Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Hurra, Urlaub, es kann los gehen!
Alle Reisegruppenteilnehmer hatten gegen 6:00 Uhr deutscher Zeit in Berlin und Frankfurt pünktlich eingecheckt. Die lange sechsstündige Wartezeit in Madrid überbrückten wir mit Spiel, Spaß, bummeln, essen und trinken.
Gegen 17:00 Uhr ging es dann ENDLICH los in Richtung Lima. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle, denn die tropischen Wirbelstürme kreuzten zum Glück nicht unsere Route.
Alle waren 12,5 Stunden später froh, daß wir um 22:00 Uhr Ortszeit in Lima unsere Gliedmaßen wieder strecken konnten.
Holger hatte beim Zoll leider die rote Lampe erwischt und musste zum Sicherheitscheck seines Gepäcks. Als auch dies ohne Probleme überstanden war, nahm Karol, das ist unsere Reiseleiterin für die nächsten Wochen, Renate & Hans, Christina & Ralf, Ursel & Dietmar, Sabine & Harald, Holger, Heike und Frank herzlich in Empfang.
Nun begann sie, unsere lang herbeigesehnte Reise. Trotz später Stunde, ließen wir uns im Hostal zum Abschluss des Tages noch ein Cerveza schmecken. In gemütlicher Runde, machten wir uns alle miteinander bekannt.
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Von der Hauptstadt in die Oase
Nach dem pünktlichen Frühstück starteten wir gegen 9.00 Uhr unseren Fußmarsch zur Stadtführung. Isabell, unser lokaler Guide, gab sich in perfektem Deutsch große Mühe, uns in kurzer Zeit die wesentlichen Sehenswürdigkeiten näher zu bringen. Zum Glück der Fotografen fehlte eigentlich nur die Sonne, die sich bei typischem Lima-Wetter aber hinter Nebelschwaden versteckte.
Vor dem Präsidentenpalast wurden wir mit militärischen Ehren empfangen. :-) Eine Ehrenkompanie und ein Musikkorps bildeten eine schöne Ergänzung zu den prächtigen Gebäuden. Als Christina diese Zeremonie fotografisch festhalten wollte und dabei auf eine Bank stieg, wurde sie sofort von einer Polizistin per Trillerpfeife zur Ordnung gerufen.
Auch den Besuch der Katakomben unter dem Franziskanerkloster bei dem tausende Knochen und Schädel zu sehen waren, überstanden alle unbeschadet an Leib und Seele!
Anschließend ging die Fahrt in den Stadtteil Barranco, wo wir in einer schönen alten Hacienda ein opulentes Mittagessen zu uns nahmen. Karol bemühte sich sehr, uns mit den Spezialitäten der kreolischen Küche, die um Lima und Ica vorherrscht, bekannt zu machen. Für besonderen Gaumenschmauß sorgten bei Einigen die Desserts und wir verkosteten den uns unbekannten Saft namens CHICHA-MORADA.
Mit vollgefüllten Bäuchen liefen wir dann noch zum Strand des Pazifiks. Temperaturen und Wetter waren aber der Jahreszeit entsprechend und ließen keinen Gedanken an ein Bad im Pazifik aufkommen…
Auf der anschließenden Fahrt nach Ica, verschwommen die Nebelschwaden und die Landschaft zu einem einheitlichen Grau, so daß viele von uns den fehlenden Schlaf nachholten. Beim Abendessen machte sich noch die Völlerei vom Mittag bemerkbar. Bei allen fielen die Portionen dann doch recht klein aus. Der plötzlich sichtbare Vollmond und der Sternenhimmel, ließen bei einigen noch Hoffnung auf schöne Sonnenaufgangsfotos am nächsten Morgen keimen.
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Immer entlang der Panamericana
Harald war bereits um 05.30 Uhr auf den Beinen, um den Sonnenaufgang in der Oase nicht zu verpassen. Aber dicke Nebelschwaden machten all seine Hoffnungen zu nichte. Kurz nach unserer Abfahrt verzog sich zum Glück der Nebel und so konnten wir noch einen Eindruck von der Oase Huacachina mit ihren ca. 100 m hohen Sanddünen erhaschen.
Die Sonne hellte unsere Laune sichtlich auf und der Besuch in der Pisco-Brennerei setzte der Stimmung noch einen drauf. Bei unserem "zweiten Frühstück", dem Verkosten von verschiedenen Sorten Pisco, hatten wir jede Menge Spaß. Eine kleine Gruppen-Fotosession an der Bar mit jeder Menge Flaschen, beendete diesen Besuch und war ein gelungener Start in einen wunderschönen Tag. Bei blauem Himmel und bis auf 30 Grad Celsius steigenden Temperaturen, war dieser "Wintertag" viel angenehmer zu ertragen, als die graue Nebelsuppe der Vortage.
Unsere Fahrt durch die Wüste wurde durch das Grün in den Flusstälern aufgelockert. Wir machten unterwegs viele Foto-Stopps und zur Erfrischung gab es einen Apfelsinen-Shake. Kurz vor Nazca besuchten wir das Maria Reiche Museum und bestiegen danach einen Aussichtsturm. Das war eine gute Einstimmung auf den Rundflug über die Nazca-Linien.
Der Andrang am Flughafen hielt sich entgegen Karols Befürchtungen in Grenzen. Wir mussten nicht lange warten und um 15.00 Uhr startete die erste Maschine mit 5 Leuten aus unserer Gruppe. Die Piloten flogen mit kleinen Cessnas steile Kurven, um allen Insassen die verschiedenen Darstellungen der Nazca-Linien zu zeigen. Für Einige war dies schon eine ganz schöne Belastung des Magens, aber alle bestanden den Flug sehr gut! Ralf flog als 11. Mann unserer Gruppe ca. 1 Stunde später und wir werden sehen, ob er den tieferen Sonnenstand für gute Fotos nutzte. Vorsichtshalber kauften sich einige Fotografen dann doch noch für die bleibende Erinnerung an die Nazca-Linien ein paar Postkarten.
Ein wenig Zeitverzögerung gab es, da das erste Team um Dietmar vor dem Abflug kein Cessna-Gruppenfoto geschossen hatte. Doch Heike, (wer sonst?), organisierte mit Hilfe von Reiseleiterin Karol, daß das Bodenpersonal die "Crew" noch einmal auf das Startfeld laufen ließ. Damit hatten auch Dietmar, Ursel, Christina, Ralf, Holger und Sabine ihr Erinnerungsfoto. Mit tiefer stehender Sonne und aufkommendem Wind, sanken die Temperaturen merklich ab und wir wurden erinnert, daß Winter in Peru ist.
In Nazca besuchten wir dann noch ein sehr interessantes Museum, in dem die kulturelle Vielfalt dieser Gegend in der Vorinkazeit anschaulich dargestellt wurde. Mit einem netten Grillabend klang dieser ereignisreiche, schöne Tag aus. Nur die Wein-Trinker Ursel, Dietmar, Frank und Heike, hatten sich bei der Wahl der Rotweinsorte ordentlich vergriffen…
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Viel Fun in der Wüste
Nachdem wir gefrühstückt und unser Tagebuch aktualisiert hatten, ging kurz nach 08.00 Uhr unser heutiges Abenteuer los.
Wir einigten uns schnell, wer in dem offenen Buggy und wer in den beiden komfortablen Geländewagen Platz nahm. Die Fahrt ging erst einmal zu einem heute noch genutzten Aquädukt, an dem wir die kulturellen Leistungen der Menschen vor 2.000 Jahren bestaunen konnten. Die teilweise ausgegrabenen und rekonstruierten Reste der Pyramiden von CAHUACHI verstärkten diesen Eindruck noch. Auf den von Grabräubern durchwühlten Gräberfeldern, lagen gebleichte Gebeine, Keramikscherben und Stoffreste in denen die Mumien damals bestattet wurden, wild durcheinander.
Nach so viel Kultur fuhren wir zum Gaudi in die Wüste. Zunächst reduzierten die Guides den Reifendruck und dann ging die Fahrt auf mehr als 100 m hohe Sanddünen, auf denen uns die Fahrer mit tollen Manövern ihre Fahrkünste bewiesen. Auch unsere Damen genossen die wilden "Achterbahnfahrten", bei denen die Autos an ca. 60 Grad steilen Abhängen hinabsausten. Einen unfreiwilligen Fotostopp direkt auf der Kante einer Düne, bescherte uns der 3. Geländewagen, welcher immer wieder im Sand stecken blieb…
Den Höhepunkt dieses Wüstenabenteuers bescherte uns das Sandboarding. Auf dem Gipfel einer hohen Düne wurden die Sandboards ausgepackt, und unsere Karol brauste als erste mutig die Düne herunter. Danach stürzten auch wir uns der Reihe nach Kopfüber in die Tiefe. Da uns das Sandboarding so viel Spaß gemacht hat, ermöglichten uns die Guides dieses Vergnügen noch ein zweites Mal! Das nutzte diesmal auch unsere Renate aus und hat es nicht bereut!!! Als die Fahrer später mit einigen Mühen den Sanddünen entkommen waren, ging es in rasanter Fahrt durch eine bergige Steinwüste in Richtung Küste. Bisher war es sonnig und sehr warm, aber plötzlich kamen vor der Küste ein kalter Wind und Wolken auf. Die Fahrt im offenen Buggy wurde zum absoluten Härtetest! Jetzt begriffen wir, warum uns Karol Pudelmütze :-)) Schal und Handschuhe empfohlen hatte.
Einige Zeit später erreichten wir die Pazifik-Küste bei der Bahia San Fernando. Mit gefülltem Magen sahen wir dem Treiben in einer großen Seelöwenkolonie zu. Auf dem Rückweg wurden die Federn und Stoßdämpfer der Fahrzeuge, sowie unsere Bandscheiben nochmals ordentlich beansprucht. Nach 8 Stunden Wüstenpiste waren wir dann aber doch froh, als wir auf der Panamericana in unseren komfortablen Bus steigen konnten und nutzten die 3 Stunden Fahrt bis Puerto Inka zur Regeneration. Diesen sehr erlebnisreichen Tag begossen wir mit einem Pisco-Sour, den uns Karol spendierte! :-))
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Eine lange Fahrt mit Spanisch-Unterricht
Der Morgennebel war schnell verflogen und so konnten wir Puerto Inka bei Sonnenschein bewundern. Neben dem Hotel waren die Ruinen der Anlagen zu besichtigen, in denen zur Inka-Zeit die hier gefangenen Fische und andere Meerestiere konserviert und zum Weitertransport nach Cuzco vorbereitet wurden. Die kleine Wanderung um den alten Inka-Hafen zu erkunden, war eine willkommene Bewegungsmöglichkeit, bevor wir wieder stundenlang im Bus sitzen "durften". Hans und Harald nahmen zum Abschluss freiwillig eine Kneipp-Anwendung ihrer Unterschenkel im ca. 12 Grad kalten Pazifik. Dietmar dagegen setzte unfreiwillig seine Füße MIT Schuhen ins Wasser…
Während der folgenden Fahrt auf der Panamericana, konnten wir immer wieder fantastische Ausblicke auf die Küste genießen und die Wüste veränderte ihr Aussehen ständig. Nur die wenigen, aus den Anden kommenden Flüsse, ließen an ihren Ufern Landwirtschaft und damit Leben zu. Damit es während der langen Fahrt nicht zu langweilig wurde, gab uns Reiseleiterin Karol Spanisch-Unterricht. Selbstverständlich sind wir alle sehr gelehrige Schüler, so daß beide Seiten ihren Spaß hatten.
Nach einer Kaffeepause in Camana und einem kleinen Spaziergang durch die City, fuhren wir noch ca. 2 Stunden und erreichten am Abend eine wunderschöne, alte Hacienda. Nach dem Genuß von Fluß-Shrimps und vielen anderen Leckereien, beendeten wir bei einer Flasche Pisco (zu zwölft!) in gemütlicher Runde diesen Tag.
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8 Stunden Off-Road heißt: Staub, Staub, Staub…
Heute Morgen teilte sich unsere Reisetruppe in eine kulturelle und eine sportliche Gruppe. Hans, Harald, Holger, Frank und Heike stürzten sich in das Abenteuer einer Wild-Wasser-Rafting-Tour auf dem RIO MAJES. Ursel, Tina, Bine, Renate, Dietmar und Ralf entschieden sich für das Kulturprogramm.
Nachdem die Rafter Badebekleidung, Schwimmwesten und Schutzhelme angelegt hatten, ging die "Bootsfahrt" los. Gleich nach dem Start hatten wir einige Mühe vorwärts zu kommen, da das Boot durch den niedrigen Wasserstand erst einmal an den Steinen hängen blieb. Nach der Ueberwindung dieser ersten Hürde, ging es aber in flotter Fahrt weiter und wir hatten viel Spaß. Die Stromschnellen meisterten wir alle mit Erfolg, keiner ging von Bord und nur die beiden Frontleute Heike und Holger "schluckten" kräftige Brecher.:-))
Auf den ruhigeren Abschnitten konnten wir die imposante Landschaft genießen und der Guide berichtete uns interessante Details aus der Geschichte des Tales. Heike, Frank und Holger nahmen als Krönung der Rafting-Tour noch ein kühles Bad in einem Strudeltopf.
Die Kulturtruppe machte sich auf zu den Petroglyphen und Dinosaurierspuren. Nach einem Überblick an einem Modell ging es zu den Steinen. Nach ersten Schwierigkeiten konnten wir spätestens mit den Erklärungen von Mauricia und Karol die Figuren erkennen. Es waren Kondore, Lamas, Pumas, Schamanen und Rituale zu sehen. Spaß hatten wir mit unseren eigenen Interpretationen der Bilder. Danach ging es bei einem Anstieg in praller Sonne zu den Dinosaurierspuren und wir konnten ihre Fussabdrücke erkennen.
Gegen 13.00 Uhr begann unsere Fahrt in Richtung Cabanaconde. Unterwegs kauften wir Coca-Blätter, Wasser, und Süßigkeiten, um uns auf die Höhe vorzubereiten. Ab 3.000 m begannen wir Coca-Blätter zu kauen, deren Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig ist. Beim ersten 4.000 m-Paß machten wir einen Fotostopp, um das Ereignis zu dokumentieren. Auch die schneebedeckten 5 - und 6 - Tausender bildeten am Horizont im abendlichen Licht ein wunderbares Fotomotiv.
Endlich um 20.00 Uhr angekommen, stürzten wir uns hungrig auf Alpakafleisch, welches Oberkellner EDUARDO in einer großen Schow servierte.
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Ein Tag voller Aktion
Das Frühstück zu sehr zeitiger Stunde ließen wir uns schmecken und nach einem Coca-Tee gegen Höhenbeschwerden, ging es los in Richtung CRUZ DEL CONDOR.
Im Bus wurden wir von Viviana, unserem lokalen Guide, begrüßt und sie machte uns mit der interessanten Geschichte des Colca-Tales bekannt. Von ihr kam auch der Tipp, uns nicht mit den vielen anderen Touristen am Hauptaussichtspunkt zu drängeln, sondern etwas weiter nach Osten zu gehen.
Nachdem wir zunächst ca. eine halbe Stunde "nur" den grandiosen Colca-Canyon bestaunen konnten, tauchten plötzlich unter uns die ersten Kondore auf. Geschickt gewannen sie in der Thermik zunehmend an Höhe. Als dann einige Kondore teilweise in wenigen Metern Entfernung vor uns ihre majestätischen Flüge absolvierten, war unser Glück perfekt.
Deshalb machte die anschließende Fahrt mit den Mountain-Bikes in Richtung Chivay, umso mehr Spaß. Unterwegs begegneten wir Bäuerinnen mit ihren Schafherden und riefen den Kindern ein fröhliches "HOLA" (hallo!) zu. Nach 10 km erwarteten uns Ursel, Bine und Renate, die den Begleittroß im Bus bildeten.
In Chivay befreiten wir uns dann in einem sehr schönen Thermalbad vom Staub der Schotterpiste. Ursel, Tina, Dietmar und Ralf verzichteten auf dieses Badevergnügen und machten die City von Chivay unsicher! :-)) Beim anschließenden Mittagsbufett ließen wir es uns gut schmecken und griffen kräftig zu. Hans, Harald und Frank beherzigten dabei den Rat von Karol, in der Höhe viel zu trinken und Süßes zu essen. Die drei stürmten das Dessertbufett sage und schreibe DREIMAL und stopften den leckeren Pudding in sich hinein.
Auf der Fahrt nach Arequipa brachen wir unseren Höhenrekord und verweilten auf 4.910 m bei einer kleinen Rast. Wir fotografierten noch eine große Herde Alpakas und hatten das Glück, eine Familie Vicuñas aus nächster Nähe zu beobachten.
Gegen 18.00 Uhr rückten wir in die wunderschöne Posada El Castillo in Arequipa ein und Karol führte uns danach in ein sehr empfehlenswertes Restaurant wo Ambiente, Stimmung und Speisen einfach nur PERFECTO waren! Anschließend wollten Heike und Karol mit uns noch in die Disco, aber wir sind ja OPEN-AGE und zogen den Gang in unsere Betten vor. :-((
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Sozialprojekt und City Tour
Heute Vormittag besuchten wir alle ein Sozialprojekt, das von Viventura unterstützt wird. Im Kindergarten empfingen uns die beiden Gruppen 2-3jähriger Kinder mit einem lauten "HOLA". Danach sangen die Kleinen für uns ein Lied und als wir uns mit "alle meine Entchen" bedankten, war der Bann gebrochen. Gummibärchen und Seifenblasen heizten die Stimmung noch weiter an und die Kinder hatten riesen Spaß, mit uns herumzualbern.
Anschließend zeigte uns Esther von vi-Sozial die zum Sozialprojekt gehörende Küche, die Arztstation und den Raum, der für Alphabetisierungskurse und Jugendtreffs genutzt wird. Wir konnten uns davon überzeugen, daß die Spendengelder hier gut angelegt sind.
Mittags wurden wir als erste Reisegruppe im neuen Viventura-Büro empfangen. Erst letztes Wochenende erfolgte der Umzug aus dem anderen Stadtteil in das neue Haus. Im Garten war eine große Tafel aufgebaut, an der wir uns als typisches peruanisches Gericht LOMO SALTADO schmecken ließen. Dabei wurden wir von einem Musiker auf der Gitarre mit peruanischen Weisen unterhalten. Die anwesenden Viventura-Mitarbeiter stellten sich vor und all unsere Fragen wurden beantwortet.
Am Nachmittag besichtigten wir noch 2 Kloster bzw. Kirchen.
Noch vom guten Mittagessen gesättigt, war der Hunger am Abend bei Einigen von uns noch nicht wieder so groß, um die gereichten Portionen zu bewältigen. Karol hatte wieder ein nettes Lokal mit stimmungsvollem Ambiente ausgewählt, in dem uns vier Musiker noch eine kulturelle Einlage boten.
Neben den Gebäuden aus weißem Tuffstein, wird uns von Arequipa der chaotische Straßenverkehr in Erinnerung bleiben. Tausende, für unsere Verhältnisse sehr preiswerte Taxis, liefern sich auf den Straßen einen Kampf um jeden Quadratmeter Fahrbahn. Die Regeln, nach denen der Verkehr abläuft, werden uns immer ein Geheimnis bleiben.
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Frühlingsanfang in Cuzco
Heute Morgen klingelte uns bereits um 04.00 Uhr der Wecker aus den Betten. Nach einer kurzen Aufmunterung mit Kaffee und Coca-Tee, ging es los in Richtung Flughafen. Mit Zwischenlandung in Juliaca, erreichten wir ohne Probleme gegen 08.30 Uhr die Inka-Hauptstadt Cuzco. Dort erwartete uns im Hostal ein stärkendes Frühstück.
Dann übernahm Marcial, der lokale Führer, das Kommando. In einer ganz ausgezeichneten Art, brachte er uns die Kultur der Inkazeit nahe. In den Ruinen von SAQSAYHUAMAN konnten wir die Fähigkeiten der Inkas, erdbebensichere Bauwerke aus tonnenschweren Steinen zu errichten, besonders gut sehen. Von der Spitze dieses ehemaligen Inka-Heiligtumes, hatten wir einen wunderschönen Blick auf das historische und neue Cuzco.
In den Ruinen von Q´ENQO, beeindruckte uns der Opferstein ganz besonders. Als Marcial mit einem Spiegel das Sonnenlicht in die Höhle leitete, konnte man sich vorstellen, wie das bei den Inkas, die statt einem Spiegel sicher eine Goldplatte benutzten, gewirkt haben könnte.
Sehr beeindruckend waren auch die Reste des Sonnentempels QORIKANCHA, dem höchsten Heiligtum der Inkas im Stadtzentrum von Cuzco. Marcial erklärte uns an einem Modell anschaulich das ursprüngliche Aussehen der Anlage. In einem Tordurchgang zeigte er uns einen Stein mit 14 Ecken, der perfekt im Mauerverbund sitzt. Auch das obligatorische Foto des 12-eckigen Steines, welches in keinem Fotoalbum fehlen sollte, konnten wir bei bestem Fotolicht schießen.
In einem kleinen Cafe sammelten wir neue Kräfte und genossen dabei aus der 1. Etage einen schönen Blick auf das bunte Treiben am Plaza de Armas. (Hauptplatz)
Die Freizeit am restlichen Nachmittag nutzte dann jeder für seine individuellen Interessen.
Nach dem Briefing des 4-Tage-Inka-Trail-Teilnehmers Holger und dem Briefing der Teilnehmer des 1-Tage-Inka-Trails, gingen wir gemeinsam zum Abendessen in ein Restaurant, das spezialisiert ist für gebratenes Meerschweinchen. Ganz viel Mut bewiesen Ursel, Dietmar, Frank sowie Holger und sie waren positiv überrascht, wie gut doch die kleinen, niedlichen Tierchen schmecken…
Zum Abschluß des Abends machten wir noch ein Tänzchen auf dem Hauptplatz, wo eine peruanische Liveband spielte. :-))
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Urubamba-Tal und 1. Tag Dschungel & InkaTrail
Heute startete Holger den 4-Tage Inkatrail und nach dem Einchecken ging es auf die 1. Etappe, die er ohne Probleme bewältigte. Heike und Frank wünschten wir für den Ausflug in das Amazonasgebiet ebenfalls viel Spaß.
Die Kerntruppe unternahm mit einer örtlichen Agentur einen Abstecher in das Urubamba-Tal. Mit Aurelianio hatten wir einen perfekten Guide, der uns viele lokale Besonderheiten zeigte. Er erklärte auch sehr anschaulich, warum das Urubamba-Tal das "Heilige Tal der Inkas" genannt wird.
Wir konnten die 4 südamerikanischen Kamelarten betrachten und füttern. Dem Markt in Pisaq statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Einige Geschäfte wurden getätigt und ganz leckere Empanadas gekostet.
Höhepunkt der Fahrt war der Besuch von OLLANTAYTAMBO (2.750 m). In dieser Anlage wurden die technischen und organisatorischen Fähigkeiten deutlich. Auch der heute noch bewohnte Ort OLLANTA ist sehr sehenswert.
Bei einem kurzen Stopp kosteten wir in einer Kneipe Maisbier und hatten beim Froschspiel viel Spaß. Zum Abschluß besuchten wir noch die Inka-Anlage CHINCHERO, einen ehemaligen Sommerpalast der Inkas in 3.750 m Höhe. Da hieß es wieder tief durchatmen und langsam gehen. Plötzlich tauchte über uns ein Schwarm Vögel auf, es waren grüne Papageien aus dem Amazonasgebiet. Eine alte Quechua-Frau sagte uns, daß sie Vorboten von Regen sind.
Gegen 18 Uhr waren wir nach einem sehr erlebnisreichen Tag wieder in Cuzco.
Dschungeloption: Karol brachte Heike und Frank zum Flughafen und nach 45 Min. Flug landeten die beiden in PUERTO MALDONADO. Nach der Begrüßung durch den deutschsprechenden Guide Antonio, ging es über ca. 20 km Schotterpiste durch den Dschungel zum Bootshafen. Nun folgte noch eine anderthalbstündige Fahrt mit dem Motorkanu und um 15.30 Uhr bezogen die zwei ihren Bungalow. Nach einer Stunde Aklimatisierung mit Cerveza, brachen die beiden zu einer zweistündigen Dschungelwanderung auf. Dabei erklärte Guide Antonio die Flora und Fauna des Dschungels, begleitet von den vielen Geräuschen des Regenwaldes.
Nach dem Abendessen "zischten" die zwei noch ein kühles Bierchen auf ihrer Dschungelterrasse. :-))
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3. Tag Cuzco - 2. Tag Dschungel & InkaTrail
Für Holger war heute als Scharfrichter der 4.200 m hohe Warmiwañuska-Paß zu bewältigen. Auf dem Paß war leider schlechtes Wetter und so drängte der Guide auf einen schnellen Abstieg. Am Übernachtungsplatz wurde das Wetter besser und alle genossen die schöne Aussicht.
Dschungeloption: Für die "Dschungelabenteurer" hieß es heute bereits um 04.30 Uhr aufstehen, denn um 05.00 Uhr ging es mit dem Boot zur Papageien-Beobachtungsstation. Noch nie zuvor hatten Frank und Heike so viele verschiedene Papageien und andere Vögel auf einen Fleck in freier Natur erlebt.
Beim Frühstück gingen die Tierbeobachtungen weiter. Unter dem Dach "saßen" Fledermäuse und eine Tarantel. Plötzlich sprang unser Guide vom Tisch auf, denn er entdeckte kleine Äffchen, die in eleganten Schwüngen von Baum zu Baum hüpften.
Bei der anschließenden dreistündigen Wanderung, gab es Brüllaffen sowie jede Menge verschiedener Vögel zu beobachten und sehr interressant war auch der Besuch einer Bauernfamilie bei der Arbeit auf ihrer Plantage.
Nach dem Mittagessen und einer Stunde Fiesta, wurden in einer wunderschönen Lagune Piranhas gefischt, die alle zehn zum Abendessen serviert wurden. LECKER! In gemütlicher Runde beendeten wir diesen erlebnisreichen Tag.
CUZCO: Für heutigen Tag hatte Karol eine Tour organisiert. Mit dem öffentlichen Bus ging die Fahrt in Richtung URUBAMBA. Es gibt keinen Fahrplan, denn die Busse fahren grundsätzlich dann ab, wenn genügend Fahrgäste da sind. An der Abfahrtstelle wurden wir freundlich empfangen. Feste Haltestellen gab es kaum, es wurde nach Bedarf angehalten.
Am Abzweig nach Maras stiegen wir auf 2 Taxi's um. Da wir 10 Personen waren, hatte immer einer seinen Platz im Kofferraum des Kombis. :-)) In flotter Fahrt ging es nach Moray. Dort hatten die Inkas in mehren Kratern teilweise kreisförmige Terrassen zur landwirtschaftlichen Nutzung angelegt.
Beim Aufstieg aus dem Krater, hatten sich Dietmar und Ursula etwas "verstiegen" und waren froh, als sie wohlbehalten wieder auf dem normalen Weg standen. Es folgte ein kurzer Spaziergang durch den Ort Maras, der auf einer Terrasse über dem Urubambatal liegt. Auf der anderen Talseite grüßten die vergletscherten Gipfel der Sierra Urubamba.
Anschließend fuhren wir zu den Salzterrassen von PICHICONGO. Dort entspringt an einem Steilhang eine Solequelle, die in terrassenartig angelegten Becken geleitet wird. Durch die Sonneneinstrahlung kristallisiert das Salz aus und kann nach 4 Wochen in 10 cm dicken Platten geborgen werden. Die Sonne wurde von dem Salz in einem gleißenden Licht reflektiert und zum Glück fiel niemand in die Salzlache…
Als wir später an der Hauptstraße wieder aus den Taxis stiegen, hielt sofort ein Minibus an und der Fahrer fragte: "Cusco?" Wir nahmen diese Angebot dankend an und kamen schnell und bequem zu unserem Hotel.
Am Nachmittag stählten wir uns bei Mc Donalds und die Kenner stellten fest, daß es genauso gut wie in Alemania schmeckt, aber um EINIGES BILLIGER ist!
Den restlichen Nachmittag nutzen wir, um noch einige Sehenswürdigkeiten in Cusco zu besichtigen.
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1. Besuch Machu Picchu & Dschungelabschluß
3. Tag Inka-Trail: Nach der Übernachtung auf dem letzten Paß, nahmen sich Holger & Co. die Zeit, einige Inkaruinen zu besichtigen. Am letzten Rastplatz in Winaqwayna, wurde gefeiert und alle dankten den Guides und Trägern.
Dschungeloption: Nach einem letzten exotischen Frühstück, verließen Frank und Heike mit einem weinenden und einem lachenden Auge den Dschungel. Es waren zwei wundervolle Tage, aber die beiden freuen sich auch, Hans, "Oma Bine" & Co wieder zusehen. Nach dem erfolgreichen Flug zurück nach Cuzco, waren bummeln, Tagebuch und Postkarten schreiben sowie Abendessen gehen angesagt. Fazit der beiden: Jedes Dschungelgebiet ist anders, aber immer wieder aufregend und faszinierend schön!!!
Kerntruppe: Nach zeitigem Aufstehen, startete pünktlich um 06.50 Uhr der Backpaper-Train in Cuzco Richtung Machu Picchu. Mühsam quälte sich der Zug im Zick-Zack aus dem Kessel von Cuzco, aber danach ging es in flotter Fahrt in Richtung Urubamba-Tal nach Machu Picchu.
Am Kilometer 104 stiegen Bine, Renate, Hans und Harald aus, um den 1-Tages-Inkatrail in Angriff zu nehmen. Ursel, Tina, Dietmar und Ralf fuhren weiter bis Aguas Calientes. Nach einer peniblen Eingangskontrolle der Personalien konnte das Abenteuer beginnen. Unser Guide bestimmte das Tempo und zeigte uns immer wieder schöne Pflanzen am Wegesrand. Trotz langsamen Schrittes und teiweise bedecktem Himmel, stieg unsere Betriebstemperatur beträchtlich. Mit schnellem Tempo gingen wir zum Sonnentor und genossen einen ersten Blick auf Machu Picchu. Beim Abstieg konnten wir die Anlage von oben ganz ohne "Touris" bestaunen. Gegen 18.00 Uhr kamen wir geschafft, aber sehr glücklich in unserem Hotel an.
Tina und Ralf machten sich mit ihrem Guide Johnny auf den Weg, um den PUTUCUSI zu bezwingen. Über Steinstufen und bis zu 50 m lange, senkrecht stehende Leitern aus Holz, ging es auf 2.650 m hinauf. Die anstrengende Tour wurde mit dem Gipfelstieg und dem traumhaften Ausblick auf Machu Picchu belohnt.
Ursel und Dietmar genehmigten sich in Aguas Calientes einen ruhigen Tag. So waren beim Abendessen alle glücklich und zufrieden! :-))
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Viel Natur und viel Kultur & 4. Tag Inkatrail
4. Tag Inka-Trail: Heute mußte Holger bereits um 04.00 Uhr aufstehen, schnell, schnell frühstücken und ab ging es im Eilschritt zum Sonnentor. Leider verdunkelten dicke Wolken den Sonnenaufgang, doch für Holger war der Inkatrail ein voller Erfolg! :-))
Kerntruppe: Es hatte Nachts kräftig geregnet und als wir 07.00 Uhr in Machu Picchu ankamen, kämpfte die Sonne mit den Wolken und Nebelschwaden. Bevor wir Machu Picchu betreten durften, wurden unsere Reisepässe und Eintrittskarten penibel kontrolliert. Die Rucksäcke von Dietmar und Hans wurden als BIGPACK eingestuft und mußten abgegeben werden, was unserer Stimmung aber nichts anhaben konnte. Am Eingang erwartete uns ein abgekämpfter, aber sehr zufriedener Holger, der seinen 4-tägigen Inkatrail gut überstanden hatte.
Marcial machte mit uns einen ca. 2-stündigen Rundgang durch die Anlage und zeigte uns die wichtigsten Dinge. Der Vorteil der frühen Stunde: Machu Picchu ist fast frei von Touristen! Nach der Führung verabschiedeten wir uns von Marcial, der uns an drei Tagen sehr gur betreut hat. Mit jeder Stunde wuchs die Anzahl der Touristen, die sich durch die Ruinen-Anlage "wälzte". Wir suchten uns ein ruhiges Plätzchen mit guter Aussicht und genossen bei unterdessen strahlendem Sonnenschein den Ausblick auf die großartige Szenerie.
Gegen 12.00 Uhr traten wir dann den Rückzug nach Aguas Calientes an. Eigentlich wollten wir uns um diese Zeit mit Frank und Heike treffen, die durch ihr Dschungelabenteuer später eintrafen. Aber leider hatte ihr Zug Verspätung und so verfehlten wir uns um Haaresbreite. Deshalb kam es bedauerlicherweise auch nicht zum gemeinsamen Gruppenfoto vor Machu Picchu :-((
Nach den Anstrengungen der letzten Tage leisteten wir uns noch eine Pizza und fuhren um 14:26 Uhr mit dem Zug bis Ollantaytambo. Bei der Abfahrt des Zuges fing es an zu regenen, Machu Picchu weinte Abschiedstränen…
Da es in den nächsten Tagen etwas rustikaler zugehen wird, genossen wir in Cuzco den Abend bei einem guten Essen. Heute wurde in Cuzco der Tag der Touristen gefeiert und es war viel los, u.a. machte eine Live-Band auf dem Hauptplatz vor der Kathedrale laute Musik. Mit einem schönen Feuerwerk wurden wir verabschiedet.
Als wir gegen 22.30 Uhr in unserem Hostal ankamen, konnten wir nach fast 4 Tagen Abstinenz unseren Frank und unsere Heike wieder in die Arme schließen. :-))
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Ein verspäteter Start zum Titicacasee
Bis jetzt verlief unsere Reise total reibungslos. Heute am Sonntag-Morgen, standen wir schon um 05:00 auf. Leider überbrachte uns Karol dann die Nachricht, daß unser Reisebus nicht einsatzbereit ist. :-((
Diese unerwartete Freizeit nutzten wir noch zu einem Stadtbummel, durch das am Sonntag-Morgen langsam erwachende Cuzco. Frank, Hans, Harald und Holger besuchten kurz die Kathedrale, der Rest der Gruppe nutzte die Zeit um Postkarten zu schreiben und Internetgrüße zu versenden.
Als dann gegen 10.00 Uhr das Gepäck auf dem Dach des Mini-Busses verstaut war, verabschiedeten wir uns von Cuzco in Richtung TITICACASEE. Wenig später entdeckten wir, daß die fast im Zenit stehende Sonne, einen am Rand regenbogenfarbenen Kreis in die Schleierwolken zauberte. (siehe Bild) So eine Naturerscheinung hatten wir noch nie gesehen. Karol deutete dieses Phänomen als Vorboten von Regen. Da unser Gepäck auf dem Dach ungeschützt war, fuhren wir auf den Hauptplatz des nächsten Ortes, um eine Plastefolie zu kaufen. Der Busfahrer unterstützt von Frank, sicherte damit unser Gepäck und wir konnten unsere Fahrt beruhigt fortsetzen.
Bei San Pedro steuerten wir einen kleinen Rasthof an, um dort ein Picknick zu machen. Einige aus unserer Gruppe konnten dem Angebot der Verkaufstände nicht widerstehen und kurbelten mit ihrem Kauf die örtliche Wirtschaft an. Unser Frank fütterte die hier anwesenden Meerschweinchen, immer mit dem Hintergedanken, wie lecker diese Tierchen schmecken… :-((
Auf dem ABRA LA RAYA-Paß, erreichten wir heute mit 4338 m unseren höchsten Punkt und wechselten von der Cuzco-Region in die Region PUNO. Die anschließende Fahrt durch das Alti-Plano bot uns wunderbare Ausblicke in die Natur und das Sonnenlicht ermöglichte fantastische Fotoaufnahmen.
Doch kurz vor Juliaca erwischte es uns mit ersten Regenschauern, also hatte unsere Karol Recht behalten mit ihrer Regen-Vorhersage! In Juliaca, einer Stadt, die nicht zum Verweilen einläd, bogen wir nach Osten zum Titicacasee ab. Gegen 18.00 Uhr erreichten wir im letzten Tageslicht CHIFRON, unseren Gastort für die nächsten beiden Tage.
Präsident EMILIANO, "Chef" der aus 7 Familien bestehenden Ortschaft, empfing uns sehr freundlich. Nach dem Bezug unserer Gastfamilien-Häuschen und dem köstlichen Abendessen, spendierten uns Tina und Ralf eine Flasche Whisky und Rotwein. Als wir auch noch Bier dazu tranken, sangen wir danach wie die "Heidelärchen" deutsche Volkslieder… Irgendwann, aber noch VOR Mitternacht, verschwanden wir alle glückseelig in unsere Betten!
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Ein toller Tag am Titicacasee
Da wir am Abend zuvor tüchtig gefeiert hatten gab es Diskussionen, ob wir uns zum Frühstück um 08.00 Uhr oder doch besser erst um 09.00 Uhr treffen sollten.
Heute Morgen stellte sich das Ganze so dar: Tina, Bine, Harald und Ralf waren schon ab 05.00 Uhr auf der Jagd nach Sonnenaufgangfotos und gegen 06.00 Uhr kamen dann auch fast alle anderen zur Fotopirsch. Als Renate und Hans um 08.00 Uhr von ihrem Außenposten zum Frühstück erschienen, waren sie die Letzten! Selbst Heike, die gerne mal später zum Frühstück erscheint, hatte schon ihr Omelette verspeist…
Um 09.30 Uhr starteten wir zu einer Wanderung auf den knapp über 4.000 m hohen Hausberg des Ortes. Präsident Emiliano zeigte uns auf dem Weg viele Pflanzen und erklärte ihre praktischen Anwendungsgebiete. Die Höhe forderte ihren Tribut, denn unsere Körper erzwangen ein langsameres Schritt-Tempo. Ein strahlend-blauer Himmel und Sonnenschein pur, machten diese herrliche Landschaft zu einer Postkartenidylle. Bereits beim Aufstieg, vor allem aber vom Gipfel, genossen wir das wunderschöne Panorama auf den Titicacasee.
Wieder unten am Strand angekommen, erwartete uns ein Boot für die Rückfahrt zu unserem Quartier. Vor diesem Törn testeten Hans, Harald und Frank durch ein Fußbad, wie die Chancen für ein Vollbad im Titicacasee stehen. Sie empfanden die Wassertemperatur als sehr angenehm. Die folgende Bootsfahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir konnten die intensiven Farben des Wassers, der Inseln, sowie des Himmels genießen. Leider kamen wir für unseren Geschmack, viel zu schnell wieder an.
Zum Mittagessen gab es eine schmackhafte Suppe, sowie Fisch aus dem Titicacasee mit Reis und Gemüse, es schmeckte alles sehr gut!
Da der Fuß-Badetest am Vormittag positiv ausgegangen war, trafen wir uns Nachmittags am Strand. Doch nur Hans, Harald und Heike hatten den Mut, ein Vollbad von Kopf bis Fuß im kalten Titicacasee zu nehmen. Holger hatte sich aber wenigstens zu einer Kneipp-Kur für Füße und Unterschenkel aufraffen können. Sabine und Frank betätigten sich als Paparazzi und Karol sicherte mit Schal und Handschuhen das ganze Treiben als Rettungsschwimmer ab… :-)) Die drei Badegäste konnten sich auf keine genaue Wassertemperatur einigen, sie wurde zwischen ca. 15 und 17 Grad geschätzt.
Am späten Nachmittag gab es ein Fußballmatch, die Jungs des Ortes, verstärkt durch unsere Karol, traten gegen die Jung-Altherren-Riege an. Dabei erreichten die Jung-Alt-Herren gegen die Heimat-Mannschaft trotz ungewohnter Höhe und damit erschwerten Bedingungen, ein leistungsgerechtes 3 : 3 Unentschieden!!! Beim anschließenden Penalty-Schießen, verlor Alemania gegen Peru "leider" 0 : 1 … :-))
Heike spielte mit den Mädchen des Dorfes in dieser Zeit Volleyball. Die anderen Damen und Ralf waren für filmen, fotografieren und anfeuern ihrer Mannschaft zuständig. So hatten wir alle unseren Heiden-Spaß!
Groß war auch die Freude bei den Kindern, als wir das mitgebrachte Obst und die Süßigkeiten verteilten.
Den Abend verbrachten wir heute eher ruhig. Nicht weil uns die sportlichen Aktivitäten "geschlaucht" hatten, sondern morgen früh klingelt bereits um 04.30 Uhr der Wecker, denn bis nach La Paz ist es nicht gerade um die Ecke…
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Von Peru nach Bolivien
Nachdem gegen 04.00 Uhr der Wecker klingelte stellten wir fest, daß es windstill war und die morgendliche Sonne den Titicacasee in ein wunderbares Licht tauchte. Da macht doch aufstehen um diese Zeit Spaß! Präsident Emiliano hielt nach dem Frühstück eine kleine Abschiedsrede auf Quechua, in der er sich für unseren Besuch bedankte und wir bedankten uns ebenfalls bei ihm für die herzliche Gastfreundschaft.
Nach ca. 45 min. Fahrt über eine staubige Piste, stiegen wir an der Westküste der Halbinsel CAPACHICA auf ein Boot um. Je nach Wunsch suchte sich jeder einen Platz auf dem Oberdeck, oder im windgeschützten Innenraum des Bootes.
Als wir drei schwimmende Schilfinseln der URO-Nachfahren erreichten, legten wir an der größten an und wurden herzlich empfangen. Im Gegensatz zu den bei Puno liegenden, für den Massentourismus unterhaltenen Inseln, gab es hier noch einen Rest Ursprünglichkeit. Nachdem wir uns alles angeschaut hatten und auch einige Andenken kauften, fuhren wir eineinhalb Stunden über den tiefblauen Titicacasee nach Puno.
Kurz vor Puno streikte der Schiffsmotor und wir trieben ins Schilf. Nach einigen Minuten, die Besatzung hatte am Motor geschraubt, ging es mit halber Kraft bis zum Anleger. Dort luden wir unser Gepäck in einen Kleinbus um. Die Fahrt ging weiter in Richtung Desaguachero, dem Grenzort zu Bolivien.
An einem schönen Aussichtspunkt machten wir halt und konnten während des schmackhaften Picknicks noch den zauberhaften Ausblick auf den Titicacasee genießen. In der Ferne sah man die Berge bei Copacabana und die Isla del Sol.
Am Grenzort zu Bolivien wurden wir begrüßt durch Susanne, unseren lokalen Guide, die uns in LA PAZ betreuen wird. Rund um den Grenzübergang ging es obwohl kein Markttag war, etwas chaotisch zu. Doch Karol und Susanne schleußten uns und unser Gepäck in kurzer Zeit durch diese "Schikanen". Wir stellten noch schnell unsere Uhren eine Stunde vor und ab ging die Fahrt in einem Bus Richtung La Paz.
Heute schien es ein Motorproblem-Tag zu sein, denn auch der Busmotor streikte, aber wir kamen trotzdem gegen 16.00 Uhr in TIWANAKU an. Susanne zeigte uns in zwei Museen und einer Ausgrabungsstätte, die Ruinen von Tiwanaku. Dort hat eine präkolumbianische Kultur beeindruckende Zeugnisse ihrer Fähigkeiten hinterlassen.
Auf der Weiterfahrt nach La Paz, konnten wir dann noch einen Blick auf die "Eisriesen" (5000-er) der CORDILLERA REAL werfen. Der letzte Fotostopp galt einem Blick auf das nächtliche La Paz.
Gegen 19.30 Uhr kamen wir dann nach einem langen Tag in unserem Hotel "Gloria" sicher an. Den Tag beendeten wir bei Pisco Sour, Bier und Wein und Einige aßen auf Karols Empfehlung das Nationalgericht PIQUE MACHO. (nur für Machos… :-))
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Citytour und Chacaltaya-Besteigung
Heute Vormittag holte uns Susanne pünktlich um 08.00 Uhr im Hotel ab, damit wir La Paz näher kennenlernen konnten. Zunächst fuhren wir zu einem Aussichtspunkt über der Stadt, um einen tollen Blick über die höchstgelegene Metropole der Welt genießen zu können. Der Vorort von La Paz, das Armenviertel EL ALTO, liegt noch ein wenig höher als La Paz selbst. Da La Paz in einem großen Talkessel liegt, geht es praktisch nur bergauf und bergab auf den Straßen.
Wir spazierten durch das Mondtal VALLE DE LA LUNA, dessen Formationen aus Sandstein sind. Außerdem zeigte uns Susanne noch wirklich schöne Seiten von La Paz, die wir gar nicht erwartet hatten. Dann fuhren wir weiter bis zur Jänstraße, die im alten kolonialen Stil erhalten wurde und wenig später gingen wir zu Fuß zur Plaza Murillo, wo sich Frank seine Schuhe putzen ließ…
Anschließend erklärte uns Susanne auf dem Hexenmarkt, daß die Bolivianos ihren starken Aberglauben mit vielen Riten ausleben. Die für uns teilweise ungewohnten Dinge die dafür benötigt werden, kann man auf diesem Markt kaufen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause mit Kleiderwechsel, holte uns Tomas, der Büroleiter von Viventura in La Paz, um 13.00 Uhr zu einer Fahrt zum CHACALTAYA ab. Wir hatten als Gruppe diesen Trip zusätzlich gebucht und sollten es nicht bereuen. Während der Fahrt erzählte uns Tomas interessante Details zu bereits gelösten und noch ungelösten Problemen in La Paz und El Alto.
Über teils abenteuerliche Pisten, kamen wir nach 2 Stunden Fahrt in ca. 5.300 m Höhe an einer vor 70 Jahren errichteten Skihütte an. Da der Gletscher des Chacaltaya sehr stark geschrumpft ist, gibt es keinen Skibetrieb mehr. Wir schlugen unser Standquartier in der Berghütte des bolivianischen Andenvereins in unmittelbarer Nähe auf. Ursula und Karol bildeten die Besatzung des Basislagers, während wir anderen uns an den Aufstieg zum ca. 5.400 m hohen vorderen Gipfel wagten. Obwohl es vorher viele Zweifel gab, schafften alle dieses Ziel. Unsere "Oma" Bine erreichte sogar als ERSTE den Gipfel!!! Auch Tina und Ralf vom flachen Lande, konnten wir zum Gipfelsieg gratulieren!
Vom Gipfel aus hatten wir einen wunderbaren Rundblick, im Süden schauten wir auf den Talkessel von La Paz und im Nordwesten glitzerte das Wasser des Titicacasees in der Sonne. Etwas weiter nördlich zeigten sich die schnee- und eisbedeckten Gipfel der CORDILLERA REAL. In unmittelbarer Nachbarschaft präsentierte sich der HUAYNA POTOSI (6.088m) in seiner ganzen Pracht und wir waren von diesem Panorama begeistert.
Nach dem obligatorischen Gruppenbild, bezwangen wir noch den mit 5.421 m etwas höheren hinteren Gipfel des Chacaltaya und das Plateau. Wieder im Basislager angekommen, wurden wir mit einem heißen Coca-Tee begrüßt.
Gegen 19.00 Uhr kamen wir zwar etwas müde, aber sehr glücklich in unserem Hotel in La Paz an. Der Streß ging aber gleich weiter, es folgten die Briefings für die morgigen Aktivitäten. Dietmar möchte mit Tomas Hilfe den PICO-AUSTRIA bezwingen und Ursel, Hans, Harald, Holger, Frank und Heike wollen sich mit dem Mountain-Bike auf die gefährlichste Straße der Welt wagen…
Nach unserem gemeinsamen Abendessen verschwanden alle in ihre Betten, damit morgen auch alle fit sind!
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Wandern - Fahrrad fahren - Shopping
Heute trennten sich unsere Wege wieder einmal. Dietmar fuhr mit Büroleiter Tomas als Wanderführer zum PICO AUSTRIA. Alles begann wunderbar, allerdings hatte sich der Gipfel in eine dicke Wolkenschicht gehüllt, die sich auch nicht mehr auflöste. Außerdem machte sich bei Dietmar die Höhe bemerkbar, so daß die beiden bei ca. 5.000 m Höhe beschlossen, umzukehren. Damit blieb Dietmar der Gipfelstieg leider versagt, aber es war trotzdem eine sehr schöne Trekkingtour!
Renate, Bine, Tina und Ralf machten heute mit Unterstützung von Karol, einen Kultur- und Shopping-Tag in La Paz. Die meisten Kaufwünsche konnten sie sich zu günstigen Konditionen erfüllen. Auch die Kultur kam mit dem Besuch von Museen und Kirchen nicht zu kurz.
Ursel, Hans, Harald, Holger, Frank und Heike wollten es heute mit der DEATH ROAD (Todesstraße) aufnehmen. Nach einstündiger Fahrt mit einem Minibus, erreichten wir gegen 08.00 Uhr den PASO LA CUMBRA in 4.725 m Höhe. Trotz strahlendem Sonnenschein, war es noch empfindlich kühl. Wir machten uns mit den Mountain-Bikes vertraut, zogen uns warm an und lauschten den Sicherungsbelehrungen der Guides. Da Haralds Englischkenntnisse die besten sind, war er unser Dolmetscher.
Als alle gut verpackt und belehrt waren, konnte es los gehen. Die ersten 30 km waren reines Genußradeln, denn auf einer um diese Zeit wenig befahrenen Asphaltstraße, ging die Fahrt in Serpentinen bergab. Dabei konnten wir auch diesen und jenen Blick auf die herrliche Hochgebirgslandschaft riskieren. Nach diesem Vergnügen folgten 2 Berg-Etappen von zusammen 5 km Länge, die jede Menge Schweiß kosteten. Danach wurde es ernst, denn die eigentliche Death Road begann! Auf einer abenteuerlichen Schotterpiste, wurde bis vor 2 Jahren der gesamte Verkehr von La Paz in das nördliche Tiefland und zurück abgewickelt. Heute wird diese "Straße" nur noch von wenigen Autos befahren und ist eine Pilgerstätte für Mountain-Bikefahrer aus aller Welt geworden. Die Strecke erforderte unsere volle Konzentration, so daß ein entspannter Blick auf die mit abnehmender Höhe immer grüner werdenden Berghänge, nur bei den Stops möglich war. Auch zum zählen der Kreuze, welche am Pistenrand für die verunglückten Autofahrer aufgestellt waren, blieb kein Blick und keine Zeit.
Beim Versuch ihre Gruppe einzuholen, stürzte eine junge Frau direkt vor Frank im groben Schotter. Ein Glück für sie, daß dies auf der Bergseite der Piste geschah und sie somit "nur" mit einem Schock und Prellungen davon kam. Uns mahnte dieser Vorfall zu noch höherer Vorsicht.
Mit abnehmender Höhe stiegen auch die Temperaturen und die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Von überhängenden Felsen flossen mehrmals kleine Wasserfälle auf die Piste, denen man zwar nicht entkommen konnte, aber die auch sehr erfrischend waren. :-))
Gestartet in einer Hochgebirgslandschaft, erreichten wir alle wohlbehalten nach 4,5 Stunden unser Ziel in 1.100 m Höhe und konnten eine üppige tropische Vegetation bewundern. Selbst unsere zwei "Angsthasen" Ursel und Heike, die anfangs mit zitternden Knie'n auf das Bike stiegen, waren begeistert von dieser Tour!
In einem Hotel in COROICO, konnten wir anschließend duschen, im Pool schwimmen und relaxen. Den folgenden 3-Gänge Lunch ließen wir uns schmecken, werteten dabei den genialen Trip aus und waren stolz auf unsere Leistung. Die 24 Bolivianos (ca. 2 Euro 50 Cent) die von jedem Biker zur Unterhaltung der Piste verlangt werden, haben wir gerne gezahlt.
Die Rückfahrt ging dann über die neue asphaltierte Straße, die nach einer Bauzeit von 15 Jahren 2006 freigegeben wurde.
Gegen 19. 00 Uhr trafen wir wieder im Hotel in La Paz ein und beim gemeinsamen Abendessen hatten alle viel zu berichten.
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Unterwegs in der Hauptstadt Boliviens
Nach drei Tagen La Paz, nahmen wir heute Abschied von der quirligen und lauten Metropole. Pünktlich um 09:00 Uhr kamen wir am Flughafen an, aber unser für 10:20 Uhr geplanter Flug wurde auf 12:30 Uhr verlegt. :-(( Die Wartezeit versuchten wir mit Internet, Shopping, Postkarten schreiben, lesen und Karten spielen zu überbrücken.
Der Flug nach Sucre mit AEROSUR (bolivianische Fluggesellschaft) verlief ganz schön unruhig, denn über den Gebirgsketten von Bolivien wurden die Luftströmungen verwirbelt und schüttelten unsere Maschine ordentlich durch. Gegen 13:00 Uhr kamen wir aber alle wohlbehalten in Boliviens Hauptstadt an.
Unser Hotel, ein Haus des Kolping-Werkes, ist eine sehr gepflegte Anlage und liegt wunderschön ca. 2 km südlich vom Stadtzentrum in erhöhter Lage. Dadurch hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt SUCRE.
Durch die Flugverspätung standen wir jetzt etwas unter Zeitdruck. Die Stadtführung mit Mariella begann gleich neben unserem Hotel. Die Klosteranlage neben dem Hotel, ist der ursprüngliche Gründungsort der heutigen Stadt.
Mit dem Bus ging es dann zum Hauptplatz, wo uns Mariella unter anderem über die im 19. Jahrhundert nicht ganz unblutigen Beziehungen zwischen Sucre und La Paz aufklärte. Im Freiheitsmuseum machte sie uns mit den blutigen Ereignissen um die Entstehung des Staates Bolivien in den Jahren von 1809 bis 1825 bekannt. Auch die folgende Entwicklung Boliviens verlief nicht immer glücklich, so daß Bolivien heute nur noch ca. ein Drittel seines ursprünglichen Territoriums besitzt.
Nach Kultur und dem Rückblick auf die Geschichte Sucres, schlenderten wir ganz in der Gegenwart durch die Stadt. In einem Park verweilten wir ein wenig und sahen danach auf dem Hauptplatz dem quirligen Treiben zu. Als Krönung des Nachmittages, gab es frische Erdbeeren umhüllt mit Schokolade und wir hätten noch viel, viel mehr davon essen können…
Die Stadt Sucre hinterläßt bei uns einen sehr positiven Eindruck. Hier gibt es saubere Straßen, gepflegte Häuser und ein Verkehrsaufkommen, daß nicht alles andere erstickt.
Gegen 18:00 Uhr gingen wir in ein uriges Restaurant und aßen auf Empfehlung von Karol das angebotene Supersteak. Ursel, Dietmar und Frank konnten der Versuchung nicht widerstehen und genossen ein original Erdinger Hefeweizen-Bier dazu.
Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zum Hauptplatz von Sucre, um zu sehen was da los ist. Da wir aber nur Blasmusik hörten, drehten wir schnell ab und liefen in unser schönes Hotel. Dort saßen wir noch bei einem "Schlummertrunk" auf der Hotelterrasse und genossen die wunderbare Aussicht auf das nächtliche Sucre, heute sogar wieder einmal mit einem kleinen Feuerwerk.
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Besuch in der ehemals reichsten Stadt der Welt
Nach drei Nächten im lärmenden La Paz, war die Stille in dieser Nacht eine absolute Wohltat. Zum Frühstück hatten wir heute Morgen noch einmal die schöne Aussicht über Sucre gratis zum Buffet dazu.
Dann hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von dieser schönen Stadt und unserem tollen Hotel. Mit dem Bus fuhren wir in Richtung POTOSI und machten unterwegs an einem Fluß einen Fotostopp. Der Grund war, daß es dort neben der modernen Straßenbrücke eine historische Hängebrücke gab, die vor kurzem rekonstruiert wurde. Nach ca. 3 Stunden Fahrt kamen wir in Potosi auf über 4.000 m an.
Gegen 13:30 Uhr begannen wir mit dem Stadtrundgang und stellten fest, daß der Kontrast zu Sucre kaum größer sein konnte. Die Glanzzeiten der Silberstadt liegen ja auch lange zurück, deshalb sieht alles grau aus und auf dem Hauptplatz trieb der Wind den Müll vor sich her. Durch enge Straßen wälzten sich PKW's und Busse, deren Abgaswolken uns die Freude an einem schönen Stadtrundgang verdarben.
Der Besuch des Casa de La Moneda (Münzstätte) dagegen, war sehr interessant und informativ. Hier verarbeiteten die Spanier das aus dem CERRO RICO (reicher Berg) geborgene Silber zu Münzen, um diese anschließend nach Spanien zu verschiffen.
Als wir diesen Rundgang beendet hatten, meldeten Einige aus der Gruppe Kaffeedurst an und EINER hatte großen Bierdurst! Also schnell hinein in ein gutes Cafe und wir ließen uns Empanadas, Donas, Vanilla-Brötchen mit Cappuchino, Milch sowie Kaffee-Negro schmecken.
Eigentlich wollten wir uns um 18:00 Uhr zum Abendessen treffen, aber das ausgewählte Restaurant öffnete erst um 19:00 Uhr die Tore. Mit viel Fleisch, Wein und Bier, ließen wir diesen Abend ausklingen.
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Von der Silbermine in Richtung Salzwüste
Mit dem Besuch des Silberberges von Potosi begann unser heutiger Tag. Seitdem er 1545 entdeckt wurde, wird hier Silber und jetzt auch Zinn sowie Zink abgebaut.
Zuerst kauften wir auf dem Markt Coca-Blätter, 96%-igen Alkohol und Zigaretten als Opfergaben und Geschenke für die Minenarbeiter. Eigentlich wollten wir auch noch Dynamit kaufen, aber am Sonntag gibt es auf dem Markt kein Dynamit. Das organisierte sich unser Guide in der Mine.
Wir wurden mit der Bergarbeiterkluft eingekleidet und fuhren mit dem Minibus zum Stolleneingang. Nach den obligatorischen Fotos, konnte die Befahrung des Stollens beginnen. In gebückter Haltung tasteten wir uns zwischen den Schienen für die Grubenloren, sowie unter den Rohren für die Druckluft und die Bewetterung vorwärts. Nach ca. 30 m gab es links eine Nische, in dieser saß TIOU (Quechua - Freund). Dieser Figur bringt jeder Minenarbeiter bei Arbeitsbeginn ein Opfer dar und bittet damit um eine reiche Erzausbeute und eine gesunde Rückkehr aus dem Stollen.
Unser Guide zeigte uns eine solche Zeremonie, die mit Coca-Blättern, Schnaps und Zigaretten ausgeführt wird. Anschließend besichtigten wir noch eine alte Abbaustelle und bekamen erklärt, mit welchen Methoden das Erz abgebaut wird. Der Einsatz von Preßlufthämmern und elektrischen Grubenlampen, scheinen die wesentlichen Verbesserungen der Abbaumethoden gegenüber dem 16. Jahrhundert zu sein… Diesem Berg verdankte Spanien im 17. Jahrhundert seinen Reichtum, dafür haben aber bis heute ca. 8 Millionen Menschen ihr Leben gelassen.
Als wir aus dem Stollen rauskamen, freuten wir uns wieder die Sonne zu sehen und Fotos mit einer Dynamitstange durften natürlich nicht fehlen. Danach brachte unser lokaler Guide in sicherer Entfernung eine Dynamitstange zur Explosion. Die Lautstärke der Explosion verblüffte uns dann doch ganz schön. Das Fazit dieses "Ausfluges": es erschreckte uns sehr, unter welchen schwierigen und gefährlichen Bedingungen hier Bergbau betrieben wird.
Gegen 12:30 Uhr holte uns der Bus zur Fahrt nach Uyuni ab. Er war schon recht betagt und in der Ausstattung "etwas" sanierungsbedürftig. Aber was in ihm steckte, zeigte uns der Fahrer während der rasanten Fahrt. Wir schafften die Schotterpiste bis Uyuni in fünfeinhalb Stunden, wobei es zwischen 3.400 m und 4.000 m ständig bergauf und bergab ging. Motor, Lenkung und Bremsen waren offensichtlich top in Ordnung :-)) und das ist ja wichtiger, als ein durchgesessener Sitz!
Als wir gegen 17:00 Uhr in Uyuni ankamen, schockierte uns zunächst der erste Eindruck dieser Stadt. Wir fragten uns, wie man in dieser Einöde nur leben kann. Aber die Stadt lebt von der Attraktion Salzwüste und auf dem Weg nach Argentinien oder Chile, muß man hier einen Zwischenstopp einlegen. Unser Hostel war ganz in Ordnung und bei Bier, Wein sowie super Pizza, ließen wir diesen Abend ausklingen.
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Ein lustiger Tag in der Salzwüste
In der letzten Nacht konnte jeder sein Schlafdefizit abbauen, denn in bequemen Betten und ruhiger Umgebung, durften wir bis 07.00 Uhr schlafen. Auch die Höhe von "nur" 3.670 m wirkte sich aus. Am Vormittag machten wir noch einen Rundgang durch Uyuni und nutzten die letzte Gelegenheit, in Bolivien einzukaufen. Heike brachte in dieser Zeit unser Tagebuch auf den aktuellen Stand und Karol erledigte die Ausreiseformalitäten für Bolivien.
Gegen 11.00 Uhr verteilten wir uns und unser Gepäck auf drei Jeeps. Eine Köchin, Kochausrüstung, Essen und Wasser wurden ebenfalls an Bord genommen. Der Eisenbahnfriedhof von Uyuni war unser erstes Ziel, dort haben eine große Zahl Dampfloks und Waggons ihre letzte Ruhestätte gefunden. Allerdings waren nur noch die Grundkörper der Loks vorhanden, alle beweglichen Teile hatten bereits ihren Weg zum Schrotthändler gefunden.
Nach einem Zwischenstopp an der Tankstelle, fuhren wir zum Rand des Salzsees. Dort wurde uns gezeigt, mit welchen einfachen Mitteln das Salz abgebaut und aufbereitet wird. Im Hotel "de Salar" konnten wir sehen, daß man auch ein komplettes Haus mit Möbeln aus Salzblöcken herstellen kann. Zu Mittag rasteten wir an der ISLA INCAHUASI, einem Korallenblock, der ca. 40 m hoch aus dem Salzsee herausragt. Beim Aufstieg auf den Gipfel der Insel, kamen als optische Effekte die bis zu 1000 Jahre alten Säulenkakteen zur Wirkung. In dieser Gegend ist der ehemalige Seeboden mit einer bis zu 7 m dicken Salzschicht bedeckt. Er glänzt in der Sonne wie frisch gefallener Neuschnee und bildet im Kontrast mit dem tiefblauen Himmel und den Bergen der Umgebung, ein wunderbares Landschaftsbild.
Der Salzsee ist super geeignet für Spezial-Fotos und wir hatten mächtigen Spaß bei der Fotosession. Karol kannte die Tricks und führte Regie, um immer wieder neue effektvolle Bilder zu arrangieren. Vorher hatten wir noch diskutiert ob es möglich ist, solche Fotos scharf und ohne Computernachbearbeitung herzustellen, nun sind wir überzeugt, es ist möglich! Zu unserem Leidwesen drängten die Fahrer zum Aufbruch, so daß wir den Spaß widerwillig beenden mussten. Die Fahrt ging dann zum Camp "Bella Vista", wo unsere Köchin in 2 Stunden ein schmackhaftes Abendessen zubereitete. Einige Unstimmigkeiten gab es weil sich die Fahrer weigerten, mit uns noch mal zum Sonnenuntergang auf den Salzsee zu fahren. So vertrieben wir uns die Zeit mit Karten- und Würfelspiel.
Nach dem Abendessen tranken wir auf Grund der Kälte heißen Tee und Grog. Als gegen 20.30 Uhr der Strom abgeschaltet wurde, gingen die meisten ins Bett, denn am nächsten Morgen soll es um 04.00 Uhr losgehen. Aber Karol, Renate, Holger, Harald, Frank und Heike waren noch nicht müde und spielten noch ein Weilchen "stille Post". Nur so still war die Post nicht, aber gegen 22.30 Uhr herrschte dann Ruhe. :-))
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Von Bolivien nach Chile - ein langer Trip
Da uns ein langer Tag bevorstand, war bereits gegen 03:15 Uhr wecken in den "Schlafsälen" angesagt. Den Engpass stellte das "Baño Communale" (Gemeinschaftsbad) dar, trotzdem standen wir alle pünktlich um 04.00 Uhr zur Abfahrt bereit. Wie die Fahrer in der stockdunklen Nacht den richtigen Weg fanden, wird uns immer ein Rätsel bleiben. Als es im Osten langsam hell wurde, stiegen wir an Höhe und die Temperaturen sanken noch tiefer. Offensichtlich waren die Wärmeaustauscher für die Heizung in den Jeeps ausgebaut worden und niemand hatte den Rat von Karol, sich richtig warm anzuziehen, ernst genommen. An den Scheiben unserer Jeeps bildeten sich Eisblumen und wir froren erbärmlich…
Am Vulcan ACONCAGUA machten wir den ersten Fotostopp und sahen links neben dem Gipfel eine Rauchwolke aufsteigen. An der Laguna HEDLONDA sahen wir Flamingos, die über das Eis der zugefrorenen Lagune balancierten und darauf warteten, daß die Sonne ihnen den Weg zum Futter frei machte. Flamingos und Eis hatten wir bisher nicht in Verbindung gebracht.
Mit höherem Sonnenstand wurde auch die Außentemperatur angenehmer und wir konnten die sich immer wieder wechselnde schöne Landschaft besser genießen. Da wir uns ewig zwischen 4.000 m und 5.000 m Höhe bewegten, blies der kalte Wind ständig um unsere roten Nasen… An der Laguna COLORADA bereitete unsere Köchin ein gutes Mittagessen zu, das wir uns in einer windgeschützten Glasveranda schmecken ließen. Die Laguna Colorada bot uns ein besonderes Farbspiel. Die weißen bis zu 5 m hohen Salzablagerungen erinnern an Gletscherzungen, die in das tiefrote Wasser hineinragten.
Die Fahrt ging weiter über einen Platz, an denen aus Schlammlöchern Gas- und Dampffontänen entwichen und es nach Schwefel roch. An der nächsten Lagune gab es heiße Quellen und obwohl die Wassertemperatur einladend war, verzichteten wir alle auf ein Bad. Danach erreichten wir die weiße Lagune und die unmittelbar daneben liegende LAGUNA VERDE. Das Wasser dieser Lagune ist durch Magnesiumablagerungen kräftig türkis-grün gefärbt. Mit dem Kegel des Vulkan LICANCABUR (5.868m) im Hintergrund, ist diese grüne Lagune ein absolut tolles Fotomotiv.
Nach 12 Stunden Fahrt durch eine herrliche Landschaft im Süden Boliviens, erreichten wir kurz vor 16.00 Uhr die Migrations-Station zwischen Bolivien und Chile. Wir verabschiedeten uns von den Fahrern sowie der Köchin und gegen 16.30 Uhr kam der Bus aus Chile, um uns aus der eisigen Höhe zu erlösen. Auf der gut ausgebauten Transitstraße die Chile mit Argentinien verbindet, fuhren wir ca. 2.000 m Höhenunterschied hinab in die Atacama-Wüste.
Nach dem Bezug unserer schönen Zimmer und einer heißen Dusche, gingen wir in ein nettes Restaurant und beendeten diesen erlebnisreichen Tag in geselliger Runde.
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Ein ruhiger Tag und Abschlussfeier
Endlich konnten wir einmal ausschlafen :-)) und nach dem gemütlichen Frühstück schwärmten wir in die Einkaufsmeile von San Pedro aus. Diese ist ca. 500 m lang und war schnell erkundet. Damit die Kultur nicht zu kurz kam, besuchten wir ein kleines Museum. Hier wurde anschaulich die Besiedlungsgeschichte dieser Gegend an Hand archäologischer Funde dargestellt. Das Tiawanaco-Reich, dessen Zentrum wir vor einigen Tagen am Titicacasee besichtigten, hatte seine Ausdehnung bis hierher. Im Museum waren auch einfache Arbeiten aus Gold zu sehen, die in der Vorinkazeit von 500 - 900 n.Chr. gefertigt wurden. Christina und Ralf hingen ihren Erinnerungen nach, denn sie hatten diese Gegend vor mehr als 10 Jahren bereits einmal besucht.
Ein kleiner Imbiss zum Mittag stärkte uns wieder und am Nachmittag fuhren wir zu einigen Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Zuerst besuchten wir die Salzkordillere und danach machten wir eine kleine Wanderung im Tal des Todes, (so genannt weil dort keinerlei Leben existiert) wo wir die vielfältigen Felsformationen bewundern konnten. Auf einer hohen Düne versuchten sich Jugendliche im Sandboarden, doch es waren Anfänger und sie brachten keine ordentlichen Schwünge zustande… Anschließend fuhren wir in das Valle de Luna, also ins Mondtal. Durch den hohen Salzgehalt des Bodens sah die Landschaft teilweise aus, als wäre gerade eine dünne Schicht Neuschnee gefallen. Nach dem Besuch einer kleinen verlassenen Salzmine, schossen wir vor einer Felsformation Gruppenfotos. Danach schlossen wir uns einer Touristenkarawane an, die von einer hohen Düne aus den Sonnenuntergang beobachten wollte. Wir entgingen dem Trubel, in dem wir auf einem Felsgrat mehrere hundert Meter Richtung Süd-West gingen. Dort konnten wir ungestört genießen, wie die untergehende Sonne die bizarre Landschaft in immer wieder neue Farben tauchte.
Am Abend lieferten wir Holger bei einer Agentur ab, denn er wollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, unter fachkundiger Anleitung den südlichen Sternenhimmel zu beobachten. Wir anderen gingen in ein uriges Restaurant, um unseren Abschlußabend zu feiern. Karol spendierte an unserem letzten gemeinsamen Abend ein 3-Gänge-Menu, das uns allen sehr gut schmeckte. Nachdem gegenseitig kleine Dankes- und Abschiedsreden gehalten wurden, gesellte sich unser "begeisteter Sternengucker" gegen 22.30 Uhr wieder zu uns. So konnten wir alle noch einmal auf diesen tollen und gelungenen Urlaub anstoßen!
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Eine tolle Reise geht zu Ende :-((
Heute konnten wir wieder ausschlafen, was für ein Luxusleben!!! :-))
Da unser Flug nach Santiago de Chile erst gegen 18.00 Uhr geht, hatten wir noch freie Zeit die jeder unterschiedlich nutzte. Während der eine Teil der Gruppe den Vormittag mit Relaxen verbrachte, wanderten Renate, Sabine, Karol, Hans, Harald und Holger nach PUKARA. In 4 km Entfernung von unserem Hostel, liegen auf einem Bergsporn die Reste einer Fluchtburg. Diese wurde im Tiuwanaku-Reich ca. 500 n.Chr. errichtet. Unterhalb der Burg in der Flußoase, betrieben die Bewohner Ackerbau und bei kriegerischen Auseinandersetzungen, verschanzten sie sich auf dem Berg. Als das Tiuwanaka-Reich aus unbekannten Gründen ca. 900 n.Chr. unterging, wurde die Burg von lokalen Stammesführern als Stützpunkt in ihren Auseinandersetzungen mit Nachbarstämmen genutzt. Als 1540 die Spanier angriffen, zerstörten sie alles. In einem kleinen Museum sahen wir viele Fundstücke aus den verschiedenen Epochen.
Nachdem Karol und Heike das Tagebuch aktualisiert hatten, gingen wir zu unserem definitiv letzten gemeinsamen Mittagsmahl. Eigentlich hatte niemand so richtig Appetit, aber wir "verdrückten" dann doch alle Pizza und Lachs mit Salat.
Bis zur Abfahrt nach Calama, genossen wir in gemütlicher Runde und netten Gesprächen ein schattiges Plätzchen in unserem Hostel. Am Flughafen angekommen, verabschiedeten wir uns von Karol, was bei einigen Damen aus der Gruppe zu Tränen in den Augen führte. :-((
Nach einem ruhigen Flug, landeten wir überpünktlich in Santiago de Chile. Hier wurden wir von Gustavo, unserem Guide in Chiles Hauptstadt, herzlich in Empfang genommen und fuhren in unser Hotel. Nach einer kleinen 10-minütigen Erfrischung, führte uns Gustavo in einen urigen Irisch-Pub. Bei Cerveza-Clara, Cerveza-Negra und Vino-Tinto stieg die Stimmung am letzten Abend unserer Reise noch auf Hochform. Wir sangen lustige Lieder und alle sind gespannt, wie wir uns morgen fühlen werden. Denn Gustavo hat viel vor, er will uns in der verbleibenden, restlichen Zeit, die Stadt näher bringen. Deshalb verschwanden wir um Mitternacht in unsere Betten!
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Santiago de Cile
Am letzten Tag unserer Reise sahen wir uns Teile der 6,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt Santiago de Chile an. Die Metropole machte einen modernen, sowie gepflegten Eindruck und der Straßenverkehr verlief nach uns gewohnten Regeln. Wir empfanden das als großen Kontrast gegenüber Lima uns La Paz. Guide Gustavo zeigte uns in sehr angenehmer Art einige Sehenswürdigkeiten seiner Stadt.
Vor der Moneda, dem Präsidentenpalast, konnten wir uns an der aufwendig inszenierten, täglichen Wachablösung der Präsidentengarde erfreuen. Wir staunten nicht schlecht, als von der Kapelle der preußische Defiliermarsch und etwas später mit einem Trompetensolo die Sehnsuchtsmelodie intoniert wurden. Das Wetter meinte es gut mit uns, ab und zu lugte die Sonne durch die Wolken und wir genossen die ca. 30 minütigen Schauspiele mit großem Interesse. Durch die schöne Fußgängerzone, die am Freitagvormittag von vielen Leuten bevölkert wurde, spazierten wir zum Plaza de Armas. Dort besichtigten wir die Kathedrale von Santiago. Vor einem schönen alten Gebäude, wurde der Tag der spanischen Kultur gefeiert und auf einer Bühne boten verschiedene Flamencogruppen ihr Können dar. Auf dem Fahnen-geschmückten Balkon hatten sich der Bürgermeister der Stadt sowie Vertreter der spanischen Botschaft versammelt und belohnten die Tänzer(innen) mit huldvollen Blicken. Wir hatten dadurch einen unerhofften Kulturgenuss. Bevor wir zum Fischmarkt gingen, zeigte uns Gustavo noch eine Station der modernen Santiagoer U-Bahn. Sie hätte auch in Berlin oder einer anderen europäischen Großstadt sein können.
Der Fischmarkt bot eine Fülle von frischen Fischen und anderen Meerestieren. Gustavo empfahl uns Seeigel, deren Genuss eine starke potenzsteigernde Wirkung haben soll. Er zeigte uns auch die in Santiago üblichen Cafe Romeos, in denen leichtbekleidete Seňoritas vorwiegend männliche Gäste bedienen. Nach einem kurzen Blick hinein, zogen wir dann doch ein schmackhaftes Fischessen in einem schönen Restaurant vor. Als Höhepunkt und Abschluss des Tages, fuhr Gustavo mit uns auf den San Christobal, dem Aussichtsberg inmitten von Santiago. Leider war es etwas diesig und bewölkt, so daß wir die schneebedeckten Berge der Cordillera nicht sehen konnten. Neben der Aussicht hatte der San Christobal einen weiteren Höhepunkt zu bieten, einen Biergarten mit Erdinger Hefeweizen. Am Ende unserer Reise leisteten sich Einige unserer Gruppe diesen Luxus, Frank brachte es sogar auf zwei Flaschen!
Danach brachte uns Gustavo zum Flughafen. Nachdem alle eingecheckt hatten, verabschiedeten wir uns und dankten ihm für den schönen Tag in Santiago, den er uns bereitet hat. Den langen Flug nach Hause haben alle gut überstanden und wir werden noch lange und viel an diese schöne Reise denken! :-))))