Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

05 Apr. 2005 • Cusco - Lima

Willkommen in Peru
Wilkomen in Peru
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Ein 14 - Stunden Flug

Endlich alle in Südamerika :-)

Nach 14 Stunden Flug sind wir alle gut angekommen. Unsere Gruppe besteht aus 15 Personen, 13 Deutschen und zwei Österreichern.

Gemeinsam haben wir eine Stadtrundfahrt in Santiago de Chile gemacht: wir haben die Kathedrale und das Bankenviertel gesehen und vom Stadthügel aus konnte man über ganz Santiago de Chile blicken. Nach ausgiebigem "Beine vertreten" wurden wir pünktlich am Flughafen abgeliefert.

06 Apr. 2005 • Pisco - Lima

Erstes Picknick am Strand
Die ganze Gruppe am Plaza de Armas
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Das ganze Gruppe am Plaza de Armas

Erster Tag in Peru

Nach dem Frühstück hetzten wir zum Plaza de Armas, wo wir die Kathedrale besichtigten, in der der Kopf und der Körper von Pizarro in zwei Kisten getrennt voneinander liegen. Danach gings vorbei am Regierungspalast zum Franziskuskloster, wo wir eine alte Bibliothek und noch ältere Knochen bestaunten.

Es ging dann direkt zum nächsten Supermarkt (Getränke kaufen) und rauf auf die Panamericana zum Strand. Wir picknickten hier und konnten unsere Füße in den Pazifik "hängen". Manche machten es sich auf Liegestühlen in der Sonne bequem. Nicht jedem aber gelang dies, wie zum Beispiel Brigitte, die mit samt ihrem Liegestuhl zusammenbrach.

Wir übernachteten in einem total gemütlichen kleinen Hotel. Bevor wir allerdings erschöpft in die Betten fielen legte Michael mit einer unserer hübschen Kellnerinnen zu peruanischer Folklore eine Flotte Sohle auf's Parkett.

07 Apr. 2005 • Huacachina - Pisco

Meer und vieeeel Sand!
Eine tolle Fahrt in den Dünen

Ein erlebnisreicher Tag

Zu früh mussten wir aus den Federn, um einen sehr erlebnisreichen Tag zu beginnen. Zwei Stunden zu den Islas Ballestas um Kormorane und Seelöwen zu beobachten.

Natürlich wären wir nicht wir, wenn uns nicht irgendetwas passiert: Der Sprit war leeeeer. Zum Glück fand sich ein zufällig vorbeifahrendes Bötchen, das uns ächtzend abschleppte.

Endlich zurück am Strand führte unser Weg zum Paracas Nationalpark, mit den Paracas Mumien, Felsen, Meer und vieeeel Sand.

MITTAGESSEN!!!!! FISCH FISCH FISCH

Als Nachtisch gab es Pisco, den wir in der Brennerei, in der er hergestellt wird, kosten durften.

Derartig gestärkt fuhren wir in die Nähe von Ica um die Buggie-Tour durch die Dünen zu machen. Pepe (einer unserer Busfahrer) bekam Kopfweh von Brigittes's schreiendem Gelächter und musste nach der Wahnsinnsfahrt erst mal eine Kopfwehtablette nehmen.

08 Apr. 2005 • Nazca - Ica

Pachamanca Essen
Ein einmaliger Flug

Wüste, Gebirge und ein einmaliger Flug

Etwas später am Morgen (juhu mehr Schlaf) verließen wir die wunderschöne Oase Huacachina. Auf gings entlang der Panamericana Richtung Süden durchs Gebirge, wo kein Baum, kein Strauch, nicht einmal ein Grashalm wuchs. Allerdings eine großartige Landschaft, die auf jeden Schmuck verzichtet, nur aus Linien, Formen und Farben besteht - Wüste und Gebirge faszinierend…

Dann sahen wir uns eine Grüne-Kakteen-Plantage an. Auf den Kakteen lebt eine Laus, die zur Produktion eines roten Farbstoffes dient, der in der Kosmetik (Lippenstift) und für Campari seine Verwendung findet.

Weiter gings vorbei durch Orangen-Plantagen zum Maria Reiche Museeum, das uns einige sehr interessante Informationen über die Geoglyphen von Nazca vermittelte.

Dann waren doch alle sehr gespannt auf den Flug, der diese zahllosen Linien und Steinfurchen erst sichtbar machte. Die Zeichnungen erstrecken sich über rund 700 Quadratkilometer.

Der Rundflug bot einen satten, atemberaubenden Blick über einen Teil dieser Gegend. Einige von uns waren sichtlich froh darüber, dass der Flug nach 30 Minuten sein Ende fand… Vermutlich hatte es aber schon seinen Grund warum es an diesem Tag kein Mittagessen gab.

Um so mehr freuten sich alle auf das traditionelle Essen Pachamanca, das in einem Erdofen zubereitet wird.

09 Apr. 2005 • Corire - Nazca

Am Chauchillas-Friedhof
Ein letztes Mal am Strand

Mumien, Wüste und Flussschrimps

Wieder, oder ist es etwa doch das erste Mal, gings noch vor (!) dem Sonnenaufgang los…

Aber es war gut so, denn die Sonne brannte schon um 8 Uhr heiß vom Himmel, während wir die Gräber der Nazca Kultur besuchten. Beeindruckt betrachteten wir die in Fötenhaltung mit Textilien verpackten Mumien. Viele davon wurden durch Grabräuber zerstört, so, dass Köpfe und auch Gliedmaßen zu sehen waren. Auch Kinder-Mumien waren dabei.

Danach begann eine laaaaange Busfahrt, die uns allerdings durch eine atemberaubende Landschaft führte.

Entlang der wild zerklüfteten Küstenregion und endlos erscheinenden Stränden mit tiefgrünen Wellen. An einem dieser Strände hielten wir an, um zu picknicken - lecker!!! - keiner wagte sich danach komplett ins Wasser. Was aber nicht heißen soll, dass nicht einige trotzdem baden gingen - zwincker-gell-Nicki!!!

Weitere fünf Stunden, die durch einen kurzen Oliven-Test-Essen - Stopp unterbrochen wurden, verbrachten wir im Bus. Die Strecke führte durch die Berge, über eine Hochebene zurück ins Tal, wo wir leckere Flussschrimps zu Abend aßen. Ungewöhnlich war allerdings der Ort der Zubereitung des Essens. Denn die "Küche" war eigentlich eine Garage in der zwei VW-Käfer neben dem Gasherd parkten… lediglich das Garagentor vermissten wir. Müde kamen wir gegen 21.30 Uhr im Hostal an.

10 Apr. 2005 • Corire - Cabanaconde

Gibt es einen Platz im Bus für uns?
Edith mit einem lieben Esel

Der erste Tag in der Höhe!!!

Es war wieder Mal früher als der Hahn kräht… Wir versuchten noch vor der großen Hitze zu den Petroglyphen in der Nähe von Corire zu kommen, schafften es jedoch nicht zu entkommen: Gefühlte Temperatur gegen 8.30 Uhr 39 Grad…

Einige konnten gar nicht genug bekommen und wanderten noch eine Stunde durch die Steinwüste zu einer Quelle, die bei den Einheimischen zur Fruchtbarkeit dienen soll (das Ergebins werden wir gespannt erwarten…)

Nach ein paar wenigen Metern auf Asphalt begann ein siebenstündiges Schaukeln auf Schotterpiste. Der Rundflug über Nazca war harmlos dagegen. Die Folge davon war unsere "wohlriechende" überlaufende Bordtoilette im Bus, die sich allerdings erst nach unserem leckeren Picknick bemerkbar machte. Dieses fand auf 4000m statt. Die Höhe und der damit verbundene niedrige Druck lösten bei manchen so einiges aus, auf das wir hier nicht näher eingehen möchten. Tipp für die nachfolgende Reisegruppe: Gasmaske mitnehmen!

Minütlich änderte sich die Landschaft. Kakteenfelder, saftig grüne Terrassen, Felder, Eukalyptusbäume und wilde Vicuñas strapazierten unsere Fotoakkus.

Das Highlight des Tages war jedoch Pepe unser Fahrer: Während eines Stopps riss er die Fahrertür auf und sprang mit einem Satz auf einen daneben stehenden Esel. Es bleibt die Frage wer überraschter war, der Esel oder wir… Wir konnten sein Verhalten nicht erklären. Ob es an der Inkacola lag????

Es war schon dunkel, als wir beim ersten Regen unserer Tour (lediglich ein Andengewitter), die Unterkunft in Cabanaconde erreichten.

Höhepunkt des Tages: Es gab heiße und funktionerende Duschen, die einige sehnsüchtig erwarteten.

Zum Abendessen gabs Knoblauch mit Alpaca… und einen Drink aus Cocablättern, Rum und Oragensaft.

11 Apr. 2005 • Arequipa - Cabanaconde

Ein entspannendes Bad
Nicole, Edith und Brigitte

Kondore und wunderschöne Landschaft

Gleich nach dem Frühstück ging`s los zum Cruz del Condor um die Könige der Lüfte zu bewundern. Wir hatten Glück, denn die Kondore waren gnädig mit uns und fingen schon ab 8 Uhr an zu fliegen.

Am Cruz del Condor ist der Colca Canyon ca. 1200 m tief und die riesigen Vögel nutzen dort die Thermik um hoch und höher aufzusteigen. Manche kamen sogar ganz nah.

Viele peruanischen Frauen aus den umliegenden Dörfern waren dort in ihrer Landestracht um Handwerkskunst zu verkaufen. Einige aus unserer Gruppe deckten sich mit kunstvoll bearbeiteten knallbunten Stoffen ein.

Anschließend fuhren wir auf unserer inzwischen heiß geliebten "Schotterpiste" entlang des Colca Canyon und vorbei an den von spanischen Eroberern gegründeten Dörfen nach Chivay.

Dort entspannten wir uns ersteinmal in den heißen Thermalquellen.

Bevor wir Schwimmhäute bildeten machten wir uns auf zum Mittagsbuffet. Nach einem kurzen Stadtrundgang ging es zurück auf die Holperstrecke.

Langsam quälte sich der Bus zum Mirador de los Andes auf über 4800 m Höhe. Dort bauten wir Apachetas (kleine Steinmännchen) um den Beistand der Götter der Berge zu erflehen. Nicht jeder wurde erhört, denn einige hatten wegen der Höhe an Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit zu leiden. Die Schlaglochgespickte Abfahrt machte dies nicht besser.

Begleitet von einem wunderschönen Sonnenuntergang erreichten wir am Abend Arequipa, wo wir eineinhalb Tage Quartier beziehen.

ENDLICH AUSSCHLAFEN!!!

12 Apr. 2005 • Arequipa

Süß!
Salud!

Arequipa, die weiße Stadt Perus

Endlich auschlafen…!! Obwohl einige schon gegen 6 Uhr von einem autobahnähnlichen Verkehrslärm geweckt wurden.

Um 10 Uhr fuhren wir mit David in die Außenbezirke von Arequipa, eine der ärmsten Gegenden der Stadt. Die Arbeitlosigkeit liegt bei 95 Prozent: Wir besuchten ein von viventura gegründetes Sozialprojekt, eine Schule. Freudig strahlend empfingen uns die Kinder als wir aus unseren Bussen stiegen. Edith, Uwe und Manfred hatten sofort neue kleine Freunde gefunden. Wir besuchten die einzelnen Klassen, in denen uns die Kinder Lieder vorsangen. Dafür schenkten wir ihnen Mandarinen. Natürlich blieb es nicht aus, dass auch wir singen mussten (peinlich, es langte lediglich zu einem "kleinen Hänschen"). Trotz unserer kläglichen Sangeskünste bekamen wir Applaus.

Die strahlenden Augen der Kinder beschämten uns, sie freuten sich über das wenige was wir ihnen mitbrachten so herzlich. Mit 70 Euro kann man ein Kind ein halbes Jahr schulisch komplett versorgen (Schreibzeug, Essen, Spielsachen). Wenn man bedenkt, dass man dies an einem Abend , den man in Deutschland ausgeht "verprasst" und hier ein Kind mit so wenig Geld versorgen kann, kommt man schon sehr zum Nachdenken.

Zusätzlich unterstützt viventura mehrere Kindergärten und eine Armenküche, die wir auch besuchten. Dort gibt es auch eine "Klinik", die trotz der niedrigen Preise von den Einheimischen kaum in Anspruch genommen werden kann. Eine komplette Untersuchung kostet 3 Sol (0.75 Euro) und dies ist zu teuer für die dort lebenden Menschen…

Während sich der Großteil des Gruppe beim Besuch der Sozialprojekte befand, machten sich drei Ausreißer auf den Weg, um Arequipa auf eigene Faust zu erkunden. Dabei standen neben dem Besuch der umliegenden Straßen des Plaza de Armas auch einige Besorgungen für einige der restlichen Gruppe auf dem Programm, ehe man sich wieder gemeinsam im Hotel einfand.

Nachmittags besichtigten alle wieder vereint das Kloster, die Kathedrale, die Iglesia de la Compañia und den Plaza de Armas. Kultur pur… in Begleitung von Viviana…

Am Abend waren wir vom viventura-Tam in deren Haus zum Grillen eingeladen. Dort hatten wir die Ehre das viventura-Lied komponiert von Ricardo als erste hören und auch singen zu dürfen.

Wir wurden herzlich empfangen. Man spürte sofort, dass sich alle hier super verstehen und dem ganzen Team die Arbeit Spaß macht. Was natürlich auch dazu beiträgt, dass wir (zumindest bis zum heutigen Tag) so eine gelungene Tour erleben durften.

So nun aber schnell zu David ins "El Toro", um einen oder zwei, vielleicht auch mehr Pisco Sour trinken.

13 Apr. 2005 • Cuzco - Arequipa

Guten Appetit Helmut!
Bitte nicht so laut...!

Cuzco, die Inka Stadt

Heute gingen wir zum "Frühschoppen". Zum Leidwesen der Mädels öffneten die Geschäfte jedoch erst um 10 Uhr und bereits gegen Mittag war schon wieder Treffpunkt im Hotel. Hinter vorgehaltener Hand munkelte man aber auch über kaufwütige männliche Wesen.

Mittags gings mit dem Flugzeug nach Cuzco. Der Flug dauerte eine halbe Stunde. Diese Zeit reichte jedoch aus, dass eine von uns eine ähnlich grüne Gesichtfarbe, wie sie die Andenhänge hier haben, annahm.

Cusco ist eine lebendige und geschichtsträchtige Stadt, die wir die nächsten Tage erkunden werden. Allein schon ein kleiner Spaziergang über die Plaza de Armas ist überwältigend. In der wohl schönsten Stadt unserer Reise fühlt man sich auf Anhieb heimisch. Ein Highliht ist es, in den vielen Cafes um dem Platz zu sitzen. Sie befinden sich alle im 1. Stock und man kann vom Balkon aus die Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Berge genießen. Ganz anders, und doch genauso schön ist es während und nach dem Sonnenuntergang.

Gisele, unsere Reisebegleiterin, führte uns zum Abendessen in die ehemalige Münzprägerei. Helmut wurde durch die Bestellung des Essens zum "Held des Tages " - er aß Meerschweinchen. Allerdings blickte er etwas hilflos, als das Tier am Stück vor ihm auf dem Teller lag.

Ein hilfsbereiter Kellner zerlegte es in seine "Einzelteile". Der Geschmack war relativ salzig, na ja vielleicht wurde es ja von einem "verliebten Koch " zubereitet.

14 Apr. 2005 • Cuzco - Pisac

Bei den Pisac Ruinen
An den Pisac Ruinen
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An den Pisac Ruinen

Ein Gedicht für Cuzco

Heute gabs kein festes Programm und schon war die Gruppe nicht mehr z'samm!

Während die einen noch tief und fest schliefen die anderen schon zum Hauptplatz liefen.

Mit dem Bus gings von dort zunächst einmal zu den Inkas nach Pisac ins Heilige Tal.

Bei einem Stop kamen wir an die erste Inka Stätte wenn der Aufstieg nur nicht so viel Treppen hätte!

Nach 30 Minuten keuchen und schnaufen standen wir vor dem ersten Trümmerhaufen

Unser Guide Carlos, der Mann aus den Anden, erzählte uns viel, doch wir haben`s kaum verstanden.

Den ganzen Weg wieder zurück zu Fuß wir ersehnten uns alle die Fahrt mit dem Bus.

Nach einer ausgiebigen Essensration ging`s nach Ollantaytambo, die nächste Station.

Dort erzählte Carlos die nächste Geschicht` von einem Stein der aussieht, wie ein Gesicht.

Schon bereits zu fortgeschrittener Stunde gings nach Chincheros weiter die Runde.

Hier konnte uns Carlos nach Treppensteigen wieder einen Markt und eine Kirche zeigen.

Am späten Abend trafen wir in Cusco ein und kehrten gleich bei unserem Franzosen ein.

Der andere Teil der Gruppe ging in Museen um sich dort Kultur und Geschichte anzusehen.

Birgit ist den halben Tag auf dem Hauptplatz gewesen um dort endlich mal ihr Buch zu lesen.

Sie hatte sich liegend auf der Parkbank entspannt und sich dabei das ganze Gesicht verbrannt.

Um dem plötzlichen Platzregen zu entgehen haben wir uns noch ein Museun angesehen.

Unser kleiner Shopping - Haufen ging abends noch zum "Pisco- Saufen".

Der Trennungsschmerz war heute morgen groß denn für sechs Leute ging der 4-Tage-Inkatrail los.

TAG 1 INKA TRAIL: Teilnehemer: Grit, Jörg, Manfred, Michael, Conni und Dirk

Um 9 Uhr wurden wir von unserem Guide Cesar vom Hotel abgeholt. Nach ca. 2 1/2 Stunden Busfahrt und Zwischenstopp für die Nahrungsbeschaffung erreichten wir unseren Startpunkt.

Nach dem Abgleich unserer Daten und Passkontrolle starteten wir um 10 Uhr. Unser erstes Camp war ca. 15 km entfernt. Auf halber Strecke machten wir Mittagspause. Unsere Träger (7 Mann) haben für uns gekocht. Mit vollem Magen und unter glühender Hitze, es gab keinen Schatten, erreichten wir ziemlich erschöpft unser Camp.

Nach dem 17 Uhr Tee und Abendessen krochen wir todmüde in unsere Schlafsäcke.

2600m - 3000m --> 15 km

15 Apr. 2005 • Cuzco - Machu Picchu

Noch mehr Treppen?
Wir haben es geschafft!
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Wir haben es geschafft!

Die ganze Gruppe auf dem Inkatrail.

Während sich die Anderen schon zwei Tage quälten, kann der Rest uns von jetzt auch vom Inkatrail erzählen.

Bereits am Vorabend in Cuzco Stadt fand die Einweisung für diese statt.

Im Hotel schockte uns Ananie, unser Reise-Guide als sie uns mitteilte die Aufstehzeit.

Pünktlich um 4.30 Uhr läutete das Telefon ich kann euch sagen, unmenschlich ist das schon!

Nach dem Frühstück gings ab wie im Flug mit dem Bus zum Bahnhof und weg mit dem Zug.

Im Zick-Zack gings über die Dächer der Stadt von denen man einen herrlichen Ausblick auf Cuzco hat.

Zunächst verlief alles ganz unspektakulär, wenn nicht mitten auf den Gleisen eine Kuh gewesen wär.

Obwohl der Lokführer wie wahnsinnig getutet hat half auch die Vollbremsung nicht, das Tier ist platt.

Nach vier Stunden Zugfahrt erreichten wir den Ausgangpunkt der Tour bei KM 104.

Kaum hatten wir den Kontrollpunkt passiert wurde zur 1. Etappe los marschiert.

Am Wiñaywayna war die erste Station der Großteil von uns pustete schon.

Während so manchen die Puste verließ unsere Gisele sich als Berggemse erwies.

Von hier ging es weiter, berauf, bergab trotz der Strapazen machte keiner schlapp.

Nach über sechs Stunden, wir waren auf Laufen geeicht hatten wir das Sonnentor endlich erreicht.

Und die Belohnung für das lange Gehen: wir konnten den Machu Picchu in der Sonne sehen.

Schnell wurden alle Kameras gezückt und unentwegt der Auslöser gedrückt.

Nach kurzer Rast und allgemeinem Staunen ging plötzlich durch die Menge ein Raunen.

Der Grund hierfür war schnell geklärt weil in gut einer Stunde der letzte Bus abfährt.

Über zahllose Serpentinen gings am Ende hinunter ins Tal nach Aguas Calientes.

Dort angekommen gab`s noch Abendessen und die Strapazen waren schnell vergessen.

Trotzdem hatte jeder das eine im Sinn bring mich ins Bett weil ich so "alle " bin!

Trotz des grandiosen Tagesablauf gab`s am Abend noch das I-Tüpfelchen drauf.

Das bislang wohl beste Hotel unserer Tour hatte angenehme Betten und Warmwasser pur.

Und auch unsere Nachtstreunerin Gisele fand heut den Weg in die Kiste recht schnell!!

TAG 2 INCA TRAIL:

5.30 Uhr Weckzeit, Frühstück, Gepäck zusammen packen und Aufbruch um 7 Uhr. Heute haben wir unseren angstregendsten Tag vor uns.

Von 3000m geht es über den Pass von 4200m hoch ins Camp 2. Wir haben uns auf ein gleichmäßig langsames Tempo mit vielen kleinen Pausen eingestellt, die Luft hier oben ist doch ganz schön dünn. Wir erreichten um 12 Uhr den Pass.

Ab hier geht es nur noch abwärts. Als wir nach 1 1/2 Stunden das Camp erreichten, waren die Träger schon da und haben die Zelte aufgebaut und das Mittagessen hergerichtet.

Den Rest des Tages brauchen wir für die Regeneration.

3000 m - 4200m - 3600m --> 8 km.

16 Apr. 2005 • Cuzco - Cusco

Bummel in Cuzco-Stadt
Gisele mit den Schweinchen!

Bummel in der Stadt - 3. Tag Inkatrail

Da wir heute nicht viel (Stadtrundgang und Faulenzen) gemacht haben, wollen wir diesen Tagebucheintrag unserer "kleinen" Reisebegleiterin Gisele widmen:

Gisele ist 23 Jahre alt, sie ist ca. 1.65m groß und wiegt gerade mal 44kg. Aber Power hat sie! Unser bisheriger Reiseverlauf gestaltete sich völlig problemlos, was nicht zuletzt ihr zu verdanken ist.

Gisele sorgt dafür, dass die vorgebuchten Zimmer gerecht verteilt werden. Sie organisiert die Restaurants, in denen wir essen. In einigen wird meist einheimische Musik (live) dargeboten…, was allerdings manchmal auch jede Unterhaltung unmöglich macht.

Sie steht jederzeit bereit, wenn wir einen Dolmetscher brauchen oder sonstige Probleme anstehen. Sie gibt jederzeit gute Tipps für Einkäufe und Sightseeing.

Übrigens sind wir Gisele's erste eigene Tour, zuvor war sie lediglich bei zwei Touren als 2. Begleitperson dabei: Respekt Gisele - Du machst das Super!

Gisele macht auf der gesamten Tour Fotos von uns. Allerdings würden wir uns wünschen, dass sie mit besserem Material ausgestattet wäre, denn die Kamera streikte oft. Bei Gruppenfotos wurde Gisele mit (fast) sämtlichen Kameras der Gruppe "behängt". Bereitwillig schoss sie damit für uns Fotos - sie sah aus wie ein japanisches Reporterteam. Dank dir Gisele!

TAG 3 INCA TRAIL

Diese Nacht war ziemlich kurz, denn ein Gewitter riss uns aus dem Schlaf. Leider hörte dieses nicht auf, so dass wir uns in Regenbekleidung um 6.30 Uhr auf den Weg machten.

Nach etlichen Aufs und Abs erreichten wir unseren letzten Pass, wie immer war unsere Begleitmannschaft schon da und wartete mit Mittagessen.

Von hier oben konnte man das Ziel schon sehen. Tief unten fließt der Urubamba-River und Machu Picchu war in greifbarer Nähe.

Vor uns lag aber noch eine besondere Herausforderung, 1000 Höhenmeter Abstieg auf nassen Steinstufen.

Im Camp angekommen verfluchten wir jede Treppe, aber einen Abstecher nach Wiñay Wayna ließen wir uns nicht entgehen. Hier im Camp können wir uns nach zwei Tagen endlich einmal duschen.

3600m-4000m-3600m-2700m --> 18 km.

17 Apr. 2005 • Aguas Calientes - Machu Picchu

Das Gesicht des Inkas
das Gesicht des Inkas
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An den Macchu Picchu Ruinen

Die Inka Stadt Machu Picchu

Machu Picchu war heute unser Ziel, unsere Führerin Anani erzählte darüber viel.

Steil hoch gings die Serpentinen mit dem Bus - es heißt ja nicht, dass man von Aguas Calientes hoch laufen muss.

Am Kontrollpunkt haben wir es schon gerochen, die Vier - Tage-Trailer kamen auf allen Vieren angekrochen.

Es gab ein großes Hallo und Juchee Wir waren wieder vereint, das war "schee".

Erst ging es hoch zum "Wirtschaftshaus" die vielen Treppen machten uns heute gar nichts mehr aus.

Der Hochnebel des Dschungels lag über der Stadt Doch durch die Sonne er sich schnell verzogen hat.

Noch einmal das Panorama von oben sehen bevor wir zu den Ruinen runter gehen.

Neben den Tempeln der Erde und der Sonne sahen wir noch den des Mondes und der Luft, welch eine Wonne.

Zur freien Verfügung hatten wir nun drei Stunden Zeit, dennoch kamen manche von uns nicht weit.

Es wurden Chinchillas und Lamas fotografiert und Rosi wurde sogar von einem berührt.

Schnell wieder runter ins Dorf um es anzusehen denn bald schon mussten wir wieder gehen.

Zurück nach Cuzco mit Zug und Bus durchs Heilige Tal, dort angekommen noch ein ausgiebiges Mahl.

TAG 4 INCA TRAIL:
Heute hieß es früh Aufstehen. Um 4 Uhr wecken, frühstücken und Aufbruch im Dunkeln um 5 Uhr. Hier verließen uns unsere Träger, sie müssen sich beeilen denn um 6 Uhr fuhr ihr Zug. Kurze Zeit später standen wir mit anderen in einer Schlange und warteten auf die Öffnung des Checkpoint. Von hier ist es nur noch eine Stunde bis zum Sonnentor und man sieht auf den Machu Picchu hinunter.

Am Eingangstor gaben wir unsere Rücksäcke ab und es begann eine zweistündige Tour durch die Ruinen. Hier trafen wir auch auf den Rest der Gruppe. Am späten Nachmittag fuhren wir gemeinsam nach Cuzco.

2700m MacchuPicchu ---> 6km.

18 Apr. 2005 • Cuzco - Capachica

Sacsayhuaman
4300 m hoch !

Entlang des Altiplano

Mit einer Stadtrundfahrt begann unser Tag. Zunächst ging es mit dem Taxi nach Sacsayhuaman. Wir wurden vom Vier-Tages-Trail Guide Cesar, der überraschend frisch und ausgeruht aussah, begleitet.

Er als Anthropologe konnte uns viel erzählen. Das alte Cuzco ist von der Luft aus betrachtet in Form eines Pumas angelegt worden. Davon bildet die Ruine, die wir besuchten, den Kopf. Wir hatten nicht viel Zeit, denn es ging weiter zum Sonnentempel und der Kathedrale von Cuzco.

Gegen Mittag verließen wir die Stadt, die uns so gut gefiel. Wir fuhren entlang des Urubamba Flusses hinauf zum Altiplano (4335m hoch). Dann ging es über das Hochplateau entlang an einer wunderschönen Landschaft mit teilweise schneebedeckten Bergen und unzähligen Alpakas. Wieder einmal konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang genießen, denn wir fuhren in die Nacht hinein Richtung Titicacasee.

Dabei passierten wir Juliaca, eine "Handelsstadt", die in den letzen Jahren unkontrolliert gewachsen ist, so dass sie bereits größer als die Hauptstadt des Departamento (Puno) ist.

Der Staub der unbefestigen Straße nahm dem Busfahrer fast die Sicht. Kurz nach Juliaca bogen wir ab auf eine Schotterpiste (mal wieder). Nach 35 Minuten, die uns vorkamen wie vier Stunden (schaukel) kamen wir hungrig in Chifron an.

Drei Esel, der Präsident des Dorfes und zwei weitere Einwohner erwarteten uns schon im Taschenlampenlicht, denn es gibt hier keinen Strom und kein fließendes Wasser. Im fahlen Mondlicht erklommen wir den Berg zu der Siedlung in der wir übernachten sollten. In der Gemeinschaftshütte bekamen wir ein 3-Gänge Menü(!). Danach wurden uns unsere Lehmhütten mit Strohbetten, samt Kerzenlicht zugeteilt. Immer zwei Personen in einer Hütte, mit außenliegendem Plumpsklo.

19 Apr. 2005 • Capachica

Am Titicacasee
Emiliano, seine Frau, Carmen, Anita und die Kids

Bei Emiliano am Titicacasee

Heute war erst mal Ausschlafen angesagt und dann ein Blick aus dem Fenster gewagt.

In einem Nest am Ende der Welt liegt dieses Stück Erde, das jedem gefällt.

Bei stahlblauem Himmel und Sonnenschein lud uns Emiliano zu einer Bergtour ein.

Dabei zeigte er uns Kräuter von A-Z und sagte, dass er gegen alles ein Gräschen hätt.

Wir haben alle Anstrengung auf uns genommen und in gut einer Stunde den Gipfel erklommen.

Und die Belohnung für all die Müh` und Plag. wie der Titicacasee uns zu Füßen lag.

Von hier gings zurück zum Gemeinschafthaus der Duft des Essens drang aus den Ritzen raus.

Und als wir dann saßen am Mittagstisch gab's leckere Suppe und frischen Fisch.

Über den Nachmittag konnte jeder selbst verfügen einige wollten sich am Wasser vergnügen.

So hatte jeder seinen "einigen" Tag verbracht und dann gings früh in die Betten - Gute Nacht!!!

In eigener Sache:
Ich dachte mir, schreib`mal ein Gedichtchen heut` das hat die Gisele und die anderen derart erfreut.

Sie meinten alle, das müsse so bleiben ich soll weiterhin Gedichte schreiben.

Jetz wisst ihr, warum es in Versform steht, gezeichnet, Euer Helmut, der arme Poet!!

20 Apr. 2005 • La Paz - Capachica

Auf den Schilfinseln der Uros
Auf dem Schilfinseln Uros
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Arme Esel!!!

Uros, Tiwanaku und La Paz von oben

Ein traumhafter Sonnenaufgang hat uns das frühe Aufstehen versüßt. Die ersten Sonnenstrahlen vertrieben den Nebel über dem Titicacasee. Nach einem reichhaltigen Frühstück mussten wir uns von Emiliano und seiner Familie verabschieden. "El Presidente" ließ nochmals die Esel bepacken um unser Gepäck zum Bus zu bringen. Danach fuhren wir, wie üblich auf einer Schotterpiste nach Puno. Dort bestiegen wir ein Boot, das uns zu den Schilfinseln brachte.

Hier leben die Nachfahren der Uros. Die Inseln sind aneinandergebundene Schilfwurzeln, die mit Schilfgras bedeckt werden. Man läuft darauf, wie auf einem Wasserbett. Es wunderte uns, dass noch keine der Inseln abgebrannt ist, da auf ihnen mit offenem Feuer gekocht wird. Ingesamt gibt es 35 Schilfinseln, auf denen die Familien leben. Es gibt dort sogar ein Postamt. Die Verbindung zu den einzelnen Inseln wird durch Schilfboote aufrecht erhalten. Ein solches Boot zu bauen dauert einen Monat und es hält dann drei Jahre.

Nach einem kurzen Besuch verließen wir die Inseln um mit dem Bus nach La Paz zu fahren. Die Strecke führte uns entlang des Titicacasee bis zur Grenze nach Bolivien. Hier mussten wir unseren Bus stehen lassen und die Grenze zu Fuß überqueren. Dort holte uns unser bolivianischer Guide ab. Das Gepäck wurde auf dem Dach des Busses verladen. Dann fuhren wir nach Tiahuanaco.

Eine Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Erst 1/3 der Anlage wurde freigelegt. Man hofft, trotz der Zerstörungswut der spanischen Eroberer, weitere Schätze zu finden. Anschaulich wurden die ausgegrabenen Exponate in den beiden Museen ausgestellt.

Wir erreichten La Paz bei Sonnenuntergang und hatten Glück, noch vor Einbruch der Nacht die riesige Stadt von oben sehen zu können.

21 Apr. 2005 • La Paz

Edith, Uwe und Brigitte
Manfred
Edith, Uwe und Brigitte

Mountain-Biking :-) , ein Riesenspaß

Der heutige Tag war en Riesenspaß, es ging zum Mountain-Biking bei La Paz.

Vier Leute der Gruppe hatten sich getrollt, weil sie offenbar nicht mitgewollt.

Von La Paz ging es in gut einer Stunde, hinauf auf den Pass bei La Cumbre

Zwar ausgestattet wie die Profis, sahen wir doch ein wenig aus wie Doofis!

Handschuhe an und Helme auf, über den Sachen noch eine Weste drauf.

Wir ersehnten unsere Abfahrt bald, denn hier oben war es wirklich schweinekalt

Wir, bekleidet mit Pulli, Anorak und einerlei, kam plötzlich ein cooler Typ im T-Shirt vorbei.

Er hatte jede Menge lockere Sprüche parat, und zeigte Kunststücke mit seinem Rad.

Doch als eine leichte kleine Steigung kam, war er der Erste, der sein Rad unter die Arme nahm.

Wir lästerten natürlich und hatten Spaß, und unser Cool-Mann röchelte, wie uns grad was!

Die Strecke verlief zunächst bei herrlicher Sicht, an schlechteres Wetter dachten wir nicht.

Wir saßen noch nicht ganz auf den Drahteseln drauf, da zog vom Tal her der Nebel auf.

Ein paar Meter weiter, wie soll`s anders sein, setzte prompt auch noch der Regen ein.

Es schüttete in Strömen, das war fast klar, so dass die Abfahrt eine Schlammschlacht war.

Wir sahen alle aus wie die Schweine mit Dreck bespritzt von Kopf bis Beine!

Nach sechs Stunden Matsch und Spritzerei, war dann die Abfahrt schließlich vorbei.

Downhill führte von 4640 Meter, 64 km hinab bis auf 1295m später.

Und am Schluss, nicht zu vergessen, gab`s ein gemeinsames Abendessen.

Manfred und ein Äffchen haben sich gleich lieb gewonnen, doch die Freunschaft ist recht schnell zerronnen.

Erst hat der Affe ihn in die Brust gebissen und dann sein Eis vom Tisch geschmissen!

Das wichtigste, wir konnten alle duschen, unter Boliviens wahrscheinlich besten Duschen.

Jetzt stand das eigentlich schlimmste noch bevor, wir mussten den Pass mit dem Bus wieder empor!

Auf Asphalt die erste Etappe hinter uns gebracht, dass dies schon 30 km sind, hat keiner gedacht.

Plötzlich hielt die Menge wieder an, eine Instruktion durch den Guide war dran.

Von Vorsicht und langsam fahren hat er erzählt, denn jetzt ging es auf die gefährlichste Straße der Welt.

In einem Kleinbus saßen insgesamt 13 Mann, auf dem Dach 15 Räder, was man kaum glauben kann.

Die Fahrt ging ständig am Abgrund entlang, jedem von uns wurde es Angst und Bang!

Es dauerte nicht lang, bis wir eine Pause hatten, mitten am Berg hatten wir einem "Platten".

Das Ersatzrad war zum Glück schnell parat eine verbeulte Felge und das Profil arschglatt.

Wobei man fairerweise sagen muss, es hat Gott sei Dank gehalten bis zum Schluss.

Und als wir in La Paz eintrafen vor dem Büro war ein jeder von uns mehr als froh.

22 Apr. 2005 • Sucre - La Paz

Kathedrale von Sucre
Am Plaza mit den Schuhputzerjungen

Wir entdecken Sucre

Eigentlich sollten wir heute Pater Lutz besuchen, der in La Paz ein Projekt mit Straßenkindern leitet. Aber da unser Flug nach Sucre vorverlegt wurde, hatten wir keine Zeit mehr, denn um 8 Uhr mussten wir am Flughafen sein.

In Sucre angekommen hatten wir den restlichen Tag zur freien Verfügung. Also machten wir uns auf, die besten Restaurants und die billigsten Schmuckhändler zu suchen.

Unser Mittagessen bestand aus einem Menu (Suppe oder Salat, Hauptgericht und Nachtisch des Hauses) für 20 Bolivianos (2 Euro!). Der Service und auch das Essen waren hervorragend. Danach besuchten wir den örtlichen Markt. In einer großen Halle und auf den drumherum liegenden Straßen wurde alles mögliche feilgeboten.

Am interessantesten war der Obst- und Fleischmarkt. Es gab Obst in allen Farben zu bestaunen. Granatäpfel, Riesen-Papayas, Äpfel und verschiedenste Arten von Gemüsen. Zig verschiedene Kartoffelsorten von dick und rund über länglich und knubbelig. Von lila über rot gefleckt bis hin zur normalen Kartoffel wie wir sie kennen.

Gemüse und Früchte die wir noch nie zuvor gesehen hatten und deren Namen fast unaussprechlich sind - alles fein säuberlich in Pyramidenform gestapelt. Ein Farbenmeer wie man es selten sieht. Daneben Fleisch, frisch zersägt auf Haken gehängt, Käse quadratisch und rund übereinander aufgetürmt, Körbe, Nüsse aller Art und diverse Maissorten in Beuteln schon gegart und noch warm.

Man durfte auch alles probieren wenn man sich in Anbedacht der Unbekanntheit traut. Wir hätten uns stundenlang hier aufhalten und Fotos über Fotos machen können.

Abends gingen wir zum Plaza de Armas (Hauptplatz), wo man von Schuhputzerjungen umlagert wird, die der festen Überzeugung sind unsere Schuhe müssen geputzt werden, auch wenn man nur Sandalen trägt.

Nach wiederholtem massiven "no"-sagens ließen sich doch ein, zwei aus unserer Gruppe davon überzeugen, die Schuhe putzen zu lassen. Kaum ein "si" ausgesprochen, begannen die Jungs ihre Bursten und "Cremas" auszupacken und ausgiebigst zu "wienern", zu Bürsten und zu polieren. Die Prozedur dauerte etwa 20 Minuten.

Zum Abschluss des Tages begaben wir uns in eine Pizzeria um dort einmal reichlich zu essen und zu trinken (Pro Kopf höchstens 5 Euro für alles).

23 Apr. 2005 • La Paz

Michael, Edith und Brigitte
Bei den Dinos!!

Altstadt, Dinos und Einkaufen

Heute gibt´s nicht viel zu schreiben wir konnten uns die Zeit vertreiben.

Außer, dass wir ein Stückchen fuhren zur Besichtigung der Dino-Spuren.

Ansonsten durch die Altstadt laufen und jede Menge Silber kaufen.

Mehr ist nun einmal nicht gewesen morgen gibt´s wieder mehr zu lesen!

24 Apr. 2005 • Sucre - Potosi

Im Casa de la Moneda
Flanieren in Potosi

Die Silberstadt Potosi

Gegen 7.30 Uhr verließen wir die "Weiße Stadt" Sucre Richtung Potosi. Die Fahrt führte uns durch eine wunderschöne Gegend, vorbei an grünen mit Korn bepflanzten Flächen. Lamaherden und Schafe säumten den Weg. Steil schlängelte sich die Straße bis auf eine Höhe von 4100 m. Dann sahen wir Potosi in einem kleinen Talkessel vor uns liegen und dahinter den halb abgetragenen "Silberberg" Cerro Rico.

Nach unserer Ankunft besuchten wir die alte Münzerei Casa de la Moneda. Da wir spät dran waren, wurde die zwei Stunden Tour durch "Feldmarschall" Maria in 30 Minuten durchgezogen. Seit 1952 werden hier keine Zahlungsmittel mehr hergestellt. Heute ist es umgekehrt. Die Münzen und Scheine für Bolivien werden in Kanada, Spanien und Frankreich hergestellt.

Danach gingen wir in ein nobles Restaurant, dessen Chef Oscar hieß, kaum zu glauben, dass man sich in Bolivien befand. Der Service und das Essen (die meisten aßen Lama) war exzellent. Einige von uns aßen das erste Mal Lama. Der Geschmack erinnerte etwas an Leber, war aber lecker.

Gut gesättigt ging es nach dem Essen mit der örtlichen Reiseleiterin Jacqueline durch Potosi, vorbei an Fassaden, deren Glanz schon seit vielen Jahren verloschen sein muss. Trotzdem hat auch dieser Ort ein besonderes Flair; den Charme vergangener Jahrhunderte. Leider war Sonntag, kaum ein Geschäft war geöffnet. Auch sonst wirkte die Stadt fast wie ausgestorben. Lediglich am lokalen Markt herrschte das schon gewohnte bunte Treiben.

Einige freuten sich auf die bevorstehenden Silbereinkäufe, die allerdings ausfallen mussten, da kein Geschäft offen hatte. Was soll's, so wurde bei manchen sicherlich die Reisekasse geschont.

25 Apr. 2005 • Potosi - Uyuni

Großeinkauf von Dynamit
Grosse Einkauf von Dynamit
+1
Alle fertig für die Mine

Bei den Minen

Der Vormittag stand ganz im Zeichen des "Silberbergs" Cerro Rico. Zunächst fuhren wir zum Markt und erwarben dort neben Kokablättern, Zigarretten und Getränken auch Dynamit, das wir den Minenarbeitern mitbringen wollten. Dann fuhren wir hinauf zum reichen Berg Potosis, der bereits in jahrhundertelanger Arbeit halb abgetragen war und von innen sicherlich wie ein Schweizer Käse aussah. Zum Schutz vor Schmutz und Nässe bekamen wir zuvor Gummistiefel und Schutzkleidung ausgeteilt.

Natürlich durfte auch der obligatorische Helm mit Stirnlampe nicht fehlen. Dann gings hinein in den Berg, entlang den Schienen tasteten wir uns langsam vor, immer wieder musste man den Kopf einziehen, da schwere tiefhängende Schläuche, die zur Luftversorgung dienen, den Weg versperrten. Es war dunkel und feucht. Kaum vorstellbar, dass unter diesen Bedingungen Menschen arbeiten müssen.

In den vergangenen Jahrhunderten sind ca. sieben Millionen Sklaven hier gestorben, die Arbeitsbedingungen waren sehr hart. Aber wenn man heute in die Gesichter der Menschen schaut, so kann man sich vorstellen, wie hart die Bedingungen auch heute noch sind. Bis Mitte der 80er Jahre gab es den staatlichen Minenabbau, was den Arbeitern ein regelmäßiges Einkommen sicherte. Die Rohstoffe, vor allem Zinn für Dosen, wurde bis dahin hauptsächlich von Europa abgenommen. Als die Produktion umgestellt wurde, bedeutete das gleichzeitig das Aus für die staatliche Mine in Potosi. Es wurde zwar von den Arbeitern selbst eine Kooperative gegründet, aber das geregelte Einkommen fiel weg. Heute wird vor allen Dingen Zink, Zinn und Kupfersulfat gefördet. Silber wird nur noch selten gefunden. Das Einkommen eines Arbeiters richtet sich heute danach wieviel er schürft und welche Rohstoffe er dabei findet. Von dem kargen Lohn muss er sich dann noch das Dynamit kaufen. Gegen den Hunger und um das Essen zu sparen kauen die Minenarbeiter Kokablätter. Auch Frauen arbeiten am Berg. Sie durchsuchen die Abraumhalden nach verwertbaren Mineralien. Ein bedrückender Anblick, der nachdenklich machte.

Nach einer kleinen Mittagspause sammelten wir den Rest unserer Truppe, der nicht in die Mine gegangen war, ein. Die Fahrt führte uns über den Altiplano von Potosi nach Uyuni durch eine atemberaubende Landschaft, vorbei an schroffen Felsformationen, deren Farbe sich von einer Kurvenbiegung zur nächsten änderte. Kakteen wuchsen in vielen Variationen entlang der Schotterpiste. Ein wundervoller Sonnenuntergang begleitete unsere Fahrt.

In der Dämmerung überholte uns ein Pick-Up. Die Männer darin winkten uns zu. Leider verunglückte dieser Wagen später. Wir leisteten, soweit es noch möglich war, erste Hilfe. Dieses Ereignis machte uns alle sehr nachdenklich und zeigte uns, auf schreckliche Weise, wie schnell plötzlich alles vorbei sein kann. Vielleicht auch ein kleiner Wink des Schicksals, jede Minute des Lebens doch zu genießen, und uns nicht von Nebensächlichkeiten aus der Bahn werfen zu lassen….

Unsere Gedanken sind bei diesen Männern.

Spät in der Nacht kamen wir in Uyuni an.

26 Apr. 2005 • Chuvica - Uyuni

Riesige Kakteen!!!!!
Am Salzsee!!!
+1
Rieisige Kakteen!!!!!

Der größte Salzsee der Welt

Uyuni bedeutet "steinerne Mauern". Für uns bedeutete es "AUSSCHLAFEN"!!!!

Das erste Mal in dreieinhalb Wochen hätte man meinen können, dass wir es genießen. Aber spätestens um 7 Uhr "standen" wir in den Betten, da wir es inzwischen gewohnt waren immer so früh wach zu sein.

Die Abfahrt zum Salzsee war für elf Uhr angesetzt. So konnten wir vorher in die Stadt gehen und Wasser kaufen. Uyuni ist eine sehr ruhige Stadt. Die Straßen sind sehr breit angelegt, obwohl dort kaum Autos unterwegs sind.

Mit Verspätung, weil die Autos noch nicht da waren ging es, je fünf Personen in einem Jeep, erst um zwölf Uhr los. Unser Weg führte quer durch den Ort Richtung Wüste. Vorbei an einem "Zugfriedhof" (bestimmt 15 alte Eisenbahnloks rosteten dort vor sich hin).

Langsam änderte sich die Umgebung. Der braune Wüstensand war immer mehr mit weißen Salzablagerungen durchzogen. Nach einer halben Stunde war alles um uns herum blendend weiß. Wir hatten die Salar de Uyuni (den größten Salzsee der Welt) erreicht.

Den ersten Fotostopp legten wir kurz vor einer Furt ein. Das Wasser, das noch teilweise auf dem "See" ist schimmerte türkisblau in der Mittagssonne. Einige von uns probierten es und stellten fest: "Seeehr salzig".

Wieder in den Jeeps ging es durchs Wasser hindurch zu unserem nächsten Haltepunkt. Wir befanden uns plötzlich inmitten von Salzkegeln, etwa 1,50 Meter hohen "Bergen" die zum Trocknen so aufgehäuft werden.

Danach ging es weiter zum Salzhotel. Das Gebäude steht einsam und allein auf dem See und ist ganz, sogar die Betten, aus Salz. Schnell ein paar Souvenirs gekauft, damit man dort auch fotografieren darf. Vor dem Hotel gibt es sogar einen kleinen Teich.

Unsere Tour führte uns nun nach Inkahuasi. Inmitten dieses herrlich weißen, nur von blauem wolkenlosen Himmel umgebenen, Sees gibt es eine Insel des Lebens. INKAWASI (Inkahaus). Die "Insel" besteht aus versteinerten Korallenriffen aus Lavagestein, das vor Milionen von Jahren durch den See nach oben gedrückt wurde. Hier können nur Kakteen und Pflanzen wachsen, die den harten Bedingungen angepasst sind. Die Kakteen wachsen 1 cm. pro Jahr und das schon mindestens seit 1230 Jahren, denn wir haben einen gesehen der 12,3 Meter hoch ist.

Nach einem Rundgang über die Insel, die wie die ganze Gegend um den Salzsee Naturschutzgebiet ist, ging es los zu unserem Hotel Cactus in Chuvica. Hier spazierten wir noch durch das Dorf, wo Jörg und Gritt aufgrund ihrer mitgebrachten Süßigkeiten von ca. zehn Kindern umringt und fast umgeworfen wurden.

Auch die Mütter und Omas wollten etwas abhaben . Das Highlight aber waren Jörgs Seifenblasen, denen die Kinder unermüdlich nachjagten.

Nach dem Abendessen hieß es dann "schnell ins Bett", denn Strom und Wasser gibt es dort nur von 19 Uhr bis 22 Uhr.

Wir schliefen im "Bettensaal", je 5 Personen in einem Zimmer.

Übrigens an alle Frauen: Nachts auf die Toilette gehen ist nicht, weil die Spülung auch nicht geht (zwischen 19 - 22 Uhr ist Strom u. Wasserzeit, dann erst wieder zum Frühstück).

27 Apr. 2005 • Chuvica - Laguna Colorada

Der weltbekannte Steinbaum
Flamingos auf dieser Höhe!

Lagunen, Flamingos und Schotterpiste

5 Uhr wecken - gähn!! Es sollte eigentlich früh los gehen, aber unsere Fahrer lagen noch in den tiefsten Träumen. Verzweifelt versuchte Gisele sie wach zu bekommen. Verspätet nahmen wir müde unser Frühstück ein. Dafür entschädigte uns ein wundervoller Sonnenaufgang über dem Salzsee bei der Abfahrt.

In unseren drei Jeeps verließen wir Chuvica und fuhren auf holpriger Strecke durch eine Vulkanlandschaft, wie es sie wohl kaum woanders auf der Welt zu finden gibt. Es ging vorbei an Vicuñas, die an zipfelmützenförmigen Grasbüscheln nagten. Die Vulkankegel sahen aus, als sei der letze Ausbruch gerade erst geschehen. Teilweise gaben sie noch dicke Rauchschwaden ab. Als wir zwei Fahrradfahrer überholten, mag bei dem einen oder anderen doch etwas wie stille Bewunderung für deren Leistung aufgekommen sein. Trotz des blauen Himmels und der strahlenden Sonne wehte hier oben immer ein eisiger Wind. Wir kamen an Lagunen vorbei, die teilweise zugefroren waren. In der Sonne glitzerten die Salzkristalle am Rande der Seen. Ein unwirkliches und dennoch faszinierendes Bild in dieser Höhe Flamingos beobachten zu können. Kurz vor dem Mittagessen, welches wir an der farbenprächtigen Laguna Colorada einnahmen, hatte ein Jeep noch eine Reifenpanne. Kein Wunder bei dieser Wegstrecke! Ein Stein zerriss die gesamte Felge!

Nach dem Essen fuhren wir durch den Canyon de las Rocas, das Tal der Steine. Die Winderosion erzeugte hier im Laufe der Jahrtausende beeindruckende Steinformationen, unter anderem einen Felsen, der wie ein versteinerter Baum aussah. Dieser ist in jedem Reiseführer abgebildet.

Weiter gings bergauf. In einer Höhe von 5000 Metern erreichten wir einen Krater mit thermischer Aktivität. Neben blubberndem Schlamm konnte man 180 Grad heiße Geysire beobachten.

Weiter ging die Fahrt an der Laguna Blanca und der Laguna Verde zur Grenzstation. Ein einsames Grenzhäuschen mit einem dick eingemummelten Beamten erwartete uns. Schnell bekamen wir unseren Stempel und zahlten die Ausreisesteuer von 15 Bolivianos. Das Gepäck wurde in einen Bus umgeladen, nachdem wir uns von unseren Jeepfahrern verabschiedet hatten.

Schnell erreichten wir eine asphaltierte Straße, die eine Wohltat für unsere duchgerüttelten Glieder war. Es ging 2000 m abwärts, dann erreichten wir die chilenische Grenze. Die gesamte Abfertigungsprozedur dauerte fast drei Stunden, was so manche Nerven blank legte. Nun ja, wir sind schließlich im Urlaub und haben Zeit!

Gegen 21 Uhr erreichten wir San Pedro de Atacama. Ein nettes kleines Hostal war unser Nachtquartier.

28 Apr. 2005 • San Pedro De Atacama - Calama

Im Valle de la Luna
Das letzte gemeinsame Abendessen :-(

Das letzte Gedicht

Heute gibt's den ultimativen Bericht und dazu noch ein letztes Gedicht.

Das Beste des Tages aus unserer Sicht, früh aufstehen mussten wir heute nicht.

Für die verbleibenden ein, zwei Stunden, drehten wir noch durch das Dorf unsere Runden.

Um 12 Uhr war dann mit Shoppen Schluss, denn da wartete vor dem Hotel schon der Bus.

Was wir bei der Abfahrt bereits vermissten, es gibt in Chile kaum Schotterpisten.

Bei strahlendblauem Himmel und Sonnenschein, bogen wir in das Tal des Mondes ein.

Zwischen den kargen Gesteinformationen, machte unser Fahrer einige Fotografierstationen.

Alle "Japaner" sind auf ihre Kosten gekommen, und dann wurde Kurs auf Calama gekommen.

Als wir dort ankamen war's ungefähr drei, den Rest des Tages hatten wir frei!

Was tun, wenn man ein paar Stunden Freizeit hat? Klar, man schlendert wieder durch die Stadt.

Den Abschluss des Tages, nicht zu vergessen, bildete unser gemeinsames Abschiedsessen.

Wo es hingeht wurde noch nicht verraten, wie soviel, viventura hat uns eingeladen.

Und morgen zum Abschluss unserer Tour klingelt der Wecker mal wieder um sieben Uhr .

Dann werden wir ein letztes Mal geweckt, und am Flughafen in Calama eingecheckt.

Nach einem Stop in Santiago de Chile geht es dann weiter zu unserem letzten Ziel.

viventura, das heißt Abenteuer erleben, danke an das Team, ihr habt alles gegeben!

Sollten wir wieder mal das Abenteuer in Südamerika suchen, werden wir mit Sicherheit wieder bei euch buchen!