Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Der Flug in das Land der Inkas
Am Donnerstag flogen wir von Frankfurt, 19:35, nach Santiago de Chile und landeten um 7:30 am 29.04.
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Ein aufregender Tag
Am Flughafen wurden wir von Thomas, unserem Reiseleiter für Santiago in Empfang genommen. Als erstes tranken wir gemeinsam Kaffee und Schokolade, so dass sich alle Teilnehmer erst einmal kennen lernten.
Mittags fuhren wir zum Fischmarkt und aßen frischen Adlerfisch.
Danach fuhren wir mit einer Seilbahn auf einen Berg(?) und sahen Santiago von oben. Auf dem Weg zurück zum Flughafen kauften wir eine Kiste Himbeeren und schlemmten diese fast auf.
Von Santiago, "einer sehr sauberen Stadt", flogen wir nach Lima. Dort wurden wir vom Zoll zwei Stunden aufgehalten (Sr. Coronado plauschte mit uns gemütlich rum und zeigte uns, was unter peruanischer Effizienz zu verstehen ist), so dass wir erst am 2 Uhr nachts von Beatriz und Barbara empfangen werden konnten.
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Die vielseitige Lima
Knappe vier bis fünf Stunden Schlaf mussten ausreichen, um den versäumten Schlaf der ersten Reisetage aufzuholen. Egal, wir sind bereits hart im Nehmen.
Der Tag begann mit der Erkundung der wunderschönen Kolonialarchitektur Limas, darunter der Plaza de Armas und das Franziskanerkloster mit seiner Ansammlung menschlicher Knochen, bei deren Geruch einem Teil der Gruppe der Atem stockte. Nicht wissend, dass der Geruch der Fischmehlfabriken, der uns am Ende des Tages in Pisco erwartete, weitaus schlimmer sein sollte.
Schnell hungrig geworden und nach den Spezialitäten Perus lechzend, stärkten wir uns zur Mittagszeit auf der Feria Barranquina, in einem Stadtteil Limas, mit einem gegrillten Hähnchen und Rinderherzen am Spieß. Lecker, ein dickes Lob an die peruanische Küche.
Das eigentlich zum Lunch geplante Picknick gab es wegen Orientierungsschwierigkeiten auf der aus Lima herausführenden Panamericana zur Kaffeezeit - Hähnchen mit Fritten und das an Stelle von Erdbeertorte mit Schlagsahne. Nun ja, wir sind in Südamerika. Das Gesetz zu seiner Zeit ist somit außer Gefecht gesetzt.
Nach der Kaffeepause ging es weiter in Richtung unseres neuen Etappenziels "Pisco". Dort endete der Tag völlig entspannt bei einem kühlen Bierchen, den Geruch nach Fischmehl nicht mehr aus der Nase treiben könnend.
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Die Buggie -Tour macht Spaß!
Wir verließen die "Stadt des Fisches" (Pisco) Richtung Paracas. Dort erwartete uns der junge Joel, der schon alles für die anstehende Bootstour organisiert hatte. Mit dem Motorboot ging´s mit der ersten Flut raus auf´s Meer, vorbei an dem "Candelabro", wo sich die Geister noch heute scheiden, wer dieses Zeichen im Sand (150m*70m) hinterlassen hat.
Das Fernziel, die "Islas Ballestas", erwarteten uns: eine mehrteilige Steininsel mit vielen Tieren. Wer Hitchcock´s Film "Die Vögel" gesehen hat, wird unmittelbar daran erinnert. Tausende von Guanotölpeln, einige Pinguine und jede Menge Seelöwen, die sich auf den Felsen sonnten und im Wasser vergnügten.
Wieder an Land, nach einem kleinen Museumsstop und ca. einer Stunde Fahrzeit kamen wir bei der Oase "Huacachina" an. Jetzt ging´s voll ab: Mit einem V8 3,5l Ford Branco Motor bewaffnet fuhren wir mit dem Buggy die Dünen rauf und runter. Wir versuchten uns im Sandboarden und stellten schnell mal fest, wie gut der Sand auf eingecremter Haut kleben blieb!
Am "Idioten-Hügel" versuchten sich noch alle Boarder, auf der "schwarzen Düne" dagegen wagten sich dann nur ein paar ganz Mutige noch runter, allerdings bäuchlings…
Nach einem beinahe verpassten Sonnenuntergang fuhren wir anschließend zur Oase zurück und befreiten uns im Pool vom Sand. Beim gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag ausklingen.
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Flug über die Linien
Wir erwachten heute um 06:30 Uhr und begannen unseren Tag beim Frühstück im Garten unserer Unterkunft in der Oasis Huacachina. Der Weg sollte uns heute nach Nasca führen mit dem Ziel, die Linien dort per Flugzeug aus der Vogelperspektive zu besichtigen.
Auf der Fahrt zum Flughafen besuchten wir eine Bodega wo der legendäre Piso-Schnaps hergestellt wird. Nach dem Degustieren um 10:00 Uhr morgens (!), fuhren wir beim Museum von Maria Reiche vorbei. Hier besichtigten wir die Wirkungsstätte der Deutschen und gewannen einen Einblick in deren Schaffen rund um die Nasca-Linien.
Dann war es endlich soweit. Wir trafen am Flughafen ein. Obwohl einige von uns etwas gelb im Gesicht waren und sich mit Reisetabletten vorbeugend betäuben mussten, verlief der Start in den kleinen Maschinen (3-4 Plätze) problemlos. Nach halbstündigem Flug über das ganze Nasca-Gebiet und einer sauberen Landung auf Mutter Erde, kehrte auch der Hunger wieder zurück. Nach einer anschließenden kleinen Siesta fanden wir schließlich unser heutiges Domizil, das Hotel "San Marcelo".
Bei einem Sprung in den Pool und unter Beobachtung des Sonnenunterganges, freuten wir uns alle auf das kommende Abendessen, die traditionelle "Pachamanca".
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Abschied des Pazifiks
Der Tag begann mit einem frischgepressten Papayasaft, der so milchhaltig war, dass der Löffel senkrecht stehen blieb.
Das was dann folgte, war weniger erfrischend. Zwölf freigelegte Mumiengräber mit je drei Mumien in Geburtsposition nach Osten blickend. Darunter auch Schamanen, wg. ihrer Haarpracht im Anblick Bob Marley gleichend.
Nach diesem Exkurs in prähistorische peruanische Kultur ging es auf der Panamericana Richtung Süden. Nach einer stundenlangen Fahrt entlang der ausgedehnten Wüstenküste gaben wir die Suche nach einer Oase schließlich auf und picknickten am palmenlosen Pazifikstrand. Einer von uns wagte sich sogar in die kalten Fluten.
Unsere Hoffnung, das heutige Etappenziel in der geplanten Zeit zu erreichen, wurde jäh enttäuscht als wir das Ende einer LKW-Kolonne erreichten, die für uns ohne jeden ersichtlichen Grund zum Stehen gekommen war.
Dann verließen wir den Pazifik für kurze Zeit und trafen kurz danach auf einen Bauernstreik am Tal von Ocoña, die ihre Rechte durchsetzen wollten. So mussten wir einige Stunden warten, bis wir weiter nach Corire fahren konnten.
Wir konnten wohl sogleich sagen, dass der Streik bereits seit dem frühen Morgen währte und für uns nach nur 1 1/2 Stunden Warten zu Ende war.
Kurz darauf wurde uns eröffnet, dass auch unsere Pläne für die folgenden Tage sich einem Streik würden beugen müssen. Der Zugang zum Colcatal war blockiert.
Die Flusskrebsschwänze, die uns am Abend in Corire erwarteten, haben uns nach dieser Nachricht nur noch halb so gut geschmeckt.
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Abweckslunsreicher und ueberraschender Tag
Nach den schlechten Nachrichten bezüglich des Streiks im Colcatal war uns nicht einmal unsere Nachtruhe im Hostal Willis, ein etwas spezielles Etablissement, vergönnt.
Direkt nebenan begann um 22.00 nachts ein lokales Open-Air Konzert. Die Gruppe war sich einig, dass es sich bei dem Konzert vielmehr um Krach als um Musik handelte, dessen Bässe bis 3 Uhr nachts durch unsere Oropax drangen.
Am Morgen begann nach der planmäßigen Besichtigung der Dinosaurier Fußstapfen und Petroglyphen unser Alternativprogramm:
Riverrafting auf dem Majes Fluss. Nach einer lachgerechten Einführung an den aus Holz geschnitzten Paddeln starteten wir unser Rafting-Erlebnis gleich an der schwersten Stelle des Flusses.
Dank unserer Navigationsexperten Rainer und Dirk meisterten wir alle Untiefen und Stromschnellen und stillten den Hunger anschließend bei einem Picknick.
Nemesio, unser Fahrer brachte uns schnell und sicher nach Arequipa, wo wir nach unserem Erlebnis im Hostal Willy der letzten Nacht wieder in Ruhe schlafen konnten.
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Die weisse Stadt
Nach einem ausgiebigen Ausschlafen labten wir uns an Luftbrötchen (wie kriegen die bloß die Luft in die Brötchen?) und frischgepresstem Arequipa-Papaya-Saft.
Was folgte war eine Guide- in Guide- in Guide Tour: Unsere Reiseleiterin Beatriz wurde unterstützt durch den lokalen Guide Viviana, die wiederum durch einen Kloster-Guide unterstützt wurde (sieben Reiseteilnehmer - drei Guides!)
Nach der Besichtigung des Santa Catalina Klosters machten wir noch eine relaxte Stadtführung. Natürlich sahen wir auch noch den lokalen Markt, wie Meerschschweinchen verpackt werden und wie getrocknete Fische aussehen.
Der Tag endete stilecht in unserem schweizer Starlokal "Zig Zag" bei Rindfleisch auf heißem Stein, und einem gepflegten Glas chilenischen Rotwein. OK, nicht ganz, denn wir spähten danach die Gepflogenheiten südamerikanischer Diskotheken aus. Cheers!
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Buero
Am dritten Tag in Arequipa besuchten wir im Rahmen des viSozial Projektes den Kindergarten in Santa Maria. Die ein - fünfjährigen Kinder waren anfangs sehr schüchtern, fanden aber schnell das Zutrauen zu uns "Fremden". Wir spielten Ball, trugen die Kinder auf dem Arm und wurden von der immer größer werdenden Anhänglichkeit völlig überrascht.
Unser Guide David erzählte uns, dass man mit nur 70 Euro pro Halbjahr eine Patenschaft für ein Kind übernehmen kann. Für uns verwöhnte Europäer sind solche Dimensionen kaum nachvollziehbar. Beim Abschied hatte manch einer von uns ein beklemmendes Gefühl.
Am Nachmittag wurde es sportlicher. Wir machten einen Ausflug zum Sogay Wasserfall. Beim Wasserfall angekommen (zu Fuß versteht sich!) verdrückten wir unsere mitgebrachten Lunch-Boxen und genossen die wunderschöne Atmosphäre bei einem tollen Sonnenuntergang und Geplätscher des Wasserfalles. Gegen Abend wanderten wir dem Sonnenuntergang entgegen und wurden danach wieder ins Hotel gebracht.
Das Abendessen fand im viventura Headquarter statt, einer stattlichen kleinen Villa, gesichert mit Waiter und Starkstromzäunen. Im Garten wurde gegrillt und getrunken und alle Teilnehmer hatten die Chance, das viventura-Team einmal persönlich kennenzulernen.
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Unser Flug nach Cusco
Heute ging unser Flug nach Cusco. Wir hatten erst Zeit zum Ausschlafen und danach gingen einige einkaufen.
Wilfer fuhr uns zum Flughafen von Arequipa. Unsere Ankunft und der Check-In liefen ohne Probleme und nach einer Weile ging unser Flug nach Cusco.
Den Nachmittag hatten wir frei und machten uns auf in die Stadt! Abends gingen wir ins Restaurant "A mi manera", wo wir sehr gutes Essen bekamen. Ok, es hatte zwar ein bisschen Verspätung aber trotzdem war es ein schöner Abend.
Einige von uns besuchten die Mamma Afrika. Zuerst war es ruhig aber nach ein paar Drinks ging´s los!!!
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Wir entdecken das Reich der Inka
Nach dem Frühstück zogen wir mit Celso, unserem lokalen Guide, zu Fuß durch die Stadt. Der Plaza de Armas durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Weitere Höhepunkte waren die Kathedrale, der 12- eckige Stein und die von den Inkas original erbauten, erdbebensicheren Mauern.
Ein Blick von der über der Stadt gelegenen alten Inka-Ruine "Saqsayhuaman" Sexy Woman entschädigte uns für den in dieser Höhe (3.400m) ungewohnten Aufstieg.
Nachmittags startete unser Alternativprogramm ins heilige Tal "Ollantaytambo". Die Terrassen der alten Inka-Festung und die reizvolle sowie abwechslungsreiche Umgebung animierten alle, die Fotoapparate heiß laufen zu lassen.
Auf einer Sonnenterrasse bei einem Kaffee genossen wie die letzten Sonnenstrahlen.
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Unser Alternatives Programm mit Celso!!
Um 4:45 Uhr war die Nacht vorbei. Wir begaben uns zum Bahnhof, wo wir zum ersten Mal einen südamerikanischen Zug besteigen konnten.
Beinahe im Schritttempo schlängelten wir uns den Berg hoch. Die Höchstgeschwindigkeit des Zuges wurde bei circa 30 km/h abgeri… Nach 3,5 Stunden erreichten wir unser Ziel Aguas Calientes.
Wir schmissen unser Gepäck in eine neuzeitliche Inka-Ruine (unser Hotel) und nahmen sogleich den Aufstieg auf den Putucusi in Angriff.
Celso, unser 54-jähriger "Bergführer", zeigte uns, was eine peruanische Lunge so leisten kann und zwang uns gnadenlos die 600 Höhenmeter hinauf, die zum Teil nur senkrecht mit Leitern zu überwinden waren. Der Aufstieg trieb uns an unser Konditionslimit, doch der Ausblick vom Gipfel des Machu Picchu entschädigte uns für die ……
Der Abstieg ging um einiges zügiger. Statt 1 Stunde und 45 Minuten benötigten wir dafür nur ca. 45 min. Eine weitere Stunde ging es entlang der Bahnlinien (inklusive zwei im Laufschritt zu durchquerende Tunnel) und wir kamen zu einem von Celso angekündigten tollen Restaurant, das sich leider als nicht so schön entpuppte. Unsere hungrigen Mägen bekamen leider nur Bananen. Nach einer kurzen Rast ging es weiter zu einem Wasserfall, der mitten im Dschungel war.
Dank eines Sprints auf dem Rückweg konnten wir den Zug erreichen, der uns zurück nach Aguas Calientes brachte und somit eine Stunde Rückweg ersparte.
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Phuyupatamarca Sayac
Noch nicht richtig wach ging es mit dem ersten Bus nach Machu Picchu… und da standen wir nun. Die größte und schönste Inkastadt lag uns zu Füßen.
Unser frühes Aufstehen wurde mit einem wunderschönen Sonnenaufgang bedient. Celso führte uns drei Stunden durch die Stadt und unterhielt uns mit seinen Sagen und Mythen rund um die Inkaruinen. Es amüsierte uns immer wieder wenn er sagte: "In meiner Muttersprache heißt Phuyupatamarca Sayacmarca Runkuracay!".
Zurückgekehrt nach Aguas Calientes erwartete uns Barbara mit einer Streiknachricht.
Unsere Zugfahrt von Cusco nach Juliaca war in Gefahr. Drei Stunden später gab es aber eine Entwarnung. Unsere Tour konnte wie geplant weiter laufen.
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Fast Streik
Nach einem kräftigen Frühstück mit Eiern und Speck ging´s zum Bahnhof von Cusco, wo um 8:00 Uhr unser Zug zum Titicacasee gehen sollte. Am Vortag hatten wir ja von Barbara erfahren, dass der Zug trotz angekündigten Streiks entlang der Bahnstrecke planmäßig fahren sollte. Und so startete die Andenbahn pünktlich gegen Süden in der gewohnten Zuckelgeschwindigkeit.
Nach je circa zwei Stunden wurde unser Blick jedoch jäh vom traumhaften Andenpanorama des Cusco-Tals auf eine streikende und die Bahnlinien blockierende Menschenmenge gelenkt.
Nach mehrstündiger Wartezeit unterstützte Rainer die Opposition, indem er aus dem Zug sprang und einem Kind, das die Straße von den Steinen befreite etwas Geld in die Hand drückte. Endlich ging es weiter! Nach einem kurzen Stopp auf einem 4319 Meter hohen Pass kamen wir schließlich um 19:00 Uhr in Juliaca an.
1,5 Stunden später erreichten wir nach 12,5 Stunden Fahrzeit das ca. 350 km entfernte Bauerndorf Chifron, wo schon ein leckeres Abendessen auf uns wartete.
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Chiflon, fast ohne Woerte
Als wir am Morgen in unseren exklusiven Lehmhütten erwachten, wurden wir von der atemberaubenden Landschaft und dem azurblauen Titicacasee überwältigt. Eine fantastische Aussicht bis zu der gegenüber liegenden, schneebedeckten Andenkette lag zu unseren Füßen.
Nach dem Frühstück wanderten wir unter der fachkundigen Führung unseres Gastgebers Emiliano bis zum Gipfel der Halbinsel Capachica (4.165 m). Auf der anderen Seite des Berges erwarteten uns bereits zwei Fischerboote zwecks Rücktransport nach Chifrón.
Nach gesetzten Segeln (acht zusammengenähte Reisesäcke) lief eines der beiden Boote langsam aber sicher voll Wasser und musste somit notlanden. Danach hatten wir einige Stunden Zeit, die Gegend zu erkunden oder einfach nur am Strand die Seele baumeln zu lassen.
Am Nachmittag besuchten uns die Kinder der umliegenden Dörfer, mit denen dann typisch deutsche Kinderspiele gespielt wurden. Das Strahlen in den Augen der Kinder war mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.
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Zu anderer Welt
Nach eiskalter Morgentoilette starteten wir ganz früh mit dem Bus in Richtung Uros-Inseln. In Ouno enterten wir ein Motorboot und fuhren ca. 20 min zu den bewohnten Schilfinseln raus. Wir aßen frisches Schilf und tourten rund um "unsere" Insel.
Wieder an Land ging’s weiter Richtung bolivianische Grenze. Leider war Freitag, der 13. und obendrein Markttag; kurzum das nackte Chaos.
Trotz des enormen Menschenauflaufs und dem unorganisierten Beamten verlief unsere Einreise problemlos. Der lokale Guide Omar schleuste uns aus dem Grenzort heraus und führte uns zu den Tiahuanacu-Ruinen. Mit stilsicherem Deutsch zeigte er uns ohne viel Ballst alles Sehenswerte.
Bei Sonnenuntergang erreichten wir La Paz, die größte Stadt Boliviens.
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Die gefährlichste Straße der Welt
Das erste (!) Frühstücksbuffet dieser Tour erwartete uns im 5. Stock unseres Hotels. Die gebunkerten Kalorien sollten uns für diesen Tag noch große Dienste leisten, denn die Bike-Downhill-Tour auf der gefährlichsten Straße der Welt stand auf dem Programm.
Auf 4650 m Höhe fassten wir unsere Ausrüstung und machten uns mit unserem Bike und den verschiedenen Gängen vertraut. Dann ging es los: 1/3 auf Asphalt und 2/3 auf brutaler Schotter-, Kies- und Lochstrecke. Die Biker stürzten sich in verschiedenen Tempo-Gruppen waghalsig ins Tal.
Mit Staubmasken versuchten einige Teilnehmer das Ziel und die Straße nicht aus den Augen (Nase) zu verlieren. Am Ziel auf ca. 1300 m und über 60 km zurückgelegter Strecke, konnten wir uns in einer Lodge von der 5 cm dicken Staubschicht befreien und den geschluckten Dreck mit einem Bier und Abendessen Richtung Magen befördern.
Die nächtliche Rückfahrt auf derselben Strecke gestaltete sich mehr als spektakulär. Ein entgegenkommender LKW drohte in die Tiefe zu stürzen und blockierte dadurch die Straße. Mit zweistündiger Verspätung erreichten wir wieder unser Hotel.
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Mit dem Bus und Zug nach Uyuni
Der heutige Tag stand zur freien Verfügung. Einige mieteten sich ein Taxi und erkundeten auf eigene Faust die Stadt. Andere bunkerten Lebensmittelvorräte für die kommenden Reisetage und wiederum andere mussten zu spüren bekommen, dass die Straßenkriminalität in La Paz kein Ammenmärchen ist.
Gerade rechtzeitig schafften es alle Teilnehmer zum Busbahnhof, wo unser Bus uns in ca. drei Stunden nach Oruro fuhr. Nach einem hastigen Fahrzeugwechsel auf die Bahn, ging es Richtung Uyuni-Wüste.
Wir wussten nicht, was schlimmer war: die siebenstündige Bahnfahrt bei eisiger Kälte oder der schlimme Mief in unserem Wagon.
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Auf dem Salzsee
Gegen 2.30 Uhr erreichten wir unser Hostal in Uyuni und sanken dankbar in die für uns reservierten Betten. Nach knappem Schlaf starteten wir zur lang ersehnten Jeep-Tour durch den Salar de Uyuni - sicherlich ein weiteres Natur-Highlight dieser Reise.
Fasziniert von der unendlichen weißen Weite der Salzwüste erreichten wir nach ungewöhnlich kurzer und unbeschwerter Zeit, gestärkt von Lamafleisch und den Impressionen der Inka-Oasis (einer kahlen Kakteen-Insel inmitten der Salzwüste) unser heutiges Etappenziel.
Ein Hostal mit dem Charme einer deutschen Jugendherberge mit getrennten Bettensälen. Beim Brummen des Stromaggregates genossen wir einen geselligen Abend.
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Wunderschöne Landschaft an einem kalten Tag
Ein weiteres Mal mussten wir mitten in der Nacht aus den Federn, um die vor uns liegende Wegstrecke innerhalb eines Tages zurücklegen zu können. Wegen der unvorstellbar ruckeligen Piste benötigten wir volle zwölf Stunden zur Erkundung der vielseitigen Hochland-Lagunen. Zum ersten Mal auf unserer Reise mussten wir erleben, was schlechtes Wetter bedeutet.
Heftiges Schneetreiben auf knapp 5000 m Höhe versperrte uns den Blick auf die Schönheiten der Natur. Nach Überquerung eines fast verwaisten Grenzpostens erreichten wir am späten Nachmittag San Pedro de Atacama in Chile. Jeder von uns genoss nach den entbehrungsreichen Tagen in Bolivien die heiße Dusche, das Abendessen am offenen Kamin und die weichen duftenden Betten.
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Valle de Luna am Tag und Abschiedsessen
Heute durften wir endlich ausschlafen. Leider bedeutete dies auch der Anfang vom Ende unserer Reise. Über das Tal des Todes und das Mondtal ging es durch die Atacama-Wüste in Richtung Calama, wo wir das letzte Hotel unserer Tour bezogen. Die verbleibende freie Zeit nutzte jeder ein wenig melancholisch auf seine Art + Weise.
Am Abend hieß es dann zum ersten Mal Abschied nehmen. Bei einem gemeinsamen Abendessen (gesponsert von viventura) und einem Abschluss-Cocktail im "Kaktus" mussten wir Barbara (Büroleiterin in Arequipa) ziehen lassen.
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Trauriger Abschied
…unser letzter Tag. Am Flughafen von Calama hieß es dann auch Abschied nehmen von Beatrice, unserer Reiseleiterin, die es sicher nicht immer leicht mit uns hatte…
In Santiago - de Chile angekommen, nutzten wir die Aufenthaltsdauer für eine Weinprobe im ältesten Weingut der Umgebung. Die Weinkenner unter uns waren etwas enttäuscht von der Art der Probe – nicht aber vom Wein (der hatte uns ja schon auf der gesamten Tour begleitet).
Zurück am Flughafen ging es auch gleich los in Richtung Heimat, wo uns die nächsten und letzten Abschiedsszenen erwarteten.