Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

11 Okt. 2005 • Lima

San Fancisco Kloster
Die Gruppe viventura Trekking

Ankunft Peru

Nach einer langen Reise sind wir endlich in Lima, der Hauptstadt Perus, angekommen. Auf unserer Anreise haben wir einen Zwischenstopp in Santiago de Chile gemacht, wo wir die Stadt besichtigt haben und auch unsere Gruppe näher kennen lernten.

In Lima haben uns Diana und Edgar (unser Fahrer) vom Flughafen abgeholt. Nach einem kurzen Empfang und einem kleinen Schluck Bier im Hotel sind wir tot ins Bett gefallen.

12 Okt. 2005 • Ica

Hauptplatz Lima
La Huacachina

Sanddünen

Zum Glück konnten wir am heutigen Morgen ein bisschen ausschlafen, denn gleich nach dem Frühstück kam unser Reiseleiter Carlos und holte uns für die City Tour ab. Er zeigte uns das historische Zentrum von Lima mit seinen wunderschönen Kolonialbauten.

Danach fuhren wir gen Süden entlang nach Ica, wo Chamo und die Buggys auf uns warteten. Das Highlight des Tages: mit Buggies und Sandboards in die Wüste! Ein großer Spaß!!! Endlich waren wir in der Mitte von den Sanddünen und fingen mit den Vorbereitungen für unseren Zeltplatz an. Nach einem Kampf mit den Zelten und den Isomatten haben wir endlich gegessen, etwas getrunken und geschlafen… :-)

13 Okt. 2005 • Nazca

Was hat Kerstin gefunden ?
Frühstück in den Sanddünen!!!

Nazca Linien

Unser Tag begann heute mit einem warmen Kaffee und Brot mit Wurst in der Wüste. Sehr früh fuhren wir mit den Buggies Richtung Strand, wo wir eine ruhige Pause gemacht haben und uns die Zeit u.a. mit Muscheln sammeln vertrieben.

Dann ging es wieder zurück zum Bus. Der Zwischenstopp im Maria Reiche Museum mit einigen vorbereitenden Informationen zu dem Nazca Linien holte uns kurzzeitig wieder in die Realität zurück. Fragen zur Bedeutung der Linien konnten nicht zufriedenstellend geklärt werden, Erich von Dänikens Theorie über die Ausserirdischen wurde aber geschlossen zurückgewiesen.

Nachmittags sind wir direkt zum Flughafen in Nazca gefahren. Mutig und unbeschadet überstanden alle den Flug über Affe, Astronaut, Kolibri usw. Als wir alle fertig waren, fuhren wir in eine Finca in der Wildnis und hatten ein leckeres Pachamanca (=Essen aus dem Erdofen) Abendessen.

14 Okt. 2005 • Corire - Nazca

Mumie
Chauchillas

Chauchillas

Heute mussten wir schon sehr zeitig aufstehen, denn uns stand eine lange Fahrt bevor. Zuerst besichtigten wir den Friedhof von Chauchilla, wo alle dann doch schon wach waren und aufmerksam den Ausführungen unseres heutigen Führers Orlando lauschten. Wir besichtigten die freigelegten Mumiengräber. Überall lagen bleiche Knochenreste herum, welche mit dem Nebel vor den Bergen unwirklich wirkten.

Danach ging es auf die Panamericana. Diese führte für lange Zeit an der Küste entlang, so dass sich uns immer wieder faszinierende Ausblicke auf Steilküsten und meterhohe Wellen boten. Für viele das erste Mal Baden im Pazifik. Das Wetter lud jedoch nicht gerade dazu ein. Deshalb gingen die Meisten nur mit den Füßen ins Wasser.

Am Abend gab es in Corire die Spezialität der Region, Flussschrimps in allen möglichen Variationen. Die Köchin erntete dreifaches Lob! Aber.. Vorsicht!! Da kennen wir auch unser "Traga mucho" der Gruppe = Christian, der kennt keine wenn er ißt… :)!!.

Der Abend klang am Lagerfeuer mit einige Runden Pisco Sour aus. Leicht verzaubert gingen wir dann ins Bett.

15 Okt. 2005 • Corire

Rafting
Im Majes Fluss

Relaxt

Heute haben wir um 8:00 oder 9:00 (egal!) die Toro Muerto Petroglyphen besucht, die noch einige Rätsel offen lassen. Danach entdeckten wir die Dino Abdrücke, obwohl es nicht für alle so besonders war…

Anschließend fuhren wir wieder ins Hotel und relaxten, einige gingen auch zum Fluss Majes. Christian, Rita, Uli, Checo un Diana buchten noch etwas mehr activ "Rafting im Majes Fluss" oder (schöner Spaziergang im Majes Fluss!!!! :-))

Am Abend gab es Gegrilltes und leckeren Salat. Wir lernten Marcio (mehr bekannt als Radio!)kennen, der erklärte, was uns am nächsten Tag in der Cotahuasi Schlucht erwartet.

16 Okt. 2005 • Cotahuasi Canyon - Atacama Desert

Steffi in Cotahuasi
Die Yareta kann man nicht essen

Ein langer Weg

Unser Tag fing gegen 7:30 Uhr an :0!! Wir machten uns auf die laaaaange Fahrt Richtung Cotahuasi - hinein in den zweittiefsten Canyon der Welt.

Unterwegs machten wir ein Stopp in dem kleinen Dorf Chuquibamba. Die Fahrt ging dann weiter auf "lustiger" Schotterpiste und nach vielen Pipi Stops kamen wir zur Lagune Pallarcocha. Hier konnten wir eine schöne Landschaft bestaunen und erste Symptome der Höhenkrankheit bemerken, da wir uns schon auf 4650 m befanden. Am Nachmittag fuhren wir entlang der Serpetinen.

Alpakas und Lamas waren auf dem ganzen Weg zu sichten und endlich in Cotahuasi angekommen, hatten wir natürlich nur noch Essen, Duschen und Schlafen im Kopf… Duschen???? Ich glaube dieses Mal nicht! :(

17 Okt. 2005 • Cotahuasi Canyon

Renate und Rita
Cactus Tal

Tiefsten Canyon der Welt

Mit unserem Rucksack für die nächsten drei Tage fingen wir unseren ersten abenteuerlichen Trekkingtag an.

Wir fuhren etwa eine Stunde bis zum Startpunkt wo die Esel auf uns warteten, um unsere Zelte und Essen zu tragen.

Unterwegs hatten wir immer die Möglichkeit, uns mit Quellwasser zu versorgen. Die erste Attraktion war das Kakteen Tal…

Als wir in unserem Zeltplatz kamen, hatten wir noch Energie um eine kleine Strecke bis zu heißen Quellen zu laufen. Hier konnten wir wunderbar von unserem ersten Trekkingtag erholen :))!! Am Abend gab es Suppe und Nudeln neben unserem Lagerfeuer.

18 Okt. 2005 • Cotahuasi Canyon

Kind aus Cotahuasi
Heiße Quellen

Die weite Quechualla

Heute packen wir wieder unsere Zelte und Rucksäcke zusammen und verstauten diese in einer kleinen Hütte in der Nähe unseres Zeltplatzes.

Unser Ziel heute war das Quechualla Dorf. Das Entdecken und Wandern im Cotahuasi Canyon war ein besonderen Erlebnis. Unterwegs trafen wir auf alte Pre- Inkaruinen der Huari Kultur. Heute war die Sonne sehr stark, weshalb wir auf dem Rückweg an einer Wasserstelle einen Stopp zum Relaxen einlegten :)) !!!

Kerstin und Checo sind auf dem Zeltplatz geblieben, so dass wir bei unserer Rückkehr bereits unsere fertigen Zelte vorfanden. Wir haben noch zwei kleine Kinder vom Dorf kennengelernt und waren im Fluss fischen. Am Abend gab es frischen Fisch mit Kartoffeln, lecker!!! :)

19 Okt. 2005 • Cotahuasi Canyon

Sipia Wasserfall
Geschafft!

Sipia Wasserfall

Heute mussten wir früh unsere Schlafsäcke verlassen, damit wir nicht während der Mittagshitze im Canyon bergauf wandern mussten. Nach unserem Frühstück und als unsere Rucksäcke gepackt waren, startete unser anstrengender Trekkingtag.

Die Sonne schien immer stärker und wir freuten uns, als wir endlich die Sipia Wasserfälle sahen. Ein Weilchen später erreichten wir unseren Bus, der uns zurück ins Dörfchen Cotahuasi brachte.

Renate, Christian, Rita, Radio und Frau, Edgar und Diana hatten noch Lust (und ein Kilo Sand am Körper)zu den Thermalquellen von Luicho zu fahren. Wir hatten die Quellen nur für uns… :))) !!!

20 Okt. 2005 • Colca-Schlucht - Arequipa

Edgar unser Fahrer
Chuquibamba!

Chuquibambi !

Mehr oder weniger fit aufgrund der Höhe ging es gleich früh wieder los in Richtung Arequipa. Auf dem Weg konnten wir einige Condore, Alpakas und Lamas beobachten. Wir fuhren weiter auf der gleichen Holperpiste bis zum nächsten Dorf Chuquibamba oder "Chuquibambi". Dort gab es wieder einiges zu kaufen und ein leckeres Essen zum Mittag.

Von der Fahrt nach Arequipa gut durchgeschüttelt, kamen wir erst im Dunkeln an. Unser Abendessen genossen wir in einem Restaurant über den Dächern von Arequipa.

21 Okt. 2005 • Arequipa

Besuch im Waisenhaus in Arequipa
Kathedrale und Plaza de Armas

Sozialprojekt und City Tour

Heute durften wir ausschlafen, denn unser local Guide Christian holte uns erst um 10 Uhr ab, um mit uns das Sozialprojekt von viventura zu besuchen. Zuerst fuhren wir zur Schule und wurden von begeisterten Kindern stürmisch begrüßt. Christian erklärte uns alles rund um das Projekt z.B. warum es aufgebaut wurde, welche Leute rings um die Schule wohnen und warum diese "Siedlungen" gebaut werden.

Ein weiteres Projekt, jedoch nicht direkt von viventura gegründet, war ein Sozialhaus in einem anderen Stadtteil von Arequipa. Dort gaben wir den mitgebrachten Sack Reis ab und genossen den von dort aus guten Blick über die Stadt. Die Zeit verflog und eine Stunde später standen wir auch schon für unseren City Guide bereit, die uns nun Arequipa zeigte.

Das erste und auch beeindruckendste Ziel für diesen Tag war das berühmte Santa Catalina Kloster. Dort erfuhren wir vieles über das Leben der Schwestern und Novizinnen und durften die buntbemalten Mauern, Häuser und Innenhöfe bewundern (und viele Male fotografieren!). Unser Guide zeigte uns dann noch die Kathedrale am Plaza de Armas.

Zum Abschluss schlenderten wir nochmal über den sehr vielfältigen Markt, vorbei an Bergen von Obst, Gemüse, landestypischer Kleidung, Käse, Blumen, Fisch, ähm Frösche, Fleisch, einem Kleintiermarkt und einer ganz besonderen Ecke, nämlich der Gasse für die "Schamanen". Hier bekommt man alles von getrockneten Alpaka-Embrios bis zu lebenden Eidechsen (Wirkung wie Viagra ;-) ).

Dann ging es im Eiltempo ab zum Abendessen bei viventura. Hmmm, … lecker! Den Abschluss des Abends begannen wir noch mit einem kleinen Local. ;-). Müde fielen wir in unsere Betten …

22 Okt. 2005 • Cuzco

Cuzco
Steffi´s Geburstag mit Meerschweinchen

Die Ruinen warten auf uns!

Vormittags konnten wir entweder die Stadt weiter kennen lernen, ein paar Fotos machen, in der Stadt bummeln oder richtig ausschlafen, weil unsere Flugtickets nach Cuzco erst für 13:00 Uhr ausgestellt waren. Als Frühstück hatten wir heute leckeren Kuchen, da Steffi Geburstag hatte :)!!

Nach einem kurzen Flug und einer sehr kurzen Busfahrt bezogen wir unser Hotel. Nachmittags hatten wir frei und konnten die Stadt Cuzco besichtigen.

Der Abend klang mit einem tollen Menü in einem Restaurant aus. Steffi, Checo, Kerstin und Uli probierten Meehrschweinchen. Lecker!!! :) Dann sind wir noch in ein Lokal gegangen und feierten weiter Steffi`s Geburstag.

23 Okt. 2005 • Lares - Huancahuasi

Lares
Zelten neben den heißen Quellen

Alternativer Inkatrail !

Heute starten wir eine Alternative Route nach Machu Picchu. Unsere Local Guide war Celso oder "Celsius" "guck mal!!" . Bei uns war diesmal auch Matias, der auf unser Gepäck ein wenig achten sollte, oder so…

Wir starteten schon früh mit dem Bus und machten unterwegs ein paar Stops, wobei uns Celso vieles über verschiedene Orte erklärte.

Wir wurden noch von zwei Köchen begleitet, die uns jeden Tag klasse bekochen. Es war ein Luxus jede Mahlzeit mit allem in Ruhe zu genießen: Eßzelte, Stühle, Tische und alles möglich zum Essen. :) Nach dem Essen gingen wir mit Celso in das Lares Dorf.

Als wir wieder zurückkamen tranken wir noch einen Tee vor unserem Abendessen. Die Meisten haben anschließend noch in den heißen Quellen (inmitten der Berge) gebadet.

24 Okt. 2005 • Patacancha

Kinder eines Dorfes in Cuzco
Conni, Steffi und Rita - Inka Trail

Lagune Ipsacocha

Nach Wunsch wurden wir mit einem heißen Matetee geweckt, da wir heute sehr früh aufstehen mussten. Nach unserem Frühstück mit Pfannkuchen ging es los. Heute haben wir den Pass des Kondors auf 4350 m überquert und genossen danach den Blick auf die Berge.

Dann machten wir unsere Mittagspause diesmal ohne Essenszelt, da wir ziemliches Glück mit dem guten Wetter hatten. Celso sagte uns schon vorher, dass wir viel positive Energie haben müssten :-). Anschließen gingen weiter an zur Lagune Ipsacocha und weiter nach Patacancha auf 3650 m.

Am Abend gab es das Abendessen an einem Eukalyptus (fast) Lagerfeuer und ab ging es in der Kiste.

25 Okt. 2005 • Aguas Calientes - Ollantaytambo

Ollantaytambo
Warten auf den Zug

Wieder gutes Wetter

Genau wie gestern hatten wir früh unseren heißen Matetee. Ganz gemütlich wanderten wir bis Ollantaytambo. Das ging trotzdem sehr schnell, so dass wir dann viel Freitzeit in Ollantaytambo zum Essen oder spazierengehen hatten. Wir wanderten auch durch viele Dörfen und haben überall viele nette Kinder getroffen.

Mit den Zug fuhren wir nach Aguas Calientes wo wir unser Abendessen hatten. Außerdem wartete hier unser Hotel mit einer schönen warmen Dusche :-). Einige bevorzugten jedoch die heißen Quellen von Aguas Calientes.

26 Okt. 2005 • Cuzco - Machu Picchu

Kerstin auf dem Kondor Tempel
Der Sonnentempel

Guck mal!!! - unser Celso

Heute hieß es wieder früh aufstehen. Wir hatten ein super Wetter : )

Celso führte uns durch den gigantischen Komplex und erklärte uns dabei die Bau- und Verhaltensweisen der Inkas. Von Celso lernten wir viel über die Aufteilung der Ruinenstadt, über die baulichen Unterschiede der Ober- und Unterstadt und über die Nutzung der umfangreichen Terrassenanlagen. Wir besuchten die Sonnenuhr und den Tempel des Kondors. Celso verstand es, uns mit seiner Begeisterung für diese gewaltige Anlage anzustecken und konnte alle unsere Fragen fachkundig beantworten.

Nach der Führung konnten wir das Gelände alleine erkunden. Einige bestiegen den Nachbarberg, um die Ruinen von Wayna Picchu zu sehen und einen tollen Ausblick auf Machu Picchu zu genießen.

Am Nachmittag verließen wir die Inkastätte. Um etwa 13:00 Uhr ging es mit dem Bus ins Tal, wo wir bis um 16:20 Uhr auf den Zug warten mussten. Später kamen wir in Cuzco Stadt an und gingen noch etwas trinken…

27 Okt. 2005 • Capachica

Der Inca Scheco
An den Sacsayaman Ruinen

Von der Zivilisation in die Wildnis

Wir durften heute wieder nicht so lange ausschlafen aber dafür hatten wir heute ein richtiges Frühstück!!!

Am Vormittag zeigte uns unser lokaler Guide Geancarlos Saksayhuaman. Außerdem besuchten wir den Coricancha Tempel und die Kathedrale.

Abfahrt heute war erst um 12:00 Uhr. Ziel: Titicacasee bzw. das kleine Dorf Llachon auf der Halbinsel Capachica. Das hieß für uns: fahren, fahren, fahren ;-))) …und das ganze für ca. 7-8 Stunden. Als wir entlang der Hoppel-Schotterpiste fuhren, hatten wir mit dem Auto einen Platten… eine Weile später ging dann auch noch die Autotür kaputt, die Diana, Conny und Uli dann festhalten mussten.

Begrüßt wurden wir von unseren Gastgebern, die unser Gepäck hilfsbereit trugen, nachdem wir uns bei Primo mit Speis und Trank (Kokatee wieder mal, denn wir waren immerhin auf 3.800 Metern) gestärkt hatten, bezogen wir unsere Hütten. Die einen eine Nähere, … die anderen eine Fernere.

28 Okt. 2005 • Capachica

Unser Uli
In Capachica

Ruhe !!

Stellt euch vor, … ihr wacht auf, in einer Hütte am Titicacasee. Um euch herum: NUR RUHE! Die Sonne scheint seicht in euer Zimmer und ihr müsst nicht warten bis der Wecker euch aus den Federn schmeißt. Ja, … das ist kein Traum! Wir sind in Llachon. Zähneputzen und ähm, … der morgendliche Toilettengang ;-) mal ganz anders. ;-)

Gemütliches Frühstück mit Ei und Brötchen, dann ein schöner Spaziergang zuerst in der Grundschule von Llachon wo die Kinder für uns gesungen haben und wo wir auch ein paar Lieder sangen. Dann gingen wir auf den Minigipfel der Insel (ca. 4.000 m), zur Belohnung die geniale Aussicht genießen, trotz eingeschränkter Atmung, hat sich aber die Anstrengung gelohnt. Abschließend schipperten wir mit dem Boot ein kleines Stück auf dem See und bestiegen dann unsere letzte Hürde wieder zur "Verpflegungshütte" um Mittag zu essen.

Den Nachmittag hatten wir weitgehend frei und gingen an den Strand. Uli schwamm im Titicacasee und wir, die weniger Mutigen, gingen nur mit den Füßen hinein oder hatten einfach am Strand ein Sonnenbad, wanderten, schliefen oder lasen.

Dann war Ruhe bis zum Abendessen… und danach ging es schnell ins Bett.

29 Okt. 2005 • Tiwanaku - La Paz

Tiahuanacu
Frau von den Uros

Schwimmende Schilfinseln

Wir standen mal wieder früh auf und gingen Richtung Hafen, von wo aus wir zu den Inseln der Uros mit dem Boot fuhren. Die Schilfinseln waren tatsächlich faszinierend, Christina erklärte uns viel über die Inseln und noch über Puno.

Die Fahrt ging also schon kurz darauf wieder weiter in Richtung bolivianische Grenze; dort gab es ein kurzes Picknick an einer schön gelegenen Anhöhe.

Über die Grenze von Peru nach Bolivien gingen wir zu Fuß, da der peruanische Bus nicht die Genehmigung bekam, das Land zu verlassen. Das Gepäck folgte uns in Fahrradrikschas, und am Grenzübergang wartete schon unser Buschen auf uns mit dem wir weiter durch das Land reisten und etwaige Feldwege und Geheimpfade kennen lernen sollten.

Mit Isabel (unser Guide) haben wir die Tiahuanaku Kultur besucht. Auf dem Weg machten wir einige Fotopausen. Vor allem in der Cordillera gab es einige wirklich spektakuläre Aussichten.

Isabel führte uns durch die weitläufige Ausgrabungsanlage, die zwischenzeitlich als Weltkulturerbe in das Förderprogramm der Unesco aufgenommen wurde. Wir durchfuhren die oberhalb von La Paz gelegene Stadt El Alto und danach ging es abwärts nach La Paz. Um 19 Uhr kamen wir in La Paz an. Dann gingen wir essen ;-)

30 Okt. 2005 • La Paz

Plaza Abaroa
"La Paz Stadt"

Mountainbike-Tour

Wieder stand ein neues Highlight unserer Tour vor uns und wir begannen den Tag bereits um 07:00 Uhr mit einem Frühstück ;-)

Dann holte uns die Dame von der Firma "Madness" ab, die uns zu ihrem Büro und somit zu unseren Ausrüstungen für diesen Tag brachte. Denn heute ging es auf die berühmt berüchtigte "Death Road" - die gefährlichste Straße der Welt.

Wir fuhren mit einem kleinen Tourenbus zum Ausgangspunkt La Cumbre (auf 4.640 Metern) um dann zuerst auf Asphalt und irgendwann "endlich" auf unsere Schotterpiste zu stoßen. Die Fahrt ging vorbei an steilen Abgründen, harten Kurven, durch Wasserfälle bzw. deren Ausläufer, "tropisches" und trockenes Klima. Bald kristalisierten sich schon die Gruppen heraus, Schnellfahrer, Langsamfahrer, Sehr-Langsamfahrer, … und es soll hier auch mal betont werden, dass wirklich jeder "sein" Tempo fahren konnte.

Die Fahrt an sich ist sicherlich sehr anstrengend, besonders für die Handgelenke und das Körperteil, das auf dem Sattel sitzt ;-)), und leider hat es viel geregnet ; aber es hat sich echt gelohnt.

Nach 3.345 Metern waren wir am Ziel angekommen und konnten uns im Pool und bei kalten Getränken erfrischen. Ach ja, und Duschen gab es natürlich auch. … und aus den schmutzigen Klamotten heraus, fühlten wir uns auch gleich viel frischer! ;-))

Stolz trugen einige von uns schon das "Prämien T-Shirt" mit dem Aufdruck "Death Road Surviver".

Ein Erlebnis der ganz anderen Art!!!

Scheco und Diana blieben in der Stadt und besuchten das Coca-Museum. Klasse!! Außerdem kauften sie noch Souvenirs ein und gingen lecker essen.

31 Okt. 2005 • La Paz

Renate
Aussicht auf La Paz

Citytour und Sozialprojekt

Heute mussten wir nicht früh aufstehen :), da unsere Citytour erst um 15 Uhr anfing :). Da wir Freizeit am Vormittag hatten, gingen einige einkaufen und andere einfach spazieren .

Nachdem unser Guide Roberto im Hotel angekommen war, fuhren wir mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt und besuchten danach "El Valle de la Luna". Es war sehr schön. Vom Kili Kili Aussichtspunkt konnten wir ganz La Paz sehen. Dann besuchten wir noch den Hauptplatz. Danach sind wir mit dem Bus zum Sozialprojekt "Movida Boliviana" gefahren, welches von Pater Lutz aufgebaut wurde. Er und seine Mitarbeiter kümmern sich um die Straßenkinder und versuchen sie aus der Spirale von Drogen, Alkohol, Gewalt und Arbeitslosigkeit herauszuholen. In einer Wohngemeinschaft leben derzeit 12 Jungs zwischen ca. 7 und 15 Jahren. Pater Lutz berichtete uns von seinen Erfolgen, aber auch von den traurigen immer wieder vorkommenden Rückschlägen.

Am Abend trafen wir uns im Hotel, um gemeinsam Abend zu essen. Im Restaurant trafen wir unsere Reiseleiterin, die die Citytour mit uns gemacht hatte. Das Essen dauerte zwar etwas länger, es war jedoch lecker und die "tragamuchos" mussten warten. Nach ein paar Piscos und Bier gingen die Meisten zu Fuß zum Hotel. Die Faulenzer Diana, Kerstin, Scheco und Steffi - mit Taxi- wollten schnell nach Hause. So endete unser letzter Tag in La Paz.

01 Nov. 2005 • Uyuni

Pater Lutz
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im Zug

Um 10:30 Uhr sind wir von La Paz los gefahren. Wir hatten Glück und erreichten schon nach nur 1:30 Stunden Oruro. Der Bahnhof hatte schon auf, so dass wir unserer Gepäck abgeben konnten, um in der Stadt auf Restaurantsuche zu gehen.

Um 15:30 ging es los nach Uyuni. Wir wurden mit einem beheizten Wagon und bequemen Sitzen sowie einer Cola und einem Sandwich versorgt.

Um 10:20 Uhr sind wir in Uyuni angekommen und von hier direkt zum Hotel gefahren. Die Nacht war ein bisschen kalt, aber die Zimmer waren ok.

02 Nov. 2005 • Salar de Uyuni

Viel Spaß in der Salzwüste
...noch mehr Spaß :-)

Ein Meer aus Salz

Frisch ausgeruht begannen wir heute unsere Tour in die Salar de Uyuni. Zuerst besichtigten wir einen Eisenbahnfriedhof, wo die ausrangierten Loks ihre letzte Ruhe fanden. Anschließend fuhren wir mit unseren Jeeps - drei an der Zahl - in ein Dorf am Rande der Salzwüste. Jede Familie verpackt täglich ca. zwei Tonnen Salz. Natürlich durften die Souvenirs aus Salz nicht fehlen!!!

Danach ging es in die Salzwüste hinein. Wir waren begeistert von dem riesigen Areal, das aussah, als wäre es von Schnee bedeckt. Wir machten noch einen Stopp am Salzhotel, das ganz aus dem weißen Gold erbaut wurde. Anschließend fuhren wir bis zur Isla del Pescado, oder Inkahuasi, die so wegen ihrer Fischform genannt wird.

Doch bevor wir die Insel erkundigten, gab es erst mal Mittagessen - Picknick. Gestärkt machten wir uns dann auf den Rundweg über die Insel, fasziniert von den Jahrtausend alten Kakteen. Später machten wir noch eine tolle Fotosession in der Mitte des Salzsees.

Die Nacht verbrachten wir in Mehrbettzimmern in Chuvica. Hier gab es nur von 19 - 22 Uhr Strom. Daher ließen wir das Abendessen schon früh (bei mehreren Flaschen Wein) ausklingen. Denn am nächsten Tag sollte es schon in aller Frühe losgehen.

03 Nov. 2005 • San Pedro De Atacama - Laguna Colorada

**Lagunen, Vulkane und mehr...
"Laguna Colorada"

Lagunen, Vulkane und mehr…

Der heutige Tag war ein Tag der Naturschauspiele. Da wir schon um 5:00 Uhr starteten, sahen wir rote und weiße Lagunen, Flamingos, Lamas und unglaublich gefärbte Berge, heiße Quellen und Geysire der Dali Wüste usw.

Vorbei an den Steinformationen des Cañon de la Cascada kam später das Steintal, wo alle unglaubliche Fotos machen konnten. Unser Mittagessen nahmen wir an der Laguna Colorada ein. Der See bestach mit seiner roten Farbe unser Fotografenherz, und war bis zum Anschlag zugefroren.

Nach einem langen Tag sind wir nun in San Pedro de Atacama in Chile angekommen - und damit auch zurück in der Zivilisation. Mit warmen Duschen, Strom und richtigen Straßen.

Am Abend hatten wir unser Abschiedsessen mit Diana. Bei Pisco und Wein stieg auch gleich die Stimmung an und wir verbrachten noch einen lustigen letzten Abend zusammen mit unserer Reiseleiterin ;-)

04 Nov. 2005 • Santiago de Chile - Atacama Desert

Kerstin
Unser letztes Gruppenfoto :-(

…nach Hause

Mehr oder weniger fit trafen wir uns heute früh zum Frühstück und gegen 14 Uhr holte uns dann unser Bus ab, der uns zum Flughafen brachte. Dort gab es den ersten traurigen Abschied - von Diana, unserer Reiseleiterin.

Der Flug mit Zwischenstopp bis nach Santiago verlief ohne größere Zwischenfälle. Jetzt warteten wir auf den Flug nach Frankfurt, wo sich unsere Wege dann trennen werden. Bis zur nächsten Reise?

P.S.: Es war toll mit Euch! (Anm. d. Red.)