Reisetagebuch viActive Ecuador Galapagos - 05.11.2009
Reisebericht | Tour vom 05.11. - 28.11.2009
"Diese Galapagos-Reise über Land war eine spezielle Erfahrung! Genauso für mich, als auch für die Touristen.
Beim Schnorcheln hatten wir Begegnungen mit Murenen, Rochen, Schildkröten, einem Seelöwen und jeder Menge bunter Fische.
Die Gruppe war voller Energie. Es war ein sehr angenehmes Klima in der Gruppe - was vielleicht auch das Wetter so positiv beeinflusst hat."
Im Anschluss ging es für uns in das viventura Büro indem wir das Team aus Ekuador kennenlernen durften und wir auch mit traditionellen, ekuadorianischen Leckereien gestärkt wurden. Am Abend gab es nochmal eine interessante Stadtführung durch die Altstadt Quitos. Am Abend gingen wir erschöpft in unser Hostal und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.
Danach ging es Richtung Bergnebelwald nach Nanegal. Unterwegs haben wir den Äquator von Nord nach Süd passiert. Aus Herbst wurde also Frühling – zumindest in der Schultheorie. Die Landschaft war unglaublich beeindruckend. Wir waren umgeben von hohen Bergen, bewachsen mit den unterschiedlichsten Sträuchern und Bäumen. Dank Eddy haben wir auch auf der Fahrt viel erfahren über das Zusammenspiel der Natur in dieser Gegend.
Nachdem uns unsere Fahrerin Chary auch das letzte Stück abenteuerliche Straße heil zur Lodge gebracht hatte, waren wir zunächst recht sprachlos. Mitten im Bergnebelwald, weit weg von den Geräuschen der eben verlassenen Stadt Quito, erwartete uns unsere Unterkunft, eine aus Bambus erbaute Lodge mit sehr schön eingerichteten Zimmern und Unmengen umherflatternder Kolibris.
Nach einem leckeren Mittagessen ging es mit unserem Guide Carlos auf eine fast dreistündige Wanderung. Unterwegs gab es wieder schöne Ausblicke über die Berge, viele schöne Blüten – einige kannte man in der Miniaturvariante von Zuhause, eine Bananenspinne – Achtung giftig! – und zwei grüne Anden-Tukane zu sehen.
Am Abend gab es für ein paar Neugierige eine erholsame Schokoladenmassage und zum Ausklang des Abends in gemütlicher Runde für jeden ein Stück Geburtstagsbananenkuchen.
Spruch des Tages:Spruch des Tages: Was wir heute gelernt haben: - Manuela: “Deutschland ist ein Billig-Einkaufsland” - Eddy: “Chary, warum kennst Du nur die Namen der Männer aus der Gruppe?” - Tarzan spielte in Ecuador und nicht in Afrika.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Hacienda Porvenir nahe dem Nationalpark Cotopaxi. Unterwegs halten wir kurz an der “La Mitad del Mundo”, dem Ort, an dem 1736 Charles-Marie de la Condamir diverse Messungen vorgenommen hatte, um nachzuweisen, dass hier die Äquatorlinie verlaufen müsste. Auch wenn es sich mittlerweile aufgrund moderner GPS-Messungen herausgestellt hat, dass sich die Linie tatsächlich einige hundert Meter weiter vom dortigen Monument befindet, ist uns der “Mittelpunkt der Erde” einen Fotostop Wert.
Gegen 14.00 Uhr erreichen wir unser heutiges Tagesziel: die heimelige Bergranch Hacienda Porvenir. Nach einer kleinen Stärkung starten wir unseren ca. 2,5-stündigen Ausritt ins Hinterland. Leider ist es heute sehr bedeckt und nebelig, sodass wir die umliegenden Vulkane nicht zu sehen bekommen. Wir sind jedoch dankbar, dass es entgegen der Vorhersagen der Einheimischen zumindest nicht regnet.
Die meisten unserer Gruppe sind was Reiten angeht blutige Anfänger, was zu viel Gelächter und Tumult führt. Ponchos und Chaps machen uns offensichtlich noch lange nicht zu guten Reitern. Durchgefroren und ohne Blessuren kommen wir nach unserem Ausritt wieder auf der Ranch an, wo wir mit Empanadas und Canelazo empfangen werden, um uns innerlich wieder aufzuwärmen.
Nach einem leckeren Abendessen bei Kerzenschein gehen die meisten schon früh zu Bett, um für unsere morgige “Cotopaxi-Besteigung” fit zu sein.
Spruch des Tages:Spruch des Tages:
"Wer's nicht im Kopf hat, verbrennt sich den Hintern.
(Unterhaltung über`s Schnorcheln)Dann geht es los, wir haben uns heute vorgenommen, den Cotopaxi bis 4.800 m oder noch ein wenig weiter zu erklimmen. Schon nach ein paar Metern muss Chary anhalten um unserer Fotolust bei der herrlich klaren Sicht auf den Cotopaxi nachzugeben.
Am Eingang des Nationalparks machen wir den Japanern nochmals kräftig Konkurrenz. Vorbei an Wildpferden, der Nationalblume Ecuadors und Pampasgras passieren wir die Vegetationsgrenze (4.300 m). Noch ein paar Serpentinen und wir sind an unserem Ausgangspunkt auf 4.500m.
Nun heißt es sein eigenes Tempo finden, nicht zu schnell anfangen und durchhalten. In dem Geröll und groben Sand sinken die Füße immer wieder ein und man stapft wie durch Tiefschnee. Die Gruppe lockert sich ein wenig. Der Eine macht eine Pause mehr der Andere geht lieber ohne Unterbrechung. Der Sand staubt und der Wind bläst uns um die Ohren. Aber insgesamt hat es das Wetter gut mit uns gemeint. Dreht man sich um hat man einen herrlichen Blick über die Ebene. Sie entstand, als beim letzten Ausbruch Anfang des Jahrhunderts die Lava eine Spalte aufgefüllt hatte.
Oben angekommen werden wir mit einer herrlichen Aussicht und einem majestätischen Cotopaxi belohnt. Einige Glückwünsche an uns selbst und einige Fotos später stärken wir uns in der Hütte bei süßem Tee, Schokolade und einer Hühnersuppe.
Nach unserer Pause wagen manche noch weitere 200 Höhenmeter, um die 5.000 zu knacken. Andere wandern noch zu einem Gletscher.
Wieder “unten” entstauben wir uns erst einmal und aus den erschöpften Gesichtern schauen wir uns mit begeisterten Augen an. Wieder in unserer kuscheligen Hacienda wartet ein nachträglicher Gipfelschnaps (Canelazo) von viventura und ein herrlich knisternder Kamin auf uns. Es donnert leicht und wir freuen uns nun, ganz gemütlich auf diesen unvergesslichen Tag zurückzublicken.
Spruch des Tages:Spruch des Tages: "Wir fotografieren genauso viel, aber schneller als die Japaner"
Die 2. Etappe des Tages führte uns zum Picknick dann nach Quilotoa, das auf einer Höhe von 3900 Metern über dem Meeresspiegel am Rande eines Kraters gelegen ist. Da natürlich der Besuch des Marktes in Latacunga nicht unter die Kategorie "Aktivitäten" fällt, stand selbstverständlich in Quilotoa noch ein kleines Fitness-Programm auf dem Tagesplan: Besuch des Kratersees, was die Überwindung von 350 Höhenmetern bedeutet.
Der Abstieg war schnell bewältigt und ließ uns das grandiose Panorama des Kraters mit seinem Durchmesser von 3,5 km mit dem in seinem Innern gelegenen See in vollen Zügen genießen. Der Weg zurück nach oben war dann um einiges beschwerlicher und so war der ein oder andere froh, dass es das Angebot gab, den Aufstieg auf dem Rücken eines Mulis erleben zu können. Zum Sonnenuntergang erreichten wir auch wieder das Dorf.
Doch das Highlight des Tages stand uns noch bevor. Voller Spannung und mit knurrendem Magen machten wir uns nun zum hauseigenen Restaurant auf. Erst einmal war Aufwärmen angesagt und für das Highlight musste auch noch ein wenig (Aus-)Gelassenheit her: Ein Punsch aus dem Saft der Quito-Tomato (Naranjilla) mit Zuckerrohrschnaps war der ideale Stimmungsmacher.
Und dann war es endlich soweit - Vegetarier und solche, die den Verzehr von Haustieren ablehnen, sollten hier nicht weiterlesen - Gehäutete und geputzte Meerschweinchen - in Ecuador eine Delikatesse - waren fein säuberlich aufgereiht auf 2 Grillspießen zu bewundern, sieben auf einen Streich. Nachdem sie etliche Runden gedreht hatten, mit Tomatenstückchen dekoriert auf einer Platte drapiert waren, konnte endlich die kulinarische Neugierde gestillt werden, allerdings mit recht unterschiedlichen Eindrücken.
Den Abschluss des Abends gestaltete eine einheimische Folklore-Gruppe, die uns mit Rhythmen aus der Region einen kleinen Einblick in deren Kultur gewährte.
Nach dem Frühstück ging es weiter in die ortsansässige Schule, in der wir die 6. Klasse besucht haben. Hier haben wir einen Einblick in das Sozialprojekt von viventura erhalten. Nach gemeinsamen Gesang machten wir uns auf den Weg nach Baños. Unterwegs machten wir Halt neben einigen Feldern, um Frühlingszwiebeln und den Anbau anderer Pflanzen zu bestaunen. Die recht einfachen Lehmhütten lassen nur erahnen, unter welch bescheidenen Verhältnissen die Einwohner leben.
In Baños angekommen, hatte am Nachmittag jeder die Möglichkeit, das beschauliche Städtchen im Tal mehrerer Berge auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend haben wir bei gemeinsamen Essen den Geburtstag von Kerstin gefeiert.
Ein abschließender Regen ließ den Abend ausklingen und bot uns einen Vorgeschmack auf die kommenden Erlebnisse im Regenwald, unserer nächsten Etappe. Spruch des Tages:
Spruch des Tages: "Felicidades en tu cumpleaños"
Von Baños aus ging es mit den Mountain-Bikes auf in den Regenwald. Einige Kilometer gefahren, kamen wir an eine Seilbahn, die über den Rio Negro sowie eine große Schlucht führte. Diesen Spaß konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen, so dass wir uns wagemutig in den Eisenkäfig wagten. Ein wunderschöner Ausblick über einen Wasserfall sowie den Fluss belohnten unseren Mut. Schon ging es weiter auf unserer Erkundungstour auf zwei Rädern.
Nach ca 15 km gelangten wir an einen Wasserfall, dessen Umgebung uns einen weiteren kleinen Ausflug wert war. Nach einer Mittagspause ging es frisch gestärkt auf die nächste Etappe der 65 km Tour. Einige von uns nahmen jedoch das Angebot an, mit dem Bus den Rest der Strecke zurückzulegen und den anderen vom Bus aus anzufeuern. Bei einer kurzen Pause konnten wir in den Genuss von frisch gepressten Zuckerrohrsaft kommen...mmmhhhh, lecker.
Danach ging es für unsere rastlosen Biker auch schon weiter auf dem anstiegsreichen Stück nach Puyo. Herausspringende Fahrradketten, fehlerhafte Gangschaltungen und gebrochende Speichen sind nur einige Hürden, die unsere Biker zu nehmen hatten. Wir sind froh, dass alle wohlbehalten angekommen sind, obwohl hartnäckiger Regen, Rollsplit und Schlaglöcher einige zusätzliche Herausforderungen darstellten.
Angekommen in dem wunderschönen Hotel inmitten des Regenwaldes wurden wir mit Begrüßungsgetränk und Papagaienlauten fuer die Anstrengungen des Tages belohnt. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Grillenzirpen und Regenwaldgeraeuschen haben wir den Tag entspannt ausklingen lassen. Spruch des Tages:
Spruch des Tages: "Dafür, dass Eddy uns so quält, haben wir auch noch bezahlt."
In Tena angekommen, wurden wir mit Gummistiefeln ausgestattet und begaben uns mit unserem Tagesgepäck für 2 Nächte auf den Pick-ups Richtung Dschungel. Die rund einstündige Fahrt wurde nur durch auf der Straße sitzende Hunde unterbrochen. Am Ziel angekommen, marschieren wir noch 10 Minuten mit unserem Gepäck zu unserer Dschungellogde, welche von der Familie von Viejito (Eduardo) geführt wird.
Wir bezogen die einfachen hergerichteten Holzhütten. Nach einer kleinen Wanderung im "Garten von der Familie" spazierten wir zum Fluss und übten uns als Goldwäscher (Sebastian, Hanka, Marlen) und mit Erfolg! Beim gemütlichen Abendessen ließen wir den ersten erlebnisreichen Dschungeltag passieren und lauschten der geräuschvollen Urwaldkulisse.
Die Wanderung geht weiter über Wasserfälle kletternd und durch einen Bach watend. Es dauert nicht lange, bis die erste von uns nicht ganz freiwillig im Wasser landete. Bald darauf stellten auch alle anderen fest, wie dicht die Gummistiefe sind...sie lassen keinen Tropfen Wasser mehr raus. Als kleinen Snack unterwegs gibt es leckere Zitronenameisen zu naschen. Schmecken wirklich nach Limette!
Als wir nach vielen Höhen und Tiefen (laut Eddy keine Steigung) endlich zum letzten Wasserfall kamen, musste auch das letzte trockene Stück Kleidung dem Wasser weichen. Voll bekleidet sprangen wir in den Pool unterm Wasserfall.
Der Rückweg zur Lodge war noch einmal eine Herausforderung. Etwa eine halbe Stunde ging es abwärts über holprige Wege mitten im Dschungel. Ein aufregend schöner Tag!
In weiteren Verlauf der Wanderung werden die Felswände an beiden Seiten des Flusses höher und schmaler. Nachdem Eddy die Wahl zwischen einen leichteren Weg und einer Klettertour durch den Canyon gestellt hatte teilte sich die Gruppe. Die Gruppe, die den leichteren Weg nahm, begegnete auf Ihrer Wanderung neben vielen „netten“ Insekten unter anderen auch eine Giftschlange, die „Falsche Lanzenotter“.
Die Gruppe, die den Canyon erkletterte, begegnete in den Felsen einer kleinen Fledermausart. Die Felsen wurden immer schmaler, trotzdem ist es ein Gerücht, dass die Felsen bei unseren 2 gutgebauten Herren sich bewegt hätten, als Sie sich geschmeidig durch die Spalte zwängten.
Nach dem Mittagessen stand noch eine Wanderung zu den Indigena-Dorf an. Bei 32 Grad im Schatten und den Anstrengungen der letzten Tage nahmen nicht alle an dieser Wanderung teil und blieben lieber in den gemütlichen Hängematten.
Die Wanderung begann mit einer Flussüberquerung im Kanu und einer ca 2-stündigen Wanderung durch den Sekundärurwald. Dadurch hatten wir an einen Tag den Vergleich zwischen den ursprünglich gewachsenen Urwald und dem nach dem Eingriff des Menschen noch übriggebliebenen Urwalds. Das machte alle in der Gruppe doch sehr nachdenklich. Zum Dorf enthalten wir uns des Kommentars.
Zurueck ging es mit Pickups, da der geringe Wasserpegel eine Kanufahrt bis zur Lodge unmöglich machte. Bemerkenswert ist auf der Rückfahrt vor allem einen Abenteuerliche Haengebruecke. Alles in allen war es wieder ein wunderschöner Tag in Ecuador.
Weiter geht die Fahrt nach Puyo. Wir schauen uns in einer Fabrik an, wie aus dem federleichten Balsaholz Figuren hergestellt werden und können anschließend Souvenirs kaufen. Die Radelstrecke von letzter Woche lassen wir bei der Ruckfahrt über Baños noch einmal Revue passieren. Danach führt uns die Panamericana vorbei an den Vulkanen Tugurahua (5023m) am frühen Abend nach Riobamba.
Bei italienischer Pizza und viel Wein verbringen den Abend.
Chary kutschierte uns dann über die gefährliche Panamericana zu den Ruinen von Ingapirca. Frierend verbrannten sich einige Mädels mit dem Andenwind. Währenddessen erklärte uns Eddy die Geheimnisse der Inka-Kultur in Ecuador. Dann fuhren wir über einen sehr hohen Pass (3.500 Meter) nach Santa Ana de los Rios de Cuenca.
Wir steuerten zunächst den "Tres Cruzes" Pass auf 4200 m Höhe an. Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick über die gesamte Umgebung und in die Täler ringsum. Anschließend fuhren wir wieder vierhundert Höhenmeter weiter nach unten und dort begann unsere Wanderung.
Der Nationalparkt besteht aus über 232 Lagunen. Der Boden ist seltsam weich, unter unseren Schuhen mit ambischen Wasser aus den Flechten und wir überquerten ständig kleine Rinnsale. Den Höhepunkt der Wanderung aber bot die Durchquerung eines kleinen Bergurwaldes, der uns allen wie ein verwunschener Märchenwald erschien, wo jeden Moment Fabelwesen zwischen den knorrigen Polilepys-Bäumen scheinen könnten. Nach etwa 2,5 Stunden waren wir wieder bei unserem Bus angelangt und fuhren zum wohlverdienten Mittagessen.
Frisch gestärkt ging es in die Altstadt von Cuenca.
Das Wetter ist nicht schön - aber mindestens 30° C sehr heiß - und wir zerfließen schon in unseren langen Hosen und Wanderschuhen. Ab Santa-Cruz-Fähranleger geht sofort unser Besichtigungsprogramm los: unsere lokale Reiseleiterin Venus, ein Bus und Fahrer erwarten uns, außerdem ein Empfangskomittee aus Fregattvögeln, Robben und Pelikanen.
Zunächst fahren wir ca. 20 Minuten südwärts zu den Los Gemelos, 2 riesige Lava-Einbrüche, wo wir über die Bedeutung der Sonnenblumenbäume um uns herum informiert werden, dazu eine Galapagos-Taube und Finken bewundern.
Der 2. Stop ist bei der Primicias Ranch, wo viele Riesenschildkröten leben. Wir entdecken welche beim Fressen. Sehr beeindruckend! Unser 3. Halt ist ein riesiger Lavatunnel. Nach nochmal 1/2 Stunden Busfahrt kommen wir nach Puerto Ayora.
Gegen 16 Uhr sind wir in unser Hotel Estrella de Mar angekommen. Nach einer kleinen Pause machten wir uns auf den Weg zur Charles Darwin Forschungsstation. Dort erhielten wir einen Einblick in das Zuchtprogramm für Landschildkröten und konnten verschiedene Arten beobachten.
Endlich sahen wir Landleguane, die zwar kleiner als erwartet waren, aber trotzdem in allen Positionen begehrte Fotomotive waren. Den Abend ließen wir mit frischem Fisch, Spaghetti, Hamburger und Bier im Restaurant ausklingen.
Während ein großer Teil der Gruppe zur Floreana-Tour lief, hatten sich Manuela und Petra für eine ausgiebige Tagesexkursion in Richtung Beagle entschieden.
Unterwegs gab es natürlich wieder sehr viele unterschiedliche Tiere zu bestaunen, wir sahen unter anderem auch einen tollen Frigatten-Vogel, dazu Krabben und Meerechsen.
Froh wieder Boden unter den Füßen zu spüren, bezogen wir unser Gardenia-Hostal und Tero Real.
Nach einer Pause ließen wir den Abend mit frischem Fisch und Bier im Hostal ausklingen.
Von der blühenden Parkinsonie trallern uns die Spottdrosseln ihr Liedchen. Alle paar Meter stolpern wir über Riesenschildkröten und Meerechsen. Und über unseren Köpfen kreisen Pelikane, Fregattenvögel und Tölpel.
Von dem Mirador "Orchilla" haben wir einen gigantischen Ausblick auf das türkisblaue Meer mit seinem kilometerlangen Strand. Die 5-stündige Wanderung beenden wir bei Sonnenschein.
Beim anschließenden Schnorcheln begegnen Manuela, Micha, Dieter und Markus viele bunten Fische. Andere Stürzen sich in die tosende Brandung des Pazifik, die sie sich mit Robben teilen. Bei allen kommt an dem schönen Sandstrand mit Kokospalmen richtiges Urlaubs-Feeling auf.
Ein paar Minuten später kamen wir auf einer Insel aus AA-Lava (AA kommt aus dem Hawaiianischen) bewachsen mit Mangroven an. Als erstes begegneten uns inzwischen alte Bekannte, die Meeresechsen. Hier gibt es auf einem kleinen Teil der Insel Exemplare bis zu einer Größe von 1,85 m.
Dann wurde es spannend. In einer mit Meerwasser gefüllten Lavaspalte sahen wir ihn, unseren ersten Weißspitzen-Riff Hai. Und schon wurden wir wieder zu Japanern. Jeder holte seine Kamera heraus, um eine Aufnahme von diesem Exemplar zu bekommen.
Ein paar Schritte weiter wurde klar, dass unser Hai kein Einzelgänger war. Hier lagen mindestens 25 Haie in diesem kleinen Kanal in der Sonne. Ein unglaublicher Anblick. Das Baden ist hier jedoch seit ein paar Jahren verboten worden – zum Schutz der Tiere.
Die Wanderung ging weiter über die unwirkliche Insel. Hier war es endlich genau so, wie man sich Galapagos vorstellt. Vulkangestein und wilde Tiere. Die Echsen waren allgegenwärtig und in einer Bucht konnten wir auch Seelöwen beobachten. Ein herrliches Schauspiel. Als dann auch noch ein Rochen durch die Bucht schwamm, war unsere Begeisterung perfekt.
Nach 1,5 h ging es wieder auf unsere zwei Boote. Nun sollte ein Schnorchelstop folgen. Auch hier wurden wir sehr positiv überrascht. Wir sahen Baracudas, Kugelfische, Rochen und sogar Meeresschildkröten. Was fuer ein Tag!
Am Ausgangspunkt unserer Tour warteten Pferde… aber nicht auf uns. Wir machten uns bei Nebel und leichtem Niesel auf zum Kraterrand. Bereits nach einer haben Stunde haben wir ca. 400 Höhenmeter geschafft und stehen vor dem drittgrößten Vulkankrater der Welt mit Ausmaßen von 9x11 km. Zunächst sahen wir ihn aufgrund des Nebels nur sehr kurz.
Wir gingen weiter und je höher wir kamen umso greifbarer wurden die Ausmaße dieses Vulkans, der im Oktober 2005 zuletzt ausgebrochen war. Nach knapp zwei Stunden teilten sich die Gruppe. Ein Teil kehrte hier um, 9 von uns gingen weiter. Wir wollten noch einen kleinen Nebenvulkan, den Vulkan Chico sehen.
Bald wurde aus der grünen Landschaft aus Guavenbäumen und Farnen eine karge Mondlandschaft. Wir liegen über rotes und schwarzes Lavagestein. Die rote Lava ist bereits älter. Hier sind die enthaltenen Mineralien über die Jahre oxidiert.
Nach einer weiteren Stunde erreichen wir den Vulkan Chico. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die Lava über den Berg und die umliegende Landschaft verteilt hat. Die Landschaft errinnert einige stark an Mordor (Herr der Ringe). Inzwischen hatte sich auch die Sonne ihren Weg zum Vulkan erkämpft und glühte nun auf den Steinen und unseren Köpfen. Also machten wir uns zügig auf den Weg zum Seifenbaum, dem einzigen Schattenspender auf dem Weg.
Dort angekommen waren wir nicht die einzigen Touristen, fanden aber dennoch einen Platz im ersehnten Schatten. Hier genossen wir unsere mitgebrachten Sandwiches und verteilten nochmals etwas Sonnencreme auf der inzwischen strapazierten und staubigen Haut.
Nun mussten wir weiter. Wir hatten noch eine Stunde bis der Bus auf uns warten würde. Wir nahmen ein ordentliches Tempo auf, denn nachdem wir unser Ziel, den Vulkan zu sehen erreicht hatten, wollten wir nur noch eines… raus aus der Sonne. Wir haben uns wohl noch nie so sehr über Nebel gefreut wie am Ende dieser Wanderung. Mit glühendem Kopf, dampfenden Schuhen und staubigen Sachen, aber glücklich und zufrieden über das Gesehene und die überstandene Wanderung fanden wir uns schließlich im Bus wieder.
Den Tag ließen wir sehr unterschiedlich ausklingen… im Bett, am Strand oder in der dem Hostal gegenüberliegenden Bar mit ihrem sehr kuriosen, aber umso freundlicheren singenden Gastgeber. Spruch des Tages:
Nur ein Schwein trinkt allein
Nachdem wir unser Hotel mit dem fantastischen Meerblick bezogen hatten, zogen wir mit Badesachen auf zur Tourtuga-Bay. Uns erwartete ein fantastischer Strand mit den üblichen Beigaben (Krabben, Meerechsen, Pelikane...). Zu unserer großen Überaschung hatten auch ein paar Blaufußtölpel Rast gemacht. Endlich konnten wir formatfüllend die Tölpel auf unseren Speicherkarten verewigen. Eine wunderbare Begegnung.
Danach war die Gruppe verteilt in der Stadt zur Shopping- und Souveniertour unterwegs. Einige schauten noch am Fischmarkt vorbei, wo einige Fischverkäufer versuchten ihre Fische vor vielen Pelikanen, Seehunden und Reihern zu retten. Nicht immer mit Erfolg... Abends gab es dann unser letztes gemeinsames Abendessen.
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Stefanie