Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

14 Juli 2005 • Frankfurt

Karte von Peru
Ankunft am Flughafen

Fliegen, Fliegen

Heute sind die 13 Reisenden unserer viActive-Gruppe von Europa aus nach Südamerika geflogen. Es war ein ziemlich langer Flug…

15 Juli 2005 • Lima - Santiago de Chile

Viva el Peru!
Spät in der Nacht im Hotel in Lima

Zwei Großhauptstädte Südamerikas an einem Tag

Nach einem angenehmen Tagesausflug in Santiago, der Hauptstadt Chiles, ist die Gruppe sehr müde in Lima, der Hauptstadt Perus, um Mitternacht angekommen und von den vier viventura-Mitarbeitern, Antonio & Pepe (die zwei Chauffeure für die kommende Woche) und Veronique & Evelin (Reisebegleiter) empfangen worden. Nicht ganz so müde waren Corinna, Norman und Franz…

Ein Bierchen im Hotel musste noch sein ;)

16 Juli 2005 • Pisco - Lima

Picknick am winterlichen Strand
Die Gruppe am Plaza de Armas von Lima

City- und Strand-Tour

Der erste Tag in Peru fing um 10 Uhr mit einer historischen Einführung in die Altstadt Limas an. Jenny, die deutschsprechende lokale Reiseführerin zeigte uns die Kathedrale, die Katakomben und die alte Post und entführte uns in die peruanische Geschichte.

Danach ging's zu einem typisch bohemischen Stadtviertel namens Barranco. Dort durften wir peruanische Essensspezialitäten wie Rinderherzenspieße und vielfältige Kuchen ausprobieren. Wir hatten kaum noch Hunger für das eigentlich vorbereitete Picknick am Strand, und aßen unser Mittagessen erst um 5.00 Uhr.

Abends kamen wir in Pisco an und probierten noch den berühmten Cocktail Perus: der "Pisco Sour"! Wonach alle schwärmten.

17 Juli 2005 • Pisco - Ica

Insel Ballesta
Chicas am Meer

Ein Tag am Meer

Nachdem wir gestern alle in Erwartung einer heftigen Seefahrt früh ins Bett mussten (der Disco-Abend wurde abrupt abgebrochen) sind wir sehr früh aufgestanden. Leider völlig für die Katz´, weil die Boote nicht ausfahren konnten (Windsturm). Nach einer Stunde Warten begann die Fahrt zu den Ballestas Inseln im offenen Boot. Keiner hat damit gerechnet dass wir als erstes ein Geoglyph im Form eines Kandelabers sehen würden. Die Größe der Figur war sehr beeindruckend. Weiter ging's zu den Inseln. Ganz begeistert waren wir speziell von den spielenden Seelöwen und Pinguinen. Dank dem Dieselabgas und des heftigen Seeganges stiegen dort einige Mitglieder unserer Reisecrew mit grünen Gesichtern aus dem Boot.

Danach fuhren wir in den Paracas-Nationalpark mit seiner bizarren Küstenlandschaft. Der Weg durch die Wüste war recht anstrengend, dafür wurden wir mit einem fantastischen Anblick auf die Felsformation namens "Catedral" belohnt.

Hunger machte sich dann bemerkbar, der in einem kleinen Fischerdorf gestillt wurde. Die unbekannten Gerichte gaben manchen Grund zu heftigem Gelächter. Trotz der seltsamen Gesänge eines einheimischen Musikers hat es uns gut geschmeckt.

Weiter mit Siebenmeilen Stiefeln ging's zur Oase Huacachina hinein in die Sandbuggies (umgebaute Autos) mit denen die Dünen erkundet werden sollten. Dass diese Fahrt sich zu einer heftigen Höllenfahrt achterbahnartig mit einem Mordszahn entwickeln sollte, hätten wir uns nicht gedacht. Einige versuchten sich noch in Sandboarding. Der krönende Abschluss des gelungenen Tages war der klassische Sonnenuntergang. Die Ereignisse des Tages wurden noch bei 3, 4 Pisco Sours und Fingerfußball besprochen.

18 Juli 2005 • Ica

Norman versucht sich an der gespendeten Blockflöte
Fröhliche Truppe in der Pisco-Brennerei

Fliegen oder nicht fliegen, das ist die Frage

Heute Morgen gingen wir bei Nebel los. Der Nebel lichtete sich bei uns erst nachdem wir die Pisco Brennerei zugegebenermaßen leicht benebelt verließen.

Froh gelaunt bestiegen wir unseren überhitzten Bus. Das Frischluft-Bedürfnis wurde auf der Panamericana gestillt, einige verliefen sich in einem Kakteen-Feld, andere kugelten sich auf der ewig geraden Straße.

Das beindruckende Museum über Maria Reiche (Erforscherin der Nasca-Linien) wurde von uns gestürmt ebenso der dazugehörigen Aussichtsturm auf die Linien. So nun aber schnell zum Flughafen! Die weltberühmten Wüstenscharrbilder von oben besichtigen. Auf die Idee kamen andere auch -offenbar schon vorher. Somit war Warten angesagt. Die Flugzeuge starteten und landeten dank dem perfekten Management der Flughafenverwaltung… leider ohne uns. Und so mussten anstelle der Nasca-Linien vorerst einige Mumien des Chauchilla-Friedhofs der Nasca-Zivilisation herhalten. Hier konnten wir sehen zu was zu langes Warten führen kann…

Nach einem Abendspaziergang entlang des Friedhofs und einer Fahrt durch die absolute Pampa gelangten wir zu unserem Hotel in der selben. Bevor wir das leckere Essen aus dem Steinerdofen genießen durften, ließen einen eigens dafür engagierten Inka-Priester Koka-Blätter und Chicha (Maisgetränk) der Pachamama (Mutter-Erde-Göttin) opfern, in der Hoffnung, dass sie für einen klaren Himmel sorgt, um morgen unser Flug nachholen zu können.

19 Juli 2005 • Corire - Nazca

Össis auf der Panamericana
Noch munter vorm Flug über die Nasca-Linien

Endlich fliegen… und viel fahren…

Endlich! Der Flug über die Linien von Nasca sollte stattfinden. Um 8 Uhr standen wir fröhlich am Flughafen. Schwupptiwupp durften wir in den 20. Flieger rein ! ;) Hund, Wal, Spinne, Kolibri, Kondor, Affe und eine neue "Corinna-Figur" wurden inspiziert. Leider haben einige den Flug nicht so gut vertragen und kamen mit grasgrünen Gesichtern aus den kleinen "Mühlen" (dat is bayerisch).

Dann begann eine lange Fahrt Richtung Corire. Entlang der Pazifik-Küste hielten wir an, picknickten und machten Spaziergänge, die nach diesem üppigen Mittagessen mal nötig waren. Etwas später tranken wir Kaffee in Camana.

Nachts erreichten wir Corire und stürmten ein Flussshrimps-Restaurant, das die Delikatessen in der Küchen-Garage samt VW-Käfer zubereitet hatte (aber sehr lecker!).

20 Juli 2005 • Corire - Cabanaconde

Johanna auf dem Mond
Eifrig am Picknicken

Über Graffitis, Joghurt, Höhe, Coca und Alpaka

Nach dem Frühstück mit Nutella und Cocatee im Hostal Willy's starteten wir Richtung "Toro Muerto". Kurz davor fotografierten alle eifrig ein Schwein und einen Esel, denn eben solche Tiere gibt's in Europa nicht… ;). Auf dem archäologischen Areal von Toro Muerto besichtigten wir pre-inkaische "Graffitis" (hier werden sie aber wissenschaftlicher "Petroglyphen" -Felsbilder- genannt). Die Kulisse erinnerte uns an die Bilder der Mondlandung.

Dann ging's wieder in den Bus und ab in die Höhe! Nach einer Joghurt-Verköstigung begann die Schotter-Piste durch eine ewige Pampa. Später stieg die Straße an. Auf 3000 m gab's Cocablätter zum Kauen und einen Imbiss zum Naschen. Die Landschaft wurde hügeliger und wir sahen die ersten schneebedeckten Vulkane. Die Bergkette überquerten wir auf einer serpentinenreichen Pass-Straße bis auf 4200 m. Dank des massiven Einsatzes des Board-Personals (Coca-Bonbons und -Blätter, Koramin-Glukose, Sauerdrops und Händchen halten) wurden die Halluzinationen auf ein Minimum reduziert ("Lama in Sicht"… oder war das nur eine Kuh?).

Nach einer Pause im ersten ursprünglichen peruanischen Dorf namens Huambo, wo wir auch mit Coca-Tee ruhig gestellt wurden, begann in der Nacht eine abenteuerliche Fahrt, hart am Abgrund, die dank unseres hervorragenden und zielgenauen Fahrers vorm Hotel in Cabanaconde endete. Abends wurden die Strapazen des Tages mit Alpaka-Fleisch belohnt.

21 Juli 2005 • Colca-Schlucht - Arequipa

Zwei Frösche beim Sieden in den Thermen
Die Terrassen-Anlage an der Colca-Schlucht

Entlang der Colca-Schlucht

Heute war ein schön sonniger Tag mit sehr vielen Höhepunkten.

Es fing am frühen Morgen mit der Beobachtung und Bewunderung von den eleganten Anden-Königen am "Cruz del Condor", ein Fels 1200 Meter über der Colca-Schlucht. Wir hatten auch viel Glück und durften von sehr nahem junge und erwachsene Kondore fotografieren.

Dann gings für Franz, Anke und Evelin runter auf dem Mountainbike entlang des Canyons. Staubig aber sehr spaßig! Die anderen machten eine kurze aber trotzdem etwas anstrengende Wanderung. Die Höhe (über 3300 m) machte Einigen zu schaffen. Es wurde uns dann im Bus viel über die Geschichte und Partikularitäten der Region erzählt, bevor wir in den heißen Quellen baden konnten. Danach aßen wir sehr lecker in Chivay einige peruanische Spezialitäten und besichtigten den "Mercado" des Dorfes. Dann mussten wir leider weiter, auf der ruckeligen Schotterpiste nach Arequipa. Auf dem Weg sahen wir zum ersten Mal Horden von Alpakas und Norman versuchte sich im Bus als Chor-Dirigent. Er war damit auch erfolgreich, ein Kindergartenlied mit der ganzen Gruppe für den morgigen Besuch einer Schule perfekt einzuüben!!

Wieder bei Nacht kamen wir an unserem Endziel Arequipa an. Wir gingen noch etwas essen und ein Gläschen (natürlich Pisco Sour) trinken…

22 Juli 2005 • Arequipa - Lima

Der 5825 Meter hohe Misti-Vulkan
Beim Besuch des Kindergartens

Sozial- und City-Tour

Heute durfte die Truppe ausschlafen! Einige haben das nicht genutzt, da sie ein Date mit Juanita und mit dem Chili-Fluss hatten. Franz war von diesem Date nicht entzückt, da diese Dame vor 500 Jahren in einem Gletscher eingefroren wurde. Vom Museum aber war er begeistert! Anke bekam beim Rafting kalte Füße im wahrsten Sinne des Wortes.

Die anderen besichtigten eine Großküche und einen Kindergarten in einem "pueblo joven" von Arequipa und waren beim Vorsingen (Danke Norman!) des "auf der Lauer, auf der Mauer…"-Liedes sehr erfolgreich. Die Mädels der Gruppe waren so angetan von den Kleinen, dass sie mit feuchten Augen den Kindergarten verließen.

Am Nachmittag wurden wir von Maribel (Local-Guide) in die Markthalle geführt. Vor lauter Frucht- und Kartoffelerklärungen kamen wir zu spät im Santa Catalina-Kloster an und mussten die informative Führung etwas eiliger bewerkstelligen.

Das Abendessen fand helle Zustimmung, da wir zum ersten Mal "Cuy" (Meerschweinchen) bekamen. Das waren wirklich "Mehrschweinchen", da sie so gut waren, dass man mehr davon essen konnte. Auch die Übrigen, die kein Schwein hatten, genossen. Zum Digestif ging's in die Bar "Zero" mit einigen Mitarbeitern vom viventura-Buero in Arequipa und danach weiter in die Diskothek "Forum", wo jemand die Salsa-Tänzerinnen so tanzen ließ, dass drei Flaschen Bier vom Tisch fielen.

23 Juli 2005 • Arequipa - Cusco

Johanna & Doris im Kloster/Sonnentempel in Cusco
Micha, Silvia und Günter fachsimpeln

Flug in die Anden

Der Vormittag wurde von uns verbummelt, einige besichtigten das Museum der Juanita, andere gingen Shoppen. Um 12 Uhr holten uns der Bus und unsere Lieblings-Fahrer vom Hotel ab und fuhren uns zum Flughafen. Dort warteten wir auf der Terrasse auf das Flugzeug. Misti und Chachani sanden uns einen letzten Gruß und los ging's in einem atemberaubenden Flug über die sonnigen Anden nach Cusco.

Gleich fing unsere City-Tour an. Maria, die lokale Reiseführerin, scheuchte unsere Gruppe im Laufschritt durch den "Qoriqancha", den Inka-Sonnentempel. Leider haben die Spanier über diesen wunderschönen Tempel eine Kirche gebaut. Gott sei dank befreite ein Erdbeben 1950 die Monumente von deren Last.

Ein schöner Abendspaziergang durch die Gassen von Cusco im Viertel namens "San Blas" führte uns u.a. zum 12-eckigen Stein. Später teilte sich die Gruppe auf und jeder ging seinen eigenen kulinarischen Gelüsten nach.

24 Juli 2005 • Cuzco - Cusco

**Cusco individuell**  
  
Heu
Plaza de Armas in Cusco am Sonntag

Cusco individuell

Heute beichtigten wir erstmal am frühen Morgen die Festung oberhalb Cuscos namens Saqsayhuaman. Die enormen Steinblöcke, die manchmal mehr als 125 Tonnen wiegen, beeindruckten alle. Danach fuhren einige im Taxi direkt nach Pisaq ins Heilige Tal der Inkas. Die anderen liefen runter in den Gassen vom Nabel der Welt, so heißt nämlich Cusco in Quechua (Sprache der Inkas), die weiterhin in ganz Peru gesprochen wird. In Pisaq wurde un poco am Kunsthandwerkmarkt eingekauft, aber vor allem entdeckte die 6-er Gruppe die wunderschöne Anlage über dem Urubamba-Tal.

Ansonsten wurde Cusco von allen Seiten inspiziert, es war Sonntag, also etwas schwierig für Museum-Besuche aber dafür hat die historische Stadt von Peru für uns kein Geheimnis… oder fast keins ;-)

Der Abend verlief ruhig mit einer leider etwas enttäuschenden Note. Die nächtliche Beleuchtung von Saqsayhuaman, die einige gerne gesehen hätten, fand leider vor deren Ankunft statt. Die Informationen, die man in Peru bekommt, sind manchmal etwas unzuverlässig…

25 Juli 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Feliz cumpleaños Uwe!
Die Putucusi-Truppe komisch konisch aufgestellt

Zu Fuß auf den Spuren der Inkas

Nach einer mehr oder oder weniger kurzen Nacht und einer an Bildungsfernsehen erinnernden Busfahrt gelangte der größere Teil unserer Gruppe in Ollantaytambo. Eine kurze Pause dort ermöglichte uns einen Blick auf die Festungsruinen und dann gings relativ entspannt mit dem "Machupicchu-Express" nach Aguas Calientes - das nächste Dorf bei Machupicchu. Da der Inkatrail bis Oktober ausgebucht ist, mussten wir auf eine Alternativwanderung auf den 2600m hohen Putucusi ausweichen.

Schweißtreibend ging es anderthalb Stunden lang nur nach oben!! Teilweise war die Strecke steil, dass sogar der Anstieg mit Holzleiter bis zu 80 % Neigung überbrückt wurde. Die längste war etwa 40m lang! Wir wurden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt und sahen Machupicchu aus einer schönen und ungewöhnlichen Perspektive. Alle Teilnehmer waren begeistert und schossen schöne Angeberfotos, um sie Franz zeigen zu können, der an dem Tag die langweilig klassische Tour im Machupicchu selber bevorzugte.

Günter, Silvia und Evelyn hatten sich für ein anderes Programm entschieden. Sie fuhren ins Heilige Tal und besichtigten Pisaq, Urubamba und Ollantaytambo. Auf dem Weg zum Ziel hatten sie als einzige die Möglichkeit, das traditionelle Inka-Maisbier "Chicha" zu kosten. Auch die drei kamen ganz begeistert spätnachmittags in Aguas Calientes angekommen.

Eine 6er-Gruppe ging noch zu den Thermalbädern. Allerdings wurden einige von dem etwas strengen Geruch abgeschreckt. Abends gab´s einen Grund zu zelebrieren: Bergfest und Geburtstag von Uwe (als in Österreich der 26.07 war). Bei Pisco, Sangria, Bier, Cocatee und zum krönenden Abschluss Schokokuchen ließ sich Uwe zum 35sten feiern.

26 Juli 2005 • Aguas Calientes - Machu Picchu

"Desesperados" im Nebel irrend
Machu Picchu spät am Vormittag etwas sichtbarer

Machupicchu-Krimi oder "Ende gut, Alles gut!"

Nach einer diesmal wirklich extrem kurzen Nacht (wir wurden um 4:45 geweckt) sind wir mit dem ersten Bus bei leichtem Nieselregen zum Machupicchu hochgefahren.

Die Aussicht haute uns um!…Es gab nämlich keine! Ganz Machupicchu war in dichten Nebel eingehüllt. Wir standen auf dem Aussichtspunkt und ließen uns erklären, was bei schönem Wetter zu sehen gewesen wäre. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Nach einer kurzweilig 3-stündigen Führung durch die Ruinen-Anlage, verließen wir etwas enttäuscht den Tatort, da der Nebel trotz allen positiven Energien und sämtlichen Geisterbeschwörungen den Blick auf den Wayna Picchu-Berg nicht freigab. Frustessen war angesagt!

Aber wir wollten nicht aufgeben und liefen zurück zum Hauptaussichtspunkt oder zum Sonnentor und verfolgten gespannt jede kleinste Wolkenveränderung. Zwischen Hoffen und Bangen starrten wir in Richtung Berg, als "plötzlich" fuer 5 min die Nebeldecke aufriss. Endlich war das Postkartenbild möglich (Fotosession)! Die Enttäuschung wich grenzenloser Freude. Müde und glücklich verließen wir eines der eigentlichen Highlights unserer Reise. Die Zugfahrt nach Cusco verbrachten wir mehr oder weniger schlafend und die Tagebuchschreiberin ist auch etwas…shhrrrrrrrrrrr

27 Juli 2005 • Cuzco - Capachica

Ausblick aus dem Zug
Doris & Uwe freuen sich richtig auf die Fahrt!

Die märchenhafte Fahrt durch die Anden

Hurtig sind wir heute morgen aufgestanden und um 8 Uhr ging der "Anden-Express" von Cusco zum Schmuggler-Nest Juliaca.

Zuerst ging es ganz langsam durch die Stadt Cusco bis in das Hochland. Man konnte Menschen bei ihrer Arbeit auf den Feldern oder vor den Häusern beobachten und Lamas fotografieren. Beim Pass in "La Raya" auf 4313m konnten wir für zehn Minuten aussteigen und die wunderschönen schneebedeckten Berge auch fotografieren. Da die Zugfahrt acht Stunden dauerte und man wegen der steilen Sitze schlecht schlafen konnte, wurden wir mit einer typischen Anden-Tanz-Vorstellung unterhalten. Micha konnte dem Tanz nicht entkommen und hüpfte mit der Huayno-Tänzerin durch die Gänge des Zuges.

In Juliaca angekommen brodelte das Leben, Rikschas (hier Tricitaxis genannt), fliegende Händler, Garküchen, wahrscheinlich auch Drogenhändler begegneten uns auf dem Weg zum Supermarkt. Dann ging es mit dem Bus weiter auf holprigen, sandigen Wegen (das kennen wir ja schon sehr gut) zur Halbinsel Capachica am Titicaca-See, wo uns der Gemeinde-Präsident von Chifron, Emiliano, den richtigen Weg wies. Den Rest des Weges gingen wir begleitet von Eseln, die unser Gepäck trugen, mit Stirnlampen gewappnet durch die Nacht unterm wahnsinnigen Sternenhimmel zum Gemeindesaal. Dort wurden wir mit Mate de Coca und Abendessen bei Kerzenlicht erwartet (hier ist noch kein Strom oder Leitungswasser vorhanden). Geschlafen haben wir (die einen mehr, die anderen weniger) auf fast 4000m!

28 Juli 2005 • Capachica

Emiliano und die Gruppe beim Fischen
Auf dem 4000er Wächter-Berg

Titicaca-Idylle

Heute durften wir ausschlafen, aber trotzdem trafen sich die Meisten zwischen 7 und 8 Uhr zum Frühstücken. Es lockte der Fischfang mit Emiliano! Wir holten drei Netze ein und hatten ca. zwölf Fischlein drin! Das könnte fast eine Fisch-Suppe ergeben…

Auf der Wanderung zum "Sentinela"-Berg, zeigte uns Emiliano die verschiedensten Pflanzen und erklärte uns deren Heilwirkung. Jeder fand sein Lieblings-Kräutchen und die zwei Kräuter-Hexen Silvia und Johanna wurden von Emiliano in den Bann genommen ;). Zurück ging es wieder in den Booten, die von Emiliano's Kindern gesteuert wurden.

Zum Mittagessen gab's Fisch… aber nicht unseren! Die eiserne Johanna, die Meerjungfrau Delia und der Machiste Franz trauten sich (oder fühlten sich aus männlicher Ehre verpflichtet) ins 10º kalte Titicacasee-Wasser. Delia hatte sogar nicht genug davon, sie badete dreimal! Auch die stählerne Silvia und der durchgeschwitzte Heinz stürzten sich später in die kalten Fluten. Heinz und Anke hatten nämlich einen 25km langen Spaziergang zum Ende der Halbinsel gemacht! Die anderen hielten "Siesta" und schliefen fest.

Bevor es dunkel wurde, schrieben wir auf die nicht erscheinenden Kinder wartend (am Nationalfeiertag fiel die Schule aus und wohl der Besuch der Turis auch!) die letzten Postkarten. Um 18 Uhr mussten wir die ersten Kerzen anzünden und zogen Mütze und Handschuhe an.

Dann gingen wir schlafen und genossen die traumhafte Stille, lediglich unterbrochen durch den sanften Wellenschlag des Sees, dem Geräusch des Windes, der durch die Eucalyptus-Bäume streifte und die Laute einiger Tiere.

29 Juli 2005 • Tiwanaku - La Paz

Monolyth der Tiwanaku-Kultur
Auf einer Schilfinsel der Uros

Staub, Schilf und Monolythen

Es war heute um 6.30 Uhr Zeit, sich von Emilianos Familie zu verabschieden. Da wir erfahren hatten, dass die Töchter von ihm kein Fahrrad besitzen und so lange zu Fuß zur Schule brauchen, entschieden wir uns ihnen eins zu spenden. Wir hatten leider nicht die Möglichkeit dies vor Ort zu kaufen, es wird aber nachgereicht.

Von Chifron mussten wir mit dem Bus nach Puno, um zu den Schilfsinseln der Uros zu gelangen. Der Bus war undicht und auf der Schotterpiste kam so viel Staub rein, dass wir innen drin kaum atmen konnten. Um dem Staub zu entkommen, mussten wir die Fenster aufmachen. Da einige von der Gruppe etwas krank waren, wurde es keine Vergnügungsfahrt! Auf der asphaltierten Straße ging es dann besser und wir waren alle wieder munter, um auf das Motorboot zu steigen.

Wir hatten dann Zeit, die schwimmenden Inseln der Uros und deren aktuellen Bewohner zu besuchen und sogar eine kurze aber sehr ruhevolle Tour von einer Insel zur anderen auf einem Schilfboot zu machen. Danach mussten wir uns wieder beeilen! Es ging los zur bolivianischen Grenze nach Desaguadero. Da die Beamten um 13 Uhr die Büros von "Migraciones" zumachen, mussten wir janz janz schnell dahin fahren. Es gelang uns auch fünf Minuten im Voraus da zu sein, mussten aber dafür quasi durch die menschen- und warenvollen Straßen von Desaguadero rennen. Es war heute Markttag und alles sehr chaotisch!

Auf der anderen Seite der Grenze warteten der Bus und die Reiseführerin auf uns, die uns bis nach Tiwanaku begleitete. Dort erfuhren wir mehr über die Pre-Inka-Zivilisation und sahen die beeindruckende Monolythen, die sie hinterlassen haben. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen… vielleicht überwiegte die Müdigkeit und die Lust wieder mit warmen Wasser duschen zu können… ;)

Zum Sonnenuntergang kamen wir in "El Alto" an. Das ist die arme Vorort-Stadt oberhalb von La Paz. Von dort aus sieht die Bergkulisse hinter der Stadt atemberaubend aus. Abends nach einer wohlverdienten Dusche gingen wir noch zu Fuß durch die hektischen Straßen von La Paz, um noch etwas zu essen.

30 Juli 2005 • Cusco - La Paz

In La Paz
Bereit für die Mountainbike-Tour

MTB-, City- oder Berg-Tour

Heute am Samstag fuhren neun Gruppenteilnehmer hoch in die Berge um La Paz herum… um wieder runter zu fahren, aber mit Bikes, bis zum Urwald! Die Straße wird auch gefährlichste Straße der Welt genannt, da die Piste sehr eng ist und hart am Abgrund verläuft. Dafür sieht die Landschaft gigantisch aus! Die Gruppe hatte ein super schönes Wetter und hat die Tour sehr genossen. Bis auf Evelyn, die am Nachmittag vom Fahrrad auf beide Ellenbogen stürzte. Sie hat sich ziemlich schlimme Wunden zugezogen, war aber trotzdem von der Tour sehr beigestert.

Angekommen im Urwald, konnten sie Tiere beobachten, duschen, im Swimming-Pool baden und um 17 Uhr Mittagessen. Um 10 Uhr abends kamen sie kaputt, aber sehr glücklich im Hotel an.

Doris, Uwe und Franz entschieden sich für eine andere Alternative, eine kurze Bergtour und fuhren mit dem Taxi bis 5000m zum Berg Chacaltaya, gingen dann zu Fuß 300m bis zur Spitze, wo sie eine "hermosisima" Sicht über die bolivianische Hochebene bis zum Titicacasee bewundern konnten.

Delia und Silvia gingen dafür gemütlich zu Fuß durch die Straßen und Gassen von La Paz, um noch billige Mitbringsel und Geschenke (auch für sich selber!) zu kaufen. Sie besichtigten verschiedene Märkte, unter anderem den Hexen-Markt, wo man Lama-Föten (nötig für jede Hauseinweihung), Kräuter-Mischungen usw. und so fort kaufen kann. Auch konnten sich die beiden das riesige Studentenfest, das die ganzen Straßen von La Paz blockierte, anschauen. Folklorische Tänze, Live-Musik und glitzernde traditionelle Kostüme… Silvia möchte sich sogar so ein Samtrock mit nach Hause bringen!

31 Juli 2005 • Uyuni - La Paz

Die Kirche San Fransisco in La Paz
Hochguckend auf die Kirche von Movida Bolivia

Besuch bei den Straßenkindern & Fahrt nach Uyuni

Heute fuhren sieben Teilnehmer der Gruppe durch die chaotischen Straßen von La Paz hoch nach El Alto und besuchten das Sozial Projekt für Straßenkinder "Movida Bolivia". Wir mussten erst durch die "Feria" mit unseren Taxis im Schritttempo fahren, das war ein Erlebnis!

Angekommen im Pfarrhaus der Kirche "Amor de Dios" wurden wir von Benjamin, Volontär seit März und Seminarist, David, der Erzieher, und vier Kindern empfangen und zum Frühstück eingeladen. Wir hatten Vieles mitgebracht, Schuhe, Lebensmittel etc. Benjamin erklärte uns ausführlich über die Arbeit von Movida Bolivia und ließ uns das ganze Haus besichtigen. Vielen Dank Benjamin! Er hat uns alle sehr beeindruckt. Auch beeindruckt hat uns die Architektur der Kirchen in El Alto, alle von einem deutschen Priester gebaut, und alle in dem gleichen, etwas kitschigen Stil.

Der Vormittag verlief für die Anderen ruhig. Silvia, Günther und Johanna waren einkaufen und Norman und einige Andere trieben sich über den Dächern von La Paz auf Kirchen herum. Als wir uns um 13:30 trafen, erfuhren wir, dass Evelyn leider nicht mehr mit uns mitreisen konnte, da der Sturz von gestern heftiger war, als ursprünglich geglaubt. So erreichten wir nur noch zu 14. den Bus-Bahnhof von La Paz. Da wir mit einem öffentlichen Bus fuhren, konnten wir die Reisegewohnheiten der Einheimischen Reisenden studieren. Jüngere Frauen hatten ihre Kinder in einem "Manta"-Tuch im Rücken eingebunden. Auto-Teile wurden mitgenommen, Kartons standen im Gang und strenge Gerüche nach der Weiterreise wehten durch. Es wurden aber auch interessante Kontakte mit Einheimischen geknüpft. Franz politisierte mit einer attraktiven Bolivianerin mit fränkischem Akzent.

In Oruro angekommen, hatten wir leichte Probleme, da die lokale Busgesellschaft nicht damit gerechnet hatte, dass 14 Europäer so viel Gepäck mit sich haben konnten. Das wurde aber durch zwei Mini-Bus-Fahrten zum Bahnhof erledigt! Wir hatten im Zug ein Abteil fast für uns alleine und unter großem Gelächter wurde festgestellt, dass man die Sitze in verschiedene Richtungen drehen konnte! Wider allen Erwartungen hatten wir die absolut 1. Klasse erwischt: Heizung, Mate de Coca umsonst, Fernsehen, Decken etc.! Auch der Gang wurde dreimal feucht und duftend ausgewischt. Dem langweiligen Film sind einige dadurch entronnen, dass sie sich durch fünf Wagons der unterschiedlichsten Klassen (1 bis 4?!) zum Speisewagen duchkämpften. Das dortige Essen war ausgezeichnet. Zurück gekehrt begann leider ein Fernsehterror erster Klasse. Richard Gere schrie auf spanisch so laut, dass an keinen Schlaf zu denken war. Die Tanz-Szenen wurden fünfmal wiederholt, so dass selbst Plattfüße nach Abschluss der Zugfahrt perfekt Tango tanzen konnten (der Film hieß "Shall we dance?"). Um 2:30 Uhr in der Früh wurden wir wüst aus dem SChlaf gerissen. Unser Ziel Uyuni war erreicht. Da es draußen minus Grade hatte, war die Devise: "Einchecken im Hotel und sofort weiterschlafen!"

01 Aug. 2005 • Chuvica - Uyuni

Isla del Pescado
Günther geht es wieder gut !

In der riesigen Salzwüste von Uyuni

Nach einer kurzen und kalten Nacht entschlüpften wir den Betten gegen 9 Uhr zum Frühstück. Dies gestaltete sich etwas umständlich, da der Angestellte jedes Brötchen und Stück Butter einzeln brachte. Der Hotelmanager bemühte sich ein Kaminfeuer in Gang zu bringen, damit Micha das eingefrorene Nutella erwärmen konnte.

Bolivianisch pünktlich ;) kamen drei Jeeps an, die uns durch den Salar von Uyuni fahren sollten. Unter großem Gelächter ging's los zum Lokomotiv-Friedhof. Dort standen etliche ausrangierten Dampfrosse mitten in der Wüste.

Das Lachen ist uns aber vergangen, als Günther leicht strauchelte und auf seine Kamera fiel. Er verletzte sich ein bisschen am Gesicht, leider so viel, dass er zum Krankenhaus von Uyuni zurückfahren und dort genäht werden musste. Der Zwischenfall beraubte den Rest der Gruppe von unserer Reisemutti Veronique und so sind wir dank der Sprachkünste von Johanna und der Fahrkünste unseres lokalen Drivers durch die Salzwüste chauffiert worden.

In diesem riesigen Salzmeer ist doch tatsächlich ein Hotel. Das weltberühmte Salzhotel. Nachdem wir dieses besichtigt hatten, ging es in rauchender Fahrt weiter immer geradeaus in das gleißende Weiß des Salars. Wie eine Fata-Morgana tauchte in der Ferne ein Fisch-Hügel auf. Zuerst dachten wir, es sei ein Schiff, aber als darauf meterhohe Kakteen standen, wussten wir, wir hatten die "Isla del Pescado" (Fischinsel) erreicht.

Nach dem Picknick erkundeten wir die Insel. Der schöne Spazierweg durch die teilweise 1200 Jahre alten Kakteen hat uns sehr beeindruckt. Am Gipfel angelangt, spähten wir nach dem fehlenden feuerroten Spielmobil, in dem unser verletzter Günther, seine Frau Silvia und Veronqiue saßen. Leider entdeckten wir nur ein Chinchilla, welches wir aufgeregt fotografierend verfolgten. Als es uns abgehängt hatte, fuhren wir zu unserer Jugendherbergartigen Lodge am Rande der Wüste. Franz schlug resolut vor, Männer und Frauen in getrennte Schlafsälen aufzubewahren. Insbesondere die Ehemänner waren von der Idee begeistert. Unter Jubel wurde Günther, frischgenäht und ansonsten wohlauf, von dem Rest der Gruppe empfangen. Leicht lediert aber glücklich, weil er trotz seines Malheurs die Highlights des Tages sehen und vor allem fotografieren konnte, wurde er in die einzig für ihn reservierte Suite eingeführt.

Nachdem Österreich das Tischtennis-Spiel gewonnen hatte, wurden noch ein Paar Bierchen gezwitschert und Abendbrot verzehrt. Nachdem um 10 Uhr das Licht ausging, korrigierte Delia noch die syntaktischen und semantischen Fehler dieses Textes ;)!

02 Aug. 2005 • Chuvica - Salar de Uyuni

Laguna Verde und Licancabur
An der Laguna Colorada

Eine umhauende Landschaft

Um… 4:30 Uhr wurden wir heute geweckt! …das wird immer besser ;)! Aber was für einen Tag hatten wir vor uns! 400km durch eine wahnsinnige Wüsten-Landschaft bis nach San Pedro de Atacama in Chile. Es fing mit dem Sonnenuntergang an, den wir aus den Fenstern der Jeeps halb im Schlaf, halb vor Erfrierung zitternd, sehen konnten.

Dann durften wir in einem kleinen "Kaff" endlich frühstücken und mit Mates de Coca uns etwas aufwärmen. Es war einfach so kalt in den Jeeps am Morgen, dass den meisten Mädels der Gruppe die Füße einfroren. Wir fuhren wieder los und kamen bei Sonne im Tal der Wasserfälle an. So heißt es, obwohl die Wasserfälle vor tausenden von Jahren verschwunden sind und nur wunderschöne Spuren in dem Canyon hinterlassen haben. Es wurde ab jetzt wärmer. Wir hielten danach im "Valle de las Rocas" (Felstal) an, wo wir wunderschöne Felsformationen bewunderten, fotografierten und hochklettern konnten.

Gegen Mittag kamen wir in der "Laguna Colorada" an. Ein See wie aus einem Märchen, rot und weiß gefärbt, wo die Anden-Flamingos sich begnügten. Nach einer Mittagspause in der Nähe ging's zum nächsten Highlight, Geysire bei 4900 m Höhe. Wir verloren uns in den Fumerolen um lustige Bilder zu machen, na ja, mal gucken was da rauskommt ;)

Der nächste Halt war bei den heißen Quellen, wo während unseres Fußbades den beeindruckendsten landschaftlichen Hintergrund vor uns genießen konnten. Ganz verschiedene Farbtöne im See, auf den Bergen, im Himmel, von hellrosa bis dunkelblau, via türkis grün, unmöglich zu beschreiben, auch nicht mit Fotos zu teilen, man muss einfach da gewesen sein ;)

Das Ende der Jeep-Reise ging noch durch die Salvador Dali-Wüste, wie aus einer seiner berühmten Gemälde und durch eine Landschaft umgeben von roten und weißen Bergen. Am Ende erreichten wir den Vulkan Licancabur und die fantastischen Seen an seinen Füßen: Laguna verde und Laguna blanca.

Es ging dann über die Grenze. Erstmal ganz einfach durch die bolivianische, dann aber kam die chilenische. Grenzkontrollwahn war angesagt, alle Gepäck-Stücke wurden untersucht, das Obst und die letzten Coca-blätter weggeschmissen etc. Wir waren dann heilfroh im ruhigen Dorf San Pedro und im schoenen Hotel angekommen zu sein. Ein heiße Dusche für alle und noch etwas Abendessen war angesagt, danach… ab ins Bett!

03 Aug. 2005 • San Pedro De Atacama - Calama

Unser offizieller Tagebuchschreiber! Danke Franz!
Im Mondtal

Ausschlafen oder nicht, das ist die Frage

Heute entschied sich eine halbverrückte Truppe von sechs Teilnehmern noch früher aufzustehen! Sie wollten alle noch mehr und fuhren um 4 Uhr nachts zu den Geysiren von El Tatio! Diese sind etwas beeindruckender und vielfältiger als die in Bolivien und die sechs, Anke, Heinz, Norman, Micha, Corinna und Günther waren der Meinung, dass es sich gelohnt hatte, so früh aufzustehen, seinen Bart einfrieren zu lassen und vier Stunden über Holperpisten zu fahren.

Die Anderen der Gruppe fanden auch, dass es sich gelohnt hatte mal auszuschlafen und genossen San Pedro und seine ruhige Atmosphäre.

Am Nachmittag war wieder Programm! Auf dem Weg nach Calama, hielten wir im "Todestal" an und machten einen kleinen Spaziergang unter der strahlenden Sonne. Wir besichtigten auch ein anderes Tal, das Mondtal, so genannt weil… (siehe Spruch des Tages)

Am späten Nachmittag kamen wir in unserem Nobel Hotel von Calama an. Leider wurde Veronique an der Rezeption überfallen und ihr Pass war dann weg! Trotz Hinterherrennen und lauter Schreien in der Straße konnten die beiden Räuber nicht gefasst werden, sie musste zur Polizei und die Gruppe leider wieder alleine lassen… und das beim Abschiedsessen!

Wir schlichen also in gedrückter Stimmung zum Restaurant. Das Thema Nr. Eins war natürlich der Überfall. Die Stimmung hob sich erst ein bisschen, als jeder einen recht starken Pisco Sour getrunken hatte. Dies war Johannas Verdienst, da sie aufgrund eines Übersetzungsfehlers, jeden von der Gruppe einen "Stimmungsmacher" bestellt hatte. Leider hat unsere beste Reisemama Veronique das ausgezeichnete Essen versäumt. Wir trafen uns aber zum Nachtisch wieder. Ihr ist nix schlimmes passiert und das ist das wichtigste!

04 Aug. 2005 • San Pedro De Atacama

Feliz viaje!
)-; ...grande tristeza...  ;-(

Ende der Reise, Abflug und Tränchen

Jaja, heute heißt es wieder nach Hause fliegen. Um 8 Uhr fuhren wir zum Flughafen Calamas, wo wir uns von unserer Veronique trennen mussten. Dabei flossen einige Tränchen. Der Abschied von Veronique fiel uns allen recht schwer. Solch eine Reiseleiterin findet man selten. Ohne sie wäre die Reise bei weitem nicht so gut gelungen.

Im Flugzeug verabschiedeten sich Silvia, Günther und Franz, denn die bleiben Südamerika noch erhalten. Die drei haben noch eine chilenische Weintour vor sich, und vor allem die Besichtigung der Osterinsel. Wir wünschen ihnen SEHR viel Spaß und den anderen viel Mut beim Wiederarbeiten ;)