Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

09 Apr. 2005 • Lima

Unsere Gruppe
Das Gewinner-Duo!

Ausschlafen… juhu…

Nach ausgiebigem Frühstück, das allerdings auch nicht die "Schweizer/Deutsche-Qualitäts-Brot-Norm" erfüllt, machten wir uns auf zu einem kleinen Stadtrundgang mit der obligatorischen Besichtigung des "Plaza des Armas" inkl. zweier Kirchen, hundert Heiligen, tausend Totenschädeln… usw…

Nach einem kleinen Einkaufsbummel im Supermarkt ging es über die Pan Americana Richtung Pisco. Nach einem wirklich guten Mittagessen am Strand inkl. Volleyball-Match wo Michael und Patrik nach heroischem Kampf die zahlenmäßig überlegenen Damen der Schwyzer/Deutschen/Peruanischen-Elite-Auswahl niedergerungen haben… lalalalala

Leider musste Nicole den kleinen "Carlos-Domingo" am Strand zurücklassen… erste Flirt-Chance verpasst (o.k., o.k. er war "etwas" jung)…

Anschließend machten wir erste Erfahrungen mit dem peruanischen Verkehr… danke wir leben noch…

Kleiner Exkurs: Was sind die drei wichtigsten Bestandteile des peruanischen Autoverkehrs? Gute Hupe, gute Bremsen, Glück!!! Die Vorfahrts-/Überholregeln sind auch eher "Licht-abhängig"…

Lebend kamen wir in Pisco im schönen Hostal Posada Hispana an. Nach gutem Abendessen, Pisco Sour und diversen anderen Alcoholica ist übrigens dieser Tagebuch-Eintrag entstanden…..

10 Apr. 2005 • Pisco - Ica

Paracas Inseln
Beim Sonnenuntergang

Vögel, Sand und Pisco

Gleich früh morgens ging es zum ersten Highlight, den Ballestas-Inseln bei Paracas. Auf dem Schnellboot (unser Boot hat das Touri-Race gewonnen, dafür gegen zwei Vögel verloren) ging es zu den Inseln. Wir konnten uns Vögel und Seelöwen in Hülle und anschauen. Und Dank Füelle Rosenkranz kamen wir auch "ungedüngt" zurück.

Dann ging es zum "Conehead-Museum". Damals haben die Menschen die Köpfe ihrer Babys durch eine Extrem-Bandage a la Schraubstock verlängert. Warum ist diese Nation wohl untergegangen?

Anschließend ein erster Sandvorgeschmack. Über die Ruckelpiste ging es zur Kathedrale, einer Felsformation am Meer. Nach dem Mittagessen wurde es Zeit, endlich mal eine Pisco-Brennerei zu besichtigen. "Gestärkt" ging es zu unserem Tagesziel der "Oasis Huacachina". Dort verteilten wir uns auf zwei Pisten-Buggies , eine für Adrenalin-Junkies und ein Weicheierfahrzeug mit Frontscheibe und Dach.

Dafür hatte das "sicherere" Fahrzeug dann auch einen Kühlwasser-Platzer… (vertrauensbildende Maßnahme). Dadurch durften wir dann alle gemeinsam Heim fahren. Wobei die Freaks noch die Chance auf "Full-Speed-by-Night" hatten. Wow…

Mit Picso-Cola kann man den Tag ausklingen lassen…

11 Apr. 2005 • Nazca - Ica

Patrik beim Festejo-Tanz
Das haben wir geschafft!

Ich höre auf!

Nach gemütlichem Frühstück in unserer schönen Oase und kleinem Morgensport im Sandhügelerklimmen ging es Richtung Nazca zu den berühmten Linien, wo sich die Gelehrten heute noch streiten, ob es Außerirdische, religöse Symbole waren oder doch nur Touri-Nepp…

Nach einem Besuch im Maria-Reiche-Museum (dt. Auswanderin die mindestens 60 Jahre mit Steinrillenuntersuchungen zubrachte…) ging es zum Aussichtsturm um einen ersten Blick auf drei dieser Bilder zu werfen. Wobei die "Eidechse" von der wunderschönen Panamericana durchschnitten wird.

Nach der Inspektion der Flieger teilte sich die Gruppe in eine Swiss-Air und Lufthansa-Fraktion, sowie drei "Bodenständige"… Und immerhin wurden die in Nazca auf der Straße (vor der Bank) getauschten Scheine nach ausführlicher Prüfung auch im Supermarkt angenommen…

Und der Skilehrer (dem geneigten Leser eine bisher völlig unbekannte Person der größeren Rahmenhandlung) samt Ski-Hasis und Delphin ist auch wieder da (scheiß Insiderwitze…). (Nein, wir nehmen keine Drogen, noch nicht…). Beim abendlichen Kartenspiel mit Pisco-Cola (im peruanischen Untergrund auch als "Peru Libre" bekannt (ja Sandra, wir wurden vom Sindero noch nicht entführt…)) haben die Schweizer natürlich sang- und klanglos verloren… (andere Ansichten wurden als nicht realistisch eingeschätzt). Wobei der Schwyzer-Dialekt langsam auf die Reiseleitung übergreift (Icccch hoerae ufffff). Beim traditionellen Abendessen (Pachamanca) inkl. Folklore-Show-Einlage mit Beteiligung der Swiss-Air-Group ging der Tag zu Ende.

12 Apr. 2005 • Corire - Nazca

Prost!
Entlang der Panamerica

Panamericana

Nachdem die meisten ihr Frühstück genossen hatten (ja es gibt erste Opfer an der Magen-Darm-Front, aber zusehen macht ja auch Spaß) ging es los zu einem etwas "anderen" Nazca-Friedhof.

Auf dem Friedhof (der leider größten Teils Grabräubern zum Opfer gefallen ist) haben die Nazca ihre Toten, in "Steingruften" in Tücher eingewickelt, bestattet. Da es hier eigentlich nie regnet, sind die Mumien teils beeindruckend erhalten… vor allem Bob Marleys Vorfahren…

Danach ging es auf die Panamericana, neun Stunden Autofahren, da freut man sich doch ;-) Dafür bekamen wir aber auch eine Landschaft zu sehen die man eher in Mexiko oder Afrika erwartet hätte. Endlose Wüste, kleine armselige Dörfer, grüne Täler umgeben von endloser Wüste…

Nach dem Mittagessen (an alle Sandalenträger: nehmt euch vor den Stufen in Acht) machten wir einen Zwischenstopp an der Bus- und Lastwagenfahrerkapelle. Gottes Beistand hat man auf diesen Straßen und dem südamerikanischen Fahrtemperament auch bitter nötig.

Abends kamen wir totmüde in Corire an und gingen noch Fluss-Krebse essen (abgesehen von den Imodium-Jüngern….. die labten sich am köstlichen Reis, der hier heimischen Küche…).

13 Apr. 2005 • Corire - Cabanaconde

Ein Vicuña
Picknick

Schotterpiste Olé

Nach dem Frühstück ging es zu den Petroglyphen. Die Besichtigung der "Hühnchenfüße" haben wir nach extrem knapper Mehrheitsentscheidung (7:1) ausfallen lassen…(ohne Namen zu nennen, Frank war nicht bei den sieben dabei…)

Bei den Petroglyphen (alte Steinzeichnungen) verweigerte die Reiseleitung bei einer Zeichnung von zwei Lamas in eindeutiger Position die Übersetzung… (die wussten schon damals Bescheid ;-)) Durch eine völlig andere Landschaft als gestern ging es zu unserem Tagesziel Cabanaconde.

Wir haben heute die Panamericana und den geteerten Comfort verlassen und sind auf dem Weg ins Landesinnere. Die Wüste wird nun von einer Kakteen-Landschaft abgelöst. Das Mittagessen auf einer tollen Hochebene wurde heute von unseren peruanischen Begleitern Raphael (unser Fahrer), Ximena und Elsa zubereitet. Mmmmh….

Abends kamen wir im kleinen Dorf Cabanaconde (3600m hoch) an. Bei einigen macht sich bereits die Höhe bemerkbar. Zum Glück gab es zur Begrüßung leckeren Coca-Tee.

Zum Abendessen (mit Rambo-Film im Hintergrund) gab es (für die die es genießen konnten) leckeres Alpaca-Fleisch und gigantische Pfannkuchen zum Nachtisch.

14 Apr. 2005 • Arequipa - Cabanaconde

Chivay Markt
Bei den Thermalquellen

Colca - Tal und Kondore

"Optimal" kamen wir am Cruz del Condor an um die riesigen Vögel bei ihrem morgendlichen Aufstieg aus dem Tal beobachten zu können. Es war noch genug Zeit für ausgiebiges Shopping am dort vorhandenen Alpaca-Pulli-Handschuhe-Mützen-Markt ("Mister, Mister, look here…"). Leider haben uns die avisierten Bikes auch nach längerem Warten nicht erreicht…. so ging es weiter Richtung Chivay hinein ins wunderschöne Colca-Tal.

Dieses Tal war bis vor 35 Jahren nahezu von der Außenwelt abgeschnitten. Die tiefen Schluchten und die Terassen-Felder bieten ein beeindruckendes Bild. A propos Bild, heute wurden bisher wohl die meisten Filme verknipst…

In Chivay hatten wir Gelegenheit, ein Bad in den heißen Quellen zu genießen um danach den Kreislauf mit einem ausgiebigen Buffet wieder auf Vordermann zu bringen…

Heute haben wir auch eine Menge über Alpacas, Lamas und Vicuñas gelernt. Auf dem Weg von Chivay nach Arequipa passierten wir auch unseren höchsten Punkt der Reise: 4910m. Da wird die Luft langsam dünn… und man fühlt sich nach wenigen Metern wie nach einem Marathon. Begleitet von einem traumhaften Sonnenuntergang kommen wir in Arequipa an und können doch noch unser Hostal im Zentrum beziehen…