Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Ankunft in Argentinien
Mit ein wenig Verspätung kamen Egon, Martina, Claus, Claudia, Gisela, Reinhard und Frank am internationalen Flughafen von Buenos Aires an. Doris und Philipp sollten leider erst am Abend ankommen, genauso wir die Hälfte des Gepäcks ;-) Nachdem wir uns mit den ersten Pesos eingedeckt hatten, brachen wir auf Richtung Stadt.
Da es bereits Mittag war, ließen wir die meisten Sachen in unserer sehr zentral gelegenen Unterkunft zurück um ins Hafenviertel Puerto Madero zu gehen. Hier lud viventura zum Willkommenessen ein. Ein riesiger Grill bot uns alles, was die Kuh zu bieten hat. Die Auswahl an der leckeren Salatbar war ebenfalls sehr groß. Und da wir uns extra noch ein bisschen Platz gelassen hatten, passte auch noch der tolle Nachtisch rein, mmmhhh.
Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach La Boca, in das malerische und bekannteste Stadtviertel der argentinischen Metropole. Entlang des Riachuelo-Flusses und vorbei an der alten Zubringerbrücke erreichten wir den Caminito (kleiner Weg). Hier preisen Künstler ihre Werke an. Nach einer Runde durch die bunten Straßen bestiegen wir den “29er”-Bus. Über San Telmo kamen wir zum Herzen von Buenos Aires, dem Plaza de Mayo. An diesem Ort begann die Geschichte der Stadt, deshalb sprachen wir hier über wichtige Daten und Ereignisse der Vergangenheit. Außerdem befinden sich hier der Regierungspalast, die Kathedrale, das ehemalige Rathaus und die argentinische Nationalbank. Nach einem Besuch der Kathedrale gingen wir entlang der Avenida de Mayo, der ältesten Straße der Stadt, bis zu unserem Hostal.
Der Abend stand zur freien Verfügung, die Gruppe machte sich also schnell frisch und prompt noch ein wenig das Zentrum unsicher.
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Mit dem Fahrrad durch die Stadt
Am heutigen Morgen waren wir also komplett. Doris und Philipp wurden von der Gruppe herzlich begrüßt. Mit den Taxis fuhren wir nun nach Palermo in den Norden der Hauptstadt. Hier sollte unsere Fahrradtour beginnen.
Bei traumhaftem Sommerwetter führten uns unsere Guides Santiago und Gabriel durch die “grünen” Viertel von Buenos Aires. Nach Palermo kamen wir durch Recoleta und Retiro. Ein absolutes Highlight war mit Sicherheit der Friedhof von Recoleta, hier besuchten wir die Grabstätte Evitas. Auf dem nahegelegenen Künstlermarkt ging der ein oder andere ein wenig shoppen. Im Wald von Palermo aßen wir Picknick und durften zum ersten Mal das argentinische Nationalgetränk probieren, den Mate. Einige verbrannten sich dabei die Zunge…
Nach der Radtour fuhren wir mit der Subte (U-Bahn) zurück zum Hostal. Die Gruppe hatte nun ein paar Stunden frei, bevor wir uns am Abend wiedertrafen und gemeinsam zur Tangoshow aufbrachen. Nach einem guten Essen und tollem Wein erlebten wir den argentinischen Nationaltanz bei mitreißender Livemusik. Alle waren begeistert.
Gegen Mitternacht waren wir wieder im Hostal und fielen müde in unsere Betten.
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Das Parana-Delta
Heute verließen wir vorerst Buenos Aires und fuhren ins 40 Km entfernte Tigre. Hier bestiegen wir ein so genanntes Motorboottaxi, welches uns auf dem Carapachay-Fluss mitten ins bekannte Parana-Delta brachte. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die Insel Bonanza, wo wir den Tag verbringen wollten. Das Wetter war ideal und somit starteten wir auch gleich mit einer Wanderung durch die subtropische Vegetation. Entgegen unserer Erwartungen hatten die Moskitos heute wohl ihren freien Tag. Mit wenigen Stichen kamen wir davon ;-)
Nach der Rückkehr wartete bereits das Mittagessen auf uns. Wie sollte es auch anders sein: leckeres argentinisches Rindfleisch. Gestärkt nahmen anschließend einige die Gelegenheit wahr und fuhren Kanu. Wirklich nass wurde dabei aber niemand. Nach einer kleinen Siesta im Schatten und einem Käffchen wurden wir am Nachmittag wieder vom Motorboottaxi abgeholt. Am Hafen von Tigre stiegen wir dann in unseren privaten Bus, welcher uns auf eine typische Estancia brachte. Dort verbrachten wir auch die Nacht. Zum Abendessen wurden leckere hausgemachte Nudeln serviert, als Abwechslung zum Fleisch kamen diese wie gerufen ;-)
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Wie ein Gaucho
Nach einem richtigen Pampa-Frühstück begannen die Aktivitäten. Zunächst probierten wir Empanadas, leckere würzige Teigtaschen. Dann hatten Egon und Claus die Gelegenheit, Margarita die Kuh, zu melken, dies konnten sie sich natürlich nicht entgehen lassen. Nun warteten die Pferde. Claus, Martina, Egon und Claudia drehten eine kleine Runde. Philipp hatte bereits am Morgen einen kurzen Ausritt gemacht. Gisela und Frank liessen sich von Fabi im Sulki chauffieren.
Auf der Estancia gab es nicht nur Kühe, Schafe, Pferde, Hühner, Enten und Hunde. In einem Gehege erblickten wir Choikes, den so genannten kleinen Strauss, typisch für die Pampa und Patagonien.
Zu Mittag wurden wir in den ehemaligen Speicher gebeten. Hier wurde uns nun bei Musik und Tanz das obligatorische Asado-Grillessen serviert. Anschließend an die Show zeigten uns die lokalen Gauchos zu Pferde wie ihre Vorfahren in der Vergangenheit Ländereien und das Herz einer Frau eroberten.
Am Nachmittag ging es dann zurück in die Hauptstadt. Den freien Abend nutzte die Gruppe, um nach einem netten Bummel eine Kleinigkeit im Zentrum zu essen. Am nächsten Morgen sollte es endlich nach Patagonien gehen.
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Endlich in Patagonien
Am Vormittag wurden wir beim Hostal abgeholt und zum Inlandsflughafen gebracht. Der Flieger brachte uns nach Bariloche, die so genannte Schweiz Argentiniens. Blaue Seen, schneebedeckte Berge und vor allem Schokolade stehen dafür.
Leider begann es zu regnen als wir gerade auf dem Weg zum Campanario-Berg waren. Dort angekommen zogen wir uns rasch gelbe Regenmäntel über. Mit dem Sessellift ging es jetzt hinauf. Ein wenig feucht erreichten wir den Gipfel. Die Aussicht auf das Seengebiet war bedauerlicherweise etwas durch die dunklen Wolken getrübt. Nach einem kurzen Aufenthalt fuhren wir dann wieder hinab und besuchten anschließend das Zentrum der Stadt.
Nach einer schnell vergehenden Stunde brachen wir auf Richtung Pampa Linda, unserem heutigen Tagesziel. Die Fahrt dauerte gut zwei Stunden und führte uns mitten in den Nationalpark Nahuel Huapi. Hier befanden wir und quasi zu Füßen des Tronador (3478 m), des so genannten Donnerberges und dem höchsten Berg der Region.
Nach den Abendessen hielten wir uns eine Weile im Kaminzimmer auf, um kurz darauf ins Bett zu gehen.
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Durch Bambuswälder
Nach dem Frühstück besorgten sich Doris und Philipp Mountainbikes und machten sich auf Richtung Schwarzer Gletscher.
Die anderen schnallten sich die Wanderstiefel an und marschierten los durch die wunderschöne und einzigartige Natur des Nationalparks Nahuel Huapi. Nach drei Stunden und vorbei an riesigen Scheinbuchen (Coihues), dichten Bambuswälder und verschiedenen Flussläufen kamen sie zu ihrem Ziel, dem Wasserfall "Alerce". Hier machten sie ihre wohlverdiente Brotzeit. Gestärkt machten sie sich anschließend auf den Rückweg.
Bei der Hosteria trafen sie auf Doris und Philipp, welche soeben von ihrer Radtour heimkehrten. Sie hatten neben dem Gletscher ebenfalls zwei Wasserfälle besucht, den Garganta del Diablo (Teufelsrachen) und den Saltillo de las Nalcas.
Claus und Egon schnappten sich nun die Räder und radelten los zum Schwarzen Gletscher des Tronador-Berges. Die anderen machten sich währenddessen frisch und entspannten sich im warmen Kaminzimmer. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen und liessen den tollen Tag bei einem leckeren Weinchen ausklingen.
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Fliegen durch den andinen Wald
Früh standen Reinhard, Gisela, Egon, Martina, Doris, Philipp und Fabi auf. Nach dem Frühstück verliessen sie Pampa Linda mit einem privaten Bus Richtung Bariloche. Zur Mittagszeit erreichten sie die Schweizer Kolonie, wo sie lecker zu Mittag aßen. Käsefondue, Hirsch, Lamm und Salat kamen auf den Tisch. Nach dem Essen erlebten sie eher zufällig ein Kuranto, eine lokale Spezialität aus allem was man sich vorstellen kann (Fleisch, Geflügel, Fisch und Gemüse), alles gegrillt auf heißen Steinen in einem großen Erdloch.
Weiter ging es jetzt zum Canopy. Ein wirklich tolle Erfahrung wartete auf sie: Fliegen durch den patagonischen Wald. 1500 m Stahlseil gespannt zwischen zehn Plattformen in einer Höhe von bis zu 25 m, ein super Erlebnis. Wir konnten nicht genug bekommen, wollten am liebsten "weiterfliegen". Nachdem wir unser Mut-Zertifikat abgeholt hatten, gingen wir im Zentrum Bariloches einen Kaffee trinken und ein Eis essen. Später traten wir die lange Reise zurück nach Pampa Linda an.
Claus, Claudia und Frank verlebten den Tag im Nationalpark. Sie wanderten zum Gletscher Castaño Overo und bewunderten die dortigen Wasserfälle. Im Anschluss kletterten sie auf einen Aussichtspunkt, welcher ihnen einen schönen Blick auf das Tal bescherte. Sie erwarteten die anderen bei deren Ankunft.
Den letzten Abend in der Pampa Linda verbrachten wir gemütlich bei einem Glas Wein vor dem Feuer des Kamins.
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Auf den alten Vulkan
Früh verliessen wir heute die schöne Pampa Linda Richtung Bariloche. Angekommen in der Hauptstadt des argentinischen Seengebietes hatten wir eine Stunde Zeit, um noch das ein oder andere Souvenir zu erstehen. Anschließend ging es weiter gen Norden. Als nächstes besuchten wir den "Steppenmarkt", unser patagonisches Sozialprojekt. Hier stellen rund 150 Familien der Mapuche-Gemeinde aus der patagonischen Steppe ihre selbsthergestellten Produkte aus. Gerne kauften wir hier ein paar Kleinigkeiten ein.
Nur einen Katzensprung von hier befindet sich der Berg Cerro Leones, ein alter Vulkan, in dessen Höhlen vor vielen Hundert Jahren Tehuelches (Ureinwohner Patagoniens) lebten. Auf einer kleinen Wanderung schauten wir uns diese an. Philipp und Claus betraten eine der Höhlen durch einen Eingang von 1x0,6x1 m und durften dort eine verwunschene Lagune sehen.
Nach dem Ausflug und einem Kaffee zu Fuße des Vulkans setzten wir die Fahrt fort. Wir bewegten uns um den See Nahuel Haupi bis zu dessen Norden. Hier befindet sich das kleine Städtchen Villa la Angostura.
Das Wetter war einfach herrlich und die Lage unseres Hotels spektakulär, direkt am Ufer des Sees. Das es der Gruppe hier so gut gefiel, blieb sie dort und entspannte sich in der Sonne oder bei einem kleinen Spaziergang. Martina und Egon machten eine kurze Bootsfahrt auf dem See und schauten sich danach als einzige das Zentrum an.
Abends aßen wir in dem hoteleigenen Restaurant sehr lecker: Forelle, Hirsch, Rind und Hühnchen wurden bestellt. Danach gingen wir zufrieden ins Bett.
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Über die Anden nach Chile
Wieder mussten wir früh raus. Mit einem privaten Bus fuhren wir zum Busterminal. Pünktlich kam nun der öffentliche Bus, welcher uns anschließend zur argentinischen Grenze brachte. Nach einer kurvigen Überquerung der Anden (gut 1300 m) erreichten wir die chilenische Grenze. Hier bekamen wir nicht nur einen neuen Stempel in den Reisepass, sondern auch die ersten chilenischen Pesos. An die große Einheit muss sich der ein oder andere noch gewöhnen ;-)
Auf einer nun ruhigeren Weiterfahrt über die Stadt Osorno sahen wir auch den schneebedeckten Gipfel des gleichnamigen Vulkans (2652 m) und den Llanquihue, den zweitgrößten See Chiles. Ungewöhnlich pünktlich kamen wir in Puerto Montt an. Nach einer kurzen Wartezeit brachte uns der Transfer zu unserer Unterkunft.
Philipp hatte seine Freundin Doris zum morgigen Geburtstag mit der Buchung eines Hotels überrascht. In einer Suite mit Meeresblick sollten die beiden den Aufenthalt in Puerto Montt genießen.
Am Nachmittag trafen wir uns alle in Angelmo, dem hiesigen und zudem größten Fisch- und Freimarkt Chiles. Bei einem Rundgang holten wir uns Vorgeschmack auf das spätere Abendessen. Nach dem Marktbesuch flanierten wir entlang des Hafen und der Promenade bis ins Zentrum. In dem Café Sherlock tranken wir Kaffee und Austral, das beste chilenische Bier.
Mit einem kleinen Bus fuhren wir um 19 Uhr in den Westen der Stadt. In einem von deutschen geleiteten Restaurant liessen wir uns so richtig verwöhnen von den lokalen Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten. Hier probierten wir auch den ersten chilenischen Pisco-Sour. Bei lustigen und interessanten Gesprächen merkten wir gar nicht wir schnell die Zeit verging.
Kurz vor Mitternacht fielen wir müde in unsere Betten
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Curanto - Essen mal typisch chilenisch
Doris hatte Geburtstag, runde 30 feierte sie heute - Herzlichen Glückwunsch! Deswegen machten sie und Philipp einen privaten Ausflug zu den Wasserschnellen von Petrohue zu Füßen des Vulkans Osorno. Bei tollem Wetter verlebten sie dort einen schönen Geburtstag.
Der Rest der Truppe traf sich um 11 Uhr in Angelmo. Von hier aus brachte uns ein Fischer mit seinem kleinen Boot auf die gegenüber der Bucht liegende Isla Tenglo. Wir wollten hier erleben wie Curanto, ein typisch chilenisches Essen zubereitet wird. Dabei werden über zwei Stunden Steine erhitzt und anschließend diverse Zutaten daraufgegeben: Muscheln, Kartoffeln, Würstchen, Hühnchen, Schweinefleisch und spezielle Kartoffelmasse. Zwei Stunden muss dieses dann abgedeckt mit feuchten Tüchern auf den heißen Steinen garen.
In der Zwischenzeit besuchten wir nicht nur das lokale Stadtviertel und dessen Strand, sondern wanderten anschließend bis auf den Gipfel der Insel, von wo aus wir eine herrliche Aussicht auf die Stadt, das Meer und die umliegenden Vulkane hatten. Hier oben befindet sich auch ein überdimensionales Kreuz und eine kleine Kirche zu dessen Füßen. Außerdem erlebten wir, wie aus dem am Morgen angekommenen Kreuzfahrtschiff immer wieder Passagiere an Land gebracht wurden.
Um 14 Uhr wurde also das Curanto aufgedeckt. Wir hatten uns bereits in dem einzigen Restaurant der Insel eingefunden. Mutig bestellten wir drei Portionen. Es war schließlich doch um einiges leckerer als wir erwartet hatten. Nach dem Essen brachte uns unser Freund der Fischer wieder nach Angelmo. Nun hatten wir frei und jeder konnte den Tag nach eigenem Gutdünken gestalten. Das schöne Wetter lud natürlich zu einer weiteren Stadterkundung ein.
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Besuch bei den Magellanpinguinen
Am Morgen fuhren wir gemeinsam zum Flughafen von Puerto Montt. Mit dem Flieger ging es nun noch weiter in den Süden Chiles. Punta Arenas, die südlichste kontinentale Stadt der Welt, war unser Ziel. Die Temperaturen hier am Ende des Kontinents waren dann auch bedeutend kühler als bislang auf unserer Reise.
Nach einer kurzen Stadtbesichtigung machten wir uns auf Richtung Seno Otway. Dort ca. 70 km nördlich von Punta Arenas nistet eine der größten Magellanpinguinkolonien des Landes. Auf einem extra angefertigten Rundgang konnten wir einige der putzigen Tiere bewundern. Mancher ließ sich sogar sehr gerne als Model ablichten ;-)
Nach unserem windigen Ausflug ging es zurück in die Stadt und gleich zum essen. Exklusives wurde heute Abend gereicht: u.a. Guanaco, Bieber, Ñandu und Riesen-Seebarsch. Dazu tranken wir Pisco-Sour mit Calafate-Beere, welcher der Legende nach, jeder nach ihrem Verzehr nach Patagonien zurückkehrt. Wir werden sehen…
Nach dem leckeren Essen gingen wir frühzeitig ins Bett. Gute Nacht!
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Ans Ende des amerikanischen Kontinents
Mit unserem privatem Bus verliessen wir am Morgen Punta Arenas und fuhren entlang der Magellanstraße rund 60 km gen Süden. Vorbei an vielen Fischerbooten und -häuschen erreichten wir Fuerte Bulnes. Dieser Ort wurde 1843 gegründet als die chilenische Regierung begann den Süden des Landes bei der Durchfahrt vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean zu besiedeln.
Der Ort befindet sich auf einer Anhöhe, mitten durch einen kleinen Lenga-Wald stiegen wir zum Wasser der Magellanstraße hinab. Hier am Punta Santa Ana gingen am 21. September 1843 die Chilenen an Land.
Die Sonne strahlte und es war überraschenderweise nahezu windstill. Ideal also um unseren Aufenthalt am Ende des amerikanischen Festlandes zu genießen. Egon nutzte die Gelegenheit und holte sich eine kurze Abkühlung (siehe Foto).
Nach der Besichtigung ging es zurück nach Punta Arenas. Auf dem Weg machten wir einen Stopp am "geografischen Mittelpunkt Chiles" (gemessen von Arica ganz im Norden bis zum von Chile beanspruchten Teil der Antarktis). In der Stadt hatten wir dann noch eine Weile Zeit einen Kaffee zu trinken oder eine Kleinigkeit essen zu gehen.
Um 14:30 Uhr bestiegen wir den öffentlichen Bus, welcher uns nach Puerto Natales bringen sollte, rund 250 km durch die patagonische Steppe. Nach der Ankunft in unserem Hostal packten Gisela, Reinhard, Doris und Philipp schon mal ihre Rucksäcke für die bevorstehende Torres-Wanderung.
Am Abend gingen wir dann richtig gut essen, Pisco-Sour durfte bei einigen natürlich nicht fehlen ;-), und anschließend früh ins Bett. Am kommenden Morgen sollte es sehr früh losgehen.
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Der schönste Nationalpark Chiles
Um 3:30 Uhr klingelte der Wecker und um 4:45 Uhr ging es los, unser Torres-Abenteuer. In der Dunkelheit brachen wir auf und erreichten den Nationalpark Torres del Paine nach gut zwei Stunden Fahrt. Der Park gilt als der schönste Nationalpark Chiles. Wir wollten uns selbst davon überzeugen. Ersten Vorgeschmack bekamen wir dann auch sehr bald als die Sonne aufging und das Paine-Massiv wunderbar beleuchtet wurde.
Als wir den Lago Grey anfuhren begann es leicht zu regnen. Hier verabschiedeten wir uns von unseren Trekkern Doris, Philipp, Gisela und Reinhard, da diese in den nächsten vier Tagen den Park genau unter die Lupe nehmen wollten.
Mit einem Boot machten die Vier die Überfahrt über den See bis kurz vor den Grey-Gletscher. Hier wurden sie mit einem Schlauchboot ans Ufer des Grey-Campingplatzes gebracht. Heutiges Tagesziel war die Lodge des Paine Grande direkt am schönen Pehoe-See und zu Füßen des Paine-Grande-Berges. Dort übernachteten sie nicht im Zelt, sondern in einem warmen Mehrbettzimmer.
Der Rest der Gruppe machte am Ufer des Grey-Sees eine kleine Wanderung zum so genannten Friedhof der Eisschollen. Riesige blaue Exemplare erwarteten uns. Im Anschluss setzten wir unsere Erkundung fort. Manuel, unser Fahrer, chauffierte uns entlang des einmaligen Paine-Massivs vorbei an den Seen Pehoe und Njordenskjöld. Bei tollem Blick auf die bekannten Cuernos (Hörner) tranken wir einen Kaffee.
Einen weiteren Stopp machten wir beim Salto Grande, einem beeindruckenden Wasserfall. Von hier aus machten wir eine Wanderung zum Aussichtspunkt der Cuernos beim Njordenskjöld-See. Patagonische Winde begleiteten uns. Das Wetter war jetzt einfach herrlich und der Himmel schenkte uns die verrücktesten Wolkenformationen.
Bei der Fahrt aus dem Park erblickten wir am Wegesrand immer wieder Guanacos, welche in völliger Ruhe grasten. Auch Ñandues, den so genannten patagonischen Strauss, bekamen wir zu Gesicht. Auf Höhe des Sarmiento-Sees hatten sich die Wolken bei den Torres (Türmen), den Namensgebern des Nationalparks, dann fast aufgelöst und wir konnten auch diese bewundern.
Nach einer Kaffeepause im chilenisch-argentinischen Grenzdorf Cerro Castillo fuhren wir zurück nach Puerto Natales. Abendbrot aßen Frank, Claudia, Claus, Martina und Egon in unserer Unterkunft.
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Der Fjord der letzten Hoffnung
Unsere Wanderer verliessen am heutigen Morgen die Lodge des Paine Grande und gingen los Richtung Camping Italiano. Vorbei am Skottsberg-See gelangten sie ins Französiche Tal. Bei einem kleinen Aufstieg in das Tal ohne das schwere Gepäck hatten sie die Chance den Französischen Gletscher zu beobachten und zu hören, weil dort immer wieder kleinere Abrüche stattfinden. Philipp setzte als einziger den Aufstieg fort bis er sich am Eingang in das so genannte Amphitheater befand und einen wunderbaren Blick auf die Granitformationen, geformt während der letzten Eiszeit, hatte.
Anschließend wanderten sie weiter bis zum Tagesziel, der Berghütte Los Cuernos, benannt nach den mächtigen Hörnern zu dessen Füßen sie sich nun befanden. Am Ufer des riesigen Njordensköld-Sees konnten sie sich dann ein wenig entspannen.
Martina, Egon, Claudia, Claus, Frank und Fabi besuchten heute die südchilenischen Fjorde. Um 8 Uhr legte ihr Schiff ab und sollte kurz darauf den "Fjord der letzten Hoffnung" erreichen. In der herrlichen Fjordlandschaft sahen wir rechts wie links Estancien, Kormorane, Schwarzhalsschwäne und den ein oder anderen Seelöwen.
Nach knapp vier Stunden Fahrt kamen wir zum Berg Balmaceda, wo wir den gleichnamigen Gletscher bestaunen konnten. Ein Stück weiter gingen wir an Land. Wir befanden uns nun im Nationalpark Bernardo O´Higgins. Nach einer kleinen Wanderung durch den valdivianischen Regenwald zeigte sich uns der Serrano-Gletscher. Diesem näherten wir uns entlang der dortigen Lagune. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es zurück aufs Schiff.
Bei einer schönen Estancia gingen wir dann erneut an Land. Nach einem Kaffee und dem mitgebrachten Mittagessen ruhten wir uns dort ein wenig in der Sonne aus und schauten uns auf dem Hof um. Dabei wäre Egon beinahe von einer wildgewordenen Herde Schafe überrannt worden ;-)
Später verliessen wir die Estancia Richtung Puerto Natales. Erneut präsentierte uns der Himmel unglaubliche Wolken, welche wir an Deck bewunderten. Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Hafen. Am Abend zog es uns in eine nette Pizzeria, wo wir leckere Steinofenpizza und selbstgemachtes Bier bestellten.
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Aufstieg zu den Torres del Paine
Gisela, Doris, Reinhard und Philipp wanderten heute morgen entlang des Nordufers des Nordenskjöld-Sees bis zum Campingplatz Chileno. Heute legten sie bereits einiges an Höhenmetern zurück und waren erleichtert als sie dann im Ascencio-Tal die Berghütte erblickten. Hier ruhten sie sich ein wenig aus und verstauten ihre Sachen.
Nach einer kleinen Pause schnürte sich Philipp erneut die Bergstiefel und machte sich auf zu dem Aussichtspunkt der Torres del Paine. Durch Wald und über ein großes Geröllfeld zu Füßen des Aufstieges sollte er noch rund 400 Höhenmeter bewältigen, bevor er an seinem Ziel auf ca. 1000 m ankam. Trotz Wolken hatte er eine super Sicht auf die drei Granittürme im Herzen des Nationalparks. Nach einem kurzen Aufenthalt dort oben machte er sich schnell wieder auf zurück zum Campingplatz, um sich im dortigen Flusslauf zu baden, kaaaaalt! Doris, Gisela und Reinhard hatten da bereits die erste Flasche Wein bestellt ;-)
Frank, Egon, Martina, Claudia und Claus stellten sich heute mal keinen Wecker. Erst gegen 9 Uhr kamen sie zum Frühstück. Zwei Stunden später wurden die Fünf von unserer Gastgeberin Andrea ein wenig außerhalb von Puerto Natales zum Berg Dorotea gebracht. Diesen wollten sie besteigen. Nach gut anderthalb Stunden "steilen" Aufstieges waren sie oben. Dort bot sich ihnen ein toller Ausblick auf Puerto Natales, die Fjorde, die Steppe und die Gebirge. Bei dem Abstieg kamen sie durch ein schönes Waldstück voll von Lengas (Scheinbuchenart). Unten angekommen wurde ihnen von der "Bergwächterin" Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen gereicht.
Den Nachmittag wurde von allen unterschiedlich genutzt. Frank ging in eine leckere Schokoladenfabrik, Kuchen essen und heiße Schokolade trinken. Die anderen gingen zum Hafen und zum Strand. Am Abend gingen wir in ein richtig authentisches Restaurant, dort wo auch täglich die Einheimischen einkehren. Wir bestellten frischen Lachs, Seehecht und Meeresfrüchtesuppe.
Zum Tagesabschluss ging die Truppe noch auf ein Bierchen ins Zentrum.
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Durch die patagonische Steppe
Die Wanderer verzichteten heute Morgen auf den Aufstieg zu den Türmen, denn leider regnete es. Nach drei schönen Wandertagen wurde das Wetter über Nacht ein wenig schlechter. So schliefen die Vier einfach ein wenig länger. Nach dem Frühstück stiegen sie vom Camping Chileno hinab zur Hosteria Las Torres. Hier warteten sie auf den Rest der Gruppe, welcher sie zur Mittagszeit abholen sollte.
Die anderen verliessen morgens Puerto Natales Richtung Nationalpark. Gegen 12:30 Uhr trafen sie auf die glücklichen Wanderer. Begeistert von ihrem Abenteuer begannen sie auch gleich davon zu berichten. Die anderen waren ganz Ohr. Kaum hatten wir die Sachen verstaut und saßen im Bus, sprang ein Gruppe Guanacos auf die Straße, ein obligatorischer Foto-Stopp! Gewöhnt an die Präsenz von Menschen liessen sich die herrlichen Tiere auch gerne ablichten. Nun bewegten wir uns langsam Richtung Grenzdorf Cerro Castillo. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch viele Guanacos sowie Ñandues und Kondore.
Angekommen in Cerro Castillo warteten wir auf unseren argentinischen Bus, welcher uns hier abholen sollte. Zwischenzeitlich setzten wir uns in eine Gaststätte und tranken einen Kaffee. Hier konnten wir auch die letzten chilenischen Pesos ausgeben bzw. umtauschen. Einige besuchten das Dorf, das dortige kleine Museum und die Bibliothek. Um 16 Uhr kam schließlich der Bus und wir überquerten die chilenische Grenze. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den argentinischen Grenzposten, wo wir uns einen neuen Stempel abholten. Der münzensammelnde Grenzbeamte freute sich über die Euros und Schweizer Franken der Gruppe.
Nun waren wir wieder zurück in Argentinien und begannen die lange Fahrt durch die patagonische Steppe. Nach gut einer Stunde machten wir Stopp bei dem "Steppenrestaurant" La Esperanza. Hier füllten wir unsere hungrigen Mägen mit leckerem argentinischem Rindfleisch. Zwei Stunden hatten wir danach noch vor uns bis wir die "Gletscherhauptstadt" El Calafate erreichen sollten. Auf der Fahrt erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang. Spät kamen wir an, besuchten noch rasch einen Supermarkt und fuhren zum Hotel. Wir waren müde und gingen zeitig ins Bett.
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Alle Gletscher
Heute mussten wir mal wieder sehr früh aufstehen. Bereits um 7:45 Uhr wurden wir abgeholt. Unser Ziel: "Alle Gletscher", so hieß die heutige Exkursion. Nach 50 km kamen wir an in Puerto Bandera, einem Privathafen wo täglich 7 Schiffe ablegen, um auf dem Argentino-See viele der einzigartigen Gletscher des Großen Patagonischen Eisfeldes zu besuchen. Der Ausflug dauerte den ganzen Tag, erst um 19 Uhr waren wir zurück im Hafen. Der Tag war schön, das Wetter ideal. Nahezu wolkenfreier Himmel bedeutete herrlichen Sonnenschein und perfekte Bedingungen.
Nach der Durchfahrt "Mund des Teufels" fuhren wir auf dem Nordarm des Argentino-Sees nordwestlich Richtung Anden. Über den Spegazzini-Kanal erreichten wir den gleichnamigen Gletscher, mit einer Höhe von bis zu 130 m der höchste des Gletschernationalparks "Los Glaciares". Beeindruckt machten wir uns anschließend auf zu einem der größten Gletscher überhaupt. Der Upsala-Gletscher misst 902 km2. Zu den 80 m über dem Wasserspiegel kommen weitere 700 m unter Wasser, riesige Eisberge lösen sich hier täglich und driften auf dem See. An vielen dieser schönen Unikate fuhren wir vorbei. In Bezug auf die Größe ist dabei stets zu bedenken, dass sich 90 Prozent des Eisbergs unter Wasser (!!!) befinden.
Weiter ging es nun zur Onelli-Bucht, wo wir an Land gingen und einen kleinen Waldspaziergang zum Onelli-See machten. Dort sahen wir die Gletscher Onelli, Bolados und Agassiz. Die dort lebenden wilden Kühe sahen wir zum Glück nur von weitem. Auf dem Weg zurück nach Puerto Bandera kamen wir an weiteren tiefblauen Eisbergen vorbei. Insgesamt sahen wir heute 10 verschiedene Gletscher und überzeugten uns davon, dass jeder Gletscher unterschiedlich ist.
Nach dem tollen Tag gingen wir am Abend lecker essen. Steak, Fisch und hausgemachte Nudeln wurden bestellt. Im Anschluss zog es einige ins Bett, andere noch mal in eine nette Bar.
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Der schöne Moreno-Gletscher
Ein wunderbarer Tag stand uns heute bevor. Am frühen Vormittag wurden wir von unserem Fahrer Manuel und unserem lokalen Guide Federico abgeholt und es ging von El Calafate Richtung Anden. Zu Beginn durch die patagonische Steppe und danach entlang der Magellan-Halbinsel und des Brazo Rico des Argentino-Sees näherten wir uns dem Perito Moreno-Gletscher. Er gilt als einer der schönsten Gletscher überhaupt, wir konnten uns selbst davon überzeugen!
Bei absolut wolkenfreiem Himmel machten wir eine Bootsfahrt entlang der Südseite des Gletschers. Seine Wand ist zwischen 60 und 80 m hoch und mit einem Abstand von rund 200 m konnten wir fantastische Fotos machen. Nach einer schnell vergehenden Stunde waren wir wieder an Land.
Nun fuhren wir mit unserem privaten Bus weiter bis an die Spitze der Halbinsel. Hier trifft der Gletscher auf das Land und produziert dadurch in unregelmäßigen Abständen eines der beeindruckensten Naturschauspiele weltweit, wenn aufgrund des Wasserdrucks ein Damm aus Eis gebildet wird und dieser irgendwann zusammenbricht. Wir befanden und nun an einem Ort, von wo wir einen perfekten Blick auf den gesamten Gletscher mit seinen 30 km Länge bis in die Berge hatten.
Nach unserem Picknick besuchten wir die extra angelegten Balkone, auf welchen man sich dem Gletscher auf verschiedenen Plattformen nähern kann. Anschließend machten wir bei dem tollen Wetter eine kleine Wanderung durch Wald und Wälder mit Blick auf die Nordseite des Perito. An einem idealen Ort legten wir uns in die Sonne und entspannten uns dabei ein wenig.
Am späten Nachmittag fuhren wir dann zurück nach El Calafate. Der freie Abend wurde unterschiedlich genutzt. Nach einer kleinen Shoppingtour fiel es der Gruppe nicht schwer ein nettes Restaurant zu finden und den schönen Tag Revue passieren zu lassen.
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Ans Ende der Welt
Heute durften wir endlich mal wieder ausschlafen. Der Vormittag war frei. Somit hatte die Gruppe genügend Zeit, um noch das ein oder andere Souvenir aus der Gletscherhauptstadt zu besorgen und sich mal wieder bei den Daheimgebliebenen, bei Freunden und Familie zu melden. Einige besuchten bei dem erneut schönen Tag die Laguna Nimez, einem Naturreservat für die verschiedensten Wasservögel der Region.
Um 14 Uhr fuhren wir dann zum internationalen Flughafen, wo uns bereits der Flieger erwartete. Endlich besuchten wir das einzigartige Feuerland und befanden uns nun in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Entgegen unserer Erwartungen und der Ankündigung kalter Temperaturen erlebten wir auch hier ungewöhnlich gutes Wetter. Nachdem wir die Zimmer in unserem sehr zentralgelegenen Hostal bezogen hatten, hatte die Gruppe ein bißchen Zeit erste Eindrücke zu sammeln.
Beim gemeinsamen Abendessen bestellten wir das, worauf die meisten lange gewartet hatten: Königskrabbe. Ob im Salat, mit Knoblauch oder Parmesan, sie wurde für ausgezeichnet befunden. Zudem tranken wir das so genannte Ende-der-Welt-Bier. Nach dem leckeren Essen gingen wir gemütlich zum Hostal und nicht allzu spät ins Bett.
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Die unwirkliche Welt Feuerlands
Nach dem Frühstück fuhren wir in den Nationalpark Feuerland. Bei der Ensenada-Bucht besuchten wir die südlichste Poststelle der Welt, hier konnten wir uns einen außergewöhnlichen Stempel für unseren Reisepass abholen. Anschließend machten wir eine gut dreistündige Wanderung entlang des Beaglekanals und mitten durch die einmalige Vegetation am Ende der Welt. Durch einen Wald von Lenga, Guindo und Canelo bewegten wir uns dort, wo vor hunderten von Jahren die Yamanas lebten.
Im Anschluss an die Wanderung fuhren wir weiter zum Roca-See. Hier erwartete man uns mit einem leckeren Asado-Grillessen und gutem Wein. Nach dieser Stärkung schnappten wir uns Schwimmweste und Paddel, und gingen rüber zum See. In 2er-Kanadiern befuhren wir nun die Gewässer Feuerlands, was aufgrund des niedrigen Wasserstandes gar nicht so einfach war. Nach einer halben Stunde war das Abenteuer leider schon vorbei, doch das nächste Highlight wartete bereits.
In der Bucht Lapataia befanden wir uns am Ende der argentinischen Ruta 3 oder dem Ende der bekannten Panamericana-Strasse. Von hier aus sind es 3063 km bis nach Buenos Aires. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto ging es zurück nach Ushuaia.
Erst um 19 Uhr wurden wir wieder abgeholt. Diesmal fuhren wir in den Osten der Stadt, in die Berge und zu den Bibern. Geführt von unserem Guide Marcelo erreichten wir nach einem feuchten Waldspaziergang den Hain. Hier roch es bereits nach köstlichem Eintopf. Wenige hundert Meter weiter besuchten wir nun den Biberbau. Es wurde bereits dunkel und über Torfboden näherten wir uns vorsichtig den Nagern. Wir hatten uns auf lange Wartezeit eingestellt, wurden aber überrascht. Als ob der Biber mit unserem Erscheinen gerechnet hätte, ließ dieser sich überhaupt nicht beeindrucken und setzte die Arbeit an seinem Damm in aller Ruhe fort. Wir durften ihn lange Zeit dabei beobachten. Plötzlich schien es ihm genug gewesen zu sein, mit einem lauten Schwanzschlag auf die Wasseroberfläche verabschiedete sich unser Freund bei uns.
Also gingen wir zurück zum Zelt, wo Gustavo bereits das Feuer gemacht hatte. Der Eintopf war fertig und kam genau richtig, denn wir hatten großen Hunger. Wir aßen so viel, dass beinahe kein Nachtisch mehr reingepasst hätte ;-) Mit Stirnlampe machten wir uns später auf den Rückweg zur Straße, wo wir abgeholt und wieder nach Ushuaia gebracht wurden. Da es schon nach 23 Uhr war gingen wir auch bald schlafen.
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Bootsfahrt auf dem Beaglekanal
Am Morgen gingen wir gemeinsam zum Hafen. Das Wetter war super für das kommende Abenteuer. Mit der Barracuda befuhr die Gruppe in den nächsten drei Stunden den Beaglekanal und sah dabei neben Kormoranen, Möwen und anderen Vogelarten auch eine Kolonie von Seelöwen. Mit dem speziellen Bug gelang es dem Schiff unheimlich nah an die Inseln heranzufahren. Zudem drehte man eine Runde um "Les Eclaireurs", den Leuchtturm am Ende der Welt. Das Wasser war heute so still, dass sich der Leuchtturm wunderbar darin spiegelte.
Nach der Rückkehr zur Mittagszeit hatte die Gruppe Freizeit bis zum Abend. Die Stadt hatte viel zu bieten an diesem schönen Tag. Vor allem die Museen waren interessant für die Gruppe. In dem ehemaligen Gefängnis wurde berichtet über die Gefangenen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sowie über Antarktisexpeditionen und Schifffahrt. Im "Museo Fin del Mundo" konnte man sich über die Natur- und Kulturgeschichte informieren. Und im Yamana-Museum erfuhr man alles Wissenswerte über die Ureinwohner Feuerland sowie die Bevölkerung Amerikas und der Region am Ende der Welt. Ein Spaziergang entlang der Bucht oder durch die Hauptstraße San Martin verbunden mit dem Besuch eines Schokoladenkaffees durfte auch nicht fehlen.
Da unser Flieger nach Buenos Aires zwei Stunden Verspätung hatte, gingen einige nochmals lecker essen. Frisch gezapftes Ende-der-Welt-Bier wurde in allen Varianten getrunken. Um 21 Uhr fuhren wir nun zum Flughafen. Erst gegen 2 Uhr in der Nacht kamen wir in der argentinischen Hauptstadt an. Doch bevor wir zum Hostal fuhren, verabschiedeten wir uns von Gisela und Reinhard. Die beiden blieben am Flughafen, da ihr Flieger nach Posadas bereits ein paar Stunden später abheben sollte. In Iguazu, im Nordosten Argentiniens, werden sie die weltberühmten Wasserfälle besuchen. Wir wünschen viel Spass dabei!
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Der letzte Tag in der argentinischen Hauptstadt
Am letzten Tag in Buenos Aires hatte die Gruppe die Gelegenheit die restlichen Pesos auszugeben. Viele machten davon Gebrauch und gingen noch einmal auf Souvenirsuche.
Die Stadt hat soviel zu bieten, so dass dort niemandem langweilig wird. In La Boca, Puerto Madero, Retiro und San Telmo gab es noch viel zu sehen und zu erleben. Auch eine U-Bahnfahrt bis zum Nationalkongress lohnte sich. Keiner konnte sich jedoch verabschieden, ohne nochmals ein Stück argentinisches Rindfleisch gegessen zu haben ;-)
Um 18 Uhr fuhren wir dann gemeinsam zum internationalen Flughafen Ezeiza. Nach dem Check-In und dem letzten Gruppenfoto verabschiedete sich Reiseleiter Fabián von seiner Gruppe. Am späten Mittag des morgigen Tages sollte der Flieger in Deutschland landen.