Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

18 Juli 2009 • Frankfurt - Lima

Flug
Ankunft in der Landeshauptstadt Lima

Flug nach Südamerika

Heute beginnt unser Abenteuer Südamerika…

19 Juli 2009 • Pisco - Lima

Lima
City tour

Erster Tag in Peru

Unser Flug landete um 5.30 Uhr. Am Flughafen haben wir unseren Reiseleiter Alejandro und auch Marianela getroffen. Unser Hotel liegt in Miraflores. Dort wartete ein leckeres Frühstück mit Lucuma und Chirimoya (typische Früchte aus Peru).

Dann haben wir mit unserer lokalen Guide Karina die Stadtrundfahrt gemacht. Wir haben ein bisschen von Lima mit dem Bus gesehen, und zu Fuß den Hauptplatz und das Kloster San Francisco, wo die Katakomben liegen. Wir waren sehr gespannt! Zum Mittagsessen wartete eine Überraschung. Das Restaurant liegt in Barranco (Stadtteil von Lima), es gibt ein leckeres Buffet mit den verschiedenen Gerichten der peruanischen Küste. Anschließend haben wir auch einen schönen Aussichtspunkt über den Pazifik besucht.

Außerdem haben wir ein leckeres Lucuma-Eis gegessen. Fünf Stunden später waren wir in Pisco. Wir sind mit dem Bus Richtung Süden gefahren und über die bekannte Panamericana. Am Abend haben wir unseres erster Bier getrunken.

20 Juli 2009 • Nazca - Lima

Das sind unsere Flaschen
Buggy Tour

Kontraste - Tierwelt am Meer und Fun in der Wüste

Nach unserer ersten Übernachtung in Peru verlassen wir die von Erdbeben angeschlagene Stadt Pisco früh morgens und beginnen einen abenteuerlichen Tag. Auf dem Programm stehen Ballestas Inseln, Pisco-Brauerei und die Oase Huacachina.

Fast noch im Morgengrauen besteigen wir das Boot, das uns zu den Ballestas Inseln bringen soll. Auf der schnellen Fahrt bekommen wir zunächst das in den Sand eingekerbte Bild des Candelabro zusehen, bevor wir die von Vögeln übersäten Ballestas Inseln zu Gesicht bekommen. Wir können u.a Pinguine, Pelikane und Tölpel aus nächster Nähe sehen. Auch ein gigantischer Seestern kommt zum Vorschein als die Wellen am Felsen herabsinken. Der Höhepunkt war jedoch eine Seelöwenfamilie mit Jungen, die geschickt am steilen Felsen aus dem Wasser robbten und bei der Mutter Milch tranken. Unglaublich, das in der freien Natur sehen zu können! Nach einer etwas feuchten Bootsfahrt kamen wir mit vielen neuen Eindrücken wieder gut zum Festland zurück.

Noch vor Mittagszeit erwartete uns eine interessante Führung durch eine Pisco-Brennerei, wo u.a. der Unterschied zwischen Pisco und Grappa erklärt wurde. Bei der anschließenden Kostprobe konnte man nicht nur die Basis für Pisco Sour sondern auch alles von süßem Prosecco bis zu einem Pisco Baileys probieren.

Beim anschließenden Aufenthalt in der Oase Huacachina bestand die Möglichkeit, Mittag zu essen und nicht nur die idyllische Oase sondern auch die Dünen auf unterschiedliche Weise zu erkundigen. Ein Teil der Gruppe wagte sich zu einer abenteuerlichen Buggy-Tour. Wie in einer Achterbahn fuhr man durch die Wüste und als ob diese Herausforderung noch nicht ausreichend gewesen wäre, sollte man sich auch ans Sandboarden wagen. Hat mit Snowboarden nichts gemeinsam, denn man stürzt sich nicht Stehend sondern Liegend und mit dem Kopf zuerst die steilen Dünen herunter. Klingt halsbrecherisch, ist aber nur halb so schlimm und macht wirklich Spaß :-). Und beim zweiten oder spätestens dritten Versuch bremst man auch nicht mehr so krampfartig mit den Füßen und bekommt somit viel mehr Fahrt!

Nach einem kontrastreichen Tag und nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir in unserem Hotel in Nazca an, wo wir den Tag mit einer leckeren Grillmahlzeit und einem Glas Chicha abschlossen.

21 Juli 2009 • Arequipa - Pisco

Flug über die Nazca Linien
mmm...Oliven...

Nazca Rundflug

Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es erstmal warten, ob bzw. wann wir mit dem Flieger über die Nazca Linien starten konnten, da das Wetter vorerst nicht mitspielte. Um uns die Zeit zu vertreiben, organisierte Alejandro einen Besuch im Maria Reiche-Museum (Entdeckerin der Nazca Linien).

Zu Mittag war es dann endlich soweit, wir fuhren zum Flugplatz. Dort angekommen, mussten wir nochmals zwei Stunden warten und dann ging es endlich los! Mit einer Cesna überflogen wir die beeindruckenden Linien. Manchen ist der Flug nicht so gut bekommen - aber darüber gibt es keine weiteren Details!!! Am Nachmittag ging es weiter zum Strand von Puerto Inka, wo wir allerdings erst gegen 18 Uhr angekommen sind. Baden wollte dann doch niemand mehr, es war schlichtweg auch für die Härtesten unter uns zu kalt! Am Strand erwartete uns noch ein tolles Meeresfrüchtebuffet. Wir genossen das gute Essen und machten uns im Anschluss daran auf den Weg nach Arequipa, wo wir erst gegen drei Uhr in der Nacht im Hotel angekommen sind.

22 Juli 2009 • Nazca - Arequipa

Guten Appetit!!
Die traditionelle Arequipa

Stadt, Land und Kultur kennen lernen

Im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen, erwartete uns heute eine Ruhepause. Dennoch gab es viel Neues zu entdecken.

Durch das späte Ankommen am Vortag, stand erst einmal Ausschlafen auf dem Programm. Der Vormittag stand zur freien Verfügung und wurde zum Shopping, Bummeln und Sightseeing genutzt. U.a. bestand die Möglichkeit, das Museo Santuarios Andinos zu besuchen, wo nicht nur die bekannte Mumie der Juanita zu sehen ist, sondern das Phänomen junger, mumifizierter Menschenopfer beschrieben wird.

Zum Mittagessen gab es eine große Auswahl peruanischer Speisen. Von Quinoasuppe bis Meerschweinchen wurde alles probiert.

Am Nachmittag wurden wir durch Arequipa geführt und konnten dabei zunächst den Markt erkunden, auf dem man von “Hexenutensilien” bis hin zu unzähligen Kartoffelsorten alles finden konnte. Exotisch! Die City-Tour ging weiter durch das Jesuitenkloster mit der zugehörigen Kirche Iglesia de la Compañía, führte quer über den belebten Plaza de Armas und endete im beeindruckenden Monasterio de Santa Catalina. Dort gab es auch die Gelegenheit, Arequipa - von einem kleinen Aussichtspunkt aus- in der Abenddämmerung vor dem Hindergrund der Vulkane zu bestaunen!

23 Juli 2009 • Arequipa

Arequipa
Die Canteras (Steinbruch)

viventura und viSozial

Heute Morgen hatten wir die Chance ein Sozialprojekt von viventura zu besuchen. Da die peruanischen Schulen aufgrund der Schweinegrippe ihre Ferien vorgezogen haben und die Schulen leider geschlossen blieben, fuhren wir zu den Steinhauern in den Steinbrüchen nahe Arequipa. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt unter sehr ärmlichen Bedingungen und habe große Mühe, ihre Familien zu ernähren. Uns wurde vor Ort gezeigt, wie aus einem Stück Fels die weißen Steine per Hand geschickt gehauen werden. Aufgrund dieser weißen Steine wird Arequipa auch die weiße Stadt genannt.

Zum Mittag wurden wir in das viventura-Büro eingeladen, wo wir bei toller einheimischer Musik und leckerem Essen im Garten relaxen und mehr über die Arbeit von viventura und viSozial erfahren konnten.

24 Juli 2009 • Arequipa - Cusco

Sachsayhuaman
Umzug

Flug und kaltes Wetter

Heute sind wir um 4.00 Uhr aufgestanden um nach Cusco mit einem Zwischenstopp in Juliaca zu fliegen. Kaum in Cusco gelandet, erwartete uns ein netter älterer Herr, der uns alle einzeln fotografierte. Warum, dass wusste zu diesem Zeitpunkt keiner.

Nach unserer Ankunft ging es direkt weiter zu den Inka-Ruinen von Saqsayhuaman. Nicht nur die Mauern waren beeindruckend, sondern auch der Blick von oben auf Cusco. Anschließend besuchten wir die Q´enqo Ruinen, wo zur Inkazeit Opferrituale stattfanden. Danach fuhren wir weiter nach Tambomachay auf ca. 3.800 m. Wieder in Cusco angekommen besuchten wir den Dominikanerorden Qorikancha, der auf einer alten Inkaruine erbaut wurde. Auf dem Weg zu dem berühmten 12-eckigen Stein begegnete uns der alte Mann vom Flughafen wieder. In der Hand Postkarten mit unseren Fotos. Sehr seltsam. Der restliche Abend stand uns zur freien Verfügung.

25 Juli 2009 • Cuzco - Cusco

Die Kathedrale
Marktplatz

Ein freier Tag…

Unseren freien Tag in Cuzco nutzten wir ganz unterschiedlich. Die meisten von uns besuchten am Vormittag das Inka-Museum im restaurierten Kolonialhaus Casa del Almirante. Hier findet man eine umfangreiche Ausstellung mit Inka-Artefakten aus Gold und Silber, Schmuck, Keramikgefäßen, Mumien und mehrere hundert Holzbechern.

Einige machten eine Tour in das Heilige Tal…

Am Nachmittag stand für die meisten eine Quad-Tour auf dem Programm. Hier ging es auf hügeligen, staubigen Pisten und zwischen bellenden Hunden mit ca. 35 km/h ordentlich zur Sache. Belohnt wurden wir mit einem tollen Ausblick, so dass wir auch im Straßenverkehr von Cuzco mit unseren Quads mithalten konnten.

26 Juli 2009 • Cuzco - Aguas Calientes

Fifi und Oliver im Putucusi
Nur ein paar Meter hoch

Auf den Spuren der Inka

Heute früh mussten wir uns von Almut trennen, die heute zu ihrem 4-tägigen Inka Trail aufbrach. Doch auch uns erwartete ein abenteuerlicher Tag.

Von Cuzco aus ging es zuerst mit dem Bus, dann mit dem "Backpacker"-Zug entlang des Heiligen Tales in Richtung Machu Picchu. Nur langsam kam der Zug voran, so dass wir genug Zeit hatten, die schöne Landschaft zu genießen. Bei km 106 verließen uns sech um auf dem legendären Inka Trail nach Machu Picchu zu wandern. Wie es ihnen dabei ergangen ist, werden sie euch selbst berichten.

Auf uns "Übriggebliebene" acht wartete jedoch ein anderes Abenteuer - der Putucusi. Der dem Machu Picchu vorgelagerte Berg liegt 600 Höhenmeter über der für Touristen aus dem Boden gestampften Stadt Aguas Calientes (wirklich schrecklich ;)). Diese 600 Höhenmeter hatten es jedoch in sich, mussten wir nämlich viele Stufen, Felsen und mehrere senkrechte, bis 50m hohe, Holzleitern überwinden. Am Gipfel erwartete uns ein schöner Blick auf die Inka Stadt Machu Picchu. Kaum angekommen, begann es jedoch zu regnen und wir mussten den Abstieg beginnen. Den ganzen Weg hinunter freuten wir uns schon sehr auf ein Bier ;).

27 Juli 2009 • Cuzco - Aguas Calientes

Mapi!!!
Was sagt er???

Machu Picchu

Gerne wären wir heute noch länger - und vor allem später - beim reichhaltigen Frühstück sitzen geblieben. Da wir jedoch möglichst vor den Touristenmassen Machu Picchu erreichen wollten, nahmen wir bereits um 5:30 einen Bus von Agua Calientes hinauf zu Machu Picchu. Der geübte Busfahrer brachte uns trotz regem Gegenverkehr auf der unasphaltierten Bergstrasse gut zum Eingang von Machu Picchu.

Machu Picchu, die alte Inka Stadt, mit ihrer einmaligen Lage inmitten der Berge, hat uns sehr beeindruckt… einfach traumhaft, idyllisch, beeindruckend, unglaublich, atemberaubend, bestechend, mystisch, einzigartig… Am besten lassen wir hier Fotos sprechen. Nach Besichtigung der Stadt verbrachten einige von uns einen ruhigen Tag in Machu Picchu, andere wanderten zum Sonnentor, andere zur alten Inkabrücke und drei wagten sich sogar über die mehr als 1000 Stufen hinauf zum Machupicchu-Berg.

Den späten Nachmittag verbrachten wir in Aguas Calientes im Botanischen Garten, bei einer guten Flasche Rotwein, bei ausgezeichnetem französisch-peruanischen Essen oder in den heißen Quellen. Morgens noch gut in Jacke und Fleece gehüllt, abends dann im Badeanzug im Freien - wie abwechslungsreich doch Peru ist!!

28 Juli 2009 • Cuzco - Cusco

Anja hat viel Hunger!!
Cuzco

Nationalfeiertag

Heute ist Nationalfeiertag in Peru und auch wir haben einen freien Tag. Drei aus der Truppe versuchen wieder Paragliding zu machen, viel Glück! Zwei besuchen das Heilige Tal, viel Spaß heute. Zum Abendessen waren wir in einem super Restaurant mit leckerem Essen.

29 Juli 2009 • Cuzco - Capachica

Lachen!!
Capachica

Reise über 3800m

Um 7.00 Uhr traf sich die ganze Gruppe im Hotel und wir starteten unsere Fahrt bis Capachica am Titicacasee. Unsere erste Pause ist der Platz "Vicuñita". Da konnten wir tolle Fotos von Alpakas, Lamas und Vicuñas machen. Wir fuhren weiter mit unserem Bus bis "La Raya". Dieser Pass bildet die Grenze zwischen Cuzco und Puno auf einer Höhe von 4.334m. Juliaca war unser nächster Stopp. Die Stadt sah sehr staubig aus. Sie liegt in der Nähe vom Titicacasee. Ungefähr 4 Stunden später kamen wir im Haus von Tomas an. Das Haus liegt auf der Halbinsel "Capachica". Auf Capachica sind die drei wichtigsten Dörfer: Santa Maria, Llachon und Chifron.

30 Juli 2009 • Capachica

Die alten und die neuen Einwohner von Santa Maria
Titicacasee

Ein aufregender Tag am Titicacasee

Gegen 10 Uhr bricht die Gruppe zum nahe liegenden Gipfel auf 4200m Höhe, gemeinsam mit dem Einheimischen Antonio auf. Die Gruppe teilt sich und 4 Teilnehmer nehmen mit Antonio den steilen Anstieg auf direktem Weg zum Gipfel in Angriff, die anderen den gemütlichen Weg. Der Ausblick vom Gipfel über den Titicacasee entschädigt für die Anstrengungen. Leider geht beim Aufstieg die Kamera eines Teilnehmers verloren und alsbald macht sich ein Trupp auf zur Suche - nach 3 Auf- und Abstiegen leider nicht von Erfolg gekrönt. In der Zwischenzeit wird von den anderen das mitgebrachte Obst an die Dorfkinder verteilt und mit ihnen gespielt.

Nach der erfolglosen Suche wird der Schamane um Hilfe gebeten. Man muss ihm einen persönlichen Gegenstand überlassen und gemeinsam mit einigen Cocablättern überreichen. Nach einigen Stunden liest er, dass die Kamera bei einer Pause liegen blieb und sie ein Mann des Dorfes mitnahm. Es wird der Bürgermeister verständigt, der am nächsten Morgen den Mann mit dem Vorwurf konfrontieren wird (vorweg ohne Erfolg!). Die Ermittlungen werden unterbrochen und der Abend mit den Familien gefeiert. Wir werden von den Dorfbewohnern eingekleidet - es steht uns gut.

31 Juli 2009 • La Paz - Capachica

Uros Insel
La Paz

Durch Peru und Bolivien

Heute mussten wir uns leider von unserer Gastfamilie in Capachica verabschieden. Per Boot ging es nun zunächst auf eine der Uroinseln, wo wir mit dem Prozess einer "Inselerschaffung" vertraut gemacht wurden. Zudem hatten wir die Möglichkeit, unsere neugierigen Nasen in einige Hütten zu stecken, um mehr über die Lebensgewohnheiten der Uros zu lernen.

Über den ruhigen Titicacasee setzten wir dann unsere Reise zum Hafen in Puno fort, wo schon der Bus zur Grenzstation in Desaguadero auf uns wartete. In Desaguadero bestaunten wir das geschäftige Markttreiben und das geschickte Manövrieren der Rikschafahrer zwischen Fußgängern und Bussen. Hier wird die Ausreise zum Erlebnis. Im Desagauadero wartete bereits Susi, um uns mit Bolivien vertraut zu machen. Mit ihm machten wir vor der Ankunft in La Paz noch einen Abstecher zum berühmten Sonnentor von der Tiahuanacu Kultur. Dann fuhren wir weiter bis "El Alto" (4.200m), eine recht junge Stadt in Bolivien. Am Abend konnten wir von einer der Anhöhen der bolivianischen Hauptstadt (3.800m) einen ersten Blick auf die beleuchtete Millionenstadt werfen.

Morgen haben wir einen langen Tag.

01 Aug. 2009 • Marrakesch - La Paz

La Paz
Hexen Markt

Grosse Stadt

Heute fängt der Tag um 9.00 Uhr an. Susi erwartet uns schon an der Rezeption des Hotels. Mit ihr machen wir die City Tour durch La Paz zu Fuß. Wir sind super gespannt.

02 Aug. 2009 • Sucre - La Paz

Hochland von Bolivien
Sucre bei Nacht

2 x Citytour

Nachdem ein Großteil der Gruppe am Vortag "La Paz ungeschminkt" erleben konnte, war an diesem Tag noch eine kurze Stadtführung für alle angesagt, bei der die eher "geschminkte" Seite der Stadt besichtigt wurde. Statt ärmlicher Vororte und chaotischer Marktviertel stand diesmal die schöne koloniale Calle Jaen sowie der Hauptplatz Plaza Murillo auf dem Programm. Außerdem haben wir das Museo de Etnografia y Folclore besucht, wo wir unter anderem phantasievolle Masken bewundern konnten.

Da unser Flug nach Sucre leider um 3 Stunden nach hinten verlegt worden war, hatten wir dann noch etwas Freizeit. Viele nutzten die Gelegenheit, um in der Großstadt La Paz nach langer Zeit mal wieder einen Kaffee zu trinken, der an den "europäischen Standard" heranreicht. Ob halbwegs guter Kaffee allerdings die Wartezeiten rechtfertigt, die wir erleben durften? Gemeinsam in Bolivien essen zu gehen kann die Nerven schon ganz schön strapazieren…

Na ja, zumindest war unser Flug vom höchsten zivilen Flughafen der Welt in El Alto dann sehr pünktlich, und Yvonne hielt auch tapfer durch und kam trotz deutlich verlängerter Startbahn von 5 Kilometern (die Luft ist sehr dünn…) mit nur einem Schnaps zur Beruhigung der Nerven aus.

In Sucre hatten wir durch beschädigtes Gepäck Verzögerung. Unsere Stadtführung dort fand daher weitestgehend im Dunklen statt. Das war aber nicht schlimm, da die Gebäude dort - fast einheitlich weiß gehalten - wunderschön beleuchtet werden. Der Kontrast Sucre- La Paz könnte größer kaum sein: La Paz hektisch, eng, laut, Sucre dagegen hell, freundlich, sauber. Wir sahen unter anderem den Parque Bolivar, die Kirchen Santa Barbara und San Miguel, die Universität, den Hauptplatz 25 de Mayo und natürlich die Seine, den Arc de Triomphe und den Eiffelturm.

03 Aug. 2009 • Sucre - Potosi

Sucre
Andrea und Fifi

Es ist Kalt

Nach einem gemütlichen Frühstück mit herrlicher Aussicht über die weiße Stadt Sucre ging es zum Leidwesen der weiblichen Teilnehmer zu einer der letzten größeren Shoppingtouren. Glücklicherweise haben auch alle noch etwas gefunden.

Nach einem leckeren Mittagessen ging unsere Tour schon wieder weiter. Mit einem für südamerikanische Verhältnisse komfortablen Bus fuhren wir Richtung Potosi, einer bekannten Minenstadt. Vom früheren Reichtum ist leider nicht mehr viel zu sehen. Natürlich durfte eine kleine Stadtführung nicht fehlen, bevor es für heute einmal ohne Feiern ins Hotel ging.

04 Aug. 2009 • Potosi - Uyuni

Potosi
Fifi, was machts du?

Mimen

Heute Nacht haben wir alle wie tot geschlafen, so müde waren wir.

Um 8 Uhr kam Willi uns abholen. Er führte uns durch die Minen von Potosi. Vorher haben wir uns aber mit neuen Klamotten eingedeckt – es gab spezielle Schutzkleidung für die Minen. Zuerst machen wir aber noch einen Stopp auf einem kleinen Markt. Hier kauften wir Coca-Blätter, Alkohol und Dynamit als Geschenk für die Minenarbeiter und die Pachamama. Die Arbeit in den Minen ist sehr hart. Die Luft ist dünn und es gibt viel Staub.

05 Aug. 2009 • Chuvica - Uyuni

Hallooooooo
Hoch springen!

Abenteuer Salzwüste

Der heutige Tag begann unterschiedlich, entweder mit einer heißen Dusche oder mit Wärme im Zimmer - abhängig davon, in welchem Teil des Hotels man untergebracht war. In seltenen Ausnahmefällen gab es sogar beides - Luxus!

Nach einem späten Frühstück und einem kurzen Spaziergang durch Uyuni, um Wasser und andere Notwendigkeiten für die kommenden zwei Tage jenseits der Zivilisation einzukaufen, fing das Abenteuer Salzwüste an. Aufgeteilt in drei Jeeps mit all unserem Gepäck auf den Dächern der Fahrzeuge, ging es ab in die Einsamkeit. Noch ein Stop, um etwas über die Salzbearbeitung zu lernen, und dann waren wir schon auf dem hellen und unter den Rädern knirschenden weißen Salz unterwegs. Bei jedem Halt nutzten wir die Gelegenheit, nicht nur die einmalige Landschaft sondern auch lustige Motive von uns selbst zu fotografieren. Zum Mittagessen hatten wir unsere eigene Köchin dabei, die eine warme Mahlzeit zubereitete. Der Standardkommentar beim Essen war: "falls noch Salz fehlt…"

Am frühen Nachmittag besuchten wir die Fischinsel, eine kleine Oase mitten in der Salzwüste auf der unzählige Kakteen in allen Größen wachsen. Der Name kommt daher, dass die Insel die Form eines Fisches hat.

Bei der Weiterfahrt machten wir einen letzten Halt, wo eine Überraschung auf uns warten sollte. Es stellte sich heraus, dass Alejandro für Wein gesorgt hatte, mit dem wir den Sonnenuntergang über der Salzwüste genossen.

Bei Dunkelheit kamen wir im Refugio an, das für die heutige Übernachtung diente. Wir wurden in drei großen Schlafsälen einquartiert, in die wir uns nach dem Abendessen recht bald zurückzogen.

06 Aug. 2009 • Chuvica - Salar de Uyuni

Flamingos
Es ist heeeeiiiisssss!

Fantastische Landschaft

Die Fortsetzung unseres Wüstenabenteuers begann heute bereits um 3.30 Uhr. Ohne elektrisches Licht, d.h. mit Taschenlampen packten wir unsere Schlafsäcke ein und beluden erneut die Jeeps mit unserem Gepäck.

Bei Dunkelheit und eisiger Kälte schaukelten wir durch den Wüstensand, machten bei Sonnenaufgang einen kurzen Halt, um einen ersten Eindruck von der Landschaft zu bekommen und ließen uns kurze Zeit später an einer Lagune zum Frühstück nieder. Hier wurde an einem der Jeeps ein Reifenwechsel vorgenommen, während wir die Natur bewundern und in der Ferne auch schon erste Flamingos erahnen konnten. Bei einem Stop an der nächsten Lagune, kam man den roten Vögeln allerdings noch viel näher.

Am späten Vormittag erreichte unser Jeep den siebenfarbigen Berg. Ein fantastischer Anblick und zugleich auch ein Treffpunkt für unsere gesamte Gruppe. Zu Beginn der Fahrt waren wir immer das letzte Fahrzeug der Kolonne gewesen. Da wir am schwersten beladen waren, nahm unserer Fahrer aber einen kürzeren Weg, so dass wir am Treffpunkt auf den Rest der Gruppe warten mussten. Da die zwei anderen Jeeps nach 45 Minuten immer noch nicht aufgetaucht waren und moderne Kommunikationstechniken in der Wüste nicht funktionieren (Handys hatten hier keinen Empfang), fuhren wir ein Stück des Weges zurück. Erfolglos! Da das Benzin nicht für größere Abweichungen gereicht hätte, steuerten wir statt dessen den nächsten Treffpunkt an. Von einem Berg aus hielten wir Ausschau nach Jeeps und Staubwolken, bis sich nach einer Stunde endlich etwas am Horizont bewegte. Zum Glück war außer Missverständnissen nichts passiert, die Gruppe war wieder komplett. Allerdings galt es nun zwei verlorene Stunden einzuholen. Unser Chauffeur fuhr etwas zügiger als zuvor und unsere Fotostops wurden verkürzt.

An der Laguna Colorada hatten wir nochmals eine längere Pause für Mittagessen und Tanken der Jeeps aus mitgebrachten Kanistern. Danach ging es zügig weiter Richtung chilenischer Grenze, vorbei an einzigartiger Landschaft, weiteren Lagunen, Vulkanen und Schneeflecken, die von kalten Temperaturen zeugen. Ein Vulkankrater mit kochendem Schlamm und einem Geysir waren der letzte Höhepunkt des Tages. Hier wurde auch an unserem Jeep noch ein Reifen gewechselt.

Bei Sonnenuntergang erreichten wir mitten im Niemandsland den bolivianischen Grenzposten, wo wir unsere Fahrzeuge wechselten. Nach einer rasanten Fahrt bergab stellten wir uns und unser Gepäck am chilenischen Grenzposten vor und erreichten trotz aller Verspätungen gegen halb acht unser Hotel in San Pedro de Atacama. Hier ging ein weiterer erlebnisreicher und abenteuerlicher Tag zu Ende.

07 Aug. 2009 • San Pedro De Atacama

Atacama Wüste
Sonnenuntergang in der Wüste

Letzte Überraschung!

Endlich mal wieder ausschlafen! Ein Luxus, den wir in den letzten Tagen nicht mehr kannten. Nach einem späten Frühstück bummelten wir durch den Ort San Pedro und waren erstaunt was es in diesem kleinen Nest doch alles zu sehen gibt: eine wunderschöne alte Kirche in Adobe-Bauweise mit einem Dach aus Kaktusholz, nette Dorfstraßen mit vielen kleinen Shops, einen musikbeschallten Dorfplatz und einen großen Friedhof mit für uns fremden Totenhäusern und Grabhügeln mit Papier- und Kunstblumenschmuck.

Bis 15.00 Uhr konnten wir wieder faulenzen oder unsere lädierten Därme pflegen, dann gings zum letzten Ausflug mit Alejandro ins Valle del Marte (Mars), das nur wegen eines Hörfehlers Valle de la Muerte (Tod) heißt. Die rote Farbe der Steine faszinierte uns mehr als die Gruppe Sandboarder, die ihre ersten Versuche mit dem Brett machen. Da waren wir doch viel besser!!!

Dann gings weiter zum Valle de la Luna. Die Salzmine fanden wir nicht, stattdessen gab es aber bei den "Drei Marien" wilde Spekulationen: Frosch, Kröte, Steine werfender Mensch…??? Von der großen Düne aus betrachten wir den Sonnenuntergang. Und dann??

Jetzt bleibt uns nur noch das Abschiedsessen, das Alejandro für uns in Viventuras Namen organisiert hat.

Mmmmh, das war lecker und die Stimmung wurde trotz Abschied dank dreier Flaschen Wein nicht traurig.

08 Aug. 2009 • San Pedro De Atacama - Santiago de Chile

Mercado Central
Der Hauptplatz von Santiago de Chile

Abschied von Alejandro

Früh am Morgen fuhren wir noch einmal mitten durch die Wüste nach Calama, um von dort nach Santiago zu fliegen. Am Flughafen verabschiedeten wir uns von Alejandro. Hier im Norden von Chile endete leider unsere gemeinsame Reise.

Vor uns lag nun noch die chilenische Metropole Santiago. Am Flughafen holte uns Adrian ab und brachte uns in unser Hotel. Während der Fahrt dorthin erfuhren wir schon einiges über die Stadt und ihre Bewohner.

Nachdem wir die die Koffer im Hotel gelassen hatten, starteten wir zu unserer Citytour. Zu Fuss durchquerten wir das Zentrum, vom Präsidentenpalast, über den Plaza de Armas, bis hin zum Mercado Central, wo wir die Köstlichkeiten des Meeres bestaunten und bei einem Mittagessen auch probierten. Zum Abschlus ging es auf den Cerro San Cristobal, den Aussichtsberg von Santiago. Genau wie die Jungfrau, die auf seiner Spitze thront, blickten wir über die Stadt und fühlten uns ein bisschen klein beim Anblick der riesigen Anden. Ein wenig Abschiedsstimmung kam auf und beim ein oder der anderen vielleicht auch der Gedanke auf ein Wiedersehen in Südamerika.

09 Aug. 2009 • Frankfurt - Santiago

Santiago de Chile
Abschied am Flughafen

Auf Wiedersehen Südamerika!

Heute hieß es nun wirklich Abschied nehmen. Am Nachmittag wurden wir zum Flughafen gebracht. Unsere Reise ging dem Ende zu und wir verließen endgültig den südamerikanischen Kontinent natürlich mit vielen Eindrücken, Abenteuern und Souvenirs im Gepäck.