Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

27 Okt. 2009 • Frankfurt - Quito

Wahrzeichen von Quito
Das Wahrzeichen "Virgen de Legarda"

Flug über den Atlantik

Nachdem wir nun alle Vorbereitungen getroffen haben, kann die Reise nach Südamerika losgehen. Wir sind alle gespannt, was uns in den nächsten Tagen und Wochen so erwartet.

28 Okt. 2009 • Quito

Gruppe an der Äquatorlinie
Canelazo in La Ronda

Erster erlebnisreicher Tag in Südamerika

Fröhlich, gut gelaunt und erwartungsvoll stiegen wir am Morgen unseres ersten Ecuadortages in Quito aus der Maschine. Tom erwartete uns schon. Gleich ging es durch die Rush Hour Quitos zu unserem Hostal, wo wir uns ein wenig frisch machten konnten.

Danach fuhren wir zur "Mitad del Mundo"- Äquatorlinie, wo wir uns mit ein paar Besonderheiten dieses geographischen Punktes vertraut machen konnten. Mittag wurde im viventura-Büro am Stradtrand von Quito gegessen. Hier hatten wir auch die Gelegenheit, die gesamte viventura-Crew in Ecuador einmal persönlich kennnenzulernen. Gleichzeitig wurden noch ein paar Fragen geklärt, damit die Reise relativ reibungslos stattfinden konnte.

Der Nachmittag gehörte dem historischen Teil Quitos. Wir besuchten einige Kirchen und Plätze dieses Weltkulturerbes. Am Abend machten sich noch einige unserer Gruppe auf ins Vergnügungsviertel Mariscal, um die ecuadorianische Küche zu testen und um etwas von dem Flair dieser 2 Millionen Metropole mitzubekommen.

Gegen Mitternacht fielen wir erschöpft und zufrieden in unsere Betten.

29 Okt. 2009 • Nanegal - Quito

Kolibris im Bergnebelwald
Nach dem Biken in Maquipucuna

Radfahren ist angesagt

Der Vorteil der Umstellung der inneren Uhr ist, dass wir ohne Probleme beim allzeit pünktlichen Tagesanbruch um 6 Uhr aufstehen und früh loskommen. Demnach hatten wir für die Strecke entsprechend Zeit. Aber nach dem üblichen -Wie funktioniert ein Fahrrad- setzt die normale Abwärtsrollgeschwindigkeit ein: Kein Wettbewerb- aber kein Sightseeingtempo. Ohne Zweifel: Die Strecke geht in die Arme, weniger des Bremsens wegen, sondern als Rütteltest für dieselbigen als Zusatzstoßdämpfer. Unser "radelnder Holländer" passte aber in seinem Bus mit Extrakonstruktion gut auf uns auf und "zauberte" noch ein kaltes Nudelgericht zur Mittagspause aus der Plastiktasche.

Teil 2 der Reise beginnt nach kurzem Transfer wieder mit einem Abwärtsteil, dann aber kamen die angekündigten Steigungen. Dass der Bergnebelwald am Ziel in Maquipucuna dafür mehr als entschädigt, ist kaum anzweifelbar. Die self-guided Tour wurde noch am Abend erledigt. Tagsdrauf sollte es morgens "Birdwatching" geben. Die Doppelkopfrunde mit Regeldiskussion förderte das Kennenlernen: "Ich kenne das bei uns so…"

30 Okt. 2009 • Nanegal - Junin

Beim morgendlichen Birdwatching
In der Schnapsbrennerei (Frank, Peter, Dirk)

Wanderung im Nebelwald und Besuch von Junín

Etwas später als die Vögel erwachen, jedoch vor unserem Frühstück brechen wir auf, um sie in der Umgebung der Lodge zu beobachten. Nach einem leckeren, typisch ecuadorianischen Frühstück geht es dann mit zwei Allradfahrzeugen auf in den Nebelwald, in die Gemeinde Junín.

Nach zeitweilig orientierungsloser Fahrt über die staubige Schotterpiste, ausgespülte Sandwege und einem Platten Reifen erreichen wir etwas durchgeschüttelt die mitten im Wald gelegene Lodge. Nun folgt eine recht kurzweilig und hochprozentige Besichtigung einer Zuckerrohrplantage mit angeschlossener Brennerei.

Anschließend ging es dank unseres eifrigen Mundschenk Peter recht angeheitert zur Lodge zurück. Hier erfahren wir aus erster Hand von dem jahrelangen Kampf der Bauern gegen die drohende Zerstörung ihrer Bergwälder durch japanische und kanadische Bergbauunternehmen. Durch gemeinsames entschlossenes Handeln ist es ihnen bis heute gelungen, einen Kupfertagebau und damit die Zerstörung der Nebelwälder zu verhindern.

31 Okt. 2009 • Junin

Der Nebelwald bei Junín
Peter unterm Wasserfall in Junin

Wanderung und Besichtigung der Wasserfälle

Gleich nach dem Frühstück machten wir uns mit den Local Guides Luis und Mesias auf den Weg. Unser Thorsten konnte wegen einer grippeartigen Krankheitserscheinung leider nicht mit, sah aber als kleine Entschädigung einen Tukan.

Am Anfang kamen wir alle ziemlich ins Schwitzen, weil wir am Abend zuvor eine spontane Caña-Party gefeiert hatten. Zuerst ging es steil durch verschiedene Felder nach oben, bis wir in den Nebelwald kamen. Wir durchquerten einen Bereich, in dem sich früher das Minenarbeitercamp befand. Durch Berg und Tal gelangten wir zu den beiden Wasserfällen, die Ziel unserer Wanderung waren. An der zweiten "Cascada" gab es ein Picknick und die Möglichkeit zum Baden, aber nur unser Peter konnte sich barmherzig animieren.

Nach einem zweistündigen Abstieg waren wir froh, aus unseren Gummistiefeln zu kommen und uns an der Lodge verwöhnen zu lassen.

01 Nov. 2009 • Nangulvi - Junin

Schöner Ausblick
Bei der Kaffe Kooperative im Intag Tal

Auf den Spuren des Kaffees

Heute ging es für uns wieder früh los und wir machen uns auf den Weg Richtung Nordosten. Hier ging es für uns in das Dorf Apuela. Die Kaffeerösterei war sehr interessant und wir lernten, wie aus einer Kaffeebohne genussvoller Kaffee gemacht wird. Der Prozess erschien uns sehr aufwändig und wir staunten, wie lange der ganze Prozess braucht, bis man eine Tasse Kaffee genießen kann. Am Markt vorbei gingen wir zum Lädchen, wo wir Kaffee erstehen wollten. Da gerade Mittagspause war, machten wir das gleiche und aßen in einem typischen Restaurant. Nachher erstanden wir einige Pfund Kaffee und fuhren dann hinauf bis auf 3200m Höhe, an den Kraterrand des Cuicocha. Hier bekamen wir ein leckeres Abendessen und verbrachten die Nacht.

02 Nov. 2009 • Nangulvi - Cotopaxi

Kratersee Cuicocha
Bizcochos

Wanderung um die Lagune Cuicocha

Heute morgen stand eine kleine Akklimatisierung auf dem Programm. Nicht alle konnten die Wanderung um den Cuycocha See mitmachen, da der eingeschleppte Grippenvirus noch nicht komplett ausgestanden war. Mit unserem Guide wanderten wir um den riesigen See herum.

Nach der Runde und einem Mittagessen ging es nach Otavalo, wo wir am Friedhof hielten. Es war Totentag und dementsprechen große Party angesagt. Es ging weiter über Cayambe, wo wir uns mit landestypischen Bizcochos stärkten. Bizcochos sind ein traditionelles ecuadorianisches Gebäck. Dazu tranken wir die Colada Morada, typischen Getränk des Totentages.

Anschließend ging es weiter in Richtung Cotopaxi und wir stoppten an der Lodge Chilcabamba auf über 3000m Höhe. Dort gab es noch ein leckeres Abendessen und dann machten wir es uns in den Cabañas gemütlich, wo wir unsere Nacht verbrachten.

03 Nov. 2009 • PN Cotopaxi

Cotopaxi
Am Refugio des Cotopaxi

Auf zum Cotopaxi

Heute hatten wir viel vor uns. Gut ausgerüstet und warm angezogen ging es zum Besteigen des Cotopaxi. Unser Ziel war die Schützhütte am Cotopaxi. Auf dem Weg besuchten wir die Lagune Limpopungo und bestaunten die wunderschöne Natur. Beim Besteigen des Cotopaxi mussten wir ganz schön nach Luft schnappen. Es war anstrengender als gedacht und nicht alle gingen bis hinauf. Auf 4800m Höhe angekommen erholten wir uns in der Schutzhütte von den Strapazen und fühlten uns wie echte Bergsteiger. Einige gingen noch bis auf knapp 5000m weiter, wo der Gletscherrand war. Anschließend ging es zur Lodge zurück und die Angeschlagenen versuchten sich zu erholen um morgen fit fürs Trekking zu sein.

04 Nov. 2009 • PN Cotopaxi - Sincholagua

Blütenpracht
Pause am Fuß des Sincholagua, es war anstrengend

Trekking in den Anden

Heute ging es für uns los mit dem Trekking in den Anden. Mit Pferden, Zelten und einem Koch ausgerüstet, konnten wir unsere Tour starten. Wir gingen mit Sack und Pack durch die Anden, genossen das wundervolle Panorama und machten hier und da einen kleinen Zwischenstopp um ein wenig zu verschnaufen und uns etwas zu stärken. Der erste Tag ist durch seinen großen Höhenunterschied der härteste und so kamen die meisten recht gut an ihre Grenzen.

Nach acht Stunden erreichten wir unseren ersten Lagerplatz am Fuße des Sincholagua einem 4.899m hohen, erloschenen Vulkan. Wir hatten Glück und das Wetter war den ganzen Tag schön, so dass es sich einfacher ging. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, wärmten wir uns mit einem Tee, während unser Koch bereits Leckeres für uns zubereitete.

Am Abend genossen wir gemeinsam das Abendessen auf über 4000 Meter Höhe. Die Zelte waren schnell mit Eis überzogen, so dass wir es uns bald in unseren Schlafsäcken gemütlich machten.

05 Nov. 2009 • Sincholagua

Morgens klappte es gut mit dem Lächeln
Tolles Lager am Abend, am Fuße des Antisana

Trekking am Antisana

Nachdem wir die Nacht in den Bergen in unseren warmen Schlafsäcken verbracht hatten, genossen wir am Morgen unser Frühstück in den Bergen. Der Panoramablick und der Sonnenaufgang waren unfassbar schön. Nach dem Frühstück machten wir uns mit Sack und Pack weiter auf die Reise durch die Anden. Der Cotopaxi und der Antisana waren unsere ständigen Begleiter. Der eine hinter uns und der andere vor uns.

Weiter ging es durch atemberaubende Landschaften. Nach einem langen Trekkingtag bauten wir abends am Fuße des Antisana unseren Schlafplatz für diese Nacht auf. Der Sonnenuntergang tauchte den Antisana in ein warmes rot. Den Abend verbrachten wir mit wärmendem Tee und einem leckeren Abendessen welches unser persönlicher Koch gezaubert hatte.

06 Nov. 2009 • Papallacta - Cotopaxi

Trekking del Condor
Cotopaxi und Andenpanorama im Hintergrund

Unser letzter Trekkingtag mit Megapanorama

Nach einer weiteren Nacht in unserem Zeltlager erwachten wir in einem unglaublichen Panorama. Unsere Träger stellten mittlerweile fest, dass zwei Pferde verschwunden waren, was den Vormittag über für viel Aufregung sorgte.

Dann ging es los, hinauf an den Fuß des Antisana. Cotopaxi, Chimborazo, Cayambe, Altar waren die größten Berge im weiten Andenpanorama und vor uns immer der Antisana. Nach vielen Stunden hatten wir unser Ziel erreicht und es ging mit dem Bus weiter zu den Thermen "Papallacta". Hier konnten wir in heißem Wasser entspannen und uns vom Trekking vollkommen erholen. Leider waren die Massagen schon ausgebucht, so dass wir uns mit dem einen oder anderen Bier darüber hinwegtrösteten. Einige lagen noch vor dem Bettgehen lange im warmen Wasser.

07 Nov. 2009 • Papallacta

Peter, Uwe und Torsten warten auf das Boot
Die Hängematten waren heiß begehrt

Ankunft im Dschungel

Diesen Morgen war Entspannung angesagt. Am Vormittag machten wir uns dann auf den Weg zum Amazonas. Es ging bergauf und bergab und wir bestaunten die Landschaft. Ein paar Stunden später kamen wir in dem kleinen Marktflecken Los Rios an. Nun hieß es Umsteigen. In einem Motorkanu ging es bei strahlend blauem Himmel bis zu unserer Unterkunft, der Yachana Lodge.

Nach einer Einweisung in die Gepflogenheiten der Lodge hatten wir erst Mal frei. Zum Abendessen trafen wir uns wieder und pünktlich setzte ein tropisches Gewitter ein, das fast die ganze Nacht andauerte.

08 Nov. 2009

Abel erklärt uns den Regenwald
Essen im Blatt in Yachana

Regenwaldwanderung und Besuch beim Heiler

Heute ging es wieder etwas früher aus den Betten denn wir hatten ein volles Programm. Zunächst fuhren wir etwas den Fluss hinunter, um einen stinkenden Truthahn zu suchen, den Hoatzin Vogel, ein Tier aus der Frühgeschichte der Erde, der bis heute überlebt hat. Wir pirschten uns an und entdeckten tatsächlich eine Gruppe dieser großen Vögel. Ihr nicht so angenehmer Geruch hat ihnen wohl das Überleben gesichert.

Dann ging es wieder über den Fluss zum Colegio Yachana, eine Internatoberschule, die von den Einnahmen der Lodge gefördert wird. Wir besichtigten die Installationen und die umfangreichen Länder drum herum. Nun ging es wieder zur Lodge, wo wir einen kleinen Kochkurs und Kostproben von lokalen Spezialitäten erhielten. Ganz lecker schmeckten den meisten die großen Larven der Chonta Cura, aber nur gegrillt, roh wirkten sie doch etwas befremdlich.

Nach dem Mittagessen gab es eine kleine Siesta, bevor es zum Besuch des lokalen Heilers ging. Hier erfuhren wir einigen über die Unterschiede von Heiler und Shaman. Anschließend übten wir uns im Blasrohrschießen und Speerwerfen. Zum Abendessen waren wir wieder zurück in der Lodge.

09 Nov. 2009

Tubing im Rio Napo
Sonnenuntergang im Dschungel

Birdwatching vom Busdach

Heute ging es noch ein wenig früher los, denn wir wollten den Blick auf ein paar Vögel erhaschen. Wieder ging es mit dem Kanu über den Fluss, wo uns schon unser Transportmittel erwartete. Ein Bus, mit Sitzen auf dem Dach. Hier nahmen wir Platz und los ging es. Wir sahen auch tatsächlich viele Vögel, einige Arasari Tukane, die etwas kleiner sind und auch einige schöne Spechte.

Anschließend ging es auf eine Wanderung durch den unberührten Primaerregenwald, mit seinem Pflanzendickicht und den Baumriesen. Abel, unser Guide, wusste wo die Tarantula zu Hause war und lockte sie aus ihrer Höhle. Nach dem Rundgang ging es wieder zurück zum Fluss, wobei wir unterwegs noch einen Tukan sahen.

Am Nachmittag war dann Tubing angesagt. Mit dem Kanu ging es flussaufwärts und zunächst hielten wir bei einer Familie, die gerade im Fluss beim Goldwaschen war. Wir lernten den Prozess, und dass es harte Arbeit ist. Die Ausbeute waren dann aber tatsächlich ein paar Gramm Gold.

Dann banden wir ein paar Autoschläuche zusammen und trieben gemütlich zurück zur Lodge. Da es kaum regnet in Ecuador, hatte der Fluss auch nur eine leichte Strömung. Nach dem Abendessen machten wir dann noch eine kleine Nachtwanderung und Abel entdeckte Frösche und exotische Spinnen.

10 Nov. 2009 • Riobamba

Der Altar bei Riobamba
Peter, Dirk, Renate u Torsten am Teufelskessel

Seilbahnfahrt und Wasserfälle

Nach dem Frühstück ging es heute wieder in Richtung Anden. Zunächst machten wir einen Mittagsstopp in Puyo, wo sich die meisten über ein lecker Steak freuten. Dann machten wir Stopp am Teufelskessel, einem großen Wasserfall des Fluss Pastaza. Weiter ging es in die Berge, bis in die Regionalhauptstadt Riobamba. Hier bezogen wir Quartier und prompt ging das Licht aus. Ecuador hat aufgrund der ausbleibenden Regenfälle Probleme mit seinem größten Wasserkraftwerk und so wird im ganzen Land ab und zu der Strom abgeschaltet, meistens Sektorenweise. So erkundeten die meisten Riobamba im Halbdunkel und waren relativ früh im Bett.

11 Nov. 2009 • Riobamba - Cuenca

Dirk und Panamahüte
Schienenzug von Riobamba

Eisenbahnfahrt und Inkaruinen

Um 5:30 Uhr ging es zum Frühstück, da wir Viertel nach Sechs am Zug sein mussten. Relativ pünktlich fuhr der kleine Schienenbus dann auch los. Leider darf man nicht mehr auf dem Dach sitzen und so schliefen dann auch einige bald tief und fest. Die Anden waren so in Wolken gehüllt, dass es nicht so viel zu sehen gab.

Nach knapp zwei Stunden kamen wir in dem kleinen Ort Guamote an, wo wir aus dem Zug stiegen und wieder in unseren Bus wechselten. Wir hielten um die Teufelsnase von der Straße aus zu sehen und fuhren weiter nach Ingapirca. Hier lernten wir über die kurze Geschichte der Inkas in Ecuador und besichtigten die Ruinen der Inkas und der Cañarikultur.

Nach einer kleine Mittagspause ging es weiter nach Cuenca. Hier besuchten wir eine Panamahutmanufaktur und erfuhren einiges über die Wichtigkeit dieses Produktes für die Region. Ein gemeinsames Abendessen beschloss den Tag.

12 Nov. 2009 • Cuenca

In Cuenca mit Guide Diego
Die Kathedrale von Cuenca

Rundgang durch die Weltkulturerbe Stadt

Heute ging es etwas später los. Diego, unser Experte für Cuenca, holte uns um 9 Uhr ab. Zu Fuß durchstreiften wir die Stadt mit seinen riesigen Kolonialbauten. Einige besichtigten wir von innen, mitsamt ihren Innenhöfen und den prachtvollen Räumen. In der neuen Kathedrale erfuhren wir einiges über die Entstehungsgeschichte und von wo die einzelnen Materialien kamen. Im Karmeliterkloster sahen wir wie die Produkte aus dem Kloster nach draußen gelangen und womit die Nonnen Geschäfte machen. Gleich nebenan nahm der Bischof persönlich die Beichte ab. Soviel Nähe zum Volk war doch erstaunlich. Weiter ging es in die Markthalle, wo wir die Fruchtvielfalt bestaunten. Aber auch die Kräuter und Essenabteilung fanden viele Freunde. Am Fluss entlang gingen wir wieder zurück in die Oberstadt. Die meisten waren von der Altstadt sehr angetan. Der Rest des Tages war frei und alle erforschen Cuenca auf eigene Faust.

13 Nov. 2009 • Cuenca - Puerto Ayora

Torsten und eine Riesenschildkröte
Heute war Schildkröten Tag

Auf nach Galapagos

In der Früh machten wir uns auf zum Flughafen in Cuenca, um über Guayaquil nach Galapagos zu fliegen. Kurz vor dem geplanten Abflug erfuhren wir, dass der Flieger nach Guayaquil deutlich verspätet war und wir deshalb über Quito nach Galapagos fliegen würden.

Zum Glück funktionierte dies gut und wir kamen nur mit wenig Verspätung auf den Inseln an. Dort erwartete uns schon unsere lokale Guia Venus und wir fuhren ins Bergland. Die Einsturztrichter "Los Gemelos" waren unser erster Stop. Dann ging es weiter durch einen großen Lavatunnel, bevor wir die Schildkröten besuchten, die hier frei im Bergland leben.

Nach einer ausgiebigen Beobachtung der sanften Riesen fuhren wir nach Puerto Ayora in die Charles Darwin Station. Hier gab es Infos zu den Arbeiten der Zuchtstation der Schildkröten. Der berühmte George war aber schon in seinem Gehege abgetaucht.

Abends ging es dann im warmen Klima gemeinsam zum Essen und nach dem einen oder anderen Bierchen endete Freitag der 13. ohne größere Unglücke.

14 Nov. 2009 • Santa Cruz

Renate und Frank genießen die Bootsfahrt
Galapagos Pelzrobbe auf Floreana

Freier Tag

Der heutige Tag war zur freien Gestaltung. Uwe ging tauchen, Torsten, Dirk und Jens gingen zum Strand, Renate, Frank und Peter fuhren zur Insel Floreana. Am Abend trafen wir uns zum Caipi trinken in einer Bar.

15 Nov. 2009 • Isabela - Santa Cruz

Beim Schwimmen in "La Grieta"
La Grieta, eine Mischung aus Süß- und Salzwasser

Ausschlafen, Baden, Bootsfahrt

Nach dem Ausschlafen gingen wir heute Vormittag zum Besuchspunkt Las Grietas. Hier vermischt sich in einem Lavakanal Süsswasser aus den Bergen mit durchsickerndem Salzwasser aus dem Meer.

Wir hatten Glück und es waren nicht viele Leute da, so dass wir das Schwimmen im klaren Wasser ganz in Ruhe genießen konnten. Die Sonne schien und wir hingen in Ruhe im Wasser ab.

Gegen Mittag ging es zurück in den Ort und nach einem Mittagessen mussten wir zu unserem Boot. Das Meer war spiegelglatt und die Überfahrt von daher sehr angenehm. Auf Isabela gingen wir zu unserem Hostal und anschließend einkaufen, da wir heute unseren Caipi selber machen wollten. Gardenia bekochte uns und Dirk und Jens mixten uns super leckere Caipis.

16 Nov. 2009 • Isabela

Gruppenbild am Besuchspunkt Tintoreras
Rote Klippenkrabbe

Schnorcheln mit den Meeresschildkröten

Nach einem relativ zeitigen Frühstück ging es zunächst Schnorchelausrüstung abholen und danach ins Wasser. Es war Ebbe und somit gute Schnorchelzeit. Wir sahen u.a. einen blauen Seestern, Kofferfische, Doktorfische, Papageinfische und konnten Meeresschildkröten aus nächster Nähe beobachten.

Nach dem Schnorcheln ging es zum Besuchspunkt Tintoreras, wo die Weißspitzen Riffhaie im warmen Wasser ruhten. Jede Menge Meerechsen säumten den Rundweg. Einige Seelöwen waren von weitem zu sehen und vom Boot aus sahen wir auch die Galapagospinguine und einige Blaufußtölpel.

Am frühen Nachmittag waren wir wieder an Land. Nach einer kleinen Pause gingen wir Blaufußtölpel suchen, die aber sehr scheu waren und nach kurzer Zeit wegflogen. Nach dem Rückweg über den Strand kehrten wir noch in einer Bar ein und Dirk und Jens spielten bei einer Partie Ecuavolley mit.

17 Nov. 2009 • Isabela

Am Vulkan Sierra Negra, nahe des letzten Ausbruchs
Dirk und Jens beim Caipirinha mixen

Kraterwanderung

Heute ging es ins Bergland der Insel Isabela. Wie erwartet hingen die Wolken tief am Vulkan Sierra Negra. Mit hoher Luftfeuchtigkeit starteten wir unsere Wanderung. Als wir am Kraterrand ankamen, war immer noch nicht viel zu sehen. So schauten wir nach Vögeln aus und wanderten durch die Farnlandschaft.

Nach etwas über eine Stunde verzogen sich dann langsam die Wolken und der große Krater des Sierra Negra wurde langsam sichtbar. Nun hellten sich auch die Gesichter der Wanderer deutlich auf. Je weiter wir gingen, um so sonniger wurde es, bis wir in der prallen Sonne dahin wanderten.

Wir gingen dann nicht zum Vulkan Chico hinunter sondern wanderten am Kraterrand entlang bis nah an die Stelle des letzten Ausbruchs von 2005. Hier war auch noch alles voll von schwarzem Pyroplastischem Material und kaum Vegetation vorhanden. Wir genossen die Aussicht auf die Elisabeth Bay und in den Krater.

Nach einer Mittagspause in der schwarzen Landschaft ging es wieder zurück. Auf dem Rückweg fuhren wir am stillgelegten Steinbruch vorbei, wo mittlerweile einige Flamingos leben. Am Abend bekochte uns Gardenia mit Shrimps und Langusten und es gab wieder selbsgemachte Caipis.

18 Nov. 2009 • Isabela

Blaufußtölpel am Strand von Isabella
Der Strand von Isabella

Freier Tag

Heute ist ausschlafen angesagt. Anschließend drehen die meisten eine Runde an den Strand. Leider ist das Wetter nicht gut und lange baden ist deshalb nicht so lustig. So wurde eben schon bald Skat gespielt und damit der freie Tag verbracht.

19 Nov. 2009 • Isabela

Sonnenbad in der Tortuga Bay
Zum Glück gibts Bäume in der Tortuga Bay

Tortuga Bay, Strand und Meer

Heute hieß es wieder einmal früh aufstehen. Schon um dreiviertel sechs waren wir am Steg um unser Boot zu besteigen. Wir hatten wieder Glück, das Meer war spiegelglatt und die Überfahrt bequem. Wir stellten das Gepäck ab und gingen zur Tortuga Bay.

Als wir am Strand ankamen wurde aus dem trüben, regnerischen Wetter auf einmal ein sonniger Tag. Wir legten uns gemütlich unter einen Baum in den Schatten. Beim Baden sahen viele eine Gruppe von Rochen durchs Wasser schweben.

Gegen Mittag gingen wir zurück nach Puerto Ayora. Die letzten Souvenirs wurden gekauft, bevor wir uns zum Abschiedessen trafen. Natürlich durften die Caipis heute Abend nicht fehlen.

20 Nov. 2009 • Frankfurt - Santa Cruz

Gruppenbild am Leuchtturm
Frank und Peter waren die Highlights beim Schulaus

Stadtrundgang in Guayaquil

Heute hieß es Abschied nehmen von den Galapagos Inseln. Auf dem Flughafen warteten wir wegen Flugverschiebung dann noch ein Stündchen länger als vorgesehen, bevor wir in Guayaquil landeten.

Wir schauten uns die Landleguane, die in einem Park in der Innenstadt zuhause sind an. Sie sind die Vorfahren der Galapaguenischen Meerechsen und Landleguane.

Danach gingen wir die Treppen zum Leuchtturm rauf. Es war eine gute Sicht und so ließ sich gut die Größe der Stadt erahnen. Dann gab es noch ein kaltes Bier bei schöner Aussicht und zurück ging es dann durch das Viertel "Las Peñas" mit seinen alten Holzhäusern.

Nun gab es eine kleine Pause, um zu duschen und sich für den Flug umzuziehen. Danach ging es dann an den Malecon 2000, wo wir ganz typisch gespeist haben. Nach einem letzten Spaziergang am Fluss entlang ging es dann zum Flughafen.