Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101172.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101173.jpg&w=1920&q=75)
Über den grossen Teich
Die Reise beginnt. Alle vereint fliegen wir über den Atlantik Richtung Südamerika. Es ist bereits Nacht als wir in Salvador ankamen. Von oben sieht die Stadt wie ein Weihnachtsbaum aus mit den vielen verschiedenfarbigen Lichtern. Unsere Reiseleiterin Irma erwartete uns und in unserem Hotel. Im historischen Zentrum konnten wir noch um Mitternacht herum ein brasilianisches Bier genießen, bevor wir todmüde in die Betten fielen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101204.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101205.jpg&w=1920&q=75)
Baden im Atlantik
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit herrlichem Wetter und Blick zum Pelourinho, startete unsere erste Tour. Zuerst ein Spaziergang durch einen Teil vom Pelourinho und zum benachbarten Stadtviertel Santo Antonio mit dem Hotel do Carmo, ein ehemaliges Kloster, welches zum 5-Sternehotel umgebaut wurde. Der Werner war vor etwa 25 Jahren schon mal in diesem Hotel, welches ja nur den oberen 5000 zur Verfügung steht….. ;-) Dann ging es mit dem Kleinbus Richtung Norden an die Küste. Dort besuchten wir das Schildkrötenprojekt Tamar, welches verantwortlich dafür ist, das die Meeresschildkröten vom Aussterben gerettet wurden. Anschließend ging es an den Strand und die meisten von sind ausgiebig geschwommen. Abends hat uns der Büroleiter Otto zum Begrüssungsessen im Pelourinho eingeladen und wir kosteten eine Spezialität aus Bahia, eine leckere Moqueca, ein Fisch- und Schrimpseintopf.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101206.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101207.jpg&w=1920&q=75)
Citytour und Sozialprojekt
Der Tag hat mit einem Besuch bei dem Sozialprojekt "ABEAC" angefangen. Wir haben den von Viventura gestifteten, neuen Zaun bewundert und den fröhlich spielenden Kindern beim Fußball zugeschaut (vielleicht ist ja ein künftiger Ronaldo dabei…). Die selbst genähten Taschen und sonstigen Handarbeiten der Volontärinnen waren schnell ausverkauft. Unsere Reiseleiterin Irma hat uns den Hintergrund des Projekts erklärt. Danach besuchten wir die Wallfahrtskirche Bonfim. Dort haben wir kurz an einem Gottesdienst teilgenommen (ganz anders als bei uns), den "Exvoto-Raum" mit all den dort ausgestellten Danksagungen für die erfüllten Wünsche besichtigt und bunte Glücksbändchen erstanden, die tausendfach an den Gittern der Kirche hingen und bunt im Wind wehten. Anschließend ging es zur Festung "Mont Serrat" mit einem schönen Blick über die Bucht und Salvador. Danach hatten wir endlich die Gelegenheit, das viel angepriesene Kokoswasser aus grünen Kokosnüssen zu trinken (zu recht sehr empfohlen von Irma). Frisch gestärkt besuchten wir den Eingang der Allerheiligenbucht mit der Festung "St. Antonio", wo wir eine Lektion im "Schmuck-Merchandising" durch die dortigen "fliegenden Händler" erhalten haben, die uns sehr erfolgreich ihre Ketten verkauften. Danach gab es eine Rundfahrt durch die Stadt und von dort ging die Fahrt zum Handwerksmarkt in der Unterstadt, wo so viel angeboten wurde, dass man zum Schluss nicht mehr wusste, was man kaufen sollte. Mit dem Aufzug (Achtung: Taschen festhalten!) ging es wieder hoch zur Oberstadt. Von dort per Fuß weiter zur "Goldenen Kirche". Vor lauter Gold und Üppigkeit wusste man nicht, wo man hinschauen sollte. Auch die blauen Kacheln mit religiös-philosophischen Themen waren sehr aufschlussreich und interessanterweise teilweise heute noch aktuell. Dann weiter durch den Pelourinho mit all seinen schönen Häusern im Kolonialstil, die teilweise leider noch nicht renoviert sind (sehr schade!). Der Magen meldete sich und wir haben sehr lecker in einem mit Bäumen überdachten Hinterhof gegessen. Zum krönenden Abschluss sind wir ins "Bale Folclorico" gegangen, eine Tanzaufführung mit kulturellem Hintergrund und einer sehr beeindruckenden Capoeira-Aufführung.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101332.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101333.jpg&w=1920&q=75)
In den Regenwald mit Regen
Turbulenter Flug von Salvador da Bahia nach Manaus. Ankunft im Amazonas mitten im Gewitter, zum Willkommensgruß hat es Bindfäden geregnet (gute Regenkleidung mitbringen, am besten auch etwas für die Beine). Nach der Ankunft gab es Abendessen, das wirklich sehr lecker ist (selbst ein „Nichtfischesser“ hat hier Fisch gegessen). Danach hat Erich, unser örtlicher Reiseleiter, ein sehr interessantes Referat über die Ökologie des Regenwalds gehalten. Während der Tour hat uns Erich echte Insiderinformationen erteilt, besonders über die Lebensweise der Menschen, die politischen und sozialen Verhältnisse sowie den Regenwald, den Amazonas und den Rio Negro. Selbst weit gereiste Teilnehmer unter uns haben selten einen so kompetenten und netten Reiseleiter erlebt!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101252.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101253.jpg&w=1920&q=75)
Auf Dschungeltour
Wir sind mit João, unserem Local Guide und Urwaldexperten, und Erich durch den Amazonas gewandert. Wir haben Kautschuk, eine Verhütungspflanze (wird nicht von Tieren gegessen), Wasserlianen (schmeckt interessant), Glühwürmchen im Larvenstadium (die wir gegessen haben), eine Nelkenliane, ein Gastritismittel, Rosenholz, Kampfer und Timbo (ein Fischgift) kennengelernt. Von den Ameisen wurden wir an einer Stelle fast aufgefressen (die Hosenbeine hinauf). Wir haben also ein kleines Dschungel-Überlebenscamp absolviert. Als kleines Andenken hat uns João eine Krone aus Palmen geflochten. Auch dieser Guide ist absolut zu empfehlen und eine super Ergänzung zu Erich. Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Piranha-Angeln und haben – so hat uns Erich erzählt – zum ersten Mal rein gar nichts gefangen. Wir wurden aber mehr als entschädigt, indem Joäo (mit Flipflops!) 6 Meter auf einen Baum hinaufgeklettert ist und extra für uns ein Faultier herunter getragen hat, das sich über unser Blitzlichtgewitter nicht gerade gefreut hat. Diese Aktion hat uns alle mehr als begeistert! Auch die Bootstour durch den Amazonas war sehr beeindruckend. João hat uns mit seinem perfekten Urwaldblick viele Tiere gezeigt, die uns Laien ansonsten absolut verborgen geblieben wären. Und als der Motor unseres Bootes ausgefallen ist, haben wir uns sogar als Baumfäller betätigt. Nach dem Abendessen (die Caipirinhas sind sehr zu empfehlen) haben wir uns auf Kaimanjagd begeben. Wir haben ein kleines Exemplar eines Brillenkaimans (2-3 Monate) und ein größeres Exemplar (Mohrenkaiman) kennengelernt, gestreichelt und wieder ausgesetzt.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101254.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101257.jpg&w=1920&q=75)
zu den rosa Delfinen
Bei der Sonnenaufgangstour mussten wir sehr früh aufstehen und sind leider wieder in den Regen geraten. Dafür war das Delphinschwimmen wiederum sehr faszinierend und zugleich auch etwas gruselig, weil die Tiere plötzlich aus dem schwarzen Wasser aufgetaucht sind. Die Tiere wurden von der dort ansässigen Familie mit Fischen gefüttert (selbst die Kinder waren da und sind bereits wie die Profis im Kanu gefahren). Anschließend sind wir zu einer einheimischen Familie gefahren, die uns die Maniok-Verarbeitung (ein Grundnahrungsmittel hier) und ihre Lebensweise gezeigt haben. Hier konnte man als kleines Andenken Ketten kaufen und hierdurch die Familie als Dankeschön etwas unterstützen. Schließlich haben wir ein Indianerdorf besucht, bei dem uns die Kinder willkommen hießen. Der Besuch war zwar in gewisser Weise interessant, aber nicht unbedingt nötig (wir haben uns unwillkommen gefühlt, fanden die Informationen oberflächlich und würden den Besuch nicht unbedingt empfehlen). Zum Abschluss des Tages haben wir die Victoria Regia Seerosen bewundert, die auf der Rückseite eine besonders interessante Struktur aufweisen und sogar geblüht haben (was sie eigentlich nur nachts tun).
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101258.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101259.jpg&w=1920&q=75)
Manaus wie es leibt und lebt
Weiterfahrt nach Manaus. Dort kurzer Stopp am Palacio Rio Negro von Waldemar Scholz, einem Kautuschukbaron, der laut Überlieferung an Liebeskummer pleite gegangen ist (die andere Version erzählt euch Erich dann vor Ort; Stichwort „Pferde“). Weiter ging es an der Kläranlage (abgebrannt und heute Kulturzentrum) vorbei zum Fischmarkt (ohne Fischgeruch und mit sehr viel unterschiedlichen Fischsorten). Nach dem Check-in ging es zur Oper, die Eduardo Ribero 1896 erbauen ließ und in der man eine kleine Zeitreise in die Welt der Kautschukbarone erleben kann (zur Vorbereitung empfehlen wir den Film „Fitzcarraldo“). Anschließend sind wir durch Manaus gelaufen; eine Stadt, bunt, voller Leben, mit „morbidem Charme“ und offeneren Menschen als in Salvador. Durch das Geschäftszentrum sind wir zum Essen gegangen (keine Touristen, nur „Einheimische“), vorbei am alten Markt, der leider renoviert wurde. Danach ging es weiter zum Bananenmarkt, wo wir gelernt haben, dass es etwa 200 Bananensorten und 1000 Varietäten gibt (von denen aber in Manaus meist nur 2 verkauft werden). Anschließend ging es direkt weiter zum Hafen, bei dem wir das dortige bunte und quirlige Treiben beobachten konnten: Selbst alte Männer haben 100 kg Säcke geschleppt, auf den traditionellen Amazonas-Schiffen schlafen die Menschen in Hängematten übereinander und überall werden Waren transportiert (z.B. Kühlschränke, die auf dem Kopf getragen wurden). Nach dem Hafen haben wir eine Bootstour an Manaus entlang flussabwärts unternommen. Dabei haben wir den neuen Industriehafen (der zweimal abgerutscht ist) und den Zusammenfluss von Rio Negro und Amazonas gesehen. Es ging weiter durch den Lago Janauari zu einem kleinen Zwischenstopp in einem schwimmenden Restaurant, wo wir die Nachmittagsstimmung genossen haben. Auf der Weiterfahrt haben wir Marimari-Früchte probiert und einige Tiere (Leguane, Delphine, weiße Reiher etc.) gesehen (der angebliche Piranha war allerdings ein Reiseteilnehmer). Besonders schön war der Sonnenuntergang, der hinter der Brücke von Manaus in Rosa- und Gelbtönen den Tag verabschiedet hat. Bei der Ankunft im Hafen haben wir gesehen, dass der derzeitige Hochwasserspiegel fast die Jahrhundertmarke von 2009 erreicht hat. Abends waren wir in einem netten Restaurant Pizza essen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101346.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101347.jpg&w=1920&q=75)
In den Pantanal
Flug von Manaus über São Paulo nach Cuiaba. Wegen heftigen Seitenwindes hat es eines zweiten Landeversuchs bedurft und unser Flugzeug musste noch einmal durchstarten. Danach hat uns ein abenteuerlicher Transfer mit dem ¨Schumi do Pantanal¨ über eine staubige Piste samt ziemlich wackelig aussehenden Holzbrücken erwartet. Während der Fahrt haben wir ein paar Goldminen gesehen und die ersten Tiere bestaunt. Auf der Pousada angekommen, hat uns eine Zebu-Herden begrüßt. Gemütlicher Ausklang des Abends bei Zusammensitzen mit Caipirinha und Witzen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101438.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101439.jpg&w=1920&q=75)
Unterwegs im Pantanal
Den Tag haben wir mit einer Bootstour auf dem Rio Claro gestartet. Direkt am Kai hat der erste Kaiman auf uns gewartet. Wir haben sehr viele Tiere gesehen. Folgende Tiere hat uns Patricia, die sich besonders gut mit den heimischen Vögeln auskennt und uns mit ihrer ornithologischen Begeisterung mitreißen konnte, gezeigt: Reiher, Kingfisher, Fischbussarde, Wasserschweine, Kaimane (sogar kleine Babykaimane wurden an Bord geholt und bestaunt), Affen und jede Menge andere Vögel. Zwei besondere Highlights waren das Füttern des Kaimans ¨Zico¨, der aus dem Wasser etwa anderthalb Meter hoch gesprungen ist, um einen Fisch zu fressen, und das Füttern eines Fischbussards mit Piranhas. Die Tiere hier sind erstaunlich zutraulich und haben sich extra für unsere Photos in Position gestellt. Nach dem Mittagessen haben wir eine lange Mittagspause bei glühender Hitze verbracht, bevor wir um 16 Uhr aufgebrochen sind, um mit dem Safarijeep das Pantanal am Spätnachmittag und Abend zu erkunden. Bevor wir allerdings aufbrechen konnten, mussten wir uns zuerst fluchtartig vor einem gefährlichen Bienenschwarm verstecken, der sich unserer Pousada in enormer Geschwindigkeit näherte. Wieder haben uns viele Tiere beeindruckt, insbesondere die Rotfußschildkröte, Füchse, Papageien, zwei Tapire, die sich herangeschlichen haben, Störche, Sumpfhirsche und wieder jede Menge Vögel. Besonders schön war der Sonnenuntergang und die hunderten von Glühwürmchen, die ab Einbruch der Dunkelheit im Busch aufblitzten. Überwältigt hat uns der südliche Sternenhimmel mit dem Kreuz des Südens und der Milchstraße – so viele Sterne sieht man in Deutschland nie! Zum Ausklang gab es bei leckerem Essen (besonders zu empfehlen ist das Rindfleisch und das Papayamousse) original brasilianische Cowboy-Musik. Das Longhorn ist allerdings nicht als Musikinstrument für Deutsche gemacht, bei denen nur Geräusche eines brünftigen Hirsches herauskommen. Da die Moskitos hier sehr aufdringlich sind, empfiehlt sich unbedingt langarmige Kleidung anzuziehen und sämtliche sonstigen Moskitoschutzmaßnahmen zu ergreifen (keine Moskitonetze im Zimmer vorhanden).
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101338.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101339.jpg&w=1920&q=75)
Vom Pantanal in die Stadt
Wir haben den Tag mit einer Bootstour sehr früh begonnen, um den Sonnenaufgang auf dem Wasser zu erleben, der erwartungsgemäß toll und von viel Vogelgezwitscher begleitet war. Danach haben wir uns mit einem Frühstück gestärkt, bevor wir mit Senor Dito und den Pferden Baja, Michelle, Schlafmütze & Co. einen Ausritt durch das Pantanal rund um die Pousada unternommen haben. Die anfänglichen Zweifel unserer Nichtreiter wurden sehr schnell zerstreut, da die Pferde ganz gemütlich hintereinander hergelaufen sind und man damit beste Gelegenheit hatte, die Natur hautnah zu erleben (auch ein schnellerer Trab war mal drin, für die, die wollten). Bei uns allen hat sich ein echtes Cowboy-Feeling eingestellt und wir waren so begeistert, dass wir gerne mehr als nur eine Stunde geritten wären. Das John Wayne-Gefühl und der breitbeinige Gang waren beim Absteigen inklusive! Die anschließende Poolrunde war daher genau richtig zum Entspannen. Im Anschluss ging es weiter nach Cuiaba (volle 4 Stunden über teils hügelige Pantanal-Pisten, dafür mit vielen Tieren); eine Stadt, die wir viel kleiner eingeschätzt hätten, als sie tatsächlich ist und in der ebenfalls ein neues Stadium für die Fussball-WM gebaut wird. In Cuiaba hat uns ein tolles Hotel mit noch tollerem Dachpool erwartet, von dem aus wir den Sonnenuntergang genossen haben. Ein Kritikpunkt an diesem Hotel ist allerdings das Restaurant, das wir als relativ teuer und das Essen dafür ziemlich schlecht empfunden haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101340.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101341.jpg&w=1920&q=75)
Im Flugzeug unterwegs
Der Tag begann bereits um 4 Uhr und einem Keks als Frühstück (wir können das Flugzeugessen nicht mehr sehen). Der Flug von Cuiaba nach Foz do Iguazu war schlecht und hat uns einen vollständigen Urlaubstag gekostet:
Die uns zuvor angegebene Verbindung wurde von der Fluggesellschaft geändert und wir sind 9 Stunden unterwegs gewesen mit 2 Zwischenstopps in Brasilia und Curitiba, obwohl es einen Direktflug von 2 Stunden gibt. Dieser hatte nur eine einzelne Person unserer Gruppe und musste alleine fliegen. Damit sind wir praktisch im Rechteck geflogen, statt direkt nach Foz do Iguazu. Hier besteht deutlicher Verbesserungsbedarf!
Etwas versöhnen konnte uns dafür Nelson (unser Reiseleiter vor Ort) mit dem Besuch einer Churrascaria, in der sich die Kellner mit einer beeindruckenden Technik des Fleischschneidens präsentiert haben (wir haben schon lange nicht mehr so viel gegessen).
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101342.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101343.jpg&w=1920&q=75)
Die argentinischen Wasserfälle
Wir haben die argentinische Seite der Wasserfälle besichtigt, die 80 Prozent ausmachen, und erfahren, dass sich Brasilianer und Argentinier nicht grün sind (wir haben dort keine Karten des Parks bekommen). Auf kilometerlangen Stegen sind wir entlang der Wasserfälle gelaufen und konnten erleben, wie das Wasser direkt neben uns in die Tiefe gerauscht ist. Dann sind wir auf eine Eisenbahn umgestiegen und gemütlich (sogar mit Schranken und Glocken) den Weg zum oberen Teil der Iguazu-Fälle hinauf gefahren. Der größte dortige Wasserfall ist der Garganta del Diablo, der mit einer gewaltigen Kraft in die Tiefe hinabstürzt, die einfach grandios und überwältigend ist. Der ganze Fluss ist von dort aus zu sehen und mit Wassernebel überzogen. Auf dem Rückweg haben wir am Bahnhof handtellergroße Spinnen und Vögel gesehen, die in aller Ruhe dahingeschlichen bzw. gehüpft sind; und im Wald haben wir später sogar ein Gürteltier entdeckt. Als Zusatzangebot konnte man eine fast Rafting-Tour zu den Wasserfällen buchen, die lustig, abenteuerlich und vor allen Dingen nass war, da das Boot nicht nur an die Gischt, sondern auch unter das Wasser gefahren ist. Abends sind wir auf Empfehlung von Nelson in ein Restaurant namens Mega Pizza gegangen, das seinem Namen alle Ehre machte. Die Kellner sind immer wieder mit den verschiedensten Pizzen an unseren Tisch gekommen und man konnte von allen Speisen ein Stück probieren. Dazu gab es Spaghetti und Pommes Frittes. Sogar süße Pizza mit Schokolade, Erdbeeren und Kokosraspeln war im Programm. Zum Schluss gab es auch noch Eis - und wir waren wieder kugelrund.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101344.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101345.jpg&w=1920&q=75)
Die brasilianischen Wasserfälle
Heute war Muttertag und an unserem Frühstückstisch lag als kleine Aufmerksamkeit des Hauses eine Praline mit den besten Wünschen. Das Buffet hier ist sehr reichhaltig und auch sehr gut: vor allen Dingen wer Kuchen mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Frisch gestärkt ging es heute zur brasilianischen Seite der Wasserfaelle, also zu den restlichen 20 Prozent. Diese Seite ist völlig anders als die argentinische. Man erhält zwar weniger einen Eindruck von den Wassergewalten, hat dafür aber einen unglaublichen Panoramablick und erkennt, über was für eine große Fläche sich die Wasserfälle eigentlich ausbreiten (Teile hiervon sind von Argentinien aus nicht zu erkennen). Besonders schön ist das letzte Stück des Stegs, bei dem man auf mehrere Aussichtsplattformen laufen kann, die direkt an den Wasserfällen gebaut sind und einen unmittelbar in das Naturschauspiel versetzen. Wenn man sich richtig hinstellt, hat man das Gefühl, gleich mit dem Wasser in die Tiefe zu stürzen. Wegen der Wasserschwaden wird man allerdings auch etwas nass. Super schön waren die vielen Regenbogen, die wir heute gesehen haben. Und weil wir noch nicht genug gelaufen sind, haben wir uns - statt einfach den Aufzug zu nehmen - für den Weg der 123 Stufen entschieden. Lustig waren die Nasenbären, die sich so an die vielen Touristen gewöhnt haben, dass sie jegliche Scheu verloren haben und als sie die Mülltonnen plündern wollten, richtige kleine Kunststücke vollbracht haben. Ein Teil unserer Gruppe ist sodann abgehoben und hat einen Helikopter-Flug unternommen: 10 phantastische Minuten, bei denen einem nicht nur das Ausmaß des Regenwaldes (gigantischer Ausblick auf die Landschaft und die Größe des Waldes), sondern auch die Wucht der Wasserfälle bewusst wurde. Das Mittagessen im Recanto Gaucho war ein echt brasilianisches Erlebnis und man konnte sich unter die Einheimischen mischen (Hängematten, original brasilianische Livemusik, viele Familien, Schokoladen-Khaki, Mate, Schnaps und viel Fleisch). Zum Abschluss des Tages haben wir den Parque das Aves, einen Vogelpark, besucht. Dort haben wir Tukane (die so nah an uns herangeflogen sind, dass wir sie sogar berühren konnte), Papageien, Taranteln, einen Affen, Schlangen, Schmetterlinge, Kolibris und viele andere Vögel gesehen. Die Gehege waren sehr schön angelegt (teilweise konnte man sogar hindurchlaufen) und in einem kleinen Wald gelegen. Am Ende konnte man sogar einen Papagei auf den Arm und eine Boa um den Hals nehmen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101580.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101581.jpg&w=1920&q=75)
Bei Regen an die Küste
Flug nach Sao Paulo. Von dort wurden wir mit dem Bus nach Paraty gefahren, was etwa 5 Stunden dauerte. Die letzten 3 Stunden sind wir durch die Dunkelheit bei Regenwetter über Serpentinenstraßen mit so vielen Geschwindigkeitsschwellern gefahren, dass einem Teil unserer Gruppe richtig übel war bis wir in Paraty angekommen sind. Monika, unser Local Guide, hat mit ihrer herzlichen Art ihr Bestes gegeben, um unsere Stimmung aufzuhellen und hat uns in eine sehr nette Fazenda namens Da Comadre gebracht, in der wir wirklich vorzüglich zu Abend gegessen haben (Buffet mit Cowboy-Feeling in einer Art Scheune). Da an diesem Abend wirklich sehr kalt war, waren wir über den Kamin überaus dankbar und haben uns dort schön aufgewärmt (in Brasilien!).
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101582.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101583.jpg&w=1920&q=75)
Mit dem Schiff durch die Bucht
Wir haben eine City-Tour durch Paraty unternommen, ein wirklich schönes und sehr gepflegtes, kleines Städtchen mit interessanten Häusern, die von Freimaurern bewohnt wurden und schmalen, verwinkelt gebauten Gassen, welche früher die Piraten abhalten sollten. Wir haben verschiedene Kirchen besucht (u.a. die Schmerzkirche und die Medizinkirche, die wir allerdings aufgrund der ständig andauernden Renovierungsarbeiten nicht besichtigen konnten) und das historische Zentrum von Paraty besichtigt. Anschließend haben wir mit dem Schiff Bonzay eine Bootsfahrt über 6 Stunden unternommen und sind durch verträumte, kleine, Paraty vorgelagerte Inseln hindurchgeschippert (der Himmel war wolkenbedeckt und in den Bergen hing Nebel, was eine eigenartige Stimmung erzeugte). Wir haben in mehreren Buchten angehalten, wollten allerdings aufgrund des kalten Wetters nicht baden (sehr schade, denn bei schönem Wetter wäre das sicherlich toll gewesen). Den mit uns fahrenden Brasilianern und Argentiniern hat das allerdings überhaupt nichts ausgemacht und nach den Badegängen wurde bei lauter Musik teilweise noch gesungen und getanzt. Wir sind durch den einzigen brasilianischen Fjord gefahren und haben den Drehort eines Vampir-Films gesehen. Im Anschluss hatten wir ein bisschen freie Zeit zur Verfügung, die wir zum Shoppen genutzt haben. Paraty hat wirklich ein paar sehr nette Geschäfte mit nettem, englisch sprechendem Personal. Abends sind wir auf Empfehlung von Monika in ein Restaurant namens Casa do Fogo gegangen, in dem das Essen flambiert wird und das wir übereinstimmend als sehr gut empfunden haben. Nicht nur, dass das Essen vorzüglich geschmeckt hat, auch die Livemusik und ein Kellner, der jede Speise mit bewundernswerter Sorgfalt servierte, haben eine einzigartige Atmosphäre erzeugt.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101620.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101621.jpg&w=1920&q=75)
Goldweg und Fahrt nach Rio
Wir haben ganz kurz einen Kunsthandwerker besucht, der sehr schöne Tische mit Einlegearbeiten aus Lianen herstellte. Danach sind wir den Goldgräberweg, den Caminho do Ouro gelaufen; ein sehr schöner Weg durch den Wald und durch Plantagen, auf dem früher das Gold und die Edelsteine nach Paraty transportiert wurden und bei dem die Pflastersteine teilweise freigelegt worden sind. Allerdings war es aufgrund des nächtlichen Regens sehr rutschig und man musste aufpassen, dass man nicht hinfällt. Auch hier haben wir die Pflanzen- und Tierwelt bewundert (beispielsweise Ameisenautobahnen, junge Hunde und ein sehr dürres Pferd). Danach sind wir in eine Alambique (Cachacaria) eingekehrt und haben dort einen Zuckerrohrschnaps probiert, der sogar eine Auszeichnung erhalten hat (von mild bis eher brennend konnten wir verschiedene Sorten probieren). Am Mittag haben wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Rio gemacht. Die Fahrt führte uns entlang des Meeres an vielen kleinen Inseln vorbei und wir hatten eine herrliche Aussicht. In der Bar do Chuveiro haben wir eine kleine Pause gemacht und Pasteis (eine Art Teigtaschen) gegessen, sehr lecker (auch eine Empfehlung von Monika)! Abends sind wir in Rio angekommen, ab jetzt werden die Tagebucheinträge kürzer, denn wir befinden uns nun im Großstadt-Besichtigungsstress.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101622.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101623.jpg&w=1920&q=75)
Zuckerhut und historisches Zentrum
Heute hieß es Rio erkunden … Monika hat die normalerweise an einem Tag stattfindende City Tour auf zwei Tage aufgeteilt, nachdem das Sozialprojekt Babilonia aufgrund von Baumaßnahmen ausfallen musste. So sind wir zuerst auf den Zuckerhut gefahren und haben den tollen Rundblick vom Corcovado bis Niteroi bei herrlichem Sonnenschein genossen. Anschließend sind wir in das Historische Zentrum von Rio gefahren und es ging zu Fuß weiter. Während wir uns langsam durch den Geschäftsdurchgang, den Telles Bogen, über den Praça 15, die Confeitaria Colombo – wo wir es uns nicht nehmen ließen, einen Kaffee zu trinken und einen dieser köstlichen Kuchen zu probieren – weiter bis zur Kathedrale begeben haben, hat uns Monika so einiges über die Geschichte von Rio erzählt. Der Abschluss unserer heutigen City Tour war die verrückte wie weltbekannte Selaron-Treppe, von der wir alle sehr begeistert waren. Am Nachmittag machte dann jeder was er wollte und am Abend waren wir alle gemeinsam in einer Sambashow im Plataforma.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101624.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101625.jpg&w=1920&q=75)
Corcovado und Abschlussessen
Unser zweiter Teil City Tour begann heute mit der Vista Chinesa im Floresta da Tijuca. Quer durch den Floresta sind wir dann weiter auf den Corcovado gefahren, auf dem der Christus uns bereits mit seinen ausgebreiteten Armen empfangen hat und uns einen phantastischen Panoramablick auf Rio präsentiert hat. Beim herunterfahren haben wir noch einen Stopp auf dem Mirante Dona Marta gemacht, bis wir vorbei am Maracanã Fussball Stadion zum Sambódromo gekommen sind, wo Herbert es sich hat nicht nehmen lassen, das Samba Tanzbein zu schwingen. Nachmittags hat wieder jeder das gemacht, was er wollte, bis wir uns alle mit Monika zum Online-Check-In im Hotel getroffen haben. Anschließend gings es zu unserem Abschlussessen in eine super Churrascária.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101626.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F101627.jpg&w=1920&q=75)
Der letzte Tag
Durch einen Fluglotsenstreik in Lissabon sind alle recht früh zum Flughafen, damit niemand den Heimflüge verliert. So hat alles geklappt und die Gruppe ist nach dem Abschied von Monika gemeinsam Richtung Europa geflogen.