Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

27 Dez. 2005 • Lima - Santiago de Chile

Erster Pisco Sour in Barranco
Flug Santiago - Lima gelandet

In Barranco

Nach 1 1/2 Stunden im Flugzeug ist Alonso in Lima gelandet, um Stefanie vom Flughafen abzuholen. Dann nahmen wir ein Taxi und fuhren Richtung Zentrum Lima, wo unser Hostal lag. Dort trafen wir uns mit Markus, der schon seit Montag in Lima ist.

Wir gingen nach Larcomar in Miraflores. Dies ist ein sehr schönes Restaurant an einem Felsen gelegen. Dort aßen wir zu Mittag und liefen anschließend bis zum Kennedy Platz.

Nachmittags fuhren wir mit einem Taxi weiter zum Goldmuseum, wo wir eine illustrative Führung über die Kulturen von Peru bekamen. Abends aßen wir in der Nähe vom Plaza Mayor de Lima unserer Abendessen, während Alonso mit unserem Fahrer auf dem Weg zum Flughafen war. Es fehlte ja noch der Rest der Gruppe.

Der Flug von Santiago landete mal 20 Minuten früher, so dass wir gegen 10:50 Uhr schon im Bus saßen. Wir fuhren zuerst zu unserem Hotel im Zentrum zum Einchecken und nach 15 Minuten weiter nach Barranco, um den guten Pisco Sour zu trinken.

28 Dez. 2005 • Pisco - Lima

Am Plaza Mayor der Hauptstadt Perus
Kirche San Francisco

Stadtrundgang und Transfer

Nach einen paar Stunden mehr Schlaf, kam unser heutiger lokaler Guide Jenny uns im Hotel Bombini abholen. Zuerst liefen wir zur Post wo wir die Dachstruktur sehen konnten. Dann ging es weiter zum Hauptplatz (Plaza Mayor), wo wir den Regierungspalast und die Kathedrale sahen.

Jenny erzählte uns alles über diese schöne alte Kathedrale und wir liefen weiter zum San Francisco Kloster. Dort liegen unterhalb die Katakomben, die ein richtiger Friedhof sind, wo unzählige Knochen und Schädel lagern. Nach einem kurzen Besuch bei einem Supermarkt, fuhren wir mit unserem bequemer Bus Richtung Süden nach Pisco.

Auf dem Weg machten wir ein Stopp für die Mittagspause. Heute aßen wir "Pollo con Arroz verde" und spielten ein bisschen am Strand des Pazifischen Ozean. Nach 3,5 Stunden erreichten wir schon Pisco.

29 Dez. 2005 • Pisco

Leuchter auf dem Weg zu den Ballestas Inseln
Corina auf den Dünen

Pisco forever

Nach dem Abschied von unserem Postkarten-Hotel in Pisco, was wirklich super war, brachen wir auf in Richtung der Ballestas Inseln. Die Freude war groß, als wir am Pazifikstrand die ersten Pelikane sahen. Am Hafen stiegen wir dann in eine Nussschale, ach nein, es war ein Schnellboot, ein und fuhren aufs Meer hinaus. Auf dem Weg zu den Inseln sahen wir erste Steinzeichnungen, die unsere Neugier auf Nazca weckten. An den Inseln angekommen waren wir alle begeistert, denn wir sahen Pelikane, Tölpel, Seelöwen, Geier, sogar Pinguine waren da. Es war einfach nur Klasse und die Kameras waren nur am klicken.

Nachdem alle wieder an Land waren haben wir uns in einem Museum Mumien der Paracas Kultur angesehen, naja, Mumien mit Haaren sind doch sehr gewöhnungsbedürftig. Danach ging es zur Kathedrale, wo wir alle eine Kirche erwartet haben, es jedoch viel besser kam: nämlich eine Steinformation an der Steilküste des Pazifiks mit herrlichen Dünen im Hintergrund. Nachdem wir uns von diesem Anblick kaum trennen konnten, sind wir zu einem leckeren Fischessen gefahren, wo jeder seinen Fisch vorher ansehen konnte, denn der Wirt führte die frischen Fische vor.

Am Nachmittag kamen wir dann in unserer Oase an, die wirklich umwerfend war. Denn das Gefühl der Sahara ließ sich nicht leugnen: soviel Sand und soviele hohe Dünen. Die anschließende Buggytour war wirklich Klasse: Achterbahn fahren ist nichts dagegen, so viel Spass hat es gemacht. Der inbegriffene Sandboarding-Kurs war auch cool, einschließlich des Peelings. Der Fun-Faktor von 100% war garantiert. Pünktlich zum Sonnenuntergang setzte uns der Buggy Fahrer an der höchsten Düne ab, so dass wir den Sunset in aller Ruhe genießen konnten und den Abend bei einem leckeren Abendessen ausklingen lassen konnten.

30 Dez. 2005 • Nazca - Ica

Maria Reiche Museum
Piscobrennerei

Auf den Spuren (Nasca-Linien) von Maria Reiche

Heute ganz früh sind wir von der Oase Huacachina um 8 Uhr Richtung Nazca los gefahren . Auf dem Weg besuchten wir die Piscobrennerei und haben nach einer kurzen Führung alle Piscosorten probiert. Mit unserem Nationalgetränk im Gepäck fuhren wir nach Nazca.

Nach zwei Stunden Fahrt stiegen wir am Maria Reiche Museum aus. Dort wurde uns alles über die "Dame de las Pampas" und die mysteriösen Nazca-Linien erklärt. Dann fuhren wir zum Flughafen wo wir auf unser Flugzeug warteten und dann endlich über diese mysteriösen Linien fliegen konnten.

Nach dem Flug waren wir um 16 Uhr im Hotel und genossen unsere freie Zeit.

31 Dez. 2005 • Corire - Nazca

Sylvester in Corire
Picknick am Strand nach einem Fußballspiel

Neues Jahr

Heute sind wir von Nazca ganz früh abgefahren. Auf dem Weg zum Chauchillas Friedhof holten wir Orlando ab. Er ist heute unser Guide. Nach 15 Minuten stiegen wir in der Pampa aus. Dort fing unsere Führung in Spanglisch- Deutsch über die Mumien an, von denen viele so wie Rastas oder Bob Marley aussahen.

Wir fuhren weiter Richtung Süden und fanden auf dem Weg einen sehr schönen Strand wo wir heute unsere Picknick machten. Das war das letzte Mal, dass wir den Pazifischen Ozean sehen konnten, also musste es sich lohnen.

Wir teilten die Gruppe in 2 Mannschaften und los gings! Wir spielten ein langes Fussballspiel 5 gegen 5! Danach sind wir im Meer geschwommen. Naja, wir wollten ein paar Wellen surfen, aber es war ein bißchen schwierig. Also haben wir unser leckeres Picknick gegessen. Später fuhren wir weiter auf der Panamericana Richtung Corire.

Schon um 7 Uhr erreichten wir unser Hotel, wo wir mit Sekt und Pisco auf 12 Uhr warteten. Dann fuhren wir zu einer Party im Zentrum des Dorfes wo Live Musik gespielt wurde. Wir tanzten und feierten 3 Stunden lang zur Musik von der Salsa-Gruppe.

Es war ein sehr schöner Tag!

01 Jan. 2006 • Corire - Chivay

**Happy New Year, Alkohol und
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Happy New Year, Alkohol und die Höhenkrankheit

Nichts mit gemütlicher als ausschlafen am Neujahrstag: auf nach Cabanaconde, erstmals auf in die Anden. Doch nach einer sehr kurzen Nacht wurden wir durch die Wüste geschickt - wieder einmal Steinzeichnungen anschauen. Nein, unser Guide hat das sehr schön gemacht, nur bei 35 Grad und nach nur vier Stunden Schlaf fallen auch Steinzeichnungen schwer.

Danach ging´s weiter Richtung Arequipa, wo wir wegen schlechten Wetters in den Anden noch schnell die Räder wechselten. Aber auch das war kein Problem. Alles war gut organisiert. Nun hatten wir unsere ersten Höhenmeter zu überwinden und oben war es mächtig kalt. Aber die ersten Alpacas und Vicuñas anzuschauen, das war schön.

Nach langer Fahrt auf einer Piste sind wir dann in unserem Dorf Chivay im Colca Tal angekommen, wobei es nicht Cabanaconde war, was aber überhaupt nichts machte, denn wir bekamen nach einem tollen Abendbrot mit Tanz und Musik sogar Wärmflaschen in unser Betten. Das war bei den Außentemperaturen genau das richtige. Also alles in allem war es wieder ein toller Tag und die Kondore warten hoffentlich schon auf uns.

Alonsos Gruppe ist direkt nach Chivay und nicht nach Cabanaconde gefahren, da die Straße dorthin nicht zu passieren war.

02 Jan. 2006 • Colca-Schlucht - Arequipa

Colca Tal
Condor

Kondore, Fahrräder, Andenpässe

Nach einer kalten Nacht im Gebirge brachen wir wieder zeitig auf, denn wir wollten Kondore beobachten. Alonso und der Guide meinten, um 10.00 Uhr würden die Kondore fliegen, so dass wir uns fragten, ob die Kondore eine Uhr dabei hätten. Nicht dass sie verschlafen, denn immerhin waren wir wegen ihnen rechtzeitig und vorallem früh aufgestanden. Nach einer tollen Fahrt durch das Colca Tal kamen wir dann am Aussichtspunkt an, wo auch gleichzeitig einer kleiner Markt war. Also warteten wir und warteten…

Tja, und irgendwie ging die Uhr der Kondore doch anders, denn nach einer halben Stunde war immer noch keiner zu sehen. Doch gerade als wir los fahren wollten, tauchte einer am Himmel auf, so dass sich die Mühe doch noch gelohnt hatte. Insofern kamen alle noch zu ihrem eigenen "Kondor-Foto".

Für einen Teil der Gruppe ging es gleich weiter zu einer Mountainbike-Tour, die auch viel Spaß gemacht hat. Denn nur bergab Fahren bei Sonnenschein durch das Colca Tal ist doch super.

Nachdem die Gruppe sich wieder vereint hatte, war Entspannung im Thermalbad angesagt. Da ein Teil der Gruppe so viel Entspannung nicht vertrug, wurde gleich ein Wetttauchen veranstaltet, was Alonso leider nicht gewonnen hat - aber dafür unsere tollen Mädels.

Nich einem traditionellen Mittagessen in Chivay brachen wir zu unserer langen Fahrt durch die Anden Richtung Arequipa auf. Es ging über 4.000m durch herrliche Landschaften, mit Blick auf Vulkane und die Vicuñas waren natürlich auch dabei. Erschöpft in Arequipa angekommen, ließen wir den Tag bei einem Abendessen und Livemusik ausklingen.

03 Jan. 2006 • Arequipa

Kathedrale in Arequipa
Orangenbaum-Patio

Die weiße Stadt mit bunten Klostermauern

Endlich mal ausschlafen. Nicht zu fassen. Ein Teil der Gruppe schaute sich am Morgen die Sozialprojekte an und ein anderer Teil erkundete die Stadt schon mal.

Zum Mittagessen fuhren wir dann mit den lustigen Minitaxis zum viventura Büro, wo wir gemeinsam mit den Mitarbeitern zu Mittag aßen. Es war nett mal die Leute hinter den Computern kennzulernen, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Anschließend holte uns Viviana, unser Guide, zu einer Stadtführung ab. Es ging zunächst ins Santa Catalina Kloster. Die Stadt in der Stadt. Es war richtig toll. Kaum zu glauben wie abgeschieden die Nonnen dort gelebt haben und wie einsam. Die Stadt ist noch so erhalten wie damals, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Und so klein. Danach gings noch in die Kathedrale, mit einer wiedermal riesigen Krippe. Aber die Plaza de Armas vor der Kathedrale verdeutlicht, warum die Stadt die "weiße Stadt" genannt wird. Der weiße Tuffstein sieht toll aus und wirkt freundlich.

Danach gings noch zum Shoppen und anschließend zum Abendessen, wobei danach für einige der Tag immer noch nicht beendet war ;-).

04 Jan. 2006 • Cuzco - Arequipa

Am Flughafen von Arequipa
Peter in Sacsaywaman

Über die Anden nach Cuzco

Am Morgen wurde die Gruppe um 11.00 Uhr von Alonso im Hotel abgeholt. Dann ging's schon zum Flughafen Arequipa. Nach einer Mini-Flugzeit von 35 Minuten landeten wir in Cuzco.

Angekommen, startete schon sofort das Sightseeing-Programm. Wir gingen Saqsayhuamán besichtigen: Der Kopf des Pumas. Dafür hatten wir allerdings zu wenig Coca-Tee getrunken. Beeindruckend sind die Steinmauern aus der Inka-Zeit. Die Präzision der Bearbeitung ist erstaunlich. Trotzdem glauben nicht einmal unsere schweizer Teilnehmer an Außerirdische. Es gab auch schon vor den Spaniern kluge Köpfe.

Anschließend besuchten wir noch die Kathedrale. Wieder einmal sahen wir ein Abendmahl-Gemälde mit Meerschweinchen als Hauptgericht (lecker, gell?).

Halb tot vor Hunger gingen wir am Plaza de Armas in ein nettes Restaurant mit Live-Musik, welche uns bereits aus deutschen Fußgängerzonen bekannt vorkam.

05 Jan. 2006 • Otavalo - Cuzco

Steffi, Gudrun , Corina und Peter bei der Pferdeto
Inkatrail...

Das Glück der Erde liegt auf d. Rücken d. Pferde

Nach einer relativ langen Nacht (immerhin bis 6.30 Uhr) machten sich die Teilnehmer des 4 Tage Inca Trail um 7.30 Uhr auf den Weg. Ach nein, so sollte es sein, aber wie die Frauen nunmal sind, brauchte diese ein wenig länger, so dass die Gruppe schon weg war, ihr Guide aber noch da, nur keiner wusste wo. Das sorgte schon wieder für ein wenig Aufregung, aber zu guter letzt sind alle bei guter Laune von Cusco gestartet.

Nach einigen wichtigen Einkaufsstopps (Wanderstock, Kokablätter etc.) kamen wir mit etwas Verspätung im verregneten Ollantaytambo an, wo der 4 Tage-Trail startet.

Aber vorher gab es noch eine Stärkung, die unter Strohdächern und nah am Abgrund serviert wurde. Dabei lernten wir auch unseren 5. Mann im Team Alvaro, sowie unseren Guide Dionel kennen. Nach dem Lunch und dem ersten Anstehen am Checkpoint, durch den sich Marian durchzumogeln versuchte, ging es dann endlich los.

Die Stimmung war bescheiden, denn es sah nicht wirklich nach Wetterbesserung aus und auf einen 4 Tage dauernden Regentrail hatte keiner so wirklich Lust! Gegen Nachmittag aber wich der Regen und wir konnten nahezu unbeschwert unsere erste Inka-Ruine Llactapata in Angriff nehmen! Ziemlich erschöpft erreichten wir mit der Dämmerung das Dorf Huayllabama. Dort fanden wir einfachste Lebensverhältnisse aber ein Shopping-Center der Extraklasse vor. Zum Tee (Koka versteht sich!) wurde zu unserer Überraschung Popkorn kredenzt. Nach zögerlichem Begin hatten wir die Schüssel aber in ner Viertelstunde geleert. Zum Abendessen zwischen Enten, Hühnern, Pferden, Schafen und Meerschweinchen wurde uns aufgrund der Tatsache, dass Alvaro Vegetarier ist, Forelle gereicht und nicht die kleinen Kuscheltiere! Sie saßen aber schon erwartungsfroh und pflichtbewusst in der Küche!

Ein weiterer Teil der Gruppe suchte ihr Glück auf dem Rücken der Pferde. Es ging zu einem Ausritt zu weiteren Inca Ruinen. Also fuhren wir mit dem Taxi aus der Stadt raus und nahmen sowas wie Pferde in Empfang. Denn leider sahen die Pferde nicht so toll aus wie in Deutschland, denn ihre Knochen sah man recht deutlich und das Fell war alles andere als glänzend. Aber dafür waren sie wirklich lieb, sie hörten auf jedes spanische Wort.

Offensichtlich litten die Pferde-ähnlich wie ihre Reiter- an Darm Problemen, denn gerade Alonsos Pferde machte die ganze Zeit "Musik", so dass Alonso bereits sicherstellte, dass es "das Pferd sei" ;-)…ja, ja Alonso.

Wir genossen also die herrliche Landschaft und ließen uns die Ruinen im strömenden Regen erklären. Wenn man also von dem Wasser im Wassertempel trank, wird man im nächsten Jahr heiraten; der Guide meinte, den Nonnen neulich hätte er das zu spät gesagt…

Zurück am Stadtrand von Cusco nahmen wir einen Bus, der, so denke ich, für 10 Personen ausgelegt war, wir aber zu 17 - 20 drinnen waren. Die Bürgernähe kann man sich vorstellen;-).

Danach ging es zum Mittag und anschließend erkundeten die meisten noch die Stadt, einschließlich des 12-eckigen Steins.

Zwei der Gruppe entschlossen sich jedoch den Tag anders zu nutzen und machten einen Tagesausflug zu einigen Ruinen. Nach 15 minuten Fahrt gab's auch als erstes einen traditionellen Markt. Zum Glück war alles organisiert und wir wurden nach 15 Minuten per Lautsprecher aufgerufen zum Bus "Gruppe Edith" zurückzukehren. Das erste Highlight waren die Ruinen in Pisaq. Dort machten wir eine kleine Wanderung. Der Ausblick war herrlich: Ein Wechselbad von Wolken und Sonne. Nach anderthalb Stunden gab man uns wieder 15 Minuten Zeit, um einen weiteren Markt zu besuchen. Dann ging's per Bus zu einem Restaurant, wo's Mittagessen gab. Anschliessend besuchten wir (Gruppe Edith) die zweiten Ruinen, dessen Namen leider unaussprechlich sind für europäische Zungen. Leider wurde der eindrückliche Bau von den Inkas (bzw. Quetchuas) nicht fertig gestellt, weil dann schon die bösen Spanier kamen… Als letztes besuchten wir (Gruppe Edith) noch einen anderen Archäologischen Ort. Die Rückfahr wurde ein wenig verzögert weil aus unerklärlichen Gründen 2 Leute aus unserem Bus nicht aufkreuzten. Also fuhren wir nach einer halben Stunde Warten trotzdem los.

Zurueck in Cusco trafen sich alle viventura-Tourteilnehmer im Hotel, um gemeinsam Abend zu essen. Einige unermüdliche machten auch das Nachtleben Cuscos (oder Cuzco?) unsicher.

06 Jan. 2006 • Cuzco

Rafting Tour Mannschaft
First Class Einkaufszentrum beim 4-Tage-Inkatrail

Verschiedene Optionen im Stammland der Inkas

Rafting Tour:

Vier Wassersüchtige wurden heute um 9 Uhr abgeholt zum River Rafting. Nach ca. 1,5 Stunden Busfahrt durch die wunderschönen Berge kamen wir (Corinna, Steffi, Sanja und Kai) leicht vorgespannt am Startpunkt an: Ein sehr schön abgelegener Platz mit Strohhütten zum Umziehen - die Boote lagen schon startklar im Wasser. In voller Ausrüstung (Neopren-Anzug, Helm, Jacke, Schwimmweste und Paddel) erhielten wir noch die letzten Sicherheitsinstruktionen und Paddel-Kommandos; dann ging es los! Unser Guide Angel (ein echter Engel!) hatte uns und das Boot voll im Griff. Aber wehe es wird zu leicht - in ruhigem Gewässer war Kai leicht unkonzentriert (wohl wieder mit dem Kopf bei Sanja!), ein kleiner Felsen: Mann über Bord! Zum Glück blieb es bei einem leichten Schock und einem Liter geschlucktem Wasser. Am Ende völlig durchnässt und leicht durchgefroren taten Sauna, eine heiße Dusche und eine Suppe gut. Heute Nacht werden wir vier sicherlich gut schlafen.

Der kleine Rest der Gruppe, der nicht zum Raften gegangen war, hat sich einen schönen Tag in Cuzco gemacht. Es war ja Heilige Drei Könige, so dass es einige Prozessionen durch die Stadt gab mit viel Blasmusik. Im übrigen wurde ausgiebig geshoppt und die Stadt nochmal erkundet. Cuzco ist wirklich nur zu empfehlen.

Inka-Trail:

Zum Frühstück nach der ersten Nacht im Zelt wurden wir von unseren Trägern mit einer Tasse Kokatee im Schlafsack begrüßt, dass die Herren eine Stunde früher als ausgemacht erschienen, merkten wir erst als es schon zu spät war! Na gut, um halb 6 ist es hell, also kann man auch aufstehen! Nach ausgiebigem Frühstück, wir wunderten uns immer wieder was da so alles aus Rafaels Kochzelt rausgetragen wurde, machten wir uns frohen Mutes an die fast 1500 Höhenmeter, die es heute zu überwinden galt! Sehr bald gewöhnte man sich auch beim landschaftlich beeindruckenden aber furchtbar anstrengenden Aufstieg zum Warmiwanusca (4230 m) "Pass der toten Frau" an den Warnruf "Porter", bei dem es hieß, schnellstmöglich auf die Seite zu springen, um nicht von einem der übermäßig beladenen Träger überrannt zu werden!

An dieser Stelle ist aus unserer Sicht mal angebracht mit einem Vorurteil bzgl. des Inkatrails aufzuräumen: NEIN, man muss den persönlichen Getränkebedarf für die 4 Tage nicht schon ab Cusco mit sich herumschleifen und man muss auch nicht nur das bereitgestelltenabgekochte Wasser trinken. Es bestehen ausgiebig Möglichkeiten die persönlichen Bedürfnisse, was den Getränkekonsum angeht, unterwegs zu stillen bzw. diesen aufzufüllen (siehe Shopping-Center von Tag 1)! Und dies auch noch abgesehen von Machu Pichu zu angemessenen nicht überteuerten Preisen!

Auf jeden Fall erreichten alle 5 ohne Probleme den Pass (vor unserem Guide! ;-)) und wir konnten die wunderschöne Landschaft genießen und den Abstieg zum 2ten Camp in Angriff nehmen! Dabei konnten wir unsere persönlichen Vorräte an Müsliriegeln und Wasser etc. sinnvoll zum aufpäppeln einiger vollkommen entkräfteter älterer Träger verwenden, die aber frisch gestärkt wieder an uns vorbei joggten. Gegen 15 Uhr erreichten wir unser Camp auf ca. 3500 m und wurden direkt mit mehr oder minder leckerem Maissaft versorgt!

Nachdem einige die freie Zeit mit einem kleinen Erholungsnickerchen nutzten, gab es Tee und wiedermal Popkorn, das heute schon wieder keiner haben und schon gar nicht essen wollte. Verwundert starrten wir aber nach etwa maximal 10 min auf die leere Schlüssel und wunderten uns, wer um Himmels Willen das ganze Zeug in sich reingeschaufelt hat? OK, Dionel hat geschaufelt, aber effektive Nahrungsaufnahme ohne große Streuung war das auch nicht! Da waren so manche filigrane Finger deutlich schneller!

07 Jan. 2006 • Cuzco - Machu Picchu

Putukusi Berg in Aguas Calientes
Machu Picchu

Wandern für alle, auf verschiedenen Wegen

Heute ging es für die Teilnehmer vom 2- Tage-Inkatrail auf große Wanderung. Schon um 5:45 Uhr gings auf zum Bahnhof von Cusco. Da jeder seine Platzkarte hatte gab es kein Problem am Bahnhof, so dass wir schlaftrunken zu unseren Plätzen wankten. Pünktlich fuhr der Zug los und schob sich im Zickzack, d.h. durch vorwärts und rückwärts fahren aus Cusco hoch bzw. raus, so dass wir damit bereits eine Stunde beschäftigt waren. Dann wurden wir drei Stunden von PERURAIL durchgeschüttelt, um dann inmitten herrlicher Landschaft am Kilometer 104 auszusteigen. Das hier der Dschungel beginnt, ist irgendwie an uns allen vorbeigegangen, denn keiner hatte wirklich mit solcher Hitze gerechnet.

Also wanderten wir los in sengender Hitze, was jedoch angenehmer wurde, als wir in den Wald kamen. Da tat sich bereits eine herrliche Flora und Fauna für uns auf, denn knallrote Orchideen und tiefschwarze Tausendfüssler sieht man nicht jeden Tag. Am Wasserfall machten wir kurz rast, um uns von den steilen Inkatreppen zu erholen. Nach dem Mittag erblickten wir Wiñya Wayna, eine alte Inkastadt, die uns mit ihren Treppen echt zu schaffen machte. Aber die machte uns Appettit auf Machu Picchu. Also gings im relativen Eiltempo Richtung Sonnentor, wo wir aber zuvor noch eine “Mauer” der Inkas überwinden mussten.

Auf allen vieren gings hoch, um mit dem Anblick von Machu Picchu entlohnt zu werden. Ich denke, uns blieb allen die Sprache ein wenig weg. Bei leichtem Nieselregen stiegen wir dann herab, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Nach der Fahrt mit dem Bus nach Aguas Calientes erholten wir uns kurz, jeder auf seine Art, d.h. schlafen, Thermalbad oder Shoppen.

Den Abend ließen wir dann bei einem schönen Abendbrot und anschließendem Spiel mit den Fröschen ausklingen.

4-Tage-Inka-Trail:

Nach ruhiger Nacht inkl. etwas Regengeprassel konnten wir entspannt Tag 3 in Angriff nehmen. Das Weckritual mit Kokatee im Schlafsack war auch schon ein fester und geschätzter Bestandteil des Aufstehens.

Nach dem Aufstieg zum zweithöchsten Pass der Tour mit 3850 m ging es zur Ruine von Sayacmarca, die als eine Art Zitadelle hoch über dem Tal diente. Der weitere Weg durch den subtropischen Hochwald verschaffte uns herrliche Ausblicke bei für die Jahreszeit tollem Wetter!

Das Mittagessen wurde uns auf einem kleinen Plateau über/vor dem Abstieg nach Winaywayna serviert. Das wäre auch ein leckeres Lunch geworden, hätte Dionel nicht das extra für uns servierte Knoblauchbrot runtergeschmissen! Ok, der Rest hat ja auch geschmeckt! ;-)

Beim Abstieg hatten wir die Möglichkeit noch die Ruine von Intipata zu besuchen. Trotz einsetzendem Regen nahmen Mai-Britt, Alvaro und Stefan diesen kleinen Umweg in Kauf, was sich als sehr lohnend herausstellte, da wir uns nahezu alleine und somit in Ruhe in der gesamten Anlage bewegen konnten!

Als alle im Zeltlager vereinigt waren, nahmen wir noch Winaywayna (für immer jung) in Angriff, wobei einer von uns durch ungewohnte (frisch geduschte) Körpergerüche auffiel! Nachdem die allabendliche Popkornration (maximal 5 min.) vertilgt war, widmeten wir uns dem Abendessen, zu dem chilenischer (!) Wein serviert wurde. Er schien bei Dionel doch eine aussergewöhnliche Wirkung zu erzielen! Später nutzen wir dann die Infrastruktur des Campinggrounds und ließen den Abend beim ein oder anderen Bierchen ausklingen!

08 Jan. 2006 • Aguas Calientes - Machu Picchu

Geburtstag von Corina
Machu Picchu

Happy Birthday

Auf nach Machu Picchu. Der Hahn in Aguas Calientes weckte uns alle pünktlich um 6:00 Uhr. Gegen 8:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus und Cäsar hoch, um ganz aufgeregt die Freunde vom 4-Tages-Inkatrail zu treffen. Wir kamen oben an und da waren sie auch schon. Da gab es natürlich erstmal viel zu erzählen: Habt ihr es gut verkraftet, wie war der Guide, habt ihr Tiere gesehen, wie war das Wetter in 4.000 m Höhe u.v.m..

Als sich die erste Wiedersehensfreude gelegt hatte ging es mit unserem Guide César zur Führung. Es war sehr beeindruckend: der Sonnentempel, die Sonnenuhr, die Wasserbecken und die ehemaligen Häuserkonstruktionen im allgemeinen. Und dies in all dieser herrlichen Landschaft. Die Lamas auf dem Gelände von Machu Picchu luden natürlich auch zu einigen Fotos ein, wo man nicht mehr genau unterscheiden konnte, wer jetzt das Lama ist ;-).

Einige der Truppe haben dann noch den Wayña Picchu erklommen, was immerhin auch nochmal eine Wanderung von zwei Stunden bedeutete. Jedoch wurden auch sie mit einem tollen Aublick belohnt. Auch kamen alle wieder, obwohl Alonso meinte, die Absturzgefahr sei relativ hoch. Aber irgendwann mussten wir uns alle von Machu Picchu trennen und so trafen wir uns gegen 15.00 Uhr alle wieder im Dorf, um die Züge um vier und halb fünf zu nehmen.

4-Tage Inka-Trail:

Heute galt es gut aus den Federn zu kommen und den Aufstieg zum Sonnentor (Intipunku) rechtzeitig in Angriff zu nehmen! Gesagt getan - um halb 5 mit Kokatee aus dem Schlafsack gekrabbelt, schnell was gegessen und los ging's in Richtung Sonnentor - bis …. ja bis zum Kontrollpunkt! Was wohl vorher keiner wusste, dieser öffnete erst um halb 6. Also war warten angesagt und es bildete sich eine Schlange mit nahezu allen Inkatrailern. Dionel nutzte die Zeit für ??? und verschwand. Dankenswerterweise kehrte er just in time zurück, als wir vorm Kontrollpunkt standen, denn nur er hatte unsere Papiere!

Danach ging's im Gänsemarsch (wir hatten uns ja alle schön gesammelt) in Richtung Intipunku, wobei einige Unbelehrbare Heißsporne unbedingt überholen mussten, was auf den schmalen Wegen nicht immer zu empfehlen war!

Oben angekommen, eröffnete sich uns der Postkartenmotivblick auf Machu Pichu! Sehr beeindruckend, wenn es nicht so furchtbar voll gewesen wäre, denn natürlich wollte jeder Inkatrailer den besten Blick samt dazugehörigem Foto. Das Stefan (groß) bei diesem Bemühungen die Ruinen noch demoliert hat, ist in dem Trubel nahezu untergegangen. Zudem wurde alles wieder ordnungsgemäß der historischen Vorlage entsprechend in Stand gesetzt! ;-)

Beim Abstieg blieben uns noch weitere unvergessliche Stops mit Blick auf Machu Pichu in der Morgensonne, bevor es dann zum vereinbarten Treffpunkt mit den anderen 9 ging. Hier hieß es dann von Alvaro Abschied nehmen und in der Wiedersehensfreude den ersten angeregten Informationsaustausch mit den anderen suchen!

Diemal stiegen wir unterwegs aus, um von einem Bus schneller nach Cusco gefahren zu werden. Aber erst war der Bus nicht da und dann fanden wir uns zu 13 in einem Kleinbus wieder, An sich kein Problem, aber die mit Gepäck vom 4-Tage-Inkatrail und vier Teilnehmern davon ;-), war das schon sehr lustig. Aber da wir uns alle gut leiden können, haben wir das mitgemacht. Zumal unser Geburtstagskind Bier ausgab und so zusätzlich die Stimmung erhielt.

Zurück in Cusco gingen wir lecker essen und anschließend widmeten wir uns ausführlichst der Torte, die dem Geburtstagskind von viventura spendiert worden war. LECKER! Ein Teil konnte wieder nicht genug bekommen und ging noch tanzen. Auf jeden Fall war es ein toller Tag!

09 Jan. 2006 • Cuzco - Capachica

Zwischen Cusco und Puno auf 4338m (La Raya Pass)
Himmel über dem Titicacasee

Durch die Hochebene zum Titicacasee

Heute war unser Guide mal human und hat uns ausschlafen lassen! Erst um 10 Uhr mussten wir gepäckfertig vor dem Hotel in Cusco stehen. Der Bus fuhr uns zuerst zu einem Supermarkt, wo wir uns mit Snacks und Getränken eindecken konnten. Den Rest des Tages saßen wir im Bus. Wir fuhren durch die Hochebene und machten einen Stopp am La Raya-Pass, welcher auf 4.338 Meter über dem Meer liegt. Die letzten zwei Stunden der siebenstündigen Fahrt war reine Schotterpiste.

Um ca. 18 Uhr kamen wir in Capachica, einer Gemeinde am Titicacasee, an. Dort kamen schon die Einwohner mit Eseln angelaufen, um uns mit dem Gepäck zu helfen.

In Capachica gibt es kein fließendes Wasser und auch keinen Strom. Unsere einfachen Hütten waren aus Lehm. Auch die Betten waren aus Lehm mit einer Schicht Schilf und zum Abschluss einer dünnen Matratze. Das Abendessen wurde uns bei Kerzenlicht serviert. Anschließend ließen wir den Abend gemeinsam im Essenssaal ausklingen.

10 Jan. 2006 • Capachica

Wandern mit Emiliano in Capachica
Schwimmen im Titicacasee

Es war einmal vor vielen vielen Jahren

Nach unserer ersten Nacht in Capachica (wo es weder Strom noch fließend Wasser gibt), gab es um 9.00 Uhr ein wirklich leckeres Frühstück unseres Gastgebers Emiliano. Eine Stunde später begaben wir uns zu einer kleinen Wanderung mit Emiliano, der uns bei 3.800 Meter Höhe die hiesige Kräuterwelt zeigte. Die Leute aus Capachica gehen nie zum Arzt. Alles, was sie zum Heilen brauchen finden sie in der freien Natur. Um einen Knochenbruch zu heilen werden schon mal verschiedene Kräuter mit Geckos gemahlen, auf die Fraktur gestrichen und mit Gips gefestigt. Wir hatten alle zunehmend ein schlechteres Gewissen wenn wir auf irgendwelche Pflanzen traten, die sind ja zum heilen da…

Nach der kleinen Wanderung erfrischten sich 9 von 12 Teilnehmern im recht frischen Titicacasee mit einem Bad. Wir schätzten das Wasser auf ca. 12 Grad. Mit dem Boot ging es dann zu unseren Hütten zurück, wo bereits das Mittagsessen auf uns wartete.

Der Nachmittag stand vollständig zu unserer Verfügung, den wir mit Lesen, Fußball- oder Volleyball spielen, spazieren oder einfach Relaxen nutzten.

Abends aßen wir wieder alle zusammen bei Kerzenschein. Jemand holte die Karten und so vertrieb sich ein Teil der Gruppe mit Kartenspielen die Zeit. Kai zeigte uns zuletzt einen verblüffenden Kartentrick, die Auflösung wird aber nicht verraten.

11 Jan. 2006 • La Paz - Capachica

Tiwanaku Ruinen
Auf einem Schilfboot im Titicacasee

Wasserwelten und Hochlandruinen

Erbarmungslos wurden wir heute um ca 5.15Uhr geweckt, denn schon um 06.00 Uhr mussten wir fertig sein. Zuerst fuhren wir ca. eine halbe Stunde mit einem Bus über Stock und Stein bis zu einem Hafen. Dort stiegen wir auf ein Boot im Titicacasee ein, welches uns bis zu den Uros-Inseln fuhr. Viele von uns nutzten die ca. zweistündige Fahrt um noch ein wenig zu dösen.

Die Uros-Kultur ist eine sehr alte Kultur, welche sich heute leider ausschließlich dem Tourismus gewidmet hat. Die Inseln werden mit Schilf gebaut und an das Festland geankert. Möchte eine Familie weiterziehen, löst sie den Anker und zieht auf ihrer Insel weiter. Zum Abschluss wurden wir mit einem Boot aus Schilf auf dem Titicacasee herumgefahren.

Die Zeit drängte, denn wir mussten per Bus an die bolivianische Grenze gelangen. Die lange Fahrt wurde nicht einmal mit einer Mittagspause unterbrochen. Wir erhielten unser Lunch direkt im Bus.

An der bolivianischen Grenze wurden wir von unserem lokalen Guide Roberto in Empfang genommen, der uns mit den Formalitäten des Grenzübertritts half.

In Bolivien angelangt, fuhren wir mit einem Bus zu einer relativ neuen archäologischen Stätte mit dem Namen Tiwanaku. Dort sahen wir viele Monoliten ohne Nase und zusammengeflickte Vasen und Behälter ;-). Die Fahrt nach La Paz ging dann noch ca. 1,5 Stunden. Der Busfahrer hielt sogar auf dem Highway an, damit wir von oben einen weiten Blick auf die Stadt haben konnten.

Abends im Restaurant mussten wir sehr, sehr, sehr lange auf unser Essen warten. Ein kleiner Trost war, dass das Essen wirklich sehr, sehr, sehr lecker war.

12 Jan. 2006 • La Paz

Zwischenstopp beim Downhill-Madness
Wohl verdiente Pause auf 5250m (Pico Austria)

3 x 4

Coroico (Mountain-Bike-Tour):
Vier "Todesmutige" (Steffi, Markus, Kai und Peter) wagten die Downhill-Madness-Mountain-Bike-Tour auf einer der gefährlichsten Straßen der Welt. Nach Busanreise auf 4.600m Höhe wurde es für Stefanie, Peter, Markus und Kai um 10 Uhr ernst. In der ersten Stunde ging es auf Asphalt bei Nebel und Regen bergab - eine sehr feuchte Angelegenheit! Danach machte die Strecke auf engen Schotterpisten ihrem Namen alle Ehre. Nach Fahrten durch Regenwald und vorbei an vielen Wasserfällen kamen wir nach weiteren vier Stunden durchgeschüttelt und erschöpft an einer Lodge auf 1.200m Höhe an. Die heißen Duschen, der Pool und das warme Essen taten allen gut. Die sehr lange Busfahrt zurück zeigte uns dann, wie steil es an manchen Stellen tatsächlich war.

Stadttour La Paz:
Um neun Uhr wurden Carmen, Mai-Britt, Sanja und Marian für eine La Paz-Stadtführung abgeholt. Per privaten Bus gings zur Mondlandschaft. Die Erosion hat ganz skurile Formationen gebildet. Leider hatten wir nur 20 Minuten Zeit das ganze zu genießen. Wir schauten uns noch einen Aussichtspunkt, die Kathedrale, den Hauptplatz und ein Museum an. Am Mittag war die Führung schon fertig und wir konnten nach dem Mittagessen im Markt von La Paz uns ganz dem Souvenir-Shopping widmen. Bei diesen Preisen mussten wir einfach zuschlagen. Dementsprechend schwerer sind nun unsere Rucksäcke.

Pico de Austria:
Nachdem wir Trekkingverrückten (Gudrun, Corina, Stefan & Stefan) den Nachtportier weckten, der eigentlich uns wecken sollte, konnte es los gehen. Unser Guide César wartete schon. Ein kurzer Shopping-Stopp in El Alto und die zwei Stunden-Anreise nahm ihren Lauf. Die erste gute Nachricht kam beim Frühstück, wir wanderten nicht auf 5.250, sondern auf 5.500 Meter über dem Meeresspiegel. Nach 2,5 Stunden durch den Regen und Kontaktaufnahme mit mehreren Lamas erreichten wir das Basis-Camp. Außer uns war niemand da. Ein kurzer Stopp und wir nahmen die noch ausstehenden 1.000 Höhenmeter in Angriff. Beim Aufstieg zum Pass wurden wir durch einigen Schneeschauern überrascht. Dafür hatten wir lunch oben auf dem Pass bei strahlend blauen Himmel.

Nach ausreichender Stärkung konnten wir die letzten 300 Höhenmeter bis zum Gipfel in Angriff nehmen, wobei wir durch diverse Geröll und Schneefelder stapfen mussten, was uns nicht vom Schneeballschlachten abhielt. Nach ca. sechs Stunden Wanderung erreichten wir den Gipfel und genossen den Ausblick ausgiebigst. Nach fünf Stunden Abstieg, die sich zogen wie ein Kaugummi, kamen wir vollkommen geschafft am Bus an.

13 Jan. 2006 • Sucre - La Paz

Erste Nacht in Sucre
Flug über La Paz

Transfer und Ausspannen

Frühes aufstehen war angesagt, um den Flieger nach Sucre zu erwischen. Nach einem Cocatee am Flughafen und ca. einer Stunde Flugzeit erreichten wir Sucre.

Nach einem sehr langem Essen mit sehr langem Warten konnte jeder den Nachmittag selbst gestalten (schlafen). Einige entschlossen sich aber die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Abends gabs dann wieder leckeres Essen und Trinken(!) im Joy Ride, der anscheinend besten Bar in Sucre (not only for gringos). Immerhin haben wir es geschafft die Vorräte der Bar an Caipirinhas, Margeritas und Mojitos zu vernichten. Dementsprechend gut gelaunt sind die letzten fünf von uns ins Bett gefallen.

14 Jan. 2006 • La Paz

Dinospuren bei Sucre
Der Löwe von Sucre

Auf den Spuren der Dinosaurier

Heute morgen fing der Tag mit einer Stadtführung an. Zu Fuß erkundeten wir den lokalen Markt und weitere Straßen sowie den Hauptplatz Sucres. Unser Guide führte uns zu einem ehemaligen Kloster, welches heute noch als Mädchen-Privatschule genutzt wird. Ganz toll fanden wir auf dem Dach herumzulaufen. Man hatte eine tolle Sicht über die Dächer der Stadt.

Weiter liefen wir durch einen Park, wo Markus die Vorzüge der lokalen Infrastruktur bezüglich Schuhreinigung erfolgreich testete. Die Wartezeit auf unseren Bus, welcher uns auf einen Aussichtspunkt bringen sollte verkürzten wir uns beim Zuschauen einer bolivianischen Faschings-Combo. Das anschließende Essen ließ wie immer auf sich warten, war aber ganz lecker.

Am Nachmittag durften wir auf den Spuren der Dinosaurier wandern. Aufgrund von irgendwelchen Plattenverschiebungen vor X Millionen Jahren sind heute noch Dino-Spuren im Kieswerk zu finden. Leider sind diese vergänglich und man weiß nicht wie lange man sie noch besichtigen kann. Die lokale Zementfabrik baggert gerne herum.

Abends gings wieder ins Joy Ride und diesmal gabs auch genug zu trinken. Die wirklich Unermüdlichen gingen weiter in eine Disco (DIE In-Disco!!!). Dort bekamen wir einen Einblick in die bolivianische Fasnachts-Musik (deja-vue).

15 Jan. 2006 • Sucre - Potosi

Cerro Rico de Potosi
Stadtrundgang in Potosi

In der ehemals reichsten Stadt der Welt

Für einige von uns begann der Tag mit nur zwei Stunden Schlaf. Zum Glück konnten wir ca. drei Stunden im Bus nach Potosi schlafen (bzw. dösen). In Posotsi angekommen besuchten wir das wichtigste Museum in Bolivien. Dort sahen wir viele Gemälde mit Totenköpfen als Zeichen der Aufopferung. Im selben Gebäude befand sich auch ein Münzmuseum mit den entsprechenden mittelalterlichen Maschinen dazu.

Müde gings zum Mittagessen und noch müder folgten wir dem lokalen Guide bei einer Stadtführung. Zum Glück hatte er Mitleid mit uns und verkürzte die Tour, so dass wir beim einsetzenden Regen im Hotel ankamen, wo die meisten erschöpft ins Bett fielen.

In alter Frische gingen wir am Abend in ein kleines Restaurant, wo das Essen zwar wunderbar schmeckte, aber die Gänge über eine Stunde auf sich warten ließen. Eine einfache Wasserflasche kam ca. 45 Minuten nach Bestellung bei der durstigen Frau an.

16 Jan. 2006 • Potosi - Uyuni

In der Silbermine von Potosi
Dynamit - Einkaufszentrum

Loecher in der Pacha Mama

Gleich morgens erwarteten uns explosive Dinge auf dem Markt von Potosi. Als Mitbringsel für die Minenarbeiter kauften wir Dynamit, Kokablätter zum Kauen, Getränke oder Zigaretten ein.

Oben auf dem Berg (Pacha Mama = Mutter Erde) erlebten wir eine Demonstration wie man Dynamit verwendet: Nichts für schwache Nerven!

Mit grüner Schutzkleidung, Gummistiefel und Stirnlampe gingen wir in eine Mine rein. Gleich zu Beginn erwartete uns ein anspruchsvoller Einstieg. Die Minenarbeiter haben die Tunnel natürlich nicht für Touristen gebaut. Die Arbeiter werken noch heute wie im Mittelalter, denn noch mit Manneskraft werden die Mineralien abgebaut. Leider gibt es kein Minimal-Alter, so dass schon Kinder in den Minen arbeiten. Alle fanden die Führung wirklich sehr beeindruckend, waren aber froh draußen wieder staubfreie Luft zu atmen. Dort wurden wir dann mit Schnee empfangen ;-).

Den Nachmittag verbrachten wir ausschließlich im Bus, welcher uns nach Uyuni fuhr, der Stadt am Salzsee.

In Uyuni konnten wir gleich im Hotelgebäude leckere Pizzen und Pasta essen. Dies kam uns sehr entgegen ,denn so mussten wir nicht in den Regen raus.

17 Jan. 2006 • Uyuni - Salar de Uyuni

Salzpfanne in der Salzwüste
Eisenbahnfriedhof

Die Salzwüste wird zum Salzsee

Morgens die große Überraschung: Wir können nicht durch die Salzwüste durch bis in unser Hotel in Chuvica fahren, sondern müssen auf halben Wege nach Uyuni umkehren, weil es zu viel geregnet hatte.

Mit drei Jeeps besuchten wir zuerst einen Eisenbahnfriedhof, da machte unser Markus gaaanz große Augen ;-).

Anschließend gings in die Salzwüste, wo das Wasser ca. fünf cm tief stand. Beim Salzmuseum machten wir einen kleinen Fotostopp und genossen die sensationelle Aussicht. Die weißen Wolken auf dem strahlend blauem Himmel spiegelten sich auf dem Wasser und schenkten uns so wunderschöne Bilder. Da machte unser Markus noch größere Augen. Bei dem Anblick konnten wir uns gar nicht vorstellen, dass die Salzwüste während der Trockenzeit schöner sein soll!

Mit den Jeeps sollte es bis zu einer schönen Insel (Isla de los Pescados) gehen, wo wir zu Mittag essen wollten. Leider streikte nach kurzer Zeit der Motor einer der drei Jeeps, so dass ein Weiterkommen unmöglich war. Nach kurzem hin und her entschlossen wir uns an Ort und Stelle Mittag zu essen. Alle zogen ihre Schuhe aus und wateten auf dem See herum, bis die Fahrer das Picknick bereit hatten.

Nachmittags fuhren wir wieder nach Uyuni zurück (mit dem Pannen-Jeep am Abschleppseil). Als Entschädigung für die Panne, erhielten wir von der Tour-Agentur ein Abendessen in der leckeren Pizzeria geschenkt. Hmmmm, lecker!

18 Jan. 2006 • Chuvica

Steinbaum
Geysire in Bolivien

Viele viele bunten Lagunen

Um 5.00 !!! Uhr in aller Frühe mussten wir heute fertig gepackt vor unserem Hotel stehen. Mit drei Jeeps, welche aber zum Glück nicht die gleichen wie gestern waren, fuhren wir los. Gegen 9.00 Uhr wurde erstmals Rast gemacht, um uns mit einem Frühstück zu stärken. Als erstes Highlight hielten wir im Tal der Steine an. Hier kann man bizarre Formationen bestaunen und fotografieren. Nach weiterer durchschüttelter Fahrt kamen wir bei der roten Lagune an, wo es Mittagessen gab. Die weitere (durchschüttelte) Fahrt wurde durch Flamingos in Lagunen, schneebedeckten Berggipfel, Geysiren (puh, die stanken aber) und heißen Quellen (Kai traute sich tatsächlich rein!) bestimmt.

Bitterkalt war es dann bei der grünen Lagune, wo wir fast vom eisigen Wind davon gefegt wurden. Also schnell wieder in die Jeeps und ab zur weißen Lagune, wo die Grenze zu Chile war.

Bolivien verabschiedete sich verschneit, umso schöner waren die angenehmeren Temperaturen, im tiefer gelegenen San Pedro de Atacama. Als erstes wurden alle unserere Taschen von Grenzbeamten "gefilzt", aber als brave Bürger hatten wir ja nichts zu befürchten!

19 Jan. 2006 • Wadi Rum - San Pedro De Atacama

Mondtal...auf der großen Düne
Tal des Todes....Mai Britt danke für deine Kreativ

Wüste, Wüste, Wüste

Nachdem wir endlich einmal ausschlafen durften, brachen wir gegen 13.00 Uhr in Richtung Calama auf.

Auf der Tour besuchten wir die touristischen Highlights der Atacama und der Umgebung von San Pedro. Auf einen kurzen Fotostopp folgte die Wanderung durch das Tal des Todes. Hier wurde versucht die tödliche Stimmung durch absingen lustiger Lieder zu bezwingen. Zwecklos. Nach einem Sandrennen fantasierten einige schon von verschiedenen Eisvarianten. Wir einigten uns auf Spaghetti-Eis.

Der Bus fuhr uns dann ins Valle de la Luna (Mondtal). Hier war es wirklich wie auf dem Mond. Eindrucksvolle Landschaft und eine Wanderung über eine Düne, deren unberührter Sand von drei Rangern streng bewacht wurde.

Nach dem Amphietheater sahen wir noch die drei Jungfrauen. Bekleitet wurden dieses Gesteinsformatiönchen von einem Stein, den unsere Berliner Steindeuter sofort als Tigerente identifizierte. Gegen 18.00 Uhr trafen wir im Hotel Mirador ein. Ein sehr schönes Haus, dessen Lobby alles bisher gesehene schlägt. Die Zimmer in der letzten Reihe konnten leider nicht mit der Lobby standhalten, aber für die letzte Nacht brauchte es auch keine Stuckdecke.

Ablschlussessen gab es mit Lomo vom Schwein (mal was neues, aber sehr lecker). Aus dem Berliner Steindeuter wurde plötzlich ein Weinkenner, der uns zielsicher durch die Cabernets und Merlots führte. Der krönende Abschluss der Tour fand dann in einer Bar mit Live-Musik statt. Es wurde viel gelacht und auch das ein oder andere getrunken. Nachdem die Truppe auf die letzten Hardcore-Allein-Reisenden zusammenschrumpfte, entlockte unser weinkennender Steindeuter dem DJ ungeahnte Schätze seiner CD-Sammlung. Peter Schilling in der Atacama - Hut ab.

20 Jan. 2006 • San Pedro De Atacama

Markus im Flughafen
Abschluss in Calama..hey Markus ..was machst du da

Abschied und Heimreise

Der schmerzlichste Punkt der Reise war nun erreicht. Eine homogene Truppe, die wohl nicht nur sich selbst sondern auch dem Reiseleiter viel Spass gemacht hat, musste sich nun auflösen. Eine Adressliste wird wohl in nächster Zeit auch für regen Kontakt sorgen. Das Nachtreffen wird sicher kurzfristig organisiert werden.

Vom Hotel ging es, nach dem Steffie von allen verabschiedet wurde, Richtung Flughafen. Hier kam es zu den üblichen Abschiedsszenen. In dem Wissen, dass man sich dank moderner Kommunikation nicht aus den Augen verlieren wird, war es doch kein Abschied mit vielen Tränen.

Eine wunderschöne Reise mit Höhepunkten hinter jeder neuen Kurve ist nun für den größten Teil der Truppe zu Ende. Schade.

Unser Reiseleiter Alonso und Markus (Verlängerung-Privado) nutzten die Zeit in Calama, um für die nachfolgenden Gruppen einen Ausflug in die größte Kupfermine der Welt zu testen. Nach einer Fahrt im Collectivo ging es mit einem Bus der PR-Abteilung der Minengesellschaft an den Rande eines 850 Meter tiefen Lochs in der Atacama. Dumper mit einer Nutzlast von 170 Tonnen und mehr konnten bestaunt werden. Ein Rundgang in der Geisterstadt rund um den Mineneingang rundeten den Eindruck ab, dass dieser Programmpunkt obligatorisch werden sollte.

Anschließend ging es über verschiedene Einkaufszentren zum Hotel, wo die letzten Tagebucheinträge aktualisiert wurden. Gleich geht es für den letzten Rest nach Arica.

ENDE