Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

22 Jan. 2007 • Buenos Aires - Buenos Aires

Die Gruppe vor der Frauenbrücke am Hafen
Beim Besuch der Tangoshow

Ankunft in Argentinien

Mit einem Stündchen Verspätung kamen Margot, Wolfgang, Paul, Marie Therese, Margot, Elmar, Helga, Manfred, Frank, Hildegard, Jutta und Gebhard in Buenos Aires an. Reiseleiter Fabi erwartete sie bereits am Flughafen. Gemeinsam gings nun zum Hotel mitten im Zentrum der argentinischen Hauptstadt. Dort ließen wir unser großes Gepäck zurück und fuhren zum Hafen Puerto Madero. Viventura lud zum Willkommensessen ein! Riesige Fleischberge, eine tolle Salatauswahl, leckerer Wein und süßer Nachtisch brachten die Gruppe zum Staunen.

Im Anschluss vertraten wir uns ein wenig die Beine beim Flanieren auf der Promenade entlang des Rio-de-la-Plata-Flusses. Von hier aus erreichten wir das Herz der Stadt, die Plaza de Mayo. Auf dem ehemaligen Gründungsgebiet befindet sich unter anderem der Präsidentenpalast und die Kathedrale. Fabi berichtete der Gruppe hier über wichtige und interessante Ereignisse der argentinischen Geschichte.

Mit der ältesten U-Bahn Lateinamerikas fuhren wir zum Platz der Republik. Dort befindet sich das Wahrzeichen der Metropole, der Obelisk. Vorbei am weltbekannten Kolumbustheater kamen wir zurück zum Hotel, wo sich die Gruppe nun frischmachen und etwas ausruhen konnte.

Am Abend wartete das nächste Highlight auf uns. Wir besuchten eine typische Tangoshow und lernten bei einem tollen Abendessen den argentinischen Nationaltanz kennen. Um Mitternacht war der lange erste Tag der Reise vorbei und man ging erschöpft ins Bett.

23 Jan. 2007 • Buenos Aires

Feuchtfröhliche Wanderung im Tigre-Delta
Ein Nutria-Jungtier kam zu Besuch

Der Kampf gegen die Moskitos

Am Vormittag verließen wir vorzeitig Buenos Aires und fuhren ins 40 km entfernte Tigre. Am dortigen Hafen bestiegen wir ein so genanntes Motorboottaxi, welches uns durch die Wasserwege des insgesamt 20.000 km2 großen Parana-Deltas bis zur Insel "Bonanza" brachte. Leider hatte es während der Fahrt angefangen zu regnen, hatte nun aber auch den Vorteil, dass es nun nicht mehr so schwül war und sich die hiesigen Moskitos ein wenig zurückhielten.

Empfangen wurden wir von Roxana, sie erzählte uns über ihre Heimat und das Leben hier im Delta. Die Gruppe hatte großen Hunger und somit wurde erstmal zu Mittag gegessen. Argentinisches Rindfleisch stand natürlich auf dem Speiseplan. Nach dieser reichlichen Stärkung hatte auch der Regen bereits nachgelassen. Es wurden also die Gummistiefel ausgepackt und los ging es zu einer kleinen Erkundungstour durch die einzigartige Vegetation des Deltas. Trotz leichten Regens und Mückenschutz bekam jeder den ein oder anderen Stich ab, nichtdestotrotz gewannen wir am Ende den Kampf gegen die Moskitos!

Zurück beim Haus von Roxana entspannten wir uns beim Kaffee und Kuchen und bekamen Besuch von einer Nutria, welche zur Familie der Otter gehört. Gegen 18 Uhr wurden wir abgeholt von dem Motorboottaxi und fuhren zurück nach Tigre. Dort wartete unser Bus auf uns, welcher uns nun mitten in die Pampa auf eine Estancia, ein legendäres Gaucho-Landgut, brachte.

Am Abend kamen wir dort an, bezogen unsere netten Zimmer und begaben uns umgehend zum Speisesaal. Die Gruppe hatte schließlich lange nichts mehr gegessen ;-) Ganz ganz leckere selbstgemachte Nudeln wollte jeder mal probieren. Anschließend riefen uns die Betten.

24 Jan. 2007 • Buenos Aires - San Antonio de Areco

Tanzdarbietung auf der Estancia
Wolfgang durfte Kuh Margerita melken

Ein Tag auf der Estancia

Heute durfte jeder ausschlafen. Nach dem Frühstück schaute sich die Gruppe ein wenig auf der Estancia um und machte Bekanntschaft mit diversen Tieren. Um 11 Uhr begannen die heutigen Aktivitäten. Wer Lust hatte konnte die Kuh Margerita melken. Wolfgang und Margot ließen sich nicht zweimal bitten und amüsierten sich prächtig. Nun schwangen sich die Mutigen aufs Pferd. Elmar, Gebhard, Wolfgang und Frank machten einen kleinen Ausritt, während sich der Rest der Gruppe in einem Kutschwagen chauffieren ließ.

Um 13 Uhr wurden wir in den "Galpon" gebeten. Bei reichlich Fleisch, Salat und Wein wurden wir musikalisch und tänzerisch durch Argentinien geführt und lernten dabei die typische Folklore der verschiedenen Regionen des Landes kennen.

Nach dem Essen zeigten uns die lokalen Gauchos zu Pferde, wie man früher das Land und das Herz einer Frau gewinnen konnte. Unsere Margot verfiel dem Gaucho, während Wolfgang das Pferd küssen musste ;-)

Später fuhren wir zurück in die Hauptstadt. Die Gruppe hatte nun ihren freien Abend. Bei einem Stadtspaziergang stürzte sie sich ins Leben der City. Sie ging eine Kleinigkeit essen und relativ früh ins Bett. Morgen sollte unser Abenteuer Patagonien beginnen.

25 Jan. 2007 • San Martin de los Andes - Buenos Aires

So speist man in Patagonien!
Wo ist denn der Kondor? - auf dem Weg durch die pa

Endlich nach Patagonien!

Am Morgen wurden wir zum nationalen Flughafen gebracht. Nachdem dort eine Störung des Gepäckbandes per Hand gelöst werden konnte, ging es endlich los. Wir bestiegen den Flieger, welcher uns nach Bariloche bringen sollte. Das Abenteuer Patagonien konnte nun los gehen. Von Buenos Aires verabschiedeten wir uns im Regen, hier schien die Sonne in voller Pracht.

Eduardo, unser Fahrer der kommenden Tage, holte uns am Flughafen ab und brachte uns auf einer vierstündigen Fahrt durch die patagonische Steppe ("diese muß man gesehen haben!", war die allgemeine Meinung) bis nach San Martin de los Andes. Hier bezogen wir eine Hosteria mit traumhaftem Blick auf den Lacar-See.

Da es bereits 21 Uhr war, gingen wir auch gleich essen. Lokale Spazialitäten wie Forelle und Hirsch wurden probiert. Außerdem wurden 350g-Steaks "mit links" verdrückt. Zudem tranken wir leckeren Wein und selbstgemachtes "Lacar-Bier". Nach diesem tollen Abendmahl ging es zurück zum Hotel und direkt ins Bett.

26 Jan. 2007 • San Martin de los Andes - Villa La Angostura

Die Gruppe beim Falkner-See auf der 7-Seen-Route
Gebhard und Jutta im Myrtenwald

Myrtenwald und 7-Seen-Route

Zu Beginn des heutigen Tages stand die so genannte 7-Seen-Route auf dem Programm. Diese führt, wie sollte es auch anders sein, an sieben schönen Seen vorbei und endet bei Villa la Angostura. Wir sahen Wasserfälle und stellten fest, dass das Wasser in den Seen gar nicht sooo kalt ist. Am See Correntoso hatten wir die Gelegenheit "torta frita" zu probieren, man war begeistert.

In Villa la Angostura bezogen wir unser schönes Hotel, bevor wir zum Mittagessen ins Zentrum gingen. Die leckeren aber riesigen Pizzas hat kaum einer geschafft. Nach dem Essen brachten uns Taxis zum Hafen. Hier bestiegen wir das Boot "Futaleufu", welches uns zu dem bekannten Myrtenwald auf der Halbinsel Quetrihue brachte.

In diesem Nationalpark finden wir wie sonst nirgendwo auf der Welt einen Wald von bis zu 15 m hohen Myrten, welche zum Teil über 600 Jahre alt sind. Auf den gefertigten Stegen konnten wir uns frei bewegen und diesen Busch bewundern. Später fuhren wir zurück in die Stadt. Einige gingen noch lecker Eis essen, bevor das Hotel und das Bett riefen.

27 Jan. 2007 • Bariloche - Villa La Angostura

Die Gruppe auf dem Berg Campanario
Das wunderschöne argentinische Seengebiet

Sommertag im argentinischen Seengebiet

Bei tollem Wetter starteten wir den heutigen Tag. Wir verliessen Villa la Angostura und fuhren entlang des Sees Nahuel Huapi (Tiger-Insel) bis nach Bariloche, die Hauptstadt des argentinischen Seengebietes. Auf dem Weg sahen wir neben traumhafter Landschaft das "Profil des Indianers" und den "Donnerberg" (Tronador, 3478m).

Erstes Highlight in Bariloche, war der Campanario-Berg. Diesen bestiegen wir per Sessellift und bekamen eine atemberaubende Aussicht geboten: Seen, Berge, Schnee und "argentinischer" (blauer) Himmel. Unsere beiden Schweizer Marie Therese und Paul waren sich einig: "Das ist wirklich noch schöner als in der Schweiz!"

Weiter ging es per Bus zu einem weiteren Panoramapunkt. Von hier aus sahen wir das berühmte Hotel Llao Llao. Anschließend besuchten wir das Zentrum der Stadt. Gemeinsam gingen wir nun eine "Kleinigkeit" essen. Lokale Spezialitäten wie Hirsch, Wildschwein, Lachs, Forelle und Käse (alles geräuchert) kamen auf den viiiieeelll zu kleinen Tisch ;-)

Nachdem noch ein wenig geshoppt wurde, ging es zurück nach Villa la Angostura, wo wir uns in der Hauptstraße absetzen liessen, um auch hier noch Sightseeing zu machen. Am Abend gingen wir nun (schon wieder) essen. Mal ganz zur Abwechslung aßen wir Steak jajaja, nur Hildegard bestellte Forelle. Nach einem Glas Champagner spazierten wir zum Hotel und gingen zu Bett.

28 Jan. 2007 • Puerto Montt - Villa La Angostura

Margot und Helga auf dem Fischmarkt Angelmo in Pue
Der Kunsthandwerksmarkt in Pto. Montt hat viel zu

Ausgelassene Stimmung in Chile

Heute verließen wir Argentinien und überquerten mit einem öffentlichen Bus die Anden bis nach Chile. Nach zwei Grenzkontrollen und einem neuen Stempel im Pass erreichten wir am Nachmittag Puerto Montt. Hier bezogen wir ein herrliches Hotel mit tollem Blick auf die Bucht und die Gewässer des pazifischen Ozeans.

Rasch brachten wir unsere Sachen auf die Zimmer, denn wir wollten unbedingt noch auf den berühmten Kunsthandwerks- und Fischmarkt gehen. Es wurde fleißig eingekauft und sich bei dem ein oder anderen Souvenir köstlich amüsiert (siehe Foto). Auf dem Fischmarkt "Angelmo" bekamen wir alles zu sehen, was in der Region an Fischen und Meeresfrüchten zu bekommen ist. Gegen den kleinen Hunger aßen wir Empanadas de Loco (frittierte Teigtaschen mit Abalone).

Den großen Hunger stillten wir in dem schönen Restaurant "Kiel". Hier probierten wir auch unseren ersten Pisco-Sour, das chilenische Nationalgetränk. Die Stimmung wurde immer besser und ausgelassener ;-) Viele lokale Spezialitäten, vorwiegend aus dem Meer stammend, wurden genüsslich verspeist. Zum Abschluss gab es leckeren Himbeer-Kuchen und einen hauseigenen Nachtisch "mit einem Schuss vorn Bug"!

Der Abend stand nun zur freien Verfügung, einige gingen nochmals aus, andere früh ins Bett. Gute Nacht!

29 Jan. 2007 • Puerto Deseado - Puerto Montt

Punta Arenas an der Magellanstraße - die südlichst
Besuch der Pinguinkolonie am Seno Otway

Zum Ende der Welt

Zum Glück ging der Flug nicht allzu früh, so schlief keiner ein und wir konnten die wunderbaren Landschaften des Südens Chiles vom Flugzeug aus sehen. Was für Bilder das alles wohl erzeugt hat. Fjorde, Vulkane, Gletscher… sogar unsere nächsten Reiseziele auf Argentinicher Seite konnte man sehen. Vom Flughafen Punta Arenas aus gleich zu den frierenden Pinguinen am Seno Otway, wo uns der Wind schon bescheid sagte dass er uns die nächsten Tage nicht verlassen würde. Dann wieder zurück nach Punta Arenas um den Bus nach Natales zu nehmen, davor ein kleiner und wegen der kurzen Zeit nicht unbedingt sehr interessanter Spaziergang durchs Zentrum.

Leider kamen wir in Pto. natales sehr spät an, aber wir wurden im Hostel mit eine grossen Portion Pizza empfangen, so dass alle doch noch mit lächeldnen Bäuchlein zu Bett gehen konnten. Ein Tag wo man praktisch nur gereisst ist, aber mit unvergesslichen Landschafften aus der Höhe, und mit dem Ende-der-Welt Ambiente schon an der Haut kitzeln.

30 Jan. 2007 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

Die Gruppe an der Magellanstraße und am Ende des a
Unsere Margot beim Kanone-Reiten im Fort Bulnes

Am Ende des amerikanischen Kontinents

Morgens wurden wir abgeholt und entlang der Magellanstraße Richtung Fuerte Bulnes gebracht. Auf dem Weg dorthin erreichten wir den geografischen Mittelpunkt Chiles (aber nur wenn man den von Chile seit 1840 beanspruchten Teil der Antarktis mitberechnet). Fuerte Bulnes steht für den Beginn der Besiedlung des chilenischen Patagoniens Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Sprung in die Vergangenheit also.

Ein kleiner Spaziergang brachte uns zum Punta Santa Ana direkt an der Magellanstraße, hier befanden wir uns am Ende des amerikanischen Kontinents! Patagonische Winde beschrieben uns die damaligen Verhältnisse.

Am späten Mittag waren wir wieder zurück in Punta Arenas. Einige nutzten die kurze Freizeit, um den berühmten Friedhof kennenzulernen. Anschließend gingen wir zum Busterminal und bestiegen den Bus nach Puerto Natales. Dieses erreichten wir am Abend, bezogen unser gemütliches Restaurant und gingen zum Abschluss des Tages gemeinsam essen.

31 Jan. 2007 • Patagonische Fjorde

Warmer Wind und gute Laune mitten in den chilenisc
Die Welle wollte Margot nur "Hallo" sagen...

Die Gletscher Balmaceda und Serrano

Heute durfte jeder ausschlafen, der Vormittag war frei. Jedoch standen die meisten frühzeitig auf, um am diesem verregneten Morgen ein wenig das Städtchen zu erkunden. Zu Mittag trafen wir uns zum gemeinsamen Essen. Im Anschluss spazierten wir zum lokalen Hafen, wo wir auf unseren "eigenen" Katamaran warteten.

Ein Katamaran für 58 Personen ganz alleine für uns, besser hätte es nicht kommen können. Zudem erlebten wir ungewohnt warme patagonische Winde. Somit genossen wir die Fahrt durch den Fjord "letzte Hoffnung" an Deck und hatten viel Freude. Nach gut einer Stunde Fahrt bekamen wir den Balmaceda-Gletscher zu Gesicht. Kurz darauf erreichten wir eine Anlegestelle und betraten den chilenischen Nationalpark Bernardo O`Higgins. Nach einer kurzen Wanderung kamen wir zum Serrano-Gletscher. Marie Therese, Paul, Wolfgang, Margot und Fabi nahmen ein Schlauchboot, um dem Gletscher ein wenig näher zu kommen, während der Rest der Gruppe ihre Wanderung fortsetzte.

Nach unserem Landgang ging es zurück Richtung Puerto Natales. Auf dem Weg besuchten wir neben einigen schönen Wasserfällen auch eine Insel voller Kormorane und sahen den ein oder anderen Kondor.

Nach unserer Rückkehr speisten wir eine Kleinigkeit im Restaurant des Hotels und gingen früh ins Bett, da wir am kommenden Morgen sehr früh aufstehen sollten.

01 Feb. 2007 • El Calafate - Nationalpark Torres del Paine

Die Gruppe vor den mächtigen Hörnern
Marie Therese will die "Türme" unbedingt bildlich

Der schönste Nationalpark Chiles

Um 4 Uhr gab es heute bereits Frühstück. Eine halbe Stunde später fuhren wir los Richtung Nationalpark Torres del Paine. In der Dunkelheit verließen wir Puerto Natales und erreichten den Park nach ca. zwei Stunden Fahrtzeit. Entlang des wunderbaren Gebirgspanoramas gelangten wir zur Hosteria Grey, von wo aus eine Bootsfahrt auf dem Grey-See zum gleichnamigen Gletscher geplant war. Doch leider musste der Kapitän den Ausflug aufgrund des unheimlich starken Windes stornieren.

Wir machten das Beste aus der Situation und besuchten dafür andere tolle Orte des schönsten chilenischen Nationalparks. Obwohl uns die patagonischen Winde - beinahe nicht nur buchstäblich - in die Luft hebten oder gerade deshalb, hatten wir sehr viel Spaß. Wir besuchten den Salto Grande, einen imposanten Wasserfall und machten von dort aus eine Wanderung zum Aussichtspunkt des Nordenskjöld-Sees. Die ganze Zeit blickten wir auf das Paine-Gebirge mit den bekannten Cuernos (Hörner). Anschließend ging es weiter zum Wasserfall Paine, von wo wir auch einen fantastischen Blick auf die Namensgeber des Parkes, die drei Torres (Türme), hatten. Ständig wurde die Kamera gezückt, Ñandues (Pampasstrauß) und Guanacos waren unseren ständigen Begleiter.

Am Nachmittag hatten wir den Park bereits verlassen und warteten im chilenischen Grenzdorf Cerro Castillo bei einem Kaffee auf unser Gepäck. Als dieses kam reisten wir aus und fuhren mit unserem argentinischen Bus wieder nach Argentinien. Zwei weitere Stempel bereicherten unseren Reisepass.

Auf dem Weg nach El Calafate machten wir einen Stopp im "Steppenrestaurant" La Esperanza. Endlich konnten wir wieder argentinisches Rindfleisch essen ;-)

Weiter ging es nun in die Gletscherhauptstadt El Calafate am Argentino-See, dem zweitgrößten des Landes. Wir erreichten gegen 23 Uhr unser Hotel und gingen auch gleich zu Bett. Morgen sollte uns ein ganz besonderer Tag erwarten.

02 Feb. 2007 • El Calafate - Puerto Natales

Whiskey mit Gletschereis zum Abschluss des Abenteu
Minitrekking auf dem schönen Gletscher Perito More

Eiswanderung bei traumhaftem Wetter

Nach einem leckeren Frühstück wurden wir um 8:30 Uhr abgeholt und zum 80 km entfernten Gletscher Perito Moreno gebracht. Das Vegetationsbild änderte sich rasch, von der trockenen Steppe zum grünen Andenwald. Wir befanden uns nun im Nationalpark Los Glaciares (die Gletscher) einem der schönsten überhaupt.

Beim Hafen des "Brazo Rico" stiegen wir um in ein kleines Boot, welches uns entlang der Südseite des Gletschers bis zum anderen Ufer brachte. Hier bekamen wir von den Guides die entsprechenden Anweisungen und Tipps für das nun folgende Abenteuer. Los ging es also! Nach einem zwanzigminütigen Spaziergang durch den patagonischen Wald erreichten wir den Perito Moreno. Eine riesige Eismasse lag nun vor uns. Noch rasch die Steigeisen an und ab auf das Eis.

Knapp zwei Stunden waren wir unterwegs, auf und ab, mit dem ein oder anderen großen Satz über Gletscherspalten und Eisbäche. Wir waren alle hell auf begeistert. Das Wetter war heute einfach herrlich, knallige Sonne, und wir hatten Lust uns die langen Klamotten auszuziehen. Die Erfahrung hätte nicht besser sein können. Zum Abschluss bereiteten uns unsere Guides einen kleinen Trink (siehe Foto).

Wir verliessen nun das Eis und wanderten einen Augenblick durch den einzigartigen Wald bis zur Berghütte, wo wir unsere Sachen gelassen hatten. Das Boot holte uns ab und fuhr uns zurück zum Hafen. Per Bus ging nun noch ein wenig weiter, ein weiteres Highlight wartete schon.

Von den extra angebrachten Laufstegen hatten wir einen super Blick auf den gesamten Gletscher. Das tolle Wetter ermöglichte uns bis zu den Berggipfeln zu blicken und somit den Perito in seiner vollen Länge (14 km) zu erleben. Die Kameras waren bereits gezückt und justiert, da passierte das, was wir uns so erhofft hatten: ein enormes Stück der gut 60 m hohen Eiswand krachte in den See und machte diesen Tag perfekt. Es blieben keine Wünsche offen.

Zufrieden machten wir uns auf die Heimreise. Nach einem guten Abendmahl im Hotel gingen wir zu Bett und träumten von weiteren Gletschern ;-)

03 Feb. 2007 • El Calafate

Besuch der Gletscher Spegazzini und Peineta
Riesige Eisberge im Nationalpark Los Glaciares - i

Alle Gletscher!

Kurz war die Nacht und früh ging es los. Wieder Richtung Nationalpark Los Glaciares, diesmal jedoch fuhren wir zum Privathafen Punta Bandera, wo bereits sieben Schiffe auf ihre Passagiere warteten. Eines, das größte und schnellste gehörte uns. Wir suchten uns rasch freie Plätze und schon konnte es starten, unser zweites Gletscherabenteuer.

Entlang des Nordarms des Argentino-Sees fuhren wir Richtung Andenkordillere. Leider zogen sich allmählich die Wolken zu und es fing leicht an zu regnen, aber wir machten uns nichts daraus. Die ersten Eisberge kamen bereits vorbei, noch waren sie relativ klein. Erstes Highlight heute war der schöne Spegazzini/Peineta-Gletscher (siehe Foto) mit seiner über 120 m hohen Eiswand. Trotz Regen und Wind stürmten alle an Deck.

Nun ging es weiter Richtung Upsala, einem Riesen, welcher sich aus mehreren Gletschern speist. Ein paar Tage vorher müssen enorme Eisklötze unterhalb des Wassers abgegangen sein. Jetzt schwammen dutzende Eisberge unterschiedlicher Schönheit um uns herum. Man muss sich einmal vorstellen, dass nur ca. 10 % des Eisberges zu sehen sind, 90 % befinden sich unter Wasser! In diesem Moment kam die Sonne raus, perfektes Timing also ;-)

Nun fuhren wir in die Onelli-Bucht, wo wir an Land gingen, eine kleine Wanderung zum Onelli-See machten und dort mit Blick auf die Gletscher Onelli und Agassiz zu Mittag aßen. Wir waren noch nicht ganz fertig, da fing es wieder an zu regnen. Also verkürzten wir unseren Aufenthalt dort und begaben uns zurück zum Boot. Müde hatte uns das viele Eis gemacht, so schliefen wir auf der Fahrt nach El Calafate ein bisschen.

Es war später Nachmittag, als wir dort ankamen. So nutzen wir die Chance und gingen bummeln. Am Abend trafen wir uns wieder und ließen den tollen Tag bei einem guten Essen ausklingen.

04 Feb. 2007 • El Calafate - Ushuaia

El Calafate in der patagonischen Pampa
Königskrabbe und Ende-der-Welt-Bier in Ushuaia

Ans Ende der Welt

Der heutige Vormittag stand zur freien Verfügung. Nachdem wir in den vergangenen Tagen sehr früh aufstehen mussten, nutzte man die Gelegenheit und schlief ein wenig aus. Nach dem Frühstück wurde die Gruppe ins Zentrum von El Calafate gebracht, wo sie noch die Möglichkeit hatte das ein oder andere Souvenir zu kaufen oder ein Lebenszeichen per Email nach Hause zu schicken.

Am späten Mittag wurden wir dann beim Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren. Dort wartete bereits unser Flieger, welcher uns ans Ende der Welt bringen sollte.

Um 17:09 Uhr Ortzeit landeten wir in der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia. Und so kalt wie erwartet war es nun wirklich nicht. Mit Taxis fuhren wir zu unserem schönen Hotel. Dort stellten wir auch nur rasch unsere Sachen ab, machten uns frisch und sausten schon wieder los. Die Gruppe hatte schließlich Heißhunger auf die örtlichen Spezialitäten. So wurde neben anderen Meeresfrüchten und Fischen natürlich die begehrte Königskrabbe probiert - man war begeistert. Und zu trinken? Ende-der-Welt-Bier, ist doch klar ;-)

Nach diesem tollen Abendmahl machte die Gruppe noch einen kleinen Verdauungspaziergang durch die Stadt. Einige gönnten sich als Nachtisch eine heiße Schokolade mmmmmm….

05 Feb. 2007 • Ushuaia

Gebhard, Wolfgang und Manfred bei der Post am Ende
So sieht es aus auf Feuerland

Besuch des Nationalparks Feuerland

Und wieder ein ganz besonderer Tag. Heute stand der Besuch des legendären Feuerland Nationalparks auf dem Programm. Morgens wurden wir abgeholt und zum Bahnhof des Ende-der-Welt-Zuges gebracht. Die Bahnstrecke führt direkt in den Nationalpark und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den hiesigen Gefangenen gebaut, um Holz und Steine in die Stadt zu schaffen. Versetzt in die Vergangenheit Ushuaias genossen wir die einstündige und sehr gemütliche Fahrt durch diese einzigartige Natur, durch Nothofaguswälder und vorbei an Biberbauten und Torfgebieten.

Wir befanden uns nun im Nationalpark. Nächstes Ziel war die Bucht Lapataia, hier endet die Ruta 3 (das letzte Teilstück der Panamericana). Die Gruppe war begeistert von der einzigartigen Natur hier auf Feuerland. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir nun die Bucht Ensenada. Hier befindet sich die "Post am Ende der Welt". Wir ließen uns einen netten Stempel in den Reisepass machen und gaben die letzten Postkarten ab.

Mit einem Boot überquerten wir von hier aus den Beaglekanal bis zur so genannten Runden Insel. Da wir Hunger hatten, gab es auch gleich etwas zu essen, leckere Spaghetti und dazu ein Gläschen Wein. Wir wollten typisches Wetter? Das bekamen wir nun. Es fing an zu regnen, was uns jedoch nicht davon abhielt, nach dem Essen eine kleine Wanderung über die Insel zu machen. Hierbei lernten wir das "Indianerbrot" kennen, ließen aber vorsichtshalber die Finger davon ;-)

Anschließend ging es mit dem Boot zurück in die Bucht, von wo aus wir mit unserem Bus wieder Richtung Ushuaia fuhren. Einige wollten sich gerne im Hotel ein wenig frisch machen, andere fuhren gleich weiter ins Zentrum. Der Nachmittag war frei.

Am Abend trafen wir uns in der Stadt um gemeinsam essen zu gehen, es handelte sich hierbei bereits um unser Abschiedsessen. Traurig, aber wahr! Noch einmal Königskrabbe und Fleisch vom Ende der Welt, das musste natürlich sein.

06 Feb. 2007 • Ushuaia - Buenos Aires

Sonnenuntergang auf Feuerland - Ushuaia und die sc
Wolfgang bei unserem Rundflug über Ushuaia und Feu

Entlang des Beaglekanals

Um 9 Uhr waren wir am Hafen der "Bucht, die nach Osten sieht", wie Ushuaia in der Sprache der Ureinwohner heißt. Die Gruppe bestieg nun die "Barracuda", einen Katamaran, mit welchem der Beaglekanal befahren wurde. Vorbei an verschiedenen Inseln, besetzt von Kormoranen und Seelöwen, bis zum Leuchtturm am Ende der Welt "Les Eclaireurs". Um Mittag war man wieder in Ushuaia.

Heute war es kalt, nass und recht windig. Jedoch klarte es zwischenzeitig immer wieder auf. Der Nachmittag stand ganz zur freien Verfügung. Erst am Nachmittag wollten wir uns beim Hotel treffen, um gemeinsam zum Flughafen zu fahren. Jeder hatte also noch die Zeit das ein oder andere Geschenk für zu Hause zu besorgen.

Frank, Manfred, Marie Therese, Paul, Margot, Wolfgang, Gebhard und Fabi ließen sich nicht von dem besch…eidenen Wetter unterkriegen und machten sich wie geplant auf zum Aeroclub Ushuaia. Sie wollten nämlich einen Rundflug über die Stadt und Feuerland machen. In zwei kleinen Maschinen ging es also los, über den Beaglekanal und vorbei an den schneebedeckten Bergen der Anden. Leichte Turbulenzen waren leider nicht zu verhindern, aber jeder überlebte es am Ende ;-) Nach einer erlebnisreichen Stunde waren wir wieder auf festem Boden. Als Auszeichnung wurde jedem ein Zertifikat überreicht.

Am Abend fuhren wir schließlich zum Flughafen. Nach einer gewissen Wartezeit nahmen wir unseren Flieger Richtung Buenos Aires. Hier kamen wir nach Mitternacht bei 25 Grad (puuhh) an und ab ging es ins Hotel. Hier verabschiedeten wir uns von Marie Therese, Paul, Margot und Wolfgang, da für die vier am nächsten Morgen bereits ihre Verlängerungen beginnen sollten.

07 Feb. 2007 • Frankfurt - Buenos Aires

Mausuleen auf dem Friedhof von Recoleta
Abschiedsfoto am Flughafen von Buenos Aires

Der letzte Tag in der argentinischen Metropole

Der letzte Tag in Buenos Aires. Marie Therese und Paul sind am Morgen ganz in den Norden Argentiniens nach Posadas geflogen. Hier besuchen sie in den nächsten Tagen die weltberühmten Wasserfälle von Iguazu. Margot und Wolfgang nahmen am Morgen die Fähre nach Uruguay. Dort verbringen sie die kommenden Tage in Colonia, Montevideo und Punta del Este, bevor sie wieder nach Chile fliegen und dort die geheimnisvollen Osterinseln kennenlernen.

Die anderen der Gruppe hatten am Vormittag noch einmal die Gelegenheit, die letzten Pesos auszugeben und die allerletzten Souvenirs zu kaufen. Um 13 Uhr trafen sie sich mit Fabi. Gemeinsam erkundeten wir dann das bunte Künstlerviertel La Boca, das Tangoviertel San Telmo, sowie den bekannten Friedhof von Recoleta. Ein Highlight für die Gruppe war zudem die Fahrt im Bus durch den Straßenverkehr der Hauptstadt.

Um 18 Uhr wurden wir beim Hotel abgeholt und zum internationalen Flughafen gebracht. Nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Um 22:30 Uhr hob der Flieger Richtung Madrid ab.