Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

18 Aug. 2002 • Quito

Mitte der Welt
Mitte der Welt - Teil 2

Gleich 2 Mal am Äquator

Nach einem längerem Flug ging es ins tolle Hostal, im Zentrum von Quito. Keiner schaffte es mehr die müden Tanzbeine zu schwingen!

Nach einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen auf zur Erkundung der Altstadt Quitos. Zurecht ist diese Stadt Weltkulturerbe.

Mit öffentlichen Bussen fuhren wir zum "Mitad del Mundo". Buserlebniss Suedamerika inklusive :-) Gleich zwei verschiedene Äquatorlinien erwarteten uns hier, wobei das Museum "Inti Ñan" viel spassiger war! Bei dem "Wasserabflussbeweis" floss das Wasser wirklich gerade runter. Das Ei auf dem Nagel zu plazieren wurde für einige von uns zur unlösbaren Aufgabe. Der Rainer wird noch lange an das Blasrohrschiessen denken. Ging der Pfeil wirklich durch den Kaktus?

Auf der eigentlichen Mitte der Erde, laut GPS, konnte auch ein mehr als 125 Jahre altes indegena Haus bestaunt werden.

Morgen steht Spanischunterricht auf dem Programm, deshalb ging es früh ins Bett.

20 Aug. 2002 • Quito

Die Gruppe vor der Sprachschule
Salsastunden in Quito

Spanischstunden und Salsaunterricht

Den Montag und Dienstag haben wir mit Spanischunterricht und Tanzstunden verbracht. Nach 5 Stunden Spanisch am ersten Tag, passierte am Abend nicht mehr allzu viel.

Dienstag gab es noch einmal 4 Stunden Spanisch. Jetzt kann sich jeder in Ruhe seine kühles Getränk selber bestellen :)

Zusammen haben wir Ceviche zubereitet und uns aufgemacht die südamerikanischen Tänze zu erlernen. Araceli, unsere Tanzlehrerin scheuchte uns ganz ordentlich durch den Saal. Jetzt können wir uns ins Nachtleben Quitos stürzen!

Morgen früh geht es auf den höchsten aktiven Vulkan der Erde, Cotopaxi.

21 Aug. 2002 • Cotopaxi - PN Cotopaxi

Frank und Walmar beim Aufstieg
Sonnenuntergang an der Laguna Quilotoa

Wenn der Berg ruft…

Nach 3 Stunden Fahrt erreichten wir den Parkplatz am Fusse des Cotopaxis auf 4500m. Nun ging es daran sich einzupacken, denn es wurde ordentlich kalt!

Rainer entschied sich für den steilen Direktweg. Die Gruppe hingegen, nahm den "seichten Schlängelpfad" (Zitat Walram). Nach einer Stunde war der Aufstieg geschafft, das tapfer bis zum Refugio getragene Essen mehr als verdient.

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir die Laguna Quilotoa. Wir kamen in ein urtümliches, für Ecuador typisches Dorf. Es war beeindruckend zu sehen, mit welch einfachen Mitteln sich die Einwohner das Leben schön machen. Es war eine wirklich unvergeßliche Erfahrung, den Wechsel von der Hauptstadt Ecuadors in dieses verschlafene Nest auf 3886 Metern zu erleben.

Die Familie von Jose empfing uns herzlichst in ihrem Hostal Sunrise. Zuvor wurde natürlich die traumhafte Kulisse des Sonnenuntergangs und des Kratersees für ein Gruppenbild genutzt. Die Lagune im Vulkan Quilotoa ist atemberaubend. Man konnte die Energie des noch aktiven Vulkanes spüren, auch wenn der letzte Ausbruch im 18. Jh. war.

Im Hostal wurde derweilen schon das Schaf geschlachtet und auf traditionelle Art zubereitet. Es war ein reichliches Abendessen, bei dem die Einheimischen einige ihrer traditionellen Lieder spielten. Wozu wir im Anschluss auch mit allen 10 Familienmitgliedern das Tanzbein geschwungen haben!

Mit einer kleinen, viventura-eigenen Überaschung ging dieser schöne Tag zu Ende und das Bett aus Stroh und einer Paramograsmatte wurde zum kühlen Nachtlager.

22 Aug. 2002 • Baños - PN Cotopaxi

**Laguna Quilotoa**  
  
Die N
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Laguna Quilotoa

Die Nacht war relativ kurz, denn um 6 Uhr ging es raus. Der Sonnenaufgang über dem Kratersee wartete. Und das Aufstehen hat sich gelohnt!

Beeindruckend wie die Landschaft langsam zum Leben erwacht und die Farbe des Kratersees von grau zu grün wechselt. Das Frühstück sollte die Stärkung für den Marsch zur Lagune werden. Der Abstieg war für viele um einiges einfacher als der beschwerliche Aufstieg. Doch alle Beteiligten schafften es in Rekordzeit wieder ins Dorf und waren dementsprechend erschöpft und über einen reichlichen Schluck Wasser mehr als dankbar.

Die Stadt Banos am Rande des Dschungel erreichten wir nach 2 Stunden Fahrt. Natürlich liessen wir uns den Besuch im Thermalbad nicht nehmen. Im französischen Restaurant gab es dann auch noch leckere Crepes und der Tag ging ruhig zu Ende.

23 Aug. 2002 • Quilotoa - Puyo

Michael und Anne
Da lachen sie noch ...

Mountainbiken in den Regenwald

Das Frühstück auf der Dachterasse sollte die Stärkung für einen sehr erlebnisreichen Tag werden. Um 9 Uhr ging es zum Mountainbikeausrüster.

Die erste Etappe war dann auch eine asphaltierte Strasse, die uns zu einer Seilbahn führte. Es wurde schon eine schaukelige und lustige Angelegenheit, 180 Meter über dem Fluss. 5 Leute in einer Gondel schien manchmal ganz schön viel, doch angekommen sind alle ;)

Die zweite Etappe führte uns zum "Pialaro de Diablo" (teuflischer Wasserfall). Eine wirklich atemberaubende Geräuschkulisse empfing uns. Das Wasser fiel immerhin über 40 Meter tief in eine enge Felsenschlucht.

Nach einem kurzen Snack ging es dann in strömendem Regen weiter, was der Tour noch den besonderen Kick gab. Es wurde eine ordentliche Schlammschlacht, auf den matschigen und ungeteerten Strassen. Die Spitzengruppe um Frank, Tom und Michael hat sich sehr schnell vom Feld abgesetzt. Wieder zusammegeführt, überquerte die Gruppe ein Fluss, der über die Strasse führte und für einige ein sehr nasses Hindernis darstellte.

Die Aussicht, dass es nach einem letzten grossen Aufstieg nur noch bergab gehen sollte, liess viele am Leben erhalten. Doch nach drei, vier oder noch mehreren Steigungen war die Motivation bei einigen doch angekratzt. Trotz alledem haben alle die 60 km in sensationellen 6,5 Stunden geschafft!

Die Dusche und die anschliessende Pizza wurden in Ruhe genossen und waren der Abschluss dieses anstrengenden aber schönen Tages.

24 Aug. 2002 • Baños

Walram auf der Suche nach Tauschpartner
Die Gruppe bei der Lagune, kurz nach dem Baden
Die Gruppe bei der Lagune, kurz nach dem Baden

Primärer Regenwald - Lagune - Reifenrafting

Am Morgen ging es, nach dem jeder seine Wäsche frisch gewaschen empfangen hatte, in Richtung Regenwald. Einige machten es sich auf dem Jeep gemütlich und konnten so eine schöne Aussicht und den Übergang von Tena bis in den spärlich bevölkerten Regenwald erleben.

Das Camp, welches uns empfing, wurde aus den Hölzern des Regenwaldes gebaut und wird auch von Bewohnern jenes Waldes geleitet und unterhalten. Die kleinen typischen Hütten wurden bezogen und sofort ging es bepackt mit LKW-Schläuchen zur erfrischenden Lagune. Hier konnte man von einem Felsvorsprung ins erfrischende Nass springen oder über Kaskaden hinweg ins Wasser rutschen. Die Rutschpartie wurde für manche zur etwas stärkeren Beanspruchung des Sitzfleisches! In der ecuadorianischen Sonne konnte in aller Ruhe genug Energie für das nächste Abenteuer getankt werden. Zum "Gummi-Donuts-Raften" wurden jeweils 4 Schläuche zusammengebunden. Das "Raften" wurde in reissender Strömung und herrlicher Landschaft zum unvergesslichen Erlebnis mit hohem Funfaktor!

Der Indigeno (Ureinwohner) Eduardo zeigte uns später in seinem Garten (Wald) Pflanzen die im Regenwald zur Heilung verschiedenster Krankheiten benutzt werden. Einige Pflanzen erklärte er uns auf seine eigene lustige Art und Weise. Die Kraft der ecuadorianische Brennessel war für alle noch Minuten später spürbar. =O)

Die Nacht brach gegen halb sieben herein und da es keinen Strom gab, wurde der Abend bei Kerzenschein verbracht. Und wieder einmal zeigte sich die Gruppe von ihrer geselligen Art, als die sehr bekannte urtypische Gruppe "Helio" einige ihrer Stücke zum Besten gab. Der Tanz mit dem Besen wurde für viele zur stressigen Tanzpartie, da man sich beim fallen des Besens einen neue Partnerin suchen musste. Wieder einmal war es Walram, welcher sehr häufig mit Besen da stand. Den Humor des Regenwaldes brachte man uns auch noch bei, wobei sich Tom als Übersetzer und Schauspieler alle Mühe gab. Die Fabel war nicht für Jugendliche unter 18 Jahren und hat allen viel Spass bereitet.

Das Testen unseres Dcshungelführers ob "Tom Tom`s" Brusthaare wirklich echt oder doch nur ein Toupè sind, brachte viele Lacher.

25 Aug. 2002 • Puyo - Tena

Rainer und sein Fotomodell
das Begrüssungskomitee

Ethnisch Botanischer Garten und Fatima

Ein klassischer ruhiger Morgen am Frühstückstisch: Einige Teilnehmer sind klassische Morgenmuffel und erwachen erst bei einem Glas frischen Brombeersaft…

Im ethnisch-botanischen Garten erfuhren wir, dass ein Stamm im Amazonas zwei getrennte Eingänge für Mann und Frau hat und dass der persönliche Stuhl des Hausherren beim Verlassen des Hauses umgedreht wird. Die ersten Mückenstiche heilten einige mit Drachenblut des gleichnamigen Baumes. Glücklicherweise versuchte sich niemand an den hochgiftigen Kräuterchen.

Auf dem Weg nach Tena besuchten wir die Tieraufzuchtsstation "Fatima". Die kleinen Totenkopfäffchen begrüssten uns auf Herzlichste in unserem Van. Der naturbegeisterte Besitzer erklärete uns seine Tiere und die Aufgaben die er sich zum Ziel gesetzt hat. Einige Tiere hatten wir bis dahin noch nie vorher gesehen, wie der riesige Tapir oder die sich im Wasser vermehrenden "Riesenratten". (Kapiware)

Für die nächsten 70 km haben wir ca. 4 Std. gebraucht und dabei die verblüffende Selbstsicherheit bei der Wegbeschreibung kennen gelernt. Verfahren haben wir uns aber trotzdem, oder gerade deswegen…

26 Aug. 2002 • Tena

Wer fliegt denn da durch den Dschungel?
kurze Pause auf der Tour

Wasserfälle und traditionelle Handarbeit

Heute stand eine Wasserfall-Kletterpartie mitten im Regenwald auf den Pogramm.

Ausgerüstet mit Gummistiefeln und wasserdicht-verpackten Fotoapperaten machten wir uns auf den fünf-stündigen Weg. Insgesamt galt es, 5 Wasserfälle zu bezwingen. Damit das Ganze auch nicht zu einfach wurde, erschwerten glitschige Steine, morsche Baumstämme, wassergefüllte Gummistiefel und hüfthohes Wasser das Klettern. Eduardo (unser ortskundiger Guide) sicherte uns bei den steilsten Wasserfällen mit einem Seil ab. Trocken bleiben war unmöglich!

Zwischendurch legten wir 2 kleine Badepausen am Fusse einer der wunderschönen Wasserfälle ein. Der Rückweg führte uns durch dichtes Gestrüpp und steile Hänge abwärts. Wir konnten uns auch an einer Liane testen und wie Tarzan und Jane durch den Dschungel baumeln.

Durchnässt und verschmutzt, aber erfolgreich und mit unvergesslichen Eindrücken, kehrten wir zu unseren Cabañas zurück und freuten uns auf das leckere Mittagessen.

Am Abend zeigte sich, wer noch nicht all sein Allgemeinwissen im Dschungel verloren hatte. Ein kleines Buch wurde zum willkommenen Zeitvertreib.

27 Aug. 2002 • Tena

kleine Stärkung zwischendurch
Naturschlamm für schöne Haut?

Rafting auf dem Rio Napo

Die drei Schlauchboote standen schon bereit, um ein weiteres Kapitel der Aktivtour zu beginnen.

Die Stromschnellen des Rio Napo machten die Fahrt zu einer äusserst lustigen Angelegenheit. Bei strömende Regen ging es in den Fluss. Somit waren alle schon vor dem Start ordentlich nass und der Fluss hatte noch einmal einen höheren Pegelstand.

Ein kurzer Stop an einer versteckten Lagune gab uns die Möglichkeit Haut und Haar mit natürlichem Schönheitsschlamm zu pflegen. Somit war es auch kein Problem die in einem schmalem Felsgang lebenden Fledermäuse zu irritieren. Über unseren Köpfen schwirrten sie trotzdem, doch keiner wurde ausgesaugt. :-)

An einer klassischen Mutprobe, dem Springen von einem Felsvorsprung, konnte man sich auch beweisen. Von 5, 8 oder 10 Metern ging es hinab in den Fluss. Natürlich gab es wieder einige die aus den verschiedensten Gründen geschwächelt haben ;)

Die nächste Station war das kleine Paradies Shangrila. Eine Aussicht, unglaublich. Alle waren begeistert von dem Luxus dieser Aussicht und dem Strom, den es für den ein oder anderen Fön gab ;)

Der Abend klang, Sterneguckend in der Hängematte liegend, gaaanz ruhig aus.

28 Aug. 2002 • Tena

Anne und die Fledermäuse
Gruppenrafting in Gummi-Donuts

Gummi-Donut-Rafting zum Indigena Dorf

Eine weitere 3-stündige Dschungelerkundung stand heute auf dem Programm.

An einem Bach inmmitten des Dschungels ging es entlang. Ein besonderes Highlight mit vielen engen Felsformationen und jeder Menge Fledermäusen. Diese flogen uns dann auch wie wild über die Köpfe und haben die Kletterpartie haufig sehr spannend werden lassen! Die ein oder andere Schrecksekunde hatte jeder auf diesem Weg. ;)

Der Nachmittag stand im Zeichen des Flusses Napo. In aller Ruhe ging es mit den LKW-Schläuchen abwärts. Es war eine sehr entspannende Fahrt. Die müden Knochen konnten sich auf diese Weise etwas ausruhen. Im indigena Dorf sahen wir dann auch wie eine typische Gemeinde im Regenwald lebt und wie der Chicha hergestellt wird.

Ein traumhafter Sonnenuntergang erwartet uns in der Shangrila-Lodge. Auf das Abschlusskontzert der ganz speziellen Lodgeband hatten jedoch nicht wirklich alle Lust, aber zu einem Tänzchen und einem Glas Canelazo liess sich keiner zweimal bitten.

29 Aug. 2002 • Riobamba - Tena

Ein letztes Foto vor dem Eingang von Shangrila
Panoramablick vom Aussichtspunkt

Shangrila - der verpasste Aussichtspunkt

An der heutigen Wanderung zum Aussichtspunkt nahmen dann leider nur 2 Leute teil.

Alle anderen der Gruppe zogen es doch lieber vor, bis zum Mittagessen in den Hängematten, mit ebenfalls toller Aussicht! ;), abzuhängen. Einige von den Daheimgebliebenen liessen sich zusätzlich einen Naturheilmitteltee gegen Durchfall schmecken, sehr lecker…

Am Nachmittag zogen wir weiter. Nach 6 Stunden Holperfahrt erreichten wir Riobamba. Und wieder einmal wurde es ein ruhiger Abend, denn morgen geht es gegen 5 Uhr aus den Betten!

30 Aug. 2002 • Riobamba - Tena

Auf dem Zugdach
Gruppe auf dem Zug

Zugfahrt Riobamba

Ein schöner Tag sollte es werden. Nun gut, das Frühstück gegen um 5 uhr morgens war nicht für jeden so angenehm, man wollte gern noch im Bett bleiben. Doch gelohnt hat es sich allemal.

Die heissbegehrten Plätze waren schnell gesichert und die Fahrt konnte losgehen. Natürlich nicht ohne Sitzkissen, denn es war schon recht kalt so früh am Morgen.

Uns erwartete eine schöne Aussicht bei der Fahrt durch die Berglandschaft der Region. Als dann auch noch die Sonne sich ihren Weg durch die Wolken bahnte, war alles in bester Ordnung. Der Po tat nach gut 3 Stunden Fahrt dann auch nicht mehr weh und man konnte sich in Ruhe auf die Landschaft konzentrieren ;)

Das einzigste und bisher ungelöste Rätsel des Tages war die Teufelsnase. Keiner konnte so recht erklären wo man denn nun in diesem riesigen Felsen eine Nase erkennen kann. Aber naja, die Fahrt war auf jeden Fall ein sehr schönes Erlebnis und vielleicht finden wir noch eine Person welches uns das Rätsel lösen kann.

31 Aug. 2002 • Montañita - Riobamba

Bei der Andenüberquerung auf 3700 m Höhe
Beim Italiener

Bummeln, über Markt und Land

Der Samstag stand im Zeichen von Riobamba, der schönen Stadt im Hochland.

Wir verbrachten viel Zeit beim Shopping und so manch einer kaufte seine Souvenirs. Nach einem Stadtbummel und dem ein oder anderen Schnäppchen auf dem Wochenendmarkt, ging es in Richtung Pazifik.

Die Fahrt zog sich immer weiter raus, wir hatten schon gedacht nie anzukommen! 7 Stunden Fahrt wurden es schlussendlich, denn Guayaquil ist eine ewige Baustelle und der Schilderwald in Ecuador ist eher spärlich!

01 Sep. 2002 • Cuenca

Abhängen
Trockenübung

Surfen - Der Kampf mit dem Element Wasser

Ein wolkenverhangener Himmel lachte uns am Sonntag an. Doch ein wirklich leckeres Frühstück vertrieb den Trübsinn und die Surfboards wurden bestellt.

Ricky, unser Surflehrer, holte uns nach einer kurzen Verdauungspause ab und los ging das Abenteuer "Surfen im Pazifik". Eine ausführliche Einführung brachte uns die relativ einfach erscheinende Technik näher. Doch dann begann der Kampf mit dem Element Wasser! Das Paddeln hatten nach einer Weile auch alle so halbwegs verstanden und konnten sich mit der Welle treiben lassen. An das Aufrichten und auf dem Brett stehen, war allerdings nicht einmal zu denken. Einige gaben sich schon nach eniger Zeit dem ausweglosem Kampf und dem kalten Wetter geschlagen und verbrachten die Zeit lieber am Strrand bei einem heissen Kaffee. Andere versuchten, mit mehr oder weniger grossem Erfolg, auf das Brett zu kommen. Tom und Micha hatten es dann auch zweimal geschafft, zumindest die Füsse aufs Brett zu kriegen. Der Dank war ein blauer Bart und tiefblaue Lippen. Es war schon ein deprimierender Kampf gegen das unberechenbare Element. Spass gemacht hat es uns jedoch allemal!

Das Relaxen war den ganzen Nachmittag über GROSS GESCHRIEBEN. Keine wollte sich mehr als nötig bewegen. Den Abschluss machte das gemütliche Beisammensein am Strand.

02 Sep. 2002 • Puerto Lopez - Cuenca

Micha und Tom beim Verjüngungsbad
Idylle am Strand

Nationalpark Machalilla

Für einige began der Tag schon um 6 Uhr. Denn vier Leute brauchten doch eine Stunde im Bad, 15 Minuten pro Person. Nicoles Wecker war aber verdammt laut, so standen alle im Bett. ;)

Also gegen 7 Uhr waren alle im Bus und ab ging es nach Puerto Lopez. Das schöne Hostal wurde bezogen und endlich ein Restaurant fürs Frühstück gesucht. Rainer und Walram nahmen dann auch glatt eine doppelte Portion. Gut gestärkt ging es auf zum Nationalpark Machalilla.

Das äusserst interessante Museum fand bei der doch etwas müden Truppe wenig Interesse. Jedoch das lauwarme, stinkende Naturschwefelbad (vulkanischem Ursprungs) war für zwei Leute der totale Renner. Leider wurden sie nach dem ausgiebigen Bad von der Gruppe verstossen. Angeblich haben sie "unangenehm gerochen", sahen allerdings mindestens 10 Jahre juenger aus!

"Die Gruppe" entschied sich wieder einmal, total spontan, für eine Mittagspause. Als der Koch nach einer halben Stunde mit einer Tüte voller Fische angeradelt kam, erkannten wir diese gleich als die unseren. Frischer geht es nicht.

In aller Ruhe liessen wir den Tag am Strand ausklingen. Krabbenjagend und plantschend genossen wir den Sandstrand. Morgen geht es auf die Isla de la Plata. Hoffentlich sehen wir Wale, aber natürlich freuen wir uns auch auf die Insel ;)

03 Sep. 2002 • Cuenca

Blaufusstölpel
2 Buckelwale

Isla de la Plata

Und erneut ein sehr sehr ruhiges Frühstück. Böse Zungen behautpen, es könnte sich doch um eine Gruppe von Morgenmuffeln handeln.

Der schaukelnde Kahn, in Richtung Isla de la Plata, half beim Verdauen. Anne und Susanne bekamen ihr Frühstück schnell wieder zu Gesicht.;) Gott sei Dank tauchten zur Ablenkung bald die Buckelwale auf. Die distanzierten Beobachter wurden Zeugen des Paarungsverhaltens der bis zu 17 Meter langen Säuger. Sie konnten ihre bis zu 40 Tonnen schweren Körper sehr anmutig und fast grazil im Pazifik bewegen. Eine werbende Waldame konnten wir plötzlich aus nächster Nähe beobachten. Ein männliches Exemplar vollführte in etwas weiterer Entfernung atemberaubende Sprünge.

Nach diesen beeindruckenden Bildern landeten wir auf der Isla de la Plata. Die auch als Klein-Galapagos bekannte Insel, gab uns die Möglichkeit einen grossen Teil der in Ecuador lebenden Vogelarten zu erleben. Blaufusstölpel, die wirklich "süssen" Vogelarten, haben sich immer noch mit dem Balzen aufgehalten. Die männlichen Fregatvoegel zeigten stolz ihren roten Kehlsack, um den zahlreich umherfliegenden Weibchen zu imponieren. Maskentölpel brühteten ihre Eier aus oder beschützten bereits die kleinen Küken. Auf der Suche nach Nahrung begaben sich die Pelikane auf Sturzflug in den Pazifik.

Zum abschliessenden Schnorcheln in der kleinen Korallenbucht konnte sich bei etwas kaltem Wetter keiner durchringen. Somit ging es auf die jetzt rauhe See und das leckere Tunfischsandwich war dann für Susanne wieder nicht leicht zu verdauen. ;)

04 Sep. 2002 • Guayaquil

Im ausgetrockneten Flussbett
Gruppenbild trotz konkurrierender Hengste

Reiten im trockenen Regenwald und Abschiedsgrillen

Gegen 10 Uhr ging es los, der heisse Ritt in die Natur um Puerto Lopez.

Als die Pferde dann auch verteilt waren und sich jeder mehr oder weniger an seinen Gaul gewöhnt hatte, konnte man sich in den Wald stürzen. In aller Ruhe ging es durch Büsche und Sträucher. Auch ein Flussbett wurde erkundet. Einige Pferde haben sich untereinander nicht allzu gut verstanden, das erschwerte die Arbeit für unsere Aushilfs-Cowboys. Doch am Ende waren alle zufrieden und genossen das Pollo mit Reis.

Zum Abschluss ist ein Grillabend geplant. Die Zutaten sind eingekauft und der lange Abend kann beginnen. Alle freuen sich schon auf den Heimflug, speziell auf die schöne Stadt Bogota ;) (10h Aufenthalt)

05 Sep. 2002

Abschiedsfoto mit Miguel

Abschied im Morgengrauen

Nachdem wir beim Grillabend ein paar köstliche, kleine Thunfische verspeist hatten gab es noch eine Überraschung von der Gruppe für Tom. Danach ging es daran die Reise kurz Revue passieren zu lassen. Bei Bier, Wein und Cola nahmen wir dann langsam Abschied, bevor wir uns um 1 Uhr auf den Weg zum Flughafen machten.
Pünktlich zum Einchecken waren wir dann in Guayaquil, und nach dem letzten Gruppenfoto ging es dann in den Flieger.