Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Lange fliegen… und in Südamerika landen!
Sehr früh heute morgen sind alle Teilnehmer unserer Gruppe von Zuhause Richtung Südamerika losgeflogen. Gegen 19 Uhr peruanische Zeit landeten wir auch in Lima und wurden von Veronique, unserer Reisebegleiterin, abgeholt. Leider fehlte ein Gepäckstück und die Wartezeit zog sich etwas hin. Am Ende fuhren nur 12 von uns, die Berliner, der Dermenhorster, die Harzgebietler, die Wienerinnen und der Tyroler mit dem Busfahrer Richtung historisches Zentrum, wo unser Hotel sich befand. Etwas später kamen auch Brigitte, Norbert (die Dortmunder) und Veronique im Hotel an und alle zusammen liefen wir durch die schön beleuchteten Straßen von Lima zu unserem Restaurant.
Nachdem einige Suppen- und Fischspezialitäten genossen wurden, lockte uns etwas nach draußen. Direkt vor der Tür des Restaurants, an der San Francisco Kirche fand eine Versammlung und Prozession der Anhänger vom Heiligen Thadeus statt . Sehr beeindruckend! Leider konnten wir nur noch kaum stehen und schnell liefen wir zurück ins Hotel und gingen zügig schlafen ;-).
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Citytour, Picknick am Strand und Ankommen in Pisco
Um 9.30 Uhr begann unser Tag unter fachkundiger Führung mit einem Rundgang durch die historische Altstadt von Lima. Um es vorweg zu nehmen, Lima hat eine im Vergleich mit europäischen Städten deutlich kürzere aber dennoch sehr beeindruckende Geschichte. Ein herausragendes Erlebnis war der Besuch der Plaza de Armas, ein wirklich bedeutsames Ensemble der frühkolonialen Geschichte der Stadt.
Besonders gefallen hat allen der gute bauliche Zustand der historischen Gebäude. Immer wieder gut anzusehen sind die reich verzierten Holzbalkone. Sehr beeindruckt hat uns alle auch die künstlerische Gestaltung der Altare in der imposanten Kathedrale. Sehr gut erhalten fanden wir die Bibliothek im Kloster. Genauso kennt man sie aus historischen "Klosterfilmen". In den Katakomben hörten wir die Geschichte atmen. Tausende und abertausende Gebeine von Verstorbenen, die den Mönchen nahestanden, sind in kreisrunden Gebilden sortiert zu bestaunen.
Danach ging es zum Picknick an den Strand des Pazifiks südlich von Lima. Veronique hatte uns ein landestypisches Picknick (Pollo y Arroz) organisiert. Bei angenehmen Temperaturen und einer großen Flasche Bier verspeisten wir das schmackhafte Mahl.
Im Anschluss fuhren wir mit unserem bequemen Reisebus auf der Panamericana del Sur in Richtung Pisco. Unterwegs, in einer Oase, kauften wir frisches Obst und probierten das für manchen unbekannte Obst.
Jetzt müssen wir schließen, denn in wenigen Minuten gibt es unser landestypische Abendessen und zum ersten Mal für uns in Peru: Pisco Sour ohne oder mit Eisweiß ;-) !
Ein für alle beeindruckender 1. Reisetag ging dem Ende entgegen. Alle freuten sich auf morgen.
P.S. Viele Grüße an alle von Karin und Reinhard
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Ein abwechslungsreicher Tag
Ein abwechslungsreicher Tag begann um 7.30 Uhr mit der Fahrt zum Hafen Paracas, von wo es mit 40 km/h per Boot über den Pazifik zu den vorgelagerten Ballestas-Inseln ging, die von zigtausenden Seevögeln bevölkert werden. Das Schaukeln über die Wellen haben alle gut überstanden, etwas Übelkeit stellte sich aber bei einigen schon ein. Wir sahen das erste Scharrbild, den “Kandelaber” und hörten verschiedene Versionen seiner Entstehung und Bedeutung.
Während der zweistündigen Tour sahen wir aus nächster Nähe Humboldt-Pinguine, Pelikane, Kormorane, Tölpel und farbenprächtige Inka-Seeschwalben sowie Kolonien von Seelöwen. Eine faszinierende Natur also, die uns von unserem lokalen Guide Carlos sehr gut erklärt wurde.
Zweite Station des Tages war der Nationalpark auf der Halbinsel Paracas, wo zuerst das Museum besucht wurde, in dem über die Kulturen der verschiedenen Zeiträume informiert wird. Das Volk der Paracas lebte dort vor etwa 2500 Jahren. Im Museum sind Kulturgüter dieser Epoche zu sehen, besonders Textilien und Geräte zum Fischfang. Weitere Themen sind die Verformung der Köpfe und die Schädelöffnung, beides speziell in der Paracas-Kultur zu finden.
Weiter ging es durch eine staubige Wüste an die Pazifikküste, wo die durch Erosion geschaffene Felsformation “Kathedrale” besichtigt wurde. Zum Mittagessen gab es in einem kleinen Fischerdorf die Gelegenheit Ceviche zu probieren, verschiedene Sorten rohen Fisches, mariniert in Zitronensaft. Schmeckte mit Süßkartoffeln, Yuca (Maniok) und Mais sehr lecker!
Auf der Fahrt Richtung Ica besichtigten wir eine Pisco-Brennerei mit fachkundiger Erklärung und anschließender Verkostung aller Varianten. Puh, nun sollten wir von der Oase Huacachina, unserem Tagesziel, mit Buggys durch die Dünen crossen… Das war ein Vergnügen! Die Fahrer gaben alles und viele Passagen erinnerten sich an eine rasante Achterbahnfahrt. Die Landschaft war einfach toll mit haushohen Sanddünen ohne jede Pflanze, die während der Tour auch zum Sandboarding genutzt wurden. Wer mutig war, konnte auf dem Bauch liegend, rodelnd oder aber wie auf dem Snowboard sein Können probieren.
Uwe am 9.11.
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Tollkühne Touristen in wackeligen Kisten!
An der Straße Richtung Nazca wurden Fotostops eingelegt, um einmal die karge und steinige Bergregion zu fotografieren und zum zweiten an einem Feld mit Feigenkakteen nach den Läusen (Cochinilla) zu suchen, die, wenn man sie zerquetscht einen roten Farbstoff liefern. Dieser wurde in der Historie zum Färben von Stoffen verwendet und auch heute z.B. für Kosmetika (Lippenstift) gewonnen. Wenn die holde Damenwelt wüsste, was da auf ihre Lippen kommt…
Im Museum der Maria Reiche, der 1903 in Dresden geborenen Mathematikerin, die sich lange Jahre ihres lebens mit der Vermessung, Kartierung und Deutung der Nazca-Linien befasste, erhielten wir von Yanett einen guten Einblick in ihr Leben und Schaffen, bevor wir von einem Aussichtsturm den ersten Blick auf die Scharrbilder “Hände” und “Baum” werfen konnten.
Um die Mittagszeit starteten wir mit 4- oder 6-sitzigen Cessnas zum Rundflug über die Linien, eine sehr beeindruckende und auch sehr wackelige Angelegenheit. Zwei tollkühne Flieger mussten auch mit der Tüte reden.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir unser Hotel in Nasca, der weitere Nachmittag stand zur freien Verfügung. Man konnte auf Fotopirsch gehen oder am Pool relaxen.
Am Abend durften wir ein sehr leckeres Abendessen direkt aus der Erde kosten: "Pachamanca". Peruanische Spezialitäten im Erdofen gebacken. Speziell die "Tamales" (gefüllte Maisteigtaschen) ließen uns einige Hosen-Knöpfe aufmachen !
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Entlang der diesiegen Pazifikküste
Am frühen Morgen fuhren wir von Nasca los und besichtigten zuerst den Friedhof der Chauchillas, wo 12 Gräber der Nasca-Zivilisation zu sehen sind. Damals waren alle Mumien-Knochen auf der wüstigen Anlage zerstreut. Auf lustigem "denglisch" erzählte uns unser Guide Orlando über die Sitten und Besonderheiten der Nasca-Kultur.
Danach ging erst die ganz lange Reise Richtung Arequipa los: Mit einer ersten Pause zum peruanischen Oliven ausprobieren und eine zweite bei den Wanderdünen direkt am Strand, wo die Panamericana entlang führt. Der Sand überdeckt regelrecht die Straße und jeden 2.Tag muss mit Sandschiebern die Panamericana "befreit" werden.
Gegen Mittag hielten wir wieder am Strand von Puerto Inka. Dort picknickten wir und gingen noch zu den Inka-Ruinen, die sich da in der Nähe befanden. Dann fing die eigentliche Busfahrt an: sechs weitere Stunden!! Vorm Nachmittags-Nickerchen übten wir ein bisschen das Lied ein, was die Gruppe den Kindern von Arequipa morgen vorsingen wird: den Wies'n Hit "Sierra Madre del Sur"! Dann haben wir gelesen, geschlafen und um 21 Uhr kamen wir endlich in Arequipa an.
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Treffen um 10 Uhr, 14 Uhr und 17:45 !!
Der Tag in Arequipa - endlich einmal ausschlafen, wenn nicht die Autos so laut hupen würden! Um 10.00 Uhr war Start zu den Sozialprojekten. Wir konnten eine Schule in dem Armenviertel Villa Cerillos, welche von viventura unterstützt wird, besuchen. Dort sahen wir drei Schulklassen, die von unterschiedlichen Altersklassen besucht werden. Mit Obst wurden die Kinder für ihre vorgetragenen Lieder belohnt. Aber auch wir haben uns voll ins Zeug gelegt und aus voller Kehle "Sierra Madre del Sur" gesungen. Die Kleinen waren so begeistert, dass sie sogar mitsummten. Dafür gab es dann Kontakt pur: Wir wurden mit vielen Kinder-Fotos belohnt. Natürlich standen auch lange blonde Haare (…von Sigrid!) und Papa Noël's langer Bart (…von wem denn ? ;-) bei den Kinder hoch im Kurs.
Um 14 Uhr war Sightseeing ohne Ende in Arequipa: der Kopf wurde voller und die Füße immer schwerer.
Entspannen konnten wir dann schließlich am Abend bei dem "Meeting" in den heiligen Hallen von viventura Peru. In dessen Garten uns das Team zu einem leckeren Barbeque eingeladen hatte. Interessante Gespräche, lustige Gags, ein tolles Team! Danke für alles!
Um 21 Uhr ging es zurück, viele plumpsten gleich ins Bett, einige ließen den Tag bei einem Pisco in den Arkaden des "Plaza de Armas" ausklingen. Prost!
-Sigrid und Martin-
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Durch die Pampa Richtung Colca Schlucht
Heute morgen fuhren wir gegen 9:30 los. Erstmal ging es durch die karge und trockene Landschaft um Arequipa herum bis hinter die zwei Vulkane Misti und Chachani in eine Steppe herein. Hier liegt der Naturschutzpark Salinas y Aguada blanca. Dort kann man Vicuñas, Alpacas und Lamas ganz frei beobachten.
Beim Pass Pata Pampa bei 4890m hielten wir an. Die Höhe ließ sich ganz schön spüren und einige fingen an, sich nicht mehr so gut zu fühlen. Im Colca Tal angekommen hielten wir dann für ein Mittagessen in Chivay. Dort genossen wir ein exzellentes Buffet, die beste Vielfalt an peruanischen Spezialitäten, die wir bisher hatten. Danach ging's zum Indio-Kunsthandwerk-Markt. Im Colca Tal sind die Stickereien an Kleidern, Hütten und Schals besonders schön!
Zur Verdauung (!) fuhren wir dann zu den heißen Termalbädern von "La Calera". Bei 36 Grad im Schwimmbad hätten wir uns gerne von dem Rest der Gruppe bedienen lassen, leider funktionierte dies nicht ganz einwandfrei ;-).
Nach dem schönen heißen Bad mussten wir noch etwas Bus fahren. Wir fuhren entlang der Schlucht im Dunkeln! In Cabanaconde angekommen, aßen wir was Kleines und fielen dann ins Bett.
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Waouhhhhhh! Die Kondore!
Pünktlichissimos warteten heute am Aussichtspunkt "Cruz del Condor", zudem wir heute am frühen Vormittag hinfuhren, drei von den elegantesten Vögel der Welt, die Andenkönige / Kondore. Einer flog noch gerade über uns und dann war die Show auch zu Ende! Wir verließen dann überglücklich den Ort, einige auf MTBs, anderen mit dem Bus und fuhren entlang der wunderschönen Colca-Schlucht. Dabei konnten wir einen Kaktuswald beobachten. Ein Riesen-Kolibri ließ sich noch von Thomas abbilden, was ihm eine gigantische Freude bereitete. Wir besichtigten auch ein kleines Kolonial-Dorf und genossen die unglaublich schöne Sicht auf die Terrassen-Anlagen des Colca Tals.
Zu Mittag durften wir wieder in Chivay beim Buffet-Restaurant essen. Danach fing eine sehr lange Fahrt Richtung Puno an. Nochmals ging es über die 4000 m, ein Teil davon auf Schotterpiste, was etwas anstrengend war. Das Ende der Strecke bis zum Titicacasee war aber wieder asphaltiert und die Landschaft des Altiplanos (Anden-Hochebene) sehr beeindruckend.
Wider Erwarten kamen wir gegen 18:00 Uhr in Puno an. Das verdankten wir unseren Fahrern Moise und Frai, die immer sehr sicher aber auch nicht zu langsam gefahren sind! In Puno landeten wir in einem schönen und warmen Restaurant, wo wir Forelle und Königsfisch aus dem Titicacasee probierten. Mmmmm ;))
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Durch den Altiplano zu der Cordillera Oriental !
Heute verließen wir die Stadt Puno und fuhren entlang des höchsten schiffbaren Sees der Welt Richtung Bolivien. Auf dem Weg hielten wir bei einem Inka Fruchtbarkeitstempel im Dorf Chucuito. Einige lustige, laut Veronique, Champignon-förmige Kleinstatuen stehen hier unter vier Wänden. Die einheimische Sitte, die eigentlich bestritten ist, ist es sich auf der größten Statue hinzusetzen, dann wird die Frau auch fruchtbar.
Weiter fuhren wir bis zur Grenze und genossen die wunderschöne Sicht auf dem Titicacasee. An der Grenze in Desaguadero trafen wir unseren bolivianischen Guide Roberto, ließen unser Gepäck von Reinhard auf Trici-Räder über die Grenze tragen und dann ging's zum archäologischen Ort von Tihuanacu. Dort erklärte uns Roberto viel über diese Pre-Inka-Kultur und wir durften die aktuellen archäologischen Arbeiten auf der Anlage beobachten… aber nicht fotografieren!
Gegen 17:00 Uhr hielten wir für eine Foto-Pause beim Aussichtspunkt auf die Cordillera Oriental der Anden mit u.a. dem imposanten Ilimani-Berg (6402m). Später fotografierten wir noch die ganze Stadt La Paz von oben mit dem gleichen im Abendlicht schön beleuchteten Ililmani im Hintergrund! Was für eine Sicht!!
Zum Abendessen gönnten wir uns ein Turi-Restaurant mit Show! Es war aber richtig schön. Die Tänze, Kostüme und Musiker steigerten sich bei jedem Stück. Im allgemeinen ein sehr schöner Tag.
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Jedem das Seine
Heute konnte sich jeder sein Programm selber stricken und das nutzten auch unsere Berliner! Da sie unbedingt die "Ruta de la Muerte" (so genannte gefährlichste Straße der Welt) von 4600m bis auf 1100 m im Urwald-Gebiet sich angucken wollten, aber sich leider nicht mehr so fit für eine Fahrradtour fühlten, buchten die zwei Sigrid, Martin, Thomas, Dirk und Horst einen privaten Jeep. Die Mutigen, Uwe und Norbert, entschieden sich aber für die traditionelle aber abenteuerliche Variante auf einem MTB! Unsere Ösie-Profi-Trekkers Eva-Maria und Josep wollten aber auch noch mehr Höhe und wanderten den "Pico Austria" bis auf 5300m hoch! Die restliche Truppe genoss eine City Tour mit Roberto und den Besuch bei einem Straßenkinder-Projekt, von viventura unterstützt, von einem deutschen Priester gegründet.
Am Abend traf sich die Gruppe wieder zusammen und tauschte die verschiedenen -und alle schönen- Erlebnisse untereinander aus.
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Über Reifenpanne, Wasserstraße und Halbinsel
Am Morgen verließen wir die verdreckte Luft von La Paz und fuhren zurück zum Titicacasee, Richtung Peru. Plötzlich mitten in der wunderschönen Landschaft platzte einen Reifen… in Wirklichkeit zwei, aber da es aber nur einen -profillosen- Ersatzreifen gab, fuhren wir erstmal ganz langsam weiter, alle auf einer Seite des Buses! Zum Glück waren wir nicht mehr so weit von der Grenze, wo uns ein anderer Bus erwartet. Bevor wir aber dort ankamen, fuhr unser Bus (ohne uns) ueber die Wasserstraße von Tiquina auf einer Plattform-Fähre und wir separat auf einem normalen Boot (siehe Foto!).
Dann besichtigten wir kurz Copacabana und seine berühmte Copacabana. Wieder war eine Prozession (erinnert euch, Lima, Colca-Tal…), hier waren die Autos wunderschön beschmückt und die Kirche war proppenvoll! Glücklich, heil in Peru angekommen zu sein, fuhren wir zum Hafen von Puno, wo wir wieder in ein Boot stiegen. Einige aufs Dach, andere hinein. Dort wartete unser Picknick auf uns. Sehr willkommen um 14 Uhr! Es ging durch Schilf zu der Halbinseln Capachica.
Dort hießen uns nach 2,5 Stunden Bootsfahrt unsere Gastfamilien von Llachon (unserer Dorf) mit "besos" und "abrazos" willkommen. Ein schöner Empfang. Vor allem halfen uns einige Eseln unser Gepäck hoch zu tragen. Man darf nicht vergessen, dass wir uns noch bei 3800m Höhe befinden… Jeder Schritt ist etwas anstrengender als normal! Wir wurden dann in verschiedene Bauernhöfe verteilt und lernten etwas -mit Hand und Füßen- unsere Familien kennen.
Am Abend gab es gemeinsames Essen im Haus von Primo, dem Gemeinde-Präsidenten von Llachon. Wir gingen alle sehr früh schlafen, die Gastfamilie wartete ja auf uns unten im Hof, um uns nach Hause zu bringen ;-)
Nach der Reifepanne wurde dem Transportunternehmen direkt mitgeteilt, zu jeder Zeit einwandfreie Ersatzreifen dabei zu haben.
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Ein ruhiger und wunderschöner Tag
In unseren Bauernhöfen gut aufbewahrt durften wir heute etwas länger schlafen. Dann genossen wir direkt bei der Familie ein üppiges Frühstück: Kartoffeln, Omelette und Brot! Einige durften schon die typischen Kleidung der Halbinsel anprobieren, und sich auch natürlich fotografieren lassen! Luxus pur war es im Haus von Sigrid und Martin, sie bekamen sogar heißes Wasser, um sich zu waschen!
Etwas später ging die Gruppe gemeinsam zu den Uros-Inseln. Die aus Schilf künstliche hergestellten Inseln beeindruckten uns sehr. Vor allem durften wir zwei etwas ursprünglichere Inseln besuchen, da dort die wenigsten Touristen hinkommen. Die Bewohner der ersten Insel baten uns trotzdem genug typische Souvenirs zum Kauf an. Sie leben ja jetzt hauptsächlich vom Tourismus und Fischen. Auf der zweiten Insel, die wir nach einer kurzen, aber sehr schönen ruhigen Fahrt auf einem Schilfboot erreichten, war sogar niemand da!! Alle beim Fischen und Arbeiten verschwunden. Zum Mittagessen ging es wieder zu Primo, es gab "Pejerrey" (Königsfisch aus dem Titicacasee). Am Nachmittag machten wir noch eine sehr schöne Wanderung zum Hausberg, wo wir eine grandiose Sicht über beiden Seiten des Sees bewundern konnten. Es ging für einige bis auf 4200m! Den Abend verbrachten wir wieder ruhig beim gemeinsamen Essen. Es gab -leider nur- falschen 30%igen Pisco zum Trinken, was uns nicht würdig war, wir werden also bis Cusco warten ;-).
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Bus & Cuy
Heute verlassen wir die Region um den Titicacasee mit tollen Eindrücken von den auf den Schilfsinseln lebenden Uros. Vor der Abfahrt bekamen wir noch alle von unseren Gastfamilien eine Halskette aus Cantuta (Nationalblume Perus) gemacht.
Unser Bus begab sich dann auf Tour nach Cusco. Unterwegs sahen wieder die mit Schnee bedeckten Andengipfel. Ein tolles Bild! Wir sahen auch zu Thomas großer Freude einen "caracara" Vogel, was uns für die Reise sehr viel Glück bringen sollte.
Endlich in Cusco angelangt, sammelten wir die ersten Eindrücke dieser Stadt. Ein buntes Treiben und historische Gebäude.
Zum Abendmahl gab es dann zur allgemeinen Freude das erste im Ofen gebackene Meerschweinchen mit komplettem Kopf - allgemein gewöhnungsbedürftig, aber es schmeckte fast allen (na ja Brigitte zeigte uns dazu ihre lustigsten Gesichtsgrimassen). Martin aß sogar die peruanische Delikatesse namens "Cuy" bis zur Zunge!
Für die nächsten Tage werden wir uns noch Cusco ansehen und dann zum Machu Picchu aufbrechen!
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Eine unter Regen sehr lehrreiche Citytour
Nach einem sehr schönen Frühstück, so "rischtisch deutsch", bisher das beste auf der ganzen Reise, ging es mit dem heutigen Programm los: City Tour mit der energievollen und sehr guten Rethorikerin Vanessa!
Wir fingen die Tour in Saqsayhuaman an, der Kopf des Pumas. Cuzco, die Hauptstadt des Inka-Reiches, hatte nämlich zum Anfang die Form eines Pumas. Vanessa erklärte uns vieles über den Inka-Bau-Stil sowie über die Religion und Kultur der Inka-Zivilization. Da es leider viel regnete liefen wir nicht wie geplant runter ins historische Zentrum, sondern fuhren mit dem Bus bis zur Kathedrale. Dann besichtigten wir noch den Sonnentempel.
Der Nachmittag war frei. Heute Abend hatten wir leider schon unser Abschiedsessen. Zwei von uns gehen morgen auf den 4-Tages- Inkatrail (Zep und Eva!)!
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Zugfahrt, Dschungelpirsch und Inka-Wanderung
Heute teilte sich die Gruppe in vier. Zep und Eva-Maria gingen auf den 4-Tage-Inkatrail. Wir wünschen ihnen ganz viel Spaß, wenig Regen und warme Nächte. Andrea wird Cusco und das Heilige Tal der Inkas genießen und die elf anderen fahren heute Richtung Aguas Calientes. Sigrid, Thomas, Uwe, Horst, Brigitte und Veronique stiegen an der Endstation ausder Perurail aus. Wir werden auf Kolibri- und Orchideen-Pirsch gehen!
Die mutigere Truppe um Sigrid, Martin, Norbert, Dirk, Karin und Reinhard, fingen aber um 10 Uhr den Inkatrail an. Es ging dreieinhalb Stunden aufwärts durch den wunderschönen Bergnebelwald. Die Aufstiegszeit wurde etwas überschritten, da es nach jeder Wegbiegung neue Fotomotive gab wie z.B. Orchideen, Bromelien und insgesamt eine beeindruckende Natur. Nach rund 360 ungenormten Inka-Steinstufen am Stück hatten wir den wundervollen Blick auf die Inka-Ruine "Wiñay-Wayna".
Wenige Minuten danach erreichten wir das Mittagessen. Gut gestärkt ging es etwas flotter voran, da Norbert und Reinhard vor dem Guide liefen. Das hatte zur Folge, dass das Etappenziel in Normzeit erreicht wurde. Sigrid und Dirk erreichten das Sonnentor mit hängender Zunge, alle wurden mit einem fantastischen Blick auf Macchu Pichu belohnt!
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Engel auf Reisen
Als wir gestern in Aguas Calientes ankamen, war die Stimmung etwas gedrückt. Es hatte doch oft geregnet und die Berge lagen in dichten Wolken. Eine andere Reisegruppe hatte klitschnass die Besichtigung von Machu Picchu abgebrochen…
Wir brachen früh auf und erreichten die Aussichtspunkte noch im Dunst. Dann lichteten sich die Wolken und die gewaltige Anlage lag vor uns. Ein unbeschreiblicher Eindruck! Es war trocken und sogar überwiegend sonnig. Wenn Engel reisen - so ein Glück!
Unser lokaler Guide Celso führte durch die verschiedensten Teile der Ruinen, Tempel, Sternwarte, Wohngebäude und erläuterte, oft fantasievoll, deren Bedeutung und Mystik. Auch Naturfreunde kamen auf ihre Kosten, denn es blühten tropische Pflanzen, flogen Kolibris und andere Vögel, und das Bergpanorama war einfach nur eindrucksvoll. Macchu Pichu kann man mit Worten kaum beschreiben, man muss es gesehen haben!
Am Nachmittag hatten wir noch Zeit die Stadt zu besichtigen, bevor unser Zug zurück nach Cusco wackelte. Morgen trennt sich die Gruppe, denn die Mehrheit fliegt in den Regenwald nach Puerto Maldonado und andere treten die Heimreise an.
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Flughafen-Abschied
Heute war der zweite Tag des Abschiednehmens. Andrea ging heute zum Machu Picchu und wird morgen Eva-Maria und Zep wieder treffen. Die beiden haben schon den Pass des Inka Pfads beim 4200m Höhe hinter sich. Heute sollte es für sie ein ruhigerer Tag sein.
Karin und Reinhard flogen schon zurück nach Deutschland. Wir wünschen ihnen einen angenehmen Flug! Der Rest der Truppe flog um 11:30 Richtung Dschungel-Abenteuer! Es hieß am Flughafen von Veronique noch Abschied zu nehmen. Wir sehen uns aber bald wieder! In Puerto Maldonado werden sie die letzten drei Tage in einer Lodge im Urwald verbringen und die Natur-Begeisterten unserer Gruppe sollen auf ihre Kosten kommen! Wir sind gespannt auf deren Eindrücke!
Am Freitag trafen sich aber die Dschungel-Truppe und die Inka-Trail-Survivors alle wieder im Flieger Richtung Europa! Euch noch viel Spaß!