Reisetagebuch viComfort Galapagos Kreuzfahrt - 26.10.2009
Reisebericht | Tour vom 26.10. - 16.11.2009
"Es war eine Schöne Zeit bei euch in meinem Land. Ich hoffe, dass ihr diese Tour so genossen habt wie ich gemacht habe. Und auf Galapagos auch so toll wie hier war. Ich Danke euch für eure Aufmerksamkeit und eure gute Laune. und vergesse nicht, das ihr immer Willkommen in Ecuador heisst."
Schnelle grüne Männchen in Quito…(Ampelmännchen)
Was wäre wenn das Forellenquintett Trutscherlquintett hieße (trucha = Forelle auf Spanisch)
Christine sagte: "Nach dem Essen gehe ich wieder zum Äquator"
Die Gruppe fragte: "Und DAMIT sollen wir fahren…?", als sie den kleinen Schienenbus sahen.
Bei Dauerregen genossen wir die mystische Stimmung der Polylepis – und des Mönchpflanzenwaldes auf 3700 Meter über dem Meeresspiegel. Nur ein plötzlich auftretender Troll oder eine Fee hätten das Erlebnis perfekter gestalten können. Beschützt wurden wir von unserem ständigen Begleiter Aaron (70kg reinster Schmuserottweiler). Danach besichtigten wir noch einer der letzten Myrthenwälder Ecuadors in San Gabriel.
Spruch des Tages:Wer hält es am längsten ohne Regencap aus!
In Cayambe hatten wir die Gelegenheit, die eher fröhliche Variante von Allerseelen mitzuverfolgen. Mit den langbeinigen Schönen feierten wir zu heißen Rhythmen den Ausklang des Allerheiligen-Festes. Nach dem Besuch der Bizcochos-Bäckerei erschien uns das Mittagessen in der altehrwürdigen Hacienda Guachala noch üppiger als sonst. Danach brachte uns unser Manuel mit Geschick und Routine über den 4070m hohen Papallacta-Pass zu den gleichnamigen Thermen, wo wir uns in den warmen Bädern entspannen konnten.
Spruch des Tages:"Arriba, arriba!", sagte Günter, als wir in Cayambe in einem Freikonzert auf dem Hauptplatz waren.
"Nein, ich mag meine Gummistiefel nicht!"
Nach 2 Stunden erreichten wir unser Ziel bei den Quichua-Indianern in Santa Monica. Dort erfuhren wir viel Interessantes über die Lebensweise der Quichua-Indianer und wir erfrischten uns mit einem köstlichen Maniok-Chicha (ein selbstgebrautes Bier). Nachdem wir aufgrund zahlreicher Fotostopps viel Zeit vertrödelt haben, wurden wir mit 2 Pickups zur Lodge gekarrt, damit wir noch rechtzeitig unser Mittagessen einnehmen konnten. Danach gab es erstmal eine mehrstündige Siesta, vorzugsweise in der Hängematte.
Anschließend quälten wir uns wieder die 150 Meter zum Rio Anzu herunter, jetzt sogar unter erschwerten Bedingungen mit Autoreifen. Die Autoreifen wurden zu zwei Flößen zusammengebunden. Mit je einem Steuermann ausgerüstet jagten wir die tosenden Stromschnellen den Rio Anzu flussabwärts. In einem dramatischen Finale schlug das A-Team das B-Team mittlerweile auf dem Rio Napo, dem größten ecuadorianischen Zufluss des Amazonas.
Spruch des Tages:"Also mit Bananen fängt man Fische, und wenn’s nicht klappt gibt’s Rindfleisch."
Nun ging es los: Rucksack abgeben und die Kletterparty begann. Nach einer Einweisung von unseren Guides in die Kamintechnik schrammten wir uns an den Felswänden Zentimeter für Zentimeter nach oben. Dabei scheuchten wir einige friedlich schlafende Fledermäuse auf. Noch viele gefühlte Stunden folgten wir dem Bächlein durch die Schlucht. Abgekämpft aber stolz erreichten wir dann das Ziel, unsere Shangrila-Lodge. Nach dem Mittagessen fielen wir willenlos in die Hängematten und leckten unsere Wunden.
Super war’s!
Spruch des Tages:"Wo ein Wille da ein Weg!"
In Baños erledigten wir dann jeder für sich sein ganz persönliches Unerledigtes. Dort konnten wir auch schon den Kegel des Tungurahua bewundern. Im weiteren Verlauf unserer Fahrt gesellte sich nun auch bei schönsten Sonnenschein inzwischen der Chimborazo hinzu, der bei jeder Kurve auf unserer Route zum Fotostopp einlud. Aus weiter Ferne grüßte uns jetzt sogar der Cotopaxi. Eine lange, aber kurzweilige Fahrt endete in unserem Hotel bei Riobamba.
Spruch des Tages:Oh, schneebedeckte Berge, oh...!
"Man kann sich nicht nur auf den Schamanen verlassen.
Wir wollen uns nochmals ganz herzlich bei Manuel bedanken, der uns immer sicher an unser Ziel in schwerem Gelände chauffierte. Veronica danken wir dafür, dass sie uns mit sehr viel Wissen Ecuador nahebrachte und auch organisatorisch Unmögliches möglich machte.
Wer während der bevorstehenden Rundfahrt die Unterbringung in einer Einzelkabine bevorzugt, kann sich unter viModule informieren. Während wir auf unser Beiboot warten, mit dem zunächst das Gepäck zum Boot geschafft wird, sehen wir schon die ersten Tiere. Pelikane, Seelöwen, Krabben, Blaufußtölpel und Meerechsen sind oft an der Anlegestelle zu beobachten.
Auf dem Boot angekommen, beziehen wir unsere Kabinen und kurz darauf erwartet uns das Mittagsmenü. Danach gibt es die erste Besprechung und eine Einweisung in die Benimmregeln des Nationalparks. Dann geht es los zur Insel Seymour.
Schon die Ankunft an der felsigen Küste der Insel Seymour ist eine Überraschung, mit den vielen Seelöwen, Gabelschwanzmöwen, roten Klippenkrabben und Meerleguanen. Es handelt sich bei Seymour Norte um ein flaches Lavaplateau im "Regenschatten" der Insel Sta. Cruz, wodurch die ausgeprägte Trockenvegetation zu erklären ist. Hier haben wir eine trockene Landung bei der wir von Seelöwen begrüßt werden.
Und los geht es zu unserer ersten Runde. Durch einen Wald von Galapagos Balsambäumen führt uns der Weg zu einigen Blaufußtölpeln und evtl. den ersten Landleguanen. Später kommen wir an einer Fregattvogelkolonie vorbei, wo wir je nach Jahreszeit die Männchen mit ihren aufgeblasenen roten Kehlsäcken oder ohne großen Kehlsack sehen können.
Zurück an Bord fahren wir dann ein Stück weiter zur Küste von Santa Cruz. Hier können wir eine Runde im Meer schwimmen oder an Deck die Dämmerung genießen. Vor dem Abendessen stellt sich uns dann die sechsköpfige Crew vor. Nach dem ausgezeichneten Essen folgt die Besprechung für den folgenden Tag.
Mit dem Beiboot geht die Fahrt vorbei an der Küste von Bartolomé, um die Galapagospinguine zu beobachten. Die Pinguine leben in Lavatunnels und fischen an der Felsküste.
Anschließend folgt die trockene Landung auf ein sehr junges Stricklava-Feld, Sullivan Bay. Dieses entstand während dem Vulkanausbruch von 1897 und bedeckt mehr als 100 km2. Der Basalt-Lavafluss hat auf seinem Weg ältere Schlackkegel umflossen, was ein sehr kontrastreiches Landschaftsbild ergibt. Auf der jungen Lava mit den wunderschönen Stricklava-Strukturen wachsen einzelne Pionierpflanzen, die ersten Anzeichen von Leben.
Weiter geht es, um den Rotfußtölpeln einen Besuch abzustatten. Im Unterschied zu den Blaufußtölpeln nisten sie nicht auf dem Boden sondern in diesem Fall in den Roten Mangroven. Zwei Arten können wir eventuell beobachten. Die auf Galapagos seltenere Weiße und die Braune Rotfußtölpel. Gemein sind ihnen ihre leuchtend roten Füße. Hier sehen wir auf dem weiteren Spaziergang auch Maskentölpel.
Weiter geht der Spaziergang an einem kleinen Gezeitentümpel vorbei in dem sich gerne Seelöwen baden bis zu einem Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Blick über die Bucht. Den gleichen Weg geht es wieder zurück zum Strand und weiter aufs Boot.
Nun heißt es wieder umziehen fürs Schnorcheln und in den Pangas geht es an die Klippen. Hier kann man mit etwas Glück den Tropikvogel im Flug beobachten. Ab ins Wasser um die Unterwasserwelt zu beobachten. Papageienfische, Halfterfische, Kugelfische, Flötenfische, Steinfische und weitere kleine und große Meeresbewohner sind hier Zuhause. Je nach Glück sind sie zu sehen.
Nach dem Mittagessen ist Zeit für eine Siesta, bevor es am Nachmittag wieder an Land geht. Über den Prinz Philip Steg geht es hinauf aufs Hochplateau, wo uns ein Balsam Baum Wald mit darin lebenden Rotfußtölpeln und Bindenfregattvögeln empfängt. Nach der Besprechung geht es am Abend noch los in Richtung Insel Santiago.
Dann geht es weiter zur Isla Rabida, der roten Insel mit hoch eisenoxidhaltiger Lava. Der rote Sandstrand, gesäumt von grüner Salzbuschvegetation und den silbrigen Balsambäumen an den Hängen, ist ganz speziell. Der Strand von Rabida gehörte vor dem letzten "El Niño" zu den großen Seelöwenkolonien von Galapagos. Diese Kolonie muss sich aus einem kleinen Restbestand erst wieder aufbauen. Es besteht die Möglichkeit, vom Strand aus entlang der Felsküste zu schnorcheln.
Auf dem höchsten Punkt der Straße beginnt wieder das Nationalparkgebiet. "Los Gemelos" (Die Zwillinge) sind zwei große Einsturztrichter inmitten eines großen Scalesia pedunculata-Waldes. Diese endemischen Bäume und die dazugehörende Vegetation mit vielen Farnen, Moosen und Flechten, zeigen ein ganz neues Bild von Galapagos. Darwinfinken und der leuchtend rote Rubintyrann besiedeln diesen "Urwald".
Später landen wir am Playa Gardner, einem wunderschönen, langen, weißen Korallensandstrand. Es braucht für den Strandspaziergang keine Schuhe. Es gibt gute Möglichkeiten, in der Salzbuschvegetation Darwinfinken und Spottdrosseln zu beobachten, oder sich einfach zu den Seelöwen an den Strand zu legen. Auch Schwimmen und Schnorcheln vom Strand aus sind möglich.
Nachdem wir noch einmal die Seelöwen am Strand genießen konnten geht es zurück aufs Schiff und wer mag, schnell noch eine Runde ins kühle Nass. Eine letzte Runde schnorcheln und schwimmen ist angesagt. Wieder gibt es einige besonders schöne Fische zu begutachten und die Seelöwen schwimmen auch oft eine Runde mit.
Nun geht es weiter zur letzten Landstation der Reise: der Isla Plaza. Hier sehen wir viele Landleguane in allen Farben, Tropikvögel mit ihren leuchtend roten Schnäbeln und auch viele Seelöwen. Galapagos Feigenkakteen in imposanter Größe wachsen hier über die Insel verstreut.
Zurück an Bord gibt es Frühstück und kurz darauf laufen wir im Hafen von Baltra ein, wo es nun Abschied nehmen heißt von der Crew der Angelito. Mit dem Bus geht es zum Flughafen. Nach dem Einchecken ist noch Zeit für einen letzten Einkaufsbummel, bevor es Zeit ist in den Warteraum zu gehen.
Dann geht es zurück nach Guayaquil, wo uns ein deutschsprachiger Guide erwartet. Das Gepäck wird verwahrt und es geht durch die Küstenmetropole, damit ihr die Highlights kennenlernen könnt. Es gibt genügend Zeit um sich an der Uferpromenade Malecon 2000 die Beine zu vertreten und einen Blick auf die Stadt vom Hügel Santa Ana aus zu genießen und ein elegantes Abschiedsabendessen einzunehmen.
Schließlich geht es zum Flughafen um nach Europa zurückzukehren.
07.02.12Franz
Mein persönlicher Höhepunkt war Südamerika, denn jeder Ort war schön für sich. Die Unterkünfte waren in Ordnung und die Betreuung durch unseren Reiseleiter fabelhaft....
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Stefanie