Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71554.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71555.jpg&w=1920&q=75)
Ankunft in Argentinien
Unerwartet pünktlich und ohne fehlendes Gepäck erreichte die Gruppe um 7:30 Uhr den internationalen Flughafen in Buenos Aires. Dort wurde sie freudig empfangen von Fabi, ihrem Guide und Begleiter der bevorstehenden knapp 4 Wochen durch Argentinien und Chile.
Nach der Fahrt zum Hotel mitten im Zentrum der Hauptstadt bezog die Gruppe kurz ihre Zimmer, deckte sich mit den ersten Pesos ein und stärkte sich bei einem typisch argentinischem Frühstück. Dann gings los mit unserer City-Tour. Mit der berühmten U-Bahn-Linie A gelangten wir zur Plaza de Mayo, dem Herzen von Buenos Aires. Fabi berichtete an geeigneter Stelle über die wichtigsten Ereignisse der vergangenen 500 Jahre. Ein Blick in die Kathedrale durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Weiter gings zum neuen Hafenviertel Puerto Madero, sehr modern und wunderbar anzusehen. Hier lud viventura zum Wilkommensessen ein. Riesige Fleischberge mit allem was das Rind zu bieten hat, ein leckeres Salatbüffet sowie süsser Nachtisch warteten auf uns. Ein wenig schwerfällig verliessen wir später das Restaurant und nahmen den Stadtbus nach La Boca, bekannt für seine bunten Häuser, den Tango und den Caminito. Hier stürzten wir uns ins touristische Treiben.
Am späten Nachmittag waren wir schliesslich wieder beim Hotel, der Abend stand zur freien Verfügung. Einige besuchten nochmals den Hafen, andere machten es sich direkt in einem Strassencafé gemütlich. So beschloss man den ersten Tag in Argentinien.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71552.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71553.jpg&w=1920&q=75)
Fahrradtour und Tangoshow
Heute Buenos Aires mal anders - auf dem Sattel eines Bicis, eines Fahrrads. Gemeinsam mit Juan und mitten durchs Verkehrschaos (die Autofahrer hatten zum Glück Erbahmen mit uns) erkundeten wir den Norden der Hauptstadt. Über das Hafenviertel erreichten wir Retiro, wo sich u.a. der Hauptverkehrsknotenpunkt (Zug, U-Bahn, Überlandbusse) befindet. Weiter gings nach Recoleta. Hier besuchten wir den berühmten Friedhof, und mit der Metallblume Floralis Generica eines der Wahrzeichen der Stadt.
In Palermo, der grünen Lunge Buenos Aires´, suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und verkosteten Alfajores, einen sehr typischen und süssen Nachtisch. Leicht gestärkt machten wir uns später auf den Rückweg nach San Telmo, bekannt für seine Antiquitätenläden. Hier endete die einmalige Radtour und die Gruppe hatte den Nachmittag frei. Nach einer Kleinigkeit zu essen und trinken ging ein Grossteil auf Shoppingtour.
Erst am Abend trafen wir uns wieder und fuhren mit Taxis zur Tangoshow. Nach einem leckeren Abendessen und ausgiebig Wein liessen wir uns verzaubern vom argentinischen Nationaltanz. Schön wars und mit entsprechend guter Laune gönnte sich die Gruppe in einer Bar vor dem Hotel noch das ein oder andere Bierchen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71568.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71569.jpg&w=1920&q=75)
Überlandfahrt bis in den äussersten Nordosten
Heute durfte die Gruppe mal etwas länger schlafen. Erst um 13 Uhr trafen wir uns im Hotel, von dort aus wurden wir zum riesigen Busbahnhof in Retiro gebracht. Zwischenzeitlich war also noch ein wenig Zeit, Einkäufe im Supermarkt zu erledigen oder einen guten Kaffee im ältesten Café der Stadt, dem Tortoni, zu trinken.
Um 14 Uhr bestiegen wir schliesslich unseren Überlandbus. Dieser sollte uns in rund 17 Stunden nach Puerto Iguazu bringen. Bequeme Cama-Sitze warteten auf uns, doch leider funktionierte die Klimaanlage nicht unserem Wunsch entsprechend, und so gestaltete sich der erste Teil der Fahrt als relativ anstrengend aufgrund der sich angesammelten Hitze. Nach diversen Blockbustern, einem "Maná"-Live-Konzert und Abendessen begleitet durch Wein und Whiskey zum Nachtisch konnte der Grossteil der Gruppe genügsam dem Liegesitz horchen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71570.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71572.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71571.jpg&w=1920&q=75)
Die Brasilianische Seite der Wasserfälle
Überrascht wurden wir am heutigen Morgen durch ein heftigen Regenschauer. So verschoben wir die geplante Exkursion am Vormittag hoffnungsvoll auf den Nachmittag. Und diese Massnahme sollte sich gelohnt haben! So genossen wir am Morgen im Hotel zunächst ein gesundes Frühstück mit Obst, Mate-Tee und Dulce de Leche ;-) Nach kurzer Wartezeit bezogen wir unsere Zimmer. Nun hatten wir ein paar Stunden Zeit, um uns das Städtchen Puerto Iguazu anzuschauen und Einkäufe zu tätigen. Mittlerweile war es drückend-heiss und sehr sehr luftfeucht, vom Regen keine Spur mehr.
Am Nachmittag war es endlich soweit. Bei bestem Wetter besuchten wir die brasilianische Seite der weltbekannten Wasserfälle von Iguazu. Ausserdem bekamen wir neue Stempel in unseren Reisepass jaaaa. Beeindruckt waren wir von der Macht dieser "Cataratas". Auf einem rund drei Kilometer langen Pfad erblickten wir die Wasserfälle aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Eine kleine Dusche in der Gischt der "Garganta del Diablo" durfte natürlich nicht fehlen. Unzählige Fotos wurden verschossen. Zurück in Puerto Iguazu liessen wir den tollen Tag bei einem guten Essen und "rustikalem" Ambiente ausklingen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71573.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71574.jpg&w=1920&q=75)
Die Argentinische Seite der Wasserfälle
Heute verliessen wir bereits um 8 Uhr unser Hotel in Richtung Nationalpark Iguazu. Es sollte viel zu sehen und zu erleben geben. Gemeinsam mit lokalem Guide Petty erreichten wir nach kurzer Fahrtzeit den Park.
Mit dem ökologischen Zug gelangten wir als erstes zur Station der Garganta del Diablo, der Teufelsschlucht. Von dort aus war es ein gut 1.000m weiter Weg über Laufstege direkt zum grössten und tiefsten Wasserfalls von Iguazu. Beeindruckend wie das zunächst ruhige Wasser sich plötzlich in enormer Kraft und Lautstärke den Weg 75 m weiter nach unten sucht und dabei riesige Gischtwolken aufwirbeln lässt.
Anschließend besuchten wir den so genannten Oberen Wanderweg mit tollen Panoramablicken und Kontakt zu diversen grösseren und kleineren Fällen. Zudem erblickten wir große Spinnen und Ameisen sowie diverse lokale Vogelarten. Um die vielen bislang gemachten Eindrücke ein wenig sacken zu lassen, suchten wir uns nun ein nettes Plätzchen zum Mittagessen.
Als wir später weitergehen und uns den so genannten Unteren Wanderweg anschauen wollten, begann es schlagartig wie aus Löchern zu regnen. So warteten wir ca. 20 Minuten. Und so plötzlich der Regen gekommen war, so schnell war er wieder verschwunden, vorerst zumindest…
Wir machten uns also auf zur Isla San Martin. Nach 45-minütigem Schlangestehen nahmen wir ein kleines Boot zur Insel. Ein Teil der Gruppe besuchte dort den Aussichtspunkt zum Wasserfall San Martin, dem zweitgrössten des Parks. Die anderen genoßen währenddessen den Aufenthalt am Strand. Nun begann für Torsten, Irmi, Gerd, Susanne, Christa, Dietmar, Monika, Peter und Fabi das "Grosse Abenteuer". Sie nahmen ein Boot, welches bis in die diversen großen Wasserfälle und dessen Gischt hineinfuhr und den Abenteurern heftige Duschen verpasste. Ein erfrischendes und einmaliges Erlebnis. Im Anschluss an die Bootsfahrt ging es mit einem Truck mitten durch den Urwald. Aus dem Nichts fing es wieder an heftig zu regnen. Und so erreichten sie klitschnass das Gelände um den Parkeingang, wo sie sich mit den anderen Gruppenmitgliedern trafen. Nach diesem wunderbaren Tag im Nationalpark wurden wir zurück ins Hotel gebracht. Der Wunsch nach einer warmen Dusche war gross :-)
Bei einem tollen Abendessen mit lokalen Spezialitäten und bester Laune liessen wir den unvergesslichen Tag ausklingen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71634.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71635.jpg&w=1920&q=75)
Das Abenteuer Patagonien beginnt
Am Morgen nahmen wir den Flieger zurück nach Buenos Aires. Nach knapp zwei Stunden Aufenthalt gings schließlich weiter nach Bariloche, der Hauptstadt des Argentinischen Seengebietes. Nun hiess es "Herzlich Willkommen in Patagonien". Das Wetter war super, wolkenloser Himmel und viel Sonne. Mit local-guide Dirk und Fahrer Carlos besuchten wir den Campanario-Berg. Per Sessellift gelangten wir zu einem wunderbaren Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf Berge, blaue Seen und einfach traumhafte Natur.
Bevor wir aufbrachen in Richtung Nationalpark Nahuel Huapi, machten wir einen Stopp in einem grossen Supermarkt. Dort konnte sich jeder mit ein wenig Proviant und leckerem argentinischem Wein für die kommenden Tage versorgen. Pampa Linda hiess unser heutiges Ziel, direkt zu Füssen des riesigen "Donnerbergs" Tronador (3478m). Über eine kurvige Schotterpiste im Nationalpark vorbei am 7-farbigen Mascardisee und verschiedenen Aussichtspunkten erreichten wir am späten Abend die Unterkunft. Mittlerweile hatten wir großen Hunger, so freuten wir uns über die gute Hausmannskost. Vor dem Zubettgehen bestaunten alle den schönen Sternenhimmel und das Kreuz des Südens. Ein langer Tag ging zu Ende.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71636.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71637.jpg&w=1920&q=75)
Zu Füssen des Donnerbergs
Der heutige Tag stand zur freien Verfügung. Verschiedene Aktivitäten standen zur Verfügung. Es wurde natürlich viel gewandert. Monika, Wolfgang, Monika und Peter gingen zunächst zum "Schwarzen Gletscher" und später zur "Garganta del Diablo" einem schönen Wasserfall. Christa, Irmi und Gerd gelangten durch einen kleinen Urwald zum Wasserfall "Saltillo de las Nalcas". Christine, Susanne, Anne und Dietmar machten währenddessen einen Reitausflug, inlusive Rodeo und Galopp. Torsten versuchte sich zunächst mit dem Bike, später gingen er, Christine und Susanne auch noch mal zu dem Wasserfall nahe der Hosteria. Nach einer Siesta bestiegen Anne und Dietmar einen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf Pampa Linda.
Am Nachmittag gab es demnach viel zu erzählen. Nach dem gemeinsamen Abendessen liessen wir uns in einer gemütlichen Couchecke nieder und den tollen Tag bei der ein oder anderen Flasche Wein ausklingen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71638.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71639.jpg&w=1920&q=75)
Schwarzer Gletscher und Otto Meiling
Zwei Wanderungen standen heute auf dem Programm. Gemeinsam mit Bergführer Colo ging es für Monika, Peter, Anne, Dietmar, Susanne, Torsten, Monika und Wolfgang zur Berghütte Otto Meiling auf dem Tronador-Berg. Rund 1200 Höhenmeter hatten sie zu bewältigen. Zunächst durch kühle Wälder, nach der Baumgrenze bei wunderbarer Aussicht über Lavagestein. Dabei sahen die die Gletscher Castaño Overa und Alerce, das Tal Pampa Lindas und mehrere Kondore. Am frühen Abend waren sie zurück in der Unterkunft.
Christa, Christine, Irmi und Gerd gingen mit Fabi zum Schwarzen Gletscher und anschliessend ein paar Kilometer weiter zum Wasserfall Garganta del Diablo. Heiss war es zur Mittagszeit geworden, so kühlten sie ihre Füsse im kalten Wasser eines Flusslaufes. Am Nachmittag waren sie wieder zurück.
Nach den Wanderungen war nun entspannen angesagt, bei einem Bierchen oder Buch genoss man die Ruhe auf Pampa Linda. Nach dem Abendessen wurden noch ein paar Fläschchen Wein geöffnet, bevor jeder müde von tollen Tag in sein Bett fiel.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71699.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71700.jpg&w=1920&q=75)
Entlang der 7-Seen-Route
Früh am Morgen verliessen wir die schöne Unterkunft auf Pampa Linda und fuhren zurück nach Bariloche. Hier hatten wir ein wenig Zeit, um uns das Zentrum der Stadt am Ufer des Nahuel-Huapi-Sees anzuschauen. So konnte man die verschiedenen (Souvenir-)Geschäfte und Schokoladenläden besuchen. Denn in der Argentinischen Schweiz darf Schokolade natürlich nicht fehlen ;-) Es bestand auch die Möglichkeit Emails zu checken bzw. zu schreiben.
Um 12 Uhr trafen wir uns erneut im Centro Civico. Jetzt ging die Fahrt weiter in Richtung San Martin de los Andes. Fahrer José und lokaler Guide Fabricio waren nun mit uns unterwegs. Nach dem wir den See Nahuel Huapi und das Städtchen Villa la Angustura hinter uns gelassen haben begann die berühmte 7-Seen-Route. Am See Correntoso nahm so mancher ein erfrischendes Bad im warmen Wasser, anschliessend wurde das mitgebrachte Picknick verzehrt.
Vorbei an den Seen Espejo, Escondido, Villarino, Falckner, Hermoso und Machónico erreichten wir den Lacar-See und das zu dessen Ufer liegende schöne Städtchen San Martin de los Andes. Es war bereits 18 Uhr und so bezogen wir rasch unsere Zimmer. Den Abend gestaltete jeder auf seine Weise, fast obligatorisch ein Spaziergang zum See und über die Strasse San Martin. Beim späteren Essen wurde u.a. leckere Forelle probiert. Keiner wollte zu spät noch unterwegs sein, da es am kommenden Morgen sehr früh raus gehen sollte.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71701.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71702.jpg&w=1920&q=75)
Über die Anden nach Chile
Bereits um 6 Uhr morgens ging unser öffentlicher aber bequemer Bus auf die andere Seite der mächtigen Anden. Über Junin de los Andes erreichten wir die argentinische Grenze. Zu unserer Linken durften wir nun den mächtigen Vulkan Lanin (3.767m) bestaunen, und vor diesem wunderschöne Araukarienwälder. Nach etwas längerem Aufenthalt an der argentinischen ging es dann ein paar Minuten weiter zur chilenischen Grenze. Die Einreiseformalitäten dauerten diesmal nicht besonders lange und so kamen wir kurz vor 13 Uhr in Pucón an.
Pucón ist die Hauptstadt des chilenischen Seengebietes, gelegen am Ufer des schönen Villarica Sees und nördlich des beeindruckenden Villarica-Vulkans (2847m). Das Wetter war wunderbar, die Sonne brannte regelrecht. Der Nachmitag stand zur freien Verfügung, so machte sich die Gruppe auf und machte das Städtchen etwas unsicher. Das Wasser des Sees und sein berühmter schwarzer Strand luden zum relaxen bzw. baden ein.
Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Essen im einem typischen Restaurant der Stadt. Frischer Lachs und Forelle, Asado und Hühnchen wurden serviert. Dazu das ein oder andere typische Bierchen und glücklich waren die Mägen. Zurück in der Unterkunft probierten Monika, Wolfgang, Anne, Dietmar, Susanne und Peter die Ausrüstung für die für morgen früh geplante Vulkanbesteigung. Die erste Nacht in Chile lockte uns schließlich in die Betten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71703.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71720.jpg&w=1920&q=75)
Wasser von allen Seiten
"Dahinten wird´s heller…" - diese Beschwörung hatte bereits am 5. Tag in Iguazu gewirkt. Heute allerdings hatten wir Zweifel, ob wir von Pucón ausser einer Regenwand noch etwas zu sehen bekommen würden. Und eigentlich hatten sich doch zumindest sechs Mutige - Monika, Wolfgang, Anne, Dietmar, Susanne und Peter - vorgenommen, den Villarica zu bezwingen. Da die Vulkanbesteigung bereits morgens um sieben starten sollte, hatte man sich am Vorabend beim chilenischen Nationalgetränk Pisco(-Sour) vornehm zurückgehalten und war nicht allzu spät ins Bett gegangen. Früh um sechs dann die Nachricht des "Bergführers": zu schlechtes Wetter.
Besser hatten es die, die sich für eine Raftingtour entschieden hatten. Ob das Wasser von vorne, den Seiten oder auch noch von oben kommt, ist letztendlich egal, sollte man meinen. Morgens beim Frühstück entschieden sich dann doch einige, den erzwungenen Ruhetag anderweitig zu nutzen: Schlafen, lesen, Stadtbummel im Regen, E-Mails schreiben (der Andrang an den beiden PCs im Hostel war gross und nicht immer war man sich einig, wer denn jetzt nun wie lange schon am Rechner sitzt).
Mittags wurde es tatsächlich heller - wieder einmal hatte die Beschwörungsformel gewirkt. Die Raftinggruppe, jetzt bestehend aus Monika, Dietmar, Thorsten und Susanne, zwängte sich in ihre Neoprenanzüge und warf sich mit Philippe, dem Guide und dessen Raft in die Fluten des Trancura - übringens einer der bekanntesten und beliebtesten Raftingflüsse in Chile. Für blutige Anfänger stellten sie sich auf der Strecke der Klasse 4 (es gibt insgesamt 6) gar nicht so schlecht an. Zumindest hatte Jordan, der mit seinem Kajak als "Retter in der Not" das Raft begleitete, nicht wirklich viel zu tun. Beinahe ebenso spannend wie das raften selbst waren die Klettertouren, die die vier Wasserratten überwinden mussten - inklusive einem Sprung aus etwa vier Metern Höhe von einem Felsen in den Fluss. So mutig wollten einige ursprünglich eigentlich gar nicht sein…
Der Tag stand im Zeichen des Wassers. Abends fuhr die gesamte Gruppe an die Thermen Los Pozones, ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Urlauber sowie Einheimische. In mehreren Wasserbecken mit warmem bis lauwarmem Wasser kann man die Sonne oder - je nach Tageszeit den Sternenhimmel geniessen. Aus dem geplanten gemeinsamen Pisco in den Becken wurde leider nichts, da Essen und Trinken nur ausserhalb der Thermen erlaubt ist. Also beschränkten wir uns aufs Warmbaden, um dann Sternenhimmel und Pisco im Garten des Hostels zu geniessen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71721.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71722.jpg&w=1920&q=75)
Vulkane, Stromschnellen und Kuchen
Am heutigen Morgen verliessen wir Pucón in Richtung Puerto Montt. Mit Fahrer Rodrigo zunächst entlang des Villarica-Sees und der gleichnamigen Stadt ging es nun weiter gen Süden. Nach knapp drei Stunden bekamen wir den ersten Blick auf den Vulan Osorno und den See Llanquihue (der zweitgrösste des Landes). In dem deutschstämmigen Städtchen Frutillar am Westufer des Sees machten wir eine Kuchen- und Kaffeepause. Torsten liess sich ein erfrischendes Bad im See natürlich nicht entgehen ;-)
Weiter ging nun die Fahrt entlang des Südufers in Richtung Anden. Noch zeigte sich der Osorno in einem Wolkenkragen, wir hegten Hoffnung für die Rückfahrt. Nächster Stopp waren die bekannten Stromschnellen von Petrohue, entstanden durch abfliessende Lava des Osorno-Vulkans am Abfluss des Sees Todos Los Santos. Auch hier machte sich die Trockenheit der vergangenen Monate bemerkbar, der Wasserstand war ungewohnt niedrig.
Auf dem Rückweg der Stromschnellen hatten wir das nötige Glück und konnten letztendlich die erwartet schönen Fotos des Vulkans schiessen. Über Puerto Varas erreichten wir gegen 18 Uhr unser Tagesziel Puerto Montt. Gelegen am Reconcavi-Sund ist die Stadt das Tor ins chilenische Südpatagonien. Zum Tagesabschluss gab es am Abend noch ein paar Bierchen (z.B. mit Honig und Calafate-Blaubeere) und den ein oder anderen Pisco-Sour.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71728.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71828.jpg&w=1920&q=75)
Navimag - Tag 1
Heute gingen wir früh zum Check-In der Navimag, unserem "Kreuzfahrtschiff" durch die Chilenischen Fjorde. So brauchten wir uns nicht mehr um unser Gepäck zu kümmern und hatten Freizeit bis um 14:30 Uhr. Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint, die Sonne scheinte. Knapp vier Tage sollten wir später an Bord der Navimag verbringen, deshalb besuchte jeder nochmal den Supermarkt, um sich mit der ein oder anderen Leckerei einzudecken. Auch ein Besuch des Fisch- und Kunsthandwerksmarktes Angelmo war obligatorisch. Dort konnte auch der mittagliche Hunger auf chilenische Art und Weise gestillt werden.
Am Nachmittag gingen wir schließlich an Bord, das Abenteuer konnte beginnen. Das gute Wetter hielt an und so genossen wir das Auslaufen der Navimag an Deck. Auch die ersten Pisco-Sour wurden geordert. Nach dem Security-Briefing am Bord war bis zum Abendessen relaxen angesagt. Das Essen war wiedererwarten sehr gut und vor allem reichlich. Begleitet von dem ein oder anderen Drink und guter Stimmung fand der erste Tag auf dem Schiff sein Ende.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71831.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71843.jpg&w=1920&q=75)
Navimag - Tag 2
Der erste Morgen an Bord der Navimag. Bereits während des Frühstücks gab es nur ein Thema: die kommende Nacht im offenen Meer. Bekannt war, dass es ein wenig schaukeln würde, doch die Prognosen der Crew klangen vielversprechend. Dennoch war jeder mehr oder weniger gut vorbereitet und hatte bereits von zu Hause aus das wohl "beste" Mittel gegen Reisekrankheit dabei.
Den Tag bei wunderbarem Wetter verbrachte die Gruppe mit Sonnetanken an Deck, Lesen im Pub oder Beobachten der heimischen Flora und Fauna. Verschiedene Präsentationen bzw. Filmvorstellungen waren ebenfalls eine Option.
Gegen 17:30 begann es langsam zu schaukeln. Je näher wir dem Pazifischen Ozean kamen, desto stärker wurde das Schaukeln. Zum Glück zeigte das Meer Gnade und bescherte uns (wie wir am nächsten Morgen erfahren sollten) nur 2-3 Meter hohe Wellen. Auch wenn dem ein oder anderen Gruppenmitglied ein wenig schwindelig wurde, so kamen wir mit einem "blauen Auge" davon. Das Rezept war sich frühzeitig hinzulegen und die Nacht zu überschlafen - einfacher gesagt als getan ;-) Die Erfahrung war`s wert!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71829.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71842.jpg&w=1920&q=75)
Navimag - Tag 3
Die lange Nacht war nun endlich vorüber. Der große Hunger wurde bei einem ausgiebigen Frühstück gestillt. Heute standen diverse Aktivitäten und Highlights auf dem Programm. Zum einem machten wie einen Stopp bei Puerto Eden, einem 150-Mann-Dorf auf einer kleinen Insel mitten in den chilenischen Fjorden. Hier leben auch die letzten Kaweshkar, Mitglieder eines der vier Feuerland-Indianerstämme, welche größtenteils um die Wende des 20. Jahrhunderts ausgerottet wurden. Einheimische gingen von bzw. kamen an Bord.
Das gute Wetter der vergangenen Tage wollte sich heute nicht so richtig zeigen. Dementsprechend viele Passagiere hielten sich in dem Aufenthaltsraum der Bar auf, lasen, hörten Musik und unterhielten sich. Um 15 Uhr lockte die Durchsage der Crew dann trotz Regenwetters doch beinahe alle nach draußen: die Evangelista erreichte den Gletscher Pio XI, den grössten Gletscher Südamerikas. Mit Gletschern ist es wie mit Vulkanen: sie haben ihre eigenen Ansichten, wem sie sich wann und wie zeigen. So wie Vulkane je nach Lust und Laune ihr Wolkenkleid vor sich ziehen, wenn sie nicht gesehen werden wollen, blies der Gletscher Pio XI uns kräftigen Wind und Regen ins Gesicht. Die Evangelista schob sich bis auf eineinhalb Kilometer an den Gletscher heran, der schließlich ein Einsehen mit den gezückten Fotoapparaten der Passagiere hatte. Sogar ein paar Sonnenstrahlen waren hinter der Wolkenwand zu erahnen und liessen das Eis aufleuchten.
Abends leichte Wetterbesserung, die die Gruppe nach dem Abendessen sofort zu einem Umtrunk auf Deck nutzte, während in der Kantine Bingo gespielt wurde. Anschließend begann die "Last-evening-party", die auf den Reisen der Navimag-Schiffe obligatorisch ist. Bei Discomusik wurden die etwas kühlen Glieder schnell warm, die südamerikanischen Rhythmen, die dann folgten, waren allerdings nicht mehr jedermanns und "jederfraus" Sache…
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71830.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71851.jpg&w=1920&q=75)
Punta Arenas, Puerto Natales
Der Vormittag stand zur freien Verfügung, was viele von uns zum Ausschlafen nutzten. Ein paar von uns gingen ins Museum, wo sie ein bisschen mehr über die Geschichte von Punta Arenas und Patagonien erfuhren.
Mittags waren wir bei Lomits, so eine Art MacDonalds aus Patagonien.
Frisch gestärkt nahmen wir dann denn öffentlichen Bus nach Puerto Natales. Von dort kann man viele Touren in den Torres del Paine Nationalpark starten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71920.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71922.jpg&w=1920&q=75)
Chile von seiner schönsten Seite
In Puerto Natales trennte sich die Gruppe für ein paar Tage. Während die beiden Monikas, Peter, Wolfgang, Dietmar, Anne, Torsten, Christa, Susanne und Fabian sich auf den Weg in den Torres del Paine machten, fuhren Christine, Irmi und Gerhard nach Puenta Arenas, um die schönste Stadt Chiles zu sehen und Pinguine zu beobachten.
Für die Wanderer führte der Weg zunächst im Minibus zum Lago Pehoe, der sich im Paine-Nationalpark befindet. Schon die ersten Blicke auf das Paine-Massiv, dessen schroffe Gipfel von Wolken weichgezeichnet wurden, waren beeindruckend. Mit den Katamaran ging es über den Lago Pehoe zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem Paine Grande. Beim Ausstieg aus dem Schiff eine erste Überraschung: die patagonischen Winde wehten nach Kräften. Bei zwar schönem, aber ziemlich kalten Wetter machten sich die Wanderer dick eingemummelt auf zu ihrem ersten Tagesziel, dem Campingplatz Los Cuernos. Das war übrigens das erste (und bisher einzige Mal), dass auf dieser Reise Kleidungsstücke wie Handschuhe zum Einsatz kamen - für etwa eine halbe Stunde, denn dann wurde es in den dicken Klamotten mit 10 bis 15 Kilo Gepäck auf dem Rücken wirklich jedem warm.
Nach einer Wanderung durch eine Landschaft, die hinter jeder Wegbiegung neue An- und Ausblicke bereithält, erreichte die Gruppe gegen Abend den Campingplatz. Während Monika, Peter, Torsten und Susanne sich für eine Übernachtung in den Hütten entschieden (und dadurch auch weniger Gepäck zu tragen hatten ;-)), bauten Monika, Wolfgang, Anne, Dietmar, Fabian und Christa ihre Zelte auf.
Christine, Irmi und Gerd erreichten zur Mittagszeit Punta Arenas, welches direkt an der sagenumwobenen Magellanstrasse liegt. Nachdem sie ihre schönes Hotel bezogen hatten nutzten sie die freie Zeit zur Stadterkundung. Dabei erklommen sie auch den Mirador de la Cruz, einen wunderbaren Aussichtspunkt inmitten der Stadt. Das Hotel lag gleich um die Ecke des modernen Hauptplatzes umgeben von beeindruckenden Palästen der ehemaligen Schafsbarone. Ein Besuch des berühmten Friedhofes durfte natürlich auch nicht fehlen.
Am Nachmittag wurden die drei abgeholt und zum Seno Otway gebracht. Dort durften sie putzige Magellanpinguine ganz aus der Nähe beobachten. Das super Wetter war auch wieder mal bestellt worden ;-) Am Abend zurück in Punta Arenas ging man lecker essen in einem typischen Restaurant. So ging dieser schöne Tag zu Ende.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71916.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71919.jpg&w=1920&q=75)
Natur pur im Torres und an der Magellanstrasse
Nach einer für die Hüttenschläfer recht angenehmen und für die Zelter etwas harten, aber warmen und vor allem trockenen Nacht ging es nach dem Frühstück weiter in Richtung des Campingplatzes El Chileno - ohne Pausen ein Marsch von etwa fünf Stunden. Der Wind hatte nachgelassen, die Sonne wurde immer wieder von Wolken verdeckt, Regen war weit und breit nicht in Sicht. Ideales Wanderwetter also.
Gegen 16 Uhr Ankunft im El Chileno. Die Hütte sowie der Campingplatz sind weniger komfortabel, die Bäder allerdings sauberer als in der Unterkunft zuvor. El Chileno ist der Ausgangspunkt für die Wanderung zu den drei Torres, dem Torre Sur, Torre Central und Torre Norte. Um den Mirador des Torres, den Aussichtspunkt mit Blick auf die drei Türme zu erreichen, gab es angesichts des Zeitplanes zwei Möglichkeiten: entweder gleich oder nachts. Rund vier Stunden werden für diesen Weg noch einmal veranschlagt (Hin- und Rückweg); zwei Stunden davon klettert man über ein Geröllfeld, das gleichermassen Anforderungen an Gleichgewicht und Kondition stellt. Recht schnell wünscht man sich, ein bisschen weniger Mensch und ein bisschen mehr Gemse zu sein.
Dietmar, Anne, Peter, Wolfgang und die beiden Monikas entschieden sich, sich mit Fabian am nächsten Morgen um drei Uhr - mit Stirnlampe bewaffnet - auf den Weg zu den Torres zu machen. Christa war mit der Aussicht auf hübsche Fotos zufrieden, Torsten und Susanne entschieden sich, das Ganze lieber im Hellen, also noch am selben Abend in Angriff zu nehmen - und waren bei jedem Schritt auf dem Geröllfeld der Ansicht, dass diese Entscheidung sehr weise war… Der Anblick einer grün schimmernden Lagune, und den drei Torres im Hintergrund entschädigte allerdings für die Mühe. Die Frühaufsteher hatten netter Weise ein paar Spaghetti für die beiden Spätkletterer mitgekocht - und den Topf im Schlafsack warmgestellt, damit das aufwärmen nicht ganz so lange dauert…. ;-))
Christine, Irmi und Gerd besuchten am Vormittag das bekannte Fort Bulnes. Es befindet sich an dem Ort, an welchem Chile im Jahre 1843 die Region offiziel in ihren Staat integrierte. Direkt vor ihnen das Wasser der Magellanstrasse und dahinter bereits das grosse Insel-Archipel Feuerlands. Auf dem Weg machten sie einen Stopp an einem Monolith, welcher den geologischen Mittelpunkt des Landes bezeichnet (dafür ist jedoch der von Chile beanspruchte Teil der Antarktis mit einzubeziehen). Am Nachmittag nahmen die drei erneut den öffentlichen Bus zurück nach Puerto Natales, wo sie am Abend nochmals lecker essen gingen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71917.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71918.jpg&w=1920&q=75)
Ein Tag durch die patagonische Steppe
Die Nachtwanderer schafften es tatsächlich, um kurz nach Drei aufzubrechen. Der Gruppe hatten sich mittlerweile - von der Idee des nächtlichen Kletterns angetan - noch einige deutsche Touristen angeschlossen. Um 8 Uhr erste Aktivitäten mit Gaskocher und Wassertopf: Wolfgang hatte kaffeedurstig auf dem Rückweg einen Schritt zugelegt. Etwa eine Viertelstunde später folgte der Rest der Truppe. Zwar hatte man nicht den erhofften Sonnenaufgang gesehen, der die Torres manchmal glühend rosa erstrahlen lässt, gelohnt hatte sich die Mühe dank des tollen, relativ wolkenfreien Ausblicks jedoch allemal. Eine Stunde später hüllten sich die Bergspitzen übrigens bereits in Wolken… Um 9 Uhr Aufbruck zum "Basislager", der Hosteria Las Torres, wo der Minibus mit den Pinguinbesichtigern die Wanderer aufgabelte.
Auf dem Weg raus aus dem Nationalpark machten wir noch den ein oder anderen Fotostopp. Die Landschaft und das Wetter waren einfach herrlich. Unzählige Guanacos und ein paar Ñandues (Pampasstrauss) durften wir ebenfalls bestaunen. Unser nächstes Ziel war eine Estancia kurz vor der chilenischen Grenze. Nach drei Tagen mit Keksen, Aufschnitt und Nudeln gab es nun genau das Richtige: frisches Lammfleisch vom Spiess. Und so konnten wir uns bei leckeren Salaten und Wein die Bäuche vollschlagen. Anschliessend erzählte uns Gastgeber Cristian über das chilenische Rodeo und die lokale Arbeit mit den patagonischen Schafen.
Jetzt verliessen wir Chile und kehrten zurück nach Argentinien. Der Grenzvorgang verlief glücklicherweise recht schnell und so begaben wir uns auf die fehlenden 200 km bis nach El Calafate. Auf der Hälfte der Strecke machten wir einen Kaffee- und Toilettenstopp in der Steppenraststätte La Esperanza (Die letzte Hoffnung). Auf dieser Fahrt bekamen wir den bestmöglichen Eindruck über die Weiten Patagoniens, wirklich beeindruckend. Kurz vor 21 Uhr erreichten wir die Gletscherhauptstadt El Calafate. Ein langer aber sehr schöner Tag ging nun zu Ende.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71932.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71933.jpg&w=1920&q=75)
Der schöne Perito-Moreno-Gletscher
Um den grossen Menschenmassen zu entgehen entschlossen wir erst nach Mittag in den Gletschernationalpark zu fahren. So war der Vormittag frei und jeder hatte Gelegenheit in aller Ruhe und bei sonnigem Wetter das Städtchen El Calafate etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Um 13 Uhr wurden wir schliesslich abgeholt von Fahrer Gastón und lokalem Guide Pedro. Vor der Fahrt bekam jedes Gruppenmitglied eine Vianda (Lunchpacket) bestehend aus verschiedenen Empanadas, Obstsalat, einem Alfajor und einer Flasche Wasser; von dieser wurde teilweise noch am Abend gezehrt ;-) Nun fuhren wir Richtung Anden gen Westen, vorbei am Argentino-See (dem grössten des Landes), um nach rund 80 km den berühmten Gletscher Perito Moreno zu besichtigen. Von der patagonischen Steppe und den Ecotono (Übergangsbereich) gelangten wir wieder in den andinen patagonischen Wald.
Die Gruppe hatte sich entschieden eine Bootstour zur Abruchkante des Gletschers zu unternehmen. Und so fuhren wir zunächst zum Hafen. Die anschliessende Exkursion brachte uns bis auf ca. 300 m an die Nordwand mit wunderbarer Sicht auf den schönsten Gletscher des Grossen Patagonischen Eisfeldes. Später besuchten wir die neuangelegten Laufstege, von welchen wir den Gletscher in all seiner Pracht und verschiedenen Nivels beobachten konnten. Ein paar Gletscherabrüche durften dabei natürlich nicht fehlen.
Begeistert vom tollen Erlebnis verabschiedeten wir uns vom Gletscher bei einem letzten Fotostopp. Die Gruppe freute sich nun über einen freien Abend in El Calafate und die vielen Alternativen. Einige probierten z.B. die köstlichen lokalen Eissorten, andere besuchten eine Vinoteca oder verbrachten die letzten Stunden des Tages bei einem kleinen Stadtbummel.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71968.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71970.jpg&w=1920&q=75)
Die Trekkinghauptstadt Argentiniens
Um 10 Uhr verliessen wir El Calafate in Richtung El Chaltén. Von der Hauptstadt der Gletscher in die Hauptstadt der Trekker. Die Fahrt führte uns erneut durch die Weiten Patagoniens, vorbei an zwei grossen und wunderbar blauen Gletscherseen, den Lagos Argentino und Viedma. Das schöne Wetter lud zu vielen Fotostopps ein. Heute durfte jeder mal den argentinischen Mate probieren, oder zumindest gespannt zuhören wie dieser zubereitet wird, denn nicht jedes Grupenmitglied konnte dafür begeistert werden… Auf der Hälfte der Strecke machten wir einen Kaffee-und-Kuchen- sowie Toilettenstopp in La Leona, einer Estancia am gleichnamigen Fluss gelegen.
Auf den letzten rund 100 km vor El Chaltén konnten wir zumindest den bekannten Fitz Roy erahnen, noch lag er in dem so typischen Wolkenmantel. Auch konnten wir aus der Ferne den Viedma-Gletscher erkennen, ein weiterer Eisfluss des Grossen Patagonischen Inlandeises. Gegen 14:30 Uhr erreichten wir schliesslich das 300-Seelen-Dorf und bezogen unsere Zimmer. Nach einem kurzen Dorfrundgang und Einkauf im Supermarkt wollten einige der Gruppe noch ein wenig aktiv sein. Und so wanderten Monika, Wolfgang, Torsten, Susanne, Christine, Monika, Peter, Anne, Dietmar und Fabi zu den Aussichtspunkten "Condores" und "Aguilas" mit herrlicher Sicht auf das Dorf bzw. auf die Steppe und den Viedma-See.
Zum späteren Abendessen trafen wir uns in einem schönen Restaurant. Es wurde fast ausschliesslich Steak bestellt, für die meisten "das Beste" der bisherigen Reise. Während des Essens und noch vor Sonnenuntergang zeigte sich endlich der bekannte Fitz Roy wolkenlos und liess uns auf einen tollen morgigen Wandertag hoffen. Mit glücklichem Magen gönnten sich einige zum Nachtisch noch ein leckeres Eis in der besten Eisdiele El Chalténs. Buenas Noches!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71967.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F71969.jpg&w=1920&q=75)
Zu Füssen der Berge Cerro Torre und Fitz Roy
Nach dem heutigen Frühstück wurden die beiden Monikas, Peter, Wolfgang, Christine, Susanne, Torsten und Fabi abgeholt von Leo und Zoe, den beiden local-guides für die Wanderung zum so genannten Pliegue Tumbado. Die Bedingungen waren hervorragend um eine tolle Aussicht auf die Bergriesen Cerro Torre (3102m) und Fitz Roy (3405m) zu erhalten. Beide gelten in Bergsteigerkreisen als sehr schwer zu besteigen und dementsprechend als ganz besondere Herausforderung. Wir wollten uns diese Naturschönheiten nur aus der Entfernug anschauen. Dafür hatten wir gut 800 Höhenmeter zu überwinden, über die typische Steppenlandschaft und durch Nothofagus-Wälder wanderten wir über die Baumgrenze hinaus. Die spätere Aussicht war einfach nur atemberaubend, ein herrlicher Blick auf den Cerro Torre, die gleichnamigen Gletscher und Lagune und natürlich den Fitz Roy. Oben angekommen schmeckte das Picknick doppelt so gut. Als uns so langsam kalt wurde, der Wind wurde stärker, machten wir uns auf den Abstieg. In quasi Rekordzeit erreichten wir El Chaltén.
Irmi, Gerd und Christa besuchten heute den "Kondoraussichtspunkt" und verbrachten einen ruhigeren Tag im Dorf. Anne und Dietmar wanderten heute auf dem Viedmagletscher, ein langgehegter Traum wurde für sie war. Es ging über Eisgrate hinein in eine bizarre Eiswelt. Die Gletscherspalten erwiesen sich als ein Labyrinth gewaltiger Schluchten, die in hellem Weiss und tiefem Blau leuchteten. Zum Abschluss der Tour gab es für sie zur Belohnung einen Bayley´s mit frischem Gletschereis, sie schafften es sogar original Gletschereis mit zurück zum Hotel zu bringen, später sollte dieses mit Susis Pisco-Sour genossen werden.
Der Nachmittag brachte nochmals Zeit sich das Dorf anzuschauen und vielleicht das ein oder andere Souvenir zu erstehen. Für halb acht verabredeten wir uns zur Pisco-Verköstigung, bevor wir zum Essen und Trinken die lokale Bierbrauerei aufsuchten und einen schönen letzten Abend in der Trekkinghauptstadt Argentiniens verbrachten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72063.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72064.jpg&w=1920&q=75)
Ans Ende der Welt
Am frühen Vormittag verliessen wir Argentiniens Trekking-Hauptstadt El Chaltén. Noch einmal wurde uns tolles Wetter beschert, ein weiterer schöner Blick auf die Bergmassive Cerro Torre und Fitz Roy war dadurch gewährleistet. Nach knapp vierstündiger Fahrt durch die patagonische Steppe erreichten wir den Flughafen von El Calafate. Nach drei gemeinsamen Tagen verabschiedeten wir uns nun auch bei unserem Fahrer Gastón.
Ungewöhnlich pünktlich erreichten wir schliesslich um 17:30 Uhr Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt, gelegen zwischen 1500m-hohen Bergen und dem berühmten Beaglekanal. Schnell hatten wir unser Gepäck und ebenso schnell waren wir mit den Taxis bei unserem schönen und gemütlichen Hotel. Dort relaxten wir ein wenig und/oder besuchten den grossen Supermarkt gleich um die Ecke. Um 19 Uhr bestellten wir Taxis ins Zentrum der Stadt.
Nach einem kleinen Spaziergang im leichten Ende-der-Welt-Regen gelangten wir zu unserem Restaurant, dem "Haus der Meeresfrüchte". Heute war es endlich soweit, ein Grossteil der Gruppe durfte Königskrabbe probieren, zubereitet mit gratiniertem Parmesankäse oder mit ordentlich Knobi ;-) Die Fischesser waren ebenfalls begeistert. Als wir später das Lokal verliessen hatte es aufgehört zu regnen und so gingen wir gezielt in Richtung Irish-Pub. Hier freuten wir uns auf frischgezapftes Ende-der-Welt-Bier, helles und rotes. Monika bevorzugte einen "Sex on the Beach" (wohl aus Vorfreude auf die kommenden Strandtage in Uruguay). Zum Tagesabschluss gab es anschliessend im Hotel noch einen Gute-Nacht-am-Ende-der-Welt-Drink.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72065.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72066.jpg&w=1920&q=75)
Im Feuerland Nationalpark
Wie sollte es auch anders sein? Mal wieder war der Wettergott auf unserer Seite - oder liegt es doch mal wieder an den reisenden Engeln? Auf jeden Fall zeigte sich die Sonne in voller Pracht. Nach einem guten Frühstück wurden wir abgeholt von local-guide Valentín und Fahrer Titi. Die beiden sollten uns den ganzen Tag lang begeleiten. Und so fuhren wir in den Nationalpark Feuerland. Als erstes zur Ensenada-Bucht, bei der dortigen Poststelle konnte man sich einen Ende-der-Welt-Stempel anbholen. Hier begann auch unsere gut 3-stündige Wanderung entlang der Gewässer des Beaglekanals.
Nach der Wanderung ging es weiter zum Campingplatz des Roca-Sees, wo ein wunderbares Barbecue auf uns wartete, natürlich begleitet von Ende-der-Welt-Wein ;-) Gestärkt stiegen wir anschliessend ein in unsere Kanus. Durch einzigartige Landschaftskulisse erreichten wir nach rund 45 Minuten die Lapataia-Bucht. Ein obligatorischer Fotostopp, denn genau hier befindet sich das südliche Ende der bekannten Panamericana-Strasse. Wir verliessen kurz danach den Nationalpark und wurden zurück zum Hotel gebracht.
Dort konnten wir uns umziehen und kurz entspannen, bevor wir erneut abgeholt wurden. Für unseren letzten gemeinsamen Abend hatten wir uns was ganz besonderes ausgesucht. Zunächst begaben wir uns auf die Suche nach Bibern in einer der unzähligen Biberbauten auf Feuerland, trotz leichten Regens sahen wir einige der putzigen Tiere. In einer urigen und gemütlichen Waldhütte kamen wir anschliessend zusammen und bekamen von Titi und Valenín leckeren Linseneintopf serviert. Wieder begleitet von köstlichem Wein liessen wir den tollen Tag ausklingen und die wunderbare Reise ein wenig Revue passieren.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72067.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72068.jpg&w=1920&q=75)
In der südlichsten Stadt der Welt
Um kurz vor neun nahmen wir die Taxis zum Hafen. Das nächste Highlight wartete auf uns: eine Bootsfahrt auf dem Beaglekanal. Die Barracuda war das erste touristisch aktive Schiff überhaupt in Ushuaia, klassisch statt super modern ist hier die Devise und so verlebten wir drei wunderbare Stunden auf der natürlichen Grenze zwischen Argentinien und Chile. Obwohl es an Deck während der Fahrt ein wenig frisch war, so durften wir uns über das Wetter mal wieder gar nicht beschweren. Auf der Fahrt besuchten wir u.a. die Seelöwen-Insel, die Vogel-Insel mit unzähligen Kormoranen und Möwen sowie "Les Eclaireurs", den Leuchtturm am Ende der Welt. Kurz nach Mittag waren wir wieder am Hafen. Die freien Stunden bis zum frühen Abend wurden ganz unterschiedlich genutzt.
Zunächst wurde etwas für den hungrigen Magen getan - Königskrabbe oder doch lieber ein Steak? An den den schönen Ende-der-Welt-Souvenirs kam kaum jemand vorbei, T-Shirts, Tassen, Schokolade, Calafate-Marmelade und vieles mehr. Aber auch kulturell gab es einige Angebote, so waren z.B. das Museo del Fin del Mundo oder das Gefängnis-Museum sehr gute Optionen.
Am späten Nachmittag nahmen wir schliesslich die Taxis zum Flughafen. Mit ein wenig Verspätung landeten wir um 2 Uhr morgens in Buenos Aires. Am Hotel angekommen hiess es nun Abschied nehmen von Monika, Wolfgang, Anne, Dietmar und Torsten. Die 5 sollten ein paar Stunden später schon wieder abgeholt und zum Hafen gebracht werden. Sie haben die Verlängerung Punta del Este gebucht und werden die kommenden Tage in Uruguay am Strand verbringen. Viel Spass und alles Gute!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72115.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F72116.jpg&w=1920&q=75)
Der letzte Tag in Argentinien
Christine, Susanne, Irmi, Gerd, Christa, Monika und Peter konnten sich heute über einen letzten freien Tag in der argentinischen Hauptstadt freuen. Natürlich besuchten sie einen grossen Musikladen und deckten sich ein mit schöner und vor allem günstiger Musik. Ausserdem wurde nochmals das moderne Hafenviertel besucht und lecker Eis gegessen.
Der Tag ging bei hohen Temperaturen doch schnell vorbei und so trafen wir uns um 19 Uhr wieder beim Hotel. Jetzt gings schliesslich zum internationalen Flughafen in Ezeiza. Wir entkamen den grossen Menschenmassen und brauchten kaum Zeit für Check-In und die Bezahlung der Steuer. Ein paar Stunden noch bis zum Abflug, und so setzten wir uns in eine nette Bar und genossen noch das ein oder andere kühle Bierchen. Dann hiess es endgültig Abschied nehmen. Mit einer herzlichen Umarmung verabschiedete sich Fabi von seiner tollen Gruppe, in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen… Guten Heimflug und alles Gute!