Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

26 Nov. 2009 • Frankfurt

Quito
Früchtevielfalt in Ecuador

"Auf in den Urlaub"

Heute verließen wir unsere verschiedenen Heimatstädte und trafen uns schließlich am Flughafen in Madrid. Es ging über den Atlantik, um Quito zu erreichen.

27 Nov. 2009 • Quito

Die San Francisco Kirche
In Quito angekommen mischten sich die Kulturen

Großstadtflair

Wir kamen am Flughafen in Quito an und wurden von einem Tag voller neuer Eindrücke empfangen. :) Einige konnten bereits vom Flugzeug aus den Cotopaxi im Morgenlicht bestaunen.

Es waren 17 Flugstunden, 13000km - eine andere Welt empfing uns. Alles hörte sich auf einmal Spanisch an in dieser Millionenstadt mit dörflichem Flair. Bei ca. 28 Grad Celsius genossen wir einen herrlichen Ausblick auf Quito von allen Seiten und erkundeten das historische Stadtzentrum. Quito zeigte sich von seiner lebendigsten Seite - alles war für den Geburtstag der Stadt herausgeputzt und leuchtete in Rot und Blau. Staendig flitzten "Chivas" durchs Bild und machten laute Musik. In Anbetracht unseres Schlafmangels entschieden wir jedoch das Tanzen auf nächste Woche zu verschieben :).

28 Nov. 2009 • Nanegal - Quito

Kolibris im Anflug
Sandra am Äquator

Nebelwald, wir kommen

Auf dem Markt in Quito gibt es so viele Bananen, krasse krosse ganze Schweine und jede Menge heimische Lebkuchen; sowie Ceviche schon zum Frühstück. Anschließend gründeten wir einen Schoko-Fanclub und plünderten einen Bio-Schokoladenladen.

Nun machten wir uns auf den Weg zum Äquator. Dort führten wir eine Reihe physikalischer Experimente durch. Das Ei balanciert am Äquator besser, obwohl Christina feststellte, dass dieses in sich schief ist.

Es ging auf die Nordhalbkugel nach Maquipucuna. Mit unserem Guide Carlos machten wir uns auf zu einer Expedition. So große Blätter hatten wir noch nie gesehen. Der rote Punkt war übrigens ein Vogel :). Hans Peter gab uns einen Bio-Einführungskurs bei Zitronencola und die Schoko-Massagen zauberten Lächeln auf die Gesichter unserer chicas.

29 Nov. 2009 • Nanegal

Sincholagua im Abendlicht
Ludwig und Michael probieren den Spielplatz aus

"Vom Nebelwald in die Anden"

5:30 Uhr aufgestanden. STOP 5:58 Uhr Aufweck-Café und - Tee getrunken. STOP 6:10 bis 8 Uhr Vogeltour: 2 Tukane und andere seltene Vögel der Nebelwaldspezien gesehen. STOP 8 Uhr Zwergenfrühstück und Kolibrifotografie. STOP 9 Uhr Taguanüsse gekauft. STOP 9:30 bis 12 Uhr vom Nebelwald über die Äquatorlinie zurück auf die Südhalbkugel gefahren. STOP Viele Holsteinkühe gesichtet - Muh! STOP

Lama-Annäherungsversuche und Spielplatz getestet. Lapingachos zum Mittagessen. Danach nicht mehr in den Bus gepasst - Strafsitzen auf Ministühlen. STOP 14 bis 16 Uhr Verdauungshoppeln auf dem Weg zur Hacienda. Rüttelstopp. Tote Oma (Blutwurst) war bis dahin auch verdaut. STOP 16-17 Uhr beim Begrüßungscocktail, Canelazo, Konzept zur Telenovela "Avenida de los volcanes - Straße der Vulkane" entwickelt. In den Rollen: Hans Peter, alias Gutsherr Don Juan (mit Vorliebe für Rosen, gutmütig aber streng) Rowitha, alias Rosita (Schöne und Böse, aus steuerlichen Gründen Ehefrau von Lucca T.) Sandra, alias Juanita ("Aschenputtel", unsterblich verliebt in Don Juan)**
Birgit, alias Flor(Köchin und Gärtnerin von Don Juan, heimlich verliebt in Miguel, Freundin von Juanita) Michael, alias Miguel(unehelicher Prinz, arbeitet als Stallknecht bei Don Juan. Rettete Flor aus der Gosse) Christina, alias Birgit P.(Gaststar, sportliche, aber drogensüchtige Geliebte von Lucca T.)**
Ludwig, alias Lucca T. (Rositas Ehemann, italienischer Gigolo) Susann, alias Sue Ellen (2. Geliebte von Lucca T., Verbindung zum Kolumbianischen Drogensyndikat, ist in Wirklichkeit jedoch James Bond)

Kurz zusammengefasst, jede Menge Spaß und Blödsinn - wie ihr vermutlich schon gemerkt habt. Dies war Folge 1 - Fortsetzung folgt. STOP

18:30 bis 19:15 Uhr - Reitausflug auf morgen verschoben. Einladung zum Fußballmatch Ecuador - Deutschland abgelehnt, aus Wetter- & Spaziergangsgründen. Spaziergang im Nebel mit spektakulärem Licht. Cotopaxi gesehen (Birgit und Sandra nicht). STOP****

30 Nov. 2009 • PN Cotopaxi

Roswitha ist zum Ausritt bereit
Eindeutig auf 5000m über dem Meeresspiegel

Nationalpark Cotopaxi

Früh aufgestanden, kurz gefrühstückt - dann hoppelten wir über Eselsrippen, an Hasenohren vorbei, zum Nationalpark Cotopaxi. Manche Wirbelsäulen wurden durcheinander gewirbelt.

Vom Parkplatz aus gingen wir los und verschwanden langsam in den Wolken. Wir folgten den Brotkrumen bis eine Hütte vor uns auftauchte…schließlich erklommen wir die 5000m des Cotopaxi, mussten dann jedoch umkehren, weil der Andenwolf die restlichen Krumen gefressen hatte. Verhageltes Picknick an der Lagune Limpiopungo, bevor wir durch die Fluten der reißenden Flüsse zurücktauchten.

Dann geschah die Metamorphose - wir wurden zu Chagras (Cowboys) und sattelten auf wilde Mustangs um. Michael startete die Synapsenfehlzündung, worauf der Zündmechanismus der Pferde versagte und den 3. Gang außer Gefecht setzte. Glücklich "reiteten" wir auf den Cotopaxi im gleißenden Sonnenlicht zu…und wenn sie nicht gestorben sind, dann reiten sie noch heute.

01 Dez. 2009 • Quilotoa - PN Cotopaxi

Christina, Birgit, Susann, Ludwig beim kleinen Lag
Süßigkeiten schlagen Brücken

Kraterwanderung

Endlich mal wieder ausgeschlafen. Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Quilotoa. In Latacunga nutzten wir die Gelegenheit typisch ecuadorianische Spezialitäten zu probieren, z.B. Chugchucaras.

Nach der Ankunft in Quilotoa bezogen wir unsere Zimmer im Hostal von José. Dann ging es voller Elan zum Kratersee hinunter. Geradezu ein Promenadenspaziergang :). Alle Teilnehmer waren fest davon überzeugt den Auf- und Abstieg ohne Esel meistern zu können. Allerdings hatte niemand mit dem Einsatz von heftigen Regenschauern gerechnet. (Anmerkung: Hugo, unser kleiner einheimischer Begleiter, meinte: Heute wird es nicht richtig regnen, als die ersten Tropfen fielen.)

Am Abend saßen wir um den Ofen und tranken Tee. Es gab Meerschweinchen zu Probieren und danach Canelazo. Die Dorfband spielte auf und wir tanzten alle ausgelassen, bis wir glücklich und müde ins Bett fielen.

02 Dez. 2009 • Quilotoa - Baños

Unsere 3 Helden: Michael, Ludwig und Hans Peter
Schulbesuch

Entspannung pur

Wir sind extrem früh aufgestanden um das Sonnenglühen am Kraterrand zu beobachten. Die Sonne versteckte sich jedoch erfolgreich hinter einer Wolkenwand bis in spätere Stunden, als wir ganz klar die Ilinizas und den Cotopaxi erkennen konnten.

Heute drückten wir die Schulbank und stimmten sogar auf speziellen Wunsch hin die deutsche Nationalhymne an. Und schon ging es auf nach Baños. Wir freuten uns auf Ruhe, Entspannung und wärmere Gefilde. Unterwegs gabs Schokolade - Bio natürlich.

Als erstes haben wir heiß und kalt "gethermt" bis uns förmlich der Stöpsel aus dem Froschbecken abgezogen wurde. Seltsame Weise kamen Stimmen aus dem Verbindungsrohr, die klar Sandras Namen riefen… Um den Luxus auszunutzen ließ sich fast die gesamte Gruppe mit Massagen verwöhnen - seeeehr gut! Tiefen-entspannt gingen wir zum Abendessen. Danach schafften wir es tatsächlich in eine Bar. Tischfußball, Bier und Pisco Sour beschlossen den Abend.

03 Dez. 2009 • Puyo - Baños

Drei Helden und ein Fahrrad (Hans-Peter, Ludwig, M
Roswitha stürzt sich in die Tiefe

Aufm Radl

Wir begannen den Tag mit Gericht No. 10 auf der Dachterrasse im Hotel. Leckere Doppel Pancakes mit Früchten. Dann gab es wieder Stromrationierung und somit keinen Brombeersaft :(. Wir erlebten einen Tanzkurs im Vorbeigehen….und sattelten dann unsere Fahrräder, worauf wir sogleich vom Baños TV-Team verfolgt wurden.

Dann kamen die Todessprünge: unser Fahrer Edward stürzte sich angeseilt in die Tiefe und Hans-Peter, Roswitha und Susann stürzten sich sogleich hinterher. Anschließend ging es mit der Gondel zum Brautschleier-Wasserfall. Dann kam unsere lustige Mittagspause. Abstieg zum Teufelskessel, wo es nichts zu Essen gab, dafür jedoch eine Himmelsleiter, welche wir erklommen. Wir klopften an und entkamen heldenhaft dem Fegefeuer.

Schließlich aßen wir doch und rasten super schnell auf unseren Drahteseln über 5 Berge +1 (für 5 Zwerge und Schneewittchen) nach Puyo. Dort tranken wir Bier in einer kleinen Tienda, aßen und warfen wir Schokokuchen aus Versehen. Der Tag klang im wunderbaren tropischen Garten unseres Hotels aus. Nur ein Gast verlief sich komplett im grandiosen Komplex und Umgebung auf der Suche nach dem Internet. Birgit probierte unter Lachen ein paar Pisco Sour.

04 Dez. 2009 • Puyo - Tena

Und jetzt geht es los :)
Ab in den Dschungel

Wir und die Lagunen… Klappe die Dritte

Fast alle sind im Dauerregen aufgestanden. Wir haben lecker gefrühstückt. Dann gab es Affenalarm in der Tierauffangstation. Schildkröten erschreckten sich so sehr über unseren Besuch, dass sie sich auf den Rücken legten und tot stellten.

Wir kurvten nach Tena, warfen Balast ab und verabschiedeten uns von Edward :(. Sehr zur Freude von Julio fanden wir die größten Gummistiefel Ecuadors, bevor der Zwergen-Truppentransport in den Dschungel abfuhr. Wir bezogen unser Quartier und starteten sogleich eine Wanderung mit übergroßen Hula-Hupp Reifen. Auf unserem Weg ärgerten wir Mimosen und gelangten schließlich zu einer romantischen Dschungellagune. Wir badeten und besiegten die ecuadorianische Nationalmannschaft im Steinweitwurf.

Unser Gutsherr, Don Juan, steuerte uns heldenhaft auf Luftkissen durch die reißende Strömung, auch wenn er dafür Schwielen an den Händen riskierte. Das Volk tobte, während er sogar einen seiner speziellen "Bio for Run aways Kurse" gab.

Wir duschten im Dunkeln mit und ohne Wasser und genossen die Geräuschkulisse in der Hängematte. Candle Light Dinner mit Schoko-Nachtisch und magenfreundlichem Bier aus dem nicht vorhandenen Kühlschrank rundete den Tag ab. Nur unsere Kamara musste nach ihrem fast Ertrinken auf der Intensiv-Station eingeliefert werden. Die Schreie eines riesigen halbdünnen Entenfrosches begleiteten uns noch für lange Zeit.

05 Dez. 2009 • Tena

High Five
Michael, der Zwerg Nr. 1

Wir im Dschungelcamp

Ausschlafen! Nachdem wir uns 10 Stunden Schlaf gönnten (erstmalig) nahmen wir ein fettes Frühstück ein. Nach Stiefelinspektion und Froschattacke auf der Toilette brachen wir in den Dschungel auf.

2 Externe wurden angedockt und die passende Kriegsbemalung in natürlicher Permanentfarbe (tiefrot) aufgetragen. Die Zwergenreihenfolge wurde eingehalten. Aus Schneewittchen wurde Joker und wir gelangten in einen Märchenwald.

Verwunschene Treppenstiege und rauschende Wasserfälle erklommen wir. Eine als Anaconda getarnte Elfe drohte die gesamte Gruppe zu verschlingen, was nur durch den heldenhaften Einsatz einer Mitreisenden abgewendet wurde. Der Preis waren zahlreiche Abschürfungen. Der Schreck wurde durch einen hohen Wasserfall in einer prasselnden Wassermassage aufgelöst.

Anschließend surften wir auf Gummistiefeln die Dschungelabhänge hinunter. Spritzendes Drachenblut schloss die Wunden unserer Heldin. Unsere Männer, die ihre Worte bereits aufgebraucht hatten, legten sich direkt in die Hängematte (Gutsherr besonders ermattet). Die Frauen aßen Bananen, bekämpften Spinnenphobien und starteten ein Kommunikationsritual.

Es folgte eine Yogastunde auf dem Hängemattendeck mit Baby- & Katzenschaukel. Der Tag klang entspannt mit Enriques Schamanengeschichten aus. Danach gab es ein erstes Brainstorming für die Dschungelfolge der Straße der Vulkane bei warmem Bier und Kerzenlicht. - Die Kamera liegt noch immer auf der Intensivstation.

06 Dez. 2009 • Tena

Rafting-Spass
Christina springt in die Fluten

Rafting

Trotz Erdbeben in Hütte 9 haben wir wieder ausgeschlafen (Dschungelbettschwere) und erneut Nutella zum Frühstück genossen. Unser Schamane war nach dem Genuss des Energietees in schlechter Stimmung und trieb die Gruppe zur schnellen Abreise an, wobei unsere Reiseleiterin fast verloren ging.

Raus aus den Gummistiefeln, rein in die Flip Flops und ab ging´s zum Rafting. Fast wurde uns die Heldin des Vortages von einem heiratswütigen Ecuadorianer abspenstig gemacht. Danach gelang es uns das "Flugzeug Briefing" zügig abzuschließen. Alle Teilnehmer sassen am Notausgang! Es ging ab in die Fluten und die Evakuierung wurde sogleich geprobt.

Wir rafteten unter Aufbietung unserer letzten Kräfte durch die, vom übelgelaunten Schamanen-Azubi (in Gestalt einer Anaconda) aufgepeitschten, Wellentürme. Wir umschifften meterhohe Felsen, da Schneewittchen, vom Zaubertrunk beseelt, das Wasser teilte. Trotzdem gab es zahlreiche kleinere Verletzungen: ein übel durch ein Auge maltratierter Ellenbogen, ein von einer Nase abgetrenntes Paddel T-Stück (T-Grip) und auch der Daumen von Schneewittchen widersetzte sich der Evakuierung und erlitt so tiefblaue Schattierungen. Die Knie von beinahe allen leuchteten tiefrot.

Anschließend machten wir einen Wheely (kleine Auffassungsdifferenzen wurden in der Gruppe sichtbar). Es folgte ein einhändiger Rodeoritt über tiefe Eselsrippen. Die letzten Kilometer legten wir schwimmend zurück, weil unser Guide das Boot türmend verließ, als er bei der Vortagsheldin entgültig Schiffsbruch erlitt :). Das Boot trugen die zurückgekehrten 3 Helden auf dem Kopf ins Ziel. Wir cruisten mit einem Pick-Up in die Wildnis und versuchten dabei kein Bier zu verschütten. In Shangrila angekommen lauschten wir bis in die Nacht den Gitarrenklängen des Gutsherren, der sein verborgenes Talent zu Tage brachte.

07 Dez. 2009 • Tena

Roswitha schlängelt sich durch die Schlucht
Wir klettern mit vereinten Kräften

Abenteuer pur

In Nebelschwaden aufgestanden und den grandiosen Ausblick genossen. Nach dem ausgiebigen Frühstück wurden die Gummistiefel angelegt. Matildo entführte uns tief in die Schluchten des Dschungels. Es begann ganz harmlos - wir überquerten die Teerstraße. Dann stiegen wir in einen sich öffnenden Canyon hinab… Dann trafen wir die Wanderpalme vom Vortag wieder!

Unsere Heldin (wir erinnern uns an den heiratswütigen Ecuadorianer) bekam in einer Zeremonie lebenden Dschungelschmuck ans Handgelenk gezaubert. Auch Schnüre knüpften neue Verbindungen. Wir entkamen nur knapp dem Angriff eines sich schlängelnden Ungetüms.

Dann wurde es eng, dunkel und feucht. Fledermäuse surrten über unseren Haaransatz hinweg. Mit akrobatischen Verrenkungen stemmten wir uns langsam wieder in die Welt zurück. Es folgte Matildos Überlebenskurs im Dschungel: essen von Zitronenameisen, fischen für große Hochzeitsfeiern, und Schamanengrundausstattung gegen die Wehwehchen der Tropen. Durch klaustrophobische Felsspalten kletterten wir unter Einsatz aller Körperteile langsam nach oben und trafen auf unglaubliche Hitze.

Nach dem Mittagessen blieb Nr.1 in der Hängematte. Die anderen stürzten sich in die schleunigen Fluten des Rio Anzu. Wir hielten auf den Reifen im Dorf Santa Monica an - plitschnass bis auf die Knochen konnten wir der Versuchung einer Schaukel nicht widerstehen. Nachdem wir den Fußballplatz passierten, folgten wir der Einladung ins Haus der Dorfmutter Monica, wo uns Matildo mit einem Abriss der Dorfgeschichte beglückte, bei Energietee und Chicha (Yucabier). Draußen tobte das Unwetter und wir kauften Schmuck. Wir ruderten durch aufgepeitschte Wellen Shangrila entgegen. Nachdem wir uns aus dem Treibholz befreit hatten, erklommen wir ein interessantes Stück Dschungelarchitektur aus verschiedenen Epochen.

Den Abend verbrachten wir bei Kerzenlicht mit Drachenbluttherapien gegen Sonnenbrand und Zitronencola. Eric und Erica Clapton spielten ihren Welthit Hotel California nur für uns, während unser Dornröschen einen Schlafweltrekord aufstellte.

08 Dez. 2009 • Riobamba - Tena

Wir am Tungurahua
Birgit und Christina beim Picknick

Riobamba, yo no soy marinero, soy capitan

Um 05:45 Uhr hieß es Aufstehen, um an der Yogastunde teilzunehmen. Wir entspannten und streckten uns mit einem atemberaubenden Blick auf den erwachenden Regenwald. Bis zum Frühstück führten wir die Entspannung in den Hängematten fort.

Nun hieß es Abschiednehmen von Matildo… es war tränenreich und hatte die Vertreibung aus dem Paradies, nein Dschungel, zur Folge. Unser heutiger Tag stand ganz unter dem Thema: Busstimmung. Bei einem Zwischenstopp in Puyo erstanden wir Hängematten und leichtes Kunsthandwerk. Eine ausgiebige Mittagspause legten wir in Baños ein, bei welcher es Rösti für alle gab. Für diese beiden Stopps unterbrach unsere Heldin ihren Dornröschenschlaf für einen Moment.

Auf eigene Faust machten wir uns nach unserer Ankunft in Riobamba auf, um die Stadt zu erkunden und vereinten uns erneut zum Abendessen beim Italiener, auf Wunsch einiger Reisender :).

09 Dez. 2009 • Riobamba - Cuenca

Mischung aus Inka - & Cañarikultur
Bereit für die Zugfahrt

Gen Süden

Heute mussten wir früh am Morgen aufstehen, da unser Zug bereits um 06:30 Uhr in Riobamba losfuhr. Mit 30 Sachen rasten wir nach Guamote. Während der Fahrt wurden wir heftig durchgeschüttelt, was ein erneutes Einschlafen in der Regel verhinderte. Die ersten Sequenzen unserer Telenovela "Avenida de los volcanes" wurden abgedreht.

Nach ca. 2h kamen wir in Guamote an. Es gab die ersten verzweifelten Versuche Ponchos zu erstehen. Da dies nicht gelungen ist, gaben sich einige Mitreisende mit einem Schal zufrieden. Dann fuhren wir mit dem Bus weiter über Holperstraßen nach Ingapirca. Bei einem kurzen Zwischenstopp entdeckten wir "frische" Käsebrötchen, welche ihre durchschlagende Wirkung erst am nächsten Tag voll entfalteten.

Gegen Mittag erreichten wir Ingapirca. Dort erhielten wir eine fachgerechte Führung von einer waschechten Cañari-Frau. Und schon ging es zur Panamahut-Manufaktur, in welcher wir alles über deren Herstellung erfuhren. Am Ende bestand die Möglichkeit, diese Hüte käuflich zu erwerben. Der Verkaufsschlager waren allerdings die Damenhandtaschen. Nachdem wir unseren Kaufrausch befriedigt hatten, absolvierten wir einen Stadtrundgang durch Cuenca. Um Punkt 19 Uhr standen wir dann im Dunkeln - Stromeinsparungen. Dafür genossen wir 1 bis 2 Mojitos bei Kerzenschein :).

10 Dez. 2009 • Cuenca

 Hans-Peter macht eine Pause
Wanderung im Polylepiswald

Ein Abenteuer nach dem anderen

Nachts von piependen Ampeln und schreienden Babys wach gehalten, sind wir trotzdem früh aufgestanden und nahmen ein Express-Frühstück ein. Mit unserem Guide und dem Bus schraubten wir uns auf 4200m hoch und glitten langsam durch verwunschene schöne Hügel wieder hinab. Der Gutsherr versuchte sich in Rutschpartien.

Unterwegs säumten Lagunen den Weg, Papierbäume und… die Sonne. Wieder in Cuenca angekommen galt es mit der nächsten Herausforderung klarzukommen: FREIZEIT - ohne Gruppe. Also gab es Massagen, viel Kaffee, Shopping und Fotosafari durchs schöne Cuenca. Abends dann wieder vereint gespeist. Der Geldautomatentest führte sogar zu einer verspeisten Karte, deren Verdauung komische Abbuchungen zur Folge hatte. Aber Ende gut, alles gut :)… nach Sperrung per Anruf ging es ohne Absacker ins Bett, denn die Nacht sollte kurz werden.

Die Ampel und das Baby zeigten dafür jedoch wenig Verständnis und auch das Packen war wegen Stromrationierungen im Dunkeln sehr speziell.

11 Dez. 2009 • Cuenca

Christina in Aktion
Michael und Nimmersatt

Galapagos!!!

Gleich morgens ging es früh aus den Federn, denn wir nahmen den Flieger über Guayaquil nach Galapagos. Nach Untersuchung des Gepäcks auf Samen durften wir los, zwischen Nebel und schließlich tauchten sie am Horizont auf, die Inseln. Landung, Eintritt in den Nationalpark und schon waren die Zwerge mit Schneewitchen auf Erkundungstour.

Neben zwei Kratern, einer endemischen Galapagos Reisratte freundeten wir uns gleich mit Schnappi und Nimmersatt an. Vor allem letztere fühlte sich ungemein zu männlichen Knien hingezogen: Fotosession mit Riesenschildkröten ganz nah - unglaublich!!!

Durch einen Lavatunnel stiegen wir ins Dunkle, robbten uns auf Ellenbogen vorwärts und erblickten wieder das Sonnenlicht. In Puerto Ayora angekommen ging es kurz ins Hotel mit Meeresblick, Brandungsrauschen und Balkon, bevor wir zur Charles Darwin Station weiterfuhren. Im roten Sonnenuntergang sahen wir Lavaechsen und Schildkröten. Eine sah aus, als hätte sie etwas über den Durst getrunken oder einen erfolglosen Crash-Test hinter sich.

Bei Musik und Cocktails klang die warme Nacht aus, sanft umspielt vom Rauschen der Wellen unter dem Fenster.

12 Dez. 2009 • Puerto Ayora

Seelöwen beim Faulenzen
Galapagos Riesenschildkröte

Freizeit im Paradies

Heute schwebte wieder dieses furchteinflössende Wort über uns: Freizeit. Dabei gab es doch volles Programm. Drei Zwerge ritten über die vom übel gelaunten Schamanen aufgepeitschten Wellen zur Insel Floreana. Sie können nun Italiener mit Diamentenbrillen nicht mehr leiden und schwammen im Trüben. Aber es war ein schöner Ausflug mit vielen Tiererlebnissen.

Der Gutsherr tauchte nach neuen Gütern, recht erfolglos, während die anderen Zwerge strandeten oder dem Einkaufen fröhnten.

Abends waren wir erneut vereint und genossen leckeres Essen in einer kleinen Bude mitten auf der Dorfstraße. Dornröschen und Schneewittchen ergaben sich dem Schlaf während sich die Helden an Piña Colada und Mojito labten. Alles zur seelischen Vorbereitung auf DIE FAHRT nach Isabela. Gute Nacht!

13 Dez. 2009 • Puerto Ayora

Wer erwartet uns am Dock?
Eine Bootsfahrt, die ist lustig

Strand und so…

Heute wurde zur Abwechslung mal ausgeschlafen… auf den letzten Drücker trafen wir uns alle beim Frühstück und zogen dann in den Ort in die Geschäfte und Internetcafés. Gegen Mittag legte unser Schnellboot ab. Dornröschen und Scheewittchen legten schöne gelbe und blaue Ponchos an, um den Wellen zu trotzen, wurden jedoch trotzdem klitschnass. Während jeder auf seine Weise gegen die Seekrankheit kämpfte, konnte auch die Frischluft Lucca T. nicht helfen. Er wurde immer weißer…. Und dann kamen wir auf Isabela an. Wir liefen zu unserem Hostal und erweckten so wieder alle Lebensgeister. Die Zwerge verteilten sich in alle Richtungen, um das kleine Dorf und vor allem den kilometerlangen weißen Sandstrand zu erkunden.

14 Dez. 2009 • Puerto Villamil

Ludwig
Hans-Peter

Mauer der Tränen und Strand :)

Wir sind zu früh aufgestanden, um auf der Plattform über dem Pazifik den Tag mit Yoga und dem Sonnengruß zu beginnen - bei Sonnenaufgang. Die Sonne blieb auch den ganzen Tag bei uns. Während des ausgiebigen Frühstücks bei Gardenia mit etwas von allem. Die Zähne sind noch ungeputzt - schließlich kennen wir uns nun schon genug.

Es wurde genug Sonnenschutz aufgetragen und schon ging´s los. Esteban, unser Guide, führte uns zur Mauer der Tränen. Galapagos entpuppt sich als ehemalige Strafkolonie. Glücklicherweise erfuhren wir, dass die Strafgefangenen inzwischen resozialisiert sind und teilweise Galapagos bevölkern.

Bei sengender Hitze erklommen wir auf dem Rückweg den Aussichtspunkt und verschaffen uns einen ersten Überblick über die Insel. Durch einen Mangroventunnel kamen wir zu einem geheimnisvollen Strand. Eine Robbe schwamm Schule. Ob wir den dort verborgenen Schatz gefunden haben oder nicht, dazu möchten wir uns an dieser Stelle nicht äußern.

Rechtzeitig trugen wir "Anti-Sex" auf, um den "Playa del Amor" unbeschadet zu überstehen. Die zahlreichen Galapagos Meerechsen (Leguane) begrüßten uns mit gewohntem Gleichsinn.

Schließlich hielt uns nicht einmal ein Riesen-Rochen davon ab, uns in die Fluten zu stürzen. Den Nachmittag genossen wir in Freier Wildbahn am Strand. Am Abend wurden wir vorzüglich bekocht und versackten schließlich in der Coco-Bar.

15 Dez. 2009 • Puerto Villamil

Fertig zum Abtauchen
Nächtliche Weihnachtsstimmung

Unter Wasser

Ausgiebiges Frühstück a la Gardenia: lecker und reichhaltig. Dann wanderten wir zu Jaci´s Traumvilla. Es gab eine Englischstunde, wir liehen Schnorchelsachen im Separé aus und es folgte eine Modenschau auf Lavagestein. Wet-Suit-Contest.

Bei Nieselregen bestiegen wir unser Boot…. und tauchten dann ab. Wir sahen viiiiiiiiiele Leguane, Rochen, Schildis, Moränen, blaue Seesterne und viel mehr. Eine Welt der Träume. Der Gutsherr und Dornröschen posten eifrig, um diesen Tag für die Nachwelt zu erhalten.

Trotz Regens froh gelaunt und frierend stach das Boot in See zur einsamen Insel Tintoreras, dem Ruhegebiet des Weißspitzen-Riffhaies. Mit seinen majestetischen Bewegungen zog er alle Zwerge in seinen Bann. Ein röhrender "Alles im Blick - Macho" bewachte Babyrobben beim Spielen. Hier gibt es die größten Meeresechsen des ganzen Archipels: Revierverteidiger in rot-grün mit Wackel-Dackel- Imitation. Am Ende sahen wir auch noch einen Blaufußtölpel, bevor es zurück an Land ging und es Freizeit gab. Nun ist sogar Dornröschen wach.

Am Abend gab es cervezas in Kombi, dann besuchten wir Betos Bar und unvergessen bleiben die Stunden in der Coco Bar mit Piña Colada und einer Serie von Mai Tais. Nach viel Lachen sind wir nachts in See gestochen: Baden im Dunkeln mit Schlammschlacht und blauen Flecken. Ausklang in Miguels Party Lounge mit Tetrapack-Wein (Autsch!). Kurze Nacht gefolgt von Dehydrierung.

16 Dez. 2009 • Puerto Villamil

Am Krater des Sierra Negra
Roswitha und Sandra machen Pause

Sierra Negra

Heute ging es auf zum Vulkan Sierra Negra. Mit Pick Ups fuhren wir auf die Hochebene des noch aktiven Vulkans und zu Fuß ging es dem zweitgrößten Krater der Erde entgegen.

Der Weg führte uns am Kraterrand entlang bis zu den Lavafeldern des Vulkans Chico, welche uns an eine Mondlandschaft erinnerten. Dort konnten wir nach schweißtreibender Überquerung und Aufstieg zum höchsten Punkt die Aussicht über die Insel und Elizabeth Bay genießen. Dann traten wir den mittlerweile matschigen Rückweg an.

Nach 6 Stunden war die Wanderung beendet und wir fuhren per Pick Up zurück - jedoch nicht ohne einen Stopp bei einer Lagune einzulegen, um Flamingos bei der Futtersuche zu beobachten. Insgesamt ist festzustellen, dass man die Arschbacken zusammenkneifen musste und dass wir nicht gerade graziös wie die Rehe durchgestartet sind. Es folgte allgemeines Ausruhen im Hotel und am Strand.

17 Dez. 2009 • Puerto Villamil

Unsere Mädels
Meeresechse

Ausruhen

Oh, oh, der letzte Tag nähert sich, obwohl wir das versuchen gekonnt zu überspielen. Wir shippern bei ganz ruhigem Meer zurück zur Insel Santa Cruz und checken ein. Den heutigen Tag wollen wir gemeinsam am Strand verbringen, da macht uns auch die graue Wolkendecke gar nichts aus. Die Tortuga Bay ruft.

Der schneeweiße Sand und das türkisblaue Wasser belohnen uns für den langen Spaziergang hierher… wunderschön!!! Die Helden starten eine Fotosafari, während die weiblichen Zwerge den Strand langspazieren. Es folgt ein gemeinschaftlicher Mittagsschlaf direkt am Strand, bevor sich alle in die Fluten stürzen.

Auch die Tierwelt enttäuscht uns nicht… die Wellen sind voll von Meeresschildkröten, ein Blaufußtölpel bietet eine kleine Show-Einlage und die Meeresechsen räkeln sich im Sand. Herrlich.

Zum Abschluss essen wir wieder auf der Dorfstraße und gehen zur Bar, um Caipirinhas zu uns zu nehmen und ordentlich zu tanzen :).

18 Dez. 2009 • Frankfurt - Puerto Ayora

Birgit auf dem Santa Ana Hügel
Leguane in Guayaquil

Abschied

Der Abschied hing in der Luft. Wir frühstückten das letzte Mal gemeinsam und machten uns fix auf den Weg zum Flughafen der Insel Baltra. Überraschung: Das System der Fluggesellschaft viel aus und so gab es doch noch Zeit zum Postkarten schreiben und zum Souvenirkauf. Die Gespräche wurden weniger… als ob jeder versuchte nun auf einmal wieder ohne die Gruppe klarzukommen ;).

In Guayaquil erkundeten wir die Stadt ein wenig zu Fuß. Die Leguane waren sehr interessiert und Lucca T. hätte beinahe da bleiben müssen. Am Süßigkeitenstand kamen wir natürlich nicht vorbei - eine Kaffeepause hob die Stimmung ein wenig und erweckte die letzten Kräfte, um den Santa Ana Hügel erklimmen zu können. Ein herrlicher Ausblick belohnte uns und wir ließen uns den Wind um die Nase wehen. Im Grand Hotel ließ sich der Abschied dann wirklich nicht mehr aufschieben:
Schneewittchen nahm ihre Koffer und fuhr zum Flughafen, während die Zwerge noch gemeinsam aßen und sich auf den Atlantikflug vorbereiteten.