Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Ankunft in Bogota
Mit 45 Minuten Verspätung kam die Air France um 15:15 Uhr in Bogota an. Nach geduldigem Warten, als fast letzte Reisende, wurden wir Torsten und René doch noch belohnt und konnten die Teilnehmer mit Freude in Empfang nehmen.
Der Busfahrer Fabio wartete schon auf dem Parkplatz, um das Gepäck im Hinterteil des Busses zu verstauen. Vom Flughafen Richtung Zentrum kamen wir ca. nach einer halben Stunde in unserem Hotel "La maison" an.
Nach kurzer Erholung, jeder in seinem Zimmer, trafen wir uns im Aufenthaltsraum, um eine kleine Erfrischung zu uns zunehmen, dabei tauschten wir die ersten Gespräche und Eindrücke aus. Nach dem gingen wir alle in ein Restaurante, nahe dem Hotel und jeder bestellte ein typisches Fleischgericht. Die Portionen waren wirklich so groß, dass es keiner geschafft hat den Teller leer dem Kellner zurückzugeben. Nach einer Besprechung über die Tour und den nächsten Tag, kehrten wir mit vollen Bäuchen und großer Müdigkeit ins Hotel zurück. Kurz danach verschwanden alle in den Zimmern, um die verdiente Nachtruhe anzutreten.
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Rundreise Bogota
Heute am 17.07.2005 servierte uns unsere Hotelbesitzerin Miriam ein sehr leckeres und abwechslungsreiches Frühstück (Frischen Orangensaft, Eier, Brot, Marmelade, Kaffee und Kakao).
Gegen 8:30 Uhr wurden wir von unserem Fahrer Fabio abgeholt und machten eine kleine Stadtrundfahrt durch Bogota. Um 10:15 Uhr besuchten wir das Gold Museum, welches sehr interessant, und wo der Eintritt frei war, da heute Sonntag ist. Sonntags ist immer freier Eintritt.
Danach machten wir einen kleinen Bummel über einen Markt, der sich direkt neben dem Museum befand. Vom Berg Monserate, den wir mit einer Zahnradbahn gegen 13:00 Uhr Uhr erreicht hatten, gab es eine wunderschöne Aussicht über Bogota. Wieder unten angekommen, wartete auch schon der Bus auf uns, der uns zum Verkaufsladen brachte, welcher uns viel über das Smaragd-Schleifen erzählte.
Unser Abendbrot verzehrten wir in einem unglaublich großen Steackhouse in Chia/Andres Carne de Res. Das Essen dort war einfach ein Genuss und die Stimmung war großartig.
Nach diesem langen und abwechslungsreichen Tag erreichten wir unser Hotel gegen 21:00 Uhr und wir waren auch alle froh endlich mal eine kleine Pause von diesem langen Tag zu nehmen.
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Sozialprojekt und Salzkathedrale von Nemocon
Den heutigen Tag starteten wir mit einem stärkenden und gesunden Frühstück.
Danach ging es zu einem sehr interessanten Projekt. Unser Fahrer Fabio brachte uns zu einem Sozialprojekt, in dem man sich um arme Kinder kümmert die auf der Straße "aufgelesen" werden und denen dort eine Heimat und ein zu Hause geboten wird.
Der Hauptsitz des Kinderheimes "Fundacion Niños de los Andes" liegt auf einem Berg von ungefähr 3000 m Höhe. In diesem Heim werden Kinder zwischen acht und 18 Jahren aufgenommen. Sie werden dort geschult und auch auf das richtige Leben vorbereitet. Sie lernen sich zu waschen, Ordnung zu halten, zu nähen und andere Hauswirtschaftsarbeiten und Handwerke.
Nach sehr langer Fahrt erreichten wir die Salzkathedrale. Dort wurden wir von einem Guide herumgeführt der uns sehr viel über die Vergangenheit der Miner erzählte, über die Mine selbst und über die verschiedenen Salzarten. Der Aufenthalt dort war sehr interessant und auch sehr bildend.
Weiter ging es dann nach Villa de Leyva zu unserem Hotel. Gegen Abend machten wir einen kleinen Spaziergang über den Markt und dann ließen wir uns in einem kleinen aber sehr gemütlichen Italienischen Restaurant nieder.
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Ein Hauch von der spanischen Kolonialzeit
Gegen 7 Uhr standen wir auf, um einen kleinen Dorfrundgang zu machen. Wir guckten die Kathedrale am Hauptplatz an, bevor wir zurück gingen in unser Hotel um das Frühstück einzunehmen. Nach ausgiebigem Frühstück auf der Terrasse, mit Sicht ueber den Marktplatz, begaben wir uns auf den großen Dorfrundgang und machten einige Bekanntschaften mit Hunden, die uns begleiteten. Bei der Abreise zum Paso de Angel hatte einer der Hunde uns soweit ins Herz geschlossen, dass er einige Kilometer bis außerhalb des Dorfes, auf der Seite von unserem Bus mit rannte.
Angekommen beim Paso de Angel machten wir eine Wanderung durch die wunderbare Landschaft und überquerten einen sehr schmalen und hohen Weg, bei dem einem schon leicht schwindlig wurde. Beim Rückweg wanderten wir sprichwörtlich über Stock und Stein, in einem wundervollen fast ausgetrocknetem Flussbett, über kleine Wasserfälle rauf.
Zum Mittagessen kehrten wir wieder nach Villa de Leyva zurück und aßen ein großes und sehr gutes Menü in einem Restaurant namens "Casa Blanca"; auch der Capuccino war sehr lobenswert.
Auf dem Rückweg nach Bogota machten wir auch einen Halt, für die Geschichtlich interessierten in unserer Gruppe, an der Brücke von Boyaca, wo die Unabhängigkeitsschlacht von Kolumbien statt fand.
Gegen 17.30 Uhr erreichten wir unser Hotel in Bogota, wo wir nach einer kleinen Erfrischung, mit dem Transmillennium in ein Einkaufszentrum fuhren. Zurück im Hotel setzten wir uns zu einem selbst eingekauften Abendbrot zusammen. Müde und erschöpft gingen wir nach einem erfüllten Tag ins Bett.
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Ankunft in der Pazifikkueste
Heute, am Unabhängigkeitstag Kolumbiens, sind wir schon zu frühester Stunde, nämlich um 4 Uhr, aus dem Bett gefallen, um unsere Reise nach Nuqui anzutreten. Zu unserer Überraschung kam auch Torsten kurz, um uns zu begrüßen und viel Spaß zu wünschen. Beim Check-in erfahren wir, dass es von Medellin, unserem ersten Zwischenstop, keinen Direktflug nach Nuqui gibt. Wir müssen in Quibdo zwischenlanden. Der Flug nach Quibdo ist kurz und ruhig und nach einer halben Flugstunde landen wir auf dem kleinen Flughafen der Provinzhauptstadt des Departamentos Choco.
Da wir uns noch vier Stunden hier aufhalten müssen, beschließen wir mit einem Taxi in die Stadt zu fahren, um uns einen kurzen Eindruck zu verschaffen. Das Taxi bringt uns über eine kleine "Buckelpiste" in die Stadt, wo schon die Vorbereitungen für die Feiern zum Unabhängigkeitstag Kolumbiens auf vollen Touren laufen. Überall auf den Straßen sieht man Schulklassen, die bunte Schuluniformen tragen, was im kolumbianischen Schulsystem immer noch üblich ist, um nicht durch die alltägliche Kleidung gewisse soziale Differenzen hervorzuheben. Nach diesen prägenden Eindrücken geht es zum Flughafen zurück und nach einer interessanten Wartezeit zwischen den bunten, meist farbigen Reisenden dieser Region, können wir endlich in unsere kleine Propellermaschine einsteigen, die uns nach Nuqui bringt.
Nach einem spektakulären Flug über den Regenwald taucht plötzlich der Pazifik vor uns auf und diese einzigartige Landschaftskombination aus Regenwald und Pazifikkueste lässt allen den Atem stocken. Nach unserer Landung in Nuqui, einer kleinen Urwaldstadt, werden wir von Paso, dem Verwalter unserer Lodge, schon erwartet. Jetzt geht es 10 Minuten zu Fuß durch den Ort, wo wir noch schnell eine kleine Erfrischung zu uns nehmen, um dann mit dem Boot eine Stunde übers Meer zu unserer Lodge zu fahren. Nach der Hitze von Nuqui ist die Fahrt übers Meer recht erfrischend.
In unserer Lodge "El Cantil" werden wir schon von den netten Mitarbeitern erwartet und mit einem Früchtebecher aus frischen Tropenfrüchten empfangen. Direkt danach können wir verspätet zu Mittag essen und die Köstlichkeiten dieser Region genießen. Auch wenn wir unsere Mägen gut gefüllt haben, können wir nicht widerstehen und stürzen uns in die Fluten des Pazifiks. Alle sind begeistert von dem herrlich warmen Wasser, in dem wir uns mit den Wellen vergnügen. Am Ende des Strandes fängt sofort die üppige Vegetation des Regenwaldes an - ein wahres Paradies. Nach dieser verdienten Erfrischung ruhen wir uns ein wenig auf der Terasse in der Hängematte aus, essen gut zu Abend und gehen nach all diesen Erlebnissen früh zu Bett.
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Ein Tag im Zauber des Pazifik
Heute gehen wir den Tag etwas gemütlicher an und schlafen bis 8 Uhr "aus". Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einer Thermalquelle, in die wir einsteigen wollen, um uns einer natürlichen "Beautykur" zu unterziehen.
Auf dem Weg dorthin vergnügen wir uns am Strand mit den Krabben, die ein Wettrennen zu veranstalten scheinen. Nach einem herrlichen Spaziergang kommen wir in einer kleinen Siedlung am Rande des Dschungels an, wo wir uns kurz Zeit nehmen, um einige Erfrischungen zu kaufen.
Dann geht es weiter bis zu den schwefelhaltigen Gewässern. Hier kann man abwechselnd in das warme Thermalwasser und dann, zur Abkühlung, in die kühleren Fluten des Flusses steigen. Relax auf vollen Touren. Wie neugeboren machen wir uns auf den Rückweg und freuen uns alle auf das ausgiebige und leckere Mittagessen mit frisch gefangenem Fisch.
Nach einem kurzen Mittagsschlaf in der Hängematte haben wir uns ausgeruht und auf die riesigen Wellen des Pazifiks vorbereitet. Wir vergnügen uns über eine Stunde im Meer. Das Wasser ist herrlich warm, die Wellen gerade richtig und wir haben einen wahnsinnigen Spaß. Müde, aber glücklich und zufrieden, essen wir zu Abend, quatschen noch ein wenig und gehen dann schlafen, um morgen neue Abenteuer zu erleben.
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Unsere Tour durch den Regenwald.
Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hat, brechen wir nach einem ausgiebigen Frühstück und endlich wieder bei Sonnenschein zu unserer Urwaldtour auf. Zuerst geht es an den herrlichen unendlichen Stränden der Pazifikküste entlang, auf denen zu dieser Stunde außer uns niemand unterwegs ist. Nachdem wir ein bisschen Sonne getankt haben, biegen wir mit unserem Guide in den dichten Dschungel ein. Der Weg führt durch einen kleinen Fluss, in dem wir uns nur relativ langsam fortbewegen können. Es ist recht anstrengend, aber natürlich auch sehr interessant und abenteuerlich. Wir geniessen die typischen Geräusche in der dichten und einmaligen Urwaldvegetation.
Nach zirka anderthalb Stunden kommen wir an einem reißenden Wasserfall an, unter dem die Männer ein erfrischendes Bad nehmen und dann machen wir uns auf den Rückweg. Wieder am Strand besorgt uns Javier eine frische Kokosnuss, die er sofort mit dem Buschmesser öffnet und die wir dann direkt geniessen. Herrlich! :-)))
Bei unserer Ankunft in der Lodge erwartet uns schon eine der Mitarbeiterinnen mit einem leckeren Zimtkaffee. Dann geht es zum Mittagessen, das wie immer aus vielen typischen Köstlichkeiten dieser Region besteht.
Mit vollen Bäuchen machen wir uns danach auf, um die Wale, die sich in dieser Zeit hier im Pazifik aufhalten, zu erkunden. Mit dem Boot geht es stundenlang über den Pazifik. Man muss viel Geduld aufbringen und leider haben die Wale heute keine Lust uns eine Show zu liefern und wir fahren in die Lodge zurück, ohne einen Wal zu Gesicht bekommen zu haben. Die Fahrt entlang der Küste war trotzdem herrlich und alle erschienen später müde, aber zufrieden beim Abendessen. Heute gehen wir früh zu Bett, da es morgen zurück nach Medellin geht und wir früh aufstehen müssen.
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Abenteuerliche Reise nach Medellin
Am frühen Morgen mussten wir leider die Lodge El Cantil mit Erika, Irma und Podgio verlassen. Glücklicherweise hatte es in der Nacht aufge-hört zu regnen, so dass die zweistündige Bootsfahrt nach El Valle recht vergnüglich wurde. Einen Wal hatten wir offensichtlich so erschreckt, dass wir nur eine Fontäne aus größerer Entfernung sehen konnten.
Vom El Valle aus sollte es mit einem öffentlichen Bus mach Bahia Solano weitergehen. Die lange Wartezeit verkürzten wir mit einem Rundgang durch dieses 'afrikanische' Dorf in der Provinz Choco (90 % farbige Bevölkerung). Ein dort tätiger Mitarbeiter eines Förderprojektes (Gesundheit, Ausbildung, Sport etc.) gab uns einen Einblick in seine Tätigkeit in dieser ärmsten Provinz Kolumbiens.
Der öffentliche Bus entpuppte sich als ein uraltes Klappergestell. Unser Gepäck wurde auf dem Dach untergebracht und von einem auf dem Dach Mitreisenden 'bewacht'. Nachdem der Fahrer noch mehrBenzin aus einem zerbeulten Eimer nachgeschüttet hatte, ging es auf extrem schlechter Urwaldpiste viel zu spät knatternd und wackelnd in Richtung Bahia Solano. Der Bus war zugleich auch Amphibien-Fahrzeug, das selbst die größten Wasserlöcher (die Regenzeit machte sich mehr als bemerkbar) durchquerte. Wie durch ein Wunder kippte das Uralt-Klappergestell kein einzigel Mal um. Der Fahrer war ein wahrer Meister seines Fachs. Aber als die Zündung überhaupt nicht mehr funktionierte, konnte auch er die fällige Zündkerzenreinigung nicht vermeiden. Die Drahtbürste sorgte für eine anfangs knatterfreie Weiterfahrt. Die Zeitspanne bis zum Abflug in Bahia Solano wurde immer knapper (ein Hotel zum Bleiben hatten wir schon im Reiseführer ausgesucht). Aber letztendlich kamen wir wir gut geschüttelt und gerüttelt in letzter Sekunde am "Großflughafen" an.
Weiter ging es nach Medellin zurück in die Zivilisation (was für ein Kontrast!). Ein Einkaufsbummel, ein Abendessen und anschließendes Musikhören (natürlich Salsa) mit Rum-Unterstützumg beschlossen einen erlebnisreichen Tag.
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Auf den Spuren von Pablo Escobar
Um 7.30 Uhr trafen wir uns in unserem Hotel Botero Plaza im 2. Stock zu einem kräftigen Frühstück. Danach erfolgte eine Stadtrundfahrt mit einer örtlichen Führerin, die uns ausführlich die Stadt zeigte und über den Drogenbaron Pablo Escobar sehr gut informierte.
Nach dem Besuch im Pueblito begaben wir uns gegen Mittag auf eine Messe von Artesania (Kunsthandwerk). Klar konnten wir uns nicht zurückhalten mit dem Shoppen, nach ca. einer Stunde verließen wir dann diesen Markt, jeder mit seinem erworbenen Souvenir.
Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Chinchina zur Hacienda Guayaban, wo uns zur allgemeinen Überraschung ein Butler im englischen Outfit mit einem Tablett in der Hand empfing. Nach einem super Abendessen auf der Hacienda ging der Tag dann auch schon zu Ende.
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Besteigung des Nevado de Ruiz
Nach einem voluminösen Frühstück auf der Finca brachen wir auf nach Manizales, einer Stadt mit 400.000 Einwohnern. Dort wechselten wir die Autos. Ein Jeep mit Fahrer und unser Bergführer Milton Caeser empfingen uns dort. Von Manizales ging es mit vielen lustigen Sprüchen von Milton (der wirklich gut Englisch sprach) zum Nevado de Ruiz. Anfangs war die Straße noch gut, allerdings sehr kurvenreich, später wurde sie zur Schotterpiste. Die unterschiedlichen Vegetationsformen fanden wir sehr interessant, bei 4500 m ähnelte die Landschaft einer Mondlandschaft (keine Pflanzen, nur Steine und Sand).
Auf 4800 m am Refugio angekommen, erläuterte Milton die Technik des Atmens in der Höhe, aber bis zum Schnee auf 5100 m kamen nur Milton, Indra, Rene und unser Fahrer Fabio. Zurück im Refugio wirkte Rene etwas fertig - merkte man daran, dass ihm keine munteren, frechen Sprüche mehr einfielen. Auf der Rückfahrt am Nachmittag entspannten sich die meisten in einem Thermalbad, wonach es auf holpriger Straße zurück nach Manizales und dann zur Finca ging.
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Kaffeezone mit Flossfahrt
Nach einem wiederum sehr ausgiebigen Frühstück machten wir einen Rundgang durch die Finca um die Kaffeeproduktion kennen zu lernen. Leider rutschte ich (Karin) mit dem Bein bei einer Erklärung zur Kaffeeernte in ein offenes und recht tiefes Loch und verletzte mich dabei. Renés Erste-Hilfe-Leistung kann ich nur wärmstens empfehlen, die ärztliche Versorgung im Krankenhaus war wie in Deutschland (sterile Spritzen, sauberes Ambiente).
Nach 1 1/2 Stunden Nähen der tiefen Fleischwunden mit 32 Stichen besorgten wir noch Medikamente und kamen zwei Stunden später wieder in der Finca an. Es braucht hier auch keiner Angst zu haben, nach ärztlicher Hilfeleistung pleite zu sein. Die Operation kostete circa 17 Euro.
Dann fuhren wir mit Verspätung weiter zum Rio La Vieja, wo uns unser Floß erwartete: Freundliche Kinder aus dem Dorf zur Begrüßung, 4 Stunden Fahrt auf dem Floß, kleinere Stromschnellen, Schwimmen im Fluss, bunte Vögel, einfach herrlich. Im Dunkeln legten wir am Zielort an und fuhren noch zu unserer 110 Jahre alten Kaffeefinca (mit be-sonderem Flair) zum Übernachten.
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Ein Tag voller Überraschungen.
Nach einem landestypischen Frühstück mit Arepa und Rührei verließen wir die über 100 Jahre alte Hacienda Combia. Wir machten uns schon recht früh auf den Weg, denn wir wollten den Tag mit den längsten Fahrstrecken schnellstmöglich hinter uns bringen. Aber die Erfahrung in Südamerika zeigt doch gelegentlich, dass erstens alles anders kommt und zweitens als man denkt.
Schon nach einer halben Stunde Fahrt wartete die erste Überraschung in Form einer gesperrten Straße (Bergpass La Linea) auf uns. Hier fand eines der bedeutendsten Profi-Radrennen Kolumbiens oder sogar ganz Südamerikas (wie unser Fahrer Fabio erzählte) statt. Vor die Alternative gestellt, entweder einen mehr als riesigen Umweg zu fahren, oder bis circa 13.30 h zu warten, entschieden wir uns für letztere Möglichkeit. Wir fuhren ins Städtchen und halfen René beim Update des Reisetagebuches und hatten genug Zeit über die Verschiebungen im heutigen Tagesprogramm zu beraten.
Weiter ging es dann gegen 15.00 Uhr, was ja bekanntlich circa 13.30 Uhr entspricht. Abends genossen wir dann ein Abendbrot an staubiger Straße mit vielen Hühnern und Patatas, um von dort aus doch noch eine Nachtwanderung in der Tatacoa-Wüste zu unternehmen. Den angekündigten klaren Sternenhimmel beobachteten wir dann aber abseits der Wüste auf der Landstraße während diverser Zwangspausen aufgrund eines Kühlerproblems von Fabios Bus. Ein in der Dunkelheit aufgeschreckter Landstraßenanwohner spendete uns gegen gutes Trinkgeld einige Liter Wasser, das uns bis zur nächsten Zwangspause weiterhalf. Jedenfalls kamen wir letztendlich um circa 23.00 Uhr in unserem wiederum sehr schönen Hotel in Rivera an. Ein kühles Bierchen sorgte für einen guten Schlaf nach diesem ereignisreichen Tag.
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Erforschung präkolumbianischer Kulturen
Entlang des Rio Magdalena, des längsten Flusses Kolumbiens, fuhren wir nach San Agustin auf Renés Eco-Finca. Mitten in der Landwirtschaft zwischen Kühen, Hunden, Katzen, Hühnern und einem Pferd erwartete uns ein wahres Idyll. Die komfortablen Eco-Hütten und Palomas hervorragende Küche machten unsere Ankunft zu einem Erlebnis. Am Nachmittag besuchten wir den interessanten archäologischen Park mit seinem Statuenwald. Der Führer machte uns mit mancherlei Theorien über die San Agustin-Kultur vertraut.
Abends machten wir es uns beim Grillen gemütlich und verputzten einige Bierchen aus Palomas gut gefülltem Kühlschrank.
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Per Pferd auf den Spuren der San Agustin Kultur
Nach einem herrlichen Frühstück mit selbstgebackenem Brot und frischer Marmelade ging es mit dem Pferdewagen ins Dorf, wo wir die Fundacion Viracocha besuchten. Unter deutscher Leitung erfuhren wir Einzelheiten über die Arbeit mit den hilfsbedürftigen Kindern von San Agustin. Die Kinder erhalten hier neben einem Mittagessen auch Unterstützung und Zuneigung. Wir überzeugten uns von Steffens engagierter Arbeit, die durch Spendengelder aus Deutschland und auch von der deutschen Botschaft in Bogota unterstützt wird.
Am Nachmittag erkundeten wir auf dem Pferderücken die wunderbare Landschaft rund um San Agustin. Auch das eine oder andere präkolumbianische Männchen lief uns ueber den Weg. Von der Ritualstätte Chaquira genossen wir einen überwältigenden Blick auf den Rio Magdalena. Den nötigen Auftrieb für die vielen steilen Stufen erhielten wir durch eine freigiebige Spende von selbstgebrautem Guarapo (Zuckerrohrwein), den uns gut angeheiterte Stundenten aus einer Plastikflasche anboten.
Zurück auf Renés Finca begrüßten wir die Hundebabys und den liebeskranken Rüden mit wundem Hinterteil, nahmen auf Renés selbstgezimmerter Bank Platz und ließen uns ein super Abendessen schmecken.
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Reise vom Süden in den Norden (Karibikküste)
Nach genüsslichem Ausschlafen und einem typischen Fincafrühstück in El Maco, nahmen wir um 10 Uhr morgens unsre Reise durchs ganze Land in Angriff. Mit einem Aerovan (genannt Expresso) und einer kleinen Kaffepause schafften wir doch die Strecke San Agustin - Neiva in unglaublich kurzer Zeit für hiesige Verhältnisse.
Angekommen am Flughafen von Bogota nach einem knapp einstündigen Flug, erwartete uns Torsten schon ungeduldig und informierte uns über die neuesten Ereignisse im Flughafen. Mit kleiner Verspätung angekommen in St. Marta, erwartete uns schon eine Chiva (Ziege), ein bunter kleiner Bus. Nach Verstauen unseres Gepäcks, das unterdessen schon richtig an Gewicht zugenommen hatte, fuhren wir in tropischem Klima und mit "Cuba libre" in den Händen durch die sehr musikbelebten Straßen Richtung Taganga.
Sandra und Felipe empfingen uns sehr freundlich in ihrem schön angelegten Hotel in Taganga. Nach Zuweisung der Zimmer ging ein Teil der Gruppe schlafen und andere angesteckt vom Musikfieber bewegten sich Richtung nächste Disco, um das Tanzbein bei Salsa und Reggaeton bis spät in die Nacht zu schwingen.
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Tayrona Nationalpark
Nach dem Frühstück ging es ganz früh raus zu einer Wanderung durch den Tayrona-Nationalpark. Verletzungsbedingt (Karin: Beinverletzung, und 2 hier nicht genannte Reiseteilnehmer mit Kopfverletzungen aufgrund längerer Feier am Abend vorher) wurde entweder die kürzere oder längere Wanderung gewählt.
Die längere Wanderung zum Pueblito war schon eine sehr anstrengende Angelegenheit und ist für Ungeübte nicht zu empfehlen. Die herrliche Natur mit Blick auf den schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada und der Besuch des Pueblito entschädigten für das schweisstreibende Konditionstraining. Nach dem Abstieg über ewig lange Steinstufen und Felsen erwartete uns das karibische Meer mit wahrhaften Traumstränden.
Alle Teilnehmer hatten sich dafür entschieden, die Nacht im Tayrona-Nationalpark zu verbringen und das türkisfarbene Wasser und den weissen Sandstrand in dieser unverbauten Natur etwas länger zu genießen.
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Besichtigung Santa Marta
Nach einem langen Frühstück (beim Frühstück kam alles einzeln und im Abstand von jeweils mindestens 5 Minuten) wanderten wir alle gemeinsam durch den wunderschönen Nationalpark. Wir konnten eine Affenfamilie ganz nah in den Bäumen beobachten. Die Tour zurück zum Eingang des Nationalparks dauerte ca. eine Stunde. Am Eingang wartete schon unser Fahrer mit seiner Chiva (das ist so eine Art "Open-Air-Taxi/Bus)auf uns. Nun fuhren wir, wie immer vom Wind gut durchgepustet, zurück zu unserem Hotel in Taganga.
Unser Mittagessen nahmen wir in einem kleinen aber feinen Restaurant am Strand ein. Nach dem Essen machten wir eine Stadtrundfahrt durch Santa Marta. Wir besichtigten das Indianer-Museum und die älteste Kathedrale von Kolumbien (nur von außen, da geschlossen) und das Denkmal der Fußballikone Valderrama. Valderrama ist wirklich der Stolz Kolumbiens und das Denkmal des Fußballers mit seinen voluminösen Rasta-Locken ist wirklich mehr als erheiternd.
Nach einer kleinen Kaffeepause ging es weiter zu der Finca, in der Simon Bolivar seine letzten Lebenstage verbrachte. Ein kleines Museum gab einen Eindruck des Lebens in dieser Zeit. Auf den Bäumen im Park rund um die Finca konnten wir zwei große Leguane beobachten. Nach einer kurzen Sichtung diverser Kunstgewerbeläden ging es zurück nach Tanganga, wo wir in einem Strandlokal den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen ließen.
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Entlang der Karibikküste in den Schlamm
Heute machten wir uns morgens nach Verabschiedung durch Felipe (übrigens ein sehr schönes Traveller-Hotel) auf den Weg zum Busbahnhof, um von dort aus nach Cartagena zu fahren. Am Busbahnhof versuchten die "Aufreisser" der einzelnen Busgesellschaften uns zu einer Fahrt mit ihrer jeweiligen Gesellschaft zu animieren. René als Kolumbien-erfahrener Reiseleiter buchte einen Bus mit optimaler Fahrtzeit. Das Gepäck wurde sicher verstaut und der Bus hatte einen sehr hohen Komfort.
In Baranquilla mussten wir kurz umsteigen, aber schon nach fünfzehn Minuten ging es weiter. Kolumbianisches Fernsehen im ersten Bus und Salsa-Musik im zweiten verkürzten die Reisezeit. Auch die Getränke-, Früchte- und Süßigkeitenverkäufer, die unterwegs zustiegen, ließen keine Langeweile aufkommen.
Am Nachmittag besuchten wir den Schlammvulkan Totumo. Nach einstündiger Fahrt außerhalb von Cartagena erreichten wir einen seltsam aussehenden Hügel an einem See. Der Hügel entpuppte sich als der Schlammvulkan Totumo. Nach längerer Überwindung ließen wir uns langsam in den Schlamm hinabgleiten. Ein herrliches Gefühl! Nach Abklingen der Lachkrämpfe, nachdem wir uns betrachtet hatten, wurden wir von Männern massiert und von Frauen im See abgeduscht.
Das Abendessen mit unter anderem sehr frischen Langostinos genossen wir in einem der zahlreichen Altstadtlokale.
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Historische Altstadt
Am Morgen verließen wir unser idyllisches Hotel mitten in der kolonialen Altstadt Cartagenas zu einem Stadtrundgang mit einem (man sehe und staune) deutschsprachigen Führer. Die historische Altstadt mit ihren wunderschönen kolonialen Bauten, idyllischen Plätzen und dem pulsierenden Leben in den engen Gassen bietet wirklich ein besonderes Flair. Besonders die zahlreichen Innenhöfe die wir besichtigten, sind wahrhaftige Inseln der Ruhe in dem ansonsten sehr lebhaften Treiben. Ein Geschäft reiht sich an das nächste und Straßenhändler verkaufen alles, was man gebrauchen kann (oder auch nicht). Restaurants, Galerien, Cafes und Internet-Shops (damit das viventura-Tagebuch endlich fertig geschrieben werden konnte) vervollständigen das Bild dieser großen Hafenstadt.
Besonders hervorzuheben sind die aromatischen frisch gepressten Fruchtsäfte (am Besten mit Milch), die an zahlreichen Straßenecken zubereitet werden und uns gut mundeten. Nach einem Mittagessen "auf die Hand" (unter anderem frische Cevice mit gut gewürzten Langostinos) ging es weiter zu einem Bummel durch diverse Kunstgewerbegeschäfte und über einen Markt. Wer etwas mehr ausgeben wollte, konnte auch sehr günstig Schmuckstücke mit Smaragden erwerben.
Den Tag beschlossen wir in einem gemütlichen Restaurant in der Altstadt.
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Im Banne der Festungsmauer San Felipe
Einige Reiseteilnehmer waren doch ziemlich glücklich, nach dem etwas länger ausgefallenen Abend, dass es heute morgen doch erst um 8.30 Uhr losging mit dem Frühstück.
Danach begaben wir uns mit dem Taxi zu dem imposanten "Castillo San Felipe de Barajas", wo wir mit Bewunderung, und überraschend guten geschichtlichen Kenntnissen von Hans, die Festungsmauer und unterirdischen Tunnels erkundeten. Zum Hotel zurückgekehrt, beschlossen wir einstimmig, den letzten Tag am Strand zu verbringen.
Mit roten Köpfen wie Garnelen kehrten wir am späteren Nachmittag wieder zum Hotel zurück, um die nötige Creme aufzutragen und uns vorzubereiten für den letzten Abend. Auch fanden wir für diesen Anlass ein wirklich gutes Restaurant mit Open-Air Feeling in der kolonialen Altstadt. Sorgfältig suchte jeder, einige wie Gourmets, sein letztes Abendessen aus. Mit anschließendem Drink (spendiert von viventura), stimmten wir uns auch auf die folgende Nacht ein, die wir in einer sehr schön angelegten Bar auf den Festungsmauern fortsetzten.
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Letzter Tag
Zum Frühstück trafen wir uns nicht wie gewohnt mit gut ausgelassener Laune an, denn es lag doch ein bisschen Stimmung von Traurigkeit in der Luft, jeder wusste, der letzte Tag der Reise ist nun angebrochen.
Mit dem Taxi begaben wir uns direkt zum Flughafen in Cartagena um nach Bogota zu fliegen. Dort konnten wir zum Glück das Gepäck für unseren Transatlantikflug früh einchecken, so dass wir noch den ganzen Nachmittag frei zur Verfügung hatten. Klar, man beschloss doch ziemlich schnell, man könne doch noch ein bisschen shoppen gehen im Zentrum von Bogota. So war’s denn auch, mit den letzten Souvenirs kehrten wir zum Flughafen zurück, wo wir uns, einige mit feuchten Augen, voneinander verabschiedeten.
Nach dem Urlaub wissen wir, dass es nicht das letzte mal war, dass wir uns getroffen haben!