Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

09 Feb. 2009 • Buenos Aires

Die Gruppe in Puerto Madero
Farradtour in Buenos Aires - Roland

Ankunft in Südamerika

Früh am Morgen kamen Jean, Petra, Roland, Anita, Carsten, Silke, Claudia, Petra, Andrea, Christian und Miriam am internationalen Flughafen von Buenos Aires an. Nachdem die Gruppe und Nico, der Reiseleiter, sich kennengelernt hatten, fuhren wir alle zum Hotel in der Innenstadt. Alle nicht, Anika war schon in Buenos Aires, seit vier Wochen, um ihre Spanischkentnisse zu verbessern. Im Hotel haben wir unsere Sachen deponiert und 1 Stunde später begannen wir unseren ersten Tag in Buenos Aires mit einer Citytour.

Wir sind die Avenida de Mayo entlang gelaufen bis zur Avenida 9 de Julio. Dort haben wir den Obelisk betrachtet und dann ging es weiter bis zum Hauptplatz, Plaza de Mayo. Dort konnten wir viele wichtige Gebäude der Stadt anschauen, wie das Regierungshaus, die Kathedrale, usw.

Mit Hunger, Durst und unter einer kräftigen Hitze liefen wir zum Fluss. In Puerto Madero hatten wir unser Willkommenessen, und natürlich gab es Fleisch zu kosten, in Mengen!!!! Nach dem leckeren Nachtisch begannen wir unsere nächste Aktivität: ein Fahrradtour durch die ältesten Stadtviertel der Stadt. Wir fuhren zuerst nach La Boca, das Stadtviertel der Boca Juniors, von Maradona und der bunten Häuser. Unser nächstes Ziel war San Telmo, aber auf dem Weg machten wir ein Halt im Lezama Park, um Mate-Tee zu probieren.

In San Telmo endete unsere Fahrradtour, aber nicht der Tag. Auf der Plaza Dorrego haben wir was getrunken, bevor wir wieder zur Plaza de Mayo zurück gelaufen sind. Von dort fuhren wir mit der ältesten U-Bahn der Stadt zum Hotel zurück, um diesen schönen ersten Tag zu beenden. Noch nicht ganz… am Abend haben viele noch eine Runde durch die Stadt gemacht….

10 Feb. 2009 • Buenos Aires

Abenteuer im Tigre Delta
Tangoshow in Buenos Aires

Ausflug zum Tigre Delta

Heute konnten wir ausschlafen…. und die meisten haben dies gut ausgenutzt!!!

Gegen 10:00 sind wir mit unserem Minibus nach Tigre gefahren. Auf dem Weg sind wir durch den Nordteil der Stadt gefahren. Dann weiter Richtung Norden, 40 km lang, bis Tigre. Dort warteten unsere lokalen Guides und die wunderschönen Kanus schon auf uns. Nach einer kurzen Erklärung ging es los!!! Alle auf die Kanus… 1-2, 1-2, 1-2 … Rhythmus… und so began unser Abenteuer durch die braunen Gewässer des Tigre Deltas.

Wir sind durch ruhige Kanäle aber auch durch große Flüsse mit viel Motorboot-Verkehr gefahren. Eine natürliche Gegend, viel grün, einige Einwohner. Auch war es warm und trocken….. auch nasssssss Genau als wir unser Mittagspausenrestaurant erreichten, began es zu regnen. Es donnerte immer mehr. Und geregnet hat es auch immer mehr, und mehr und mehr. Sogar drinnen im Restaurant!!! ;-) Nach dem Mittagessen entschieden wir uns zu fliehen… zurück nach Buenos Aires.

In der Stadt hatten wir noch etwas Zeit, bevor wir unsere nächste Aktivität des Tages begannen: Tangoshow!!!! Es war ein hoch-interessantes Abend, mit Musik, Tänze und viel Wein.

11 Feb. 2009 • Buenos Aires

Mascardi See - Anita
Sessellift Cerro Campanario - Carsten und Claudia

Endlich Patagonien!!!

Sehr früh am Morgen ging es heute los zum lokalen Flughafen. Nach 2 Stunden Flug, in der wir die Steppe und den Lanin Vulkan beobachten konnten, erreichten wir Bariloche, Patagonien… Und in Patagonien hatten wir patagonisches Wetter: sehr bewölkt, windig und kalt!!!

Wir sind zuerst zur Stadt gefahren und dort hatten wir Zeit, durch Bariloche und am Nahuel Huapi See zu spazieren. Auch gab es Zeit für das Mittagessen und zum Schoppen…. Wein und Schokolade hatten eine große Nachfrage.

Am Nachmittag haben wir uns im Centro Civico getroffen und von dort fuhren wir los zum Circuito Chico. Auf dem Circuito Chico machten wir viele Fotostopps und wir sind auch mit dem Sessellift zur Spitze von Cerro Campanario gefahren, um eine beindruckende Aussicht der Gegend zu haben. Und die Sonne hat für uns gescheint!!!

Anschließend fuhren wir nach Pampa Linda. Wir fuhren am Gutierrez und Mascardi See, auf Schotterpiste, durch wunderschöne Urwälder, durch magische Landschaften. Langsam beginnen wir Patagonien zu erleben!!!!

Am Abend kamen wir in Pampa Linda an. Dort hatten wir Abendessen und einen angenehmen Abend am Kamin.

12 Feb. 2009 • NP Nahuel Huapi

Die Gruppe am Ventisquero Negro
Ventisquero Negro

Ausflug zum Schwarzen Gletscher

Am 5 Tag unserer Reise durch Patagonien hatten wir erstmals Gelegenheit unsere Wanderschuhe einen ersten Test zu unterziehen.

Nach einem gelungenem Start um 9:00 Uhr mit ausgiebigem Frühstück legten wir um 10:20 los. Es erwartete uns eine naturbelassene Landschaft auf dem Weg zum Ventisquero Negro und blauer Himmel mit ca. 20ºC. Eine richtige Tour zum Eingehen (eingegangen ist letztendlich aber keiner…). Insgesamt legten wir bis ca. 18:00 Uhr, Mittagspause mit Lunchpaketen eingerechnet.

Am Rückweg hatten wir noch Gelegenheit, einen Abstecher zum Saltillo de las Nalcas zu machen, ein kleiner Wasserfall, der durch Bambuspfade erreichbar war.

Ein gelungener Tag!!

13 Feb. 2009 • NP Nahuel Huapi

Reiten in Pampa Linda - Anika
Laguna Ilon

2 Guppen aber ein Ziel

Mit Nico und Colo ging es am Morgen mit gepackten Rucksäcken immer hoch, hoch, hoch, hoch, und er hatte nicht übertrieben. Uns war zwar klar, dass das auch der Rückweg war, aber tapfer schafften wir die 600m. Unser Ziel war die Lagune Ilon.

Nach dem Anstieg konnte Roland im Märchenwald schon wieder ein Lied anstimmen. Zu unser Mittagspause hatten wir das Ziel erreicht und das Lunchpaket schmeckte. Gerade zur Mittagsruhe niedergestreckt, kam die 2. Gruppe….

Todesmutige Mädels der Gruppe hatten sich entschieden, auf den rassigen argentinischen Pferden Platz zu nehmen. Alle 5 kamen auch heil an der Lagune an. Damit die Mädels nach dem Tag nicht komplett nur ihr Hinterteil strapazieren, ging es zu Fuß zum Aussichtspunkt Mirada del Doctor. Der Rückritt ging dann schwieriger, weil einige Pferde etwas Eile hatten….

Auch die Wandergruppe nahm nach einem kurzen Abstecher zu einer Schutzhütte und über einen reißenden Bach wieder den Rückweg in Angriff. Wie aufgereiht folgten wir schweigend Colo. Jeder marschierte so vor sich hin. Alle bereiteten sich mental auf den Abstieg vor, das nächste Ziel fest im Blick: ein Bier zu Hause.

Am Abend dann wurden alle Erfahrungen des Tages bei ein oder zwei Gläschen Rotwein am Kamin ausgetauscht. Jeder hatte etwas zu erzählen, aber einig waren wir alle; es war wieder ein wunderbarer Tag!!!

14 Feb. 2009 • NP Nahuel Huapi - Puerto Varas

Fahrt nach Bariloche - Manso Fluß
Busfahrt nach Puerto Varas

Über die Anden nach Chile

Bereits um 8 Uhr verlassen wir das idyllische Pampa Linda, da man die einspurige Strasse in Richtung Bariloche nur bis 9 Uhr befahren kann. Nach zwei Stunden Schotterpiste, vorbei am Vulkan Turnador und dem tannengrünen Lago Mariscal, erreichen wir den Lago Gutierres. Hier startet für uns (Andrea, Christian, Miriam und Silke) eine Kajaktour. Das Wasser ist kalt und daher tragen wir - nur zur Sicherheit - schicke Neoprenanzüge, die unsere sportlich, dank Nico durchtrainierten Körper zur Geltung kommen lassen ;-)

Auch das Wetter macht mit und rechtzeitig kommt die Sonne hervor, so dass wir das Paddeln in vollen Zügen geniessen können. Die anderen fahren weiter nach Bariloche und nutzen die Zeit, um zu bummeln oder zum Museumsbesuch. Um 14 Uhr ist die Gruppe wieder vereint. Wir fahren gemeinsam mit dem öffentlichen Bus nach Chile. Das Busfahren ist sehr angenehm: Wir haben vom Doppeldecker eine tolle Sicht auf die traumhaft schöne Landschaft, die Fahrt wird von einem Steward begleitet (fast wie im Flugzeug), einige knüpfen Kontakte zu den Mitreisenden bzw. drei süße kleine Mädels zu Anika. An der Grenze zu Chile wird das gesamte Gepäck streng kontrolliert, denn Obst und Fleisch dürfen nicht eingeführt werden. Schmuggeln von Würsten in Wanderstöcken ist zwecklos.

Die anschließende Fahrt über die Anden bietet tolle Ausblicke, die einige der Gruppe leider verschlafen. Um 21.30 Uhr kommen wir in Puerto Varas mit "etwas" Verspätung an. In den Strassen der Stadt ist viel los, wegen des Lach(s)fests. Kurz vor Mitternacht genießen wir etwas müde noch ein leckeres Abendessen mit Pisco Sour.

15 Feb. 2009 • Puerto Varas

Saltos de Petrohue
Abendessen in Puerto Varas - Andrea

Ein patagonischer Tag….

Nach der anstrengenden Fahrt gestern war heute erst mal Ausschlafen angesagt… Nach Frühstück und einem Rundgang durch den Ort holte uns Nico gegen 11.30 im Hotel (unbedingt sehenswert für 50er Jahre-Enthusiasten) ab und führte uns zum Essen in ein Restaurant mit Seeblick, wo es ein opulentes und sehr gutes Mittagessen gab, was auch entsprechende Zeit in Anspruch nahm. So war es bereits Nachmittag, als wir per Bus zu den Saltos de Petrohue aufbrachen, die allerdings in dem mittlerweile eingesetzten Dauerregen nur schwer zu erkennen waren, weshalb sich die Gruppe spontan entschloß, die zweite angesetzte Wanderung ausfallen zu lassen. Die optional angebotene Raftingtour war bereits vorher flach gefallen, angeblich weil der Fluss zu wenig Wasser führte (jetzt nicht mehr). Ebenso blieb so ohne Folgen, dass unser Guide vergessen hatte, die Mountainbike-Tour zu buchen… Hinterher zeigte sich dann aber doch zeitweise noch die Sonne, auch wenn der Osorno-Vulkan hinter Wolken versteckt blieb. Nachdem wir bislang Glück mit dem Wetter hatten, bekamen wir den ersten Eindruck, wie es auch sein kann…aber besser heute als auf dem Schiff oder am Torres del Paine.

16 Feb. 2009 • Puerto Varas

Fischermarkt in Puerto Montt - Claudia und Petra
Mittagessen in Puerto Angelmo - Miriam und Christi

Die Schifffahrt beginnt…

Ein neuer Tag began, ein grauer Tag mit Regen, ohne Vulkan….

Nach dem Frühstück sind wir nach Puerto Montt gefahren. Dort machten wir im Hafen den Check-In und gleich danach liefen wir zum Fischermarkt in Puerto Angelmo. Dort konnten wir die verschiedenen Fischarten sehen wie Congrio, Salmon, Corvina ua. Auch interessant war es, die vertrockneten Algen und Muscheln zu sehen, echt interessant!!!

Danach gab es noch Zeit, eine Runde durch die Stadt zu machen, bevor wir uns wieder in Puerto Angelmo getroffen haben, um Mittagessen in den typischen Cocinerias zu haben. Lecker, lecker!!!!

Nach dem Essen ging es los zum Navimag Hafen. Die Schiffahrt beginnt. 3 Tage auf dem Pazifik… Wir lernten unsere Kabinen kennen, andere Leute…. Die Schiffahrt von Puerto Montt bis Puerto Natales, durch die chilenische Fjorde hat angefangen….

17 Feb. 2009 • Patagonische Fjorde

Auf dem Navimag
Auf dem Navimag

Regen und mehr Regen….

8:00Uhr: Die Stimme des Stuarts ertönt durch den Lautsprecher. Das Frühstück (Desayuno) ist fertig. Wir treffen uns alle im Essensraum und haben die Nacht gut geschlafen. Obwohl wir noch in den Fjorden sind, hat es bereits ordentlich Wellengang gegeben.

9:30Uhr: Infoveranstaltung der Crew. Ungenaue Wettervorhersage, eventuell kommt ein Sturm auf (90km/h Windgeschwindigkeit), oder haben wir das falsch verstanden? Wir bekommen Ratschläge: Reisetabletten kann man an der Bar kaufen, frische Luft ist immer gut, Nico empfiehlt die Embryohaltung im Bett.

10:30Uhr: Katholische Messe. Wir nehmen aber lieber auf dem Sofa platz und betrachten den Regen.

11:45Uhr: dDe allgemeine Lage ist grau und nass mit Nuancen von Hellgrau bis Dunkelgrau. Die ersten Piscos werden an der Bar serviert… aber noch nicht für unsere Gruppe. Nebenan (Franzosen) wird eine Flasche Wein geöffnet. Eine große Frage beschäftigt uns: Was wird aus dem Eigelb, das ja nicht für den Pisco sauer gebraucht wird. Wird daraus das morgentliche Rührei gemacht. "No se"

12:55Uhr: Beim leckeren Mittagessen werden die nächsten Flaschen geöffnet, aber wir bleiben nüchtern. Weiter intensiver Regen.

14:00Uhr: Nicolas spricht von 3-5 Meter hohen Wellen, die in der Nacht erwartet werden. Der Barmann bestätigt später.

15:00Uhr: Wir spielen Uno. Es regnet.

17:00Uhr: Lautsprecherdurchsage, dass wir die Reisetabletten einnehmen sollen. Bitte nicht mehr die Backbordtüren benutzen. Der Wind drückt gewaltig dagegen.

19:00Uhr: Besichtigung der Brücke. Die Wellen prallen schon gewaltig gegen den Schiffsrumpf.

20:00Uhr: Abendessen. Es sind nur noch wenig Leute da. Spagetthi passen aber gut. Heute gibt es kein Video mehr und es sind nur noch wenige Leute an der Bar. Einige genehmigen sich noch einen Pisco. Dann gehen auch die letzten von uns ins Bett. Es wackelt und schüttelt kräftig…

18 Feb. 2009 • Patagonische Fjorde

Puerto Eden
Auf dem Navimag - Silke, Jean und Petras

Durch die chilenische Fjorde

8:00Uhr: Weckruf zum Frühstück. Das Meer ist wieder ruhig. Wir sind wieder in den Fjorden. Alle haben die Nacht dank der Tabletten gut geschlafen. Es gab nur 2-3m hohe Wellen. Der starke Sturm ist an uns vorüber gegangen.E s ist kühler geworden, nur noch 10° C, aber es lassen sich die ersten Sonnenstrahlen blicken. Es herrscht typisch Patagonisches Wetter. Wir beginnen den Tag lesend auf dem Sofa. Dabei sind wir doch die viaktiv-Gruppe.

12:00Uhr: Wir fahren am Wrack des Capitáen Leonides vorbei. Es fuhr auf einen Stein und hätte eigentlich sinken sollen.

14:15Uhr: Stop in Puerto Eden, ein Dorf mit nur 118 Einwohnern.

15:00Uhr: Es geht weiter. Die ersten Pisco Sour werden serviert (in Deutschland ist doch schon 19:00 Uhr, also eine passable Zeit)

16:45Uhr: Erste Outdooraktivität seit 2 Tagen. Wir geniessen die Patagonische Landschaft auf der oberen Brücke, mit chilenischem Rotwein.

17:15Uhr: Der Gletscher Pio XI erscheint in seiner vollen Pracht. Sogar die Sonne lässt sich blicken. Er strahlt aber viel Kälte ab. Die Crew holt Eisblöcke aufs Schiff.

22:00Uhr: Es startet das einzige weltberühmte Patagonische Bingo. Anschließend gibt es eine tolle Party bis spät in die Nacht.

19 Feb. 2009 • Patagonische Fjorde

Auf dem Navimag
Vorbereitung fur die Wanderung

Ankunft in Puerto Natales

8:00Uhr: Der Tag begrüsst uns mit einem Regenbogen. Das Gute daran, es gibt Sonne, das Schlechte, es braucht auch Regen…

9:30Uhr: Morgeninformation des Stuarts: Ankunft in Puerto Natales gegen 14:30Uhr. Wir spazieren auf dem Schiff und geniessen die herrliche, z.T. schneebedeckte Landschaft. Wir passieren mehrere sehr enge Stellen in den Fjorden. Der Kapitän und seine Offiziere meistern das spielend.

15:00Uhr Wir gehen von Bord. Eine schöne Zeit auf dem Navimag-Schiff geht zu Ende. Jetzt wartet das nächste Abenteuer.

In Puerto Natales haben wir die Vorbereitung für die Wanderung im Nationalpark Torres del Paine gemacht. Ein letzten vernünftiges chilenisches Abendessen und gut ausruhen….

20 Feb. 2009 • Puerto Natales

Die Wanderung beginnt - Campamento Grey
Grey Gletscher

Wanderung zum Refugio Paine Grande

Die Rucksäcke sind gepackt, noch schnell das vorerst letzte vollwertige Frühstück genießen und dann geht`s auch schon los in Richtung Nationalpark Torres del Paine.

Nach einer 2-stündigen Busfahrt erreichen wir den Grauen See und eine weitere Stunde auf dem Boot und dann ist es soweit - wir sind am Ziel, oder sollte man doch besser sagen, am Anfang? Zuerst bestaunen wir noch den grauen Gletscher und dann geht`s los. Mit durchschnittlich 10kg auf dem Rücken stellen wir uns dem ersten "hoch hoch hoch", kraxeln über Stock und Stein, überwinden größere und kleinere Flüsse, legen nach und nach immer mehr Schichten unserer Zwiebeloutfits ab und bestaunen die traumhaft schöne Landschaft wenn wir grade mal nicht auf die Füße unseres Vordermanns bzw. Vorderfrau schauen und unsere nächsten Schritte planen.

Zwischendurch tun sich immer wieder tolle Ausblicke auf die Gletscher und die weitläufigen Seen auf und man hört eifrige "Ah's" und "Oh's" und "ach, wie schön's" und natürlich nicht zu vergessen, das Klicken der 13 Fotoapparate. Nach ca. 3 1/2 Stunden ist es dann endlich geschafft - das erste von 4 Teilstücken liegt hinter uns. Nun heisst es Zelt aufbauen bzw. Hütten beziehen und Nudeln kochen, denn wir haben Hunger und Nudeln mit Tomatensoße und dem einen oder anderen Bierchen und Weinchen sind da genau das Richtige.

Gesättigt, zufrieden und völlig erschöpft kuscheln wir uns kurze Zeit später in unsere Schlafsäcke und schöpfen neue Kräfte für den nächsten Tag.

21 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Campingplatz Paine Grande
Französisches Tal

Wanderung zum Refugio Los Cuernos

Früh aufstehen war angesagt, um bei schönstem Wetter den Tag mit der zweiten Etappe zu beginnen. Der Weg führte uns mit schönen Ausblicken auf die Landschaft zum Campamento Italiano, auf dem wir unsere Mittagessen zu uns nahmen. Danach konnte jeder das Valle del Frances entlanglaufen. Gegen Nachmittag begann es zu regnen und das letzte Stück wurde ein feuchtes Unterfangen. Am Los Cuernos angelangt, wurden die Zelte aufgebaut (auf mehr oder weniger Steinen….) Alle freuten sich auf das Essen in der warmen Hütte. Früh ins Bett (Schlafsack) gehen war wieder nötig, den ein weiterer sehr angstrengender Tag wartete auf uns.

22 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Torres del Paine
Wanderung im Nationalpark Torres del Paine

Wanderung zu den Torres del Paine

Pünktlich um 9:00Uhr brechen wir bei blauem Himmel vom Refugio Los Cuernos auf. Heute wartet der längste und anspruchsvollste Teil des W-Trail auf uns mit Endstation Torres!!! Bis zum Mittagsstopp an einer Lagune bleibt das Wetter schön, so dass wir die Landschaft rund um den Lago Nordenskjold genießen können - und das sogar mit Zelt und Rucksack auf den Rücken!

Passend für den Aufstieg zum Refugio Chileno schlägt das Wetter um, und ein leichtes Dauernieselregen setzt ein. Einen Teil der Gruppe mussten wir bereits im Tal zurücklassen wegen schlimmer Blasen und Knieschmerzen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Refugio Chileno treibt uns Nico weiter Berg hoch, bis zum Campamento Torres. Und dann ging es weiter zum Mirador Las Torres, hoch…. Nach 1 Stunde Quälerei über steile Sand und Geröllpassagen werden wir mit dem sensationellen Anblick der 3 Torres belohnt. Warum haben wir für diesen ergreifenden Moment bloß keinen Champus dabei, um ihn entsprechend zu würdigen?

23 Feb. 2009 • El Calafate - Nationalpark Torres del Paine

Nationalpark Torres del Paine
Fahrt durch die Steppe

Zurück in die Zivilitation….

Heute haben wir alle ausgeschlafen, alle außer Claudia, die noch eine Runde zu den Torres früh am Morgen machte…. Nach dem Frühstück liefen wir runter zu der Hosteria Las Torres. Dort trafen wir uns alle wieder gegen Mittag und gleich fuhren wir langsam raus vom Nationalpark Torres del Paine.

Heute haben wir einen langen Fahrtag nach Argentinien. Bevor wir die Grenze erreichten machten wir wunderschöne Fotos vom Paine Massiv und all die beeindruckende Landschaft. Auch von den süßen Guanacos!!!

Hungrig kamen wir an einer Estancia an, wo wir ein ganzes Lamm gefressen haben!!!! Nach dem Essen besuchten wir die Estancia und ein Gaucho zeigte uns sein Reittalent. Dann ging es weiter zur Grenze, ADIOS CHILE, wieder in Argentinien. Die Fahrt nach El Calafate dauerte lange, sehr lang… durch die Steppe… die unendliche Steppe. Auf die Fahrt konnten wir viele Strauße und Schafe sehen und bevor wir in El Calafate ankamen, haben wir einen wunderschönen Himmel mit super Wolken gesehen.

24 Feb. 2009 • El Calafate

Perito Moreno Gletscher
Schiffahrt am Perito Moreno Gletscher - Roland

Ausflug zum Perito Moreno Gletscher

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir in den Nationalpark Los Glaciares. Entlang des intensiv türkisfarbenen Lago Argentino, auf der einen Seite Wald und Berge und auf der anderen. Die endlose Steppe fuhren wir mit dem Bus. Dazu erhielten wir reichliche Infos über Geografie, Flora und Geschichte dieser einzigartig schönen Landschaft und dem spektakulären Gletschers.

Von Perito Moreno fuhren wir mit dem Schiff nahe an den atemberaubenden 60m hohen Glaciar Perito Moreno und konnten die ersten ins Wasser stürzende Eisberge bewundern. Ein Picknick am herrlichen Lago Argentino mit Refreso y Vino liesen wir uns munden.

Auf dem Rundweg konnten wir den Moreno Gletscher aus naher Entfernung nicht nur optisch, sondern auch akustisch hautnah erleben. Ein Donnern, Krachen und dann die Faszination wie eine riesige Wand ins Wasser stürzt. Ein unvergessliches Erlebnis und die meisten hatten das Glück, dieses Schauspiels auf der Kamera festzuhalten.

Erfüllt und glücklich von diesem wunderschönen Tag und dem Naturwunder Glaciar Perito Moreno kehrten wir nach El Calafate zurück, wo wir den Abend mit einem leckeren Essen und dem Besuch einer Bar ausklingen ließen.

25 Feb. 2009 • El Calafate - El Chalten

Viedma See - Claudia und Anika
Fahrt nach El Chalten - Silke

Durch die Steppe zum Fitz Roy

Heute standen wir auf und es gab wieder Sonne und Wärme in Patagonien…

Nach dem Frühstück fuhren wir mit unserem Bus Richtung El Chalten, am Fusse des mystischen Fitz Roy Berges. Eine lange Fahrt durch die Steppe, am Argentino See und am Rio La Leona entlang.

Mitten im Nichts machten wir einen Stopp auf der Estancia La Leona, um Kaffee zu trinken. Gute 25ºC und Liegestühle machten unser Stopp schöner ;-)

Dann fuhren wir weiter durch die Steppe, aber diesmal begleitete unsere Sicht der Viedma See und langsam erschien im Horizont Fritzi. Immer deutlicher, immer klarer konnten wir den Berg sehen und bewundern!!! Wir haben einen kleinen Spaziergang bis zum Viedma See gemacht und einige konnten noch die letzte Calafate Beeren probieren.

Gegen Mittag und nach vielen Fotostopps kamen wir im kleinen El Chalten an. Zuerst gab es Mittagessen und dann gleich gings los, um Kalorien zu verbrennen. Einige besuchten das Cerro Torre Tal, andere das Fitz Roy Tal, machten eine Runde durch das Dorf oder zum Wasserfall Chorrillo del Salto. Ein wunderschöner Tag in El Chalten für jeden Geschmack!!!

26 Feb. 2009 • El Chalten

Laguna de los Tres
Piedras Blancas Gletscher

Ein wunderschöner Tag in El Chalten

Heute hat sich die Gruppe wieder getrennt, um verschiedene Aktivitäten zu machen. Alle hatten wieder Sonne, ein herlicher Tag in El Chalten…

Andrea, Silke und Claudia begannen den Tag früh am Morgen, um ein Icetrekking am Cerro Torre zu machen. Mit den Guides und 3 weiteren Mitwanderern aus New York ging es zum Cerro Torre. Unterwegs genossen sie den Sonnenaufgang. Im Basiscamp bekommen sie die Ausrüstung: Harnisch (Klettergurt) und Steigeisen. Dann erreichten sie den Fitz Roy Fluss, den sie mit Hilfe eines Seils (durch den Klettergurt gesichert) überwanden. Nach etwa 1 Stunde erreichten sie den Gletscher und ziehen die Steigeisen an. Sie springen über kleine Gletscherspalten, kommen vorbei an kleinen tiefblauen Seen und steigen dann in einen Graben hinab. Auch gab es Kletterübungen an einer Eiswand!!!

Anika wollte eigentlich den Lago del Desierto besuchen, aber ihr Bus ging kaputt. Dann entschied sie sich, das Cerro Torre Tal in Flip-Flops zu besuchen!!!

Die Anderen sind zur Estancia El Pilar gefahren, um von dort eine wunderschöne Wanderung bis zur Laguna de los Tres am Fuss des Fitz Roy Berges zu machen. Eine wunderschöne Wanderung durch magische Wälder… Die Wanderung war auch anstrengend, aber die gut durchtrainierte Truppe kam bis zur Lagune ohne Probleme!!! Zurück nach El Chalten ging es durch die Laguna Capri vorbei und als sie unten in El Chalten ankamen began der Regen.

Am Abend gab es leckere "Cocina de Montaña" für alle, um diesen wunderschönen Tag zu beenden.

27 Feb. 2009 • El Calafate - El Chalten

Flug nach Ushuaia
Ushuaia

Ankunft am Ende der Welt

Heute began der Tag mit Regen, aber dies üurde sich im Laufe des Tages ändern…. Nach dem Frühstück verlassen wir El Chalten. Graue Wolken waren zu sehen, der Fitz Roy und den Cerro Torre waren voll bedeckt.

Wir sind zurück Richtung El Calafate gefahren. Wieder durch die Steppe, die unendliche Steppe. Die Fahrt kannten schon alle, deswegen wurde viel geschlafen. Mittagspause haben wir auf dem Weg wieder auf der Estancia La Leona gemacht, wo auf den Liegestühlen wieder geschlafen wurde…

Wir kamen mit viel Zeit im Flughafen von El Calafate an, deswegen benutzten einige die Zeit, noch eine Runde zu schlafen…. Pünktlich sind wir losgeflogen und 1 Stunde später war der Beagle Kanal zu sehen. Endlich in Ushuaia, endlich am Ende der Welt. Wetter war wieder schön, etwas bewölkt aber trocken…

Wir sind zum Hotel gefahren und gleich danach gings zur Stadt. Ushuaia, am Beagle Kanal, die südlichste Stadt der Welt. Bevor wir uns zum Abendessen im Zentrum trafen, gab es noch Zeit, die Stadt zu besuchen. Und am Abend leckere Königskraben!!!!

28 Feb. 2009 • Ushuaia

Kanus im Nationalpark Tierra del Fuego
Bibers in Feuerland

Abenteuer am Ende der Welt

Heute hatten wir einen langen Tag vor uns… Unser Tag begann im Nationalpark Tierra del Fuego. Nachdem wir unsere Schwimmweste angezogen hatten, ging es los vom Lago Roca bis zur Lapataia Bucht in Kanus. Durch eine ruhige und wunderschöne Gegend, mit viel Wald und Vögel. Nach etwa 1 Stunde erreichten wir unser Ziel, die Lapataia Bucht des Beagle-Kanals.

Dort stiegen wir aus und gleich gab es schon etwas weiteres zu sehen und natürlich auch zu fotografieren: das Ende der Panamericana Strasse.

Wir fuhren dann zurück zum Campingplatz Roca, wo unser Mittagessen auf uns wartete. Energie wieder laden, eine kleine Pause und begann unsere nächste Aktivität des Tages: Wanderung durch die magischen feuerländischen Wälder und am Beagle Kanal. Nach etwa 3 Stunden gemütlichen Laufens konnten wir die Magie dieser fantastischer Insel besser fühlen, das Gefühl, am Ende der Welt zu sein.

Wir fuhren zum Hotel zurück und verabschiedeten Anika, die weiter nach Südafrika fliegt. Anschließend fuhren wir zu einem Biber-See, um diese kleinen Tiere kennenzulernen. Und gleich dannach wieder Essen, diesmal eine leckere Linsensuppe mit vieeelll Wein.

01 März 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

Ushuaia
Schiffahrt am Beagle Kanal

Letzter Tag in Patagonien :-(

Heute hat die Gruppe sich wieder geteilt. Der Tag war ein typischer feuerländischer Tag mit Kälte, Regen und sogar ein bißchen Schnee.

Carsten ist zum Hafen gefahren, um eine Schifffahrt durch den Beagle Kanal zu machen und die anderen haben Pinguine besucht.

Auf der Schifffahrt durch den Beagle Kanal hat Carsten einen schönen Ausblick auf die Stadt Ushuaia gehabt, bevor er zu verschiedenen Insel gekommen ist, um verschiedenen Vögel und Seelöwen zu sehen. Auch sehr interessant war ein Leuchturm während der Fahrt.

Die anderen sind zur Estancia Haberton gefahren und dann ging es weiter auf einem Schnellboot zur Pinguinenkolonie auf der Insel Martillo. Eine Stunde lang liefen sie ganz nah bei den Pinguinen und konnten mit den Kleinen mitfrieren…. Zurück in der Stadt besuchten sie noch die Windbäume.

Am frühen Nachmittag gab es noch Zeit, eine Runde durch die Stadt zu machen, um Museen zu besuchen, Kaffee zu trinken und ein paar Einkäufe zu machen.

Am Abend flogen wir zurück nach Buenos Aires. Die Reise in Patagonien geht langsam zu Ende…

02 März 2009 • Madrid - Buenos Aires

Flughafen Buenos Aires

Ende der Reise

Heute geht die Reise für viele zu Ende…

Nach dem Frühstück wurden Carsten, Jean-Vital, Petra (x2), Andrea und Silke abgeholt und zum lokalen Flughafen gebracht, um ihre Reise nach Puerto Iguazu, an den Iguazu Wasserfällen anzutreten.

Roland, Anita, Claudia, Miriam und Christian hatten noch den ganzen Tag frei, um durch die Stadt spazierenzugehen. Letzter Kaffee, letztes Stück Fleisch, letzte Fotos….

Die Reise geht zu Ende…. Am Nachmittag sind sie zum internationalen Flughafen gefahren und dann weiter nach Madrid geflogen.

Eine wunderschöne Reise ist zu Ende gegangen….