Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Ankunft am Ende des Jahres
Mit den letzten Sonnenstrahlen des Jahres 2005 ist die ganze Gruppe glücklich im "El Dorado" Flughafen von Bogota gelandet. Eine ganz besondere Überraschung war die Ankunft von Elfi und Günther die in Colombia ihre "Luna de miel" (Flitterwochen) verbringen! Und sie wurden wiederum überrascht von ihren Freunden Heidi und Dirk, die auch heimlich die Reise gebucht hatten, und plötzlich im Flughafen von Madrid vor ihnen standen!
Die beiden Schweizer Sandra und Patrick wurden sofort als VIVENTURA-Reisende erkannt, und so kamen alle 6 fröhlich schwätzend aus dem Flughafen. Durch das menschen- und autoleere Bogota ging es dann zu unserem Hotel in der historischen Altstadt Bogotas, der Candelaria, wo es schon die nächste Überraschung für das neuvermählte Pärchen gab. Ihr ganzes Zimmer war mit Rosenblättern ausgelegt, auch das Bett, nur in der Mitte des Bettes blieb eine herzförmige Fläche frei.
Mit viel Glück fanden wir noch ein niedliches Restaurant in der Altstadt, da zu Silvester in Bogota rein gar nichts los ist, die Bogotanos fahren entweder Ende des Jahres aus Bogota raus oder sie feiern zu Hause im Kreise ihrer Familie! Schließlich fanden wir auch später noch eine schöne Bar, wo Elfi und Günther einen wundervollen Rock`n Roll zusammen tanzten. Im Hotel gab es noch ein "brindis" mit zwei Flaschen Champagner auf das Brautpaar und das neue Jahr!
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Neujahr auf kolumbianische Art
Im neuen Jahr ging es wieder bei schönstem Wetter los. Unsere dynamische kolumbianische Stadtführerin holte uns pünktlich ab, und wir fuhren mit der Gondel zu erst einmal auf den 3200 m hohen Monserrate und genossen einen schönen sommerlichen Ausblick über Bogota. Es schien als wäre die noch in Bogota verbliebene Bevölkerung auch auf dem Monserrate! Viele Menschen und gute Stimmung. Auch wurden die ersten kolumbianischen Spezialitäten ausprobiert, alles sah sehr seltsam aus aber es schmeckte sehr gut! Später ging es dann zur Stadtbesichtigung in die Altstadt, und wir konnten uns alles in Ruhe anschauen, da auch am Neujahrstag das Zentrum Menschenleer war.
Die Zeit verging wie im Fluge, und schon war es Zeit nach Chia zu fahren zum verrückt-berühmten Restaurant "Andres la carne de res". Chia liegt etwa eine Stunde von Bogota entfernt und man erwartet wirklich nicht so ein Restaurant in so einem Dorf zu finden. "Que chimba" wie der Kolumbianer sagt. Wir saßen alle mit offenen Mund da. Das Lokal das sicher weit über 1000 Leute fasst, war zum brechen voll, es herrschte eine vollkommen ausgelassene Stimmung. Wild verkleidete Leute, Zauberkünstler, wunderschöne Kellnerinnen und Kellner, ein wahnsinnig gutes Essen, geile Musik, Tanz und die tausend kleinen versteckten Details machten diesen Abend einmalig. Wir waren alle restlos begeistert!
Als wir wieder im Hotel landeten gingen wir alle sofort ins Bett. Dieses Erlebnis war nicht mehr zu toppen!
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Fundacion de los Andes, Salzkathedrale
Wieder fing der Tag in Herrgottsfrühe bei strahlenden Sonnenschein an. Wir mussten nun unser niedliches Hotel verlassen, und es ging zu der Fundacion Niños de los Andes, welches den Strassenkinder ein neues Heim und eine neue Hoffnung gibt.
Es erwarteten uns nur etwa die Hälfte der Kinder , da die anderen Kinder die Ferien über bei ihrer Familien verbrachten, die das Glück haben noch einen Kontakt zu diesen zu haben.
Wir waren alle gerührt und begeistert von dieser Einrichtung, welche die Direktorin Carolina uns mit viel Liebe erklärte. Die Kinder hatten überhaupt keine Berührungsängste und waren sofort begeistert mit uns zu reden. Welch ein Kontrast von unserem Ausflug des vorigen Tages zu diesem verrückten Lokal, die Strassenkinder zu besuchen. Dieses Land hat wirklich viele Gesichter!
Weiter ging es dann nach Zipaquira zur Salzkathedrale, die wirklich bombastisch ist, es war auch echt interressant alles über den Salzabbau zu lernen, vor allem, dass die Indios schon Salz abgebaut haben, und Salz das Handelsgut Nummer Eins war.
Nach einem echten Almuerzo corriente (das typische preiswerte Mittagessen Kolumbiens fuhren wir in die Provinz Boyaca in dem das malerische Villa de Leyva liegt. Mit Sicherheit werde wir uns hier noch ins Nachtleben stürzen und zu Salsa, Merengue und Vallenato das Tanzbein schwingen!
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Kolonialdorf und der Engelspass
Und wieder hat es unser wahnsinniger Reiseführer Franco geschafft schon am Morgen die Sonne scheinen zu lassen. Elfi, Günther, Heidi und Dirk nutzten dieses schöne Wetter um schon vor dem Frühstück Villa de Leyva zu erkunden.
Nach dem wohlschmeckenden Frühstück kam auch schon unserer Fahrer und machte einen kurzen Dorfbummel mit uns, wobei er mit vielen kleinen Anekdoten uns die Geschichte Villa de Leyvas erklärte.
Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel ging es mit dem Bus zum "el fosil", einem12 m langen Meeressaurier, schlappe 100 Millionen Jahre alt. Es ist erst das zweite versteinerte Geschöpf, das so gut erhalten gefunden wurde. Kurz darauf kamen wir zum "Paso de Angel", eine wirkliche Herausforderung für alle. An der engsten Stelle des Engelsstegs sind es nicht mehr als 30 cm breit und an beiden Seiten geht es steil in tiefe Schluchten. Auch in dieser Gruppe kamen wir wieder ohne Verluste hinüber. Ein wenig später auf der höchsten Stelle des Engelspasses hatten wir einen fantastischen Ausblick. Wie verschieden doch die Natur in Kolumbien ist. Später führte uns Franco noch zu einem Fluss, den wir aufwärts liefen. Einfach paradiesisch!!!
Schon wurde es Zeit wieder Richtung Bogota zu fahren, weil es ja Morgen heißt "sehr früh aufstehen".
Zu erwähnen ist noch der Zwischenstopp in Tunja, der Provinzhauptstadt von Boyaca, wo alle das erste mal das berühmte Essen "bandeja paisa" kennen lernten, ein Essen, das bis zum nächsten Tag vorhält. Nun konnte auch der Regen fallen, mit vollem Magen ließen wir uns bei strömenden Regen nach Bogota fahren, natürlich hörte es auf zu regnen als wir im Hotel ankamen! Nach einem Scheidebierchen in der Scenetienda "donde Cessi" ging’s nun wirklich ins Bett.
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Pazifikzauber
Mit müden, halboffenen Augen schleppte uns unser Fahrer um 4 Uhr morgens zum Flughafen. Welch eine Uhrzeit! Die leeren Strassen von Bogota waren wir ja schon gewohnt, nicht aber den schönen Flug über die Anden nach Medellin. Dort ging alles sehr lässig zu, und ohne Tickets wurden wir in ein kleines Flugzeug geschleust. Direkt hinter dem Piloten sitzend flogen wir über den Dschungel des Choco nach Nuqui, ein kleines schmutziges Fischerdörfchen am Pazifik. Dort wurden wir vom dicken Fidel mit seiner Lancha (kleines Boot mit 2 Motoren) zu unserem Hotel "El Cantil" gebracht. Welch ein Paradies! Mit einer Limonade wurden wir empfangen, und danach gab es köstlichen Fisch, der nach frischem Tunfisch schmeckte. Es wurden viele Witze über Franco gemacht, der ja schon über 20 Jahre in Colombia lebt, und gleich am Anfang behauptete, dass er alles an Colombia liebt, nur das Essen nicht. Tatsache ist, das viventura wirklich die besten Plätze zum Essen ausgewählt hat.
Am Nachmittag stürzten wir uns dann das erste mal in die Fluten. Welch ein Erlebnis, der saubere, unberührte Strand, die großen Wellen, die Pelikane die in Formationen über uns flogen.
Natürlich muss noch erwähnt werden, dass wir am Abend wieder köstlich zubereiteten Fisch aßen, und uns dann mit vollem Magen und warmer Tropenluft in unsere wunderschönen Cabañas fallen ließen.
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Zentimeter vor dem Ende!
Nach einem köstlichen Frühstück bei leicht bewölktem Himmel entschlossen wir uns heute aufs Ganze zu gehen, und uns mit einem langen Dschungelmarsch zu den Giftfröschen durchzuschlagen.
Mit unserem Führer, der auch gleichzeitig der Leiter des Hotels ist, ging es in ständigem Bergauf zu den Giftfröschen. Bei kreischendem Vogellärm tauchten wir in die grüne Hölle des Choco. Völlig verdreckt, und einige doch am Ende ihrer Kräfte, erreichten wir den Hügel wo diese netten kleinen Biester rumhüpften. Wie schön sie mit ihrer grellen roten Farbe und den schwarzen Punkten doch sind, wenn man aber bedenkt dass die pure Berührung tödlich sein kann… Die Indios benutzen die Frösche, indem sie mit ihren Pfeilspitzen die kleinen Frösche berühren und dann ihr Wild schießen…
Glücklich von diesem Abenteuer kamen wir nach fünf Stunden wieder am Hotel an, kaum zu erwähnen, dass uns wieder ein köstliches Fischgericht erwartete… Der Nachmittag wurde dann einer ausgiebigen Siesta und einem langen Aufenthalt im Pazifik gewidmet… Ein gelungener Tag.
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Ein langer Strandspaziergang zu den Thermalquellen
Nach unserem gemütlichen Frühstück ging es nun zu unserem ersten langen Strandspaziergang, das Ziel waren die warmen Thermalquellen! Schon von weitem rochen wir den Schwefelgeruch, und mitten im Dschungel erwartete uns dann ein primitives Becken wo das schwefelhaltige Wasser aus dem Boden kommt. Der vollkommene Ort zum relaxen! Daneben ein kristallklarer Fluss in dem wir uns abkühlen konnten. Ein Ort, an dem man den ganzen Tag verbringen könnte, wenn da nicht das leckere Fischessen im "El Cantil" wäre…
Der Nachmittag gehörte dann wieder der Hängematte und dem Pazifik, wobei Patrick, Sandra und Franco einen sehr langen Strand mit wirklich tollen Wellen fanden, sie mussten sich dann aber beeilen um vor der Flut noch rechtzeitig zum Hotel zu kommen…
Natürlich gab es am Abend wieder leckeren Fisch und wehmütig nahmen wir Abschied von diesem paradiesischen Ort.
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Abflug über den Dschungel
Ein kleines Gedicht das Patrick mit uns allen in das Gästebuch des Hotels "El Cantil" schrieb:
Wir fuhren lang, wir fuhren weit,
denn wir hatten ja viel Zeit.
Tief liefen wir in den Dschungel rein,
kamen raus dreckig wie ein Schwein.
Das Bad in den warmen Quellen,
unsere trüben Seelen erhellen.
Morgens, Mittags, Abends Fisch,
lässt uns rennen schnell zum Tisch.
Doch halt den Teller gut dir fest,
sonst nimmt Franco dir den Rest. (das war vom fiesen Günter)
Zum Abschluss auch wenn die Sohlen qualmen,
ein Dank an alle unter diesen Palmen.
So ging es dann wieder zurück in die Zivilisation, mit einem schönen Flug bei guter Sicht über den Choco, in die Stadt der Paisas, dort erwartete uns schon die Reiseführerablösung, und Franco trennt sich wehmütig von dieser netten harmonischen Gruppe.
Der Nachmittag war zur freien Verfügung gedacht, und natürlich ging es am Abend noch auf die Piste gleich mit 2 Reiseleitern, (beide alte Colombiahasen) zum Abschied nehmen, und Kennenlernen feiern, bei Salsa y Rumba.
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Auf den Spuren von Pablo Escobar
Nach dem Frühstück in unserem Hotel "Botero Plaza" trafen wir unseren Fahrer Fabio, mit dem wir schon Villa de Leyva und Umgebung erforscht hatten, und mit dem Führer Carlos aus Medellin, der den Spitznamen "Pato" (Ente) hat.
Mit dem Stolz von Medellin, der Metro und dem "Teleferico" (zur Enttäuschung der österreichischen und schweizer Tourmitglieder leider ein französisches Produkt) konnten wir Medellin von oben überblicken. Carlos erzählte uns auf der Fahrt in der Gondelbahn interessante Hintergründe über die Geschichte der Stadt die unweigerlich mit Pablo Escobar verbunden ist. Dass die Kokapflanze auch heilende Wirkung haben kann und durch den Drogenhandel leider in ein sehr schlechtes Licht gerückt wurde lag unserem Führer sehr am Herzen. Am Park der Wünsche erwartete uns Fabio, mit dem wir dann an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei (neuzeitlicher moderner Stadtteil und dem Cerro Nutibarra) zum Grab von Pablo Escobar fuhren. Krönender Abschluss in Medellin war dann das Almuerzo im Cafe von Carlos im Stadtteil Poblado (exzellente Crepes und Salate).
Gesättigt machten wir uns auf den Weg in die Kaffeezone. Trotz später Ankunft waren wir noch fit für ein Fußballspiel. Mit letztem Einsatz gewann die Weltauswahl gegen die Schweiz in der Nachspielzeit mit einem knappen 1:0 (golden goal vom kolumbianischen Stürmer).
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Ziel 5000m über Meer
Heute ging es ganz früh raus. Überraschend stand jedoch schon die gute Fee der Finca mit einem frisch gepressten Orangensaft bereit. In der Dunkelheit fuhren wir gen Manizales, um heute das so genannte "Huegeli" in Angriff zunehmen.
Alex, unser Führer für den Nationalpark gab uns noch einige- wie wir später feststellen konnten sehr wichtige Tipps: Fenster offen, obwohl etwas kühl - nur T-Shirt angezogen und nicht zu viel Süßes essen. Auf 3200 Meter konnten wir uns beim Frühstück an die Höhe akklimatisieren bevor es dann auf ziemlich holpriger Strecke durch die verschiedenen Vegationszonen immer weiter raufging, immer dem Himmel etwas näher. Wegen Ferienzeit war ziemlich viel Verkehr; kein Wunder, denn es war nach einer Schlechtwetterwoche der zweite schöne Tag auf dem Nevado. So hatten die Nationalparkwärter (wir lernten Barney und Milton kennen) einiges zu tun. Unsere Höhenmesser gaben uns an unserem Ziel 4700 Meter an. Beim Aussteigen spürten wir das deutlicher, uns war allen etwas schwindelig. Nach einem gemütlichen langsamen Aufstieg im Sonnenschein (dadurch war es nicht kalt) waren wir enttäuscht, weil der Kokatee ausverkauft war. Uns allen ging es recht gut, was man nicht von anderen Besuchern sagen konnte!
In der sehr heißen Thermalquellen erholten sich unsere Körper und wir konnten uns halbwegs an das köstliche Fisch-Mittagessen machen. Im Dunkeln ( nach Zeitplan ) gelangten wir über Manizales in die Kaffeefinca.
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Kaffeezone und Cocoratal
Nachdem um 3:00 früh uns der erste Hahn aus dem Schlaf riss, um 5:00 der zweite Hahn und um 6:00 eine Hundemeute beschlossen wir unsere Nachtruhe zu beenden… Um 6:30 stehen wir auf und können einen ersten Blick auf unsere Hacienda bei Tageslicht werfen. Eingebettet in eine sehr schöne Landschaft liegt unser Herrenhaus. Wir wurden mit erstklassigem "Tinto" ( schwarzer Kaffee ) aus eigener Produktion in diesen neuen Tag geladen. Der Frühstückstisch war schon sehr schön eingedeckt. Ein köstlicherer Früchteteller, diverse Möglichkeiten sein Früstück zu bestellen, Müsli, Käse, Marmelade, gebackene Maisbrötchen etc. Anschließend wurde uns gezeigt, den Weg voneiner Kaffeepflanze bis zur geschälten Kaffeebohne zu verfolgen. Auf einem Rundgang durch das Gelände der Hacienda wurde uns neben den einzelnen Produktionsschritten auf andere tropischen Pflanzen die hier so einfach wachsen wie z.B. Blumen in den leichtesten Farben, Kakao-Bohnen, Brotbaum, Früchte, Orchideen etc. näher gebracht. Die auf der Hacienda lebenden 5 Familien (40 Personen) haben 2004 20.000 kg Kaffeebohnen produziert. Ein Pflücker bekommt pro kg Kaffeebohnen 250 Pesos(=0.10 Euro ). Tagesleistung auf dieser Hacienda pro Pflücker ca. 100kg. Mit vielen "muchas gracias" verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg zum Valle deCocora. In diesem Tal wächst der Nationalbaum die "palma de cera" Wachspalme die bis zu 60 m hoch wird. Über eine Rumpelpiste ( unwillkommende Handanlegung, um den Bus aus dem Schlamm zu befreien) erreichten wir noch bei Sonnenschein diesen schönen Ort. Leider wurde uns der Aufstieg zum sogenannten Nebelwald verweigert, das Heidi mit einem glücklichen Lächeln quittierte. Es begann zu regnen. Nach einem ladestypischem Essen machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Bleibe, eine 110 Jahre alten Hacienda.
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Das Wüste…leben
Einerseits hatten wir Glück, weil es relativ wenig Verkehr gab und daher die gefährliche Strecke die sogenannte "la linea" über die Kordillere entschärft wurde. Anderseits sahen wir aber eben die spektakulären Überholmanöver mit 3 Lastwagen nebeneinander nicht und die Seifenkisten (benutzen die Lastwagenhelfer) standen zwar am Straßenrand, waren jedoch nicht im Einsatz.
Immer wärmer wurde es, je weiter wir in die Ebene runterfuhren. Fotos von den frischgewaschenen und daher blitzblank sauberen und bärenstarken Lastwagen wurden noch geschossen und dann gings stundenlang über die Ebene nach Neiva. Wir hatten genug vom Autofahren, jedoch ab Neiva erwartete uns nochmals eine 1-stündige Fahrt an Viehherden (Cebus) und Kakteen vorbei, durch Flüsse bis Villa Vieja, wo uns der Führer für die Wüste Tatacoa erwartete.
Ein letzer Sonnenstrahl beleuchtete die rote zerklüftete rissige Wüstenlandschaft, bevor sich die Sonne hinter einer Wolke versteckte. Wir liefen durch die Täler, suchten Fossliien, aßen Früchte der Kakteen und genossen die absolute Ruhe. Es war immer noch heiss und schwül und bei der Rückkehr ins Dorf in einem kleinen Laden tranken wir genüsslich noch ein Bier, bevor wir Richtung Hotel fuhren. Von Glühkäfern blinkend wurden wir auf dem Weg begleitet. Nach einer kalten Dusche im Hotel, Picknick und einem richtigem Schwatz beendeten wir den Tag.
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Skulpturen von San Agustin
Das Frühstück ließ etwas auf sich warten und es brauchte 3 Anläufe bis der Kaffee für Elfi und Günter endlich zuckerfrei gebracht wurde. Aber eben auch das ist Kolumbien. So fuhren wir etwas verspätet und bei leichtem Regen ab Richtung San Agustin. Wir waren froh, dass es für eine Zeit lang die letzte grosse Autofahrt war und wir genossen vor allem den letzten Teil durch die Schlucht des Rio Magdalena.
Irgendwie hatten wir auch fast das Gefühl wie Rene "nach Hause" zu kommen. Wir waren gespannt auf Renes zu Hause! Hunde, Pferd und natürlich Paloma erwarteten uns und wir konnten die einzigartigen, mit viel Liebe und Originalität gebauten Cabanas beziehen. Nach feinstem Mittagessen gabs ein Wiedersehen mit unserem bereits zum guten Freund gewordenen Reiseleiter Franco, der dann auch mit uns den beeindruckenden Rundgang im archäologischen Park machte. Die Skulpturen waren einmalig, in ihrem Ausdruck und künstlerischen Ausführung. Bei der Interpretation der Darstellungen konnte man sich ein Schmunzeln aber nicht verkneifen und auch seine Zweifeln haben.
Ohne Gepäck schaffte es diesmal Fabio problemlos den steilen Aufstieg zu Renes Finca zu überwinden, wo wir uns erfrischten und uns auf Pizza und einen gemütlichen Abend freuten.
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Reitausflug
Paloma verwöhnte uns am Morgen mit einem fantastischen Frühstück mit selbstgebackenem Brot. Gut gestärkt konnten wir also den bevorstehenden Ausritt in Angriff nehmen.
Abai, unser Führer, erwartete uns mit den Pferden (Rei, Lucy, Moro, das gemeine Hauspferd). Äußerst rasant gings dann bergauf und über Stock und Stein. Beim Galopp klammerte sich der unerfahrene Reiter am Sattel fest. Die kreolischen Pferde sind gutmütig und bewegungsfreudig, so dass wir an praller Sonne flott in der hügeligen Landschaft vorankamen.
Unterwegs konnten wir uns in die Kunst der Zuckerrohrmanufaktur einführen lassen und den süßen Saft degustieren. Währenddessen unterhielten sich die zwei daheimgebliebenen Damen mit den sich der Freiheit bemächtigten Kälbern von Renes Nachbarn.
Nach dem Besuch der einzigen mit Naturfarben bemalten Steinskulpturen der San Augustin Kultur erreichten wir den Höhepunkt des Ausritts hoch über dem Rio Magdalena mit der 3300 Jahre alten Chaquira. Wir tankten an diesem mystischen Ort Energie und genossen die fantastische Aussicht!
Nachmittags trafen wir auf dem Dorfplatz Franco, der beim Machetenkauf mit Rat und Tat zur Seite stand. Als Trittbrettfahrer und Dachgepäck trafen wir mit einem Kasten Bier bei Francos Finca ein und erhielten einen guten Einblick in die Lebensart des "Neokolumbianers". Wir danken ihm an dieser Stelle für seine Gastfreundschaft und grüßen ihn herzlich.
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Quer durch Kolumbien
Nachdem Fabio bei der steilen Zufahrt zu Renes Finca Bekanntschaft mit dem Straßengraben gemacht hatte, durften wir frühmorgens unser Gepäck ins Dorf runter tragen. Uns stand eine Reise quer durch Kolumbien vom tiefen Süden bis in den hohen Norden an die Karibikküste bevor.
Nach einer 5-stündigen strapaziösen Autofahrt (siehe Spruch des Tages) erwischten wir nur knapp den Flieger in Neiva, der uns nach Bogota brachte. Dort konnten wir uns die Zeit bis zum Weiterflug nach Santa Marta mit Essen, Einkaufen und Internet vertreiben.
Ein leichter Kulturschock erwartete uns bei der Ankunft an der Karibikküste. Die schwüle und heisse Luft sowie die Fahrt in der halboffenen Chiva mit Karibiksound und Rum durch die Ferienmetropole Santa Marta versetzte uns in eine andere Welt. Nach einem Crepe zum Abendessen wäre eigentlich ein Discobesuch angesagt gewesen. Doch die Musikstücke wechselten abrupt und die Nachbarn konkurrenzierten sich in der Lautstärke, so dass wir bald mal ins Casa Felipe schlenderten. Leider raubten uns dort Moskitos und Hitze den Schlaf!
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Wer hat die Kokosnuss geklaut?
Mit einem kleinen Ortsbus fuhren wir morgens ins Zentrum von Santa Marta, wo wir in den Stadtrummel eintauchten. Hupen, Rufen, Anpreisen, im-Wege-stehen, Beinahe-Zusammenstöße. Zum Glück hatten wir Rene dabei, der die Übersicht bewahrte und uns zum richtigen Bus lotste. Erstaunlicherweise wurde der Bus (wie übrigens alle anderen auch) nicht überfüllt. Ein Busbegleiter achtete darauf, dass nur soviele Fahrgäste einstiegen, wie Sitzplätze zur Verfügung waren. Bei Überbelegung muss der Fahrer mit deftigen Bußen rechnen.
So war die einstündige Reise im angenehmen Fahrtwind durch das Umland von Santa Marta bis zum Kilometer 35 nicht unbequem. Beim Eingang zum Nationalpark hatten wir (besser gesagt Rene) mit der neuen Administration zu kämpfen: jede Einzelheit musste per Funk mit der Chefin per Funk abgeklärt oder ausgehandelt werden, bevor´s mit dem uralten klapprigen Pickup weiterging. Nach einer 1-stündigen Wanderung über fast (Betonung auf "fast") ebener Strecke erreichten wir das Paradies: Sonne, Palmen, Meer und im zweiten Anlauf ein Cerveza!
An einer kleinen Bucht badeten wir und genossen die Wellen. Das Abendessen genossen wir dank der neuen Administration alkohlfrei und mit viel Geduld. Bald mal legten wir uns in die Betten bzw. in die Hängematten, weil die Nicht-Faulenzer ein Frühaufsteh-Programm erwartete.
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Im Frühtau zu Berge…!
Ohne Frühstück (!!!) ging´s für eine Gruppe schon um halb sieben los. Am fast menschenleeren Strand entlang schlenderten wir Richtung Pueblito während dem die Sonne hinter uns über dem Horizont aufging. Vogelgezwitscher begrüßte uns im Palmenwald und wir entdeckten Tiere im Dickicht (war´s ein Nutria oder ein gemeines Urwaldschwein?). Eidechsen huschten davon, Eichhörnchen (Oachkatzl) kletterten die Palmen hoch und Dutzende von farbenprächtigen Schmetterlingen flatterten uns um die Ohren. Mit Biscuit und Cola stärkten wir uns vor dem großen Aufstieg.
Über einen Stein- und Felsenweg erreichten wir trotz Schatten und angenehmer Brise das Pueblito schweissgebadet. Für diesen Tag waren wir aber die ersten Besucher im Dorf der Kogi. Wir genossen die Ruhe der Abgeschiedenheit und machten ein Gruppenfoto mit dem freundlichen neugierigen Esel. Nach dem Abstieg und zurück am Strand stärkten sich Günter und Rene mit einem frischen und pikanten Crevettencocktail.
In der Cabana trafen wir die drei Leseratten vertieft in ihren Büchern an. Auf Günter wartete schon die nächste heikle Aufgabe: Machete schleifen und ran an die Kokosnuss. Nach kleinen aber wichtigen Tipps von Rene klappte das hervorragend. Mit viel Schweiss aber zum Glück ohne Blutvergießen konnten wir nach getaner Arbeit vom Fruchtfleisch kosten. Es reichte noch für ein letztes Bad im Meer, bevor´s über das Hügeli zum Bus zurueckging, wo Rene noch Bekanntschaft mit Fernando schloss. Wir erreichten das Casa Felipe planmässig im Dunkeln, wo uns im wahrsten Sinne des Wortes eine heisse Nacht erwartete.
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Schlammvulkan
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt mit einer Besichtigung des archäologischen Museums von Santa Marta fuhren wir im bequemen, klimatisierten Langstreckenbus durch die Feuchtgebiete und die Ländereien der Viehzüchter nach Cartagena. Dabei fiel uns auf, dass in der Karibik sehr viel weniger Wert auf die Sauberkeit gelegt wird. Die Menschen hausen neben Abfallbergen und selbst vor der Haustüre stört sie der Unrat nicht. Wir sahen aber auch weite Steppen, die uns an Afrika erinnerten mit riesigen breitkronigen Bäumen und Flüsse, auf denen Fischer ihre Netze akrobatisch auswarfen. Leider bekamen wir auch die abgestorbenen Mangrovenwälder zu sehen. Nach kurzem Stopp im Hotel erklaerte und Rene auf der Fahrt zum ¨Vulkänli¨, dass der Bau dieser Schnellstrassen zum Absterben der Mangroven geführt hat, weil der Sumpf trocken gelegt worden ist. Nach dem Besteigen des ¨Vulkänlis¨ versumpften wir im wahrsten Sinne des Wortes im Beisein einer grossen Zuschauerzahl. Die Massage war kräftig, die anschliessende Reinigung im warmen See gründlich (bis unter die Badehose) und das Trinkgeld sehnlichst erwartet. Nach zweiter Dusche im Hotel gingen wir für das Nachtessen und einige Cervezas ins Bistro.
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Citytour mit der wilden Hilde
Nachdem wir alle wieder mal gut geschlafen hatten (Klimaanlage sei dank), waren wir neugierig auf die laut Rene berüchtigte wilde Hilde, die uns Cartagena zeigen sollte. Auf der Tour durch die Stadt wurde die rüstige Rentnerin nicht müde, uns nebst den Sehenswürdigkeiten auch ihre eigene spannende Lebensgeschichte zu erzählen. Durch wenige Souvenirshops, die wir schnell hinter uns ließen, begaben wir uns auf die imposante Stadtmauer mit Blick aufs Meer, bevor uns Hilde kreuz und quer durch die Stadt jagte.
Wunderbare und farbenprächtige Häuser im Kolonialstil mit Bougainvillen, die bereits für einen Film mit Robert de Niro als Kulisse dienten (La Mission), ließen unsere Fotoapparate heiß laufen. Die eintürmige Kirche (der zweite wurde bombardiert und nie mehr aufgebaut), diverse Parks und das Goldmuseum waren weitere Attraktionen auf der Tour. Nachdem wir noch einige Patios (kleine grüne Oasen in der Stadt) besucht hatten, stürzten wir uns aufs Mittagessen. Dirk musste dabei seine schwerverdiente süsse Crepe mit Eis vor dem flinken Löffel von Heidi verteidigen.
Nach der Siesta ging´s mit dem Camarones-gedopten Rene auf das Castillo San Felipe, wo sich Günter als Höhlenforscher betätigte. Auf den Sonnenuntergang mussten wir wegen Wolken am Horizont leider verzichten. Mit einer abenteuerlichen Taxifahrt (was den Zustand des Taxis betraf) ging´s zurück in die Altstadt zum Abendessen.
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Shoppingtour und Ausflug auf die Islas del Rosario
Günter und Elfi sowie Dirk und Heidi haben für nächste Woche noch eine Verlängerung auf der Karibikinsel San Andres gebucht. Kein Wunder also, dass sie auf den heutigen fakultativen Ausflug auf die "Pirateninsel" verzichten konnten. Stattdessen wurden die> beiden armen Männer von ihren Frauen auf eine Shoppingtour quer durch Cartagena mitgeschleppt.
Für das Schweizer Paar war der Ausflug aber die letzte Gelegenheit, um das karibische Meer mit Schnorchel und Flossen zu erkunden. Hilde brachte sie zum Bootshafen, wo es auf einer einstündigen rasanten Fahrt durch die Boca chica übers offene Meer zu den Koralleninseln ging. Unter der Leitung von Antonio erlebten sie dann im wahrsten Sinne des Wortes hautnah die Unterwasserwelt mit ihren imposanten Korallen und den großen und kleinen farbenprächtigen Fischen. Nach der Schnorcheltour erwartete sie ein leckeres Fischmenü zum Mittagessen. Danach hieß es schon bald wieder Abschied nehmen und bei steifer Brise brauste das Boot nach Cartagena zurück. Alle kamen heil an, hatten aber eine heftige Salzwasserdusche auf der Fahrt abbekommen.
Nun sitzen wir hier und freuen uns auf das Abschiedsessen, das mit einer gewissen Wehmut verbunden sein wird. Die Reiseteilnehmer möchten hiermit Rene, Franco, Torsten und Andre sowie allen anderen, die zum Gelingen dieser wunderbaren Reise beigetragen haben, ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen. ¡Viva Colombia!
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Abschied
Beim unserem letzten gemeinsamen Früstück war doch die Stimmung ein bisschen getrübt - alle wussten der Abschied war nahe, auch das letzte Erinnerungsfoto wurde geschossen, bevor wir uns zusammen zum Flughafen begaben.
Die einen machten den Check-in nach Bogota und die anderen (glücklicheren) nach San Andres mit der der Zusatzwoche und Traumstränden. Danach hatten wir doch noch ein bisschen Zeit die Tränen in den Augen, mit den letzten Bierdosen aus dem Gesicht zuspülen, bis wir uns dann doch trennen mussten.
Wir wussten doch alle in dieser Zeit, wo wir doch viele schöne Momente und einige Strapazen hinter uns gebracht haben, dass wir uns doch sicher eines Tages wieder sehen werde. Haben uns doch gefunden und vereinigt in eine Gruppe von Amigos!