Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Steaks und Wein!
Mit ein "bisschen" Verspätung landete endlich das Flugzeug in Buenos Aires. Mit Uta, Cedric und Holger ging es zuerst zum Hotel auf der Av. de Mayo, wo man schon den Großstadt -Spirit spüren konnte. Jörg, war vor kurzem von seinem Uruguay-Ausflug angekommen und wartete schon auf uns.
Nach einer kurzen Erfrischung gingen wir die Av. de Mayo entlang bis wir die berühmte Plaza de Mayo erreichten. Fotos von der Katedrale, das Regierungshaus (leider konnten wir nicht mal einen Haar der schicken Präsidentin sehen), Cabildo und Mayo- pyramide, wurden genommen und gleich ging es weiter zu unserem Willkommensessen.
For export Kuh-fleisch (Nierchen, Dünndarm, Speicheldrüsen und Wurst u.a) und verschiedenen Salatsorten war das erwartete Mittagessen, das mit reichlich Getränken begleitet wurde (mit der Wärme muss mann sich gut hydratisieren! ;o)). Auch Christian und Renzo, aus dem Büro waren dabei.
Obwohl unser Körper nach einer kleine "Siesta" verlangten, war unsere Lust auf Tango größer, also fuhren wir (mit dem öffentlichen Bus) Richtung La Boca. Buntgemalte Wohnungen, der stinkende "Riachuelo", Tangogefühl in jeder Ecke und selbst der Maradona grüssten uns dort.
Danach ging es weiter zum berühmten Viertel San Telmo, um mit der alten U-Bahn Linie A (1916 gebaut) zurück ins Hotel zu kommen.
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Abenteuer im Dschungel
Heute ist unser Tagebuch von Uta geschrieben worden.
Ein erholsamer Tag! Nach einem kurzen Briefing mit unserem beiden Nachzüglern (Ingeborg und Olli), brachen wir heute zu unserer Kanu-tour ins Tigre-Delta auf.
Das Mündungsgebiet des Rio Paraná in den Rio de la Plata ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Porteños, dem entsprechend war heute ordentlich Ruder- und Kanuverkehr in diesem Dschungel von Flussläufen und Kanälen.
Begleitet von zwei liebesstollen Hunden erkundeten wir auch zu Fuß die Nachbarschaft auf einer der vielen Inseln. Dabei war es schon beeindruckend zu sehen, wie einige Leute hier sogar ganzjährig ohne festen Strom- und Wasseranschluss leben.
Da ein zugiger Wind die Luft abgekühlt hatte, verzichteten wir trotz einladender Wassertemperatur auf ein Bad im Delta und machten uns nach einem reichhaltigen Asado langsam auf den Rükweg.
Am Abend tauchten einige von uns noch im Teatro Piazzolla in die Welt des Tango Argentino ein.
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Perito Moreno Gletscher
Tagebuchschreiber ist heute Jörg.
Nach unserer Kanutour durch die Seitenarme der Tigredeltas, wo Schlangen und viele Hunde leben (erzählten uns die Bewohner, die Hunde haben wir selbst gesehen), sind wir heute nach einer zu kurzen Nacht zum Flughafen aufgebrochen, um nach El Calafate in Patagonien zu fliegen.
Nach 3 Stunden Flug, Einzug ins sehr gute Hotel "Ariel". Dann anschließend einer der Höhepunkte der Reise: der Moreno Gletscher.
Es war für uns sehr beeindruckend, so nahe an der bis zu 70m hohen Eiswand zu stehen und die mit lautem Krachen in den vorgelagerten See stürzenden Eismassen zu beobachten. Nach einem köstlichen Pic-Nic, das unsere Reiseleiterin Daniela organisiert hatte, brach jeder zu seiner individuellen Fototour auf, das heisst fast jeder.
Den Abend liessen wir in einer Kneipe bei Bier und Empanadas ausklingen.
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Torres, da kommen wir!
Ingeborg schrieb das heutige Tagebuch.
7.30. Abfahrt vom Hotel. Ein kurzer Fotostopp am Lago Argentino und dann ging es zum Busbahnhof. Wir wollten mit dem Linienbus zum NP Torres del Paine fahren.
Dazu mussten wir die Grenze von Argentinien nach Chile passieren. Gegen 12Uhr waren wir an der ersten Grenze und bald ging es weiter. In Chile streikten die Beamten, also mussten wir ein wenig länger warten und dazu Gepäck ausladen und zu Kontrolle mitnehmen.
Danach wurden wir von unserem privaten Bus abgeholt und bis zum NP gefahren, wo wir Rucksäcke für 2 Tage packten und auf den Marsch machten, um die Berghütte "El Chileno" zu erreichen.
Uta, Holger, Olly und Cedric marschierten los. Daniela, Jörg und Ingeborg blieben etwas zurück. Nach 1 und halb Stunden ging es nur bergauf, also kehrte Ingeborg zur Berghütte zurück, wo sie nach dem Abendessen totmüde ins Bett fiel und mit den Gedanken die Gruppe begleitete, bevor sie einschlief.
Der Rest der Gruppe traf sich in dem "Refugio" zum Abendessen und plante zunächst, um wieviel Uhr sie am nächsten Morgen aufstehen würden, um im Sonnenaufgang die mächtigen Torres del Paine fotografieren zu können.
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Das Trekking geht weiter
Cedric ist der Tagebuchjournalist heute.
3 Uhr 30 in der Nacht: der Wecker klingelt! Wir alle wissen, dass das große Abenteuer vor der Tür steht. Niemand redet, wir sind skeptisch über die Möglichkeit, am Fuß des Torres vor dem Sonnenaufgang zu sein. Doch wir sind fest entschlossen, unser Ziel zu erreichen.
Um 4Uhr sind wir endlich auf dem Weg. Da wir nichts in der Dunkelheit sehen können, trägt jeder eine Stirnlampe.
Daniela führt die ertse Strecke und Olli, Holger, Uta und Cedric folgen ihr (zur Zeit schlafen Ingeborg und Jörg fest und tief in den respectiven Berghütten). Jeder ist irgendwie verschlafen und konzentriert auf dem Aufstieg.
2 Stunden später ist der Weg tatsächlich krass schwer. Der Weg steigt immer mehr und scheint endlos zu sein. Ein Moment lang dachten wir, dass Holger, der zwar hinterher kam, von einem Puma angegriffen wurde :o). Plötzlich sind die 3 Torres in Sicht. Wir sind erleichtert und glauben an den Erfolg unseres Einsatzes. Holger kommt auch nach.
Der blaue Himmel ist nicht am Treffpunkt aber die Torres bleiben unbedeckt. Die Photojagd beginnt!
Mittagszeit waren wir wieder am Startpunkt, wo wir Ingeborg trafen. Auch RL Mathias kam mit unser "7 Passagier ", Heinz (aus dem W-Trail), rechtzeitig für ein Willkommensbier.
Nach einer gemütlichen Dusche, Siesta für einige, Damm bauen für die Anderen, verbrachten wir unser erstes Abendessen mit der vollständigen Gruppe: Oliver, Uta, Cedric, Ingeborg, Holger, Jörg und jetzt auch Heinz.
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Zur Ende der Welt
Tourteilnehmer Olli, schrieb den heutigen Tagebuch
Heute verließen wir den NP Torres del Paine und zum Abschied präsentierten sich die imposanten Felstürme noch einmal wolkenfrei in ihrer ganzen Pracht.
Ein herrlicher sonniger Tag begleitete uns auf dem Weg der endlosen "Pampa", wo auch Ñandus und Guanacos zu sehen waren.
Die Passage der Grenze Chile-Argentina war nach 45 min bewältigt, nachdem diesmal auf Gepäck-Kontrolle und Streik verzichtet wurde. Ein Glück!, wir konnten rechtzeitig am Flughafen ankommen.
Mit jedem Kilometer, der uns an zum Flughafen der Stadt-Dorf Calafate näher brachte, wurden die Torres del Paine kleiner. Von Calafate aus ging es dann weiter mit dem Flieger ans Ende der Welt: Ushuaia.
Vom Flugzeug aus waren sowohl unzählige Schnee bedeckte Berge um Ushuaia zu bewundern, wie auch die Magallan-Straße und der Beaglekanal. Unsere Wasserstraße auf dem Weg in die Antarktis.
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Aventeuer am Ende der Welt
Mit einer Beaglekanalaussicht wachten wir auf, ein herrliches Wetter begrüsste uns (Sonne, lauwarme Temperatur… nicht üblich in Ushuaia).
Nachdem Früstück holte uns Martin, unser lokaler Guide, ab, um im in den NP Tierra del Fuego zu fahren. Dort warteten unsere Kanus auf uns, sowie auch wasserdichte Hosen + Stiefeln und der windige Roca See.
Nach einer kurzen "Paddellehre" stiegen Uta, Cedric, Heinz, Olli, Holger und Daniela ein; Jörg und Ingeborg folgten uns mit ihren Kameras auf festen Land.
Wir paddelten vom See zum Fluss und dann auch im Beaglekanal bis wir Bahia Lapataia ereichten. Dort stiegen wir aus unseren Kanus aus und nahmen Bilder der schönen Landschaft und des Endes der Panamericanastrasse Route 3.
Mit dem leckeren Mittagessen kräftigten wir uns, um danach ein Trekking an dem Coast-Trail zu machen.
Nach 3.30 Stunden Trekking kriegten wir auch ein Ende-der-Welt-Stempel in den Pass und dann ging es weiter ins Hotel. Ein Welcome-Briefing der Quark Expedition zur Antartiks wartete auf uns.
Zum Abendessen gab es reichlich lomo und Königskrabbe. Es war unser letztes Abendessen mit unsere Reiseleiterin Daniela.
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Zum weißen Kontinent
Nach einer erholsame Nacht lieferten wir 9.30 unseren Großgepäck ab, das gleich danach schon auf dem Clipper Adventurer gebracht wurde.
Danach hatten wir genug Zeit, um uns Ushuaia anzusehen und zu geniessen. Unter anderem konnten wir das berühmte Gefängnismuseum besichtigen, Nascherreien einkaufen oder ein Ende der Weltkaffee trinken.
Um 15.30 trafen wir uns am Haffen, wo Daniela uns mit einer Schachtel Ende der Welt-Schokolade verabschiedte.
Gleich danach stiegen wir in den Bus, der uns zu unserem Schiff brachte.
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Ab ins Eis!
Tagebuchschreiber ist Uta.
Heute war ein Fahrtag auf der Clipper Adventurer und den ganze Tag kein Land in Sicht! Wir durchquerten den ersten Teil der Drake Pasage bei sensationell günstiger See und Windbedingungen (unser Expeditionsleiter: die beste und schnellste Überfahrt seit Jahren..) und so mancher von uns fragte sich, ob das vorsorgliche benutzte Pflaster gegen Seekrankheiten wirklich nötig war. Dafür kannten wir kulinarisch aus dem vollem Schöpfen.
Während der gesamten Fahrt begleiteten Albatrose und kleinere Seevögel das Schiff. Auch Wale wurden kurz gesichtet. Durch ornitologische, geologische und historische Vorträge und einen Dokumentarfilm schliesslich wurden wir weiter auf unser Ziel Antarktis eingestimmt.
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Land in Sicht!
Den Bericht schreibt heute Holger.
Bei etwas Schaukelei sind wir heute sehr gut aus dem Bett gekommen. Die berüchtigte Drake Passage meint es gut mit uns und hat bisher nur sehr wenige Reisende seekrank gemacht, und unsere Gruppe schlägt sich sehr gut!
Noch am Vormittag, kurz vor der Zodiac Sicherheitsunterweisung erfahren wir von unserem Expeditionsleiter, Laurie Dexter, dass wir aufgrund des Rückenwindes "phenomenal progress" beim Überqueren der Drakepassage gemacht und den 60. Breitengrad bereits überquert haben. Jetzt sind wir also offiziell in der Antarktis!
Die Süd Shetlandinseln werden wir allerdings erst gegen Abend erreichen. Um genau 17:42 Uhr ist es dann endlich soweit, wir erkennen vom oberen Deck des Schiffes aus am Horizont Land. Schnell bauen sich vor uns schroffe Felsen auf und noch vor dem Abendessen gibt Laurie bekannt, dass aufgrund der frühen Ankunft ein erster Landgang möglich ist. Wir wollen eine Pinguinkolonie auf Barrientos Island besuchen, die zu der Aitcho Inselgruppe gehört.
Die erste Überfahrt mit den Zodiacs läuft prima, Abenteuer pur! Bei der Ankunft auf der Insel geht gleich die Nachricht herum, dass sich neben den Eselspinguinen (gentoo) und Kehlstreifpinguinen (chinstrap) auch ein einsamer und verschollener Königspinguin aufhält. Glück gehabt! Denn Königspinguine leben eigentlich viel weiter nördlich auf den subantarktischen Inseln. Wir haben ihn schnell entdeckt, ein stolzes Tier auf einer kleinen Anhöhe.
Auf der Insel wird eifrig am Nachwuchs gearbeitet… Hauptaktivitäten beinhalten das was jeder (Pinguin) gern macht…, und dann natürlich brüten. Und der arme Königspinguin muss zuschauen, wie sich die kleineren Verwandten um ihn herum alle vergnügen… Auch ein paar Robben liegen an der felsigen Küste und beobachten träge unser Paparazziverhalten.
Nach knapp einer Stunde nehmen wir Abschied von diesen lustigen Gesellen und fahren mit den Zodiacs zurück zu unserem Schiff, dass noch am selben Abend südlichen Kurs aufnimmt, um die Bransfield Strasse zu überqueren. Abends schauen wir dann noch gemütlich bei einem Bierchen oder einer Tasse Tee ein Video, bevor wir uns alle mit den Eindrücken des heutigen Tages zu unseren Kabinen aufmachen.
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Weiter Kurs nach Süden
Holger schreibt das heutige Tagebuch
Die Nacht auf der Bransfield Straße war fast ebenso schaukelig wie die auf der Drake Passage.
Nach dem Frühstück hatten wir unser nächstes Ziel erreicht, Mikkelsen Harbour, das am südlichen Ende von Trinity Island liegt. Auf dem Oberdeck merkten wir schnell den starken Wind und dann teilte uns Laurie auch schon mit, dass wir wegen des Windes und der damit verbundenen Brandung nicht mit den Zodiacs anlanden können. Damit stand es leider 1:1 nach dem gestrigen zusaetzlichen Landgang;-(
Wir konnten die Eselspinguine und ihre Pfade im Schnee gut vom Schiff aus erkennen, außer ihnen gab es auf der Insel nur noch eine paar unbewohnte Holzhütten. So nahmen wir unverrichterdinge (d.h. nach ein paar Dutzend Fotos) Kurs auf die Cierva Cove, die sich tief in die Westküste der antarktischen Halbinsel hineinschneidet.
Dort angekommen, unternahmen wir eine Zodiac Cruse und verliessen nun endlich zum zweiten Mal unser Schiff! Mächtige, blau schimmernde Eisberge, Treibeis und eine tolle Aussicht auf Gletscher und Felsen sowie die argentinische Forschungsstation Primavera machte diese Zodiacfahrt zu einem eisigen Abenteuer. Durch ganze Felder von Treibeis schob sich krächzend unser Zodiac. Die Station ist nicht das ganze Jahr über bemannt und schien ganz den Pinguinen zu gehören.
Im Laufe des Nachmittags nahmen wir dann Kurs auf Orne Harbour, einer kleinen Bucht, umrahmt von Felsen, die von Kehlstreifpinguinen bewohnt wurde. Und die Kleinen sind wahre Bergsteiger! Mehrere hundert Höhenmeter rackerten sie sich durch den Schnee, um zu ihrem Brutplatz hoch in den Hängen zu gelangen.
Gegen Abend nahm unser Schiff dann weiter Kurs nach Süden und sollte am frühen Morgen die berühmte Lemaire Passage erreichen.
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Ein ereignisreicher Tag
Holger schrieb den folgenden Tagebucheintrag
Am Morgen fuhren wir bei Nebel und leichtem Schneetreiben von Norden her in den Lemaire Kanal, der zu den spektakulärsten Schiffspassagen der Welt zählt. Diese Strasse wird immer enger bis auf wenige hundert Meter, wobei sich auf beiden Seiten vereiste und vergletscherter Felsen erheben. Zuerst waren wir über die Wetterbedingungen enttäuscht, aber diese "Waschküche" hatte durchaus Ihren geheimnisvollen Charme.
Unmittelbar nach Ende dieser Passage ankerten wir vor Port Charkot bei dichtem Schneetreiben. Auf dem Programm stand eine Zodiac Cruise entlang der vielen Eisberge, es war sogar eine riesige Eisbrücke dabei, sowie eine Anlandung.
Die Zodiactour entwickelte sich bei der schlechten Sicht und den wandernden Eisbergen fast zu einer Irrfahrt und so war Dimitris Boot schnell aus den Augen verloren. Bevor jedoch Panik aufkam (er hatte über Funk nicht gleich geantwortet), tauchte er mit Seelenruhe wieder zwischen den Eisbergen auf.
Danach ging es an Land, wobei es immer mehr schneite. Hier genau landete 1904 Jean-Baptiste Charcot mit seinem Schiff "Francais" und leitete einen Winter lang magnetische Messungen in einer Steinhütte. In dichtem Schneetreiben wanderten wir auf einen Hang hinauf und begegneten vielen Esels-, Kehlstreif-, und Adeliepinguinen. Hier war es richtig kalt. Wir beobachten die lustigen Geschöpfe im Schnee, die sich aber auch bei überhaupt gar nichts stören liessen… :-)
Die Rückfahrt verzögerte sich dann noch ein wenig, da die Pinguine vor unserer Abreise noch den Sack mit den Schwimmwesten "inspizierten".
Auf dem Schiff gab es erst einmal einen heißen Tee und dann ging es zu unserem südlichsten Punkt (Position 65.15' S, 64.16'W), der ukrainischen Forschungsstation Vernadsky. Eine Gruppe wanderte zuerst zum Wordie House, einer britischen Station, die zuletzt in den vierziger Jahren benutzt worden war und wo sich ein paar Robben langweilten, die andere besuchte die Forschungsstation. Diese Station ist berühmt für ihre Ozonmessungen und so wurde uns auch gleich das Ozonloch in Form von Messdaten dargestellt. Die Station verfügt neben einer Poststation und einem Billiardtisch auch über die südlichste Bar der Welt. Hier gibt es nur Vodka! Frauen bekommen ihn von Sascha, dem Barkeeper umsonst, wenn sie ihm 'nur' ihren BH für die weitere Dekoration der Kneipe überlassen.
Wir wurden herzlich empfangen und nach der Abreise fuhr unser Schiff erneut durch den Lemaire Kanal, dieses Mal jedoch bei strahlendem Sonnenschein. Am Ausgang des Kanals sahen wir dann auch noch ein paar Zwergwale im Abendlicht.
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Port Lockroy und Neko Harbour
Nachdem wir bereits die Nacht über in der Bucht vor Port Lockroy lagen, ging es dann am Morgen mit den Zodiacs an Land. Wir besichtigten die britische Forschungsstation, welche inzwischen zum meistbesuchten Stützpunkt der Antartiks zählt.
Dementsprechend gab es nicht nur spartanische Labors mit teils historischen Instrumenten zu sehen, sondern auch einen gut sortierten Tourist-Shop inklusive königlichen Postkarten.
Wieder an Bord ging es dann durch dickes Packeis in die Neko-Bucht zum zweiten Landgang. Vorbei an Pinguinkolonien und einem Walskelett ging es durch knietiefen Schnee auf einen höher gelegenen Aussichtspunkt am Rande eines Gletschers. Von hier hatte man einen fantastischen Überblick über die gesamte Bucht, in der alleine sechs Gletscher enden. Unser Expeditionsschiff war nur noch ein kleiner Fleck im weiten Rund. Unterhalb beobachten wir, wie ein Gletscher stückweise ins Wasser brach und somit neue gigantische Eisberge auf die Reise schickte. Einer der beeindruckensten Tage ging zu Ende.
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Zweite kontinentale Anlandung
Die Nachtfahrt von Neko Harbor aus verlief sehr ruhig. Nach dem Frühstück stand eine Fahrt mit den Zodiacs um Enterprise Island herum auf dem Programm, und die Sonne unterstützte unser Vorhaben.
Die Insel liegt am Nordostende der Nanseninsel in der Wilhemina Bay. An vielen Eisbergen und vereisten Steilküsten vorbei fuhren wir zur "Governoren", einem alten Fabrikschiff, auf dem aus getöteten Walen Laternenöl gewonnen wurde. 1915 fing das ausgekochte Öl auf dem Schiff Feuer und dem Kapitän blieb keine andere Wahl, als es absichtlich auf Grund laufen zu lassen, damit es dort ausbrennen konnte. He, he, wenn man bedenkt, wieviele Tiere für die Gewinnung von Laternenöl damals abgeschlachtet wurden, braucht man dem Kahn wohl kaum nachzutrauern.
Auf dem Rückweg zum Schiff sahen wir noch eine Robbe, die schon in der Frühlingssonne ihre Siesta abhielt. Am Nachmittag erreichten wir Portal Point, das am Eingang der Charlotte Bay auf der Halbinsel Reclus liegt. Von hier aus ist es möglich, über einen relativ flachen Grad zum Plateau der antarktischen Halbinsel zu gelangen. Die Briten benutzten diesen Zugang für ihre Expeditionen ins Innere der Halbinsel. Juhuu, dies war nun schon unsere zweite Wanderung auf dem antarktischen Festland! Über einen vereisten Grad wanderten wir zu einer Anhöhe, von der aus man einen wunderbaren Ausblick über die Bucht und deren Eisberge hatte. Portal Point liegt malerisch schön, da man von hier aus auch viele Berge, Gletscher und Gletscherzungen sehen kann, die sich bis zum Meer hin erstrecken.
Parallel dazu stand eine etwa einstündige Zodiac Rallye um die Eisberge herum auf dem Programm, bei dem man fast eher seekrank werden konnte als auf der Drake Passage. Durchgefroren erreichten wir schließlich das Schiff und wärmten uns danach erst einmal mit einer Tasse Tee wieder auf.
Nach dem Abendessen nahmen wir weiter Kurs nach Norden und erreichten in der Nacht die Bransfield Strasse, deren Wasser nur wenig schaukelig war…. überhaupt meinte es das Schicksal gut mit uns, denn auf dieser Reise sollten wir überhaupt keinen starken Seegang mehr erleben
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Besuch der koreanischen Station King Sejong
Holger schreibt unseren Bericht weiter…
Nachdem wir über Nacht die Bransfield Straße ueberquert hatten, erreichten wir gegen Morgen die Süd Shetland Inseln. Auf dem Programm standen Anlandungen auf Penguin Island sowie Turret Point am Ostende von King George Island. Und der Morgen fing gut an: Laurie kündigte an, dass wir genug Zeit hätten, um auf Penguin Island zum 170m hohen Kraterrand des Vulkans zu wandern und bot als Alternativprogramm Turret Point an.
Unsere Gruppe entschied sich schnell für den Vulkan, von dessen Gipfel man einen tollen Ausblick über einen Kratersee und auf King George Island haben sollte. Leider folgte kurz darauf die Hiobsbotschaft, denn aufgrund der starken Brandung war eine Anlandung gar nicht möglich. So machten wir uns unverrichteter Dinge wieder auf den Weg. Da auch die Suche anderer geeigneter Anlandungsmöglichkeiten in der Nähe erfolglos blieb, fuhren wir weiter zur koreanischen Station King Sejong.
Unsere chinesischen Mitreisenden bekamen ein Alternativprogramm angeboten und besuchten "ihre" Great Wall Station. Unsere Bitte uns zur 2.000 km entfernten Neumayer Station zu fliegen, wurde leider nicht erhört… so besuchten wir halt die Koreaner.
Wir wurden Herzlich Willkommen geheißen und durch die Station geführt, die seit 1988 kontinuierlich in Betrieb ist. Leider fehlte jeglicher wissenschaftlicher Aspekt bei der Führung und so sahen wir immerhin den Aufenthaltsraum, der für lange Winter gut ausgerüstet schien.
An den Stränden fanden wir ausser Müll (!) auch noch ein paar Eselspinguine und ein paar brütende Vögel mit Flügeln. Da die Sonne nur so strahlte, wurde hier noch einmal die letzte Möglichkeit zum perfekten Vogelfoto genutzt!
Kurze Zeit später verabschiedeten wir uns von unseren koreanischen Gastgebern und fuhren zum Schiff zurück. Drei Stunden später erreichten wir das offene Meer und verabschiedeten uns von diesem großartigen Kontinent.
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Drake Passage
Weiter Holger am Erzählen
Der "Drakesee" war ruhig und das Schiff schaukelte nur ganz wenig. Die Höhepunkte des Unterhaltungsprogramms waren zahlreiche Vorträge des Quark Teams, so erzählte uns Laurie von seiner 91-tägigen Skitour von Russland nach Kanada über den Nordpol, wobei das unberechenbare, in Bewegung befindliche Eis jederzeit lebensgefährliche Situationen hervorrufen konnte. Sozusagen das hundertprozentige Gegenteil einer Pauschalreise nach Mallorca mit Vollpension.
Und dann gab es da noch die Entscheidung des Fotowettbewerbs, wo unsere Gruppe mit zwei von drei gewonnenen Kategorien (Tierwelt ging an Uta, Natur an Holger) super absahnte.
Bei einem Bierchen wurde der Sieg anschließend noch ein wenig gefeiert.
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Ankunft im Beagle Kanal
Holger schreibt immer noch… ;o)
Das Wetter änderte sich nicht mehr, die Fahrt blieb ruhig, und wir sausten förmlich über die Drake-Passage hinweg.
Das Tagesprogramm wurde noch von ein paar Vorträgen aufgelockert und am Nachmittag sahen wir dann auch schon Land, die Anfänge Südamerikas.
Am Eingang zum Beagle Kanal gingen wir für etwa sieben Stunden vor Anker, da wir auf einen Lotsentermin warten mussten und viel zu früh angekommen waren.
Zum Abend lud der Kapitän Idar Petersen zu Farewell Cocktails und anschließendem Dinner ein, an dessen Ende sich noch einmal alle Mitglieder der Besatzung förmlich vorstellten und sich von uns verabschiedeten.
Als die meisten von uns schon schliefen, wurde kurz nach Mitternacht der Anker eingeholt und die Fahrt durch den Beagle Kanal in Richtung Ushuaia fortgesetzt.
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An festes Land
Holger ist am Schreiben…
Um 6 Uhr morgens erreichten wir den Hafen von Ushuaia. Nach unserem letzten Frühstück an Bord verließen wir das Schiff und wurden mit einem Bus aus dem Hafengebiet gefahren.
Als wir unser Gepäck hatten, fuhren wir zu unserem Hotel und hatten nun ein paar Tage Freizeit in Ushuaia. Hier waren wir nun nicht ständig als Gruppe zusammen. Übliche Programmpunkte waren das Gefängnismuseum, das Museum am Ende der Welt sowie Shopping auf der Hauptstraße.
Das Gefängnismuseum, offiziell heißt es "Museo Maritimo y Presido de Ushuaia" ist im ehemaligen oktopusförmigen Hochsicherheitsgefängnis von Ushuaia untergebracht und beherbergt ein Sammelsurium verschiedener Aspekte der Schifffahrt, Tierwelt, Antarktis, der lokalen Kunst und der Geschichte des Gefängnisses. Es war deshalb so sicher, da Hunger und Kälte jeden, der hier weglief, wieder zurück zum Knast trieb… denn von hier führte damals keine Straße weg.
Im "Museo del Fin del Mundo" werden unter anderem verschiedene Relikte des Stammes der Yamana, der Erkunder und Missionare dargestellt sowie eine umfangreiche Sammlung ausgestopfter lokaler Vögel.
Den Tag ließen wir mit einem gemeinschaftlichen Abendessen im Hotel ausklingen.
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Lezter Tag am Ende der Welt
Holger schreibt noch die lezten "Ende der Welt-Tage"
Heute wurde erst einmal ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück zog es alle von uns früher oder später in die Innenstadt Ushuaias. Während Uta, Cedric, Olli und Holger an einer Exkursion zur 80 km entfernten Estancia Harberton teilnahmen, zogen Jörg, Heinz und Ingeborg es vor, den Tag in der Stadt zu verbringen.
Die Exkursion zur Estancia war sehr sehenswert. Die ersten 40 km ging es auf dem Highway 3 Richtung Norden und danach schlängelte sich eine kleine Straße in Richtung Beagle Kanal. Von hier aus sahen wir noch einmal Port Williams in Chile und auch die berühmten sturmgebeugten Bäume des Feuerlandes. In der Estancia, die 1886 vom englischen Missionar Thomas Bridges erbaut und zur ersten Schaffarm auf Feuerland wurde, wurden wir herzlich willkommen. Im Restaurant gab es einen selbstgemachten köstlichen Schokoladenkuchen. Von hier aus fuhren wir mit einem Turbo-Zodiac zur Isla Martillo, um dort eine Magellanpinguinkolonie zu besuchen. Diese waren nun die fünfte Pinguinart, mit der wir Bekanntschaft machen konnten. Magellanpinguine brüten in Höhlen und sie hatten sogar schon Junge! Und die kleinen Brocken waren superniedlich.
Vom Zodiac aus konnten wir später noch ein paar vor sich hindösende Seelöwen sowie die Nistplätze von Kormoranen und anderen Seevögeln aus nächster Nähe beobachten.
Am Nachmittag kamen wir wieder in Ushuaia an, wo wir den Rest des Tages verbrachten.
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Das Ende der Reise nährt sich
Heute mussten wir uns von Ushuaia verabschieden. Nach dem Frühstück und dem Packen fuhren die meisten von unserer Gruppe noch einmal die Stadt, um sich persönlich von ihr zu verabschieden. Die letzte Chance, Feuerlandsouvenirs zu erwerben!
Am Nachmittag trafen wir uns dann alle wieder im Hotel, um zum Flughafen zu fahren. Nach 3 1/2 Stunden Flug kamen wir in Buenos Aires an, wo Daniela schon freudestrahlend auf uns wartete und uns alle ganz herzlich umarmte:-)
Nachdem wir in unserem Hotel in der Innenstadt angekommen waren, gingen Heinz, Olli, und Holger noch einmal auf eine kurze Zechtour. Das argentinische Bier genossen sie hier aus handlichen Literflaschen während einer Fussballübertragung, bei der am Ende ganz offensichtlich die falsche Mannschaft gewonnen hatte…
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Leztesr Blick auf Buenos Aires
Heute stand der Tag zur freien Verfügung. Uta und Cedric besichtigten u.a "la Recoleta", ein altes, reiches Viertel wo die Häuser einen eurpoäischen Stil haben und der berühmte Friedhof (wo Evita begraben ist) liegt. Jörg bummelte auch durch die Stadt, und die anderen (Oliver, Ingerborg und Heinz) machten mit Daniela die Ciytour, die sie am ersten Tag verpasst hatten; Holger kam auch mit.
Wir besichtigten den Kongress, das Regierungshaus ("Casa rosada") und den weltweit bekannten Oblisk, die Kathedrale wo die Reste des Nationalhelds "San Martin" liegen und fuhren auch mit einer U-bahn, die 1913 eingeweiht wurde. Nach einem echten argentinischen Mittagessen mit Asado und Rotwein (Salat und Wasserflaschen gab es auch :o)) ging es dann weiter zum Tangoviertel "La Boca".
Wir verliessen die beiden Fussballfans, Oliver und Holger im Fussballstadium Boca Juniors (dort besichtigten sie das Vereinsmuseum und den Fussballplatz) und fuhren mit Ingeborg und Heinz wieder zum Hotel zurück.
19.30 Uhr traffen wir uns alle in der Lobby und verabschiedeten uns von Jörg und Heinz, die noch in Buenos Aires blieben, dann ging es Richtung Flughafen… eine Überraschung wartete auf uns.
Als wir ankamen, gab es eine seeeeeehr lange Schlange am Check-in Schalter und danach hörte man die Stimme eines Beamten: "Flug verspätet"… ok man muss warten… und danach: "Flug fliegt morgen um 10 Uhr"… oh yeah!
Nachdem wir die Hotelvouchers bekommen hatten, fuhren wir zu unseren "einnächtigen" Hotel, wo jeder vor dem Einschlafen ein Gebet summte, damit das Flugzeug morgen schon rechtzeitig abfliege.
Zum Glück wurden unsere Gebete gehört!