Reisetagebuch viComfort Peru Bolivien Chile - 06.11.2009
Reisebericht | Tour vom 06.11. - 28.11.2009
"In Lima angekommen startete die Abenteuerreise durch Südamerika. Unsere Gästen waren wohl vertraut mit der Bedeutung von "viventura"; nämlich viventura steht für erlebe ein Abenteuer in Südamerika. Und es wurde wirklich ein Abenteuer, wie aus dem nachfolgenden Reisebericht zu lesen ist."
Da waren wir also, in Peru.
Aber Lima ist halt eine Großstadt, und so waren unsere ersten Eindrücke die von vielen Autos, Häusern und Menschen.
Im Hotel angekommen, empfing uns wunderbare Klaviermusik und das Nationalgetränk: Pisco Sour. Nur ein paar Schlücke und schon waren wir ihm verfallen.
Dann ging es nur noch ins Bett.
Um uns etwas Besonderes zu gönnen, sind wir in ein Luxuslokal gegangen: über dem Meer war das Lokal, manchmal quakten die Enten oder Möwen genau unter unseren Füßen. Wir aßen und tranken sehr gut, genossen die Umgebung und die Gesellschaft.
Danach ging es dann gen Süden. So sahen wir schon die Außenbezirke von Lima, Siedlungen die regelrecht auf Sand gebaut sind, und den Küstenstreifen, der eine Wüste ist.
Am Abend angekommen in unserem Hotel, haben wir uns gleich wieder versammelt, um noch einen Pisco zu trinken. Aber sieh an, es wurde noch ganz romantisch. Auch heute hatten wir einen Musiker, er spielte Orgel, wir saßen bei Kerzenschein und dann kam die Geburtstagstorte - Maracuyacreme - ein Geschenk von viventura für Petra.
Wir hatten noch einen sehr schönen Abend zusammen.
Dann ging es leider schon zurück, aber am Hafen hatten wir noch eine halbe Stunde zum Shoppen, und so gingen wir auf Kettenjagd.
Im Naturschutzreservat Paracas waren wir an der Steilküste und dann haben wir dort am Pazifik zu Mittag gegessen, gleich neben einer Hand voll Pelikanen. Ganz schön war das.
Aber das war noch nicht alles....denn alle hatten sich dazu entschlossen an, der Buggyfahrt durch die Wueste teilzunehmen. Also rein in Buggies klettern (war gar nicht so einfach) und los ging es. Hoch und runter.... und wir jauchzten und lachten. Und dann hielten wir und die Sandboarde wurden rausgeholt.
Wer würde denn nun diese Dünen runterjagen?????? Wer würde sich das trauen????? Von 12 sind tatsächlich 11 runter! Ist das nicht toll? Und alle hatten mächtig Spaß.
Als Krönung fuhren wir dann an einen schönen Platz und genossen den Sonnenuntergang in der Wüste. Den Abend ließen wir dann ausklingen in einem netten Restaurant, wollten nur noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen. Daraus wurde dann aber mehr als eine kleinigkeit. Und so rollten wir dann gegen elf ins Hotel, direkt ins Bett.
Dann kamen wir in unserem Traumhotel an und genossen die Zeit. Essen, trinken, Swimming Pool, Palmen, Pfaue, Vögel und vieles mehr erfreuten uns.
Dann sind wir zum Flughafen, nun wollten wir uns von oben diese sehr berühmten Linien einmal ansehen. Ja, es war wirklich sehr beeindruckend. Fanden wir dort oben nun eine Lösung oder kamen vielleicht eher noch neue Fragen dazu???
Dann ging es gleich wieder ins Hotel wo wir ganz entspannt den Tag ausklingen liessen
Dann fuhren wir weiter, und unser nächster Stop war bei den Olivenhainen, wo wir auch probiert haben und nicht nur Oliven sondern auch Olivenhonig kaufen konnten.
Der nächste Stop war dann direkt am Pazifik, wo Schuschu sich badete und andere, die eigentlich nur mit dem Beinen im Wasser bleiben wollten, dann plötzlich bis zum Bauchnabel nass waren.
Das anschließende Essen war lecker und wir hatten noch Spaß mit einem lachenden Papagei. Danach haben wir die Fahrt am Pazifik entlang genossen, mit schoener Musik. Beim Kaffestop schlugen wir dann zu, ein Sandwich nach dem anderen.
Abends kamen wir dann im Hotel an.
Mittagessen war bei viventura im Büro, wobei man dazu sagen muss, dass das Büro ein ganzes Haus mit Garten ist. Und im Garten haben wir dann auch gesessen und zu Mittag gespeist. Wir waren überrascht, wie jung fast alle Mitarbeiter sind, und wie nett.
Nachmittags hatten wir noch eine City-Tour, da wurde uns in praller Sonne etwas zu viel erzählt. Im Kloster aber dann, im Schatten, war es dann ganz toll. Der Rest des Tages war frei.
Die Thermalquellen haben wir auch sehr genossen. Leider ging es nicht allen so besonders gut, die Höhe ist nicht ohne. Immerhin sind wir über einen 4925m hohen Pass gefahren.
Nachmittags ging es dann durchs Colca-Tal, allerdings war es schon bald dunkel. Es war ein langer Tag und wir waren froh über unser Bett. Das Hotel war schön und schnuckelig.
Dann warteten wir auf die Kondore. Es flogen Kleintiere und auch ein erwachsener Vogel mit seinem schwarz-weißen Gefieder. Es war schon unglaublich, diese großen Vögel so fliegen bzw. gleiten zu sehen.
Anschließend Mittagessen in Chivay, und zurück ging es nach Arequipa. Im Hotel angekommen, haben wir erstmal einen schönen Pisco Sour getrunken.
Mit Giancarlo machten wir dann unsere City-Tour: hoch zu den ruinen von Sacsayhuaman, dem Tempel Qenko und dem Wassertempel Tambomachay. Wieder unten in Cusco fing es so heftig an zu regnen, dass wir 15 min im Auto sitzen bleiben mussten, bis es nachließ und so gingen wir noch in den Sonnentempel.
Wir waren alle schon müde und so war uns hier dann die Führung etwas zu lang. Wir wollten relaxen. Immerhin waren wir schon seit 4h auf den Beinen. Aber ansonsten hat es uns sehr gefallen wir Giancarlo das alles gemacht hat.
Den Abend ließ jeder auf seine Art und Weise auslaufen.
Bis auf Inge, die hatte für heute eigene Pläne. Sie verbrachte den Tag im Bett. Eine nicht so tolle Variante von Freizeit, aber sie hat es recht tapfer überstanden.
Abends haben wir uns dann alle getroffen und sind gemeinsam in ein Restaurant. Es war ein schöner Abend, und wir konnten neben gutem Essen unsere Erfahrungen und Erlebnisse des Tages austauschen.
Kurz vor Regenbeginn (20 Sekunden vorher) kamen wir im Hotel an. Nur Dieter und Silvia nicht, die waren noch im Restaurant und tranken in Ruhe ihren Wein auf. Sie waren aber dann schlau und nahmen ein Taxi.
Unten im Dorf haben wir erstmal etwas getrunken, gegessen und geshoppt. Auf ging es nun. In Calca haben wir eine Runde gedreht durch das Dorf, in welchem Gabi wohnt, und wir müssen sagen, dass es uns allen sehr gut gefallen hat. Wirklich sehr schön. Ein feines Fleckchen Erde.
Dann waren wir noch bei den Ruinen in Ollantaytambo und dann ab in den Zug. Die Fahrt war sehr interessant. Wir waren begeistert zu sehen, wie die Landschaft sich veränderte. Schon bald gab es keine Eukalyptus Bäume mehr, die Blätter der Bäume wurden immer größer und die Natur wurde immer üppiger - und schon fühlten wir uns wie im Dschungel. Es war fantstisch.
Währenddessen sind Silvia und Dieter schon früh los, denn sie machten heute ihren Inka-Trail. Giancarlo war wieder mit ihnen, und noch 12 andere, auch Deutsche. Am Anfang war es ganz schön steil, aber Gott sei Dank war die Sonne nicht stark, der Himmel war ziemlich bedeckt und dann regnete es sogar noch. Dieter ging immer vorne als erster. Aber auch Silvia war fix, sie kam als dritte an (sie musste ja die Fotos machen). Leider war alles bedeckt. Aber die Tour war trotzem ganz toll.
Abends gönnten wir uns was Feines, gingen super toll essen. Eines von Gabis Lieblingsrestaurants. Wir verstehen nun, warum. Wir hatten wirklich einen sehr schönen Abend heute. Morgen wartet Machu Picchu auf uns...
Es war einfach umwerfend. Die Landschaft war atemberaubend. Die Stadt Machu Picchu war größer als viele erwartet hatten. Der Geruch des Urwaldes begleitete uns den ganzen Tag. Die Mücken ließen uns in Ruhe.
Als wir uns dann endlich einmal setzen durften, hatten wir viel Spaß. Wir saßen wie auf einer Hühnerleiter und baumelten mit den Beinen. Und hier bekam der Dieter seinen neuen Spitznamen: "Banana Man"
Ganz in Ruhe ging alles heute, später trafen wir uns noch alle im Dorf. Nur leider ging der Zug sehr spät zurück, fast 17h. Und erst um neun waren wir im Hotel.
In Urcos machten wir halt, weil wir noch Obst kaufen wollten. Der kleine Markt hat uns so sehr gefallen. Alles nur Einheimische, keine Turisten. Dieter kaufte sich sicherheitshalber noch etwas Spanferkel.
Zufrieden ging unsere Tour weiter. Dann kamen wir an eine Stelle, wo wir eigentlich frisches Lamm aus dem Ofen zum Mittagessen kaufen wollten. Einige aber gingen in die einheimische Gaststätte und aßen eine leckere Suppe. Das fanden alle ganz toll. Auch hier wieder waren wir nur einige von vielen, keine Turisten. Nur die Toilette fanden die meisten nicht so toll. Sie war auf dem Hof. Aber das ist wirklich so richtig typisch fürr hier.
Eine halbe Stunde später hatten alle Kaffeedurst, und wir machten stop. Und zwar wieder in einem ganz normalen Lokal. Alle fanden es toll, auch die Einheimischen.
Dann ging es aber weiter. Etwas später verabschiedeten wir uns von Sylvia und Dieter , die wollten lieber im Hotel bleiben und wir fuhren bis zu unserer Bauernfamilie. Wir wurden ganz lieb empfangen und auf unsere Familien verteilt.
Sagen können wir, dass wir die Wanderung bis auf den Gipfel gemacht haben und dabei bis auf 4100m gewandert sind. Das war schon eine Leistung. Helga kam kurz vor dem Gipfel an ihre Grenze, aber sie ist über sich hinaus gegangen und ist doch noch bis nach oben gegangen und hat den Gipfel erklommen. Eine tolle Leistung für alle, wenn man bedenkt, dass viele über 63 sind.
Nach dem Essen hieß es Abschied nehmen und dann sind wir aufs Schiff und haben die schwimmenden Inseln der Uros besucht. Auch das war ein unglaubliches Erlebnis... zu sehen, dass es Menschen gibt, die tatsächlich noch heute so einfach leben, auf so begrenztem Raum. Mit dem Schilfboot sind wir dann auch noch durch die Gegend gepaddelt worden, das war sehr schön.
Danach genossen wir einfach nur die Bootsfahrt, das Wasser, der Himmel, die Schifferboote und die Vögel. Abends sind wir dann alle gemeinsam noch was Feines essen gegangen.
Rafael, der bolivianische Ortsguide, führte uns vorzüglich weiter. Nach dem feinen Mittagessen mit Lamasteaks und den Besuch der Ruinen von Tiahuanzcu fuhren wir weiter Richtung La Paz. Es drohte weiteres Unglück. In El Alto blieben wir wegen einer Tanzveranstaltung anderhalb Stunden im Stau stecken. Sehr müde und nicht gerade erfreut über das Erlebte erreichten wir endlich La Paz.
Die Zugfahrt von Oruro nach Uyuni war für 19.00 Uhr angesagt. Und wir waren schon seit 13.00 Uhr unterwegs für eine drei-stündige Fahrt. Es stellte sich die Frage, wie werden wir in Oruro die Wartezeit von knapp vier Stunden totschlagen??.
Mitten auf dem Weg, mitten auf der Altiplano, im Dorf Paracamaya, entschieden wir uns spontan, ein Restaurant zu besuchen. Das Tagesgericht war "Schnitzel mit Zwiebeln auf Reis und Pommes". Große Auswahl hatten wir nicht. Also dran, es wurden 13 Portionen bestellt. Das Restaurant war eine typische bolivianische Kneipe, wo sich bestimmt Touristen (erst recht eueopäische) nicht nähern, geschweige lange aufhalten würden. Das war ein Blick hinter den Kulissen, der uns allen erfreut hat. Das war das echte Bolivien. Mit alles drum und dran!!!
Um 19:00 Uhr nahmen wir unser Bummelzug Richtung Uyuni, der für uns unerwartet recht pünktlich (19:05 Uhr) losfuhr. Um 02:00 Uhr morgens kamen wir in Uyuni an. Der Gang ins Bett dauerte verständlicherweise nicht lange.
Spruch des Tages:Ende gut, alles gut!!
Im Anschluss sind wir durch den Salar de Uyuni gefahren. Wie erwartet, kam bei dieser unendlichen Fläche der Horizont nur sehr langsam näher. Die Landschaft ist eindrucksvoll und einmalig!!! Das Mittagessen bereitete uns unsere private Köchin am Fuß einer Koralleninsel zu. In der Zeit, während das Essen zubereitet wurde, ließen wir unserer Fantasie freien Lauf. Die Kameras standen nicht still.
Am Nachmittag ließen wir es uns nicht entgehen die Koralleninsel mit vielen Hunderten von Kakteen zu besteigen. Im Anschluss fuhren wir mit Offroadfahrzeugen weiter über Schotterpisten, bis wir in unserem Übernachtungsquartier ankamen.
Wir schliefen in einem Hostel, welches ausschließlich aus Salzziegeln bestand, echt cool! (Es war angenehm warm. Es war nicht nötig, mit 5 Schichten Pullover und einer Windjacke in die Schlafsäcke zu kriechen) Von "Mucho frio" wie es auf spanisch heißen würde, haben wir nichts bemerkt..) .
Wir fuhren durch die skurrilen Landschaften und machten an den schönsten Orten einen Halt. Zuerst fuhren wir zu einer Lagune, wo rosarote Flamingos mit wunderschönen Farbklecks in der Mitte der weißen Lagune herzauberten. An der Stelle nahmen wir im Freien unser Frühstück. Dann ging es vorbei an der stinkenden Lagune (nach faulen Eiern, wegen des hohen Schwefelgehalts), zu der roten Lagune (hoher Eisengehalt) und am Schluss noch zu der grünen Lagune (hoher Kupfergehalt).
Dieter und Inge wagten einen Spung ins mit aus den Thermalquellen gefüllten Becken. Lediglich 10 Minuten!!!. Wegen des Termins an der Grenze war ein längerer Aufenthalt in Wasser nicht möglich.
Aber davor, gestärkt vom warmen Essen an der Laguna Colorada, machten wir uns Richtung Geysire, auf 4900 m. ü. M. Hier brodelte die Schlammasse vor sich hin und entwickelte in dieser Kälte einen geheimnisvollen Nebelrauch. Um 17.15 Uhr (noch unter der Karenzzeit) haben wir es (trotz meherer Pannen an Denis-Jeep) an die Grenze geschafft. Ein einziges Häuschen im Nirgendwo mit einer Barriere, links und rechts Mienenfelder, dies war die Grenze, wow!
Wir wechselten das Fahrzeug und düsten einige Höhenmeter hinunter. Ohrendruck vom Höhenunterschied hat keiner bekommen und/oder bemerkt, denn alle waren mit dem Ausfüllen der Chilenischen Formulare bei 120 kmh im engen Bus beschäftigt. An der Grenze zum Dörfchen San Pedro folgte durch die chilenischen Grenzbeamten eine filmreife Durchsuchung von “Schmuggelwaren”. Sie konnten nur die von Schuschu durch die ganze Reise mitgeschleppten Honigflaschen beschlagnehmen. Schade Schuschu!!! Spruch des Tages:
Die Szene ist filmreif
Unser Abschiedsessen fand im Bauerngut von Rafael statt. Seine Frau und er warteten auf uns mit einem leckeren Pisco Sauer. Der Unterschied zum peruanischen Pisco wurde allerdings festgestellt. Die Heiterkeit in der Runde machte sich breit. Eine arme schwarze Katze hatte dies zu spüren. Aber mit einer gewissen Fröhligkeit.
Am Spätnachmittag machten wir uns auf, um die herrlichen Landschaften der Atacama zu bewundern. Mit einem Mikrobus ging es zum Tal des Todes und zum Mondtal. Bizarre Felsformationen, tiefe Schluchten und hohe Felsen hielten wir mit unseren Kameras fest. Fantastische Eindrücke entstanden auch bei einer Bergwanderung zum Sonnenuntergang mit Blick auf den knapp 6.000 m hohen Vulkan Licancabur.
Vor uns lag nun noch die chilenische Metropole Santiago. Am Flughafen holte uns ein viventura-Vertreter ab und brachte uns in unser Hotel. Während der Fahrt dorthin erfuhren wir schon einiges über die Stadt und ihre Bewohner.
Nachdem wir die Koffer im Hotel gelassen hatten, starteten wir zu unserer Citytour..
Ein wenig Abschiedsstimmung kam auf und beim ein oder der anderen vielleicht auch der Gedanke auf ein Wiedersehen in Südamerika.
20.01.12Dorothea
Ich bin immer noch überwältig von der spannenden und erlebnisreichen XXL-Tour. Es war eine super Reise und eine ebenso tolle Gruppe. Jeder Teil der Reise...
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Mirjam