Reisetagebuch viExplorer Peru Bolivien Chile - 14.11.2009
Reisebericht | Tour vom 14.11. - 07.12.2009
"Hallo!!!
Wir hatten eine super Reise gehabt und haben viel über diese drei Länder gelernt.
Schade, dass ich keine Überraschung mehr habe, aber mit der Zeit könnte ich sicher noch eine finden. Aber dafür brauche ich eine Entscheidung von jedem und jetzt, jajaja.
Ich hoffe, dass etwas von diesen Ländern in eurem Herzen bleibt!!!
Es war eine Erfahrung, die wir nicht mehr vergessen werden.
Passt das nächste Mal aber mit dem Flug auf!"
Schade, aber unser dritter Steffen bleibt ohne Gepäck.
Nach 30 Minuten waren wir im Hotel, wo ein super Frühstück gibt.
Mit Rocio, unserem Führer, machen wir die Stadttour durch Lima, besuchen ein paar Viertel, den Hauptplatz und auch die Franziskanerkirche auch, natürlich inklusive der Katakomben.
Danach fuhren wir weiter bis Barranco, ein kleines Stadtviertel, wo unser Restaurant liegt und uns ein tolles Buffet als Mittagessen erwartete.
Dreieinhalb Stunden später waren wir in Pisco, eine Stadt die ein bisschen zerstört aussieht, vielleicht wegen dem Erdbeben des Jahres 2007.
Am Abend nehmen wir einen weiteren kleinen Happen zu uns und trinken auch noch ein bisschen, genehmigen uns die ersten paar Bierchen in Peru und dann geht es ab ins Bett :)
Nach 20 Minuten mit den Boot sind wir schon vor dem Kerzenhalter, eine überdimensional große Zeichnung in einem Sandhügel. Danach fahren wir zu den Ballestas-Inseln weiter, wo finden wir tausende an Vögel, Seelöwen und Pinguine beobachten. Bei diesen Inseln findet man auch Guano, das die Peruaner als Düngemittel verwenden.
Unser nächster Stopp ist die Piscobraurerei, wo wir mehr über den Pisco-Brennprozess lernen. Nach ein paar Schnäppsen geht es weiter nach Huacachina in der Stadt Ica. Huacachina ist eine Oase, die mitten in den Dünen steht.
Beim Mittagessen genehmigen uns neben Wasser auch ein paar Cola und Bier, bevor wir mit Buggies durch die Dünen fahren.
Unser Hotel liegt in der Stadt Nazca, wo ein Super-Fleischgericht auf uns wartet und wir früh ins Bett gehen, da ein langer Tag auf uns morgen wartet.
Anschließend geht es kurz zurück nach Nazca, um Wasser zu kaufen, und dann weiter nach Puerto Inka, wo wir im Meer baden können. Leider ist das Wasser ein bisschen kalt...
Für das Mittagessen finden wir aber zum Glück ein leckeres Buffet, inklusive dem leckeren Pisco Sour!
Um 14.30 beginnt dann schließlich unsere Reise nach Arequipa. Wir halten öfters an, um die lange Fahrt etwas zu unterbrechen, so z.B. in Camana, wo wir es uns mit Kaffee und Kuchen gutgehen lassen.
Drei Stunden später erreichen wir schließlich die "Weiße Stadt Perus", die auf über 2300 Meter über dem Meeresspiegel liegt.
Dann der Höhepunkt Patapampa-Pass 4910m mit Hunderten von Steinmännchen. Höhepunkt trotz der großartigen Landschaft bedeutete aber auch für den Autor dieser Zeilen: er "stand leicht neben sich" .... trotz eines gekauten Kokablattes ... Andere dagegen "schwindelten" oder hatten Bauchschmerzen. Aber schön wars doch. Das alles verging wieder in Höhe 3600 m in Chivay. Noch besser erging es beim Baden fuer die Damen im (80) 38 Grad heißen Thermalbad, eine Stunde lang.
Ueber Schotterpiste dann durch Colca-Tal bis Mirador der Condore. Zu spät, am Nachmittag doch nicht. Spät abends erreichten wir Cabanaconde, wo wir uns nach einem guten Essen müde ins Bett warfen.
Früh auf am nächsten Morgen. Nach 40 Minuten erreichte Pablo, unser Fahrer, wieder den Mirador. Ab 8 Uhr versammeln sich dort viele Touris, die die aus dem gut 1000 m tief liegende Tal die Condore erwarteten. Kaum angekommen, rauschte einer viel zu schnell an uns vorbei. Dann einiges Warten. Leider sahen wir weitere nur weit entfernt. Aber gelohnt hat sich es doch! Dazu war der Canyon einfach zu schön.
Ab 9.40 Uhr zurück nach Chivay, Mittagspause. Hört die Marschmusik, es darf nicht wahr sein. Ach ja, wieder eine Demo! Auch unterwegs übten sich die kleinen Schulkinder in "Rechte und Pflichten". Nun gings wieder rasch bergauf. In sage und schreibe 45 Minuten erklomm Pablo die Passhöhe, aber diesmal kein Stopp. Dafür weiter unterwegs bei den wunderschönen Vicunas. Um 15.30 Uhr endete fuer uns ein toller Ausflug zurück in Arequipa. Nunmehr indivuduell sightseeing und Abendessen im "Zik - Zak". Darüber werden wir noch hören. Der Spruch des Tages liegt nahe: "Al Condor libre". Wir wünschen den Condoren und anderen scheuen Tieren ihre Freiheiten!
Eines muss ich noch nachtragen. Markus buchte kurzfristig eine Tagestour zum Colca-Tal (auch wenn er schon um 3 Uhr aufstehen musste). Dafür hatte er mehr Glück. Wir trafen uns am Mirador, wo er länger bleiben durfte: Kaum trennten wir uns dort von ihm, stiegen 3 Condore vor ihnen schraubend auf, ein einmaliges Erlebnis. Wir gönnen es ihm!
Am Abend treffen wir einen Teil der Gruppe und gehen zum ZigZag Restaurant, wo wir lecker essen.
Nach kurzer Zeit spürten wir die Höhe von 3.400 m. Fast jeder kam beim beim Spazieren in den Straßen bergrauf/bergab ins Japsen, Kurzatmigkeit wie bei Herzkranken.
Um 13 Uhr gings zur geführten Stadtbesichtigung mit William, einem echten Cusqueño. Er sprach hervorragend deutsch und hatte die Gruppe fest im Griff. Wer nicht aufpasste, wurde getadelt. So hat auch Markus was gelernt.
Der Abend klang mit einem gemeinsamen Abendessen mit musikalischer live-Untermalung und einer Geburtstagstorte für Ellen (eine sehr schöne Geste unseres Reisleiters Alejandro) aus.
Spruch des Tages:William fragte: "Markus, warst Du eben nicht dabei?"
In Ollantaytambo bekamen wir eine beeindruckende Inka-Ortschaft zu sehen: eine Kombimation aus Festung mit Wachtürmen, Tempelanlage, Terrassen zum Ackerbau und gleichzeitigem Schutz vor Angreifern (alles multifunktional) und Wohnsiedlung. Letztere ist heute ein schmucker Ort, touristisch aber auch noch sehr ursprünglich.
Dann gings in eine Maisbierbrauerei und wie kann es anders sein: es durfte ordentlich gekostet werden, helles Maisbier fuer die Jungs, rotes Maisbier (mit Erdbeergeschmack) fuer die Mädchen. Es erinnerte ein bisschen an "Berliner Weiße". Aufgrund von heftigen Regenschauer fiel unsere letzte Station Chinchero aus, war aber nicht schlimm, wir hatten bis dahin reichlich Input.
Spruch des Tages:Uwe stöhnte, nachdem seine liebste Julia 400 EUR für echtes Kunsthandwerk aus Baby-Lamafell ausgegeben hat: "Mir ist schlecht, hoffentlich gibt es Weihnachtsgeld!"
Die Zugfahrt mit Perurail dauert ewige 4 Stunden, allerdings ist das Panorama sehr schön. Ab km 104 werden wir in die Wildnis entlassen und schon erweist sich Mückenschutz als lebensnotwendig.
Hochmotiviert und voller Elan starten wir, bis nach ca. 15 min klar wird, es geht nur bergauf, und das recht steil, meistens in Form hoher Stufen aus großen Steinquadern. Tempo drosseln ist angesagt. Jeder stöhnt, japst nach Luft und pausiert alle paar Meter. Das Tagesgepäck auf dem Rücken erleichert die Kraxelei nicht wirklich. Nach 90 Min. dann endlich der ersehnte Zwischenstop zum Mittagsimbiss bei Winay Wayna (Inka Anlage im terrassierten Berghang - sehr schön)
Nach weiteren 2 ähnlich anstrengenden Stunden inkl. Bezwingung der Teufelstreppe gelangen wir dann endlich zum Sonnentor mit spektakulärem Blick auf Machu Picchu, wow !!!!
Nach der Anstrengung nimmt man diesen Anblick besonders intensiv wahr und bekomt eine Ahnung davon, mit wieviel Mühe Machu Picchu in früheren Zeiten zu erreichen war. Wer es einfach mag, fährt 30 min mit dem Bus nach oben, aber wir wollen den anstrengenden Aufstieg nicht missen.
War ein toller Tag !
Spruch des Tages:Unser Reiseführer Giancarlo auf die Frage, wie lange es noch dauert: "Nur 10 peruanische Minuten, aber fuer Euch 30 deutsche Minuten!"
Unser Reiseleiter Giancarlo ist super vorbereitet und untermalt seine Informationen mit einer Fotomappe aus den Zeiten der Wiederendeckung von 1911. Voller Begeisterung und Elan bringt er uns die Inka-Kultur nahe, wirklich toll.
Danach erkundet jeder auf eigene Faust die Anlage, zu sehen und kraxeln gibt es genug, zwischendurch lugt die Sonne vor und es bleibt trocken. Wir sind also Glückskinder. Wenn sich jetzt noch Knie und Muskulatur erholen ist alles paletti
Spruch des Tages:In Sicherheitsabstand zu den freilaufenden Lamas beschäftigt Kirsten die Frage: "Geben Lamas auch Milch?"
Alles in allem verbrachten wir einen sehr ruhigen, gemütlichen Tag. Morgen wird es ein sehr langer Tag im Bus bis nach Puno werden! :-)
Juliaca war unser nächster Stopp. Die Stadt sah sehr staubig aus. Sie liegt in der Nähe vom Titicacasee. Ungefähr 4 Stunden später kamen wir im Haus von Tomas an. Das Haus liegt auf der Halbinsel "Capachica". Auf Capachica sind die drei wichtigsten Dörfer: Santa Maria, Llachon und Chifron.
Am Nachmittag kamen die Kinder des Dorfes und wurde das von uns mitgebrachte Obst an alle Kinder verteilt. Es macht schon nachdenklich, wie sehr sich diese Kinder über Äpfel und Orangen freuen. Früher kamen die restlichen sieben Kämpfer unserer Reisegruppe von ihrem Inka-Trail im Dorf an.
Am Abend hat Alejandro eine Überraschung für uns vorbereitet. Nach einem leckeren Abendessen sangen wir für Steffen (Inka-Trail), weil er Geburtstag hatte, und später zogen wir die Klamotten der Capachiqueños an. Wir tanzten neben dem Feuer bis spät in die Nacht, bevor wir in unsere Betten fielen.
In einer halben Stunde erreichen wir die Schilfinseln der Uros. Eigentlich bestehen sie aus Binsengras. Auf einem Durchmesser von nur 40 m leben 3 Familien. Selbst dort erwarten uns Souveniers, das ergänzt ihren Lebensunterhalt. Solch ein Leben auf schwankendem Untergrund vergessen wir nicht. Auch der Regen hört auf.
Weiter per Boot nach Puno. Wechsel auf den Bus, und weiter Richtung Bolivien. Zwischendurch Picknick oberhalb des Titicacasees. So schmeckt Lunch besser! Unser Guide bereitet uns eingehend auf den Übergang vor. Es wird heißer.
Erst gegen Mittag: Grenze. Und Formalitäten auf peruanischer Seite. Alles klar. Wir dürfen - zu Fuß - rüber. Aber bitte links halten, rechts ist für die Einheimischen vorgesehen. Dann wieder Zollformlitäten. Heute soll es nicht so voll sein, sagt Alejandro. Uns genügt der Trubel (ohne Heiterkeit). Aber schon nach 1,5 Stunden sind wir durch, der nächste Bus wartet schon. Ach ja, ich vergass, Manuela begrüßte uns als Guide für Bolivien, welcome!
Also bei großer Hitze und neuem Bus wieder am Titicacasee entlang, dann Tiwanaku. Bis 5 müssen wir durch. Das klappt dank Manuela präzise. Diese großartige Kultur - lang vor den Inkas - "erleben" wir drinnen (im Museum) und draußen. Die Forschungen stecken hier noch in den "Kinderschuhen".
Weiter. Aber bitte noch ein Stopp: die Königs-Cordilleren sehen im vorletzten Sonnenlicht wunderschön aus. Einfach herrlich. Schon früh (!) am Abend um sieben nimmt uns das Hotel "Gloria" in La Paz, der brodelnden Stadt, gebührend auf. Erst trocken, dann nass (von innen). Welch ein Tag der Gegensätze!
Die Gruppe "La Paz zu Fuß", hat wegen starkem Regens 30 Minuten in einem Geschäft gewartet.
Die Gruppe, die die Mountainbike-Tour gemacht hat, hatte einen großen Wettkampf zwischen dem Bus, einer Schildkröte und einer Schnecke. Der Bus wurde dabei nur Dritter...
Das Abendessen am Abend war dann etwas leicht und nur die Jungen haben etwas gegessen und getrunken, mit Ausnahme unseres Holgers, dem ein bisschen schlecht war.
Um 2.00 Uhr fuhren wir zum Flughafen, um nach Sucre zu fliegen. Steffen blieb aber leider ohne Ticket - seit diesem Tag heißt er "Steffen ohne Ticket". Der Flug war ruhig.
Steffen hat auch Probleme mit seinem Koffer, die Polizei sagte, dass er eine runde Bombe darin versteckt hätte. Am Ende stelle sich die Bombe als runder Stein mit Mineralien heraus. Plop!
In Sucre wartete sehr schönes Wetter auf uns, und das Hotel war richtig klasse. In der Nacht besuchten wir noch ein italienisches Restaurant und tranken auch noch ein paar Schnapps.
Um 12.00 Uhr war die gruppe pünktlich im Hotel mit Gepäck, aber unser Bus war leider nicht da! Buuu!! Nach 10 bolivianischen Minuten (also eine halbe Stunde später) kam der Bus dann doch noch und wir fuhren Richtung Potosi.
Um 4.15 Uhr waren wir schließlich im Hotel in Potosi und nahmen schnell einen neuen Bus, um zu den Minen zu fahren.
Um 20.00 Uhr hatten wir Hunger und trafen uns an der Hotelrezeption. 10 von uns gingen in ein in der Nähe gelegenes Restaurant. Nach 20 Minuten bolivianische plus peruanische Minuten kam unser Essen. jetzt sind wir gespannt wie das morgen läuft.
Um 6.15 Uhr waren wir im schließlich im Hotel, wo schon eine leckere Pizza als Abendessen auf uns wartete.
Unser erster Stop war der Eisenbahnfriedhof, dann das kleine Dort Colchani, wo man Souveniers kaufen kann. Anschließend ging es endlich in die Salzwüste von Uyuni, wo man sehr lustige Fotos machen kann. Wir besuchten auch das Salzhotel und Inkahuasi (Fischinsel).
Die Nacht verbrachten wir im Salzhotel.
Unser Mittagessen nahmen wir an der roten Lagune ein. Die Geysire waren unsere höchste Punkt der Reise, auf fast 5000 Metern. In den Quellen haatten wir die Chance, unsere Füße zu waschen - klar, nach zwei Tagen ohne Dusche rochen nicht mehr alle Füße einwandfrei! UFF!!
Um 8 Uhr chilenischer Zeit kamen wir in San Pedro, wo wir zunächst Geld wechselten und dann ein Restaurant aufsuchten. geld wechseln und restaurant suchen
Am Nachmittag machten wir unsere letzte Besichtung mit unserem Alejandro. Wir besuchten das Valle de la Luna und de la Muerte. Nach einer langen Wanderung durch viel Sand sahen wir einen tollen Sonnenuntergang.
Anschließend gab es unser Abschiedsessen, was Alejandro im Namen von viventura für uns vorbereitet hatte. Lecker!!! Um 11 Uhr nachts gingen 9 Kameraden aus unserer Gruppe noch auf eine Astrologie-Tour, um sich die Sterne anzuschauen.
Vor uns lag nun noch die chilenische Metropole Santiago. Am Flughafen holte man uns ab und brachte uns in unser Hotel. Während der Fahrt dorthin erfuhren wir schon einiges über die Stadt und ihre Bewohner.
Nachdem wir die die Koffer im Hotel gelassen hatten, starteten wir zu unserer Citytour. Zu Fuß durchquerten wir das Zentrum, vom Präsidentenpalast, über den Plaza de Armas, bis hin zum Mercado Central, wo wir die Köstlichkeiten des Meeres bestaunten und bei einem Mittagessen auch probierten.
Zum Abschluss ging es auf den Cerro San Cristobal, den Aussichtsberg von Santiago. Genau wie die Jungfrau, die auf seiner Spitze thront, blickten wir über die Stadt und fühlten uns ein bisschen klein beim Anblick der riesigen Anden. Ein wenig Abschiedsstimmung kam auf und beim ein oder der anderen, vielleicht auch der Gedanke auf ein Wiedersehen in Südamerika.
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Mirjam