Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

15 Juli 2006 • Frankfurt - Bogota

Frank und der Schalk im Nacken
Gruppenfoto am ersten Abend

Die Küche Santa Fes

Nach einem langen Flugtag ist die Gruppe endlich in Bogota angekommen. Zur Begrüßung ist der Himmel blau und milde 18 Grad erwärmen das freudige "Hallo y bienvenidos a Colombia", welches die wartenden Rene und Miguel den frisch angekommenen entgegenrufen.

Nach dem "fast" alle Koffer auf das Dach des Kleinbusses festgezurrt waren, machte sich die Gruppe auf den Weg in das Stadtzentrum. Der Abend kommt hier am Äquator schnell herein, doch der klare Himmel wird heute nicht so schnell dunkel.

Auf der Avenida Eldorado geht es schnell bis zum Stadtzentrum und dem Kolonialviertel "La Candelaria", welches ein gutes Zeugnis gibt über die Zeit, zu der Bogota noch ein kleines, verschlafenes Andendorf war. Enge Strassen, zweistöckige Häuser mit Balkonen und roten Ziegeldächern, weiße Pueblo-Kirchen … das spanische Erbe ist unverkennbar.

Natürlich ist auch die Jetztzeit eingezogen und so sehen wir die Menschen auf ihren Heimweg von der Arbeit. Die meisten Läden und Geschäfte sind noch länger offen und auch an den Verkaufsständen an den Strassen herrscht reger Betrieb. Eine lebendige Großstadt mit kolonialer Geschichte!

Auch die Küche in Santa Fe de Bogota (so der vollständige Name ) ist eindeutig spanischen Ursprungs, welche vermischt mit kolumbianischen Zutaten die "Cocina Santaferenia" geben. So gibt es folglich am ersten Abend eine Auswahl der verschiedenen Fleisch- und Wurstarten, begleitet mit gebratenen Bananen, Yuca und den nicht-fehlen-dürfenden "Papas Criollas", eine besondere, sehr aromatische, kleine, gelbe Kartoffel der Hochanden.

16 Juli 2006 • Bogota

Unser glückliches Flitterpaar im Andres Carnes de
Vor dem Präsidentenpalast in Bogota

City-Erkundungstour / Andres Carnes de Res

Pünktlich trafen wir uns zum "ausgiebigen" Frühstück und mussten mit bedauern feststellen, dass die "Frau in der Küche" heute ihren freien Tag hatte. Der Küchenchef war etwas überfordert, denn nach Rührei, frisch gepresstem Orangensaft und Kaffee war Schluss. Ausgiebig war nur die Zeit, die er brauchte. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Emma, unsere einheimische Bogata-Expertin, führte uns staunende Europäer durch die charmante Altstadt (Candelaria) und erläuterte uns kompetent und in astreinem Deutsch (Sie ist Kolumbianerin, die Deutschland noch nie besucht hat) die Entstehungsgeschichte und Architektur Bogotas. Anschliessend passierten wir die verschiedenen Regierungspaläste ("No foto, por favor!"), erreichten noch vor dem großen Besucheransturm das Goldmuseum und verlegten dann unseren Standort auf den Monserrate, dem Ausflugsberg der Bogotaer ("Wohl'n 24-Stunden-Dauer-Gottesdienst hier"). Rauf ging's mit der Gondel-Seilbahn, runter mit der Drahtseilbahn.

Unser Taxifahrer, Jean Renos Sohn, chauffierte uns in die Zona Rosa (Vergnügungsviertel der Oberschicht) und zum Künstlerflohmarkt in Usaquen.

Abends fuhr er uns ins riesige, sehr beeindruckende "Andres Carnes de Res", wo wir nach einiger Wartezeit die besten Filets aller Zeiten serviert bekamen. Andre und Miguel von viventura waren natürlich auch wieder mit von der Partie.

17 Juli 2006 • Bogota - Villa de Leyva

Betreuerin im Projekt
Christian und Patricia mit Tanzeinlage

Kinder, Salzbergwerk und Kolonialerbe

Das zweite Frühstück lässt uns auf ein wenig mehr zu Essen als am gestrigen Tag hoffen - und tatsächlich, es gibt diesmal auch Gebaeck dazu ;-))

Heute geht es zum ersten Mal Überland. Wir verlassen Bogota um als erstes das Sozial-Projekt "Niños de los Andes" zu besuchen. Wir freuen uns auf die Kinder und sind gespannt auf ihre Reaktionen über unseren Besuch und unsere Mitbringsel.

Auf der Fahrt geniessen wir bei wieder sehr klarer Luft und weiter Sicht die Landschaft der Hochlagen. Es ist gutes Ackerland und wir sehen viele kleine und mittelgroße Grundstücke auf denen entweder Kartoffel und/oder Mais angebaut oder Milchkühe gehalten werden. Die Österreicher und Schweizer fÜhlen sich fast wie zu Hause. Wir bekommen einen guten Eindruck über die Größe der Hochebene von Bogota, denn wir fahren gute 30 Kilometer aus Bogota in westlicher Richtung raus, bevor wir an die ersten Berge kommen, welche die Hochebene in dieser Himmelsrichtung abgrenzen.

Die Landschaft wird sehr alpin und unser Bus quält sich, nach verlassen der Hauptstrecke auf einer ungeteerten Strasse hoch. Je höher wir steigen um so besser der Blick über die weite Ebene der Savanne von Bogota.

Nach etwa 20 minütiger Bergauffahrt erreichen wir die Einrichtungen des Kinderheimes.

Schnell versammeln sich um die 80 Kinder um uns und wollen alle auf ein Foto mit uns oder wissen, wie man auf Deutsch "Buenos dias" sagt, ob Deutschland größer als Kolumbien ist und warum Klinsi nicht weiter macht. Während sie wieder in ihre Werkstätten gehen, besichtigen wir die Einrichtungen, die Bäckerei, Metzgerei, Töpfwerkstatt, die Schneiderei und die Unterrichtsräume.

Wir erfahren von den sehr engagierten Erzieherinnen (mit dem hübschesten Lächeln des Kontinents - Anm. von Harri), nach welchen Kriterien die Kinder aufgenommen werden und welche Etappen sie hier durchlaufen.

Zum Abschluss ruhen wir uns gerade etwas im Musiksaal aus, als schnell die geübtesten Musikanten zusammenkommen und uns spontan mit Cumbia-Klängen wieder munter machen. Musik liegt ihnen wirklich im Blut und Sarah-Jasmin und Patricia werden zu Bongo- und Trommelklängen zu allen Tänzen aufgefordert.

Dann werden die Süssigkeiten verteilt, was zu einem ganz schönen Trubel führt. Leider müssen wir uns auch hier wieder von sehr lieb gewonnenen Kolumbianern verabschieden und brechen Richtung Salzkathedrale auf.

Der Weg durch die stillgelegten Stollen, welche zu einer Kathedrale mit Kreuzweg umgebaut wurden, ist sehr eindrucksvoll mit einer wundervollen Stimmung (leise Kirchenmusik im Hintergrund und Lichtspiele bei den Gebetsstellen und Heiligenfiguren).

Wir kommen spät in Villa de Leyva an, werden aber dafür von tollen Zimmern überrascht und schlafen nach einem Abendessen in der Pizzeria wie die Toten!

18 Juli 2006 • Villa de Leyva

Ute und Uwe vorm Wasserfall
Paso de Angel

Paso de Angel und Villa de Leyva

Nach einem tollen Frühstück, serviert von einer bildhübschen Pensionschefin, ging es mit dem Bus über Stock und Stein bis dann unsere Wanderung durch das Bachbett zu einem kleinen Wasserfall begann.

Der Weg über den "Paso de Angel" mit dem kurzen 50 cm breiten Teilstück (rechts und links geht es 100 m in die Tiefe) war eine Mutprobe für alle! Eine faszinierende Natur und traumhaftes Wetter machte danach das Gehopse über die im Bachbett liegenden Steine zu einem Erlebnis.

Beim Wasserfall angekommen konnte Rene nach einem Sprung ins Wasser auch Roger und Frank zu einem kühlen Bad überreden. Danach fällte Rene mit seinem "Sparkassen"-Messer noch eine Zuckerrohrstange, die wir dann verspeisten.

Vorbei bei ein paar sehr bissigen Hunden (die österreichische Wade von Harri hatte es einem sehr angetan) ging es dann zurück zum wartenden Bus, der uns wieder nach Villa de Leyva brachte.

Dort hatten wir ein tolles Mittagessen und schlenderten dann durch den kleinen Ort mit seinem Markt am Hauptplatz.

Auf der Strecke retour nach Bogota bleiben wir noch bei der Brücke von Boyaca stehen, wo Simon Bolivar im Unabhängigkeitskampf Südamerikas gegen die Spanier siegreich war.

Auf der Rückfahrt lass Frank per Mikrophon mit Hilfe Rogers Black Berry die soeben erfassten Tagebucheinträge unter lautem Gelächter vor. Wir danken den Schweizern für ihren Sinn für den technischen Fortschritt!

Den Abend gestalteten alle auf eigene Faust, aber wir werden früh zu Bett gehen, weil wir morgen um spätestens 4:15 Uhr aus den Federn müssen - es geht nämlich ans strom-, internet- und handynetzlose Nuqui. Daher koennen wir die folgenden vier Tage nicht sofort erfassen. Aber wir holen es nach!

19 Juli 2006 • Nuqui - Bogota

Glückliche Ankunft nach abenteuerlichem Flug
Glueckliche Ankunft nach abenteuerlichem Flug

Mit 2 Inlandsflügen und Schnellboot ins Paradies

Wir wollten Bogota zwar mit dem 6:10 Uhr-Flugzeug "Auf Wiedersehen" sagen, jedoch mussten wir aufgrund eines technischen Defekts die Maschine wieder räumen und starteten mit 2-stündiger Verspätung und neuer Maschine nach Medellin, um nach 40 Minuten noch auf dem Rollfeld in eine Zweimotorige Propellermaschine Richtung Nuqui einzusteigen. Nach weiteren 50 Minuten verliessen wir in tropischem Klima das Flugzeug, zogen uns luftige Kleidung an und bestiegen ein 2mal 40PS-Boot, dass uns über das Meer nach 60 Minuten zu dem bisherigen Höhepunkt unserer Reise bringen sollte.

"El Candil" ist eine Hüttenanlage direkt zwischen 20Meter-Strand (leider kein heller Sand, aber egal) und dem sofort angrenzenden Regenwald. Unmittelbar nach dem Anlegen wurden wir mit selbstgemachter Limonade begrüsst - ein Service, der uns neben einigen anderen Annehmlichkeiten (z.B. täglichen Obstsalat direkt nach dem Aufstehen bis zur Terrasse geliefert) auch die folgenden Tage versüssen sollte.

Wir bezogen unsere 4-Personen-Hütten und machten uns zu einer nur 200 Meter entfernten Bucht auf, in der man wellenlos schwimmen konnte. Danach wagten wir uns an "Level 2": Unter brausenden Wogen stellten Roger, Uwe und Frank neue Rekorde im "Body-Surfen" auf.

Die Sonne sollte leider nicht die ganzen drei Tage so schön scheinen wie heute. Aber dazu kommen wir noch…

20 Juli 2006 • Nuqui

Abendessen in Vorbereitung
Gruppenbild in den Thermalquellen

Thermalquellen und Walbeobachtungen

Nach einem wiederum sehr leckeren Frühstück machten wir uns zeitig auf, um die Thermalquellen von Termales zu besuchen. Unser Führer Javier geleitete uns sicher durch die reissenden Fluten des Rio Terco und wusste so manches über die vor Ort vorkommenden Pflanzen zu berichten. Nachdem es bereits unterwegs leicht genieselt hatte, konnten wir uns in Termales gerade noch unter ein schützendes Dach retten, bevor ein heftiger Tropenregen auf uns niederprasselte. Den kurzen Unterbruch nutzten wir, um das Dorfgeschehen ein wenig zu beobachten und Renes Ausfuehrungen ueber den Choco zu lauschen.

Das anschliessende Bad in den warmen Thermalquellen war entspannend, auch wenn einige ihre Nasen ein wenig wegen des penetranten Schwefelgeruchs verzogen. Dem Wasser wird eine verjüngende Wirkung nachgesagt, was die meisten von uns natürlich als willkommenen Begleiterscheinung ansahen.

Weil auf dem Rückweg der Wasserpegel des Flusses stark angestiegen war, nutzten einige die Möglichkeit, die Überquerung als Passagier eines Einbaums vorzunehmen. "Schlechte Idee", musste sich Anne wohl im Nachhinein gedacht haben … denn kaum hatte sie das wacklige Transportmittel bestiegen, purzelte sie auch schon mit einem eleganten Rückwärtssalto über Bord! Aber bis auf tropfnasse Kleider hat sie dieses ungewollte Kunststück zum Glück heil ueberstanden.

Den Nachmittag gestalteten wir mit einer Walbesichtigung. Doch die Tiere schienen sich einen Spass daraus zu machen, immer dort aufzutauchen, wo wir 10 Minuten vorher mit unserem Boot gewesen waren. Wir wissen jetzt, dass man definitiv Wale in Nuqui besichtigen kann, wenn auch nur aus einiger Entfernung.

Mit Heisshunger stürzten wir uns beim Abendessen wiederum auf den leckeren Fisch und liessen den Tag mit Gesprächen, viel Gelächter und ein oder zwei Glässchen Rum ausklingen.

21 Juli 2006 • Nuqui

Notverpflegung auf der Tour
Gruppenfoto beim El Cantil

Im Regenwald

Heute trafen sich wieder alle um 7:30 Uhr in unserem Frühstücksbaumhaus. Eine Stunde später begannen die 2 Regenwaldtouren: Patricia, Roger, Frank, Harri, Christine, Uwe und Rene schlugen sich mit dem kolumbianischen Guide "Pozo" (deutsch: Pfütze, da er in denen als Kind immer zu finden war) zu den Giftpfeilfroeschen durch - Sarah und Fabian wurden ueber die grosse Tour zum Wasserfall geführt, während Sandra (heute mit Magen-Darmverstimmung etwas angeschlagen) Anne, Ute und Uwe einen ruhigen Tag am Strand geniessen wollten.

Die Tour zu den Giftpfeilfröschen (kleine schwarz-rot- bzw. grün oder gelbgepunktete Fröschchen, deren Haut ein lämendes Gift absondert, dass früher zum einstreichen von Pfeilspitzen verwandt wurde) war eine ziemliche Matschtour: Vorneweg die Schweizer, dazwischen tapfer mithaltend der einzige Rheinländer, getrieben vom schlammbedeckten Österreicher bestimmte diese Gruppe "gemischter Alpenverein mit deutschem Asylant" das schnelle Tempo. Nach 2 Stunden und einigen steilen Bergaufs und Bergabs standen wir auf dem Kamm und konnten ingesamt 6 bis 8 Frösche bewundern. In diesem Moment kippte sich der Himmel aus und wir erkannten, warum der Regenwald diesen Namen trägt.

Auf dem Rückweg lösten sich die "Alpinen" von Ihrem Anhängsel, um dann auch noch den Wasserfall zu besuchen, während die erschöpften bzw. wundgelaufenen Deutschen von Rene nach Hause geleitet wurden.

Als die Vier im Camp ankamen, mussten sie von den Daheimgebliebenen erfahren, dass Sarah sich beim Klettern am Wasserfall das Kinn aufgeschlagen hatte und mit dem Boot zur medizinischen Versorgung nach Nuqui gefahren worden war. Als sie am Nachmittag zurückkam, ging es ihr aber wieder einigermassen gut.

Leider klarte es sich heute nicht mehr auf: Trotzdem gingen Frank, Uwe, Ute, Anne, Sandra, Uwe und Christine schwimmen - auch als es anfing zu regnen.

Zum Abendessen gab es, hoechst überraschend, schon wieder Fisch. Wir liessen den Abend mit kurzem Würfelspiel ausklingen und waren fast alle um 22:30 Uhr völlig erschöpft im Bett, um 2 Stunden später von einem heftigen tropischen Gewitter geweckt zu werden: Durch die Fenster wurden Christine und Sandra sogar im Bett nass!

22 Juli 2006 • Nuqui - Medellin

Auf der Rückreise
Kind im Choco

Vom Paradies zurueck in die verrueckte Welt

Nach dem tropischen Gewitter waren die zum Trocknen aufgehängten Sachen natürlich wieder nass. Uns fiel es nach dem Frühstück aufgrund des trüben Wetters mehr oder auch weniger leicht, vom Paradies "El Cantil" Abschied zu nehmen. Um 9:30 Uhr gings mit dem Schnellboot zurueck nach Nuqui. Unterwegs kamen sie dann tatsaechlich bis auf 2m ans Boot: Die im Programm angekündigten Delfine! Nach kurzem Fotostop ging es dann in rasanter Fahrt weiter - Gott sei Dank trocken!

In Nuqui hatten wir 2 Stunden Aufendhalt und einige nutzten die Zeit, um dem ortsansässigen Souvenierhändler die Hütte leer zu kaufen, andere erforschten den seltsamen Ort und Dritte kehrten einfach in eine kleine "Pinte" ein. Um 12:10 Uhr startete dann pünktlich unsere 2-motorige Propellermaschine Richtung Medellin mit Zwischenstop in Quibdo, wo wir wegen des Auftankvorgangs alle die Maschine verlassen mussten.

In Medellin angekommen erfasste so manchen der Frust: So eine hektische Stadt direkt nach so einem herrlich ruhigem Strandurlaub! Aber so ist das nun mal. Nach Bezug unseres Hotels (Siehe Tagesspruch!) war der Nachmittag zur freien Verfügung. So erkundeten wir per Taxi (sehr preiswert und schnell!) die Stadt. Erst um 19Uhr sollten wir uns zum gemeinsamen Essen wiedertreffen. Nach dem Abendessen gingen Rene, Frank, Roger, Patricia und Christine mit der Kolumbianerin Andrea ansatzweise noch einen einheimischen Rum kosten, um dann doch nicht voll ins Medelliner Nachtleben abzutauchen.

23 Juli 2006 • Manizales - Medellin

Blick über Medellin
Unsere Mädels

Stadtrundfahrt, Seilbahn, Armenviertel, Friedhof

Unser Hotelpersonal war heute morgen in Bestform. Der Spitzenreiter erhielt um 8:35 Uhr nach 55 Minuten Wartezeit seinen ersten Orangensaft, weil "das Gas alle war". Auch unser Hauptgepäck trudelte mit 1-stündiger Verspaetung erst ein. Das teure Wäschewaschen (1 T-Shirt und 1 Paar Socken 6000 Pesos = ca 2 Euro) verzögerte die Abreise auch noch, weil Franks Socken nicht mehr auffindbar waren und Harri's Wunsch mit Kreditkarte zu bezahlen, die Rezeption in eine tiefe Depression stürzte. Mittlerweile war auch unsere Englischsprachige Führerin eingetroffen.

Mit über 1-stündiger Verspätung begann unsere Stadtrundfahrt durch Medellin. Den Friedhofsbesuch bei Pablo Escobar (der "Drogenbaron" aus den 80ern, der durch einen Scharfschützen erschossen wurde) mussten wir deswegen schon auf die Zeit nach dem Auschecken um 13:00 Uhr verschieben. So fuhren wir zuerst zur Seilbahn, die wie in anderen Städten die U-Bahn, die einzelnen Viertel am Hang mit einander verbindet. Oben angekommen erhielten wir einen super Blick ueber Medellin und erfrischten uns bei einem Strassenhändler, der Zuckerrohr auspresste. Beim Bummeln durch die Fussgängerzone wurde noch das eine oder andere Kleidungsstück eingekauft.

Erst spät am Abend erreichten wir Manizales. Unser Hotel "Plaza Bolivar" ist direkt an der Kirchturmuhr gelegen, was so manchen die Nacht mehrmalig aufschrecken liess. Ein weiteres Highlight dieses Tages war, dass Fabian endlich sein lang ersehntes Gepäck in Empfang nehmen konnte. Das Leben in Supermarkt-Klamotten fand schliesslich doch noch ein Ende.

24 Juli 2006 • Manizales - Pereira

Die Gipfelstürmer...
Typischer Milchtransport in den Bergen von Caldas

Orakanartige Böen auf 5100m Höhe

Frühes Aufstehen ohne Hotelfrühstück war heute angesagt. Per Fremdbus mit 8 weiteren kolumbianischen Gästen ging's Richtung Nevado de Ruiz, ein das letzte Mal 1985 ausgebrochener Vulkan in einem Nationalpark gelegen. Erst auf Teerstrassen, dann auf huckeligen Schotterpisten schraubte sich unser Bus mit 2 bis 36km/h die Serpentinen hoch. Auf 3950m erhielten wir in einer netten Hütte unser Frühstück - warm, denn hier ist es schon empfindlich kalt. Aber es sollte noch unangenehmer werden.

Die Vegetation nahm immer mehr ab, die Landschaft verwandelte sich immer mehr in eine mondähnliche. Schon beim Halt im "Death Valley" erreichten die Temperaturen die Nullgradgrenze. Und es ging noch weiter hinauf…

Auf 4800m Hoehe erreichten wir die letzte Berghütte. Ab hier sollte es zu Fuss bis auf 5100m Hoehe gehen. Das wagten bei eisigem Gegenwind nur Fabian, Roger, Harri, Ute, Uwe, Rene und Frank. Letzterer hatte sich etwas überschaetzt und zu schnell mit dem Aufstieg begonnen, war aber auch nicht so vernünftig wie Anne, die Besteigung abzubrechen. Er sollte die nächsten 3 Stunden mit Übelkeit und heftigen Kopfschmerzen belohnt werden.

In unserer Frühstückshuette erhielten wir gegen 14:15 Uhr auch Mittagessen und fuhren anschliessend zu den nahegelegenen Thermalquellen, die eine Wassertemperatur von 38 Grad Celsius aufweisen. Hier konten wir mit Wechselbädern uns von der vorherigen Strapaze erholen.

Wieder in unserem Bus in Manizales machten wir uns auf den Weg Richtung Pereira, um dort nach langem Durchfragen unsere ausserhalb gelegene, neuwertige Finca zu beziehen. Hier wurden wir sogar auf deutsch begrüsst!

25 Juli 2006 • Pereira

Flug über den Kaffee
Der Garten unserer Kaffeefinca

Kaffee-Finca, Canopy

Der Tag begrüsste uns mit herrlichstem Sonnenschein, was einige von uns zu ein paar Runden im Swimmingpool animierte. Das superleckere Frühstück schmeckte allen so gut, dass die Bedienung staunte, wie viel wir essen konnten. Besonders lecker war der Kaffee, der auf der Finca selber angebaut wird.

Nach diesem prima desayuno führte uns Luis durch die Finca und erklärte uns den Prozess von der Kaffeebohne am Strauch bis zum fertigen Kaffee. Die ganze Verarbeitung erfordert viel Handarbeit, was wir selber erleben durften, als wir beim Aussortieren der "zweiteklasse"- Bohnen halfen. Zur Belohnung wurde uns anschliessend ein leckerer, frisch gebrauter Kaffee serviert.

Natürlich vergassen wir nicht, unsere Bestellungen für Kaffeerationen zum Nachhausenehmen aufzugeben.

Da der gestrige Tag recht anstrengend war, zogen es einige von uns vor, den heutigen Tag auf dem Rücken der Pferde oder am Pool und in der Hängematte zu verbringen.

Eine zweite Gruppe nutzte die einmalige Gelegenheit, an einem Drahtseil über eine riesige Kaffeeplantage zu "fliegen". Dabei wurde man in Klettergurte gesteckt, mit Handschuhen und Helm ausgerüstet und schon konnte die rasante Fahrt losgehen. In sieben Teiletappen schoss so unser Adrenalin immer wieder in die Höhe. Wir genossen die Geschwindigkeit von bis zu 75 km/h und den Blick von oben auf Bananenpalmen und Kaffeepflanzen.

Nach einem kurzen Abstecher nach Quimbaya liess es sich auch die "Adrenalingruppe" auf der Kaffeefinca gut gehen. Schwimmen, relaxen oder spazieren waren angesagt.

Nach dem romantischen und schmackhaften Abendessen liessen wir den Tag bei Zikadengrillen und kolumbianischem Rum ausklingen. In der Hoffnung auf uns wohl gesinnte Moskitos legten wir uns schlafen.

26 Juli 2006 • Salento - Neiva

Uwe unser Geburtstagskind
Gruppenfoto in der Wueste Tatacoa

Vom Pass der Pässe zur Wüste bei Neiva

Luis und seine Frau Nadia verabschiedeten uns herzlich mit einem fürstlichen Frühstück sowie einer super Torte für unser "rundes" Geburtstagskind Uwe und so ging es gut gesättigt von der Finca Valencia Richtung Neiva. Doch das ist zu einfach gesagt: Dazwischen liegt der 71 Kilometer lange Schrecken aller Busfahrer (meinte Rene witzelnd zu Jonathan) - La Linea. Die "Linie" ist "der" 3200m hohe Pass, den alle Lastwagenfahrer von Bogota zum Pazifik überwinden müssen. Die Strasse ist sehr steil und kurvenreich und so mancher schwerbeladene LKW verursacht durch seine "Schleichfahrt" kilometerlange Staus. Wir beobachteten die waghalsigsten Überholmanoever vor uneinsehbaren Kurven sowie pragmatische Radfahrer, die den Pass einfach an das Hinterteil eines LKW angehängt überwinden wollten. Die Polizeipräsenz verhinderte dies aber bei zweien. Leider wurden auch wir kontrolliert und verloren unsere 40 gut gemachten Positionen an schon überholten LKWs. Interessant sind hier auch die an der Linea zum Teil in ärmlichsten Behausungen lebenden Fahnenwinker, die sich ihren Lebensunterhalt durch Münzzuwurf in den Kurven erarbeiten, indem sie die Entgegenkommenden stoppen und das Überholen ermöglichen.

Bergab konnten wir etwas ganz kurioses beobachten: Seifenkistenfahrer liessen sich angehängt an LKWs die Linie hinaufziehen. Wie Rene uns berichtete, besorgen diese Ersatzteile für liegengebliebene LKWs und riskieren dabei ihr Leben in halsbrecherischen Abfahrten.

Wieder auf den Geraden standen alle 5km Polizeikontrollen und zweimal wurden auch wir intensiv beäugt: Pässe abgeben, Rucksäcke vorzeigen usw.

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir die Wüste. Uwe und Ute empfingen uns danach zur Feier des Tages am Bus mit einem kleinen Rotweinumtrunk. Vor Mitternacht erreichten wir müde unser Hotel mit zwei tollen Pools, was dann auch noch einige zu kurzen Schwimmzügen verleitete.

27 Juli 2006 • Rivera

Harri
Bei der Führung in San Agustin

Schon wieder eine Buspanne

Nach einem wieder spärlichen Frühstück in der tollen Hotelanlage mit der Busunfreundlichen Zufahrt in Neiva sollte es heute zur Finca unseres Reiseleiters nach San Augustin gehen. Dort stand zuvor aber noch der archäologische Park mit den präkolumbianischen Steinfiguren, die eine relativ unbekannte Kultur von 3000 v.Chr. bis 500 v.Chr. hier für Zeremonien, aber auch als Grabverzierung aufgestellten haben, auf dem Programm. Danach wollten wir bei Rene essen, aber dann kam wieder alles anders.

Morgens hatte unser 25-jaehriger Busfahrer Jonathan schon den einmal ausgetauschten Presslauftschlauch für den Bremskraftverstärker überprüft - 20km später mussten wir beim Tanken ein überlautes Zischen aus dem Motorraum vernehmen: Das Kupplungsstück lag zu dicht am Motor und war durch das Erhitzen undicht geworden. Jonathan stoppte einen Kleinbus und kam 30 Minuten später mit einem Beutel voller neuer Kupplungsstücke wieder. Nach kurzer Reparatur ging es dann weiter.

Leider vernahmen wir das Zischen eine Stunde später an einem Bergaufstück erneut: Diesmal war der Schlauch kurz hinter dem erneuerten Kupplungsstück weggeplatzt! Eine gründliche Reparatur mit Ursachenforschung und Verlegung des Schlauchweges verzögerte unsere Weiterfahrt widerum.

Mit insgesamt 2 Stunden Verspätung erreichten wir San Augustin, bezogen zuerst unsere Zimmer in Renes "Finca El Maco" und nahmen ein leckeres Mahl zu uns, um dann den Park zu besichtigen. Hier führte uns ein rüstiger 76-jähriger (mit 18 Kindern und 26 Enkelkindern), einheimischer Archäologe durch das Gelände und wusste so manche Anekdote zu den Steinfiguren zu erzählen. Leider mussten wir uns kurz halten, denn die verlorene Zeit durch die Busreparatur lies sich nicht mehr aufholen.

Am Abend speisten wir wieder in der Finca Maco und verbrachten den Abend am Lagerfeuer im Restaurant.

28 Juli 2006 • San Agustin

Nach Ausritt, nass aber glücklich
Unsere Pferdetour

Bei Nieselregen zu Pferde durch die Berge

Heute morgen wachten alle gut erholt auf, jedoch hatte es in der Nacht angefangen zu regnen und den Rasen, wie auch die steile Auffahrt zu Renes Finca El Maco in eine Schlammlandschaft verwandelt. Beim Frühstück war man sich schon einig: Das optionale Rafting am Nachmittag wollte bei dem Wetter keiner mehr! Und um 9:00 Uhr reiten? Dann kam unser Führer, im echten Sancho-Pancho-Look, mit 15 Pferden unterschiedlicher Grösse im Schlepp bis an die Finca und da waren dann doch alle neugierig. Nur Anne traute dem Braten nicht und wollte einen ruhigen Tag in der Hängematte auf der Finca verbringen.

Um 9:30 Uhr sassen alle inklusive Rene und Busfahrer Jonathan, der sich nicht nur als flotter Busfahrer sondern auch als flotter Reiter zeigte, im Sattel und es ging die steile Matschauffahrt hinab und unten dann rechts direkt weg vom Ort in die Wiesen, Felder und Berge. Der Ritt war gar nicht ohne: Starke Anstiege und wieder runter - die Pferde rutschten im Schlamm - auf geraden Stücken auch mal Galopp und das ging prima, wir sind alle gut zurecht gekommen, selbst unser sehbehinderte Uwe. Fast viereinhalb Stunden ging es so mit zwei 15-minütigen Pausen, in denen wir an präkolumbianischen Steinfiguren halt machten und diese fachkundig interpretiert bekamen, über Stock und Stein, durch pferdeknietiefen Matsch und an tarumhaften Schluchten vorbei. Leider hatten wir alle danach verschlammte Hosen, Schuhe und Jacken. Aber der Spass war es wert. Wir hatten dafür am Chakira auch einen tollen Ausblick auf den Rio Magdalena.

Paloma, Renes Wirtschafterin, zauberte uns ein tolles Essen und danach entschlossen sich im Rahmen des freien Nachmittags Sarah, Christine und Sandra noch eine weitere 2-stündige Reittour folgen zu lassen. Roger, Patricia, und Anne besuchten den Rio Magdalena an der Stelle, an der er auf nur 2,20 Meter zusammenschrumpft (er ist weiter nördlich ca. 100 Meter breit!). Uwe und Frank marschierten nach Reinigung ihrer verschlammten Kleider ins Dorf und Harri, Uwe, Ute und Fabian erholten sich auf der Finca.

Obwohl heute kein Abendessen inklusive ist und man im Dorf essen gehen könnte, hatten alle bei Paloma Nudeln bestellt. Nach dem Abendessen erzählte uns Rene noch einiges zu San Augustin und seinen Beweggründen, sich ausgerechnet hier niederzulassen.

29 Juli 2006 • Manila - Santa Marta

Chivatour in Santa Marta
San Agustin

Von Kolumbiens Süden ab in die Karibik!

Das Frühstück ist heute Gott sei Dank obgleich langer Fahrtag nicht so früh: Wir müssen erst um 10:00 Uhr mit dem Bus nach Neiva zum Flughafen, obwohl das Flugzeug erst um 17:00 Uhr losfliegt. Wir haben gelernt, Pannenzeiten mit einzuplanen.

Nach gemütlicher Fahrt und gutem Mittagessen kamen wir gerade rechtzeitig am Flughafen von Neiva an. Beim einchecken wurden wir doch sehr abrupt aus unserem ruhigen Zustand gerissen, da wir erfuhren, dass der Flieger ( schon wieder) wegen technischen Problemen nicht starten konnte und unserer Karibiktraum ins Wanken geriet. Doch die Fluggesellschaft, nach längerem warten, zauberte aus dem nichts, plötzlich eine Ersatzmaschine hervor und die Karibik war doch wieder in greifbarer Nähe.

Angekommen in St. Marta erwartete uns auch schon ein uriger Chiva-Bus( übersetzt Ziege ); mit herzlicher Begrüßung und einigen Infos von Felipe ( Besitzer von unserem Hotel in Taganga), tuckerten wir gleich darauf ganz gemütlich zu unserer Unterkunft über Rodadero, St Martha nach Taganga, wo wir auch sehr schnell unsere Zimmer bezogen und fast alle sehr früh schlafen gingen.

30 Juli 2006 • Tayrona-Nationalpark

Die Glücksritter vom Tag
Abendstimmung in Tayrona

Abenteuerlicher Ausflug in die wilde Karibik

Das erste Mal klappte es doch unerwartet mit unserem bekannten und ausgiebigen Sonntags-Frühstück, jedoch zu früh gefreut. Kaum beendet, erfuhren wir das unser Bus-Fahrer nicht kommt weil er doch sehr tatkräftig die Geburtstagparty von Santa Marta unterstützt hat ( mindestens im Alkoholgenuss). Wir entschieden uns sehr schnell um nicht zu viel Zeit zu verlieren und machten uns auf den Weg mit öffentlichen Verkehrsmittel in den Taironapark. Nach verschieden Umsteigaktionen gelangten wir mit einem 50 minütigen Fußmarsch nach Arecife unserem Ziel.

Dort angekommen schlenderten wir gemütlich und mit vollem Genuss den wundervollen, noch wilden Strand entlang bis zum "Piscina" wo die Wellen durch ein vorgelagertes Riff gebrochen werden und dadurch das Wasser so ruhig ist wie in einem Schwimmbad. Nach 4stuendigem Aufenthalt trennte sich unsere Gruppe, die Einen wollten im Park ( abenteuerliche Übernachtung in Hängematten ) bleiben und die Anderen bevorzugten doch wieder in einem richtigen Bett in Taganga zu übernachten.

Die Strandfreaks Harri, Anne, Sandra, Frank und Rene tranken zusammen noch eine Flasche Rum unter klarem Sternenhimmel und bei rauschendem Meer und beendeten den abenteuerlichen Tag langsam.

31 Juli 2006 • Tayrona-Nationalpark - Taganga

Anne genießt das Strandleben
Traumstrand im Tayronapark

Karibik pur

Im Ohr das Rauschen des Meeres und an den Beinen doch einige unerwünschte Stiche der Moskitos erwachten wir nach einer abenteuerlichen Übernachtung in den Hängematten. Gleich nach dem Frühstück bewegten wir uns (die letzten 5 Taironakämpfer ) zum Morgenschwimmen an den Traumhaften Strand. Bräunen, schwimmen, ausruhen so verplanten wir unsere nächsten Stunden am Meer.

Kurz nach dem Mittag mussten wir jedoch wehmütig unser kleines Paradies verlassen. Beim Rückweg nach Cañaveral gab es doch zwei Reiter die das Pferd bevorzugten, der eine aus Vergnügen und der Andere doch gezwungen durch leicht aangeschlagener Gesundheit. Danach bewegten wir uns abenteuerlich mit öffentlichen Busen nach Taganga über St. Mara, wo einige sich noch vom shoppen angesprochen fühlten.

Am Abend vereinigten sich wieder die ganze Gruppe die Taironas und die Tagangas ( die doch ganz bemerklich die Hautfarbe in einem rötlichen Ton veränderten ), wir entschlossen uns einstimmig unser Abendessen in einem typischem Strandfisch-Restaurant einzunehmen. Nach einem kleinen Schlummertrunk in den immer noch sehr warmen tropischen Temperaturen, gingen wir Richtung Casa Felipe um unsere Nachtruhe in Angriff zu nehmen.

01 Aug. 2006 • Cartagena - Santa Marta

Harri genießt das Schlammbad
Christine

Citytour St. Marta & Schlammvulkan

Heute morgen mussten wir wieder früher aufstehen als in den letzten Tagen, da wir doch ein sehr volles Program vor uns hatten. Doch unser morgenlicher Schwung wurde wieder gebremmst, denn unser Transport hatte ein technisches Problem. Nach einer halben Stunde kam unser Ersatzbus und wir konnten unsere jedoch verkürzte Citytour von Santa Marta in Angriff nehmen.

Über die Strandpromenade gingen wir zum Goldmuseum, welches uns aufklärte über die Kulturen und Lebensweise von den Kogis und Arawaks (Indianervolk von dem Küstengebirge von Santa Marta), die Erben der Taironakultur, die in der verlorenen Stadt weiter am Leben erhalten sind. Am Busterminal angekommen, besorgten wir uns die Tickets nach Cartagena. Nach 40 minütiger Verspätung traf endlich unser Bus ein und das nächste Problem offenbarte sich :-( unsere Plaetze wurden doppelt verkauft, nach kurzer Aussprachen erhielten wir dann jedoch unsere Sitzgelegenheiten und in den freien Räumen wurden dann auch noch unsere Gepäcke verstaut.

In Cartagena angekommen wartete auch schon unser Privatbus, wir luden unser Gepäck schnell ein und machten uns gleich auf den Weg zum Schlammvulkan. Umziehen und rein in die Brühe war unser Motto … Ja, dieser Schlamm ist ganz schön entspannend, mit Unterstützung von Massage wurde doch das ganze ein lockeres Erlebnis.

In der Dunkelheit erreichten wir Cartagena und unser Hotel, wo uns die Besitzerin sehr freundlich begrüßte und gleich die Zimmer zuteilete. Diesen langen Tag beendeten wir mit einem guten Abendessen in der Altstadt Cartagenas.

02 Aug. 2006 • Cartagena

Patricia
Gruppenfoto auf der Festungsmauer San Felipe

Citytour & Festungsmauer San Felipe

Nach dem Frühstück, das wir in einer Panaderia ( Bäckerei ) zu uns nahmen, wartete auch schon unser lokaler Edi, um die Altstadt zu zeigen und mit fachkundiger Erklärungen über die verschiedenen Orte einen besseren Einblick in die Geschicht evon Cartagena zu geben. Während 3 Stunden kämpften wir uns in zunehmender Hitze durch schöne, im Kolonialstiel gebauten Gäßchen. Auch die große Blumenpracht in den typischen Balkons und das rege Leben in den Straßen fazinierte uns doch sehr. Doch die Hitze wurde gegen den Mittag so unerträglich das wir uns beschlossen, lieber eine längere Siesta zugenehmigen.

Gegen 16 Uhr trafen wir uns dann wieder ausgeruht, um das "Castillo San Felipe", die imposante Festungsmauer von Cartagena zu bewundern. Nach rauf und runter und rumirren in den verschieden Gängen und Tunnels begaben wir uns am Schluss auf die Plattform und genossen auch noch den wunderbaren Sonnenuntergang von Cartagena.

Wir ließen den Tag auf den Stadtmauern von Cartagena in einer Bar ausklingen…

03 Aug. 2006 • Cartagena

Cartagena
Roger in dem Gruppenvortrag am Abschlussabend

Tag zur freier Verfügung

Heute trafen wir uns auf der schönen Terrasse vom Hotel zum Frühstück, wo wir uns danach trennten und jeder seine Tag selbst gestalten konnte. Die Einen entschlossen sich an den Strand zu gehen, die Anderen zu shoppen oder einen ruhigen Tag in Cartagena zu verbringen.

Am frühen Abend versammelten wir uns in der Eingangshalle, bewegten uns dann Richtung Altstadt wo wir unter freien Himmel in einem sehr guten Restaurante (Spezialität Fleisch und Meeresfrüchte) unser doch ausführliches Abschiedsessen aßen. Man konnte sein Menü selbst zusammenstellen, das aus Vor-, Hauptspeise und einem Nachtisch bestand.

Auch unser 1. Runde die von viventura übernommen wurde, beschlossen wir einstimmig hier in diesem doch wunderbaren Restaurant einzunehmen. Danach begaben wir uns zum Hauptplatz ( Uhrenturm ) und bestaunten doch das rege Abendleben der Kolumbianer, da wurde getanzt, getrunken und gefeiert! Einige ließen sich von dem anstecken und folgten diesem Nachtleben bis spät in die Nacht.

04 Aug. 2006 • Bogota - Cartagena

Ein letztes Gruppenfoto
Hasta Pronto Colombia...

Letzter Tag

Zum Frühstück trafen wir uns nicht wie gewohnt mit gut ausgelassener Laune an, denn es lag doch ein bisschen Stimmung von Traurigkeit in der Luft, jeder wusste, der letzte Tag der Reise ist nun angebrochen ( außer ein paar wenige die noch San Andres/ verlorene Stadt gebucht haben).

Mit dem Taxi begaben wir, die das Ziel San Andres hatten zum Flughafen. Nach doch schnellem einchecken und verabschieden, kehrte ich zum Hotel zurück. Das gleich galt nun für die Restlichen, die das Ziel Bogota-Europa hatten. Wir hatten auch Glück das wir das Gepäck gleich durchchecken konnten für unseren Transatlantikflug, so dass wir uns den ganzen Nachmittag sehr locker bewegen konnten.

In Bogota angekommen mussten wir uns doch sehr abrupt von einander verabschieden ( einige mit feuchten Augen), da uns Rene nicht begleiten konnte in die Transitzone.

Doch wissen wir nach dem Urlaub, dass es nicht das letzte mal war, dass wir uns getroffen haben und für einige, eine tiefe Freundschaft bleiben wird!