Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Anreise - Nur Fliegen ist schöner
Die gute Nachricht zuerst: Wir sind heil und in einem Stück in Lima angekommen. Die schlechte ist, dass wir dafür 21 Stunden im Flieger sitzen und unsere Allerwertesten einem Dauerbelastungstest unterziehen mussten - exklusive einem Tankstop in Madrid und einem halben Tag Aufenthalt in Santiago de Chile.
Dadurch kamen wir allerdings auch in den Genuss, die Hauptstadt Chiles ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Unser City-Guide David vom Viventura-Team führte uns vom historischen Bahnhof über die moderne U-Bahn bis hin zur stadtbekannten Fischhalle, die urpsrünglich als eine Ausstellungsstätte für Kunst gedacht war.
Nachdem wir dort die Fischspezialitäten des Landes verkostet hatten, trafen wir auf Luis, dem Oberkellner des benachbarten Restaurants. Von ihm erfuhren wir, dass selbst Johannes Rau samt Gattin sowie Rudolph Scharping bei ihm zu speisen pflegten. Und das in einem perfekten Deutsch trotz der Versicherung seitens Luis, noch nie in Deutschland gewesen zu sein. Beeindruckend.
Anschliessend fuhren wir auf einen Berg nahe des Stadtzenrums, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Millionenstadt hatte, bevor wir uns ein kaltes Getränk im Amüsierviertel der Stadt genehmigten.
Derart gestärkt verkrafteten wir auch spielend den letzten Flug bis Lima, wo uns Yngrid und Diana am Flughafen in Empfang nahmen. Mit dem Bus ging es anschliessend zu unserem Hotel, wo die meisten von uns ziemlich schnell an den Matratzen horchten. Kein Wunder, bei den hervorragenden Betten.
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Stadtbesichtigung und Strandpicknick
Südamerika, so viel läßt sich bereits am zweiten Tag sagen, ist eine Wundertüte voller Sahnebonbons. Im Gegensatz zu den Seitenlangen Warnhinweisen führender Reiseführer fehlt nicht direkt ein Finger, wenn man den Menschen auf der Strasse die Hand gibt. Und auch Salate und Früchte können durchaus verzehrt werden, ohne direkt unter einer Diarrhoe-Attacke zu leiden. Ganz im Gegenteil: Die Leute hier sind äußerst freundlich und lächeln einen an, als hätten sie gerade einen guten Freund wiedergetroffen. Und die Darmflora aller 15 Tour-Teilnehmer ist auch noch intakt.
Bei unserem Ausflug durch die Stadt haben wir heute unter anderem die Kathedrale am Hauptplatz der 9-Millionen-Metropole besichtigt. Noch beindruckender als das Gebäude selbst, war dabei unser Guide, der einen 1a-Gebrauchtwagen-Händler abgeben würde. Seine Gestik und seine Sprache waren jedenfalls eine Show für sich. Nicht weniger beeindruckend waren die Katakomben des nahe gelegenen Franziskaner-Klosters, wo unzählige Knochen der 25.000 dort ehemals begrabenen Menschen zu besichtigen sind.
Mit unserem komfortablen 25-Mann-Bus, der uns in dieser Woche durch Peru fahren wird, machten wir uns dann auf zum nächsten Supermarkt, um uns für unser Picknick am Strand außerhalb der Stadt zu rüsten. Das Ergebnis war ein mehrgängiges Menue kurz vor Sonnenuntergang mit anschließendem Bad für Freiwillig im Pazifik.
Jetzt sind wir gerade, nach drei weiteren Stunden im Bus, in Pisco angekommen, um das gleichnahmige Getränk zu probieren. Es soll sich dabei um das Nationalgetränk Perus handeln. Seltsamer Weise wurde uns das Gleiche in Chile gesagt :-)
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Neue Körperöffnungen entdeckt
Einen Tag wie diesen in 1.200 Zeichen zu pressen, dürfte wohl etwa dem Versuch gleichkommen, eine schwangere Elefantenkuh durch eine handelsübliche Tür zu ziehen. Die ersten Ereignisse deshalb hier kurz im Steno-Verfahren: Von der Halbinsel Paracas haben wir eine zweistündige Bootsfahrt um die Ballestas Inseln gemacht, wo wir abertausende von Vögeln, zig Seehunde und sogar einige Pinguine aus nächster Nähe zu Gesicht bekamen.
Anschliessend waren wir in einem Museum, in dem Fundstücke zweier früher hier lebenden Kulturen ausgestellt waren, bevor wir mit dem Bus zu einer Steinformation mit dem schönen Namen "Kathedrale" gefahren sind.
Absoluter Höhepunkt des Tages war aber unbestritten die Höllenfahrt mit Strandbuggys durch die riesigen Sanddünen nahe der Oase, in der wir in einem wunderschönen Hotel äbernachtet haben. Unsere Fahrer wollten uns offensichtlich zeigen, dass ein Überschlag mit 70 Stundenkilometern eine Sanddüne herunter nicht möglich ist. Vom Gefühl her waren wir aber einige Male nicht weit davon entfernt, einen doppelten Lutz mit eingesprungener Schraube in den Wüstensand zu legen.
Um unseren Adrenalinspiegel ja nicht unter 99 Prozent unseres Blutgehaltes fallen zu lassen, holten wir zwischendurch auch noch zwei Mal unsere Sandboards raus, um uns stehend oder kopfüber liegend die Dünen herunter zu stürzen.
Die freiwillige Pause zwecks Betrachtung des Sonnenuntergangs weiteten wir anschliessend noch ein wenig aus, in dem wir mit gleich zwei von unseren drei Buggys ohne Benzin in den Dünen liegen blieben. Mit einem Schlauch, der offensichtlich überflüssig zuvor unter der Motorhaube verweilt hatte, aber dennoch mit einem Schraubenzieher entfernt werden musste, konnte aber der letzte funktionstüchtige Wagen schliesslich als Benzinstation dienen.
Bevor wir den lauen Sommerabend auf der Veranda unseres Hotels, umgeben von gigantischen Sanddünen, mit Pizza und Cerveza ausklingen liessen, wunderten sich nicht wenige von uns beim Duschen über bis dato unbekannte Körperöffnungen, in denen sich grössere Mengen Sand niedergelassen hatten. Unser Fazit: Ein super Tag mit einem noch besseren Ausflug in die Dünen.
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Schöne Bescherung
Unverhofft kommt oft, freuten sich selbst notorische Morgenmuffel, als am heutigen Morgen die Fahrt für das Panoramafoto von unserem Buggy-Fahrer zu einer Show seines Könnens ausartete. Da konnte selbst die Tour tags zuvor nicht mehr mithalten.
Zur Beruhigung der Nerven kehrten wir nur kurz darauf in einer Pisco-Brennerei ein. Das Peruanische Nationalgetränk verfehlte den gewünschten Effekt keineswegs. Und da wir schon mal da waren, sicherten wir uns auch gleich eine Flasche für das abendliche Weihnachtsfest.
Nach längerer Fahrt, bei der wir einen Zwischenstop im Maria Reiche Museum einlegten, die ihr Leben der Erforschung der weltbekannten Nasca-Linien gewidmet hatte, stiegen wir allesamt selbst in eine Chesna. Schliesslich kann man die Bilder nur aus der Luft betrachten. Das ein oder andere Luftloch regte dabei gleich mehrere an, die sogleich nicht nur vor Freude übersprudelten.
Zurück auf sicherem Boden, liessen wir uns vom Hotel-Pool erfrischen und genossen dabei die Aussicht auf die Berge. Die Szenerei erinnerte ein wenig an den Film "Jenseits von Afrika". Und das an Heilig Abend.
Dieser wurde dann mit einem im Erdboden gegarten Essen gestartet und ging dann langsam über in eine Bowle-Party am Pool mit Wichtel-Geschenken für alle. Papa Noel, in deutschen Gefilden auch unter dem Namen Weihnachtsmann bekannt, ähnelte dabei auf erstaunliche Weise Marcel. Da dieser den ganzen Abend lang nicht auftauchte, dürfte es ihn aber nicht gestört haben. Feliz Navidad!
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The day after
Es kommt wohl nicht oft vor, das sich eine Reisegruppe auf eine neunstündige Busfahrt freut. Doch heute war so ein Tag. Zwar hatte Papa Noel jeden freundlich und reichlich beschenkt, dennoch strahlten nicht alle am Frühstückstisch. Manche spürten halt erst jetzt, dass die Rute in Form eines kleinen Katers doch noch zugeschlagen hatte.
So nutzten nicht wenige die lange Tagesfahrt, um ein wenig Schlaf nachzuholen. Selbst die durchaus sehenswerten und interessanten Nasca-Gräber mit den darin befindlichen Mumien konnte nicht alle aus ihren Tagträumen reissen. Dabei konnte man hier sogar eine Rasta-Locke von 2 Metern bestaunen - und das, obwohl die Nascas eine Körpergrösse von 1.60 m schon als riesig empfanden. Bob Marley hätte jedenfalls neben dieser Haarpracht einpacken können.
Erst, als wir an einem kleinen versteckten Strand zwecks Nahrungsaufnahme eine längere Rast einlegten, fing für manche der Tag ernsthaft an. Selbst unsere beiden Busfahrer Ronald und Henry stürzten sich in die Fluten des Pazifiks und zeigten vollen Einsatz beim Beach-Fuss-Volleyball. Den entprechenden Ball hatte tags zuvor Papa Noel gesponsort.
Die weitere Fahrt nach Corire führte uns über eine Strasse, die sich teils ohne Leitplanke in guten 200 m Höhe am Meer langschlängelte. So schmeckten die Flussshrimps, die wir bei unserer Ankunft serviert bekamen, gleich noch besser. Einige hatten mit dieser Mahlzeit wohl schon nicht mehr gerechnet. Das Glück blieb uns aber nicht hold. Denn hier gibt es keinen Kubikzentimeter Luft, in dem es sich nicht gerade eine Mücke gemütlich gemacht hat, um auf frisch importiertes Blut aus Übersee zu warten.
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Kleiner Mann ganz gross
Wie Yngrid am Tag zuvor versprochen hatte, haben wir heute erfahren, wer die Dinosaurierabdrücke gemacht hat. Und zwar ein kleiner alter Mann mit Waden wie Zahnseide und einem Wanderstock, der den Berg dreimal schneller oben war als wir. An den Abdrücken angekommen, hielt er einen Monolog, der weder Pausen noch ein Ende kannte. Dabei gestikulierte er wie eine ertrinkende Spinne und liess sich auch nicht von der Tatsache beirren, dass kaum einer von uns ein Wort Spanisch versteht. Absolut sehenswert. Die Abdrücke haben wir übrigens auch zu Gesicht bekommen.
Anschliessend haben wir uns ein Reisfeld mal vom nahen angesehen und später noch Petroglyphen in den Bergen von einem Guide erläutert bekommen. Danach war es vorbei mit normalen Strassen. Über schlaglochgepflasterte Schotterpisten ging es weiter hoch in die Berge. Am höchsten Punkt waren wir auf etwa 4.200 m. Zwischendurch legten wir noch ein gepflegtes Picknick mit Sandwichs, Avocados und frischem Obst ein.
Um die Fahrt im Bus ein wenig lustiger zu gestalten, spielen wir eine Runde Bus-Handball mit dem Weihnachtsgeschenk von Pius. Teilweise griffen unsere Busfahrer dabei, wenn auch ungewollt, ins Spiel ein, so dass es am Ende nur ein Unentschieden als gerechtes Ergebnis geben konnte.
Nach einigen weiteren Stunden Fahrt inklusive einem wunderschönen Sonnenuntergang, kamen wir schliesslich in dem kleinen Andendörfchen Cabanaconde an, wo wir unser Hotel bezogen. Als Abendessen testeten die ersten Alpaka-Fleisch, das ein wenig nach Hammel schmeckt. Da die Dorfbar die Türen an diesem Tag nicht öffnete, gingen die meisten zeitig ins Bett. Und um 6.30 Uhr aufstehen, ist auch so schon schwer genug.
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Das Colca Tal und Arequipa
Wer im Lexikon “Kondor” nachschlägt, findet dort Informationen wie “grösster flugfähiger Vogel der Welt” oder “unter anderem im Colca-Tal zuhause, allerdings leider Ende Dezember für gewöhnlich ausser Haus”.
Glücklicher Weise irren sich selbst Lexikas und Reiseleiter von Zeit zu Zeit. Denn kurz nachdem wir uns heute auf den Weg nach Arequipa gemacht hatten, zeigte uns ein prächtiger Kondor im tiefsten Canyon der Welt eine ansehnliche Flug-Show. Vom Bus aus konnten wir später sogar noch zwei weitere Exemplare bewundern.
Kurz darauf schwangen wir uns allesamt auf extra angelieferte Mountain-Bikes. Es bestand Helmpflicht, und nach wenigen Metern auf unseren Zweirädern wussten wir auch, wieso. Ein Platten, eine gerissene Kette und eine blockierende Vorderradbremse, die Jörg zu einer Bremsung mit dem Rücken zwang, waren schnell zu beklagen.
Ludger hatte gleich doppelt Pech, als sich erst die Kurbel verabschiedete, bevor das eigens von der Dorfbevölkerung ausgeliehene Ersatzrad die Weiterfahrt verweigerte, indem der hintere Umwerfer das Hinterrad blockierte.
Ein heisses Bad bei 38 Grad Celsius in den Termalquellen der Region und ein leckeres Mittagsbüffet liessen die Laune aber wieder steigen. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir Arequipa, wo auch der Hauptsitz von viventura beheimatet ist.
Nach einer erfrischenden Dusche ging es in ein Restaurant nahe unseres Hotels, wo die meisten ein leckeres Straussenfilet von den peruanischen Zuchtfarmen genossen. Anschliessend war der grösste Teil der Gruppe noch ein wenig nachtaktiv. Es wurde, sagen wir mal, ein wenig später.
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Die weiße Stadt… lasst uns feiern!
Wir starteten um 10:00 Uhr zu drei verschiedenen Sozialprojekten. Als erstes steuerten wir einen Kindergarten in den Slums ausserhalb des Stadtkerns an. Die mitgebrachten Luftballons sorgten dabei für leuchtende Kinderaugen - zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als diese durch zu gut gemeintes Liebkosen zerplatzen. Gott sei Dank waren aber Ersatzluftballons vorhanden.
Anschliessend ging es noch weiter zu einem zweiten Kindergarten, wo uns die Kleinen gleich mehrere Lieder vorsangen. Nachdem wir "Alle meine Entchen" zum Besten gegeben hatten, wirkten sie zwar leicht verstört, doch beim Abschied feierten sie uns am Tor dennoch wie frisch gebackene Weltmeister auf einer Ehrenrunde. Unsere letzte Anlaufstation war eine Grossküche samt angeschlossenem Kindergarten und einer Ärztestation.
Danach begann unsere Stadtführung durch Arequipa. Zunächst besuchten wir das riesige Kloster "Santa Catalina". Wie in einer kleinen "Stadt" verbrachten die Nonnen dort ihr Leben im Luxus.
Der Besuch des hiesigen Marktplatzes war sicherlich das Highlight des Tages. Hier bekommt man von getrockneten Fröschen, halbgeschälten Kuhköpfen, (noch) lebendigen Meerschweinchen bis hin zu präparierten Lama-Embryos für eine bessere Ernte einfach alles. Ach ja, so profane Dinge wie Obst, Fisch und Gemüse kann man hier auch erstehen.
Abends waren wir bei Viventura im "Büro" zum leckeren Grillen eingeladen. Das gesamte Team war supernett und locker und das Essen, sowie das Bier “Arequipeña” ein Genuss. Und da der Tag nicht einfach so enden konnte, sind wir gemeinsam ins "Deja¨vu" gegangen, eine Kneipe direkt um die Ecke unseres Hotels. Es wurde ein wenig später, und selbst eine seltsame Pfefferspray-Einlage eines Unbekannten konnte niemanden auf den Heimweg schicken.
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Flughafenpersonal besiegt
Morgens hatten wir endlich mal frei und wir konnten ein bißchen länger schlafen oder einen Stadtbummel machen. Mittags haben wir Arequipa Richtung Cuzco verlassen. Am Flughafen nutzten wir dabei die Wartezeit, um ein wenig Fussball im Terminal zu spielen. Selbst das Flughafenpersonal griff dabei ein, verlor aber kläglich.
Im Hotel in Cuzko nahm uns Cesar Augusto in Empfang, unser Reiseleiter für heute und den 4-tägigen Inka-Trail. Oberhalb der Stadt besichtigten wir unsere ersten Inka-Ruinen: Saqsaywaman. Wie die Jungs früher solche Tempel ohne ein Rad gebaut haben, ist nicht so leicht nachzuvollziehen.
Von hier hatten wir auch einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt mit ihrem imposanten Hauptplatz.
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Gruppenspaltung
Spätestens seit unserem Grillen mit dem Viventura-Team hatten all diejenigen die Hose voll, die sich heute auf den 4-tägigen Inka-Trail begaben. Der zweite Tag sei mörderisch, hatte man uns eine gehörige Portion Angst eingeimpft ;-). Zum Glück war heute erst Tag Numero uno.
Um ebenfall einen Kick zu kriegen, buchten die in Cuzco Verbliebenen eine White Water Rafting Tour. Überflüssig zu sagen, dass sie sich dabei nass machten.
Für sieben unserer Fünfzehnergruppe hiess es dagegen: um 6 Uhr aufstehen, mit dem Bus drei Stunden zu Kilometer 82 des Inka-Trails, und los per pedes und eigenem Gepäck. Fairer Weise muss man dazusagen, dass unsere gesamten Zelte, die Küche und Verpflegung von zehn Trägern geschultert wurden. Und im Gegensatz zu uns hatten die keine Spezialausrüstung, sondern selbstgemachte Sandalen aus alten Autoreifen und vielleicht einen Wollpullover.
Dennoch wuchteten sie selbst bequeme Campingstühle und Proviant für jeweils mehrgängige Menüs über die Berge. Von unserem kleinen, 3.5-stündigen Fussmarsch wollen wir an dieser Stelle deshalb nicht weiter reden.
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Ungewöhnlicher Jahresausklang
Für manche war es das erste Mal, dass sie Silvester in einem fremdem Land verbrachten, für manche nicht. Auf diese Weise hatte es wohl aber noch niemand getan.
Die "Daheimgebliebenen" konnten den ganzen Tag über machen, wonach ihnen der Sinn stand, bis sie sich abends zum gemeinsamen Essen trafen. Anschliessend feierten sie auf dem Hauptplatz in Faschingskostümen mit einer Horde Peruaner, die den Hauptplatz in das grösste Stehcafe Perus verwandelten. Genauer gesagt rannten die meisten scheinbar ziellos durch die Strassen, was angeblich Glück bringen soll. Allerdings wurde Yngrid dennoch die Kamera geklaut, weshalb es derzeit auch keine aktuellen Fotos gibt.
Auf dem Inka-Trail stand gleichzeitig schon unmittelbar nach dem Frühstück die Besteigung des 4.250 Meter-Passes an - also nur schlappe 1.400 Höhenmeter am Stück über unzählige Stufen und mit den grossen Rucksäcken im Nacken.
Markus legte dabei ein Tempo vor, dem keiner folgen konnte. Ludger legte gleichzeitig ein paar ungewollte Pausen in den verschiedensten, durchaus bis dato schön anzusehenden Gebüschen ein wegen - na, Sie wissen schon. Damit blieb auch der Letzte in der Gruppe nicht länger von längeren Klo-Aufenthalten verschont.
Da der Abstieg ebenfalls schneller als geplant verlief, war um 11-12 Uhr schon Feierabend. Der war nach den Strapazen allerdings auch dringend notwendig.
Markus hatte netter Weise eine Flasche Sekt mitgeschleppt und Ludger eine 1.1 Liter-Flasche Bier, die die Gruppe um 0 Uhr die Kehlen runterlaufen liessen; zumindest nach Deutscher Zeit, die sechs Stunden bis Mitternacht wollte schliesslich keiner mehr wach bleiben.
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Machu Picchu zum 1. (Januar)
Wie wertvoll Schlaf sein kann, erfuhren heute all diejenigen, die sich auf den 2-Tage-Inka-Trail begaben. Nach der Silvester-Nacht fand der ein oder andere sogar erst auf der 4-stündigen Zugfahrt zum Ausgangspunkt der Tour ein wenig Erholung. Anschliessend legte dieser Teil der Gruppe einen mehrstündigen Marsch nach Machu Picchu ein, dem Ziel eines jeden Peru-Touristen.
Unterwegs sahen sie dabei nicht nur eine wunderschöne Andenlandschaft mit Regenwald und schneebedeckten Bergspitzen, sondern, den Angaben ihres Guides zufolge, eine giftige "Springschlange" - was auch immer das sein soll.
Für den bereits Inka-Trail-erfahrenen Rest der Gruppe ging es nach Nachttemperaturen von 5 Grad Celius im Basislager auf 3.600 m hoch auf den nächsten 4.000-Pass. Im Vergleich zum Vortag war der weitere Marsch über sieben Stunden inklusive Besichtigung einer Tempelanlage aber ein Spaziergang. Dieser endete in Sichtweite des Machu Picchu Berges, wo eine Jugendherberge-ähnliche Unterkunft auf uns wartete.
Hier gab es sogar, gegen Bezahlung, eine Art warme Dusche und sogar Bier für nur 5 Soles (etwas mehr als 1 Euro).
Bedenkt man, dass die Betreiber alle Flaschen vier Stunden den Berg hochtragen müssen, ein äusserst geringer Preis. Eine einzelne Person trägt dabei übrigens bis zu 70 Kilo. Wie gesagt: vier Stunden einen äusserst steilen und rutschigen Berg hoch!!! Und wie immer in Autoreifen-Sandalen und besseren Müllsäcken, darf man vermuten.
Nur der Versuch, Jürgen von der Lippe einen Tag lang auf dem Kopf zu balancieren, dürfte ähnliche körperliche Strapazen bedeuten.
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Wiedervereinigung
Für die 4-Tage-Teilnehmer des Trails hiess es heute um 4.30 Uhr aufstehen, um letztlich doch in einer 200-Mann-Schlange am Checkpoint auf Einlass zum letzten Teilstück nach Machu Picchu zu pochen. Der etwa einstündige Trip zu den wohl bekanntesten Inka-Ruinen der Welt wurde zu einer langen Polonaise bestehend aus Amerikanern, Kanadiern und anderen Touris aus aller Herren Länder.
Schliesslich erreichten wir Machu Picchu, ohne es zu merken. Der Morgennebel war noch so dicht, dass man keine 50 Meter weit gucken konnte. Man kam sich ein wenig vor wie eine Fruchtfliege in einem Milchglas. Am Eingang trafen wir schliesslich auf den restlichen Teil unserer Gruppe, der mit dem Bus 25 Minuten von ihrer Schlafstätte im Tal zu den Ruinen oben auf dem Berg angereist war.
Cesar führte uns durch den gigantischen Komplex und erklärte uns dabei die Bau- und Verhaltensweisen der Inkas. Nach der Führung stiegen einige von uns noch eine halbe Stunde auf den nahe gelegenen Berg, von dem man eine herrliche Aussicht auf den gesamten Komplex hatte - wenn gerade keine Wolken störten.
Da die steilen, in den Berg eingelassenen Treppenstufen nicht nur sehr hoch, sondern teilweise nur 10 cm breit waren, stieg der Puls nicht nur wegen der Anstregung und der Höhenluft. Bei einem gröberen Fehltritt hätte man sich wohl von dieser Welt verabschieden können.
Schliesslich klarte das Wetter doch noch auf, und vorzügliche Panaromafotos konnten geschossen werden.
Um 12 Uhr ging es mit dem Bus ins Tal, wo wir bis um 15.30 Uhr uns das Warten auf den Bummel-Zug mit Essen oder Internet verkürzten. Die Bahnfahrt selbst ging mit rund 30 Stundenkilometern eher schleppend voran. Teilweise fuhr der Zug sogar rückwärts (das stimmt!).
Nach drei Stunden Durchschüttlung nutzten wir die Gelegenheit, bereits vor Cuzco auszusteigen, um mit dem Bus weiterzufahren. So sparten wir auf wenigen Kilomtern fast eine Stunde. Jetzt sind wir zurück in der Zivilisation, aber morgen geht es schon wieder auf einen Bauernhof ohne Strom am Titicacasee. News gibt es also erst wieder in ein paar Tagen.
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Cusco - Capachica
Unser heutiges Ziel ist Capachica.
Der Vormittag steht noch zur freien Verfügung. Ein Teil der Gruppe ist mit einem lokalen Guide zum Sonnentempel und der Kathedrale gegangen.
Gegen 12 Uhr gings dann Richtung Capachica. Die Fahrt dauerte ungefähr 7 Stunden und auf dem Weg konnte man die wunderschöne Landschaft der Hochebene Perus geniessen. Leider hat es fast den ganzen Weg geregnet, so dass wir nur selten Lust zum Aussteigen und Fotografieren hatten.
Abends (19 Uhr) sind wir auf den Bauerhöfen angekommen. Emiliano und unsere Gastgeber warteten schon mit zwei Eseln für unser Gepäck auf uns.
Später haben wir zusammen ein warmes und köstliches Abendessen genossen.
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Ein Tag in der Natur!
Dieser Tag in Chifron war wunderbar. Emiliano hat uns das kleine Dorf gezeigt und hat uns über alle Gewohnheiten des Dorfes aufgeklärt. Wir sind viel durch die Natur gelaufen und hatten einen schönen Blick auf den Titicacasee. Danach waren wir wieder zu Hause und haben ein leckeres Mittagessen verspeist.
Am Nachmittag haben wir uns mit vielen Kinder des Dorfes getroffen. Yngrid hat den Kindern auf spielerische Art und Weise ein Projekt gegen den zunehmenden Müll erklärt. Danach haben wir mit den Kleinen noch eine ganze Weile gespielt und wir glauben, dass ihnen das sehr gefallen hat.
Abends sind wir recht zeitig zu Bett gegangen, denn am nächsten Tag wartete schon Bolivien auf uns.
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Bolvien … wir sind da!
Heute waren wir noch vor dem Hahn wach, um das Tagesprogramm überhaupt bewältigen zu können. Belohnt wurden wir mit einer schönen Morgenstimmung am Titicaca-See.
Mit dem Bus ging es dann zunächst über die altbekannte Holperpiste nach Puno, wo wir mit einem Boot die mittlerweile leider sehr touristischen schwimmenden Schilfinseln der Uros besuchten.
Nach unserer Rückkehr ans Festland fuhren wir zu einer Blinden-Schule am Stadtrand von Puno, wo wir die bereits in Lima gekauften Taschenrechner für Blinde und weitere Spenden persönlich übergaben. Als Dank gaben die Kinder der Schule gleich mehrere Ständchen zum Besten.
Nach weiteren Stunden im Bus erreichten wir schliesslich die Grenze nach Bolivien. Diese bestand aus einem auf dem Boden liegenden Seil auf peruanischer Seite und dem selben Utensil auf bolivianischen Boden. Zoll gab es nicht, wegen ist nicht. Die Pässe mussten wir aber immerhin vorzeigen.
Unser lokaler Guide lag alterstechnisch leider etwa 30-40 Jahre über unserem Durchschnittsalter, versuchte aber dennoch bemüht, eine Ebene mit uns zu finden. Jedenfalls wusste er einiges über die Ruinen zu berichten, die wir auf dem Weg nach La Paz in Tiahuanaco besichtigten.
Schliesslich erreichten wir das obere La Paz, von wo man einen schönen Blick auf die gesamte Stadt hat. Mit über 1.3 Millionen Einwohnern ist La Paz die höchste, echte Grossstadt der Welt (3.800 m über dem Meeresspiegel).
Nach unserer Ankunft im Hotel fuhren wir mit mehreren Taxis ins Mongo's, wo wir lecker Essen bestellten und auch noch ein paar Drinks inhalierten.
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Mit dem Rad auf der gefährlichsten Straße der Welt
Wer sein Leben liebt, der schiebt. So oder so ähnlich könnte man die heutige 64-Kilometer-Mountain-Bike-Downhill-Tour betiteln, an der fast die gesamte Gruppe teilnahm. Zudem stand unsere rasante Abfahrt über die laut Veranstalter "Gefährlichste Strasse der Welt" unter keinem guten Vorzeichen. Denn bereits bei der Anfahrt zum Startpunkt auf 4.650 m ereilte uns der erste Platten… am Auto.
Oben angekommen, wehten uns Schneeflocken um die Ohren. Also machten wir uns schnell auf den Weg. Und das in doppelter Hinsicht. Nach einigen Minuten des Einrollens liessen wir unsere Bikes rollen und überholten lästige Busse mit links. Bis dato noch kein Problem, da die Strasse asphaltiert war.
Nach zwei Passagen bergauf erreichten wir dann den Punkt, an dem die Bezeichnung mit der "Gefährlichsten Strasse der Welt" plötzlich Sinn macht. Über groben Schotter ging es auf einer zum Teil nur einen LKW breiten Strasse bergab. Und neben der Strasse lauerten Abhänge, die nicht selten gleich mehrere hundert Meter nach unten gingen. An einer Stelle konnte man noch Teile eines Trucks sehen, der letzte Woche hier abgestürzt war. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät.
Immer wieder mussten wir anhalten, weil zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbei kamen. Mit dem Rückwärtsgang und Millimeterarbeit am Abgrund löste sich aber letztlich jeder Stau auf. Und wenn wir freie Fahrt hatten, donnerten wir mit bis zu 60 Sachen ins Tal.
Zwischendurch machten wir ein paar Pausen, in denen wir von unseren Guides und Begleitfahrzeugen mit Drinks und Snacks versorgt wurden. Die kulinarische Krönung wartete dann in einer Lodge auf 1.300 m auf uns. Unser Zielpunkt verfügte sogar über einen traumhaften Pool umgeben von Dschungelpflanzen, Papageien, Alpakas und allem möglichen Getier.
Ein kleiner Affe klaute uns sogar immer wieder Brotscheiben, um sie schliesslich im spielerischen Kampf mit seinem Freund, einem halbblinden Hund, zu teilen. Nach der Abfahrt über 3.350 Höhenmeter und gleich mehrere Klimazonen hiess es dann schliesslich, den ganzen Weg wieder bergauf zu fahren. Und dass wir den im Bulli zurücklegten, war nicht unbedingt erholsamer. Erst holten wir uns unseren zweiten Platten ab, dann ging es scheinbar unendlich am steilen Abhang den Berg hoch, wobei hinter fast jeder dritten nicht einsehbaren Kurve ein LKW oder Bus lauerte. Auf den Bikes hatten sich die meisten wohler gefühlt.
Irgendwie schafften wir es dennoch bis auf die Asphaltstrasse. Doch dort ereilte uns, mittlerweile im Dunkeln, der dritte Platten am Bulli. Und ein Ersatzrad war nicht mehr zur Stelle. Also warteten wir 1 Stunde.
Dennoch waren sich eigentlich alle einig, dass der heutige Tag mit das Beste war, was wir bislang erlebt haben.
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Ein unvergesslicher Flug
Nach einer kleinen Stadrundfahrt durch La Paz fuhren wir zum Flughafen. Schliesslich wollten wir uns die lange Fahrt nach Sucre sparen.
Allerdings mussten wir unseren Flieger in Santa Cruz wechseln, weil es keinen Direktflug um diese Tageszeit gab. Eigentlich kein grösseres Problem, wenn nicht der Mann am Flughafen in La Paz bei jedem einzelnen von uns die Quittung vom Ticket mit abgerissen hätte.
So machte das Bodenpersonal in Santa Cruz einige Scherereien, bis Yngrid mal etwas lauter wurde. Plötzlich durften wir dann doch noch in den Flieger nach Sucre steigen.
Nach 2 Stunden Freizeit begaben wir uns auf einen Stadtrundgang. Leider hatte unser lokaler Guide etwa die selbe Energie wie eine narkotisierte Nacktschnecke. Erst als Yndrid die Leitung an sich riss, wurde es interessant. Glücklicher Weise war auch die Führerin im Museum weitaus besser als unser Stadtguide, so dass wir einiges über die Geschichte Boliviens erfuhren. So verdankt das Land zum Beispiel seinen Namen dem Befreier Bolivar, der allerdings Bolivien selbst nicht wirklich von den Spaniern befreit hat, sondern vielmehr Kolumbien, Ecuador und Peru.
Unser Rundgang endete oberhalb der Stadt an einem schönen Platz, von dem man einen traumhaften Ausblick auf die Stadt und die Berge drumrum hat. Das Cafe dort war ebenfalls schön gelegen, die Bedienung war allerdings noch langsamer als eine Nacktschnecke. Und seltsamer Weise kam das Wasser sogar noch eine halbe Stunde später als das schon 1 Stunde vorher bestellte Sandwich. Bolivien ist halt wunderschön, aber auch sehr rätselhaft.
Abends sind wir noch gemeinsam Essen gegangen und haben Kerstins Geburtstag gefeiert.
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Ein Überblick der Vehrkehrsmittel in Bolivien
Frage: Wie viele Touristen passen in ein bolivianisches Taxi? Antwort: Elf plus Fahrer. Den Beweis haben wir gestern Abend angetreten, als wir nach einem guten Essen noch in ein Nachtlokal wollten. Leider war dort keine Sau, so dass wir mit einem Taxi wieder ins Zentrum von Sucre gefahren sind. Höhepunkt der Fahrt war ein Stop bei einem Polizisten, um ihn nach dem Weg zu fragen.
Heute morgen hatten wir dann genug Zeit uns Sucre noch einmal individuell anzugucken. Erst um 15 Uhr stiegen wir in unseren privaten Bus, der ein wenig an einen Gefangenentransport erinnerte. Zwischen Fahrer und uns waren eine verdunkelte Tür und Vorhänge, so dass wir nicht nach vorne gucken konnten. Zu allem Überfluss war die Tür von vorne abgeschlossen. Ralf konnte durch einen Schlitz dennoch beobachten, wie der Beifahrer während der Fahrt zwei Flaschen Kühlwasser nachkippte. Da wir mit dem Gefährt über 1.100 Höhenmeter zu überwinden hatten, flöste uns das nicht gerade Vertrauen ein.
Irgendwie hat der Bus die Fahrt dennoch heil überstanden. Und wir auch. Die Landschaft unterwegs war sogar traumhaft schön. Die Anden präsentierten sich uns von ihrer schönsten Seite. Überhaupt sind wir auf unserer gesamten Reise bislang, obwohl im Hochland Regenzeit ist, von übertriebener Nässe verschont geblieben.
Am Abend sind wir schliesslich in Potosi angekommen, der angeblich höchsten Grosstadt der Welt. Hoch ist sie mit 4.100 m unbestritten. Aber gross ist bei rund 100.000 Einwohnern leicht übertrieben. Der Hauptplatz ist, wie eigentlich immer, äusserst ansprechend, der Rest drumherum leider nicht gerade wie aus dem Ei gepellt. Nichts desto trotz hat die Stadt ihren Charme. Und dass man gut essen kann, haben wir soeben in einem schönen Restaurant in Erfahrung gebracht.
Auch der bolivianische Rotwein ist durchaus trinkbar. Und die Preise sind verschwindend gering. Ein opulentes Mal bekommt man schon samt Getränke für 5 Euro. Das einzige Problem: Derart vollgestopft schläft es sich schlecht. Aber morgen müssen wir ausnahmsweise ja auch nicht früh raus. 8.15 Uhr ist noch human.
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In der höchsten Stadt der Welt
In früheren Zeiten war Potoni grösser als das alte Rom. Der Grund: der Hausberg beinhaltete Silber, weitere Metalle und Mineralien wie kein anderer Berg. Was machten die Spanier also, als sie das Anfang des 16. Jahrhunderts erfahren hatten?! Sie liessen Einheimische und schwarze Sklaven für sich arbeiten.
Um uns der geschichtsträchtigen Stadt ein wenig zu nähern, haben wir heute an einer Stadtführung teilgenommen. Dabei haben wir unter anderem ein Museum besucht, in dem die damaligen Herstellungsarten von Silbermünzen und anderen Objekten erläutert wurden und auch viele Instrumente und Objekte ausgestellt waren.
Anschliessend sind wir mit dem Bus Richtung Mine gefahren. Auf dem Weg haben wir uns noch wasser- und schmutzdicht als Bergarbeiter verkleidet und an einem kleinen Shop Halt gemacht. Dort konnte man Coca-Blätter, 96-prozentigen Alkohol und sogar Dynamit kaufen. Um keine Müdigkeit, Hunger oder Durst zu spüren, kauen die Minenarbeiter seit Jahrhunderten die Blätter und betrinken sich mit dem hochprozentigen Alkohol.
Ludger kaufte eine Stange Dynamit samt Zünder und Schnur und wir machten uns auf den restlichen Weg. Unser Guide zündete dann ausserhalb der Mine das Dynamit, was eine ordentliche Druckwelle zur Folge hatte. Danach machten wir uns mit Taschenlampen auf in einen Stollen, der, nebenbei, durch keinerlei Balken oder andere Konstruktionen gesichert war.
In einem kleinen Raum erzählte uns unser Guide noch etwas über die Rituale der Minenarbeiter und dass hier insgesamt knapp 8 Millionen Sklaven ihren Tod fanden!
Nach dem Mittagessen fuhren wir Richtung Tagesziel: Uyuni am Rande des Salzsees. Die Fahrt dauerte von 16 Uhr bis 23.30 Uhr, war aber, zumindest während es noch hell war, wunderschön.
Die Landschaft erinnerte gleich an mehrere Kontinente mit den teils saftigen Wiesen und der beeindruckenden Bergkulisse.
Jetzt liegen drei Tage Wüste und Unterkünfte ohne warmes Wasser oder Internet vor uns.
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Ein unglaublich weisser Tag
Heute Vormittag haben wir die Zivilisation verlassen. Und uns hätte nichts besseres passieren können. Mit vier komfortablen Jeeps ging es zunächst zu einem Zug-Friedhof am Rande der Stadt, wo unzählige verrostete Lokomotiven und Wagons seit Jahrzehnten vor sich hindümpeln.
Dann ging es ein Stück weiter Richtung Salzwüste. Kurz bevor wir die riesige weisse Fläche erreichten, besuchten wir noch kurz eine kleine "Salzfabrik", wo wir das Prozedere des Salz-Gewinns erklärt bekamen.
Was dann folgte, lässt sich nicht leicht wiedergeben. Eine scheinbar endlose weisse Wüste breitete sich vor unseren Augen aus, und die nur wenige Zentimeter hohe Wasserschicht darüber spiegelte den Himmel mit seinen Baumwollwolken wider. Unbeschreiblich. Dazu kamen noch die Berge rechts und links am Horizont, die dem ganzen einen adäquaten Rahmen gaben.
Mit bis zu 90 kmh rasten wir über die glatte Salzfläche unserem Lunch entgegen, das wir an einer kleinen "Insel" zu uns nehmen wollten. Die Insel stellte sich als ein kleiner Berg inmitten des satten Weiss heraus, übersatt mit unzähligen Kakteen. Der Grösste mass stolze 12 m und ist somit circa 1.200 Jahre alt.
Nach einem längeren Aufenhalt dort fuhren wir weiter Richtung Unterkunft. Auf halbem Wege hielten wir noch einmal an, um uns den atemberaubenden Sonnenuntergang anzugucken. Gleichzeitig nuzten wir die einmalige Kulisse für einige extravagante Fotos.
Bereits im Dunkeln erreichten wir schliesslich unsere Unterkunft am Rande der Salzwüste, wo wir auch unser Abendessen einverleibten. Ein schlicht und einfach unglaublich schöner Tag.
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Vulkanlandschaft
Welcher Künstler auch immer versuchen sollte, die Landschaft Boliviens wiederzugeben, er müsste kapitulieren. So schön kann niemand malen. Das durften wir heute erneut erfahren, als wir uns mit unseren Jeeps auf den Weg durch eine Vulkanlandschaft machten.
Unser erster Stop war in einer "Geisterstadt", ein scheinbar verlassenes Örtchen, in dem aber dennoch sechs Familien leben. Einige der Kinder trauten sich schliesslich auch zu uns auf die Strasse und konnten sich so über ein paar kleinere Geschenke freuen.
Weiter ging es zu einem imposanten Canyon, in dessen Tiefe ein kleiner Fluss grün zu uns hoch schimmerte. Noch vor dem Mittagessen, das wir in einer winzigen Siedlung zu uns nahmen, fuhren wir zum "Felsental", das ein wenig an die Kulisse eines Hollywood-Westerns erinnerte. Auf unserer weiteren Fahrt erblickten wir vereinzelt erste Flamingos, die hier auf der Hochebene um die 4.000 m ein Zuhause gefunden haben. Auch Lamas und Alpakas grasten allerorts auf den frischgrünen Wiesen, die von roten Felsen eingerahmt waren.
Schliesslich erreichten wir die "Laguna Colorada". In dem flachen Wasser dieser rot schimmernden Lagune standen tausende von Flamingos Spalier, um sich von uns fotografieren zu lassen. Allerdings nur von weitem, denn sonst zeigten sie uns, dass sie sehr wohl im Stande sind, auch ein wenig zu fliegen.
Nach unserem Fotoshooting fuhren wir noch ein paar Minuten bis zu unserer Unterkunft. Dort gab es sogar einen winzigen Laden, wo wir Wein erstehen konnten. Der war zwar nicht besonders lecker, aber an so einem schönen Tag sollte man nicht meckern.
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Letzter Tag :-(
Hier ein paar Tipps, was man nicht machen sollte, wenn man sich einen Sonnenaufgang anschauen möchte: Um vier Uhr aufstehen, um schliesslich festzustellen, dass die Autobatterie nicht funktioniert. Diese zwei Mal ein- und ausbauen und mit einer funktionierenden kurzzeitig austauschen, um dann doch den Motor wieder abzuwürgen. Unterwegs an einem anderen Auto das Massekabel der Batterie verlieren. Und schliesslich: Auf dem Berg ankommen, um nur Wolken zu sehen.
Naja, dafür haben wir einige Geysire begutachtet, die ihre heisse, schweflige Luft aus dem Boden schossen. Und trotz Schnee und Nebel haben wir es geschafft, mit den Jeeps bis auf 5.000 m über dem Meeresspiegel zu kommen! Ein wohl einmaliges Erlebnis für die meisten Tourteilnehmer.
Noch vor dem Frühstück haben wir es durch eine "Traumwelt" aus Bergen, weiten Sandflächen in den unterschiedlichsten Farben und unbeschreiblichen Licht- und Schattenspielen zudem zu einer heissen Thermalquelle geschafft, in der Markus, Yngrid und Ludger Temperaturen von wohl 30 Grad Celsius geniessen konnten - während die Luft draussen einen in die Winterjacke zwang.
Nach dem Frühstück, als sich der Nebel gelegt hatte, erreichten wir nach nur wenigen Minuten die Laguna Verde, eine grün leuchtende Lagune mit zwei gigantischen Vulkanen als Hintergrund, die rot strahlten. Unser letztes bolivianisches Highlight.
Kurz darauf wechselten wir allesamt von den Jeeps in einen Bus, fuhren über die bolivianische Grenze und erreichten schliesslich die erste asphaltierte Strasse seit Tagen. Und nicht nur das, man sah auch direkt, dass die Strasse zum deutlich reicheren und moderneren Chile gehört.
Erst eine knappe Stunde später erreichten wir den chilenischen Grenzposten. Dort mussten wir alle in ein Desinfektionsbad treten, unsere anderen Schuhe und unser Gepäck musste allerdings kein ähnliches Prozedere erleiden. Wie die Maul- und Klauenseuche so von Chile ferngehalten werden soll, ist ein Rätsel. Auch die Durchsuchung unserer sämtlichen Taschen war eine Farce. Auf ihrer Suche nach verseuchtem Essen hätten die Beamten so höchstens einen Kürbis gefunden. Eine Pampelmuse wäre ihnen schon direkt entgangen. Und der Hund, der auf der Station herumschlich, sah aus wie ein wandelnder Wischmopp mit einem Haarband (kein Witz, er hatte wirklich ein Haarband).
Jetzt sind wir in dem schönen aber kleinen und touristischen San Pedro, wo wir den restlichen Tag zu unserer freien Verfügung haben. Am Abend wird es ein gemeinsames Abschiedsessen geben, bevor wir morgen um 10.15 Uhr den Flieger von Calama (etwa eine Busstunde von hier) nach Santiago de Chile nehmen werden.
Nach einem siebenstündigen Aufenthalt geht die Reise dann abends weiter nach Frankfurt, mit einem Zwischenstopp in Madrid. Es wird also Freitag später Nachmittag werden, bevor wir wieder in Deutschland sind. Genug Zeit also, um auf eine ereignisreiche und interessante Reise zurückzublicken.
An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an unsere Reiseleiterin Yngrid. Eine sympathischere Begleitung hätten wir nicht finden können.
Vielen, vielen Dank!
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Der Flug nach Hause
Nach der gestrigen Abschiedsfeier war es für viele unserer Grupe sehr schwer aus dem Bett zu kommen… aber alle haben es mehr oder weniger geschafft.
Die Abschiedsfeier war echt lustig, denn die Gruppe hatte sich vorgenommen, nicht von Chile wegzufahren, ohne sämtliche chilenische Weine zu probieren… aber sämtliche! ;-)
Wir erreichten ohne Probleme mit unserem Bus den Flughafen in Calama und nun war Zeit um Tschüss zu sagen! :-( Aber man sagt, dass man sich immer zweimal im Leben trifft… und wer weiss, vielleicht sehen wir uns bald.
Pius ( culandrito ) wird noch in Chile bleiben, da er noch eine paar Tage Urlaub machen möchte. Marcus und Ela bleiben noch ein paar Tage in Santiago, denn es gibt noch viel Wein zu probieren ;-). Diana und Yngrid werden heute abend nach Arequipa fahren.