Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

19 Jan. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

"Die Gruppe nach dem Willkommen-Mittagessen"
"Caty versucht ihren ersten Mate-Tee in Argentinie

Endlich da!

Das Flugzeug aus Madrid ist pünktlich um 7:30 in Buenos Aires angekommen. Andrea, Jürgen, Hannelore, Antje, Eva, Berd, Thomas, Simon, Gerhard, Caty, Ingo und Ibo wurden von ihrer Reiseleiterin Erica am Flughafen empfangen.

Im Hotel angekommen, haben wir glücklicherweise gleich unsere Zimmer bezogen. Nachdem alle ihre Sachen im Zimmer abgelegt haben, sind wir gleich in die Stadt losgegangen.

Wir haben eine Stadttour zu Fuß zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires gemacht. Zuerst sind wir die breiteste Strasse der Welt, die 9 de Julio, entlang gelaufen. Anschließend haben wir die Plaza de Mayo besucht, wo der Obelisk, die Kathedrale und der Präsidentenpalast liegen.

Zuletzt, und fröhlich, haben wir den Weg Richtung Puerto Madero eingeschlagen. Dort liegt das Steakhaus Siga La Vaca. Wir wurden im Restaurant von Renzo und Christian aus dem Viventura-Büro willkommen gehiessen.

Nach einem leckeren und reichlichen Mittagessen hatten wir die Batterien wieder aufgeladen und waren bereit, die Fahrradtour zu unternehmen. Wir sind mit den Fahrrädern durch die Altstadtviertel San Telmo, La Boca und Barracas gefahren. Zum Schluss haben wir im Lezama Park unseren ersten Mate-Tee getrunken und Alfajores, eine argentinische Süssigkeit, probiert.

Nach der Fahrradtour wollten wenige bei dem herrlichen Sonnenschein wieder ins Hotel. Jeder hat auf eigene Faust die Stadt weitererforscht. Wir haben uns in San Telmo bis auf nächsten Tag verabschiedet.

20 Jan. 2009 • Buenos Aires

"Männerfraktion bei Kanufahrt"
"Das ist Fleisch!" - Jürgen beim Mittagessen in Ti

Paddeln in Tigre

Heute konnten wir ein bisschen ausschlafen :) Um 9 Uhr Morgens wurden wir im Hotel abgeholt, um ins Tigre Delta zu fahren.

In Tigre warteten schon unsere Kanu-Guides Santiago, Rodri und José auf uns. Nachdem die uns die Technik des Paddelns erklärt hatten, haben wir uns in drei Gruppen aufgeteilt und sind in die Kanus eingestiegen.

Wir sind über den Luján Fluss mit den Kanus gefahren. Danach sind wir immer mehr in kleinere und vegetationsreichere Kanäle reingefahren.

Nach einer Stunde Kanufahrt sind wir eine Strecke über eine Insel spazierengegangen. Dort konnten wir etwas näher ein typisches Wohngebiet der Inselbewohner beobachten.

Während der ganzen Kanufahrt haben Thomas und Andrea ihre Spanischkenntnisse gut genutzt. Die haben für ihre Mitreisenden fleissig übersetzt.

Wir sind nach dem Spaziergang weitergepaddelt. Schliesslich sind wir an dem Ort angekommen, wo wir das gut verdiente Mittagessen bekommen haben. Wir haben heute leckere Fleisch-Empanadas probiert. Grill gab es natürlich auch :)

Nachmittag waren wir wieder im Hotel. Wir haben den Nachmittag zum Ausruhen, Spazieren oder Shoppen frei zur Verfügung gehabt.

Abends ging es zum Tagesabschluss in eine Tangoshow.

21 Jan. 2009 • Bariloche - Buenos Aires

"Die Gruppe auf dem Cerro Campanario"
"Beat und Eva auf dem Sessellift zum Campanario"

Patagonien…. wir sind da!!!

Heute sind wir ganz früh aufgestanden. Aber wen macht das was aus, wenn der Grund dafür ist, nach Patagonien zu gehen!!

Nach ca. 2 Stunden Flug sind wir in Bariloche angekommen, unser erster Zielpunkt in Patagonien.

Wir haben den Vormittag frei zur Verfügung gehabt, um die Stadt zu erkunden und einige Spezialitäten Bariloches, wie Schokoladen und leckeres Eis, zu probieren.

Früh am Nachmittag sind wir von unserem netten Fahrern und lokalen Guides Carlín und Tristán abgeholt worden. Mit denen haben wir den "Circuito Chico", was kleine Rundfahrt heisst, gemacht.

Wir haben die wichtigsten Aussichtspunkte Bariloches besucht. Bereichert wurden die schönen Aussichten von den guten Erklärungen über Landschaft und Geschichte des Ortes sowie interessante Anekdoten und Legenden, die Tristán uns erzählt hat.

Höpunkt der Rundfahrt waren die Sesselliftfahrt zum Campanario Berg sowie eine kurze Wanderung durch den Pfad der Arrayanes Bäume. Aus dem Campanario hatten wir eine tolle Aussicht auf das gesamte Berg- und Seegebietes Bariloches. Bei der Wanderung haben wir Arrayanes Bäume gesehen. Die Stämme dieser Bäume haben eine eigenartige orange Farbe und sind voll mit Knoten.

Abends sind wir zu einem netten Restaurant essen gegangen, wo wir Forellen und Wildschwein, typische Gerichte aus der Region, gegessen haben.

Leider ist beim Abendessen ein Zwischenfall passiert. Beat wurde sein Pass geklaut :S Die gute Einstellung von Beat und der ganzen Gruppe hat es aber nicht verhindert, dass die gute Laune bei der Gruppe bleibt. Und wir werden eine Lösung für das Problem sicher finden…

22 Jan. 2009 • Bariloche

"Zum Saltillo de las Nalcas"
"Ready zum kayaking!!" - Simon

Pampa Linda und Tronador

Am Morgen stand Kajak oder Wandern auf dem Plan. Jürgen beispielweise entschied sich für die sichere Variante Wandern und witzelte über Gerhards letzte Zigarrette (der wählte Kajak).

Am Nachmittag geht´s nach Pampa Linda im Nahuel Huapi National Park, wo wir den Gletscher "El Tronador" sehen. Der Name kommt von den sich lösenden und ins Tal krachenden Eismassen. Caty meint dies gehört zu haben, könnte es jedoch auch mit dem vertrauten Krachen ihres Partners verwechselt haben.

Bei einem Wasserfall picknicken wir und trinken Mate-Tee. Dieser Ort scheint ein unheimlicher Kraftort für lustige Sprüche zu sein. Erica erzählt von einer Tasche für Mate, Wasserkanne und Zucker. Gerhard möchte diese Tasche als Schulsack nutzen, besonders geeignet für den Mat(h)eunterricht! Schade nur, Beat ist nicht bei uns. Er hätte sicher noch den einen oder anderen Spruch auf Lager gehabt. Na ja, noch zwei Tagen, und wir werden ihm wieder treffen. Wir freuen uns schon auf ihn :)

23 Jan. 2009 • NP Nahuel Huapi

"Vor dem Castaño de Overá Gletscher"
"Pandabaer-Look nach dem Reiten" - Andrea

Berghütte

Heute stand auf dem Plan Bergwanderung. Yuhuuuu!! Die wanderlustige Gruppe freute sich schon seit den Ankommen in Patagonien darauf!

Wir wurden in der Hosteria Pampa Linda von unseren lokalen Bergguide, "El Colo" (der Rotharige), abgeholt. Der sieht zwar irisch aus, ist aber argentinisch und spricht deutsch :S

Andrea hat sich dafür entschieden, die erste Strecke der Wanderung zu reiten. Sie wurde von Hegel aus der Pampa Linda Hosteria, begleitet.

Die Gruppe - 2 (Andrea reitet, Beat ist in Buenos Aires) hat bei herrlichem Sonneschein die Wanderung angefangen. Die ging durch Bergwege, die Cohiuebeumewälder überqueren. Nach ca. einer Stunde Wanderung konnten wir schon den mächtigen Castaño Overá Gletscher von allen Seiten beobachten.

Die letzte Strecke wurde ein bisschen steiler, aber dafür auch die Landschaft beeindruckender.

Schließlich sind wir in der Otto Meiling Hütte angekommen. In der angenehm geheizten Hütte konnten wir unsere Mittagessen geniessen und uns über die Eindrücke der Wanderung unterhalten.

Andrea hat uns in der Hütte eingeholt. Sie hatte auch beim Reiten Schönes und Aufregendes erlebt.

Auf dem Weg zurück haben sich Erica, Gerhard, Caty und Antje noch getraut, ein bisschen "Porutschen auf dem Schnee zu machen" :)

Abends waren wir müde aber sehr zufrieden von der Wanderung. Wir haben den Tag in dem gemütlichen Aufenthaltsraum der Hosteria bei süssen Nachttisch und ein bisschen Weintrinken ausklingen lassen.

24 Jan. 2009 • NP Nahuel Huapi - Puerto Varas

"Erster Abend in Puerto Varas/Chile"
"Auszeit von wandern?? - im Bus nach Chile"

Eine lange Fahrt nach Chile

Heute haben wir uns von Pampa Linda verabschiedet. Von Argentinien auch. Aber nur für 9 Tage ;)

Von Pampa Linda sind wir nach Bariloche gefahren. Dort haben wir als erstes Beat abgeholt :) Glücklicherweise ist jetzt die Gruppe wieder ganz. Wir freuten uns alle darüber, Beat wieder zu sehen.

Um 12 Uhr Mittag saßen wir schon im Bus, der uns nach Chile fuhr. Nach zwei Grenzenkontrolle sind wir endlich in Puerto Varas, eine 30.000 Einwohner Stadt in der zehnten Region Chiles, angekommen.

Wir haben unsere Sachen im Hotel gelassen und sind zuerst zur Bank gegangen, um uns chilenische Pesos zu besorgen. Danach sind wir zum See gelaufen, um kurz vor dem Sonnenuntergang noch ein Blick auf den Llanquihue See zu werfen.

Anschließend sind wir alle zusammen Abendessen gegangen. In einem sehr netten Restaurant haben wir die leckersten Spezialitäten dieser Region Chiles probiert: Pisco-Sour, um auf unsere Chile-Reise anzustossen und verschiedene Fischsorten, um unsere Mägen glücklich zu machen ;)

Beim Abendessen hat Erica das Briefing für morgen gemacht. Dabei wurden einige neue Ausdrücke über Klamottennamen von der Gruppe gelernt (siehe Spruch des Tages).

25 Jan. 2009 • Puerto Varas

"Osorno Vulkan"
"Antje an dem LLamapark"

Petrohue Wasserfälle

Heute haben wir den Morgen frei zur Verfügung gehabt, um die Stadt Puerto Varas zu erkunden. Davor haben wir aber ganz gemütlich in unserem schönen Hotel gefrühstückt. Dabei haben wir uns über die Erlebnisse der letzten 6 Tagen unterhalten. Das Frühstück zog sich eine Stunde lang. So gemütlich war es im Restaurant des Hotels.

Mittag sind wir zu den Petrohue Wasserfällen gefahren. Auf dem Weg konnte wir schon den Vulkan Osorno sehen. Wir sind an einem Aussichtspunkt angehalten, aus dem wir schöne Fotos des Vulkans schießen konnten. Außerdem waren da einige Llamas und Ñandues (Straussartiges Tier), die ganz zahm in unsere Nähe geweidet haben.

Als wir in den Petrohue Wasserfälle angekommen sind, waren die einige Wolken, die vorher vor dem Vulkan standen, fast ganz weg! So konnten wir die Landschaft von dem Wasserfälle mit dem Vulkan im Hintergrund in seine ganze Schönheit geniessen.

Antje, Hannelore, Ingo, Ibo und Jürgen in Begleitung von Erica haben sich getraut, auf einem Motorboot entlang der Wasserfälle zu fahren. Tolles Erlebnis!!

Caty und Gerhard waren nicht dabei. Die hatten es aber sehr aufregend: die sind Mountainbiking gegangen!

Abends sind wir wieder zu unserem Lieblingsrestaurant gegangen. Anschliessend haben wir ein Bierchen in der Puerto Varas Gasthausbrauerei getrunken.

Der Tag wurde abgeschlossen mit dem Glauben von Gerhard, endlich ein Pudu-Pudu (40 cm. grosses Hirsch aus Patagonien) gesehen zu haben…

26 Jan. 2009 • Puerto Varas - Puerto Natales

"Navimag"
"Fischstand am Angelmo Hafen"

An Bord!

Heute früh sind wir Richtung Puerto Montt losgefahren. Die Aufregung wuchs mit jeder Minute. Grund dafür ganz klar: Heute steigen wir in die Navimag ein, um die nächsten 3 Tagen entlang der patagonischen Fjorde zu fahren!

Im Puerto Montt angekommen, haben wir gleich unser Gepäck eingecheckt und hatten danach Zeit, um den Angelmo Hafen zu besuchen und einige Sachen für die Schifffahrt einzukaufen.

Nach dem Mittagessen am Hafen, sind wir in den Navimag eingestiegen. Die Schifffreise fängt an!!!

27 Jan. 2009 • Patagonische Fjorde

"Navimag!!"
"Ingo und Ibo auf dem Deck des Navimags"

Leben an Bord

Wir haben die erste Nacht auf dem Navimag hinter uns! Alle haben bei dem ruhigen Schaukeln des Schiffes mehr oder weniger wie Babies geschlafen.

Beim Frühstücken haben wir uns wieder alle getroffen. Die erste Anekdoten über den Navimag wurden erzählt. Wie zum Beispiel die von Beat, auf dem Schiff am Anfang ein bisschen rumgeirrt ist und die Orientierung verloren hat.

Das Wetter war heute unglaublich schön. Die Sonne schien und es wurde angenehm warm auf dem Deck. Viele von uns saßen draußen auf dem Deck und lasen, fotografierten oder genossen einfach das gute Wetter und die schöne Landschaft.

Wir sind heute entlang der Kanäle Moraleda, Chacabuco und Puluche gefahren. Ca. 17 Uhr sind wir in den Golf der Penas reingefahren, wo das Schiff angefangen hat, sich ein bisschen mehr zu bewegen.

28 Jan. 2009 • Patagonische Fjorde

"Beat und Thomas auf dem Deck"
"Gletscheeis fuer die Getraenke"

In den Fjorden

Unserer dritter Tag auf dem Schiff hat angefangen!!

Trotz Regen haben Antje, Hannelore und Caty morgige Übungen gemacht und sind um das Schiff herum gejoggt. Wir sind stolz auf sie :)

Der Rest der Gruppe suchte sich währenddessen eine gemütliche Ecke auf dem Schiff, um Postkarten zu schreiben oder ein Buch zu lesen.

Höhepunkt des Tages war die Fahrt entlang des Pio XI Gletscher, der größte Gletscher Südamerikas!! Trotz patagonischem Wind sind wir alle auf`s Deck gegangen, um den mächtigen Glethscer zu bewundern.

Abends gab es Bingo. Caty und Andrea haben den 5. und 3. Preis gewonnen!! Später wurde in der Bar getanzt.

29 Jan. 2009 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

"Im Puerto Natales angelegt"
"Letzte Stunden auf dem Navimag"

Ankunft in Puerto Natales

Heute Morgen sind wir etwas früher aufgeweckt worden, um unsere Sachen fertig einzupacken. Danach haben wir uns wieder im Speisesaal zum Frühstücken getroffen.

Die letzten Stunden auf der Navimag haben wir auf dem Deck oder beim Einpacken verbracht.

Als wir in Puerto Natales angekommen sind, ist die Sonner wieder rausgekommen, um uns zu grüssen :)

Nachdem wir in Hotel eingecheckt haben, sind wir in die Stadt gegangen, um uns mit Lebensmittel für die Wanderung zu versorgen.

Morgen früh fängt unsere Wanderung zu den Torres del Paine an! Vier Tagen werden wir durch Berge und Wälder wandern. Wir freuen uns schon darauf!

Davor gehen wir heute Abend alle zusammen abendessen, um uns noch vor der Wanderung zu stärken ;)

30 Jan. 2009 • Puerto Natales

"Hannelore und Antje bei der Mittagspause"
"Blumen am Rande des Weges"

Lago grey

Nachdem wir uns mit einem guten Frühstück gestärkt hatten, sind wir heute früh Richtung Torres del Paine losgefahren.

Am Lago Grey haben wir den Katamaran genommen, der uns zu der anderen Seite des Sees, wo unsere Wanderung anfangen sollte, brachte. Vom Katamaran aus konnten wir den Grey Gletscher mit seinem glänzenden blauschimmernden Eis betrachten. An der anderen Seite des Sees angekommen, mussten wir uns wieder ein bisschen mit Essen stärken, bevor unsere Wanderung anfing.

Wir sind heute über 4 Stunden durch Notro- und Lengabaum-Wälder, entlang des Grey Sees gelaufen. Obwohl der Weg gar nicht einfach war und einige sich auf dem Weg überlegt haben, zurückzugehen, sind wir alle am Ziel angekommen. Zufrieden, da die Landschaft auf dem Weg sehr schön war.

Zur Belohnung haben wir uns an der Bar der Berghütte ein Bier gegönnt. Aber nur eins! ;) Denn am nächsten Tag lag ein langer Tag vor uns…

31 Jan. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

"Pudus (Gerhards Spitzname) Fruehstueckzusammenset
"Simon der Musiker"

Full Pain(e)

Tommi hat einen Flyer aus Puerto Natales: "One day full Paine", eine Tour für Tagestouristen zu dem schönsten Aussichtspunkte des Parkes. Das gilt natürlich für uns nicht, wir sind echte Trekker!

Bezüglich der Tagebuchtitel… Der Schmerz fing schon bereits in der Nacht an: das Zelt scheint direkt im Windkanal der Airbus-Werke zu stehen. An Schlaf ist nicht zu denken. Irgendwie schienen wir doch einzuschlafen…

Endlich ist es 7 Uhr. Frühstück wird gemacht und gekostet. Wasser wird heiss gemacht, löslicher Kaffee (nächster Schmerz) vorbereitet, Stück Salami oder paar Kekse gegessen.

Der Wettergott meinte es gut mit uns: es regnet nicht!! (das heisst schon viel für Patagonien - dieser Schmerz bleibt uns erspart)

Wir erreichen Campamento Italiano, dort das überflüssige Gepäck lassen, dann geht´s ins französische Tal! So wird der W- Trail zum W-Trail, sonst wäre es der U-Trail ;) Es geht knakig steil nach oben bis zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Traumblick auf die Gletscher des Paine Grande und auf die Seen im Tal. Leider kann Jürgen niemanden überzeugen, mit ihm weiter zu gehen zum 2. Aussichtspunkt, und so geht er alleine weiter. Wenn schon, dann richtig Full Day Pain, denkt er sich.

Gegen 19 Uhr treffen wir uns alle wieder im Campamento Cuernos. Die Gruppe ist schon am Kochen. Der Campingplatz liegt direkt am See und der sah ziemlich kalt aus. Simon und Tommi waren aber im Wasser! Der Jürgen denkt sich deswegen, wenn schon Pain, dann richtig und geht zum Strand und springt schnell ins Wasser.

Full day Pain, von Anfag bis zum Schluss, aber ein grandioeser Tag!!

01 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

"Pause in der Sonne und mit tollem Ausblick"
"Eva vor der Huette in El Chileno"

Los Torres

Die Nacht war deutlich ruhiger: nur leichtes Tröpfeln aber kein Wind.

Um 9 Uhr gingen wir los, noch mit Regendecken über den Rucksäcken, aber schon nach wenigen Stunden haben wir Prachtwetter: Sonne Pur!

Die Landschaft ist ein Traum!! Uns ging die Musik von Herr der Ringe durch den Kopf, die Landschaft sieht aus wie die im Film und jeden Moment erwartet man Gandalf um die Ecke reitend…

Gegen 15 Uhr erreichten wir die Hütte El Chileno. Die Torres zeigten ihre Spitzen. Die Sonne lacht, dass es eine wahre Freude ist!

Am Abend zum letzten Mal Nudeln mit Soße. Eine nette Runde in der Hütte und die Aussicht, Morgen um 2:30 Uhr aufzustehen, um die Torres beim Sonnenaufgang zu sehen…

02 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

"Sonneaufgang"
"Die letzte Strecke!!!"

Ankunft in El Calafate

Wer hätte es gedacht, dass wir im Urlaub um 2:30 aufstehen würden??? Aber so war es! Wir sind heute um 2:30 Uhr aufgestanden, um zu den Torres del Paine hochzulaufen und diese beim Sonnenaufgang zu sehen.

Der Weg zu den Torres war ganz schön anstrengend. Aber als wir da oben waren, und nachdem die Sonne aufging, war die ganze Anstrengung vergessen. Zwar konnte man die drei Torres nicht von der Sonne beleuchtet sehen, aber schon den Mauer daneben; ein tolles Spektakel!!

Gerhard musste nach 4 Tagen Wanderung feststellen, dass die Schmidlin eine Art Schweizer Wundertüte mit sich trugen: aus dihren Rucksäcken kamen die vier Tagen lang ununterbrochen verschiedene Delikatessen zum Essen hervor. Die Rucksäcke haben sie ohnehin ohne scheinbare Beschwerden getragen.

Nachdem wir gefrühstückt hatten und unsere Zelten abgebaut haben, sind wir Richtung Hosteria Torres gelaufen, wo der Bus, der uns nach Calafate/ Argentinien fahren sollte, auf uns wartete.

Auf dem Weg nach Calafate haben wir Halt in einer Estancia (riesige Schafbauernhöfe) gemacht, wo wir leckeres Lamm zum Mittagessen bekommen haben (nach der Wanderung sehr gut verdient!!) und uns gezeigt wurde, wie Schafe geschert werden, sowie wie die Pferden beim Rodeo geritten werden.

In Calafate angekommen, hat jeder auf eigene Faust die Stadt erkundet. Unsere Schweizer hatten noch Hunger und sind auf die Idee gekommen, argentinische Pizza zu probieren. Sie wussten aber nicht, dass in Argentinien die Pizzas sehr groß und schwer sind und eine Pizza normalerweise zu dritt oder vier geteilt wird. Sie haben aber jeder die eigene Pizza bestellt. Was die Bedienung über die Essgewohnheiten der Schweizer gedacht hat…..????

03 Feb. 2009 • El Calafate

"Die Gruppe vor dem Perito Moreno Gletscher"
"Das Leben ist ein Wunder"

Perito Moreno - oder

Nachdem wir den W-Trail und unsere nächtliche Wanderung ohne größere Schäden (dank Erica und schweizer Wundertüte) überstanden hatten, ging es zum Perito Moreno Gletscher.

Es gibt zur Belohnung für alle Überlebende einen freien Vormittag zum Relaxen, Shoppen und zur Reintegration in die so genannte Zivilisation.

Nach ca. 1,5 stuendiger Fahrt erblicken wir aus der Ferne den Perito Moreno Gletscher und die meisten von uns ahnen bereits, das wird ein unvergessliches Erlebnis…

Das anschließende Picknick, die Bootsfahrt und die ausgedehnte Rundwanderung übertreffen unsere Erwartungen bei weiten.

250 km2 magisch im Sonnenlicht leuchtendes polar blaues Eis, 60 m hoch, gezackte Spitzen in alle Himmelsrichtungen - eine Landschaft von einem anderem Stern…

Es donnert und kracht als würden die Wolkenkratzer New Yorks im Zeitlupentempo einen Massencrasch produzieren.

10 Milliarden Tonnen Eis versetzen uns in Staunen; die letzte Therapie für unsere geschwächten Körper.

Die Augen leuchten und die Seele hüpft. 80 Jahre, also ein Menschenleben lang dauert es, bis eine Schneefläche vom Anfang des Gletschers an das Ende (den Lago Argentino) gelangt - und ein Leben lang werden wir dieses grandiose Naturschauspiel in Erinnerung behalten - MUCHAS GRACIAS :))

04 Feb. 2009 • El Calafate - El Chalten

"Am Parador Luz Divina"
"Fitz Roy!!"

Fitz Roy!

Heute Morgen ging es Richtung El Chalten. Unser netter und vorsichtiger Busfahrer Gastón hat uns durch die Steppe von El Calafate nach El Chalten gefahren. Auf dem Weg machten wir eine Pause bei dem Parador (Raststatt) "Luz Divina", wo wir von Verónica herzlich gegrüsst wurden. Dort konnten wir uns mit selbstgemachten Kuchen und Tortillas stärken. Eine authentische Raststätte…

Schon 30 Km vor dem Chalten konnten wir wolkenfrei den Fitz Roy und den Torres Gipfel betrachten.

Im El Chalten angekommen, sind wir gleich zum Morador gelaufen, um den Fitz Roy und den Torres, noch wolkenfrei!!, in Ruhe zu geniessen.

Abends haben wir eine Bife de Lomo Orgie erlebt…

05 Feb. 2009 • El Chalten

"Gruppe vor dem Torres Gletscher und Torres Cerro"
"Cerro Torres!!!"

Fitz Roy!

Einige von uns waren noch am Verdauen der riesigen Bifes de chorizo vom Vorabend, als um 8:20 Uhr (ja, ja Erica schätzt Pünktlichkeit) losging.

Nach dem strapaziösen W-Trail im NP Torres del Paine war der heutige immerhin 6-stündige Trip zum Fusse des Cerro Torre (3,128 m) im NP Los Glaciares fast eine Erholungs-Wanderung!!

Gleich 3 Guides kümmerten sich um uns: neben Erica, unsere Top-Reiseleiterin, waren Lorena und Zoe dabei. Beide kundig und kompetent!

Wir erfuhren viel Interessantes über Vegetation und Geschichte der Felstürme und deren Erstbesteigungen.

Bei wieder einem herrlichen Sonnenschein (wir haben wirklich Wetterglück pur!) hatten wir eine fantastiche Sicht auf die gewaltigsten Bergmassive Patagoniens: den berühmten Fitz Roy (3.441 m) oder auch als Cerro Chalten bekannt, wie ihn die Eingeborenen wegen der oft bewölkten Spitze nannten.

An der Lagune Torre machten wir wohlverdiente Mittagspause und kehrten danach an dem Ausgangspunkt Chalten zurück, wo uns kühle "Rubias" und erfrieschende "Negras" erwarteten… selbst hergestellt in der eigenen Brauerei.

06 Feb. 2009 • El Calafate - Ushuaia

"Nach Ushuaia!!"
"Yummy Yummy"

Am Ende der Welt!

Der Chaltén, oder auch Fitz Roy genannt, hat sich heute zum Abschied wieder wolkenfrei für uns gezeigt.

Den Vormittag haben wir heute frei zur Verfügung gehabt, um noch einige Souvenirs einzukaufen, Eis zu essen oder Essenvorräte für die schweizer Wundertüte zu kaufen.

Um 12 Uhr wurden wir von unserem Busfahrer Gastón abgeholt. Am Flughafen von El Calafate haben wir den Flug nach Ushuaia genommen. Wir sind in der südlichsten Stadt der Welt gegen 20 Uhr angekommen.

Abends sind wir zusammen essen gegangen. Natürlich haben die meisten von uns die in Ushuaia so berühmten Königskrabben probiert. Lecker!!

07 Feb. 2009 • Ushuaia

"Erica und Simon am Ende der Panamericana"
"Die Pingüinenkolonie"

Von Pinguinen & Bibern

Am heutigen Tag hat sich die Gruppe teilen müssen: Jürgen, Andrea, Eva, Simon und Erica sind zum Nationalpark Feuerland gefahren. Cathi, Gerhard, Ibo, Ingo, Beat, Thomas, Hannelore und Antje hatten sich für einen Besuch der Pinguine entschieden und dafür mit einem weinenden Auge auf die Wanderung im Nationalpark verzichtet.

Für die Pinguinbegeisterten ging es schon um 9:30 Uhr los. Wie immer natürlich bei Sonne und leicht bewölktem Himmel.

Endlich erreichten wir die Pinguininsel. Wir waren total begeistert. Eine Stunde lang konnten wir die Pinguine - gross, klein, jung und alt - hautnah erleben. Sie waren kaum einen Meter von uns entfernt, haben sich geputzt, in ihren Erdnestern aneinander gekuschelt und sind in Gruppenausflug ins Wasser gewatschelt.

Die fünfter Gruppe paddelte mittlerweile entlang des Lapatai-Buchtes. Nach einem leckeren Mittagessen, um wieder zur Kräfte zu kommen, sind wir mit unserem total netten lokalen Guide, Vale, durch den Wald gewandert. 3 Stunden lang gingen wir durch magischen Wälder oder entlang der Küste.

Auf dem Weg haben wir einen Halt in einem geheimen Ort gemacht, die Vale für uns entdeckt hat. Aus diesem Ort hatten wir einen tollen Ausblick auf die Bucht und die Berge um uns herum. Außerdem sind über unsere Köpfe zwei riesige Adler "moradas" (=dunkelviolett) geflogen.

Abends haben wir uns wieder alle getroffen, um gemeinsam zur Biberbeobachtung zu gehen. Wir konnten die Biber sehr nah sehen. Danach wurden wir bekocht und haben den Linseneintopf bei Kerzenlicht und Kaminfeuer genossen.

08 Feb. 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

"Lichtturm am Ende der Welt"
"Reiseabschlussanstoss"

Zurück in die Millionenstadt!

Heute früh ging es zum Hafen, um dort das Schiff zu nehmen, das uns entlang des Beaglekanals fahren würde.

Die Schifffahrt dauerte 3 Stunden. Wir hatten einen tollen Ausblick auf Ushuaia sowie die kleinen Inseln verteilt entlang des Kanals.

Wir haben Seelöwen sowie mehrere Vögel, wie zum Beispiel Albatros und Cormorans, beobachtet.

Natürlich wurde auf dem Schiff das Bier "Cape-Horn", "das südlichste gebraute Bier", von einigen probiert.

Nach der Schifffahrt sind wir zum Abschiedsmittagessen gegangen. Wir haben nicht nur leckeres gegessen, sondern auch sehr es genossen, wieder alle gemeinsam zu sitzten und zu quatschen.

Abends sind wir zum Flughafen gefahren, um den Flug nach Buenos Aires zu nehmen.

Am Hotel in Buenos Aires angekommen, hat sich Erica von der Gruppe bis zum nächsten Tag verabschiedet. Ingo und Ibo, die am nächsten Tag weiter nach Iguazú fahren mussten, haben sich schon von der ganzen Gruppe verabschiedet :(

09 Feb. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

"Hannelore, Pudu und Antje vor dem Recoleta-Friedh
"Die Gruppe am "ausfallen" im Park"

Abschied…

Heute Morgen haben alle die Zeit genutzt, um die letzten Souvenirs zu kaufen, einen Spaziergang durch die Fussgängerzone zu machen oder einfach in dem Tortoni-Cafe, das älteste Cafe Buenos Aires, entspannt zu frühstücken.

Früh am Nachmittag haben wir uns wieder alle getroffen, um zum letzten Mal gemeinsam einen Ausflug zu machen. Wir sind zuerst mit der U-Bahn Linie A, die älteste U-Bahn Buenos Aires, gefahren. Anschließend sind wir nach Recoleta gefahren, wo wir den berühmten Friedhof von Recoleta, wo Evita Perón begraben ist, besucht haben. Jürgen hat dort gemerkt, dass welche einen Joint rauchen am Grab von Jim Morrison. Die Schweizer essen am Grab von Eva Perón ein Käsebrot. Jürgen war auch der, der festgestellt hat, dass die schweizer Wundertüte nicht unendlich ist: er hat unsere Schweizer dabei erwischt, wie die im Supermarkt Vorräte für die Wundertüte eingekauft haben :)

Wir liessen den Tag im Park von Recoleta "ausfaulen".

Früh abends ging es zum Flughafen von Ezeiza. Nach dem Einchecken haben wir noch mals gemeinsam etwas am Flughafen getrunken. Der Abschied fiel schwer….