Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31068.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31069.jpg&w=1920&q=75)
Schrecken bei der Ankunft
Kolumbien ist immer für eine Überraschung gut. Deshalb sind wir ja auch hierher gekommen. Allerdings – so hatten wir uns das nicht vorgestellt: Vier Worte, eine Situation: Oh Schreck, Koffer weg. Wegen eines Streikes des Bodenpersonals am Pariser Flughafen konnte die Air France unser Gepäck nicht zustellen. Zwei ewig lange Stunden verbrachen wir erst mal damit, uns über den Verbleib des Gepäcks aufklären zu lassen. Die sehr hilfsbereiten kolumbianischen Mitarbeiter konnten uns schließlich auch nur vertrösten, erst einmal zu warten bis der Streik aufgehoben wird…
Vor dem Flughafengebäude erwarteten uns schon die reichlich durchgefrorenen Viventura-Mitarbeiter - in Bogotá auf 2600m war es ja auch nicht wärmer als in der Heimat – und brachten uns erst mal ins Hotel. Nachdem wir für 10 Minuten zur Ruhe gekommen waren, ging es auch schon weiter mit einem außerplanmäßigen Programmpunkt – dem Besuch eines riesigen Supermarktes, um uns mit dem Überlebensnotwendigsten (Unterhosen, Ron de Medellín und Cerveza) einzudecken, mit der Hoffnung, dass die Koffer am nächsten Tag da sein werden.
Da es schon spät war, ging es direkt zum Abendessen in ein typisch kolumbianisches Spezialitätenrestaurant mit Live-Musik. Wir waren angenehm überrascht, dass auf unsere anspruchsvollen Essenswünsche eingegangen wurde und für die Vegetarier die Spezialitäten fleischlos zubereitet wurden. Nach dem Essen überfiel uns der Jet Lag. So fiel es uns auch nicht weiter schwer, auf die Zahnbürste und den Pyjama für heute zu verzichten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31074.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31075.jpg&w=1920&q=75)
Stadtrundfahrt und das verrückte Grillrestaurant
Der Tag fing mit dem Frühstück an. Mann konnte zwischen allerlei Eierspeisen wählen, dazu entweder Café, "Tinto", oder Koka-Tee. Die meisten entschieden sich für das bewusstseinserweiternde Gebräu, um sich der Aussicht vom 3.200m hohen Hausberg Monserrate besser hingeben und bei der dünnen Höhenluft tief einatmen zu können. Mit der Zahnradbahn ging es hinauf und bei strahlend blauem Himmel genossen wir die Aussicht.
Nach einer Weile ging es wieder hinab zu einer Smaragdschleiferei, wo wir den Mitarbeitern über die Schulter schauen konnten. Der Besuch des Goldmuseums ist ein Muss für Bogotá, so nahmen wir uns ausgiebig Zeit die dunklen Gänge zu durchlaufen. Da draußen immer noch die Sonne strahlte, wollten wir noch ein wenig die Stadt erkunden und gingen mit unseren beiden Führern Fabio und René durch die Altstadt und ließen uns einige Fakten und Anekdoten erzählen. Um den Kontrast, den Bogotá so interessant macht, zu erleben, ging es durch das sonntäglich bedingte "Verkehrschaos-Light" anschließend weiter mit dem Van in den schicken Norden der Stadt, wo wir zu guter Letzt an einem Hippie-Flohmarkt ankamen. Mit Einkäufen haben wir uns erst mal zurückgehalten - mal schauen, ob es noch Interessanteres auf der Reise zu kaufen gibt.
Bei Einbruch der Dunkelheit überfiel uns der große Hunger, so dass wir glücklich waren, dass für heute als Programmpunkt noch das einzigartige Grillrestaurant "Andrés – Carne de Res" anstand. Der Erlebnisgastrobetrieb ist ein riesiger Steaktempel wie man es sonst noch nirgendwo erlebt hat – unter Bogotanos wohlbekannt, aber ein echter Geheimtipp für Kolumbienreisende – deshalb wird hier nicht mehr verraten…
Da unser Koffer auch heute nicht angekommen sind, ging es nochmals in einen Megamarkt, wo sich einige entschlossen, sich doch eine Zahnbürste zuzulegen. Die anderen beließen es bei flüssiger Munddesinfektion mit Rum, mit dem zum Ausklang des Tages im Hotel noch mal angestoßen wurde.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31076.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31077.jpg&w=1920&q=75)
Raus auf´s Land
Nach den üblichen Aufgussgetränken zum Frühstück ging es erneut bei vollem Bewusstsein auf eine weitere Erkenntnistour. Mit dem Van schlängelten wir uns durch Bogotá und lernten die Ausmaße der 8-Millionen-Metropole kennen. Ziel war die weit draußen in einer Voralpenlandschaft gelegene "Fundación Niños de los Andes". Dies ist das Sozialprojekt, das viventura in Kolumbien unterstützt. In einem offenen Heim werden Kindern, die in der Hauptstadt auf der Strasse leben, ein Zuhause und Bildung angeboten, um ihnen eine Chance zu geben, ein geregeltes Leben zu führen. Die Eindrücke haben uns überwältigt, wir wurden regelrecht umlagert, zumal wir hier oben auf dem Berg wohl die Hauptattraktion seit dem Besuch der letzten viventura-Gruppe gewesen sein müssen. So sind wir letztendlich viel zu lange dort geblieben und schwer in Verzug mit unserem Tagesablauf gekommen.
Nach einer Stärkung in einem Fernfahrerlokal fuhren wir weiter zum nächsten Höhepunkt – die Salzkathedrale von Zipaquirá. Geführt wurden wir von einem Kolumbianer der gut deutsch sprach, was uns hier in Kolumbien sehr überraschte. Die Stimmen der Mitreisenden beschrieben den zum Gotteshaus ausgebauten Salzstollen als "imposant, gewaltig, zum sich verlaufen, sowie viel Schweiß und viel Staub."
Auf der Weiterfahrt nach Villa de Leyva wurde es dunkel, so dass die meisten in ein ausgiebiges Nickerchen verfielen. Aufgewacht sind alle erst, als wir das ganz wie in alten Zeiten anmutende Kolonialstädtchen erreichten. Unser Hotel an der zentralen Plaza soll eines der ältesten Häuser des Ortes sein – auch die Besitzerin müsste aus diesem Jahrhundert stammen, was die ewig lange Schlüsselübergabe und Zimmerverteilung erklärte.
Anschließend gingen wir nochmals in ein südamerikanisches Spezialitätenlokal, das auf den Namen "Pizzeria" hörte, wo wir beim obligatorischen Tropfen die Sorgen über die immer noch nicht aufgetauchten Koffer vergessen konnten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31078.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31079.jpg&w=1920&q=75)
Erste Schritte in der Natur
Die meisten waren schon zum Sonnenaufgang wach und drehten eine Fotografierrunde bei weichem Licht durch das Dorf, das um die Uhrzeit auch schon langsam erwachte. Dies konnte man besonders gut von der hoch über der Plaza gelegenen Frühstücksterrasse des Hotels beobachten.
Bis zum Mittag drehten wir mit unseren Guides Fabio und René eine ausgiebige Runde durch Villa de Leyva und ließen uns so allerlei über die Gegend und Kolumbien erklären. Danach fuhren wir raus ins Grüne zum Paso de Angel. Wir wurden vorgewarnt, dass eine Stelle der Gratwanderung bei nicht schwindelfreien Gemütern den Gleichgewichtssinn etwas durcheinander bringen könnte. Schließlich haben sich auch die Vorsichtigeren überwunden, diesen Schritt zu gehen, um auch bloß nicht die dahinterliegende atemberaubende Landschaft zu verpassen.
Zurück ging es über ein Flussbett, das mit allerlei Schmarotzerpflanzen überwachsen war, wie man sie bei uns in der Heimat nicht findet. Nachdem uns zähnefletschende Hunde einer nahegelegenen Finca ausnahmsweise durchgelassen haben, hat man uns dort Bier und Limo zum erfrischen angeboten - an einem abgelegenen Ort, wo wir einen solchen Service nun gar nicht erwartet hätten.
Die Rückfahrt führte noch an der Brücke vorbei, wo Simón Bolívar die Entscheidungsschlacht von Boyacá gegen die Spanier gewann, geradewegs zu unserem liebgewonnenen Megasupermarkt, den wir diesmal so richtig plünderten, da keiner mehr so richtig die Hoffnung hatte, die nächsten Tage seinen Koffer zugeschickt zu bekommen. Der Streik in Paris sollte noch eine Weile laufen, und so langsam wurden wir muffelig. Da für die nächsten Tage einsamer Tropenstrand anstehen sollte, wollten wir die versprochene Entschädigung der Fluggesellschaft erst mal für Badesachen, T-Shirts, Sandalen und Sonnenschutz ausgeben. Nebenbei deckten wir uns noch mit einigen Lebensmitteln und landestypischen Durstlöschern ein, mit denen wir ein Picknick im Hotel machten, bevor wir wieder einmal todmüde in die Betten fielen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31086.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31087.jpg&w=1920&q=75)
Der Abenteuerflug in den Chocó
Tag 5 (noch fast ohne Gepäck)
Am Ende des 5. Tages ist unser Blick schon durch Genuss des "Ron Viejo de Caldas" (Tetrapack, 3 Jahre alt) eingetunnelt und die Sinne eingelullt. Aber wie kam es dazu?
Um 9 Uhr morgens holte uns der bekannte Minibus mit (fast) neuem Gesicht ab und fuhr uns zum Flughafen. Obwohl wir erst über 16,67% unseres Gepäcks verfügen, ist es doch schon zu viel: Die Airport-Autoritäten zwingen uns, das Handgepäck abzuspecken.
Im Flieger nach Nuquí: Der Pilot ergänzte die üblichen Sicherheitshinweise mit Ratschlägen, wie man sich - nach seinem eventuellen Ableben - selbständig aus der Maschine befreien könnte. Das fanden wir für einen 25-minuetigen Flug doch etwas übertrieben.
Wir landeten - am Ende der Welt (hinter dem Horizont geht es doch noch weiter …), was bewiesen wurde durch unsere 1-stündige Fahrt auf dem 2-motorigen Speedboot (Enduro mit 2x40 PS). Während uns die Gischt um die Ohren peitschte, knallte der Bootskörper immer wieder auf das asphaltharte Wasser, jedes Mal gefolgt von lautem Kreischen einer Passagierin, die lieber anonym bleiben möchte. Ein anderer schaute grimmig drein und manch einer hatte leichten Schiss.
Endlich: Ankunft im Paradies bei 105%
Luftfeuchtigkeit - Ende des Protokolls
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31084.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31085.jpg&w=1920&q=75)
Außerirdische Invasion und die Giftquelle
Zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens Alien-Invasion abgewehrt, obwohl - gefolgt von ohrenbetäubendem Getöse - diverse Kugelblitze auf unsere Cabañas abgefeuert wurden und einer davon sogar durch unser Schlafzimmer zischte. UFF! Nach derart verkürzter Nachtruhe wurden wir durch ein herrliches Frühstück mit Philadelphia-Käse entschädigt. Mit der Beschreibung ist ein tropisches Gewitter gemein ;-)
Danach etwas verspäteter Abmarsch wegen dringender Hock-Presswehversuche eines Tour-Mitglieds, der anonym bleiben möchte. Wir passierten den Sensen - sorry: Macheten-Mann und überquerten einen reißenden Strom. Die wiederholten Einfangversuche desjenigen, der das Land lückenlos fotografierte, verzögerte unsere Ankunft im Dorf erheblich. Nun war äußerste Eile geboten, um die Thermalquelle zu erreichen, wollten wir nicht riskieren, dass die Flut uns den Rückweg abschnitt. Unglücklicherweise - wie aber zugegebenermaßen vom Reiseveranstalter vorhergesehen - wurden uns von Wegelagerern noch 1.600 Pesos (60 Euro-Cent) abgepresst, aber dann war es uns endlich vergönnt, in die leider mit Schwefel vergiftete Quelle zu springen! Davon machten auch alle Teilnehmer (minus 1) Gebrauch. Auf dem Rückweg galt es, den Fruchtbarkeitsritus mit Beigabe von 104%igem Zuckerrohrschnaps durchzuführen und zu beenden. Unsere zahlreichen Kinder werden es uns danken.
Nach so vielen tollkühnen Taten bekamen die Reisenden zur Belohnung für den Rest des Tages Freigang. Um 20 Uhr wurden die Freigänger unter Glockengedröhn (Glöcknerin von El Cantil) wieder eingefangen, bevor man sie zur Nachtruhe wegschloss. Dieses Tagebuch wurde von den Reiseteilnehmern selbst geschrieben, keine Sorge, wenn man die ganzen Insider also nicht verstehen kann …
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31080.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31081.jpg&w=1920&q=75)
Das Bad am Freitagmittag
Tag 7, noch ohne 83,33% unserer Koffer…
Nach dem Frühstück in unserem "Watchtower" im El Cantil ging es los:
9.00 Uhr war Abmarsch zu unserer Urwaldbadewanne. Erst ging es am Strand entlang, dann quer-urwald-ein, einem Flusslauf folgend. Für unbeteiligte Beobachter musste es ausgesehen haben wie das Einüben von Guerilla-Taktiken: so ähnlich zumindest waren manche Verrenkungen, wenn es darum ging, aus den unmöglichsten Perspektiven Foto- und Video-Objekte zu erschießen.
Obwohl die Strömung des Flusses, der immer mehr anschwoll, uns manchmal fortzureißen drohte, kannte jeder von uns nur ein Ziel: ERSTER zu sein in der BADEWANNE. Wir mussten vorher noch ein Steinplateau erklimmen, uns über und auf glitschige Felsen quälen, aber dann - dann lag sie vor uns: Eine überdimensionierte BADEWANNE. Teo, unser Guia, war der erste, aber natürlich außer Konkurrenz, dicht gefolgt von Henning als strahlendem Sieger. Dann nahmen alle ein Bad (minus 1).
Zurück im El Cantil musste Martin feststellen, dass sich seine Schuhsohlen auflösten, obwohl er sonst keine Schuhe mehr hatte … Nach dem Abendessen mit dem obligatorischen - aber guten - Fisch fehlte der Rum und damit die Inspiration, diesen Tag im Tagebuch niederzuschreiben. Daher wurde dieser Text in der Welt-Drogenmetropole Medellín am langsamsten Computer der Welt kreiert.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31487.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31488.jpg&w=1920&q=75)
Zurück in die Zivilisation
Tag 8 - immer noch ohne 83,33% der Koffer…
Folge: Alle mussten in nasse Unterhosen steigen (minus 1). Bei bedecktem Himmel erklommen wir das Frühstücksplateau und genossen das reichhaltige Frühstück, sogar inklusive mehrmaligem Intensivlächeln der sonst so melancholischen Lucilla. Heute trug sie statt Schürze endlich mal Hot Pants, was unsere Truppe wollüstig registrierte (minus 3).
9:00 Uhr: Mit dem 2-motorigen Speedboot (wie schon beschrieben) brachen wir bei sintflutartigem Regen nach Nuqui auf. Unsere wertvollen Körper und noch vorhandenes Gepäck wurden notdürftig mit Ostfriesen-Nerzen abgedeckt. Es regnete so stark, dass die beiden mitfahrenden Tänzerinnen für kein Geld der Welt bereit waren, eine Tanzeinlage hinzulegen. In Nuqui kamen wir quasi vom Regen in die Traufe: Es regnete noch in Stroemen, und mal wieder war kein Flieger weit und breit zu sehen. Niemand wusste, wann das Flugzeug kommen würde und ob es überhaupt käme: Telefon und Funk waren tot. Wir mussten etwas tun: Entweder uns in dieses Restaurant setzen oder in jenes. Wir entschieden uns für dieses. Nach dem ersten Bier reichte uns der Wasserspiegel bis über die Knöchel (zur Erinnerung: es regnete). Wann kommt endlich der Flieger? Nach dem nächsten Bier saßen wir schon bis zu den Knien im Wasser! Wir erwogen schon, zum Boot zu schwimmen, um die Schwimmwesten herauszuholen. Doch ein kleiner Junge rief: "Ich bringe euch frohe Kunde, es wird gleich ein Flugzeug gebaut." Es dauerte nicht lange, bis das Baukasten-Flugzeug fertig war und wir wurden alle vermessen, um die Sitze maßgeschneidert einbauen zu können.
Mit Ach und Krach, nach 3-maligen Zündversuchen wie beim Trabant und heftigem Geräusch startete die Maschine - endlich! Das gut aufeinander eingespielte Pilotenteam brachte die Maschine durch perfekt synchronisierte Instrumentenbedienung in Gang und entschied damit über to be statt not to be. - Eine Stunde später schossen wir durch die Häuserschluchten Medellins, um kurz danach auf dem dortigen City-Airport zu landen.
Nach dem Einchecken im Botero Plaza (10 Quadrate statt 4 Sterne) gingen wir in ein Internet-Cafe mit dem langsamsten Computer der Welt, um unser Tagebuch zu aktualisieren.
Zum Tagesausklang und zur Begrüßung des folgenden Tages haben wir dann den Tag in der "Zona Rosa" ausklingen lassen…
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31489.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31490.jpg&w=1920&q=75)
Die Erkundung der Drogenmetropole Medellin
Am heiligen Sonntag konnten wir einmal ausschlafen.
8:00 Uhr: Frühstück bei katholischer Messemusik und Staub im Mund (man nannte es "Continentales Frühstück"). Anschließend stand eine Stadtrundfahrt auf dem Plan mit Besuch des Botanischen Vergnügungsparks, der eigentlich "Jardin Botanico" heißt. Der hervorragende Guide Carlos führte uns.
14:00 Uhr: Das umfangreiche Gepäck wurde im Bus verstaut. Wir fuhren und fuhren und fuhren und schliefen und schliefen und schliefen …, bis wir auf der Kaffefinca aufwachten. Nach einem obligatorischen Welcome-Drink und Abendessen fielen wir alle müde in unsere Betten …
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31491.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31492.jpg&w=1920&q=75)
5100 Meter über dem Meeresspiegel
Tag 10 beginnt mit dem wundersamen Aufwachen im Kaffeefinca-Labyrinth: Wo sind wir hier bloß? In einem Badezimmer mit 2 Türen. Eine andere Reiseteilnehmerin wachte zwischen 7 unbewohnten Betten auf - welche Einsamkeit! Aber genug dieser Gedanken, denn um 6 Uhr mussten wir schließlich aufstehen, denn der Nevado de Ruiz rief uns, wir konnten es schon deutlich hören.
In Manizales stiegen wir von Fabios Minibus in den Nevado-Bus um. Unser Guide Juan Carlos stieg hinzu und die Auffahrt begann. Auf 3.600 m wurde unter Militärbewachung das Frühstücken befohlen. Schüchterne Hinweise unsererseits "das wäre doch vielleicht zu viel vor dem anstrengenden Aufstieg" ließ man nicht gelten - wir mussten essen und trinken: Spiegelei, Empanadas, Arepas und viiiiiel Trinkschokolade. Derart abgefüllt transportierte uns der Bus auf 4.815 m zum letzten Refugio. Nun wurde zum Gipfelsturm geblasen, jedoch verweigerte ein Mitreisender den Aufstieg. Begründung: Die Sicht ist zu schlecht zum Fotografieren. Ein anderer blieb knapp unter 5.100 m auf der Strecke und streckte alle Viere von sich … Nun folgt eine Lücke, weil dieser "Ghostwriter" sich wegen des Vorfalls als befangen einstufte. (Lücke - Lücke - Lücke - )
Zum Glück für uns würgte der Busfahrer am Beginn der Abfahrt schon das Fahrzeug unwiderruflich ab. Somit war wenigstens sichergestellt, dass der Chauffeur wegen beschränkter Fahrkünste den Bus nicht von der schneeglatten Piste einen der zahlreichen Abhänge hinunterstürzen konnte. Bittere Konsequenz: Alle unbefangenen Reisenden durften nach diversen vergeblichen Anschiebeversuchen den Abstieg zu Fuß gestalten. An der Schneegrenze wurden sie von einem Ersatz-Bus erwartet und weiter hinuntertransportiert. Ausgepowert, durchnässt und durchfroren konnten sich schließlich alle in der Thermal(Gift)quelle eines Hotels bei ca. 40 Grad Wassertemperatur regenerieren.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31499.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31500.jpg&w=1920&q=75)
In der Kaffeezone
Nach dem 2. verwunderten Aufwachen (siehe gestern) in der Kaffeefinca, mussten wir das Kaffee-Assistenten-Diplom erwerben. Wir lernten alles über Kaffeepflanzen, das Ernten und die weitere Verarbeitung. Nach einer professionellen Kaffeeverkostung wurde jedem ein Kaffeeproduzenten-Assistenten-Diplom ausgehändigt.
Jetzt lag eine lange Wegstrecke vor uns. Kurz und bündig: es war eng, es war schaukelig, aber der Ausblick auf die bis 60 m hohen Wachspalmen und den Nebelwald entschädigten uns dafür. Um einem Teammitglied ungestörtes Fotoshooting zu ermöglichen, wurde der Rest der Gruppe auf ein schnell gechartertes Floss ausgelagert und ab ging es über ernst zu nehmende Stromschnellen, etwa 2 Stunden flussabwärts. Dort nahm uns der vermeintlich gut abgekühlte Minibus wieder auf. Nach wenigen Minuten bemerkten wir einen recht würzigen Geruch. Wie sich dann sehr schnell herausstellte, kochte das Kühlwasser und das Fahrzeug streikte. Mehrere Versuche, unter Hinzufügen von kaltem Wasser, den Kühler zu beruhigen, scheiterten kläglich: Der Bus gab endgültig den Geist auf!
Zum Glück konnten wir einen Linienbus überreden uns mitzunehmen, so kamen wir zu später Stunde auf der Finca an…
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31775.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31776.jpg&w=1920&q=75)
Lange Reise in den Süden von Kolumbien
Status zu Beginn des 12. Tages: Kein Transportmittel verfügbar, Nationalfeiertag in Kolumbien und Busfahrerstreik. Renés Organisationstalent und seinen subversiven Kontakten war es zu verdanken, dass wir einen Bus ergattern konnten, der uns bis ans Planziel des nächsten Tages bringen sollte: San Agustin im Süden Kolumbiens. Mit diesem Bus und dem hervorragenden Fahrer war es ein Leichtes, die berühmt-berüchtigte Strecke "La Linea" mit einem 3.400 m hohen Pass zu überqueren. Halsbrecherische Überholmanöver der PKW und Vans, welche just vor Haarnadelkurven die langsamen LKW hinter sich lassen wollen, mutieren vor unseren Augen bald von Geister-Horror-Bahn zum vertrauten Schauspiel.
Wir entdeckten auch die tollkühnen Jungen, die mit ihren "Seifenkisten-Skateboards" die Linear herunterbrausen und später - an LKW angehängt, sich wieder hochtransportieren lassen …
Obwohl wir morgens gegenüber unserem Zeitplan noch 3 Stunden zurücklagen, hatten wir in der Dunkelheit noch die Gelegenheit, die seltsame Tatacoa-Wüste und die dortige Sternwarte zu besichtigen. Es war halb 11 Uhr nachts, als wir endlich vor den fest verschlossenen Pforten unseres Hotels bei Neiva anhielten. Hartnäckiges Klingeln lockte endlich den Nachtwächter nebst Taschenlampe hervor, der uns dann gnädigst Einlass gewährte.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31784.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31785.jpg&w=1920&q=75)
Besuch in der archäologischen Welt
Abfahrt 6 Uhr morgens um den angesagten Indio-Streik zuvorzukommen. Wegen Regen fiel der Streik jedoch aus (Kolumbianer haben Prinzipien, sie streiken nicht bei Regen). So hätten wir eigentlich unsere Reise unverändert fortsetzen können, wenn nicht unvermittelt -plopp- der Keilriemen gerissen wäre. Aber diesmal hatten wir Glück im Unglück, der Fahrer holte einen Ersatzriemen aus seiner Zauberkiste. Dank seines Zwergwuchses war er in der Lage, bald unterm Auto zu liegen und im nächstem Moment schon in der Motorhaube zu verschwinden. Man wusste nie so recht wo er gerade war. Nach 20 Minuten war der Spuk vorbei, der Keilriemen war aufgezogen und Hurra! wir fuhren weiter in Richtung San Agustin und El Maco.
Bei der Ankunft auf Renés Finca bekam jeder eine Unterkunft aus einem anderem Universum zugeteilt. Nach einem kulinarischen Hochgenuss (italo-kolumbianisch), durften wir eines der berühmtesten archäologischen Highlights Südamerikas besichtigen, die San Agustin-Kultur. Interessant war auch zu erfahren, dass die Frauen ihre Geschlechtsteile verhüllten, Brüste nicht thematisiert wurden und die Männer ihr Zentralorgan offen zur schau stellten, während Priester Selbigen hoch oder zur Seite banden (je nach Länge). Den Rest des Tages hatten wir frei …
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31786.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31787.jpg&w=1920&q=75)
Reiten und andere Aktivitäten
San Agustin der Tag mit den 4 R: Regen am Morgen - Rumoren im Bauch - Reiten und Rafting.
Als der Regen sich legte und das Rumoren im Bauch kalkulierbarer wurde, erschienen uns 7 Pferde. Wir brachen auf, unser Ziel war das Treffen mit Chaquira --- JAWOHL: CHAQUIRA! Die Pferde trotteten los, manchmal gallopierten sie auch und manch einer hatte Schiss in der Hose. Nach halsbrecherischem Abstieg ereichten wir das Ziel. Atemberaubender Blick in die Schlucht des Rio Magdalena. Hier stand sie vor uns leibhaftig - - Chaquira! Aber nicht so wie ihr sie kennt, ganz anders: In den Stein gehauen und 5300 Jahre alt, Chaquira, die Indiogöttin (deswegen wird sie auch anders geschrieben). M. lässt euch ausrichten: Ich hab's euch gesagt, ich werde Chaquira treffen!
Tief beeindruckt und voller Demut ließen wir die Pferde wieder nach Hause traben. Am Nachmittag trennten sich unsere Wege. Relaxen, Fotografieren und Rafting, das 4. R. Elke, Henning und Martin rafteten mit einem Franzosen 11 km den Rio Magdalena herunter und überquerten die 19 Stromschnellen in einer guten Stunde. Durch unterschiedliche Wehwehchen dezimiert, erschien dann die Rest-Truppe hungrig zum italienischem Pizza-Abendessen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31833.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31834.jpg&w=1920&q=75)
Verschiebung Süd-Nord
11 Uhr Abfahrt mit einem obligatorischen Maxi-Van Richtung Flughafen Neiva. Vereinzelte Militär- und Straßenkontrollen verliefen problemlos und ohne Festnahmen. Ankunft am Flughafen gegen 15:32 Uhr. Nach der üblichen, zeitraubenden Eincheckprozedur stellte sich heraus, dass der Flug verspätet war und der Anschlussflug nach Santa Marta (30 Minuten mit Übergang und erneutem Einchecken) rückte in weite Ferne.
Im Wartesaal wurde bekannt gegeben, dass der Flug nach Bogota wegen eines technischen Defekts gecancelt war. Mit einer Stunde Verspätung konnten wir dann mit einer Ersatzmaschine fliegen…
In Bogota erwartete uns schon Torsten, der uns auf eine spätere Maschine nach Baranquilla umgebucht hatte. Ankunft 22:30 Uhr; Abholung durch einen Maxi-Van (was auch sonst), der uns zu nächtlicher Stunde über Santa Marta nach Taganga transportierte. Gegen 1 Uhr nachts ereichten wir unsere Unterkunft im Casa del Felipe. Nachtruhe: für die meisten nicht möglich bis 4 Uhr morgens wegen a) Feiertagsmusik und b) Moskitos.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31835.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31836.jpg&w=1920&q=75)
Strand- und Entdeckungsurlaub
9 Uhr morgens: Fahrt mit einem Publico (öffentlicher Bus) nach Santa Marta, dort Umstieg in den Linienbus zum Tayrona-Park. Am Eingang stiegen wir in eine Art Amphibienfahrzeug mit verbretterten Fenstern, bis es nach 10-minütiger Fahrt zu Fuß weiterging - der Tayrona-Park ist autofreie Zone. Nach 45 Minuten Fußmarsch erreichten wir das Strandgebiet mit etlichen Ranchos, Restaurants und Cabañas.
Nach kurzer Ruhepause und Mittagessen gab es freies Programm. Die Einen badeten, andere ruhten sich aus oder versuchten das "Pueblito", eine kleine Indio-Siedlung auf einem nah gelegenen Hügel, zu erreichen. Da René den Aufstieg aber nicht fand und sich im Wald verirrte, musste das Vorhaben aufgegeben werden, um nicht bei Dunkelheit dem schwierigen Abstieg mit glitschigen Felsen und giftigen Schlangen ausgeliefert zu sein.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31837.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31838.jpg&w=1920&q=75)
Konsequenzen des Kuschelspaßes und das Pueblito
Nach der Bestellung des Frühstücks in unserem Restaurant mussten wir die Erfahrung machen, dass der Eigenversorgung der Gastronomen-Familie allerhöchste Priorität eingeräumt wurde. Deshalb wurden unsere Frühstücksportionen nur einzeln in etwa halbstündigem Rhythmus angeliefert. Manch einer wartet noch heute auf seinen Kaffee (und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er heute noch).
Nach diesem sehr ausgedehnten Frühstück versuchten 3 von uns erneut, das Pueblito zu erreichen. So hatte sich eine Gruppe formiert – "Unternehmen Kogui". Ziel: Beschaffung von Lichtbildern der fotoscheuen Kogui-Indianer. Der erste Auftrag bestand darin, Bestechungsmaterial zu besorgen, um Indio-Fotos schießen zu dürfen. Dann der beschwerliche Aufstieg über elefantengroße Steine, die an "Stairways to Heaven" von Led Zeppelin erinnerten. Äste und Lianen waren die einzig verfügbaren Hilfsmittel um die glitschigen Kolosse überwinden und das Ziel Pueblito erreichen zu können.
Die mit "circa 1 Stunde" angegebene Aufstiegszeit konnten sie wegen Pausen, die durch nikotingeschwängerte Lungen und künstlerische Kreativitätsphasen nötig waren, nicht einhalten, sondern man überzog um 150 %. Die Bestechungsgaben wurden vereinnahmt, nur die heißbegehrte Gegenleistung wurde versagt: Keine Fotos! Das Grüppchen musste konstatieren: Unternehmen Kogui gescheitert!
Trotz allem war es ein außergewöhnliches Erlebnis, zur Miniatur-Ausgabe der sagenumwobenen Ciudad Perdida (Verlorene Stadt) vorgedrungen zu sein. Das Trio stürzte sich dann regelrecht (diesmal innerhalb der zulässigen Zeit) in die Tiefe. Unterstützt von wolkenbruchartigem Regen rutschten sie förmlich über Stock und Stein. Zurück im Basislager packte dann jeder in Windeseile sein Hab und Gut zusammen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit dem Dickicht des Park-Dschungels zu entkommen. Über eine Stunde mussten wir an der Strasse nach Santa Marta warten, und unzählige volle Busse dröhnten ohne zu halten an uns vorbei, bis wir - endlich - doch noch mitgenommen wurden - Hurrah!
Glücklich in Taganga in der Casa de Felipe angekommen, wollten wir nur noch eins: nach dem ereignisreichen Park-Abstecher gemütlich Essen gehen. Aber - alle Restaurants waren geschlossen. Jedoch durch Renés Einfluss wurde ein bereits um 7 Uhr geschlossenes Restaurant am kleinen Hafen von Taganga flugs wieder für uns geöffnet und der Tag nahm ein für alle äußerst befriedigendes Ende…
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31839.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F31840.jpg&w=1920&q=75)
Verschiebung und Baden auf 2500 m Schlamm
Tag 18: Tag der Verschiebung von Taganga nach Cartagena. 9:00 Abschied vom Casa del Felipe mit Mini-Chiva-Bus nur für uns allein. Kurze Stadtrundfahrt in Santa Marta, wir sahen Santa Marta von seiner schönsten Seite, der Strandpromenade und waren doch sehr enttäuscht von dem fantasielosen Anblick der sich uns bot. Nichts hielt uns hier, also ging es schnurstracks zum Busterminal, wo wir uns Tickets nach Cartagena besorgten und sofort losfahren konnten.
Vor Baranquilla auf der Umgehungstangente wurden wir in den Anschlussbus nach Cartagena gelotst. Die Fahrt ging sofort weiter: Ein bisschen voller, ein bisschen schriller, ein bisschen lauter, aber immer mit Fernseher und Telenovela im Kanal "Caracol". Bei schönstem Wetter kamen wir gut durchgeschaukelt im tropischen, heißen Cartagena an. Wir mussten das Geduldsspiel des langwierigen Eincheckens im Mittelklasse Hotel "3 Banderas" noch über uns ergehen lassen, bevor uns ein Van zur Schlammschlacht abholte. Schlammschlacht? Ja, wir fuhren zum nahe gelegenen Vulkan Totumo. Dort wurden wir in Badebekleidung die steile Treppe hochgeführt. Oben angekommen, blickten wir auf eine Art metallgrau schimmernde, wabernde Oberfläche mit ca. 5 m Durchmesser. Die Tiefe dieses Schlammlochs war mit 2500 m angegeben."Ja, aber wenn….." -- nein, hier kann man nicht absaufen, weil der Schlamm schwerer ist als der menschliche Körper. Also einer nach dem anderen die Leiter hinuntergeklettert in die graue Schlammbrühe, und siehe da, man schwebte tatsächlich und konnte nicht hinuntersinken! Es war ein seltsames Gefühl, ein tolles Erlebnis und obendrein wurde noch jeder massiert. Die Endreinigung erfolgte dann im nahe gelegenen See. Tagesausklang mit Abendessen in einem europäischen Restaurant mit Entdeckung eines hervorragenden brandneuen kolumbianischen Bieres – Brava mit 6.5%.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F32084.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F32085.jpg&w=1920&q=75)
Stadtrund- und Freigang
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F32002.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F32003.jpg&w=1920&q=75)
Besuch der Festungsmauer San Felipe
Der 3. Tag im heißen Cartagena. Gegen 9 Uhr schon fuhren wir zur Festungsmauer, um wenigstens nicht der schonungslosen Mittagshitze ausgesetzt zu sein. Wir wollten ja schließlich nicht so geplättet sein wie die das arme Wesen auf dem Bilde, welches einmal ein stolzer Kater war!
Was gibt es zu erzählen? Die Treppen herauf, oben in die Runde geschaut, das Panorama des brodelnden, gemein-gefährlichen Lebens Cartagenas außerhalb der schützenden Mauer bewundert und Treppen hinabgestiegen in düstere Verliese und wieder hoch… Einmal glaubten wir unsere Frauen verloren und ein kolumbianischer Tourist fragte besorgt, ob WIR wenigstens das Geld hätten und nicht die Frauen… Als die Frauen jedoch - gottlob - wieder aus dem Kellerkerker, oder wo immer sie gewesen sein mögen, zum Vorschein kamen, suchten und fanden wir schnell das Weite, damit nicht doch noch jemand verloren ging.
Nach der letzten Shopping-Tour am Nachmittag führte René uns zum Dinner in ein elegantes Restaurant gegenüber der Kathedrale, wo alle (minus 1) während des Speise- und Getränkegenusses es schafften, sich gut zu benehmen ;-) Als Absacker gab es dann noch auf der Stadt-Festungsmauer ein Cocktail für jeden, bevor wir dann Richtung unseres Hotels trotteten. Dort gab es im Patio vor dem Schlafengehen das schon gewohnte Ritual des Rum-Saufens, allerdings mit melancholischem Unterton: es folgte ja die letzte Nacht in unserem mittlerweile liebgewonnenen Kolumbien - nur 2 von uns hatten noch eine Woche San Andrés vor sich.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F32082.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F32083.jpg&w=1920&q=75)
Abschied von Kolumbien
Es ist Freitag, der 21. Oktober. Nun ist es soweit. René hat eine famose Mission zuende gebracht und 6 neue Freunde gewonnen und wir anderen (minus 2) verlassen nach grandiosen 3 Wochen ein wunderschönes Land. Lange noch werden wir von unvergesslichen Erinnerungen zehren und der Eine oder Andere wird sicherlich eines Tages hierhin zurückkehren, weil er in dieses Holz gebissen hat…