Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

27 Juli 2009 • Frankfurt - Lima

Unser Capitano Roberto
Jungle Vorbereitung??

Über den Atlantik

Nach einem emotionalen Abschied in Frankfurt ging es ab nach Madrid!! Die erste Teilstrecke verlief reibungslos. Marcel war kaum im Flugzeug und schon war er K.O.! Patricia trauerte immer noch ihrem Zukünftigen nach mit schluchzendem Jammer…

In Madrid angekommen begann die Suche nach dem nächsten Terminal. Der Flughafen kam einem vor wie in einem Asterix & Obelix Film, in dem sie ein Dokument suchten (Smile) - Es war auf jeden Fall ein Labyrinth!! Anschließend ging unsere Transatlantikreise weiter und wir hatten einen 12 Stunden Flug vor uns - Hilllfffeee….

Na ja, es war weniger schlimm als angenommen. Marcel hat trotz Stützstrümpfen die ganze Nacht Games gespielt und Filme geschaut und Padi war immer noch am Trauern um die Daheimgebliebenen.

28 Juli 2009 • Lima

Erster neuer Freund...
Blick auf den Pazifik

Nationalfeiertag (Spezialprogramm)

Angekommen am Flughafen hat uns Roberto mit einem 50-köpfigen Empfangskomitee willkommen geheißen. (Nur Spaß, das waren die Fans von einer Fußballmannschaft). Ursula, unser Lokal – Guide, war eine sehr belesene Frau, sie wusste zu jeder Frage eine Antwort und konnte alle Zeitepochen auswendig. La Plaza de Armas (Hauptplatz) war wegen Nationalfeiertag gesperrt, deshalb haben wir zu Fuß weiter unsere Erkundigungstour gemacht. Das uns angebotene Alternativprogramm durch vornehmere Viertel von Lima, war spitze.

In einem typischen peruanischen Speiserestaurant haben die Jungs eine Wette abgeschlossen: Sie rasieren sich nicht mehr die ganze Reise. Wer zuerst aufgibt, gewinnt ein Runde Pisco Sour (Nationalgetränk aus Peru). Schmeckt für uns wie Caipirinha (Roberto bemerkt, dass wir Kulturbanausen sind).

Abends vor dem schlafen gehen, haben wir noch eine gemütliche Plauderrunde an der Pazifikküste einberufen. Nun sind wir seeeehr müde, uns kommt der Tag vor als hätte er mehr als 24 h. Super lang. Juhu, wir konnten unsere Reise sehr gut starten, vielen dank Roberto!

29 Juli 2009 • Nazca

Chillende Seehunde
Die Vögel

Boarden mal anders

Nach einem turbulenten Abend (Erklärung folgt noch…) ging es frühmorgens wieder los mit einer Busreise nach Paracas. Marcel war so früh morgens noch nicht ansprechbar und war, kaum im Auto, schon wieder eingeschlafen. Als wir dann zwei Stunden später in Paracas ankamen (natürlich zu spät, sonst wären wir ja keine Brunners) ging unsere Reise auf See weiter. Wir besuchten die Islas Ballestas, auch Klein-Galappagos genannt. Es war echt super. Wir haben etliche Seehunde, Pinguine, Pelikane und andere exotische Vogelarten gesehen.

Zur Mittagszeit suchten wir zuerst unseren Guide, der wieder mal eine dicke Zunge riskierte. Diesmal im wahrsten Sinne des Wortes… (Eine Biene hat ihn während dem trinken seiner Inka Cola alias Gummibärchensaft in seine Zunge gestochen - Autsch!!!!). Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging unsere Reise weiter Richtung Oase in Ica. Dort wartete schon ein Strandbuggy auf uns und wir düsten auch gleich schon mit 200 km/h über die Dünnen von Ica. Am obersten Punkt durften wir uns im Sandboarden üben. Marcel beherrschte das Boarden auf Anhieb und auch Patricia hat sich gut geschlagen.

Nach einer langen Durststrecke erreichten wir Nasca und bekamen einen ersten Eindruck von Maria Reiche (Freundin von Däniken???) und den Nasca Linien.

30 Juli 2009 • Lima

Gebrochen wird später
Eine echte Schnapskennerin

Maria Reiche versus Von Däniken

Gestern Abend bekamen wir einen Theorieinput von den Nascalinien im Maria Reiche Museum. Heute Morgen gingen wir aber vorweg eine Grabstätte der Nasca Kultur begutachten, mit echten Totenschädeln. Ganz schön gruselig.

Dann hatten wir Glück und konnten wegen schönem Wetter mit der ersten Maschine in die Lüfte. Dabei konnten wir eine Vorstellung der Größe und des Ausmaßes der Nascalinien erhalten. Patricia ist noch immer überzeugt von der Theorie von Herrn Von Däniken. (Übrigens wurde es uns schon recht übel vom Flug, da der Kapitän fast Loopings flog). Dann machten wir uns auf den Rückweg nach Lima.

Unser Mittagessen genossen wir in einer Schnapsbrennerei, wo uns ein Sommelier über die Feinheiten der unterschiedlichen Piscosorten aufklärte. Natürlich alles mit einem Schluck der jeweiligen Sorte. (Was unseren Magen erneut herausforderte). Bei der Rückfahrt hat Marcel seiner Schwester mit viel Geduld das Schachspielen beigebracht. (PS: Patricia hat diese Schachrunde gewonnen!)

31 Juli 2009 • Puerto Maldonado

Der Kaiman vom Empfangskomittee
Itzi Bitzi Spider

Welcome to the jungle

Ohne Frühstück fuhren wir gleich zum Flughafen. Unsere von viventura improvisierten Speisen nahmen wir nach dem Check-Inn im Warteraum ein. Punkt 11:00 Uhr kamen wir in Puerto Maldonado an. Da erwartete uns Miguel mit einem kleinen Bus.

Bevor wir zum Bootssteg fuhren, waren wir auf dem Obstmarkt. Etliche Obstsorten wurden gekostet; angefangen mit Lima (eine süß-sauere Zitrusfrucht) gefolgt von Avocados und anderen Passionsfrüchten wie Maracujas, Granatapfel oder Tumbos. Über den außergewöhnlichen Geschmack der Früchte kann man sich lange unterhalten.

Mit einem kleinen Boot fuhren wir dann flussaufwärts bis in unsere Lodge, wo wir auf unsere Nachtwanderung vorbereitet wurden. Die Nachtwanderung war ein tolles Erlebnis, vor allem als die Vogelspinne zum richtigen Timing, wie bestellt, uns entgegen kam.

01 Aug. 2009 • Puerto Maldonado

Erfolgreiche Mutprobe
Viventura Unterkunft

Los chiccos locos

Vor dem Frühstück (05:00 Uhr) machten wir uns auf zu einer Salzlecke, wo wir eine Vielzahl von Papageien in einem für diese Zwecke montierten Unterstand beobachten konnten. Punkt 07:00 Uhr war Ende der Vorstellung. Die Papageien flogen zu ihrer alltäglichen Beschäftigung davon.

Nach dem Frühstück gingen wir auf den Spuren unserer gestrigen Nachtwanderung. Bei Tageslicht sieht der Wald natürlich ganz anderes aus, aber nicht weniger interessant. Was wir am Vorabend erklärt bekommen haben, wie zum Beispiel über die Wandernde Palme, konnten wir erst jetzt richtig nachvollziehen. Den Rahmen unseres Tagebuches würden wir sprengen, wenn wir solche Beispiele alle aufzählen würden.

Unser Mittagessen in der Lodge war wiederum hervorragend. Es gab Ceviche, eine peruanische Spezialität, die allerdings nicht von allen gekostet wurde. Nach einem wohlverdienten Mittagschlaf ging es weiter flussabwärts zu einem See (ein Mäander des Flusses), wo sich Marcel und Padi trotz Pirañas, trauten, eine Schwimmstunde auszuüben. Die Pirañas haben wir später beim Angeln sehen können. Bei der Rückfahrt zur Lodge konnten wir schließlich ein paar leuchtende Augen von Kaimanen beobachten.

02 Aug. 2009 • Cuzco - Cusco

Unser Dreierteam vor der Cuzco - Kathedrale
Die Ruhe vor dem Sturm

Die Höhe nähert sich

Wiederum früh morgens mussten wir uns auf dem Weg Richtung Flughafen begeben. Vorher gab es natürlich ein nahrhaftes Frühstück in der Lodge. Auf einer andere Salzlecke ließen sich ein paar Parabas (Papageien) vom Boot aus beobachten. Ein unvorgesehener Photostop wurde angesagt. Wiederum standen die Fotoapparate nicht still.

Einmal in Cuzco angekommen, sah es so aus als sei die Höhe nur ein Märchen. Es wurden etliche Pläne für die Freizeit gemacht: Rafting, Cuy essen gehen, und, und…

Wir fühlten uns alle wohl und sicher, da Patricia für solche Eventualitäten bestens ausgerüstet war. Von einem Balkon am Hauptplatz konnten wir bei unterschiedlichen Getränken die Tagesdämmerung und das kalte Abendleben in Cuzco beobachten.

03 Aug. 2009 • Cuzco

Chillen in Cuzco für 10.-
Wo ist das Zieglein?

Ruhetag in Cuzco

Heute stand eine Citytour auf dem Programm. Aber wir hielten für besser, uns von den Strapazen des Dschungels zu erholen bzw. eine langsame Anpassung an die Höhe vorzunehmen. Wir blieben in unseren Hotelzimmer. Unser Citytour können wir in aller Ruhe am kommenden Donnerstag nachholen. Wir glauben, wir waren dabei gutberaten.

04 Aug. 2009 • Aguas Calientes

Die Besteigung des Putucusis
Langsamer als die Polizei erlaubt - PERURAIL

Gipfelstürmer

Am Morgen ging es mit der Andenbahn nach Aguas Calientes. Dieser Zug ist eine richtige Bummelbahn. Für eine Strecke, die sonst ein europäischer Zug in 30 Minuten zurücklegt, braucht dieser 3 Stunden. Dafür kann man die atemberaubende Umgebung betrachten. (Kleines Bächlein und raue Berge in Cuzco bis in Aguas Calientes die Vegetation üppig wird und aus dem Bach ein reißender Fluss entsteht.)

In Aguas Calientes angekommen machten wir uns auf den abenteuerlichen Weg hinauf zum Putucusi. Wir bestiegen hölzerne Leitern (34 m senkrecht hinauf, ohne Sicherung) und steinerne Treppen, bis wir am Ende einen herrlichen Ausblick auf den Machu Picchu genießen konnten.

Am Abend hat Marcel Alpakasteak auf offener Flamme gegrillt gegessen und Roberto und Patricia wagten sich nur an Pizzas. Um die Kalorien mussten wir uns keine Sorgen machen, da wir heute einen Gipfel bestiegen! Juhu, wir haben es geschafft! Total erschöpft gönnten wir uns einen Besuch in den Thermalbädern von Aguas Calientes. Es war richtig schön, heißes Wasser unter Sternenhimmel und dazu ein kalter Drink!

05 Aug. 2009 • Aguas Calientes - Machu Picchu

Ziel erreicht - 1 der 7 Weltwunder abgehackt
Mamas Sonnenscheine beim Sonnentor

Auf den Spuren der Inkas

Mit Muskelkater von der gestrigen Tour mussten wir frühmorgens aufstehen bevor die Sonne die Inka Stadt behellte, denn das Erlebnis wollten wir uns nicht entgehen lassen ein Sonnenaufgang im Sonnentempel der Inkas zu erleben. Also begann der Tag für uns bereits um 5 Uhr. Oben angekommen konnten wir in voller Pracht das Naturschauspiel des Sonnenaufganges erleben.

Anschließend ging unsere geführte Tour mit unserem Local Guide Marcial los. Er wusste sehr viel über die alte Inka Kultur. Er selber beherrschte sogar die alte Sprache Quechua und hat uns einiges über die Bräuche, die Kultur und den Glauben der Inka beigebracht. Sogar Roberto fühlte sich in seiner Gegenwart wie ein unwissender Tourist.

Als wir die etlichen Treppen des Machu Picchu rauf und runter und wieder rauf gelaufen waren, hatten wir dann alles gesehen. Im Anschluss hatten wir dann Zeit zur freien Verfügung. Patricia und Marcel, die ihre Beine gar nicht mehr spürten, hatten noch nicht genug von den Strapazen der letzten 2 Tage und beschlossen nochmals einen 2-stündigen Marsch zum Sonnentor zu unternehmen und im Anschluss noch einen 1-stündigen Marsch zur Inka Brücke… beides hat sich mehr als gelohnt.

Anschließend begannen wir unsere Rückreise mit der Andenbahn und dem Bus nach Cuzco und ließen den Abend langsam ausklingen.

06 Aug. 2009 • Cuzco - Cusco

Die Inkapriesterin und ihr Gefolge
Masi metamorphiert zum Peruaner

Qosqo - Der Nabel der Welt

In Cuzco konnten wir uns zunächst einmal von den “Strapazen” unseres Besuchs des Machu Picchu mit einem längeren Schlaf erholen.

Am Nachmittag stand dann die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten in Cuzco und Umgebung auf dem Programm an. Erstes Ziel war die ehemalige Inka - Festung Sacsayhuaman, was soviel bedeuten soll wie "Falkenfestung". (Der Name stammt von den Falken und Geiern, die die Kriegsopfer vom Schlachtfeld auffraßen). Von der Festung sind noch drei terrassenförmige, übereinander angeordnete Mauerwälle erhalten geblieben. Unsere Lokalguide Rosa legte uns ausführlich ihre und andere Theorien über die (auch spirituelle) Bedeutung der Festung dar.

Danach ging es zurück in die Stadt, wo die Besichtigung des Konvents Santo Domingo und der Calle Hatunrumiyoc an stand. Auch hier war unsere Lokalguide Rosa nie um eine oder andere Theorie verlegen!! Am Ende der Führung stießen wir endlich auf den weltberühmten 12-eckigen Stein.

Den Tag ließen wir dann bei einem gemütlichen Abendessen (heute gab es Cuy, Meerschweinchen) ausklingen und bereiteten uns auf den morgigen langen Fahrtag vor.

07 Aug. 2009 • Cuzco - Yanque

Marcel und Patricia mit den Straßenmusikanten vom
Einfach traumhaft

Schneesturm auf knapp 5000m

Bevor wir zu unserer langen Fahrt aufbrachen, wollte Patricia den Reisegöttern ein Opfer bringen und wir fuhren frühmorgens in die Kathedrale von Cusco, wo Padi in Ruhe ihre Stossgebete absetzen konnte. Anschließend erklärte uns Roberto noch etwas über den Heiligen Antonius und den schwarzen Christus und das letzte Abendmahl mit dem CUY, allerdings war es zu früh als das wir aufnahmefähig waren… Smile!!!

Dann brachen wir zu unserer langen nervenaufreibenden Reise nach Yanque auf und legten von Zeit zu Zeit mal ein Stop ein. Wir hielten in einem Inkaspeicher, nahmen Rachchi und der lokale Guide Marcel führte Patricia durch diese alte Inkaruine. Dann ging es immer höher und höher über die Anden bis wir schlussendlich in der Schweiz ankamen, man hatte auf jeden Fall das Gefühl, denn es SCHNEITE!!!

Gegen 18.30 kamen wir dann im Hotel mitten im Colcatal an, irgendwo im nirgendwo!! Aber das Hotel hatte echt Stil, es hatte 3 Jacuzzis, eine Sauna und eine Masseurin. Wir sind aber gar nicht verwöhnt und haben gar nichts davon in Anspruch genommen. Vor dem Essen präsentierte uns das Hotel noch einen typischen Colca Paarungstanz, der recht nett anzusehen war. Auf Aufforderung eines hübschen Colcatäler tanzte Patricia auch mit. Späht am Abend ließen Patricia und Marcel am Kaminfeuer den Abend bei einem Match Schach ausklingen, wo Patricia ohne zu übertreiben und ohne fremde Hilfe ein Unentschieden schaffte.

08 Aug. 2009 • Colca-Schlucht - Arequipa

Lokalguide Genaro am Colcatal
Kondor

Spektakuläre Condorflüge im Colcatal

Früh am Morgen mussten wir wieder das warme Bett verlassen, was sich aber mehr als lohnte. Wir fuhren etwa 40 Minuten in die Bergschlucht vom Colcatal, wo wir den Königen der Lüfte beim Ballett zusehen durften. Die Kondore kreisten im Wind der Schlucht und versuchten die Aerodynamik zu nutzen um über die Berggipfel zu gelangen. Der Grund weshalb sie einen langen Flug bis über die Gipfel fliegen ist, dass sie auf der anderen Seite der Berglinien nach Futter (sie sind Assfresser) suchen. Sie kehren am Abend zu ihren Nestern zurück, welche in den Gesteinseinbuchtungen liegen um sich vor wilden Tieren (wie dem Andenpuma) zu schützen.

Nach diesem Spektakel gingen wir noch auf eine 40-minütige Wanderung, was auf einer Höhe von 4000 m. ü. M. ganz schön atemberaubend sein kann (gemeint ist Patricia musste nach jeden 5 Metern Treppensteigen eine Verschnaufpause einlegen, wegen des dünnen Sauerstoffgehalts der Luft).

Anschließend gingen wir in den Hauptort Yanke, wo wir eine Kirche besuchten. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass die Spanier den Indios eine ziemlich andere Version des römisch - katholischen Glaubens vermittelten. Dies nennt man Synkretismus. Damit meint man eine Vermischung des Indianerglaubens mit dem unserem. Ein Beispiel ist, dass beim letzten Abendmahl CUY (Meerschweinchen) gegessen wurde?? Und das Jesuskind soll auf Cocablätter gebettet geworden sein?

Nach einem traditionellen Mittagessen machten wir uns auf die Reise über den Pass, zum höchsten Punkt unserer Reise (4900 m. ü. M.) Als Patricia aus dem Auto aussteigen wollte, bekam sie vom Höhendruck Nasenbluten. Nichts desto trotz kamen wir gut in Arequipa an.

09 Aug. 2009 • Arequipa

Marcel im Palmenlook
Patricia, die Santa Catalina Nonne

Die Großstadt mal ganz gemächlich

Nach dem gestrigen Abend, als wir die Partyszene von Arequipa unsicher machten, haben wir denn heutigen Tag gemütlich angehen lassen. Patricia und Marcel sind nicht mal aufgestanden um zu frühstücken. Um Mittagszeit ging es dann zum Büro von viventura, wo wir die Crew von Viventura (Melanie und Sarah) kennen lernten. Zwei richtig nette junge deutsche Damen, die uns auch gleich mit offenen Armen empfangen haben. Nach einem gemütlichen, leider vegetarischen Essen ging es dann ums Geschäftliche. Nein, es wurden einfach noch die letzten Formalitäten geklärt.

Am Nachmittag dann ging unsere Stadttour mit Gernaro los. Die erste Station war das Kloster Santa Catalina. Wahrlich eine Augenpracht, dieses Kloster!! Patricia und Marcel ließen es sich auch mal gut gehen und gingen im Kloster gemütlich einen Tee trinken und einen eventuell Flitzekacke Muffin essen. Im Anschluss führte uns Gernaro zu einem einheimischen Markt, es war recht interessant zu sehen, was die Leute (vor allem Einheimische) für Zeug verkaufen. Zum Beispiel konnte man Alpacaembryos für rituelle Zwecke kaufen oder potenzsteigernde Tinkturen. Als es dann langsam eindunkelte gingen wir noch in die Kathedrale von Arequipa, was für eine Augenpracht.

Wir hätten nie gedacht, dass wir so eine europäische Kathedrale in Peru vorfinden - Aber ja, in diesem Land wird man immer wieder aufs neue überrascht!!

10 Aug. 2009 • Arequipa - Capachica

Mein neuer Schal - Steht mir gut ??
Marcel mit dem baldigem Schal von Patricia

Auf zum Titicacasee

Wiederum war heute "Frühaufstehen" angesagt. Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Titicacasee. Dieses Frühaufstehen zollte aber ihrem Tribut. Beim Vorbeifahren durch das Vicuñagebiet waren alle - natürlich bis auf dem Fahrer - am Dösen. Zum Glück hatten wir dieses Gebiet auf dem Weg nach Arequipa schon mal passiert, so dass wir eigentlich nichts versäumt haben dürften. Der Weg durch das Altiplano (die Anden Hochebene) wurde durch eine Pause an einer wunderbaren Lagune unterbrochen. An der Stelle waren ein paar Einheimnische, die ihre Ware los werden wollten. Und dies haben sie tatsächlich geschafft. Schwer zu beschreiben, wie Padi und Marcel von einem Stand zum anderen hüpften. Das Feilschen hatten sie tüchtig geübt; und ohne fremde Hilfe kamen sie an ihre neuen Habseligkeiten, ein Großteil für die Daheimgebliebenen.

Unsere Gastfamilie wartete auf uns mit einem leckeren Mittagessen. Nach der Zimmeraufteilung machten wir einen kleinen Spaziergang in der unmittelbaren Umgebung. Die Dunkelheit überraschte uns. Trotzdem konnten wir den Rückweg ohne Taschenlampe finden. Der Mond war unsere Hilfe.

11 Aug. 2009 • Capachica

Unsere neue Familie... Smile
Erkundungstour am Titikakasee

Eine schrecklich nette Familie

Die erste Nacht am Titicacasee war, man kann es nicht anders ausdrücken… arschkalt!!! Zum Glück hat uns unsere Gastmama eine Wärmeflasche (heißes Wasser in Petflasche) gemacht, die uns über die Nacht einigermaßen warm hielt. Das Zimmer war nicht luxuriös, trotzdem war es genau so wie Padi und Marcel es sich vorgestellt haben. Geschlafen haben wir auf Stein mit Bambusrost und Stroh. Ein Esel und ein Hahn haben Marcel schon frühmorgens geweckt. Er war der erste der aufgestanden ist (Ein Wunder). Als Patricia dann auch mal ihr Äuglein öffnete hatte Marcel schon die halbe Insel gesehen und sich mit Antonio, dem Hausschwein angefreundet, eine wilde Katze gezähmt und versucht einer Hochland Kuh Milch ab zu zapfen.

Am Vormittag versuchten wir uns beim Segeln, das einzige Problem: ohne Wind war es schwierig, also musste Muskelkraft her und wir ruderten den halben Weg zur Spitze der Halbinsel. Denn Rückweg wollte Marcel, der Mitleid mit der Frau hatte, die rudern musste, zu Fuß gehen. Er packte Patricia an der Hand und beide erkundeten die Halbinsel auf eigene Faust. Dabei kamen sie an interessanten, kleinen Dörfern vorbei.

Am Nachmittag, als die Gastkinder nach Hause kamen, gingen wir alle zusammen zur Playa hinunter. Marcel und Patricia, die schon den eisigen Flüsse von Buochs getrotzt haben, gingen ohne ein Wimpern zucken im Titicacasee baden (nein mal ehrlich – verdammt, war dieser See kalt). Im Anschluss haben wir uns dann aber beim Fußballspiel auf 3800m aufgewärmt. Auf dieser Höhe war man schneller am Schwitzen als einem lieb ist. Später spielten wir noch im Innenhof des Bauernhauses bis zum eindunkeln Volleyball. Marcel musste die Gegner gewinnen lassen (Befehl von Patricia) denn der Einsatz war eine Cola für die gesamte Familie… Am Abend kam eine einheimische Musiktruppe und wir tanzten und lachten bis tief in die Nacht hinein. An diesem Abend waren wir so kaputt, dass uns die Kälte nicht mehr viel anhaben konnte!!!

12 Aug. 2009 • La Paz

Adios Peru - Welcome Bolivia
Uros-Insel Eine Insel nur aus Schilff

Grenzübertritt

Mit einer Bootsfahrt fing unser heutiger Tag an. Wir führen an die schwimmenden Inseln der Uros vorbei. Wir konnten sogar an einer aussteigen. Die Uros sind ein Völklein, dass von vielen Jahren vom Land vertrieben wurden ist und dann ihr leben auf dem Titicacasee auf einer Floßinsel mit Schilf bedeckt begannen zu leben. Es scheint, dass hier die Zeit stehen geblieben ist. Die Leute leben nämlich wie vor hundert Jahren. Man sieht keine jungen Leute. Sie sind alle in die Stadt gezogen.

Dann fuhren wir weiter Richtung Bolivien. Ein Grenzübertritt stand uns bevor. Was heißt das??? Richtig, Patricia musste das ganze Gepäck auf unerlaubte Sachen untersuchen. Bei den Bolivianern waren wieder die bürokratischen Formalitäten zu erledigen. Welcher Aufwand !! Wir konnten sie uns nur als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen erklären. Gar nicht sinnvoll, gar nicht produktiv.

Auf dem Weg nach La Paz machten wir einen kurzen Halt in Tiahuanacu, einer Stätte der Pre-Inka Kultur. Man merkt, dass die Bolivianer hinsichtlich Tourismus einige Lichtjahre hinter deren peruanischen Kollegen sind. In La Paz angekommen, gingen wir gleich zum Briefing für den morgigen Tag. Die Mountainbike Tour stand bevor.

Schließlich nahmen wir unser Abendessen in einem sehr vornehmen Restaurant in La Paz ein. Bolivien erscheint für uns sehr sehr preiswert, so dass wir uns ein königliches Abendmahl erlauben konnten für nur knapp 30.- EUR.

13 Aug. 2009 • La Paz

We survived
Die Biker- Gang

Mountainbiketour auf der Todesstraße

Der heutige Tag in La Paz stand uns zur freien Verfügung. Wir entschieden uns für eine Mountainbike Tour über die gefährlichste Straße der Welt zu unternehmen. Die Tour ging über den ganzen Tag. Wir fuhren zuerst auf den 4700 m hohen Pass, wo unsere eigentliche Tour anfing. Wir fuhren mit 70 km/h etwa 50 km über eine ausgebaute Schnellstrasse den Berg runter. Nach einer kurzen Pause, die wir in dem ständig hinter uns mitfahrenden Bus verbrachten, fuhren wir schließlich über die Schotterstrasse mit dem eigenartigen Namen (Death road). Die Landschaft änderte sich ständig; je tiefer wir fuhren, desto grüner und dichter war die Vegetation. Wir fuhren durch etliche Wasserfälle, sahen Schmetterlinge und tiefe Abgründe (bis 700 m) bis wir endlich unser Ziel auf etwa 1600 m erreichten.

Am Ende positionierte sich Marcel auf der Poleposition vor dem Guide. Patricia hat sich äußerst gut geschlagen mit dem 4ten Platz, aber dem 1sten Platz der Frauengruppe. Am Ende der Death Road gönnten wir (die Männer) uns ein Bier und warteten noch geschätzte 20 Minuten bis die Frauen kamen. Alle zusammen erholten uns zusammen bei einem Sprung ins Swimmingpool. Erst dann, als unser Adrenalinspiegel wieder Normalwerte annahm realisierten wir, was für ein Risiko wir eigentlich auf uns genommen hatten. In La Paz zurück - gegen 20:30 - gingen wir durch die Straßen von La Paz voller Menschenmengen in einem 5-Sterne Hotel essen. Dabei vermissten wir unser Essen bei der Gastfamilie am Titicacasee.

14 Aug. 2009 • Sucre - La Paz

Ein Fondue, wie zu Hause...
Rot für Blut; Gelb für Gold; Grün für Fruchtbarkei

Sucre - die weiße Stadt zum 2ten

Früh am Morgen mussten wir zum Flughafen aufbrechen, um dann mit 40-minütiger Verspätung nach Sucre zu fliegen. Dann kamen wir in der weißen Stadt an. Sie wird so genannt, weil die Häuser alle weiß angemalt sind, wie in einem spanischen Dorf. Diese Stadt gefällt uns am besten, sie ist überschaubar, gepflegt, verträumt, ja schon fast romantisch.

Marcel und Patricia fuhren mit einem lokalen Guide die Innenstadt ansehen. Vom Präsidentenhaus, wo man die gesamten Präsidenten- und Freiheitskämpferportraits bestaunen konnte bis hin zu einem Park, wo der kleine Bruder des Eifelturms steht.

Gegen Abend machten wir uns einen freien Abend und wagten uns in die in Feststimmung verwandelte Stadt, Sucre. Dort ließen wir uns mit einer Massage und einem feinen Essen verwöhnen. Zum Dessert gab es übrigens ein Schweizer Nationalgericht, Fondue. Nur diesmal mit Schoggi, Früchten und Marshmallows.

15 Aug. 2009 • Potosi

Krieg der Dinos
Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist DER schön

Vom Jurassicpark zu den Silberminen

Heute haben wir bewusst das Programm nach unseren Wünschen angepasst. Patricia und Marcel wollten unbedingt den Jurassic Park von Sucre sehen. Und wir müssen auch beide sagen, dass sich dieser Ausflug mehr als gelohnt hat. Im Anschluss darauf mussten wir so schnell wie möglich nach Potosi gelangen, da dort schon unsere Minenbesichtigung auf uns wartete. Leider hat dieser Stress meiner Schwester nicht so gut getan, so dass sie nach der dreistündigen turbulenten Fahrt nicht mehr so fit war und wir unsere geplante Minentour verschieben mussten.

Nach einer zweistündigen Genesungszeit konnten wir unsere Besichtigung von Potosi durchführen. Zuerst ging es in das ehemalige Münzprägungshaus, welches sehr interessant war. Angeblich soll es in dem Haus spuken, da dort mehrere hundert Arbeiter ihr leben ließen. Ein Rätsel hat Marcel bis zum Ende beschäftigt. Warum haben die Potosianer eine völlig unpassende Maske in den Eingang gestellt??? Eine Frage, die mir niemand beantworten konnte, sondern nur weitere Thesen aufstellen. Im Anschluss gingen wir zusammen mit Roberto etwas essen.

Potosi weiß leider wirklich nicht, wie man sich am besten verkauft, denn die Anzahl an Restaurants ist rar und auch das was uns geboten wurde war nicht fürstlich. Aber nichtsdestotrotz haben wir unsere Magen gefüllt und Patricia wird es dann auch bald wieder besser gehen…

16 Aug. 2009 • Potosi - Uyuni

Minnenarbeiter bei der Arbeit
Was ist falsch an unserem Vehikel

Abenteuer á la Viventura

Heute fand der längst erwartete Besuch der Bergminen statt. Leider an einem Sonntag, so dass wir den Betrieb der Bergarbeiter nicht mit bekommen konnten. Unser lokaler Guide erklärte uns in einem sehr gepflegten und für uns verständlichen Englisch die Kultur der Bergarbeitergesellschaft. Hierbei wurde über den in dieser Region entstandenen und sehr ausgeprägten Synkretismus erzählt. Im Stollen selber machte er uns ein paar Rituale dieses Glaubens vor. Der Gebrauch der Coca-Blätter stand wiederum im Mittelpunkt. Aber er sprach nicht nur darüber, sondern auch über die spärliche Sozialversicherung der Bergarbeiter, deren Lebensgewohnheiten, den Adernverlauf der verschiedenen in Potosi ausgebeuteten Erze und nicht zuletzt über dessen Merkantilismus in der Weltwirtschaft.

Um 14:30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Uyuni. Das für diese Fahrt besorgte Taxi machte aber nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck. Der Fahrer konnte uns hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit des Vehikels nicht überzeugen, aber doch überreden, so dass wir uns mit diesem Fahrzeug doch auf den Weg machten. Es dauerte nicht lange, die Radlager waren dahin; und dies Mitten in der Pampa. Es wurde relativ schnell Abhilfe geschaffen und ein Ersatzfahrzeug gestellt. Die 2-stündige verlorene Zeit konnte aber nicht wett gemacht werden, so dass wir über die Schotterstrasse nach Uyuni in der Dunkelheit der Nacht fortfahren mussten. Schlimm, weil diese Strasse durchgehend eine einzige Baustelle war. Unser spanischer Wortschatz wurde durch ein neues Wort reicher: DESVIO, was für Umleitung steht. Fortlaufend tauchten solche "desvios" auf. Die Anspannung war groß, und als ob wir nicht schon genug gehabt hätten: gegen 21:00 Uhr hatten wir eine Reifenpanne. Unser Abenteuer war perfekt. Der Fahrer konnte in dieser Dunkelheit das Rad in knapp zehn Minuten wechseln. In Uyuni angekommen (gegen 22:30 Uhr) nahmen wir einen für uns als Beruhigung wirkenden Kamilletee ein. Die Köchin (sie hatte längst Feierabend gemacht) bereitet uns dazu ein kleines Käsebrot.

17 Aug. 2009 • San Juan - Chuvica

Im Heizofen der Lokomotive
Jump to the sun!!!!!

Skipo auf der Salar de Uyuni

Am Morgen besuchten wir einen Lokomotivenfriedhof, ein riesiger Schrottspielplatz. Marcel hat seinen Kindheitstraum verwirklicht und ist auf die alten Wagons geklettert. Patricia hat zum Scherz ihre Frisur mit ein paar verrosteten Spiralen aufgepeppt.

Im Anschluss sind wir durch den Salar de Uyuni gefahren. Wie erwartet, kam bei dieser unendlichen Fläche der Horizont nur sehr langsam näher. Die Landschaft ist eindrucksvoll und einmalig!!! Das Mittagessen bereitete uns unsere private Köchin (Emma, hieß sie wie eine Schweizerin) am Fuß einer Koralleninsel zu. In der Zeit während das Essen zubereitet wurde, ließen Marcel und Patricia ihrer Fantasie freien Lauf und nahmen die berühmten Spaßbilder auf (in der endlosscheinenden Fläche sind Größendimensionen nicht mehr real und Personen scheinen im Verhältnis zu Gegenständen die gleiche Größe zu haben).

Am Nachmittag ließen wir es uns nicht entgehen die Koralleninsel mit vielen Hunderten von Kakteen zu besteigen. (Marcel hat ein Kakteenstachel durch die Turnschuhe gepixt, Autsch!) Im Anschluss fuhren wir mit einem Offroadfahrzeug weiter über Schotterpisten, bis wir in unserem Übernachtungsquartier ankamen.

Wir schliefen in einem Hostel, welches ausschließlich aus Salzziegeln bestand, echt cool! (Cool auch im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir mussten mit 5 schichten Pullover und einer Windjacke in unsere Schlafsäcke kriechen um nicht zu erfrieren = Mucho frio wie es auf spanisch heißen würde!) Wir bekämpften die Kälte mit einem chilenischen Wein zum Essen, mit Skipo spielen und unserem mitgebrachten Hochfrequenzradio, welches einen einzigen Sender mit einheimischer Musik spielte.

18 Aug. 2009 • San Pedro De Atacama

Beide mit unseren Vorlieben
Einfach Idyllisch

Wir sind nicht alleine in unserem Universum!!!!!!!

Am Morgen früh, früh, früh fuhren wir los. (Leutnant Röbsi = Roberto hat einen straffen Terminplan konzipiert, dies deshalb, weil wir heute um spätestens 18.00 Uhr an der bolivianischen Grenze eintreffen müssen, denn sonst macht der Zollbeamte Feierabend und wir müssten bei der Kälte im Nirgendwo im Jeep übernachten, was natürlich ziemlich unangenehm wäre.)

Wir fuhren durch die skurrilen Landschaften und machten an den schönsten Orten einen Halt. Zuerst fuhren wir zu einer Lagune wo rosarote Flamingos einen wunderschönen Farbklecks in der Mitte der weißen Lagune herzauberten. Dann ging es vorbei an der stinkenden (nach faulen Eiern, wegen eines hohen Schwefelgehalt) Lagune, zu der roten Lagune (hoher Eisengehalt) und am Schluss noch zu der grünen Lagune (hoher Kupfergehalt).

Marcel geht schon bei jeder Gelegenheit baden, sei es bei einen Piraniasee im Dschungel, in dem eiskalten Titicacasee oder eben heute in einem schwefelhaltigen warmwasser Tümpel im Ödland

Wir machten einen Halt um das Mittagessen einzunehmen, dabei kreuzten wir den Weg mit einem Landsmann. Jakob (der seine Pension seit 4 Monaten mit seinem Motorrad in Südamerika investiert) war natürlich froh und wie teilten das Essen mit ihm, den er hatte keine eigene Köchin dabei und wäre mit leerem Magen wieder weiter durch die Einöde gefahren. Er hat uns erzählt, dass er gestern, als wir im Hostel mit 5 Pullover unter einer dicken Wolldeckenschicht geschlafen haben, draußen im Zelt übernachtet hat und es sei ja gar nicht so kalt gewesen, nur etwa 5 Grad! Er sei halt ein Wüstenfuchs, wie er erzählte, dies konnten wir nur zu gut nachvollziehen!

Gestärkt vom warmen Essen machten wir uns auf die Geysire zu sehen, auf 4900 m. ü. M. brodelt die Schlammasse vor sich hin und entwickelt in dieser Kälte einen geheimnisvollen Nebelrauch. Um 18.00 Uhr dann haben wir es (dank des guten Zeitplans) an die Grenze geschafft. Ein einziges Häuschen im Nirgendwo mit einer Barriere, links und rechts Mienenfelder, dies war die Grenze, wow! Wir wechselten das Fahrzeug und düsten einige Höhenmeter hinunter (Marcel bekam sogar Ohrendruck vom Höhenunterschied) bis zum Dörfchen San Pedro, welches gerade in der ganzen Stadt Stromausfall hatte!

Um 21.00 Uhr machten wir uns auf zur Sternenhimmelbeobachtung, bei absolutem Leermond und fundierten wissenschaftlichen Erklärungen eines Astrologen ein wahres Spektakel!

19 Aug. 2009 • San Pedro De Atacama

Umrisse von Padi und Marcel beim Sonnenuntergang
Wir stehen vor dem Abgrund

Chilenische Landschaften

Nach ausreichend Schlaf brachten wir mit unserem Tagebucheinträgen die restliche Welt erst mal auf den neuesten Stand.

In gemeinsamer Abstimmung machten wir unser Abschiedsessen in der Mittagszeit. Wir gingen zur Restaurant Adobe, wo wir bei einem guten Steak Review über unsere Reise passieren ließen. Es sollte keine Trauerstimmung aufkommen, deswegen gingen wir zur nächsten Bar, um die zwischen Marcel und Roberto abgeschlossene Wette zu feiern. Marcel musste die Drinks bezahlen. Er hatte seinen Bart gestutzt.

Am Nachmittag machten wir uns auf, um die herrlichen Landschaften der Atacama zu bewundern. Mit einem Mikrobus ging es zum Tal des Todes und zum Mondtal. Bizarre Felsformationen, tiefe Schluchten und hohe Felsen hielten wir mit unseren Kameras fest. Fantastische Eindrücke entstanden auch bei einer Bergwanderung zum Sonnenuntergang mit Blick auf den knapp 6.000 m hohen Vulkan Licancabur.

20 Aug. 2009 • Santiago - Santiago de Chile

Spezialitäten im Mercado Central
Santiago de Chile

Adios und vorletzter Tag

Heute sassen wir schon um 6.34 h im Bus. Es ging nun auf zum Flughafen.

Erst schliefen wir noch eine Runde und der Flughafen kam näher. So löste sich Manfred von seinem Sitz (und seiner Frau) und erzählte Gabi noch ein paar sehr schöne Dinge, und mit dem sagte er Dankeschön im Namen der ganzen Gruppe. Und dann sangen alle gemeinsam ein Lied ( Gabi wir danken dir ) Ist das nicht rührend…. Und nach dem alle eingecheckt hatten kamen die letzten Umarmungen am Flughafen, und dann mussten wir ja doch in den Flieger.

Und so ging es auf nach Santiago. Und von einem kleinen Dorf landeten wir nun in einer Grossstadt, welche wir dann auch am Nachmittag besichtigten. Leider hatten wir das erste mal auf der Tour nicht besonders viel Glück mit dem Wetter uns so empfing uns Katharina, unsere lokale Reiseleiterin in Santiago mit Regenjacke und Schirm.

Nachdem wir unser Gepäck im Hotel in Santiago gelassen hatten, machten wir uns dennoch auf den Weg die Stadt zu erkunden. Wir dehnten das Mittagessen im Mercado Central mit seinen Fischspezialitäten etwas aus. Leider brachten die leer gegessenen Teller keine Besserung des Wetters und so fuhren wir zum Plaza de Armas und zum Präsidentenpalast, anstatt zu laufen.

Bevor wir es uns im hübschen Hotel gemütlich machten, deckten wir uns noch mit leckerem chilenischen Wein ein und ließen unseren letzten gemeinsamen Abend in gemütlicher Runde ausklingen.

21 Aug. 2009 • Frankfurt

Flug
Blick auf Santiago

Letzter Tag

Heute hatten wir Zeit die Stadt Santiago auf eigene Faust zu erkunden. Dann hieß es wirklich Abschied nehmen. Katharina holte uns im Hotel ab und brachte uns zum Flughafen. Unsere Reise ging dem Ende zu und wir verließen endgültig den südamerikanischen Kontinent natürlich mit vielen Eindrücken, Abenteuern und Souvenirs im Gepäck.