Reisetagebuch viExplorer Best of Südamerika - 24.10.2008
Reisebericht | Tour vom 24.10. - 16.11.2008
"Liebe Freunde, die drei Wochen sind sehr schnell vergangen und ihr werdet sicherlich erst zu Hause die ganze Reise wieder im Gedanken verarbeiten. Es hat sehr viel Spass gemacht euch einige schöne Ecken Südamerika`s zu zeigen. Vielleicht kommt ihr irgendwann mal wieder, wenn, dann vergesst nicht, sich bei mir zu melden. euer Carlos"
Heute am Flughafen wartete auf uns schon der Fidel, unser Reisebegleiter in Perú, nach der Fahrt durch Lima, checken wir im Hotel ein. Es befindet sich in Miraflores, eine schönes Stadtviertel in Lima, dann gabs noch ein kurzes Briefing mit Willkommensgetränk und dann ins Bett. Die meisten von uns sind fix und fertig, wegen des Fluges und dem Jetlag.
Wir sind gespannt auf die kommenden Tage in Südamerika.
Als erstes wurden die Geldautomaten strapaziert. Mit vollem Geldbeutel geht es weiter zur SanFransisco Kirche + Franziskaner Kloster + den Katakomben. Bis dahin war noch nichts Besonderes passiert und einigen machten sich schon Sorgen was wir in den Reisebeircht schreiben sollen.
Aber Dirk der Optiker unseres Vertrauens brachte die Erlösung. Waehrend unserer "andächtigen" Klosterführung fielen die Bügel der Absperrung wie Dominosteine und nicht nur der laute Knall, sondern auch unser schadenfrohes Gelächter löste alle verbliebenen Anspannungen in der Gruppe. Nach unserem leckeren Mittagessen + einigen PISCO SOUR traten zur späteren Stunde interessante Wortschöpfungen auf wie z. B. Muchu Patcshu oder Ticitaca See.
Damit uns der Stoff nicht ausging folgten noch einige Drinks am Abend bevor wir erschöpft ins Bett fielen!!!
Bei schönem sonnigen Wetter und nach einen stärkenden Frühstück begann unsere Stadtbesichtigung. Als Erstes besuchten wir die Festung Sacsayhuman mit ihren beeindruckenden Zyklopeischen Steinen. Wie die Inkas es geschafft haben das zu bauen ist noch immer ein Geheimniss...
Nach einer ein kurzen Fotopause bei Cristo Blanco war der Besuch des Sonnentempels oder Qorikancha dran... Als wir zu Fuss zum 12 eckigen Steine gingen machten sich das frühe Aufstehen und die 3500 Meter bemerkbar: wir alle waren ziemlich müde. Trotzdem sind wir in der Stadt geblieben um noch mehr zu sehen und auch um etwas zu essen. ;)
Abends sind wir alle zusammen zum Essen ausgegangen sind dann fix und fertig ins Bett gefallen. Morgen stehen der Inka Trail und die Besteigung des Putucusis auf dem Programm...Fitness ist angesagt und wir brauchen unseren Schlaf!
Nach 4 Stunden Bahnfahrt steigen wir am Schienenkilometer Kilometer 104 aus,hier geht, ganz Bahnhoffrei, der Inka Trail los... Nach einer ersten Kontrolle (die Peruaner machen gerne Stress) gehen wir endlich mit Jose, unserem Guide, los. die Wanderung ist sehr schön, beim Sonnentor ist es wolkenfrei und wir genießen den wunderschönen Blick auf die Ruinen. Nach einer weiteren guten Stunde zu Fuß und per Bus erreichen wir Aguas Calientes.
Markus, Burkhard und Fidel sind währenddessen mit dem Zug direkt nachAguas Calientes gefahren, sie wollten den Putucusi zu besteigen, haben es aber leider aber leider wegen schlechtem Wetter nihct gemacht.
Abend sind wir zusammen zum Essen ausgegangen und Mathias hat sich ein Meerschweinchen bestellt... nur nicht als Haustier ;)
Fix und fertig angekommen, dachten wir nach dem Essen nur noch an unsere Betten.
Die erste zwei Stunden der Fahrt laufen gut, langsam sehen wir aber immer mehr Steine, Bäumen usw auf der Strasse liegen, es scheint interessant zu werden...
Bei einer kleinen Brücke war Schluss. Ab hier haben Bauer die Kontrolle über die Strasse übernommen, Leute aus den Dörfen blockieren die Strasse mit Steinen, Hölzer, etc. Mit uns auf der Strasse stehen auch andere Touristenbusse, peruanische Linienbuse und LKW's,
Fidel erzählt uns worum es beim Streik geht; Die Regierung hat eine große Landfläche an Minenkonzernen in Konzession gegeben, darunter 4 Lagunen und Flüsse. Jetzt sollen die Bauer für ihr Bewässerungswasser bezahlen, was sie natürlich nicht einsehen.
Die Situation fuhr sich fest, kein Auto durfte durchfahren und so blieben wir den ganzen Tag auf der Strasse. Nach langem Verhandlen durften wir endlich durch: wir säuberten die Strasse von Steinen, Stocke, und Felsen und konnten unsere Reise fortsetzen.
Wir sind ziemlich spät im Puno, unser Ziel angekommen, ziemlich fix und fertig aber froh dasses geklappt hat, wir waren nur ziemlich müde und hatten keine Geduld länger zu warten.
Bis zum 4 November ist nun bei Sicuani ein Friede ausgehandelt, bis dahin sollen sich die bauern und die Minengesellschaften einig werden, hoffen wirs!.
Für alle (ausser Dirk, der schon einem Streik im Peru erlebt hatte) war es eine neue Erfahrung, in den Anden...
Heute Morgen geht es auf die schwimmenden Inseln der Urus. Es ist interessant zu sehen wie die Leute hier leben und ihren Alltag bestreiten. Nach einer kleinen Bootsfahrt auf einen typischen Titikaka-Schilfsboot ging es zurück nach Puno.
Etwa 2 Stunden dauerte dann die Fahrt zur bolivianischen Grenze entlang den Ufer des Titikaka-Sees bis wir die kleinen verschlafene Grenzstation erreichten. Widererwarten dauerte es keine 30 Minuten für die Formalitäten. Nun hiess es, klar zum Ablegen. Unmittelbar an der Grenzstation wartete auf uns ein Schiff für die nächste zwei Tage.
Die erste Etappa führte uns nach Copacabana, ein Wallfahrts-, bzw. Erholungsort für die Einwohner Boliviens. Wir hatten nur einen kurzen Aufenthalt zum Mittagessen, das Essen war nicht schlecht, jedoch der Fisch mehr als tot, geschmeckt hat es trotzdem. Dann setzen wir die Fahrt bis zur Sonneninsel fort.
Nach der Ankunft wird unser Gepäck auf Esel verladen und zur Lodge transportiert. Die 200 Meter vom Ufer bis zur Lodge werden ganz schön anstrengend für die meisten der Gruppe. Unsere Unterkunft wurde nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut und liegt damit ganz weit vorn bei unserem Ranking der bisherigen Unterkünfte.
Da wir am nächsten Tag ausschlafen können, wird die Nacht zum Tag gemacht und der erste Tag in Bolivien ausgiebig gefeiert.
Spruch des Tages:Egal was passiert: Es liegt an der Höhe"
Wir wanderten dann zur nahgelegenen Nachbarbucht, um dann wieder ins Schiff einzusteigen und dann nach Okola weiterzufahren.
Santiago de Okola ist ein kleines Bauerndorf am Ufer des Titikakasees. Als wir ankommen werden wir von den Dorfbewohnern begrüsst. Die Gruppe wird auf die Dorffamilien aufgeteilt. Als wir die vorbereiteten Zimmer beziehen, merken wir, wie sehr wir Europäer verwöhnt sind: dass es einfach werden wird wussten wir, wie einfach es ist hätten wir uns nicht erträumt.
Nachher gehen wir mit Walter, unseren 14 jährigen Guide, auf Entdeckungstour am Strand. Auch wenn wir heute keine grossen Aktivitäten auf dem Plan hatten, war Faulenzen am Strand immer noch das Beste was wir tun wollten. Walter führt uns zum Abschluss noch zu seinem Onkel. Er hat frisches Brot gebacken.
Heute Abend sind wir bei den Bauern eingeladen, ein einfaches aber durchaus leckeres Essen. Danach entzünden die Bewohner noch ein Lagerfeuer, einfach herrlich. DJ Victor brachte seine Musikanlage und es wurde ein fröhlicher Abend. Leider bleiben beide Gruppen unter sich, da die Sprachhürde auch von Carlos nicht gebrochen werden konnte, dies war zwar Schade, liess sich jedoch nicht vermeiden.
Der bereitsstehende Bus bringt uns nach La Paz, ledier hängen die Wolken so tief, das die Cordillera Real im Verborgenen bleibt.
In EL Alto, kurz vor La Paz, kaufen wir 5 Hühner, um sie als Geschenk für das Sozialprojekt mitzunehmen. Auf dem Gelände werden wir bereits erwartet und begrüsst. Hier leben Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahre, welche Suchtprobleme mit Alkohol hatten und vorher auf der Strasse gelebt haben. Da Allerheiligen vor der Tür steht, haben die Jugendlichen die traditionellen Leckreien gebacken. Nicht schlecht. Figuren mit Gesicht und kleine Kekse, welche wir verkosten durften. Da unsere Zeit wieder wegzulaufen schien, ging es wieter nach La Paz.
Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel starterte die Citytour. Angefangen vom Mondtal bis hin zu Hauptplatz von La Paz, führte unsere kleine Stadtbesichtigung. Vor dem Stadium mussten wir einen Polizisten überreden, uns weiterzulassen, da im Stadium eine Teenieband ihre Gassenhauer zum besten gab. Daher waren auch alle junge Mädchen der Region auf den Beinen und blockierten den Platz rund ums Stadium. Während Carlos mit dem Cop verhandelte, wollte noch ein Auto die Sperre passieren. Dabei überrollte das Auto den Fuss des Cops. Der Bus brach fast vor Lachen zusammen, da wir genau mitansehen konnten wie das Auto den Fuss überrollte. Carlos musste sein Lachen verbergen, sonst wären wir vielleicht doch nicht vorbeigekommen.
Am Abend gab es tolles Essen, tolle Musik und tollen Ambiente, so kann es weitergehen.
Spruch des Tages:Als das Auto über den Fuss des Polizisten gefahren is, Kommentar aus der Gruppe: "Frauen!"
Abends kamen wir nach La Paz in unser Hotel zurück. Carlos begrüsste die Rückkehrer bereits an der Rezeption. Er opferte uns seinen einzigen freien Abend, um mit uns noch auf einen Absacker auszugehen. Wirklich prima, es scheint als hätte er genausoviel Spass mit uns wie wir mit ihm.
Spruch des Tages:Am Ziel gab es ein kleines Restaurant mit niedrig überdachter Terrasse. Nach dem 3500 M der letzten Tagen waren die 1500 M eine Erholung für alle. Mathias: "Ich könnte Luftsprünge machen, wenn es nicht so flach wäre."
Ab El Alto geht es nur noch über Schotterpiste vorwärts. Der Chacaltaya, früher ein beliebtes Skygebiet vor den Toren von La Paz liegt heute im Dornröschenschlaf. Kurz vor dem Ziel wird der Weg immer enger, die Abhänge immer steiler. Nach knapp 1,5 St. Fahrt haben wir unser Ziel erreicht, wir stehen an der Skibande auf 5300 Meter. Für die meisten ein neuer Höhenrekord. Auch wenn wir bereits die letzten Tage bereits auf knapp 4000 Meter verbracht haben, ist es sehr anstrengend genügend Sauerstoff in die Lungen zu bekommen. Da wir eine viAktivgruppe sind, wollten einige noch mehr und wagten den Anstieg an die Spitze des Berges. Es waren nur 90 Höhenmeter. Für alle zuhausegebliebenen kann man dies mit einem 500 M Anstieg im Mittelgebirge vergleichen. Jeder Schritt musste erkämpft werden. Der Ausblick entschädigte jedoch für die Strapazen.
Der Nachmittag wurde benutzt um die letzten Souvenirs einzukaufen bzw. den Lieben zu Hause Mails oder Postkarten zu schreiben.
Am Abend wurden wir vom Tomas (Leiter des viventura Büro in La Paz) zum Essen eingeladen. Als Fastgeschenk überreichte er uns ein viventura-Erinnerungs- T-Shirt. Vielen Dank für den netten Abend.
Spruch des Tages:Burckhard beim Probieren des T-Shirts: Ich habe nur meinen Winterkörper mit!"
Gegen Mittag erreichten wir überpunktich Oruro, den Heimatsort von Carlos. Hier ist unser Reiseleiter aufgewachsen. Nach einem Mittagessen und einer kleinen Stadtbesichtigung ging es zum Bahnhof. Hier wartete bereits der "Expressbummelzug" nach Uyuni. Heute reisen wir 1. Klasse: Liegesitze, DVD-Programm, Am Peak-Service.
Schon kurz nachdem wir Oruro verlassen haben, das erste Highlight: Der Zug passiert eine Kolonie vo Flamingos, nicht Zehn oder hundert Flamingos, nein, tausende von Vögeln gackerten und warteten vor unseren Objektiven.
Doch mit der Zeit änderte sich die Landschaft kaum noch. Es kehrte "Alltag" ein. Die lange Zugfahrt wurde mit Kartenspielen, Filme schauen oder Musikhören so angenehm wie möglich gemacht. Nach mehr als 7 St Fahrt erreichten wir schliesslich Uyuni, ein verschlafenes Nest, wo Fuchs und Hase sich verfehlen zum Gute Nacht sagen.
Ein Teil der Gruppe war noch so fit, dass sie das überschaubare Nachtleben erkundeten. Der Rest ging zu Bett, um für das Abenteuer Salar de Uyuni morgen fit zu sein.
Nachdem die Fotos im Kasten sind geht es mit drei Jeeps zum Salar. Ein bis zum Horizont fortlaufendes Meer aus Salz, ohne Sonnenbrillen könnte man das Schauspiel gar nicht aushalten. Zum Mittagessen auf dem Salar ging es zur Insel "Inkahuasi", eine von tausenden Kakteen übersäte Insel im Salzmeer, einige dieser Kakteen sind mehr als 10 Meter hoch und damit älter als tausend Jahre, was sie schon alles miterlebt haben sollen. Zum Essen bekamen wir unter der Beilagen eine einheimische Art von Kus-kus, namens Quinua.
Später ging es weiter zu Füßen des Vulkans Thunupa, der ideale Stop um Fotos von den Flamingos zu machen, auf der Rückfahrt hielten wir noch an einem Hotel aus Salz, hier sollten eigentlich einmal Gäste empfangen werden, dem Umweltschutz sei Dank wurde die Genehmigung entzogen und das steht heute als kleines Museum mitten im weissen Wahnsinn. Dann ging es zurück in unseres Hotel.
Der Abend sollte ganz anders als die Abende zuvor werden , denn diese Nacht gind es schon weiter nach Tupiza. Unser Zug fährt zur unortodoxen Zeit von 2:50 Uhr, was machen wir bis dahin? Zuerst einmal Essen gehen, Carlos führte uns in eine ausgezeichnete Pizzeria, exzellente Pizza in einem einfachem Ambiente, wer hätte das am Ende der Welt vermutet? danach machten die meisten der Gruppe bir 2 Uhr durch und dann nahmen unser Nachtzug zum nächsten Ziel: Tupiza
Spruch des Tages:Jemand von der Gruppe beim Fotografieren der Loks."Von hinten gefaellt es mir am besten!"
Unser Hotel liegt auswärts des Dorfes in einer sehr ruhigen Lage und das wird von einigen der Gruppe sehr gut ausgenutzt, um sich ein Bierchen im Garten zu gönnen und einfach das gute Klima zu geniessen.
Am Nachmittag treffen wir unsere Pferde, die uns in die roten Berge Tupizas entführen. Eine grosse Überraschung durften wir dabei erleben, als wir feststellen konnten wie gut einige der Gruppe reiten konnten. Die Anfänger blieben auch nicht zurück, denn als wir auf "freiem Gelände" befanden traten auf einmal und zur bösen Überraschung einiger unsere Pferde ins Galopp. Doch am Ende kamen wir alle heil von der Reittour zurück.
Am Abend bekamen wir zum Abendessen einen leckeren Ferkel, von dem am Schluss dank unserer Riesigen Wachhunde nicht mal die Knochen übrig blieben.
Doch zuvor haben wir noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns, Carlos hat uns bereits vorgewarnt, dass der Grenzübertritt von Bolivien nach Argentinien eine zeitintensive und nervraubende Angelegenheit sein kann. Deshalb wollten wir bereits um 6 Uhr Tupiza verlassen. Aus 6 Uhr wurde natürlich 6:30. Zu allem Überfluß blieb einer unserer Jeeps auch noch im Flussbett liegen; so dass wir die Grenzstation erst gegen 9:30 erreichten.
Nach Erledigung der Formalitäten auf bolivianischer Seite mussten wir noch zur Immigration auf argentinischer Seite. Hier war die Schlange der wartenden Menschen eigentlich gar nicht so lang, aber es wollte einfach nicht vorangehen. Ein bürokratischer Akt, der seines Gleichen sucht. verschärft wurde die Situation noch durch die Sonne, die auf de wartende Menschenmenge prasselte. Einer der Grenzbeamten war man höre und staune serbischer Herkunft und verstand Deutsch. Er vernahm auch unseren Unmut über die nahezu unerträglichen Verhältnisse, nach mehreren Diskussionen mit ihm wurden wir ein wenig vorgeschoben und durften die Grenze passieren. Gegen 13:30 waren alle nach einer nochmaligen Gepäckkontrolle durch und wir konnten unsere Reise fortsetzen. Auf uns warteten immerhin noch ca. 350 Km bis Salta.
Nach einer kleinen Stärkung mit Empanadas kamen wir gegen 20 Uhr in Salta an. Den Abend beschlossen wir mit einem guten argentinischen Steak - so lässt es sich Leben!
Spruch des Tages:Die Leute vom liegengebliebenen Jeep: Warum immer wir?
Ein herrlich strahlendblauer Tag mit Temperaturen bis an die 30 Grad wartet auf uns. Bis nach Cafayate sind es ca. 200 Km, die aber alles andere als langweilig sind. Nach einem Cafe am ersten Haltepunkt fahren wir in die Quebrada de Cafayate ein. Ein weites Tal mit allerlei Sandsteinformationen., das auch als Westernkulisse hervorragend verwendbar wäre.
Wir stoppten an verschiedene Aussichtspunkten und konnten diese beeindruckende Naturkulisse in vollen Zügen geniessen. Kurz vor Mittag erreichten wir das Weingut. Nach einem kurzen Rundgang wurden wir zur Weinprobe gebeten. 3 Weine standen zur Verkostung, geschmacklich gar nicht so schlecht. Die Sache hatte einen Haken. DAS war unsere Weinprobe (25min), leider zu kurz.
Am Nachmittag ging es wiederrum über mehrere Ausichtspunkten zurück nach Salta. Den Abend verbrachten wir bei argentinischer Folklore im Restaurant "La Penha". Es war schon beeindruckend zu sehen, wie emotional sich die Argentinier zu ihrer Musik bewegen können. Einige unserer Gruppe wurden unter tosendem Applaus der Anderen mit auf die Bühne gebeten. Kompliment an Tania und Matthias.
Für ein paar Leute unserer Gruppe endete der Abend erst in einer Discothek im Morgengrauen.
Spruch des Tages:Uwe beim Anblick der steilanfragenden Felswände im Teufelsrachen zur Gruppe: " Burckhard und Markus sind bestimmt schon oben!"
Am frühen Nachmittag fahren wir dann zu Busterminal, wir haben vor uns eine lange Nachfahrt in den Nordosten Argentiniens. Im Bus laufen den ganzen Nachmittag Filme pausenlos und nach einem leckeren Wein bleibt nichts anderes übrig als die verlorenen Schlafstunden der letzten Tage nachzuholen.
Die Temperaturen sind hier richtig hoch, bestimmt über 30. Nach einer 2 stündigen Fahrt kommen wir in einer Hacienda namen´s "La Chacra" an. 50 Hektar, wo Pinien, grüner Tee und Hierbamatte (das Nationalgetränk Argentiniens) angebaut werden. Diese Hacienda ist ein herrliches Haus, und bei dieser Hitze gehen alle sofort ins Swimmingpool.
Zum Mittagessen bekommen wir eine abkühlende Tomatensuppe, was allen sehr gut passt. Einige wagen es noch Tennis zu spielen, bei dieser Hitze!!!! Um 4 Uhr zeigt uns Ernesto die Plantagen und die Schreinerei, dann geht es wieder in den Pool. Einige lassen sich noch von einem Mädchen von Nachbarndorf massieren, bevor alle wieder zu Tisch gebeten werden.
Das Personal hier ist obernett und zeigt uns wie "Hierbamate" richtig zubereitet wird. Am Abend bekommen wir dann einen "Churrasco" (argentinische Bezeichnung für Rindersteaks) und geniessen dann noch von der Hitze hier im Nordosten Argentiniens.
Gegen Mittag erreichen wir ein weiteres Highlight unserer Reise: die Wasserfälle von Iguazu. Nelson, unserer lokalen Guide, spricht Deutsch mit einem alten Akzent. Er ist deutscher Abstammung, wie viele Tausende, die im Nordosten Argentiniens und im süden Brasiliens leben.
In den letzten Tagen hat es viel geregnet und deswegen gibt es jetzt drei mal so viel Wasser wie es normalerweise gibt, das ist ja gut für uns und trotz des wolkigen Tages, können wir noch viele gute Bilder machen.
Mitten in der Tour durch die Wasserfälle kommt ein kräftiger Regen, der uns alle abkühlt. Gegen 6 Uhr verlassen wir dann das Gelände und fahren zur brasilianischen Grenze. Nach allen Formalitäten sind wir auf brasilianischer Seite und nach dem Einchecken gehen wir auf unsere erste Caipirinhas ins nah gelegene Restaurant. Die Bedienung ist nicht nur nett, sondern auch sehr hübsch zur Freude der Augen einiger der Gruppe.
Dann ging es weiter zu den Wasserfällen, auf der brasilianischen Seite, die Sonne macht heute mit und das ermöglicht uns die besten Fotos zu knipsen.
Am frühen Nachmittag verlassen wir dann Iguazu und fliegen nach Rio de Janeiro, die ganze Gruppe ist gespannt, endlich mal am Strand, viel Sonne und Caipirinhas. Als unser Fahrer im Flughafen uns abholen will, zweifeln wir ob er unserer richtiger ist, denn auf seinem Zettel steht einfach ZIZZENTURA, ob wir damit gemeint sind?
Am Abend kommt das erste brasilianische Gericht auf dem Tisch, fast keiner in der Gruppe hat solche grosse Portionen erwartet.
Auf dem Zuckerhut erzählt er uns einiges über die Szenen von einem James Bond Film, der vor einigen Jahren hier gedreht wurden. Dann geht es weiter zum Corcovado, wo die Christus-Figur der Stadt steht, kein Wunder dass die zur Weltwunder erklärt wurde :-)
Wir fahren dann zum Maracana, das einst grösste Fussballstadium der Welt, und dann zum Sambodromo, die Allee wo die Sambaschulen ihr Bestes zum Karneval zeigen.
Mittags essen wir anders, im Restaurant wird unser Essen gewogen und wir zahlen so nur für das was wir vom Buffet geholt haben, interessant und sehr praktisch wie das die Brasilianer organisiert haben.
Am Abend nehmen wir einen öffentlichen Bus und fahren nach Copacabana, wo wir abend essen, anschliessend sitzen wir noch in einer Bar, wo die Caipirinhas auf sich nicht warten lassen. Als es spät wurde, regnete es so kräftig, dass die Strassen überschwemmt blieben und wir somit obligatorisch mehr Caipirinhas trinken mussten, bis der Wasserstand wieder zurückging. Im Hotel gingen wir noch heimlich auf dem Mini-Swimmingpool auf die Terrase und genossen noch die Erfrischung, bevor wir ins Bett gingen.
Die Mädels der Gruppe fahren nach Leblon und machen dann einen langen Spaziergang durch Ipanema, Copacabana, Botafogo bis Flamingo. >p> Als wir uns am Abend wieder treffen, haben einige der Gruppe eine leichte rötliche Färbung auf der Haut, woher das wohl kommen wird?. Es ist unser Abschiedsabend und wir gehen deswegen in ein Churrasco- Restaurant wo dann verschiedene Grillspezialitäten serviert werden.
Weil es Freitag ist, vibriert es richtig auf einigen Strassen im Zentrum, viel Samba, viele Kneipen, wir gehen zu den Toren von Lapa wo wir einfach auf der Strasse mitfeiern können. Sehr spät gehen wir heute ins Bett.
Am Nachmittag nehmen wir Abschied von Rio und machen uns auf dem Weg zum Airport. Es war wirklich schön!
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Nele