Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Ankunft in Lima
Unsere "Fußballmannschaft" (elf Teilnehmer) läuft pünktlich in Lima ein, die Dressen von drei SpielerInnen leider nicht - in Madrid blieb eine ganze Ladung hängen. Unser Guide Roman muss trösten und vermitteln, bis Arequipa sollten unsere drei Opfer Simone, Ulrike und Stefan ihr Gepäck wieder sehen. Zum Glück gibt es ein "clothes-sharing" mit ihren Reisegefährten.
Ein erstes Kennen lernen, wir sind uns sympathisch - mehrere Globetrotter, nur ein echtes Paar, männliche und weibliche SpielerInnen gut verteilt: neben unseren drei Gepäcklosen sind noch 2 Petras, Cordula, Henry, Frank, Uwe, Thomas und Manfred, der Exot (kommt aus Österreich) mit von der Partie.
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Wir machen LIMA unsicher
Der Jetlag hält sich in Grenzen. Die Standfesten unter uns haben noch in der Nacht den Stadtteil MIRAFLORES unsicher gemacht. Ein erster Pisco Sour in der "calle de las pizzas" durfte nicht fehlen (Tipp von Roman).
Einigermaßen frisch will LIMA-City entdeckt werden. Unser örtlicher Guide Carina erledigte das mit Charme und sehr gutem Deutsch: Plaza de Armas, Regierungsviertel, Katakomben, San Isidro in der sonntäglichen Ruhe und unter der typischen Dunsthaube an der Küste. Humboldt lässt grüssen. Nicht zu vergessen: el beso, der Kuss, eine monumentale Verbindung zweier Liebender in Stein vor dem tosenden Pazifik.
Mittagsbuffet schließlich im Künstlerviertel Barranco im Restaurant "Rustica" - Table dance (ganz anständig und traditionell) und ein Haus voller einheimischer Gäste, das ist die beste Empfehlung!
Zu guter Letzt der Trip nach Pisco, das sind 310 km auf der Panamericana. Wir kommen gut voran, den Pazifik stets zur Rechten, und landen fast vor unserem Hotel. Die Spuren des Erdbebens vor zwei Jahren sind noch nicht getilgt - überall noch schleppende Restauration. Das Schicksal trifft leider meistens die Ärmsten der Armen!
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Tierwelt, Pisco und Dünen
Pure Abwechslung am dritten Tag! Geschwindigkeit ist angesagt - zunächst über die Wellen: die Kormorane, Seelöwen, Pinguine erwarten unseren Besuch. Ein Pelikan grüßt mit Fallendem - Cordula war das Opfer. Der Zwischenfall ist bald verschmerzt, zu eindrucksvoll präsentiert sich die Fauna bei den Ballestas Inseln. Zuletzt auch noch ein Gastspiel von Delphinen - Tierfreund was willst Du mehr!
Voll der Eindrücke Aufbruch ins Hinterland nach Ica, zuerst Pisco in unterschiedlichen Nuancen. Wir lassen ihn uns schmecken, eine Ermutigung für das Abenteuer "Dünen" kann nicht schaden.
Die Buggy-Tour ist das nächste Highlight. Noch nie waren wir so schnell über Sand unterwegs, und das Ganze nicht nur horizontal! Da muss schon eine Sonnenbrille und eine Mütze wieder gefunden werden. Stefan, zuerst einer der Schnellsten auf dem Surfboard die Dünen hinunter, muss wieder hoch - keine Kleinigkeit im Sand! Es hat unglaublich Spaß gemacht und neben lustigen Fotos werden wir auch noch bisschen Sand nach Hause bringen, denn es gibt kaum eine Stelle an uns, in die er nicht vorgedrungen ist.
Happy End schließlich beim Grillabend in Nazca bei bester Laune.
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Ab in die Höhe
Der heutige Titel hat doppelt gepasst. Zuerst im Kleinflugzeug über die beeindruckenden Linien von Nazca. Roman schafft es: wir starten zwar mit Verspätung (Nebel), aber vor den Japanern, ein kleiner Sieg.
Danach ist Freddy, unser Chauffeur, gefragt. Einige 100 km fährt er uns souverän die Küste entlang - jede Menge Kurven, rechts 100m in den Abgrund, links Felsen und Sand. Bei einem Zwischenstopp kommt der Gedanke an Wintersport auf. Eine Pistenraupe schiebt Schnee vor sich her? Der helle Sand auf der Strasse könnte den Eindruck verstärken, aber die Temperatur passt nicht. Dafür die Beschilderung: "zona de arenamiento" - der Sandverfrachtung auf der Panamericana ist wirklich nur mit Maschinenkraft beizukommen.
Fischbuffet mittags am Puerto Inca vor dem tosenden Pazifik, hohe Wellen, dunkler Sand und einige Mutige mit den Beinen im Wasser: Uwe, Thomas, Manfred, Frank und Simone wollten es wissen; so kalt ist er gar nicht! Danach Nebel, ein Schwenk nach Osten, unser Bus schraubt sich Richtung Arequipa in die Höhe. Auch ein kleiner Stau hält uns nicht mehr auf.
Für unsere 3 Kofferlosen endet der Tag besonders schön - siehe den Spruch des Tages!
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Aufbruch zum Kondor
Gemeinsam geht es los. Das Nonnenkloster Santa Catalina, eine Errungenschaft der Spanier aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert, wird besucht und da ist Interessantes zu erfahren: das erste Mädchen einer Familie muss heiraten, das zweite mit 12 Jahren ins Kloster und das dritte ist auserkoren, die Eltern zu versorgen. Unsere weiblichen Mitglieder rechnen gleich nach, wie ihr Schicksal gewesen wäre. Ein Seufzer der Erleichterung geht um, obwohl gerade zwei Klosterplätze frei sind.
Danach teilen wir uns. Henry, Frank und Stefan zieht es nicht zum Kondor, sie lernen Arequipa, das viventura Team und die Sozialprojekte näher kennen. Der Rest bricht auf ins Colca-Tal.
Kontinuierlich schraubt sich unser Minibus in die Höhe zum "Mirador de los Volcanes". Auf 4.910m ist die Aussicht auf die Vulkane und die Kordillere atemberaubend. Die Luft bleibt weg - in zweifacher Hinsicht. Unterwegs haben bereits Vicuñas, Alpakas und Lamas gegrüßt, zahlreiche Stopps sind programmiert (Thomas und Manfred entpuppen sich als Fotofreaks!)
Über Chivay und eine holprige Strasse in kühner Höhe über dem Colca-Tal erreichen wir mit einbrechender Finsternis unser Tagesziel: Cabanaconde
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Fangen wir den Kondor ? (natürlich mit der Kamera)
Die Nacht ist kurz, der Höhe zollen die wackeren acht Kondorwilligen doch ein wenig Tribut. Knapp nach 7 Uhr verlassen wir Cabanaconde, um in einer halben Stunde am "Cruz de Condor" zu sein. Wir haben viel Glück, am Vortag am Aussichtpunkt vorbeigereist und damit zum Unterschied von Hunderten anderen Schaulustigen n i c h t von Chivay aufgebrochen zu sein.
Ein plötzliches HALT unseres Chauffeurs - schon auf der Anfahrt tummeln sich über unseren Köpfen vier Könige der Anden. Reiseleiterin Viviana vermutet Aas in der Nähe. Beeindruckend die Spannweite von mehr als 3 Metern und das majestätische Flugverhalten! Am Cruz selbst tauchen nur mehr zwei Kondore auf, das aber für einige Augenblicke fast in Griffweite. Das wahre Schauspiel ist aber uns vorbehalten geblieben.
Auf der Rückfahrt Stopp in so manchem erdbebengeschädigten Dorf und ein Andenbuffet in Chivay zu Klängen aus den Bergen, Alpaka-Burger und gebratenes Meerschweinchen inbegriffen. Einige haben es versucht. Danach die gleiche Strecke wie Vortags zurück, Arequipa hat uns um 16.00 Uhr wieder. Zeit genug für einen Abendspaziergang, aber Achtung: morgen läutet der Wecker bereits um 04:00 Uhr.
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Flug über die Anden
Der Flug über Vulkane und schneebedeckte Gipfel entschuldigt den zeitigen Weckruf. Bald sind wir in Cusco, die Sonne taucht die Stadt in ein freundliches Lächeln. Eine erste Runde über den Hauptplatz, ein gemeinsames Mittagessen, dann geht´s zur City Tour.
Mauro, ein "indigena" aus dem Urwald erstaunt mit perfekten Deutschkenntnissen, die er sich autodidaktisch angeeignet hat. Der Minibus windet sich hinauf nach Saqsayhuaman, zum ersten Mal stehen wir vor perfekt zusammengesetzten Steinquadern der Inka-Kultur, die Stadt zu Füßen. Mauro fasziniert mit zeremoniellen Sprüchen in der Inkasprache Quechua, zum Teil in einem beschwörenden Klangbild und zieht plötzlich eine tote Schlange hervor. Ab jetzt wird es mystisch, Mauro entpuppt sich als Schamane. Wir erfahren viel über Naturheilkunde, ein Beispiel:
Um die Krankheit einer Person zu diagnostizieren, rieb man früher ein schwarzes Meerschweinchen über den Körper, las danach in den Eingeweiden (des toten Tieres) und braute das passende Medikament. Wie bestellt, mystifiziert Donnergrollen die fast schaurige Szenerie.
Nach dem "Bad des Inka" klingt der Tag profaner aus: Abendessen bei den "falling angels".
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Wir erobern die Stadt
Ein Tag für Individualisten. Cusco kann erobert werden! Wir schwärmen aus: Shopping, Kultur, Fotos, Nachschub für Magen und Darm, jeder frönt seinen Leidenschaften.
Cusco ist farbenfroh, lebendig, quirlig, heiter, facettenreich …, aber auch auf der Jagd: nach Menschen, die dem Zebrastreifen vertrauen und solchen mit Lederschuhen. Weshalb, ist schnell erklärt: der Zebrastreifen ist wohl vorhanden, aber reine Dekoration. Der vertrauensselige Passant wird zwar nicht niedergefahren, aber mit wildem Gehupe und Bremsverweigerung aufmerksam gemacht, wer der Stärkere auf der Strasse ist. Der Polizist daneben pfeift höchstens und winkt.
Der glückliche Besitzer von Lederschuhen wiederum hat am Ende des Tages keine mehr. Würde er jedem Schuhputzer auf der Strasse nachgeben, seine Schuhe wären einfach durchgescheuert!
Am Ende des Tages hat fast jeder von uns sein Erfolgserlebnis: von der Anmeldung zur Raftingtour, über eine neue Tischdecke, Postkarten, Schmuck bis hin zum Pullover aus Alpakawolle (9 EURO in XL!) - das meiste wahrlich zu einem Spottpreis.
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Auf zum Highlight
Ein anstrengender, aber großartiger Tag wartet auf uns. Transfer zum Bahnhof in Cusco, jede Menge Tickets und Papier, auch in Peru muss alles seine Ordnung haben.
Gut drei Stunden Fahrt das Urubamba-Tal hinunter, der Zug ist voll. Heimatgefühle werden wach: Kühe, Mais und viel Vegetation. Aber der Baustil ist anders und die Berge sind bedeutend höher. Bei KM 106 teilen wir uns erneut. Stefan, Henry, Frank, Ulrike, Uwe und Manfred nehmen das letzte Stück des Inka-Trails zu Fuß in Angriff, Cordula, beide Petras, Simone und Thomas fahren direkt nach Aguas Calientes.
Die wackeren Inka-Tramper spüren bald die Glieder. In Serpentinen 500m hoch nach Wiñay Wayna - das Stilfser Joch für Wanderer. Dann aber ist es geschafft, zu Mittag erkunden wir die eindrucksvollen Ruinen. Am Nachmittag noch 2 Stunden auf und ab, tief unten blinzelt der Urubamba. Am Sonnentor Intipuntu ist es soweit: die Abendsonne verleiht den ersten Blicken auf Machu Picchu ein brillantes Ambiente. Gleich daneben steht der Putucusi, ein steiler Aussichtsberg, den Thomas, Cordula und Petra bezwungen haben.
Am Abend in Aguas Calientes nur ein Motto: Dusche, Bier und Pizza. Der Regen kommt erst jetzt.
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Kultur pur
Um 6.15 Uhr sind wir im Bus. Er klettert 400m hoch nach Machu Picchu. Klares Wetter, noch relativ wenige Touristen, keine Wartezeiten bei den Formalitäten. Der Pass plus sonstige Tickets und Zettel müssen x-mal gezeigt werden.
Mauro leitet uns treppauf / treppab 2,5 Stunden durch die imposante Anlage. Er ist heute erstaunlich profan, auch als es um die Schilderung der Opferungen zu Ehren des Sonnengottes Inti und um sonstige Rituale geht.
Die Szenerie ist umwerfend: tief unten der Fluss, wir bewegen uns auf halber Höhe bei rund 2.500m, im Hintergrund Berge von doppelter Höhe, geheimnisvoll in Wolken getaucht.
Danach herrscht Freizeit bis 16.00 Uhr, jeder geht seinen Neigungen nach. Vom Baden im Thermalbad in Aguas Calientes bis zur Besteigung des Wayna Picchu, der 300m hoch die Inkasiedlung überragt. Eine steile, fast schwindelerregende Angelegenheit, die Treppenhöhe nur für Leute, die daheim auch immer zwei Stufen auf einmal nehmen. Die Aussicht von oben ist allerdings einzigartig.
Der Zug zurück nach Cusco ist wieder randvoll, wir schaukeln in die Dunkelheit und in einen Regenschauer. Am Bahnhof wartet der Bus zum Hostal, alles wieder perfekt.
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Tiempo libre
Ein weiterer Tag zur freien Gestaltung. Ulrike und Uwe zieht es zum Rafting, Thomas ins Museum, Petra und Cordula erforschen den Kunstmarkt, während Petra (2), Simone und Stefan ein Kinderdorf in Urubamba besuchen.
Da sich die Gruppe erst zum Abendessen wieder findet, hier einige persönliche Eindrücke beim Schlendern durch Cusco.
Am Anfang eine kleine Enttäuschung: das "Museo de los Incas" ist zur Abrundung aller Erkenntnisse über diese Kultur gedacht, doch vierzig Polizisten versperren den Eintritt. Einer kann Englisch und gibt zu verstehen: heute geht nichts mehr, Protestmarsch!
Dafür entschädigen der Handwerksmarkt am Ende der Avenida del Sol und der Lebensmittelmarkt, den man durch den "Arco Santa Clara" erreicht. Eine riesige Markthalle mit Mall, links und rechts sind die Seitenwege hübsch bezeichnet. Eine Herausforderung für alle Sinne; neben Schlachtgut gleich das Obst (Erdbeeren!), Getreide, Gewürze, Blumen …, am Ende eine Art Volksküche - die Nase kann sich kaum entscheiden, die Augen auch nicht.
Ich habe einen Früchtebecher mit Flan (Pudding) probiert: bunt, lecker und sagenhaft billig. Für einen Euro isst man drei.
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Der See wartet auf uns
Heute verabschieden wir uns von Cusco. Eine lange Fahrt liegt vor uns, der Altiplano muss bezwungen werden. Unmerklich gewinnt der Bus an Höhe, die Vegetation wird dünner, die Bäume verschwinden. Die Farbe Gelb dominiert draußen, die Berghänge sind von dürrem Grasbewuchs geprägt.
Stop am Pass "La Raya" in 4.338m Höhe. Gegen die Fotomotive der schneebedeckten Berge haben die Straßenverkäufer keine Chance. Danach fällt das Gelände wieder, die Berge weichen zurück, der Altiplano breitet sich aus. Eine Mittagsrast mit Lunchpaket an einer Lagune, wir pirschen uns vorsichtig an eine Flamingogruppe an.
Ab Juliaca wieder Schotterpiste, noch eine gute Stunde bis der Bus unvermittelt hält. Mit dem nötigsten Gepäck für zwei Tage marschieren wir 30 Min. in das Dörfchen Santa Maria, der Chef des Dorfes holt uns persönlich ab. Rechts unten glänzt bereits der Titikakasee. Ein Blumenkranz als Willkommensgruss, die Dorfkommune wird vorgestellt. Danach folgen die Einteilung der Unterkünfte bei verschiedenen Familien und das überraschend gute Abendessen im Gemeinschaftshaus. Der gewöhnliche Dorfbewohner hat allerdings keinen Zutritt, da hilft auch unsere Intervention nicht.
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Leisure time
Für einige von uns übernimmt ein Esel die Rolle des Hahns. Er brüllt um 5 Uhr aus Leibeskräften und sorgt für eine verkürzte Nachtruhe. Heute sind aber ohnehin Entspannung und Dorfleben angesagt. Der Schulbesuch fällt allerdings einem Feiertag zum Opfer. Auch die Feldarbeit ruht, man wartet hier schon sehnsüchtig auf Regen.
Roman, Cordula, Uwe, Ulrike, Petra, Thomas und Manfred bezwingen schnaufend den Hausberg, der den Titikakasee gut 400m überragt. Der Gipfelsieg wird mit einem kräftigen Sonnenbad und einem überragenden Rundumblick belohnt. Der ganze Titikakasee liegt uns zu Füßen, von der Ferne spielt der Schnee der Königskordilliere mit dem Weiß der Wolken. Gerne hätten wir auf den frühen Abstieg zum Mittagessen verzichtet.
Für dieses lassen 12 Forellen ihr Leben, danach verkürzen uns Vorstellung und Produktion der einheimischen Tracht die Zeit. Uwe erweist sich indessen als Meister der Abhärtung. Er taucht in den 11 Grad kalten See und hat sich bis heute keine Erkältung geholt. Am Abend wieder eine wohlschmeckende Suppe (Quinoa) und Aufwärmen am Lagerfeuer. Danach tapsen wir im Kegel der Taschlampe zum Quartier, begleitet von der Gastfamilie.
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Bolivien, wir kommen
Heute brauchen wir keinen Esel, der Wecker klingelt um 4.30 Uhr. Im Sonnenaufgang zum Frühstück und eine herzliche Verabschiedung unserer Gastfreunde. Per Schiff setzen wir über den See und erfahren von der Begleiterin Soledad, dass Titikaka übersetzt "Graukatzensee" heißt. Mit viel Fantasie kann man an den Konturen des Sees, in den der Bodensee 15-mal hineinpasst, eine Katze ausmachen.
Der Stopp bei einer der Uros, den schwimmenden Inseln, ist ein absoluter Höhepunkt - 32 Menschen leben auf einem knapp halben Fußballfeld mitten im See, nur Schilf und Wasser. Jede Menge Fotomotive! Bald danach hat uns Festland wieder, wir nähern uns Bolivien. In Desaguadero an der Grenze herrscht Marktzeit, wir mühen uns durch das Gedränge und die Formalitäten nach Bolivien. Dort erwarten uns ein neuer Bus und Reisebegleiterin Manuela.
Die Ausgrabungen von Tiahuanaco gehen sich aus. Wir erfahren einiges über die Prä-Inka-Kultur, hochgezogene Schädel und weinende Monolithen. Noch gut 50 km, die Königskordilliere rückt heran -ebenso das berüchtigte "El Alto", die "gefährliche" Stadt über der Stadt. Bei Sonnenuntergang ein erster Blick auf La Paz, das unter unseren Füßen wimmelt.
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Aktiv
Nach dem tollen Abendessen vom Vortag im "Transqueña" entschied sich heute keiner von uns für die Option: La Paz ungeschminkt. Uwe, Petra, Frank und Henry flitzen auf dem Mountainbike in die Yungas, die Tropenzone. Die angeblich gefährlichste Route der Welt, auf 64 km ein Gefälle von 3.500 Höhenmetern, meist ohne Asphalt und in LKW-Breite. Den Staub der Piste schluckt so manche Dusche unter einem Wasserfall.
Cordula, Ulrike und Thomas bezwingen den Pico Austria und quälten sich erfolgreich auf 5.370m. Der Ausgangspunkt war 1000m tiefer gelegen.
Manfred angelt sich Manuela zu einer Privattour zum Chacaltaya (5.421m), früher mit dem höchsten Skilift der Welt besetzt, jetzt ein Opfer der Klimaerwärmung. Die Rundumsicht ist traumhaft - rund 200 km bis weit zum Titikakasee.
Stefan, Petra und Simone schließlich erkunden La Paz auf eigene Faust. Der viel versprechende Hexenmarkt enttäuscht sie allerdings doch, zu wenig Originalität und zu viel Kommerz für neugierige Touristen. Letztlich jedoch ein schöner Tag mit strahlendem Himmel und vielen unterschiedlichen Erfolgserlebnissen - alle haben sich irgendwie dem Verkehrsinfarkt von La Paz entzogen :)
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Abschied aus dem Hexenkessel
Auf Manuelas sonntägliche Kurzführung inklusive historischem Museum mit Handwerk, Masken, Münzen und Mythen folgt Freizeit in La Paz. Roman teilt uns mit, dass wir erst um 16:20 Uhr nach Sucre fliegen werden. Die meisten von uns zieht es nochmals ins Zentrum.
Die große Avenida ist zur Fussgängerzone umgestaltet, halb La Paz flaniert im bunten Treiben. Einige Musikgruppen in farbenprächtigen Uniformen wetteifern um die Gunst der Zuhörer.
Kurz vor der Abfahrt zum Flughafen ein kleiner Schock. Romans Rucksack, nur kurz in einem Restaurant aus den Augen gelassen, ist weg. Er taucht nicht wieder auf und keiner will etwas gesehen haben. Es fehlen zwar keine Reiseunterlagen, aber wichtige persönliche Dinge. Vorsicht ist in einigen Teilen von La Paz also nach wie vor geboten.
Der Flug nach Sucre hat Verspätung, wir kommen erst mit Sonnenuntergang an. Die Stadtbesichtigung wird daher auf Montag verschoben. Im Flugzeug werden von freundlichen Stewardessen Sandwichs und Getränke serviert - ungewöhnlich aber nett bei der knappen Flugzeit. Am Abend dinieren wir fürstlich im Kolping Haus, das erhaben über der weißen Stadt thront und eine tolle Aussicht bietet.
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Auf zum Silber
Vormittags zeigen uns Guide Cinthia und Sucre ihr freundlichstes Gesicht. Die Stadt, von oben eher unscheinbar, ist wirklich weiss, kolonial, mit monumentalem Touch und kein Moloch wie La Paz. Wieder einmal unter 3000m Seehöhe präsentiert sie sich zudem angenehm warm.
Danach sind wir auf Achse, drei Stunden Busfahrt nach Potosi. Der Bus schaukelt uns langsam auf über 4.000m hoch in angenehmen Schlummer. Unvermittelt steht er vor uns, der "Cerro Rico", der reiche Berg, der Potosi vor gut 300 Jahren zur reichsten Stadt der Welt gemacht hat. Entsprechend neugierig starten wir zur Besichtigung einer der 128 Minen.
Zuerst werden Sprengstoff und ein paar Aufmerksamkeiten für die Arbeiter gekauft. Dann gibt es das passende Outfit zum Überziehen, Stirnlampe inklusive. Wilfredo zeigt uns den Minenteufel, den Freund! der Bergleute, und das Zeremoniell, Pacha Mama gnädig zu stimmen. Koka ist natürlich dabei.
Es wir enger, bis wir vor einer Silberader stehen. Don Gregorio, schon 38 Jahre im Stollen tätig, erklärt uns die harte, ungesunde Arbeit für rund 60 EUR im Monat! und lässt es mit unserem Dynamit krachen. Es hallt dumpf. Hoffentlich haben wir ihm Glück gebracht!
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Es geht in die Einöde
Vormittags im Museum ein Rückblick auf die silberne Vergangenheit von Potosi (und von Bolivien - die englischsprachige Führerin klingt wehmütig!), danach wird Verpflegung im Ort gefasst (z.B. Salteñas, sehr schmackhaft!) und gepackt. Der Bus kann allerdings nicht in die enge Strasse unseres Hostals navigieren, wir müssen uns 500m mit Gepäck durch die Strassen mühen: ein Amüsement für so manchen Einheimischen.
Endlich sitzen wir im Bus, rund 6 Stunden Fahrt erwarten uns. Der Chauffeur ist trotz zahlreicher Baustellen überraschend schnell. Rund 95% der "carretera" sind ohne Asphalt, ein Schaukeln auf Schotter und Sand. Wir schließen die Fenster immer wieder, denn nahende Fahrzeuge kündigen sich schon zeitig durch eine Staubfahne an.
Wir pendeln zwischen 3500m und 4200m, der Bewuchs wird zusehends spärlicher. Kakteen lösen die letzten Bäume ab. Es dominieren Felsen, Steine, Sand, dürre Grasbüschel. Wo sich ein kärgliches Bächlein wehrt, zu versiegen, weiden Lamas und Schafe. Nur ab und zu Steinhäuschen oder gar Orte. Die Landschaft weitet sich, als wir Uyuni erreichen. Das erste Motto: Koffer säubern, bevor es zur Pizza (muy rica!) geht. Da könnten viele Italiener lernen!
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Salz ohne Ende
Verteilt auf drei Jeeps verlassen wir Uyuni. Wie üblich hier japanische Fabrikate, deutsche und andere Marken gibt es kaum. Eine bolivianische Köchin inkl. Verpflegung begleitet uns in den kommenden Tagen.
Zuerst ein Besuch am nahe gelegenen Eisenbahnfriedhof, ein El Dorado für Alteisenfanatiker. Nach 25 km taucht der größte Salzsee der Welt (ca. 160 km x 130 km) vor uns auf - beeindruckend! Zahlreiche erste Aufnahmen, danach preschen wir mit 80km/h über das Salz.
Mittagsstopp auf der Insel Inkahuasi, die sich 100m aus der salzigen Weite erhebt. Mächtige Kakteen, teilweise älter als ein Jahrtausend und ein überwältigender Ausblick von oben. Am Nachmittag schießen wir lustige Fotos mitten in der Salzwüste und warten auf den Sonnenuntergang, der die Salzkristalle in unterschiedlichste Farben hüllt. Plötzliche kalte Windböen lassen uns zu den wärmsten Kleidungsstücken greifen und wie Pinguine zusammenstehen, bis es weitergeht.
Eine Unterkunft "am Ende der Welt" ohne Warmwasser, Getränkeverkauf und Toilettenpapier, dafür mit kurzer Stromphase und drei Bettensälen verlangt einigen Pioniergeist. Aber: eine Meisterleistung der Köchin und behagliche Wärme unter der Decke.
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Bolivien ade
Der Weckruf ertönt um 04:00 Uhr. Kein Stromgenerator, daher: Kurztoilette und Anziehen im Stirnlampenlicht. Die Sterne schauen beim Kofferverstauen auf den Jeeps zu, die Temperatur hat sich gerade noch für Plusgrade entschieden. Eine lange Fahrt auf rumpeligen Schotter- und Steinpisten durch das einsame aber abwechslungsvolle Hochland liegt vor uns. Die Fahrer können zumeist zwischen weit auseinander laufenden Fahrspuren wählen.
Wir stoppen oft (z.B. Frühstück bei der Laguna Cañapa, Mittagstisch an der Laguna Colorada). Die divergenten Farben der im Sonnenlicht auftauenden Gewässer sind malerisch schön, die zahlreichen Flamingos gar nicht scheu. Die Witterung sorgt für Abhärtung. Im Jeep mit staubbedingt geschlossenen Fenstern hat es bis zu 30, draußen gerade 10 Grad, aber der Wind pfeift uns um die Ohren.
Wir passieren die "Montaña de Siete Colores" und zählen wirklich sieben Farben an den Berghängen, vom Wind geschliffene Felsformationen und rauchende Schwefelschlote. Noch einmal erreichen wir fast 5000m, eines der Fahrzeuge allerdings nur mit dreimaliger Pannenpause.
An der Grenze nach Chile warten der Bus und eine angenehme Abfahrt nach San Pedro de Atacama.
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Bizarre Landschaften
Ausschlafen und Duschen im Hostal - eine Wonne! Danach durchstreifen wir den Ort. Keiner von uns fühlt sich berufen, auf eines der lokalen Angebote, wie Pferdereiten oder Biken, zurückzukommen. Ein kühles Bier im Schatten entwickelt viel mehr Reiz. Um 16.00 Uhr bringt uns Leo zum Mond- und Todestal. Bizarre Landschaften tun sich auf, ein paar Krater und man hätte sich auf den Mond versetzt gefühlt.
Unerwartet werden wir noch körperlich gefordert. Wir durchwandern eine von Wassern aus der letzten Eiszeit ausgewaschene Rinne, die immer schmäler wird. Mächtige Klippen und Klüfte türmen sich auf, an denen Salzkristalle "knacken". Sie können sich an den Steinformationen nur auf Grund der extremen Trockenheit von 7% Feuchtigkeit entwickeln. Plötzlich stehen wir vor einem Höhlensystem, das wir kriechend, krabbelnd, kletternd durchqueren müssen. Alle haben ein Erfolgserlebnis, nur unsere Kleidung nicht.
Nach dem Sonnenuntergang über den Andengipfeln das Abschiedsessen mit Roman und eine Stunde Sternenkunde intensiv. Ein kauziger deutscher Hobbyastronom mit Teleskop lehrt uns den Sternenhimmel, der sich überwältigend präsentiert. Wir finden sogar 4 Jupitermonde.
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Auf Wiedersehen Südamerika!
Heute hieß es nun wirklich Abschied nehmen. Am Nachmittag wurden wir zum Flughafen gebracht. Unsere Reise ging dem Ende zu und wir verließen endgültig den südamerikanischen Kontinent natürlich mit vielen Eindrücken, Abenteuern und Souvenirs im Gepäck.
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Abschied
Der Himmel präsentiert sich erstmals trübe, die Umstellung auf das heimische Herbstwetter fällt somit leichter.
Bis auf Petra, Cordula und Simone, die erst am Abend abfliegen, gilt das Motto: Packen und Abschiednehmen, denn der Bus bringt uns um 09:30 Uhr zum Aeropuerto.
Nelson ist uns beim Einchecken behilflich - ein wirklich sympathischer Guide - dann startet der Flieger fast pünktlich. Der Flug über die Andenkette mit Akonkagua ist beeindruckend. Ein letztes großes Highlight einer wahrlich abwechslungsreichen und eindrucksvollen Reise !
Ergänzung der Abendflieger: Nachdem die Frühflieger von uns würdig verabschiedet wurden, ist der Himmel aufgerissen und wir haben noch einen sonnigen, relaxten Tag genossen. Das konnten wir auch unwissentlich gebrauchen, denn wir ahnten nicht, was noch auf uns zukam… Wir warteten bereits über 3 h im Flughafen, bis wir erfuhren, dass unser Flug noch ca. 4 h Verspätung haben würde. Natürlich haben wir dadurch den Anschlußflug in Madrid verpaßt, aber vor Ort wurde schnell eine Lösung gefunden. In Frankfurt endlich angekommen, standen wir an der Gepäckausgabe, nur auf unsere 3 Koffer warteten wir vergeblich. Simone, die das gleiche Schicksal schon beim Hinflug erleiden mußte, hatte es schon geahnt… Ein Abenteuerurlaub bis zur letzten Minute.