Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

08 Nov. 2005 • Lima - Santiago de Chile

Kloster San Francisco
Hauptplatz von Lima

Ankunft in Lima

Nach einer langen Reise sind wir endlich in Lima, der Hauptstadt Perus, angekommen. Während eines Zwischenstopps in Chile, lernten wir dessen Hauptstadt Santiago de Chile besser kennen.

In Lima holte uns unsere Reiseleiterin Sarah vom Flughafen ab und brachte uns ins Hotel. Nach einem kurzen Bierchen gingen wir alle früh schlafen, um am nächsten morgen ausgeschlafen unsere Tour zu beginnen.

09 Nov. 2005 • Pisco - Lima

Reifenpanne
Die Gruppe in Lima

Stadtrundgang in Lima

Ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück begannen wir morgens um 10 Uhr unsere City Tour durch Lima. Victor, unser Guide, holte uns am Hotel ab und unsere erste Anlaufstelle war der Plaza de Armas von Lima wo sich der Regierungspalast, das Rathaus und die Kathedrale befinden. Anschließend besuchten wir die Kathedrale und das Kloster San Francisco mit seinen Katakomben.

Nach dem Stadtrundgang fuhren wir dann auf der Panamerica Sur gen Süden nach Pisco. Unterwegs machten wir am Strand ein Picknick. Zum ersten Mal aßen wir typisches peruanisches Essen: Arroz con pollo. Lecker!!!

Auf der Weiterfahrt nach Pisco mussten wir einen kurzen Zwangsstopp einlegen, da unser Bus einen Platten hatte. Wir hielten gleich in der Nähe von Hühnerfarmen und dementsprechend lag auch ein gewisser Duft in der Luft ;-). Abends im Hotel durften wir dann unseren ersten Pisco Sour probieren! Salud!

10 Nov. 2005 • Pisco - Ica

**Vom Tierparadies ins Naturpa
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Vom Tierparadies ins Naturparadies

Heute mussten wir schon früh aus den Betten, denn es ging zu den Islas Ballestas, dem "peruanischen Galapagos". Mit dem Speedboot ging es zuerst zum Candelabro, danach zu den Inseln. Hier sahen wir Seelöwen, Kormorane, "Rotkofpgeier" ;-) und wir hatten viel Glück, denn auf der Rückfahrt sahen wir im Hafen noch vier bis fünf Delphine.

Anschließend besuchten wir mit Pedro, unserem lokalen Guide, das Museum über die Paracas-Kultur und die Felsformation "La Catedral". Wir fuhren durch die Wüste zu einem kleinen Fischerort, wo wir zu Mittag aßen. Hier konnten wir eine weitere peruanische Spezialität probieren: Ceviche.

Mit vollen Mägen ging die Reise dann weiter nach Ica in die Oase Huacachina zum Sandboarden und zu einer Buggy-Tour durch die Sanddünen der Wüste. Das war ein Riesenspaß!

In Sand gebadet ging es danach in ein äußerst skuriles "Steinmuseum" des Dr. Javier Cabrera. Hier durften wir dessen Theorien über das Zusammenleben der Dinosaurier mit der südamerikanischen Bevölkerung, die im übrigen auch die Gehirntransplantation beherrschte, lauschen. Der Besuch sorgte für einigen Gesprächsstoff (wir diskutieren immer noch!).

11 Nov. 2005 • Nazca - Ica

Panamericana Sur
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Ein Tag im Zeichen der Maria Reiche

Nach einem romantischen Frühstück in der Oase machten wir uns um 9:00 Uhr morgens auf, um eine Piscobrennerei zu besichtigen und diesen auch in allen Variationen (von 21% - 42%) zu probieren.

So beflügelt machten wir uns mit unserem Bus auf, um den Spuren von Dr. Maria Reiche aus Dresden zu folgen.

Bevor wir das berühmte Maria-Reiche-Museum besichtigten, machten wir unterwegs halt, um Läuse zu quetschen, Baumwolle zu fotografieren und Orangen zu kaufen. Im Museum war unser äußerst motivierte Guide Bruno (oder wie auch immer er hieß) so begeistert von Peters Super-Sportler-Sonnenbrille (rot-metallic), dass er diese käuflich erwerben wollte. Nachdem er allerdings den Preis hörte, begnügte er sich dann doch mit einem Foto per Post aus Deutschland (Bruno trägt Brille!).

Aufgrund eines Fluglotsenstreiks (sogar in Nazca!) mussten wir einige Zeit warten, bis wir den magenerschütternden Flug über die Nazca Linien starten durften. Die Wartezeit wurde uns von anderen viventouris versüßt, die uns in aller Ausführlichkeit die Leiden des Fluges mitteilten (Unsere Mägen haben alle durchgehalten!!)!

Zurück im Hotel warfen sich Goran und Olaf erstmal in den Pool. Katja, Peter, Steffi und Sylvie lagen lieber faul in der Sonne (so warm wars um fünf aber dann auch nicht mehr).

Zum Abendessen gab es dann eine Überraschung: Essen aus dem Inka-Erdofen (das Essen war aber frisch): Verschiedene Kartoffeln, Fleischsorten, Mais, Käse und Tamales - so eine Art Maispampe im Bananenblatt mit Schleifchen. Als Abschluss bekamen wir eine heftige Tanzdarbietung von sehr beweglichen Jungs (evtl. aus Gummi?) mit nacktem Oberkörpern. Steffi hat ja inzwischen eine Vorliebe für peruanische Drummer und Tänzer entwickelt. Leider bekommt sie kein Date, da sie keine CDs kauft - aber wir werden in der nächsten Zeit nachhelfen! ;-)

12 Nov. 2005 • Corire - Nazca

Chauchilla Friedhof Bewohner
Sandspiele nach dem Picknick

Mumien, Krebsjagd und Reifenwechsel Crash Kurs

Heute fing der Tag gut an. Bevor wir am Friedhof von Chauchilla ankamen, mussten wir unseren ersten unfreiwilligen Stopp einlegen: Reifenwechsel.

Am Friedhof erklärte uns Orlando dann - halb auf Englisch, halb auf Deutsch - alles wichtige über den Friedhof und über die Nazca-Kultur. Wir lernten sogar Pedro, die Mumie, kennen. Anschließend machten wir uns auf den langen Weg, der uns auf der Panamerica Sur entlang der Pazifikküste bis nach Corire im Majes-Tal führte.

Unterwegs hielten wir (freiwillig ;-) in Yauca wo wir Oliven probierten. Wir hatten auch viel Glück, denn wir konnten Wildpferde, wilde Esel und sogar einen Fuchs beobachten. Unser Mittagessen war heute ein Picknick. Wir hielten (freiwillig ;-) an einem schönen Strand. Dort gingen Brigitte, Steffi und Silvie nach dem Essen auf Krebsjagd. Dabei wurden die eine oder andere vom Wasser überrascht. Währenddessen nahmen unsere Chauffeurs den nächsten Reifenwechsel vor.

Doch leider mussten wir schon bald einen weiteren Stopp einlegen, um unseren Reservereifen zu reparieren. Dann ging es jedoch ohne weitere Probleme weiter bis nach Corire. Dort wurde uns ein leckeres Flussshrimps - Buffet aufgetischt. Unser Hotel war eine alte Hacienda. Im Hof versammelten wir uns um ein Lagerfeuer und tranken Cervezas und Pisco mit Sprite (huacho). Aber da es am nächsten Tag in die Höhe gehen sollte, gingen wir recht früh zu Bett.

13 Nov. 2005 • Corire - Colca-Schlucht

Schöne Aussichten
Wo sind denn nun die Petroglyphen?

Auf ins Colca Tal

Heute hatten wir eine lange Fahrt vor uns. Und zwar war unser Zielort heute Cabanaconde im Colca Tal. Doch bevor wir losfuhren, besuchten wir in Corire noch die Petroglyphen am Toro Muerto (Toter Stier). Wir sahen etliche Steine, die voll mit Zeichnungen von Lamas, Condore, Schlangen und Schamanen waren. Mauricia, unser lokaler Guide, erklärte uns zu jedem Stein kurz und knapp das Wichtigste. Leider mussten wir ein bisschen warten bis unser Bus wiederkam, denn die Chauffeure haben heute ihren (hoffentlich) letzten Reifenwechsel gemacht. Und wir bekamen sogar zwei ganz nagelneue Reifen!!!

Auf der langen Holperstrecke nach Cabanaconde gab es zum Glück viel zu sehen: Kakteen, Viscachas, und eine tolle Landschaft, die je nach Höhe - wir kamen bis auf über 4000m - wechselte. Auch die Temperatur wechselte ständig, obwohl Gorans Superuhr fast immer angenehme 22 Grad anzeigte. Sehr seltsam!!! Als wir ungefähr den halben Weg geschafft hatten, machten wir ein Picknick (lecker!) an dem einzigen Baum, der weit und breit zu sehen war und tranken unseren ersten Cocatee gegen die Höhe. Olaf trank sich einen richtigen Cocateerausch an ;-)

Abends im Hotel in Cabanaconde probierten wir unser erstes Alpaka-Fleisch und waren positiv überrascht davon.

14 Nov. 2005 • Arequipa - Cabanaconde

Entertainment im Colca Tal
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Auf Safari-Tour

Um 6:00 Uhr morgens erhielten wir einen gar sinnlichen Morgengesang durch den hoteleigenen Esel. Das anschließende Staccato durch den Mixer in der Küche (Saft für`s Frühstück) raubte uns endgültig den Schlaf. Das war nicht weiter schlimm, da wir eh frühzeitig zum "Cruz del Condor" aufbrechen mussten. Doch leider wurden wir von der Familie Condor enttäuscht, die uns zwei Stunden warten ließ ohne sich auch nur einmal blicken zu lassen.

Auf der Weiterfahrt durch das Colca-Tal erklärte uns Viviana - unser Guide für den heutigen Tag - die Geschichte des erst kürzlich wiederentdeckten Tals. In Chivay durften wir uns im Thermalbad bei gut 40º C köcheln um uns anschließend an einem reichhaltigen Buffet mit allerlei traditionellen peruanischen Speisen zu stärken. Dies war auch notwendig, da wir noch 4,5 Stunden Fahrt vor uns hatten und dabei noch eben einen Pass mit ca. 4900m überqueren mussten.

Die Fahrt nach Arequipa wurde ständig durch unsere Mädels durch "Aaaah - Alpacas" oder "Ooooh - Lamas" unterbrochen, wobei sich unsere Fotografen über die Fotostops freuten. Neben den oben genannten Tieren hatten wir das große Glück, Vicuñas und Viscachas zu sehen. Man fühlte sich wie auf einer Safari Tour.

Gegen 18.30 Uhr kamen wir an unserem Hotel an, welches im Kolonialstil erbaut war und allen ein "oh wie schön" von den Lippen zauberte. Den Abend ließen wir dann im Restaurant Bonanza ausklingen.

15 Nov. 2005 • Arequipa

Heutiges Thema- Technik und Obst
Szene aus dem Santa Catalina

Sozialprojekte und Shopping

Endlich durften wir mal wieder ausschlafen! Nach einem ausgiebigen Frühstück (mit Nutella!) wurden wir von Christian zur Sozialtour abgeholt. Wir besuchten zwei Kindergärten, eine "Schamanen"-Station ;-) und einen Seniorentreff mit Großküche und bekamen viel über die Sozialhilfe von viventura erzählt.

Mittagessen bekamen wir diesmal im wunderschönen Garten von viventura gemeinsam mit den dortigen Mitarbeitern serviert. Carmensita -die Hausmama - hatte sich selbst übertroffen. Um 14.30 Uhr trafen wir uns mit Viviana im Kloster Santa Catalina. In 2,5 Stunden blieb uns besonders das Wort "Totalklausur" hängen. Abends blieb uns Zeit für eine mehr als ausgiebige Baby-Alpaka-Shopping-Tour.

16 Nov. 2005 • Cuzco - Arequipa

Cuy al horno

Von Inkas, Mauern und anderen Delikatessen

Heute frühstückten wir tatsächlich wieder einmal erst nach dem Aufstehen und das auch noch auf der tollen Hotelterasse mit Blick auf die Vulkane. Ute gewann bei der Verlosung zum Abschied aus dem Hotel noch einen Pisco Sour und dann gings ab zum Flieger nach Cuzco. Der Flug bescherte wunderbare Ausblicke auf die Anden und deutete dabei leider auch an, dass uns in Cuzco die eine oder andere Wolke erwarten würde. In 3430 m blieb uns beim Aussteigen für einen Augenblick die Luft weg. Doch dann ging es schon zur Saqsayhuaman, der Ruine einer riesigen Inkafestung hoch über der Stadt. Neben dem kulturellen Erbe begeisterten dort zwei blonde Jungs Heerscharen pubertierender Peruanerinnen, die den Beiden endlose Fotoshootings abverlangten.

Wenngleich der Abschied unter diesen Umständen noch schwerer fiel - wenn's am schönsten ist, muss man gehen - wollten wir den sagenumwobenen Sonnentempel keinesfalls verpassen. Unser Guide führte uns in weitere Mysterien der Inkas ein. Doch die Zeit blieb knapp. Auf dem Plan standen noch die Kathedrale und der berühmte 12-eckige Stein - gibt es ein Fotoalbum in dem der fehlen darf? - harrten unserer Gruppe.

Müde und hungrig von diesem erlebnisreichen Tag glaubten wir unserem Guide zwar nicht so recht, dass der schwarze Jesus in der Kathedrale seine Farbe vom Russ der Kerzen hat. Aber jetzt riefen schon die knusprigen Meerschweinchen, eine Delikatesse der Bergbevölkerung. Leckere aber magere und kleine Tiere, die uns anders als der Rest des Tages einfach nicht so recht überzeugen wollten.

17 Nov. 2005 • Cuzco - Cusco

La Compañia de Jesus
Plaza de Armas

Freier Tag, 4-Tages Inkatrail, Machu Picchu

Am heutigen Tag hat sich die Gruppe geteilt, da verschiedene Abenteuer auf dem Programm standen. Olaf musste heute als erster aus den Federn, denn für ihn stand heute Machu Picchu auf dem Programm. Brigitte, Ute, Sylvia und Goran brachen auf den 4-Tages Inkatrail auf. Sie werden wir am Sonntag in Machu Picchu wiedertreffen.

Katja, Peter, Steffi und Sarah blieben in Cuzco. Wir besuchten heute das Inka Museum, welches sehr interessant war. Ausserdem stand natürlich noch Souvenir-Shopping auf dem Programm. Das darf auf keinen Fall fehlen! Am Abend trafen wir uns wieder mit Olaf in Cuzco.

Nachtrag Inka Trail: Unser Tag fing um 5.30 Uhr mit einem ausgiebigen Fruehstueck an. Nach einer sehr chaotischen Busfahrt (mind. 10mal im Kreis durch die Stadt) ging es los Richtung Ollantatatambo, um dort noch schnell Wanderstöcke und Regenponchos zu erwerben. Da wir recht spät loskamen, gab es nach zwei Stunden schon einen ausgiebigen Lunch in der Wildnis. Selbstverständlich mit Tischdecken, Servietten und drei Gängen. Nach weiteren zwei Stunden lockeren Marschierens kamen wir bereits in unserem 1. Camp Site an. Die Zelte waren bereits aufgebaut und es war Tea Time! Nach einer kurzen Erfrischung im Wildbach gab es dann gleich Abendessen - nach dem wir dann gleich in die Heia fielen.

18 Nov. 2005 • Cuzco - Cusco

Inka-Flagge
Katja und Peter und die "kleine" Überraschung

Freier Tag, Dschungel, Inka-Trail 2. Tag

Heute war mal wieder Ausschlafen angesagt. Beim leckeren Frühstück machten Steffi, Peter und Katja Pläne für den heutigen Tag, mit der Absicht heute das Precolumbianische Museum zu besuchen und nicht mehr so viele Souvenirs einzukaufen.

Für Olaf ging es heute in den Dschungel nach Puerto Maldonado. Sarah brachte ihn noch zum Flughafen, danach war der Arme ganz auf sich alleine gestellt. ;-)

Am Abend trafen wir uns zum Abendessen und jeder erzählte von seinen Shopping-Abenteuern. Und wie es hier halt so ist, kommt man auf jeden Fall mit mindestens einer Tüte voller Geschenke wieder ins Hotel zurück. Außerdem erlebten Katja und Peter noch eine "kleine" Überraschung als sie ein Bier im Restaurant bestellten. Statt der üblichen 620ml-Flasche wurde nämlich eine 1,1-Liter-Flasche serviert. Aber ausgetrunken wurde die natürlich auch!

Nachtrag Inka Trail: Wir hatten heute einen äußerst harten Tag! Ute nahm sich, weil ihr gestern der Rucksack sehr schwer war, einen Träger. Der Pass der Toten Frau mit 4200m war nicht ohne. Kaum dass wir wieder abgestiegen waren (nach sechs Stunden Marsch) erwartete uns von unseren Superköchen ein frischer Erdbeersaft und anschließend wieder ein super Lunch. Bewundernswert wie die Träger mit mind. 25 kg Gepäck an uns vorbeistürmen und es immer schaffen lange vor uns da zu sein und immer gut gelaunt!! Nach zwei Stunden Siesta ging es jedoch weiter: Der nächste 4000er Pass stand uns bevor. Und nach dem 1. Pass hatte es der jetzt wirklich in sich! Die Knie zitterten, die Oberschenkel waren schwach, die Schultern schmerzten….. Aber wir haben es alle geschafft!!! Und die Aussicht, dass wir morgen ausschlafen dürfen, baut wirklich auf!!!

19 Nov. 2005 • Cuzco - Cusco

Am Beginn des Inka-Trails sahen wir noch frisch au
Ausblick auf Machu Picchu

Inkatrail

Heute begaben sich auch Peter, Katja, Steffi und Sarah auf den Inkatrail - doch nur auf die Kurzvariante! Das reichte uns schon aus ;-)

Um 5.45 Uhr früh ging es los. Dieses Mal konnten wir leider nicht das leckere Frühstück genießen… Am Kilometer 104 begann für uns die Wanderung. Nachdem wir ca. 10.000 ;-) Stufen und ca. 700 Höhenmeter - die sich aber wie 1000m anfühlten - überwunden hatten, kamen wir zur Mittagszeit in Wiñay Wayna - Ruinen an. Dort trafen wir überraschenderweise auch Goran, Sylvia, Ute und Brigitte. Die Vier kamen schon recht früh an ihrem Zeltplatz in Wiñay Wayna an und und konnten sich so von ihren Strapazen der letzten Tage erholen, bevor es am nächsten Tag wieder bis Machu Picchu weitergehen sollte.

Nach dem Mittagessen mussten wir uns dann nochmals aufraffen, um den Rest des Weges bis zum Intipunku (Sonnentor) und weiter bis Machu Picchu zu gehen. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter, denn gerade als wir die Inkaruinen vor uns sahen, kam die Sonne hinter den Wolken hervor und wir konnten tolle Fotos schießen. Der Abstieg bis zur Busstation kostete uns dann die letzten Kräfte. Sarah ärgerte ein Lama und erntete dafür einen bösen Blick von dem Tierchen. Aber zum Glück hatte das Lama den Mund voller Bambus, so konnte es also nicht spucken :-)

Nach dem Abendessen fielen wir alle Vier schon um 21 Uhr tot ins Bett.

Olaf erlebte währenddessen feucht-heiße Tage im Dschungel und ging in der Nacht auf Kaiman-Jagd.

Nachtrag Inka Trail: Heute hatten wir einen richtig entspannten Tag. Die Nacht durch hatte es geregnet, aber pünktlich zum Abmarsch war es trocken. Bereits nach 3 1/2 Stunden kamen wir in unserem Camp an, wo wir die restlichen viventuris trafen (s. o. ). Hier war es endlich einmal möglich zu duschen!!! Man fühlte sich wieder wie richtige Menschen! Hier im letzten Camp für unsere Crew, wurde richtig aufgetischt!! Aber nicht lange gefeiert, denn morgen müssen wir um 3.45 Uhr aufstehen!!!

20 Nov. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Am Morgen in Machu Picchu
Bergwelt um Machu Picchu

Inkaruinen

Auch heute konnten wir wieder nicht ausschlafen. Wir wollten so früh wie möglich nach Machu Picchu, um einen tollen Ausblick zu haben.

Wir trafen uns mit den restlichen Inkatrailern, die heute ihr Zelt schon um 4 Uhr räumen mussten. Dann begannen wir die Tour durch die Inkaruinen. Leider hatten wir heute nicht so viel Glück mit dem Wetter. Schon nach kurzer Zeit begann es wie aus Kübeln zu schütten. Und leider war auch keine Besserung in Sicht. Daher fuhren wir schon wieder recht früh nach Aguas Calientes zurück, wo Brigitte, Steffi, Goran und Sylvia die Thermalquellen zum Entspannen und Aufwärmen nutzten. Der Rest wärmte sich am Pizzaofen in einem Lokal mit Mate de Coca auf.

Am späten Nachmittag "schaukelten" wir dann mit dem Zug nach Cuzco zurück.

21 Nov. 2005 • Cuzco - Capachica

Ute auf dem La Raya Pass
Peruanisches Hochland

Über den Altiplano an den Titicacasee

Heute durften endlich alle einmal ausschlafen!! Göttlich!! Es gab heiße Duschen und ein super tolles Frühstück. Das einzig betrübende war, dass einige von uns sich nicht besonders wohlfühlten :-( Nichtsdestotrotz machten wir uns mit einem wahren Luxus-Reisebus auf den langen, holprigen Weg an den Titicacasee.

Dort kamen wir leider im Dunkeln an. Mit Eseln wurden wir vom Bürgermeister höchstpersönlich empfangen und zum "Speisesaal" geleitet. Hier erwartete uns heißer Tee und ein super Essen, das alle - noch - sehr genossen.

Später wurden uns unsere Häuser zugewiesen, in denen bereits Kerzen brannten (es gab weder Strom noch fließendes Wasser). Mit drei Wolldecken schlief es sich wirklich gut … bis zum Eselschrei um sechs……

22 Nov. 2005 • Capachica

Ausblick auf den Lago Titicaca
Goran bei der Wanderung am Titicacasee

Ein Tag im Kräutergarten

Heute durften wir ausschlafen. Trotz Eselweckruf ist das auch allen gelungen… ;-). Nach einem wundervollen Frühstück - serviert vom Bürgermeister höchstpersönlich - nahm uns derselbe mit auf eine kleine, aber anstrengende Wanderung auf einen "4000er".

Während des Marsches erklärte er uns allerlei Heilkräuter, die wir auch gleich in einem "Magen-Darm-Tee" testeten (wirkte leider nicht bei allen). Dann wurden wir aus einer romantischen Bucht in unsere "Heimatbucht" zurückgerudert.

Nach einer langen Siesta versammelten sich alle Kinder der Umgebung (mindestens….. acht) um mit uns Neon-Luftballons aufzublasen (schon mal in 3800 m versucht?), Bananen zu essen und Kekse zu essen. Als alle müde und satt waren, waren sie auch schon wieder verschwunden…

…Und wir mit einem grauenhaften Gewitter allein….. Da überlegt man es sich schon mehrmals, ob man aufs Dorfklo rennt oder nicht.

Aufgrund der Unmengen heißen Coca-Tees konnte Olaf dann auch nicht schlafen ;-) Andere hingegen mussten sich die ganze Nacht sportlich betätigen und rauf und runter laufen (Haus-Klo-Haus-Klo- usw.)

23 Nov. 2005 • La Paz - Capachica

Steffi auf großer Fahrt mit dem Tortora-Boot
Die Cordillera Real auf der bolivianischen Hochebe

Eine Bootsfahrt die ist lustig….

Um 6 Uhr morgens ging es mit einem Original- Peruanischem-Rennbus "only twenty minutes" los nach San Pedro zum "Hafen", wo ein privates Boot auf uns wartete.

Auf dem Weg nach Puno besuchten wir noch die ursprünglichen Schilfinseln des Volkes der Uros (Seemenschen), wo wir lustige Souvenirs erstehen konnten (Olaf hat jetzt einen tollen Weihnachtsstern!).

Nach zwei Stunden Sonnenbaden auf dem See holte uns unser Luxusbus ab. Unser Gepäck wurde mit Fahrradtaxis vom Boot abgeholt und zum Bus transportiert.

Los ging die holprige Fahrt zur bolivianischen Grenze, wo wir glücklicherweise vor der Mittagspause der Beamten ankamen! In Desaguadero mussten wir uns zuerst einen Ausreisestempel holen, dann durften wir unser erstes Geld wechseln, bevor wir dann über eine von Stacheldraht gesäumte Brücke Richtung Bolivien aufbrachen (wir zu Fuß, unser Gepäck per Fahrrad). Drüben mussten wir natürlich auch erstmal aufs Amt, bevor wir in den neuen Bus einsteigen durften.

Auf dem Weg nach La Paz besuchten wir die Ausgrabungsstätte Tiahuanaco, die uns unser Guide Omar eingehend erläuterte.

Zum Glück konnten wir noch bei Tageslicht einen Blick auf La Paz werfen. Dort erwartete uns schon der nächste Guide zu einem kurzen Briefing für die Mountainbike-Tour morgen. Dann konnten wir endlich mal wieder duschen - fließendes, heißes Wasser ist schon was tolles!!

Unser großer Hunger trieb uns in das nächstgelegene bolivianische Restaurant. Für neun Personen gab es zwei Speisekarten und der Kellner hatte Mühe uns zu erklären, was dort stand. Eine Fleischplatte für drei Personen zum Beispiel war nicht sehr einfach: Es kamen DREI Platten mit den herrlichsten Innereien und einem undefinierbaren Kopf (Meerschweinchen? Hase? Ratte?). Die drei betroffenen Männer (wir haben ja nur drei) konnten bald nicht mehr lachen (spätestens nachdem sie die Schweinezunge ausgegraben hatten!).

Das Zahlen gestaltete sich bei dem minimalen IQ des Kellners dann auch als sehr schwierig! Aber schließlich klappte es doch und Brigitte und Goran konnten sich nebenan noch ihr heißersehntes Törtchen kaufen!!!

24 Nov. 2005 • La Paz - Puno

Plaza Murillo in La Paz
Auf dem Hexenmarkt

Mountainbike-Tour und Shopping in La Paz

Nach einem äußerst kargen Frühstück - der Frühstückskellner musste erst durch uns geweckt werden - absolvierten wir einen 20-minütigen Marsch durch die abgasgetränkten Straßen von La Paz, um unsere Mountainbike-Tour zu beginnen. Die vorbereitenden Maßnahmen (T-Shirt aussuchen, dringende Toilettengänge, Helme anpassen, Geld loswerden, passende und "wasserdichte" Regenhosen aussuchen) zogen sich länger als vom Veranstalter geplant hin.

Nach einer einstündigen Busfahrt erreichten wir bei Schneeregen unseren Startpunkt in 10282 m Höhe (eigentlich waren es nur 4500m). "Noch" frohen Mutes machten wir uns auf den Weg zur gefährlichsten Straße der Welt! Bereits nach 50m waren wir nass wie die Katzen und die Schuhe vollgefüllt mit "Eiswasser". Nach zwei längeren Anstiegen erreichten wir nach 15km die Abzweigung zum "Highway to Hell"! (Die ersten drei Softies hatten schon längst aufgegeben).

Die "mörderische" Strecke führte uns von der Hochebene durch die Wolken, den Nebelwald runter in den Dschungel, immer entlang schwindelerregender, mehrerer hundert Meter tiefer Abgründe. Teils waren auf dem Grund einige dort versehentlich abgestellte Fahrzeuge im stark zerlegten Zustand auszumachen. Nach vier Stunden erreichten wir gut durchgerüttelt das Ziel.

Hier gabs Bier und leckeres Essen nebst aufdringlichen Papageien. Danach ging es zurück auf der gleichen Strecke mit dem Bus wobei der Rückweg für manche schlimmer empfunden wurde als die Abfahrt. Erschöpft und glücklich über das bestandene Abenteuer kamen die "Survivors of the Death-Road" in La Paz an.

25 Nov. 2005 • Sucre - La Paz

Simon Bolivar
Hauptplatz von Sucre

Die weiße Stadt

Während dem bereits bekannten kargen Frühstück wurde erst einmal Meldung über die diversen "Konsistenzen" gemacht und analysiert. Dann machten wir uns auf den Weg zum Flughafen nach El Alto. Dort starteten wir in die eigentliche Hauptstadt Boliviens: Sucre.

Hier bezogen wir unser Hotel und erkundeten auf eigene Faust das Städtchen. Olaf, Steffi und Brigitte gönnten sich ein nobles Mittagessen im "Grand Hotel". Die Übrigen aßen Kleinigkeiten auf dem Markt.

Um 20 Uhr trafen sich dann wieder alle, um in ein bekanntes bolivianisch-schweizerisches Restaurant zu gehen. Eine "super" Panflöten-Band (sprach französisch) spielte hier stundenlang auf. Der französische Seniorenclub am Nebentisch flippte fast aus vor Begeisterung. Die französischen Groupies (Durchschnittsalter 69,75 Jahre) mussten von der viSecurity zurückgehalten werden.

Völlig fertig mussten wir danach erst einmal auf ein "Absacker"-Bierchen ins nächste Lokal gehen, wo wir nach Katjas Bildungsreisen-Geschichten ordentlich versumpften.

26 Nov. 2005 • La Paz

Im Dinotruck zu den Saurierspuren
Goran lässt`s sich gut gehen

City Tour in der "Weißen Stadt" Boliviens

Heute morgen begannen wir unseren Stadtrundgang durch die Hauptstadt Boliviens. Wir besuchten den Hauptplatz, das Casa de Independencia, wo die Unabhängigkeitserklärung unterschhrieben wurde und den Markt. Hier konnten wir viele kuriose Dinge sehen: Stierhoden, Kuhschnauze, Lunge, Herz… Am ehemaligen Bahnhof führten mehrere Schulen typische bolivianische Tänze auf. Die Kinder sangen alle auf Quechua.

Nach dem Mittagessen besuchten wir die berühmten Dinosaurierspuren. Mit dem Dinomobil (einem alten umgebauten Laster) fuhren wir am Hauptplatz ab. Die Spuren befinden sich auf dem Gelände einer Zementfabrik. Irgendwie hatten wir uns das anders vorgestellt…

Nachdem wir alle mit einem Bauarbeiterhelm ausgestattet wurden, ging es los. Jorge - Spitzname Georgy - erklärte uns anschaulich von welchen Dinosauriern die Spuren stammten und wie die Spuren verliefen.

Den Rest des Nachmittags hatten wir frei. Goran ließ sich seine Schuhe bei dem professionellen Schuhputzer am Plaza putzen, Peter, Katja und Brigitte zogen los, um einen Musikladen zu finden (leider ohne Erfolg) und der Rest shoppte auch noch einige Musik-CDs.

Am Abend gingen wir gemeinsam zum Essen (typisch bolivianisch beim Holländer).

27 Nov. 2005 • Sucre - Potosi

Verschnaufpause auf der City Tour
Blick auf den Cerro Rico

In der Minenstadt Potosi

Heute startete unser Tag mit einer rasanten Busfahrt nach Potosí, der wichtigsten Minenstadt Boliviens. Unser erster Eindruck war nicht sehr gut von der Stadt. Aber es ist halt eine typische Arbeiterstadt. Als dann die Sonne hinter den Wolken hervorblinzelte, war es schon besser.

Heute stand u.a. der Besuch des Casa Real de la Moneda, wo die Spanier ihre Silbermünzen prägten, auf dem Programm. Doch der Museumsbesuch war alles andere als toll, denn unser Guide hatte es wohl sehr eilig, um zu seinem sonntäglichen Mittagessen zu kommen. Er begrüsste uns erst einmal mit einem netten "Ihr seid zu spät! Jetzt haben wir nur noch 55 Minuten Zeit für die Führung!". Da kommt Freude auf. Und dann legte er in seinem Englisch los als wolle er den Rekord im Schnellsprechen brechen. Alles in allem war das Museum doch sehr interessant, da wir einen Einblick in die Münzprägerei bekommen haben.

Nach dem Mittagessen begann unsere City Tour mit Jaqueline (oder Claudia?). Sie zeigte uns die Ober- und Unterstadt, also das damalige Spanier- und Indigenasviertel und erzählte uns alles über die Geschichte Potosís und über die Silberminen im Cerro Rico, dem "Reichen Berg". Danach gingen wir noch Kaffee trinken.

Zum Abendessen gingen wir in ein nettes, kleines Lokal. Wir mussten zwar lange auf das Abendessen warten (der Koch war gleichzeitig der Kellner), doch es war superlecker - und echt bolivianisch: Rösti, Spaghetti, Griechischer Salat ;-)

28 Nov. 2005 • Potosi - Uyuni

Der (weinende) Tio (nachdem ihm 96%iger Alkohol in
Das große Abenteuer beginnt: kurz vor dem Abstieg

Besuch der Silberminen

Heute stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: der Besuch der Silberminen von Potosí. Nach dem Frühstück mussten wir uns erst mal einkleiden: schicke grüne Hose, grüne Überziehjacke, Gummistiefel und Helm. Anschließend fuhren wir auf den Markt. Hier gab es wirklich alles mögliche zu kaufen: Cocablätter, Alkohol (96%), Sprengstoff usw. Jeder kaufte den Minenarbeitern ein kleines "Geschenk", z.B. Sprengstoff und Cocablätter, denn diese Männer (und auch Kinder) arbeiten unter schwersten Bedingungen.

Bei einem Aussichtspunkt führte unser Guide uns eine Sprengung vor. Sehr interessant!!! Und vor allem laut! Danach bekamen wir noch unsere Kopflampen und dann ging es los. Durch einen kleinen Gang arbeiteten wir uns ins Innere der Mine vor. Bald schon mussten wir nach unten in die nächste Ebene klettern. Hier ging es sehr eng zu. Nach und nach trafen wir immer wieder auf Minenarbeiter, die uns zeigten wie und unter welchen Umständen sie arbeiteten. Jeder durfte auch mal probieren, ein Loch für den Sprengstoff zu meiseln. Goran packte auch kräftig mit an. Er half mit, die schweren 50-Kilo-Säcke aus einer Tiefe von 50m anhand einer Kurbel herauszubefördern. Jedem Minenarbeiter übergaben wir ein kleines Geschenk.

Nachmittags ging unsere Reise weiter. Wir fuhren durch eine wunderschöne Landschaft bis Uyuni. Unterwegs sahen wir viele Lamas, tolle Felsformationen und eine Wolke, die uns alle in ihren Bann nahm.

Unser Tag endete im hoteleigenen Restaurant mit einer leckeren Pizza und einem (oder auch zwei) Gläschen Rotwein und echtem bolivianischen Bier in einer 1-Literflasche.

29 Nov. 2005 • Chuvica - Uyuni

Riesenkaktus in der Salzwüste
Internationale Salzwüste

Über den größten Salzsee der Erde

Nach einem gemütlichen Frühstück schlenderten wir noch durch Uyuni. Um 11.30 Uhr ging unsere Tour in die Salar de Uyuni los. Mit zwei Jeeps fuhren wir zuerst auf einen Eisenbahnfriedhof. Peter wollte am liebsten dort bleiben… Dann ging es weiter nach Colchani wo uns alles Wichtige über die Salzproduktion erklärt wurde. Mit einfachsten Mitteln werden dort täglich an die 20 Tonnen Salz per Hand abgefüllt!

Jetzt fuhren wir in die Salzwüste rein. Die Landschaft war gigantisch: ein Meer aus Salz. Wohin das Auge blickt nur weiß! Am Salzhotel machten wir einen kurzen Stopp. Dieses Hotel wurde aus purem Salz gebaut, sogar Betten, Tische und Stühle. Weiter gings dann bis zur Fischinsel (Isla del Pescado), auch Inkahuasi genannt. Am Rande der Insel machten wir erst einmal Picknick. Es gab gegrilltes Fleisch, Nudeln, Tomaten- und Gurkensalat und als Nachtisch sogar Wassermelone. Danach machten wir einen kurzen Verdauungsspaziergang und kletterten auf die Insel. Hier wachsen riesige Kakteen, die bis zu 1200 Jahre alt sind.

Am Nachmittag kamen wir in Chuvica an. Dies war unsere Unterkunft. Einige von uns erkundigten die nähere Umgebung und suchten vergeblich nach dem Sonnenuntergang, andere hatten es sich vor dem riesigen Panoramafernseher ;-) gemütlich gemacht. Heute war schon um 22 Uhr Bettruhe angesagt, denn nur bis zu dieser Uhrzeit gab es Strom. Aber das machte nichts, da wir sowieso am nächsten Tag früh aufstehen mussten.

30 Nov. 2005 • Chuvica - Salar de Uyuni

Baum aus Fels
Brigitte und Goran beim Plantschen

Lagunen, Flamingos, Vicuñas etc.

Heute stand eine lange Fahrt bis nach Chile auf dem Programm. Daher begann der Tag auch schon sehr früh. Um 4.30 Uhr mussten wir uns aus den warmen Betten quälen. Aber wir wurden dafür mit einem schönen Sonnenaufgang entschädigt.

Frühstück (Brot mit extra salziger Butter und Marmelade) gab es ca. drei Stunden später in einem kleinen Dorf. Die Baños dort verschreckten einige. Sie zogen es dann vor, auf ein baño natural zu gehen. Anschließend fuhren wir durch das Valle de las rocas, an einem kleinen Salzsee und einer Lagune vorbei. Hier sahen wir unsere ersten Andenflamingos. Doch leider wollten diese sich nicht fotografieren lassen - sobald die fotografierwütigen Touristen sich näherten, flohen die Flamingos weiter in den See hinein. Unterwegs zum "Baumfelsen" sahen wir noch Vicuñaherden, Strauße und ein Viscacha. Wir kamen uns vor wie auf der Expedition ins Tierreich.

Mittag machten wir an der Laguna Colorada, einem rotgefärbten See. Danach holperten wir weiter zu den Geysiren und den heißen Quellen. Brigitte und Goran waren die einzigen, die sich ins Wasser trauten. Wie kleine Kinder plantschten beide im warmen Wasser herum :-) Endlich näherten wir uns der bolivianischen Grenze. Kurz machten wir noch Halt an der Laguna Verde, die im Sonnenlicht ganz türkis leuchtet.

An der Grenze wurden wir sehr herzlich von unserem chilenischen Chofeur empfangen ("No fruits, no vegetables, no Coca!"). - Ay, Ay Sir! Willkommen in Chile kann man da nur sagen. Und wieder kam die Prozedur mit Zettel ausfüllen, Stempel in den Pass und dieses Mal sogar Rucksäcke aufmachen. Später gingen wir noch alle gemeinsam zum Abendessen.

01 Dez. 2005 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Das "Amphitheater" im Valle de la Luna
Straße ins Middle of Nowhere

Mond- und Todestal

Beim Frühstück heute morgen im Hotel mussten wir um Käse, Butter und heißes Wasser kämpfen. Denn alles war genau abgezählt!

Auf dem Weg nach Calama besuchten wir das Valle de la Muerte und das Valle de la Luna. Dort sahen wir interessante Felsformationen (Amphitheater, Dünen, Tres Marias). Ob die Amerikaner hier ihre Mondlandung gedreht haben?!

In Calama hatten wir den Nachmittag frei. Nach dem Abschiedsabendessen mussten wir uns schon von Sarah verabschieden, die heute schon in Richtung Heimat Peru aufbrach. Aber der Abend war noch richtig lustig. Die Mango Sours und Pisco Sours hatten es wirklich in sich. Schon nach kurzer Zeit brach der ganze Tisch in Gelächter aus.

02 Dez. 2005 • Frankfurt - Cusco

Ab in den Flieger

Zurück zum Beton . . .

Nach dem Abschied von Sarah erwartete uns am Freitag morgen zunächst gar keines, dann spät ein erneut spärliches chilenisches Frühstück. Nach Pisco und Mango Sour am Vorabend war das aber für Manchen gerade noch zu ertragen, obwohl Nutella und Käse den Abschied schon etwas versüßt hätten. Brigitte war schon im Dunkeln zurück auf den Weg in die Schweiz aufgebrochen.

Statt der bestellten drei Taxis kamen dann zwei. Der Fahrer des Mini Bus lud so geschickt, dass er gerade mal die Hälfte des Gepäcks in seinem Kofferaum unterbrachte und zuriet den Rest doch im anderen Taxi zu verstauen. Dies klappte nicht und so mussten zwei Taschen in den Fahrgastraum. Wir blieben gewohnt kühl und amüsierten uns darüber genauso wie über den Umstand, dass die Rückenlehne des Busses beim gemütlichen Zurücklehnen Stück für Stück nachgab. . .

Dann gings schon ab in den Flieger nach Santiago. Dort boten uns diverse Taxifahrer noch Touren nach was weiß ich wohin an. In Ermangelung an Konsens und Barschaft verharrten wir stattdessen am Airport, ließen uns vom Airbus einladen und trennten uns dann in Madrid von Olaf, den es nach Hause in die Bundeshauptstadt zog. Der Rest zeigte in Madrid den Sicherheitsbehörden nochmal Kleingeld, Gürtel, Rucksäcke und was der Durchleuchtung sonst noch zugänglich ist. Zum Glück war Goran am Lesen und musste sich deshalb hierüber kaum echoffieren ;-))

Mit derart garantierter Sicherheit trennten sich unsere Wege schließlich in Frankfurt mit dem Versprechen, alle Fotos auszutauschen (wer kann das ertragen, wer hat das bestellt?).

Bess demnäx . . .