Reisetagebuch viExplorer Best of Südamerika - 18.09.2009
Reisebericht | Tour vom 18.09. - 11.10.2009
"Liebe Freunde, wir haben drei intensive Wochen erlebt, in denen wir viel gesehen haben. Langweilig ist uns eigentlich nie gewesen und wir hatten immer viel zu reden. Die Chemie zwischen den Teilnehmern hat einfach gestimmt und das hat mich sehr gefreut. Macht es gut!"
Dann trafen wir uns mit Nelida, unserem lokalen Guide, sie zeigte uns einige wichtige Regierungsgebäude, den Hauptplatz, die Kathedrale und erzählte uns viel über die Entstehung von Lima. Mittags gingen wir in einem kreolischen Restaurant essen. Der Höhepunkt dieses Besuches war, als die Bedienungen sich auf die Theke stellten und den Gästen afro-peruanische Tanzschritte zeigten.
Pappsatt verließen wir das Restaurant und gingen zum Strand um noch ein bischen zu spazieren. In Lima war es zwar nicht sonnig, aber kalt war es auch nicht. An der Küste fanden wir ein nettes Cafe, indem wir unsere ersten Pisco Sours (Nationalgetränk Perus) tranken.
Als es dunkel wurde fuhren wir in unser Hotel zurück. Diese Fahrt war wirklich ein Abenteuer durch das organisierte Chaos in Lima. Dann hieß es ab ins Bett, um sich von der langen Reise zu erholen.
Spruch des Tages:Harald im Restaurant bei den afroperuanischen Tanzvorführungen als Manuela ihn fragte: "Und wo sind die Panflötenspieler?": "Die sind in den Füssgängernzonen bei uns daheim"
Dann gingen wir los um das Zentrum zu erkunden. Auf dem Hauptplatz fand eine Kinderparade statt und es war wirklich schön wie die Kinder in ihren bunten Kostümen tanzten und feierten. Danach besuchten wir einen einheimischen Markt, auf dem wir einige exotische Früchte der Region probierten. Das war der Apetitmacher des Tages, denn darauf hin gingen wir sofort Mittagessen, und verspeisten unsere ersten Alpaca-Steaks.
Später trafen wir unseren lokalen Guide Celso, der uns während des Nachmittags die Ruinen von Saksayhuaman, Coricancha und andere Inka-Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigte. Es war sehr interessant wie er uns auf eine mystische Art und Weise die alte Inka Kultur näher brachte.
Angestrengt von unserem ersten Tag in der Höhe, fuhren wir ins Hotel und abends im Restaurant wurden einige Meerschweinchen verköstigt.
Spruch des Tages:Celso zum xten Mal während der Citytour:Und so haben die Inkas damals immer alles erdbebensicher gebaut.
Mit dem Zug fuhren wir dann von Ollantaytambo Richtung Macchu Picchu -Station Aguas Calientes. Nach ca 106 km sind Ulla, Martina und Nicole ausgestiegen, um den Inkatrail zu starten. Zum Glück stand Celso im Deutschland-Tshirt bereit, um die drei sicher über den Inkatrail zu leiten.
Der Rest der Gruppe fuhr weiter nach Aguas Calientes, um dann gleich mit Abraham den Putucusi zu besteigen. Nach einer Bestzeit von 2 Stunden bewältigten wir ohne Probleme und Ausfälle noch vor Abraham die 600 Höhenmeter. Nach dem belohnenden Blick auf die Ruinen von Macchu Picchu, einem stärkenden Mittagessen und dem schnellen Abstieg, gönnten wir uns erstmal ein kühles Bier. Um 18 Uhr kamen die Inkatrailer erschöpft aber glücklich im Hotel an.
Spruch des Tages:Abraham nach jeder Kurve: Nice (walking, flowers, etc)
1. Die Inkas konnten Steine wie Käse zuschneiden.
2. Die Schlange (Symbol für das Leben unter der Erde) bringt Regen genau am 23. September - gut, dass wir am 22. hier waren...
3. Mit grossen Steinen und den Weltraumstrahlen kann man Kameraakkus aufladen..... usw, usw.
Schlussendlich muss man sagen, nicht jede dieser Theorien stimmt, aber eines ist sicher: Wer früher Steine gucken geht, kann auch früher essen gehen.
Nachdem wir einen wunderschönen Vormittag in Macchu Picchu verbracht haben, fuhren wir zurück nach Aguas Calientes. Dort waren wir bei der Restaurantauswahl so gefragt, dass sogar der Polizist mit seiner Trillerpfeife einschreiten musste.
Spruch des Tages:Celso, der lokale Guide zu der Gruppe: Hiram Bingham hat gemacht eine Theorie.....
Dann ging es weiter zu den Inkaruinen von Raqchi. Hier lagerten früher die Inkas ihr Getreide. Das Wetter war wirklich wunderschön, strahlend blauer Himmel und die Sonne zeigte sich in ihrer vollen Stärke. Anschließend fuhren wir zu den uralten Ruinen von Pukara.
Gegen 5 Uhr nachmittags kamen wir dann endlich in Puno an, etwas ermüdet von der starken Andensonne gingen wir Abendessen und dann schlafen, trotz der ruhigen Aktivitäten war der heutige Tag ein anstrengender Tag.
Einige drehten mit dem Schilfboot eine Runde um die Insel. Die Uro-Mädchen unterhielten uns auf der Fahrt musikalisch mit diversen internationalen Hits, u.a. mit: alle meine Entchen, Vamos a la playa, hasta la vista baby, etc.
Dann machten wir uns auf den Weg zur bolivianischen Grenze. An einem schönen Aussichtspunkt versorgten wir uns mit einem selbst gemachten Picnick in Gesellschaft von 3 Burritos. Anschliessend schoben wir unser Gepäck über die Grenze nach Bolivien, wo wir von einem bolivianischen Rennfahrer nach Copacabana gefahren wurden. Dort verpassten wir knapp die Segnung der Lkws vor der Kirche der Mutter Maria.
Mit dem Wassercabrio fuhren wir am Nachmittag dann auf die Sonneninsel. Einige Burritos nahmen unser Gepäck entgegen, während wir die gefühlten 100 Höhenmeter zu unserem ersten Hotel über 4000 Meter erklammen.
Nach einem sehr leckeren Essen, bezogen wir unsere Häuschen mit den sogenannten "Black Rooms".
Spruch des Tages:Auf die Frage ob der Titicacasee Trinkwasserqualität hat, antwortete Carlos:Ja, er ist nur ein bischen süss
Zu Fuß machten wir uns auf nach Challa, wo wir von unserem Boot abgeholt wurden. Abgelenkt durch Keanu Reaves verpassten wir die richtige Abzweigung aber Carlos meinte: "Alle Wege führen nach unten, nur dieser dauerte nunmal 30 Minuten länger".
Früher als geplant sind wir mit dem Wassercabrio in Santiago de Okola angekommen. Keine 30 Minuten später kamen die gastfreundlichen Bauern mit ihren Schubkarren von allen Seiten angefahren. Leider war der Anlegesteg verschwunden, so dass wir mit nassen und matschigen Füssen an Land gingen. Dann wurden wir auf die Familien verteilt. Doña Victoria war wegen ihres freundlichen Blenda-Med-Lächelns unser aller Favoritin. Kira hatte das grosse Los gezogen (aber leider wohnte Doña Victoria am weitesten vom Dorfmittelpunkt entfernt).
Nach einem kleinen Spaziergang, wurden wir von den Dorfbewohnern mit einem Abendessen aus dem Lehmofen verwöhnt.
Spruch des Tages:Vor der Verteilung auf die Bauernfamilien sagte Harald: "Darf man sich seine Big-Mama hier selber aussuchen"?
Dann ging es weiter ins Zentrum von La Paz. Am Nachmittag machten wir eine City tour und so lernten wir das Parlament, die Kathedrale, den Hexenmarkt und vieles mehr von der Metropole La Paz kennen. Dann fuhren wir zum Mondtal und genossen lang von der bizarren Landschaft. Von hier aus sahen wir, wie gross die Unterschiede zwischen den Reichen, die im südlichen Teil der Stadt leben und den Armen, die im oberen Stadtteil und somit ein paar Höhenmeter weiter oben ihr Zuhause haben.
Abends gingen wir in ein nettes Restaurant im Kolonialstil, wo alles, trotz der extrem langen Wartezeit sehr gut schmeckte .
Dann ging es auf die "Carretera de la Muerte", die noch bis vor 1 1/2 Jahren von LKWs befahren wurde. Wir waren guter Dinge und verzichteten auf das empfohlene Lamaopfer. Gott sei Dank war uns der Mountainbike-Gott gnädig und wir kamen nach einer rasanten Downhill-Flat-Downhill-Flat-Downhill-Flat Fahrt gut durchgeschüttelt beim kältesten Bier Bolivien´s auf 1100 m. an. Vor der dreistündigen Rückfahrt mit dem modernen 50iger-Jahre-Bus konnten wir noch eine Dusche und ein leckeres Mittagessen geniessen.
Geschafft aber glücklich kamen wir abends wieder in La Paz an, wo wir mit dem Rest der Gruppe mit Burritos und Cocktails Martinas Geburtstag feierten.
Spruch des Tages:Der Guide, als er uns die Duschen zeigt:"come on, I will show you..."Daraufhin Harry: I will shower you!"
Alle zu Tomás:"Carlos muss mit nach Rio!"
Dort angekommen winkte Carlos, Don Felix mit seinem "Luxusbus", (der keinen 1. Gang hatte) heran. Eigentlich war in Oruro der Besuch des Bergbaumuseums geplant, aber Carlos hatte eine Nachricht für uns: Das Museum hatte überraschenderweise geschlossen. Als Ausgleich zeigte er uns einige Werkstätte für Karnevalskostüme, was zur Folge hatte, dass Harry und Carlos, nach Anprobe einiger Kostüme und Masken, sich für 2 Tage in Harry-Glitter und Carlos-Flitter verwandelten. Ganz authentisch gab es in einem kleinen Lokal einen einheimischen Mittagstisch.
Auf dem Weg zum Bahnhof kauften wir noch einen kleinen Snack für die lange Zugfahrt nach Uyuni, wo wir um 22:30 Uhr nach 7 Stunden Fahrt "medium rare" ankamen. Bevor wir uns ins Bett legten, gingen wir noch in die "Extrem Bar", wo es noch 2 Runden Cocktails und Shots (u.a. Lama Nippel) gab. Harry ging bei Anblick seines brennenden "Thunupa Vulkan´s" vor lauter Begeisterung fast selbst in Flammen auf.
Spruch des Tages:Carlos: Leute, ich habe eine Nachricht...."
Zuerst ging es zum Zugfriedhof - dort war es sehr zugig! Danach fuhren wir nach Colchani (das bolivianische Bad Reichenhall), wo uns von den Einwohnern die Salzverarbeitung gezeigt wurde. Weiter glitten wir quer über den Salzsee zur Inkahuasi-Insel, wo unsere Bordköchin uns mit einem leckeren Mittagessen verwöhnte. Die Weite des Salzsees lud zu einer ausgiebigen Fotosession ein, bei der jeder sein künstlerisches Talent ausleben konnte.
Nachdem wir Carlos an die Wäscheleine gehängt, einige Inka-Cola-Flaschen bestiegen, uns aus der Kaffetasse gezwängt und uns gegenseitig auf Händen getragen haben, fanden wir für all das Salz noch eine sinnvolle Verwendung: Wir tränkten es mit Tequila und Limetten und stürzten es unsere Rachen hinunter.
So gestärkt bestiegen wir den kakteenreichen Inkahuasi. Bis zum Sonnenuntergang blieben wir noch auf dem Salzsee. Zurück im Hotel gab es die beste Pizza Bolivien´s. Für die deutsche Darmflora nicht empfehlenswert: Lama-Pizza.
Für zwei Stunden legten wir uns schlafen.....
Am späten Vormittag kamen wir entspannt in Tupiza an.
Frisch geduscht und hungrig machten wir uns auf zum Abendessen. Nach der abenteuerlichen Überquerung einer Hängebrücke verloren wir uns im Staub bis wir unser rettendes Restaurant erreichten. Die in Aussicht gestellte Ziege schmeckte vorzüglich nach Lamm.
Spruch des Tages:1. Tupiza es mi pizza! 2. Silvia, abgehängt von der Gruppe, über ihr Pferd: "Meiner pennt immer noch!"
Abends stürzten wir uns ins Nachtleben bei dem wir von Carlos und Shakira in einer Karaokebar bestens unterhalten wurden. Andreas war Feuer und Flamme von den Cocktails und der Darbietung.
Spruch des Tages:Die Gruppe zu Carlos:"Carlos, komm schnell, wir sind schon dran!"
Bei temperamentvoller Musik und Tanzvorführungen probierten wir ein sehr gutes argentinisches Steak. Einige wurden sogar von den Tänzern aufgefordert das Tanzbein zu schwingen. Ulla war besonders glücklich mit einem jungen hübschen Argentinier getanzt zu haben.
Als gelungener Abschluss gab es mal wieder einen leckeren Cocktail in einer der unzähligen Bars
Spruch des Tages:"Mann, ist das laut hier!"
Voll beladen bestiegen wir mit der obligatorischen Verspätung den nicht alten aber auch nicht neuen Flecha-Bus.
Mit Nicolas Cage und Uma Thurman vertrieben wir uns die Zeit bis plötzlich um 4:30 Uhr total unvorhergesehen der Bus wegen einer Panne getauscht werden musste. Der Rest der Fahrt verging wie im Schlaf.
Dann ging es mit einem privaten Bus zu unserer Hacienda "La Chacra", wo wir als erstes in den erfrischenden Pool stürzten. Unsere drei Gastgeber gaben sich alle Mühe uns mit leckeren Speisen zu verwöhnen.
Weil nur Faulenzen uns total aus dem Rythmus geschmiessen hätte, besuchten wir nach dem Mittagessen eine Schreinerei und eine Mate-Trocknungsanlage. Danach ging es direkt zurück in den Pool oder auf den Tennisplatz.
Die beim leckeren Asado angeführten Kalorien, verbrannten wir beim Salsa- und Merenguetanzen mit Carlos und Ernesto.
Es folgte eine stürmische Nacht.
Spruch des Tages:"Meine Badehose rutscht, ich muss mehr essen".
Unser Guide Nelson führte uns gleich zur ersten Dusche in den Teufelsrachen. Nach einem kurzen Snack-Stop wurden unsere Gebete erhört und es hörte auf zu regnen.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir auf der Anlage und sahen uns die Fälle von den verschiedenen Aussichtspunkten an. Abends überquerten wir die Grenze nach Brasilien, was zu unsere aller Überraschung völlig unkompliziert im Bus vonstatten ging. Bei einem typisch brasilianischen Abendessen und einem "Einer-reicht-Caipi" feierten wir den letzten Abend mit Carlos.
Spruch des Tages:Harry beim Frühstück: "Die Wasserfälle wollten wir doch eigentlich erst in Iguazu sehen"
Unser lokaler Guide Nelson brachte uns dann noch einmal zu den Wasserfällen um das volle Panorama von der sonnigen, brasilianischen Seite zu betrachten. Danach fuhren wir in den Vogelpark. Öfter als das Singen der Vögel hörten wir allerdings ein erschrecktes "Uuha Ha" des Homosapiens "Flip Flop".
Um 14:30 Uhr fuhr Nelson uns die kurze Strecke zum Flughafen um in Erwartung von Sonne, Strand und Caipirinha nach Rio de Janeiro zu fliegen.
Spruch des Tages:Uuha Ha
Nach Besuch des Maracana-Tempels, des Sambodromo und der Kathedrale fuhren wir mit der Strassenbahn über das ehemalige Aquädukt hoch nach Santa Tereza. Bei weiterhin strömenden Regen erkundeten wir zu Fuss das Stadtzentrum bevor es weiterging zum Zuckerhut. Oben angekommen mussten wir leider feststellen, dass sich der Zuckerhut in den Zuckerwattehut verwandelt hatte. Rundherum konnten wir ins einheitliche Weiss blicken. Ralf erklärte uns, wo wir was hätten sehen können. Wir machten das Beste aus der Situation und tranken einen heissen Kaffee.
Der anhaltende Regen am Nachmittag lud zu einem ausgiebigen Bummel durch ein grosses Shopping-Center ein.
Abends gingen wir mit Ralf in einer Churrasqueria essen, wo wir jede Menge Fleisch vom Spiess direkt am Tisch serviert bekamen. Nachts hatte der Himmel ein Einsehen mit uns und wir konnten an der Copacabana in einer Strandbar ungestört leckere Caipis geniessen.
Spruch des Tages:..ist ins Wasser gefallen
11 Uhr: Regen - die Frisur sitzt; Grund:wir sitzen immer noch im Hotel
13 Uhr: Regen - Aufbruch zum Corcovado mit Metro und Bus
14 Uhr: Regen - Ankunft an der Zahnradbahnstation
14:30 Uhr: noch mehr Regen und Sturm - oben angekommen. Cristo ist gerade so durch den Nebel zu erkennen. Wiedereinmal konnten wir die Stadt unter uns nur erahnen.
14:35 Uhr: Regen - Ankunft in der Saftbar unterhalb der Statue. Wir hoffen auf besseres Wetter.
15:00 Uhr: Regen - wir haben vergeblich gewartet und brachen auf zum Hotel. Abends stürtzten wir uns ins Nachtleben von Lapa.
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Nele