Reisetagebuch viActive Ecuador - 11.11.2009
Reisebericht | Tour vom 11.11. - 04.12.2009
"Liebe viYoung Ecuador-Reisende! Es war ein tolles Erlebnis mit euch durch mein Land zu reisen- es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ihr auch genauso so wie ich diese schöne Reise genossen habt. Vielen Dank noch einmal für eure Aufmerksamkeit, Hilfe und vor allem für eure gute Laune. Hasta pronto, Euer Reiseleiter Washington."
Mittags konnten wir hinter die Kulissen des viventura-Partnerbüros schauen. Da haben wir gelernt, dass Popcorn auch prima in Suppe schmeckt, und nicht nur in Kino.
Nach einem langen Tag sind wir gegen 21h00 Uhr totmüde ins Bett gegangen.
Nachdem der Joghurt beim Frühstück versehentlich im Kaffee gelandet ist, brachen wir ausgerüstet mit unseren Gummistiefeln zu einer dreistündigen Wanderung auf. Das hielt uns jedoch nicht davon ab, nasse Füße zu bekommen. Todesmutig kletterten wir wie Tarzan und Jane die glitschigen Felsen hinauf. Durch den Lockruf aus dem Handy konnten wir neben dem Nebelwald und den Kolibris auch noch Tukane bestaunen.
Anschließend fuhren wir direkt zum Äquator (Museum Inty-Ñan). Bei einer leckeren Chicha (typisches Getränk) ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Spruch des Tages:Marilyn sagte beim Frühstück im Nebelwald: "Die Eier sind bestimmt von glücklischen Hühnern."
Danach machten wir uns auf zur Hacienda El Porvenir. Nach dem Mittagessen starteten wir gleich zu einem 3-stündigen Ausritt. Mit den Pferden ging es hinauf zum Fuße des Vulkans Rumiñahui (4700m), wo wir einen wundervollen Ausblick genießen konnten, sogar der Vulkan Cotopaxi ließ sich sehen.
Fazit: Auch für ungeübte Reiter bestand keinerlei Gefahr, denn manche Pferde mussten nahezu gezwungen werden, Wassergräben zu überwinden bzw. zu galoppieren. Ein besonders störrisches Exemplar musste sogar den Abschleppdienst von Washington in Anspruch nehmen...
Hühott Christian!!
Nach einem ausgiebigen Frühstück brachen wir bei herrlichen Wetter zum National Park Cotopaxi auf. Eine abenteuerliche Fahrt brachte uns bis auf 4.600m zum Basislager. Die ersten 200 Hohenmeter bis zur Schutzhütte waren nach einer guten Stunde bewältigt. Eine kleine Stärkung bereitete uns auf die fast Gipfel-Expedition vor. Ausgelaugt erreichte das Expeditionskorp die 5.002m Marke, außer drei...?
Die eindrucksvolle Aussicht entschädigte uns für die unsäglichen Strapazen. Der Rückweg gestaltete sich um ein Vielfaches angenehmer als der Aufstieg, da wir nahezu schwerelos auf dem lockeren Geröll nach unten gleiten konnten.
Den Rest des Tages verbrachte jeder individuell (schlafend)...
Zu Mittag probierten wir die Spezialität der Stadt "chugchucaras". Ein Hauptgericht, das aus Schweinefleisch, Schweinehaut, Popcorn, Mais, Banane, Pommes und kleine Teigtaschen besteht.
Danach ging es auf der westlichen Kordillera nach Quilotoa. Dort angekommen, liefen wir hinunter zum Kratersee, hinunter ging es leich und gemütlich, aber der Aufstieg war dagegen anstrengend.
Am Abend gab es eine besondere Spezialität "Cuy" (Meerschweinchen) und Schaffleisch. Nach diesem schmackhaften Festessen kamen die Musiker des Dorfes und wir wurden zum Tanzen eingeladen. Es war ein schöner Abend...
Dort waren wir weit und breit die Einzigen, die den wundervollen Sonnenaufgang erlebten. Mehr oder weniger gestärkt machten wir uns auf den "Schulweg". Hier nahmen wir an der morgendlichen Schulzeremonie teil und gaben auf Wunsch ein typisch deutsches Lied zum Besten. Für das Anschalten dieser Darbietung spendierten wir jedem Kind eine kleine Süßigkeit.
Nachdem auch das letzte Bombon verteilt war, machten wir uns wieder vergeblich nach einer strombelieferten Tankstelle, statt einer solchen mussten Washington und Manuel dem Bus mit einer von einem Dortbewohner gekauften Gallone befüllen. Nun machten wir nur noch einen kurzen Zwischenstopp bei einem typisch ecuatorianischen Textilmarkt, bevor wir in Baños ankamen.
Der Nachmittag wurde von jedem frei gestaltet (drei Frauen konnten endlich shoppen!) und den Abend ließen wir gemeinsam bei einem Wein ausklingen.
Ein weiteres Hightlight war die Mittagspause am tosenden Wasserfall Teufelskessel mit traumhaftem Blick über den Dschungel. Unterwegs halfen wir noch einem gestrandeten Schweizer "wieder auf die Beine". Nach so viel Heldentaten hatten wir uns einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft verdient.
Die letzten Kilometer bis Puyo legten wir dann mühelos zurueck, nach dem wir auf der Tour bei der einen oder anderen Steigung, nicht nur aufgrund des Klimas, ganz schön ins Schwitzen geraten waren.
Spannend waren auch die Einblicke in die kulturellen Bräuche der Shuaras, Achuaras und Quichuas. Die Welt im Dschungel war ein Paradies für Männer: 15 Frauen für nur ein Mann.
Dann fuhren wir weiter Richtung Tena. Da angekommen haben wir unser Gepäck geteilt und nur das Gepäck für die nächsten vier Tage mitgenommen. Von Tena ging es mit dem Pick-up weiter über Stock und Stein tief in den Dschungel. Unser (Amarongachi) Dschungel-Lodge erwies sich als sehr ursprünglich - ohne Strom und fließendem Wasser. Dafür mit einer beeindrückenden Geräusch-Kulisse.
Den Rest des Tages entspannten wir in der Hängematte.
Spruch des Tages:Cristian sagte beim Abendessen: Ich gehe ins Zimmer, es wird Mosquitos-Show geben
Am Nachmittag versuchten wir, unser Glück als Goldwäscher am Yatunyacu - Fluss zu probieren. Wobei wir allerdings nur mässigen Erfolg hatten. Nach der Suche nach Gold am späten Nachmittag ließ es sich in der Hängematte gut abhängen.
Den Abend ließen wir am Lagerfeuer mit selbgebrachtenm Holz aus dem Fluss ausklingen und waren froh, dass man in der Dunkelheit nicht alles gesehen hat, was hier so rumkriecht.
Die ersten Meter gestalteten sich noch relativ erholsam, dann ging es aber ans Klettern. Das Ganze war eine feuchte Angelegenheit, die allerdings zweimal durch eine (freiwillige) Dusche unter einem kleinen Wasserfall unterbrochen wurde.
Anschließend wanderten wir durch dichten Dschungel lernten kulnarische Köstlichkeiten wie Zitronenameisen und Zitronenfrüchte kennen. Nach der Rückkehr in die Lodge genossen die meisten von uns eine Dusche, nachdem das Wasser wieder floss.
Am Nachmittag lustwandelten einige von uns durch den üppigen fruchtbaren Nutzgarten und wurden vom einsetzenden Regenschauer fast erschlagen. Ach an diesem Abend hieß es wieder: "Ohne Clos nix los".
Nach einer Einweisung in die vielfältigen Rettungmöglichkeiten beim Rafting ging es auch schon in die zwei Boote. Während wir am Anfang noch vollstens Vertrauens in unseren Guide "Tutti-Frutti" hatten, verschwand dieses spätestens dann als Mary "gerettet" werden sollte, jedoch sofort über die andere Seite des Bootes ins Wasser geworfen wurde (daran war auch Massenblick Washington beteiligt ;-)
Zum Mittagessen landeten wir aber sicher und glücklich im Sand. Nach ein paar lustigen Spielchen stürzten wir uns auf das leckere und wohlverdiente Essen. Gestärkt meisterten wir unerschrocken alle noch kommenden Stromschnellen. Zur Belohnung gab es zum Ende der Tour ein Bierchen für jeden. Salud!!!
Dann ging es in die neue Lodge "Shangrila" mit fließendem Wasser, Strom, Cocktails,.. und einem atemberaubenden Ausblick über den Dschungel! (Vogelspinnen gab es auch für manchen zur Freude und für manchen Anlass zum Füßehochstellen).
Nach ca. 5 Minuten Fahrt begann es zu schütten wie aus Eimern. Somit waren die ersten vier bei der Ankunft in Napo-Flusshafen schon klatschnass. Mit einem motorbetriebenen Kajak fuhren wir nach einem Zwischenstopp bei einem Indianer-Museum zum Zoo AmaZOOnico.
Hierbei handelt es sich um eine Tierauffang- und Auswilderungsstation, wo traurige, illegal, domestizierte Tiere wieder ein Zuhause finden. Unter anderen sahen wir Ozelote, Papageien, Wasserschweine, Affen und Felix die Wieselkatze. Zum Schluss haben einige von uns noch echte ecuatorianische Schokolade gekauft.
Nach diesem verregneten Tag haben wir uns sehr auf eine heiße Dusche gefreut. Den Abend verbrachten wir mit Cocktails an der Bar.
Die Fahrt ging weiter dem Pastaza-Fluss entlang hinauf bis zum Baños. Bei der Mittagspause in dieser Städtchen kauften wir uns noch Postkarten und Briefmarken, bevor es weiter auf die Anden ging.
An Nachmittag sind wir in Riobamba angekommen. Da liefen wir ein bisschen durch die Stadt und am Abend assen wir zusammen in einem italienischen Restaurant. Das Essen war sehr sehr gut...
Heute stand eine Stadtbesichtigung von Cuenca auf dem Program. Die erste Station war eine Panamahutfabrik, wo wir alles über die Herstellung der berühmten Hüte erfuhren, unter anderem, dass sie eigentlich Ecuadorhut heißen müssten.
Zwei aus der Gruppe konnten nicht wiederstehen und haben auch gleich einen dieser Klassiker erworben. Danach ging es zu einem Aussichtpunk, von hier aus hatten wir einen wunderschönen Blick der Stadt. Anschließend haben wir uns die Altstadt von Cuenca angeschaut.
Den Nachmittag verbrachte jeder individuell, z.B. bei leckeren Schokotörtchen, Mora-Milkshakes oder mit Postkarten schreiben.
Unter fremder Reiseleitung begaben wir uns in den Nationalpark Las Cajas (ohne Gummistiefel!). Hier trafen wir auf eine völlig andere ecuadorianische Landschaft. Nach zwei längeren schönen Wanderungen gab es zum Schluss noch eine leckere Trucha (Forelle) für jeden.
Abends verweilten wir längere Zeit in der Wunderbar bei Bier, Cocktails und Vino de la casa. Der harte Kern zog weiter in das Nachtleben von Cuenca und tanzte bis in den Morgen.
Nach dem Essen konnten wir in der hauseigenen Tierauffangstation posende Riesenschildkröten, lässige Klammeraffen, kurzsichtige Brillenbären und traurige Krokodile beäugen. Nach diesem Exkurs in die Tierwelt fühlten wir uns plötzlich wie bei der "Sendung mit der Maus". Wir erfuhren alles vom Anbau über die Ernte, der Verarbeitung bis hin zum weltweiten Versand von Bananen und Kakao.
Danach machten wir uns auf den Weg nach Guayaquil, wo wir von der schwülen Hitze fast erschlagen wurden. Mit einem kalten Bier am Abend versuchten wir, uns Abkühlung zu verschaffen.
Anschließend ging ein Teil unserer Gruppe zum Goldenen M. Die dortige Klimaanlage ließ die "Kontinente" wieder verblassen. Danach begann die Fahrt Richtung Meer - vamos a la playa. Unsere Unterkunft am meer entpuppte sich als großartig. Der Abend wurde nach einem Essen mit leckeren Cocktails beendet.
Spruch des Tages:Gibt's bei Euch etwa Wasserspender auf dem Zimmer?
Am Abend fuhren wir ein Stück mit dem Bus zu einem seht guten Restaurant, wo wir Meeresspezialitäten aßen. Danach fuhren wir nach Puerto Lopez, wo wir am Strand mit Cocktails unser Tag ausklingen ließen.
Auf der Insel konnten wir Blaufußtölpel, Rotfußtölpel, Fregattvögel, Albatrosse und Seelöwen beoachten. Auf dem Rückweg legten wir einen Schnorchel-Zwischenstop ein. Dank Reisetabletten konnen wir die Rückfahrt trotz schlimmeren Seegang besser überstehen.
Der andere Teil der Gruppe verbrachte den Vormittag am Strand (Los Frailes) und fuhr am frühen Nachmittag zurück nach Ayampe.
Ausgehungert nahmen wir in unserer Lodge das Abendessen zu uns. Der Abend wurde plötzlich durch einen ungeplanten Stromausfall beendet.
Nachmittag ließen wir die Seele baumeln und konnten von unseren Hängematten aus die coolen Jungs und Mädels beim Wellenreiten bewundern. Der Abschiedsabend in Montanita wurde schließlich feucht fröhlich und vor allem Washington und Manuel waren in besonders ausgelassener Stimmung, was aber bestimmt mehr an dem Copa Sudamericana Sieg von Liga (Fussballmannschaft aus Quito) lag als daran, dass wir bald zurückfliegen werden :-)
Am Strand versuchten, wir Volleyball auf ecuatorianische Version zu spielen, und danach ging es noch im Wasser. Danach war es schon so weit, packen und etwas essen vor der Abfahrt nach Guayaquil. Auf dem Weg legten wir eine kleine Pause ein, wo einigen von uns Hängematte kauften.
In Guayaquil ging es dann zu einem Hotel, wo wir die letzten Stunden im Swimmingpool, Spa und Fitnessstudio verbrachten.
Am Abend fuhren wir dann zum Flughafen und nahmen wir Abschied von unseren Reiseleiter und Fahrer.
07.02.12Franz
Mein persönlicher Höhepunkt war Südamerika, denn jeder Ort war schön für sich. Die Unterkünfte waren in Ordnung und die Betreuung durch unseren Reiseleiter fabelhaft....
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Stefanie