Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

25 Jan. 2005 • Santiago - Lima

Weiter Blick auf Santiago de Chile
Plaza de Armas

Die erste Stadttour in Lateinamerika

Als Matthias, Alexandra und Claudia nach einem langen Flug in Santiago de Chile ankamen, nahmen sie die Gelegenheit eine Stadttour mit Melanie zu machen wahr und erkundeten auf einer mehrstündigen Führung das schöne Santiago.

Nach der Stadtbesichtigung und wieder auf dem Flugfhafen von Santiago angekommen, konnten sie es kaum erwarten wieder in den Flieger zu steigen um nach Lima zu fliegen.

Fast um Mitternacht war es dann endlich soweit, die drei trafen in Lima ein und wurden von ihrem Reiseleiter freundlich in Empfang genommen.

Mit dem Bus ging es dann zum Hotel und auf der Fahrt gab es schonmal eine kleine "Einweisung" und Informationen zu unserer Reise. Unser Reiseleiter Eduardo beantwortete unsere Fragen und so konnten wir beruhight und erschöpft in unsere Betten fallen, denn nach so einer langen Anreise war an Ausgehen nicht mehr zu denken.

"Gute Nacht" in Lima.

26 Jan. 2005 • Pisco - Lima

Picknick am Strand
Unser Strand am Pazifik

Von Lima zum Pisco in Pisco

Nach unserem ersten Schlaftest im "Dreier" (Zimmer) erkundeten wir gleich in aller Frühe die Sehenswürdigkeiten von Lima: Plaza de Armas, die Kathedrale und viele alte Knochen in den San Francisco Katakomben.

Gegen Mittag haben wir die graue Millionenstadt Lima verlassen und sind mit unserem Kleinbus an der Pazifikküste entlang nach Pisco gefahren. Unser erster prall gefüllter Picknick-Korb - superlecker übrigens - wurde an einem verlassenen Strand heißhungrig vertilgt.

Zur Belohnung für die lange Reise gab es dann am Abend den wohlverdienten Pisco Sour in der kleinen Stadt Pisco.

27 Jan. 2005 • Pisco - Ica

Matthias beim Sandboarding
Auf dem Weg zu den Ballestas-Inseln

Zu Lande, zu Wasser und im Sande

Gleich morgens in aller Frühe ging es zu einer Bootstour auf die Ballestas Inseln, dem "Galapagos des armen Mannes". Wir konnten die natürlichen Lebensräume von Seelöwen, schwarzen Kormoranen und zig anderen Seevögeln sehen. Die Seelöwen waren besonders an uns interessiert und posierten geduldig für unsere Fotos.

Weiter ging es nach Paracas ins Museum, wo unser klasse Führer Carlos Lovera (Mr. Lover Lover) eine wirklich interessante Führung dargeboten hat.

Danach ging es zum Mittagessen in ein superleckeres Fischrestaurant. Da Claudia und Alexandra sich nicht für ein Gericht entscheiden konnten, kam der Koch persönlich mit einer Hand voll roher Fische an den Tisch und wir haben nach der Optik entschieden. Allerdings sah das Essen unseres Fahrers Ronaldo auch sehr gut aus, so dass er seinen Teller mit uns teilen musste.

Carlos hat uns auch die Pisco-Brennerei gezeigt und hat sich fleißig verleiten lassen einen Schnaps nach dem anderen mit uns zu trinken.

Gut angeheitert kam dann das nächste Highlight des Tages: Eine Jeep-Fahrt durch die Sanddünen mit Sandboarding zwischendurch. Claudia hat dabei einen so filmreifen Sturz hingelegt, dass sie nach der Jeep-Fahrt erstmal ordentlich spucken musste und den Abend nicht mehr gesehen ward. Bis auf ein paar Abschürfungen und Kopfschmerzen ist aber nichts weiter passiert.

So ging es für unsere Party-Claudi zur Abwechslung mal früh ins Bett.

28 Jan. 2005 • Ica

Alex im Pool
Gemeinsames Essen

Von der grünen Oase in den blauen Himmel

Die Erlebnisse von gestern sind wieder halbwegs "verdaut". Nach einem leckeren Frühstück in unserer kleinen Oase geht es mit unserem kleinen Bus weiter nach Nasca. Erster Stop war das Maria Reiche Museum. Hier stank es komischer Weise so dermassen nach Benzin, dass nun auch der zweiten Person der Magen kippte.

Aber unsere Führerin reagierte flexibel und disponierte ihre Erzählungen um. Danach wurde weiter umdisponiert.

Die Magenkranken ins Hotelbett, die Sonnenhungrigen in den Pool ;-). Erst am späten Nachmittag ging es dann mit der letzten Cessna in die Luft, um die mysterioesen Nasca-Linien zu bestaunen. Natürlich hat es sich Claudia nicht nehmen lassen, sich von Benjamin unserem Piloten sämtliche Funktionen der Cessna ausgiebig erklären zu lassen.

Jetzt warten wir gespannt auf unsere erste Pachamanca und danach geht es bei hoffentlich sternenklarem Himmel ins Planetarium, um noch eine weitere Theorie über die Nasca-Linien zu erfahren.

29 Jan. 2005 • Corire - Nazca

Claudia beim Tanz
Besichtigung des Chauchilla Friedhofes

Gringos am Atomic Beach

Mal wieder in aller Frühe sind wir mit unserem "Quatschkopf" Orlando zu den Gräbern der alten Nazca-Kultur gefahren. Dort durften wir in glühender Hitze alte Knochen, Mumien, Grabschätze und antike Dreadlocks der alten Schamanen bewundern.

Ohne Orlando ging es dann wieder etwas ruhiger weiter auf der Panamericana. Unterwegs haben wir dann am "Atomic Beach" haltgemacht und in praller Mittagshitze ohne jeglichen Schatten das mitgebrachte Picknick verschlungen. Da unsere Haut eh krebsrot von der Sonne war, haben wir uns im Anschluss an das Essen noch ein ausgiebiges Volleyball-Turnier und ein erfrischendes Bad im Pazifik gegönnt.

Völlig versandet (für die Österreicher also überall voll mit Sand) sind wir dann abends in Corire angekommen, haben lecker Camarones (Fluss-Shrimps) gegessen. Das ausgiebige Salsa-Tanzen in der Dorfdisco wurde vom DJ mit T-Shirts belohnt ("Gringo-Award").

30 Jan. 2005 • Corire - Cabanaconde

Unser Picknick
Bei Toro Muerto

Von "Null" auf 4.000 m

Völlig übermüdet nach der langen Salsa-Nacht haben wir Gringos die berühmten Petroglyphen von Toro Muerto am Morgen besichtigt.

Auf der Holperstrasse zum Colca Cañon durften wir dann den fehlenden Schlaf nachholen ;-) An Kilometerstein 54 sollten wir dann am einzigen Baum der kargen Wüstenland unser Picknick machen (O-Ton Chicho: Das ist der viventura-Baum!). Doch Alexandra war der Platz nicht gut genug: "Hier ess ich nicht, hier liegt Caca de Alpaca!!!" Also haben wir an km 63 gegessen, wo es zu unserem Glück auch mehrere private "baños naturales" gab.

Um den Höhenschock zu überwinden, stopften wir uns schon bald reichlich Coca-Blätter in den Mund und kamen zwar müde aber beschwerdefrei abends auf 3.300 m in Cabanaconde an. Claudia hat uns dann sofort in die katholische Messe geschleppt und war dann selbst zum Alpaka-Fleischessen zu müde. Mit dicken Socken und langen Unterhosen ;-) fanden wir endlich unseren wohlverdienten Schlaf…

31 Jan. 2005 • Arequipa - Cusco

Plaza de Armas in Arequipa bei Nacht
Aussichtspunkt "Cruz del Condor"

Wieder mal früh morgens sind wir zum Cruz del Condor aufgebrochen, um mit Gringos aus der übrigen Welt geduldig auf die fliegenden Kondore zu warten. Nach einer Stunde Warterei gaben wir auf, nur um 10 Minuten später wieder zurück zu fahren, da wir aus den Augenwinkeln doch noch einen Baby-Condor erspähen konnten.

Nach einer wunderschönen Fahrt durch das Colca-Tal und die Inkaterrassen gönnten wir uns in grösster Mittagshitze ein kurzes Bad in den heissen (40 Grad!!!) Thermalquellen von Chivay. Die dabei verbrauchten Energien wurden dann in einem superleckeren Buffetrestaurant mit traditioneller Inka-Musik wieder zugeführt.

Nach einem Kurzbesuch über den Wochenmarkt von Chivay ging es dann direkt nach Arequipa, wo André uns mit einem leckeren Abendessen (Alpaka und Strauss auf heissem Stein) verwöhnte.

01 Feb. 2005 • Arequipa

Kathedrale und Vulkan im Hintergrund
Kloster Santa Katalina

Unterwegs in der weissen Stadt - Teil I

Das erste Mal wirklich ausschlafen!!! Erst um 12.30 Uhr wurden wir mit dem Taxi zum viventura-Büro gefahren. Dort warten nicht nur nette Mitarbeiter, sondern auch ein leckeres Buffet auf uns ;-)

Nach einer lustigen Stunde wurden wir von Viviana zur Stadtführung durch Arequipa abgeholt. Erst wurde Alexandra vom schrecklichen Nonnendasein im Kloster Santa Catalina geschockt (O-Ton Claudia: "Ich bin Erstgeborene, mich betrifft das nicht!") Zum Ausgleich durfte sie sich dann ausgiebig an den unbekannten Früchten des heimischen Großmarktes laben (Claudia und Matthias haben natürlich auch gekostet).

Bei einem leckeren Bierchen in der Abendstimmung am herrlichen Plaza de Armas liessen wir dann den Tag ausklingen.

02 Feb. 2005 • Arequipa

Gruppenbild der süßen Kleinen
Alex und die niños

Unterwegs in der weissen Stadt - Teil II

Der heutige Tag war völlig sozial geprägt. Zunächst ging es mit Sarah zu den Sozialprojekten von viventura. Besonders herzlich wurden wir in den Kindergärten begrüßt und wir mussten aufpassen, dass Claudia und Matthias nicht jeweils ein Kindl im "Sackerl" versteckten, um es mit nach Hause zu nehmen. So viel Spass beim Spielen haben wir schon lange nicht mehr gehabt und die Kleinen waren völlig süss.

Während Matthias und Alexandra den Nachmittag im schattigen Garten des Hostals weilten, stürzte sich Claudia wagemutig auf die Strassen von Arequipa, um noch die restlichen Kirchen und Museen zu besichtigen. Sozial ging es auch hier zu, denn unsere "Alleingängerin" machte recht schnell mit dem feuchtfröhlichen peruanischen Karnevalsleben Bekanntschaft und kam nass bis auf die Knochen wieder im Hostal an ;-)

Unsere dritte soziale Ader liessen wir dann in einem kleinen Lokal walten, wo wir uns im wahrsten Sinne des Wortes durch die gesamte Speisekarte rauf und runter gegessen haben.

Einzig Alexandra bereute dies bereits eine kurze Weile später, als sie beim Shopping diverse Polohemden anprobierte (O-Ton Alexandra: "Ich ess nix mehr!").

03 Feb. 2005 • Cuzco - Cusco

Gruppenfoto ;-)
Cuzco, Plaza de Armas

Sexy Woman

Endlich haben wir Edwin! Mit Edwin (unserem Reiseleiter) sind wir gleich auch in die Luft gegangen - und direkt in der alten Inkastadt Cusco gelandet. Hier haben wir erstmal unser Hostal bezogen (für Claudia ein Zimmer, das wir nur von aussen schliessen können, und zwar mit einem antiken 300 Jahre altem Schloss).

Dann begann unsere Stadtführung in der Ruinenstadt Saqsayhuaman - um es halbwegs aussprechen zu können, sagt man am besten "Sexy Woman"! Das weitere Sightseeing mussten wir leider auf den nächsten Tag verschieben, da sämtliche Museen bereits geschlossen waren.

War für uns aber nicht schlimm, denn so kamen wir schneller an unser lang ersehntes "Pollo a la Brassa". Den Abend liessen wir mit ein paar gemütlichen Bierchen mit Blick auf die beleuchtete Kathedrale von Cusco ausklingen.

04 Feb. 2005 • Cuzco - Cusco

Auf den Stufen vor der Kathedrale
Iglesia auf dem Plaza de Armas

Auf den Spuren der Indianer

Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns voller Elan in das touristische Leben von Cuzco gestürzt. Doch bereits am Plaza de Armas wurden wir derart von fliegenden Händlern belagert, dass wir schnell den Weg in die umliegenden Kathedralen und Kirchen suchten.

Mittags haben wir dann in der Quinta Eulalia leckere peruanische Spezialitäten gegessen und dann gestärkt den Sonnentempel besichtigt.

Den weiteren Nachmittag haben wir dann "getrennt" verbracht. Während Alexandra ihre Erkältung auskurierte, begab sich Claudia wagemutig auf die weniger touristischen Pfade. So lernte sie nicht nur eindrucksvolle Einblicke in die Kultur der Indigenas kennen, sondern auch deren Speisen und Getränke (O-Ton Claudia: Jetzt wo ich weiss, wie Chicha gemacht wird, bin ich mir nicht mehr sicher, ob es schmeckt.)

Abends haben sich Edwin und Claudia zum Essen der viventura-Gruppe von Diana ausgeschlossen und die Nacht traditionell im "Mama Africa" ausklingen lassen.

05 Feb. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Kilometer 104
Kurze Ruhepause :-)

Über Stock und über Stein…

Heute startete unser 2-Tages-Inka-Trail. Früh morgens sind wir mit dem Bummelzug zur verlorenen Stadt der Inkas gefahren. Das heisst fast, denn an Kilometer 104 hiess es für uns nämlich aussteigen und zu Fuss weitergehen.

Grandiose Landschaften, beeindruckende Vegetation und tolles Wetter haben uns für die vielen steinigen Stufen und steilen Wege entschädigt. Gegen Mittag erreichten wir die faszinierenden Ruinen von Winay Wayna.

Das Highlight des Tages lag jedoch noch vor uns: Machu Picchu - das heilige Tal der Inkas! Am Sonnentor "Puerta del Sol" angekommen, empfing uns Machu Picchu mit strahlendem Sonnenschein und gleich zwei (!!!) Regenbogen, die sich schützend über das Tal legten. Einfach nur genial, das waren wir uns alle einig und wollten unsere Augen gar nicht wieder abwenden.

Trotzdem ging es am späten Nachmittag nach Aguas Calientes, wo sich Claudia ein wohltuendes Bad in den heissen Thermen gönnte. Nach einem gemütlichen Abendessen fielen wir dann erschöpft aber glücklich in die Betten.

06 Feb. 2005 • Cuzco - Aguas Calientes

Willkommen sind auch die Außerirdischen ;-)
Wir und der Machu Picchu

Die verlorene Stadt der Inkas

Gleich morgens ging es noch einmal zur verlorenen Stadt der Inkas. Dort angekommen haben wir nicht nur sämtliche Ruinen besichtigt, sondern auch viel über die Geschichte von Machu Picchu erfahren.

Und da wir immer noch nicht genug Stufen hinauf- und herabgestiegen sind, haben wir auch noch den kleineren Vorberg von Machu Picchu, den Wayna Picchu erklommen. Hier kamen wir richtig ins Schwitzen und waren froh, dass nur Claudias Wasserflasche den "Luftweg" nach unten genommen hat.

Nach ein paar dünnen Hamburgern und einem verlorenen Schachspiel brachte uns der Bummelzug zurück nach Cuzco, wo wir hungrig bei "Chez Maggy" einfielen und uns die Speisekarte rauf- und runterschlemmten.

07 Feb. 2005 • Cuzco - Puno

Hallo vom Karneval in Puno
Buntes Treiben beim Karneval

Karneval in Puno

Heute hatten wir ein besonderes Highlight im Programm - den Carnaval de la Candelaria in der Titicacastadt Puno.

Bereits am frühen Morgen starteten die ersten "Corporales" singend und tanzend durch die Strassen. Wir konnten nicht nur die tollen Kostüme und peruanischen Karnevalsrhythmen bestaunen, sondern mit dem viventura-Team aus Arequipa auch aktiv am feuchtfröhlichen Karnevalstreiben teilnehmen.

Unser Dreier-Team arbeitete dabei im "Schichtdienst": Während Alexandra und Matthias das bunte Treiben tagsüber in aller Ausgiebigkeit genossen, konnte sich Claudia erst nach Sonnenuntergang für die heissen Beats begeistern und hörte dafür erst spät auf zu tanzen.

08 Feb. 2005 • Capachica

Traumhafter Blick
Wir sind am Titicacasee

Von der lauten Stadt auf's stille Land

Nur halbwegs ausgeschlafen verliessen wir heute die Karnevalsmetropole Puno. Über holprige und staubige Strassen fuhren wir auf die am Titicacasee gelegene Halbinsel Capachica, wo wir bei dem Bergbauern Emiliano einquartiert wurden.

Dieses wirklich traumhaft schöne Fleckchen Erde sowie die Herzlichkeit von Emiliano und seiner Familie liessen uns in Sekundenschnelle den Alltag vergessen. Die Berghütten waren spartanisch, aber urgemütlich (O-Ton Alexandra: "Claudia, ich glaube Du schläfst neben dem Schafstall!")

Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, den kleinen "Hausberg" auf 4.100 m Höhe zu besteigen. Und in Wirklichkeit ist dieser Berg die hauseigene Apotheke von Emiliano, der es sich nicht nehmen liess, einen bunten Strauss verschiedenster Kräuter gegen Alexandras Erkältung zu pflücken und auf der Hütte zu leckerem Tee zu verarbeiten.

Die Nacht wurde richtig schön urig. Wie es sich für ein einsames Bergdorf gehört, begleiteten uns heftiges Gewitter, starker Regen und klirrende Kälte in den Schlaf. Und nicht zu vergessen auch der ein oder andere durchdringende Regentropfen vom undichten Schilfdach.

09 Feb. 2005 • Tiwanaku - La Paz

Picknick mit Freunden ;-)
Die Ruinen von Tiahuanaco

Adios Peru!

Ein wenig erfroren von der kalten Nacht in Emilanos Berghütten (O-Ton Claudia: Das ist wie wenn Du im Kühlschrank sitzt!) haben wir den Tag mit einem leckeren Frühstück begonnen.

Gleich danach sind wir zurück nach Puno gefahren, um dort mit einem kleinen Boot die schwimmenden Schilfinseln der Uros zu besichtigen. Nach einem Picknick mit Blick auf den Titicacasee hiess es dann gegen Mittag "Adios Peru" und "Bienvenidos a Bolivia".

Hier erwartete uns gleich das erste bolivianische Highlight: die Ruinen von Tiahuanaco, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden.

Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir die Vorstadt von La Paz "El Alto" - das reine Chaos. Also fuhren wir weiter in das Stadtzentrum 600 Höhenmeter tiefer, nur das Chaos wurde nicht weniger. ;-)

Nach einem bolivianischen Abendessen (nicht wirklich von den peruanischen Speisen zu unterscheiden, nur dass sie billiger sind!), ging's ab ins Bett mit Blick auf die wunderschön beleuchtete Stadt.

10 Feb. 2005 • La Paz

San Francisco Kirche in La Paz
Wunderbarer Blick auf La Paz

Sightseeing

Unter hervorragenden Erklärungen in deutscher Sprache wurden wir durch das Zentrum von La Paz geführt, wo wir unter anderem erfuhren, dass Bolivien als eigener Staat erst seit 180 Jahren existiert! Besonders wichtig war, dass man uns noch die besten Restaurants zeigte, denn danach ging's auf zu einer kulinarischen Schlemmertour- von Lama bis zu getrockneten Kartoffeln!

Wer Souvenirs kaufen möchte, sollte dies am "Hexenmarkt" erledigen, wunderbare Stoffe, Panflöten und viele viele bolivianische Kleinigkeiten!

11 Feb. 2005 • Sucre - La Paz

Hoppe hoppe Reiter
Unser Flieger

Tag der Einigkeit

Auch heute wurden wir in La Paz von einer diesigen Wolkendecke begrüßt. Während Alexandra, Claudia und Edwin gemütlich frühstückten, machte sich Matthias auf die Suche nach einer Glühbirne für seine Taschenlampe. Von wegen "Hier kann man alles kaufen!" - solche Glühbirnen haben sie nicht!

Über El Alto ging es zum Flughafen und siehe da, welch Überraschung: Es gibt einen Burger King!!! Und wir waren uns alle einig: Auch nach dem Frühstück passt noch ein Whopper-Menü …

In Sucre angekommen, gab es gleich einen ersten "Orientierungslauf" für Claudia - damit der Weg nach der Kneipe diesmal sicherer und schneller ist. Abends gab es dann bolivianische Spezialitäten - nicht nur zum Essen, sondern auch für Augen und Ohren. So waren wir neben köstlichen Speisen quasi live und uneingeladen bei einer bolivianischen Geburtstagsfeier dabei. Und wieder waren wir uns alle einig - das Feiern können die Südamerikaner!

Den Tag beendeten wir mit einer leckeren Caipirinha im Bibliocafe - soviel Einigkeit an einem einzigen Tag hatten wir selten.

12 Feb. 2005 • Sucre - La Paz

Auf der Citytour
Auf dem Hauptplatz von Sucre

Mit dem Dino-Truck durch die Kolonialzeit

Gleich morgens ging es mit Maribel zur Stadtführung durch die koloniale Hauptstadt Boliviens. Diesmal sahen wir nur die Kirche San Francisco von innen, alle anderen waren geschlossen. Dafür machten wir einen schönen Spaziergang durch die Strassen von Sucre.

Unterwegs stärkten wir uns mit köstlichen Saltenas (leckere gefüllte Teigtaschen) und erfuhren dann im Haus der Freiheit alles über die Geschichte von Sucre und Bolivien.

Nachmittags ging es dann mit dem Dino-Truck und sämtlichen in Sucre stationierten Touristen zu den berühmten Dinosaurierspuren. In dem matschigen Schlamm haben wir bestimmt mehr Spuren hinterlassen als die Dinos!

Zur Belohnung für die Spuren im Schlamm gingen wir mit Edwin und Maribel lecker essen. Es gab Pique a lo Macho - typisch bolivianisch, sehr scharf und viel zu viel.

Den Abend haben wir dann in gemütlicher Runde mit "Mr. Bean", "Get Stolen" und "Ich bin aus Bonn" und vielen Caipirinhas im Joyride verbracht. "Mr. Bean", "Get Stolen" und "unsere Claudia" versuchten sich anschliessend noch im südamerikanischen Karaoke.

13 Feb. 2005 • Sucre - Potosi

Auf dem Weg nach Potosi
Blick auf Potosi

Mit zwei Rennfahrern in die Silberstadt

Nach einer viel zu kurzen Nacht rasten wir in Rekordzeit mit zwei Rennfahrern in getrennten Taxis in die Silberstadt Potosi - als würde es morgen dort kein Silber mehr geben! Unterwegs mussten wir jedoch bei einer alten Hängebrücke kurz anhalten, weil die gestern konsumierten Caipirinhas bei den vielen Kurven heftigst zu rebellieren begannen.

In Potosi angekommen, haben wir als erstes die alten Münzvorräte im Casa de Moneda bestaunt, dann gab es wieder mal eine Kostprobe bolivianischer Kochkunst: Cara Pulcra - eine Suppe im Keramikgefäss, in der ein heisser Vulkanstein brodelte. Diese für Potosi typische "Gulaschsuppe" renkte auch unsere verstimmten Mägen wieder ein.

Auf der Suche nach einem gemütlichen Café schlenderten wir durch den Stadtkern von Potosi. Nass und durchgefroren kamen wir nachmittags wieder im Hotel an und warteten gespannt auf das nächste Essen.

14 Feb. 2005 • Potosi - Uyuni

Minenarbeiter
Beim Eintritt in den Minenschacht

Das Leben der Silberbergwerk-Arbeiter

Erster Programmpunkt nach dem Frühstück: Bergwerk ihr Leben, der Reichtum der Minenbesitzer schlägt sich an einzelnen Stellen noch heute im Stadtbild nieder.

Das Leben der heutigen Bergwerkarbeiter unterscheidet sich in der Lebenserwartung von 45 Jahren und ihrem Handwerkszeug (Hammer und Meißel) nur marginal von dem vor 400 Jahren. Das haben wir bei einer Bergwerkführung unter Tage erlebt.

Nur mit Coca-Blättern und dem festen Glauben an die überall aufgestellten Teufelsfiguren (dem das Innere der Welt gehört, der aber entgegen der spanischen Absicht heute unter Tage eine gute Gottheit ist), ist der 10-Stunden-Arbeitstag in dem zum Teil nur 80 cm hohen Gängen zu überstehen.

Vormittags fuhren wir die holprige Schotterpiste weiter nach Uyuni, zum Salzsee, wo wir um halb zwölf Uhr nachts ankamen.

15 Feb. 2005 • Uyuni

Ob es auch wirklich Salz ist?
Regenwasser bedeckt den Salzsee

Der Salzsee

Der Tag begann beim Frühstück mit einer riesen Enttäuschung: Wir erfuhren, dass die Route durch die Salzwüste aufgrund des starken Niederschlags in den letzten Tagen nicht stattfinden konnte.

Zwar ist gerade Regenzeit, aber alle Reisegruppen vor uns konnten bisher trotz Wasser auf der Salzwüste selbige durchqueren. Es ist also besonders ärgerlich, dass ausgerechnet wir nicht fahren konnten, aber den Niederschlag kann man nun mal nicht beeinflussen. Andere hatten eben Glück, weil der Wasserpegel für die Jeeps noch erträglich war, und wir hatten leider Pech. So haben wir den weiten Weg auf groben Holperstrassen umsonst gemacht und müssten die Hauptattraktion umfahren :-(.

So fuhren wir mit dem Jeep für ca. eine Stunde in die "nasse" Wüste und dann auf dem selben Weg wieder zurück.

Das vorgesehene Picknick in der Wüste verbrachten wir in einem Hotel.

Danach gings wieder unzählige Kilometer weiter auf Holperstrasse Richtung San Pedro de Atacama.

16 Feb. 2005 • Chuvica

Matthias
Was ist das?

Jeep, Bus, Bus

Nachdem wir uns von unserem guten Jeep-Fahrer verabschiedet und ein Mittagessen im Vorzimmer des bolivianischen Grenzbeamten eingenommen hatten, folgte eine schikanöse, halbestündige Grenzkontrolle an der chilenischen Grenze. (Der Rest ist Schweigen, auch was die strapaziöse Fahrt im völlig überfüllten Bus nach Atacama betrifft…)

Völlig übermüdet und mit platt gesessenen Hintern kamen wir in einem tollen Hotel in San Pedro de Atacama an. Nach den last orders und einem guten, vermeintlichen Essen , bekamen wir die Hotelschlüssel in die Hand. Das Personal legte Holz ins Feuer nach und verabschiedete sich. Die Nacht soll Gerüchten zu Folge bis 1.00 Uhr gedauert haben.

17 Feb. 2005 • San Pedro De Atacama - Calama

Claudia
Tres Marias

Katerstimmung und erster Abschiedsschmerz

Für manche war es eine kurze Nacht, für andere eine unruhige. Dementsprechend verkatert war die Autofahrt nach Calama. Nach einigen Foto-Stopps bezogen wir das edle Hotel. Nach dem Mittagessen bei mäßigem Service war Freizeit angesagt: faulenzen im Innenhof, shoppen, Internetcafe, lesen im Park und die heiß ersehnte heiße Dusche.

Das Abschiedsessen ließ lange auf sich warten und hielt Überraschungen bereit. Es wurde viel über das Pro&Contra einer Gruppenreise diskutiert. Wir waren uns einig, dass wir Glück mit unserer Gruppe hatten. Erster Wehmut trat auf. Nach der ergreifenden Rede von Edwin :-) folgte unsere Danksagung.

18 Feb. 2005 • Frankfurt - San Pedro De Atacama

Edwin unser Reiseleiter

Flug nach Hause

Um sechs sind wir Richtung Flughafen gefahren – zusammen. Heute war ein trauriger Tag, denn nach 23 gemeinsamen Tagen Urlaub, mussten wir uns heute verabschieden.

Bis zum nächsten Mal in Südamerika – wir kommen sicher wieder!