Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

27 Dez. 2008 • Frankfurt

**Vom Winter in den Sommer**

Vom Winter in den Sommer

Heute ging es für die Gruppe los ins Abenteuer. Mit LAN Chile flog sie von Frankfurt über Madrid weiter nach Santiago de Chile. Die Chilenische Hauptstadt sollte planmäßig am nächsten Morgen erreicht werden. Guten Flug!

28 Dez. 2008 • Santiago - Santiago de Chile

Cerro San Cristobal
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Citytour, Willkommenessen

Buenos Dias Chile, hier sind wir! Wir haben den langen Flug auf uns genommen, um deine Naturschönheiten kennen zu lernen. Der Blick vom Flieger auf die Anden war beeindruckend. Dieses gewaltige Gebirgsmassiv mit seinen Sechs- und Siebentausendern präsentierte sich im Schein der aufgehenden Sonne und man konnte die geologischen Besonderheiten wie aus dem Lehrbuch bewundern. Am Flughafen nahm uns Nelson, unser Reiseleiter, in Empfang. Wir fuhren zunächst zum Hotel, um unsere Koffer einzulagern (die Zimmer waren um diese Zeit noch nicht bezugsfertig) und auf ging’s zur Sightseeing. Santiago, die Hauptstadt präsentierte sich für uns in ihrem ganz speziellen Flair. Wir sahen den Präsidentenpalast, flanierten durch die Einkaufspassagen und als der Kleine Hunger kam, haben wir leckere Sandwiches (Churrascos) gegessen, mit Messer und Gabel (!). Am Nachmittag fuhren wir zum Cerro San Cristobal, dem 880m hohen Hausberg Santiagos. Von hier präsentierte sich die Stadt aus der Vogelperspektive. Normalerweise hängt eine Dunstglocke über der Stadt, doch extra für uns war das Wetter so gnädig und ließ ein leichtes Lüftchen wehen, so dass wir recht ansehnliche Fotos machen konnten. Über mehrere Treppen gelangten wir zu der 36m hohen Marienstatue. Mit der Standseilbahn ging es dann wieder talwärts. In einem Lokal spendierte uns Nelson Pisco Sauer, das Nationalgetränk der Chilenen, total lecker, doch es hat auch ein paar Umdrehungen in sich… Abends dann ein gemeinsames Essen mit Katha, Marlena und Mathias vom Viventura-Büro. Wir hätten durchmachen können, weil für den nächsten Tag 4:30 Uhr Wecken angesagt war und das Schlafengehen nicht wirklich lohnte, doch trotzdem entschieden wir uns für dass Bett, weil uns allen der lange Flug noch in den Knochen saß.

29 Dez. 2008 • San Pedro De Atacama - Santiago de Chile

Valle de la Luna
Vulkan Licancabur

Kupfermine, Sonnenuntergang im Mondtal

Die Wüste lebt, denn wir sind jetzt da. Aber noch eine Menge anderer Leute überleben in dieser unwirtlichen Landschaft. Es war wolkig, als in wir in Calama landeten. Ernan, unser Fahrer für die nächsten Tage, holte uns ab und wir fuhren zur Kupfermine Chuquicamata. Wir stiegen noch einmal um in einen Bus und Paula von der Bergbaugesellschaft Codelco zeigte uns zunächst die Bergarbeitersiedlung. Von einer amerikanischen Firma aufgebaut, sieht sie aus wie aus einem Western. Heute ist das eine Geisterstadt. Die Bergleute wurden wegen der Umweltbelastung nach Calama umgesiedelt. Die Kupfermine ist das größte Loch der Welt. 4,3km lang, 3km breit und fast 1000m tief. Riesenlaster karren das Mineral zur Schmelze, es ist beeindruckend. Paula wünschte uns noch, dass wir diesen wolkigen Tag genießen sollten. Aber wir wollten doch die gnadenlose Sonne in der Wüste erleben! Deswegen sind wir hier! Und wir sollten noch recht bald Gelegenheit dazu bekommen. In Calama konnten wir uns davon überzeugen, dass Empanadas vortrefflich schmecken, bevor wir nach San Pedro de Atacama aufbrachen. Nach einen Fotostop am Valle de la Luna rückten wir in unser Hotel das Thaka Thaka ein. San Pedro ist eine verschlafene Wüstenstadt mit einstöckigen Lehmgebäuden im ganz eigenen Stil. Es gibt hier eine Menge Läden, die Kunstgewerbe anbieten, Stricksachen, Schmuck usw., alles hier vor Ort angefertigt. Es ist nicht der übliche Touristenkitsch, der sonst überall in der Welt angeboten wird. Am Nachmittag brachen wir auf zum Valle de la Luna, der seinen Namen völlig zu Recht trägt. Hat man nicht hier die Mondlandung aufgenommen? Es sieht jedenfalls so aus. Das Valle de la Muerte steht dem aber nicht nach. Auch hier erwarteten uns fantastische Fotomotive. Wir wanderten durch das Valle de la Muerte und beobachteten Sandsurfer. Der Höhepunkt des Tages war der Sonnenuntergang im Valle de la Luna. Wir konnten Fotos der Superlative schießen. Die ersten Speicherkartenprobleme wurden diskutiert. Und um diesem noch eins draufzusetzen, hat uns Nelson mit Pisco Sauer und Pisco Mango überrascht. Unser Abendessen in einem Restaurant in San Pedro de Atacama begleitete eine Folkloreband von hier mit Livemusik. Die Jungs machten Ihre Sache gut.

30 Dez. 2008 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

**Hochlandlagunen, Flamingos,
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Hochlandlagunen, Flamingos, Lamas, Salzsee

Heute konnten wir fast ausschlafen. Wir trafen uns erst halb acht zum Frühstück, waren alle pünktlich, doch das Frühstück dauerte … Erstes Ziel Salar de Atacama, der Salzsee. Naturkräfte haben hier bizarre Salzformen hinterlassen. Wir lernten einiges über die Entstehung des Sees, der Flora und Fauna in dieser Gegend kennen. Beeindruckend waren die Flamingos. Ihr wunderschönes Gefieder spiegelte sich im Wasser und rief die Hobbyfotografen auf den Plan. Und weiter ging es. Ernan gab alles und jagte über die Schotterpisten. Zunächst hielten wir in einem kleinen Dorf, wo wir uns umschauten. Doch bald ging es weiter zu den beiden Lagunen Miscanti und Miniques in 4.350 Metern Höhe. Hier in diesem wundervollen Ambiente gab es ein Picknick. Die beiden Lagunen faszinieren uns in ihrem leuchtenden Türkis und verführten uns dazu, die Speicherkarten noch mehr zu strapazieren. Ein Fuchs lief uns auch über den Weg und die Andenmöwen kreischten genau so wie unsere Möwen zu Hause.

31 Dez. 2008 • El Tatio Geysers - San Pedro De Atacama

Tatio Geysiren
Vicuna

Geysiren, Vicunas & Viscachas

Abfahrt vier Uhr. Das Aufstehen fiel uns schwer, doch sollte es sich lohnen. Ernan fuhr wieder, als wäre der Teufel hinter ihm her. Unterwegs hielten wir kurz an, um die Sterne zu bewundern. Den Baustein „Sternenbesichtigung in der Atacama“ am heutigen Abend wollten wir unserer Sylvesterfeier opfern. Gegen sechs kamen wir in El Tatio an. Es war eisigkalt. Wir hatten gut daran getan, uns an Nelsons Anweisungen zu halten und uns dick einzumummeln. Als wir ankamen, war es noch dunkel, doch mit zunehmender Helligkeit wurden die Dämpfe der heißen Quellen sichtbar. Es brodelte im ganzen Tal. Kurz vor Sonnenaufgang schossen dann einzelne Geysire in die Höhe. El Tatio soll mit seinen 4300 Höhenmetern das höchstgelegene Geysirfeld der Welt sein. Wir frühstückten und dann ging die Sonne auf und wärmte unsere klammen Knochen ein wenig. Was dann folgte, war eine Fotosafari der Extraklasse. Nelson kannte die geheimen Plätze wo sich der Vizcacha eine Art Hase mit langem Schwanz zum Sonnenaufgang zeigte. Wir sahen Guanos, Lamas, allerlei Entengetier, Flamingos und einen Nandu. Am Abend ist Silversterfeier angesagt …

01 Jan. 2009 • Valparaíso - San Pedro De Atacama

Valparaiso
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Viña del mar - Valparaiso

Die Nacht war etwas kurz. Wir hatten für uns eine kleine Silvesterfeier organisiert, Fleischspiesse selbst gemacht, gegrillt und vier Stunden später als unsere Leute in Deutschland das Neue Jahr begrüßt – natürlich nicht mit Sekt sondern mit Pisco Sour. Nach einem Flug im Sonnenschein, auf dem sich uns der Aconcagua mit seinen knapp 7000 Metern der höchste Berg Amerikas in voller Grösse präsentierte, wurden wir von unserem Fahrer Juan mit dem Bus in Santiago de Chile abgeholt und wir fuhren Richtung Küste. In Viña del Mar erlebten wir erst einmal einen Kulturschock. Von der Stille der Wüste kamen wir in das Getöse der Stadt. Es war Neujahr, die Leute stapelten sich buchstäblich am Badesstrand und die Reinigungkolonnen waren dabei, den Dreck der letzten Nacht zu beseitigen. Zu Silvester ist in Valparaiso jedes Jahr ein großes Feuerwerk (private Feuerwerkskörper sind in Chile verboten) zu dem die Leute in Scharen gepilgert kommen. Und so hat sich uns dann auch Valparaiso nicht gerade von seiner besten Seite präsentiert. Überall Schmutz und Glasbruch und wir wurden bei unserem Stadtrundgang von einem ekelhaften Uringestank begleitet. Da war eine Menge 4711 notwendig um diesen los zu werden. Unsere Pension befand sich in einem 100 Jahre alten Haus. Unsere Zimmer waren wunderschön, Stuckdecke und Möbel wie aus dem Museum. Sieht man mal von dem Silvesterdreck ab, ist Valparaiso eine interessante Stadt. Wie bunte Schachteln sitzen die kleinen Häuschen auf den Hügeln. Nicht umsonst gehört Valparaiso zum Weltkulturerbe.

02 Jan. 2009 • Valparaíso - Santiago de Chile

**Isla Negra - Auf den Spuren
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Isla Negra - Auf den Spuren Pablo Nerudas

Am heutigen Tag stand Isla Negra auf dem Programm. Dort befand sich der Wohnsitz von Pablo Neruda, dem bedeutendsten Dichter Chiles. Die meisten von uns hatten sich schon im Vorfeld mit dem Nobelpreisträger Neruda befasst. Doch hier gab es eine Menge neue Informationen. Das Haus ist zum Teil wie ein Schiff angelegt, aber es soll auch das Land Chile darstellen. Im Anschluss daran fuhren wir an einen schönen Badestrand (kein Vergleich mit del Mar vom Vortag) und nahmen ein Bad im Pazifik. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Am Abend aßen wir gemeinsam in einem spanischen Restaurant. Unser Hotel befindet sich im Ausgehviertel Santiagos. Da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, den Tag ausklingen zu lassen und die Menschen zu beobachten.

03 Jan. 2009 • Santiago de Chile

**Reisebericht - ZM Cajon de M
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Reisebericht - ZM Cajon de Maipo

Heute stand der Cajon de Maipo auf dem Programm. Eine ruhigere sowie eine aktivere Variante standen zur Auswahl. Während ein Großteil der Gruppe den ruhigeren Ausflug genoss, wagten sich zwei an die aktivere Tour: „Morgens um 7:00 Uhr, während alle anderen noch in den Betten lagen und schliefen, wurden wir von Francisco, unserem Guide für die heutige Tour, direkt im Hotel abgeholt. Sogleich begann unser Trip Richtung Cajon de Maipo. Gen Osten fahrend, ließen wir die 6-Millionen-Metropole am frühen Samstag morgen schnell hinter uns und näherten uns mit großen Schritten den immer größer werdenden Anden. Wir überquerten den Rio Maipo und genossen die ersten Einblicke in das vom Weinbau geprägte Talinnere. Die ehemalige Eisenbahnlinie (Beginn 20. Jahrhundert) erlebten wir hautnah mit einer Fahrt durch einen Eisenbahntunnel mit dem Jeep und der Besichtigung einer alten Dampflok und deren Waggons. Zügig ließen wir die letzten malerischen Dörfer hinter uns und betraten eine 57 km lange Schotterpiste, die uns tief in den Cajon de Maipo hineinführte. Der Weg bis an die Thermalquellen im Valle de Yeso (2900 m Höhe) war geprägt von Wasserfällen, einem Stausee sowie tollen Ausblicken auf die 6000 m hohen Anden. Nach einem kurzen und intensiven Bad in den Quellen machten wir uns zu einer 2-stündigen Wanderung auf, die uns bis auf 3000 m Höhe und bis ans Ende des Tals führte. Zurück bei den Quellen verwöhnte uns Francisco vor traumhafter Kulisse mit Leckereien vom Grill, gekrönt mit einem Pisco Sour. Nachdem wir das Herz der Anden hautnah miterlebt hatten, mussten wir uns leider schon auf den Rückweg machen. Nach zahlreichen Fotostopps erreichten wir gegen 18:30 Uhr glücklich, aber auch ein wenig k.o. das Hotel in Santiago! Vielen Dank Francisco für den tollen Tag!

04 Jan. 2009 • Punta Arenas - Santiago de Chile

Magellan Pinguine
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Flug nach Patagonien…

Wir haben uns daran gewöhnt zu schlafen, wenn wir mal Gelegenheit dazu haben und dann ist es egal, wo das ist, ob im Hotel, im Bus, im Flieger. Santiagos Nächte sind kurz. Beim Flug von Santiago nach Punta Arenas präsentierten sich uns wieder die Anden, leider war es auch etwas wolkig. Trotzdem konnten wir ein paar gute Fotos machen. Die beste Luftaufnahme hat Andrea geschossen, einen Blick auf einen der Gletscher, den wir in den nächsten Tagen erwandern werden. In Santiago hatten wir mehr als 30°C, in Punta Arenas empfing uns ein rauer Wind. Der Pilot zeigte sein ganzes Können bei der Landung. Wir wurden mit einem Kleinbus abgeholt und fuhren zunächst zu unserem Hostel. Punta Arenas hat einen interessanten Friedhof. Die reichen Familien der Stadt haben prachtvolle Familiengruften aus weißem Marmor, die der reichsten Familie(Menéndez) ist aus schwarzem Marmor. Einen vergleichbaren Friedhof findet man nur in Buenes Aires. Ausnahmslos begeistert waren wir von der Pinguinkolonie. Die Magellanpinguine watschelten ganz in der Nähe der Besucherpfade umher und ignorierten uns völlig. Es war eine Freude ihnen zuzuschauen, wie sie so im Gänsemarsch daherkamen, ins Wasser sprangen oder ihre Riesenbabys betüttelten.

05 Jan. 2009 • Puerto Natales - Punta Arenas

**Fahrt durch die Pampa**
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Fahrt durch die Pampa

Der Vormittag heute stand zur freien Verfügung. Wir bummelten durch die Geschäfte von Punta Arenas. Die Stadt an der Magellanstraße hat 120.000 Einwohner, es herrscht ein Verkehr wie in einer Großstadt. Schafzucht und Fischfang haben der Stadt einst ihren Reichtum gebracht. Heute ist sie Ausgangspunkt für verschiedene Exkursionen in das Labyrinth der Inselwelt Feuerlands. Von hier starten auch die Forschungsschiffe in die Antarktis. Leider ist der Hafen für Besucher nicht zugänglich. Mit dem Linienbus fuhren wir durch nach Puerto Natales. Von hier werden wir unseren Ausflug in den Torres del Paine starten. Der von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärte Nationalpark Torres del Paine, ist eines der attraktivsten Reiseziele Chiles. Viel gibt es über Puerto Natales nicht zu berichten, wir waren schnell fertig mit unserer Stadtbesichtigung. Es reihen sich patagonische Wellblechbuden aneinander und bei dem ersten Hotel am Platz ist der Dachstuhl abgebrannt. Am Abend waren wir in einem netten Restaurant zum Essen. Es wurden zwei Lammhälften über dem Holzfeuer gegrillt und man konnte auch Rindersteaks oder Hähnchenbrust vom Grill bekommen. Wir konnten dem Koch beim Grillen zuschauen.

06 Jan. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

**Schiffsfahrt, Grey Gletscher
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Schiffsfahrt, Grey Gletscher…

Start unseres Abenteuers Torres del Paine. Abenteuer im wahrsten Sinne des Wortes. Manuel, unser Fahrer brachte uns vom Hostel zur Anlegestelle des Katamarans. Unser Programm sah vor, mit diesem Katamaran über den Lago Pehoé zu fahren. Dort sollte der Ausgangspunkt für unsere ca. fünfstündige Wanderung zum Refugio Grey sein. Tags darauf wollten wir dann die von einem Teil der Gruppe gebuchten Zusatzmodule Eistrekking und Eisclimbing in die Tat umsetzen. Im Anschluss daran war eine Fahrt mit der Grey II über den Lago Grey geplant. Doch dann wurde alles anders. Die Busfahrt in den Nationalpark wurde immer wieder von Fotostops unterbrochen, wir sahen ganze Herden Guanakos und Nandus. Dann tauchte der Torres del Paine auf und wir mussten schon wieder anhalten, um aus den verschiedenen Perspektiven dieses wunderbare Felsmassiv auf unsere Speicherkarten zu bannen. Dann begann das Abenteuer: Wegen Sturm musste unser Katamaran auf halber Strecke umkehren, kaum war der letzte Passagier von Bord, entwickelte sich über dem See eine Windhose. Alles warf sich zu Boden. Zwei oder drei Leute wurden gnadenlos umgeblasen, zum Glück niemand aus unserer Gruppe und zum Glück gab es keine größeren Verletzungen. Wir alle waren noch nie in so einer Situation und mussten den Schreck erst einmal verarbeiten. Der Sturm warf unser gesamtes Programm über den Haufen. Uns blieb nur die Möglichkeit mit irgendeinem Bus zurück nach Puerto Natales zurück zu fahren und dort anderthalb Tage lang abzuhängen. Unser Nelson erwies sich als wahrer Meister im Krisenmanagement. Zunächst zeigte er einigen von uns einen charmanten kleinen Wasserfall. Der Weg dahin ist normalerweise problemlos, doch wir hatten tüchtig mit den Böen zu kämpfen. Als wir zurück kamen, war unser Fahrer Manuel auf einmal da. Er hatte über Funk erfahren, dass der Katamaran umkehren musste und wollte schauen, ob es uns gut ging. Um es kurz zu machen, alles wurde umorganisiert. Wir fuhren mit dem Bus zur Anlegestelle der Grey II und konnten so unser Quartier nun doch erreichen. Die Fahrt dort hin war ein neues Abenteuer. Das Schiff kam nicht an den Steg, wir wurden mit einem Boot abgeholt und an Bord gebracht. Der Lago Grey war recht aufgewühlt. Unser kleines Schiff hatte mit meterhohen Wellen zu kämpfen. Wasserfontänen schlugen gegen die Scheibe, manchmal hatten wir das Gefühl, es geht jetzt unter Wasser weiter. Als wir dann wieder festen Boden unter dem Boden hatten, waren alle erleichtert. Nach dem Abendessen im Refugio wanderten wir noch zu einem Aussichtspunkt, um den Grey Gletscher zu fotografieren. Zum Tagesabschluss zog Nelson noch ein Ass aus dem Ärmel und es gab Whisky mit echtem Gletschereis.

07 Jan. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

**Katamaranfahrt, Kondores & N
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Katamaranfahrt, Kondores & Nandus

Am Morgen 7:00 Uhr starteten wir zu unserer Wanderung entlang des Lago Grey zur Anlegestelle des Katamarans. Es ging über Stock und Stein und war recht anstrengend. Doch niemand fiel zurück und wir wurden immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf den Gletscher, den See und dessen Kulisse belohnt. Wir hatten den Wind im Rücken, gestern wäre die Wanderung in umgekehrter Richtung wesentlich anstrengender gewesen. Der Katamaran fuhr pünktlich und an der gegenüberliegenden Seite nahm uns Manuel in Empfang und brachte alle wohlbehalten nach Puerto Natales, nicht ohne die obligatorischen Fotostops. Wir sahen Nandus, Guanako und den Kondor. Trotz höherer Gewalt hatten wir doch noch zwei schöne Tage, dank Nelsons Improvisationstalent. Den letzten gemeinsamen Abend in Chile ließen wir bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen.

08 Jan. 2009 • El Calafate - Puerto Natales

**Nach Argentinien!, Perito Mo
Perito Moreno Gletscher

Nach Argentinien!, Perito Moreno Gletscher

Heute stand die Fahrt mit dem Linienbus nach El Calafate in Argentinien auf dem Programm. An der Grenze lief alles reibungslos und dann waren wir mehrere Stunden durch die Pampa unterwegs. Diese Landschaft heißt wirklich so, es ist die Bezeichnung für die karge Steppenlandschaft Patagoniens. In El Calafate ging es sofort nach dem Einchecken im Hotel weiter zum Gletscher Petito Moreno. Und dann hatten wir ihn vor uns und es war ein überwältigendes Erlebnis, dieses Naturschauspiel bewundern zu dürfen. Ich glaube jeder hat so um die 100 Gletscherfotos geschossen. Die Zufahrt zum Morenogletscher ist gut ausgebaut und auch dort am Gletscher zeugen die neu gebauten Plattformen von den Bemühungen, das Gebiet touristisch zu erschließen. Wer bequem in den Nationalpark gelangen möchte, kann das von Argentinischer Seite aus tun. Auf chilenischer Seite ist es etwas beschwerlicher. Hier sind viele Rucksacktouristen unterwegs, die die Einsamkeit zu schätzen wissen. Doch ganz so einsam ist es auch dort nicht mehr. El Calafate hat sich in den letzten acht Jahren zu einer modernen Touristenhochburg entwickelt. Nette kleine Lädchen mit überwiegend Kunstgewerbe, Sport- und Outdoorangeboten laden zum Bummeln ein. Es gibt jede Menge Reisebüros, die vor Ort Fahrten in den Nationalpark anbieten. El Calafate hat sogar sein eigenes Casino. In einem der zahlreichen Restaurants haben wir uns argentinisches Rindersteak bestellt. Die Portionen waren z. T. mehr als reichlich und es schmeckte uns allen vorzüglich.

09 Jan. 2009 • El Calafate - Ushuaia

**Flug nach Ushuaia, das Ende
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Flug nach Ushuaia, das Ende der Welt

Unser Flug nach Ushuaia sollte gegen 15:00 Uhr gehen, also hatten wir noch etwas Zeit, um uns den Ort anzusehen und durch die zahlreichen kleinen Lädchen zu bummeln. Unser Flug war ein Inlandflug und es waren offiziell nur 15kg Gepäck zulässig. Wir hatten damit alle so unsere Probleme und befürchteten schon Unsummen nachzahlen zu müssen. Doch dann wurde das Übergewicht überhaupt nicht registriert. Allerdings erwartete uns dann eine andere böse Überraschung, unser Flug war aus unbestimmten Gründen um drei Stunden verschoben worden. Man hätte zwar noch einmal mit dem Linienbus nach El Calafate fahren können, doch wir entschieden uns fürs Warten. Der Flughafen in El Calafate ist zwar ziemlich neu, doch wenn man dort mehrere Stunden abhängen muss, total tote Hose, kein Internet, nur ein kleiner Souvenirladen und eine Cafeteria. Doch es ist lange hell in diesen Breiten. Der Abend in Ushuaia war dann doch noch recht lustig, wir haben in einem netten Restaurant Seespinne gegessen und wir haben den Tag dann doch recht entspannt ausklingen lassen.

10 Jan. 2009 • Ushuaia

**Nationalpark Feuerland, Kaya
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Nationalpark Feuerland, Kayak Tour, Biberbauten…

Am Morgen holte uns Valentin, unser Lokalguide ab. Zunächst machten wir eine Fahrt im Schlauchboot im Nationalpark. Im Anschluss gab es einen kleinen Imbiss, mit gegrillten Würstchen und Hühnchenspießen. Den Wein, den es dazu gab war sehr gut. „Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun“ sagt ein schlaues Sprichwort, wir entschieden uns für letzteres, wenn es uns auch nach ersterem war. Wir machten mit Valentin eine kleine Wanderung durch den Nationalpark und er erklärte uns recht gut die Besonderheiten der Flora dieses Landstriches. Am Abend haben wir dann Biber zu sehen bekommen, wie sie gemütlich ihre Kreise schwammen. Wir mussten in dieser Zeit alle schweigen, um die Tiere nicht zu vertreiben, das ist uns sogar recht gut gelungen.

11 Jan. 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

**Buenos Aires**  
  
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Buenos Aires

Wieder fliegen, dieses Mal nach Buenos Aires. Aus der Stille der Natur kamen wir im pulsierenden Leben der Hauptstadt Argentiniens an. Wir bezogen unser Hotel, das sich im Zentrum der Stadt befindet und jeder unternahm auf eigene Faust die ersten Erkundungen. Abends waren wir dann am alten Hafen zum Essen. In dem Lokal gab es alles vom Rind, man konnte Essen, soviel man wollte. Die Portionen hier sind sehr reichhaltig. Gut dass wir keine Vegetarier in der Gruppe haben. Ihnen würde ein wichtiger Genuss dieses Landes fehlen.

12 Jan. 2009 • Ushuaia

**Erkundungstour durch Buenos
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Erkundungstour durch Buenos Aires, Tangoshow

Am Morgen startete Fabian mit uns die Stadtbesichtigung. Wir konnten unsere Tour zu Fuß abwickeln, weil sich wesentlichen Objekte im Zentrum der Stadt befinden. Fabian gab uns einen kurzen Abriss zur Geschichte der Stadt, wir erkundeten mit dem öffentlichen Bus das bunte Viertel La Boca und lernten das ehemalige Reichenviertel San Telmo kennen.

Buenos Aires ist eine außergewöhnliche Stadt. Auf öffentlichen Plätzen und in den Fußgängerzonen verbreiten Tangotänzer das einzigartige Flair dieser Stadt. Und so wurden wir auf den Abend eingestimmt, auf die Tangoshow. Die Künstlergruppe hat uns ein Programm geboten, dass uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es war ein beeindruckender Abschluss unserer wunderbaren Reise.

13 Jan. 2009 • Madrid - Buenos Aires

**Freie Zeit vor dem Abflug**
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Freie Zeit vor dem Abflug

Die Reise ist zu Ende. In Kürze wird unser Flugzeug nach Santiago abheben. Wir hatten eine abenteuerliche Zeit miteinander. Das eine oder andere Hindernis auf unserem Weg (Unwetter usw.) ist vergessen, das Positive überwiegt. Unserem Nelson gilt ein besonderes Dankeschön, weil er den Betrieb auch in den problematischen Situationen am Laufen gehalten hat und jeden Spaß mitgemacht hat.