Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

14 März 2005 • Frankfurt - Santiago

Die Kathedrale von Santiago de Chile
In Santiago de Chile

Abflug Frankfurt am Main

Am Flughafen haben wir uns alle zum ersten Mal getroffen. Überraschung: Wir sind zu siebt. Gitti, Melanie, Sabine, Dirk, Nadine, Karin und Saskia. Leider ist der Flieger etwas eng. Nach der Zwischenlandung in Madrid waren wir bis Santiago de Chile 15,5 Std. in der Luft.

15 März 2005 • Lima - Santiago de Chile

Schon in Peru
Gitti,Melanie,Sabine,Dirk,Nadine,Karin und Saskia

Santiago de Chile

Dienstag 7.50 Uhr. Ankunft in Santiago. Früher als erwartet. viventura war noch nicht da. Und ab gehts durch Santiago de Chile. Die Stadt ist viel zu groß, um alles anschauen zu können, aber das Wichtigste haben wir ja gesehen: den alten Bahnhof, den Dom, das Zentrum, den Park und den künstlichen Bergpark mit Wallfahrtsort und wunderschöner Aussicht inkl. Gondelfahrt und uninteressanter Zahnradbahnfahrt.

Das Beste war die Sicht auf die Stadt. Dann gings wieder für drei Stunden in den Flieger, um dann endlich in Lima anzukommen - Geschafft! Alle fielen totmüde ins Bett!

16 März 2005 • Pisco - Lima

Gute Nacht, Melanie
Am Hauptplatz in Lima

Und los gehts, entlang der Panamericana

Alle waren früh wach. Wir haben vormittags Lima angeschaut: Das Kloster San Francesco und seine Katakomben inkl. fein säuberlich sortierter Gebeine. Dann gings samt Reisebetreuerinnen Beatriz und Giselle plus Fahrer Raffael in den nächsten Supermarkt um Proviant einzukaufen. Auf der Panamericana fuhren wir weiter Richtung Pisco.

Wir machten einen Zwischenstopp am Strand mit Picknick und Badespass unserer drei Wasserratten Dirk, Nadine und Melanie im Pazifik. Dann gings weiter… endlich im Hotel.

Noch etwas trinken bei peruanischen Klängen um dann den Jetlag auszukurieren. Übrigens war das Wetter bis jetzt nur super und heiß.

17 März 2005 • Pisco

Sandboarden - einfach Klasse!
Bitte nicht fliegen!

Ein ereignisreicher Tag

Früher Start zu der Halbinsel Paracas. Hier lernten wir, was Geduld heißt, um schließlich zu den Isla Ballestas zu schippern. Nach vielen Diskussionen, einem streikendem Kapitän und immer noch gleicher Personenanzahl an Bord startete unsere rasante Bootsfahrt. Am Besten weit vorne hinsetzen! Hinten ist die Salzdusche inklusive.

Während wir Seelöwen, Pinguine und Vögel beobachteten, wurden unsere Mägen ganz schön auf die Probe gestellt. Im Gegensatz zu manch Anderem wurde uns nicht wirklich schlecht.

Im Paracas-Museum haben wir einen Überblick ueber die alte ortsansässige Kultur bekommen. Weiter gings im Bus durch die Wüste zum Aussichtspunkt La Catedral und dann zum ´wunderbar´ musikalisch unterlegtem Fischessen. Lecker!

Nächster Stopp: Pisco-Brennerei mit Probetrinken. Der erste Sonnenbrand war da! Es war unglaublich heiß und der Schnaps stieg einem schnell zu Kopfe. Unser heutiges Hotel liegt in der Oase Huacachinca. Sehr ruhig, super schön und direkt umgeben von riesigen Sanddünen.

Gleich ging´s auch schon weiter mit unserer Buggie-Tour mitten in die Wüste hinein. Das Panaorama war atemberaubend. Und mit den Buggies ging´s wie in einer Achterbahn die Dünen rauf und runter. Alle probierten Sandboarding. Ein riesen Spaß, bei dem der Sand danach überall ist - Wirklich überall. Wir verließen die Wüste erst nach Sonnenuntergang und es wurde wirklich schnell kalt. Dann war erstmal entsanden angesagt. Am Abend gingen wir noch kurz was trinken und das war´s für heute.

Den Sandmann haben wir abbestellt, denn davon haben wir noch genug in den Augen :-)

18 März 2005 • Nazca - Ica

Guten Appetit, Dirk!
Ein unvergesslicher Flug

Heute hätten wir zum ersten Mal etwas länger schlafen dürfen, aber alle waren schon um 6.30 Uhr auf den Beinen - im Pool, auf der Veranda, in der Dusche. Gegen 9.00 Uhr starteten wir Richtung Nazca.

Bevor wir das Museum von Maria Reiche besichtigen durften, hatten wir die Möglichkeit, weiße Kakteenläuse zu roter Farbe zu zerdrücken. Im Museum erfuhren wir viel über die Dresdnerin Maria Reiche, die ihr ganzes Leben lang die Erdzeichnungen von Nazca erforscht und kartographiert hat. Wenig später wurden unsere Mägen erneut starken Belastungen ausgesetzt: der Flug über die Nazca-Linien. Nicht alle haben es problemlos überstanden, trotzdem ein tolles Erlebnis.

Auf unserer Hacienda war zunächst eine Ruhepause angesagt. Am Abend fühlten wir uns zum ersten Mal wie richtige Touristen. Es gab Pachamanca, eine peruanische Spezialität aus dem Erdofen. Nach einer "Huldigung der Götter" bekamen wir unser durchgeräuchertes Essen, was sehr lecker war. Anschließend durften wir extra für uns aufgeführte einheimische Tänze bestaunen. Ein gemeinsamer Spieleabend beendete unseren Tag.

19 März 2005 • Corire - Nazca

Leckeres Picknick am Strand
Dirk und Nadine

Abschied vom Pazifik

Weil uns eine lange Fahrt bevorstand, brachen wir sehr früh auf. Schon nach einer kurzen Fahrtstrecke fanden wir uns mitten in der Wüste auf dem Nazca-Friedhof "Cementerio de Chauchilla" wieder. Auf dem riesigen Gräberfeld sind einige Gräber mit gut erhaltenen Mumien zum Anschauen geöffnet. Da das ganze Gebiet erst seit 15 Jahren bewacht wird, fielen 75% der Gräber Grabräubern zum Opfer. Überall liegen Knochen und Baumwollfetzen herum.

Danach fuhren wir entlang der Pazifik-Küste weiter und hielten am einsamen Strand zum Mittags-Picknick an.

Am Nachmittag bogen wir ins Landesinnere Richtung Corire ab. Nach insgesamt neun Stunden Fahrt erreichten wir das Hotel und verließen es gleich wieder, um Flussshrimps zu probieren. Ganz schöne Friemelei! Das wars für heute :-) .

20 März 2005 • Corire - Cabanaconde

Reiten macht Spaß!
Petroglyphen im Toro Muerto

Fahrt in die Anden

Dieser Tag begann mit Pannen: Wir standen um 6:30 Uhr vor dem geschlossenen Frühstücksraum! Daher mussten wir improvisieren, indem wir Semmeln kauften und im Restaurant vom Vortag frühstückten. Als nächstes war unser Guide nicht da, der uns die Felszeichnungen von Corire näherbringen sollte. Ein Mann aus dem Ort zeigte uns dann die Petroglyphen auf den verstreuten Felsen von Toro Muerto. Mit ca. 1 Stunde Verspätung begaben wir uns auf die Schotterpiste nach Cabanaconde. Mittags machten wir auf 3000 m Höhe ein Picknick zwischen zahlreichen Kakteen. Wir überquerten drei Pässe, von denen der höchste 4100m hoch ist.

Verstaubt und durchgeschüttelt erreichten wir Cabanaconde, ein verträumtes Andendorf.

Nachdem aus dem ganzen Ort Pferde zusammen gesucht wurden, konnten wir zu einem Aussichtspunkt in die Colca-Schlucht reiten. Erst im Dunkeln kehrten wir zurück. Dummerweise war der Strom ausgefallen, so dass wir im Kerzenschein duschen mussten.

Zum Abendessen gab es dann Alpaka Fleisch und Coca Tee. Trotzdem machte sich die Höhe (3300m) bei allen mehr oder weniger bemerkbar.

21 März 2005 • Arequipa - Cabanaconde

Badepause
Einkaufen

Condore im Colcatal

Heute war als erstes ein Ausflug zum Cruz del Condor angesagt. Normalerweise kann man dort am frühen Morgen den Aufstieg der Condore beobachten. Die ersten Exemplare sahen wir allerdings erst, als wir den Aussichtspunkt bereits verlassen hatten. Anscheinend mögen diese Voegel keine Touris.

Nach der Fahrt durch kleine Bergdörfer und die schöne Landschaft erreichten wir Chivay. Dort durften wir zuerst in heißen (!) Quellen baden, was uns zusätzlich zur Höhe richtig fertig machte.

Aufgebaut wurden wir wieder durch ein leckeres Mittagsbuffet und einen kleinen Stadtbummel. Weiter ging es dann zur "weißen Stadt" Arequipa. In der zweitgrößten Stadt Perus gingen wir noch ein wenig flanieren und auf Kneipentour, dabei konnten wir den Anblick strippender Engländer genießen.

Na dann, Prost!

22 März 2005 • Arequipa

Besuch der Sozialprojekte
In der Schule

Die weiße Stadt

Endlich mal ausgeschlafen machten wir uns auf, die Sozialprojekte von viventura in Arequipa zu besuchen. Zuerst fuhren wir zu einer Grundschule in einen der ärmsten Stadtteile. Dort bekamen wir in jeder einzelnen Klasse ein Ständchen vorgetragen und verteilten Mandarinen. Den älteren Klassen waren die Mandarinen nicht genug und wir wurden lautstark aufgefordert auch etwas zu singen. Wir einigten uns auf "Hänschen klein", da diesen Text jeder kann - außer uns ;-)

Danach schauten wir uns noch eine Arztstation und eine Suppenküche an.

Nachmittags erfuhren wir im Rahmen einer Stadtführung viel über das Santa-Catalina-Kloster, die Kathedrale und die Markthalle. Auf den Marktständen für Schamanen mussten wir uns sehr über Kirschkerne für den Geldbeutel, Lamaembryos und diverse Potenzmittelchen wundern.

Bei einem Grillabend im Garten des viventura-Bueros lernten wir die "Drahtzieher" unserer Reise kennen. Geschenke (T-Shirts und Postkarten) gab es dann auch noch für uns. Ostern in der Ferne ist gar nicht mal schlecht, sofern man nicht vor einer Prozession davonlaufen muss. Später ging es wieder auf die Piste.

23 März 2005 • Cuzco - Arequipa

Wir warten aufs Flugzeug
Saskia mit einem leckeren Lutscher

Packen im Regen

Der heutige Tag ging sehr ruhig vonstatten: vormittags bummeln oder ausschlafen, mittags dann der Flug nach Cuzco.

Der Rest des Tages stand im Zeichen der Vorbereitungen für den 4-Tage-Inkatrail; Verpflegung kaufen und Rucksäcke packen. Morgen gehts ja schließlich los! Die beiden "2-Tage-Geher" konnten es ruhig angehen lassen, da diese Tour erst zwei Tage später startet.

Gemeinsam wollten wir noch den Abschied für die nächsten drei Tage begießen, was uns im wahrsten Sinne des Wortes auch wunderbar gelang. Denn plötzlich schüttete es auf dem Weg ins Kneipenviertel wie aus Eimern. So zwängten sich acht Leute in ein Taxi; drei im Kofferraum, vier auf der Rückbank, einer vorne. War aber allerdings ein Kombi ;-)

Getrocknet und umgezogen suchten und fanden wir schließlich unser Glüeck in einer Bar ums Eck.

Mit dem Wunsch nach Sonnenschein für die kommenden Wandertage gingen wir ins Bett.

24 März 2005 • Cuzco - Machu Picchu

erstes Camping
wunderschöne Landschaft...

Erster Tag Inkatrail

Heute startete ein Teil der Gruppe den 4-Tages-Inkatrail. Nadine, Dirk, Sabine, Saskia und Karin werden 4 Tage in den Anden herumklettern.

Um 7:00 Uhr holte uns der Bus ab um uns an den Kilometer 82 zu bringen. Es regnete und nach vielen Pausen (Essen einladen, auf die letzte Mitreisende Orfa warten, Gas holen, tanken) begann die dreistündige Fahrt. Unsere Nasen wurden aufs äußerste strapaziert als unsere acht Träger zu uns in den Bus stiegen. Sie stanken zum Himmel! Am km 82 luden alle ihr Gepäck auf und wir betraten den Inkatrail im Regen und Schlamm.

Die schlechte Stimmung wurde erst beim Mittagessen besser. Wir wurden vorzüglich versorgt und unsere Träger liefen immer voraus und bauten die Zelte auf. Es gab Mittagessen, Tee, Abendessen und wir kugelten durchgeschwitzt um 20:30 Uhr in unsere Zelte. Kein Kleidungsstück trocknete, weil es am Abend kalt und neblig geworden war.

Insgesamt sind wir heute 4,5 Stunden bergauf gelaufen.

25 März 2005 • Cuzco

Auf 4218m Höhe!
In der Mitte des Inkatrails

2. Tag Inka Trail

Um 6:00 Uhr wurden wir mit Cocatee am Zelt geweckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück nahmen wir den Anstieg von 1200 Höhenmeter in Angriff. Von 3000m (Camp) ging es bis auf 4218m nur bergauf. Die Gruppe riss schnell auseinander und nach 2,5 Stunden kam die erste Pause.

Der Anstieg war zum Teil sehr steil mit vielen Stufen und die Luft wurde auf dem letzten Drittel der Strecke echt dünn. Ständig überholten uns vollbepackte Träger (ein echter Knochenjob) und wir sind nicht die einzigen Touristen auf dem Weg. Das Wetter war super und die Sicht toll!

Jeder ging sein Tempo und wir trafen erst oben auf dem Pass Warmiwañusca zusammen. Wir machten ein Gruppenfoto und gingen schnell wieder runter weil nicht alle die Höhe gut vertrugen. Unser Camp lag auf 3600m und wurde von zwei Bächen durchschnitten. Die Knie zitterten vor Anstrengung als wir dort um 14:00 Uhr ankamen. Erst mal Pause. Dann gab´s Tee und Abendessen und weils keinen Strom gibt, wurde um 20:00 Uhr das Licht ausgemacht.

26 März 2005 • Cuzco

Leztes Camping auf dem Inka-Trail :-)
Traumhafte Aussichte

3. Tag Inkatrail

Es wurde wieder um 6:00 Uhr Cocatee serviert. Nach dem Frühstück starteten wir bei bewölkten Himmel. Es fing an zu regnen! Der Anstieg zum ersten Pass mit 3900m Höhe war komplett verregnet, mit rutschigen Steinstufen. Beim Abstieg ließ der Regen nach und wir besichtigten die erste Inkaruine schon im Sonnenschein. Bei unserer Mittagspause war es brütend heiß.

Es folgte ein langer, sanfter Anstieg zu unserem letzten Pass auf 3800m. Leider zog Nebel auf und die Sicht war nicht mehr so schön. Ab jetzt ging´s 1200 Meter hinunter ins Camp. Mit noch wackeligeren Knien als gestern erreichten wir unsere Zelte, eiskalte Duschen und legten eine Ruhepause ein. Dann bekamen wir wie immer Tee und Abendessen, bei dem uns zum ersten Mal unsere ganze Träger-Crew vorgestellt wurde.

Später gab´s Musik und wir feierten mit den anderen Tourteilnehmern und tanzten Salsa. Aber weil der Tag so anstrengend war und wir morgen sehr zeitig rausmüssen, endet die Party relativ früh um 22:30 Uhr.

27 März 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Sonnenaufgang über Machu Picchu

Ende des Inkatrails -> Machu Picchu

Wir wurden um 4:00 Uhr geweckt und beeilten uns unsere Sachen zu packen und zum Frühstück zu kommen. Es war eigentlich zu früh zum Essen und wir gingen mit Taschenlampen um 4:45 Uhr los. Nach zehn Minuten standen wir als zweite Gruppe vor dem letzten Check-Point und warteten eine halbe Stunde bis uns jemand öffnete.

Dann ging´s mit hohem Tempo los, weil jeder den Sonnenaufgang über Machu Picchu vom Sonnentor aus sehen und fotografieren wollte. Die Aussicht war auf jeden Fall das frühe Aufstehen wert: wunderbar!

Nach einem kurzen Abstieg (bei dem alle ihren Muskelkater spürten!) erreichten wir Machu Picchu und trafen dort den Rest unserer Reisegruppe und unseren Guide Vanessa. Gemeinsam besichtigten wir die Ruinen der Inkastadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten und lernten von Vanessa ein bisschen Quechua.

Mit dem Bus ging´s dann hinunter nach Aguas Calientes, wo wir zu Mittag aßen. Wir bummelten etwas und ruhten uns aus. Am Nachmittag ging unser Zug zurück nach Cuzco. Wir freuten uns auf eine warme Dusche nach den anstrengenden Tagen und fielen nach einem gemeinsamen Abendessen todmüde ins Bett.

28 März 2005 • Cuzco - Puno

Karten spielen bei kurviger Busfahrt
Beim Abendessen

Entlang des Altiplanos

Eigentlich sollten wir heute recht früh nach Puno fahren, jedoch wurde eine von uns sehr krank. So warteten wir auf Besserung. Leider vergeblich.

Dann brachen wir schließlich ohne die Kranke auf und mussten wegen der Verspätung die Strecke fast durchfahren. Durch Massen an Knabbereien und Schokolade wurden wir wieder versöhnlich gestimmt.

Abends in Puno angekommen, gingen wir nur noch zum Essen und auf ein Bierchen ins "Kaminzimmer" im Hotel.

29 März 2005 • Capachica

Na was sagst du, Kapitän?
Lecker und praktisch

Uros und Capachica

Früh morgens schipperten wir auf dem Titicacasee gen Halbinsel Capachica. Dabei ließen wir die "Disney-Uros" links liegen und besuchten authentische Uro-Nachfahren auf ihrer Schilfinsel. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und durften "Uro-Bananen" (Schilf) kosten. Mit einem Jungen in der Wäschewanne im Schlepptau fuhren wir noch Schilfboot.

In Capachica angekommen, bezogen wir zuerst unsere Häuschen bei unseren Gastfamilien. Nachmittags wanderten wir zu den Pachamama-Tempeln und besuchten die Baustelle der neuen Dorf-Wasserversorgung.

Nach dem Abendessen kam der örtliche Schamane zum Koka-Blätter-Lesen: wir alle haben viel Glück, zwei werden bald heiraten, eine hat kein Geld und wir alle müssen ein Opfer bringen. Danach wurden wir um 21.30 Uhr ins Bett geschickt.

30 März 2005 • Capachica - Puno

Schimi
Spielen auf dem Boot

Der Grenzübertritt

Wieder zurück in Puno holten uns Giselle und die genesene Karin am Hafen ab.

Gemeinsam fuhren wir am Titicacasee entlang Richtung bolivianische Grenze und picknickten im Bus. Beatriz warnte uns ausführlich vor diebischen Übergriffen durch korrupte Grenzbeamte. Aber es gab überhaupt keine Probleme. Auf dem Weg nach La Paz besichtigten wir das Museum und die Ruinen der Tiwanaku-Kultur mit ihrem Monolit.

Als wir im Gewühl von La Paz ankamen, wartete schon unser Mountainbike-Guide mit Instruktionen für den nächsten Tag.

Gute Nacht!

31 März 2005 • La Paz

Feliz cumpleaños, Karin
Eine lustiger Abend, Karins Geburtstag!

Gerüttel und Geschüttel

In der Früh ging es los zur MTB-Agentur und wir wurden mit Helmen, Handschuhen und Schutzhosen ausgestattet. Mit dem Bus fuhren wir zum Anfang der "gefährlichsten" Straße der Welt auf 4600m.

Die ersten 34 km ging es auf Asphalt bergab und nach einem kleinen Anstieg begann die eigentliche "Death-Road". Ab hier gab es nur noch schmale Schotterpiste, große LKWs und Linksverkehr. Direkt neben der Strasse waren Abhänge von mehr als mehreren hundert Metern und wir fuhren unter Wasserfällen durch Matsch und Staub. Einfach klasse!

Total verschwitzt und stock-dreckig kamen wir am Nachmittag in einem kleinen Camp auf ca. 1300m an. Nach der bitternötigen Dusche gab es ein Buffet, von dem auch Hunde, Lamas, Papageien und Affen etwas haben wollten. Auf der gleichen Strecke dauerte die Busfahrt zurück nach La Paz ewig lang. Diejenigen, die noch fit waren, gingen anschließend auf die Piste, um Karins Geburtstag zu feiern.

01 Apr. 2005 • Sucre - La Paz

Willkommen in Sucre
Abends

Ein stressfreier Tag

Heute verließ uns Giselle, da sie eine eigene Reisegruppe bekommt. :-(

Nach dem Abschied in der Früh starteten wir zum Flughafen. Gegen Mittag kamen wir mit zwei Stunden Verspätung in Sucre an. Während der Fahrt zum Hotel bekamen wir bei strahlendem Sonnenschein einen wundervollen Vorgeschmack auf die Hauptstadt Boliviens.

Am Nachmittag erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust. Abends ließen wir den stressfreien Tag gemütlich in einer Bar ausklingen.

02 Apr. 2005 • La Paz

Der Gemüsemarkt
Bei den Dinos

Auf den Spuren der Dinosaurier

Zur morgendlichen StadtfÜhrung hatten wir ausnahmsweise Mal kein gutes Wetter. Wir besichtigten viele koloniale Bauten mit gemütlichen Innenhöfen und bunte, gepflegte Parks und Plätze.

Nach einem bolivianischen Snack (sehr saftig und lecker!) kletterten wir auf den Aussichtspunkt und genossen eine tolle Sicht über die "weiße Stadt".

Nachmittags fuhren wir mit dem Dino-Truck zum Gelände mit den vertikalen Dinosaurier-Fußspuren. Zurück in Sucre ließen wir es wieder ruhig angehen und gingen abends aus.

03 Apr. 2005 • Sucre - Potosi

Haus der Münzen
Warten auf die City-Tour

Leichte CO-Vergiftung, aber uns geht´s gut!

Um früh anzukommen brachen wir bald in Richtung Potosi auf. Leider hat die frühe Abfahrt nichts genutzt: der Bus war langsam, der Fahrer ortsunkundig und dazu kam noch eine leichte Kohlenmonoxidvergiftung.

Deswegen konnten wir die Münzprägerei nicht mehr besichtigen und machten nach dem Essen todmüde eine Stadtführung. Ansonsten gingen wir nur bummeln und früh ins Bett.

04 Apr. 2005 • Potosi - Uyuni

Das Team vor dem Eintritt in die Minen
Jacqueline beim Opfer mit Zigarette

Dynamit, Koka, Silber….

Nach dem Aufstehen ging es gleich auf den Rich Mountain. Ausgestattet wie Bergarbeiter kauften wir auf dem Minenarbeiter-Markt Geschenke (Koka, Zigaretten, Kekse und anderes) für die Kumpel.

Auf dem Berg bekamen wir eine Vorführung zur Dynamit-Sprengung, danach ging es in die Minen. Wir besuchten die z.T. sehr jungen Arbeiter und das unterirdische Museum. Anschließend erhielten wir eine Gratismassage - 6 Std. Ruckelpiste nach Uyuni.

Abends gingen wir noch Burger essen und spielten Karten.

05 Apr. 2005 • Uyuni - Salar de Uyuni

Saskia
Wir auf dem Salzsee

Wir starteten heute unsere 2-Tages-Jeep-Tour zu den Salzseen und ins Hochland von Bolivien. Nach einem gemütlichen Vormittag fuhren wir mit zwei Jeeps in den Salar de Uyuni. Durch Wasser und Salz gings Richtung Fischinsel, auf der es riesige Kakteen zu bestaunen gibt. Die braune Insel hebt sich klar aus dem "Weißen Meer" heraus. Wir hatten eine tolle Aussicht ueber die Weite des Salars.

Dann steuerten wir unser Quartier an: Eine Lodge am Rand des Salzsees - und entgegen den Vorhersagen ist es nachts überhaupt nicht kalt, sondern angenehm warm.

06 Apr. 2005 • Chuvica

Karin
Geysire
+1
Geysire

Zehn Stunden Offroad :-)

Im Dunkeln fuhren wir um 5.15h morgens los. Schaukelnd gings durch die wunderschöne Landschaft zum Valle de Roccas. Wir kletterten etwas auf den Steinformationen herum und weiter gings durchs Hochland zur Laguna Colorado mit ihren Flamingos. Wir besichtigten in dieser Mondlandschaft fauchende Geysire und die "Thermalbaeder" der Laguna Blanca - eine Mauer und ein kleines Becken.

Dann passierten wir die chilenische Grenze und wurden durchsucht wie noch nie. Endlich in San Pedro…

Abends feierten wir noch feuchtfröhlich den Abschied von Schimmi, weil sie schon einen Tag vor uns abreisen musste.

07 Apr. 2005 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Beatriz im Valle de la Muerte
natürliches Kunstwerk im Valle de la Muerte

Unser letzter Tag

5.45h - wir verabschiedeten Schimmi, die leider schon abgeholt wurde. Zurück ins Bett - Ausschlafen!!

Nach einem leckeren und gemütlichen Frühstück schlenderten wir noch durch das sonnige San Pedro. Eine wirklich gemütliche Kleinstadt. Nun wartete unser Bus der uns durch das Dino-Tal und das Valle de Muerto nach Calama brachte.

Auch den Rest des Tages konnten wir relaxed verbringen und die letzte Chance nutzen, um Geschenke einzukaufen. Dann folgte unser letztes Abendessen in Südamerika :-(

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gingen wir ins Bett. Das war´s.

08 Apr. 2005 • San Pedro De Atacama

Abschiedsfoto
Abschiedsessen

Nach einer späten und lustigen Nacht in einem Pub wurden die ersten um 06:30 Uhr aufgeweckt, die Anderen um 7.00!. Karin und Saskia waren die ersten, auch beim Frühstück.

Dann ist unser Taxi gekommen, das sie zum Flughafen gebracht hat. Nach einer Weile fuhren dann schon die nächsten zum Flughafen und trafen Karin und Saskia beim Kartenspielen!

Das Einchecken war schnell und locker. Danach haben wir die anderen im Café des Flughafens getroffen und Melanie hat ein kleines Testspiel über unsere Reise gefürt :-)

Dann kam der Abschied. Oh - das war traurig! Und dann merkte ich noch, dass ich das Gruppenfoto vergessen hatte! Aber ein guter Mann erlaubte mir, in den Wartensaal einzutreten. So konnte ich doch noch unser Abschiedsfoto machen! Noch einmal umarmten wir uns und sagten Tschüss!.

Auf Saskia warten noch zwei Wochen Aufenhalt in Santiago, da sie ihren Spanisch-Sprachkurs machen wird!. Die anderen fliegen weiter nach Frankfurt und werden dann bald wieder zu Hause ankommen :-)

Beatriz fährt heute Abend nach Peru. Sie macht noch einen Stopp in Arequipa und am nächsten Tag geht sie nach Lima. :-)