Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Über den großen Teich
Mit einer Stunde Verspätung landeten wir nach einem ruhigem Flug in Bogota.
Kaum haben wir den Flughafen verlassen regnete es wie aus Eimern. Wir zogen das erste kolumbianische Geld aus dem Automaten und fühlten uns mit 300.000 kolumbianischen Pesos schon wie die angehenden Millionäre. Leider sind das aber nur etwa 100 Euro!
Franco, unserer Reiseleiter, und Miguel, der Büroleiter des Partnerbüros viventuras begrüßten uns, und schon ging es zu unserem Bus, der uns dann zum Hotel brachte.
Hier saßen wir noch eine Weile zusammen und tranken noch ein kleines Gutenachtbierchen, bevor wir dann müde ins Bett fielen.
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Bogota - ein vielseitiger Tag
Ein wunderschöner Morgen erwartete uns in der Hauptstadt Kolumbiens. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir auf der Dachterasse des Hotels das erste kolumbianische Frühstück genießen.
Miguel war heute unser Stadtführer, und im gemächlichem Tempo gingen wir zur Seilbahn, die uns zum Monserrate hochbrachte. Der Monserrate ist ein Wahlfahrtsort, der etwa 500 Meter über Bogota liegt. Von hier aus hatten wir eine fantastischen Ausblick auf die 8 Millionen Einwohner große Stadt.
Wieder unten angekommen begann die eigentliche Stadttour, die uns in die Altsstadt "Candelaria" führte. Ein wirklich netter Spaziergang durch die ruhigen Straßen. Da hier natürlich auch Feiertage sind, waren wir fast alleine auf den Straßen. Es blieb nun grad noch Zeit für einen viel zu kurzen Besuch im berühmten Goldmuseum und schon holte uns unser Bus ab, um uns zum Sozialprojekt zu bringen.
Das Sozialprojekt liegt im Süden der Stadt, in dem Armenviertel "Ciudad Bolivar". Beeindruckend die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen hier.
Nun fuhren wir durch die ganze Stadt, um das andere Extrem kennenzulernen: Dort wo die reichen Menschen feiern! Eine Erlebniskneipe, ein Gemisch aus Restaurant und Diskothek erwartete uns hier. Das "Andres la carne de res"! Eine Beschreibung dieses verrückten Ladens kann man nicht abgeben, einfach mal selber hinfahren!
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Fahrrad- und Busfahren
Und wieder beglückte uns Bogota schon am Morgen mit blauem Himmel und Sonne! Zuerst erfrischten wir uns mit einem leckeren Frühstück, dann gingen wir ins Regierungsviertel, schauten uns das Parlament und den Präsidentenpalast an.
Da uns der Präsident nicht empfing, entschieden wir uns lieber eine kleine Stadttour mit dem Fahrrad zu unternehmen. Jeden Sonntag ist die Hauptstraße Bogotas für den Autoverkehr gesperrt und die Bogotaner nutzen dies zahlreich, um hier lang zu radeln.
Wir radelten in den Norden, zu einem kleinen Flohmarkt, der in einem netten Stadviertel außerhalb von Bogota lag. Hier endete unsere Fahrradtour und unser Bus erwartete uns schon mit unserem Gepäck. Leider, wir hätten ruhig noch eine Stunde weiterradeln können.
Nach einem kleinen Flohmarktbummel und einem kleinen Imbiss ging die Fahrt nach Villa de Leiva, ein wunderschöner Kolonialort. Man fühlt sich hier zurückversetzt in ein anderes Jahrhundert.
Nach einem üppigen Essen musste natürlich der dicke Bauch abgetanzt werden! Am Hauptplatz fanden wir genau den richtigen Schuppen dafür! Halb Kneipe, halb Disko tanzten wir in den neuen Tag hinein, um dann glücklich und kaputt ins Bett zu fallen.
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Hoppehoppe Reiter!
Auch hier begann der Morgen mit blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein! Das brachte diese Landschaft, die doch sehr an das andalusische Spanien erinnert, noch besser zur Geltung. Die Kopfstein gepflasterten Straßen, die weißen Häuser, die Berge und der klare blaue Himmel, ein wirklich schöner Tagesbeginn.
Einigen von uns schmeckte das Frühstück allerdings nicht so richtig! Heute stand das Reiten auf dem Programm und da hatten einige von uns doch etwas Angst!!
Beim Hotel um die Ecke parkten schon unsere Gäule und der ein oder andere überlegte doch, den Tag vielleicht anders zu verbringen! Schließlich saßen dann aber doch alle auf ihren Pferdchen und wir trotteten gemütlich los. Ausser der Angst vor dem einen ausschlagenden Gaul war sie wohl unbegründet, denn ein schnell laufender Fußgänger hätte uns sicher lässig überholt.
Wir besuchten zuerst die "Pozos azules", kleine tiefblaue Seen, die wunderschön in dieser wüstenartigen Gegend aussahen. Dann führten uns die Pferde zum "El fosil", das einen riesigen Meeressaurus beherbergt, ein wirklich imposantes Fossil, von neun Meter Länge, obwohl es noch ein Baby war…
Die Freude war groß als unser Bus kam und wir uns nicht mehr auf die Pferderücken schwingen mussten.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, und in Gassen und Höfen stand schauen und shoppen auf dem Programm!
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Wir fahren zur Salzkathedrale
Auch wenn es langsam langweilig ist zu schreiben, wieder war der Himmel über Villa de Leiva tiefblau und die Sonne lachte. Das war auch wichtig, da wir heute über den "paso del angel " laufen wollten und dieser sehr schmale Pass bei Regenwetter wohl nicht passierbar gewesen wäre.
Mit leicht wackligen Knien überwunden wir mit Bravour diesen "Engelspass" und wurden mit einem fantastischen Blick auf die Umgebung belohnt. Der Rückweg ging Gottseidank nicht wieder über den Pass, sondern an einem kleinen Fluss entlang, der uns zu einem Wasserfall mit Bademöglichkeit führte. Einzig Harry hatte den Mut sich ins kühle Nass zu stürzen.
Nun fuhren wir weiter in Richtung Zipaquira, die Salzkathedrale war unser Ziel. Natürlich hielten wir unterwegs einige Male, ließen uns Würstchen und Erdbeeren schmecken und machten einen Abstecher nach Raquia. Raquia ist eine Stadt wie aus dem Puppenhäuschen, mit bunten Häusern, die wie es scheint alle Keramikkunstwerke verkaufen.
Wir kamen gerade noch rechtzeitig vor Schließung in der Salzkathedrale an. Die Salzkathedrale, die größte der Welt, war beeindruckend, leider nervte nur etwas die Weihnachtsmusik, die laut durch den Riesenstollen dröhnte. Zum Glück war das unser letzter Tag mit kalten Klima, morgen geht es ins Warme!
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Zur alten Kolonialstadt Honda
Natürlich war der Himmel auch in Zipaquira strahlend blau. Nach unserem Frühstück waren wir doch froh, dass es langsam mal in wärmere Gebiete ging. Endlich mal die tropische Hitze genießen! Der Morgen war allerdings noch sehr kalt, kein Wunder, Zipaquira liegt auf 2600 Meter Höhe. Von dort ging es in Richtung Honda, mit einer Höhe von 230 Metern!
Der Weg führte uns dann langsam über die Kodilleren ins tropische Honda mit einer Durchschnittstemperatur von 29 Grad. Honda war in früherer Zeit eine der wichtigsten Städte Kolumbiens. Alle Ware die von Europa an der Karibikküste landete, wurde von dort auf dem Rio Magdalena ins Landesinnere bis nach Honda gebracht. Von dort ging es dann mit Packeseln nach Bogota.
Wir wurden hier freundlich von Don Luis in seinem wunderscönen Hotel empfangen. Wir checkten kurz im Hotel ein und fuhren dann zu einem Fischlokal am Rande des Rio Magdalenas. Trotz der großen Hitze ließen wir uns den frischen Fisch aus dem Rio Magdalena schmecken.
Den Nachmittag verbrachten wir dann in unserem Hotel an unserem kleinen Swimmingpool. Ein erfrischendes Bad war genau das Richtige. Dann gab es noch eine kleine Stadtführung durch diese historische wundervolle Stadt.
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Auf zum Baden
Leider mussten wir unser schönes Hotel heute verlassen. Hier hätte man es noch ein bisschen aushalten können.
Wir blieben noch etwas in Honda und Don Luis, unser Hotelbesitzer, brachte uns noch zum Rio Magdalena, wo uns ein Fischer in die hiesige, schwierige Art des Fischens einwies. Wir konnten es selbst probieren, allerdings mit wenig Erfolg.
Bei superheißem Wetter ging es weiter Richtung Rio Claro. Bevor wir dort ankamen, machten wir einen kleinen Abstecher auf die ehemalige Finca von Pablo Escobar und bestaunten dort seine Nilpferde, die sich schon auf 27 Stück vermehrt haben. Auf seiner Finca gab es einmal den größten Zoo Kolumbiens. Viel ist davon nicht mehr zu sehen, auch von seinem riesigen Haus und von seinem enormen Fuhrpark war nicht mehr viel übrig. Wir lernten aber viel über die Zeit, wo er das Land mit Terror überzog und über seinen Größenwahn. Ein interessanter Besuch, der viel über die Geschichte Kolumbiens aussagte.
Nun war es nicht mehr weit zu unserem heutigen Tagesziel, dem Rio Claro. Wir bezogen unsere Zimmer, ließen uns das Abendessen schmecken und packten den Rum und das Bier aus, schließlich gab es den Sylverter der Heimat (6 Uhr abends) und den Sylvester Kolumbiens zu feiern. Das machten wir ausgiebig, mit viel Tanz bis in den frühen Morgen.
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Faullenzen und Abenteuer
Wie überall auf der Welt fing auch hier das neue Jahr bedächtig und mit leicht schweren Kopf an. Die Sylvesterparty war doch sehr stimmungsreich! So beschlossen einige den Tag schön ruhig zu verbringen. Einfach im klaren Fluss abliegen oder relaxend am Swimmingpool. Nur die ganz Aktiven wagten sich auf Abenteuerreise!
Die Höhlen der Fettvögel waren angesagt, die sogenannten "Guacharos". Zuerst war aber ein Dschungelpfad zu bestehen, der sich rauf und runter schlängelte. Dann mussten wir auch noch an einem Seil den breiten, doch recht reißenden Fluss überqueren. Nach einer Stunde erreichten wir dann die Höhle. Ein echtes Abenteuer, aufregend und wunderschön! Die Fettvögel begrüßten uns mit wildem Geschnatter. Zum Angst bekommen! Dann ging es durch kleine Flüsse, durch Wasserlöcher immer weiter in die Höhle. Die Wände aus Marmor von unglaublicher Schönheit. Nach etwa einer dreiviertel Stunde erreichten wir den Ausgang, direkt über dem Rio Claro, dem klaren Fluss. Alle mit einem breitem Lächeln im Gesicht!
Den Nachmittag verbrachten wir dann alle am Swimmingpool oder am Fluss, manche mit einem kleinen Bier in der Hand! Die Feier musste schließlich weitergehen, wenn auch nicht mehr ganz stark!
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Von der Natur in die City
Nun mussten wir diesen schönen Platz verlassen und es ging in die Großtadt. Medellin ist die drittgrößte Stadt Kolumbiens. Der Unterschied zwischen dem beschaulichen Rio Claro und der pulsierenden Großtadt Medellen hätte stärker nicht sein können.
Wir erfrischten uns kurz im Hotel und machten dann einen kleinen Stadtbummel. Mit der Metro, die allerdings nur über der Erde fährt, ging es zum "Metro Cable", der Seilbahn, die das Zentrum der Stadt mit den an den Hängen liegenden Armenvierteln verbindet. Die Seilbahn gibt es erst seit 2002, sie ist aber jetzt schon ein voller Erfolg. Seit es sie gibt ist die Kriminalitätsrate stark zurück gegangen. Das Armenviertel ist touristisch erschlossen, die Leute fahren dort hoch, um zu essen und zu trinken und um die schöne Aussicht auf die Stadt zu genießen. Das taten wir auch!
Wieder im Zentrum besuchten wir noch den Plaza Botero, wo 27 Skulpturen des größten kolumbianischen Künstlers, Botero, in schwarzer Farbe stehen.
Das Abendessen nahmen wir im "Pueblito Paisa" zu uns, ein Ort in dem ein typisches Dorf der Gegend nachgebaut wurde, und wo jeder Mensch aus Medellin aus unerfindlichen Gründen jede Woche hin geht. Wir trafen dort die halbe Stadt, noch nie hatten wir soviel Kolumbianer auf einen Haufen gesehen. Den Abend beschlossen wir bei Rum und Bier in einer Straßenkneipe.
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Von der Großtadt aufs Land
Heute stand eine lange Busfahrt vor uns. Über die Zentralanden ging es von der hektischen Großtadt Medellin aufs Land, in die Kaffeezone.
Vorher besuchten wir aber noch in einem Vorort von Medellin, das Grab von Pablo Escobar. Wer dachte, dass das sein Grab ein riesiges Monument sei, sah sich enttäuscht. Das Grab auf dem riesigen Friedhof war sehr einfach. Ein Familiengrab und viele kleinere Gräber ringsherum, alles Familienangehörige, die meisten durch Gewalteinfluss gestorben.
Nun ging es in Richtung Kaffeezone, die Berge herauf und herunter, mit wunderschöner Landschaft. Wie wunderschön doch die Anden sind! Etwas später dann ging es immer am Rande des Rio Cauca entlang, der Rio Cauca fließt später in den Rio Magdalena, es ist der Fluss der zwischen den westlichen Anden und den Zentralkordilleren seinen Weg bahnt.
Gegen vier Uhr Nachmittags erreichten wir unser Ziel in der Kaffeezone, die Finca "La Valencia". Ein traumhafter Ort mit phantastischer Aussicht. Auch hier hatten wir unseren Swimmingpool und wir konnten uns von der doch mühseligen Fahrt ausruhen. Nach dem Abendessen saßen wir noch zusammen, natürlich mit einem kleinen Rum in der Hand. Man hat ja schließlich Urlaub!
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Zum Hochnebelwald
Welch ein schöner Morgen, die Luft klar und die Berge im Hintergrund sahen aus wie gemalt. Das Frühstück war ausgezeichnet, es gab mal wieder Müsli. Aber es lag wohl auch an der Umgebung, dass es uns so mundete.
Wir wollten heute den Hochnebelwald besuchen. Dafür mussten wir allerdings ersteinmal nach Salento fahren. Salento, ein Touristendörfchen, liegt in einem anderen Departamento, so dass wir gut eineinhalb Stunden unterwegs waren (auch, weil sich Jose so gut auskannte und mal wieder eine Extrarunde fuhr…). Von hier ging es weiter in das Tal Cocora, der Eingang zum Nationalpark "Los Nevados". Hier wollten wir ein wenig in den Hochnebelwald hinein wandern, Von Nebel allerdings keine Spur, die Sonne meinte es auch hier gut mit uns, dazu Kühe vor Wachspalmen, eine beeindruckende Kulisse. Der Weg war recht steil, der Fluss musste siebenmal über Baumstämme überquert werden, aber mangels Regen angenehm und es ging etwa von 2600 Meter auf fast 3000 Meter. Hier ist ein kleines Naturreservat, wo dutzende verschiedene Arten von Kolibris zu sehen waren. Eine nette Wanderung, die sich doch 4 Stunden hinzog. Beim Herunterwandern sahen wir viele der Wachspalmen, der kolumbianische Nationalbaum. Die Palme kann bis zu 40 Meter hoch wachsen.
Wir fuhren jetzt nach Salento herein, um noch ein wenig zu shoppen. Das Dorf ist bekannt für seine Handwerkskunst. Heute Nacht werden wir sicher alle gut schlafen!
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Kaffeefinca
Heute mussten wir in der Früh nicht gleich mit dem Bus los, sondern schauten uns die Kaffeefinca an. Ein sehr schönes Anwesen mit viel Kaffeestauden ;-) und sonstigen tropischen Pflanzen & Bäumen. Das Wetter war auch wieder tropisch. Wir brauchen wohl nicht zu erwähnen, dass es wieder sehr heiss war und der Himmel blitzblau, oder?!?
Der Verwalter, Fredi, zeigte uns wie der Kaffee vom Strauch in unsere Kaffeetassen kommt. Schon mal interessant das alles zu sehen. Nach dem Rundgang hatten wir noch ein Stündchen Zeit um noch am Pool RUMzuplantschen und zu sonnen. Dann mussten wir leider die schöne Finca verlassen und ein paar Stunden mit dem Bus nach Buga fahren. Man glaubt es kaum, da war es dann noch heisser. Da schwitzt man schon beim Stehen … jede Anstrengung ist da eine Qual. Daher haben sich 4 Mädels entschieden lieber etwas für die Schönheit zu machen während die anderen brav die Besichtigungstour machten.
Am Abend trafen wir uns alle wieder, die Mädels wunderhübsch ;-) um zu essen und ein kühles Bierchen oder einen Jugo zu zischen. Buga hat zum abendlichen Straßensitzen eingeladen. Ganz witzig, man sitzt vor einem Geschäft und kann das bunte Treiben, natürlich mit einem kühlen Bierchen (das braucht man bei dieser Hitze einfach), auf der Straße zusehen. Sozusagen mit den Einheimischen auf du und du. Ja und so endete unser heisser Tage ….
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Mehlgemisch
Wir haben uns gestern entscheiden, dass wir Cali rechts liegen lassen und gleich nach Popayan durchbrausen. Durchgebraust sind wir heute wirklich, da wir einen Teil der Strecke auf der Panamericana gefahren sind. Das ist ja die größte Autobahn von Südamerika, die einmal runderhum geht. Autobahn für alles was Räder hat. Also vom Radfahrer, über das Pferdefuhrwerk und den Lastwagen. Das wäre bei uns unvorstellbar aber wie man sieht, es geht alles und es passiert nichts (oder wenig).
Wir sind wiedermal in die Höhe gefahren, was keinem mehr etwas ausmacht. Einmal hoch und einmal runter. Wie im Leben, nur das bei uns die Runters auch lustig sind. Das sei mal so nebenbei erwähnt ;-).
Lustig kann es heute noch werden …. In Popayan wirft heute jeder mit einem Mehlgemisch (Mehl+Wasser) und sprüht mit so komischen Schaumsprühdosen herum. Gestern ging das ganze mit schwarzen klebrigen Dingern. Das ist, wie es scheint, ein Brauch. Warum gerade heute …. keine Ahnung. Wahrscheinlich weil es schon zuviele Tage sind, wo kein Feiergrund mehr war (Annahme von der Schreiberin ;-)).
Ah ja …. eine Stadtbesichtung wird natuerlich auch gemacht. Mal schauen, ob es uns heute noch erwischt (mit dem Mehlgemisch) oder nicht bzw. ob sie die Touristen auslassen und vollsauen. Bericht folgt morgen! Ein paar Rums sind sicher noetig, damit wir die evt. Mehlgemische besser verkrafen/verstehen oder einfach so.
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Über die Zentralanden
Die Nacht verbrachten wir mit säubern und duschen, denn der Tag und die Nacht davor wurden doch mächtig das Fest "los blancos y negros "gefeiert. Das Fest hat den Sinn, jeden mit Mehl oder Puder zu bewerfen. Wir machten natürlich auch kräftig mit!
Früh ging es los nach San Agustin. Wir hatten schliesslich die Zentralanden zu überwinden und fuhren über 3000 Meter. Die Gegend heisst dort "Paramo". Wir fuhren auch durch Urwald und im Hintergrund hatten wir die majestätischen Vulkane. Die Strasse war in einem erbärmlichen Zustand und wir wurden gut durchgeschüttelt. Nach etwa 4 Stunden Fahrt kamen wir wieder in zivilisierte Gegenden.
Bevor es nach San Agustin weiterfuhren, besuchten wir noch den Wasserfall "Salto de Mortino", ein 170 Meter hoher Wasserfall,wunderschön zum ansehen. Um nach San Agustin zu kommen mussten wir allerdings noch etwas warten, auf der Strasse wurde gebaut und sie öffnete erst nach 4 Uhr. Der schöne Blick auf den Rio Magdalena liess die Zeit aber schnell vergehen.
Endlich angekommen ging es sofort in die " Pizza Mania ". Die Pizza war köstlich und wir schlugen uns erbarmungslos den Bauch voll. Erst am Abend erreichten wir dann unser Hotel " El Maco ". Erst einmal den Staub weggespült und dann ins Bettchen.
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Zeitreise
2 von unserer Gruppe galopierten los um die Umgebung hoch zu Ross zu erkunden.
Der Rest der Gruppe machte sich auf den Weg in den archäologischen Park, der übrigens ein UNESCO Weltkulturerbe ist. Die Statuen haben teilweise Tiergesichter(zB Affen, Tiger, …) aber auch menschliche Züge. Über die Kultur ist nicht viel bekannt. Auf 500 v. C. und 1000 n C. wird sie datiert. Auf dem Alto de Lavapatas hatte wir eine wunderschöne Aussicht auf San Agustin. Mittag gab es dann bei Rene und zwar eine gute europäische Lasagne + Salat, welche wir uns gut schmecken lassen haben.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Einige gingen in die Stadt, andere besuchten den zweiten archäolgischen Park und die Sportler ging zum Raften am Rio Magdalena.
Der Rio Magdalena hat zur Zeit nicht sehr viel Wasser, da es seit mehreren Monaten nicht mehr geregnet hat. So flog nur eine Sportlerin ins Wasser ;-).
Am Abend gab es dann keine "Party" mehr, da alle etwas kaputt waren. Ausserdem stand wieder ein anstrengender Bus- und Flugtag vor uns. Auch das kann schlauchen.
Den Abend liesen wir bei einem asiatischen Essen (auch das konnte Rene hervorragend) ausklingen. Als kleines Ritual wurde vorm Schlafen gehen noch der Sternenhimmel betrachtet.
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Von den Bergen in die Karibik
Heute mussten wir früh aufbrechen, da wir eine längere Busfahrt zum Flughafen in Neiva vor uns hatten.
Zwischendurch blieben wir immer für diverse Fotostopps stehen. Wir sahen uns das Denkmal der berühmenten Indianerhäuptlingsfrau, La-Gaitana, an, die den enthaupteten Schädel des spanischen Kommandanten in der Hand hielt. Später hielten wir, um einen über 180 Jahre alten Baum namens Ceiba anzusehen, an. Auch beim Stausee vom Rio Magdalena hielten wir. Die Aussicht war phantastisch.
Vom kühleren San Agustin im warmen Neiva angekommen, ging es dann gleich mit dem Flieger nach Bogota, wo wir ein paar Stunden Aufenthalt hatten. Ohne Verpätung gings dann an die Karibik, wo es so richtig warm ist.
Vom Hotelbus wurden wir abgeholt und in die Partymeile Rodadero gebracht. Wir stürtzten uns in das Getümmel der Strandparty. Der Strand war voll mit Menschen und überall wurde Musik gespielt. Da kam bei uns gleich karibikfeeling auf und wir mussten uns natürlich auch gleich einen Rum besorgen. ;-).
Um 02:00 hatte es noch 27 Grad. So stellt man sich das Leben vor, wenn man in der Karibik ist. Man merkt gleich, das die Menschen hier viel langsamer, aber auch sehr viel lebenslustiger sind.
Manche gingen dann schon früher ins Bett und manche kosteten das Karbikfeeling noch voll aus ;-).
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In den Nationalpark
Heute hatten wir nur eine kurze Busreise vor uns. Es ging zum Nationalpark, den Parque Tayrona. Nach einer Stunde erreichten wir den Eingang des Parks. Nur Harry zog es vor , den mühseligen Weg über "El Pueblo" zu nehmen, der auch zum Strand führt, aber etwa 4 Stunden dauert. Die restliche Truppe zog es vor, die einfache Variation zu nehmen. In einer schlappen Stunde waren wir am Strand. Der Weg führte durch den Dschungel und es gab sogar kleine Affen zu sehen.
Leider hatten auch Tausende Kolumbianer die selbe Idee, so das der schöne Weg ziemlich übervölkert war. Es ist halt gerade Ferienzeit.
Auch am Meer angekommen wurde es an Menschen nicht weniger und der Campingplatz war total überfüllt. Wir bezogen dicht an dicht unsere Hängemattenplätze und machten uns auf den Weg zum Meer. Man konnte allerdings nicht sofort ins Meer hüpfen, da grosse Teile des Meeres eine zu starke Strömung hat.
Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir aber einen schönen Badestrand und konnten endlich die Karibik geniessen.
Harry schaffte übringens die lange Strecke in sensationellen 3 Stunden.
Abends gab es Fisch und dann sassen wir noch gemütlich am Strand zusammen.
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Zurück in die Stadt
Die Nacht war nicht jedermanns Sache! So eine Hängemattennacht ist zwar lustig,aber so richtig in den Schlaf kommt man nicht.
Den Vormittag verbrachten wir natürlich wieder am Strand. Nur Ina ging schon am frühen Morgen los, sie hatte eine Wellnessanwendung. Wir Anderen gingen dann am Mittag los. Mit wiederum vielen Menschen ging es zurück durch den Dschungel. Diesmal liessen sich die Affen leider nicht sehen.
Unser Bus wartete schon auf uns und im gemächlichen Tempo ging es wieder zurück in die Zivilisation. Darüber waren viele sehr glücklich!
Wir hatten zwei Stunden Zeit zum Ausruhen, dann begann unsere Stadtrundfahrt der besonderen Art. Mit einer sogenannten " Chiva ", einem offenen bunten Bus fuhren wir durch Santa Marta. Im hinteren Teil des Busses spielte eine Band für uns die typische Musik der Karibik, den " Vallenato". Die Leute am Strassenrand tanzten mit uns mit und Franco besorgte uns, um die Stimmung noch mehr zu heben, ein paar Flaschen Rum. Ein wirklich tolles Erlebnis! Eine wirklich besondere Art eine Stadt kennenzulernen, zumal nur an einem Aussichtspunkt über dem Meer und an einem Fussballerdenkmal angehalten wurde und nicht wie versprochen auch mal an der Kathedrale in der Stadt, was das Achterbahngefühl verstärkte.
Der Bus brachte uns dann wieder zum Rodadero, zu einem Fischrestaurant am Meer. Der Abend gehörte dann wieder den Nachtschwärmern unter uns.
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Entlang der Karibik
Heute ging es wohl zu der schönsten Stadt Kolumbiens, nach Cartagena. Die Strecke führte uns zum grössten Teil an der Karibikküste entlang. Der Busfahrer fuhr einen sehr forschen Stil und natürlich lief in voller Lautstärke ein Videofilm. Auch die Klimaanlage kühlte sehr gut, so das der Schock bei unserer Ankunft in Cartagena sehr gross war.
Der Busterminal von Cartagena liegt sehr weit auserhalb. Wir fuhren in mehreren Taxis zu unserem schönen Hotel, das in dem ehemaligen Arbeiterviertel "Getsemani" liegt.
Etwas erschöpft von der Busfahrt ruhten wir uns erst einmal etwas aus. Als es etwas kühler wurde machten wir uns auf den Weg in die Altstadt. Immer auf der Stadtmauer entlang gingen wir zum "Cafe del Mar". Dort gab es leckere Cocktails und einen schönen Sonnenuntergang über dem karibischen Meer.
Zum Essen gingen wir dann ins Bistro, ein von Deutschen geführtes Restaurant. Auch hier herrschte grosses Gedränge, schliesslich ist ja immer noch Ferienzeit.
Am Abend tauchten wir natürlich noch ins Nachtleben ein. Einige tranken noch ein Bier bei "Donde Fidel" an der Stadtmauer. Andere zogen einen kühlen Rumdrink im "Havanna" vor. Dort gab es auch sehr gute Livemusik.
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Freier Tag in der Karibik
Catagena ist eine sehr touristische Stadt. An diesem Tag legten mehrere Kreuzfahrtschiffe in dem Hafen der Stadt an. Somit gab es keine Stadtguias an diesem Tag und wir verlegten die Stadtbesichtigung auf den nächsten Tag.
Darum hatten wir heute unseren freien Tag und jeder machte das, wozu er Lust hatte. Leider hiess es am Morgen, das das Meer so stürmisch ist, das kein Boot herausfahren darf. Einige kleine Schnellboote fuhren aber trotzdem heraus und Siggi und Iris fuhren nach Bocachica zu einem kleinen Strand gleich in der Nähe der Stadt. Einige gingen zum Stadtstrand, dem Bocagrande, aber auch hier war schönes baden kaum möglich.
Da blieb dann natürlich jede Menge Zeit zum shoppen, was fast alle von uns auch reichlich ausnutzten.
So ein Stadtshopping strengt natürlich ganz schön an und regt den Magen an. Abends gingen wir darum zum Italiener und liessen uns die Spaghetti und Pizza schmecken.
Nun wurde es auch langsam Zeit für ein abendliches Bier. Der dafür angesagte Laden heisst " Donde Fidel" und liegt direkt an der Stadtmauer im Zentrum der Stadt. Von hier kann man wundervoll das muntere Treiben der Stadt beobachten. Mal wieder wurde die Nacht sehr kurz.
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Citytour
Unser Stadtführer heißt Cesar, ist ein Deutsch-Kolumbianer und stolze 70 Jahre alt. Er holte uns morgens um halb neun ab und wir fuhren mit dem Bus zuerst zum Kloster " La Popa ". Von dort hat man einen supertollen Ausblick auf die Stadt "Cartagena de Indias", wie sie korrekt heißt.
Anschaulich erklärte uns Cesar die Festungsmauer und die vergeblichen Angriffe der Feinde Cartagenas. Auch schauten wir auf die riesigen Armenviertel der Stadt an. Das extreme Gegenteil der sehr schönen, teuren Innenstadt.
Von " La Popa " ging es zur Festung " San Felipe ", die grösste Festung die ausserhalb Spaniens je gebaut wurde. Auch hier kann man sich zurückversetzen in die Zeit als die Stadt von Piraten, Engländern und Franzosen permanent angegriffen wurde und die Feinde immer zurückgeworfen werden konnten.
Anschliessend zeigte uns Cesar noch die Innenstadt. Welch eine wunderschöne Stadt. Den Abend nahm dann das Abschiedsessen ein. Es war ein kleines, nettes Lokal im Herzen der Stadt.
Der Abend gehörte natürlich wieder der Kneipenszene. Verschiedene Grüppchen haben verschiedene Vorlieben für ihre Lieblingskneipe entwickelt. Nach Mitternacht trafen sich noch einige im " Havanna " mit super Livemusik.
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Zurück zum alten Kontinent.
Heute hiess es Abschied nehmen vom schönen Kolumbien. Einige hatten wohl schon etwas Heimweh und freuten sich auf zu Hause, aber die meisten wären wohl noch sehr gerne länger geblieben..
Es blieben sowieso nur sieben Leute übrig, die die Heimreise antraten. Andrea und Juliana fuhren schon in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen. Ihr Flug ging über Caracas. Eine lange Reise stand bevor. Dagmar macht noch eine Woche Karibikurlaub auf San Andres und Providencia.
Annemarie legte noch eine Woche in Cartagena ein, um die spanische Sprache zu erlernen und Siggi zog es zum Amazonas, zu den Piranhias.
Michel dagegen will noch eine schöne Zeit an der Karibik verbringen, er hat noch Zeit bis zum März.
Von den sieben Heimkehrern waren fast alle angeschlagen. Das Abschiedsessen ist vielen nicht gut bekommen und mit Magendrücken und blassen Gesichtern ging es zum Flughafen. Dorthin fuhren wir mit mehreren Taxis.
Der Flug von Cartagena nach Bogota im nagelneuen Airbus machte die Sache auch nicht besser, es gab starke Turbulenzen. So waren wir froh im kalten Bogota anzukommen. Nun mussten wieder lange Hosen,Strümpfe und Jacken herausgeholt werden. Ein passender Vorgeschmack auf das kalte Europa.