Reisetagebuch viComfort Patagonien - 21.01.2007
Reisebericht | Tour vom 21.01. - 08.02.2007
"Hallo meine Lieben,
vielen herzlichen Dank für die vergangenen knapp drei Wochen. Dank der tollen Stimmung innerhalb der Gruppe, und zwar ohne Ausnahmen, kann ich euch sagen, dass ich unsere gemeinsame Reise niemals vergessen werde. Es kommt nicht oft vor, dass das Gemeinschaftsgefühl in einer Gruppe von 13 Personen so groß ist. Ihr ward stets offen und spontan, nicht nur was die neuen Kulturen und Eigenheiten, welche euch tagtäglich begegneten, anbelangt, sondern auch für neue Vorschläge während der Tour. So konnten wir Dinge erleben und sehen, welche den Reisegruppen leider normalerweise vorenthalten bleiben. Spätestens dies macht unsere Reise einzigartig und unvergesslich, für uns alle!
Fast ausnahmslos traumhaftes Wetter bescherte uns ideale Bedingungen, ungewöhnlich für Patagonien. Wir liessen uns nicht nur von den Schönheiten Argentiniens und Chiles verzaubern, sondern auch von den kulinarischen Spezialitäten beider Länder. Lasst mich wissen, ob eure Diät den erwünschten Erfolg brachte ;-)
Ich hoffe, wir sehen uns eines Tages wieder. Bis dahin. Alles Gute für die Zukunft,
euer Reiseleiter Fabi
"
Im Anschluss vertraten wir uns ein wenig die Beine beim Flanieren auf der Promenade entlang des Rio-de-la-Plata-Flusses. Von hier aus erreichten wir das Herz der Stadt, die Plaza de Mayo. Auf dem ehemaligen Gründungsgebiet befindet sich unter anderem der Präsidentenpalast und die Kathedrale. Fabi berichtete der Gruppe hier über wichtige und interessante Ereignisse der argentinischen Geschichte.
Mit der ältesten U-Bahn Lateinamerikas fuhren wir zum Platz der Republik. Dort befindet sich das Wahrzeichen der Metropole, der Obelisk. Vorbei am weltbekannten Kolumbustheater kamen wir zurück zum Hotel, wo sich die Gruppe nun frischmachen und etwas ausruhen konnte.
Am Abend wartete das nächste Highlight auf uns. Wir besuchten eine typische Tangoshow und lernten bei einem tollen Abendessen den argentinischen Nationaltanz kennen. Um Mitternacht war der lange erste Tag der Reise vorbei und man ging erschöpft ins Bett. Spruch des Tages:
"So leckeres Fleisch habe ich noch nie gegessen!" (einheitliche Meinung zum argentinischen Rindfleisch)
Empfangen wurden wir von Roxana, sie erzählte uns über ihre Heimat und das Leben hier im Delta. Die Gruppe hatte großen Hunger und somit wurde erstmal zu Mittag gegessen. Argentinisches Rindfleisch stand natürlich auf dem Speiseplan. Nach dieser reichlichen Stärkung hatte auch der Regen bereits nachgelassen. Es wurden also die Gummistiefel ausgepackt und los ging es zu einer kleinen Erkundungstour durch die einzigartige Vegetation des Deltas. Trotz leichten Regens und Mückenschutz bekam jeder den ein oder anderen Stich ab, nichtdestotrotz gewannen wir am Ende den Kampf gegen die Moskitos!
Zurück beim Haus von Roxana entspannten wir uns beim Kaffee und Kuchen und bekamen Besuch von einer Nutria, welche zur Familie der Otter gehört. Gegen 18 Uhr wurden wir abgeholt von dem Motorboottaxi und fuhren zurück nach Tigre. Dort wartete unser Bus auf uns, welcher uns nun mitten in die Pampa auf eine Estancia, ein legendäres Gaucho-Landgut, brachte.
Am Abend kamen wir dort an, bezogen unsere netten Zimmer und begaben uns umgehend zum Speisesaal. Die Gruppe hatte schließlich lange nichts mehr gegessen ;-) Ganz ganz leckere selbstgemachte Nudeln wollte jeder mal probieren. Anschließend riefen uns die Betten. Spruch des Tages:
"Jaaaa, ich bin drin!", sagte Margot, nachdem sie nach einiger Anlaufzeit in die etwas zu kleinen Gummistiefel geschlüpft war.
Um 13 Uhr wurden wir in den "Galpon" gebeten. Bei reichlich Fleisch, Salat und Wein wurden wir musikalisch und tänzerisch durch Argentinien geführt und lernten dabei die typische Folklore der verschiedenen Regionen des Landes kennen.
Nach dem Essen zeigten uns die lokalen Gauchos zu Pferde, wie man früher das Land und das Herz einer Frau gewinnen konnte. Unsere Margot verfiel dem Gaucho, während Wolfgang das Pferd küssen musste ;-)
Später fuhren wir zurück in die Hauptstadt. Die Gruppe hatte nun ihren freien Abend. Bei einem Stadtspaziergang stürzte sie sich ins Leben der City. Sie ging eine Kleinigkeit essen und relativ früh ins Bett. Morgen sollte unser Abenteuer Patagonien beginnen.
Eduardo, unser Fahrer der kommenden Tage, holte uns am Flughafen ab und brachte uns auf einer vierstündigen Fahrt durch die patagonische Steppe ("diese muß man gesehen haben!", war die allgemeine Meinung) bis nach San Martin de los Andes. Hier bezogen wir eine Hosteria mit traumhaftem Blick auf den Lacar-See.
Da es bereits 21 Uhr war, gingen wir auch gleich essen. Lokale Spazialitäten wie Forelle und Hirsch wurden probiert. Außerdem wurden 350g-Steaks "mit links" verdrückt. Zudem tranken wir leckeren Wein und selbstgemachtes "Lacar-Bier". Nach diesem tollen Abendmahl ging es zurück zum Hotel und direkt ins Bett. Spruch des Tages:
Träume süß von sauren Gurken!, wünschte unser Seemann Wolfgang der Gruppe beim Zu-Bett-gehen.
In Villa la Angostura bezogen wir unser schönes Hotel, bevor wir zum Mittagessen ins Zentrum gingen. Die leckeren aber riesigen Pizzas hat kaum einer geschafft. Nach dem Essen brachten uns Taxis zum Hafen. Hier bestiegen wir das Boot "Futaleufu", welches uns zu dem bekannten Myrtenwald auf der Halbinsel Quetrihue brachte.
In diesem Nationalpark finden wir wie sonst nirgendwo auf der Welt einen Wald von bis zu 15 m hohen Myrten, welche zum Teil über 600 Jahre alt sind. Auf den gefertigten Stegen konnten wir uns frei bewegen und diesen Busch bewundern. Später fuhren wir zurück in die Stadt. Einige gingen noch lecker Eis essen, bevor das Hotel und das Bett riefen. Spruch des Tages:
Für dich schon!, antwortete Jutta auf Gebhards Frage, ob das Wasser (des Falkner-Sees) kalt sei.
Erstes Highlight in Bariloche, war der Campanario-Berg. Diesen bestiegen wir per Sessellift und bekamen eine atemberaubende Aussicht geboten: Seen, Berge, Schnee und "argentinischer" (blauer) Himmel. Unsere beiden Schweizer Marie Therese und Paul waren sich einig: "Das ist wirklich noch schöner als in der Schweiz!"
Weiter ging es per Bus zu einem weiteren Panoramapunkt. Von hier aus sahen wir das berühmte Hotel Llao Llao. Anschließend besuchten wir das Zentrum der Stadt. Gemeinsam gingen wir nun eine "Kleinigkeit" essen. Lokale Spezialitäten wie Hirsch, Wildschwein, Lachs, Forelle und Käse (alles geräuchert) kamen auf den viiiieeelll zu kleinen Tisch ;-)
Nachdem noch ein wenig geshoppt wurde, ging es zurück nach Villa la Angostura, wo wir uns in der Hauptstraße absetzen liessen, um auch hier noch Sightseeing zu machen. Am Abend gingen wir nun (schon wieder) essen. Mal ganz zur Abwechslung aßen wir Steak jajaja, nur Hildegard bestellte Forelle. Nach einem Glas Champagner spazierten wir zum Hotel und gingen zu Bett. Spruch des Tages:
Wolfgang schenkt mir alles,...alles was schön billig ist! (Margot, nachdem ihr Wolfgang eine neue Uhr gekauft hatte)
Rasch brachten wir unsere Sachen auf die Zimmer, denn wir wollten unbedingt noch auf den berühmten Kunsthandwerks- und Fischmarkt gehen. Es wurde fleißig eingekauft und sich bei dem ein oder anderen Souvenir köstlich amüsiert (siehe Foto). Auf dem Fischmarkt "Angelmo" bekamen wir alles zu sehen, was in der Region an Fischen und Meeresfrüchten zu bekommen ist. Gegen den kleinen Hunger aßen wir Empanadas de Loco (frittierte Teigtaschen mit Abalone).
Den großen Hunger stillten wir in dem schönen Restaurant "Kiel". Hier probierten wir auch unseren ersten Pisco-Sour, das chilenische Nationalgetränk. Die Stimmung wurde immer besser und ausgelassener ;-) Viele lokale Spezialitäten, vorwiegend aus dem Meer stammend, wurden genüsslich verspeist. Zum Abschluss gab es leckeren Himbeer-Kuchen und einen hauseigenen Nachtisch "mit einem Schuss vorn Bug"!
Der Abend stand nun zur freien Verfügung, einige gingen nochmals aus, andere früh ins Bett. Gute Nacht!
Um 16 Uhr trafen wir uns wieder und brachen auf Richtung Seno Otway, wo sich einer größten Kolonien an Magellanpinguinen der Region befindet. Stürmige patagonische Winde begleiteten uns auf unserem Rundgang durch die Kolonie. Ein tolles Erlebnis diese putzigen Tiere mal so aus der Nähe beobachten zu dürfen.
Später ging es zurück nach Punta Arenas und direkt zum Abendessen. Heute kam was ganz besonderes auf den Tisch: Straußen-Paté, Guanaco, Bieber und Königskrabbe und dazu ein Pisco-Sour mit Calafate (patagonische Beere), mmm lecker. Nach diesem einmaligen Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang direkt zum Hotel. Spruch des Tages:
Sag mal, ist denn der scharfe Schwanz noch dran? fragte Margot Paul, der Biber-Braten bestellt hatte. Wolfgang antwortete darauf: Ach Margot, du immer und dein...!
Ein kleiner Spaziergang brachte uns zum Punta Santa Ana direkt an der Magellanstraße, hier befanden wir uns am Ende des amerikanischen Kontinents! Patagonische Winde beschrieben uns die damaligen Verhältnisse.
Am späten Mittag waren wir wieder zurück in Punta Arenas. Einige nutzten die kurze Freizeit, um den berühmten Friedhof kennenzulernen. Anschließend gingen wir zum Busterminal und bestiegen den Bus nach Puerto Natales. Dieses erreichten wir am Abend, bezogen unser gemütliches Restaurant und gingen zum Abschluss des Tages gemeinsam essen. Spruch des Tages:
Das ist für die Postboten, falls die (gemeint sind Verstorbenen) mal Post bekommen!, meinte Paul zu den "Straßenschildern" auf dem schönen Friedhof von Punta Arenas.
Ein Katamaran für 58 Personen ganz alleine für uns, besser hätte es nicht kommen können. Zudem erlebten wir ungewohnt warme patagonische Winde. Somit genossen wir die Fahrt durch den Fjord "letzte Hoffnung" an Deck und hatten viel Freude. Nach gut einer Stunde Fahrt bekamen wir den Balmaceda-Gletscher zu Gesicht. Kurz darauf erreichten wir eine Anlegestelle und betraten den chilenischen Nationalpark Bernardo O`Higgins. Nach einer kurzen Wanderung kamen wir zum Serrano-Gletscher. Marie Therese, Paul, Wolfgang, Margot und Fabi nahmen ein Schlauchboot, um dem Gletscher ein wenig näher zu kommen, während der Rest der Gruppe ihre Wanderung fortsetzte.
Nach unserem Landgang ging es zurück Richtung Puerto Natales. Auf dem Weg besuchten wir neben einigen schönen Wasserfällen auch eine Insel voller Kormorane und sahen den ein oder anderen Kondor.
Nach unserer Rückkehr speisten wir eine Kleinigkeit im Restaurant des Hotels und gingen früh ins Bett, da wir am kommenden Morgen sehr früh aufstehen sollten.
Wir machten das Beste aus der Situation und besuchten dafür andere tolle Orte des schönsten chilenischen Nationalparks. Obwohl uns die patagonischen Winde - beinahe nicht nur buchstäblich - in die Luft hebten oder gerade deshalb, hatten wir sehr viel Spaß. Wir besuchten den Salto Grande, einen imposanten Wasserfall und machten von dort aus eine Wanderung zum Aussichtspunkt des Nordenskjöld-Sees. Die ganze Zeit blickten wir auf das Paine-Gebirge mit den bekannten Cuernos (Hörner). Anschließend ging es weiter zum Wasserfall Paine, von wo wir auch einen fantastischen Blick auf die Namensgeber des Parkes, die drei Torres (Türme), hatten. Ständig wurde die Kamera gezückt, Ñandues (Pampasstrauß) und Guanacos waren unseren ständigen Begleiter.
Am Nachmittag hatten wir den Park bereits verlassen und warteten im chilenischen Grenzdorf Cerro Castillo bei einem Kaffee auf unser Gepäck. Als dieses kam reisten wir aus und fuhren mit unserem argentinischen Bus wieder nach Argentinien. Zwei weitere Stempel bereicherten unseren Reisepass.
Auf dem Weg nach El Calafate machten wir einen Stopp im "Steppenrestaurant" La Esperanza. Endlich konnten wir wieder argentinisches Rindfleisch essen ;-)
Weiter ging es nun in die Gletscherhauptstadt El Calafate am Argentino-See, dem zweitgrößten des Landes. Wir erreichten gegen 23 Uhr unser Hotel und gingen auch gleich zu Bett. Morgen sollte uns ein ganz besonderer Tag erwarten.
Beim Hafen des "Brazo Rico" stiegen wir um in ein kleines Boot, welches uns entlang der Südseite des Gletschers bis zum anderen Ufer brachte. Hier bekamen wir von den Guides die entsprechenden Anweisungen und Tipps für das nun folgende Abenteuer. Los ging es also! Nach einem zwanzigminütigen Spaziergang durch den patagonischen Wald erreichten wir den Perito Moreno. Eine riesige Eismasse lag nun vor uns. Noch rasch die Steigeisen an und ab auf das Eis.
Knapp zwei Stunden waren wir unterwegs, auf und ab, mit dem ein oder anderen großen Satz über Gletscherspalten und Eisbäche. Wir waren alle hell auf begeistert. Das Wetter war heute einfach herrlich, knallige Sonne, und wir hatten Lust uns die langen Klamotten auszuziehen. Die Erfahrung hätte nicht besser sein können. Zum Abschluss bereiteten uns unsere Guides einen kleinen Trink (siehe Foto).
Wir verliessen nun das Eis und wanderten einen Augenblick durch den einzigartigen Wald bis zur Berghütte, wo wir unsere Sachen gelassen hatten. Das Boot holte uns ab und fuhr uns zurück zum Hafen. Per Bus ging nun noch ein wenig weiter, ein weiteres Highlight wartete schon.
Von den extra angebrachten Laufstegen hatten wir einen super Blick auf den gesamten Gletscher. Das tolle Wetter ermöglichte uns bis zu den Berggipfeln zu blicken und somit den Perito in seiner vollen Länge (14 km) zu erleben. Die Kameras waren bereits gezückt und justiert, da passierte das, was wir uns so erhofft hatten: ein enormes Stück der gut 60 m hohen Eiswand krachte in den See und machte diesen Tag perfekt. Es blieben keine Wünsche offen.
Zufrieden machten wir uns auf die Heimreise. Nach einem guten Abendmahl im Hotel gingen wir zu Bett und träumten von weiteren Gletschern ;-) Spruch des Tages:
Einfach gigantisch!, sagte Frank zur Gletscherwanderung und sprach dabei für alle.
Entlang des Nordarms des Argentino-Sees fuhren wir Richtung Andenkordillere. Leider zogen sich allmählich die Wolken zu und es fing leicht an zu regnen, aber wir machten uns nichts daraus. Die ersten Eisberge kamen bereits vorbei, noch waren sie relativ klein. Erstes Highlight heute war der schöne Spegazzini/Peineta-Gletscher (siehe Foto) mit seiner über 120 m hohen Eiswand. Trotz Regen und Wind stürmten alle an Deck.
Nun ging es weiter Richtung Upsala, einem Riesen, welcher sich aus mehreren Gletschern speist. Ein paar Tage vorher müssen enorme Eisklötze unterhalb des Wassers abgegangen sein. Jetzt schwammen dutzende Eisberge unterschiedlicher Schönheit um uns herum. Man muss sich einmal vorstellen, dass nur ca. 10 % des Eisberges zu sehen sind, 90 % befinden sich unter Wasser! In diesem Moment kam die Sonne raus, perfektes Timing also ;-)
Nun fuhren wir in die Onelli-Bucht, wo wir an Land gingen, eine kleine Wanderung zum Onelli-See machten und dort mit Blick auf die Gletscher Onelli und Agassiz zu Mittag aßen. Wir waren noch nicht ganz fertig, da fing es wieder an zu regnen. Also verkürzten wir unseren Aufenthalt dort und begaben uns zurück zum Boot. Müde hatte uns das viele Eis gemacht, so schliefen wir auf der Fahrt nach El Calafate ein bisschen.
Es war später Nachmittag, als wir dort ankamen. So nutzen wir die Chance und gingen bummeln. Am Abend trafen wir uns wieder und ließen den tollen Tag bei einem guten Essen ausklingen.
Am späten Mittag wurden wir dann beim Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren. Dort wartete bereits unser Flieger, welcher uns ans Ende der Welt bringen sollte.
Um 17:09 Uhr Ortzeit landeten wir in der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia. Und so kalt wie erwartet war es nun wirklich nicht. Mit Taxis fuhren wir zu unserem schönen Hotel. Dort stellten wir auch nur rasch unsere Sachen ab, machten uns frisch und sausten schon wieder los. Die Gruppe hatte schließlich Heißhunger auf die örtlichen Spezialitäten. So wurde neben anderen Meeresfrüchten und Fischen natürlich die begehrte Königskrabbe probiert - man war begeistert. Und zu trinken? Ende-der-Welt-Bier, ist doch klar ;-)
Nach diesem tollen Abendmahl machte die Gruppe noch einen kleinen Verdauungspaziergang durch die Stadt. Einige gönnten sich als Nachtisch eine heiße Schokolade mmmmmm....
Wir befanden uns nun im Nationalpark. Nächstes Ziel war die Bucht Lapataia, hier endet die Ruta 3 (das letzte Teilstück der Panamericana). Die Gruppe war begeistert von der einzigartigen Natur hier auf Feuerland. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir nun die Bucht Ensenada. Hier befindet sich die "Post am Ende der Welt". Wir ließen uns einen netten Stempel in den Reisepass machen und gaben die letzten Postkarten ab.
Mit einem Boot überquerten wir von hier aus den Beaglekanal bis zur so genannten Runden Insel. Da wir Hunger hatten, gab es auch gleich etwas zu essen, leckere Spaghetti und dazu ein Gläschen Wein. Wir wollten typisches Wetter? Das bekamen wir nun. Es fing an zu regnen, was uns jedoch nicht davon abhielt, nach dem Essen eine kleine Wanderung über die Insel zu machen. Hierbei lernten wir das "Indianerbrot" kennen, ließen aber vorsichtshalber die Finger davon ;-)
Anschließend ging es mit dem Boot zurück in die Bucht, von wo aus wir mit unserem Bus wieder Richtung Ushuaia fuhren. Einige wollten sich gerne im Hotel ein wenig frisch machen, andere fuhren gleich weiter ins Zentrum. Der Nachmittag war frei.
Am Abend trafen wir uns in der Stadt um gemeinsam essen zu gehen, es handelte sich hierbei bereits um unser Abschiedsessen. Traurig, aber wahr! Noch einmal Königskrabbe und Fleisch vom Ende der Welt, das musste natürlich sein.
Heute war es kalt, nass und recht windig. Jedoch klarte es zwischenzeitig immer wieder auf. Der Nachmittag stand ganz zur freien Verfügung. Erst am Nachmittag wollten wir uns beim Hotel treffen, um gemeinsam zum Flughafen zu fahren. Jeder hatte also noch die Zeit das ein oder andere Geschenk für zu Hause zu besorgen.
Frank, Manfred, Marie Therese, Paul, Margot, Wolfgang, Gebhard und Fabi ließen sich nicht von dem besch...eidenen Wetter unterkriegen und machten sich wie geplant auf zum Aeroclub Ushuaia. Sie wollten nämlich einen Rundflug über die Stadt und Feuerland machen. In zwei kleinen Maschinen ging es also los, über den Beaglekanal und vorbei an den schneebedeckten Bergen der Anden. Leichte Turbulenzen waren leider nicht zu verhindern, aber jeder überlebte es am Ende ;-) Nach einer erlebnisreichen Stunde waren wir wieder auf festem Boden. Als Auszeichnung wurde jedem ein Zertifikat überreicht.
Am Abend fuhren wir schließlich zum Flughafen. Nach einer gewissen Wartezeit nahmen wir unseren Flieger Richtung Buenos Aires. Hier kamen wir nach Mitternacht bei 25 Grad (puuhh) an und ab ging es ins Hotel. Hier verabschiedeten wir uns von Marie Therese, Paul, Margot und Wolfgang, da für die vier am nächsten Morgen bereits ihre Verlängerungen beginnen sollten.
Die anderen der Gruppe hatten am Vormittag noch einmal die Gelegenheit, die letzten Pesos auszugeben und die allerletzten Souvenirs zu kaufen. Um 13 Uhr trafen sie sich mit Fabi. Gemeinsam erkundeten wir dann das bunte Künstlerviertel La Boca, das Tangoviertel San Telmo, sowie den bekannten Friedhof von Recoleta. Ein Highlight für die Gruppe war zudem die Fahrt im Bus durch den Straßenverkehr der Hauptstadt.
Um 18 Uhr wurden wir beim Hotel abgeholt und zum internationalen Flughafen gebracht. Nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Um 22:30 Uhr hob der Flieger Richtung Madrid ab.
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Stefanie