Reisetagebuch viExplorer Peru Bolivien Chile - 01.08.2005
Reisebericht | Tour vom 01.08. - 27.08.2005
"Nach 62 Tagen ist die Tour beendet, alle sind schon zu Hause. Andrea und Christian in der Schweiz und die anderen Gruppenmitglieder in Deutschland. Die Tour hatte einen aufregenden Anfang, gleich am zweiten Tag besuchten wir Tiere auf den Ballestas Inseln, wir haben Pisco getrunken und zum Schluss die Buggiefahrt genossen. Es gab auch schwierige Tage wie die lange Reise nach Cabanaconde und nach Uyuni, gutes Essen und nicht so gutes Essen, gute und nicht immer gute Transportmittel, ab und zu Magenstörungen und schöne Landschaften. Das heißt wir haben vieles erlebt, meistens positives, aber auch wir mussten Unerwartetes erleben. Trotzdem waren es besondere Tagen und sie werden in Erinnerung bleiben - Peru, Bolivien und ein kleines Stückchen Chiles. Die Reise hat uns die Möglichkeit gegeben neue Freundschaften zu schließen, die bestimmt in einigen Fällen dauerhaft sein werden.
Es war, mit den selbsverständlichen Unterschieden, eine gute Gruppe und es gab keine Zankerei...
Aus Südamerika viele Grüße,
Omar. "
Weiter gings nach Santiago. Ein langer Flug lag vor uns. Spruch des Tages:
"Fliegen-Fliegen-Fliegen"
Gemeinsam mit unseren Reiseleiterinnen begannen wir unsere Stadtrundfahrt mit dem stillgelegten Bahnhof Mapuche. Zu Fuß gings zum Plaza de la Constitucion zum Regierungspalast. Der Innenhof mit seinen Orangenbäumen machte Lust, diese zu pflücken, was wir aber unterließen, da die Strafe uns nicht bekannt war. Ein Stop in der Fußgängerzone war nötig, um Sabine Socken zu kaufen.
Über den Plaza de Armas gings zur Markthalle zum Mittagessen. Als Apero gabs unseren ersten Pisco Sour, der uns wieder aufwärmte. Fisch, Muscheln und Hähnchen stärkten uns für den Nachmittag. Weiter ging unsere Tour nach "Sanhatten" (Manhatten von Santiago), dem noblen Hochhausviertel.
Für eine gute Aussicht sorgte die Fahrt mit einer Gondelbahn auf den Berg San Christobal. Ein schöner Abschluss war der Besuch im Kneipenviertel Bella Vista. Um 20 Uhr wartete schon die Maschine nach Lima auf uns. Spruch des Tages:
"Endlich gehts los!"
Danach deckten wir uns mit Essen und Trinken ein. Die Anzahl an Tüten pro Person war sehr verschieden!
Auf der Panamericana fuhren wir Richtung Süden bis zum Strand San Pedro, an welchem wir dann ein Picknick veranstalteten. Von Badehosen konnten wir nur träumen, denn die kalte Luft ließ nur Windjacken zu. Aber geschmeckt hat es trotzdem.
Unterwegs nach Pisco sehen wir die unzähligen Siedlungen, welche mitten im Nichts entstanden sind. Nach dem ersten erzählten Teil einer Liebesgeschichte (gell Peter und Doro) warten wir gespannt auf die Fortsetzung! Müde kamen wir in Pisco an und freuten uns auf die Betten. Spruch des Tages:
"Hilfe, wo gibts den nächsten Pisco?"
Zurück in Paracas hieß es, die langen Unterhosen abmontieren (wir waren sehr froh um sie) und weiter zum Paracas-Nationalreservat mit wunderschönem Ausblick auf die Naturbrücke und Klippen. Gruppenfoto-Time. Im nahegelegenen Museum erfuhren wir etwas über das Urvolk, welches bei Schmerzen im Kopf einfach ein Loch in den Schädel bohrte, makaber nicht?! Am Nachmittag genossen wir feinen Pisco direkt in der Brennerei (Pisco gehört bei uns übrigens schon zu den lebenswichtigen Dingen auf dieser Reise).
Das anschließende Buggie-Fahren und Sandboarden in den Dünen von Huacachina war der Hammer des Tages. Spruch des Tages:
"Wir freuen uns auf mehr!"
Im Maria Reiche Museum erfuhren wir vom Leben und Werk der "gringa loca" und von einem Aussichtssturm konnten wir bereits zwei Scharrbilder, den Baum und die Hände, sehen.
Nach unserer Henkersmahlzeit in Nazca gings los zum Flughafen. Auf drei Maschinen verteilt hoben wir ab um auch die anderen Scharrbilder zu bewundern. Einige waren recht froh, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten.
Am Abend gab es im Hotel noch ein leckeres Essen aus dem Erdofen und einige kamen auch in die Verlegenheit einen "Balztanz" aufzuführen. Spruch des Tages:
Andrea beim Verteilen echter schwiezer "Schoki":"Du musst aufpassen, sie ist ein bisschen fusselig."
Mit unserem Picknick am Strand verabschiedeten wir uns von der Küste und begaben uns ins Landesinnere. Ständig wurden wir von Polizei-Straßenkontrollen angehalten, einige machten uns Probleme, die unser toller Fahrer superfriedlich löste.
Die Strecke nach Corire war sehr bergig. Oben angelangt befanden wir uns auf einem Hochplateau, von dem es steil runter nach Corire ging. Dort hatten wir die Möglichkeit, frische Flussshrimps zu probieren.
Wir schlenderten dann noch über den Samstagabend stattfindenden Nachtmarkt und freuten uns auf eine ruhige Nacht. Welch Überraschung: Bis 5:30 Uhr morgens spielten die Discos laut Musik!!! Beschwingt war sie schon, aber in dieser Lautstärke und so lange!!!
Peter, als wir am Tisch saßen:"Schrimpsessen! Erst die Arbeit und dann das Vergnügen"
Danach nahmen wir die holprige und staubige Fahrt in den Colca Cañon auf uns. Durch bizarre Landschaften mit blühenden Kakteen schlängelte sich die Straße hinauf.
Bei einem fernen Picknick genossen wir die wildwest-ähnliche Natur und stärkten uns für die nächsten unzähligen Kurven hoch bis auf 4000 Meter Höhe. Gigantische Bergmassive machten die Kulisse perfekt.
In Huambo genossen wir in der Dorfkneipe einen Cocatee. Lorenzo, der Papagei bewachte die aufgehängten Innereien! Wir hatten Einblick in das primitives Leben und waren sehr beeindruckt von den Einheimischen.
Die kurvenreiche Straße führte uns dann nach Cabanaconde, unserem heutigen Tagesziel. Spruch des Tages:
Nach einer mühseligen Nacht:"War die Disco in unserem Zimmer?"
Nach einem wohltuenden Bad in den 36 heißen Thermalbädern von Calera stärkten wir uns an einem typisch peruanischem Buffet in Chivay.
Danach schraubte sich unser Bus bis fast 5000 m in die Höhe der Anden. Die Sicht auf die 6000 Meter hohen Vulkanberge mit zum Teil schneebedeckten Bergspitzen erschien gigantisch. Weiter ging es auf Schotterpisten durch ein Naturschutzgebiet, wo wir die seltenen Vicuñas su sehen bekamen.
Ein lockeres Abendessen im Altstadtviertel mundete den erlebnisreichen Tag mit (wieder einmal) vielen Höhepunkten ab. Spruch des Tages:
Sabine in Arequipa:"In dieser Höhe fühle ich mich wieder richtig wohl!"
Der erste Eindruck waren natürlich die Kinder, die uns schon aufgeregt erwarteten. Christian war sofort sehr begehrt als Spielzeug aus der Schweiz. Nach der Pause im Schulhof gings in die Klassenzimmer, die sehr sehr freundlich und kindgerecht gestaltet sind. Natürlich gaben die Kinder uns ein paar Lieder und Sprüche zum Besten. Nachdem wir ihnen noch Obst schenken durften, verabschiedeten wir uns mit einem Blick auf den Megatopf in der Schulküche, in dem schon die Kürbissuppe dampfte.
Dann total beeindruckt, fuhren wir zurück in die Stadt und ließen uns im Büro von viventura informieren und verwöhnen. Schon wieder gab es leckeres Essen - die Folge davon: viele brauchten ein XXL-T-Shirt, das wir als Dessert kredenzt bekamen.
Nun taten wir noch was für unsere kulturelle Bildung: Das Kloster Santa Catherina und eine Stadtführung standen noch auf dem Programm. Einige waren danach ziemlich platt. Ein paar Cervezas waren die Rettung.
Nach unserem Klosterbesuch:"Reiche Nonnen lebten hier gut. ok"
Das Einchecken lief ohne Probleme. Das Flugzeug flog genau über den Ampato und den Colca-Cañon. Diese Aussicht ist super. Der Flug dauerte nur 40 Minuten, aber die Turbulenzen waren dafür um so heftiger. Am Flughafen in Cusco wartete schon unser Lokalguide Vannesa auf uns.
Wir schauten uns Saqsaywaman an und bekamen von Vanessa sehr schwungvoll viel archäologisches Wissen vermittelt. Es machte viel Freunde, ihr zu zuhören. Die Anlage ist grandios.
Anschließend besichtigten wir den Sonnentempel und sahen zum ersten Mal original schwarze Inkamauern, die alle leicht schräg gebaut sind, mit trapezförmigen Nischen und Fenstern. Zum Abschluss des Tages sahen wir den 12-eckigen Stein, inmitten einer Mauer.
Unser erster Eindruck von Cusco ist sehr gut. Alle freuen sich darauf, Cusco ab morgen zu erkunden. Nur Sabine (eine, es sind zwei Sabinen in der Gruppe) muss leider darauf verzichten, da für sie der 4-tägige Inka-Trail morgen beginnt. Spruch des Tages:
Doro fragte enttäuscht beim Frühstück:"Gibt es heute keinen Schinken?"
Caroline und Reimar haben sich entschieden, den Tag in Cuzco zu verbringen, um die Stadt mit ihren vielen Plätzen, Kathedralen und Museen mit dem Fotoapparat zu erkunden (gell,Reimar!).
Sabine 2, Andrea, Christian, Peter, Doro und Omar machen sich mit einem Kleinbus auf den Weg ins Heilige Tal. Wir hatten Glück: in Pisaq fand heute der größte traditionelle Wochenmarkt statt. Die Vielfalt und Farbenpracht der angebotenen heimischen Produkte war beeindruckend.
Nach einer kurzen Busfahrt wanderten wir auf schmalen Pfaden entlang steil abfallender Hänge zu den Ruinen von Pisaq.
Zurück in Cusco verbrachten wir den Nachmittag in der Stadt. Bei sonnigenm Wetter beobachteten wir entspannt das bunte Treiben. Spruch des Tages:
Peter, am Beginn des Aufstiegs zu den Ruinen von Pisaq:"Doro rede nicht so viel, du brauchst die Luft zum wandern!"
Ganz entscheidend zu unserem Wohlbefinden und zum Ablauf unserer Reise trägt unser Omar bei. Er ist rund um die Uhr für uns da. Manche Schweißtropfen haben wir ihn schon gekostet. Unsere Anliegen löst er stets südamerikanisch souverän.
Sabine: Omar hat meinen Koffer einen ganzen Tag durch Arequipa geschleppt.
Andrea: Für mich hat er immer an den entlegendsten Stellen ein Klo gefunden.
Reimer: Omar lässt mir genug Zeit für meine Fotos.
Doro: Die Pausen sind immer lang genug, damit ich meine Zigarrte in Ruhe zu Ende rauchen kann.
Caroline: Omar findet immer ein leckeres Essen für mich, wenn es Fisch oder Seafood gibt!
Christian: Dank Omar, weiß ich jetzt, warum so viele Meerschweinchen gegessen werden huampo-multiplizieren sehr schnell.
Peter: Ich schätze ihn als kompetenten Diskussionspartner, insbesondere bei sozialen Fragen.
Für Omar gilt: "Geht nicht-gibts nicht" Spruch des Tages:
"Happy Birthday, liebe Doro!"
Glücklich über mein persönliches Highlight der Reise wanderte ich durch die wunderschöne Landschaft, begleitet von Südamerika-Musik über meinen Discman!
Es war schon anstrengend, weil die Sonne erbarmungslos brannte.
Nach einem stärkenden Mittagessen ging es dann auf schattigen Wegen zum Sonnentor, von wo wir nach einer Stunde Machu Picchu bewundern konnten.
Doro hat allerdings den Trail anders erlebt als ich: Etwas bange war mir schon, denn ich hatte Bedenken wegen meiner Kondition und meiner Höhenangst!
David, unser Guide, kümmerte sich rührend um mich, damit ich keine Panikattacke bekam (so etwas Schreckliches habe ich noch nicht erlebt).
Am Sonnentor angekommen ergriff mich ein totales Glücksgefühl beim Blick auf Macchu Picchu und... ich habe es geschafft!
Christian und Andrea fuhren bis nach Aguas Calientes und widmeten sich der Alternative zum 2-tägigen Inkatrail.
Der Weg zum Putukusi führte durch den Dschungel bis wir an der ersten Leiter mit 110 Tritten standen. Andrea bekam weiche Knie aber ihr Motto lautete: "Augen zu und durch!"
Das Besondere ist die Architektur, vor allem vom Sonnentempel und Mausuleum, vom königlichen Palast, dem Haupttempel und dem Ort, an dem die Sonne angebunden wird.
Danach hatten wir ein wenig Freizeit. Reimar und Caroline eroberten jeden Winkel der Stadt. Peter, Sabine und Doro saßen in einer der vielen Kneipen am Rangierbahnhof. Sie genossen das bunte Treiben bis zur Abfahrt unseres Zuges um 16 Uhr.
Zur gleichen Zeit gingen Andrea und Christian hoch zum Wayna Picchu. Nach 20 min. Wartezeit und nach kurzem steilem Aufstieg und Hunderten von Touris genossen wir den grandiosen Blick auf Machu Picchu und die umliegenden Berge. Später stießen wir wieder zum Rest der Gruppe.
Pünktlich fuhr der Zug nach Cusco ab. Wir schliefen, lasen, tauschten uns aus bis der Zug plötzlich hielt und alle Lichter ausgingen. Zum ersten Mal kamen unsere Taschenlampen zum Einsatz. Über 40 Minuten warteten wir im Dunkeln, bis die Lichtmaschine wieder ging. Recht spät und ausgehungert kamen wir an. Nach einem guten Essen freuten sich alle auf Dusche und Bett. Spruch des Tages:
Andrea sagt im Restaurant: "Für mich Spaghetti, aber bitte sehr heiß!"
Rechtzeitig vor dem Dunkelwerden erreichten wir unseren "Bauernhof" direkt am Ufer des Titicacasees.
Der Anblick über den von Bergen eingerahmten See war überwältigend. In Adobehäuschen (aus Lehm gebaut) wurden wir untergebracht und mussten lernen, ohne Strom und fließendes Wasser zu leben.
Emiliano und seine Familie bereiteten uns ein leckeres Abendessen mit Maissuppe und Hähnchen, das wir bei Kerzenlicht genossen. Spruch des Tages:
Peter über den Titicacasee:"Dieser Name hat mich schon als kleines Kind fasziniert, weil er so schweinisch ist".
Nach einer leckeren Quinuasuppe hatte jeder frei.
Andrea und Christian waren im Dorf und wurden wie Ausserirdidsche angesehen.
Peter und Doro haben die Aussicht auf den warmen Steinen auf den See genossen.
Beide Sabinas haben am Strand, Reimer und Caroline in ihrer Hütte gedöst.
Zum Abendessen kamen Musiker aus dem Dorf und haben uns Volkslieder über den See gesungen. Spruch des Tages:
Caroline sagt:"Den Spruch lassen wir noch frei, er kommt heute Abend von allein, wir trinken ja noch Wein."
Der Bus war ein Kühlschrank. Alle waren wir froh, als wir endlich in Puno das Boot zu den Uros-Inseln besteigen konnten. Wir schauten uns in der warmen Sonne eine kleine Schilfinsel an. Ein interessantes Gefühl, wenn der Boden so nachgibt.
Alles ist hier aus Schilf, es wird sogar gegessen!
Nach einem Picknick am Titicacasee ging es über die Grenze nach Bolivien. Es ging alles gut, wir mussten nur in Bolivien noch durch eine weitere Polizeikontrolle, die wir aber schafften.
In Bolivien angekommen konnten wir gleich das Panorama der Königskordillera genießen.
Bevor wir den Aussichtspunkt über La Paz erreichten, schauten wir uns Tiahuanacu an. Omar erklärte uns alles ganz genau. Hier sind zur Zeit noch die Ausgrabungen am Gange. In ein paar Jahren wird es hier aber super sein. Das Sonnentor und die Monolithen sind etwas ganz besonders. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichten wir La Paz.
Unser Hotel ist mitten im Markt-Viertel. Hier wuselt alles, ein Schock nach der Stille des Bauernhofs. Doch es macht neugierig auf die Erkundung von La Paz. Wir genossen die erste heiße Dusche nach zwei Tagen und beschlossen den Tag mit einem sehr leckeren Essen. Spruch des Tages:
Peter sagte im Bus nach der Grenze in Bolivien:"Wir fahren an einer Postkarte vorbei"
Doro und Peter schlenderten gemütlich durch die versmogte Stadt und ließen es sich super gut in einem bekannten Restaurant (von Omar empfohlen) schmecken.
Für alle anderen stand heute mal wieder Sport auf dem Programm. Ca.60 km mit dem Velo, Gott sei Dank fast nur bergab, dafür auf der gefährlichsten Straße der Welt, von La Cumbre bis in die Yungas. Während uns zunächst noch die Kälte (auf 4700m) den Atem raubte, verstopfte uns weiter unten der Staub die Lungen. Nach einem mehrstündigen Todesritt nahe am Abgrund hatten wir eine Dusche nötig und unseren Lunch wohlverdient. Spruch des Tages:
Andrea sagte beim Anblick der Todesstraße:"Das glaubt uns keiner."
Ab 11 Uhr hatte jeder frei. Reimar und Caroline gönnten sich erstmal einen ausgiebigen Mittagsschlaf und ließen anschließend die vielen weißen Häuser in den schmalen Gassen auf sich wirken. Unser erster Eindruck: Die weiße Stadt gefällt uns sehr gut. Wir freuen uns schon auf die Stadtführung morgen.
Sabine, Sabine, Andrea, Christian, Doro und Peter gingen, nachdem sie ihre Zimmer bezogen hatten, los in die Stadt. Weniger Leute, aber genauso viel Verkehr wie in La Paz!
Wir genossen den freien Tag mit einem gemütlichen Mittagessen und bummelten über den Markt. Die Schwierigkeit des Tages: die Suche nach dem Post-office! Drei verschiedene Erklärungen! Um 19 Uhr trafen wir uns dann zum üblichen Bier und, nicht zu vergessen, ab und zu essen wir auch etwas! Spruch des Tages:
"Prost, ihr Weintrinker - Prost, ihr Biertrinker!"
Danach fuhren wir zurück in der Stadt, in der Bolivien gegründet wurde. Zum Mittagessen gab es die typisch bolivianischen, gut gewürzten Würstchen. Ein Schnaps darf darauf anschließend nicht fehlen,just in case!
Nun war individuelles Programm angesagt: Umzug anschauen, Schokolade kaufen, lesen, Internet usw.
Zum Schluss fanden wir auch noch das empfohlene Restaurant La Terraza,was sich als La Taverna entpuppte und vorzügliche Kost anbot. Lecker! Spruch des Tages:
Reimar, bei den Dino Fußabdrücken:"Die Wand ist sicher senkrecht, damit die Touristen die Spuren besser sehen!"
Wir lagen gut in der Zeit als uns die Polizei wegen eines Autorennens, welches auf unserer ursprünglichen Straße stattfand, auf eine andere Strecke umleitete. Es war eine staubige Schotterpiste. Wir kamen nur im Schritttempo vorwärts, teilweise mußten wir auch aussteigen. An Engpässen gab es auch Stau. Keiner kam auch nur einem Meter vorwärts. Erst stiegen die Fahrer aus, checkten die Lage und danach wurde zusammen die Situation gemeistert, indem die Steine wegeschleppt wurden. Doch nach diesem Abenteuer kamen wir gut in Potosi an.
Dort besichtigen wir das Münzmuseum (Casa de Moneda). Das Herstellen der Münzen war harte Arbeit, bei der viele Arbeiter ihr Leben lassen mussten.
Nach einem Mittagessen in einem Restaurant mit Treibhauseffeekt schlendern wir durch die Stadt. Diese machte einen alten, verfallenen Eindruck mit vielen engen,dunklen Gassen. Der Berg überragte die Stadt, hatte eine pyramidenartige Form und diente als guter Orientierungspunkt.
Den Abend beschlossen wir in einem super warmen Restaurant (El Fogon) mit leckerem Essen und romantischer Musik. Spruch des Tages:
Bei der Aufräumarbeit sagte Christian:"Lieber Steine wegräumen, als den Rückwärtsgang einlegen!"
Dann fuhren wir hoch auf den völlig umgrabenen Berg. Die Arbeiter gehen zu Fuss hinauf oder erreichen ihn auf voll beladenen Lastwagen.
Nun wurde es ernst:Jeder bekam eine Stirnlampe und ab ging es vorbei an mit Lamablut bespritzten Felsen in die Dunkelheit. Die Gänge waren sehr uneben und es ging steil hoch und runter. Es war ein echtes Abenteuer!
Jeder Arbeiter arbeitet für sich, wenn etwas passiert, muss er schauen, wie er sich rettet. Die Arbeitsbedingungen sind haarsträubend! Die Arbeiter freuten sich sehr über unsere Geschenke.Wieder bei Tageslicht genossen wir die Weite.
Nach einer erfrischenden Dusche und einem mega üppigen Mittagessen ging es mit dem Bus sechs Stunden lang über eine holprige Staubpiste nach Uyuni. Das Hotel dort ist mit Liebe ganz neu eingerichtet. Nach einem super leckerem italianischen Essen bekam jeder eine Wärmflasche und nun stand einer guten Nacht nichts mehr im Wege. Spruch des Tages:
Caroline sagt nach dem Minenbesuch:"Das war ein Abenteuer, ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe."
Der strahlend blaue Himmel und die unendlich scheinende Salzfläche vermittelte uns das Gefühl über einen zugefrorenen See zu fahren. Die rasante Fahrt wurde von Fotostopps am Salzhotel (hier aßen wir auch zu Mittag; alles im diesem Hotel ist aus Salz hergestellt!)und an der Kakteeninsel durch eine Reifenpanne unterbrochen.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichtem wir unser Hostal in Chuvica am Rande der Salzwüste.Zu unserer Überraschung konnten wir sogar warm duschen. Spruch des Tages:
Omar beim Abendessen:"Gibt es hier denn kein Salz?"
Da in unseren Gruppen ein paar ganz "Hartgesottene" sind, haben wir alle die Temperaturschwankungen während der Fahrt, die hygienischen Verhältnisse beim Mittagessen, sowie das Bad in den heißen Quellen ganz gut überstanden.
Nach 14-stündiger Fahrt war das Hallo groß als wir unser feines Quartier in San Pedro beziehen konnten. Jetzt war die Bahn frei für eine Duschorgie und ein leckeres Abendessen im Ort. Ein Wehmutstropfen war dabei: für Andrea und Christian war es der letzte Abend mit allen. Der Abschiedsschmerz wurde, versteht sich, mit chilenischem Rotwein verdrängt. Spruch des Tages:
Sabine beim Mittagessen:"Noch vier Wochen Bolivien, dann habe ich eine Traumfigur!"
Wir fuhren mit dem Bus in das Tal des Todes. Hier regnet es nie, daher gibt es kaum Leben. Wir gingen ein Stück zu Fuß und bestaunten die interessanten Felsformationen. Die angenehme Wärme tat uns gut nach dem gestrigen kalten Wind.
Wir kletterten durch kantiges Salzgestein und durch eine kleine Salzhöhle. Anschließend ging die Fahrt weiter durch das Mondtal.
Eine Steinformation benennen die Chilenen "Die 3 Marias". Wir erkannten darin einen Frosch, der gleich eine Person anspringt. Hier ist Phantasie gefragt. Vorbei am Grab eines Geologen und Minenfeldern steuerten wir Calama an.
Jeder hatte hier etwas freie Zeit, bevor es zum endgültigen Abschiedsessen ging. Wir gingen in ein vornehmes Lokal. Es schmeckte sehr fein, vor allem die Sauce. Leider war das Essen nur lauwarm. Zudem hatten einige mit Magenbeschwerden zu kämpfen. Doch der Pisco Sour war sehr lecker!
Die Anstrengungen von gestern saßen uns noch in den Knochen. Wir freuten uns auf das weiche, warme Bett. Spruch des Tages:
Sabine:"Die Wärme tut einfach gut!"
In Santiago verabschiedeten sich Reimar und Caroline. Sie fliegen morgen für einige Tage auf die Osterninseln. Für sie ist der Urlaub noch nicht zu Ende. Beide Sabines, Doro und Peter kehrten nach Deutschland zurück. Omar fährt über Arequipa nach La Paz. Wir wünschen allen eine gute Reise und ein gutes Ankommen. Es war eine schöne, interessante Reise, die uns allen gut gefallen hat. Wir freuen uns auf unser geplantes Nachtreffen! Spruch des Tages:
Caroline:"Schön war es, aber wir freuen uns auch auf zu Hause! Was werden wir zuerst essen?"
15.01.12Michael
Auf der Tour hatte man einen schönen Einblick in die verschiedenen Regionen von Kolumbien. Von den Städten über landschaftliche Highlights (z.B. Nuqui) bis hin zur...
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Mirjam