Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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In Madrid traf sich die ganze Gruppe, bis auf Edith und unser 15-stündiger Flug nach Santiago ging los. Wir saßen alle zusammen und konnten uns gleich mal ein wenig kennenlernen. Obwohl Wolf II Incognito kam, war sein Lederhut noch im Rucksack versteckt!
Die Schweiz wurde erfolgreich von Hans-Peter vertreten, der Norden allein von Ahlke. Der wilde Süden war stark vertreten durch Ria, Wolf II , Ingo und Karina; und Volker unser Saarländer ist zu Karinas großer Freude auch ein Vegi! Unser Berliner Kindl Nicole stieß in Madrid auch zur Gruppe. Über den Flug gibt es ansonsten nicht viel zu sagen, allerdings war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, was uns nach der Landung erwarten würde. Wir standen schon mit unserem Gepäck abmarschbereit im Gang, als plötzlich die Durchsage vom Kapitän kam, dass “wir” kontaminiert sind - sprich: ein Fluggast hatte Fieberanfälle. Daher kamen zwei Ärzte mit Mundschutz an Bord, um ihn zu untersuchen. Danach verließen die zwei Doktoren wieder eiligst den Flieger; die Luken wurden geschlossen, und die nächste Info lautete, dass wir erst nach Überprüfung der Blutprobe den Flieger verlassen dürften.
Wilde Gerüchte von Malaria, Gelbfieber, Ebola und Drogen kursierten – angeblich war es ein Franzose der vorher in Afrika war. Nach weiteren zwei Stunden wurden wir langsam nervös… das Fieber machte sich breit…, keiner traute sich zu husten. Bis es schließlich hieß, wir kommen in eine Quarantänehalle.
Stattdessen fuhren wir allerdings irgendwo an das Ende einer Rollbahn und mussten eine weitere Stunde warten. Ein freundlicher Fluggast neben uns meinte nur: Ihr habt es doch so gewollt – schließlich habt Ihr doch eine Abenteuerreise gebucht!
Kurz bevor das Denguefieber bei uns ausbrach, wurden wir überraschend entlassen - alles war wieder gut!
Am Airport wurden wir sehnsüchtig von Melanie, unserem City-Tour-Guide erwartet! Die Santiago Stadttour musste zwar stark gekürzt werden aber immerhin konnten wir noch den Regierungspalast besuchen, kurz die Fußgängerzone kreuzen und zur schwangeren Maria auffahren. Dann wars schon wieder an der Zeit, unseren Flug nach Lima anzutreten.
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Auf der längsten Straße der Erde
Nach einer erfrischenden Nacht in der Horizontalen gab es ein leckeres Continental-Frühstück inclusive Nutella. So gestärkt stürzten wir uns in ein Extrem-Lima-Kultur-Programm. Eine nett lispelnde Fremdenführerin versuchte uns die rosentragende Jungfrau nahezubringen. "Mountaing ist very important", aber blutrünstig wie wir sind, konnten wir uns eher für die Totenköpfe und Gebeine in den Katakomben der 2. Kathedrale begeistern! So viele Schädel wie Einwohner Limas 1925.
An dieser Stelle müssen wir noch erwähnen, dass die Schweiz in Lima erfolgreich von Edith verstärkt wurde. Danach ein kurzer Stopover im Supermercado mit kleinem Kaufrausch; und dann ging es ab zum Strand.
Es gab ein leckeres Picknick am Strand und danach stürzten sich Wolf II und Ria (“die mit dem Wolf schwimmt”) todesmutig in die Fluten.
Weiter ging es im Bus Richtung Pisco immer der Panamericana Sur entlang. Auf vielfachen Wunsch unserer Raucher legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp ein, den Hans-Peter erfolgreich zum Erwerb von “Potenzmitteln” nutzte.
Um 20:30 Uhr kamen wir in unserem Hotel an. Nach einer Erfrischungspause fanden wir uns zum Pisco Sour-Ausflug im nächstgelegenen Lokal ein. Es wurde ein netter Abend mit Pisco und Tagebuch schreiben.
P.S.: Unser Schweizer Hans-Peter lebte im übrigen frei nach dem Motto: “Visa – die Freiheit nehm ich mir” oder “Lima soll schöner werden” und stellte seine Kreditkarten auf Limas Strassen (unabsichtlich) zur Verfügung.
Gott sei Dank rettete ihn seine Eidgenossin Edith.
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Noch ein tolles Erlebnis
Liebes Tagebuch – heute hatten wir einen wunderbaren Tag - die Sonne scheinte uns schon beim Frühstück ins Gesicht. Alke die sich heute wieder ein Megafrühstück einverleiben wollte wurde etwas nervös als sie den Käse und Schinken nicht finden konnte - aber Caly hat uns mal wieder aus dieser Situation gerettet.
Danach ging es mit unserem Bus zu den Galapagos Inseln für Arme, wir wurden gleich an den wartenden Massen vorbeigeschleust, ins Boot gesetzt und mit Schwimmwesten ausgestattet. Es gab viel zu sehen “el candelabrio“, ein Zeichen für Piraten und anderes Gesindel, Guano Haufen produzierende Vögel, Humboldt Pinguine, brüllende Seelöwen und viele Kormorane + Pelikane - alles aus nächster Nähe - wie bei ARD + ZDF…….
Als nächstes stand das Museum der Paracas Kultur auf dem Programm - danach war uns klar Kopfschmerzen in der heutigen Zeit haben andere Gründe und Folgen wie damals - sie kommen zumindest weder vom Kopfeinwickeln oder von Schädelbohrungen……
Weiter ging es über die Schotterpiste Richtung Wüste in ein Fischrestaurant direkt am Meer.
Unser nächstes Ziel war Ica - unser Hotel liegt mitten in einer Wüstenoase zwischen hohen Sanddünen und Palmen … es ist Gottseidank keine Fatamorgana.
Kaum angekommen mussten wir schon los zu Buggy-Wüstensafari. Es gab zwei Buggys-eine “Soft“ und eine “Hordcore“-Version - viel Sand wehte uns ins Gesicht und knirschte uns zwischen den Zähnen. Es ging wild auf und ab teilweise in Schräglage. An einer Düne hielten wir an und es wurden die Sandboards ausgepackt und erstmal getestet (liegend, sitzend, stehend).
Einige Mutige: Edith, Ria, Wolf und Caly wagten sich dann noch an eine hohe und steile Riesendüne runter! Zum Abschluss hatten wir dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang mitten in der Wüste! Nach der Rückfahrt haben wie uns den Sand im hauseigenen Swimmingpool abgespült…
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Morgens um 6:30 Uhr quälten sich Ria, Karina und Wolf II aus dem Bett, um die Sanddünen hinter unserem Hotel zu besteigen. Der Aufstieg war anstrengend, dafür wurden sie mit einem schönen Blick auf die Oase belohnt und das Runterlaufen war beinahe wie schweben.
Das Frühstück im Garten neben dem Pool mit Blick auf die Dünen war grandios.
In Ica besuchten wir noch kurz den Stadtfriedhof, wo die Leute in mehrstöckigen Gruften beerdigt wurden. Dann ging es zur Piscobrennerei - dort wurden wir in die Geheimnisse des 60prozentigen Piscos eingeweiht. Ingo traute sich als Erster zu testen. Nachdem er überlebt hatte … alle anderen auch. Anschließend "mussten" wir natürlich auch alle anderen Varianten testen.
Unsere Fahrt ging weiter Richtung Nasca. Im Maria Reiche Museum erlebten wir unsere ersten Alpakas - sehr zutraulich und anschmiegsam und nebenbei waren die Forschungsarbeiten und -berichte auch noch sehr interessant. Zum Abschied bekamen wir noch einen Schnellkurs in Alpaca-Fortpflanzung :-).
Am Flughafen nahmen wir die kleinen wackeligen Maschinen mit Begeisterung wahr und gingen ohne weitere Verzögerungen in die Lüfte. Nicole, Ingo, Edith, HP und Wolff II konnten den Flug in vollen Zügen geniessen - der Rest hatte leider gemischte Gefühle zwischen Übelkeit, Schweißausbrüchen, Schwindel und kleinen Panikattacken :-(. Ist ja auch kein Wunder, denn der Pilot flog jede Figur einmal links und einmal rechts in schräger Kurvenlage an. Realistisch gesehen passen mehrer Busse in eine solche Figur.
Ingo hat sich dann beim Ausstieg gleich noch am Flügel einen blutigen Kopf geschlagen - aber Verluste gibt es bei der Fliegerei eben immer und außerdem hatte Nicole immer das richtige Mittel! Unsere erhitzten Gemüter konnten wir im Hotelpool abkühlen und beim abendlichen Erdofenessen war schon wieder alle svergessen :). Volker hatte die Cocablätter, die geopfert werden sollten lieber alle gegessen, war aber danach auch nicht willenlos genug um den Feuertanz mitzumachen. An dieser Stelle nochmal Danke! an unsere Opfer Ria und Wolf II. !
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Zu Ahlkes Freude gab´s heute unaufgefordert leckeren Käse zum Frühstück, ihr zweites Lieblingsthema "die Verdauung" diskutierte sie lieber den Rest des Tages - schade für H.P. :-).
Das Highlight des Tages war heute die Besichtigung der Nascagräber / Necropolis - 12 Gräber konnten wir sehen - farbenfroh und enthusiastisch geschildert von unserem lokalen Guide Orlando, der übrigens unbedingt einen deutschen Satz lernen wollte. Leider kam dieser von Ingo: "Guckst du Loch - Scheiße Grabräuber".
Es kam danach eine sehr lange lange Fahrt auf der Panamericana, entlang steiler Abhänge, wilder Küsten, bizarrer Felsformationen, Dünenlandschaften und farbenfrohen Reis- und Maisfeldern im Tal. Das war unser letzter Tag am Meer! Spät abends kamen wir in Corire zum Flussshrimpsessen an. Hmmm lecker :).
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Nachdem diesmal die Frühstückszeit nicht genau geklärt war, erschienen die Einen schon um 07:00, die Anderen erst um 07:40. Danach ging es los zu unserem ersten Ziel, den Petroglyphen - deren Motive sich im Großen und Ganzen wiederholen: Füchse, Lamas, Schamane. Wir grübelten kurz über die tiefere Bedeutung dieser Zeichen - wahrscheinlich handelt es sich aber nur um einen Zeitvertreib der Hirten auf ihrem Weg ans Meer.
Auf dem Weg über die Pässe der Anden fuhren wir in die Höhe. Auf 3.200 m Höhe bereiteten unsere Fahrer einen leckeren Salat und wir machten ein gemütliches Picknick. Gut gestärkt ließen wir die Kühe hinter uns und bekamen von Carlos Tabletten gegen die Höhenkrankheit. So kippte auch niemand von uns auf der Höhe von 4.800 m um und wir genossen stattdessen die Aussicht!
Nun war es nur noch wenig Zeit bis zu unserem Hotel und unsere Stimmung steigerte sich von Minute zu Minute, bis wir das Dorf Huambo erreichten. Dort angekommen, erfuhren wir, dass es Probleme bei der Überquerung eines Wasserlaufs geben könnte. Mit leicht angeschlagener Stimmung fuhren wir zu dem, was mal eine Brücke gewesen war. Hier konnten wir trotz der vorhandenen weltweiten Erfahrung nichts ausrichten - kein Ankommen, kein Hotel, stattdessen durften wir die ganze Strecke über sechs Stunden wieder zurückfahren…über die Schotterpiste.
Der Bus verfiel nun in Schlaf und überließ unserem Fahrer Henri alles Weitere. Sein Zorn ließ uns in nur drei Stunden wieder ein ordentliches Stück Straße erreichen, so dass wir um 23:30 Uhr endlich in Arequipa in die Federn fallen konnten.
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Frühstück war heute dank unserer strengen Nacht erst für 8 Uhr angesetzt und mit einem neuen Highlight: ein gekochtes Ei. Anike war so gerührt, dass sie erstmal ein Tempo zücken musste.
Heute galts unsere Colcataltour vom Vortag nachzuholen. Unterwegs sahen wir viele Vicuñas, Llamas und Alpacas! Und unsere heissersehnten Coca-Tee konnten wir auch endlich probieren, der Tee schlug uns nicht mehr an. An der höchsten Stelle des Passes auf 4.850 m hielten wir an, um die Steinmännchen Appacellas zu bewundern und die Höhe zu fühlen. Gegen 14 Uhr kamen wir im Colca Tal an und bekamen erstmal ein phantastisches Bufett, mit einem sehr netten Koch und peruanischer Begleitmusik. So gestärkt schlenderten wir erstmal durch den Markt, wo auch einige von uns ein paar Sachen erstanden.
Nun standen die heissen Quellen auf dem Programm und andere von uns fuhren mit dem Mountainbike … war eine wunderschöne Strecke, nur leider etwas kurz.
In den 40 Grad heissen Quellen liessen wir uns eine Stunde garen bis es Zeit wurde zum Hotel zu fahren. Es war eine schöne Fahrt entlang des Tals. Wir sahen viele Bauern in traditionellen Gewändern, die ihr Vieh zurück ins Dorf trieben, die als Terassen angelegten Felder und unser Guide erklärte uns viele interessante Dinge über die Bewohner, die angebauten Früchte und den Straßenbau.
Um 19 Uhr kamen wir wieder bei Dunkelheit in unserem Hotel an.
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Ein Condor
Nach dem Frühstück in Cabanaconde fuhren wir zum Cruz del Condor um Condore zu sehen.
Der schnelle Johan, unserer peruanischer Colca-Tal Führer, erzählte uns über das Leben zur Inkazeit,die Bedeutung von Lamas, Alpacas und Vicuñas, der Landwirtschaft und das Leben der Menschen in der heutigen Zeit.
Am Condor-Platz trafen wir anfangs nicht auf die großen Könige der Lüfte - dafür auf viele lauernde Touristen. Nachdem wir schon aufgegeben hatten zu warten, schwebte ein Condor an Calys Kameralinse vorbei.
Neu motiviert wanderten wir mit Johan 45 min. an der Schlucht entlang. Diese ungewohnt sportliche Aktion unsererseits schien die Condore gnädig zu stimmen und es ließen sich noch einige blicken. Immerhin ist die Colca-Tal Schlucht eine der Tiefsten der Erde. Auf dem Weg nach Chivay machten wir noch an einigen schönen Aussichtspunkten Halt, sahen einen Friedhof aus Inkazeiten und probierten sehr gesunde, saure Kaktusfrüchte.
Mittags machten wir, um der Hitze zu entgehen, nochmals in Chivay Rast, und dann ging es wieder über den Pass zurück nach Arequipa. Dort angekommen waren wir froh, jetzt zwei Tage nicht mehr Busfahren zu müssen-wir waren schon an kollektivem Hirnrüttel-Trauma erkrankt, und Caly wird froh sein, da er jetzt nicht mehr dauernd hört: Caly wie weit noch, Caly warum machen wir Pause….
Abends waren wir dann im viventura-Büro zum Grillen eingeladen. Vom schönen Gebäude mit Pool und Garten waren wir beeindruckt. Vom guten Essen angetan, konnten wir auch mal andere Leute als Caly mit Fragen bestürmen und zu guter Letzt bekamen wir noch ein T-Shirt geschenkt.
Volker meint, in unserem Bericht fehlt noch eine Abhandlung ueber den Coca-Tee, dem traditionellen Anden-Getränk, quasi ein Allheilmittel gegen Höhenkrankheit, Magenbeschwerden und allgemeine Kraftlosigkeit. Die Teebeutel-Variante bestand nicht unseren Test. Bei der Zubereitung empfiehlt es sich, viele Blätter in eine Tasse zu stopfen. Diese übergiesse man anschließend mit heissem Wasser. Nach 5 min. sollte sich eine leicht grüne Farbe erkennen lassen.
Eine Verbindung von angenehmen Körper- und Gefühlszuständen und dem Genuss von Coca Tee konnten wir zu unserem großen Bedauern leider noch nicht feststellen.
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Endlich können wir wieder fliegen
Heute sind wir etwas später aufgestanden, weil wir gestern noch unseren ersten freien Abend trotz unseres Alters in einer Pisco-Bar verbrachten. Allerdings wurde die Kneipe schon nach einem Getränk geschlossen. Da leider alle Kneipen in dieser Straße nicht geöffnet hatten, kehrten wir halb verrichteter Dinge wieder ins Hotel zurück.
Um 9:15 Uhr trafen wir uns vor dem Santa Catalina Kloster, wo wir über das Leben und Sterben der Dominikaner-Schwestern von unserer Führerin aufgeklärt wurden. Unsere Führungen erfreuen sich auch bei allen anderen deutschen Touristen großer Beliebtheit - wir haben immer Mithörer im Schlepptau.
Zu Hochzeiten des Klosters waren über 550 Nonnen als Dienerinnen hier - teilweise im Einzelhaus mit Küche und Nebenzimmer. Heute unterliegen die Nonnen einer strengen Klausur.
Den Rest des Vormittags hatten wir für uns und konnten so noch ein wenig durch Arequipa bummeln.
Um 14:20 Uhr flogen wir zusammen nach Cusco. Unsere beiden 4–Tage Inka-Trailer bekamen ihre Instruktionen für den austehenden Trek am nächsten Tag. Wir anderen haben jetzt zwei Tage frei und können endlich mal E-Mails schreiben.
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Inkatrail…
4-Tages-Inkatrail:
Nach 3-stündiger Busfahrt erreichten wir Ollantaytambo, unseren Einstieg in den 4-tägigen Inkatrail. Mit unserem Guide Gilberto, zwei Engländern, einem Kanadier und vielen Trägern machten wir uns auf den Weg. Dieser führte uns erst durch Trockenland, danach im Seitental durch erste Dschungelausläufer zu unserem ersten Campingplatz oberhalb von Wayllabamba (3200 m, 14 km, Gehzeit 4 Stunden).
Auf unserem Weg sahen wir die Inkastadt Llactapata, terrassenförmig angelegt mit Feldern und ehemaligen Wohnhäusern. Weiterhin passierten wir etliche Dörfer der Indigena und konnten sehen, wie sie leben. In Wayllabamba gab es sogar ein kleines Shopping-Center (Visa und Mastercard wurden akzeptiert ;-)
Der kulinarische Aspekt kam natürlich nicht zu kurz. Zu Mittag gab es Spargelsuppe, Spaghetti mit Tomatensoße und Cocatee. Abends zauberte unser Chef de Cuisine Gemüse-Nudel-Suppe, gebratenes Fischfilet und zum Dessert Mazamorai - eine Art peruanischer Wackelpudding, nur viel besser!
Um 20:45 Uhr suchten wir dann unsere Schlafsäcke auf.
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Inkatrail, der zweite Tag
Cusco - Daheimgebliebene:
Da es für unsere „Cuscenos“ kein offizielles Programm gab, machten alle was sie wollten und trieben sich in Cusco herum. Somit gibt es für diesen Tag nicht viel weiteres zu berichten, außer dass Edith mal wieder mit leckeren Jungs an der Bar gesehen wurde :-)
Die in Cusco-Gebliebenen berichten: Heute war allgemeiner Ausschwärmtag, die Einen schliefen aus, die Anderen gingen auf Shopping- und Cuso-Entdeckungstour. In Cusco ist auch allerhand geboten, sogar eine Demonstration gegen den Präsidenten konnten wir live miterleben. Es gibt auch viele schöne Gassen durch die man schlendern kann, nette Cafes und Restaurants mit schönem Ausblick auf die Stadt und natürlich riesige Shoppinggassen: alles ist so schön bunt hier :-)
Um 2 Uhr wurden wir von unserem in Cusco geborenen einheimischen Führer abgeholt, dessen Abstammung irgendwo zwischen Atawaipa und Erich von Däniken liegt. Als erstes besuchten wir La Catedral, eine große Kirche, die ganz sicher komplett von Inka Gold bezahlt wurde. Weiter gings zu Fuß zu Qorikancha dort sind noch viele Reste der ehmaligen Inka, Venus und Sonnentempel erhalten, hier erhielten wir unseren ersten Schnellkurs über Astrologie; Sonnenwende, Winterwende und der perfekten Bauweise der Inkatempel. In seinem Vortrag verwandelte sich unser Führer immer mehr zum Schamanen :-)
Schon als Kind hat er in den Ruinen der Tempel gespielt. Wichtig in seinen Vorträgen waren auch Opferrituale und besonders die heiligen Tiere (der Puma ist unser heiliges Tier) Unser nächster Stopp war der auf dem Berg gelegene Saqsazwaman Inka Tempel – hier zeigte uns unser Guide für ungeübte Touristenaugen kaum sichtbare Tiere, wie die Schlange, das Lama oder das Lama mit dem Wasserkopf (soll übrigens ein glückbringendes Zeichen sein – ebenso wie Zwerge und Kleinwüchsige – die waren damals als gute Hexen ganz groß im Rennen). Als wir ihn fragten, ob das ein Scherz sei um kleine Touristen zu narren zog sich sogleich der Himmel mit schwarzen Wolken zu und es donnerte bedrohlich. Gut, dass ein Kraftstein in der Nähe war, um uns wieder mit neuer Energie aufzuladen.
Ehrfurchtsvoll schlichen wir hinter ihm her um uns doch noch die Ruinen der Inka Sternenwarte anzuschauen. Trotz unseres Frevels führte unser Guide uns dann sicher in die Stadt zurück.
Spruch des Tages von Volker als wir einen Schaeferhund beim Tempel sahen: Schaeferund bei uns iste eine heilige! P.S. An dieser Stelle möchten wir noch ein großes Geheimnis lüften: Annike = AHLKE!!!!!!! 4-Tages-Inkatrail: Wir wurden um 06:00 Uhr mit Cocatee geweckt und mit Porridge, Fruchtsalat und Pancake für den kommenden Tag gestärkt. In zwei Etappen ging es dann auf den Pass der toten Frau auf 4200 m durch Dschungel und andine Pampa, über ziemlich steile Treppen und über Stock und Stein. Oben angekommen, war die Begeisterung groß, es geschafft zu haben; hinzu kamen die schönen Ausblicke. Allerdings wurde es dann ziemlich kalt und wir brachen wieder auf: 700m talwärts, meist über Treppen, teilweise fühlten wir uns wie „Gorillas im Nebel“.
Unten erwartete uns schon das gewohnt umfangreiche Mittagessen und die Entscheidung, über einen weiteren Pass zum nächsten Campingplatz bei der Siedlung Sayaqmarca weiterzuwandern.
Also ging´s nochmal 400 steile Höhenmeter aufwärts. Dabei passierten wir unsere erste Inkaruine. Von dort gab es einen schönen Blick zurück ins Tal und zum Pass „der toten Frau“ (im Profil erkennbar). Alle waren etwas müde, aber die Sonne schien; und die Aussicht auf den Zeltplatz als nächstes Ziel trieb uns bergab. Wie üblich steil, neblig, Treppen und durch Dschungel, aus dem plötzlich Sayaqmarca herausragte. 15 Minuten später am Zeltplatz genossen wir den Blick über die Wolken und unser 3-Gänge-Abendessen. Danach regnete es. Auch beim Waschen - der Weg zu den Baños war weit - und beim zu Bett gehen regnete es noch. Pfui ist das nass!. Geschüttet und gewindet hat es dann die ganze Nacht :-( doch im Gegensatz zu den anderen Zelten hielt unseres dicht.
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Das wird sehr anstrengend!
Schon früh am Morgen wurden wir geweckt, da unser Zug, der Backpacker Express, schon um 6.15 Uhr Richtung Machu Picchu startete. Die Fahrt dauerte insgesamt 4 Stunden, unter anderem auch deswegen, da der Zug um den Berg in Cusco zu überwinden immer wieder die Fahrtrichtung änderte. Die Landschaft veränderte sich auch immer mehr von alpenähnlichem Panorama in eine Dschungellandschaft mit Kakteen, Orchideen und im Hintergrund erschienen die weißen Spitzen der 5000er Berge. Bei Kilometer 104 war es an der Zeit auszusteigen. Wir liefen über eine Hängebrücke, die über einen reißenden Fluss führte. Am Ende mussten wir uns am Wärterhaus registrieren lassen. Letzte Vorbereitungen wurden hektisch getroffen: Hosenbeine abgezippt, Sonnencreme gezückt, Rucksäcke aufgeschnallt und los gings.
Der erste Tempel war nur 10 Minuten entfernt und von unserem Guide Cäsar erhielten wir erste Infos über Bauweisen der Inkas. Die Sonne schien uns mit voller Kraft auf den Kopf und schwitzend machten wir uns weiter auf den Weg. Nach 45 Minuten entschieden sich Calli und Nicole zur Umkehr, die hatten wahrscheinlich durch die lange Bahnfahrt ihre Liebe zur Schiene entdeckt – denn der Weg nach Aguas Calientes führt entlang der Bahnlinie- immerhin auch lange 8 km! Wir Anderen machten uns schnaufend weiter auf den Weg durch die Bergschluchten, immer weiter zu den Ruinen nach Winay Wayna.
Wir kamen an einem wunderschönen Wasserfall vorbei, an dem wir kurz Halt machten. Schmetterlinge nutzten dies, um sich gleich auf Edith niederzulassen. Der Wald verwandelte sich in einen Dschungel und die Temperaturen waren durchaus tropisch.. Nach zwei Stunden erreichten wir Winay Wayna. Cäsar machte uns auf die verborgenen Zahlenlehre der Inkas aufmerksam und das von den Spaniern falsch verstandene System von Condor (Welt der Goetter), Puma (Welt im Hier) und Schlange (Welt des Schlafes und Todes). Mittags machten wir in der ehemaligen Herberge Rast, wo wir auch auf unsere 4-Tage Inka Teilnehmer trafen, die zu unserer großen Überraschung frisch aussahen, aber leider nicht so rochen :-)
Unser Guide trieb uns gleich nach dem Essen an. Durch den Nebelwald führte uns ein schöner schattiger Weg zum Sonnentor und nachdem wir die letzte steile Treppe überwunden hatten, konnten wir endlich Machu Picchu sehen. Wir setzten uns vor das Sonnentor und genossen die Sonnenstrahlen und den Anblick – natürlich durften die obligatorischen Fotos nicht fehlen. Ahlke im Fotomodellrausch beschädigte gleich mal die Mauer vom Sonnentor. Deswegen mussten wir fluchtartig den Standort wechseln. An einem Hexengrab kamen wir auch vorbei! Direkt auf einer Wiese mit Blick auf Machu Picchu machten wir nochmal Halt und konnten die Tempelanlage im goldenen Licht der Abendsonne genießen. Mit dem letzten Bus fuhren wir nach Aguas Calientes. Beim Abendessen ließen wir den schönen Tag Revue passieren und waren natürlich mächtig stolz auf uns! 4-Tages-Inkatrail:
Regenbedingt war die Nacht etwas unruhig. Der schöne Blick aus dem Zelt auf die schneebedeckten Berge in der Ferne entschädigte für alles, ebenso der Cocatee im Schlafsack und später das gute Frühstück.
Als die Sonne begann, den Trail zu bescheinen, strebten wir diesem warmen Fleckchen zu; und so begann unser Weg über die Höhen. An weiteren Inkasiedlungen vorbei, durch Dschungel, Tunnels und über glatte, regennasse (!!) Stufen ging es steil hinab. Die schönsten Flechten, Blumen und Vögel begeisterten uns, dennoch erreichten wir schon um 11:30 Uhr unser Ziel: Winay Wayna.
Dort bekamen wir unser Lunch und trafen auf unsere 2-Tages-Inkatrailer. Trotz des vergleichsweise kurzen zurückgelegten Aufstieges sahen einige recht angestrengt und verschwitzt aus. Darum verließen wir sie bald, um die Ruinen von Winay Wayna zu besuchen. Besonders beeindruckten uns dort die intakten zwölf Bäder, durch die wie zu Inkas Zeiten das Wasser von Bad zu Bad floss. Leider sahen die Ruinen im Sonnenlicht nicht nur traumhaft aus, sondern auch die Insekten stachen extrem gut. Dumm wenn man vergisst, das extra gekaufte Insektenschutzmittel aufzutragen.
Der Tag endete nach dem Abendessen damit, dass Gilberto seine Mannschaft vorstellte und wir dasselbe taten. Mit Bier und Wein aufgelockert war dies das feierliche Ende des gemeinsamen Trails.
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Um den großen Touristenmassen zu entgehen machten wir uns schon um 6.30 Uhr mit dem Bus auf zum Machu Picchu. Gleich nach der Ankunft trafen wir Wolf II und Ria - endlich waren wir wieder glücklich vereint.
Mit Cäsar streiften wir zwei Stunden durch die Tempelanlage. Zuerst besuchten wir den Sonnentempel. Das Haus daneben wurde lt. Cäsar fälschlicherweise als Prinzessinenwohnung bezeichnet. Zitat Cäsar: „Neben so etwas wichtigem und heiligem wie dem Sonnentempel würde man doch keine Frauen einquartieren.” Wir Mädels beschlossen, den Tempel ab sofort MACHO-Picchu zu nennen. Als wir die weitere Sensation, den Stein mit den 36 Ecken anschauen wollten, thronte darauf Caly unser Tourgott!
Danach konnten wir alle die nächsten paar Stunden nach Lust und Laune verbringen. Edith, unsere schweizer Bergziege, Karina und Wolf II beschlossen, den nahegelegenen Wayna Picchu zu besteigen. Lt. Cäsar braucht man dafür ca. Zwei Stunden hin und zurück mit Fotostopp. Unsere 3-er Gruppe brauchte kurze 2,5 Stunden für diese Unternehmung – allerdings nicht ganz wie geplant. Während Edith vernünftig den Berg bestieg und Machu Picchu genoss und dann wieder wie geplant nach unten ging, beschlossen Wolf II und Karina in einem Anflug jugendlichen Leichtsinns kurzerhand, den Wegweisern zum Mondtempel zu folgen. Immerhin gab es einen solchen Wegweiser schon beim Aufstieg. Anfangs waren wir noch ganz euphorisch – ein wundervoller Weg – steile Treppen, geheimnisvolle Höhlen und sogar Leitern – alles, was das Abenteurerherz begehrt! Nach einer halben Stunde bergab wurde uns das Ganze allerdings etwas unheimlich – ein unbekanntes Ziel auf unbekannten Wegen kann ja überall hinführen!
Glücklicherweise erreichten wir aber dann den Tempel – aber die große Überraschung kam erst jetzt – von dort aus war weit und breit kein Machu Picchu mehr zu sehen. Also nutzten wir den angegebenen Weg, der uns tatsächlich wieder zum Hauptweg zurückführte – allerdings wieder steil bergauf mit vielen Treppen! Und die Moral von der Geschicht – geh mit Wolf in den Tempel nicht :-) Die anderen erwarteten uns schon voller Sehnsuchts, da wir nun endlich zum Mittagessen gehen konnten!
Nach einer ausgiebigen Stärkung ging es im Zug und Bus zurück nach Cusco. Den Abend verbrachten wir erholsam in einer Kneipe!
4-Tages-Inkatrail:
Schon um 03:50 h mussten wir heute aufstehen. 04:30 h Frühstück, 05:00 h Aufbruch. Das betraf vor allem die Träger und Gilberto, die um 06:00 h am Fluss Rio Urubamba den Zug heimwärts nahmen.
Wir passierten um 05:30 h das Gate Richtung Sonnentor. In der Halbdämmerung ging es teilweise im Gänsemarsch mit den anderen Gruppen durch den Dschungel. Am Sonnentor angelangt sahen wir Machu Picchu im Morgennebel –endlich, wir sind am Ziel. Nun ging es nur noch zum Check-Point, wo wir auf die anderen trafen und den weiteren Tag gemeinsam verbrachten.
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Auf zum Titicacasee
Heute hatten unsere 4-Tages Trailer endlich mal die Gelegenheit Cusco zu besichtigen, zwar nur einen Vormittag, das reichte aber, um die “Sexy Woman” zu sehen und um durch die Gassen und um den Plaza de Armas zu schlendern.
Um 13 Uhr fuhren wir dann alle Richtung Titicacasee ab. Dabei ließen wir das hereinbrechende Gewitter mit Hagel glücklich hinter uns. Die Strecke führte uns durch ein Hochtal, die Dörfer schienen ausschließlich mit Lehm gebaut worden zu sein. Die lange Fahrt gipfelte wieder an einem Pass (4350m), ansonsten ließ sie sich mit Chips, Schokolade, Keksen und Hustenbonbons, die durchgereicht wurden, überstehen - nicht zu vergessen die Käsesandwiches, die wir in einem kleinen Dorfladen am Wegesrand erstanden – muy bien!
Gegen 8 Uhr erreichten wir schließlich Puno. Zum Originalreiseziel Capachica konnten wir wegen regenverschwemmter Straße nicht per Bus durchkommen. Das Abendessen im Hotel “International” war leider nicht ganz international wettbewerbsfähig.
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Allein unter Einheimischen
Leider mussten auch am Tag der Frauen die Mädels früh aufstehen. Auch die Geschenke unserer männlichen Mitreisenden waren in der klaren Luft des Altiplano nicht erkennbar. Die einzige wirklich erkennbare gute Tat vollbrachte Ha.Pe., der mit Hilfe seines schweizer Präzisionsmessers Ahlke´s Stirntaschenlampe heilte: "Schweizer Taschenmesser ist für uns heilig" ;-)
Gegen 8.15 Uhr wurden wir mit dem Bus in den Hafen verfrachtet, wo kiloweise Cocablätter gekauft wurden, bevor wir unser Boot bestiegen. Bei schönstem Sonnenschein schipperten wir auf dem Titicacasee hinaus zu den Uros-Inseln - eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schoen - Die Uros-Inseln sind komplett aus Schilf gebaut und nur mit vier Stöcken am Seeboden befestigt; die Insel schwankte bei jedem Schritt. Dieses Schilf ist übrigens nicht nur Baustoff sondern auch Lebensmittel fuer die Bewohner. Die kleine Rundfahrt auf dem Schilfboot mit "Kinderaussenbordmotor" war etwas langsam, deshalb kam noch ein zweiter zur Hilfe!
Weiter gings zur Halbinsel Santa Maria / Capachica. Hier wurden wir auf Familien aufgeteilt. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und die Zimmer waren schön dekoriert. Im Gemeinschaftshaus bekamen wir ein leckeres Mittagessen serviert.
Danach bestieg Wolf II mal wieder seinen üblichen Tagesberg und wir Anderen schlenderten durch den kleinen Ort und ließen uns auf einer Wiese gemütlich nieder. Ria versuchte noch vergeblich ihr Falschgeld in Umlauf zu bringen, aber leider nur mit mäßigem Erfolg !
Der Tag endete mit einem gemütlichen Abendessen, ertränkt mit Coca Tee, Bier und geschmuggeltem schottischen Whiskey. Der Höhepunkt für Ahlke war der Schokopudding zum Dessert: danach wollte sie sich die Kleider vom Leib reißen und im Hagel tanzen!
Da sich Hagel und Regen aber einstellte, wurden wir vom Wirt ins Bett geschickt - schade!
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Allein an der Grenze
Leider wird dieser Tagebucheintrag nicht ganz neutral ausfallen, da wir gerade in einer Kneipe in La Paz sitzen und meine Co-Autoren schon ihren 2. Mojito trinken. Da einer dieser leckeren Cocktails schlappe 1,80 Euro kostet wird dieser Abend noch schlimm enden! Nur gut, dass morgen unsere Mountainbike Tour auf der gefährlichsten Straße der Welt auf dem Programm steht…! Zu allem anderen wären wir wohl kaum noch in der Lage!
Doch nun zurück zum Tagesanfang… Nach einer sternenklaren Nacht begann unser Tag bereits gegen 6 Uhr früh. Als wir noch mit schlafverquollenen Augen aus unserer Hütte traten, wurden wir schon von der kompletten Familie mit einem fröhlichen “Buenos Dias!” begrüßt und unsere Zahnputz- und Waschaktion wurde begeistert beobachtet. Nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Weg zum Gemeinschaftshaus zum Frühstück. Danach gings wieder ab ins Boot nach Puno und wir fuhren flugs mit dem Bus an die bolivianische Grenze. Die allgemeine Nervosität stieg, immerhin wurden wir kurzfristig auf die Gefahren an der Grenze hingewiesen. Die Peruaner verabschiedeteten uns intensiv mit Geldzählen (unseres!), Leibesvisitation (Kokain!) und Stempel im Pass. Darauf waren wir bestens mit dem Hinweis “bleibt alle zusammen!” vorbereitet… Die Drogenlager in unserem Hauptgepäck wurden zum Glück nicht gefunden! Der halbschlafende bolivianische Grenzbeamte war auch kein unüberwindbares Hindernis ;-)
Auf unserer Fahrt nach La Paz lernten wir noch die Tiwanaku Kultur kennen. Sie lässt sich am besten so beschreiben: “Inka war nur ein schwacher Abklatsch”, oder wie die von Ricola sagen würden: “Und wer hat’s erfunden?” Von 6000ern berauscht, stürzten wir von El Alto hinab nach La Paz auf nur noch 3600m. Der Rest ist schnell erzählt: Wäsche abgeben, Essen gehen und Mojito trinken!
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Good Morning La Paz. Nichts ist mit Ausschlafen, um 7 Uhr wurden wir unsanft aus unseren schönsten Träumen gerissen. Heute war schließlich unser großer Downhill-Mountainbiketag.
Während der Rest unserer Gruppe noch entspannt im Bett liegen konnte, hieß es für uns „Glorreiche Sieben“ zu Fuß durch La Paz zum Treffpunkt zu spurten. Wie immer waren wir zu spät dran. Die Instruktionen waren relativ mager: Hose an, Handschuhe an, Helm an… Vamos!
Mit dem Bus ging es hoch nach La Cumbre auf 4640m Höhe; unsere Tagesmission lautete 3445m auf 64 Km Schotterpiste abwärts und möglichst nur an Stellen stürzen, wo noch keine Kreuze stehen. Die Bikes wurden verteilt, die Westen angezogen. Edith stellte sogar eines ihrer Coca-Blätter als Opfer für die Götter zur Verfügung. Bevor wir losfahren wollten, überzeugte uns Ingo - glücklicherweise - unsere Regenjacken anzuziehen. Das war auch gut so, denn kurz nach dem Start begann es intervallweise zu regnen.
Wir düsten durch Nebelschwaden nach unten, erst 20km auf Asphalt, danach 42 km auf Schotter, Staub und Sand. Mit der Zeit fing es richtig an, Laune zu machen, und wir bretterten ohne Skrupel hinter unserem Fahrradguide her. Natürlich schoss uns ab und zu durch den Kopf, was wohl wäre, wenn in der nächsten Kurve ein größerer Stein läge oder wir im Matsch wegrutschten. Denn links und rechts vom einspurigen Weg ging es kilometerweit nach unten. Wenn uns ein LKW entgegenkam, mussten wir alle anhalten, denn wer von unten kommt hat immer Vorfahrt. Aber wahrscheinlich waren unsere Gehirnwindungen durch die ganze Rüttelei schon so verknotet, dass uns nicht mal mehr die Kreuze am Wegrand abschrecken konnten. Nach fünf Stunden erreichten wir total verdreckt und verschwitzt die Dschungellodge. Hier warteten heiße Duschen, Handtücher und ein fürstliches Mal auf uns; das haben wir uns auch verdient.
Gegen 5 Uhr verließen wir die Lodge, die Affen, die Papageien, das Alpaca und den Hund. Mit dem Bus ging es wieder Retour über den Pass. Dabei konnten wir die Strecke und die Landschaft nochmal auf uns wirken lassen; wer rechts am Fenster saß, sah sich des öfteren im Abgrund liegen. Um 8.30 Uhr erreichten wir wieder La Paz. Volker, Nicole und Ahlke, die den Tag während unseres Tripps in La Paz verbracht hatten, erwarteten uns schon sehnsüchtig in der Hotellobby….von vielen Museumsbesuchen und vom Bummeln waren sie natürlich hungrig. In einem etwas seltsamen bolivianischen Restaurant mit äußerst trinkfreudigem Wirt samt Gästen ließen wir den Abend ausklingen. Das Highlight war der Gratisschnaps, den er uns anbot; ein großes Schnapsgefäß mit eingelegter Boa.
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Morgens flogen wir von La Paz aus nach Sucre. Start und Landung waren das Spannendste, da die Start- und Landebahn jeweils bis zum äußersten ausgenutzt wurden. In Sucre angekommen, machten wir uns gleich auf, die Stadt zu erkunden. Es ging durch den zentralen Markt, in dem es von CDs bis zum Schweineohr alles gab. Danach trennten sich unsere Wege in kleine Gassen, Vegi-Restaurants und Internetcafes.
Nachmittags war dann allgemeine Siesta angesagt… bis wir abends dann endlich ins selbstgewählte Gartenrestaurant El Huerto gingen. Unsere Männer haben als Pfadfinder leider total versagt, gut dass Cali durch mehrmaliges Nachfragen doch noch den Weg zur richtigen Hausnummer fand. Das Essen war so gut, dass es Wolf II gleich umhaute!
Der Abend endete hier nicht… wir suchten uns noch eine nette Kneipe an der Plaza, um unsere neu entdeckte Liebe zum Mojito/a auszuleben. Um 1 Uhr schwankten wir dann fröhlich nach Hause bis auf Cali und Nicole, die Ihren Hals nicht vollkriegen konnten, und Ahlke, die zudem noch ein Auge auf zwei trottelkappentragende Jungs geworfen hatte. Aber gegen 4 Uhr fanden auch sie immerhin trotz allem den Weg zurück ins Hotel.
Anmerkung der Redaktion: Zum Tagebucheintrag vom 9.3. bezgl. des Drogenschmuggels an der bolivianischen Grenze haben uns viele empörte "Anrufe" erreicht. O.k. hier also die Wahrheit - es waren lediglich ein paar Coca-Blätter und ihr wisst ja: Coca ist eine Pflanze und keine Droge… aber um euch, unseren treuen Lesern etwas besonders unterhaltsames zu bieten…
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Der Tag begann für fast alle mit einem entspannten späten Frühstück. Bis auf Cali, der noch seinen Schönheitsschlaf einhalten musste, starteten wir gegen 9:30 Uhr mit Marie Belle zum Stadtrundgang. Trotz Restalkohols einiger Teilnehmer hielten alle tapfer durch und überlebten selbst den Berganstieg zum Aussichtspunkt über Sucre. Danach war wieder Bummeln angesagt, bis wir gegen 14.30 Uhr zur Dinosauerierspurensuche aufbrachen. Mit Bauarbeiterhelmen ausgestattet, gingen wir durch einen abgearbeiteten Steinbruch. Dabei betrachteten wir die Dinosauerierspuren, die allerdings grundsätzlich auch vom Bergwerkbesitzer stammen könnten - aber wahrscheinlich sind wir alle nur völlig phantasielos.
So aufgeheizt brauchten wir etwas Zeit, bevor wir mit Cali zum Abendessen gehen konnten. Das Steak-House war für unsere Fleischfresser endlich mal der richtige Ort, um Ihre archaischen Tendenzen voll auszuleben - Hans-Peter fotografierte sogar sein 500g Steak! Die Vegis wurden mit einem Salat zum Schweigen gebracht.
Ja, und jetzt sitzen wir schon wieder in der gleichen Kneipe wie gestern und bestellen schon die zweite Runde… in diesem Sinne: Hasta luego!
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Da wir am Vortag zu unserem großen Entsetzen feststellten, dass uns ein Tag im Reiseverlauf fehlt, mussten wir Sucre frühmorgens verlassen. Gegen 11.00 Uhr kamen wir in Potosi an und besuchten dort gleich die Casa de la Moneda, ein schönes Gebäude mit einer Ausstellung der Geschichte des Silberbergbaus in Potosi.
Der Stadtrundgang nach dem Mittagessen fiel aus - stattdessen besuchten wir sofort die Mine. Vorher wurden wir natürlich mit Kleidung und Helmen ausgestattet und kauften Coca und Dynamit am Markt. Nein, es standen keine weiteren Selbstversuche mehr an, diese dienten lediglich als Geschenk für die Minenarbeiter. In den engen und niedrigen Stollen suchten wir vergeblich nach einem Silberadler und landeten stattdessen im Opferraum des Höhlengottes Tio - seine Frau Pachamama war auch da.
Dank unseres gut aufgenommenen Coca, Alkohol und Zigarettenopfers erreichten wir ohne Schädel- und Fußbrüche den Ausgang. Abends konnten wir noch durch den Ort bummeln und trafen uns später zum gemeinsamen Abendessen. Ingo konnte auch endlich seinen Geburtstagscocktail ausgeben.
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Während unserer terminlichen Aufholjagd machten wir uns früh um kurz nach sieben auf den Weg nach Uyuni. Die 6-stündige Fahrt führte uns bei „Engelreisewetter" durch andiges Hochland, "Grand Canyon" - Landschaften, vorbei an bizarren Felsformationen mitten in der Wüste.
In Uyuni verbrachten wir noch genügend Zeit mit Essen und Warten, um spät genug auf Tour zu gehen. Dann ging es endlich ab in die Salzwüste. In zwei Jeeps folgten wir dem Salzpfad bis uns als einzige Weiterfahrtmöglichkeit nur noch flaches Wasser offenstand. Salz, Wasser und Sonne ergaben die verschiedensten Farbkombinationen und wir fühlten uns teilweise wie auf einer Antarktisexpedition - unsere Autos sahen unter Ihrer Salzkruste so aus.
Gegen Ende der Tour kam nochmal Spannung auf - das Wasser wurde immer tiefer, doch wir konnten gerade noch den rettenden Damm erreichen. Gegen 19.20 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft und belegten Jeepweise unsere Unisex-Mehrbettzimmer.
Ja, die Nacht verspricht spannend zu werden… Gute Nacht Jim Bob, gute Nacht Mary Ann…
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Nachdem wir die Nacht sittsam im Bettensaal verbracht hatten, machten wir uns gegen halb sieben mit geputztem Jeep und nassem Beifahrersitz auf den Weg. Im Sonnenaufgang fuhren wir vorbei an europäisch geförderten Quinoa Feldern (das Inka-Getreide – besonders gut für Vegis). Durch den nächsten Salzsee heizten wir zügig durch und ließen dabei den regionalen Zug mit 18-28 Waggons hinter uns.
Nach dem Überqueren der Bahngleise wurde die Landschaft bergiger und die Pisten abenteuerlicher – wir ließen wundervolle Landschaften bei Mana-Musik auf uns wirken (sorry an dieser Stelle an den 2. Jeep), kamen vorbei an 7-farbigen Bergen, Lavafeldern, Dünen und den einen oder anderen packte beinahe die Wanderlust. Als erstes machten wir an einer Lagune Halt an der uns Vicuñas und Flamingos begrüßten. Nach einem Streckenabschnitt, der eher zum Wandern als zum Fahren geeignet war, erreichten wir mit der Laguna Colderada unser Mittagsziel, direkt an einem roten See gelegen. Der Ausblick tröstete uns über die teuren Toilettengebühren hinweg – und über das Essen!
Danach wanderten wir am See entlang, der Jeep fing uns allerdings am Ende der Strecke wieder ein und weiter ging´s. Bei den Dali Felsen machten wir einen kleinen Fotostopp und landeten schließlich bei 5000 Metern bei den Geysieren. Das höllische Blubbern und Dampfen trieb uns bald weiter und an der grünen Lagune machten wir den letzten Stop vor der chilenischen Grenze. Dort mussten wir uns nur kurz desinfizieren und durchsuchen lassen und konnten ohne weitere Vorkommnisse in unserem Bus in das 2000m tiefer gelegene San Pedro fahren – einem netten kleinen Ort in der Wüste! Wir wurden auf zwei Hotels aufgeteilt und bummelten vor dem Abendessen durch den Ort. Unser Abschiedsessen ging an viventura und wir saßen noch lange vorm Lagerfeuer, bei dem viele Drinks die Runde machten.