Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Endlich angekommen!
Na! Das war vielleicht eine lange Reise. Nachdem der Flieger wegen technischer Schwierigkeiten erst mit zwei Stunden Verspätung in die Luft ging, war uns klar, dass wir erst in tiefster Dunkelheit in Lima eintreffen würden. Aber zum Glück hat auch der längste Flug einmal ein Ende, und so konnten wir nach den Einreiseformalitäten und der Gepäckentgegennahme gegen 22 Uhr unsere Reiseleiterin Sabine nebst Ehemann Miguel endlich am Flughafen in Lima begrüßen.
Unser erster Weg nach der Ankunft im Hotel wurde vom Durst diktiert, und so zog es uns gleich in den nächsten Supermarkt, wo wir uns im großen Stil mit Mineralwasser und einer verdächtig gummibärchengelben Inkacola eindeckten. Zurück im Hotel genossen wir zum einen unseren ersten Pisco Sour und zum zweiten das Begrüßungsgetränk von viventura. Bis nach Mitternacht hielt es die unermüdlichen noch bei einem Schwätzchen in der Hotelhalle, dann fielen auch diese müde in die Betten.
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Mehr Meer
Am Morgen wurden wir um 9 Uhr von unserer örtlichen Reiseführerin Ursula im Hotel zu unserer Stadtrundführung abgeholt. Zunächst ging es vorbei an einer alten Lehmziegelpyramide aus der Vorinkazeit, wichtigen Staatsgebäuden und Häusern der Nobelviertel. Ursula wurde böse gegen das Armaturenbrett des Busses geschleudert als uns ein Autofahrer die Vorfahrt nahm! Das war vielleicht ein Schreck!
Im Zentrum schließlich hatten wir höchst geschäftliches zu erledigen - den Geldumtausch. Danach warteten der Hauptplatz der Stadt und seine Kathedrale auf unsere neugierigen Augen. Das Gotteshaus unterzogen wir nicht nur einer äußerlichen sondern auch innerlichen Inspektion bevor es zu den Anlagen von San Francisco ging, welche Kirche, Kloster und Katakomben umfassen. Für den Gruselfaktor war durch den Anblick der fein säuberlich sortierten oder geradezu in Mustern angeordneten menschlichen Gebeine in den Katakomben auf jeden Fall gesorgt. Doch auch für die Kulturfreunde hielt die Abtei einiges parat. Neben alten Gemälden aus dem 17. Jahrhundert auch die Schätze der Bücherei. Wir bewunderten ferner die im maurischen Stil gefertigte Kuppel und die vor langer Zeit von einem ehemaligen Strafgefangenen angebrachten Wandfliesen.
Nachdem wir uns von Ursula in Miraflores verabschiedet hatten, fuhren wir unserem wohlverdienten Mittagessen im Stadtteil Barranco entgegen, wo es ein herrlich köstliches Buffet gab, nicht zu vergessen die Bedienungen, die nach einiger Zeit damit begannen, auf dem Tresen zu tanzen.
Ein Verdauungsspaziergang über die Seufzerbrücke und zum Aussichtspunkt von Barranco schloss unseren Aufenthalt in Lima ab, denn schließlich erwartete uns schon unser Hotelzimmer in Paracas. Am Abend kamen wir in dem kleinen Ort am Meer an, und am Folgetag sollte es noch mehr Meer werden.
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Tierbeobachtung und Wüstenschönheiten
Am Morgen wurden wir zum Hafen von Paracas gebracht, wo schon unser Ausflugsboot auf uns wartete. Schon bald hieß es: „Hüte festhalten und Kameras bereit", denn wir brausten mit 60 Stundenkilometern den der Küste vorgelagerten Felseninseln entgegen, auf denen schon die Pinguine, Komorane und Seelöwen auf unsere fotografischen Künste warteten, um sich passend im Sonnenlicht präsentieren zu können. Zunächst jedoch lichteten wir das riesige Bild des Kandelaberkaktus ab, der schon von weitem vom Meer aus gesehen werden kann, und den Forschern immer noch Rätsel aufgibt.
Die Tierwelt zeigte sich von ihrer besten Seite, und so konnten wir nicht genug davon bekommen, die putzigen Schwimm- oder Flugkünstler abzulichten. Auch die beeindruckenden Felsformationen und alten Anlagen zum Abtransport des Guano schafften es bis in unsere Kameras.
Das Naturreservat von Paracas stand als nächstes auf dem Programm. Die heutige Wüste war vor vielen Millionen Jahren ein Teil des Meeresbodens, was sich eindeutig daran erkennen ließ, dass der Wüstenboden an unserem ersten Haltepunkt über und über mit Meeresfossilien übersäht war. Der folgende Stopp beeindruckte uns mit einer roten Küste, die von den Sedimenten der umliegenden Küstenfelsen gebildet worden war, mit beindruckenden Felsformationen, dem lautstarken Rauschen des Meeres und vielen Seevögeln.
Unser Mittagessen genossen wir in einem kleinen Fischrestaurant im Reservat. Viventura lud uns einmal mehr zum Mittagessen ein.
Im Museum des Naturreservats konnten wir danach das Mittagessen bei dem kleinen Rundgang etwas abbauen. Dann hieß es wieder in den Bus zu steigen und unserem nächsten Ziel, Ica bzw. der Oase Huacachina, entgegenzufahren. Bei einem gemütlichen Abendessen in einem Restaurant direkt am See der Oase beschlossen wir den schönen Tag.
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Happy Birthday!
Am Morgen erwartete uns etwas besonderes. Nicht nur, dass Manfred Geburtstag hatte, nein, auch eine Gratis-Buggyfahrt, die uns Sabine "eingebrockt" hatte, ließ uns erwartungsvoll den Tag beginnen. Nach dem Frühstück ging es in rasanter Fahrt durch die Dünenlandschaft zu einem Aussichtspunkt, von wo aus wir einen atemberaubenden Blick auf das umliegende Areal hatten. Dort pusteten wir einige Luftballons auf, um sie Manfred zu Ehren mit guten Wünschen in die Luft gehen zu lassen. Bevor wir wieder zum Hotel zurückkehrten, schauten wir uns noch eine weitere Oase an, die jedoch leider nicht mehr die Ausmaße früherer Tage hat.
Eigentlich hätten wir unsere Buggytour gern noch stundenlang fortgesetzt, aber da wir auch neugierig auf die Verkostung der Piscosorten waren, durfte uns unser Bus zur nächsten Station, einer Piscobrennerei bringen. Dort wurden wir in den Entstehungsprozess des beliebten peruanischen Schnapses eingeweiht, danach erfolgte die Verkostung, wobei sich herausstellte, dass uns die Hochprozentigen am besten schmeckten.
Kurz vor der Stadt Nazca besuchten wir das Maria-Reiche-Museum und seine kleine aber feine Ausstellung zum Lebenswerk der deutschen Forscherin, die so lange versucht hatte, das Rätsel der Nazcalinien zu lösen. Einen ersten Eindruck von den Geoglyphen bekamen wir von einem Aussichtsturm, jedoch wartete noch das beste auf uns - der Flug über die berühmten Linien. Kaum waren wir am Flughafen in Nazca angekommen, ging es auch schon los. Die Sicht von oben auf die riesigen Scharrbilder in der Wüste beeindruckte uns sehr, und zu unserem Glück schlug keinem der Flug auf den Magen.
Das Mittagessen hatten wir nun lange genug herausgeschoben, als nächstes musste es in ein Restaurant gehen. Ein gutes einheimisches Lokal fanden wir am Hauptplatz, und nicht nur die Preise waren unschlagbar, auch die Qualität der Speisen stimmte uns rundum zufrieden.
Im unserem Hotel etwas außerhalb von Nazca, einer riesigen ehemaligen Hacienda, konnten wir entspannen, bevor es noch einmal in die Stadt ging. Wir besuchten eine Keramikwerkstatt, die Repliken der alten Nazcakeramiken anfertigt und wo uns eine völlig neue Bedeutung des menschlichen Gesichtsfettes bekannt wurde … nicht unbedingt etwas, das man mit Keramik in Verbindung bringt. Mit einigen Einkäufen beendeten wir den Gang in die Stadt und bei einem guten Gläschen Bier oder Wein in der Hotelbar dann den (Geburts-)Tag.
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Von der Küste in die Anden
Heute mussten wir schon früh aus dem Bett, denn unser Bus war schon um sieben Uhr startbereit, um uns in ungefähr neun Stunden Busfahrt nach Arequipa zu bringen. Orlando, der örtliche Guide, erwartete uns an einer Tankstelle, um uns über den Mumienfriedhof von Chauchilla zu führen. Tatsächlich wurde es schaurig-schön, denn zum einen starrten uns Mumien in ihren mehr oder minder gut erhaltenen Leichenbündeln aus den offenen Gräbern an, den Blick gen Osten gerichtet, in der Hoffnung auf ein neues Leben, zum anderen konnten wir die nahe gelegene grüne Flusslandschaft bewundern, die völlig im Kontrast dazu pure Lebendigkeit darstellte.
Am Ausgang des Friedhofs verabschiedete sich Orlando von uns, und wir fuhren weiter Richtung Puerto Inka, wo wir dann am frühen Mittag unser Essen einnahmen - und das mit einem grandiosen Blick auf die tosenden Wellen des Pazifiks. Der ein oder andere watete durchs Wasser, mit der Folge, sich neben nassen Füßen auch ein paar nasse Hosen zu holen. ;)
Wir fuhren noch einige Stunden an der Pazifikküste entlang bevor uns unser Weg entgültig in die Anden vom Pazifik weg führte. Hunger leiden musste wahrlich keiner, hatten wir uns doch schon rechtzeitig mit vielen leckeren salzigen Snacks und Brausegetränken eingedeckt. Und dass wir auf ungefähr 2400 m fuhren, wurde uns im Grunde nicht bewusst. Vielleicht lag es an den Unterhaltungen, Erläuterungen zu Land und Leuten oder auch am kleinen Spielchen, mit dem uns Frank die Zeit vertrieb.
In Arequipa kamen wir am späten Abend an, wo wir unser hübsches Hotel nicht weit vom Hauptplatz der Stadt bezogen.
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Ein ganzer Tag in der weißen Stadt
Um zehn Uhr morgens holte uns die Praktikantin vom Sozialprojekt von viventura ab. Wir hörten von den Problemen der Ärmsten der Stadt und wie das Projekt sich um eine Verbesserung der Lebenslage der schlechter gestellten Menschen bemüht. Zu diesem Zweck besuchten wir einen Kindergarten, den viventura unterstützt. Als dort zwei junge Damen bei dem Versuch, eine kleine Wand zu mauern, mehr oder minder scheiterten, schritt Rainer als Mann vom Fach gleich zur Tat, und erteilte einen Crashkurs im Mauern. Nur zu gerne hätte man ihn für gleichartige Unternehmungen gleich dabehalten. ;)
Danach ging es zum Zentralmarkt der Stadt, auf dem wir die verschiedensten Produkte in Augenschein nehmen konnten: Mais und Kartoffeln unterschiedlicher Größe und Färbung, weitere Getreide- und Gemüsesorten, Obst, Artikel für Schamanen, Fleisch, Käse und allerlei Gegenstände für den täglichen Bedarf.
Unser Mittagessen nahmen wir zusammen mit den Angestellten des Büros in Arequipa ein. Carmencita, die gute Seele und Köchin des Hauses, hatte uns ein leckeres Gericht gezaubert, es gab Causa Rellena mit Tunfisch, als Beilage Salat, und für unsere Vegetarierin in der Gruppe ein schmackhaftes Gemüseomelett, so dass wir alle auf unsere kulinarischen Kosten kamen.
Der Nachmittag wurde vom Stadtrundgang bestimmt. Zunächst stand der Besuch des Santa Catalina Klosters an. Die Stadt in der Stadt, wie das Kloster auch genannt wird, machte seinem Namen alle Ehre. Wir durchschritten kleine Strassen, die jeweils durch unterschiedlich gestrichene Hausmauern ihren besonderen Charme erhielten, gingen über kleine Innenhöfe, die liebevoll mit Bäumen bepflanzt waren und bewunderten die kleine aber feine Technik, die man verwendete, um die im Schatten einer hohen Araucarie stehenden Waschzuber mit Wasser zu befüllen.
Postkartenkauf, Geldwechsel und ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt schlossen schließlich die Stadtrundführung ab, und wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Morgen von Sabine und unserer Stadtführerin Viviana. Die einen gingen gleich zum Hotel, die anderen hingegen verweilten noch ein wenig im Zentrum, um sich bei einer guten Tasse Kaffee zu entspannen.
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Hoch hinaus
Heute durften wir noch einmal richtig ausschlafen, da unser Bus erst um halb zehn in Richtung Colca-Tal abfuhr. Viviana, die örtliche Reiseführerin, die wir schon am Vortag kennengelernt hatten, ging mit uns auf die Fahrt ins Colca-Tal. Mit leichtem Gepäck für die Übernachtung in Cabanaconde, in dem natürlich die Fotokamera nicht fehlen durfte, führte uns die Fahrt in die Welt der Lamas, Alpakas und Vikunjas. Diese grasten gemütlich auf den Bofedalen, den Feuchtwiesen der Anden, und ließen sich nicht im geringsten durch unsere Fotoattacken stören. Als Superstars der Anden sind sie schon lange an den Fanrummel gewöhnt. ;) Zu unserer Freude waren wir genau zur richtigen Zeit angereist, denn im südamerikanischen Sommer werden die niedlichen Vikunjababys geboren, von denen wir einige nahe bei ihren Müttern oder spielerisch einander folgend beobachten konnten.
Über die weiten Ebenen der Hochanden schaukelten wir im Bus unserem ersten Ziel, Chivay, entgegen. Die Höhe machte sich zwar etwas bemerkbar, aber nach dem guten, von Viventura spendierten Mittagessen im Ort, spätestens jedoch nach dem äußerst wohltuenden Bad in den Thermalquellen von Calera inmitten der Hochgebiergslandschaft fuhren wir gestärkt und gut gelaunt weiter.
Am späten Abend trafen wir in unserem schönen rustikalen Hotel in Cabanaconde ein, wo wir uns zum Tagesende in der hauseigenen Bar mit Blick auf den Hauptplatz des Dorfes bei einem "Absacker" versammelten.
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Durch die Kornkammer Perus
Um halb acht packten wir unsere sieben Sachen samt Reiseleitung in den Bus und fuhren erwartungsfroh zum Cruz del Condor, dem Kreuz des Kondors. Als wir dort ankamen, waren zwar nur wenige Mitkonkurrenten um den besten Aussichtplatz zu sehen, dafür war aber leider alles nebelverhangen. Angestrengt äugten wir durch die dicke Nebelsuppe in der Hoffnung auf den aus der Tiefe hinaufsteigenden Kondor. Nach anderthalb Stunden wollten wir schon fast aufgeben, aber nachdem es plötzlich aufklärte, kam die Mehrheit zum Entschluss, noch etwas warten zu wollen. Das war zum Glück die richtige Entscheidung! Nur wenige Minuten später zogen die majestätischen Vögel nahe an uns vorbei und so konnten wir ein postkartenreifes Foto nach dem anderen schießen. Was für ein Auftakt!
Weiter ging es entlang des Colca-Tals mit seinen kleinen Dörfern und den typischen noch aus der Inkazeit stammenden Terrassenfeldern inmitten der sattgruenen Natur, in der sich jetzt, nach der Regenzeit, viele Pflanzen in ihrer vollen Schönheit enfalteten. Bei den kleinen Fotopausen hatten wir genügend Gelegenheit, viele dieser Eindrücke für unsere zukünftigen Bilderalben festzuhalten.
Im Dörfchen Maca genoss der ein oder andere die Tuna genannten Kakteenfrüchte, welche es gleich in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zu probieren gab. Natuerlich statteten wir auch der Dorfkirche einen obligatorischen Besuch ab. Danach machten wir einen kurzen Halt in Yanque, wo es noch viele alte Hausruinen und eine Kirche mit reichen Fassadenverzierungen zu sehen gab. In Chivay schliesslich fielen wir nochmals ein, um unser wohverdientes Mittagessen einzunehmen. Ein kleiner heftiger Regenguss am Ende des "Gelages" liess die Frage aufkommen, ob die Regenzeit denn nun wirklich schon beendet war. ;)
Dann ging es mit einigen Unterbrechungen, u.a. am höchsten Punkt der Reise, dem Mirador los Andes (ca. 4900 m), zurueck nach Arequipa. Heute mussten wir frueh in die Betten, denn morgen geht es schon um kurz vor sieben mit dem Flieger Richtung Cusco!
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Zum Nabel der (Inka)Welt
Eigentlich hätte es uns noch gut und gerne ein paar Stunden länger im Bett gefallen, aber schliesslich wartete der Flieger nicht, und so mussten wir noch vor fünf Uhr am Morgen nach einem Frühstück, das die Silbe "früh" wahrlich verdiente, unseren Weg zum Flughafen von Arequipa antreten. Leider hiess es dort von Walter, unserem Fahrer, der uns auf der ganzen Strecke von Lima bis hierher heil ueber Stock und Stein gebracht hatte, Abschied zu nehmen.
Gegen 9 Uhr morgens kamen wir in Cusco an, das mit seinen etwa 300.000 Einwohnern im Gegensatz zu Arequipa schon beinahe Kleinstadtcharakter hat, wo uns schon der Transfer-Bus zum Hotel erwartete. Nach einer Tasse wohltuendem Cocatee im Innenhof unserer Unterkunft ging es schon los zur Stadtrundfahrt, die wir in Tambomachay begannen.
Der weitere Weg führte uns nach Kenko und von dort nach Saqsaywaman, der riesigen Festungsanlage der Inka, geprägt von den im Zickzack angeordneten Mauern mit ihren riesigen, perfekt behauenen Steinkolossen, die, man mag es kaum glauben, dem spanischen Ansturm nur kurze Zeit standhielten. Damit nicht genug, besuchten wir auch noch die Korikancha, den Sonnentempel, und bewunderten einmal mehr die architektonische Leistung der Inkabaumeister. Den Abschluss bildete der Gang zum berühmten 12eckigen Stein in der Strasse Hatunrumiyoc. Dann bestimmte unser Magen den Weg - ins Restaurant, wo wir es uns dieses Mal nicht nehmen liessen, ein alkoholhaltiges Chicha zu uns zu nehmen.
Der restliche Nachmittag stand zu unserer freien Verfügung, was wir auch gerne in Anspruch nahmen. Eine Erholung hatten wir uns mehr als verdient.
Den Abend ließen wir entweder in einer Bar am Plaza de Armas oder einem kleinen Rundgang im Stadtzentrum ausklingen.
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Ein ganzer Tag fuer uns
Wie herrlich! - Nach dem gebündelten Programm des Vortages genossen wir es, ordentlich auszuschlafen und dann am Morgen gemütlich zu frühstücken … aber natürlich nicht zu lange, denn schließlich waren wir sehr neugierig darauf, die schöne Stadt Cusco mit ihrem so eigenen Flair zu entdecken. Und so zog es die einen ins Museum, die anderen in einen Handwerkermarkt, oder man schlenderte einfach nur gemuetlich durch die Stadt, in der sich an vielen Stellen bis heute die Spuren der alten Inkakultur finden lassen.
Bei der großen Anzahl an Restaurants blieben in Bezug auf das leibliche Wohl keine Wünsche offen. Den Genuss eines Meerschweinchens jedoch haben wir uns bisher versagt, was vielleicht auch an der Art der Servierform liegen mag. ;)
Am Abend genossen wir den Anblick der in sanftem Licht angestrahlten Kirchen am Hauptplatz, das geschäftige Treiben auf den Straßen und die typische Hochlandmusik, die uns so manches Mal beim Vorübergehen an den geöffneten Restauranttüren entgegenschallte.
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Auf den Spuren der Inka
Der Wecker schellte heute wieder früher, damit wir pünktlich um acht Uhr den Weg zum Valle Sagrado, dem Heiligen Tal, einschlagen konnten. Als örtlicher Guide begrüßte uns José, der uns bereits vorgestern durch Cusco geführt hatte. Gefahren wurden wir ebenfalls von einem José, wurden also sozusagen von José im Doppelpack begleitet. ;)
Zunächst ging es nach Pisaq, ungefähr 30 km nordwestlich von Cusco gelegen. Wahrscheinlich wurden die Stadt und ihre Befestigungen errichtet, um das nahegelegene Cusco vor Angriffen zu schützen. Innerhalb der Stadtmauern befanden sich die Ackerterrassen, die im Falle eines langanhaltenden Krieges oder einer Belagerung die Bevölkerung mit Nahrung versorgen konnte. Sowohl die Terrassen als auch die Aquädukte, die die Wasserversorgung sicherten, sind bis heute zu sehen.
Danach machten wir uns auf nach Ollantaytambo, dem alten Inkadorf mit den Umrissen eines Maiskolbens, zu Füßsen der Festung Ollanta. Dort konnten wir uns einmal mehr von der Perfektion überzeugen, mit der die Inka Bauwerke von hoher Bedeutung, wie z.B. Tempel, errichteten. Da die Stätte bei Ankunft der Spanier noch nicht fertiggestellt war, kann man gut nachvollziehen wie die großen Steinblöcke ihren Zielort fanden.
Unser nächstes Ziel hieß Aguas Calientes, das wir mit dem Zug von Ollantaytambo aus erreichten. Früh trieb es uns in die Betten, denn am nächsten Tag wollten wir früh zur legendären Inkastadt Machu Picchu aufbrechen.
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Besuch eines Weltwunders
So wie wir es uns vorgenommen hatten, so hielten wir es auch ein: Um 6 Uhr nahmen wir einen der ersten Pendelbusse hinauf nach Machu Picchu. Unser örtlicher Guide Marcial fuhr gleich mit uns im Bus hinauf, um uns die Geschichte dieser 1911 von Hiram Bingham fuer die Welt entdeckten Stätte nahezubringen.
Die Anlage begrüßste uns mit mystischem Morgennebel, der uns zunächst die Gesamtsicht auf die Häuser verwehrte. Um so beeindruckender dann war der Moment als wir die Stätte in ihrer gesamten Pracht sehen konnten. Wir lernten einige der Theorien zur Bedeutung von Machu Picchu kennen, so dass wir uns ein Bild davon machen konnten, vor welch schwieriger Aufgabe die Historiker noch immer stehen. Welche Theorie auch zustimmen mag, eines steht fest: Diese Inka konnten Häuser und Tempel bauen, und zwar so, dass es selbst unsere beiden Experten in der Gruppe verstummen liess!
Nach der Rundführung stärkten wir uns zunächst mit einem Getränk, danach machte sich die Hälfte der Gruppe auf zum Inti Punku, der Rest nutzte die Zeit, um Machu Picchu noch einmal näher zu betrachten.
Um fünf Uhr ging es zurück nach Cusco, wo wir mit grossem Hunger eintrafen. Nachdem jedoch die "Wölfe" gefüttert worden waren, sahen wir entspannt der Nachtruhe entgegen.
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Unser langer Weg zum Titicacasee
Zum Glück konnten wir heute etwas länger schlafen, denn erst um 8 Uhr mussten wir abfahrbereit sein. Von Cusco verabschiedeten wir uns nun, und es ist sicher, dass wir gerne an diese Andenstadt zurückdenken werden.
Die Fahrt sollte recht lang werden, denn schließlich galt es, den gesamten Weg von Cusco bis zum Titicacasee im Reisebus zurückzulegen. Zunächst legten wir einen Stopp ein, um uns mit Nahrungsmitteln für den Weg zu versorgen, danach ging es in gemütlichem Tempo Richtung Süden.
Der Besuch der Ruinenstaette Raqchi brachte uns nach ein paar Stunden Fahrzeit neben der ersehnten Bewegung auch einen neuen Einblick in die Andenreligion. Hier nämlich sahen die 12 m hohen Mauern des Wiracochatempels majestätisch auf uns herab. Schon von weitem war dieses Heiligtum für die Pilger der Inkazeit sichtbar gewesen. Die Figur des Gottes Wiracocha aber suchten wir vergebens, denn den Kopf hatten sich seinerzeit die alten Spanier für ihre Sammlungen in Europa gesichert, der Körper hingegen befindet sich im Inka-Museum in Cusco.
Nur wenige Kilometer entfernt konnten wir dann in einer kleinen Anlage Vikunjas, Alpakas und Lamas streicheln und füttern. Von dort ging es durch die fazinierende Hochregion der Anden nach Pukara, wo wir uns vor der Ankunft in Capachica noch einen Kaffee oder Tee gönnten.
Am Abend kamen wir nach einer "Ruckelpartie" in Santa Maria auf Capachica an, wo uns unsere Gastfamilien schon erwarteten, um uns unsere Unterkünfte zuzuweisen. Nach einem leckeren, liebevoll zubereiteten Abendessen, fielen wir schon bald müde in die Kissen.
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Am Titicacasee
Der heutige Tag begrüßste uns mit Donner und Blitz und einem unvermeidlich folgenden Regenguss. Jedoch war dies zum Glück nur ein Intermezzo, denn schon zum Frühstück war der Himmel wieder beinahe wolkenfrei. So konnten wir unseren Gemeinderundgang wie vorgesehen beginnen.
Auf dem Weg erklärte uns Alvaro, der örtliche Reiseführer, die Bedeutung einer am Wegesrand wachsenden Pflanzen. Ein erholsamer Spaziergang am Strand schloss die kleine Wanderung ab. Vor dem Mittagessen demonstrierte uns der Ortsvorsteher der Gemeinde die Herstellung eines Pflanzenshampoos und dann ging es auch schon zur ersehnten Nahrungsaufnahme.
Nach der Erläuterung der Gebräuche auf Capachica mussten wir uns leider von unseren Gastfamilien verabschieden. Unser Boot, das uns zu einer Uroinsel bringen sollte, wartete schon auf uns.
Nach einer kurzen und gemütlichen Bootsfahrt über die sanften Wellen des Titicacasees erreichten wir drei kleine Uroinseln, von denen wir eine ansteuerten. Wir lernten von Alvaro wie man die berühmten schwimmenden Inseln baut und wie das Volk der Uros auf diesen lebt. Einige von uns ließen es sich nicht nehmen, auf einem Schilfboot um die Insel gerudert zu werden. Die freundlichen Frauen der Insel sangen sogar die Aymara-Version von "Alle meine Entchen" als das Boot ablegte!
Am späten Nachmittag kamen wir schließlich in Puno an, wo wir den Abend in der Hotelbar bei einem angeregten Gespräch ausklingen ließen.
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Hallo Bolivien!
Heute mussten wir Abschied von Peru nehmen. Am im Sonnenlicht blau glitzernden Wasser des Titicacasees entlang führte uns der Weg zum Ort Desaguadero an der peruanisch-bolivianischen Grenze, wo wir noch vor der Mittagszeit eintrafen. Was für ein Bild! Da Markttag war, herrschte vor dem Grenzübergang ein dichtes Gedränge, und es galt den kleinen Rikschas, die kreuz und quer durch die enge Strasse und zwischen den Marktständen fuhren, geschickt auszuweichen, nicht zu vergessen, das Gepäck, das wir gut im Auge behalten mussten und den Geldumtausch, den wir zu bewältigen hatten. Nach den obligatorischen Aus- und Einreiseformalitäten, die Sabine als in Peru Residierender mehr Papierkram einbrachten als uns ;), konnten wir dann "Hallo Bolivien!" sagen. Im Bus lehnten wir uns erst einmal entspannt zurück.
Unser bolivianischer Guide Carlos hatte uns bereits auf der peruanischen Seite begrüßt, um Sabine dabei zu helfen, die "Schäfchen" beieinander zuhalten. Auf dem Weg nach Tiwanaku erzählte er uns dann zunächst einiges über das Alltagsleben der Bolivianer. Bevor wir die berühmte Ruinenstätte besuchten, machten wir noch Halt in einem Restaurant, wo uns viventura zum Essen einlud. Rainer versuchte sich an einem Stück Lamafleisch und der Rest genoss Forelle mit Reis oder Eierkuchen mit Gemüse. Derart gestärkt konnten wir mit Leichtigkeit unseren Besuch von Tiwanaku starten. Wir hatten großes Glück, denn zum Zwecke der Restauration befanden sich gerade Archäologen auf dem Gelände, die uns nur zu bereitwillig erzählten, wie solch ein Prozess vonstatten geht.
Auf dem Weg nach La Paz durchfuhren wir die Arbeiterstadt El Alto, wo uns die an den Laternen aufgeknüpften lebensgroßen Menschenpuppen zweifelsfrei zeigten, dass die Selbstjustiz hier keine Seltenheit darstellt. Erfreulicher dann war der Blick von einem Aussichtspunkt auf die im Talkessel liegende Millionenstadt La Paz, die gerade ins Licht der untergehenden Sonnen getaucht wurde.
Am Abend genossen wir alle gemeinsam im deutschen Restaurant Reineke Fuchs eine Curry- oder Weißwurst ( … natürlich bis auf unsere Vegetarierin Christa). Ganz schön exotisch, oder?! ;)
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Ein entspannter Tag
Erst um 9 Uhr holte uns unser Bus zur Stadtrundfahrt ab, und so konnten wir einmal wieder so richtig ausschlafen. Eigentlich trennten wir uns nur ungern von unseren Luxuszimmern im Ritz, aber schließlich wollten wir etwas mehr vom bolivianischen Regierungssitz sehen als nur das Hotel. ;)
Carlos war einmal mehr für Erklärungen rund um die bolivianische Metropole zuständig, und führte uns in geruhsamem Tempo durch das Mondtal, über den Hauptplatz, zum berühmt-berüchtigten Hexenmarkt und selbstverständlich an der altehrwürdigen Kirche San Fransisco vorbei. Kurz nach Mittag verabschiedeten wir uns von unserem örtlichen Guide, um nun nach einer wohlverdienten Mahlzeit selbst die Stadt zu erkunden.
Erst am Abend trafen wir in der Hotellobby wieder alle zusammen, um uns von Sabine über das morgige Programm informieren zu lassen und bei der Gelegenheit den vom Hotel spendierten Begrüßungstrunk zu genießen.
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Unterwegs mit Bus und Bahn
Heute konnten wir richtig lang schlafen. Erst gegen 9 Uhr morgens zog es uns in den Frühstücksraum des Hotels, wo wir uns ein ausgiebiges Mahl gönnten. Dann ging es noch einmal ins Zentrum, um letzte Souvenireinkäufe zu tätigen und ein paar Snacks für die Fahrt gen Süden zu kaufen.
Um halb eins holte uns der Bus ab um uns zum örtlichen Busterminal zu bringen. Als erstes Abenteuer auf unserem Weg nach Uyuni stand uns eine längere Busfahrt und eine nicht minder kurze Zugfahrt bevor. Im Busbahnhof wimmelte es von Menschen, die in alle Himmelsrichtungen reisen wollten. Wir stellten uns erst einmal etwas abseits des Geschehens, damit Sabine unseren Abfahrtsteig ausfindig machen konnte. Den wollte man ihr aber erst um zwei Uhr verraten, weshalb wir uns noch ein wenig geduldeten. Dann ging alles ganz schnell: Um zwei Uhr stürmten wir gemeinschaftlich den Schalter des Busunternehmens, um unser Gepäck einzuchecken. Sogar gewogen wurde es, und für jedes Kilo über der 10 kg-Freigrenze musste Sabine unsere Koffer "freikaufen". Damit nicht genug, auch Busbahnhofsteuer war noch zu bezahlen. Muss man das verstehen? Zum Glück durften wir den Bus ohne die Entrichtung weiterer Gebühren/Steuern betreten, und so ging die Fahrt los. Allerdings mit einigen Unterbrechungen. Der Bus stoppte, so schien es uns, an beinahe jeder Straßenecke, um noch weitere Passagiere aufzunehmen. Einige Bolivianer beschwerten sich darüber mit einem lautstarken "Vamos!".
Nur 30 Minuten vor Abfahrt des Zuges trafen wir nach der Busbummelfahrt am Bahnhof ein, gerade noch rechtzeitig für die Gepäckaufgabe und einen Toilettengang. Um sieben Uhr abends fuhr uns der Zug in gemütlichem Tempo nach Uyuni, wo wir zu nachtschlafender Zeit (2:30 Uhr) eintrafen.
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Durch die Salzwüste
Nachdem wir erst in der Nacht in Uyuni angekommen waren, freuten wir uns, dass es erst um 11:30 Uhr Ortszeit losgehen sollte. Die Schlafruhe fand ein jähes Ende, als wir unfreiwillig von der Kapelle der im Ort stationierten Soldaten geweckt wurden. Das Frühstück entschädigte uns für den "Kammermusiklärm" und so stärkten wir uns ausgiebig bei Kaffee, Müsli und Toastbrot.
Dann jedoch begann das lange Warten. Es wurde 12 Uhr, es wurde 12:30 Uhr, und kein Jeep war zu sehen. Mit eben den genannten Fahrzeugen sollten wir nämlich unsere Tour durch die Salzwüste bestreiten. Dann endlich um 13:00 Uhr war es soweit! Aber warum so spät? Hatte man uns etwa vergessen? Der Grund war, dass unsere Fahrer seit 7 Uhr morgens in der Schlange vor der Zapfsäule gestanden hatten, in der Hoffnung, das Benzin so früh wie möglich zu erhalten. Selbiges war nämlich am Sonntag nicht verfügbar, weil man es einfach nicht angeliefert hatte. Andere Länder, andere Sitten.
Es ging zwar spät los, aber wir sollten trotzdem alles zu sehen bekommen, was im Programm vorgesehen war. So fuhren wir als erstes die kleinen Salzhügel an, die die Arbeiter aus dem Umland angehäuft hatten, um das Rohsalz erst trocknen und dann später abtransportieren zu lassen. Wir nutzten das Ambiente des scheinbar unendlich großen, grellweiß leuchtenden Salzsees, um einige gelungene "Trickfotos" zu machen (s. großes Foto). Danach besuchten wir das Salzhotel in der Wüste, in dem wir eine Reisbekanntschaft aus Cuzco wiedertrafen. Was für eine Überraschung! Den Aufenthalt dort nutzten wir, um eine Mittagspause einzulegen. Unsere Köchin hatte uns ein schmackhaftes Mahl aus Kartoffeln, Nudeln und Huhn (bzw. Käse für unsere Christa) gezaubert.
Nach dem Mittagessen besuchten wir die wie eine Insel in der Salzwüste gelegene Erhebung namens Inkawasi. Hier konnten wir an den Versteinerungen zweifelsfrei feststellen, dass die Region einst den Meeresgrund bildete. Heutzutage ist die "Insel" mit riesigen Kakteen bewachsen, die teilweise bis zu 9 Meter in die Höhe ragen!
Am späten Nachmittag düsten unsere Jeeps mit uns Richtung Bellavista, wo wir uns nach einem leckeren Abendessen allesamt in einem großen Schlafsaal wiederfanden, wo das ein oder andere menschliche Murmeltier mit "lautstarken Traumäußerungen" die friedliche Stille durchbrach. ;)
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Ein Weg mit Hindernissen
Uuuhhh! Um halb vier Uhr morgens schellte unser Wecker! Wir verteilten uns auf alle vorhandenen Bäder (eigentlich war nur eines für uns vorgesehen), um die morgendliche Katzenwäsche möglichst schnell hinter uns zu bringen. Dann noch schnell alles einpacken, in der Dunkelheit - es gab kein elektrisches Licht - nichts vergessen, und ab mit dem Gepäck auf den Kofferträger!
>br> Müde sanken wir in die Fahrzeugsitze, noch nicht ahnend, was diese Tour alles für uns bereithalten sollte. Wir fuhren einige Zeit durch die Morgendunkelheit als plötzlich einer der Jeeps nicht mehr weiterwollte. Die Fahrer führten eine Inspektion durch und kamen zu dem Schluss einen der Reifen mit mehr Luft zu versorgen. Nachdem wir einen alten Militärposten im Nirgendwo passiert hatten, mussten die Reifen des älteren Jeeps erneut überprüft werden. Ein Riss in der Felge nötigte die Fahrer zu einem Reifenwechsel. Weiter ging es durch unwegsames Gelände, vorbei an beeindruckenden Gebirgsformationen und hohen Felsen, auf denen die moosähnliche Yareta wuchs und zwischen denen neugierige Viscachas hüpften. Dann ließ das Allradfahrzeug uns erneut im Stich. Vikunjas, die in der Nähe grasten, richteten interessiert ihre Ohren auf, und wir meinten sehen zu können, wie sie verwundert ihre Köpfe schüttelten. Dieses Mal wurde der Reifenschlauch ausgetauscht, und so nutzten einige von uns die Pause, um sich zwecks der Erfüllung eines höchst menschlichen Bedürfnisses hinter "hohen" Ichugräsern zu verstecken. Um es gleich vorwegzunehmen: Wir kamen an diesem Tag auf insgesamt fünf Reifenwechsel bzw. - Reparaturen, abgesehen davon wurden wir in einem Jeep mit in die Fahrzeugkabine eindringendem Sand umnebelt, im anderen durch die sich langsam auflösenden Gummidichtungen und nicht zu schließende Fenster langsam tiefgefroren. Das war pures Abenteuer - und dabei hatten wir nicht einmal viActive gebucht! ;)
Nach den Fotostopps an natürlichen Sehenswürdigkeiten wie dem Steinbaum folgte das Mittagessen an der Laguna Colorada, und dann ging es unaufhaltsam der chilenischen Grenze entgegen, wo wir gegen 17:45 Uhr die Zollformalitäten hinter uns brachten.
Der lange Tag kam in einem heimeligen Restaurant in San Pedro de Atacama geruhsam bei Bier, Pisco und Mineralwasser zu seinem Ende.
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Mitten in der trockensten Wüste der Welt
Wir genossen alle Vorzüge unseres heutigen Aufenthalts in San Pedro: Wir schliefen so lange wir wollten, wir frühstückten in aller Gemütsruhe, wir spazierten durch die kleine Oase und wir ruhten uns im schönen Hotel, etwa 500 m von der Hauptstrasse des Ortes entfernt, aus.
Um halb vier Uhr nachmittags holte uns der Bus zu unserem Ausflug in die Wüste ab. Zunächst steuerten wir einen Aussichtspunkt an, von dem aus wir die Salzkordillere überblicken konnten. Wir sahen auf 23 Millionen Jahre Erdgeschichte zurück! Ein alter Bekannter, der Vulkan Lincancabur mit seinem fast perfekt geformten Kegel, den wir bereits auf der bolivianischen Seite ausgiebig fotografiert hatten, fügte sich nun majestätisch in die Bergkette, die links von uns lag, ein. Als nächstes ging es zu den Drei Marien, vom Wind geschliffenen Steinformationen, die mit viel Fantasie die Form der Jungfrau Maria widerspiegeln.
Das Highlight an diesem Tag war zweifelsfrei der Besuch des Valle de la Luna, wo wir bis zum Sonnenuntergang verharrten, um die Transformation des Landschaft zu beobachten. Langsam verwandelte sich die Wüste in ein Gelände, das man so gewiss nur auf dem Mond vermuten würde. Wir waren beeindruckt!
Gegen 20 Uhr am Abend versammelten wir uns in einem der schönen Restaurants von San Pedro zu einem fröhlich-traurigen Abschiedsessen. Leider müssen wir uns nämlich morgen am Flughafen von Calama von Sabine verabschieden.
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Von der Oase in die Großstadt
Heute morgen ging es noch einmal vor sechs Uhr aus den Federn. Zum Glück stand das Frühstückspaket schon an der Rezeption für uns bereit, und so konnten wir einen ermunternden Kaffee oder Tee entweder pur oder mit u.a. einem Sandwich genießen. Danach ging es mit unserem Bus Richtung Flughafen in Calama. Nach den Eincheckformalitäten knipste Sabine noch einige, bisweilen nicht auf den ersten Drücker funktionierende, Portraitaufnahmen von uns. Und so hieß es schließlich "Auf Wiedersehen, Calama!" und "Auf Wiedersehen, Sabine!", und das, kaum dass wir richtig angekommen waren.
Um kurz vor neun hoben wir Richtung Santiago de Chile ab, neugierig darauf, was uns der Rest des Tages an neuen Eindrücken vermitteln würde. Schließlich hatten wir uns schon im vorhinein recht gut über Chile und seine wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Santiago informiert.
Bei unseren Ankunft in Santiago de Chile erwartete uns Adrian, unser Lokal Guide. Mit einem Privaten Transport ging es erstmal ins Hotel um uns etwas frisch zu machen und unser Gepäck in die Zimmer bringen. Hier erwartete uns Celia, die heute die Citytour begleitete.
Da mit leerem Magen nicht viel aufzunehmen ist, fuhren wir dann zum Fisch-und Meeresfrüchtemarkt wo wir Chiles Meeresschätze kosteten und sogar eine kleine Perle für Sieglinde fanden. Durch Santiagos Fussgängergassen liefen wir dann über die Plaza de Armas hin bis zum Regierungspalast. Bei 'nem Kafee lernten wir noch mehr von der Kultur und Lebensart, sowie dem Arbeitseifer der "Chilenos" kennen. Am späten Nachmittag sahen wir mehr von den sozialen Unterschieden Chiles und betrachteten die Stadt zusammen mit der riesigen Marienstatue.
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Zurück in die Heimat
Heute hieß es dann "freie Gestaltung" bis Adrian uns abholte und uns am Flughafen von Santiago verabschiedete.
Jede Reise hat einmal ein Ende. :( Und so hatten wir uns an diesem Tag von Chile und damit Südamerika zu verabschieden. Sicher werden uns die Eindrücke dieser Reise noch lange beschäftigen und für viel Gesprächsstoff daheim sorgen. Einige werden vielleicht zurückkehren. Und so sagen wir: "Auf bald!" oder "Leb wohl!"