Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

07 Okt. 2005 • Lima - Santiago de Chile

"... mal eben noch auf ein Bier..."

"Nach langem Flug noch in das Nachtleben Limas"

Nach einem langen Flug und einer interessanten Stadttour in Santiago de Chile kamen wir am Abend ziemlich gerädert in Lima an. Am Flughafen empfing uns unsere Reiseleiterin Barbara und ab ging es mit dem Bus und den Fahrern Michael und Edwin zum Hotel. Da schon auf dem Weg dorthin klar war, dass wir zumindest noch "mal eben" ein kleines Bierchen auf unser Geburtstagskind Volker trinken mussten, fuhren wir nach Entladen des Busses direkt nach Barranco in eine Bar. Einige hielten es dann auch noch etwas länger aus… Das Nachtleben für Lima wurde somit als empfehlenswert und feucht-fröhlich bewertet… :-)

08 Okt. 2005 • Pisco - Lima

Hoch in den Lüften an der Costa Verde von Lima
Unsere Gruppe im Convento San Francisco

Citytour, durch die Lüfte und Standdinner

Heute ging es Gott sei Dank nicht so früh los - einige Nachwirkungen vom Flug und der langen Nacht waren allerdings doch noch zu spüren. Um zehn ging es los. Bertha, unsere Führerin, führte uns durch das Zentrum Limas und wir sahen die Kathedrale, das San Francisco Kloster und die dazugehörigen Katakomben.

Danach stand ein besonderes Highlight auf dem Programm: Wir hatten, als allererste Gruppe in Lima, die Möglichkeit Paragliding zu machen. Wir fuhren also zur Küste und das Warten ging los: Wo ist der Wind? Wann kommt der Wind??? Bald kommt der Wind?!?!?! Der Wind kam und mutig flogen wir über die Küste Limas und auch der Adrenalinstoß fehlte nicht. Toms und Marks Landungen waren auch recht spektakulär und sorgten für einiges an Gelächter. Auch unsere Michaela konnten wir nach laaaangem, guten Zureden motivieren. Allerdings verzögerte sich unser Picknick am Strand sehr und es wurde mehr an Candlelight Dinner.

Gelohnt hat sich die Tour aber auf alle Fälle. In Pisco angekommen, ließen wir den Abend heute eher ruhig ausklingen…

09 Okt. 2005 • Pisco

"Ist ja fast wie Galapagos hier..."
Harte Jungs beim romantischen Sonnenuntergang

Von Booten und Buggies und Sandboarden

Heute ging es wieder recht früh los. Um Viertel nach sechs kam der Weckruf und wir schälten uns aus den Federn. Der Tag startete mit einer tollen Bootstour zu den Ballestas Inseln, wo wir allerlei Getier zu sehen bekamen: Guano-Tölpel, Seelöwen, Kormorane, Pinguine… alles war dabei.

Nach der Tour ging es in das Naturreservat von Paracas, wo wir sehr viel Sand und Steine sahen. Nach einem leckeren Mittagessen besuchten wir schon heute die Pisco-Brennerei - wir hatten halt Durst und der Pisco wurde dann direkt abends am Pool verköstigt. Doch vorher stand ein besonderes Highlight auf dem Plan: Mit Buggies fuhren wir durch die Wüste und die Mutigsten konnten sich dann auch mit einem Sandboard die Dünen runterstürzen. Nach einem leckeren Essen musste dann der halbfertige Pisco dran glauben…

10 Okt. 2005 • Nazca - Ica

Da ging´s Tanja noch gut...
Sind denn auch genug Kotztüten an Bord?

Der glorreiche Flug über die Nazca - Linien

Ein neuer Tag und schon wieder stand ein Highlight vor der Tür - der Flug über die Nazca-Linien! Nachdem wir zunächst das Museum der Maria Reiche angeschaut haben und auf einen kleinen Turm kletterten, um einen ersten Eindruck der mysteriösen Linien zu bekommen, ging es um die Mittagszeit zum Flughafen von Nazca.

Respekt hatten wir ja schon alle vor dem Flug… Naja, einige traf es mehr, andere weniger. Doch ein wenig blass um die Nase wurden die meisten schon. Trotzdem hat es sich definitv gelohnt sich diese Wunderlinien anzuschauen. Danach konnten wir dann auch alle in Ruhe Mittag essen und fuhren zu unserer heutigen Unterkunft, einer Hacienda ein wenig außerhalb von Nazca. Heute Abend steht noch eine typische Spezialität auf dem Programm: Pachamanca - im Erdofen zubereitetes Essen. Und ein bisschen Pisco ist auch noch übrig von gestern…

11 Okt. 2005 • Corire - Nazca

Unsere drei Wasserratten...
Eine tolle Gruppe am Strand

Durch Wüste und Sand und Stein…

Heute stand eine lange Busfahrt vor uns - doch auch die ging dann recht schnell rum. Nachdem wir uns einen alten Friedhof in Nazca mit unserem Deutsch-Englisch-Spanisch-Guide Orlando angeschaut hatten, ging es auch schon weiter Richtung Süden auf der Panamericana. Nach zwei Stunden hielten wir an einem schönen Strand um unser Picknick einzunehmen.

Und trotz der kalten Wassertemperaturen trauten sich Mark, Martin und Björn ins Wasser und stürzten sich in die Wellen. Nach ein wenig Fußball, joggen und Sonne genießen ging es weiter mit unserem Bus.

Am Abend kamen wir zum Flussshrimp-Essen in Corire an und aßen Cauche de Camarones, Reis mit Shrimp, fritierte Shrimp, Shrimp in Knoblauch… einfach alles war dabei. Ab ging es nun in unser rustikales Hotel. Uns erwartete schon ein gemütliches Lagerfeuer bei Pisco Sour und leckerem Bier - natürlich nicht zu viel, da es ja morgen ab in die Berge geht!

12 Okt. 2005 • Corire - Cabanaconde

Luis erklärt uns die Petroglyphen
Martin hat ´nen neuen Freund!

Auf Schotterpisten durch traumhafte Landschaften

Heute Morgen ging es wieder recht früh los. Nachdem wir gestern noch ein wenig am Lagerfeuer gesessen haben, schauten wir uns heute einige Dinosaurierabdrücke und Petroglyphen im Majes Tal an. Sehr interessant und sehr heiß war es. Danach ging es dann auf die Schotterpiste… Das hat gaaaanz schön geruckelt alles und Tom hat auch gleich eine dicke Flasche Wasser auf den Kopf bekommen.

Ansonsten ging es uns allen aber soweit ganz gut - trotz der Höhe auf 4000m. Wir fuhren durch atemberaubende Andenlandschaften und genossen die tollen Ausblicke. Gegen Abend kamen wir dann in unserem Tagesziel Cabanaconde an. Gleich wurde von vielen Alpaka-Fleisch getestet und für gut befunden. Danach sind wir heute allerdings alle ziemlich früh und kaputt in die Federn gefallen.

13 Okt. 2005 • Colca-Schlucht - Arequipa

"Ganz schön kalt hier!!!"
Eine tolle Gruppe in einer tollen Landschaft

Durch atemberaubende Andenlandschaften

Heute ging es wieder früh aus den Federn - um halb sieben klingelte der Wecker, denn wir wollten ja den Kondor sehen. Um kurz nach acht saßen wir dann am "Cruz del Condor" und warteten auf den König der Anden…. und warteten… und warteten… die Enttäuschung wuchs. Doch dann, schon im Weggehen stieg er dann auf - zusammen mit seinen Freunden und flog direkt über unsere Köpfe. Zufrieden und mit einigen Fotos mehr fuhren wir nach Chivay und badeten in den heißen Quellen.

Ausgeruht und sehr müde fuhren wir nach Arequipa. Doch kaum angekommen, ging es erst zum Essen und danach zogen die ganz Harten noch los - zum Tanzen und Trinken in den Straßen Arequipas….. eine lange Nacht…

14 Okt. 2005 • Arequipa

Beat verteilte Mandarinen an die Kids
Die Gruppe in der Schule in Villa Cerrillos

Sozialprojekt und City-Tour

Heute durften wir endlich ein wenig "ausschlafen". Erst um zehn wurden wir zur Besichtigung des Sozialprojektes abgeholt. Mit einem kleinen Bus fuhren wir in einen Außenbezirk von Arequipa, in dem viventura eine Grundschule unterstützt. Die Kinder empfingen uns schon und wir konnten uns kaum wehren :-). Sie waren sehr interessiert und haben uns viele tolle Lieder vorgesungen. Nachdem wir Mandarinen verteilt haben, sind wir zurück in die Stadt gefahren.

Um 14 Uhr ging dann unsere City-Tour los. Wir besichtigten das Kloster Santa Catalina, den lokalen Markt und einiges mehr. Heute Abend werden wir dann weiterhin das Nachtleben Arequipas erkunden……. es wird sicherlich wieder eine lange Nacht.

15 Okt. 2005 • Cuzco - Arequipa

In Cuzco
In Sacsaywaman

Die Inkahaupstadt Cuzco

Nach einer ganz tollen und lustigen Woche, werden wir uns heute von Babs verabschieden :-). Sie soll leider in Arequipa bleiben, aber sie läßt uns natürlich nicht ganz alleine weiterreisen :-). Ab heute wird Yngrid Reiseleiterin unserer tollen Gruppe sein, worauf sie sich schon sehr freut.

Um 11 Uhr fing heute unser Tag an. Nachdem wir zum 2.Mal das Nachtleben in Arequipa testeten,war das schon etwas früh ;-). Als wir dann schon 15 Minuten auf unseren Bus gewartet haben, um zum Flughafen zu kommen, disponierten wir unseren Transfer auf fünf peruanische "Groß"-Taxis um. Am Flughafen wurden wir noch persönlich von Barbara verabschiedet. Hier noch einmal: Danke Barbara!

In Cuzco haben wir gleich nach der Ankunft unsere City Tour gemacht. Von Angela lernten wir viel über diese wunderschöne Stadt und erkundeten Sacsayhuamán, den Sonnentempel, die Kathedrale und sogar den 12-eckigen-Stein in diesem Programm. Angela machte eine ganz tolle Arbeit, denn da viele von uns sehr müde waren, haben sie die City Tour sehr gut "überstanden" :-).

Aber nach so vielen Inkaruinen bekamen wir solchen Hunger, als hätten wir selber den Sonnentempel erbaut. Das Essen war einfach gut!! Nach dem guten Essen versprach uns Angela, dass die Cuzco-Meerschweinchen mehr Fleich (als die wir in Arequipa gegessen hatten) haben. Also nahmen sich gleich sieben von uns vor, morgen jeweils ein ganzes zu verputzen. Na da sind wir aber gespannt!

16 Okt. 2005 • Cuzco

vorher
Martin (Vegetarier) mit Meerschweinchen

Heilige Tal

Ein erneut sonniger Tag stand bevor. Der erste Tag zur freien Verfügung. Wir hatten die Möglichkeit zu Pferdeausritten, Rafting oder dem Besuch des Heiligen Tals bei Pisaq.

Alle wollten gerne auf eigene Faust mit dem öffentlichen Bus, der schon für sich genommen ein Erlebnis ist, ins Valle Sagrado des los Incas / Heilige Tal der Inkas. Nach einer ca. einstündigen "prallen" Busfahrt kamen wir in Pisaq an und schlenderten über den traditionellen Wochenmarkt. Dort boten Bauern aus dem Umland ihre Produkte zum Kauf an. Durchzogen war der Markt auch von touristischen Ständen mit Ponchos, Panflöten, Schmuck,etc.

Zur ersten Stärkung verzehrten wir erstmal leckere Empanadas, bevor wir dann steil nach oben zu den Ruinen von Pisaq wanderten. Auf der Entdeckungsreise durch die Inka-Ruinen stießen wir auf das Sonnenheiligtum Intiwatana. Der eindrucksvolle Blick über die Terrassenanlagen hinunter ins Tal und auf die Berge der Umgebung entschädigten für die Mühen des Aufstieges. Besonders mutige Mitreisende aus Österreich und der Schweiz entdeckten bei Ihrem Abstieg den Inkafriedhof mit tausenden von Höhlengräbern.

Zurückgekehrt in Cuzco versuchten wir uns im Meerschweinchen essen. Insbesonders unser Vorzeige-Vegetarier Martin ließ sich durch diese Speise außerordentlich verzücken.

17 Okt. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Inga, Bjorn, Paul und Yngrid auf dem Putucusi
Inkatrail

Inca Trail und Inca Trailer

Nach ein wenig verschlafen, aber voller Freude auf das Highlight unserer Reise, wurden wir um 5:50 uhr morgens von unserem lokalen Guide im Hotel abgeholt. Mit Perurail ging es weiter in die peruanischen Anden. Auf der Strecke passierten wir die Stelle des Erdrutsches, der vor einigen Tagen für Schlagzeilen gesorgt hatte. Wir waren überrascht wie schnell die Bahngleise von den Erdmassen befreit worden waren.

Während der Großteil der Gruppe bei Kilometer 104 ausstieg, um auf dem Inkatrail zu wandern, fuhren Yngrid, Paul, Björn und Inga direkt nach Aguas Calientes. Von dort aus wollten sie eine "Hardcore" Variante eines alternativen Inkatrails in Angriff nehmen. Es ging hier auf den vom Machu Picchu gegenüberliegenden Putukusi (Glückshügel). Der zweite Tag hatte einen fast senkrechten Aufstieg durch den schönen Nebelwald über hohe Stufen, steile Leitern war dieser hart, aber auch abendteuerlicher. Letztendlich führte uns der Weg zu einem traumhaft schönen Aussichtspunkt mit Blick auf Machu Picchu, Huayna Picchu und die dazwischen gelegenen berühmten Inkaruinen.

Das Team der "klassischen Variante" hatte am Kilometer 102 die erste Hürde zu nehmen - die strenge Kontrolle der Tickets und Pässe. Danach konnte unsere Wanderung zur legendären heiligen Inkastadt beginnen. Die zu überwindenen 500 Höhenmeter gestalteten sich im wahrsten Sinne des Wortes als schweißtreibend. Dafür wurden wir aber immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken in das Urubambatal belohnt. Der schmale Pfad entlang steil abfallenden Schluchten erfordete teilweise höchste Konzentration und Trittfestigkeit. Nach circa drei Stunden hatten wir die Ruinen der Inkaanlage Wiñay Wayna ereicht.

Von dort führte der Trail über einen hohen Pass in circa einer Stunde zu unserem Tagesziel. Durch das Sonnentor eröffnete sich uns eine eindrucksvolle Sicht auf die in der Abendsonne liegende Inkastadt Machu Picchu. Dies war für uns alle ein bestimmt unvergesslicher Anblick. Mit dem letzten Bus sind wir ins Tal nach Aguas Calientes zu unser Unterkunft gefahren.

Bei einem gemeinsamen Besuch der heißen Quellen, konnten wir entspannen und mit einem Cocktail im Pool den Tag ausklingen lassen.

18 Okt. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Und dann ist der Regen weg :-)
Auf dem Huaynapicchu

Celsos Dualismus!

Den Local Guide Celso ignorierend, versuchen wir den Machu Picchu zum Sonnenaufgang zu besuchen. Celso behielt Recht: Alles vernebelt! Wir sind zu früh!

Aber was soll man sagen? Machu Picchu ist einfach immer überwältigend. So wurden wir durch die mystischen, vernebelten Ruinen des Machu Picchu, der heiligen (oder auch: verlorenen, aber wiederentdeckten) Stadt der Inkas, von unserem Celso geführt. Mit seinen super-anschaulichen Geschichten brachte er uns die Kultur der Inka aus der Sichtweise eines Indiohalbschamanen näher. So erklärte er uns auch die damals übliche Nutzung der Weltraumhintergrundstrahlung durch einen Steinkollektor und -akkumulator für die inkarnische Meditation (durchzuführen irgendwo anders in einer Ecke).

Dann Gruppenfotos im Schnelldurchgang.

Erstaunlicherweise konnten die Schweizer den durch Ihren natürlichen Lebensraum gegebenen Vorteil nicht gegenüber drei guten Menschen (Yngrid, Björn und Martin) umsetzen und fielen bei der Besteigung des Huayna Picchu (2700m hoch) vom Berg, oder so. Tom und Anja haben es auch nicht gepackt. Eigentlich war es ganz toll da oben. Aber wieder verhinderte der mystische Nebel die Aussicht.

Hochrennen, gucken, runterrennen: nur 1h 20min. !!!! - siehe Foto (das wir rein theoretisch haben)

Zurück ging es mit Zug und Bus nach Cuzco. Direkt danach gingen alle fröhlich zusammen essen, nur Björn ging duschen.

Letzte Etappe des Abends: Clubs am Plaza de Armas. "Extrem", dann "Mama Amerika" und dann "Mama Africa". Hier war Björn wieder sauber genug.:-)

19 Okt. 2005 • Cuzco - Capachica

Unser Zug
Beat, der Tanzmeister

Der Zugfahrt duch den Altiplano

Heute mussten wir um 6:00 Uhr aufstehen. Nach dem Frühstück gings mit dem Bus zum Hauptbahnhof von Cuzco. Während der neunstündigen Zugfahrt musste leider ein Esel sein Leben lassen, da er nicht rechtzeitig das Gleis verlassen hatte. :-( Der Zug legte eine zehnminütige Pause in La Raya in 4.312 Metern Höhe ein. Dort konnten sich die Touristen mit Souvenirs eindecken.

Als wir um 17:00 Uhr in Juliaca eintrafen, erlebte Inga eine böse Überraschung. Ihr Rucksack war weg. Vom Bahnhof in Juliaca ging es dann mit dem Bus weiter nach Capachica wo wir unsere sehr einfachen Unterkünfte im Bauernhof von Emiliano bezogen.

Die nächsten zwei Tage werden wir ohne Strom und fließend Wasser in Lehmhütten am Titicacasee auskommen. Am nächsten Tag wird Inga ihren Rucksack auch wiederbekommen. = :-)

20 Okt. 2005 • Capachica

Am Titicacasee
Anja

Wie vor 100 Jahren

Nach einer etwas für uns ungewohnten Nacht in einer Lehmhütte auf dem Bauernhof, erblickten wir heute zum ersten Mal den Titicacasee bei Tageslicht.

Ein tolles Plätzchen, dieses Capachica. Nachdem wir gefrühstückt hatten, machten wir uns, zusammen mit unserem Gastgeber Emiliano, auf zu einem Rundgang, auf dem er uns die verschiedenen, von ihnen genutzten Pflanzen erklärte.

Ein Höhepunkt des Rundganges war neben der tollen Aussicht ein erfrischendes Bad im Titicacasee. Nacht einer kurzen Rückfahrt im Boot stand dann auch schon unser Mittagessen bereit.

Im späteren Nachmittag kamen dann die Kinder aus der Nachbarschaft zu uns, um mit uns Fußball am Strand zu spielen. Es war eine tolle Erfahrung und unsere Jungs haben eine gute Leistung erbracht. Auf 3800 Höhenmetern und auf Sandboden ist es nicht so leicht ein Fußballspiel zu gewinnen ;-) .

Bei Sonnenuntergang verabschiedeten sich die Kids wieder und gingen gestärkt mit Früchten und einer Cola nach Hause.

Beim gemütlichen Beisammensein im Gemeinschaftsraum warteten wir nun aufs Abendessen. Um uns die Wartezeit ein wenig zu verkürzen kam noch eine Nachbarsfamilie vorbei, die uns ein paar traditionelle Lieder vorsang. Als sie sich verabschiedeten war dann auch das Abendessen, Lomo saltado, fertig.

Wer Lust hatte, etwas über seine Zukunft zu erfahren, konnte sich nach dem Essen von Emiliano die Coca-Blätter lesen lassen. Zum Abschluss des Tages gab uns Yngrid noch eine kleine Salsa-Lektion.

21 Okt. 2005 • La Paz - Capachica

Sonnenaufgang am Titicacasee
Wir essen die Inseln auf

Von Peru nach Bolivien

Nachdem wir gestern ausnahmsweise mal ausschlafen konnten, war heute wieder um 05:00 Uhr Aufstehen angesagt (pünktlich zum Sonnenaufgang). Als erstes stand eine 2-stündige Überfahrt per Boot von Capachica nach Puno auf dem Programm. Dabei machten wir unterwegs Halt auf einer schwimmenden Uros-Schilfinsel. Bei einer kurzen Besichtigung verspeisten wir mehr oder weniger große Stücke Schilf und unternahmen eine kleine Tour mit einem Schilfboot, während Volker unfreiwillig am Inselrand einbrach (und sich nasse Füße holte :=) Fünf Minuten vor Ankunft des Bootes in Puno mussten wir pro forma dann doch noch Rettungswesten anziehen…

Von Puno ging es per Bus weiter zur bolivianischen Grenze, welche wir vor 13 Uhr erreichen wollten (und doch nicht schafften). Freitags findet dort immer ein großer Markt statt, welcher dem Grenzübergang eine besonders chaotische Note verlieh. Während Yngrid und Paul eine Sonderprozedur bei der Ausreise durchlaufen mussten, begleitete uns bereits unser bolivianischer Guide Roberto zu Fuß über die Grenze hin zum Geldwechsel auf der Straße und anschließend mit einem leicht überdimensionierten Bus zu den Ruinen von Tiahuanaca.

Die Besichtigung der Ausgrabungsstätte musste wegen eines Zeitverzuges im Eiltempo erfolgen. Während der Weiterfahrt Richtung La Paz genossen wir einen tollen Ausblick auf die schneebedeckten Königskordilleren der Anden (6.000-7.000 m hoch).

Kurz vor La Paz mussten wir in El Alto mehrere Straßensperren "überwinden". Diese wurden von streikenden Hausfrauen errichtet, die gegen den aktuellen Gasmangel protestierten. Nach einem Blick auf den Kessel von La Paz tauchten wir in die Rush Hour des höchst gelegenen Regierungssitzes der Welt (3.600 m) ein. Die heiße Dusche im 3-Sterne-Hotel war nach den Lehmhütten am Titicacasee der reinste Luxus.

22 Okt. 2005 • La Paz

Es geht los!
Unser Frank

Die gefährlichste Straße der Welt

Wie schon gewohnt fing auch dieser Morgen gegen 07:00 Uhr für uns an. Heute stand einmal mehr ein besonderes Erlebnis an: Die "Downhill Madness Mountainbike Tour" auf der "gefährlichsten Straße der Welt".

Zunächst fuhren wir mit dem Bus auf eine Höhe von 4600m, wo wir unsere Tour starten wollten. Die Fahrräder wurden ein letztes Mal auf Mängel gecheckt, da ging es auch schon los. Wir passierten traumhafte Bergpanoramas und kleine Wasserfälle. Nach einem langen und anstrengenden Aufstieg gab es zum ersten Mal eine Snackpause.

Gestärkt wagten wir uns nun auf die "Todesstraße", eine holprige, schmale Schotterpiste, die an einer Bergkette gelegen ist.

Vor uns ging es auch schon mal 100m in die Tiefe. Mit jedem Meter den wir nach unten fuhren, schien sich die Vegetation zu verändern. Es wurde tropischer, die Pflanzen viel grüner und die Hitze machte sich ebenfalls bemerkbar. Natürlich hatte diese steile Abfahrt nicht jeder ganz unbeschadet überstanden. Es gab schon einige blaue Flecken und Kratzer vorzuweisen, als man unten im Tal ankam. Ein Mädchen musste sogar in einem Schockzustand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie konnte sich jedoch erstaunlich schnell wieder erholen, so dass sie mit uns das Abendessen wieder gemeinsam genießen konnte.

Eine unserer Teilnehmerinnen wurde mit einem leichten Schock nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht. Es ging ihr aber schnell wieder gut.

Danach fuhren wir mit den Bus die "Straße des Todes" noch einmal entlang. Es war ein erlebnisreicher Tag und eine weitere wichtige Erfahrung auf unserer "Peru-Bolivien-Chile-Reise".

23 Okt. 2005 • Uyuni - La Paz

La Paz
Auf dem Weg nach Uyuni

Eine laaaannnge Fahrt

Die Strecke La Paz-Uyuni fing um 8:00 Uhr an. Nachdem wir gefrühstückt hatten, unternahmen wir eine Mini-Citytour in La Paz. Unser erstes Ziel war ein schöner Aussichtspunkt, von wo aus wir fast ganz La Paz überblicken konnten. Ganz besonders waren die Gebäude, die ganz hoch in den Bergen rings um die Stadt herum gelegen, gebaut waren. Natürlich besitzt La Paz auch demnach das höchste Stadion der Welt - el estadio hernando siles.

Danach wurden wir kurz rund um den Plaza Murillo geführt und sind dann später Richtung Uyuni weitergefahren. Gegen 12:00 Uhr haben in dem kleinen Dorf von "Oruro" Mittag gegessen. Und weiter ging es mit dem Bus…

Nach ungefähr acht staubigen und wackeligen Stunden auf der Schotterpiste kamen wir alle sehr hungrig an. Wir stürzten gleich in das nächste Restaurant neben unserem Hotel und verschlangen dort die sehr guten Pizzen.

Nach dem Essen hatte keiner außer schlafen zu gehen mehr "Bock" noch etwas zu unternehmen. Daher machten sich alle früh auf ins Bett.

24 Okt. 2005 • Uyuni - Salar de Uyuni

Tom und wir
Sonneuntergang

Die größte Salzwüste der Welt

Nach mehreren Tagen können wir heute endlich ausschlafen :-). Um 11:30 Uhr fing das Program erst an. Den Vormittag haben viele von uns beim Einkaufen verbracht, denn in den nächsten zwei Tagen werden wir nicht viele Möglichkeiten dazu haben, einen Laden in der Mitte der Wüste zu finden ;-).

Pünktlich standen unsere Jeeps vor der Tür und dann ging es los. Wir waren zu fünft in jedem Jeep. Zuerst besuchten wir den Eisenbahnfriedhof, wo unsere Jungs sich besonders wohl fühlten. Dann ging es weiter nach Colchani. Hier wurde uns erklärt wie man das Salz von der Wüste in Speisesalz zubereitet. Das hat uns Paul zum ersten Mal übersetzt.

Wir waren von der Landschaft richtig begeistert. Es war alles so weiß wie Schnee weit und breit. Anschließen besuchten wir das Salzhotel, heiße Quellen und hatten unser Mittagessen auf einer Kakteeninsel. Diese Kakteen waren bis zu 1200 Jahre alt. Hier nahmen wir uns Zeit, um die Landschaft zu genießen.

Der Sonneuntergang mitten in der Salzwüste war ein weiteres Highlight und nach einer längeren Fotopause kamen wir dann in unserem Hostal an.

Nach dem warmen Essen und ein paar Flaschen Wein, stieg die Stimmung und der Geräuschpegel :-)! So viel gesungen haben viele von uns seit langem nicht mehr. Unserer Direktor Tom konnte in der Gruppe die Gesangsstimmung noch weiter steigern. Aber auch diese Nacht hatte mal ein Ende.

25 Okt. 2005 • Chuvica

Auf 5010 Meter Höhe
Cañon de la Cascada

Durch das staubige Bolivien

Heute ging es wieder früh los ;-). Unsere Fahrer weckten uns um 4:30 Uhr auf und total müde stiegen wir also in unsere Jeeps. Nach einer Stunde Fahrt und beim Sonnenaufgang waren wir bereits an unserem ersten Ziel: "Julaca" oder die sogenannte Geisterstadt. Von dort ging es weiter zu einem kleinen Ort, wo wir bei einer angenehmeren wärmer Temperatur im Patio des Hauses frühstücken konnten.

Bolivien hat uns richtig wegen seiner Landschaft begeistert und nach den verschiedenen Stopps bei den Highlights der Tage, hatten wir uns wie in einer anderen Welt gefühlt. Leider hatten wir bei dieser Straße den Staub überall in unseren Jeeps, Kleidung und Haare etc.

Mittags stoppten wir an der Roten Lagune mit lauter Flamingos, die auf Nahrungssuche waren. Ebenfalls passierten wir die Grüne Lagune und verließen abends Bolivien. Auf chilenischem Territorium wurde uns klar, wie wichtig und schön eine asphaltierte Straße ist. :-)

Bei einem gemütlichen Lagerfeuer und netter Atmosphäre aßen wir unser Abendessen.

26 Okt. 2005 • San Pedro De Atacama - Calama

Valle de la Muerte
Unser letztes Foto zusammen

Abschiedsessen!

Heute ist der letzte und auch der traurigste Tag, den wir mit unserer Gruppe verbringen dürfen… naja zumindestens konnten wir heute richtig lang ausschlafen. Das Programm ging erst um 12:00 Uhr los.

Mit dem Bus ging es Richtung Aussichtspunkt, der über der Salzbergkette in der Atacama Wüste liegt. Nach einem einem kurzen Fotostopp sind wir weiter Richtung "Valle de la Muerte" gefahren.

27 Okt. 2005 • Frankfurt - Cusco

Flugplatz in Calama

:-( Adios

Heute aufzustehen war für einen Teil unserer Gruppe recht schwer, nach der Abschiedfeier vom gestrigen Tag :-). Inga ist mit dem ersten Flug nach Santiao geflogen (um 7:30). Der andere Teil der Gruppe hatte den Flug um 10 Uhr. Am Flughafen haben wir uns auch von unserer Reiseleitung Yngrid und Paul verabschiedet. Die letzte Person beim Einchecken war Martin. Dabei hat er gleich gemerkt, dass er seinen Pass nicht dabei hatte :-( und entschloss sich noch eine Tag länger in Chile zu bleiben. Zwei Minuten vor dem Flug fand er dann doch noch seinen Pass wieder :-).

Abschied ist nicht einfach, besonders wenn eine Gruppe so gut zusammengepasst hat. Jedoch ist schon ein Wiedersehen in Freiburg eingeplant, sogar mit Reiseleitung :-)