Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

03 Feb. 2009 • Santiago - Santiago de Chile

Die Gruppe vor der Jungfrau in Santiago
beim Präsidentenpalast

Vom Winter in den Sommer

Nach einem langen Flug hat Katharina uns 12 am Flughafen begrüßt und uns den weiteren Verlauf des Tages geschildert. Da unser Flug etwas später ankam konnten wir gleich im Hostel unsere Zimmer beziehen und uns etwas frisch machen. Danach fuhren wir zum Fischmarkt von Santiago, assen dort Mittag und tranken unseren ersten Pisco-Sour. Anschließend haben wir einene Stadtrundgangagemacht und den Präsidentenpalast angeschaut. Später waren wir noch auf dem Ausssichtsberg-Cerro San Cristobal. Am Abend hat uns das ganze Team vom viventura-Büro in Santiago zum Abendessen eingeladen und uns willkommen geheissen.

04 Feb. 2009 • Santiago de Chile

Monstertrucks
Dirk am Koyotenfelsen

Auf in die Wüste

Wir hatten noch keine Zeit für Jetlags, denn früh am Morgen ging es heute wieder los. Wir verliesen Santiago und flogen Richtung Norden in die Atacamawüste. In Calama einer grossen (etwas trostlosen) Wüstenoase, brachten wir ein bisschen Zeit rum, bevor wir uns auf den Weg zur größten Kupfermine der Welt machten. In Chuquicamata stiegen wir in einen grösseren Bus um, damit wir von den riesigen Lastwagen mit einer Kapazitätvon 400 Tonnen auch gesehen werden. Wir schauten in die überdimensionale Mine und Paula erklärte uns einiges zum Kupferbergbau und dem Leben vor Ort. Danach machten wir einen kurzen Stop in Calama und assen ein sehr authntischen Mittag, bevor es nach San Pedro ging, einer kleinen Oase in Mitten der Wüste. Zum Abschluss des Tages durchwanderten wir eine enge Schlucht aus Gestein mit Salzkristallen und schauten wir uns den spektakulären Sonnenuntergang im Valle de la Luna an.

05 Feb. 2009 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Laguna Miscanti
Daniel bei den Flamingos

Vielfältige Wüste

Heute ging es nicht ganz so früh los. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Salar de Atacama. Bei einem kleinen Rundweg bei den Lagunen erfuhren wir einiges über die Geografie dieses Landstrichs. Ausserdem bekamen wir die Flamingos, die in dieser Extreme ihr zu Hause haben, zu Gesicht. Es ging weiter bergauf. In 4350m Höhe bekamen wir dann die Hochlandlagunen zu Gesicht. Die Farben dieser Landschaft sind wirklich beeindruckend und in dieser wundervollen Kulisse hatten wir ein Picknick. Auf dem Rückweg fuhren wir in Toconaao vorbei, wo wir und dei kleine Kirche in der typischen Bauweise ansahen. Ausserdem lernten wir den Unterschied zwischen Lama und Alpaka kennen.

06 Feb. 2009 • El Tatio Geysers - San Pedro De Atacama

Sonnenaufgang bei den Tatiogeisieren
Suzannes kleiner grüner Kaktus

Wellnesstag

Seit Tagen deken wir abends schon: das ist nicht zu toppen. Aber das ist es doch!!! Dafür müssen wir uns allerdings erst quälen. Um 4:15Uhr fuhr der Bus ab und über Strassen, die man in Deutschland kaum als Feldwege bezeichenen würde. Wohin? zu den Tatio Geisiren Bei - 3 Grad konnten wir das Spektakel bei den zahlrichen Geisieren beobachten. Dann ging es weiter durch die faszinierende Wüstenlandschaft. Unterwegs konnten wir immer wieder Vicuñas sehen, aber auch chilenische Nandus, Vizcachas, Flamingos und LamasLetztere probierten einige von uns auch an Spiesschen gegrillt. Mittags gönnten wir uns dann ein erholsames Bad in den Thermalquellen von Puritama. Welch eine Kulisse für ein Thermalbad mitten in der Wüste! Heut Abend geht´s dann noch zur Sternenbeobachtung. Ein Profi wird uns mal genau erklären, was es mit den Sternen am südlichen Himmel so auf sich hat. Und auch heute Abend heisst es wieder: Ein unvergesslicher Tag!

07 Feb. 2009 • Walvis Bay - Antofagasta

Bootfahrt zu den Seelöwen
La Portada bei Antofagasta

Von der Wüste ans Meer

Ein letzter Reisetag durch die Wüste. Von San Pedro de Atacama gelangten wir ungeschüttelt auf glatter Strasse zum Pazifik nach Mejillones. Dort kam Juan mit seinem Ausflugsdampfer (Kapazität 15 Personen inklusive Steuermann und Matrose) angerauscht und es ging auf grosse Fahrt in die Bucht hinaus. Draussen auf den Felsen balgten sich Seelöwen und -bären um die besten Plätze. Die ganz neugierigen schwammen auch schon mal ums Boot herum. Pelikane und Kormorane gab es in Massen und ein paar Pinguine waren auch dabei.

Weiterfahrt Richtung Antofagasta, wo am Felsportal - La Portada natürlich die Pflichtphotos gemacht werden mussten. In Antofagasta angekommen, war es auch schon gleich Zeit fürs Nachtleben. Cocktails zur Happy Hour waren ein netter Abschluss.

08 Feb. 2009 • Valparaíso - Antofagasta

In la Colombina
In den Strassen Valparaisos

Zurück aus der Wüste

Beim Frühstück haben ein paar von uns über den Sinn von Autoalarmanlagen laut nachgedacht, die 2 Uhr und länger die Nacht einen schlafraubenden Lärm machen und es anscheinend niemanden zu stören scheint. Auch nicht die Polizei, die sich direkt nebenan befand. Anschliessend ging es zum Flugahfen und von der Wüste zurück nach Santiago. Max, unser Fahrer für die nächsten Tage holte uns ab und brachte uns über das Küstengebirge nach Valparaiso.

Dort angekommen bezogen wir erstmal unser schönes Hostel, welches wir ganz für uns hatten (qusi eine grosse Familie in einem grossen Haus). Nach einer kleinen Stärkung in einem nahegelegenen Cafë, trafen wir uns mit Gabriel, der uns durch Valpariso führte und uns viel Geschichten und wissenswertes erzählen konnte. Valparaiso, diese zum Unesco Weltkulturerbe gehörende Stadt, mit seinen verwirrenden Gässchen und bunten Häusern, ist nach den vergangenen Tagen in der Wüste ein kompletter Gegensatz. Es gab viel zu endecken und fotografieren. Bei einem gemütlichen Abendessen unter freiem Himmel und Blick auf die Bucht haben wir den Tag ausklingen lassen.

09 Feb. 2009 • Valparaíso

Kleine Pause - Beine baumeln lassen
Alte Kegelbahn in der deutschen Schule

Freier Tag

Heute hatte jeder die Gelegheit die Stadt Valparaiso auf eigene Faust zu erkunden. Es gibt viel zu sehen und die kleinen Strassen bergauf und bergab führen uns zu bezaubernden Orten, immer mit dem Blick auf das Meer. Schon beeindruckend wie die bunten Häuser förmlich an den Hängen kleben.

10 Feb. 2009 • Valparaíso - Santiago de Chile

Bei der Weinprobe
Marko im Schatten der einziegn Palme am Strand ;-)

… Sonne, Strand und Wein im Blut

Nach dem zweiten Frühstück mit echtem Kaffee und farbigem Obstbuffet fuhren wir nach Isla Negra voller Erwartung zu Nerudas "Gerümpelkammer". Zunächst erwartete uns eine wunderschöne Fahrt durch Hügel mit Kieferne und gutriechenden Eukalyptusbäumen und teilweiser Sicht zum Meer. Einen Platz zum photographieren zu finden, war allerdings nicht so einfach. Wir sahen aus der Ferne auch noch den grössten Swimmingpoool der Welt mit seinen 1,5 km.

Im Museum des kommunistischen Dichters konnte man sich nur wundern, wie er sich mit Luxus umgab und allesmögliche sammelte, statt es unters gemeine Volk zu verteilen. Katharina erklärte uns fachkundig was wir beachten konnten, sogar die "chilenischen Äffchen" vorm Fenster.

Nach einem 20-Minuten Quickie am Strand mussten wir das Meer mit seinen Wellen und Surfern wieder verlassen, aber dafür wurden wir mit Empanadas aus der kleinen lokalen Fabrik verwöhnt. Und wir wollten doch zeitig beim Weingut erscheinen. Dort besuchten wir Park, Weinstöcke, den Weinkeller und natürlich auch den Saal fuer die Kostproben. Mehr derselben Sorte gibt es dann bei Netto zu Hause. Auch ein schönes Weinglas wurde uns geschenkt, das wir an Katharina weiterreichten, damit sie bei Gelegenheit eine Familie gründen kann. Hatte sie wirklich nur am Wein genippt? Auf der Rückfahrt verwechselte sie nämlich Taschen mit Flaschen und erzählte uns vom Gerechtsgebäude rechts, das aber links lag. Sie deckte uns aber noch mit guten Tips für den Abend ein und so fanden wir ein nettes Lokal fürs Abendessen, wo es allerdings das Eis zum Nachtisch nirgends zu finden gab.

11 Feb. 2009 • Santiago de Chile

Bei den Kindern vom Casa de los Pinos
Jonglierworkshop im Sozialprojekt

Sozialer Tag und Stadtbummel

Nachdem wir ausnahmsweise mal auschlafen konnten, stellten wir fest, dass alle bis auf Claudia offensichtlich bereits ihr zweites Erdbeben verschlafen hatten. Oder war es vielleicht doch nur der Bus vor der Tuer? Nach dem Fruehstueck ging es eine Stunde lang quer durch Santiago an den Stadtrand zum vi-Sozialprojekt. Bei selbigem handelt es sich um eine Betreuungseinrichtung fuer vernachlaessigte Kinder und Jugendliche, die dort nach der Schule ihre Hausaufgaben machen koennen und waehrend der Sommerferien vormittags betreut werden. Nachdem der Staat unverstaendlicherweise saemtliche Unterstuetzungsgelder fuer Praeventivprojekte gestrichen hat, ist viSozial nun der einzige Unterstuetzer. Der Projektleiter Luis zeigte uns die Einrichtung. Es war beindruckend zu sehen, wie er mit bescheidenen Mitteln fuer die Kinder und Jugendlichen einen Ort der Geborgenheit geschaffen hat. Am Mittwochvormittag stand der Zirkusworkshop auf dem Programm. Nachdem wir uns dabei alle mehr oder weniger erfolglos beim Jonglieren versucht hatten, musste schliesslich Aushilfsartist Philip vom Luxemburgischen Nationalzirkus unsere Ehre retten.

Im Anschluss ging es in das Valle Maipo, wo wir in rustikalem Ambiente gegessen habe. Nachmittags machte sich die Gruppe zunaechst gemeinsam zum Santa Lucia Huegel auf. Nachdem wir diesen bei gefuehlten 35 Grad erklommen hatten, wurden wir mit einem grandiosen Ausblick auf Santiago und die schneebedeckten Berge am Horizont belohnt. Als Belohnung ging es dann im Anschluss in eine Eisdiele. Am Abend wurden wir Chile kurzfristig untreu und haben peruanisch gegessen. Von dort ging es dann direkt zum Busbahnhof. Wer schon immer mal wissen wollte, wie bequem sich wohl die Business-Class im Flugzeug anfuehlt, muss einfach mal in Chile Nachtbus fahren. So stand einer geruhsamen Nacht auf dem Weg nach Pucon nichts mehr im Wege.

12 Feb. 2009 • Pucón

In den Vulkanhöhlen
Die Mutigen

Am Fusse und unter dem Vulkan

Die beiden bemerkenswertesten Dinge am Morgen dieses 11. Reisetages waren, dass wir bei strahlendem Sonnenschein in Pucon angekommen sind (Wir sind in der regenreichsten Region von Chile) und die Nachtfahrt in unserem komfortablen Nachtbus entgegen aller Ankündigungen und Befürchtungen schnarchfrei verlaufen ist. Nach dem Frühstück in unserem Quartier brechen wir zu den Vulkanhoehlen am Fusse des Villarica auf, was uns einen interessanten Einblick in das Thema Vulkanismus usw. bietet. Eine Enttäuschung ist leider, dass die Schokolade in der Schokoladenhöhle nur aus irgendwelchen Eisenverbindungen besteht. Echte Schokolade können wir aber noch im Supermarkt nach dem Abendessen besorgen, wo wir uns für die morgen geplante Vulkanbesteigung mit Proviant eindecken. Nachdem allerdings der Himmel langsam aber sicher zuzieht, sinken die Chancen für diese Unternehmung. Aber morgen früh sehen wir weiter… Einige von uns haben vorsichtshalber schonmal im Vorraus den Abenteuerpegel gesteigert, sind ins Schlauchboot gestiegen und einen doch recht wilden Fluss entlang geraftet.

13 Feb. 2009 • Pucón

Drei LUSTIGE Wandersleut
13 lustige Wandersleut

Träume, Hoffnung und Realität

Gleich nach dem Aufstehen wanderten alle Blicke der Gruppe sofort zum Vulkan. Wir hatten gehofft, heute den Berg bezwingen zu können. Und dann die Realität… dicke Wolken, Nieselregen und vom Vulkan nix zu sehen. So konnten wir unseren Traum begraben in den Vulkankrater hinabzuschauen und auf unserm Hintern wieder ins Tal zu rutschen. Stattdessen standen nun gut zwanzig Kilometer auf Schusters Rappen auf dem Programm, was für eine Alternative!!! Trotzdem stürzte sich die Gruppe nach dem Frühstück voller Elan in die neue Herausforderung.Wir fuhren zum Nationalpark Herquehue, wo unsere Wanderung stattfand. Ziel war die Laguna Verde, dabei war unser Augenmerk auf die Flora und Fauna gerichtet.

Bei unserem Aufstieg auf 1400m war es zeitweise sehr ruhig, nur unterbrochen von monotonen Gestapfe und Gekeuche. Aber die Mühen hatten sich gelohnt, die Laguna Verde lag dann vor uns, umgeben von zahlreichen Araukarien. Am Ufer der Lagune machten wir ein Picknick. Da wir noch nicht müde waren, beschlossen wir weiter zum Lago Toro zu ziehen und von dort den Heimweg anzutreten.

Der Abstieg ging auch wesentlich schneller, so dass wir am frühen Abend im Hostel waren. Da das Hostel über eine eigene Küche verfügte, verköstigten wir uns heute Abend selbst. Dafür stellten sich Alfred und Marko zur Verfügung, die uns Spagetti mit schmackhaften Sossen servierten. Nachdem alle satt waren, war der Abend aber noch nicht zu Ende. Ein mitternächtlicher Besuch der Terme erwartete uns noch als Belohnung für unsere Wanderung, was uns natürlich sehr willkommen war. unsere "Chefin" liess dann im Bad noch zwei Flaschen Wein kreisen, was uns dann so richtig müde machte. Nach diesem langen Tag waren alle froh, endlich im Bett zu liegen, zumal die Nacht versprach sehr kurz zu werden.

14 Feb. 2009 • Puerto Varas - Pucón

Markt in Valdivia
In der Festung von Niebla

Unterwegs…

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es mit dem Bus in Richtung Valdivia. Dort besuchten wir den traditionellen Fischmarkt und fuhren anschliessend mit dem Boot an den Flussufern der Stadt entlang. Eine Stunde später traf die Gruppe bei der Brauerei Kunstmann zum Mittagessen ein. Hier gab es als erstes einen kleinen Kulturschock. Schlagartig kam man sich vor wie im tiefsten Bayern. Es gab schon beinahe deutsches Essen und dazu wurden unsere Ohren mit grauenhafter deutscher Volksmusik gequält. Trotzdem irgendwie ganz witzig, wie die chilenen deutsche Trinkkultur leben.

Nun ging es mit dem Bus weiter Richtung Süden nach Puerto Varas, die Stadt am Llanquihue See, mit dem Vulkan Osorno im Hintergrund, steht auch stark unter deutschem Einfluss. So konnte man im Supermarkt doch tatsächlich Rostocker Export, Lausitzer Apfelmus usw. finden. Zum Abendessen war Selbstversorgung angesagt und der Tag klang bei einer letzten, geselligen Runde im Hotel aus.

15 Feb. 2009 • Ancud - Puerto Varas

Der Vulkan zeigt sich doch noch
Einweihung unseres Hotels in Ancud

Ein neuer Tag im Wunderland

Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus zum Nationalpark Vicente Pérez Rosales. Dort kann man die Stromschnellen bewundern, die der "Fujiyama" Chiles bei seinem letzten Ausbruch entstehen liess. Schon am Parkeingang empfing uns das Getöse und als wir dann letztendlich vor den Wasserfällen standen, waren wir sehr beeindruckt.

Durch einen Märchenwald machten wir uns zurück auf den Weg zum Bus. Der brachte uns dann zur Fähre in Puerto Montt, die uns trotz starken Windes sicher auf die zweitgrösste Instel Südamerikas brachte - Chiloé. Nachdem wir Katja - unser lokaler Guide - bei einer Tankstelle aufgelesen haben, fuhren wir Richtung Castro - zur Hauptstadt der Insel. Katja erzählte uns beherzt jede Menge über die Insel und das leckere lokale Essen. Als sie jedoch unsere verhungerten und verzweifelten Blicke sah, setzte sie alles daran, uns etwas zu essen zu beschaffen.

Also - auf zum Volksfest. Leider schüttete es bereits, aber das konnte uns nicht stoppen - immerhin gab es da etwas zu essen!! Mit vollem Magen bewunderten wir Alfred beim traditionellen "Apfelverprügeln" und liessen uns den Most schmecken. Nach diesem vergnüglichen Intermezzo besichtigten wir noch die Holzkirche in Castro welche zum Weltkulturerbe zählt. Auf der Fahrt zu unserem Hotel - dessen erste Besucher wir sind - hatten wir besonders Glück: wir sahen den perfekten Regenbogen. Nach einem herzlichen und kulinarischen Empfang liessen wir den Abend gemütlich bei Melone mit Wein ausklingen.

16 Feb. 2009 • Ancud

Spaziergang am Pazifik
Im Regen bei den Ruinen von Agüi

I´m singing in the rain

Endlich ausschlafen! Nach den letzten zum teil anstrengenden Tagen mussten wir heute erst gegen 9:30 Uhr los. Leider hat der Wettergott für heute auf Chiloé regen geplant und so blieb es den ganzen Tag über stark bewölkt, windig und regnerisch. Das tat unserer guten Laune aber keinen Abbruch. Zu beginn standen zwei kleine Festunganlagen auf dem Programm. Zum einen San Antonio, hier in Ancud, zum anderen Agüi auf der benachbarten Halbinsel. Diese steuerten wir sogleich an.

Katja versorgte uns auch heute wieder mit viel Information zu Land und Leute. So waren die einzelnen Fahrten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit kurzweilig. Die Festung Ahui wartete mit einer beiendruckenden Aussicht auf. Die tobende See lag uns zu Füssen und vermittelte uns das Gefühl, wie schwierig es wohl damals gewesen sein muss, mit Segelschiffen das Gewässer bei diesem Wetter zu befahren. Zum schmunzeln brachte uns dann ein Mann, der in gelber Regenjacke mit einer Machete bewaffnet den zugewachsenen Durchgang zwischen Parkplatz und Festung gekonnt zurecht stutzte. Ein freundliches Hola unsererseits wurde durch ein mürrisches Gebrumme beantwortet. Bloss weg hier ;-)

Trotz starkem Regen und Wind beschlossen wir, einen ausgedehnten Spaziergang am Starnd zu machen. Dabei konnten wir die hier typischen Algen bewundern, die an den Strand gespühlt wurden und höchst seltsam aussahen. Meterlang mit vielen Tentakeln ausgestattet, wären sie herforragend dazu geeignet, für einen Horrorfilm als abscheulische Kreaturen herzuhalten. Es gab aber auch Muscheln und vielfarbige Steine zu bestaunen, die den kilometerlangen Strand säumten. Viel von uns haben die Gelegeheit genutzt sich mit Souyvenirs einzudecken. Um die Marschgeschwindigkeit zu erhöhen, haben einige mit ausgestreckten Armen den Rückenwind bestmöglich eingefangen. Der alberne Gang erinnerte sofort an Pinguine. Besonders geschickt waren dabei Alfred und Philip.

Nach gut anderthalb Stunden machten wir uns dann auf den Weg zum verspäteten Mittagessen. Wir erreichten eine wunderschöne Bucht, wo sich die Wellen imposant aufbauten, um dann gegen die Felsen zu brechen. Wir erblickten sogar eine Miniportada, die der bei Antofagasta recht ähnlich sah. Zum essen hatten die meisten von uns Curanto vorbestellt. Bei Curanto handelt es sich um eine ganz spezielle Speise. Diese wird in einem Erdloch zubereitet. Im Grunde genommen werden Muscheln, verschiedene Fleischsorten und kartoffelpufferartige Stücke übereinander geschichtet und mit Nalcablättern abgedeckt. Heisse Steine sorgen schliesslich für das Garen. Da Curanto im freien zubereitet wird und das Wetter doch kühl war, wurde das Essen leider eher kalt serviert. Der abschliessende Murta-Schnaps wärmte uns dann aber von Innen.

Die geplante Bootsfahrt zur Pinguininsel fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Die stürmische See machte die Faht unmöglich. Stattdessen bekamen wir von Katja eine Kurzeinführung zum Thema Pinguine. Danach ging es heimwärts. Im Hotel angekommen konnten wir unsere nassen Kleider trocknen und versorgten uns später im Stadtzentrum mit allem Nötigen für einen gemütlichen Abend im Hotel. Bei Kaminfeuer und dem ein oder anderen Gläschen liessen wir es uns gut gehen…

17 Feb. 2009 • Ancud - Villa Cerro Castillo

Vor unserem Hotel in Ancud
Armes, leckeres Lamm

Stranden bei Mary

Nach einem Gruppenfoto mit dem Hoteledirektor verliessen wir die Insel Chiloe und machten, bevor wir den Flughafen erreichten, noch einen kleinen Abstecher zu den Marktständen von Puerto Mont. Jeder konnte sich noch mit warmer, Landestypischer Kleidung für die Weiterreise in den kälteren Süden eindecken. Dann ging es per Flugzeug nach Balmaceda. Das zum Mittagessen im Flugzeug erhaltene Bonbon konnte leider nicht ganz über das schlechte Wetter was uns hier erwartete hinwegtrösten. Die Stimmung hellte sich aber wieder schlagartig auf, als wir in einem lokalen Supermarkt nach etwas Essbarem suchten. Das Hauptgeschäft dieses mittelalterlich wirkenden "Tante Emma" Ladens bestand eher aus dem Reissverschlussverkauf. Nachdem wir uns dann doch mit ein paar Chips gestärkt hatten, konnten wir unsere Reise auf der "Abenteuerstrasse" Carretera Austral endlich beginnen. Hier bahnten wir unseren Weg vorbei an überfluteten Tälern und Reissenden Flüssen sowie Wasserfällen bis wir dann sicher unsere Unterkunft für heute Nacht, bei Mary, erreichten. Nun erwartete uns bei Loreto ein echtes Patagonisches Grillen. In dieser gemütlichen, familiären Atmosphäre genossen wir unser Lamm und liessen den Abend langsam ausklingen.

18 Feb. 2009 • Villa Cerro Castillo

Hoch zu Ross
Ausspannen bei Mary im Wohnzimmer

Gehofft, gebangt und Glück gehabt

Auf Grund der Grosswetterlage war heute Ausschlafen angesagt. Zur Freude aller hat es in der Nacht aufgehört zu regnen. Als wir nach dem Frühstück so gegen 10:30 Uhr auf den Rücken der Pferde platz genommen hatten, liess sich auch die Sonne sehen und wir hatten den ganzen Tag schönes Wetter. Unser Ausritt führte und zu verschiedenen Aussichtspunkten, von denen aus wir Blicke auf die wunderschöne Bergwelt Patagoniens werfen konnten. Leider haben die Wolken den Blick auf den Cerro Castillo versperrt.

Zur Belustigung aller konnten wir uns während des Ausritts vom guten Funktionieren der Verdauungsorgane unserer Pferde überzeugen. Durch die starken Regenfälle der letzten Tage, war die Strasse nach Puerto Guadal leider nicht passierbar, so das wir heute noch eine Nacht bei Mary in Cerro Castillo bleiben durften. Nach einem Abstecher zu den bemalten Felswänden aus prähistorischer Zeit hat uns unserer Fahrer Sergio ein leckeres Mittagessen in Cerro Castillo organisiert, anschließend haben wir noch das örtliche Museum besucht. Dabei haben wir erfahren, dass wir beim gestrigen Abendessen wohl auch die Hoden des Lamms verspeist haben. Mahlzeit! Den Rest des Tages haben wir bei Mary mit Postkarten schreiben, lesen und Karten spielen verbracht.

19 Feb. 2009 • Puerto Guadal

Aussicht auf den General Carrera See
In den Marmorhöhlen

Abenteuer Carretera Austral

Nach einem unvorhergesehenen Reifenwechsel am Morgen, zum Glück noch vor der Abfahrt, konnten wir unbeschwert starten. Auf der Schotterpiste fuhren wir holpernderweise gen Süden. Unzählige Fotostops waren notwendig, um spektakuläre Aussichten zu digitalisieren oder einfach zu geniessen: Berge, schneebedeckte Gipfel rundherum, rauschende Bäche, ab und zu mal ein Wasserfall und über allem der wilde patagonische Wolkenhimmel. In Puerto Tranquilo am Lago General Carrera wechselten wir für zwei Stunden das Gefährt und stiegen um aufs Boot, um die Marmorhöhlen zu besichtigen. Der See zeigte sich von der besten Seite, türkisblau bis smaragdgrün glänzte er in der Sonne und mit dem Panorama rundherum war es grossartig, abhängig von der Fahrtrichtung allerdings auch ziemlich nass. In Puerto Guadal erwartete uns eine idyllisch gelegene Unterkunft mit Hütten am See in der Einsamkeit und wir fanden es alle sehr schade das der freie Tag hier ausfallen musste.

20 Feb. 2009 • Puerto Guadal

In Puerto Guadal
Aussichtspunkt

Unterwegs auf vier Rädern

Juhu, endlich noch einmal ausschlafen - oder wahlweise die traumhafte Landschaft und Umgebung unserer Unterkunft geniessen, so dachten wir als der Abfahrtstermin auf 10:30 Uhr festegelegt wurde. Die Rechnung mit dem Ausschlafen ging für einige von uns nicht auf, da ein morgentlicher Hahnenkrähkampf von Nord- und Südhahn den süssen Träumen mancher Mitreisenden ein abruptes Ende setzte. Schließlich ging es los, zurück über die Schotterpiste von Pt. Guadal Richtung Coyhaique. Wie am Vortag konnten wir schneebedeckte Berge und smaragdgrüne Seen geniessen. Unterwegs legten wir noch einen kurzen Stop am Nationalpark Cerro Castillo ein. Dort hatten wir eigentlich ein Speeddating mit einem Huemul (Andenhirsch), aber dank der berühmt, berüchtigten chilenischen Viertelstunde haben wir uns irgendwie verpasst und so ging es ohne Hirschsichtung weiter bis zu unserem Ziel Coyhaique.

21 Feb. 2009 • Coyhaique

Wanderung im Cohaique-Nationalpark
Vorbereitung fürs Trekking. Und wer nimmt die Dose

Von Nordpatagonien ans Ende der Welt

Heute trafen wir noch einige Vorbereitungen für unsere Wanderung im National Park Torres del Paine. Alle die Lust hatten gingen am Morgen im Nationalpark Cohaique wandern üben, um sich schonmal in Form zu bringen. Sergio unser Fahrer übernahm diesmal die Führung zu Fuss und zeigte uns den Park bei seiner Heimatstadt. Danach tätigten wir unseren Grosseinkauf in Cohaique und deckten uns mit Verpflegung für die nächsten Tage ein. Mit Tüten bepackt, die ins Handgepäck mussten fuhren wir zum Flughafen nach Balmaceda, verabschiedeten uns von Sergio und von der Carretera Austral und flogen bei leider bedecktem Himmel über die Inlandeisfelder bis nach Punta Arenas an der Magelanstrasse.

Von dort aus ging es gleich weiter mit dem öffentlichen Bus in die 3 Stunden entfernte Kleinstadt Puerto Natales, die Ausgangspunkt für unser Trekkingabenteuer sein sollte. Bei Nancy und Familie in deren Hostel wir nächtigten, wartete noch eine Portion Pizza und ein Bier auf uns. Wir verteilten die Verpflegung und packten unsere Ausrüstung für die nächsten Tage in die Rucksäcke und sahen zu, dass wir noch eine Mütze Schlaf abbekommen, um am anderen Tag gestärkt unsere Wanderung anzutreten.

22 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Die Gruppe noch vereint vorm Torres del Paine
Zehn lustige Wandersleut - Gleich gehts los!

Trennung und Aufbruch

Trennung und Aufbruch Nach dem Frühstück ging es los zum Torres del Paine Nationalpark. Nach drei Stunden Busfahrt inkusive einiger Fotostopps um Torresgebirge(leider keines der zahlreichen Guanakos) abzulichten, kamen wir bei Sonennschein dort an. Bei der Hosteria - Los Torres hiess es dann Abschied nehmen von Olaf, Marko und Dirk, die lieber zum Perito Moreno Gletscher fahren wollten. Schnell noch ein Gruppenfoto und dann ging es auch schon mit Campingausrüstung und Verpflegung für die nächsten drei Tage los! Kaum das wir aufgebrochen waren, kamen die ersten Wolken und es dauerte auch nicht lange und die ersten regentropfen fielen. Mit Regenschutz blieb aber alles trocken und so rackerten wir uns ca.2 Stunden den Berg zu unserem ersten Ziel- dem Campamento Chileno hinauf. Danke der schönen Aussicht kam uns der Rucksack (noch ;-) ) nicht so schwer vor. Am Chileno angekommen, erfuhren wir, dass der Camping Italiano, wo wir die zweite Nacht campen wollten, geschlossen war. Nach einer kurzen Beratung waren sich aber alle einig, dass wir trotzdem zum nächsten Camp wandern wollen, um die Möglichkeit zu haben, am nächsten Morgen den Sonnenaufgang an den Torres zu sehen. Der Regen hatte zum Glück aufgehört und so ging es für ca. 1 Stunde weiter bergauf.

Wie wir oder zumindest ein Teil der Gruppe feststellte, macht auch deutsche Prominenz Urlaub in Patagonien. Denn als wir vom Chileno weggingen, kam uns Bruno Führmann entgegen. Allerdings schien es nicht so, als ob er campen würde. :-) Am Torres-Camp angekommen, hiess es: Schlafplatz sichern, Zelt aufbauen und Essen kochen. Es gab Nudeln mit roter Sauce und zum Nachtisch als Belohnung Pisco Sour. Danach verkrochen sich alle in ihre Zelte, da die Temperaur und der Wind da oben ziemlich unangenehm waren.

Hier der Bericht von Olaf, Marco und Dirk, die nach Argentinien fuhren, um sich den Perito Moreno Geletscher anzuschauen.: Tag 1- Nachdem wir uns von der Gruppe getrennt hatten, fuhren die " 3 lustigen Wanderleut" Richtung Grey- Gletscher mit japanischen Fotostops. Als wir auf dem Boot waren, überraschte uns lausiges Wetter, das am Gletscher der Sonne weichen musste. Mitleidige Blicke und Gedanken wanderten Richtung Paine-Massiv, wo wir den Rest unserer Gruppe wussten. Nach der Bootsfahrt gings zügig zurück nach Puerto Natales. Zum Abendessen überlegten "überlegten" wir aus Solidarität kurz, ob wir Spagetti essen sollten … wir entschieden uns dann aber für ein handfestes Abendmahl mit einem kühlen Blonden!

23 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Trautes Heim
Pause muss sein

Über Stock und Stein vs. über die Grenze

Der Bericht für unsere Wanderung kommt bald.

Was bei Olaf, Marko und Dirk geschah: Tag 2 - Gegen 8:30 Uhr stiegen wir in den Bus nach Calafate, wo wir gegen 15 Uhr ankamen. In dem Touristenort haben wir den Tag mit einem Stadtbummel und einem zünftigen argentinischen Steak ausklingen lassen.

24 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Unser Ziel - der Greygletscher
"3 lustige Wandersleut" am Perito Moreno Gletscher

Tag der Gletscher

Am morgen stackten 13 muntere Camper für den dritten Wandertag zwischen 9 und 10 Uhr los. Jeder mit etwa 15 kg auf dem Rücken, noch nicht erwähnend was 9-10 Stunden Wanderung ausser Blasen und Schulterschmerzen bringen würden. Wetter war gut, erste gemeiname Pause beim geschlossenen Italiano-Camp. Die nächsten 2 Stunden wandern bei starkem Gegenwind - eine erste ernste Herausforderung. Einige wurden vom Weg geblasen oder liefen ihren Kopfbedeckungen nach. Laut Ranger betrug die Windstärke mehr als 80 Stundenkilometer. Den meisten brannten die Fussohlen, Schultern und Waden schon mächtig, aber wir mussten weiter. Die Schritte wurden schwerer und schwerer aber Aussichtspunkte belohnten uns mit dem ersten, herrlichen Blicken auf den Greygletscher. Erschöpft kamen alle an und freuten sich nach 2 Tage Spagetti-campingkocherspeisen auf eine ihnen liebevollmzubereitetes 3 Gängemenu vom Rastaman bei Reggaemusik serviert. Dann alle schnell, total erschöpft ins Zelt und schon fielen die ersten nächtlichen Regentropfen.

…und in Argentinien: Tag 3 - Gegen 9 Uhr brachen die " 3 lustigen Wandersleut" mit unserem Fahrer Mario und unserer heutigen Reiseleiterin Carolina bei strahlendem Sonnenschein zum Perito Moreno - Gletscher auf. Wir schritten die Besucherterassen ab und konnten zahlreiche und spektakuläre Ausblicke auf den gigantischen Gletscher werfen. Anschliessend fuhren wir ca. 1 Stunde auf dem Lago Argentino dierkt an die 50 bis 60 Meter hohe Abbruchkante des majestätischen Gletschers. Während der ganzen Zeit krachte, rumorte und donnerte das Eis und brach unter lautem Getöse in den Argentino-See. Auf der Rückfahrt nach El Calafate freuten wir uns für den Rest der Gruppe, als wir einen Blick auf das entfernte, wolkenfreie Paine-Massiv werfen konnten. Der Tag klang wie es sich gehört wieder mit argentinischem Steak einem kühlen Blonden und zeitgleichem Schreiben dieses Reiseberichts aus.

25 Feb. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Geschafft! Die glücklichen Wanderer
Den Grey-Gletscher bezwingende Icetrekker

Gletscherbezwinger wieder vereint

Irgendwie steckte jedem von uns die Kombination aus 50 km Wandern und drei Nächten Camping in den Knochen. Zumindest sahen wir an diesem Morgen alle nicht mehr so ganz fit aus. Nach dem Frühstück besserte sich unser Zustand jedoch ein wenig, so dass wir zum letzten Highlight unseres Besuchs im Torres del Paine Nationalpark aufbrechen konnten - dem Eistrekking auf dem Greygletscher. Zum Glück mussten wir unsere Rucksäcke nur ein kleines Stück zum Boot tragen. Viel weiter wären wir mit unserem Muskelkater wohl auch nicht mehr gekommen. An Bord wurden wir von unserem Tourguide begrüßt, der vom Aussehen her Reinhold Messner alle Ehre machte. Die Bootstour führte an Eisbergen vorbei, die der Gletscher vor Kurzem in die Fluten des Sees entlassen hatte. Die Eisberge wurden immer größer, während wir uns auf dem Boot immer kleiner vorkamen, je näher wir dem Gletscher kamen. Am Fuße desselben angekommen, zogen wir dann unsere Ausrüstung an und es gab eine kurze Einweisung. Geradeauslaufen mit flachen Schritten, den Hang aufwärts - wahlweise im Entengang, auf Französisch oder Deutsch - seitlich am Hang lang, und in der Klohocke den Hang wieder runter. Sah eigentlich ganz einfach aus. Jetzt musste man nur noch vermeiden, dass man sich mit den Steigeisen auf die Füße trat oder den Eispickel in den Bauch bekam. Und da war ja noch der Muskelkater - aber das hatten wir ja bereits. Auf den ersten 10 Metern der Tour durften wir sämtliche soeben gelernten Schritte gleich ausprobieren. Die Mühe wurde jedoch mit einem spektakulären Ausblick inklusive eines Regenbogens belohnt. Danach ging es kreuz und quer über den Gletscher, wo wir in Gletscherspalten schauten, Höhlen sahen und vieles über die Entstehung des Eises lernten. Nach circa zwei Stunden ging es dann zurück zum Boot, das sich kurze Zeit darauf mitten auf dem See mit dem Ausflugsdampfer traf, der uns wieder zurück an Land bringen sollte. Als wir mit unseren großen Wanderrucksäcken an Bord kletterten, wurden wir von den Pauschaltouristen angeschaut, als würden wir von einem anderen Stern kommen. Wenn die wüssten, was sie verpasst haben! Mit einem Glas Pisco Sour on the Glacier in der Hand konnten wir noch einmal das tolle Panorama des Nationalparks genießen. Wieder an Land ging es dann mit dem Bus nach Puerto Natales, wo wir uns am Abend mit den "Argentiniern" über unsere Erlebnisse austauschten.

26 Feb. 2009 • Puerto Natales - Punta Arenas

Abschiedsessen in Punta Arenas
Übriggebliebene Pinguine, die noch nicht die Reise

Mit den Pinguinen nach Brasilien?

Nach einem guten Frühstück stand erst einmal eine lange Busfahrt nach Punta Arenas auf dem Programm. Dort angekommen haben wir zum letzten Mal ein neues Hostel bezogen, anschließend hat uns Katharina auf einem kurzen Stadtrundgang über Punta Arenas informiert und etwas über die Entstehung und Geschichte der Stadt erzählt. Nun hatte jeder noch etwas Zeit um letzte Andenken und Souvenirs zu besorgen und ein kleines Mittagessen einzunehmen. Ein Großteil der Gruppe folgte Katharinas Empfehlung und hat die besten Hotdogs der Stadt gegessen. Die "Chefin" hatte nicht geschwindelt, sie waren wirklich super. Am späten Nachmittag stand unser letzten Ausflug auf dem Programm. Ziel war der beeindruckende Friedhof von Punta Arenas und das Pinguinreservat Seno Otway. Den Friedhof haben wir recht schnell hinter uns gelassen, da wir wohl alle selber noch recht viel Zeit auf einem Friedhof verbringen werden! Im Pinguinreservat waren leider nur noch sehr wenige Pinguine zu sehen, da die Brut,- und Aufzuchtszeit sich schon dem Ende neigte. Die meisen Tiere waren schon auf dem Weg in wärmere Gefilde. Die noch verbliebenen waren nicht gerade Freunde des Bewegungssports. Nachdem wir wieder in Punta Arenas angekommen waren, lud uns Katharina und viventura noch zum Abschiedsessen ein. Sehr große Belustigung kam beim lesen der auf deutsch übersetzten Karte auf. Die Auswahl war nicht groß, das Essen aber hervorragend. Anschließend haben wir noch die Nacht, in zwei Bars und im Hostel, zum Tag gemacht. Leider war auf der Tour nach Brasilien kein Platz mehr für uns, sodas wir wohl morgen alle nach Hause fliegen müssen. Schade!!!!!!!!!!!

27 Feb. 2009 • Frankfurt - Punta Arenas

Abschiedsfoto am Flughafen
Alfred mit der Reiseleitermütze

Aller Abschied fällt schwer

Der letzte Tag unserer gemeinsamen Reise bricht an. Etwas durchnächtigt fuhren wir zum Flughafen in Punta Arenas und erfuhren, dass wir noch etwa zwei Stunden länger unsere Nase in den patagonischen Wind halten konnten, denn unser Flugzeug hatte Verspätung. Wir nutzten die Zeit, um schonmal etwas Schlaf nachzuholen oder noch eine Runde Skat zu spielen. Dann stand uns die letzte Etappe unserer Reise in Chile bevor. Wir flogen über die Inlandseisfelder, vorbei am Torres del Paine, Chiloe, hatten Sicht auf den wieder ausgebrochenen Vulkan Chaiten bis wir noch einmal in mit einer Smogwolke bedecktem Santiago landeten.

Nun hiess es Abschied nehmen von Katharina, die uns auf dieser Reise durch dieses einzigartige und wunderschöne Land begleitet hatte. Mit vielen Eindrücken und Erinnerungen im "Gepäck" bestiegen wir das Flugzeug, dass uns in heimatliche Gefilde brachte. Ein letzter Blick auf die Stadt, wo wir unsere Reise begannen. Nos vemos!!!!!!!