Unsere Unterkunft war ein kleines Paradies - eine schöne einfache Anlage. Die Mujeres und die Hombres bekamen jeder eine Cabaña. Que bonita!

Nachmittags unternahmen wir einen Ausflug zu den Schluchten und einer besonderen Höhle Toro Toro: Der alten Karsthöhle von Umajalanta. Zuerst ging es durch grosse Felshallen steil hinab, bis man durch engste Gänge an Tropfsteinen vorbeikriechen musste, um in weitere schöne Hallen mit Stalaktiten und Stalagmiten zu kommen. Ganz schön anstrengend und matschig! Am Höhlenausgang machten wir dann ein Surviver-Foto.

Das Abendessen in unserem gemütlichem Hostal war genauso lecker wie das Mittagessen. Felix machte das dort alles Klasse.

28 Sep. 2009 • Totora - Torotoro

Dinospuren
Die Schlucht "El Vergel"

Dinosaurierspuren und die wunderschöne Schlucht

Gleich am Morgen gut gefrühstückt und fit gingen wir los, bis wir die 5 km lange Schlucht "El Vergel" erreichten. Wir hatten noch ca 800 Stufen vor uns, bis wir das faszienierende Panorama sahen.

Danach sahen wir uns die Dinosaurier Spuren an, die in der Kreidezeit entstanden. Timo, unser Guide erzählte uns, das man im Nationalpark Toro Toro schon ca 25.000 Spuren von ungefähr 7 verschiedenen Dinosaurierarten gefunden hat.

29 Sep. 2009 • Totora - Sucre

Meterhohe Kakteen
Doña Margarita

September… Fiestas in den Dörfern

Nach dem Frühstück, verließen wir unsere mondäne Herberge "Villa Eva". Gemeinsam mit Doña Susi erkundeten wir bei strahlendem Sonnenschein das Dorf Totora. Durch die Gassen schlendernd kamen wir schnell mit den Kindern des Ortes und einer betagten Señora ins Gespräch . Die Einladung in ihr Haus hatten wir vermutlich ihrem vorherigen Chicha-Genuss zu verdanken.

Gegen Mittag verließen wir Totora in Richtung Sucre. Die beschwerliche Strecke bestand hauptsächlich aus Sandwegen. Wir sahen nur Staub und nichts als Staub.

Überraschend kam daher Susis Ausruf "Lasst uns hier ein Picknick machen", sollte dies ein Scherz sein? Aber einige Meter abseits der Straße fand sich ein lauschiges Plätzchen. So bekamen wir nicht den erwarteten Sand, sondern eine zünftige Brotzeit zwischen die Zähne.

Ein herrenloser Hund gesellte sich zu uns: "So einen Schmaus hatte er wohl in dieser Gegend noch nicht gesehen". Birgitas und Antjes Vorschlag, ein Würstchen mit ihm zu teilen, fand in der Gruppe leider nicht die erforderliche Mehrheit :-)

Gestärkt setzten wir unsere Reise fort und auch die Strasse wurde jetzt besser. Eine abwechslungsreiche Landschaft, meterhohe Kakteen, freilaufende Esel und Schweine und sogar herumlaufende Stiere am Strassenrand erfreuten unser Augen.

So erreichten wir gegen 20.00 Uhr Sucre. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag ausklingen.

30 Sep. 2009 • Sucre

Die weisse Stadt
Webkunst aus Tarabuco

Ein neuer Eindruck

Liebe Freunde, liebe Verwandte, lieber Club 77! Wie angekündigt, wollen wir uns die Ansichtskarten ersparen und hoffen, ihr verfolgt uns im Internet.

Sucre, 30.09.09: Ein nordamerikanischer Indianer fährt im Auto seines Freundes über die Autobahn. Am Ziel setzt er sich auf einen grossen Stein und sagt stundenlang kein Wort. Auf die Frage, was er tue, sagt er: "Ich warte auf meine Seele, sie ist nicht so schnell."

Uns geht es auch so, unsere Eindrücke verfangen sich. Aber Dank der Digitalfotografie haben alle Fotos, Datum und Uhrzeit und wir können sie später sortieren. Gleich geht es mit neuen Eindrücken weiter, denn eine Stadtbesichtigung in Sucre steht an, wo wir von einem wunderschönen Aussichtspunkt auf die ganze Stadt blickten. Wir schauen ein wenig von oben herab auf die Stadt, überall rote Ziegeldächer. Ausserhalb und in anderen Städten sieht man viel Wellblech. Auch die Häuser sind gepflegt und weiß gestrichen. Man fühlt sich wie in einer alten spanischen Stadt. Die "Weiße Stadt" ist die Hauptstadt Boliviens und nicht La Paz, wie viele meinen. Morgen geht es weiter nach Potosi. Tschüss ihr Leute! Gruss Ruth und Uwe

01 Okt. 2009 • Sucre - Potosi

Casa de la Moneda
Die Reisegruppe und Cerro Rico

Die Silberstadt

Heute sind wir in Sucre ganz früh aufgestanden, um mit dem Bus Richtung Potosi zu fahren, der berühmten Silberstadt, die auf 4060 m Höhe liegt!

Den Rest des Tages hatten wir eine Citytour mit unserem lokalen Guide Lourdes, durch die engen Strassen Potosis. Wir sahen wunderschöne Kirchen im Stil des mestizischen Barrocks.

Am Nachmittag besichtigten wir das berühmte Münzhaus und das Kloster Santa Teresa. Wir wunderten uns wie die Nonnen des Karmelitenordens damals hier gelebt haben.

02 Okt. 2009 • Potosi - Uyuni

In der Mine
El Tio

In den Silberminen

Wir hatten schönstes Wetter in Potosi: Beim Frühstück wurden wir sogar bedient. Mit flinken Händen brachte uns Martha leckere Dinge. Heute stand das Higlight der Minenstadt an. Wir kletterten im "Cerro Rico" in einen Schacht, in dem noch heute Silber und Zink abgebaut wird. Zuvor wurden wir fotowirksam mit Grubenlampe, Helm und Gummistiefeln ausgestattet.

Als Geschenke für die Grubenarbeiter und "Tio" - dem Schutzpatron der Mineros - besorgten wir Cocablätter, Alkohol, Zigaretten und Dynamit.

Unser Einstieg in die Mine begann mit der Zeremonie für Tio, um die guten Geister zu beschwören. Wir erkundeten weitere Schächte, sprachen mit den Arbeitern und beobachteten sie bei ihrem schweren Tagwerk. Als wir wieder ins Tageslicht eintauchten, waren wir ganz schön geblendet von der Helligkeit.

Unsere Reise nach Uyuni war sehr lange, aber wunderschön zugleich. Sie führte uns durch den Altiplano, der von kargen Berglandschaften, aber auch interessanten Steinformationen und Pflanzen geprägt ist. Etliche Lamaherden, Esel und kleine Dörfer säumten den Weg. Auch ein schlimmer Unfall (ein Baufahrzeug war umgekippt) hielt uns zum Glück nicht all zu lange auf.

Unsere Fahrer meisterten die schwierige Serpentinen-Schotterpiste super und gegen 18:30 h. kamen wir bei Sonnenuntergang in Uyuni an.

Die so oft gepriesene Toñito - Pizza schmeckte klasse und Susannes Vorbericht auf unsere bevorstehende 3-Tages Salartour ließ grosse Vorfreude aufkommen.

03 Okt. 2009 • Uyuni - Salar de Uyuni

Gigantisches Gürteltier in der Salzwüste
Holger und Hans-Joachin zwischen Himmel und Salz

Auf dem Salzsee

Unsere Fahrt in die Salzwüste von Uyuni begann bei schönstem Wetter und wir alle waren sehr auf das Naturereignis gespannt.

Zuerst besichtigten wir den berühmten Zugfriedhof mit den alten verrosteten Lokomotiven aus dem frühen 20. Jahrhundert. Eine sehr einsame Atmosphäre.

Danach fuhren wir in den Ort Colchani, um uns die Salzproduktion von einem Kleinunternehmer zeigen zu lassen.

Unser nächstes Ziel war die Insel Inkahuasi, die inmitten des riesigen "Salar de Uyuni" liegt. Schon während der Fahrt überwältigte uns der Salar mit seinem schneeweissen Salzmantel mit interessanten 6-eckigen Mustern auf der Oberfläche.

Unser Picknick fand vor einer Kompanie der gigantischen Kakteen (Trichocereus pasacana) statt. Später schlug uns Susi ein lustiges Spiel vor. Wir formierten uns vor der Kulisse des Salars zu einem dicken aber originellem Gürteltier, das man sonst so nicht zu sehen bekommt. Das Wetter war einfach herrlich, aber leider mussten wir dieses wunderschöne Naturschauspiel schon wieder verlassen und erreichten nach einer halbstündigen Fahrt unseren Übernachtungsort " Bella Vista".

Nach Bezug unserer einfachen Gemeinschaftsquartiere machten sich einige auf, zu einer spontanen Nachtwanderung unter dem klaren sternenbesetzten Firmament. Wir genossen die geheimnisvolle Stille unter dem hellen Vollmond und fanden interessante Pfotenabdrucke bzw.Tierspuren.

04 Okt. 2009 • Salar de Uyuni - Laguna Colorada

Beim Flamingos fotografieren
Arbol de Piedra

Lagunen und Vulkane

Heute früh nach dem leckeren Frühstück unserer Köchin sezten wir unsere Tour Richtung Laguna Colorada fort. Wir sahen die beeindruckende Landschaft der kleinen Salzwüste Chiguana umgeben von der südwestlichen Vulkancordillere. Einer der grössten Vulkane, der sogar noch aktiv ist, ist der Ollagüe.

Leider hatten wir später während der Fahrt eine Vielzahl von Pannen, die aber Dank den geschickten Fahrern erstaunlicherweise immer wieder behoben werden konnten. Was für ein Glück für uns, denn sonst hätten wir unsere Zelte in der Wüste aufschlagen müssen.

Nach einem typischen bolivianischem Mittagessen fuhren wir weiter, um die Lagunen zu erreichen, in welchen uns die rosafarbigen Flamingos mit ihrem Gesang begrüssten.

Susi hat uns nicht zuviel versprochen, denn bei der Laguna Hedionda sahen wir die sonst sehr schüchternen Vicunas und später sogar in einer bizarren Steingegend Viscachas bis wir endlich die Laguna Colorada erreichten. Hier beeindruckte uns vor allem der wunderschöne Sonnenuntergang, den die Laguna zu bieten hatte.

Unsere "quasi" Schutzhütte war noch einfacher als gestern und die Gemeinschaftslager sehr kalt. Aber zum Glück hatten wir uns überwiegend gut mit Schlafsäcken ausgerüstet.

05 Okt. 2009 • Uyuni - Salar de Uyuni

Laguna Verde
Richtung Uyuni

Laguna Verde

Um 4.30 h hiess es aufstehen, denn wir wollten bei Sonnenaufgang das Schauspiel der speienden Geysire von "Sol de Manaña" beobachten.

Es war hundekalt u. ohne heissen Kaffee aufzubrechen, war hart.

Die Fontänen der Geysire schossen mit Getöse in die Höhe und im Licht der ersten Sonnenstrahlen sah dies wunderschön aus. Flach in einer Thermalquelle konnten wir auch ein heisses Bad nehmen. Die kribbelnden Glieder erwachten wieder. Auch hier war wieder Schwefel im Spiel. Zuvor hatte unsere Köchin noch ein Frühstück gezaubert und danach ging es zur Chilenischen Grenze, wo die einzigartigen "Laguna Verde" liegt . In diesem Grünschimmenden See spiegelt sich der majestätische Vulkan Llicancabur, der auch halb zu Chile gehört. Wir waren am südlichsten Zipfel unserer Reise angelangt.

Danach ereilten uns leider wieder viele Autopannen, die uns bei den geplanten Fotostopps enorm Zeit raubten.

06 Okt. 2009 • La Paz - Oruro

Abendessen in La Paz mit dem Viventurateam
Besuch des Minenmuseums in Oruro

Oruro: Die Faschingsstadt

Nach unsere ganz frühen (2 am.) Abfahrt von Uyuni mit dem Zug Richtung Oruro, erreichen wir am frühen Morgen eine typische Altiplano Landschaft und sahen auf dem Poopó see Hunderte Flamingos, dass war herrlich!.

Als wir in Oruro ankamen holt uns Don Cesar mit seinem Bus ab und wir fahren bis zur Socavon Kirche, Schutzheilige eines der größten und berühmtesten Faschingsumzüge Südamerikas. Susi erzählte uns dass die Orurenos sehr gläubig sind und drei Jahre für die Madonna tanzen. Unter der Kirche liegt ein interessantes Museum, früher ein echtes Bergwerk.

Bevor wir zum Busterminal gingen, besichtigten wir das Haus eines der ehemals reichsten Männer der Welt, des Zinnbarons Simon Patino, voller schöner antiker Möbel. Nach eine 3 stündigen Fahrt mit dem Bus erreichten wir endlich um 19.00 Uhr die Stadt La Paz und hatten einen ersten Blick des lichterleuchtenden Tales!

Zum Tagesabschluss hatten wir ein gemeinsames Abendessen mit dem Team unseres Partnerbüros in La Paz, Tomas, Rita und Claudia.

07 Okt. 2009 • La Paz

Valle de la Luna
Uwe und die Stadt

La Paz geschminkt und ungeschminkt

Heute hatten wir ein komplettes La Paz-Kennenlernprogramm. Am frühen Vormittag hat uns unser lokaler Guide Manuela abgeholt, zuerst fuhren wir mit Minibussen zur Stadt El Alto, und von hier aus ging es zu Fuss entlang der Hänge und der bunten Stadtmärkte ins Zentrum, immer mit dem stattlichen Illimani im Blick.

Die Tour endete Mittags an der San Francisco Kirche, nicht bevor wir den Hexenmarkt besuchten!

08 Okt. 2009 • Tiwanaku - La Paz

Die Tiwanaku Ruinen
Stadtbild La Paz

Freitag

Heute hatte jeder sein eigenes Programm. Birgita musste sehr zeitig aufstehen und fuhr in Richtung des Gletschergebietes Tuni Condorir, da sie hier ihre Bergwanderung zum Pico Austria begann. Danach wussten wir das sie es geschafft hat!

Um 8.00 Uhr machten sich Uwe, Ruth, Ulrike, Hans und Antje in Richtung Tiwanaku auf, um einige der grössten Ruinen präkolumbianischer Kultur der Anden kennenzulernen. Auf dem Rückweg hatten wir einen herrlichen Blick auf die Königskordilleren.

Holger machte gleich in der Frühe eine Stadtwanderung, bei der er von Süden bis zum Zentrum fast mehr als 300 m Höhenunterschied durchschritt. Er passierte das Presidentenhaus, aber als er davon Fotos machen wollte, kamen einige Polizisten um ihn daran zu hindern. Er musste erklären das er einfach ein interessierter Tourist ist. Zum Glück hat er sehr gute Spanischkenntnisse :-)

09 Okt. 2009 • Rurrenabaque - La Paz

Die Landung
Swimmingpool in Hotel Ambaibo

Ein abenteuerlicher Flug

Unser heutiges Tagesziel ist Rurrenabaque im bolivianischen Tiefland. Am Flughafen El Alto erwartet uns zunächst die überraschende Nachricht, dass sich unser Flug wegen ungünstiger Witterungsbedigungen verschieben wird. Nach einiger Warterei geht es am Nachmittag endlich los. Nach nur 45 Minuten bringt uns ein kleines Flugzeug von 4100 m in das auf 300 m liegende Städtchen Rurrenabaque.

Am Fluss Beni spüren wir sofort die schwüle Wärme, die uns entgegen schlägt. Nach einer Erfrischungspause am Pool unseres Hotels Ambaibo gehen wir ans Ufer zum Strand des Rio "Beni" und besteigen ein Boot, das uns auf einer zweistündigen Fahrt einen ersten Eindruck von der Landschaft vermittelte. Am Scheitelpunkt der Fahrt, einer natürlichen Engstelle, stellt unser Fahrer den Motor ab, damit wir den Geräusch des Urwalds in der einsetzenden Dämmerung lauschen konnten. Das Zirpen, Pfeifen und Krächzen bildet ein eindrucksvolles und zugleich harmonisches Konzert.

Zurück im Ort verbrachten wir den Abend in einem einfachen Strandrestaurant, bei einem leckeren Fischessen. Den Absacker gab es später in der Moskito Bar, wo sich die gesamte Abenteurergemeinde des Tourismus trifft, um die tropische Nacht zu feiern.

10 Okt. 2009 • Rurrenabaque

Schildkröten
Ein gelber Kaiman am Fluss Yacuma
Alle an Bord!

Natur

Wir fahren Richtung Santa Rosa de Yacuma, ein Naturschutzgebiet der Gemeinde.

Dann steigen wir in das Bot am Fluss Yacuma, und sehen Kaimane, Schildkröten, alle möglichen Arten von Vögeln und Kapibaras.

Um 17.30 fahren wir mit dem Boot zu dem Aussichtspunkt der Dolphin Bar, wo wir einen herrlichen Ausblick auf den Sonnenuntergang haben.

Als wir mit unserem Boot zurück fahren ist es schon dunkel, und wir konnten die roten Augen von vielen vielen Kaimanen sehen, die während der Nacht hervostechend leuchten.

Die Nacht war sternenklar und wir konnten die Sterne ganz deutlich sehen.

11 Okt. 2009 • Rurrenabaque

Unterkunft Albergue Inkaland
Piranha-Angeln
Nelson unser Guide schwimmt mit Delfinen

Ein wildes "Guten Morgen"

Um 4.45 Uhr weckte uns Nelson, unser regionaler Guide. Die interessierten Mädels - 2 an der Zahl - fuhren mit dem Boot zur morgendlichen Lausa- und Entdeckungstour in den hereinbrechenden Tag.

Während des Sonnenaufgangs konnten wir rosa Flussdelphine beim Jagen beobachten, die Fledermäuse "legten" sich langsam schlafen, die Vögel und Affen erwachten und machten viel Krach. 2 wunderbare Stunden und wir genossen die seltene Ruhe. Zum Abschluss schwungen wir uns mit einem Trapez hoch ueber den Yakuma in der Hoffnung, dass die Äste der Bäume halten.

Nach dem Frühstück gings wieder aufs Wasser um eigenhändig Piranhas zu fischen. Wir waren recht erfolgreich. Mit den Jagdtrophähen wurde Pedro, ein altersschwacher jedoch noch immer sehr gefährlicher Kaiman gefüttert.

Zum abchliessenden Schwimmen mit den Delphinen fanden sich viele Delphine, jedoch keine Schwimmer ein. Nur Nelson unser Crocodile Dundee, traute sich ins Wasser, denn es waren nicht nur Delphine sondern auch Reptilien da. Bei tollstem Wetter setzten wir unsere Tierbeobachtung fort.

Nach dem Mittagessen hieß es Abschied nehmen von unserer schönen Cabaña, die am Ufer des Yacuma lag. Auf dem 2 stündigen Wasserweg trafen wir unsere alten Bekannten, wie Paradiesvögel, Schildkröten, Kaimane, Delphine, Reiher, Affen und Capiwaras wieder. Leider ereilte uns auch hier wieder eine Motorpanne (Murphys Law), die jedoch dank Hilfe eines anderen Kapitäns schnell behoben werden konnte.

Gegen Nachmittag blieb uns nichts anderes übrig, als wieder in den Jeep einzusteigen und die sehr steinige und staubige Piste nach Rurrenabaque zurückzufahren. Dort hatten wir uns wirklich einen Sprung ins Kühle Nass des Hotel-Swimmingpools verdient. Einfach Klasse. Zum Abendessen gab´s den einheimischen Fisch Surubi in verschiedensten Zubereitungsarten. Ein toller Ausflug ins Tiefland Bolivien ging langsam zu Ende.

12 Okt. 2009 • Rurrenabaque - Santiago de Okola

Der Berg bei Santiago de Okola
Besuch des Sozialprojektes
Blick auf den schlafenden Drachen

Luz de Esperanza und Santiago de Okola

Sehr früh am Morgen flogen wir von Rurrenabaque nach La Paz. Nachdem wir gegen Mittag ankamen, aßen wir gemeinsam mit den Jungs des Sozialprojekts "Luz de Esperanza". Die Jungs freuten sich sehr über unseren Besuch und hatten sich viel Mühe gemacht um das Essen vorzubereiten.

Danach fuhren wir weiter Richtung Titicasee und erreichten nach einiger Fahrzeit endlich das Dorf Santiago de Okola. Dort warteten schon die "Campesinos" und teilten uns die verschiedenen Zimmer der Bauernhäuser zu. Jeder von uns hatte seinen eigenen Gastgeber.

Wir machten einen Spaziergang am Strand und genossen die schöne Landschaft, den See und die Felssteine. Am Abend aßen wir ein typisches aber sehr leckeres Gericht namens "Huatia" und später bei einem gemütlichen Lagerfeuer, das unsere Gastegeber vorbereitet hatten, ließen wir unseren Tag ausklingen.

13 Okt. 2009 • Copacabana - Santiago de Okola

Isla del Sol
Bootsfahrt zur Isla del Sol

Eine gemütliche Wanderung

Nach dem leckeren Frühstück in Santiago de Okola, fuhren wir mit dem Boot zur Sonneninsel. Wir besuchten die alten Inkaruinen von Chinkana ("Das Labyrinth der Inka"), die Orte Challapampa und Yumani sowie die Ruinen von Pilkokaina. Einen Teil der Strecke sind wir in ca 2 Stunden gewandert, was uns sehr gut getan hat.

Am Nachmittag fuhren wir wieder mit dem Boot nach Copacabana, einer der berühmtesten Pilgerorte Boliviens und kehrten in unser sehr schönes "Hostal Cupula" ein. Danach nützten wir die letzten Sonnenstrahlen, um die Kirche zu besuchen und zu fotografieren, in der die Heilige Madonna des Titicacasees zu sehen ist.

14 Okt. 2009 • Copacabana - La Paz

Sicht auf den Illimani während des Sonnenuntergang
Totora Boot

Der Heilige See

Die Gruppe hatte den ganzen Vormittag frei. Einige sind zum Berg "El Calvario" gegangen mit einem schönen Blick auf die Copacabana und den Titikakasee. Andere sind in der schönen Hotel-Anlage von "La Cupula" geblieben, um die wunderbaren Zimmer zu geniessen.

Am Nachmitag fuhren wir Richtung La Paz. Auf den ersten 2 Stunden der Fahrt machten wir mehrere herrliche Stops an diversen Aussichtspunkten. Während der Fahrt mussten wir die Wasserenge von Tiquina, vom Ufer "San Pedro" bis zum anderen Ufer von "San Pablo", mit dem Boot überqueren. Unser Bus wurde hierbei auf ein eigenes großes Holzboot verladen.

Danach sind wir in La Paz angekommen und genossen dabei den Blick auf die Berge mit einem schönen Sonnenuntergang.

15 Okt. 2009 • La Paz

Chacaltaya, das höchste Skigebiet der Welt
Abendessen bei Reinecken Fuchs

Chacaltaya

Unser letzter Tag in La Paz brach an und bei schönstem Wetter machte sich ein Grossteil der Gruppe zu einem einmaligen Ausflug in die Königskordillieren auf. Wir besuchten die ehemals schönste Skipiste der Welt auf dem Chacaltaya, welcher auf 5300 m liegt u. leider nicht mehr vergletschert ist. Nur noch ein kleiner Rest des Gletschers ist noch zu sehen.

Unsere Wanderung führte uns vor dem Panorama des beeindruckenden Huayna Potosi und dem Illimani auf die Bergspitze bis zu 5400 m. Ein sagenhafter Ausblick und krönender Abschied von den Anden.

Den Nachmittag verbrachten wir mit letzten Einkäufen von schönen bolivianischen Alpacawaren, Che-Guevara-T-shirts, Hängematten, Musik, diversen "Polvos" vom Hexenmarkt und Tee. Schließlich geht es für einige von uns wieder nach Hause, da möchte man auch gerne viele wunderschöne Geschenke für Freunde und Familie mitbringen. Auch den Prado besuchten einige das letzte Mal.

Am Abend hatten wir ein letztes Abendessen in La Paz bei Reinecken Fuchs, ein typisch deutsches Restaurant.

16 Okt. 2009 • Santa Cruz - La Paz

Die Präfektur von Santa Cruz
Leckeres Abschiedsabendessen im "Casa del Camba"

Unser letzter Tag in Bolivien

Heute mussten wir ganz zeitig zum Flughafen fahren, um unseren Flug nach Santa Cruz zu bekommen.

In Santa Cruz, eine der grössten Städte Boliviens, wartete auf uns sehr angenehmes Wetter, aber mit ein bisschen Regen. Wir verbrachten einen ruhigen Tag am Hauptplatz der "Plaza 24 de Septiembre".

Am Abend lud uns Susi in ein ganz typisches Restaurant ein, ins "La Casa del Camba" und wir hatten einen sehr schönen Abschied mit einem leckeren Abendessen, guter Musik, einer Tanzshow und natürlich mit Bier.

17 Okt. 2009 • Santa Cruz - Frankfurt

Guten Heimflug!
Unser erster Abschied

Heimflug! Aber für manche geht das Abenteur weiter

8.00 Uhr: Birgita, Hans-Joachim und Ulrike hatten ihr Reisegepäck schon fertig gepackt für die Reise nach Samaipata und die Spuren des Che. Die drei verabschiedeten sich vom Rest der Gruppe bevor ihr neues Abenteuer begann.

Eine Stunde später fuhren Uwe, Ruth, Holger und Antje Richtung Flughafen um den Heimflug anzutreten. Traurig aber mit vielen Erinnerungen an dieses schöne Land verabschiedeten sie sich von Susi.