Reisetagebuch viActive Ecuador Galapagos - 26.11.2009
Reisebericht | Tour vom 26.11. - 19.12.2009
"Wenn die sieben Zwerge mit Schneewittchen reisen, dann lacht der Himmel.
Das Sprichwort sollte wohl so geändert werden, nicht wahr? Meine lieben Zwerge, es war eine wunderbare Reise. Was haben wir zusammen gelacht, Unsinn ausgeheckt und Spielplätze ausprobiert. Wir haben viel zu viel Schokolade gegessen und alles mit viel Phantasie zu unserem höheren Zweck, der neuen Telenovela "Avenida de los volcanes" aufgearbeitet. Ecuador bietet ja auch die perfekte Kulisse für all das.
Ich hoffe, die schönen Erinnerungen verblassen nicht allzu schnell vor dem Grau, in welches sich der Alltag manchmal kleidet :). Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und viel Erfolg auf den Wegen, auf das ihr die für euch richtige Abzweigung wählt für euer Leben.
Grüsse aus dem Märchenland Ecuador,
Euer Schneewittchen"
Es waren 17 Flugstunden, 13000km - eine andere Welt empfing uns. Alles hörte sich auf einmal Spanisch an in dieser Millionenstadt mit dörflichem Flair. Bei ca. 28 Grad Celsius genossen wir einen herrlichen Ausblick auf Quito von allen Seiten und erkundeten das historische Stadtzentrum. Quito zeigte sich von seiner lebendigsten Seite - alles war für den Geburtstag der Stadt herausgeputzt und leuchtete in Rot und Blau. Staendig flitzten "Chivas" durchs Bild und machten laute Musik. In Anbetracht unseres Schlafmangels entschieden wir jedoch das Tanzen auf nächste Woche zu verschieben :).
Spruch des Tages:Roswitha:"Kaninchen sind ja eigentlich genau wie Ratten."
Nun machten wir uns auf den Weg zum Äquator. Dort führten wir eine Reihe physikalischer Experimente durch. Das Ei balanciert am Äquator besser, obwohl Christina feststellte, dass dieses in sich schief ist.
Es ging auf die Nordhalbkugel nach Maquipucuna. Mit unserem Guide Carlos machten wir uns auf zu einer Expedition. So große Blätter hatten wir noch nie gesehen. Der rote Punkt war übrigens ein Vogel :). Hans Peter gab uns einen Bio-Einführungskurs bei Zitronencola und die Schoko-Massagen zauberten Lächeln auf die Gesichter unserer chicas.
Spruch des Tages:Michael:"Der Sozialismus blendet heute aber!"
Lama-Annäherungsversuche und Spielplatz getestet. Lapingachos zum Mittagessen. Danach nicht mehr in den Bus gepasst - Strafsitzen auf Ministühlen. STOP 14 bis 16 Uhr Verdauungshoppeln auf dem Weg zur Hacienda. Rüttelstopp. Tote Oma (Blutwurst) war bis dahin auch verdaut. STOP 16-17 Uhr beim Begrüßungscocktail, Canelazo, Konzept zur Telenovela "Avenida de los volcanes - Straße der Vulkane" entwickelt. In den Rollen: Hans Peter, alias Gutsherr Don Juan (mit Vorliebe für Rosen, gutmütig aber streng) Rowitha, alias Rosita (Schöne und Böse, aus steuerlichen Gründen Ehefrau von Lucca T.) Sandra, alias Juanita ("Aschenputtel", unsterblich verliebt in Don Juan)
Birgit, alias Flor(Köchin und Gärtnerin von Don Juan, heimlich verliebt in Miguel, Freundin von Juanita) Michael, alias Miguel(unehelicher Prinz, arbeitet als Stallknecht bei Don Juan. Rettete Flor aus der Gosse) Christina, alias Birgit P.(Gaststar, sportliche, aber drogensüchtige Geliebte von Lucca T.)
Ludwig, alias Lucca T. (Rositas Ehemann, italienischer Gigolo) Susann, alias Sue Ellen (2. Geliebte von Lucca T., Verbindung zum Kolumbianischen Drogensyndikat, ist in Wirklichkeit jedoch James Bond)
Kurz zusammengefasst, jede Menge Spaß und Blödsinn - wie ihr vermutlich schon gemerkt habt. Dies war Folge 1 - Fortsetzung folgt. STOP
18:30 bis 19:15 Uhr - Reitausflug auf morgen verschoben. Einladung zum Fußballmatch Ecuador - Deutschland abgelehnt, aus Wetter- & Spaziergangsgründen. Spaziergang im Nebel mit spektakulärem Licht. Cotopaxi gesehen (Birgit und Sandra nicht). STOP
Vom Parkplatz aus gingen wir los und verschwanden langsam in den Wolken. Wir folgten den Brotkrumen bis eine Hütte vor uns auftauchte...schließlich erklommen wir die 5000m des Cotopaxi, mussten dann jedoch umkehren, weil der Andenwolf die restlichen Krumen gefressen hatte. Verhageltes Picknick an der Lagune Limpiopungo, bevor wir durch die Fluten der reißenden Flüsse zurücktauchten.
Dann geschah die Metamorphose - wir wurden zu Chagras (Cowboys) und sattelten auf wilde Mustangs um. Michael startete die Synapsenfehlzündung, worauf der Zündmechanismus der Pferde versagte und den 3. Gang außer Gefecht setzte. Glücklich "reiteten" wir auf den Cotopaxi im gleißenden Sonnenlicht zu...und wenn sie nicht gestorben sind, dann reiten sie noch heute.
Nach der Ankunft in Quilotoa bezogen wir unsere Zimmer im Hostal von José. Dann ging es voller Elan zum Kratersee hinunter. Geradezu ein Promenadenspaziergang :). Alle Teilnehmer waren fest davon überzeugt den Auf- und Abstieg ohne Esel meistern zu können. Allerdings hatte niemand mit dem Einsatz von heftigen Regenschauern gerechnet. (Anmerkung: Hugo, unser kleiner einheimischer Begleiter, meinte: Heute wird es nicht richtig regnen, als die ersten Tropfen fielen.)
Am Abend saßen wir um den Ofen und tranken Tee. Es gab Meerschweinchen zu Probieren und danach Canelazo. Die Dorfband spielte auf und wir tanzten alle ausgelassen, bis wir glücklich und müde ins Bett fielen.
Spruch des Tages:Christina:"Jetzt lass mich doch auch mal genervt sein!"
Heute drückten wir die Schulbank und stimmten sogar auf speziellen Wunsch hin die deutsche Nationalhymne an. Und schon ging es auf nach Baños. Wir freuten uns auf Ruhe, Entspannung und wärmere Gefilde. Unterwegs gabs Schokolade - Bio natürlich.
Als erstes haben wir heiß und kalt "gethermt" bis uns förmlich der Stöpsel aus dem Froschbecken abgezogen wurde. Seltsame Weise kamen Stimmen aus dem Verbindungsrohr, die klar Sandras Namen riefen... Um den Luxus auszunutzen ließ sich fast die gesamte Gruppe mit Massagen verwöhnen - seeeehr gut! Tiefen-entspannt gingen wir zum Abendessen. Danach schafften wir es tatsächlich in eine Bar. Tischfußball, Bier und Pisco Sour beschlossen den Abend. Spruch des Tages:
Ludwig prägte das geflügelte Wort der Reise:"Woooss? Salsakurs?"
Dann kamen die Todessprünge: unser Fahrer Edward stürzte sich angeseilt in die Tiefe und Hans-Peter, Roswitha und Susann stürzten sich sogleich hinterher. Anschließend ging es mit der Gondel zum Brautschleier-Wasserfall. Dann kam unsere lustige Mittagspause. Abstieg zum Teufelskessel, wo es nichts zu Essen gab, dafür jedoch eine Himmelsleiter, welche wir erklommen. Wir klopften an und entkamen heldenhaft dem Fegefeuer.
Schließlich aßen wir doch und rasten super schnell auf unseren Drahteseln über 5 Berge +1 (für 5 Zwerge und Schneewittchen) nach Puyo. Dort tranken wir Bier in einer kleinen Tienda, aßen und warfen wir Schokokuchen aus Versehen. Der Tag klang im wunderbaren tropischen Garten unseres Hotels aus. Nur ein Gast verlief sich komplett im grandiosen Komplex und Umgebung auf der Suche nach dem Internet. Birgit probierte unter Lachen ein paar Pisco Sour.
Wir kurvten nach Tena, warfen Balast ab und verabschiedeten uns von Edward :(. Sehr zur Freude von Julio fanden wir die größten Gummistiefel Ecuadors, bevor der Zwergen-Truppentransport in den Dschungel abfuhr. Wir bezogen unser Quartier und starteten sogleich eine Wanderung mit übergroßen Hula-Hupp Reifen. Auf unserem Weg ärgerten wir Mimosen und gelangten schließlich zu einer romantischen Dschungellagune. Wir badeten und besiegten die ecuadorianische Nationalmannschaft im Steinweitwurf.
Unser Gutsherr, Don Juan, steuerte uns heldenhaft auf Luftkissen durch die reißende Strömung, auch wenn er dafür Schwielen an den Händen riskierte. Das Volk tobte, während er sogar einen seiner speziellen "Bio for Run aways Kurse" gab.
Wir duschten im Dunkeln mit und ohne Wasser und genossen die Geräuschkulisse in der Hängematte. Candle Light Dinner mit Schoko-Nachtisch und magenfreundlichem Bier aus dem nicht vorhandenen Kühlschrank rundete den Tag ab. Nur unsere Kamara musste nach ihrem fast Ertrinken auf der Intensiv-Station eingeliefert werden. Die Schreie eines riesigen halbdünnen Entenfrosches begleiteten uns noch für lange Zeit. Spruch des Tages:
Birgit:"Der Kuli hat gesprochen!"
2 Externe wurden angedockt und die passende Kriegsbemalung in natürlicher Permanentfarbe (tiefrot) aufgetragen. Die Zwergenreihenfolge wurde eingehalten. Aus Schneewittchen wurde Joker und wir gelangten in einen Märchenwald.
Verwunschene Treppenstiege und rauschende Wasserfälle erklommen wir. Eine als Anaconda getarnte Elfe drohte die gesamte Gruppe zu verschlingen, was nur durch den heldenhaften Einsatz einer Mitreisenden abgewendet wurde. Der Preis waren zahlreiche Abschürfungen. Der Schreck wurde durch einen hohen Wasserfall in einer prasselnden Wassermassage aufgelöst.
Anschließend surften wir auf Gummistiefeln die Dschungelabhänge hinunter. Spritzendes Drachenblut schloss die Wunden unserer Heldin. Unsere Männer, die ihre Worte bereits aufgebraucht hatten, legten sich direkt in die Hängematte (Gutsherr besonders ermattet). Die Frauen aßen Bananen, bekämpften Spinnenphobien und starteten ein Kommunikationsritual.
Es folgte eine Yogastunde auf dem Hängemattendeck mit Baby- & Katzenschaukel. Der Tag klang entspannt mit Enriques Schamanengeschichten aus. Danach gab es ein erstes Brainstorming für die Dschungelfolge der Straße der Vulkane bei warmem Bier und Kerzenlicht. - Die Kamera liegt noch immer auf der Intensivstation.
Raus aus den Gummistiefeln, rein in die Flip Flops und ab ging´s zum Rafting. Fast wurde uns die Heldin des Vortages von einem heiratswütigen Ecuadorianer abspenstig gemacht. Danach gelang es uns das "Flugzeug Briefing" zügig abzuschließen. Alle Teilnehmer sassen am Notausgang! Es ging ab in die Fluten und die Evakuierung wurde sogleich geprobt.
Wir rafteten unter Aufbietung unserer letzten Kräfte durch die, vom übelgelaunten Schamanen-Azubi (in Gestalt einer Anaconda) aufgepeitschten, Wellentürme. Wir umschifften meterhohe Felsen, da Schneewittchen, vom Zaubertrunk beseelt, das Wasser teilte. Trotzdem gab es zahlreiche kleinere Verletzungen: ein übel durch ein Auge maltratierter Ellenbogen, ein von einer Nase abgetrenntes Paddel T-Stück (T-Grip) und auch der Daumen von Schneewittchen widersetzte sich der Evakuierung und erlitt so tiefblaue Schattierungen. Die Knie von beinahe allen leuchteten tiefrot.
Anschließend machten wir einen Wheely (kleine Auffassungsdifferenzen wurden in der Gruppe sichtbar). Es folgte ein einhändiger Rodeoritt über tiefe Eselsrippen. Die letzten Kilometer legten wir schwimmend zurück, weil unser Guide das Boot türmend verließ, als er bei der Vortagsheldin entgültig Schiffsbruch erlitt :). Das Boot trugen die zurückgekehrten 3 Helden auf dem Kopf ins Ziel. Wir cruisten mit einem Pick-Up in die Wildnis und versuchten dabei kein Bier zu verschütten. In Shangrila angekommen lauschten wir bis in die Nacht den Gitarrenklängen des Gutsherren, der sein verborgenes Talent zu Tage brachte. Spruch des Tages:
"Es ist kein einziger Stern zu sehen - die hat wohl die Musik alle verscheucht." anonym
Unsere Heldin (wir erinnern uns an den heiratswütigen Ecuadorianer) bekam in einer Zeremonie lebenden Dschungelschmuck ans Handgelenk gezaubert. Auch Schnüre knüpften neue Verbindungen. Wir entkamen nur knapp dem Angriff eines sich schlängelnden Ungetüms.
Dann wurde es eng, dunkel und feucht. Fledermäuse surrten über unseren Haaransatz hinweg. Mit akrobatischen Verrenkungen stemmten wir uns langsam wieder in die Welt zurück. Es folgte Matildos Überlebenskurs im Dschungel: essen von Zitronenameisen, fischen für große Hochzeitsfeiern, und Schamanengrundausstattung gegen die Wehwehchen der Tropen. Durch klaustrophobische Felsspalten kletterten wir unter Einsatz aller Körperteile langsam nach oben und trafen auf unglaubliche Hitze.
Nach dem Mittagessen blieb Nr.1 in der Hängematte. Die anderen stürzten sich in die schleunigen Fluten des Rio Anzu. Wir hielten auf den Reifen im Dorf Santa Monica an - plitschnass bis auf die Knochen konnten wir der Versuchung einer Schaukel nicht widerstehen. Nachdem wir den Fußballplatz passierten, folgten wir der Einladung ins Haus der Dorfmutter Monica, wo uns Matildo mit einem Abriss der Dorfgeschichte beglückte, bei Energietee und Chicha (Yucabier). Draußen tobte das Unwetter und wir kauften Schmuck. Wir ruderten durch aufgepeitschte Wellen Shangrila entgegen. Nachdem wir uns aus dem Treibholz befreit hatten, erklommen wir ein interessantes Stück Dschungelarchitektur aus verschiedenen Epochen.
Den Abend verbrachten wir bei Kerzenlicht mit Drachenbluttherapien gegen Sonnenbrand und Zitronencola. Eric und Erica Clapton spielten ihren Welthit Hotel California nur für uns, während unser Dornröschen einen Schlafweltrekord aufstellte. Spruch des Tages:
Christina:"Helden sind für alle da!"
Nun hieß es Abschiednehmen von Matildo... es war tränenreich und hatte die Vertreibung aus dem Paradies, nein Dschungel, zur Folge. Unser heutiger Tag stand ganz unter dem Thema: Busstimmung. Bei einem Zwischenstopp in Puyo erstanden wir Hängematten und leichtes Kunsthandwerk. Eine ausgiebige Mittagspause legten wir in Baños ein, bei welcher es Rösti für alle gab. Für diese beiden Stopps unterbrach unsere Heldin ihren Dornröschenschlaf für einen Moment.
Auf eigene Faust machten wir uns nach unserer Ankunft in Riobamba auf, um die Stadt zu erkunden und vereinten uns erneut zum Abendessen beim Italiener, auf Wunsch einiger Reisender :).
Nach ca. 2h kamen wir in Guamote an. Es gab die ersten verzweifelten Versuche Ponchos zu erstehen. Da dies nicht gelungen ist, gaben sich einige Mitreisende mit einem Schal zufrieden. Dann fuhren wir mit dem Bus weiter über Holperstraßen nach Ingapirca. Bei einem kurzen Zwischenstopp entdeckten wir "frische" Käsebrötchen, welche ihre durchschlagende Wirkung erst am nächsten Tag voll entfalteten.
Gegen Mittag erreichten wir Ingapirca. Dort erhielten wir eine fachgerechte Führung von einer waschechten Cañari-Frau. Und schon ging es zur Panamahut-Manufaktur, in welcher wir alles über deren Herstellung erfuhren. Am Ende bestand die Möglichkeit, diese Hüte käuflich zu erwerben. Der Verkaufsschlager waren allerdings die Damenhandtaschen. Nachdem wir unseren Kaufrausch befriedigt hatten, absolvierten wir einen Stadtrundgang durch Cuenca. Um Punkt 19 Uhr standen wir dann im Dunkeln - Stromeinsparungen. Dafür genossen wir 1 bis 2 Mojitos bei Kerzenschein :).
Unterwegs säumten Lagunen den Weg, Papierbäume und... die Sonne. Wieder in Cuenca angekommen galt es mit der nächsten Herausforderung klarzukommen: FREIZEIT - ohne Gruppe. Also gab es Massagen, viel Kaffee, Shopping und Fotosafari durchs schöne Cuenca. Abends dann wieder vereint gespeist. Der Geldautomatentest führte sogar zu einer verspeisten Karte, deren Verdauung komische Abbuchungen zur Folge hatte. Aber Ende gut, alles gut :)... nach Sperrung per Anruf ging es ohne Absacker ins Bett, denn die Nacht sollte kurz werden.
Die Ampel und das Baby zeigten dafür jedoch wenig Verständnis und auch das Packen war wegen Stromrationierungen im Dunkeln sehr speziell.
Neben zwei Kratern, einer endemischen Galapagos Reisratte freundeten wir uns gleich mit Schnappi und Nimmersatt an. Vor allem letztere fühlte sich ungemein zu männlichen Knien hingezogen: Fotosession mit Riesenschildkröten ganz nah - unglaublich!!!
Durch einen Lavatunnel stiegen wir ins Dunkle, robbten uns auf Ellenbogen vorwärts und erblickten wieder das Sonnenlicht. In Puerto Ayora angekommen ging es kurz ins Hotel mit Meeresblick, Brandungsrauschen und Balkon, bevor wir zur Charles Darwin Station weiterfuhren. Im roten Sonnenuntergang sahen wir Lavaechsen und Schildkröten. Eine sah aus, als hätte sie etwas über den Durst getrunken oder einen erfolglosen Crash-Test hinter sich.
Bei Musik und Cocktails klang die warme Nacht aus, sanft umspielt vom Rauschen der Wellen unter dem Fenster.
Der Gutsherr tauchte nach neuen Gütern, recht erfolglos, während die anderen Zwerge strandeten oder dem Einkaufen fröhnten.
Abends waren wir erneut vereint und genossen leckeres Essen in einer kleinen Bude mitten auf der Dorfstraße. Dornröschen und Schneewittchen ergaben sich dem Schlaf während sich die Helden an Piña Colada und Mojito labten. Alles zur seelischen Vorbereitung auf DIE FAHRT nach Isabela. Gute Nacht!
Eine Stunde war der Ludwig krank, nun lacht er wieder, Gott sei Dank.
Es wurde genug Sonnenschutz aufgetragen und schon ging´s los. Esteban, unser Guide, führte uns zur Mauer der Tränen. Galapagos entpuppt sich als ehemalige Strafkolonie. Glücklicherweise erfuhren wir, dass die Strafgefangenen inzwischen resozialisiert sind und teilweise Galapagos bevölkern.
Bei sengender Hitze erklommen wir auf dem Rückweg den Aussichtspunkt und verschaffen uns einen ersten Überblick über die Insel. Durch einen Mangroventunnel kamen wir zu einem geheimnisvollen Strand. Eine Robbe schwamm Schule. Ob wir den dort verborgenen Schatz gefunden haben oder nicht, dazu möchten wir uns an dieser Stelle nicht äußern.
Rechtzeitig trugen wir "Anti-Sex" auf, um den "Playa del Amor" unbeschadet zu überstehen. Die zahlreichen Galapagos Meerechsen (Leguane) begrüßten uns mit gewohntem Gleichsinn.
Schließlich hielt uns nicht einmal ein Riesen-Rochen davon ab, uns in die Fluten zu stürzen. Den Nachmittag genossen wir in Freier Wildbahn am Strand. Am Abend wurden wir vorzüglich bekocht und versackten schließlich in der Coco-Bar.
Bei Nieselregen bestiegen wir unser Boot.... und tauchten dann ab. Wir sahen viiiiiiiiiele Leguane, Rochen, Schildis, Moränen, blaue Seesterne und viel mehr. Eine Welt der Träume. Der Gutsherr und Dornröschen posten eifrig, um diesen Tag für die Nachwelt zu erhalten.
Trotz Regens froh gelaunt und frierend stach das Boot in See zur einsamen Insel Tintoreras, dem Ruhegebiet des Weißspitzen-Riffhaies. Mit seinen majestetischen Bewegungen zog er alle Zwerge in seinen Bann. Ein röhrender "Alles im Blick - Macho" bewachte Babyrobben beim Spielen. Hier gibt es die größten Meeresechsen des ganzen Archipels: Revierverteidiger in rot-grün mit Wackel-Dackel- Imitation. Am Ende sahen wir auch noch einen Blaufußtölpel, bevor es zurück an Land ging und es Freizeit gab. Nun ist sogar Dornröschen wach.
Am Abend gab es cervezas in Kombi, dann besuchten wir Betos Bar und unvergessen bleiben die Stunden in der Coco Bar mit Piña Colada und einer Serie von Mai Tais. Nach viel Lachen sind wir nachts in See gestochen: Baden im Dunkeln mit Schlammschlacht und blauen Flecken. Ausklang in Miguels Party Lounge mit Tetrapack-Wein (Autsch!). Kurze Nacht gefolgt von Dehydrierung.
Der Weg führte uns am Kraterrand entlang bis zu den Lavafeldern des Vulkans Chico, welche uns an eine Mondlandschaft erinnerten. Dort konnten wir nach schweißtreibender Überquerung und Aufstieg zum höchsten Punkt die Aussicht über die Insel und Elizabeth Bay genießen. Dann traten wir den mittlerweile matschigen Rückweg an.
Nach 6 Stunden war die Wanderung beendet und wir fuhren per Pick Up zurück - jedoch nicht ohne einen Stopp bei einer Lagune einzulegen, um Flamingos bei der Futtersuche zu beobachten. Insgesamt ist festzustellen, dass man die Arschbacken zusammenkneifen musste und dass wir nicht gerade graziös wie die Rehe durchgestartet sind. Es folgte allgemeines Ausruhen im Hotel und am Strand.
Der schneeweiße Sand und das türkisblaue Wasser belohnen uns für den langen Spaziergang hierher... wunderschön!!! Die Helden starten eine Fotosafari, während die weiblichen Zwerge den Strand langspazieren. Es folgt ein gemeinschaftlicher Mittagsschlaf direkt am Strand, bevor sich alle in die Fluten stürzen.
Auch die Tierwelt enttäuscht uns nicht... die Wellen sind voll von Meeresschildkröten, ein Blaufußtölpel bietet eine kleine Show-Einlage und die Meeresechsen räkeln sich im Sand. Herrlich.
Zum Abschluss essen wir wieder auf der Dorfstraße und gehen zur Bar, um Caipirinhas zu uns zu nehmen und ordentlich zu tanzen :).
In Guayaquil erkundeten wir die Stadt ein wenig zu Fuß. Die Leguane waren sehr interessiert und Lucca T. hätte beinahe da bleiben müssen. Am Süßigkeitenstand kamen wir natürlich nicht vorbei - eine Kaffeepause hob die Stimmung ein wenig und erweckte die letzten Kräfte, um den Santa Ana Hügel erklimmen zu können. Ein herrlicher Ausblick belohnte uns und wir ließen uns den Wind um die Nase wehen. Im Grand Hotel ließ sich der Abschied dann wirklich nicht mehr aufschieben:
Schneewittchen nahm ihre Koffer und fuhr zum Flughafen, während die Zwerge noch gemeinsam aßen und sich auf den Atlantikflug vorbereiteten.
20.01.12Dorothea
Ich bin immer noch überwältig von der spannenden und erlebnisreichen XXL-Tour. Es war eine super Reise und eine ebenso tolle Gruppe. Jeder Teil der Reise...
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Stefanie