Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

22 Sep. 2005 • Frankfurt - Santiago

Das Foto spricht für sich ;-)
Santiago de Chile von oben

Fliegen, fliegen…

Die Gruppe ist gut angekommen.

23 Sep. 2005 • Lima - Santiago de Chile

Fischmarkt in Santiago
Ganz Peru wartet auf unsere viYoung-Gruppe!

Flug, Santiago und (sehr) späte Ankunft in Peru

Nach einem langen Flug von Frankfurt nach Santiago, kam die Gruppe heute morgen am Flughafen der Hauptstadt von Chile an. Gleich darauf fing die fing die City-Tour an. Leider war das Wetter heute nicht wie die Internet-Wetter-Berichte es hoch und heilig versprochen hatten… alles bedeckt! Wir konnten die Andengebirge nicht sehen. :((

Schön war trotzdem die Seilbahnfahrt zu dem San Cristobal-Berg und die Besichtigung des Zentrums dieser sehr modernen Stadt.

Abends flog die Gruppe nochmals und kam sehr müde gegen Mitternacht in Lima an, wo wir von den viventura-Reiseleitern Gonzalo und Veronique und von den zwei Fahrer Ronald und Michel abgeholt wurden.

Im Hotel im historischen Zentrum der Stadt konnten wir dann erst uns erholen und etwas ausschlafen, zumindest diejenigen, die kein Jetlag spürten ;)

24 Sep. 2005 • Pisco - Lima

Kathrin und Achim am Strand
Unsere viYoung Truppe am Plaza de Armas in Lima

City -Tour und Strandpicknick

Erst um 10 Uhr fing das richtige Urlaubsprogramm in Peru an. Jenny, eine limenische Reiseleiterin holte uns im Hotel ab und zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Lima: die Kathedrale, die altkolonialische Post und im Kloster San Fransisco die Katakomben.

Nach einem Supermarkt-Raub (Kauf von einem Vorrat für eine Woche im Bussitzen) fuhren wir zu einem Strand südlich von Lima und aßen gemütlich am Tisch unser Picknick. Da es noch in Peru Winter ist, bedeutete es an der Küste eine ziemliche trübe Sicht zu haben. Viele fragten mehrmals, ob die Sonne heute wirklich nicht rausschauen würde… nein! Es ist eben monatelang an der Küste immer nebelig. Wir genossen trotzdem die schöne frische Luft bei einem kurzen Spaziergang am Meer, bevor wir weiter zu unserem Endziel Pisco fuhren.

Dort angekommen durften wir unsere ersten -richtig peruanischen- Pisco Sour probieren. Etwas später im Restaurant wurden wir nochmals dazu eingeladen. Es schmeckte uns schon sehr gut!

Es war heute Samstagabend und wir wollten nicht gleich ins Bett fallen und suchten… und suchten… eine Bar oder eine Diskothek, also ein Ort wo wir noch etwas trinken könnten. Jedoch war dies um 22:00 etwas zu früh für die Peruaner ;), denn die Lokale waren noch leer. Nach einigen Versuchen fanden wir doch noch eine Bar, tranken diesmal aber hauptsächlich Bier und gegen Mitternacht liefen wir doch zurück zum Hotel.

25 Sep. 2005 • Pisco

Pelikan Superstar
Markus in Aktion beim Sandboarding

Über Seelöwen, Schädel, Schnapps & Sanddünen

Erster Programmpunkt dieses langen Tages: Besichtigung der Ballestas-Inseln. Mit dem Motorboot fuhren wir zu den Felsinseln, wo Seelöwen, Pinguine, Kormorane, Pelikane und viele andere Vogelarten zu Hause sind. Auf dem Weg sahen wir sogar Delfine und hielten bei einer Figur an der Küste an, die einen Kerzenhalter ähnelt. Der Ursprung von dieser Figur, ähnlich wie die Nasca-Linien, ist unbekannt. Es gibt dabei viele veschiedene Theorien.

Zurueck am Land gingen wir in den Nationalpark "Paracas" hinein und besichtigten dort das Museum, das uns vieles über die Pre-Inka-Zivilisationen, wie eben die Paracas-Kultur, präsentierte. Des Weiteren sahen wir uns eine wunderschöne Felsformation namens "La Catedral" an.

Es war dann Mittagszeit und in einem kleinen Fischerdorf aßen wir peruanische Fisch- und Meeresfrüchte-Spezialitäten, wie z.B. Ceviche (roher Fisch im Zitronensaft). Dann fuhren wir zu einer Pisco-Brennerei namens "El Catador" bei Ica. Dort erfuhren wir wie dieser Branntwein hergestellt wird… und durften sogar von allen Sorten etwas verkosten. Es ging dann ratzfatz weiter zum nächsten Highlight: eine Buggie-Tour durch die riesigen Dünen in der Nähe der Oase Huacachina. Dabei probierten wir die Dünen mit einem Surfbrett im Stehen oder auf dem Bauchliegend hinunter zu gleiten… ein sandigen Spass!

Nach einer nötigen Dusche trafen wir uns alle zum Abendessen wieder und ließen den Tag ruhig ausklingen.

26 Sep. 2005 • Ica

Bitte nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig!!
Unsere Copilotin Nadine

Die Nasca-Linien

Nach einer morgendlichen Stärkung (7.30 Uhr) verließen wir die wunderschoöne Oase Huacachina in Richtung Nasca.

Unterwegs machten wir einen Stopp im Maria Reiche Museum. Maria Reiche war eine deutsche Mathematikerin, die für ihre Erforschung der Nasca-Linien mit der peruanischen Staatsbürgerschaft sowie einem Verdienstkreuz ausgezeichnet worden war.

Nach der Besichtigung der Nascalinien mittels Aussichtsturm ging es ans Eingemachte. Der Flug über die Nasca-Linien in einer Cesna !!! Dieser konnte trotz großzügiger Verteilung von Reisetabletten nicht von allen Teilnehmern in vollem Umfang genossen werden, wie unschwer an der grünlichen Gesichtsfarbe zu erkennen war.

Anschließend fuhren wir in unser Hostal, wo wir uns von den Strapazien des Tages in der Sonne am Pool erholen konnten. Thomas und Micha spielten noch Softball im Garten! Der Tag wurde zum Schluss mit einem traditionellen peruanischen Essen namens "Pachamanca" aus dem Erdofen sowie Pisco sour gekrönt.

27 Sep. 2005 • Corire - Nazca

Hier kommen die frische Flussschrimps!!
Mumien und Gruppenteilnehmer im Nasca-Friedhof

Lange Fahrt entlang der Pazifik-Küste

Heute morgen wurden wir von Orlando, unserem Nasca-Guide abgeholt, um den Friedhof der Nasca-Kultur "Chauchillas" zu besichtigen. Dort bestaunten wir "interessante" Mumien. In den zwölf restaurierten Gräbern gab es zum Beispiel: eingewickelte Mumien, von denen man bei einigen noch den Schädel sehen konnte, andere hatten fast zwei Meter lange Rasta-Haare. Des Weiteren konnten wir auch Kinder- und Babymumien sehen. In einem kleinen Museen nebenan wird "Pedro" präsentiert: dies ist eine 1300 Jahre alte Mumie… noch mit Haut und alles drum und dran!

Dann lag eine sehr lange Fahrt vor uns, nämlich acht Stunden bis nach Corire. Entlang der Panamericana fuhren wir durch die Wüste und wanderdenden Dünen. Am Strand von Puerto Inca hielten wir für ein Picknick an. Es war ein schöner fast sonniger Tag und wir blieben daher noch länger am Strand. Unsere Fahrer spielten etwas Fussball und andere entdeckten die Ruinen nebenan. Es ging weiter durch verschiedene Täler und in Camana verließen wir schließlich den Pazifik!

Gegen sieben Uhr waren wir in Corire und konnten direkt verschiedene Flussschrimps-Leckereien wie fritierte Garnelen, Schrimps-Omelett, Schrimps-Suppe usw. probieren.

In unserem Hotel wurden wir wieder mit Pisco willkommen gehießen. Am dortigen Lagerfeuer blieben noch einige bis spät in die Nacht und plauderten bei netter Musik. Die Fahrer waren währenddessen damit beschäftigt neue Räder anzubauen. Morgen früh fahren wir nähmlich wieder ziemlich lange aber fast nur über eine Schotterpiste!

28 Sep. 2005 • Corire - Cabanaconde

Unsere Fahrer Michel und Ronald
Die früh aufgestandene Gruppe bei den Dino-Spuren

Durch die Pampa, Kakteen- und Ichu-Landschaften

Nach einer Nacht am Lagerfeuer und mal wieder Pisco Sour ging es schon früh zu den erst kürzlich entdeckten Dinosaurierfußabdrücken. Ein örtlicher Bauer führte uns zügig auf einen steilen und staubigen Berg, so dass wir Mühe hatten mitzuhalten. Oben angekommen, konnten wir die erstaunlich gut erhaltenen Abdrücke bewundern. Anschließend ging es zu den Petroglyphen von Toro Muerto.

Danach fuhren wir auf einer Schotterpiste weiter in den Colca Canyon, den zweittiefsten der Welt. Zwischen Kakteen gabs ein leckeres Picknick, in Huambo unseren ersten frischen Cocatee und weiter ging es zu unserem Tagesziel nach Cabanaconde, wo man leckeres Alpakafleisch essen konnte.

29 Sep. 2005 • Colca-Schlucht - Arequipa

Moutainbike Tour entlang der Colca-Schlucht
Happy Melanie vor der Terassen-Anlage im Colca-Tal

Adventure durch das Colca Tal

Nach einem feudalen Frühstück auf 3300m visierten wir den "Cruz del Condor" an, um einige Bilderserien der mächtigen Kondore zu schießen. Mit etwas Feilschen haben wir uns mit Alpacapulli, Mütze und Steinschleuder für die Meerschweinchenjagd ausgestattet und gingen nun fast als Peruanos durch.

Unsere Mountainbikes warteten auch schon und wir ließen uns im Downhill durchrütteln … die ersten Raucherlungen kollabierten und Schreibtischhände überhäuften sich mit Blasen. In den Thermen von "La Calera" konnten wir den Staub abwaschen und ließen uns mit Blick auf den Colca Canyon die Sonne auf den Bauch scheinen.

Die verbrannten Kalorien packen wir uns bei einem "Me Gusto" Buffet gleich wieder großzügig auf die Hüften. Schnell wurden noch die Taschen mit Coca-Blättern und Inka-Zigaretten vollgestopft -medizinische Prophylaxe.

Neugeboren ließen wir uns in der Nasca-Embryonalstellung auf 4800m hochschaukeln, mit Blick auf den Misti und "weiss-ich-nicht-mehr"-Vulkane. Noch schnell ein Steinmännchen gebaut und weiter ging es zu den kuscheligen Alpacas.

Am Abend in Arequipa wurde der restliche Staub in den Diskos "Forum" und "Deja-Vu" mit Pisco hinuntergespült – Coca Blätter lassen sich auch prima rauchen. Der Plan von einigen um 2:00 Uhr Heim zu gehen, wurde von einer kleinen Salsa-Bar vereitelt … so dass wir nach ein paar weiteren Piscos zunehmend lockerer Salsa tanzten und erst kurz vor Sonnenaufgang pleite im Hotel eintrafen.

30 Sep. 2005 • Arequipa

Der Vulkan Misti
Tanzend beim Besuch in der Schule Villa Cerrillos

Sozial- und City-Tour

Heute wurden wir erst um 10:00 Uhr abgeholt und es ging direkt vom Hostal zum Sozialprojekt von viventura in eine Schule in einem Armenviertel am Rande von Arequipa. Inmitten von Schotterpiste, unfertigen "Häusern" ohne Strom und fließend Wasser erschien die bunte Schule wie eine Oase. Die Kinder begrüßten uns freudig mit einem lauten "buenos dias amigos" und übertrafen sich gegenseitig beim Singen ihrer Lieder. Dort hat man gesehen, dass die Hilfe von viventura ankommt und den Kindern eine Perspektive bietet. Das hat uns echt überzeugt!

Von dort ging es ins viventurabüro zum gemeinsamen Mittagessen mit allen Mitarbeitern. Gut gestärkt ging es zur Citytour mit Besuch des idyllischen Santa Catalina Klosters - einer Stadt in der Stadt. Abends genossen wir das Nachtleben von Arequipa bei Cocktails und ließen die Hüften schwingen bei Salsa in der Disco.

01 Okt. 2005 • Cuzco - Arequipa

Auf nach Cuzco
Vor den riesigen Steinblöken von Saqsayhuaman

Flug nach Cuzco

Nachdem das Nachtleben kräftig ausgekostet wurde, war erstmal ausschlafen angesagt!!! Einige von uns wollten früh noch mal schnell in die Stadt, daraus wurde aber leider nichts, denn die Putzfrau hatte die schmutzigen Wanderschuhe von Anja mit dem Müll entsorgt! Plötzlich sind sie wieder aufgetaucht, so dass sie nicht barfuß zum Flughafen musste :-).

Dreißig Minuten dauerte der Flug von Arequipa nach Cuzco, dort angekommen ging es mit William auf eine lustige Citytour mit Besichtigung des Sonnentempels und den Ruinen von Saqsayhuamán. Da wir doch ziemlich fertig waren, ließen wir den Abend alle bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Leider machen Klima und Höhe doch einigen von uns zu schaffen. So kam es, dass mal der eine oder andere früher ins Bett gehen muss. Meist geht es nach einer guten Nacht schon viel besser.

02 Okt. 2005 • Cuzco - Cusco

Warm in dem Hotel-Lobby
Der  Plaza de Armas von Cusco

Jedem das Seine

Heute hatte jeder Zeit sich ein eigenes Programm in Cusco zusammenzustricken. Vier Jungs gingen schon um acht Uhr früh mit dem Taxi los nach Pisaq ins heilige Tal. Jens, Micha, Markus und Falko fuhren hoch zu den Ruinen und genossen die wunderschöne Landschaft mit starkem Gewitter im Hintergrund. Die anderen vier, Anja, Dominik, Kathrin und Achim fuhren mit Taxi aber etwas später dorthin. Thomas und Uschi hatten sich für was besonders entschieden, mit dem Motorrad durchs ganze heilige Tal!! Es wurde am Ende etwas weniger. Die beiden besichtigten noch Pisaq und Chinchero, wurden aber am Nachmittag auf dem Motorrad nass… die Trockensaison liess nach ;-) Jeannette und Micha wollten auch das besondere Erlebnis: mit Pferden zu den Inka-Ruinen in der Nähe von Cusco hinreiten! Die anderen übrigen Mädels, Nicole, Nadine und Melanie blieben in Cusco, kauften kräftig ein und gingen gemütlich durch die schönen Gassen der Stadt.

Am Abend gibt es -endlich- "Cuy" zum Essen… hummm, mal gucken, ob diese Anden-Delikatesse jedem das Seine ist…

03 Okt. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Feliz cumpleaños Dominik!
325 Inkatreppen bei Wiñay Wayna !!!

Eigentlich hätten wir gestern gar nicht ins Bett gehen müssen, denn heute klingelte unser Wecker schon um 4.30 Uhr! Pünktlich um fünf gab es dann Frühstück und 6.15 Uhr fuhr unser Zug in Richtung Kilometer 104 des Inkatrails.

Und dann war es soweit! Geführt von unserem Guide Angela ging es 10.00 Uhr zügig, zornig in Richtung Sonnentor und Machu Picchu. Die ersten 30 min kamen einige von uns etwas außer Puste, doch das sollte sich bald gegeben haben. Nach ca. 2,5 Stunden Wanderung in brütender Hitze und durch beginnenden Dschungel, erreichten wir die Inkaruine Wiñay Wayna, die uns einen ersten Eindruck über die Inkabaukunst vermittelte. Eine halbe Stunde später gab es auch schon Mittagessen. Leider verließ uns dann die Sonne und machte einer dicken Regenwolke Platz, die uns dann auch den Rest des Weges bis zum Sonnentor begleitete. Das versaute dann die ersten Fotos auf Machu Picchu. Aber so leicht ließen wir uns die Laune nicht verderben, dank unserer bunten Regenpochos - Marke Peru!

Kurz vor vier Uhr sind wir dann endlich angekommen. Leicht durchnässt, haben wir uns auf den Bus in den Ort Aguas Calientes gefreut. Eine heiße Dusche gab uns genug Leben zurück, so dass wir noch Dominiks Geburtstag mit einem Kuchen feiern konnten.

04 Okt. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Unser Filmemacher Michael in Machu Picchu
Nach 2 Tagen Inkatrail immer noch frohen Mutes ;-)

Auf den Spuren der Inka-Bauern

Wir starteten unseren Tag wie den gestrigen! Um 5.00 Uhr hat das Telefon geklingelt -wir wurden geweckt. Nach dem Frühstück um 5.30 Uhr ging es dann mit dem ersten Bus um 6.00 Uhr in Richtung Machu Picchu los. Oben angekommen konnten wir kurz den Sonnenaufgang genießen, einige Fotos schießen und dann ging es auch schon los - Angela führte uns in einem Tempo durch die Ruinen, so dass wir schon früh morgens ins schwitzen kamen.

Nach der Führung ging es dann für einige Mutige erst richtig los - der Huayna Picchu wurde bestiegen. Nach einigen Metern allerdings hat sich eine Mutige überlegt, den Rückweg anzutreten. Nach Abzippen der Hose und Abgeben des Rucksacks allerdings ging es dann frohen Mutes weiter. Oben angekommen wurden wir dann mit einem super tollen Ausblick belohnt! Die Sicht war jede Anstrengung wert! Während die einen wieder abstiegen um die "weniger - mutigen" in Aguas Calientes beim Shoppen zu unterstützen waren zwei von uns noch in Richtung Mondtempel auf der anderen Seite des Huayna Picchu unterwegs.

Nachdem alle mehr oder weniger trocken und wieder gesund im Tal angekommen waren ging es mit dem Perurail-Zug nach Cuzco. Dort hundemüde angekommen wurden noch Einkäufe für unseren bevorstehenden Trip (acht Stunden Zug und zwei Stunden Bus!!!) in Richtung Titicacasee erledigt und dann ging es nach heißer Dusche (die Letzte für die nächsten zwei Tage) ins Bett.

05 Okt. 2005 • Cuzco - Capachica

Nicole in "La Raya" bei 4313m Hoehe
Falko und Jens maumauend

Zugfahrt durch die Anden

Wie immer begann unser Tag ziemlich früh: um 07:00 Uhr wurden wir abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Um 08:00 Uhr stiegen wir noch gut gelaunt in den Anden-Zug Richtung Juliaca (am Titicaca See). Kurz nach Abfahrt wurden schon die Karten gezückt: Solo, Hornochsen, Knack, Mau-Mau, Schnauz oder doch 31 wurden mit Hingabe gespielt. Schon um 09:00 Uhr wollte Dominik seine Dose Fisch in Tomaten Sauce verspeisen…. seine Mitfahrer und labile Mädchen-Mägen hielten ihn zurück, so dass es erstmal Salami und Schinken gab. Bis zum Mittag vertrieben wir uns die Zeit noch mit Schlafen, Tagebuch und Postkarten schreiben, Musik-Hören und lesen. Pünktlich um 12:00 Uhr durfte nun endlich Dominik seine Fischdose aufmachen. Gütig wie er ist konnte der ganze Wagen vom Fisch kosten. Wir fühlten uns alle wie daheim!

Gut gestärkt stiegen wir am Pass "La Raya" bei 4313 m Höhe aus dem Zug. Wir sahen wunderschöne schneebedeckte Berge. Markus und Falko durften endlich ein Höhen-Beweis-Schild fotografieren! Nachdem wir wieder einstiegen und die Zugfahrt fortsetzten, ging das Kartenspiel-Fieber wieder los … aber mal ernst! Es ging beim Pokern um echte "Soles" ! Es dauerte nicht lange bis Micha K. mangels Geld aufgeben musste. Gonzalo hielt es auch nicht so lange durch und Jens trat ins Geschehen ein. Uschi refinanzierte sich durch sehr viel Spielkunst und etwas Glück ihre teueren Souvenirs-Einkäufe. Währenddessen hofften alle andere auf ein baldiges Ende der Fahrt.

Mit etwas Verspätung erreichten wir Juliaca, wo uns noch ein Bus erwartete. Nachdem wir unser Gepäck eingeladen hatten, ging es für weitere zwei Stunden Richtung Ende der Welt auf der Schotterpiste. Nach kurzer Zeit tat sich am Himmel ein Spektakel auf: innerhalb weniger Sekunden gingen endlos viele Blitze vom Himmel, die die Nacht zum Tag machten und uns die gesamte Fahrt zur Halbinsel Capachica begleiteten. Selbst Veronique hatte so was noch nie erlebt und informierte sich telefonisch vorsichtshalber, um die nebensitzende Melanie und sich selber (!!) zu beruhigen, ob das Wetter-Phänomen wirklich unbedenklich war.

Als die Blitze endlich etwas nachließen, kamen wir in "Chifron" an, wo uns bereits Esel erwarteten, die das meiste Gepäck hoch (über 3850m!) zu unserer Gastfamilie trugen. Emiliano -der Gemeinde-Präsident von Chifron- begrüßte uns herzlich und gleich war das "Candle-light-dinner" bereit!

Nach dem Abendessen hatten einige noch nicht genug und vertrieben sich die Zeit bei Karten- und Gesellschaftsspielen. Dann ging's in unseren stromlosen aber gemütlichen Lehm-Hütten und einige schliefen hier im dorflichen Ambiente mal richtig gut!

06 Okt. 2005 • Capachica

Der Kräuterheiler Emiliano
Die Nationalblume peru "Cantuta" am Titicaca See

Zeit zum Entspannen…?!

Eigentlich war schon Ausschlafen angesagt, aber viele waren bereits vor dem Frühstück aktiv: wurden vom Esel um 05:00 Uhr geweckt, erkundeten die Landschaft, joggten zur Toilette oder badeten im 11 Grad warmen Tititcaca See. Um 10 Uhr nach dem Frühstück führte Emiliano ein Teil der Gruppe zum Hausgipfel bei 4000m Höhe. Dabei erklärte er der Grupee die unterschliedlichsten Heilkräuter, die in der Umgebung wachsen. Für alles gibt es ein Kraut: Haarausfall, Prostata-Probleme, waschen, Husten usw…

Oben angelangt hatten wir einen "super geilen" (Falkos Begeisterung) Blick über den See und konnten bis nach Bolivien schauen. An einem kleinen Strand wartete bereits seit Stuuuunden der Rest der Gruppe und gemeinsam schipperten wir an der Küste entlang zurück. Es wurden ein paar Fischernetze ausgeworfen und Dominik versuchte sich mit Nylon-Schnur beim Fischen… leider erfolglos ;)

Es wartete bereits das Mittagessen auf uns. Danach hatte jeder Zeit für sich. Spaziergänge, Sonnenbaden, Schlafen und Relaxen. Nachdem es mit dem Fischfang am Morgen nicht geklappt hatte, versuchten Achim und Dominik es erneut. Die versprochen Ein-Meter-Forelle dreht leider immer noch ihre Runden im Tititcaca See ;)

Vor dem Abendessen kamen Dorfkinder zu Besuch und spielten Murmeln (was manche von uns, z.B. Mister Gigabyte, zu kompliziert erschien), Fussball, oder übten Seilspringen mit uns.

Bei Kerzenlicht (es war schon sechs!!) wurde noch dieses Tagebuch geschrieben und wir probierten einige Tee-Kräuter, welche Emiliano uns von der Wanderung mitbrachte. Nach dem Abendessen fing es noch zu regnen an und es fiel das geplante Lagerfeuer leider aus. Als Alternative war mal wieder Kartenspielen und Pictionnary angesagt!

07 Okt. 2005 • Capachica

Anja in Tiwanaku
Seebananen-Fresser auf einer Uros-Insel

Morgige Entspannung vor dem bolivianischen Chaos

Heute morgen wurden wir von zwei kleinen Bussen zu einem kleinen Hafen am Titicaca-See gebracht, die es bergauf es irgendwie kaum schafften. Das war der Beginn eines erlebnisvollen Tages ;-).

Wir wurden dann mit dem Motorboot, und von Alvaro begleitet, zu ursprünglichen Schilfinseln gefahren. Auf der Insel erfuhren wir mehr über die uralte Uros-Kultur, die diese künstliche Insel einst bauten. Mit einem anderen Boot, diesmal aus Schilf, fuhren wir zu einer anderen Insel und dann zum großen Hafen von Puno.

Und es ging gleich weiter mit einem Bus los. Das Programm von heute war streng, denn wir mussten möglichst früh an die bolivianischen Grenze gelangen! Kurz nach 13:00 Uhr waren wir auch da, hatten davor ein Picknick im Bus bekommen und liefen zu Fuß problemlos durch die Grenze. Es war Markttag und deswegen voller Straßenhändler, Tiere und Busse, die auf dem Dach eine Unmenge von Waren einluden.

Unser lokaler Guide Roberto führte uns dann nach Tiwanaku, eine archäologische Anlage einer Pre-Inka-Zivilisation. Leider mussten wir etwas zu schnell durch das Museum und die Anlage selbst marschieren, denn um 17:00 Uhr wurde diese Stätte schon geschlossen.

Wir fuhren dann nach La Paz etwas länger als gedacht, weil es Straßen-Blockaden gab und wir durch ganz "El Alto" - einr armer Vorort der Stadt La Paz- mit einem Umweg fahren mussten. In der Millionenstadt angekommen, war der Verkehr ein einziges Chaos, laut Roberto, aufgrund einer Mischung aus Wetter (es fing an stark zu regnen, aua… unser Gepäck auf'm Dach!!), Straßensperren und übliche Fahrkunst der Bolivianer. Wir gelangen doch irgendwie zu unserem Hotel im Zentrum und gingen gleich unter dem Regen auf die Suche nach einem Restaurant.

Ziemlich früh sprangen wir wieder ins Bett, denn morgen erwartete uns "die gefährlichste Straße der Welt" auf MTBs!

08 Okt. 2005 • La Paz

Hart am Abgrund !
Nass, dreckig und müde... aber happy!

La ruta de la muerte !!!

Heute wurden die gesamte Gruppe nach dem Frühstück um 7:45 Uhr von unserem Guide Helke an unserem Hotel PanAmerican zur Moutainbike-Tour abgeholt und zur Agentur Downhill-Madness gebracht. Dort durften wir uns nach dem Bezahlen zunächst T-Shirt aussuchen, die uns als Death-Road-Surviver auszeichneten. Das machte besonders einigen Frauen mit zu grossen Köpfen Probleme. Anschließend wurden wir mit Helm, Schutzhose und Handschuhen ausgestattet. Die Schutzweste erhielteten wir erst am Startpunkt.

Kurz nach der Abfaht in La Paz Richtung Berg blieb dann der eine Bus mit einer Reifenpanne im Stadtverkehr von La Paz liegen. Unter Zuhilfenahme einer Gehsteigplatte, die als Wegrollsperre eingesetzt wurde, zog der Fahrer dann ein fast profillosen Reifen auf. Während der Fahrt zum Berg verschlechterte sich das Wetter zusehens von leichtem Regen zu dichtem Schneefall am Startpunkt auf 4640m. Aus Sicherheitsgründen wurde der Startpunkt deshalb vom Veranstalter auf etwa 3950m nach unten verlegt.

Bei immer noch starkem Regen und eisigen Temperaturen wagten sich dann zunächst auch nur sechs Personen (Uschi, Nadine, Thomas, Micha, Dominik und Jens) auf die Strecke. Nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass die Schutzhose keine Regen- sondern nur eine Staubschutzhose war. So waren wir schon nach wenigen Abfahrtsmetern völlig durchnäßt.

Nach etwa fünf Kilometer Abfahrt kam dann der gefürchtete "leichte" Anstieg von etwa 100m Höhe, den wir frierend zu bewältigen hatten. Nach dem Anstieg schwangen sich auch die meisten anderen aus unserer Gruppe aufs Rad und konnten so noch einige Meter auf Asphalt zurücklegen bevor die eigentliche Death-Road auf Schotterpiste begann.

Dort wurden wir nach den ersten Metern in eine schnell und eine langsame Gruppe aufgeteilt und mussten uns an den auf der Death-Road herrschenden Linksverkehr einstellen. Durch den Linksverkehr fuhren wir direkt am Abhang, der zum Teil mehrere hundert Meter fast senkrecht nach unten ging. Während der Abfahrt veränderte sich die Umgebung von einer kargen Berglandschaft in einem tropischen Regenwald. Auf der Strecke unter- bzw. durchquerten wir mehrere Wasserfälle und Bachläufe was besonders Katrin immer wieder mit "Juhu"-Rufen begleitete. In der langsameren Gruppe hatten vor allem Micha, Gonzalo und Falko so viel Gefallen am Schlamm gefunden, dass sie vom Rad sprangen und sich in den Schlamm legten. Es gab aber keine ernsten Verletzungen.

Ca. eine Stunde vor Ende der Abfahrt, der Regen hatte inzwischen aufgehört, konnte Katrin dann zu aller Überraschung auch Nicole und Melanie überzeugen sich auf Rad zu setzen und die letzten Meter in Angriff zu nehmen. Als wir unten an der Lodge ankamen freuten sich dann alle nur noch auf eine heiße Dusche. Nach einem Bad im Pool und dem Mittagessen am späten Nachmittag machten wir uns um 17:30 Uhr auf den Rückweg nach La Paz.

Bei dem Anstieg konnten wir jetzt noch einmal die Landschaft in vollen Zügen bewundern. Besonders die Gruppe im Bus der am Morgen schon die Reifenpanne hatte musste allerdings bei abnehmender Helligkeit noch einige Ängste durchstehen, denn es kamen immer größere Zweifel über die Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs auf.

Bei völliger Finsternis war dann klar, das Licht brennt, das Standlicht und das auch nur einseitig. Bis zur Stadtgrenze von La Paz drehte der Fahrer sogar das Radio aus um sich besser auf die Straße konzentrieren zu können und wir waren über jedes Fahrzeug, das uns entgegenkam oder überholte und uns so wenigstens etwas Licht spendete heilfroh. Trotz aller Wiedrigkeiten kamen wir dann am Ende alle wohlbehalten zu unserem Hotel zurueck und konnen uns jetzt wirklich als Death-Road-Surviver bezeichnen.

09 Okt. 2005 • Uyuni - La Paz

Kirche
Beim Sprechen mit Pater Lutz

El Alto, La Paz und auf nach Uyuni… oder?

Bis 13:00 Uhr hatten wir heute alle wieder etwas Freizeit. Eine zehner Gruppe fuhr aber mit Taxis schon um 7.30 hoch zu El Alto, wo wir das Sozial-Projekt "Movida Bolivia", ein Straßenkinderheim gegründet von dem deutschen Pfarrer Pater Lutz, besuchten. "El Padre Lutz" holte uns zum Glück am Straßenrande in El Alto ab, weil es da oben wieder eine Straßensperre gab (obwohl Bolivien so viel Gas besitzt, gibt es dort zur Zeit ein Mangel an Gasflaschen -> daher die Krise). Durch die Sonntags-Straßenhändler-Feria liefen wir auf Schlamm an dem ehemaligen Bahngleis enlang bis zur Kirche "Amor de Dios". Dort angekommen erklärte uns Pater Lutz viel über die Situation der Kinder in diesem sehr armen Vorort von La Paz und darüber, was er mit seinem Heim und dem Schuhputzer-Projekt bezweckt.

Danach besichtigten wir die ganze Anlage, Notschlafstelle, Pfarrerhaus und Grossraumküche, wo täglich bis zu 100 Kinder Mittagessen bekommen. Um 09.00 Uhr musste der Padre aber los… denn der Gottesdienst fing an!

Wir fuhren dann wieder nach La Paz und jeder ging noch ins Internet, auf Shopping-Tour oder suchte vergeblich den Hexenmarkt… so früh morgens scheint es, dass sie noch alle schliefen ;)

Am Nachmittag wurden wir wie geplant um 13 Uhr abgeholt und zum Bus-Terminal durchs lapacenische -von uns jetzt wohlbekannte- Chaos-Verkehr gebracht. Mit dem öffentlichen Bus ging es weiter nach Oruro, eine Kleinöde von einer Stadt, die wir leicht nicht mehr vergessen werden ;) Als wir dort am Bahnhof waren, erfuhren wir das der Zug nach Uyuni heute nicht mehr losfahren würde, denn die bolivianische Bahn streikte. Eine Ersatzlösung musste schnell gefunden werden, und die einzige Möglichkeit war mit dem Bus doch noch weiter zu fahren. Zum Glück konnten wir für die ganze Gruppe -17 Personen!!- Sitzplätze in einem einzigen Bus finden, der um 20:30 abfahren sollte. Erst um 22:00 Uhr ging es aber los… und um 5 Uhr morgens kamen wir in Uyuni an.

Die Strasse war holprig wie noch nie, trotzdem konnten fast alle (außer der armen Nadine) etwas schlafen. In Uyuni angekommen gingen wir in der kalten und dunklen Nacht zu Fuß einige Blocks bis zu unserem Hotel, wo wir uns alle bis ca. 10:00 Uhr noch endlich ins Bett legen konnten!!

10 Okt. 2005 • Chuvica - Uyuni

Kopf nach unten auf dem Salar von Uyuni
Uschi mag es salzig ;-)

Jeeptour durch den Salar von UYUNI

Da wir erst um 5:30 nach langer, beschwerlicher Busfahrt ankamen, waren wir froh, dass die Jeeptour erst gegen Mittag startete. Nachdem das Gepäck auf den Dächern der Jeeps verstaut wurde ging es zu einem nahegelegenen Zugfriedhof, auf dem alte Dampfloks in der Wüste vor sich hin rosteten. Einige nutzten diese Kulisse für skurille Fotomotive.

Dann ging es über Schotterpisten durch fast menschenleere Dörfer, in denen aber immerhin Souvenirs aus Salz verkauft wurden, hinein in die Salzwüste.

Nach kurzer Fahrt standen wir im größten Salzsee der Welt. Wohin man auch sah war alles nur noch weiß. Durch eine Reifenpanne hatten wir Gelegenheit, mit den sich auf dem weißen Salz abzeichnenden Schatten viele Fotos zu schießen. Einen kurzen Stopp legten wir an einem ganz aus Salz erbauten Hotel ein, bevor es weiterging nach Inkahuasi oder "Isla del Pescado". Sie ist eine Insel inmitten der Salzwüste, auf der zahlreiche Riesenkakteen wachsen. Nach einem Picknick erkundeten wir mit Veronique die Insel. Vom Gipfel ergab sich ein atemberaubender Panoramablick über den Salar und die am Horizont liegenden Berge.

Anschließend hatten Jeanette, Achim, Dominik und Anja die Gelegenheit, selbst den Jeep durch die Wüste zu steuern. Unfallfrei kamen wir an unserer heutigen Unterkunft in Chuvica an. Hierbei handelte es sich um eine recht einfache Jugendherberge, in der wir uns auf drei Schlafsäle aufteilten. Da diese weitab jeglicher Zivilisation lag, gab es nur für ein paar Stunden Strom und kaltes Wasser. Es gab gerade noch so lange Licht, um nach dem Abendessen einige Gesellschaftsspiele und eine Runde Tischtennis zu spielen. Dann ging es recht zeitig zu Bett, da es am nächsten Morgen wieder sehr früh losgehen sollte.

11 Okt. 2005 • Chuvica - Atacama Desert

Die heißen Quellen an der Laguna Salada
Jeanette und Micha im Valle de las Cataratas

12 Stunden im Jeep durch faszinierende Landschaft

Bereits um 04.30 Uhr mussten wir unseren Schlaf abbrechen und unsere Sachen verstauen, um mit unseren Jeeps Richtung Chile aufzubrechen. Nach zweistündiger Fahrt durch Wüsten- und Gebirgslandschaften erreichten wir ein kleines Dorf, wo wir unser Frühstück einnahmen. Danach fuhren wir zu unserem ersten interessanten Stopp, dem Valle de las Cataratas (Tal der Wasserfälle). Dieser schöne Canyon, dem früher mal Wasserfälle beherbergte, bot reichlich Stoff für tolle Fotomotive.

Bei der Weiterfahrt versuchten einige von uns den fehlenden Schlaf nachzuholen, angesicht der holprigen Piste ein schwieriges Unterfangen. Als Nächstes erreichten wir das Valle de las Rocas (Tal der Felsen). Hier standen wir fasziniert vor riesigen Felsmonumenten, die sich in tausenden von Jahren gebildet haben. Beeindruckt von dieser Landschaft ging es dann weiter zur Laguna Colorada, einem rötlich schimmernden See, in dem viele Flamingos leben und für weitere tolle Film- und Fotomotive sorgten.

Kurze Zeit später gab es dann am Rande des Sees das Mittagessen. Außer ein paar Lamas besitzen die Einheimischen hier nicht viel. Nach halbstündiger Fahrt entlang eines schneebedeckten Passes auf 4800 m Höhe (es wurde ziemlich kalt!) stoppten wir dann beim Geysir Sol de Mañana. Hier erhoben sich aus der Erde schweflige Dämpfe und Löchern brodelten 200 Grad heiße Schlacke. Jeanette und Michael wurden bei ihrer Fotosession vom umherfliegenden Schlamm überrascht. Aber zum Glück haben nur die Klamotten etwas gelitten…

Später erreichten wir die heißen Quellen von der Laguna Salada. Jeanette und Micha wuschen erstmal den Schlamm aus den Klamotten während die anderen die Füße und Hände ins 30 Grad warme Wasser hereintaten. Falko war erstmal von dieser Haltestelle nicht ganz so begeistert, bis er doch die wunderschöne und tausendfarbige Landschaft drumherum wahrnahm ;-). Das mit dem nächsten -aber kurzem- Stop bei der Salvador Dali Wüste begeisterte aber auch die wenigsten (Felse mitten im Nichts, wie aus einem Gemälde von dem berühmten Maler).

Zum Ende der Tour erreichten wir die Laguna Verde. Dieser See, der unter Sonneneintrahlung im Laufe eines Tages mehrmals seine grünliche Farbe wechselt, lag direkt vor dem Vulkan Licancabur (5916 m) an der bolivianisch-chilenischen Grenze und bot ein tolles Panorama für wunderschöne Fotos. Dann wechselten wir unsere Fahrzeuge. Wir abschiedeten unsere Jeepfahrer, die uns zwei Tage lang querfeldein und über Schotterpisten von Uyuni bis hierher sicher geführt hatten und luden unser Gepäck in den bereit stehenden Minibus, der uns nach San Pedro bringen sollte.

Beim bolivianischen Grenzamt ließen wir unsere Pässe abstempeln. Auf der Weiterfahrt in Chile mussten wir unsere Einreisepapiere ausfüllen, Veronique half uns wieder bei der Übersetzung. Nach ca. einstündiger Fahrt erreichten wir gegen 20 Uhr chilenischer Sommerzeit (eine Std. später als in Bolivien) das chilenische Grenzamt in San Pedro de Atacama. Dabei sorgte Dominik mit dem Spruch des Tages (s.u.) für Erheiterung. Nach der Passkontrolle mussten wir unser ganzes Gepäck von den Grenzbeamten durchsuchen lassen, etwas nervig, aber es lief doch einigermaßen zügig. Kurze Zeit danach kamen wir in unserem Hostal an.

Nach dem Einchecken ging es mit Veronique gleich zum Geldwechseln. In diesem Touridorf herrschte reichlich Betrieb, San Pedro ist Ausgangspunkt und Ziel vieler Touristen aus aller Welt, diverse Reisebüros bieten Touren in die Umgebung an. Beim anschließenden Abendessen ließen wir uns die Pasta, Beefsteaks und den Lachs schmecken. Bei Bier und Pisco hielten wir es noch bis ca. 23.30 Uhr aus, bevor wir totmüde in unsere Betten fielen und einschliefen…

12 Okt. 2005 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Wirbelsturm mitten im Mondtal
Drei Grazien vor dem Salzkordilleren-Mirador

Unter der stark stechenden Sonne

Am allen letzten Programmtag konnte wieder jeder das machen was er wollte: durch die Gassen von San Pedro schlendern (alle Häuser sind aus Adobe gebaut), ins Internet gehen ("Hola Freunde, wir sind bald wieder da!"), die letzten Souvenirs einkaufen (leider hier etwas teuerer und weniger Auswahl gibt's auch), Tagebuch-Einträge jeweils 2x eintippen (oye die Computer…) oder mal auschlafen und sich noch von einigen Magen-Unannehmlichkeiten erholen (flotter Otto… oder flotter A.?).

Nach dem Mittagessen fuhren wir Richtung Calama und nahmen schon unser ganzes Gepäck mit. Auf dem Weg dorthin hielten wir zuerst bei einem Aussichtspunkt namens Mirador de la Cordillera de la Sal. Dann konnten wir eine kleine Wanderung durch das Valle de la Muerte machen, was die Nicole aber als "sehr freundlich für ein Todestal" bezeichnete. Unter der super starken Sonne liefen wir 40 Minuten durch die wahnsinnige Sanddünen- und rote Bergen-Landschaft. Allerdings waren einige besser ausgerüstet fürs "auf heißem Sand Wandern" als andere ;-).

Der nächste Halt vor Calama war das Mondtal. Wir liefen wieder eine sehr hohe Düne herauf, um die beste Sicht über die ganze krater-ähnliche Landschaft zu bekommen. Der Wind spielte mit T-Shirts und Röcken … die Temperatur war immer noch so hoch! Nach einer Pause beim aller modernesten Luxus-Klo im ganzen Urlaub kamen wir nach ca. einer Stunde in Calama an.

Dort hatten wir unser Abschiedsessen im Restaurant Terramater. Wir verabschiedeten uns herzlich von Gonzalo, der am Abend noch Richtung Peru sein Bus nehmen musste. --> 1000 Dank an ihn für die Hilfsbereitschaft, die gute Laune und seine Freundlichkeit!! Gute Reise an dich Gonzalo! Nachdem die Veronique mit Schokoladen, Chips, Coca Cola Light, Zahnseide (darf nicht aus der Übung kommen) und schöne Abschiedsbotschaften ungemein überflutet wurde, zogen wir weiter zur einer Bar, tranken und plauderten bis 02:00 Uhr in der Nacht!

13 Okt. 2005 • Frankfurt - San Pedro De Atacama

Katrin und Achim checken ein  -
Mit LAN Chile wieder zurück nach Santiago

Hasta luego Sudamerica! ;-(((

Heute morgen ist es leider schon so weit. Wir fliegen zurück nach Hause! Um 09:00 Uhr waren wir am Flughafen von Calama, verabschiedeten uns von Veronique, die mal nicht mehr lächelte ;-) und ab in den Flieger Richtung Santiago de Chile! Heute Abend um 19 uhr geht es erst weiter nach Frankfurt, Wien etc…

Nicole bleibt aber noch eine Woche in Chile und wird die Osterinsel besichtigen. Wir wünschen ihr noch ganz viel Spaß!!