Reisetagebuch viExplorer Peru Bolivien Chile - 09.05.2005
Reisebericht | Tour vom 09.05. - 04.06.2005
"Meine kleinen KINDER!!!!!!!!!
Ich erinnere mich noch an den ersten Tag der Reise, als ich gesagt habe dass ich viel Geduld mit Kindern habe... Geduld ist nicht genug! Man muss flexibel und manchmal streng sein (Freiheit geben - aber nicht so viel) und vor allem viel Liebe haben.
...Viel Liebe weil jeder von euch das verdient hat. Ich vergesse nie als wir ZA,ZA, ZA ZACUZA ZACUZA... im Bus getanzt haben ...und "GROSSES KINO" und... na ja...
Ich vermisse euch sehr!
Diana "
Das Urlaubsfeeling kehrte ein, als LAN uns relativ oft Essen servierte. Puh..., satt waren wir ;-)
In Santiago fuhren mit der Seilbahn auf den San Cristobal und abwärt´s ging es wieder mit der Zahnradbahn um dann lecker Fisch zu essen!
Unten angekommen schlenderten wir durch das bekannte Küstlerviertel und genossen die vorerst letzten Stunden in Santiago bei einer Cerveza (Bier) ;-)
Dann wieder fliegen ;-( ..... langsam hatten wir davon die Nase voll... ;-)))
Nach vier Stunden (Schlaf im Flieger ;-) ) kamen wir endlich in Lima an wo wir auf unseren Guide Diana trafen und auch endlich Silke und Bernd kennenlernten.
Ein langer Tag war zu Ende - endlich Bett!! Spruch des Tages:
"Vom Fliegen haben wir vorerst genug"!
Unser heutiger City-Guide Jenny (?) empfing uns bereits an der Rezeption. Die Feinstaubbelastung dürfte in Lima zwar nicht gemessen werden, dafür hat die Stadt aber einige interesannte Gebäude im neoklassischen Stil und Kathedralen zu bieten.
Auch die Geschichte Limas (Fanzisco Pizzaro; Gruender Limas) beeindruckte uns. Als erstes gab es das obligatorische Touri-Foto am Plaza de Armas, der Ursprung Limas. Von dort konnten wir bereits den Präsidentenpalast sehen, wo auch der Wachwechsel stattfand. Weiter ging es in die namenlose Kathedrale von Lima.
Nach den wichtigsten Highlights machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, packten unsere sieben Sachen und fuhren dem Strand und Mittagessen entgegen...
Die vorher als 40-minütige angekündigte Fahrt verlängerte sich durch eine "kleine" Reifenpanne auf ca. zwei Stunden. Gott sei Dank gab es schattige Plätze, sonst hätten sich einige von uns (die Nase ;-))-Insider) heftig verbrannt. So lernen wir wie die südamerikanische Uhr tickt gleich zu Beginn unserer Tour ;-)
Aber der Strand und das leckere Mittagessen entschädigten uns und wir genossen Beachfeeling.
Nachdem wir brav aufgegessen hatten ging es weiter nach Pisco. Dort bezogen wir "unser" schönes Hostal (echt Spitze !!!) und ließen den Abend mit einem, oder zwei oder drei... Pisco Sour ausklingen. Müde und feuchtfröhlich ;-) fielen wir in unsere Kojen, denn morgen geht es wieder zeitig los... Spruch des Tages:
"Das schmeckt irgendwie ähnlich, also anders!" Andrea beschreibt den Geschmack der peruanischen Pizza.
Nachdem wir uns eingestehen mussten, dass auch wir das Rätsel des Kandelabers nicht lösen können, gaben wir uns völlig dem Geschwindigkeitsrausch hin. Sollte es in Peru auf dem Wasser irgendwelche Geschwindigkeitsbegrenzungen geben, unser Capitano hat sie alle durchbrochen. Als wir anhielten erwartete uns ein grandioser Anblick: Bizarre Felsformationen mit Millionen von Vögeln verschiedenster Arten, über die uns unser Guide Carlos detailliert informierte. Rotfüßige Kormorane, flauschige Möwenbabys usw. (schade, dass das Gedächtnis mit dem Alter rapide nachlässt...), schnatternde Humboldtpinguine, komplette Seelöwenfamilien und über allem der "Duft der freien Natur". Einfach super!!!
Wieder zurück an Land kam der kulturelle Teil, der Dank unseres tollen Guides aber alles andere als trocken ausfiel. Im archeologischen (?) Museum erfuhren wir alles über die frühe Besiedlung rund um Paracas. 7000 Jahre alte mumifizierte Skelette, Schrumpfköpfe, 1000 Jahre alte perfekt erhaltene Textilien und bemalte Keramiken versetzten uns in Staunen.
Danach gings in abenteuerlicher Fahrt mit dem Bus durch die unendliche Weite der Wüste in Richtung Mittagessen. Allerdings ließen wir es uns nicht nehmen, den Busfahrer zu bitten, dass er uns ein Stück zu Fuß gehen lässt, damit wir das volle "Desertfeeling" genießen konnten. Spuren im Sand bekam eine neue Bedeutung: wir produzierten unseren eigenen Kandelaber!
Anschließend gabs am Hafen ein perfektes Mittagessen: natürlich Fisch (beste Qualität, dem Geschmack nach absolut fangfrisch... lecker!) Danach gings erstmal wieder in den Bus und wir konnten die Eindrücke auf der Fahrt nach Ica verdauen.
Dort angekommen wartete das nächste Highlight: ein tolles Hotel in der Wüstenoase Huacachina, von dem aus wir zu einem weiteren Geschwindigkeitsrausch aufbrachen: Sanddünenracing mit dem Buggy und als Krönung dann die Fahrt mit dem "Sandboard". Unbeschreiblich, man muss es ausprobiert haben! Adrenalin pur (naja, ein paar Schluck Sand waren auch dabei!). Jetzt können wir den Sand im Pool abwaschen oder ihn beim Abendessen mit diversen lokalen alkoholischen Spezialitäten runterspülen.
Arriba, abajo, al centro, al dentro! Salud!!!
Den Spruch des Tages reichen wir nach, uns fehlt noch die Kreativitaet, die kommt ja erst beim Trinken! Spruch des Tages:
"Oh, ein Kaktus!" Philipp, nachdem er mit einem Kaktus frontal zusammenstieß. ;-))
Einige von uns begrüßten den neuen Tag mit einer Wanderung auf die Dünen um den Sonnenaufgang zu bewundern. Echt zu empfehlen!!! Danach gab es ein leckeres Mango-Marmeladen-Frühstück mit frischem O-Saft.
Um halb neun ging dann unsere Reise weiter. Auf Wunsch von zwei Personen war unser erster Stopp auf einem typisch peruanischen Friedhof. Dann, juchhee der Gang zur Pisco-Brennerei. Dort lernten wir während einer Führung, wie Pisco hergestellt wird. Wir durften dann auch feste kosten und kaufen. Das Probieren verlief sehr lustig und wir waren somit bereits um 10 Uhr in der Früh ziemlich gut drauf (glasige Augen waren in der Gruppe keine Seltenheit ;-)) )
Der Tag wurde dann auch sehr heiß: Hace mucho calor (O-Ton des Busfahrers!). Naja, und Hitze und heiß: ein sehr lustiger Tag war nun endgültig vorprogrammiert ;-))
In geselliger Runde ging der Weg weiter in Richtung Maria Reiche Museum. Dies ist das frühere Wohnhaus der Mathematikerin, die die Nasca-Linien erforscht und vermessen hatte. Sie stellt für die Peruaner eine sehr wichtige Rolle dar, da sie auch erst hier den wahren Sinn ihres Daseins herausgefunden hatte. Sie lebte in Ica bis zu ihrem Tod und wurde auch dann dort begraben.
Dann wurde es richtig lustig. Fliegen über die Nasca-Linien. Gedopt mit Reisetabletten und bewaffnet mit Brechtüten kamen wir auf dem Flughafen in Nasca an. Alle haben sich tapfer geschlagen und es wurden keine Tüten beschmutzt. Bis auf wenige (eine!) Ausnahmen haben wir alle Nasca-Linien sehen können.
Die Gruppe teilte sich nun in eine Shopping-Truppe und eine Hunger-Truppe. Nach einem, wieder einmal, tollen Tag begaben wir uns nun in unser Hotel. Eine fand es sogar total umwerfend (hahaha Insider!).
Nun denn, das Essen liegt nun noch vor uns. Wir werden Pachamanca, ein traditionelles Essen im Erdofen, essen. Spruch des Tages:
Nachdem der Führer im Maria Reiche Museum erklärte, dass bei den Bildern die Figuren immer neun Finger haben meinte Silke: "At each hand?!" ;-) Es waren insgesamt neun, an einer Hand fünf, an einer Hand vier Finger ;-)))
Um 7 Uhr ging es mit unserem Bus los in Richtung eines kleinen Nasca-Friedhofes. Auf dem Weg dorthin holten wir unseren Local Guide ab, der uns den Friedhof und etwas über die Nascas und ihre Riten erklärte.
Es gab unzählig viele Tote und Gräber zu sehen - für manche zuuuu viele Tote - darunter auch mumifizierte Säuglinge. Einige der Mumien waren durch das in dem Tal sehr trockene Klima gut erhalten. Sogar Hautstücke konnte man erkennen. Für einige ganz Mutige gab es auch noch Schädel zum Anfassen.
Die Fahrt ging dann weiter auf lustiger Schotterpiste. Auf dem Weg dorthin kamen wir an dem bekannten Nasca-Graben vorbei, der sich jährlich einen Zentimeter auseinander bewegt. Hier entstehen viele der südamerikanischen Erdbeben. In Richtung Küste ging es weiter. Wir bekamen richtig tolle und teils auch skurrile Felsformationen zu sehen.
Den ersten Schwächeanfällen konnten wir nun nicht aus dem Weg gehen. Aber alles halb so wild, wir haben alles gut überstanden!
Durch die Dunkelheit hindurch fuhren wir, fuhren wir, fuhren wir, ..... entlang der Serpentinen. Zu empfehlen ist, nicht unbedingt zu beobachten, wie schnell wir an den Abhängen vorbeisausten. Einige entschlossen sich daher besser ein bisschen zu schlafen.
Um 9 Uhr am Abend erreichten wir unser nächstes Ziel für heute. Unser "Restaurant" wo wir Flussschrimps aßen - sehr zu empfehlen!
Dann ging es müde und erschöpft von der langen Reise auf zu unserer Unterkunft. Völlig am Ende legten wir uns schlafen .... schnarch! Spruch des Tages:
"Ich muss mir mal wieder meine Fingernägel lackieren!" Christoph, der ursprünglich seine Fingernägel feilen wollte. :-)))
Auch heute hatten wir eine Fahrtzeit von rund sieben Stunden.
Am Vormittag besuchten wir die Petroglyphen von Torro muerto, die noch einige Rätsel offen lassen, ... auch deutsche Wissenschaftler wollten die Geheimnisse erfahren und konnten nur Bruchteile davon entschlüsseln.
Wir liefen durch eine Kombination von Wüstenlandschaft und aus Lava geformten Felsen. Auf diesen Felsen haben die Inkas ihre Zeichnungen eingemeiselt als sie dort handelten. Auf einem Gebiet von knapp 4 km Länge und bis zu 250 bis 400 Metern Breite am Hang des Majes-Canyon wurden etwa 6000 dieser Steinzeichnungen entdeckt. Die Ältesten werden der Wari-Kultur zugesprochen. (600-1200 n.Chr.)
Dann deckten wir uns in dem kleinen Laden in Toro Muerte noch mit Süssigkeiten und Wasser ein, denn heute wollten wir hoch hinaus (ca. 4000 Meter)
Entlang des Majes ging es in Richtung Colca-Cannyon, einer der tiefsten Cannyons der Welt. Gegen 13 Uhr konnten wir auf 3800 Metern unter einem schattigen Baum unseren ersten Coca-Tee und ein leckeres Picknik geniessen. Im Anschluss verewigten wir uns noch auf "unserem" Grundstein :-)))
Weiter ging es bis auf 4000 Meter, wo wir die ersten schneebedeckten Berge bestaunten. Wir genossen dann die tolle Landschaft auf dem Weg zu unserer Unterkunft in einem kleinen Dorf mitten im Colcatal: Cabanaconde. Hier probierten wir unser erstes Alpaca-Fleisch.
Von der Höhe erschöpft legten wir uns bald schlafen. .... Die einen mehr, die anderen weniger. :-))) Spruch des Tages:
"Ich weiss nicht warum, aber ich hab so ein Stocherersyndrom" Christian, während er gedankenverloren mit dem Zahstocher auf sein Platzdeckchen einsticht. :-)))
Ziel heute: Am Cruz del Condor den König der Anden zu bewundern. Viviana, unser Local Guide für heute und morgen begleitete uns. Wir kamen gereade rechtzeitig, denn kaum ausgestiegen und für ein Photo postiert, kam der erste Kondor bereits, um sich von uns ins Visier nehmen zu lassen. Kondore sind die größten Vögel der Welt und können eine Spannweite von drei bis vier Metern und ein Gewicht von bis zu 40kg erreichen. Einfach gigantisch,....
Nachdem sich die Kondore, es waren dann letztendlich drei, dann verabschiedet hatten, verließen uns Christian, Roman, Philipp und Torsten um die folgende Strecke (16 km) per Rad zurückzulegen.
Wir genossen die tollen Terassen der Inkas und bewunderten die Peruaner in ihren tollen Trachten. ... später stießen unsere vier Abenteurer wieder zu uns und wir machten uns gemeinsam weiter auf den Weg, ... in Richtung Chivay
Vor dem Mittagessen sprangen noch einige von uns in die 35 Grad (?) heißen Quellen von Caleria und genossen die nächste halbe Stunde in der Sonne. Laute Geräusche unseres Magens veranlassten uns, in das nur noch 3 km entfernte Chivay zu fahren, um dort ein tolles Buffet der einheimischen Küche zu kosten. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, auf dem Markt zu schlendern, handeln ... und die ersten Souveniers wurden gekauft.
Weiter ging es in Richtung Arequipa. Wir kamen erst im Dunkeln gut durchgeschüttelt an. Am Abend genossen wir unser Abendessen über den Dächern von Arequipa und spielten noch eine Runde Billiard in einem Irish Pub (nein, ... wir sind nicht gerade zufällig in Südamerika? :-)) ) Zurück im Hotel merkten wir, dass wir nur noch 15 Minuten bis Mitternacht hatten ... Wir schickten Andrea aufs Zimmer, versuchten, fast ergebnislos unsere Zivis zu wecken, die sich schon vorher abgeseilt hatten, und bereiteten eine kleine Überraschung für Andrea vor, die am 17. Geburtstag hat. Die Überraschung gelang uns, ... Spruch des Tages:
"Isch schpresch net hessisch!" Jeanine als sie wieder einmal erklärte in Bayern zu wohnen und Jens sie wegen ihrem Dialekt hochnahm. :-)))
Zuerst fuhren wir zur Schule Villa Cerrillos und wurden von begeisterten Kindern stürmisch begrüßt. David erklärte uns alles rund um das Projekt, warum es aufgebaut wurde, welche Leute rings um die Schule wohnen und warum diese "Siedlungen" gebaut werden. Seine Erzählungen gingen fast unter in dem Begeisterungsstrom der Kinder, die uns nicht loslassen wollten.
Dann ging es auch schon in eine der Klassen (Grundschule Stufe 1-4; ca. 170 Schüler), wo uns die Kinder mit einem Lied überraschten. Dafür gab es dann auch mitgebrachte Mandarinen die einige aus unserer Gruppe verteilten. Manche der kleinen waren so begeistert und riefen "Foto, ... Foto" um sich selbst wieder auf den Displays der Digicams wiedererkennen zu können.
In einer Klasse kamen auch wir nicht um ein Ständchen herum und suchten uns daher etwas sehr anspruchsvolles aus: "Alle meine Entchen" ;-))) (Das konnten wenigstens alle!) Der Applaus war uns sicher.
Ein weiteres, jedoch nicht direkt von viventura gegründetes Projekt, das wir besuchten, war ein Sozialhaus in einem anderen Stadtteil von Arequipa. Dort gaben wir den mitgebrachten Sack Reis ab und genossen den von dort aus guten Blick über die Stadt. Die Zeit verflog und eine Stunde später standen wir auch schon für Viviana bereit, die uns nun Arequipa zeigte.
Das erste Ziel und auch das beeindruckendste für diesen Tag war das berühmte Santa Catalina Kloster. Dort erfuhren wir vieles über das Leben der Schwestern und Novizinnen und durften die buntbemalten Mauern, Häuser und Innenhöfe bewundern (und viele Male fotografieren!). Viviana zeigte uns dann noch die Kathedrale am Plaza de Arenas, allerdings nur von außen da sie nicht geöffnet hatte.
Zum Abschluss schlenderten wir nochmal über den sehr vielfältigen Markt, vorbei an Bergen von Obst, Gemüse, landestypische Kleidung, Käse, Blumen, Fisch, ähm Frösche, Fleisch, einem Kleintiermarkt und einer ganz besonderen Ecke, nämlich der Gasse für die "Schamanen". Hier bekommt man alles von getrockneten Alpaka-Embrios bis zu lebenden Eidechsen (Wirkung wie Viagra ;-) ).
Dann ging es im Eiltempo ab zum Abendessen bei viventura. Hmmm, ... lecker! Und danke nochmal. Dort konnten wir unser Geburtstagskind nochmal richtig hochleben lassen (oder war es hochnehmen?).
Den Abschluss des Abends begannen wir noch mit einem kleinen Umtrunk in Davids (heutiger local Guide - Sozialprojekt) neuer Bar, sehr zu empfehlen. ;-)
Der Abend endete mit ausgiebigem Tanzen in einer Bar um die Ecke des Hotels. Müde fielen wir in unsere Betten, ... Spruch des Tages:
"Habt ihr japanisches Blut?" Unsere Führerin im Kloster Santa Catalina weil wir so viele Fotos machten. :-))
Nach einem kurzen Flug, den unsere nächtlichen Ausgänger mit einem tiefen Schlaf überbrückten, und einer sehr kurzen Busfahrt, bezogen wir unser hiesiges Hotel. Um zwei ging es bereits wieder weiter: City Tour. Jedoch in komprimierter Aufstellung. Vier von uns verbrachten den Tag auf eigene Weise.
Für den Rest gab es viel zu sehen: über den Inkatempel, den Plaza bis zum bekannten 12-eckigen Stein.
Der Abend klang mit einem tollen Menü in einem Restaurant aus, jedoch nicht allzu lange, denn morgen werden einige von uns einen harten Tag haben, ...
Haben leider heute keinen zu bieten.
Um vier Uhr ging es heute Morgen für den mutigen und tapferen Teil der Diana-Crew los. Der Bus wartete auf die 4-Tage Inkatrailer Christian, Philipp, Torsten und Jens! Reschpekt! Aber auch unsere Dschungel-Visitors machten sich auf den Weg, wenn auch vorerst zum Machu Picchu. Auch für die beiden, Steffi und Christoph, ging es bereits um 5:30 Uhr los. Wir hoffen, dass sie es bisher alles gut überstanden haben und sind gedanklich bei den tapferen Sechs. Die Trailer hatten heute, nach unseren Infos, den härtesten Tag vor sich, mit einer Steigung auf bis zu 4.200 m (?).
Auch die "daheimgebliebenen" trennten sich heute. Während Silke und Bernd die Umgebung Cuscos per Pferd erkundeten, begaben sich Andreas, Roman, Andrea und Jeanine auf die Spuren und Pfade der Inkas. Die Tour ins heilige Tal ist wärmstens zu empfehlen, bedarf aber einiger Anstrengung, sprich: die Inkas waren Stufenfans, am liebsten ganz steil und hoch!
Ich werde natürlich in den nächsten Tagen weiterhin am Ball bleiben und Bericht erstatten.
Cusco, der 19. Mai 2005, Ortszeit: 20:35 Uhr. Spruch des Tages:
"Wenn Sie fallen, passen Sie bitte auf, die Inkaterassen nicht zu demolieren. Eine Reparatur ist sehr teuer!" Tagesguide der Tour "heiliges Tal", bei einer sehr engen Stelle.
ich melde mich heute wieder "live" aus Cusco, und dem uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsenen kleinen Internetcafe. (Sind mittlerweile schon so bekannt, dass der Besitzer uns Schokolade anbietet ;-))) )
Okay, aber nun zum Wesentlichen. Heute früh traf ich noch auf Christoph und Steffi, die mir erzählten, dass der Trip auf den Machu Picchu gestern erfolgreich, anstrengend, atemberaubend und sehr interessant war. Heute ging es für die beiden um halb zwölf weiter, gen Dschungel.
Bewaffnet mit Insektenschutzmittel, Kamera und reichlich Gepäck machten sie sich auf den Weg zum Flieger, der sie in ihr zweitägiges Zuhause brachte.
Von den Inkatrailern habe ich bisher noch nichts gehört, allerdings kann man davon ausgehen, dass es ihnen gut geht!
Andreas hatte heute an einer weiteren Tour teilgenommen um Cusco und Umgebung zu erkunden.
Silke und Bernd waren heute bei den Ruinen von Pisaq
Roland, Jeanine und Andrea verbrachten ebenso ihren Tag auf ihre eigene Weise. Sprich, Stadterkundigungen, Markt etc.
Im Großen und Ganzen ist zu sagen dass es allen soweit gut geht.
So verbleibe ich heute in etwas verkürzter Form, aber wie bekannt immer mit den neuesten Nachrichten die publik wurden.
Für die nächsten beiden Tage (mindestens) kann ich nicht versprechen tagesaktuelle Nachrichten übermitteln zu können, da ich als loca-Reporterin beim 2-Tage Inkatrail mit dabei sein werde. Bei nächster Gelegenheit mehr!
Bis dahin verbleibe ich mit sonnigen Grüßen! Cusco, 20-05-05, 18:31 Uhr! Ihre Jeandrea, Reporterin für die Diana-Crew! Spruch des Tages:
"AAAAAAAAAAAAAAAAndreas!!!!" 7:50 Uhr; Bernd, als er Andreas rief, der seinen Tourbus noch nicht erwartet hatte, nachdem dieser gestern mit Verspätung eingetroffen war und heute zehn Minuten zu früh dastand. (untypisch für Peru ;-) )
Mein Name ist Jeandrea und neben mir sitzt Torsten: "Erzähl mal: Wie war es auf den Spuren der Inkas und in den Bergen Perus?"
Torsten: "Tja, warum nimmt man Kopfschmerzen in Kauf, läuft sich wunde Füße, badet in eiskalten Gebirgsflüssen, steht freiwillig morgens um fünf Uhr auf... tja, warum?
Weil sich der Aufwand einfach lohnt. Am ersten Tag wird man mit schneebedeckten Bergen von bis zu 6400 Metern und Geltschern belohnt. Am zweiten Tag taucht man in den peruanischen Dschungel ein und sieht eine tolle Flora sowie Kaffee- und Bananenplantagen. Am dritten Tag dann Reisen auf Peruanisch: Warten auf Busse die nicht kommen, man ist sein eigener Gepäckträger und fährt mit Zügen, die man zu Fuß überholen würde. Morgens und abends verwöhnt von einem tollen Koch und wohlbehütet von einem netten Guide. Also erlebt man was tolles und macht den Trail Rund um Salkantay."
Jeandrea:"Das hört sich ja echt toll an. Und mehr wollen wir auch nicht verraten um das geheimnisvolle und interessante dieser Tour für die nachfolgenden Gruppen offen zu halten! Danke soweit Torsten!"
Torsten:"Gern geschehen!"
Und nun zu Steffi, die mit Christoph den Dschungel durchquert und vieles erlebt hat. Steffi, erzähl mal: "Am Morgen ging es zu einer recht humanen Zeit um 10.00 los in Richtung Flughafen.
Als wir in Puerto Madonaldo aus dem Flieger stiegen war es, als ob wir gegen eine Mauer laufen. Schwülwarm. Oh Gott, was haben wir uns da nur gedacht!!! ;-)
Nach einer 1 1/2-stündigen Bootsfahrt auf dem Rio Madre de Dios erreichten wir unsere Lodge. Total genial. Am Nachmittg stand die Affeninsel auf dem Programm. Unsere erste Begegnung mit dem Dschungel. Wir waren sozusagen mit den Affen auf Tuchfühlung. Nach dem Abendessen bestiegen wir wieder unsere Boote und es ging los zum Caimane besuchen. Mit der Lampe leuchteten wir die Uferböschung ab und konnten so die rot-leuchtenden Augen sehen. Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Bereits um 6 Uhr legte unser Boot ab. Länger Schlafen war wirklich nicht drin, da uns die Geräusche des Dschungels weckten. Danach liefen wir einen Kilometer durch den Dschungel und konnten Affen und eine riesige Schnecke sehen. Nach einer einstündigen Paddeltour, wir sahen viele verschiedene Vögel, hieß es noch einmal einen Kilometer laufen. Was nicht weiter schlimm war. Die Aussicht über den Dschungel in einer Höhe von ca. 45 Meter war sehr beeindruckend und entschädigte alles. Die Aussichtsplattform befand sich auf einem Baum. Nach einer weiteren Paddeltour auf der verlorenen Lagune, hier konnten wir eine Schilkröte sehen, die Anaconda war nicht bereit sich zu zeigen, stand unser fünf Kilometer langer Fußmarsch an. Bei ca. 42 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 100 % wussten wir, was wir geleistet hatten. Auf unserer Tour machten wir immer mal wieder einen kleinen Stopp, weil uns der Guide die Tier- und Pflanzenwelt erklärte. Jede Pflanze hat seinen medizinischen Nutzen, wer den kennt, braucht keine Pillen mehr.
Auch lockte er eine Tarantel aus ihrem Bau. Die ganze Gruppe postierte sich für ein Foto, es ging zu wie bei der Modenschau. Am Nachmittag entspannten wir in unseren Hängematten und ließen es uns gut gehen.
Am Sonntag hieß es nach dem Frühstück aufbrechen. Da wir dieses Mal flussaufwärts fuhren, dauerte die Fahrt zwei Stunden. Am frühen Nachmittag erreichten wir ohne Mückenstiche (waren die ganze Zeit auch gut eingesprüht) Cusco." "Bin beeindruckt! So wie ich das sehe habt ihr alle eine echt interesannte Zeit verbracht. Auch dir Danke, Steffi!"
So, und nun noch zum 2-Tage Inkatrail. Dazu möchte ich selbst etwas erzählen, da ich ja an dieser Tour teilgenommen habe: Für uns ging es auch schon sehr früh los, denn unser Zug ging in Richtung des Punktes "km 104". Von dort aus liefen wir dann, und liefen und liefen. Bei einer Temperatur von 25 Grad und einer mehr als schwülen Luft war der Marsch nicht gerade leicht, aber jedes Ziel (wie Wiña Wayña) entschädigte uns für die Strapazen. Nachdem wir die Terassen und die Überbleibsel der Inkas bestaunt und viele Male fotographiert hatten, ging es weiter - noch ca. 10 Minuten - zu unserem nächsten Ziel, der Mittagspause um ca. 2 Uhr. Danach war es zwar kein Kinderspiel mehr, bis zum Sonnentor zu gelangen, aber wesentlich einfacher da wir noch kaum Treppen zu laufen hatten sondern einen schönen Wanderpfad. Vom Sonnentor aus wurden unsere Mühen wieder mit einem Wahnsinnsblick auf den Machu Pichhu belohnt. Von dort aus noch ein paar Treppen nach unten (man hörte des Öfteren "Oooh, meine Knie!"), aber als wir endlich im Bus saßen um nach Aguas Calientes zu fahren waren wir so ziemlich am Ende. Die heißen Quellen entspannten dann noch mehr oder weniger unsere erschlafften Glieder. Der Geruch ließ etwas zu wünschen übrig, aber naja, ... das war uns ja sowas von egal, .... ;-)
Am Abend trafen wir noch auf unsere Helden: die 4-Tages Trailer. Der Gesprächsstoff ging uns nicht aus, aber die Müdigkeit übermannte uns alle und wir gingen bald in unsere Bettchen. ... Bis der Hahn am nächsten Morgen einen Teil von uns um 4 Uhr wieder in das Leben zurückholte. ....
Soweit zu unserem Bericht!
Ich hoffe ich konnte Ihnen während meiner Reportage ein paar Eindrücke widergeben. Morgen hören wir uns das letzte Mal auf dieser Welle da mein Projekt dann zu Ende geht.
Meine Kollegen werden aber sicherlich weiterhin Bericht erstatten und Sie auf dem Laufenden halten. Also dann, bis morgen, selbe Stelle, gleiche Welle.
Ihre Jeandrea, Cusco, 11:35 Uhr! Spruch des Tages:
"Ich hab meinen Löffel auch schon abgegeben." Andrea, als sie bemerkt dass ihr für die Spaghetti der Löffel fehlt, den sie mit dem Suppenteller hat abräumen lassen.
Den Rest des Tages hatten die müden Glieder zur freien Verfügung. So mancher genoss noch die Zeit auf dem Berg, andere wiederum fuhren nach einem kalten Getränk wieder nach Aguas Calientes um sich dort den bunten Markt zu betrachten. Um kurz vor vier hieß es "Abfahrt". Mit dem Perurail ging es tucker tucker wieder nach Cusco. Nach einer Fahrt von drei Stunden traf die gesamte Gruppe wieder aufeinander und wieder wurden die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Tage berichtet. Der Abend klang bei Meerschweinchen (zum Kosten) und sonstigen leckeren Gerichten in einem Restaurant aus.
So, wie schon gesagt, heute war mein letzter Bericht und mir tut es leid die Gruppe verlassen zu müssen. Ich war gerne Reporterin für Euch! Ihr ward klasse! Ich wünsche Euch noch eine tolle Reise und viele Erlebnisse in Peru, Bolivien und Chile! Eure Jeandrea, Cusco, 11:46 Uhr. ... Spruch des Tages:
Andreas: "Ich mag kein Fußball!" Darauf Torsten: "Nur weil du in die Balettschule gehst, ...!" ;-)))
So gegen halb neun erreichten wir im Dunkeln gefuerht vom seichten Mondschein den Titicacasee und unsere Bleibe fuer zwei Naechte. Begruesst wurden wir von 2 Eseln die unser Gepaeck hilfsbereit trugen, und 4 unserer Gastgeber.
Nachdem wir uns bei Emiliano mit Speiss und Trank (Kokatee wieder mal, denn wir waren immerhin auf 3.800 Metern) gestaerkt hatten, bezogen wir unsere Huetten. Die einen eine naehere, ... die anderen eine fernere, ...
Um eventuellen Hoehenstrapazen aus dem Wege zu gehen bzw. diese zu betaeuben, fanden sich einige unserer Gruppe noch bei einem gemuetlichen Umtrunk wieder. .........
Auch hier ging die Nacht wieder nicht laenger, bis bei eingien von uns vor dem Fenster der Hahn kraete ;-) ... Spruch des Tages:
"Torsten und ich sind hier sowieso die schaerfsten der Gruppe!" Jeanine, die sich eigentlich auf etwas ganz anderes bezog. ... ;-)
Zaehneputzen und aehm, ... der morgentliche Toilettengang ;-) mal ganz anders. ;-)
Gemuetliches Fruehstueck mit Ei und Broetchen, dann ein schoener Spaziergang auf dem Minigipfel der Insel (ca. 4.200 m), zur Belohnung die geniale Aussicht geniessen, trotz eingeschraenkter Atmung, aber die Anstrengung lohnt. Abschliessend schipperten wir mit dem Boot ein kleines Stueck auf dem See und bestiegen dann unsere letzte Huerde wieder zur "Verpflegungshuette" um Mittag zu essen.
Den Nachmittag hatten wir weitgehend frei - bis 16:00 Uhr, denn dann kamen die Kinder der Gemeinde die fuer Patenschaften von viventura angemeldet waren oder werden sollten. In unserer Freizeit traute sich doch einige in den 12 Grad "warmen" Titicacasee, ... Reschpegt!(Wenigsten waren dann ein paar von uns fuer die paar Tage "sauber")
Ab vier waren wir alle wieder Kinder, ... mit den Kindern! Denn wir spielten "Ochs am Berg!", "Der Fuchs geht um!" (definitiv war unser Atem kuerzer als der der Kinder!) und "Luftballon-zertreten!" (Rojo gegen blanco). Als die Kinder ausgetobt hatten, wurden sie mit Suessigkeiten von Emiliano beschert.
Dann war Ruhe im Camp und wir packten die Spielkarten aus, oder redeten draussen bis der Mond hinter den Bergen aufging. ... Schnell noch ein paar Fotos schiessen und ab ins Bett (fuer die einen mehr, fuer die anderen weniger!) Spruch des Tages:
Jeanine: "Ich bin ein braves Maedchen!" Darauf Torsten: "Ich auch!"
Zuerst besichtigen wir die chulpas de sillustani, das sind prae-Inka und Inka-Grabstaetten.
Unsere Fahrt ging dann nach einer Stunde wieder gemuetlich weiter, ... nach Puno, ... Proviant einkaufen und Soles (Peruanische Waehrung) loswerden!
Nach ein paar weiteren Stunden Fahrt entlang des Titicacasees, gab es ein kurzes Picknick an einer schoen gelegenen Anhoehe, und dann ging es auch schon weiter. Was wir nicht wussten, ... die Fahrt wurde laenger dauern als geplant. ... Und sehr aussergewoehnlich.
Ueber die Grenze von Peru nach Bolivien gingen wir zu Fuss, da der peruanische Bus nicht die Genehmigung bekam das Land zu verlassen. Das Gepaeck folgte uns in Fahrradrikschas, und am Grenzuebergang wartete schon unser Busschen auf uns mit dem wir weiter durch das Land reisen und etwaige Feldwege und Geheimpfade kennenlernen sollten.
Heute erlebten wir Bolivien auf seien ganz eigene Weise. "Freundliche" Menschen warteten an Strassensperren und somit mitten auf der Strasse auf uns, und ermoeglichten somit nicht den Durchgang.
Uebereaschung!!!! Das sollte heute nicht nur einmal passieren.
Trotz allem kamen wir wohl behalten und "just in time" an, und La Paz begruesste uns mit einer tollen Aussicht. Spruch des Tages:
Nach fuenf Strassensperren und zwei Mal Steine bewerfen, meinte Andreas: "Naja, ... jetzt sind wir ja nur noch einen Steinwurf von La Paz entfernt!"
Dann holte uns die nette Dame von der Firma "Madness" ab, die uns zu ihrem Büro und somit zu unseren Ausrüstungen für diesen Tag brachte. Denn heute ging es auf die berühmt berüchtigte "Death Road" - die gefährlichste Straße der Welt.
Wir fuhren mit einem kleinen Tourenbus zum Ausgangspunkt La Cumbre (auf 4.640 Metern) um dann zuerst auf Asphalt und irgendwann "endlich" auf unsere Schotterpiste zu stoßen. Die Fahrt ging vorbei an steilen Abgründen, harten Kurven, durch Wasserfälle bzw. deren Ausläufer, "tropisches" und trockenes Klima. Bald kristalisierten sich schon die Gruppen heraus, Schnellfahrer, Langsamfahrer, Sehrlangsamfahrer, ... und es soll hier auch mal betont werden, dass wirklich jeder "sein" Tempo fahren konnte.
Die Fahrt an sich ist sicherlich sehr anstrengend, besonders für die Handgelenke und das Körperteil das auf dem Sattel sitzt ;-)), aber es hat sich echt gelohnt.
Nach 3.345 Metern waren wir am Ziel angekommen und konnten uns im Pool und bei kalten Getränken erfrischen. Ach ja, und Duschen gab es natürlich auch. ... und aus den schmutzigen Klamotten heraus, fühlten wir uns auch gleich viel frischer! ;-))
Stolz trugen einige von uns schon das "Prämien T-Shirt" mit dem Aufdruck "Death Road Surviver", was sich bald als ziemlich große Ironie herausstellte, denn, .....
wir hatten die Rückfahrt mit dem Bus noch nicht einkalkuliert. Diese war um einiges gefährlicher und so manch beängstigende Situation blieb nicht aus! ...
Als Fazit kann man jedoch schon sagen: Die Tour muss man echt mal gemacht haben!!! Ein Erlebnis der ganz anderen Art!!! Spruch des Tages:
"If your breaks do not work, try to stop!" Unser Guide der Fahradtour! Lustiges Kerlchen ;-)
Jeder von uns hatte diesmal sein Ticket und ohne große Komplikationen warteten wir am Gate 9 auf unseren Flieger - die Boing 727 ;-).
Bereits nach einem zweistündigen Flug erreichten wir Boliviens Hauptstadt. Nach einer kurzen Fahrt in unser tolles Hotel (España), hatten wir den Tag frei und nutzten die Zeit zum Bummeln, Stadt erkunden, Park sitzing ;-), Schuh putzing und so weiter und so fort.
Um 20:15 Uhr (für Deutsche wohl ein sehr wichtiger Zeitpunkt) trafen wir uns in der Lobby um gemeinsam den Abend zu verbringen. ... was uns auch sehr sehr gut gelang, ... ;-) (okay, wir dürfen nicht mehr schreiben dass es feuchtfröhlich war, .... aber, was nun wenn es so war?!?!?! Es war auch wirklich nicht freiwillig, ... die Preise zwangen uns regelrecht dazu!!! Ehrlich! Nur z.B. ein Chufly plus Mojito plus Crepes mit Rum plus Cola kostet incl. Trinkgeld umgerechnet 8 Euro - JAAAA! Da schauts was?!)
Einige ganz hart Gesottene probierten noch Kokatee-Rum, Tequila Sunrise und und und. Die Aufzählungen enden wohl nicht innerhalb der nächsten 15 Zeilen! ;-)
Um 2 Uhr brachen wir auf um unsere Betten kurz zu besuchen ;-) Gut, okay, ... bis auf zwei, ... die kamen erst um drei ;-)
Nach vier Stunden Schlaf wieder "rrrrrring" ....... Spruch des Tages:
Philipp: "Was ist das? Guano oder so?" Eigentlich meinte er Quina - eine südamerikanische Getreideart die hier oft in Suppen und Aufläufen verwendet wird. ;-)
Kurz frühstücken, um acht, und dann um neun erwartete uns unser Local Guide für die Stadttour.
Wir konnten die Aussicht über Sucre genießen, eine sehr schöne und gepflegte Stadt, die auf ca. 2.350 Metern liegt.
Die erste bolivianische Universität wurde hier gegründet und stand auch auf unserer Liste der Besichtigungen. Dort erfuhren wir viel über die aktuellen und vergangenen politischen Umstände und konnten so die derzeitigen Konflikte besser verstehen.
Nach dem Mittagessen ging die Fahrt auf einem Truck zum Abbey Path wo auf einer Abbruchkante eines privaten Bauunternehmens Dinosaurier Spuren gefunden wurden. Das muss man sich mal vorstellen, das ganze ist mindestens 68.000.000 Jahre alt und so greifbar. Durch Erderosionen gehen leider alte Spuren verloren, dafür tauchen aber immer wieder neue Fußabdrücke auf.
Nach einer Stunde Rundgang kamen wir wieder in Sucre-"Down-Town" an und hatten den Nachmittag wieder frei. Schuhe putzen lassen wäre nun echt wieder praktisch gewesen. ... Der Abend liegt nun noch vor uns, ... wieder mal treffen wir uns um acht um in "unsere Stammkneipe in Sucre" zu gehen, ... Spruch des Tages:
Kommt noch!
Um elf Uhr kamen wir in Potosí und somit noch rechtzeitig im Silbermuseum, das um 12 Uhr schließen wollte, an. Ziemlich kühl war es hier, jedoch die Maschinen, welche von den Menschen dirket und nicht, wie geplant von Pferden, betrieben wurden, übten Hitze bei dem puren Gedanken aus. Wir sahen viele verschiedene Münzprägearten und Stempel. Alte Geldnoten, Münzen, Schmuckstücke, kirchliche Utensilien und alles was zur damaligen Zeit benötigt wurde und aus Silber hergestellt werden konnte war in diesem Museum zu sehen.
Weiter ging es zu unserer Unterkunft und im Anschluss gingen wir in einem Museums-Restaurant (lecker ;-) ) essen!
Um zwei ging es es mit einem Bus zuerst zum Einkleiden mit minentauglicher Ausrüstung (schicke grüne Leibchen und Höschen, ein absolut modischer Helm mit Stirnlampe und hübsche grüne Gummistiefel, gefüttert mit Plastiktüten). Und dann, jucheee, auf zu den Miñeros. Wir machten noch einen kurzen Stop um Dynamit, Kokablätter, Zigaretten und sehr hochprozentigen (94%) Alk zu einem Spottpreis zu erstehen. Ein kleines Mitbringsel für die Mineros die heute unter Tage arbeiteten.
Ab ging es dann auf ca. 4600 Meter. Vor der Mine zeigte uns unser Guide noch kurz eine Sprengung mit dem mitgebrachten Dynamit - welche nicht die einzige bleiben sollte die wir an diesem Tag erlebten, ...
Das Abenteuer begann ,... jetzt:
Wir krabbelten, krochen, hüpften, kletterten durch niedrige, nicht gesicherte, manchmal rutschige und enge Gänge, wo aufrechtes Gehen nicht immer möglich war. Auch Luft holen war keine einfache Sache mehr. Wer hier unter Klaustrophobie leidet ist eindeutig fehl am Platze.
Joseppe, der einzige Minero den wir bei der Arbeit trafen erklärte uns wie er den morgigen Tag und somit die bevorstehende Sprengung vorbereitete. Alles läuft per Hand. ...Ein Loch in die "Decke" schlagen, ca. 30 cm tief, ... mit Hammer und Meißel. Kein Licht, wenig Sauerstoff und viel Anstrengung. Viele Mineros werden hier nicht alt. Es kommt schon einmal vor, dass ein Minenarbeiter am nächsten Morgen tot vorgefunden wird.
Nachdem wir Joseppe etwas Dynamit, Alkohol und Kokablätter dagelassen hatten ging es weiter, ... steil bergab und bald mit ziemlichem Druck, denn wir hörten laut "TIRE", was soviel heißt wie "Sprengung". Unser Guide, zuerst etwas verdutzt schickte uns schnell in einen Durchgang und kurz darauf hörten wir ein lautes Knallen und spürten die Explosion. ... Schock! Sicherlich hatte es Joseppe gut mit uns gemeint als er uns die Sprengung zeigte, ...
Der weitere Weg war dann noch relativ leicht zu bewältigen, wir besuchten noch den Tio, den Bergteufel, bei dem sich die Mineros Freitags treffen um ihr Ritual mit Alkohol, Kokablättern und Zigaretten zu vollziehen.
Endlch wieder an der frischen Luft ging es in unser Hotel um uns zu duschen und bei (meist) kaltem Wasser wieder frisch und fröhlich zu werden. ;-)
...Gen Abend trafen wir uns wieder um (schon wieder ;-) ) fein zu speisen. Um halb elf wurden wir dann quasi rausgeschmissen - der Wirt hatte genug an uns verdient ;-). Einige müde Gesellen traten nun den Heimweg an, eine kleine Truppe suchte nochmals eine Bleibe für die nächsten eineinhalb Stunden auf um in Blankis 20. Burzeltag hineinzufeiern. ... Hüstel hüstel, ... das erste Lokal war ein Fehltritt, denn, die Karte bot zwar einiges, effektiv da war allerdings nur Cerveza und Aqua. ;-))).
Aber zum guten Schluss fand das Trüppchen doch noch ein gemütliches Plätzchen und begoss den Geburtstag noch mit leckerem Chufly und Trimate ;-) ...... Spruch des Tages:
Roman: "Heute Nacht schlaf ich mit Messer!" ... nachdem wir ihm eine extrem scharfe Pepperoni unterschieben wollten. ... ;-))
Schlag Mittag ging es mit einem Bus in Richtung Uyuni. Wir sahen einen wahnsinns Canyon, ... vorbei an Felsformationen und Kakteen. Die Zeit vertrieben wir uns mit Karten spielen, unterhalten und schlafen, ... Hier sahen wir auch unseren ersten - und bislang einzigen Hagelschauer in Südamerika. Dieser dauerte aber nur kurz an.
Im Dunkeln und eisiger Kälte kamen wir in unserer heutigen Bleibe an. Gott sei Dank gab es (für die meisten von uns - s. Spruch des Tages) elektrische Heizungen.
Wir wärmten uns bei Pizza, Tee und Bier auf um dann in unsere kalten Betten zu steigen, ... Spruch des Tages:
"Diiiiiiiaaaaaaaanaaaaaaaaa!" der sonst so beherrschte Torsten als er bemerkte dass in seinem Zimmer (als einziges) keine Heizung war. ... ;-)
Nach einem kurzen Abstecher auf den Eisenbahnfriedhof, ging es in unseren drei Jeeps in die Salzwüste. Schon nach wenigen Minuten sahen wir schon die weiße Grenze und kurz darauf waren wir nur noch von Salz umgeben.
Purer Wahnsinn da wir diese weiße Fläche nur als Schnee kannten, und begeistert waren von der Vorstellung mit T-Shirt oder dünnem Pulli aus dem Auto steigen zu können.
Die Nacht zuvor noch bei Minusgraden und jetzt das, ...Hammer!
Nach kurzer Fahrt konnten wir beobachten wie das Salz abgebaut und weg transportiert wird. Wir führen immer weiter in dieses weiße Meer hinein und kamen bald zur Isala del Pescado (Inkahuasi), über und über mit Kakteen - die älteste davon 1230 Jahre alt. Dort picknickten wir und fuhren dann immerzu durch das Salz in Richtung unserer Unterkunft. Viele Fotos wurden auf dem Weg dorthin geschossen, ... es gab immer wieder neue Motive und Positionen - wir konnten uns kaum noch bremsen.
Kaum in unserer Herberge angekommen betörten wir unsere Fahrer um uns nochmal zum Sonnenuntergang in die Wüste zu fahren. Nun, mit Kappe, Schal, Handschuhen und dicker Jacke ;-)) Und das brauchten wir auch, ... denn sobald die Sonne hinter dem Berg verschwand wurde es deutlich (!!!) kälter. ... Einige von uns genossen den Sonnenuntergang aus einer anderen Perspektive, dem Berg hinter dem Haus. ...
Dick eingemummelt trafen wir uns zum Abendessen und fochten einige Kartenschlachten aus. ... aber nur bis 22 Uhr - denn dann wurde der Strom abgeschaltet ;-))) Spruch des Tages:
"El coche de las chicas" Das war die Bezeichnung nachdem .... ihr wisst schon wer, aus dem schnellen Jeep in den Frauen-Jeep umgestiegen ist. ;-)))
Diana meinte es mit uns besonders gut, da wir ja (angeblich!!! - keine Ahnung wie sie darauf kommt ;-))) ) soooo photographierwütig sind. Jedoch, die ersten beiden Stunden photographierte kaum einer, sondern schlief. Sofern der Jeep und die Straße Schlaf zuließen. Nach zweieinhalb Stunden saßen wir frierend und eingepackt in Jacke, Schal, Kappe und Handschuhe beim Frühstück zusammen. Danach - zum Aufwärmen gab es eine Runde "Fußball" für alle ... Bis Bernd den Ball so in die Ecke schoss dass ihn keiner mehr hervorholen konnte.
Dann ging die Fahrt in Richtung Berge, Lagunen, heiße Quellen, Geysire und Flamingos weiter. Einige von uns nahmen einen Special-Trip auf 5005 Metern auf sich - bzw. bestachen den Fahrer bis er sich ihrem Willen beugte - allerdings auch mit viel Begeisterung ;-))).
Vorbei an den Steinformationen des Canyon de las Rocas nahmen wir unser Mittagessen an der Laguna Colorada ein. Der See bestach mit seiner roten Farbe unser Photographenherz, und war bis zum Anschlag zugefroren.
Weitere farbenprächtige Lagunen kreuzten unseren Weg, und Flamingos bekamen wir stellenweise zu Gesicht.
Bergauf und auf Schotterpiste ging es zu den Geysiren de Sol de Mañana und weiter an heißen Termalquellen.
Auf dem Weg zum Grenzübergang nach Chile passierten wir die Laguna Blanca und Laguna Verde. Der Wind war supereisig. Daher: Aus dem Auto raus - Photo machen - einsteigen - aufwärmen - weiterfahren. Brrrrrrr.
Kurz vor der Grenze tauschten wir unsere Jeeps in einen Bus ein und schaukelten von nun an richtig beschäftigt - da Zollpapierkrieg - in Richtung Chile.
Dort wurden wir von netten Grenzbeamten begrüßt und durften erstmal unser Gepäck auspacken, aber glücklicherweise ging es bald ohne große Schwierigkeiten in unser nahe gelegenes Hotel in San Pedro de Atacama. (Endlich wieder eine heiße Dusche!)
Am Abend ließen wir uns, noch eng zusammengepfercht, unser Essen und Wein und Caipi, ... schmecken. Leider nicht mehr zu den uns lieb gewordenen und bekannten Perubolivianischen Preisverhältnissen ;-((( Aber war trotzdem toll. (Tip: Visa, ähm, zwar akzeptiert, aber nur auf einer Komplett-Rechnung!) Spruch des Tages:
Diana: "Soll ich Frau oder Fräulein zu dir sagen, Torsten?" Christoph:"Ich sag jetzt nur noch 'Gracias', ich hoer das 'de nada' so gerne!"
Um zwölf ging es dann (allerdings chilenisches 12 - sprich mit deutlicher Verspätung) ging es weiter in die Atacamawüste. Am Valle de la Sol durften wir zwischendurch aus dem Bus springen und stückweise laufen. Ganz aktive - oder die die es mal werden wollen ;-) - bestiegen noch die Sanddünen um dann mit Highspeed herunterzudüsen ;-) Der Rest wurde zu Society-Photographen benannt. Schließlich musste diese Leistung per Bild dokumentiert werden.
Die Wüste, mit beeindruckenden Felsformationen, glitzernden Steinen und funkelndem Sand begeisterte uns. Dann wieder fahren, fahren, fahren, fahren, ... okay diesmal nicht sooo lang, sondern nur noch zwei bis drei Stunden, kamen wir in Calama und somit in unserem letzten Hotel an ;-((( was gleichzeitig auch heißt, dass unsere Reise dem Ende entgegengeht. ;-((( Und nochmal ;-(((.
Heute ist mit unserem Abendessen Abschied angesagt. Doch dieser liegt zur Zeit noch vor uns und wir wollen die restlichen Stunden noch genießen. ....
Um acht Uhr saßen wir mehr oder weniger komplett (eine Schnapsleiche kam nicht zum Frühstück, wer das war kann man aus dem "Spruch des Tages" erkennen) zum letzten Mal zusammen beim Frühstück und kurz danach schon in unserm Busschen, der uns zum Flughafen fuhr.
Dort wollten wir uns so gar nicht von Diana trennen und warteten die absolut letzte Möglichkeit ab um zum Gate zu gehen. Mit Taschentüchern winkten wir unserer Reiseleiterin nach als wir durch den Zoll gingen und bei so manchem konnte man sicherlich auch sehen dass der Abschied kein leichter war.
... Der Flieger wartete schon auf uns und wir konnten ziemlich zügig dann auf unsere Plätze. Die Maschine hob sich: Adios Diana, Adios Urlaub! Jetzt stand uns wieder eine lange Reise bevor!
Dann, Santiago. Vier Stunden Aufenthalt waren zu bewältigen. Wir hatten am Vorabend noch schnell die Weintour die ursprünglich geplant war gecancelt, da wir die Zeit nochmal "so richtig zusammen" und somit auf dem leckeren Fischmarkt verbringen wollten. Andreas verabschiedeten wir schon am Flughafen. Er fuhr direkt in sein neues Hotel, denn ihn würden wir in Santiago zurücklassen, da er die Osterinsel-Verlängerung gebucht hatte.
Die Zeit verging wie im Fluge und schon saßen wir wieder in der Maschine die uns jetzt nach Madrid flog.
Doch was geschah des nachts um zwölf? Da gab es doch glatt eine Gruppe von Verrückten die sich in der kleinen Boardküche zusammenfanden und leise "Happy Birthday" sangen! Wer das wohl war? Natürlich: WIR! Jens hatte nämlich seinen Jubeltag den wir mit Wein begossen und mit Keksen und kleinen Präsenten etwas zu feiern versuchten. Die meisten der Stewardessen fanden das recht amüsant und schenkten ihm sogar noch eine Extra-Portion LAN-Gutzis, aber eine fand das so gar nicht lustig und schickte uns "ab ab-quasi" wieder auf unsere Plätze. Naja, ... somit schliefen wir dann auch brav ein.
... und wachten wieder auf als es draußen hell war und das Frühstück verteilt wurde. Bald darauf landeten wir auch schon wieder in Madrid und liefen eine (unserer Ansicht nach nur eine Ehren-)Runde um dann wieder am Gate zu stehen und wieder einzuchecken. (Hier nur noch ein kleiner Insider: "Senora Brasch, bitte beim Bodenpersonal melden!" ;-) ) ... Spruch des Tages:
"T minus 10" "Oooooh, das schaff ich nicht!" Andreas, dessen letzter Drink von gestern Abend wohl nicht mehr so lecker war ;-)
Lieber Andreas: Wir werden dich vermissen! Schöne Reise noch! Bleib anständig!!! Deine Gruppe!!!
Vielleicht können wir diese Zeilen nochmal nutzen um zu sagen dass sich unsere Reise absolut gelohnt hat. Die Gruppe war einsame Spitze. Wieder zu Hause sind die alten Gewohnheiten zuerst fremd und man muss sich nach vier Wochen Südamerika wieder an deutsche Sitten gewöhnen.
Vielen vielen Dank auch nochmals an Diana, die uns während dieser Zeit eine gute Freundin geworden ist! Wir wünschen dir alles alles gute. Und denk dran: Argentinien-Tour!!! Mehr verraten wir hier nicht!
Somit verabschieden wir uns auch, das Tagebuch-Team. Es wird komisch sein nun nicht mehr bei jeder Internet-Möglichkeit die viventura Seite anzuklicken und darüber zu schreiben was wir am Tage alles so erlebt haben... Aber wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen. Und versprochen, wir werden auch darüber schreiben wenn ihr möchtet!!! ;-))) Nun frohes Schaffen wieder am Montag, bzw. unseren beiden Zivis noch einen schonenden Einstieg in die Studienzeit!!!
Alles liebe, Eure Andrea & Jeanine Spruch des Tages:
Silke: "Ich glaube das ist der EU-Bereich, da müssen wir hin" Grenzbeamter:"Ja, ihr hört euch schwer nach EU an!" ;-)))))
Jetzt buchbar! Unsere Aktivtouren Patagonien 2012
Seit heute sind unsere bewährten Patagonien-Touren für Herbst und Winter 2012 online. Schauen Sie am besten gleich rein, denn noch gibt es viele Termine mit unserem 200-EUR-Frühbucherrabatt! Reisen Sie bei sommerlichen Temperaturen von Buenos Aires, über die 7-Seenroute nach Chile und per Navimag-Fähre ins südlichste Patagonien. Wandern Sie vor traumhafter Kulisse und besuchen Sie Patagoniens [...]mehr Nachrichten im viBlog
zu viSozial

Mirjam