Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

09 Mai 2008 • Frankfurt - Lima

Unser Reisebus?...
Unsere erste Kirche hinter Gittern...

Hinflug

Pünktlich um 5:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit trafen wir Reisewütigen uns am Frankfurter Flughafen und starteten zwei Stunden später in Richtung Madrid. Nach einem kurzen unfreiwilligen Abstecher in das kolumbianische Bogota landeten wir mit 6 Stunden Verspätung endlich in Lima. - Es sei dazu gesagt: alle ohne Gepaeck.

Geduld und gute Laune hatten wir natürlich im Handgepäck. Sie bleiben uns also erhalten. Auch auf Roberto konnten wir uns verlassen. Er harrte bis zum bitteren Ende aus und empfing seine Mädeltruppe nachts 00:15 Uhr. Nach peruanischem Bier und Inka Cola fanden wir alle um 03:00 Uhr dann unser Bett.

10 Mai 2008 • Lima - Ica

Robertos Erdbebenbaum von 2007
Wir suchen unsere Koffer...

Besichtigung der Hauptstadt

Nach einer kurzen Nacht genossen wir unser erstes peruanisches Frühstück. Und Euro-Pablo war auch mit von der Partie. Er tauschte die Euronen in wertvolle Soles.

Dann holte uns Ursula zum Rundgang durch die Hauptstadt ab. Neben den Katakomben durfte der Plaza de Armas nicht fehlen.

Zwangshoppen musste sein, denn uns fehlt schließlich immer noch das Gepäck. Mittags gab es im schönen Stadtteil Barranco herrliche peruanische Köstlichkeiten vom Buffet: Ceviche mit Süßkartoffeln, Lomo Saltado, Chicharrones de Chancho. Kutteln zählten nicht so zu unseren Favoriten (außer bei Ute).

Den Bauch voller Leckereien, machten wir uns auf den langen Weg nach Ica. Ein kurzer Halt in Pisco erinnerte uns an die Auswirkungen des Erdbebens im letzten Jahr.

Zu später Stunde liesen wir uns standesgemäß bei peruanischer Techno-Musik eine Pizza und Hamburger schmecken. Und unser Gepäck fehlt immer noch. Buenas Noches!

11 Mai 2008 • Nazca - Ica

In der Piscobrennerei bei Ica
Nazca-Stimmung im Hotel San Marcelo

Auf den Spuren der Geschichte

Nach einem tollen Frühstück mit einheimischen Früchten, Spiegelei und Kaffee starten wir von unserer Hacienda in Ica zur Pisco-Brennerei. "Ein (oder zwei oder drei) Pisco am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen". Gut versorgt mit Pisco im Gepäck, machen wir uns auf den Weg nach Nazca, als uns der erlösende Anruf von Melanie erreichte. Unser Gepäck wurde gefunden und ist auf dem Weg nach Nazca. Hurra!!! Das wird ein Fest heute abend. Die Pisos sind schon reserviert.

Der Flug über die Nazca-Linien war ein Hit. Wir hatten einen süßen Piloten, der uns die riesigen Tiere und geometrischen Figuren aus schwindelerregender Höhe zeigte. Nach diesem Erlebnis fuhren wir ins Museo Antonini, wo uns Orlando eindruckvoll die Geschichte der Nazca-Kulur näher brachte.

Mit Geschichte voll beladen, gings in das Hotel San Marcelo und was sollen wir euch sagen, unser Gepäck ist immer noch nicht da. Jetzt gibts erstmal 5 Cervezas fria zur Beruhigung, bevor wir einen neuen Plan schmieden.

Brauchten wir aber doch nicht, da während unseres Barbecues die errettende Meldung kam und Roberto unser Gepäck abholen konnte. Salud! Unser Bier schmeckt uns wieder und der Pisco folgt . . .

12 Mai 2008 • Nazca - Puerto Inka

Auf den Dünen...
Seelöwen-Beobachtung

Rasante Wüstenbuggytour

Wir starteten früh in unseren Tag. Um 7 Uhr stand unser Wüstenbuggy vor der Tür und wir heizten und knatterten durch die tolle peruanische Pampa. Ein kurzer Stopp an alten Stätten der Nazca-Kultur und am Fossilienfeld.

Unser Guide Juan Carlos gab nun bekannt: Kulur ist nun genug, jetzt gibts Abenteuer. Los gehts über die Kämme der Sanddünen, bis es im Bauch piekst.

Und dann . . . Sandboards raus! Wer traut sich als erster? Es ist ein Wahnnsinnsgefühl auf der Düne zu stehen.- Schluck. -Und dann runter. Unser Adrenalinspiegel ist im Ausnahmelevel!

Das leckere Mittagessen liesen wir uns an den Klippen der Bahia San Fernando schmecken. Condorflugbeobachtung ist hier inklusive. Der Pisco durfte nicht fehlen.

Auch Seelöwen, Pelikane und Pinguine hielten wir auf den Fotos fest. Gracias, Juan Carlos!

Am Spätnachmittag trafen wir wieder auf unseren Bus und landeten im Dunklen in Puerto Inka.

13 Mai 2008 • Corire - Puerto Inka

Unser Begleitfahrzeug Richtung Majes-Tal
Frühstück....

Auf dem Weg ins Majes-Tal

Das neu kennengelernte Geräusch "Meeresrauschen mit Fensterklirren" begleitete uns die gesamte Nacht. Nach dem Frühstück genießen wir bei Tageslicht die wunderschöne Bucht vor der Zimmertür.

Dann machten wir uns auf den langen Weg nach Corire, 6-7 Stunden Fahrt planten wir dafür ein. Ein kurzer Zwischenstopp in Camana zur Stärkung und dann gings weiter ins Majes-Tal.

Es war schon fast dunkel als wir ankamen. Am Abend wurden wir mit einem Garnelen- und Flusshrimpsessen belohnt, frisch aus dem Fluss - einfach köstlich!

14 Mai 2008 • Corire - Cabanaconde

Petroglyphen im Majes-Tal
Immer weiter Richtung Anden...

Auf nach oben!

Heute tasteten wir uns in die Anden vor, doch zunächst stand Kultur auf dem Programm. Wir spazierten auf einem großen Steinfeld und schauten uns die Petroglyphen an. Danach gabs Jurassic Park a la Peru. Die Dinofussabdrücke grüßten.

Gegen Mittag nahmen wir den Pfad Richtung Cabanaconde auf. Nach 4 Stunden zeigten sich die ersten 6000er. Ein beeindruckendes Bild und die ersten Auswirkungen der Höhe machten sich bei uns breit (bei 4100m). In Huyambo spielten Antoinette und Ute Weihnachtsmann und teilten Farbstifte und Malbilder an die Kinder aus. Im Dunkeln verliesen wir endlich unsere Buckelpiste und kamen in Cabanaconde an.

Pisco fiel aus, und so begossen wir uns am Abend mit Coca-Tee. Für die lange Fahrt wurden wir mit einem hervorragenden 3-Gänge-Menü überrascht: Quinoa-Suppe, Alpaka-Steak und Pfannkuchen. Völlig erschöpft fielen wir in unsere Betten.

15 Mai 2008 • Colca-Schlucht - Arequipa

Am Cruz del Condor
Die neuen Novizinnen (?)

Auf die Räder, fertig, los…

Dies sind die Highlights, die die Tourteilnehmer entsprechend des geplanten Tourablaufes heute erleben werden: Bevor wir den Colca Canyon heute verlassen, haben wir die Möglichkeit einen der größten Vögel der Welt zu beobachten. Am Cruz del Condor, einer Aussichtsplattform gleiten die Vögel majestätisch über unseren Köpfen hinweg, die Tiere nutzen die Morgenthermik zum Aufstieg. Unser Guide wird uns vieles zu den Vögeln, aber auch zur Geschichte und Kultur des Colca Canyons erläutern. Der Ort ist übrigens alles andere als ein Geheimtipp, jede Menge Busse bevölkern den Cruz del Condor. Um uns von der Masse zu entfernen holen wir heute unsere Moutainbike Räder heraus. Wir fahren gemeinsam entlang des Condor Tals und werden von einigen malerischen Aussichtspunkten Fotos schießen können. Vom Fahrrad aus können wir auch die zahlreichen Indigenas beobachten, die im Colca Tal noch traditionell gekleidet sind. Während der Tour haben wir die Möglichkeit die "Tuna-Frucht" zu probieren, eine typische Obstsorte aus dem Colca-Tal. Nach dem Ende der Mountainbike Tour wartet ein Erholungshöhepunkt auf uns. In Chivay geht es in das frisch renovierte Thermalbad. Verschieden große Becken mit gut temperierten Wasser und einer spektakulären Landschaft lassen uns die Anstrengungen vom Vortag vergessen. Gut erholt verlassen wir die Colca-Schlucht und fahren in Richtung Puno am Titicacasee. Unterwegs im Altiplano können wir mit ein wenig Glück an verschiedenen Lagunen sogar Andenflamingos beobachten.

16 Mai 2008 • Arequipa - Buenos Aires

Welch ein anstrengender Tag....
Suchbild....

Stadtbummel und Sozialprojekt

Heute war einmal ausschlafen angesagt. 8.30 Uhr Frühstück - eine Traumzeit! Danach warteten Sonja und Lena von viventura auf uns und los ging es zur peruanischen Schule. Mit einigen Geschenken für die Kinder und voller Spannung trafen wir dort ein.

Was uns dort erwartete? Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren mit leuchtenden Augen. Der Eindruck war für uns kaum in Worte zu fassen. Die Neugier lag auf beiden Seiten, als wir in die Klassenzimmer sahen und mit den Jungs Fußball spielten. Heiß begehrt waren unsere Digitalkameras, da die Kinder quietschvergnügt waren, wenn sie sich im Bildschirm sahen.

Lecker Essen gab es im viventura-Büro. Nochmals Danke an Carmencita. Interessante Gespräche mit dem Team, wir wollten gar nicht mehr gehen. Danke für die Gastfreundschaft und den schönen Nachmittag!

Da es uns so gut gefiel, kamen wir zur City-Tour glatt zu spät. Aber unsere liebe Viviana wartete am Kloster Santa Catalina auf uns. Eine sehenswerte Anlage. Auch die Plaza de Armas durfte nicht fehlen.

Viviana verabschiedeten wir in einem landestypischen Cafe. Torte inklusive :-) Und Roberto, was für ein Mann!!! Mit 4 Frauen shoppte er anschließend im Großstadtdschungel.

17 Mai 2008 • Cuzco - Arequipa

Die Mannschaft vor der Pumakralle
Aufmarsch unter der Cuzco-Flagge

Auf der Spuren der Inkas

Frühstück war für 05:00 Uhr angesagt, d.h. die Nacht war kurz. Um 06:45 Uhr startete unser Flieger in Richtung Cuzco. Was sahen wir auf dem Gepäckband??? Unsere Reiseutensilien. Es klappt also doch noch.

In Cuzco selbst ließen wir es bei 3.300 m Hoehe erstmal ruhig angehen - ein Besuch in der eindrucksvollen Kathedrale und der Rundgang um den Plaza de Armas. Für unser Mittagessen hatten wir ein besonderes Plätzchen gewählt. Von einem Balkon mit Blick über den Plaza de Armas und auf das bunte Treiben drum herum ließen wir es uns schmecken.

Ein kurzer Bummel durch die Strassen und dann ging es zur Erkundungstour. Auf dem Programm standen die alten Inka-Ruinen über der Stadt. Der Blick von oben auf Cuzco ist fantastisch. Wieder unten angekommen besichtigten wir das Kloster Santo Domingo mit seinen alten Ruinen aus der Inka-Zeit.

Im Hotel gab es ein Briefing für unser großes Vorhaben, den Inka-Trail. Und morgen früh gehts los.

Das Cuy muss noch warten. Was es ist, verraten wir später.

18 Mai 2008 • Cuzco - Machu Picchu

Ankunft am Machu Picchu
Eine Bromelie; gesehen auf dem Inkatrail

Entlang des Inkatrails

Um 06:50 Uhr fuhr unser Zick-Zack-Zug Richtung Machu Picchu durch wunderschöne Landschaften.

Auf einmal stoppte der Zug und Celso, unser Guide, lies uns bei Kilometer 104 aussteigen. Dick mit Sonnencreme und Insektenlotion eingerieben, mit Sonnenhut und viel Wasser ausgerüstet, machten wir uns auf den Weg. Die Reise sollte viel Schweiss und Kraft kosten. Nach 3,5 Stunden erreichten wir die alten Inka-Ruinen von Wyña Wayna, die toll in die Berglandschaft eingebettet liegen. Und dann, nach Mittagspause und nochmals 1,5 Stunden Wanderung, standen wir am Sonnentor. Welch ein Blick auf Machu Picchu! Das war die Belohnung für alle Anstrengungen des Tages. Weitere 2 km Weg lagen noch vor uns. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir die verlorene Stadt. Ein unvergesslicher Moment!

In der Dämmerung sind wir alle totmüde, aber glücklich in Aguas Calientes angekommen. Schließlich gab es aber doch noch Kraft für ein gemütliches Abendessen.

19 Mai 2008 • Cuzco - Machu Picchu

Achtung: Inka-Geschichten!
Eine bunte Orchidee im Nebelwald

Die verlorene Stadt der Inkas

Um 06:00 Uhr geht es mit einem der ersten Busse nach Machu Picchu. Oben angekommen, gibt es zunächst den Beweisstempel in den Reisepass. Dann geht die Sonne auf! Wir können unsere Finger gar nicht vom Auslöser der Kameras bekommen.

Später erzählte Localguide Celso uns - wiederum mit viel Charme - die vielen Machu Picchu - Theorien. Er führte uns informativ und pfiffig durch die faszinierende Ruinenstadt. Ab und zu durften wir uns in alten Grabkammern ausruhen (die Mumien sind aber bereits im Museum).

Nach den Strapazen des Vortages wagen nur 2 Mann (Entschuldigung: zwei Frauen) den beschwerlichen Aufstieg zum Wayna Picchu. Ute und Antoinette tummelten sich weiter in der Ruinenstätte und suchten sich einen gemütlichen Platz, um die enizigartige Atmosphäre in Ruhe genießen zu können.

Am späten Nachmittag nimmt uns der Backpacker-Zug wieder mit nach Cuzco.

20 Mai 2008 • Aguas Calientes

Cuy!
Kaffee und Kuchen in Cuzco

Unser freier Tag

Juhu, heute haben wir einen Tag zum Ausspannen. 8.30 Uhr Frühstück und dann Erholung für alle. Ute und Antoinette gingen auf Suche nach dem perfekten Alpaca-Outfit und fanden es am späten Nachmittag. Judith und Anett schwangen sich in den Sattel und schauten sich die Landschaft um Cuzco an.

Tortentime um 15.00 Uhr! Wir genossen in vollen Zügen, bis nichts mehr in uns hineinging. Anschließend wieder Shoppig mit Roberto und dann wieder essen.

Unser Special-Menue: Cuy in der feinsten Variante. Was kann ein Meerschweinchen doch lecker sein!!! Darauf einen Anisschnaps und das Glück ist vollkommen.

21 Mai 2008 • Cuzco - Capachica

Kind mit Alpaca im Altiplano
Mittagspause in Juliaca

Auf dem Weg in die touristenfreie Zone

Wir starteten früh zum höchstschiffbaren Binnensee der Welt. Eine lange Fahrt liegt vor uns. Die ist aber leicht zu verkraften, da zwischendurch uns wieder die Torten in einem Café in Juliaca anlachten.

Auch die Ruinen von Raqchi (alte Lagerstätten der Inkas)schauten wir uns an.

Voller Spannung trafen wir in Capachica ein. Unsere Gastfamilie empfing uns sehr herzlich. Nach einem Rundgang bezogen wir unsere Minihäuser aus Lehm.

Vor dem Abendessen genossen wir einen tollen Sonnenuntergang am Titicacasee.

22 Mai 2008 • Capachica

Mit Emiliano auf Wanderung
Ein toller Blick über den Titikakasee

Relax-Tag am Titicacasee

Unser Relaxtag begann mit einem guten Frühstück. Um 09:30 Uhr starteten wir mit unserem Gastvater Emiliano den Spaziergang am Titicacasee. Nachdem wir Wissenswertes über Kräuter und Büsche erfuhren, landeten wir am Steinstrand. Nur eine von uns traute sich die kalten Fluten (9°C.). Aber nur 10 Sekunden. Das Wasser war einfach zu kalt.

Dann bog Emiliano schon mit einem Boot (lt. Antoinette eine Nußschale) um die Ecke.

Am Nachmittag bekamen wir dann Kinderbesuch. Utes und Antoinettes mitgebrachte Malsachen waren wiedermal gefragt. Ebenso Kekse und Schokoladenbonbons.

Wir waren ganz kräftig aus der Puste, als wir mit den Jungs auf 3.700 m Höhe Fußball und "faules Ei" spielten. Anschliessend sorgten Judith und Utes MP3-Player für Partystimmung.

Bei Sonnenuntergang verabschiedeten wir uns von den Kleinen. Es war einfach klasse !!!

23 Mai 2008 • La Paz - Capachica

Bei den Uros vor Puno
Vor dem Sonnentempel in Tiwanaku

Adiós Peru; Buenos tardes Bolivia

Es gab schon um 05:30 Frühstück, das wir bei Sonnenaufgang genossen. Wir verabschiedeten uns von Capachica und fuhren zum Hafen, um das Boot Richtung Puno zu besteigen.

Unterwegs besuchten wir eine der schwimmenden Inseln der Uros, wo wir auch vom lokalen Schilf (Totora) probierten.

Wir tuckerten weiter, vorbei an Disney - Uros nach Puno.

Weiter ging es per Bus Richtung La Paz, mit Mittagspause über dem Lago Titicaca.

In Desaguadero sagten wir Peru Adiós und betraten bolivianischen Boden (zum Küssen gerade nicht einladend). Immer noch en Route nach La Paz, erwanderten wir noch kurz die Prä-Inka - Tempelanlagen von Tiahuanacu. Unser Bus fuhr weiter durch El Alto. Hier waren wir unvermittelt hoch über dem Talkessel von La Paz. Welch ein Aussicht!

Krönender Abschluß des Tages: ein leckeres Abendessen (Lamasteak) in einem typischen bolivianischen Restaurant. Als Magenberuhigung diente einen von Gastwirt spendierten Phytonschnaps, aber nicht für Anett.

24 Mai 2008 • La Paz

Beim Briefing für die Mountainbiketour
Am Hexenmarkt von La Paz

Höchste Metropole der Welt/ Action im Nebelwald

Nach einer Nacht in La Paz begaben sich Ute, Antoinette und Roberto am Vormittag auf eine kleine Stadttour. Eines vorweg: den Preis der schönsten Stadt Südamerikas wird La Paz auf absehbare Zeit nicht gewinnen. Dennoch besitzt die Stadt einen gewissen Reiz, der sich insbesondere aus ihrer Lage in einem Talkessel zwischen verschiedenen Gebirgszügen und aus den teilweise sehr chaotischen Verkehrsverhältnisse (zumindest in der Augen ordnungsliebender Deutscher) ergibt.

Zuerst ging es zum Valle de La Luna, einer interessanten "Mondlandschaft" unterhalb der Stadt. Von dort hat man einen schönen Blick auf einige Anwesen der oberen Zehntausend von La Paz.

Nächster Stop war eine Aussichtsplattform, von der man einen schönen Überblick über La Paz hat. Dort wurde uns ein Problem deutlich, mit dem La Paz ab seiner Hanglage zu kämpfen hat: Erdrutsch und Erosion.

Weiter ging es dann zum historischen Zentrum mit der Plaza Murillo, inkl. Kathedrale, die allerdings den Vergleich mit anderen Städten auf unserer Reise nicht standhält. Sehr interessant war jedoch der Hexenmarkt.

Parallel wagten sich Judith und Anett auf die Death Road der Panamericana. Nein, nicht per sicherem Bus, sondern per Mountainbike.

Wir starteten von 4.700 m und schlängelten uns auf ausgebauter Straße und dann auf der Schotterpiste auf 1.300 m hinunter. Und gleichzeitig von klirrend kalt und Null-Vegetation in tropische Temperaturen und Regenwald. Es hat sich absolut gelohnt!!!

Und der Muskelkater wird morgen grüßen.

25 Mai 2008 • Uyuni - La Paz

Auf mit dem Zug nach Uyuni!
Auf dem Busbahnhof von La Paz

Auf dem Weg zum Salzsee

Wir gingen erstmal entspannt zum Frühstück. Danach Sachen gepackt und ab auf Shoppingtour. Es lohnte sich. Anschließend schnell noch ein Capucchino.

Dann wartete der Busbahnhof auf uns und pünktlich starteten wir zunächst in Richtung Oruro. Weiter mit dem Zug nach Uyuni. Unsere Ankunft war für 2:30 Uhr vorgesehen. Die Zeit liessen wir uns aber nicht lang werden. Reiseführer lesen, Musikhören, DVD schauen und ein guter Schluck Cola-Rum sorgten für gute Laune. Angekommen fielen wir einfach nur noch in unsere Betten.

26 Mai 2008 • Chuvica - Uyuni

Auf dem Eisenbahnfriedhof von Uyuni
Im Salar de Uyuni

Der Salzsee lässt grüßen

Die Sonnenbrillen auf den Nasen und auf in die weiße Wüste! Die Landschaft ist unglaublich! Unsere Finger gingen vom Kameraauslöser gar nicht mehr herunter. Immer wieder zeigten sich tolle Motive.

Ein kurzer Stopp an einem echten Salzhotel (Betten, Tische und Stühle natürlich auch aus dem Rohstoff), lieferte ein neues Fotomotiv.

Unser leckeres Mittagessen (Steak, Kartoffel- Nudelsalat und Gemüse) ließen wir uns am Fuße der Isla Incahuasi (einer Kaktusinsel) schmecken. Und dann flogen die Finger wieder über die Auslöser unserer Kameras. Die Kaktusinsel wurde erobert. Herrliche Ausblicke über den Salar de Uyuni.

Kurz vor Sonnenuntergang bezogen wir unser Quartier in Chuvica. Ach ja, zur Abwechslung gab es Pollo. ;-)

Wir sind uns einig. Diese Eindrücke gehen auf die Highlight-Liste.

27 Mai 2008 • Chuvica - Atacama Desert

Wir 4 mit Vizcacha (siehe oben)
Flamingos in der Laguna Hedionda

Chile ruft

Judiths Wecker klingelte um 3.30 Uhr!!!! Alle wach, außer Judith… . Wir frieren, Wasser und Strom gabs erst um 4 Uhr.

Unser Jeep setzte sich mit uns in Bewegung. Alle schliefen, außer Judith. Den Sonnenaufgang genossen wir bei Eiseskälte. Über die schlimmste Holperpiste gings zu den verschiedenen Lagunen. Flamingos und Andenmöwen säumten die zum Teil zugefrorenen Gewässer. Trotzdem gab es ein einmaliges Andenpanorama!

Es folgten wieder bizarre und surreale Landschaften. Vicuñas und Vizcachas sind die einzigen Bewohner der Region.

Auf 4900 m Höhe zeigte sich die Erde wie in ihrer Urzeitphase: Geysire. Das nächste Sehenswürdigkeit wurde nach ein paar Minuten sichtbar: Thermalquellen. Judith und Anett wärmten sich die Füße. Wir verschweigen das Gefühl, als die Füße wieder herauskamen.

Dann passierten wir die chilenische Grenze. Die Grenzbeamten waren gut gelaunt und filzten unser Gepäck glücklicherweise nur oberflächlich. Den Rum fanden sie nicht!

Im Wildwest-Village angekommen, ließen wir uns nach der langen Fahrt und heißer Dusche das Abendessen am offenen Feuer schmecken.

28 Mai 2008 • San Pedro De Atacama

Im Valle de la Luna
Die Kirche von San Pedro d.A.

Chilenische Landschaften

Nach ausreichend Schlaf brachten wir mit unserem Tagebucheinträgen die restliche Welt erstmal auf den neuesten Stand. Dafür gönnten wir uns zur Belohnung einen Cappuccino bei Katy.

Am Nachmittag machten wir uns auf, um die herrlichen Landschaften der Atacama zu bewundern. Mit zwei Jeeps gings zum Tal des Todes und zum Mondtal. Bizarre Felsformationen, tiefe Schluchten und hohe Felsen hielten wir mit unseren Kameras fest. Fantastische Eindrücke entstanden auch bei einer Bergwanderung zum Sonnenuntergang mit Blick auf den Vulkan Licancabur. Der passende Drink durfte natürlich nicht fehlen.

Nachdem das Dunkel über uns hineinbrach, wartete ein weiteres Highlight auf uns. Die Sternwarte von San Pedro de Atacama. Eindrucksvoll informierte uns Alain über die Himmelskörper. Die Kälte vergassen wir bei seinen kurzweiligen Vortrag fast.

Dann starteten wir unser Abschiedsessen. Bei chilenischem Rot- und Weisswein ließen wir unsere Eindrücke noch einmal Revue passieren.

29 Mai 2008 • San Pedro De Atacama - Santiago de Chile

Abschied von San Pedro
Ein Bild vom Saturn durch das Teleskop

Weiter gehts in die Hauptstadt

Wiedermal war ausschlafen angesagt. Danach frönten wir unserem Hobby: Cappucchino trinken und Souvenirs einsammeln.

Um 14 Uhr machten wir uns auf in Richtung Calama. Ein kurzer Rundgang durch die Stadt, Verabschiedung von Roberto und ab in den Flieger nach Santiago. Am späten Abend landeten wir in der Hauptstadt und freuen uns auf die Erkundungstour am morgigen Tag.

30 Mai 2008 • Santiago - Santiago de Chile

Santiago de Chile
Plaza de Armas

Adiós Südamerika!

Tja, nun ist der letzte Tag gekommen. Doch bevor es wieder in die heimischen Gefilde geht, schlendern wir noch mit Katharina durch die Straßen Santiagos - wieder ein Plaza de Armas, eine Kathedrale. Dann steigen wir auf den Gründungshügel der Hauptstadt. Von dort gibt es einen hervorragenden Blick auf die Stadt.

Zwischendrin ein kurzer Stopp im "Cafe mit Beinen" und dann gehts über den Fischmarkt. Köstlichen Fisch genießen wir beim Mittagessen, Pisco Sour natürlich eingeschlossen! Auf dem nächsten Aussichtspunkt "Cerro San Cristobal" schießen wir die letzten Bilder unseres südlichsten Reiseortes. Am Hotel wartet schon der Fahrer, der das Gepäck und leider auch uns zum Flughafen bringt. Adios Südamerika!!!