Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Der erste Tag in Südamerika
Vor die ersten Schritte auf südamerikanischem Boden hat der liebe Gott leider einen 15-stündigen Flug gesetzt, der aber von allen überstanden wurde. Santiago de Chile empfing uns leider mit Regen, so dass aus dem geplanten Spaziergang in der Stadt ein Besuch in einem "Cafe mit Bein" wurde.
Der Kaffee war aber trotzdem äußerst lecker!
Beeindruckt haben uns drei Frauen, vor allem aber die chilenischen Männer - einer sah besser aus als der andere. Dies traf vor allem auf die Soldaten vor dem Regierungspalast "La Moneda" zu.
Restlos begeistert hat uns die Markthalle mit ihren Fischen und frischen Früchten, die wir auch gleich vor Ort in einem Restaurant verkosten durften.
Als besonderes Zuckerl hörte der Regen schließlichen für einen Moment lang auf, so dass wir eine unbeschreiblich schöne Aussicht auf Santiago und seine Hochhäuser genießen durften - ganz ohne Smog!
Viel zu schnell ging der Zwischenstopp vorbei und pünktlich auf die Minute um 8 Uhr abends hieß es "up, up and away" - auf nach Peru!
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KOLONIALE ARCHITEKTUR UND NEBEL
Nach einem recht späten Frühstück - wir waren erst um 12 Uhr nachts in Lima angekommen - starteten wir zu einem Stadtspaziergang mit Jenny, unserer äußerst kompetenten und netten Stadtführerin.
Zuerst ging es durch die Straßen der Altstadt zur Plaza de Armas, wo wir den Regierungspalast, die Kathedrale und das Rathaus bewundern durften. Besonders gefallen haben uns die bunten Farben der Häuser und die wunderbar geschnitzten Holzbalkone.
Die Kathedrale beeindruckte durch ihre Mosaiken und das eindrucksvolle hölzerne Chorgestühl.
Am meisten beeindruckt hat uns jedoch das Kloster San Francisco mit seinem wunderhübschen Kreuzgang aus bunten Kacheln, der herrlichen Sakristei und der Bibliothek - ein wirklich idyllischer Platz in dieser zehn Millionen Einwohner zählenden Metropole.
Um 12 Uhr ins Hotel zurückgekehrt, begrüßten wir das letzte Mitglied unserer Truppe - Dorel, der erst einen Tag später eingetroffen war.
Spontan entschlossen wir uns zu einem Besuch im Museo de Oro, wo wir neben vielen schönen Schmuckstücken aus Gold auch Keramik und Textilien bewundern konnten.
Jede von uns Frauen hat sich hier wohl im Geiste ihr Lieblingsstück ausgesucht - mitnehmen durften wir es aber leider nicht!
Typischerweise für diese Jahreszeit lagen Lima und das Umland unter einer dichten Nebeldecke, so dass unser Aufenthalt bei der Playa San Pedro nur einem Picknick diente und nicht einem entspannenden Bad im Pazifik. Die Temperaturen hierfür waren einfach zu dürftig. Das leckere Picknick mit Pollo und Arroz, sowie Chilisauce und Milchreis (eine herrliche Kombination…) hat uns aber dafür entschädigt.
Ziemlich müde kamen wir abends um halb acht in Pisco an und ließen den Tag standesgemäß mit einem "Pisco Sour" ausklingen.
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Eindrucksvolle Paracas-Halbinsel
Schon früh ging es heute auf die Piste - ein weiterer Höhepunkt der Reise stand auf der Tagesordnung: die eindrucksvolle Paracas-Halbinsel. Kaum im Ort Paracas angekommen, erwartete uns die erste Hiobsbotschaft: die geplante Bootstour zu den Ballestas-Inseln musste leider ausfallen, da der Wind zu stark war. Doch richtige Globetrotter lassen sich hierdurch nicht die Laune verderben. Wir trösteten uns mit Kaffee und Tee und brachen dann zu einer ausgedehnten Tour in den Paracas-Nationalpark auf.
Zuerst erwartete uns das eindrucksvolle Paracas-Museum, wo uns unser Guide einen interessanten Überblick über die Paracas-Kultur gab. Besonders faszinierten uns die schaurigen Mumien und die durch Trepanation verformten Schädel! Nach so viel Kultur war uns nach ein wenig Bewegung und Natur. Bei "La Catedral" bekamen wir beides. Diese tolle Felsformation im sturmumtosten Meer sieht einer Kathedrale tatsächlich ein wenig ähnlich!
Noch mehr Wildlife gab es bei zwei weiteren Aussichtspunkten. Hier bekamen wir dann letztendlich doch noch unsere Seelöwen zu sehen, die uns durch den Ausfall der Bootstour am Morgen entgangen waren.
Zum Mittagessen steuerten wir den kleinen Fischerort Lagunilla an, wo wir im Restaurant Brisa Marina mit lokalen Spezialitäten, z.B. Ceviche (rohem Fisch, mariniert mit Zitronensaft, viel Zwiebeln und Chili - lecker!) oder Corvina al Ajo (mit viel Knofi - macht leider einsam…) verwoehnt wurden.
Die Paracas-Halbinsel verabschiedete uns mit einem gewaltigen Sandsturm, der beinahe die Strasse verschluckte, doch unser Fahrer Edgar war mit einem sehr guten Orientierungssinn ausgestattet und lieferte uns sicher in der Pisco-Brennerei El Catador ab, wo wir die in der Region angebauten edlen Tröpfchen verkosten durften und einen kurzen Überblick über die Herstellung des peruanischen Nationalgetränks erhielten.
Nicht mehr ganz nüchtern, aber dafür umso besser drauf, erreichten wir nach kurzer Fahrt die Oase Huacachina und bezogen im idyllischen Hotel Suiza Station. Doch kaum angekommen, wurden wir von Sonja bereits wieder aufgescheucht - die Wüstenbuggys warteten. In einem Affenzahn ging es im offenen Jeep über die Sanddünen, kreuz und quer, auf und ab und weniger nervenstarken Teilnehmern fiel wohl das eine oder andere Mal wohl wegen des teilweise ziemlich heftigen Gefälles das Herz in die Hose.
Zur Erholung gab es einen Einführungskurs im Sandboarding. Wirklich ausgezeichnet in dieser Disziplin hat sich nur unser Arthur, der sich todesmutig über die Dünen stürzte und es schaffte, auf dem Brett zu bleiben. Wir anderen haben uns eher nicht mit Ruhm bekleckert. Was für ein Glück, dass hier keine Haltungsnoten vergeben wurden!
Im letzten Licht des Tages erreichten wir - auf allen Seiten gut mit Sand paniert - wieder die Oase Huacachina. Nach solchen Anstrengungen hatten wir uns das Abendessen redlich verdient!
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Von der Oase zu den Linien
Nach einer gut ausgeschlafenen Nacht im Hotel Suiza sind wir heute direkt zum Flughafen aufgebrochen. Nach der Erfahrung mit dem Sturm auf dem Meer waren alle beunruhigt (oder auch im Gegenteil), ob wir wohl fliegen können. Dabei war bei Kathrin und 2x Gabi doch eine Menge Angst im Spiel.
Nur war bei allen Dreien die Wirkung nach außen unterschiedlich. Gabi eins sagte immer dass sie sowieso nicht fliegt, aber als es dann ins Flugzeug ging, keine Miene mehr. Kathrin immer am hin und her wanken, ob sie fliegen soll, aber nach außen ganz ruhig, nur fünf Minuten vor dem Start ging es dann mit den Nerven runter "Wann fliegen wir endlich, warten wird irgendwann langweilig (meint: ich bekomme jetzt immer mehr Schiss)". Gabi zwei die ganze Zeit total cool, man merkt ihr nichts an und es heißt immer, dass sie sowieso fliegt. In der Maschine angekommen, war nicht mehr ganz klar, aus welchem Affenkäfig sie ausgeborchen war, wahrscheinlich doch die Schimpansen, die können sich am besten anklammern.
Aber summa sumarum hatten wir total Glück. Seit Tagen wehte ein sehr starker Wind. Dadurch war auch heute eine eher horizontale Brise da. Die Maschine ist alles in allem ganz ruhig geflogen, da quasi keine Thermik war. Der Lohn der Angst war auf jeden Fall alles Bibbern wert. Jede Seite des Flugzeugs bekam alle Figuren zu sehen, und diejenigen, die sich trauten, den Kopf zu recken und wenden, bekamen alles zweimal. Das einzige, was mir selbst etwas Sorgen machte waren die andern Maschinen, die dann doch nicht so weit weg flogen, wenn man sonst nur die großen Zivilmaschinen gewohnt ist.
Dann haben wir in Nasca selbst gegessen (so locker wie ich schreibe sind also alle wieder heile am Boden angekommen), wieder einmal zu viel, da es einfach so gut schmeckt. Es gab Lamm in Koriander oder Huhn in Knobi-Chilli-Sauce, der gelbe Chili, der nicht so scharf aber schön aromatisch ist. Spaghetti Paesto für Pamela.
Da wir gestern in der Pisco-Brennerei etwas Zeit gut gemacht hatten, hatten wir heute viel Ruhe, uns die Keramikherstellung nach alter Nasca-Tradition und die Goldgewinnung anzusehen. Nachdem allen klar war, wie wenig Ausbeute man aus der Goldgewinnung bekommt, sowohl an reiner Menge als auch an Preis, war allen klar, dass der Stress in München, Darmstadt, Bregenz und Berlin schon seine Mühe wert ist. Insbesondere das Quecksilber hat es mir kalt den Rücken heruntergehen lassen, da damit umgegangen wird, dass bei uns die ganze Stadt gesperrt würde.
Abends dann auch ein Hotel mit Pool, etwas kühler und sandiger. Kathrin und ich voll im Joggingfieber los, an der ersten Ecke umgekehrt, da die Hunde kläfften, von der nächsten Ecke umgekehrt weil die Wachhunde grollten, also Pendelverkehr. Zum Glück kann Kathrin zählen, sonst würde ich jetzt wohl noch hin und her laufen.
Wir freuten uns auf einen netten Abend mit Pachamanca, Cerveza und Pisco Sour.
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Nebelfahrt durch die Wüste
Früh starteten wir von Nazca aus zu unserem ersten Tagesziel, dem Friedhof von Chauchillas. Allein hätten wir den Weg über die Wüstenpiste sicher nicht gefunden, aber Edgar hat uns sicher an unser Ziel gelotst. In Chauchillas wurden wir bereits von unserem Guide erwartet, der uns eine Menge interessante Sachen über die Gräber, Mumifizierung, Bestattungsriten, Schamanen und natürlich Grabräuber berichtete – das ganze in drei Sprachen und gekröhnt von einer Grammatik, die Herrn Duden selig im Grabe rotieren lassen würde.
Nachdem wir genug von den teilweise recht schaurigen Mumien hatten, ging es weiter auf der Panamericana in Richtung Süden, immer an der Küste entlang. Schon kurze Zeit später hüllte uns dichter Nebel ein – ein seltsames Gefühl, da wir die ganze Zeit durch Wüste fuhren. Teilweise war aufgrund des Sturmes vom Vortag sogar die Straße komplett zugeweht – Schneeverwehungen einmal anders. Nach kurzen Zwischenstopp in einem kleinen Ort, wo es leckere Oliven und Honig zu verkosten gab, erreichten wir unserem Picknickplatz, Puerto Inca.
Nun ja, ein gemuetliches Feeling wollte sich allein aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht einstellen. Trotzdem hat das Essen mit Huehnchen, Reis und Rote Beete allein hervorragend geschmeckt. Anschliessend gingen wir weiter auf die Piste – ohne das versprochene Bad im Pazifik – sehr zum Leidwesen von Kathrin, der Dorel aufgrund des heftigen Wellengangs ein Bad ausdrücklich verboten hatte.
Edgar übertraf sich wirklich selbst und bewältigte selbst das gefährliche Stück an der Steilküste ohne Zwischenfälle. Die bekennenden Schisser unter uns (zu denen ich mich zähle) wurde mit fortschreitender Fahrt immer ruhiger, denn rechts neben uns ging es teilweise ziemlich heftig bergab und die Panamericana ist eben keine deutsche Autobahn. Die zahlreichen Kreuze am Wegesrand taten ein übriges, uns daran zu erinnern, dass die Strecke zwischen Puerto Inca und Camana brandgefährlich ist. Wie gut, dass uns teilweise dichter Nebel einhüllte – so sahen wir nicht, dass es direkt neben uns in den Abgrund ging.
Nach vielen Stunden im Auto kamen wir endlich in Corire an. Da wir der Meinung waren, dass wir eine Belohnung verdient hatten, haben wir uns erst einmal an Flusskrebsen aus dem Majes-Fluss gütlich getan – serviert mit Pommes und Reis – eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombination, aber lecker! Zum Abschluss machten wir zu siebent noch eine ganze Flasche Pisco nieder. Danach wäre selbst ich die gefährliche Strecke noch einmal gefahren, wenn es denn hätte sein müssen.
Sehr angeheitert kamen wir in unserer Unterkunft in Corire an und verschwanden ziemlich schnell in der Falle!
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Sand, Schnee und Schwielen am Hintern
Wieder einmal durften wir leider nicht ausschlafen – zu umfangreich war das Programm für den heutigen Tag.
Wir hatten uns kaum von unserem Rausch vom Vortag erholt, da wurden wir auch schon wieder von unseren Weckern, beziehungsweise von einem sehr penetranten Hahn, der um halb vier aus vollem Hals zu krähen begann, aus den Federn geworfen!
Das erste Ziel des Tages war nach kurzer Fahrt erreicht – die Petroglyphen von Toro Muerto. Hoch über dem grünen Majes-Tal mutet diese Wüstengegend doch sehr seltsam an. Nur Sand und Steine gab es hier reichlich. Trotzdem strahlt dieser Ort irgendwie eine magische Wirkung aus, der sich besonders unser Esotheriker Arthur nicht entziehen konnte. Wieder einmal ging er barfuss – um den Göttern näher zu sein, wie er sagte. Nun ja, so gut kann Arthurs Draht zu den Göttern denn doch nicht sein, denn immer noch hüllte uns dichter Nebel ein!
Weiter ging es – diesmal zu den Dinosaurier-Fussabdrücken ein Dorf weiter, in Querulpa. Zunächst einmal hatten wir einen Aufstieg von ca. 150 Höhenmetern zu bewältigen. Begleitet wurden wir dabei von einem ortsansässigen Bauern, dem der Hof am Fuße des Berges gehört und der uns mit einem gewissen Besitzerstolz durch diese archäologische Stätte führte. Nun ja, ganz ehrlich – die Abdrücke haben mich nicht so beeindruckt. Ich fand das Leben auf dem Hof und Art und Weise wie der Bauer lebte, viel intereressanter!
Zurueck ging es – wieder zu unserer Unterkunft vom Vorabend, wo uns der Besitzer noch eine kurze Tour durch seine hypermoderne Reismühle und seine Pisco-Produktion gab, bevor wir uns auf den langen Weg ins Colca-Tal nach Cabanaconde machten.
Nach einem kurzen Umweg (Edgar hatte die Straße nach Huambo nicht auf Anhieb gefunden), landeten wir auf der richtigen Schotterpiste. Erst einmal ging es bei schönem Wetter durch die Wüste. Immer mehr stieg die Strasse an und seltsamerweise wurde die Umgebung dabei immer fruchtbarer. Auf 4000 Meter Höhe gab es ein Picknick mit Semmeln, Käse, Schinken und Bananen (der arme Edgar bekam wie immer nur die letzten Reste ab – das ist wohl das Los eines Fahrers) und den ersten Coca-Tee – es lebe der Rausch! Aber wir waren ja vom Vortag her noch gut im Training.
Leider hatte sich das Wetter inzwischen wieder verschlechtert. Auf der Passhöhe angekommen, lag dann mit einem Mal Schnee, es war einfach saukalt und man sah wegen des Nebels die Hand nicht vor Augen. Arthur, Arthur – an deinem Draht zu den Göttern musst du wirklich noch arbeiten!
Eigentlich waren wir bei unserer Ankunft in Huambo im Colca-Tal alle bedient von der elenden Fahrerei – doch uns stand noch ein weiterer 4000 Meter hoher Pass bevor. Edgar bewältigte auch diesen ohne Probleme obwohl es inzwischen regnete (er war glaube ich weniger müde als wir alle) und schließlich kamen wir in Cabanaconde an. Hier war es dann soweit – der erste lag mit Montezumas Rache (oder sollte ich sagen der Rache Atahuallpas…) flach – nachdem er oder vielmehr sie - das halbe Restaurant mit Cola und Elektrolyt-Lösung unter Wasser gesetzt hatte! Die ganz Unermüdlichen ließen sich aber durch diesen kleinen Zwischenfall nicht von einer Erkundungstour durch das Dorf abhalten – die aber aufgrund des schlechten Wetters ziemlich kurz ausfiel.
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Colca-Tal: Kondore ohne Ende
Was haben wir nur verbrochen, dass wir nie ausschlafen dürfen? Zu nachtschlafender Zeit ging es wieder einmal auf die Piste. Diesmal hat Arthurs Draht zu den Göttern funktioniert – der Himmel war zwar nicht strahlendblau, doch immerhin sah man zur Abwechslung mal die umliegenden Berge, ein beeindruckendes Bild.
Nach nur kurzer Fahrt war das erste Etappenziel erreicht – der Cruz del Condor. Zugegeben etwas touristisch und für unseren Geschmack waren auch etwas zu viele Leute vor Ort. Nichts desto trotz war der Anblick er Kondore, die sich nach einem erzwungenen Ruhetag (am Vortag hatte es ja geregnet) in Fluglaune präsentierten, schlichtweg majestätisch. Teilweise waren 18 Stück dieser Riesenvögel am Himmel zu sehen. Anscheinend hat Arthur nicht nur zu Petrus einen guten Draht, sondern auch zum heiligen Franziskus!
Anschließend sollten wir uns zur Abwechslung einmal selbst sportlich betätigen – die Mountainbikes warteten! Nun ja – mein Fahrrad und ich – es war nicht gerade Liebe auf den ersten Blick. Das Ding war mir einfach eine Nummer zu klein und der Sattel eine Nummer zu hart – ich kam wir vor wie der "Aff auf dem Stangerl". In knapp 4000 Metern Höhe zu mountainbiken ist auch nicht ganz so einfach – uns ging bei der geringsten Steigung ganz schön die Puste aus. Gabi S., Gabi G und Kyrill schmissen dann auch nach der Hälfte gemeinschaftlich das Handtuch und beschlossen, lieber mit dem Bus weiterzufahren, wo sie die Bekanntschaft einer wirklich netten Polizistin und Bergretterin – Aida – machten. Besser gut gefahren, als schlecht gelaufen, bzw. schlecht selber gefahren!
Unsere sportlichen Reisegenossen Arthur, Kathrin und Dorel haben bis zum Schluss durchgehalten! Respekt!
Eigentlich wären wir nach dieser sportlichen Herausforderung reif für ein Mittagessen, doch Sonia war der Meinung, dass wir uns das noch nicht verdient hätten – wir sollten zuerst eine Runde schwimmen gehen! So steuerten wir denn also die heissen Quellen von La Calera an – besonders sportlich waren wir dort allerdings auch nicht. Das heiße Wasser lud eigentlich eher zum Aalen, als zum Schwimmen ein, aber 40 Grad Wassertemperatur machen müde und so waren wir alle ziemlich platt, als wir zum Essen nach Chivay fuhren.
Dort wartete schon ein superleckeres Büffet auf uns – nachdem Dorel und Kathrin zugeschlagen hatten, war es allerdings ziemlich dezimiert!
Mit vollem Magen – ging es weiter. Diesmal stand uns ein neuer Höhenrekord bevor. Unser Weg führte uns über eine 4800 Meter hohe Passstrasse – doch leider erwies sich unser Wetterglück von nur kurzer Dauer, denn wir waren kaum von Chivay gestartet, als es bereits wieder zuzog und zu regnen begann. Von den uns umgebenden 5000ern sahen wir auf der Passhöhe gar nichts. Dementsprechend hielt sich unsere Begeisterung, am höchsten Punkt auszusteigen, in Grenzen. Keiner von uns legte gesteigerten Wert darauf, im Schnee herumzustapfen!
Über eine Buckelpiste ging es durch den Schlamm abwärts – unser Auto sah danach aus wie Schwein – der arme Edgar hatte sicher einiges zu tun, um die Kiste wieder sauber zu bekommen. Kurz vor Arequipa hoerte es dann wenigstens auf zu regnen und auf normaler Teerstrasse – was für eine Wohltat nach zwei Tagen Buckelpiste – steuerten wir unser Tagesziel zügig an.
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Kindergärten, Klöster und koloniales Erbe
Zum ersten Mal seit einer Woche ausschlafen – was für eine Wohltat! Da wir erst um 10.00 Uhr abgeholt wurden, fiel auch das Frühstück auf der Terrasse der Casa de Jerusalem üppiger als sonst aus.
Der heutige Tag begann mit einem interessanten Einblick in das Leben der einfachen Leute. Die Fahrt ging direkt nach Paucarpata. Beim Anblick der einfachen Hütten, die da am Bergrand klebten und in der Mehrheit weder Strom und Wasseranschluss haben, wurden wir doch etwas kleinlaut. Wie priviligiert wir doch im Vergleich zu diesen Menschen sind.
Als erstes Ziel steuerten wir einen Kindergarten an, wo wir von den Kleinen auch gleich lautstark und begeistert begrüßt wurden. Strahlenden Kinderaugen kann sich wohl kein Mensch entziehen und so geriet der Besuch zu einer wahren Fotoorgie. Ein Ständchen von den Kleinen gab es gratis dazu. Natürlich mussten auch wir ein Liedchen anstimmen – gar nicht so einfach, bis wir eines gefunden hatten, das alle kannten. Wir einigten uns auf "Bruder Jakob" und "Alle meine Entchen" – nun ja, einen Preis haben wir damit nicht gewonnen, aber die Kinder hat unser Ständchen trotzdem gefreut.
Weiter ging es zu einer Medizinstation, wo die Leute der Umgebung medizinische Betreuung und verbilligte Medikamente erhalten können. Vom Dach des Hauses aus hätte man einen tollen Blick auf den Misti gehabt – wenn er denn zu sehen gewesen wäre! Aber leider verhüllte der mächtige Vulkan sein Haupt vor uns. Arthur, Arthur …!!! Hier löste Tanja auch ein Rätsel, das uns alle seit unserer Ankunft in Peru beschäftigte: warum sehen alle Gebäude in Peru so halbfertig aus? Sie erklärte uns, dass der Besitzer, solange an einem Haus gebaut wird, keine Steuern zahlen muss! Da wurde uns klar, warum die wenigsten Häuser hier richtige Dächer haben!
Als letztes stand ein Besuch in einem weiteren Kindergarten an und in einem Zentrum für alte Leute, die gerade auf das heftigste am Kicken waren – und das in einer Höhe von über 2300 Metern. Wie wir erfuhren, trainierten die Herrschaften gerade für ein Turnier. Für uns – die wir uns immer noch nicht so recht an die Höhe gewöhnt haben – sahen die alten Leutchen ziemlich fit aus!
Nach diesen interessanten Erfahrungen steuerten wir schließlich das Büro von viventura in Arequipa an, wo wir zum Mittagessen eingeladen waren. Das Büro liegt in einem wohlhabenden Stadtviertel - welch ein Kontrastprogramm zu Paucarpata! Wir durften an einem reich gedeckten Tisch Platz nehmen und uns von Carmencita mit köstlichem Hühnchen, Kartoffelauflauf und Salat verwöhnen lassen!
Frisch gestärkt, starteten wir zur Stadtführung mit Vivi. Diese begann am Kloster Santa Catalina, das wir ausführlich besichtigten. Diese kleine Stadt in der Stadt beeindruckte uns durch die frischen Farben (knallrot und knallblau), sowie durch die grosszügige Anlage der Gebäude. Obwohl uns das Kloster sehr gefiel – von uns Mädels zeigte keine irgendwelche Neigungen, eine "Braut Jesus" zu werden.
Zu Fuß ging es weiter zur Plaza de Armas mit der Kathedrale und der Jesuitenkirche mit ihrer beeindruckenden Fassade, der bunt bemalten Sakristei und den beiden Kreuzgängen.
Nach so vielen Besichtigungen – und weil wir auch am nächsten Tag ausschlafen durften – war uns nach einem Zug um die Gemeinde zumute. Wir starteten mit einem superleckeren Essen im La Cantarilla und zogen anschließend weiter in die Kneipe "Montreal", wo uns beste Life-Musik erwartete und wir dementsprechend bei Pisco versackten. Besonders Gabi G. konnte sich kaum losreissen – ob der Musik wurden wohl Erinnerungen an die Jugend wach!
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Endlich - die Stadt der Inkas!
Auch heute durften wir wieder faulenzen – wenigstens Vormittags. Nach einem ausgiebigen Frühstück hatten wir Gelegenheit, endlich die tausend Kleinigkeiten zu erledigen, die man auf einer solchen Reise gerne vor sich her schiebt. Zwischen Dorel und Gabi S. brach so etwas wie ein Postkarten-Schreibwettbewerb aus, der aber ziemlich schnell abgebrochen wurde, da sich auf der Hotel-Terrasse ein interessanter Gesprächspartner aus Carolina fand, der seit zwei Monaten Peru bereist – und der war nun wirklich interessanter als ein paar olle Karten!
Um halb 12 sollten wir eigentlich abgeholt werden, doch auch um Viertel vor 12 war von unserem Fahrer zum Airport noch keine Spur. Als wir schon erwogen, uns notfalls zu Fuß auf den Weg zu machen, klappte es doch noch mit unserem Transportmittel. Im Eilzugtempo ging es zum Flughafen, da unser Flug bereits um 13 Uhr startete. Die Maschine machte einen halbwegsvertrauensvollen Eindruck, so dass auch die "Nicht-Gerne-Flieger" Gabi G., Gabi S. und Kathrin beruhigt ins Flugzeug stiegen. Nach nur halbstündigem Flug mit tollem Panorama auf Colca-Tal und die Vulkane setzten wir zum Landeanflug auf Cuzco an und der gestaltete sich ziemlich spannend. Der Pilot flog haarscharf in ein ziemlich schmales Tal in (zumindest sah es vom Flugzeug so aus…) und strich knapp über die Häuser, bevor er sicher auf der Landebahn aufsetzte – eine recht spannende Landung!
Vor dem Flughafen in Cuzco wartete schon unser Guide, um uns auf eine Stadttour mitzunehmen. Zuerst ging es zum heiligen Tempel von Koricancha, dessen Überreste sich innerhalb des Klosterkomplexes von Santo Domingo befinden. Unser Guide war ein wandelndes Lexikon und gab uns genauestens Auskunft über die Gebäude und die Vorstellungswelt der Inka. Besonders fasziniert haben uns die Kenntnisse der Inkas von der Steinbearbeitung – während die Kolonialbauten der Spanier regelmässig einstürzten, haben die Inka-Tempel bisher alle Erdbeben überdauert.
Nach Koricancha besichtigten wir den berühmten 12-eckigen Stein und unternahmen einen kurzen Bummel durch die Straßen der Altstadt, wo wir bei tollem Licht auf der Plaza de Armas ankamen und gleich die Kathedrale von Cuzco ansteuerten. Auch hier erwies sich unser Guide als wandelndes Lexikon und hatte zu jedem Kunstwerk – egal ob Gemälde, Altar oder Chorgestühle etwas interessantes zu sagen. Wir waren ganz geblendet von der prächtigen Innenausstattung der Kirche. Unseren Esotheriker zog es am meisten zu einem mystischen Stein, dem er die Hände auflegte – anscheinend eine magische Erfahrung, denn Arthur schwört Stein und Bein, dass es in seinen Händen kribbelte! Hoffentlich hat er bei dieser Gelegenheit mit den Göttern dahingehend Rücksprache gehalten, dass das Wetter weiterhin so gut bleibt wie bisher!
Als letzter Programmpunkt stand der Inka-Tempel Saqsayhuaman auf dem Programm, wo wir im letzten Licht des Tages ankamen und erneut die Steinmetzkunst der Inkas bewundern konnten. Den schönen Sonnenuntergang und Blick auf die Stadt Cuzco gab es gratis – die besten Dinge des Lebens kann man eben nicht kaufen!
Da wir erst gestern gelumpt hatten, zeigte keiner der Mitreisenden gesteigerte Lust, sich ins Nachtleben zu stürzen – da war wohl der letzte Kater noch nicht auskuriert!
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Ein unerwarteter Festtag
Der arme Kyrill erschien mit leicht grünlichem Gesicht zum Frühstück – Montezuma hatte ein neues Opfer gefunden und so trennten sich die Wege der Teilnehmer zum ersten Mal auf dieser Reise. Während Kyrill zurück ins Bett wankte, um zumindest vorläufig der Ruhe zu pflegen, nahmen wir anderen ein Taxi, um erneut nach Saqsayuaman zu fahren. Unser Führer vom Vortag hatte uns nämlich einen wertvollen Tipp gegeben – am dritten Sonntag im September findet dort eine Art Sport- und Volksfest statt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Schon um kurz vor neun starteten wir und waren kurze Zeit später im Ort.
Auf den Tribünen hätten wir uns am liebsten niedergelassen, doch eine Anfrage ergab, dass diese Plätze 10 USD kosteten. Also disponierten wir kurzerhand um und machten es der einheimischen Bevölkerung nach: wir suchten uns einen Platz auf den umliegenden Bergen.
Wir saßen kaum, da ging es auch schon los. Ganze Abordnungen von Schulkindern erschienen in Landestracht und führten Volkstänze auf. Die Kleinen waren einfach süß anzusehen und manche Tänze waren beinahe ein wenig akrobatisch. Um uns herum packten die Leute ihr Picknick aus, während sie ihren Sprösslingen zusahen – das Ganze hatte was von einem Volksfest.
Nachdem die Schulkinder mit den Tänzen durch waren, begann die eigentliche Zeremonie. Nacheinander marschierten die vier Teams (eine für jede Himmelsrichtung) – anhand ihrer Farben leicht voneinander zu unterscheiden (grün, schwarz, rot und gelb) – ins Stadion, will sagen, einen riesigen rechteckigen Platz mitten auf dem Tempelgelände – ein. Sie waren ein prachtvolles Bild in ihren verschiedenen Farben. Gleichzeitig formierten sich auf den Hügeln Gruppen in den selben Farben und mit bunten Flaggen, die im Wind flatterten. Eine Gruppe – sie stand am oberen Rand des Tempels – war ganz in schwarz gekleidet und stellte auf sehr gelungene Weise Kondore dar. Das Bild vor unseren Augen war einfach prachtvoll! Insgesamt müßten es sicher an die 500 Mitwirkende gewesen sein! Schließlich erschien ein Inka-Häuptling und richtete das Wort an die Bevölkerung. Eine riesige Inka-Fahne wurde hereingetagen, ein Feuer entzündet und verschiedene Rituale durchgeführt. Schade, dass wir keinen Führer dabei hatten. Die Erklärung für die Vorgänge hätte uns schon sehr interessiert!
Inzwischen hatten sich der Hügel, auf dem wir saßen, beinahe restlos gefüllt. Uns fiel auf, dass wir die einzigen Touristen waren – dank sei unserem Guide vom Vortag, denn so bot sich uns ein wirklich überwältigendes Schauspiel! Endlich, nach etwa drei Stunden, begann das eigentliche Sportfest. Für die daran beteiligten Jungs ist es wohl so etwas wie eine Mutprobe, daran teilzunehmen und das Wort Mutprobe trifft die Vorgänge ziemlich genau!
Der Wettbewerb begann mit Tauziehen – an sich ein harmloser Sport – wäre als Schikane nicht ein Feuer zwischen den beiden Teams entzündet worden. Die Verlierer holten sich unweigerlich heiße Füße!
Weiter gings mit einer Art Staffellauf, bei der die Läufer der verschiedenen Teams Hindernisse zu überwinden hatten. Diese bestanden aus Reifen, um die ebenfalls ein Feuer entzündet war und durch die die Jungs durchhechten mussten. Anschließend mussten diverse Hürden und Klettergerüste überwunden werden, bevor als letzte Schikane auf einer Stange ca. zwei Meter über dem Boden balanciert werden musste. Gewinner war derjenige, der diesen Parcours am schnellsten überwunden hatte, bzw. überlebt! Es dauerte nicht lange, und die ersten "Opfer" wurden – sehr zum Gaudium des Publikums, das begeistert mitging – auf Stoffbahren vom Platz getragen. Welches Team letzten Endes gewonnen hat, koennen wir leider nicht sagen, denn nach etwa vier Stunden warfen wir das Handtuch und machten uns wieder in Richtung Innenstadt auf – dieses Mal zu Fuss. Bei einer kleinen Einheimischen-Bar mit Ausblick-Terrasse, aus der es sehr verlockend duftete, war erst einmal Schluss. Dorel und Arthur waren der Meinung, sie haetten sich ein Mittagessen verdient. Kathrin und Gabi S. – immer noch leicht durchfallgeschaedigt – beschlossen vorsichtshalber keinen Hunger zu haben und gaben sich mit einer Cola und einem Mineralwasser zufrieden. Die beiden Erstgenannten assen sich durch ein vollstaendiges Menue (und haben die Mahlzeit auch ohne Schaeden ueberstanden). Der ganze Spass kostete uns umgerechnet 15 Soles, was in etwa 4 Euro entspricht!
Zurueck in der Stadt trennten sich unsere Wege. Kathrin schleppte den armen Dorel auf eine Gewalt-Besichtigungstour, die am Gemuesemarkt begann und im Museo praecolombino noch lange nicht endete. Dem Aermsten qualmten danach sicher die Socken! Gabi S. und Arthur liessen es da etwas ruhiger angehen. Gabi S. durchstreifte in aller Gemuetsruhe das Kuenstlerviertel St. Blas mit seinen kleinen Galerien und den Esotheriker Arthur zog es nach einem Spaziergang zurueck zur Kathedrale mit ihrem Kraftstein, wo er vermutlich noch einmal die Haende auflegte – ein Vorgang, den wir inzwischen als „Fliegen“ bezeichnen.
Erst Abends trafen wir zum Essen wieder zusammen – auch die Montezuma-geschaedigten Kyrill und inzwischen auch Gabi G. (damit war ausser Arthur jeder von uns an der Reihe) waren von den Toten auferstanden, begnuegten sich aber mit einem Huehnersueppchen, waehrend wir anderen tuechtig reinhauten! Frueh gingen wir schlafen, denn am naechsten Morgen sollte es bereits um Viertel nach fuenf Uhr losgehen.
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Aufstieg zum Inka Trail
Trotz des angekündigten Generalstreiks aller Verkehrsbetriebe in Peru fuhr unser Zug der englischen Gesellschaft PeruRail von Cusco nach Aguas Calientes pünktlich um 5:30 morgens. Also: 4:45 Frühstücken, und dann mit dem Minibus zum Bahnhof. Der Zug wartete schon, und zunächst ging es im Zickzack hinter Cusco den Berg hinauf: Immer ein kleines Stück vorwärts und dann wieder ein Stück zurück und so weiter. Auf der Hochebene angelangt fuhren wir gemütlich durch kleine Dörfer, bis wir einen Zufluss des Urubamba erreichten und flussabwärts bald die ersten Terassenfelder der Inkas bestaunten. Bei Kilometer 104 stiegen die Wanderlustigen aus (Gabi S., Arthur, Dorel, Kathrin und der Guide "Ivan der Schreckliche" aus Cusco).
Sonia, Kyrill und Gabi G. nahmen wegen Asthma und Höhenangst den direkten Weg mit dem Zug nach Aguas Calientes und entspannten in den Thermalquellen, gingen shoppen und essen.
Für die Anderen ging es entlang des am Hang des Urubamba Tales steil bergauf. Zunächst begleitet uns noch die Sonne, und am Weg gab es kaum Schatten. Der von einer Sonnenallergie geplagte Ivan erheitert uns mit seinem aus Pappe und zwei Haltestöcken bestehenden Sonnendach. Orchideen säumten den Weg, von denen eine passenderweise "Wiñay Wayna", auf deutsch "ewig jung" heißt.
Nach ewig erscheinenden Höhenmetern erreichten wir endlich schattenspendenen Berg-Nebelwald, und nach insgesamt drei Stunden harter Arbeit und viel Schweiß kamen wir bei den Ruinen von Wiñay Wayna an. Der Anblick der Ruinen belohnt uns fuer die Antrengung: Steil abfallende Terrassenfelder und eine kleine, gut erhaltene Siedlung (nur die Daecher fehlen; eine Hauswand muss von einer wackeligen Holzkonstruktion gestützt werden), die laut Ivan für die Reisenden nach Machu Picchu als Zwischenstop fungiert hat. Nur wenige Minuten später erreichen wir die Wiñay Wayna-Hütte, bei der für uns ein Mittagessen vorbestellt war. Extra für uns wurde ein Tisch nach draußen getragen, und bei Spargel- oder Tomatensuppe und anschließend Spaghetti bzw. Lomo Saltado tanken wir neue Kräfte. Ganz in der Nähe sahen wir den ersten, gar nicht scheuen Kolibri.
Das anschließende Wegstück war flacher und größtenteils im Wald, aber einige Höhenmeter blieben auf steilen Stufen zu überwinden. Als wir das Sonnentor erreichten, fiel als erstes die hässliche Schotterstraße von Aguas Calientes nach Machu Picchu ins Auge. Aber je näher wir Machu Picchu kamen, umso beeindruckender wurde der Anblick für uns: Machu Picchu!!!!
Endlich am Aussichtspunkt "Mirador" angekommen, überzeugten wir Ivan hier für einen Moment zu verweilen und den überwältigenden Anblick in Ruhe zu genießen. Gabi S. freut sich: "Da träume ich schon lange von!" Den Anderen ging es nicht anders. Es sind kaum noch Touristen da, und Machu Picchu liegt ruhig inmitten einer traumhaften Bergkulisse vor uns. Die Lage wurde ausgezeichnet gewählt: Praktisch uneinnehmbar, mehr oder weniger autark (es gibt Wasser und genügend Terrassenfelder für die Selbstversorgung), und architektonisch wunderschön angelegt. Die Anlage der Häuser und Tempel scheint fast geometrischen Mustern zu folgen, nur von den grossen Terrassen im Inneren (Sonnenfeld) unterbrochen.
Um 17:30 nahmen wir den letzten Bus von Machu Picchu runter nach Aguas Calientes, wo uns Sonia am Busbahnhof mit einem aufmunternden Lächeln erwartet. Wir haben uns schon den ganzen Tag auf die Thermalquellen gefreut, und so verschoben wir das Abendessen auf 20:00 Uhr und gingen erstmal im warmen Schwefelwasser entspannen. Kyrill, Gabi G. und Sonia waren so lieb, auf uns zu warten.
Bei der anschließenden gemeinsamen Suche nach einem netten Lokal wurden wir lautstark mit Angeboten umworben, und schließlich erlagen wir der Versuchung "One drink for free", verbunden mit einem flackernden Kamin im Inneren. Die Wärme ging leider durch die ständig offene Tür verloren, aber Essen und Drinks wareb ok. Um 22:00 fielen wir müde aber glücklich ins Bett.
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Die Tage in Machu Picchu
Nach dem gestrigen Erholungsbad in Aguas Calientes, wo wir es uns so richtig gut haben gehen lassen, waren wir trotz der Frühe alle gespannt auf den ersten/zweiten Tag in Machu Pichu. Ultrapünktlich zu der vereinbarten Zeit kam Ivan mit den Tickets für den Bus, der uns von Aguas Caleintes bis hoch zur Inkastadt fahren sollte. Schon um sechs Uhr morgens war großes Gedrängel an den Bussen. Alle wollen die ersten Sonnenstrahlen oben in der Anlage der Stadt verleben. Auf der Staubpiste juckelte der Bus die acht km auf die Höhe der Inkastadt.
Die Sonne ging gerade auf. Als der Bus ankam, bekamen wir ein kurze kräftige Dusche. Alle wareb gespannt, auch diejenigen, die die Stadt am Vorabend schon vom Inkatrail aus gesehen hatten. Ivan machte eine knappe Führung durch die Ruinen der erst in den 20er Jahren wiederentdeckten Stadt der Inkas(Im Reiseführer steht, dass einzelne indianische Bauern die Terassen immer gepachtet hatten, nur die Gringos wussten davon nicht, da sie den Indianern ja nie zuhörten.). Gabi fing bei dem Anblick der Anlage an zu zittern, aber sie war total tapfer und überwand ihre Hoöhenangst und kam auf dem größten Teil der Führung mit.
Vom Mirador überblickten wir jetzt die Stadt im aufgehenden Sonnenlicht. Noch sind kaum Touristen unterwegs, die Anlage lag in einem Zauber vor uns. Auch das Wetter klärte sich auf und wir wurden den Tag nicht mehr nass. Wir besuchten die Intiwatana, das beeindruckendste an der ganzen Anlage. Die Sonnenzeiten, Jahreszeiten, usw. lassen sich an den Winkeln dieses Steines abbilden. Die Inkas sagten auch, dass die Sonne hieran angehängt sei. Wir besuchten den Sonnentempel, die Prinzessinengemächer und die dazugehörigen Häuser für die Bediensteten.
So unterschiedlich, wie die Darstellungen sind und wie vorsichtig die Beschreibungen in den Führern, weiss man nur sehr wenig über diese Stadt. Das machte sie für uns Gringo-Besucher irgendwie noch aufregender. Also ist auch nicht wirklich klar, wofür die verschiendenen Stadtteile genau genutzt wurden. Man schliesst aus der Qualität der Steine auf den Rang der Bewohner oder den Zweck der Gebäude, aber genaues weiß man nicht. Die Peruaner vermuten, dass der sogenannte Wiederentdecker der Anlagen, ein Herr Bingham, die ganzen Schätze der Stadt ausgebeutet hat, bevor er das Auffinden der Stadt als Sensation wissenschaftlich veröffentlicht hat. Da quasi keine Gegenstände in der Stadt gefunden wurden, ist diese Vermutung nicht ganz abwägig.
Am Stein der Pachama tankte Arthur Energie für den Tag. Es deutete sich der erste Drang nach Höhenmetern an. Nur Gabi konnte diesen Gelüsten gar nicht folgen, für sie ist nur, was flach und eben ist, ein wirklicher Genuss. Am Ende der Führung bekamen wir von Ivan die Tickets für den Bustransfer zurück nach Aguas Calientes.
Arthur, Kathrin und Dorel entschieden sich, den Machu Picchu, den Berg, der die Anlage dominiert, zu besteigen, während die Anderen die Besichtigung der Anlage begannen. Ivan gab uns Instruktionen, wie wir den Weg auf den Berg finden. Als wir am Sonnentor angekommen waren, ist uns klar, dass wir den Aufstieg verpasst hatten. Voller Groll stürmten wir den Berg wieder herunter, da wir etwa eine Stunde unserer wertvollen Zeit am Höhepunkt der Reise für eine nutzlose Kletterei verbraucht hatten. Nur Arthur ist weise und sagte uns, dass dies als buddhistische Übung zu sehen ist. Er entschied sich, den Berg doch noch zu besteigen, nachdem wir aus anderer Hand den genauen Beginn des Weges erklärt bekommen hatten. Oben traf er einen ecuadorianischen Zöllner, mit dem er zusammen eine weitere Ruinenanlage oben am Berg (für sich?) entdeckte.
Dorel und Kathrin rangen mit sich, ob sie den Wayna Picchu noch erklimmen sollten. In aller zweifelnden Ruhe saßen wir am Mirador und sinnieren mit dem Blick über die ganze Anlage, als Sonia uns hechelnd die richtigen Bustickets überreichte. Wir entschieden uns den Wayna Picchu zu erklimmen, nachdem uns Sonia zugeredet hatte.
Es sollte sich als abenteuerliche, aber super Empfehlung herausstellen, denn der Rückweg vom Gipfel ging über eine extrem steile und schmale Treppe und Dorel war Angst und Bange. Aber der Blick hat alles entlohnt. Nach zwei weiteren Stunden, die wir durch die Anlage schlendern, ging der Weg zurück nach Aguas Calientes und in den Zug. Nur etwas sauberer mussten wir noch werden, denn die Kletterei hatte uns zu kleinen Dreckspatzen gemacht.
Pünktlich um 15:55 ging der Zug zurück nach Cusco. Von dem Streik, der in Peru andere Dinge lahm gelegt hatte, haben wir im Urwald des Machu Picchu nichts mitbekommen. Alle waren glücklich und zufrieden. Nur das Essen in einer "original peruanischen" Kneipe am Abend traf auf unterschiedlichen Widerhall. Der Pisco war wirklich nichts und der Wein auch nicht.
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Durchs Altiplano an den Titicaca See
Kaum aus Machu Picchu zurückgekehrt, gingen wir gleich am nächsten Tag wieder auf die Piste. Schon um 7 Uhr wurden wir von einem Bus abgeholt. Dieses Mal war die Fahrt nur kurz, sie führte nämlich nur zum Bahnhof von Cuzco, wo bereits unser "Altiplano-Express" wartete. Unser "Backpacker-Wagen" erwies sich leider als nicht ganz so komfortabel wie die Erste Klasse, wo auf den Tischen sogar Jugendstil-Lämpchen standen. Immerhin bekamen wir 8 Plätze zusammen zugeteilt und schon kurze Zeit später ging es los.
In gemütlichem Tempo a la "Blumenpflücken während der Fahrt erlaubt" fuhren wir vorbei an kleinen Döfern, von denen sich jedes auf ein bestimmtes Handwerk spezialisiert zu haben schien. In dem einen wurden beispielsweise nur Dachschindeln hergestellt, in dem anderen nur Lehmziegel produziert. Die Landschaft rings um uns herum war geprägt von hohen Bergen, aber auch vielen Feldern und Weiden – um diese Jahreszeit allerdings eher braun.
Zuerst unmerklich, doch dann immer steiler ging es bergauf und um 12 Uhr erreichten wir schliesslich die Passhoehe auf 4300 Metern – La Raya genannt. Von den hiesigen Bewohnern wurden wir bereits sehnsüchtig erwartet, denn sie hatten einen kleinen Markt aufgebaut, auf dem hauptsächlich Dinge aus Lama-Wolle angeboten wurden. Einige von uns konnten der Versuchung nicht widerstehen und haben ganz schön zugeschlagen. Gratis war hier nur der traumhafte Ausblick auf die umliegenden Gletscher.
Nur kurz war unser Stop in La Raya und nur ein Viertelstuendchen spaeter ging es weiter mit dem Zug. Da Nichtstun besonders hungrig macht, wandte sich die Gruppe ihrer Lieblingsbeschäftigung zu – dem Essen. Dorel und Kathrin packten ihr mitgebrachtes Picknick in Form von kaltem Huhn mit ebenfalls kalten Pommes aus, Sonia und Gonzalo verspachelten am Vorabend gekaufte Burger mit allen möglichen und unmöglichen Saucen, Kyrill, Gabi G., Gabi S und Arthur ließen sich vom Zugpersonal mittels Sandwich, Tomatensuppe, Kartoffelauflauf und Hühnchen verköstigen.
Während wir spachelten, zog vor unserem Fenster die beeindruckende Hochebene Altiplano vorbei. Wir sahen überraschend viele Dörfer, die geprägt waren von Viehwirtschaft. Dieser Anblick blieb uns über mehrere Stunden erhalten – so dass schließlich fast alle am Knacken waren.
Um vier Uhr kamen wir in Juliaca an. Schon bei der Einfahrt in den Bahnhof boten sich unseren Augen faszinierende Bilder: unmittelbar an der Bahnlinie hatte sich ein Markt etabliert, auf dem es alles von getrockneten Vögeln und Lamas bis hin zu Schraubenschlüsseln und Elektronikplatinen zu kaufen gab. Leider untersagte uns Sonia den Besuch ausdrücklich mit der Begründung, Juliaca sei nicht sicher.
Unser Gepäck wurde aus dem Gepäckwagen ausgeladen (Arthur schwört Stein und Bein, dass dabei seine Pisco-Flasche kaputtgegangen ist, und dass deshalb seine ganzen Klamotten nach Pisco stinken, vielleicht hat er aber auch eine Orgie gefeiert…) und unser Bus, der uns weiter nach Chifron auf die Capachica-Halbinsel bringen sollte, erwartete uns schon.
Über eine Sand- und Buckelpiste ging es in Richtung Titicaca-See, unterbrochen nur durch einen kurzen Zwischenstopp, um einen tollen Sonnenuntergang im Altiplano zu fotografieren. Nach zwei Stunden hatten wir Chifron erreicht, wo uns der "Dorf-Präsident" Emiliano bereits erwartete und herzlich willkommen hieß. Unser Gepäck wurde auf einer Plane "zwischengeparkt" und wir durften in einer gemütlich eingerichteten Hütte an mit Kerzenlicht beleuchteten Tischen (Chifron hat weder Strom noch fließendes Wasser) platznehmen und uns mit Suppe, Huhn und Reis bewirten lassen.
Nach dem Essen machten wir dann Bekanntschaft mit den zwei "stillen Örtchen" (Wasserspühlung nur von Hand…) und wurden schließlich in unsere gemütlichen Lehmhütten geführt. Das einzige, was uns an diesem Abend zum restlosen Glücklichsein fehlte, war wohl eine heisse Dusche! Den fantastischen Ausblick von Chifron auf den Titicaca See haben wir erst am nächsten Morgen bemerkt!
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Bei Emiliano in Chifron
Nachdem wir am Vorabend nur ahnen konnten, dass wir in unseren kleinen Strohhütten in Chifron direkt über dem Titicacasee schlafen, ist der Anblick des Sees in der Morgensonne einfach überwältigend. Die kleinen Lehmhütten mit Sandboden waren nachts wärmer als so manches Hotelzimmer vorher, und das es keinen Strom im Dorf gab, fanden wir alle romantisch.
Emiliano und seine Familie bereiteten uns ein deftiges Frühstück mit leckeren Eiern, und dann ging es unter Emilianos Führung auf den nahen Aussichtspunkt. Unterwegs erklärte uns Emiliano die Kräuter am Wegrand - und wie sie zur Heilung aller möglichen Wehwehchen genutzt werden können. Gabi G. überwand wie schon in Machu Picchu ihre Höhenangst und kam tapfer mit. Auf dem Gipfel angekommen wurden wir mit einem tollen Ausblick belohnt. Auf dem Weg herunter zeigte uns Arthur noch einen Stein mit geheimnisvollen Petroglyphen, den er am Morgen entdeckt hatte. Wir kletterten bergab in eine wunderschöne Bucht am See, wo wir in zwei Etappen mit einem kleinen Boot zurück zu unseren Gastgebern gefahren wurden.
In der gemütlichen "Speisehütte" wartete schon das Mittagessen auf uns (leckere Quinoasuppe und danach Fisch aus dem See). Frisch gestärkt und mit Badesachen bepackt zogen wir anschließend los zu einer geeigneten Bucht am See. Obwohl Sonia behauptete, dass das Wasser nur 9 Grad warm wäre, schafften es beide Gabi's, Arthur (schon zum 2. Mal), Dorel und Kathrin ins kalte Wasser. Sooo kalt war der See dann aber doch nicht - das Bad war zwar erfrischend, aber wir kamen alle begeistert wieder raus.
Bis zum Abendessen ruhten wir uns noch ein wenig aus oder erkundeten die nahe Umgebung. Es gab wieder Suppe und danach eine Art Gulasch; das kalte Wasser hatte uns hungrig gemacht.
Nach dem Essen wird es bei Kerzenschein gemütlich: Sonia packte ihre mitgebrachte Flasche Pisco aus, und wir erzählten abwechselnd mit Emiliano Witze und Geschichten.
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Grenzübergang nach Bolivien
Heute sind wir bereits um 06:00 Uhr von Chifron Richtung Puno zu den Uros Inseln los gefahren. Um 05:30 hatten wir u.a. Pfannkuchen mit Nutella, Marmelade und Butter gefrühstückt. Davor erlebten wir aber noch den schönen Sonnenaufgang. Auf dem Weg nach Puno konnten wir sehr die Landschaft genießen. Der Altiplano es war einfach toll mit den Lehmziegelhäuschen und der vorbeihuschenden Landschaft.
Nach zwei Stunden Fahrt hatten wir den ersten Ausblick auf Puno Stadt und den Tikicacasee. Auf der halbstündigen Fahrt in den Hafen von Puno hatte uns Alvaro unser Reiseleiter alles über die Uros-Kultur und den Titicacasee erklärt. Auf den Urosinseln wurden wir bereits von den netten Bewohnern erwartet.
Wir müssen sagen, dass dieses Ort sehr schön ist. Jedoch war es auch unglaublich, wie die Leute hier nur auf den aus Schilf ("Totora") gemachten Inseln, ihren Häusern und Booten leben. Selbst zum Kochen wird das Schilf noch verwendet.
Nach diesem Besuch fuhren wir noch zwei Stunden nach Desaguadero, welches einer der Grenzpunkte zwischen Peru und Bolivien ist. Den Grenzübergang bewältigen wir zu Fuß und wurden gleich von unserem bolivianischen Reiseleiter Omar erwartet.
Noch einer halben Stunde Fahrt kamen wir in schon in Tiawanaku an. Hier besuchten wir zuerst das interessante Museum mit seinen großen Monolithen.
Auch die Ruinen von Tiawanaku waren sehr interessant und eindrucksvoll. Am besten gefiel uns jedoch der Tempel mit vielen Köpfen in der Mauer…
Nach dieses interessanten Sehenswürdigkeiten kamen wir in La Paz an. Auf der Autobahn kurz vor der Stadt bot sich jedoch noch ein schöner Ausblick auf ganz La Paz, welcher eine reine Fotosession auslöste.
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La Paz: Ein Tag in der Stadt
Nur Arthur und Dorel waren mutig genug, sich für die Mountainbike Tour auf der "Sraße des Todes" anzumelden.
Mountainbike-Grüppchen:
Bolivianisch pünktlich um 7:25 (+15) wurden wir von der Lady der Downhill-Madness Tour im Hotel abgeholt. Wir als Oldies hatten als einzige Mountain-Bikes der Klasse 65 USD ausgeliehen. Die ganzen Twens waren ultracool auf den Billigbikes (55 USD) oder (39 USD im Internet). Es war eine nette Mischung von Engländern, Schweizern (die fühlten sich im Hochgebirge genauso wohl wie Arthur), einem Australier, Arthur und Dorel. Der holländische Chefguide und zwei einheimische Begleiter haben uns den Tag geführt.
Die Fahrt mit dem Fahrrad begann auf 4640m in La Cumbre am Illimani bei Sonnenschein und guter Bergsicht auf die Schneekuppen. Die ersten 28 km waren guter Asphalt mit viel Platz für alle. Es ging steil bergab, aber die Bremsen bekamen von dem starken Aufwind im Tal eine gute Entlastung. Bei Seitenwind sind die Räder teilweise geschwommen. Nach einem drei km langen Anstieg und dem ersten Fast-Ausfall durch Atemnot von einem der Mädels fing die eigentliche Straße des Todes an. Stellt man sich auf den Standpunkt des Radfahrers ist es ein wunderbar breiter Radweg, nur die Laster und die vielen Busse störten den ungetrübten Genuss. Dass es links steil in den Abgrund ging, ist fast nicht aufgefallen, da man so sehr auf die Sandpiste achten musste. Auf der Straße des Todes herrscht Linksverkehr, also mussten wir die ganze Zeit auf der Seite des Abgrundes fahren (300-600 Meter Klippe). Die Verpflegung war super und es waren genuegend Pausen. Zuerst ist Dorel die Kette gerissen, dann hatte Arthur einen Platten im Hinterrad. Die Betreuer haben aber alles in Windeseile wieder repariert. Der einzige Unfall ist passiert, als ein Mädel Ihre Trinkflasche nicht unter Kontrolle hatte und diese letztendlich in den Speichen des Vorderrads gelandet ist. Aber ausser ein paar Schrammen ist das noch gut gegangen. Die steilste Stelle waren die "Corners of Death". Diese haben wir bravourös gemeistert und uns das Erfrischen im San Juan Water Fall redlich verdient. Dann kam der wirklich dreckige Teil.
Jetzt machten nicht mehr nur die LKW und Busse Staub, sondern jedes der Räder obendrein. Wir sahen aus wie erkältete Japaner oder Ärzte im Operationssaal mit den Staubmasken vor dem Mund. Ein Wasserfall hat uns eine Dusche verpasst und im Yolosani River konnten wir unsere Reifen abkühlen. Entgegen der Fahrtinstruktion haben wir keine nassen Füße bekommen, weil wir nicht barfuß gefahren sind.
Fast am Zielpunkt Yolosa (1295 m) angekommen, gab es seine irswitzig steile, 50 cm breite Abfahrt, die jedem das Genick hätte kosten können, nur um ein paar Straßenmeter abzukürzen. Wir sind zu Fuß gegangen. Nach einer herrlichen Dusche in der Lodge und einem Bad im Pool gab es ein kleines leckeres Abendbuffet. Bis zum richtigen Urwald hat uns die Fahrt nicht geführt, aber eine Art kleinen Freizoo gab es doch mit Schildkröte, Papageien, Perlhühnern, Lama usw. Dafür wurden wir von Moskitos völlig verschont.
Die Busfahrt zurück war nicht so beängstigend, wie wir angenommen hatten. Es wurde viel über Blasen, Schrammen, Staub usw. diskutiert, genau wie die Oldies das erwartet hatten. Der letzte Lohn war der Ausblick auf La Paz in einer hellen Weihnachtsstimmung.
Rest der Gruppe:
Die Anderen blieben in La Paz und begannen den Tag nach dem Frühstück mit einer kurzen (und erfolgreichen) Shopping-Tour auf der Sagarnaga-Straße. Um 11:05 Uhr traffen wir uns mit Sonia, um das Sozial-Projekt in El Alto, das von Pater Lutz geleitet wird, zu besuchen. Zuerst fuhren wir Lebensmittel wie Reis, Öl usw. im Superparkt einkaufen. Kurz vor dem Ziel in El Alto konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, und erstanden für 80 Bolivianos einen Sack mit 92kg Kartoffeln. Das Taxi ging fast in die Knie.
An der Kirche von Pater Lutz angekommen, wurden wir begeistert empfangen. Pater Lutz erklärte uns bei einer Tasse Kaffee das Projekt und die schreckliche Lage der Straßen- und Schuhputzerkinder von El Alto: Drogen, Prostitution, Banden und Kriminalität prägen den Alltag dieser Kinder. Pater Lutz schildert die Probleme nicht nur der Kinder, sondern auch seine Schwierigkeiten mit Korruption und Widersachern bei seinen Hilfeversuchen.
Wir wurden eingeladen, der Preisverleihung für das gerade abgeschlossene Fussballturnier der Kinder beizuwohnen und können miterleben, mit welchem ungeheuren Einsatz Pater Lutz versucht, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen und ihnen wenigstens ein bisschen Freude zu geben. Die verhärteten und schon in so jungen Jahren verbrauchten Gesichter der Kinder und das Engagement von Pater Lutz werden uns so schnell nicht aus dem Kopf gehen.
Das Taxi bringt uns wieder zurück in die Stadt, wo wir in einem typischen Lokal im Zentrum ("El Solar de las Cabezitas") riesige Portionen Lammfleisch (Haxe bzw. Rippchen) verspeisten. Danach führte uns Sonia noch ein bisschen durch die Altstadt, bis wir auf getrennten Wegen einkaufen gingen und den etwas gewöhnungsbedürftigen Zauberermarkt und den farbenfrohen, riesigen Gemüsemarkt erkundeten.
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Bolivianische Verkehrsmittel
Heute war Sonia ausnahmsweise wieder einmal gnädig und wir durften ausschlafen. Viele von uns verbrachten die letzten Stunden in La Paz mit Souvenir-Shopping, Telefonieren und anderen Dingen. Um 13:30 Uhr wurden wir abgeholt, unser Gepäck auf das Dach eines Busses verladen und los ging es in Richtung Zentraler Busbahnhof.
Dieser war doch eine kleine Überraschung: Groß, geräumig, mit vielen Geschäften, die alles anboten, was der Reisende so zum Leben braucht. Das unverwechselbare Flair eines bolivianischen Busbahnes kommt jedoch von den Ticketverkäufern, die in voller Lautstärke die jeweiligen Zielorte, in unserem Fall also Oruro, ausrufen, um auf diese Weise die letzten Bustickets zu verkaufen. Verständlich sind diese Orte nur Eingeweihten…
Da Busfahren wahrscheinlich die billigste Reiseform in Bolivien ist, war das Publikum im Bus entsprechend gemischt. Vom Geschäftsreisenden bis zur Oma in Tracht war so ziemlich alles vorhanden. In El Alto wurde noch einmal Halt gemacht, damit weitere Reisende zusteigen konnten, bzw. wir alle uns mit Reiseproviant eindecken konnten (soweit noch nicht geschehen). Weiter ging es über eine überraschend gut ausgebaute Straße schnurgerade übers Altiplano. Unterbrochen wurde die Ruhe im Bus nur durch eine Comedy-Serie, die hier anscheinend sehr beliebt ist (armes Peru und Bolivien) bzw. durch eine Gesangseinlage eines Jungen (singe, wem Gesang gegeben….), der auf diese Weise versuchte, ein paar Bolivianos zu verdienen.
Pünktlich auf die Minute kamen wir in Oruro (was für eine staubige Wüstenstadt) an und genossen das Privileg, direkt am Bahnhof aussteigen zu dürfen. Dort wartete bereits unser Zug nach Uyuni.
Der Wagen war recht modern ausgestattet, mit bequemen Sitzen (die wir in Schlafsessel verwandeln konnten, da der Wagen halb leer war), viel Beinfreiheit und sogar einer Steckdose für Arthurs Akkus. Wir waren noch nicht mal richtig abgefahren, da wurde der Boden zum ersten Mal gewischt!!! Drei Minuten früher als geplant ging es dann los. Zwischendrin wurde noch ein Sandwich und Tee bzw. Kaffee serviert und ein Film (Die Götter müssen verrückt sein – Gabi Grothes Lieblingsfilm) auf Spanisch gezeigt. Vpn diesem Service könnte sich die Deutsche Bundesbahn eine Scheibe abschneiden. Da unser Wagen ausserdem über eine Heizung verfügte, brauchten wir auch nicht zu frieren, denn mit zunehmender Reisezeit wurden die Temperaturen draußen frostiger.
Bei unser Ankunft in Uyuni hatte es Minusgrade und wir waren alle froh, dass unsere Abholer uns nicht allzu lange warten ließen. Müde fielen wir in unserem Hotel La Magia de Uyuni in die Betten.
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Salzwüsten und andere Kuriositäten
Da wir am gestrigen Tag erst um drei ins Bett gekommen waren, genossen wir auch heute das Privileg, ausschlafen zu dürfen. Um elf Uhr waren wir mit Colque Tours verabredet, die auch einigermaßen pünktlich mit zwei Jeeps zur Stelle waren. Nachdem Sonia sich davon überzeugt hatte, dass bei beiden auch die Heizung funktioniert (Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste… oder sollte man sagen: Erfahrung macht klug?), ging es los. Unser erstes Ziel war ein alter Eisenbahnfriedhof, auf dem seit dem Salpeter-Krieg alte Zugmaschinen und Wagons vor sich hin rosten – ein sehr interessanter Ort, an dem wir gerne mehr Zeit verbracht hätten. Es bestehen Pläne, den Eisenbahnfriedhof zum Museum auszubauen, leider fehlt noch der Financier.
Nach dem inzwischen obligatorischen Gruppenfoto (Gruppe in alter Diesellok…) fuhren wir weiter in Richtung Salar de Uyuni. Bevor es richtig in die Salzwüste ging, machten wir noch einen Zwischenstopp in einem Dorf, wo uns die Herstellung von Salz ausführlich erläutert wurde. Vier Tonnen Salz werden dort von vier Familien am Tag hergestellt. Die Männer sind draußen im Salar, die Frauen kümmern sich vor Ort um die Verarbeitung. Ein Pfund Salz kostet gerade mal 0.20 Bolivianos. Um davon leben zu können, fertigen die Dorfbewohner auch Souvenirs aus Salz, zum Beispiel nette Kerzenständer.
Nun ging es richtig hinein in den Salar und bald erreichten wir die Stelle, wo das Rohsalz auf die Lastwagen verladen wird. Rings um uns herum nur weiß – wer hier keine vernünftige Sonnenbrille hat, hat verloren! Wir lichteten den Salar aus allen Richtungen ab (Dorel auf Knien im Salz – herrlich….!!!) und fuhren dann weiter an eine Stelle, wo einer der unterirdischen Flüsse des Salars de Uyuni an die Oberfläche kommt. Deshalb ist es auch nicht ganz ungefährlich, den Salar zu befahren – man kann leicht einbrechen. Hier ist das Salz nicht wie sonst üblich strahlend weiß, sondern von Unreinheiten durchzogen.
Weiter ging es zum "Salz-Hotel", das tatsächlich (auch die Inneneinrichtung) ganz aus Salz gemacht ist. Was wohl eine Nacht hier kostet? Hier verköstigten wir uns mit Snickers und Cola (das ist die hier übliche Form von Eintritt), bevor wir dann mit beinahe 100 Sachen auf einer Piste über die Salzwüste bretterten. Nach ca. einer Stunde hatten wir unseren Picknickplatz erreicht, die Isla del Pescado. Sie trägt diesen Namen, da sie wie ein Fisch aussieht. Hier wurden wir erst einmal köstlich mit Rindfleisch, Nudeln, Kartoffeln, Mayo und Ketchup sowie Gurken und Tomatensalat versorgt. Nachdem wir uns gestärkt hatten, brachen wir zu einer kleinen Wanderung auf einen der kleinen Gipfel der Isla auf. Die Bezeichnung Isla ist sehr zutreffend, denn die Isla del Pescado liegt wirklich wie eine fruchtbare Insel mitten in der Salzwüste (sie ist über und über mit teilweise riesigen, teilweise über mannshohen Kakteen bewachsen). Während dieser Wanderung konnten wir diese Pflanzen bewundern und natürlich aus allen Himmelsrichtungen ablichten! Gratis gab es noch einen Bogen (Arco de Coral) wie im Arches Nationalpark.
Es folgte noch einmal eine Spritztour durch die Salzwüste – unterbrochen von einem Fotostopp, bei dem Sonia uns eine Viertelstunde lang einschichtete, so dass es aussah, als stünden wir aufeinander (und uns danach eine Viertelstunde mit diversen Kameras ablichtete – es war hundekalt, auch tagsüber, danke Sonia….). Schließlich erreichten wir Chuvica – ein kleines Nest am Rande der Salzwüste. Hier gab es nur ab 19:oo Uhr abends Strom, aber wenigstens fließend Wasser.
Dorel und Kathrin konnten von der Salzwüste nicht genug kriegen und brachen noch einmal zu einem Spaziergang auf, Arthur hat wohl einen der umliegenden Berge erklommen und die weniger sportlich ambitionierten Gabi G., Gabi S. und Kyrill begnügten sich mit einem Gang durchs Dorf, wo sie eine Pisco-Kneipe allerdings vergeblich suchten.
(Den Pisco gab es dann abends aus der von Sonia spendierten Flasche nach dem Abendessen!)
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Farbige Anden-Lagunen und eingefrorene Flamingos
Heute mussten wir besonders früh aufstehen, denn Abfahrt in unseren zwei Jeeps war schon um fünf Uhr morgens. Im Dunkeln verließen wir Chuvica. Im Morgengrauen erreichten wir die Geisterstadt Culaca, in der neben den Geistern nur noch 5-6 Familien wohnen, da die Bahnverbindung zum Meer nicht mehr existiert (Bolivien hat seit dem Pazifik-Krieg 1879 keinen Meerzugang mehr).
Um 8:00 Uhr erreichten wir das eiskalte Nest Alota, wo wir frierend ein einfaches Frühstück zu uns nahmen. Danach geht es durch das Tal der Steine (wir sehen ein Ei-legendes Stein-Huhn und einen Stein-Kondor) zu dem ersten, vom Borax weiß schimmernden See. Trotz der Eisschicht leben dort wunderschöne rosa Flamingos. Noch hatten wir Zeit und versuchen, einen Flamingo aus der Nähe zu fotografieren - mit mäßigem Erfolg. Wir stoppten noch kurz an einem anderen Flamingo-See und an einer Sandsteinformation, in der Vizcachas (Hasenmäuse) leben. Sie wollten heute nicht aus der Hand fressen, aber das hingeworfene Brot nahmen sie doch.
Nach einem kurzen Stop am "Steinbaum" (dort trafen wir einen Radfahrer!!) erreichten wir, leider eine Stunde später als geplant (unser erster Fahrer ist seeehr langsam gefahren), die leuchtend rote Laguna Colorada. Das Mittagessen fiel nicht aus, aber danach hatten wir leider kaum noch Zeit, die überwältigende Natur in Ruhe anzuschauen. Zwei Minuten Foto-Stopp an der wunderschönen Laguna Colorado mit tausenden Flamingos, keine Zeit für den erhöhten Aussichtspunkt. Danach nochmal ein Stopp von fünf Minuten am in 4900 Meter hochliegenden Vulkankrater mit rauchendem Geysir und blubbernden Matschlöchern (toll!!) und zehn Minuten Badepause an den Thermalquellen der weißen Lagune (nur Kathrin badete). Noch ein kurzer Blick auf die Laguna verde mit dem dahinterliegenden Vulkan Licancabur, und dann ging es schnell zum Wechselpunkt von unseren Jeeps mit dem chilenischen Bus.
Um punkt sechs Uhr erreichten wir, just in time, den bolivianischen Grenzposten, und ca. eine Stunde später reisten wir in San Pedro de Atacama ein. Dies war ein Tag mit einer ewig erscheinenden Tagesetappe und viel Fahrerei, aber auch tief beeindruckender Landschaft. Wir duschten noch schnell, aßen zu Abend in einem der vielen gemütlichen Restaurants in San Pedro und fielen dann todmüde ins Bett.
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Ein windiger Tag
Heute hatten wir den Vormittag zur freien Verfügung und fuhren erst um 13:00 Uhr von San Pedro nach Calama. Auf dem Weg genossen wir von einem guten Aussichtspunkt den Blick auf die Salzcordillera. Sehr toll war auch das Tal des Todes, von dem man ein sehr guten Blick auf die Vulkane hat. Da wir sehr gutes Wetter hatten, waren wir froh unsere Sommerklamotten anziehen zu können- yeahhhhhh.
Das Wetter war wirklich einfach toll außer ein wenig Wind, aber gut nach mehreren Tagen in kälteren Wetter war die Sonne von San Pedro sehr angenehm.
Danach besuchten wir den Salztunnel, wo wir wir Tachenlampen brauchten, da es im Inneren stockdunkel war. Die verschiedenen Salsformationen waren jedoch sehr interessant.
Der nächste Stopp war das Moontal. Hier hätten wir in die hohen Dünen gehen können. Da es aber sehr windig war schossen wir nur Fotos von oben. Außerdem sahen wir noch die "Drei Marien" (Tres Madonnas) bevor wir weiter nach Calama fuhren. Im Calama hatten wir Zeit zum Entspannen bis wir um 20:00 Uhr ins Restaurant für unserer Abschlussessen gegangen sind.
Das Essen war sehr gut und als Aperitif tranken wir Mango Sour. Als Abendmahl gab es eine gute Spargel Suppe mit einem leckeren Steak. Ein guter chilenischer Wein rundete alles ab :-).
Alle von uns haben von Sonia chilenisen Postkarten geschenkt bekommen, was wir sehr nett fanden.
Zurück im Hotel hatte Kirill noch ein Flasche Wiskey, die wir auch noch zuammen leerten.
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Der letzte Tag zusammen :-(
Heute ist der letzte Tag zusammen. Doru war die Erste, die von Calama nach Santiago de Chile geflogen ist.
Dann um 08:15 haben wir alle zusammen gefrühstückt und um 08:45 Uhr ging es zum Flughafen.
Es ist immer traurig wenn die Gruppe wieder nach Hause fährt, aber es war eine sehr gute Reise und wir sind sehr zufrieden mit allem was wir mit viventura und mit Sonia gemacht haben :-)!!.